-
TECHNISCHES GEBIET
-
Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung beziehen sich allgemein auf eine Steuerung elektrischer
Maschinen und beziehen sich insbesondere auf Techniken, die eine
Drehmomentlinearität
in einer Feldschwächungsregion
einer elektrischen Maschine beeinflussen.
-
HINTERGRUND
-
Eine
elektrische Maschine wandelt elektrische Leistung in mechanische
Kraft und Bewegung um. Elektrische Maschinen findet man in zahlreichen Anwendungen
einschließlich
Haushaltsgeräten
wie z. B. Gebläse,
Kühlschränke und
Waschmaschinen. Elektrische Antriebe werden auch zunehmend in Elektro-
und Hybrid-Elektrofahrzeugen genutzt.
-
Eine
rotierende elektrische Maschine weist allgemein einen internen rotierenden
Magneten, den Rotor genannt, auf, der innerhalb eines ruhenden Stators
rotiert. Die Wechselwirkung zwischen dem elektromagnetischen Feld
des Rotors mit dem durch die Statorwicklung erzeugten Feld erzeugt
das Drehmoment der Maschine. Der Rotor kann ein Permanentmagnet
sein, oder er kann aus Spulen bestehen. Falls der Rotor jedoch Permanentmagnete
aufweist, die darin eingebettet sind (d. h. die Permanentmagnete
sind nicht in der Rotoroberfläche),
kann auf die elektrische Maschine als Maschine mit internen Permanentmagneten
(IPM) verwiesen werden. Der Teil der Maschine, über den die Eingangsspannung
geliefert wird, wird "der
Anker" genannt.
In Abhängigkeit vom
Entwurf der Maschine kann entweder der Rotor oder der Statur als
der Anker dienen. In einer IPM-Maschine ist der Anker der Statur
und ein Satz von Wicklungsspulen, die durch eine Eingangsspannung
gespeist werden, um die elektrische Maschine anzutreiben.
-
Die
umgekehrte Aufgabe des Umwandelns mechanischer Energie in elektrische
Energie wird durch einen Generator oder Dynamo bewerkstelligt. Eine
elektrische Maschine wie oben erwähnt kann auch als Generator
dienen, da die Komponenten die gleichen sind. Wenn die Maschine/der
Generator durch ein mechanisches Drehmoment angetrieben wird, wird
Elektrizität
erzeugt. Fahrantriebsmaschinen, die an Hybrid- oder Elektrofahrzeugen
oder Lokomotiven verwendet werden, führen oft beide Aufgaben aus.
-
Während eine
elektrische Maschine beschleunigt, nimmt typischerweise der Strom
(und daher das Feld) des Ankers ab, um eine Statorspannung innerhalb
ihrer Grenzen zu halten. Die Reduzierung des Feldes, die einen Magnetfluss
innerhalb der Maschine reduziert, wird auch Fluss- oder Feldschwächung genannt.
Techniken zur Steuerung der Feldschwächung können genutzt werden, um eine Leistung
in der Drehmoment-Drehzahl-Charakteristik der
Maschine erhöhen.
Um eine Steuerung des Statorstroms beizubehalten, kann das Maschinenfeld durch
einen Regelkreis für
eine Feldschwächung
reduziert werden. Die Feld- oder Flussschwächung in einer IPM-Maschine
kann durch Einstellen der Statorerregung erreicht werden. Eine Statorerregung
in einer IPM-Maschine kann durch Pulsbreitenmodulation (PWM) der
Spannung eines Spannungsquellen-Wechselrichters/Gleichrichters,
der im Folgenden nurmehr als Wechselrichter bezeichnet wird, gesteuert
werden.
-
Techniken
zur Feldschwächung
wurden in der Vergangenheit genutzt, wo ein IPM-Fluss absichtlich
geschwächt
wird, um die mit einem hohen Fluss verbundenen Probleme wie z. B.
eine Überspannung
aufgrund einer hohen Gegen-EMF zu reduzieren. Während eines Betriebs in einer
Region mit konstantem Drehmoment einer elektrischen Maschine wurde
z. B. eine Regelung mit einem Closed-Loop-Stromregler verwendet,
um eine Erregung der angelegten PWM-Spannung zu steuern, so dass
die momentanen Phasenströme
ihren befohlenen Werten folgen. Eine Sättigung der Stromregler kann
jedoch bei höheren
Drehzahlen auftreten, wenn die Anschlussspannung der Maschine sich
der maximalen Spannung des PWM-Wechselrichters nähert. Jenseits dieses Punktes
sollte der Fluss geschwächt werden,
um eine geeignete Stromregulierung bis zur maximal verfügbaren Maschinendrehzahl
aufrechtzuerhalten. Ein Reduzieren des Magnetflusses innerhalb der
Maschine liefert verbesserte Leistungscharakteristiken der IPM-Maschine
bei hohen Drehzahlen. Jedoch kann das Drehmoment im direkten Verhältnis zum
Fluss abnehmen.
-
Demgemäß ist es
wünschenswert,
eine Drehmomentlinearität
in der Feldschwächungsregion für eine IPM-Maschine
innerhalb der Systembeschränkungen
für Spannung
und Strom zu bewahren. Überdies
werden andere wünschenswerte
Merkmale und Eigenschaften aus der folgenden detaillierten Beschreibung
und den beigefügten
Ansprüchen ersichtlich
werden, die in Verbindung mit den beiliegenden Zeichnungen und dem
vorhergehenden technischen Gebiet und Hintergrund geliefert werden.
-
KURZE ZUSAMMENFASSUNG
-
Systeme
und Verfahren werden offenbart, um eine Drehmomentlinearität in der
Feldschwächungsregion
einer IPM-Maschine zu erzeugen. Die Systeme und Verfahren stellen
die Querachsen- und die Längsachsen-Kom ponenten
der Statorstrombefehle der IPM-Maschine unter Verwendung eines Regelkreises
für eine
Feldschwächung
bzw. Drehmomentlinearität
ein. Dadurch wird die Drehmomentlinearität während des Betriebs im Feldschwächungsbereich
der IPM-Maschine beibehalten.
-
Ein
System gemäß einer
ersten Ausführungsform
umfasst die folgenden Elemente. Ein Nachschlagetabellen-Modul wird
genutzt, um einen Drehmomentbefehl, eine Winkelgeschwindigkeit des Rotors
und eine Gleichstromverbindungsspannung als Eingaben zu erhalten
und Querachsen- und Längsachsen-Strombefehle
auszugeben. Ein Synchronstromregler-Modul mit einer dynamischen Übermodulation
wird ebenfalls genutzt, um basierend auf den Strombefehlen Querachsen-
und Längsachsen-Spannungsbefehle
zu erzeugen. Um Differenzen zwischen dem befohlenen Querachsen-Strom
und dem verfügbaren
Querachsen-Strom zu kompensieren, wird ein Feldschwächungs-Modul verwendet,
um basierend auf den Spannungsbefehlen eine Verstellung bzw. Einstellung
für den
Querachsen-Strombefehl zu erzeugen. Ein Addierer wird genutzt, um
den Querachsen-Strombefehl zu verstellen bzw. einzustellen, indem
die Verstellung bzw. Einstellung für den Querachsen-Strom zum
Querachsen-Strombefehl
addiert wird. Um Drehmomentlinearität beizubehalten, erzeugt außerdem ein
Drehmomentlinearitäts-Modul
eine Längsachsen-Stromeinstellung
als Funktion der Querachsen-Stromeinstellung. Ein zweiter Addierer
wird genutzt, um den Längsachsen-Strombefehl
zu verstellen bzw. einzustellen, indem die Längsachsen-Stromeinstellung zum
Längsachsen-Strombefehl
addiert wird.
-
Eine
Ausführungsform
eines hierin beschriebenen Verfahrens beginnt, indem Querachsen-
und Längsachsen-Strombefehle
basierend auf einem Drehmomentbefehl einer Rotor-Winkelgeschwindigkeit
und einer Gleichstromverbindungsspannung erzeugt werden. Das Verfahren
erzeugt dann basierend auf den Strombefehlen Querachsen- und Längsachsen-Spannungsbefehle.
Um Differenzen zwischen dem befohlenen Querachsen-Strom und dem zur
Verfügung
stehenden Querachsen-Strom zu kompensieren, erzeugt das Verfahren
basierend auf den Spannungsbefehlen eine Verstellung bzw. Einstellung
für den
Querachsen-Strombefehl. Um den Querachsen-Strombefehl zu verstellen
bzw. einzustellen, addiert dann das Verfahren die Querachsen-Stromeinstellung
zum Querachsen- Strombefehl. Um Drehmomentlinearität beizubehalten,
erzeugt außerdem
das Verfahren eine Längsachsen-Stromeinstellung
als Funktion der Querachsen-Stromeinstellung. Um den Befehl für den Längsachsen-Strom
einzustellen, addiert dann das Verfahren die Längsachsen-Stromeinstellung
zum Längsachsen-Strombefehl.
-
Ein
zweites System gemäß einer
anderen Ausführungsform
enthält
eine Architektur zur Steuerung von Drehmomentlinearität für eine elektrische Maschine
mit den folgenden Elementen. Ein Proportionalverstärkungs-Modul erzeugt eine
Proportionalverstärkung
und multipliziert die Proportionalverstärkung mit der Querachsen-Stromeinstellung,
um die Längsachsen-Stromeinstellung
zu erhalten. Ein Begrenzer-Modul hält die Längsachsen-Stromeinstellung
innerhalb eines maximalen Bereichs.
-
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
-
Ausführungsformen
der vorliegenden Offenbarung werden im Folgenden in Verbindung mit
den folgenden Zeichnungsfiguren beschrieben, worin gleiche Ziffern
gleiche Elemente bezeichnen und
-
1 ein
Funktionsblockdiagramm ist, das ein bestehendes Steuerungssystem
ohne einen Drehmomentlinearitäts-Block
für eine
vektorgesteuerte IPM-Maschine enthält;
-
2 ein
Funktionsblockdiagramm eines Steuerungssystems mit einem Block zur
Steuerung der Drehmomentlinearität
für eine
vektorgesteuerte IPM-Maschine ist;
-
3 ein
Funktionsblockdiagramm eines Phasenstrombegrenzungsmoduls des Steuerungssystems
von 2 ist;
-
4 ein
Stromregulierungsverhalten für eine
IPM-Maschine mit und ohne dem Block zur Steuerung der Drehmomentlinearität veranschaulicht;
und
-
5 ein
Flussdiagramm ist, das einen Prozess zum Betreiben einer elektrischen
Maschine mit einem Block zur Steuerung der Drehmomentlinearität veranschaulicht.
-
AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG
-
Die
folgende detaillierte Beschreibung ist in ihrer Art nur beispielhaft
und soll die Erfindung oder die Anwendung und Nutzungen der Erfindung
nicht beschränken. Überdies
soll sie durch keine ausgedrückte
oder implizierte Theorie beschränkt
sein, die in dem vorhergehenden technischen Gebiet, dem Hintergrund,
der kurzen Zusammenfassung oder der folgenden detaillierten Beschreibung
präsentiert wird.
-
Ausführungsformen
der Erfindung können hierin
in Form von funktionalen und/oder logischen Blockkomponenten und
verschiedenen Verarbeitungsschritten beschrieben werden. Es sollte
sich verstehen, dass solche Blockkomponenten durch eine beliebige
Anzahl von Hardware-, Software- und/Firmware-Komponenten
realisiert werden können,
die dafür
ausge legt sind, die spezifizierten Funktionen auszuführen. Zum
Beispiel kann eine Ausführungsform
der Erfindung verschiedene integrierte Schaltungskomponenten nutzen,
z. B. Speicherelemente, gesteuerte Schalter, Digitalsignalverarbeitungselemente,
logische Elemente, Nachschlagetabellen oder dergleichen, welche
unter der Steuerung eines oder mehrerer Mikroprozessoren oder anderer Steuerungseinrichtungen
eine Vielzahl von Funktionen ausführen können. Außerdem erkennt der Fachmann,
dass Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung in Verbindung mit einer beliebigen Anzahl von
Fahrzeuganwendungen in die Praxis umgesetzt werden können und
dass das hierin beschriebene System nur eine beispielhafte Ausführungsform
der Erfindung ist.
-
Der
Kürze halber
können
hierin herkömmliche
Techniken und Komponenten nicht beschrieben werden, die sich auf
elektrische Teile eines Fahrzeugs und andere funktionale Aspekte
des Systems (und die einzelnen Betriebskomponenten des Systems)
beziehen. Überdies
sollen die in den verschiedenen hierin enthaltenen Figuren dargestellten
Verbindungslinien beispielhafte funktionale Beziehungen und/oder
physische Kopplungen zwischen den verschiedenen Elementen repräsentieren.
Es sollte besonders erwähnt
werden, dass viele alternative oder zusätzliche funktionale Beziehungen
oder physische Verbindungen in einer Ausführungsform der Erfindung vorhanden
sein können.
-
Die
folgende Beschreibung kann auf Elemente oder Knoten oder Merkmale
verweisen, die miteinander "verbunden" oder "gekoppelt" sind. Wie hierin
verwendet bedeutet, wenn es nicht ansonsten ausdrücklich bemerkt
wird, "verbunden", dass ein Element/Knoten/Merkmal
mit einem anderen Element/Knoten/Merkmal, und nicht notwendigerweise mechanisch,
direkt verbunden ist (oder direkt mit ihm kommuniziert). Gleichermaßen bedeutet,
außer wenn
ansonsten ausdrücklich
erwähnt, "gekoppelt", dass ein Element/Knoten/Merkmal
direkt oder indirekt mit einem anderen Element/Knoten/Merkmal, und
nicht notwendigerweise mechanisch, verbunden ist (oder direkt oder
indirekt damit kommuniziert). Folglich können, obgleich die in 2 gezeigte
schematische Darstellung eine beispielhafte Anordnung von Elementen
zeigt, zusätzliche
dazwischen liegende Elemente, Einrichtungen, Merkmale oder Komponenten
in einer Ausführungsform
der Erfindung vorhanden sein (unter der Annahme, dass die Funktionalität des Systems
nicht nachteilig beeinflusst wird).
-
Ausführungsformen
der Erfindung werden hierin im Zusammenhang mit einer praktischen,
nicht beschrankenden Anwendung, nämlich einem Steuerungssystem
für eine
IPM-Maschine beschrieben. In diesem Zusammenhang ist die beispielhafte
Technik anwendbar auf einen Betrieb des Systems, das für ein Hybridfahrzeug
geeignet ist. Ausführungsformen der
Erfindung sind jedoch nicht auf solche Fahrzeuganwendungen beschränkt, und
die hierin beschriebenen Techniken können in anderen elektrisch
betriebenen Steuerungsanwendungen ebenfalls genutzt werden.
-
1 ist
ein Funktionsblockdiagramm, das ein bestehendes Steuerungssystem 100 für eine vektorgesteuerte
IPM-Maschine zeigt, die für
die Verwendung mit einem Hybridfahrzeug geeignet ist. Solche Systeme
sind gut bekannt, und der Betrieb des Systems 100 wird
daher hier nicht im Detail beschrieben. Zusammengefasst stellt das
Steuerungssystem 100 die Querachsen-Komponente des Statorstrombefehls
IQ* (Querachsen-Strombefehl) der IPM-Maschine
unter Verwendung eines Regelkreises für eine Feldschwächung ein.
Das Steuerungssystem 100 enthält: ein Modul 102 mit
einer 3D-Nachschlagetabelle für
Strombefehle, ein Synchronstromregler-Modul mit einer dynamischen Übermodulation 116,
ein Gleichstrom-Wechselstrom-Transformationsmodul 118,
einen PWM-Wechselrichter 120, ein Wechselstrom-Gleichstrom-Transformationsmodul 122,
eine IPM- Maschine 124 und
ein Feldschwächungs-Modul 114.
Das Steuerungssystem 100 wird wie im Folgenden beschrieben
betrieben.
-
Basierend
auf einem Drehmomentbefehl T*, der Drehgeschwindigkeit ωR des Rotors und einer Gleichstromverbindungsspannung
VDC werden unter Verwendung des Moduls 102 mit
einer 3D-Nachschlagetabelle für
Strombefehle optimale Strombefehle (ID*
und IQ*) erzeugt. Die Eingaben in das Modul 102 mit
einer Nachschlagetabelle werden von einem Spannungssensor von dem
VDC-Eingang in den Wechselrichter 120 und
einem (in 1 nicht dargestellten) Positionssensor
von der IPM-Maschine 124 geliefert. Der Querachsen-Strombefehl
IQ* wird eingestellt, um einen eingestellten
Befehl (IQ**) zu erhalten, wie im Folgenden
erläutert
wird.
-
Die
stationären
ID- und IQ-Ströme (Längsachsen-
und Querachsen-Komponenten des Statorstroms) von der IPM-Maschine 124 werden
in das Synchronstromregler-Modul 116 mit einer dynamischen Übermodulation
eingespeist, das synchrone Spannungsbefehle (VD*
und VQ*) erzeugt. Die Befehlsspannungen
VD* und VQ* werden
unter Verwendung der Winkelposition θR des
Rotors, die von der IPM-Maschine 124 geliefert wird, als
Vektor gedreht. Die Ausgaben des Stromreglers 116 mit einer
dynamischen Übermodulation
(nämlich
VD* und VQ*) werden
in das Gleichstrom-Wechselstrom-Transformationsmodul 118 eingespeist,
um stationäre
Frame-Spannungsbefehle
(VAS*, VBS* und
VCS*) basierend auf VD*
und VQ* zu erzeugen.
-
Die
stationären
Frame-Spannungsbefehle VAS*, VBS*
und VCS* werden in den Wechselrichter 120 eingespeist,
um IAS, IBS und
ICS zu erzeugen, welche die jeweiligen stationären Frame-Ströme sind.
Der Wechselrichter 120 kann z. B. ein PWM-Wechselrichter
sein, der eine alternierende Dreiphasenspannung an die Statorwicklung
der IPM-Maschine 124 anlegt.
-
Die
IPM-Maschine 124 arbeitet dann basierend auf den stationären Frame-Strömen IAS, IBS und ICS bei der Drehgeschwindigkeit ωR.
-
Das
Wechselstrom-Gleichstrom-Transformationsmodul 122 erzeugt
ID und IQ (die Längsachsen-
und Querachsen-Komponenten des Statorrückkopplungsstroms) basierend
auf IAS, IBS, ICS und θR. Zusätzliche
Einzelheiten des Steuerungssystems 100 kann man in dem
US-Patent mit der Anmeldenummer 2005/0212471 finden, dessen Inhalt
durch Verweis in seiner Gesamtheit hierdurch einbezogen ist.
-
Die
Gegen-EMF-ist proportional zur Drehgeschwindigkeit ωR. Außerdem
nimmt die Gegen-EMF der elektrischen Maschine zu, wenn die Drehgeschwindigkeit ωR der elektrischen Maschine erhöht wird.
Oberhalb einer bestimmten Drehgeschwindigkeit kann die Spannung
der IPM-Maschine höher
als die Spannung des Busses werden, was eine Umkehrung des Stromflusses
(Regenerieren anstelle eines Antreibens über den Motor) zur Folge hat.
Um die ID- und IQ-Komponenten
des Statorstroms zu steuern, wird der Maschinenfluss durch den Regelkreis
für eine
Feldschwächung
reduziert. Das Feldschwächungs-Modul 114 erzeugt
einen verstellenden bzw. einstellenden Strombefehl ΔIQ (ΔIQ ist der einstellende Querachsen-Strom, der den Fluss
in der Maschine verringert, aber auch das Drehmoment verringert) basierend
auf VD* und VQ*,
um den Strombefehl IQ* einzustellen. ΔIQ wird dann durch einen Addierer 112 zu
IQ* addiert, um den eingestellten Strombefehl
IQ** zu erzeugen.
-
Eine
Verstellung bzw. Einstellung von IQ* auf diese
Weise hat eine Verringerung des Drehmoments zu Folge, wie im Zusammenhang
mit 3 erläutert
wird. Die oben erwähnte
Reduzierung des Drehmoments reduziert das maximale Drehmoment, das
von der IPM-Maschine zur Verfügung
steht, und kann den Wirkungsgrad der Maschine reduzieren. Zusätzliche
Einzelheiten des Moduls 114 des Regelkreises für eine Feldschwächung kann
man in der am 25. Oktober 2006 eingereichten US-Patentanmeldung
mit Seriennummer 11/552,580 (Dokumentennummer GP-304998) finden,
die in ihrer Gesamtheit durch Verweis hierdurch einbezogen ist.
-
Um
Drehmomentlinearität
in der Feldschwächungsregion
einer IPM-Maschine
beizubehalten, wird eine Schleife für die Drehmomentlinearität gemäß einer
Ausführungsform
der Erfindung wie im Folgenden erläutert genutzt.
-
2 ist
ein Blockdiagramm, das ein Steuerungssystem 200 für eine vektorgesteuerte
IPM-Maschine veranschaulicht, die zur Verwendung in einem Hybridfahrzeug
geeignet ist. Das System 200 enthält einen Regelkreis für eine Drehmomentlinearität, der geeignet
ausgelegt ist, um eine Funktion zur Steuerung der Drehmomentlinearität gemäß einer
Ausführungsform
der Erfindung auszuführen.
Das System 200 ist zur Verwendung mit einem Fahrzeug einer elektrischen
Fahrantriebsmaschine (z. B. ein Elektrofahrzeug oder ein Hybridfahrzeug)
geeignet. Ein praktisches Steuerungssystem 200 kann mehrere elektrische
Komponenten, Schaltungen und Controller-Einheiten enthalten, die
von jenen in 2 gezeigten verschieden sind.
Herkömmliche
Subsysteme, Merkmale und Aspekte des Steuerungssystems 200 werden
hierin im Detail nicht beschrieben. Das Steuerungssystem 200 hat
Komponenten, die dem Steuerungssystem 100 ähnlich sind
(gemeinsame Merkmale, Funktionen und Elemente werden hier nicht
redundant beschrieben). Für
diese Ausführungsform
enthält,
wie in 2 gezeigt ist, das Steuerungssystem 200 allgemein:
ein Modul 202 mit einer 3D-Nachschlagetabelle für Strombefehle,
ein Drehmomentlinearitäts-Modul 204,
ein Phasenstrom-Begrenzungsmodul 211, ein Syn chronstromregler-Modul 216 mit
dynamischer Übermodulation,
ein Gleichstrom-Wechselstrom-Transformationsmodul 218,
einen PWM-Wechselrichter 220,
ein Wechselstrom-Gleichstrom-Transformationsmodul 222,
eine IPM-Maschine 224 und ein Modul 214 mit Regelkreis für eine Feldschwächung. Das
System 200 arbeitet mit einer IPM-Maschine 224.
Insbesondere treibt der Wechselrichter 220 die IPM-Maschine 224 an.
-
Das
Drehmomentlinearitäts-Modul 204 erzeugt
einen verstellenden bzw. einstellenden Strombefehl ΔID (ΔID ist der einstellende Strom in der Längsachse,
der den Fluss in der Maschine verringert, während Drehmomentlinearität beibehalten wird),
welcher wie unten erläutert
auf ΔIQ basiert. In der Praxis wird ΔIQ durch das Modul 214 mit Regelkreis
für eine
Feldschwächung
geliefert. ΔID wird durch einen Addierer 210 zu
ID* addiert, um den eingestellten Strombefehl
ID** zu erzeugen. Der eingestellte Strombefehl
ID ** wird in das
Synchronstromregler-Modul 216 mit dynamischer Übermodulation
eingespeist.
-
Für diese
Ausführungsform
enthält
das Drehmomentlinearitäts-Modul
204 ein
Proportionalverstärkungs-Modul
206 und
ein Begrenzer-Modul
208, das mit dem Proportionalverstärkungs-Modul
206 gekoppelt
ist. Das Proportionalverstärkungs-Modul
206 wendet
eine proportionale Verstärkung
K auf ΔI
Q an. K kann eine Konstante mit einem Wert
sein, der typischerweise von etwa Eins bis etwa Drei reicht, oder
er kann eine Variable sein, die als Funktion des Drehmomentbefehls
(T*) und des eingestellten Strombefehls (I
Q***)
variiert. K kann z. B. basierend auf der folgenden Beziehung
berechnet werden, worin P
die Anzahl von Polen der Maschine ist, L
D und
L
Q die Längsachsen-
und Querachsen- Maschineninduktivitäten sind,
T* der Drehmomentbefehl ist und I
Q*** ein
begrenzter Querachsen-Strombefehl ist.
-
ΔIQ wird mit K multipliziert, um einen einen Ausgangsstrom
einstellenden Befehl (ΔID) zu erhalten. ΔID wird
dann in den Begrenzer 208 eingespeist, um den stromeinstellenden
Befehl ΔID innerhalb seines Bereichs (etwa –30 bis
etwa 0 AMPs) zu halten.
-
Um
den I
D–I
Q-Vektor innerhalb der Grenzen für maximales
Drehmoment pro Fluss zu halten, wird ein Modul
211 zur
Begrenzung des Phasenstroms verwendet. Das Modul
211 zur
Begrenzung des Phasenstroms ist dafür ausgelegt, den maximalen
Phasenstrom bei jeder beliebigen Gleichspannung V
DC und
Rotorgeschwindigkeit ω
R der Maschine einzustellen.
3 ist
ein Funktionsblockdiagramm, das das Modul
211 zur Begrenzung
des Phasenstroms zeigt (siehe
2). Der
Block
230 für
den maximalen verfügbaren
Strom liefert den maximalen Phasenstrom I
S(max) als
Funktion von V
DC und ω
R.
Der maximale Phasenstrom I
S(max) ist in
der Region für
konstantes Drehmoment konstant. In der Feldschwächungsregion wird jedoch I
S(max) dementsprechend verringert, um der
Kurve für
maximales Drehmoment pro Fluss zu folgen. I
Q**
wird zuerst durch I
S(max) begrenzt, was
den begrenzten Querachsen-Strombefehl I
Q***
ergibt. Der maximale Längsachsen-Strombefehl
wird als
berechnet. Dann wird I
D** durch I
D(max) begrenzt,
was den begrenzten Längsachsen-Strom
I
D*** ergibt.
-
4 veranschaulicht
das Stromregulierungsverhalten mit und ohne Block zur Steuerung
der Drehmomentlinearität.
Das Modul 214 mit Regelkreis für eine Feldschwächung hält den Stromregler
stabil bei der zur Verfügung
stehenden Spannung, indem der IQ-Strom um
einen Betrag ΔIQ wie oben erläutert verstellt wird. ΔIQ bewegt jedoch den Stromvektor 310 von
Punkt 304 auf der Kurve T1 für konstantes Drehmoment zu
einem Punkt 308 auf der Kurve T2 für konstantes Drehmoment, wodurch
das Drehmoment im direkten Verhältnis
zum Fluss verringert wird. Es ist wünschenswert, den Stromvektor
auf der Kurve T1 für
konstantes Drehmoment in der Feldschwächungsregion der IPM-Maschine
zu halten. Zu diesem Zweck erzeugt der Regelkreis des Moduls 204 für die Drehmomentlinearität ΔID, was den Stromvektor 310 vom Punkt 308 auf
der Kurve T2 für konstantes
Drehmoment zu einem Punkt 306 auf der Kurve T1 für konstantes
Drehmoment bewegt, wodurch das Drehmoment konstant gehalten und
die Drehmomentlinearität
in einer Feldschwächungsregion
der IPM-Maschine beibehalten wird. Die hierin beschriebenen Techniken
stellen sowohl ID als IQ ein, um
einen Fluss in der Feldschwächungsregion
zu verringern, während
die Drehmomentlinearität
gehalten wird.
-
5 ist
ein Flussdiagramm, das einen Prozess 400 für den Betrieb
unter Drehmomentlinearität für ein Elektro-,
Hybrid-Elektro- oder Brennstoffzellenfahrzeug veranschaulicht. Der
Prozess 400 kann vom Steuerungssystem 200 wie
oben beschrieben ausgeführt
werden. Die verschiedenen Aufgaben, die in Verbindung mit dem Prozess 400 durchgeführt werden,
werden von Software, Hardware, Firmware oder irgendeiner Kombination
davon ausgeführt.
Es sollte erkannt werden, dass der Prozess 400 eine beliebige
Anzahl zusätzlicher
oder alternativer Aufgaben einschließen kann, die in 5 gezeigten
Aufgaben nicht in der veranschaulichten Reihenfolge ausgeführt werden
müssen
und der Prozess 400 in eine umfangreichere Prozedur oder
einen umfangreicheren Prozess mit einer zusätzlichen Funktionalität, die hierin
nicht im Detail beschrieben wird, eingegliedert sein kann. Zu Veranschaulichungszwecken
kann die folgende Beschreibung des Prozesses 400 auf Elemente
verweisen, die in Verbindung mit 1–3 oben
erwähnt
wurden.
-
Der
Prozess 400 stellt die Querachsen- und die Längsachsen-Komponenten
der Statorstrombefehle (ID* und IQ*) der IPM-Maschine ein, so dass ein Drehmoment
während
der Feldschwächungsregion der
IPM-Maschine linear bleibt, welches ansonsten proportional zur Reduzierung
des Flusses fallen würde.
In praktischen Ausführungsform
können
Teile des Prozesses 400 von verschiedenen Elementen des Steuerungssystems 200 ausgeführt werden,
z. B. dem Modul 202 mit 3D-Nachschlagetabelle für Strombefehle,
dem Drehmomentlinearitäts-Modul 204,
dem Phasenstrom-Begrenzungsmodul 211, dem Synchronstromregler-Modul 216 mit
dynamischer Übermodulation,
dem Gleichstrom-Wechselstrom-Transformationsmodul 218,
dem PWM-Wechselrichter 220, dem Wechselstrom-Gleichstrom-Transformationsmodul 222,
der IPM-Maschine 224 und dem Modul 214 mit Regelkreis
für eine
Feldschwächung.
-
Der
Prozess 400 für
den Betrieb unter Drehmomentlinearität beginnt, indem basierend
auf einem Drehmomentbefehl T*, einer Winkelgeschwindigkeit ωR des Rotors und einer Gleichstromverbindungsspannung
Vdc erste und zweite Strombefehle (IQ* und ID*) erzeugt
werden (Aufgabe 402).
-
Der
Prozess 400 erzeugt auch einen einstellenden Strombefehl ΔIQ basierend auf den Spannungsbefehlen VD* und VQ* (Aufgabe 406)
und addiert ΔIQ zu IQ*, um den
eingestellten Strombefehl IQ** zu erhalten
(Aufgabe 408). Das Drehmoment wird jedoch wie oben im Kontext
von 3 erläutert
reduziert. Um die Drehmomentlinearität zu halten, erzeugt der Prozess 400 einen
einstellenden Strombefehl ΔID als Funktion des einstellenden Strombefehls ΔIQ (Aufgabe 410). Die Schleife für die Drehmomentlinearität wendet
dann eine stromeinstellende Verstärkung K an (Aufgabe 412),
multipliziert K mit dem ΔIQ, um einen Ausgangsstrombefehl ΔID zu erhalten (Aufgabe 414), und
begrenzt den Ausgangsstrombefehl, um den einstellenden Strombefehl ΔID innerhalb eines gewünschten Bereichs (etwa –30 bis
etwa 0 Amp) zu erhalten (Aufgabe 416). Die Werte von K und
die unteren und oberen Grenzen des Begrenzers werden oben erläutert.
-
Der
Prozess 400 addiert dann ΔID zu
ID* und den zweiten Strombefehl, um den
eingestellten Strombefehl IQ** zu erhalten
(Aufgabe 418). ΔID stellt den Strombefehl ID*
so ein, dass die Drehmomentlinearität wie in 4 oben
gezeigt konstant bleibt, während
das IPM-Feld geschwächt
wird. Der Prozess 400 begrenzt dann die Querachsen- und
die Längsachsen-Ströme IQ** und ID**, um
die begrenzten Querachsen- und Längsachsen-Strombefehle IQ*** und ID*** zu
erzeugen (Aufgabe 419). IQ*** und ID*** werden wiederum als Eingaben in das
Modul 216 für
die Erzeugung der Spannungsbefehle (VD* und
VQ*) genutzt. Dadurch wird der Strom geeignet reguliert,
um das Feld in der IPM-Maschine zu schwächen.
-
Der
Prozess 400 erzeugt dann Spannungsbefehle VD*
und VQ* basierend auf ID***,
IQ***, ID und IQ (Aufgabe 420).
-
Der
Prozess 400 dreht auch den Stator der IPM-Maschine mit ωR, indem lastantreibende Ströme an den
Motor geliefert werden (Aufgabe 422). Um dies zu tun, werden
basierend auf den Synchronspannungsbefehlen VD*
und VQ* die stationären Frame-Spannungsbefehle
VAS*, VBS* und VCS* erzeugt, um die stationären Frame-Ströme IAS, IBS und ICS zu erzeugen. Die Last wird dann über die
stationären Frame-Ströme an die
IPM-Maschine geliefert.
-
Mit
diesem Ansatz wird die Drehmomentlinearität in einer Feldschwächungsregion
der IPM-Maschine aufrechterhalten.
-
Obgleich
zumindest eine beispielhafte Ausführungsform in der vorhergehenden
detaillierten Beschreibung präsentiert
wurde, sollte es sich verstehen, dass es eine enorme Anzahl von
Variationen gibt. Es sollte auch erkannt werden, dass die beispielhafte
Ausführungsform
oder beispielhaften Ausführungsformen
nur Beispiele sind und nicht den Umfang, die Anwendbarkeit oder
die Ausführung
der Erfindung in irgendeiner Weise beschränken sollen. Vielmehr liefert
die vorhergehende detaillierte Beschreibung dem Fachmann eine zweckmäßige Anleitung
zum Ausführen
der beispielhaften Ausführungsform
oder beispielhaften Ausführungsformen.
Es sollte sich verstehen, dass verschiedene Änderungen in der Funktion und
Anordnung von Elementen vorgenommen werden können, ohne vom Umfang der Erfindung
abzuweichen, wie sie in den beigefügten Ansprüchen und ihren gesetzlichen Äquivalenten
dargelegt ist.