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DE102008034422A1 - Rotor für einen elektronisch kommutierten Motor - Google Patents

Rotor für einen elektronisch kommutierten Motor Download PDF

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DE102008034422A1
DE102008034422A1 DE102008034422A DE102008034422A DE102008034422A1 DE 102008034422 A1 DE102008034422 A1 DE 102008034422A1 DE 102008034422 A DE102008034422 A DE 102008034422A DE 102008034422 A DE102008034422 A DE 102008034422A DE 102008034422 A1 DE102008034422 A1 DE 102008034422A1
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DE
Germany
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rotor
lamella
recesses
carrier body
slats
Prior art date
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Withdrawn
Application number
DE102008034422A
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English (en)
Inventor
Ludvik Kumar
Ivan Sinkovec
Stojan Kokalj
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Kolektor Group doo
Original Assignee
Kolektor Group doo
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Publication date
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    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02KDYNAMO-ELECTRIC MACHINES
    • H02K1/00Details of the magnetic circuit
    • H02K1/06Details of the magnetic circuit characterised by the shape, form or construction
    • H02K1/22Rotating parts of the magnetic circuit
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Abstract

Ein Rotor für einen elektronisch kommutierten Motor umfasst eine sich längs einer Rotorachse erstreckende Rotorwelle, einen Rotorkern (11) aus einer Vielzahl ringscheibenförmiger, längs der Rotorachse aufeinander gestapelter Lamellen (1) aus weichmagnetischem Material, eine Mehrzahl von gleichmäßig um die Rotorachse herum angeordneten Dauermagneten (19) und einen aus Kunststoffmaterial gespritzten Trägerkörper (18) mit zwischen den jeweils einander benachbarten Dauermagneten angeordneten Kunststoffrippen (17). Dabei ist jeweils in der Ebene einer ersten Lamelle zwischen den beiden beidseits an dieser Lamelle anliegenden benachbarten zweiten Lamellen mindestens ein beim Spritzen des Trägerkörpers (18) aus Kunststoff gebildeter, örtlich begrenzter Füllschichtabschnitt (20) vorgesehen.

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft einen Rotor für einen elektronisch kommutierten Motor, umfassend eine sich längs einer Rotorachse erstreckende Rotorwelle, einen Rotorkern aus einer Vielzahl ringscheibenförmiger, längs der Rotorachse aufeinander gestapelter Lamellen aus weichmagnetischem Material, eine Mehrzahl von gleichmäßig um die Rotorachse herum angeordneten Dauermagneten und einen aus Kunststoffmaterial gespritzten Trägerkörper mit zwischen den jeweils einander benachbarten Dauermagneten angeordneten Kunststoffrippen.
  • Es gibt verschiedene Ausführungen von zum Einsatz in elektronisch kommutierten Motoren (bürstenlose Motoren oder BL-Motoren) bestimmten, Dauermagnete aufweisenden Rotoren. Verbreitet werden die Dauermagnete auf einem weichmagnetischen Kern des Rotors direkt an dem Rotorkern angebracht. Sie werden in diesem Falle typischerweise mit einem entsprechenden Kleber an dem Rotorkern befestigt. Zusätzlich werden sie mit einer Hülse aus einem nicht ferromagnetischen Material oder durch Umspritzung mit einem Kunststoff geschützt.
  • Der Schutz durch eine Umspritzung mit Kunststoff ist vergleichsweise preisgünstig, aber er kommt nicht in Frage bei solchen Motorbauweisen, bei denen der Spalt zwischen den Dauermagneten des Rotors und dem Statorpol klein ist. In diesem Fall kann eine Rotorbauweise mit mechanisch in einem aus Kunststoff gespritzten Trägerkörper befestigten Dauermagneten verwendet werden, wobei typischerweise am äußeren Umfang des Rotorkerns Nuten vorgesehen sind, in welche der Trägerkörper eingreift, und die Dauermagnete mittels einer charakteristischen Form in dem Trägerkörper mechanisch formschlüssig verankert werden. Zur Bildung des Trägerkörpers wird Kunststoff nur in die Nuten auf dem Rotorkern und in die Nuten zwischen den Dauermagneten eingespritzt, ggfs. auch im Bereich stirnseitig angeordneter Scheiben. Die Oberfläche der Dauermagnete auf dem Außenumfang ist demgegenüber nicht umspritzt.
  • Der Rotorkern ist häufig nicht einstückig massiv ausgeführt, sondern vielmehr in Form eines Pakets aus ringscheibenförmigen, in Richtung der Rotorachse aufeinander gestapelten Lamellen. Dies hat nicht nur Vorteile hinsichtlich des magnetischen Flusses innerhalb des Rotorkerns. Vielmehr ist in diesem Falle auch die Gefahr, dass der Kunststoff des Trägerkörpers aufgrund der unterschiedlichen Wärmedehnungen von Dauermagneten und Rotorkern und den hierdurch verursachten Spannungen reißt, reduziert. Typischerweise werden dabei die Lamellen des Rotorkerns gleichzeitig mit dem Statorpaket gestanzt.
  • Die Bauweise des Rotors mit einem aus einem Paket aufeinander gestapelter Lamellen hergestellten Rotorkern ist sehr gut anwendbar, wenn die Rotorwelle vor dem Spritzen des Trägerkörpers in den Rotorkern eingepresst wird. Sie führt allerdings zu Problemen, wenn zuerst die Dauermagnete durch Umspritzung mit dem Trägerkörper auf den Rotorkern befestigt werden und erst anschließend die Rotorwelle in den solchermaßen hergestellten Rotorrohling eingepresst wird. Denn in diesem Falle hat sich in der Praxis im relevanten Ausmaß eine die Zuverlässigkeit entsprechender Rotoren beeinträchtigende Rissbildung im Trägerkörper gezeigt.
  • Die vorliegende Erfindung ist darauf gerichtet, einen Rotor der eingangs genanten Art bereitzustellen, der den vorstehend aufgezeigten Nachteil nicht aufweist, indem insbesondere die Gefahr einer Rissbildung im Trägerkörper bei solchen Rotoren, bei denen die Rotorwelle nach dem Spritzen des Trägerkörpers in den Rotorrohling eingepresst wird, reduziert ist.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass jeweils in der Ebene einer ersten Lamelle zwischen den beiden beidseits an dieser Lamelle anliegenden Nachbarlamellen mindesten ein beim Spritzen des Trägerkörpers aus Kunststoff gebildeter, örtlich begrenzter Füllschichtabschnitt vorgesehen ist. Der erfindungsgemäße Rotor zeichnet sich mit anderen Worten dadurch aus, dass jeweils in der Ebene einer zwischen zwei weiteren benachbarten Lamellen (Nachbarlamellen) angeordneten Lamelle mindestens ein Füllschichtabschnitt vorgesehen ist, der einen zwischen den beiden Nachbarlamellen bestehenden Zwischenraum ausfüllt. Der Füllschichtabschnitt liegt demgemäß stirnseitig an den beiden Nachbarlamellen an. Er wirkt auf diese Weise als Abstandshalter, der ein Zusammenpressen des aus drei Lamellen, nämlich der ersten Lamelle und der beiden Nachbarlamellen bestehenden Teilstapels verhindert. Die Erfindung trägt auf diese Weise der Erkenntnis Rechnung, dass die bei bekannten gattungsgemäßen Rotoren beobachtete Rissbildung im Trägerkörper jedenfalls in einem nennenswerten Ausmaß ihre Ursache darin hat, dass sich die axiale Länge des aus einzelnen, aufeinander gestapelten Lamellen hergestellten Rotorkerns beim Einpressen der Rotorwelle verkürzt. Der nach dem Stand der Technik aus einzelnen Lamellen hergestellte Rotorkern ist in einem gewissen Umfang elastisch zusammendrückbar. In Anwendung der vorliegenden Erfindung ist, verglichen mit dem Stand der Technik, jene Zusammendrückbarkeit des Rotorkerns maßgeblich reduziert; denn die bevorzugt in jeder einzelnen Lamellenebene (mit Ausnahme der beiden Randlamellen) angeordneten Füllschichtabschnitte wirken der Zusammendrückbarkeit entgegen, indem sie die Lamellen auch beim Auftreten hoher axialer Kräfte im wesentlichen auf dem beim Spritzen des Trägerkörpers bestehenden Abstand halten.
  • Ein über die gesteigerte Zuverlässigkeit erfindungsgemäßer Rotoren hinausgehender, besonders vorteilhafter Aspekt der vorliegenden Erfindung besteht darin, dass sich in Anwendung der Erfindung auch die Wirtschaftlichkeit steigern lässt, indem zuverlässige Rotoren der gattungsgemäßen Art besonders kostengünstig herstellbar sind. Insoweit kommt zum Tragen, dass die Lamellen, weil die beim Einpressen der Rotorwelle auftretenden Axialkräfte keine nachteiligen Auswirkungen (mehr) haben, hinsichtlich der Ausführung der die Rotorwelle aufnehmenden Bohrung mit einer gröberen Toleranz und somit zu geringeren Herstellungskosten gefertigt werden können als nach dem Stand der Technik. Dieser Aspekt wird gemäß einer weiter unten erläuterten bevorzugten Weiterbildung der Erfindung in besonderem Maße ausgeführt.
  • Gemäß einer ersten bevorzugten Weiterbildung der Erfindung sind in der Ebene jeder ersten Lamelle mehrere um die Rotorachse herum verteilt angeordnete Füllschichtabschnitte vorgesehen. Dies führt zu einer besonders hohen Steifigkeit des den Rotorkern bildenden Lamellenstapels gegen Verformung aufgrund äußerer Kräfte, und zwar nicht nur hinsichtlich einer Kompression in axialer Richtung, sondern auch im Hinblick auf Verkantungen der Lamellen zueinander. Der Rotorkern ist auf diese Weise besonders formbeständig, auch unter exzentrischen Krafteinflüssen.
  • Eine andere bevorzugte Weiterbildung der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass sämtliche Lamellen des Rotorkerns eine identische Form aufweisen, wobei jede der beiden zweiten Lamellen (Nachbarlamellen) gegenüber der ersten Lamelle bezüglich der Rotorachse verdreht ist. Die auf diese Weise mögliche Herstellung der Lamellen als vollständig identische Gleichteile ist im Hinblick auf minimale Herstellungskosten besonders attraktiv. Die jeweils in der Ebene einer ersten Lamelle zwischen den beiden Nachbarlamellen angeordneten Füllschichtabschnitte sind dabei jeweils im Bereich einer Aussparung der ersten Lamelle aufgenommen, welche einen größeren Querschnitt aufweist als Aussparungen, die zu der betreffenden, in der ersten Lamelle angeordneten Aussparung fluchtend in den beiden Nachbarlamellen vorgesehen sein können. Die Füllschichtabschnitte stützen sich in diesem Falle an den beiden Nachbarlamellen an Schultern ab, die in den Bereichen bestehen, in denen die Aussparungen in den Nachbarlamellen kleiner sind als die zugeordnete, in der ersten Lamelle vorgesehene Aussparung. Hinzuweisen ist in diesem Zusammenhang allerdings darauf, dass es zwar besonders vorteilhaft, indessen nicht zwingend ist, dass die Nachbarlamellen jeweils zu den Aussparungen der ersten Lamelle fluchtende, gegenüber letzteren aber kleiner ausgeführte Aussparungen aufweisen; vielmehr sind im Rahmen der vorliegenden Erfindung auch Gestaltungen möglich, bei denen jeweils die Nachbarlamellen keine zu den Aussparungen in der ersten Lamelle fluchtende Aussparungen aufweisen. Dies ist namentlich dann möglich, wenn die in der jeweils ersten Lamelle vorgesehenen Aussparungen zum Außenumfang hin offen sind, so dass sie beim Spritzen des Trägerkörpers mit Kunststoff gefüllt werden können.
  • Im Sinne der vorstehend erläuterten Weiterbildung der Erfindung ist es weiterhin besonders günstig, wenn die Lamellen auf einer Kreisbahn gleichmäßig um die Rotorachse herum verteilt angeordnete Aussparungen aufweisen, die alternierend eine größere und eine kleinere Querschnittsfläche aufweisen. Die Aussparung können dabei zu der äußeren Umfangsfläche des Rotorkerns hin offen sein, so dass sie in ihrer Abfolge jeweils eine parallel zur Rotorachse orientierte Nut bilden. Zwingend ist dies indessen nicht, da die durch die Abfolge der Aussparungen gebildeten Hohlräume auch von den Stirnseiten des Rotorkerns her mit Kunststoff gefüllt werden können.
  • Sind die Lamellen formidentisch mit jeweils mehreren alternierenden Aussparungen größeren und kleineren Querschnitts ausgeführt, so dreht sich bevorzugt das Lamellenpaket während des Stanzens und des Stapelns der Lamellen bei jedem Schlag der Stanze um eine Teilung weiter. So folgen in einer Nut kleinere und größere Aussparungen abwechselnd aufeinander. Der Raum im Bereich der größeren Aussparung zwischen den an der betreffenden Position kleinere Aussparungen aufweisenden Nachbarlamellen wird, wie dargelegt, später durch Kunststoff ausgefüllt, um Füllschichtabschnitte zu bilden, die dem Zusammendrücken des Lamellenstapels durch Axialkräfte entgegenzuwirken. In der Ebene jeder einzelnen Lamelle werden auf diese Weise mehrere Füllschichtabschnitte gebildet, deren Anzahl der Hälfte der Anzahl der Aussparungen entspricht.
  • Insbesondere dann, wenn die zueinander fluchtenden Aussparungen im Sinne der vorstehend erläuterten Weiterbildung der Erfindung jeweils eine sich über den gesamten Lamellenstapel erstreckende Nut bilden, stimmt die Anzahl der Aussparungen jeder Lamelle besonders bevorzugt mit der Anzahl der Dauermagnete überein. Die durch die Aussparungen gebildeten Nuten sind dabei bevorzugt jeweils in einer radialen Ebene zwischen zwei zueinander benachbarten Dauermagneten angeordnet. Hierdurch entstehen im Bereich der Nuten sich parallel zur Rotorachse über die gesamte axiale Länge des Rotorkerns erstreckende Kunststoffrippen, wodurch der Trägerkörper dort, wo die Haltekräfte der Dauermagnete angreifen, besonders fest ausgeführt ist. Besonders bevorzugt sind die Nuten in dem Sinne hinterschnitten, dass die Öffnungen der Aussparungen, an denen diese zum äußeren Umfangsrand der Lamellen hin offen sind, jeweils enger sind als die größte Weite der zugeordneten Aussparung in Umfangsrichtung. Hierdurch werden die Kunststoffrippen in den besagten Nuten sicher verankert. Dies ist besonders günstig, wenn die Dauermagnete durch Formschluss zwischen ihnen und den jeweils zwischen zwei Dauermagneten bestehenden Rippen des Trägerkörpers in letzterem mechanisch verankert sind; denn die auf die Dauermagnete wirkenden Fliehkräfte werden dann über den besagten Formschluss zwischen ihnen und den Rippen des Trägerkörpers auf besonders kurzem Weg zuverlässig in den Rotorkern eingeleitet.
  • Eine andere bevorzugte Weiterbildung der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass am inneren Umfangsrand der ringscheibenförmigen Lamellen, d. h. im Bereich der zentralen Durchbrüche, mindestens zwei nach innen gerichtete Kontaktvorsprünge vorgesehen sind, deren radial innere Kanten eine Anlagefläche an der Rotorwelle definieren. Die Durchbrüche sind somit auf zwei oder ggfs. mehr Abschnitten durch entsprechende Aussparungen etwas gegenüber dem Kontaktvorsprüngen erweitert. Bei dieser Weiterbildung weisen die Lamellen, mit anderen Worten, für die Aufnahme der Rotorwelle keine runden Durchbrüche auf; vielmehr ist der Kontakt der Lamellen mir der Rotorwelle gezielt auf die besagten zwei oder mehr Kontaktvorsprünge pro Lamelle beschränkt. Dies ist wiederum besonders vorteilhaft im Hinblick auf die Zuverlässigkeit des Rotors und die Kompensation möglicher Toleranzen der Lamellen und somit mittelbar auch im Hinblick auf die Herstellungskosten (s. o.). Denn auch im Falle vergleichsweise grober Toleranzen, welche eine vergleichsweise kostengünstige Herstellung der Lamellen ermöglichen, lassen sich im Falle dieser Weiterbildung selbst dann, wenn in dem einem Toleranz-Extremfall (Rotorwelle mit Kleinstmaß und Lamelle mit Größtmaß) noch ein zuverlässiger Halt des Rotorkerns auf der Rotorwelle sichergestellt ist, in dem anderen Toleranz-Extremfall (Rotorwelle mit Größtmaß und Lamelle mit Kleinstmaß) die beim Aufpressen der Rotorrohlings auf die Rotorwelle entstehenden Kräfte dergestalt begrenzen, dass keine Beschädigung des Rotors verursacht wird. Durch die Beschränkung des Kontakts zwischen der Rotorwelle und den Lamellen auf die besagten Kontaktvorsprünge lässt sich gezielt auf den Anstieg der zum Aufpressen des Rotorrohlings auf die Rotorwelle erforderlichen, von der Toleranz insbesondere der Lamellen abhängigen Aufpresskraft Einfluss nehmen. Durch die Änderung der Weite der Kontaktvorsprünge bzw. der zwischen diesen bestehenden Aussparungen der zentralen Durchbrüche der Lamellen lässt sich die Kontaktfläche regulieren und damit das Verhältnis zwischen dem Überschuss des Rotorwellendurchmessers bezogen auf den Durchmesser des zentralen Durchbruchs in den Lamellen und einer bestimmten Einpresskraft der Welle in den Rotorkern beeinflussen.
  • Besonders günstig ist es dabei, wenn der durch die Abfolge der zueinander fluchtenden zentralen Durchbrüche der aufeinander gestapelten Lamellen gebildete zentrale Hohlraum, obwohl die Gesamt-Kontaktfläche zwischen dem Rotorkern und der Rotorwelle reduziert ist, insgesamt eine kreisförmige Projektion in Richtung der Rotorachse aufweist. Dies lässt sich dadurch erreichen, dass die einzelnen Lamellen dergestalt zueinander verdreht sind, dass die Kontaktvorsprünge über den gesamten Umfang des Hohlraumes verteilt angeordnet sind. Auch die Rundheit des zentralen Hohlraumes des Lamellenpakets lässt sich somit bei der Ausführung der Lamellen als identische Gleichteile durch Rotieren des Pakets während des Stanzens für jeweils eine Teilung erreichen.
  • Die vorstehend erläuterte Weiterbildung ist auch deshalb besonders vorteilhaft, weil sich in diesem Falle, was sich wiederum günstig auf die beim Einpressen der Rotorwelle aufzubringenden Kräfte auswirkt, die Toleranz des Durchmessers des zentralen Hohlraumes durch Rollieren der ”Bohrung” verbessern lässt. Dies ist nämlich nur möglich, wenn die ”Bohrung” eine entsprechende Rundheit hat, d. h. keine ununterbrochenen Längsnuten bestehen. Sind im Sinne der bereist mehrfach angesprochenen bevorzugten Weiterbildung der Erfindung identische Lamellen vorgesehen, wobei die Anzahl der im Bereich jeder einzelnen Lamellenebene angeordneten Füllschichtabschnitte der Hälfte der Anzahl der Dauermagnete entspricht, so bedeutet dies für die Dimensionierung von deren Kontaktvorsprüngen typischerweise, dass deren Gesamterstreckung in Umfangsrichtung mindestens 360°/n entspricht, wobei n die Anzahl der Dauermagnete angibt.
  • Beispielsweise können demnach bei einem Rotor mit vier Dauermagneten die Lamellen zwei einander im wesentlichen gegenüberstehende Kontaktvorsprünge aufweisen, von denen jeweils einer sich über mehr als 90° erstreckt. So wird, durch die Drehung um 90° während des Zusammensetzens der Lamellen zu einem Paket, die Bildung ununterbrochener Längsnuten in dem zentralen Hohlraum in axialer Richtung vermieden. Weitere geeignete Ausführungen der Lamellen, beispielsweise mit drei Kontaktvorsprüngen mit einer Gesamterstreckung in Umfangsrichtung von über 90°, ergeben sich aus der Erläuterung bevorzugter Ausführungsbeispiele anhand der Zeichnung. Bei Rotoren mit mehr als vier Dauermagneten ist die Drehung der Lamelle relativ zu der vorausgegangenen Nachbarlamelle während des Zusammensetzens der Lamellen zu einem Stapel kleiner, wodurch auch die minimale Gesamterstreckung sämtlicher Kontaktvorsprünge jeder Lamelle in Umfangsrichtung entsprechend kleiner ist.
  • Im folgenden wird die vorliegende Erfindung anhand dreier in der Zeichnung veranschaulichter bevorzugter Ausführungsbeispiele erläutert. Dabei zeigt
  • 1 eine zur Herstellung eines Rotorkerns für einen vier Dauermagnete aufweisenden Rotor nach der vorliegenden Erfindung geeignete Lamelle,
  • 2 einen Stapel aus vier aufeinander gestapelten Lamellen nach 1 in perspektivischer Ansicht,
  • 3 eine andere, zur Herstellung eines Rotorkerns für einen vier Dauermagnete aufweisenden Rotor nach der vorliegenden Erfindung geeignete Lamelle,
  • 4 einen Stapel aus vier aufeinander gestapelten Lamellen nach 3 in Draufsicht,
  • 5 eine zur Herstellung eines Rotorkerns für einen acht Dauermagnete aufweisenden Rotor nach der vorliegenden Erfindung geeignete Lamelle,
  • 6 eine erste Ausführungsform eines unter Verwendung der Lamelle nach 5 hergestellten erfindungsgemäßen Rotors in perspektivischer, teilweise geschnittener Ansicht und
  • 7 eine zweite Ausführungsform eines unter Verwendung der Lamelle nach 5 hergestellten erfindungsgemäßen Rotors in perspektivischer, teilweise geschnittener Ansicht.
  • Die in 1 gezeigte Lamelle 1, die zur Herstellung eines Rotorkerns für einen vier Dauermagnete aufweisenden Rotor nach der vorliegenden Erfindung geeignet ist, weist eine ringscheibenförmige Grundform mit einem zentralen Durchbruch 2 auf. Gleichmäßig über den äußeren Umfang 3 der Lamelle verteilt sind vier Aussparungen 4 vorgesehen. Die Aussparungen weisen alternierend unterschiedliche Dimensionen auf, indem sich in Umfangsrichtung jeweils eine schmale Aussparung 4a und eine breite Aussparung 4b abwechseln. Beide Arten von Aussparungen sind dabei dergestalt hinterschnitten ausgeführt, dass die Öffnungen 5a und 5b der Aussparungen 4a bzw. 4b, an denen diese zum äußeren Umfangsrand der Lamellen 1 hin offen sind, jeweils enger sind als die größte Weite 6a bzw. 6b der zugeordneten Aussparung in Umfangsrichtung.
  • Am inneren Umfang der Lamelle 1, d. h. an deren den zentralen Durchbruch 2 begrenzenden Rand 7 sind zwei nach innen, d. h. auf das Zentrum Z gerichtete Kontaktvorsprünge vorgesehen, nämlich ein breiter Kontaktvorsprung 8, der sich über mehr als 90° erstreckt, und ein dem breiten Kontaktvorsprung gegenüberstehender schmaler Kontaktvorsprung 9, der sich über mehr als 10° erstreckt. Zwischen den beiden Kontaktvorsprüngen ist der zentrale Durchbruch 2 über die dort vorgesehenen Ausnehmungen 10 erweitert.
  • Zur Herstellung eines Rotorkerns 11, von dem in 2 nur ein vier Lamellen umfassender Abschnitt dargestellt ist, werden die Lamellen 1 aufeinander gestapelt. Dabei werden die Lamellen 1 bezüglich der Rotorachse A nacheinander jeweils um eine Teilung, d. h. um 90°, weiter gedreht. Die Aussparungen 4a und 4b bilden auf diese Weise Nuten 12, die sich am Außenumfang des Rotorkerns parallel zur Rotorachse erstrecken und nach außen hin offen sind. Innerhalb jeder einzelnen Nut 12 wechseln die schmalen Aussparungen 4a und die breiten Aussparungen 4b einander ab. An zwei einander gegenüberliegenden Nuten 12 liegt demnach jeweils zwischen zwei schmalen Aussparungen 4a, welche an zwei zu einer ersten Lamelle 1a benachbarten Nachbarlamellen 1b vorgesehen sind, eine an der ersten Lamelle 1a angeordnete breite Aussparung 4b; und an den beiden weiteren, einander wiederum gegenüberliegenden Nuten 12 liegt demnach jeweils zwischen zwei breiten Aussparungen 4b, welche an den beiden zu der ersten Lamelle 1a benachbarten Nachbarlamellen 1b vorgesehen sind, eine an der ersten Lamelle 1a angeordnete schmale Aussparung 4a. Um die schmalen Aussparungen 4a herum werden auf diese Weise in dem Umfang, in dem die breiten Aussparungen 4b größer sind als die schmalen Aussparungen 4a, Schultern 13 bebildet. An diesen Schultern 13 stützen sich die weiter unter erläuterten Füllschichtabschnitte ab, die beim Füllen der Nuten 12 mit Kunststoff und der Bildung entsprechender Kunststoffrippen in den Nuten 12 in jeder zweiten Lamellenebene als entsprechende Erweiterungen der Kunststoffrippen entstehen.
  • Veranschaulicht ist in 2 weiterhin, dass die breiten Kontaktvorsprünge 8 der gestapelten Lamellen 1 einander gerade überlappen, so dass die Bildung einer durchgehenden Nut am Innenumfang der Lamellen ausgeschlossen ist und der durch die Abfolge der zentralen Durchbrüche gebildete Hohlraum 14 eine kreisrunde, durch die Abfolge der breiten Kontaktvorsprünge 8 definierte Projektion aufweist.
  • Die Lamelle 1 nach 3 unterscheidet sich von derjenigen nach 1 lediglich hinsichtlich der an dem zentralen Durchbruch 2 vorgesehenen Kontaktvorsprünge. Es sind hier nämlich drei etwa gleich breite Kontaktvorsprünge 15 von jeweils etwas mehr als 30° Erstreckung vorgesehen, so dass die Gesamterstreckung sämtlicher Kontaktvorsprünge 15 jeder Lamelle wiederum etwas über 90° beträgt. Aus 4 ist ersichtlich, dass bei vier aufeinander gestapelten Lamellen der durch die Summe der zentralen Durchbrüche 2 gebildete Hohlraum 14 wiederum eine kreisrunde, durch die Abfolge der Kontaktvorsprünge 15 definierte Projektion aufweist, so dass auch hier die Bildung einer durchgehenden Nut ausgeschlossen ist. Gut erkennbar sind in 4 die vorstehend erläuterten Schultern 13.
  • Die Lamelle 1 nach 5 unterscheidet sich von derjenigen nach 1 im wesentlichen allein durch eine andere Anzahl der Aussparungen 4. Und zwar sind hier insgesamt acht Aussparungen 4 vorgesehen, nämlich vier schmale Aussparungen 4a und vier breite Aussparungen 4b, wiederum in alternierender Abfolge. Damit eignet sich die Lamelle nach 5 insbesondere zur Herstellung eines Rotorkerns für einen acht Dauermagnete aufweisenden Rotor. Hinsichtlich der Funktionsweise der Aussparungen gelten die vorstehenden Ausführungen in entsprechender Weise. Dasselbe gilt für die Gestaltung des zentralen Durchbruchs 2 mit einem breiten Kontaktvorsprung 8 und einem schmalen Kontaktvorsprung 9.
  • Indem bei der Lamelle 1 nach 5 die Teilung der Aussparungen 45° beträgt, werden die Lamellen beim Stapeln zueinander um 45° (oder ein ungrades Vielfaches hiervon) verdreht, so dass wiederum in jeder Nut 12 schmale Aussparungen 4a und breite Aussparungen 4b einander abwechseln.
  • 6 zeigt den zum Einpressen der Rotorwelle hergerichteten Rotorrohling 16. Der Rotorkern 11 umfasst dabei eine Vielzahl von Lamellen 1 nach 5, die im Sinne der vorstehenden Erläuterungen aufeinander gestapelt sind. Gut zu erkennen sind die Kunststoffrippen 17, die beim Spritzen des Trägerkörpers 18 im Bereich jeder Nut 12 des Rotorkerns 11 entstehen und die jeweils einen die Nut 12 ausfüllenden, radial inneren Abschnitt und einen aus dem Rotorkern 11 herausragenden, radial äußeren Abschnitt aufweisen. Die Dauermagnete 19 sind durch Formschluss mit den radial äußeren, T-förmigen Abschnitten der Kunststoffrippen 17 verankert.
  • Ebenfalls gut zu erkennen in 6 sind in dem durch die eine Kunststoffrippe 17 geführten Radialschnitt S die Füllschichtabschnitte 20, die durch die Erweiterungen der radial inneren Abschnitte der Kunststoffrippen 17 jeweils im Bereich der breiten Aussparungen 4b gebildet sind und sich an den Schultern 13 abstützen. In jeweils den selben Lamellenebenen befinden sich Füllschichtabschnitte auch an um 90°, 180° und 270° zu der im Radialschnitt S gedrehten Positionen. Demgegenüber befinden sich Füllschichtabschnitte in den jeweils anderen Lamellenebenen als denjenigen, in denen im Radialschnitt S Füllschichtabschnitte gezeigt sind, an um 45°, 135°, 225° und 315° zu der im Radialschnitt S geschnittenen Kunststoffrippe gedrehten Positionen.
  • Der Trägerkörper 18 umfasst zusätzlich zu den acht Kunststoffrippen 17 zwei endseitige Ringscheiben 21, welche den Rotorkern 11 stirnseitig einfassen.
  • Der in 7 gezeigte Rotorrohling 16 entspricht in wesentlichen Merkmalen demjenigen nach 6. Er weist allerdings eine andersartige Gestaltung der radial äußeren Abschnitte der Kunststoffrippen 17 und eine korrespondierend hiezu ausgeführte Abschrägung der seitlichen Kanten der Dauermagnete 19 auf. Gezeigt ist in 7 weiterhin schematisch ein Abschnitt der Rotorwelle W, die in Richtung des Pfeils B, d. h. längs der Rotorachse A, in den Rotorrohling 16 einzupressen ist, und zwar in den durch die Abfolge der zentralen Durchbrüche 2 der Lamellen 1 gebildeten Hohlraum 14 des Rotorkerns 11,
  • In verschiedenen Figuren der Zeichnung sind auch an den Lamellen 1 vorgesehene Justierwarzen 22 gezeigt, die zu einer Seite von den Lamellen 1 vorspringen, während an der gegenüberliegenden Seite korrespondierende Eindrückungen 23 bestehen. Durch Ineinandergreifen der Justierwarzen 22 einer Lamelle und der Eindrückungen 23 der jeweils benachbarten Lamelle wird das lagerichtige Positionieren der Lamellen beim Stapeln erleichtert und die lagerichtige Positionierung innerhalb des Stapels gesichert.

Claims (11)

  1. Rotor für einen elektronisch kommutierten Motor, umfassend eine sich längs einer Rotorachse (A) erstreckende Rotorwelle (W), einen Rotorkern (11) aus einer Vielzahl ringscheibenförmiger, längs der Rotorachse aufeinander gestapelter Lamellen (1) aus weichmagnetischem Material, eine Mehrzahl von gleichmäßig um die Rotorachse herum angeordneten Dauermagneten (19) und einen aus Kunststoffmaterial gespritzten Trägerkörper (18) mit zwischen den jeweils einander benachbarten Dauermagneten angeordneten Kunststoffrippen (17), dadurch gekennzeichnet, dass jeweils in der Ebene einer ersten Lamelle (1a) zwischen den beiden beidseits an dieser Lamelle anliegenden benachbarten zweiten Lamellen (1b) mindestens ein beim Spritzen des Trägerkörpers (18) aus Kunststoff gebildeter, örtlich begrenzter Füllschichtabschnitt (20) vorgesehen ist.
  2. Rotor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in der Ebene jeder ersten Lamelle (1a) eine Mehrzahl von um die Rotorachse (A) herum verteilt angeordneten Füllschichtabschnitten (20) vorgesehen ist.
  3. Rotor nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass sämtliche Lamellen (1) des Rotorkerns (11) eine identische Form aufweisen, wobei jede der beiden zweiten Lamellen (1b) gegenüber der ersten Lamelle (1a) bezüglich der Rotorachse (A) verdreht ist.
  4. Rotor nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Lamellen (1) auf einer Kreisbahn gleichmäßig um die Rotorachse (A) herum verteilt angeordnete Aussparungen (4, 4a, 4b) aufweisen, die alternierend eine größere und eine kleinere Querschnittsfläche aufweisen.
  5. Rotor nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzahl der Aussparungen (4, 4a, 4b) mit der Anzahl der Dauermagnete (19) übereinstimmt.
  6. Rotor nach Anspruch 4 oder Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussparungen (4, 4a, 4b) zum äußeren Umfangsrand der Lamellen hin offen sind, wobei die Öffnung (5a, 5b) jeweils enger ist als die größte Weite (6a, 6b) der zugeordneten Aussparung (4a, 4b) in Umfangsrichtung.
  7. Rotor nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussparungen (4, 4a, 4b) jeweils in einer radialen Ebene zwischen zwei zueinander benachbarten Dauermagneten (19) angeordnet sind.
  8. Rotor nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Dauermagnete (19) in dem Trägerkörper (18) mechanisch verankert sind.
  9. Rotor nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass am inneren Umfangsrand (7) der Lamellen (1) mindestens zwei nach innen gerichtete Kontaktvorsprünge (8, 9, 15) vorgesehen sind, deren radial innere Kanten eine Anlagefläche an der Rotorwelle definieren.
  10. Rotor nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Gesamterstreckung der Kontaktvorsprünge (8, 9, 15) in Umfangsrichtung mindestens 360°/n entspricht, wobei n die Anzahl der Dauermagnete (19) angibt.
  11. Rotor nach Anspruch 9 oder Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Lamellen (1) des Rotorkerns (11) um die Rotorachse (A) herum dergestalt gegeneinander verdreht sind, dass die radial inneren Kanten der Kontaktvorsprünge (8, 9, 15) in Richtung der Rotorachse (A) eine geschlossene kreisförmige Projektion aufweisen.
DE102008034422A 2008-07-23 2008-07-23 Rotor für einen elektronisch kommutierten Motor Withdrawn DE102008034422A1 (de)

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