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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Differentialgetriebe mit zumindest
einem Ausgleichsrad, das um die Längsachse eines Ausgleichszapfens drehbar
gelagert ist, mit einer einen Eingang bildenden Antriebswelle, die
mit dem Ausgleichszapfen zum gemeinsamen Verdrehen von Ausgleichszapfen und
Ausgleichsrad um eine quer zur Längsachse
des Ausgleichszapfens angeordnete Querachse wirkverbunden ist, mit
einem einen Ausgang bildenden ersten Zahnrad und mit einem zweiten
Zahnrad, wobei das erste Zahnrad eine erste Verzahnung und das zweite
Zahnrad eine zweite Verzahnung besitzen, die jeweils mit einer Verzahnung
des Ausgleichsrades kämmen.
Weiterhin ist die Erfindung auf die Verwendung eines solchen Differentialgetriebes
in unterschiedlichen Anwendungsbereichen, insbesondere in der Kfz-Technik,
gerichtet.
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Differentialgetriebe
der eingangs genannten Art werden insbesondere im Kfz-Bereich als
Ausgleichsgetriebe verwendet, um beispielsweise unterschiedliche
Drehzahlen der Antriebsräder
einer Achse oder zwischen zwei Antriebsachsen (bei einem Allradantrieb)
zu ermöglichen.
Das vom Motor erzeugte Drehmoment bewirkt eine Verdrehung von Ausgleichszapfen
und Ausgleichsrad um die Querachse und wird bei Geradeausfahrt über das
Ausgleichsrad gleichmäßig auf
das erste und das zweite Zahnrad übertragen. Jedes der beiden
Zahnräder
ist jeweils mit einer Hälfte
der mit den Fahrzeugrädern verbundenen
Antriebswelle verbunden, sodass letztlich das Antriebsmoment des
Motors gleichmäßig auf die
beiden Antriebsräder
des Fahrzeugs übertragen wird.
Für eine
solche gleichmäßige Verteilung
des Drehmoments besitzen die erste und die zweite Verzahnung bei
diesen bekannten Differentialgetrieben jeweils eine gleiche Zähnezahl,
sodass bezüglich
der Übersetzungsverhältnisse
zwischen Ausgleichsrad und den beiden Antriebszahnrädern eine
symmetrische Ausbildung besteht.
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In
der Getriebetechnik und insbesondere in der Kfz-Technik sind oftmals
Getriebe mit unterschiedlichsten Eigenschaften erforderlich. Beispielsweise
werden zur Realisierung von hohen Übersetzungen oftmals Planetengetriebe
eingesetzt. Planetengetriebe finden andererseits auch als Differenzgetriebe
Verwendung, wenn beispielsweise die Drehwinkel zweier unterschiedlicher
Wellen überlagert werden
müssen,
wie es bei einer Aktivlenkung der Fall ist. Problematisch ist dabei,
dass die Getriebe meist eine relativ große Bauform besitzen oder dass, beispielsweise
bei Verwendung von Exzentergetrieben, unerwünschte Nebeneffekte wie zum
Beispiel eine Unwucht entstehen, die durch aufwändige zusätzliche Maßnahmen kompensiert werden
müssen.
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Es
ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Getriebe anzugeben,
mit dem ein hohes Übersetzungsverhältnis realisierbar
ist, wobei gleichzeitig eine kleine Bauform gewährleistet ist. Bevorzugt soll
das Getriebe auch als Differenzgetriebe und insbesondere zur Winkelüberlagerung
verwendbar sein.
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Ausgehend
von einem Differentialgetriebe der eingangs genannten Art wird diese
Aufgabe erfindungsgemäß dadurch
gelöst,
dass die Verzahnung des Ausgleichsrades zwei konzentrisch zueinander angeordnete
Verzahnungsbereiche umfasst, die eine dritte und eine vierte Verzahnung
des Ausgleichsrades bilden, wobei die dritte Verzahnung näher an der Querachse
liegt als die vierte Verzahnung, und dass die erste Verzahnung des
ersten Zahnrades mit der dritten Verzahnung des Ausgleichsrades
und die zweite Verzahnung des zweiten Zahnrades mit der vierten
Verzahnung des Ausgleichsrades kämmen.
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Durch
die unterschiedlichen Abstände
der dritten und vierten Verzahnung zur Querachse und die entsprechend
unterschiedlichen Größen der
ersten und zweiten Zahnräder
entsteht eine unsymmetrische Ausgestaltung des Differentialgetriebes,
wodurch ein Differential-Differenzgetriebe gebildet wird. Abhängig von
den gewählten Übersetzungsverhältnissen
zwischen dem ersten und zweiten Zahnrad und dem Ausgleichsrad können dabei
relativ hohe Übersetzungsverhältnisse
erreicht werden, wobei gleichzeitig eine kleine und kompakte Bauform
erzielt wird. Die einzelnen Getriebeelemente sind relativ einfach
herstellbar und aufgrund des erfindungsgemäßen Aufbaus ist das Getriebe
gut mit modernen Motorkonzepten kombinierbar. Je nach Anwendung kann
das zweite Zahnrad feststehend ausgebildet sein oder zusätzlich angetrieben
werden, wie es im Folgenden noch näher dargelegt wird.
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Nach
einer vorteilhaften Ausführungsform der
Erfindung weisen die dritte und die vierte Verzahnung des Ausgleichsrades
unterschiedliche Zähnezahlen
auf. Bevorzugt ist der Kopfkreisdurchmesser der dritten Verzahnung
kleiner als der Kopfkreisdurchmesser der vierten Verzahnung. In
einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung weisen die erste Verzahnung
des ersten Zahnrades und die zweite Verzahnung des zweiten Zahnrades
unterschiedliche Zähnezahlen
auf. Ebenfalls bevorzugt ist das Übersetzungsverhältnis zwischen
der erste Verzahnung des ersten Zahnrades und der dritten Verzahnung des
Ausgleichsrades und das Übersetzungsverhältnis zwischen
der zweiten Verzahnung des zweiten Zahnrades und der vierten Verzahnung
des Ausgleichsrades unterschiedlich groß.
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Nach
einer vorteilhaften Ausführungsform der
Erfindung ist das erste und/oder das zweite Zahnrad als Tellerrad,
insbesondere als Kronenrad, als Kegelrad oder als Rad mit Keilschrägverzahnung ausgebildet.
Bevor zugt ist das Ausgleichsrad entsprechend als Stirnrad, als Kegelrad
oder als Rad mit Keilschrägverzahnung
ausgebildet, um mit dem jeweiligen ersten bzw. zweiten Zahnrad zusammenwirken
zu können.
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Nach
einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung ist das zweite Zahnrad dem ersten Zahnrad gegenüberliegend
angeordnet. Dadurch wird eine gleichmäßige Kraftverteilung innerhalb
des Getriebes erreicht. Das erste und das zweite Zahnrad können aber
auch so angeordnet sein, dass ihrer jeweiligen Verzahnungen in die
gleiche Richtung weisen.
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Bevorzugt
ist das Ausgleichsrad drehbar an dem Ausgleichszapfen gelagert.
In diesem Fall erfolgt somit eine Verdrehung des Ausgleichsrades
um den Ausgleichszapfen, während
es grundsätzlich
jedoch auch möglich
ist, dass der Ausgleichszapfen und das Ausgleichsrad drehfest miteinander
verbunden oder einstückig
ausgebildet sind und zum Rotieren des Ausgleichsrades der Ausgleichszapfen
drehbar beispielsweise an der Antriebswelle oder einem Differentialkorb
gelagert ist.
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Bevorzugt
ist der Ausgleichszapfen mit der Antriebswelle verbunden. Je nach
Lagerung des Ausgleichsrades kann diese Verbindung dabei verdrehbar
oder unverdrehbar ausgebildet sein.
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Vorteilhaft
ist die Antriebswelle konzentrisch zu der Querachse angeordnet und
um die Querachse verdrehbar. In diesem Fall erfolgt somit die Verdrehung
des Ausgleichsrades zusammen mit dem Ausgleichszapfen um die die
Querachse bildende Antriebswelle.
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Nach
einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist
das Ausgleichsrad unverdrehbar an dem Ausgleichszapfen befestigt,
wobei der Ausgleichszapfen an einem Differentialkorb um seine Längsachse
drehbar gelagert ist und der Differentialkorb um die Querachse verdrehbar
ist. Die Verdrehung des Differentialkorbes um die Querachse kann
dabei beispielsweise durch eine direkte Kopplung der Antriebsmittel
mit dem Differentialkorb oder über
eine Kopplung mit weiteren Getriebeelementen, beispielsweise ein
an der Antriebswelle befestigtes Antriebsritzel erfolgen, das mit
einem an dem Differentialkorb befestigten Tellerrad zusammenwirkt.
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Bevorzugt
sind mehrere, insbesondere zwei, drei oder vier Ausgleichsräder vorgesehen.
Insbesondere sind dabei die Ausgleichsräder gleichmäßig um die Querachse herum
verteilt angeordnet. Dadurch werden eine gleichmäßige Kraftverteilung und damit
ein Massenausgleich innerhalb des Differentialgetriebes erreicht.
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Vorteilhaft
sind zwei gegenüberliegend
angeordnete Ausgleichsräder
an demselben Ausgleichszapfen befestigt. Dadurch wird der Aufbau des
Getriebes weiter vereinfacht und gleichzeitig eine gleichmäßige Kraftverteilung
bzw. ein Massenausgleich erreicht.
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Nach
einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist
das erste und/oder das zweite Zahnrad um die Querachse verdrehbar. Grundsätzlich ist
es auch denkbar, dass das erste und/oder das zweite Zahnrad um eine
Achse verdrehbar sind, die schräg
zur Querachse angeordnet ist.
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Nach
einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung sind
das erste Zahnrad, das zweite Zahnrad und/oder die Ausgleichsräder durch eine
nicht-spanabhebende Fertigungsmethode, beispielsweise durch Kaltumformung,
Sintern, Rollen oder Metallpulverspritzgießen her gestellt. Dadurch ist
eine besonders kostengünstige
Herstellung des Getriebes möglich.
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Nach
einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung besitzt das Differentialgetriebe bei feststehendem
zweiten Zahnrad ein Übersetzungsverhältnis ins
Langsame von mindestens ca. 1:30, insbesondere mindestens ca. 1:50,
bevorzugt von mindestens ca. 1:70.
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Nach
einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung wird die Antriebswelle durch einen Elektromotor angetrieben,
wobei der Elektromotor insbesondere konzentrisch zu der Antriebswelle
angeordnet sein kann. Durch die konzentrische Anordnung ist eine
besonders kompakte Bauweise möglich.
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Nach
einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung ist eine Rotations-/Translations-Umsetzeinheit vorgesehen,
mit der eine Rotation des ersten Zahnrades in eine Translationsbewegung umsetzbar
ist. Bevorzugt kann die Translationsbewegung dabei in Richtung der
Querachse erfolgen. Eine derartige Ausführungsform kann beispielsweise
bei einer elektrischen Bremseinheit zum Verschieben des jeweiligen
Bremselements (Bremsbelag) verwendet werden.
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Nach
einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung sind das erste und das zweite Zahnrad verdrehbar gelagert.
Das zweite Zahnrad bildet dabei einen zweiten Eingang des Differentialgetriebes, über den
eine Drehbewegung eingebracht werden kann, die der Drehbewegung
der Antriebswelle überlagert
wird.
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Nach
einer weiteren bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung ist ein Getriebegehäuse vorgesehen, an dem das
zweite Zahnrad gehäusefest angeordnet
ist. Bei einer gehäusefesten
Anordnung an dem Getriebegehäuse
kann das Differentialgetriebe anstelle als Überlagerungsgetriebe als Getriebe mit
hohem Übersetzungsverhältnis verwendet
werden.
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Das
erfindungsgemäße Differentialgetriebe kann
vielfältig
verwendet werden und beispielsweise bei einer Bremseinheit, einer
Lenkwinkelüberlagerung,
einem aktiven Wankstabilisator, einer elektrischen Servolenkung
und dergleichen eingesetzt werden.
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Eine
erfindungsgemäße Bremseinheit,
insbesondere für
Kraftfahrzeuge, umfasst einen Elektromotor zum Antreiben einer Motorwelle,
eine Rotations-/Translations-Umsetzeinheit, mit der die Rotation der
Motorwelle in eine Translationsbewegung umsetzbar ist, sowie ein Übersetzungsgetriebe,
dessen Eingang mit der Motorwelle und dessen Ausgang mit dem Eingang
der Rotations-/Translations-Umsetzeinheit wirkverbunden sind. Das Übersetzungsgetriebe
ist dabei als erfindungsgemäßes Differentialgetriebe
ausgebildet.
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Vorteilhaft
sind der Elektromotor in einem Gehäuse angeordnet, der Stator
des Elektromotors sowie das zweite Zahnrad gehäusefest angeordnet und der
Rotor des Elektromotors mit der Antriebswelle des Differentialgetriebes
drehwirksam verbunden. Vorteilhaft ist der Ausgang der Rotations-/Translations-Umsetzeinheit
mit zumindest einem Bremselement, insbesondere einer Bremsbacke
wirkverbunden. Durch die hohe Übersetzung
des Differentialgetriebes kann somit ein schnell laufender Elektromotor zur
Ansteuerung des Bremselements verwendet werden.
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Die
Bremseinheit kann dabei als Feststellbremse oder als Betriebsbremse
ausgebildet sein. Auch eine Kombination von Feststellbremse und
Betriebsbremse ist möglich.
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Wenn
das zweite Zahnrad nicht gehäusefest, sondern
drehbar gelagert ist, so ist das erfindungsgemäße Differentialgetriebe beispielsweise
bei einem Lenkwinkelüberlagerungsgetriebe
einsetzbar. Ein entsprechendes Lenkwinkelüberlagerungsgetriebe umfasst
einen über
eine Lenkhandhabe antreibbaren ersten Eingang, einen über einen
Elektromotor antreibbaren zweiten Eingang, einen mit einem Eingang
eines Lenkgetriebes in Wirkverbindung stehenden Ausgang und eine
mit einer den ersten und zweiten Eingang sowie den Ausgang miteinander
verbindende Winkelüberlagerungseinheit,
mit der ein am zweiten Eingang anliegender, durch den Elektromotor
erzeugter Drehwinkel einem am ersten Eingang anliegenden Lenkwinkel überlagert
werden kann. Die Winkelüberlagerungseinheit
ist dabei als erfindungsgemäßes Differentialgetriebe
ausgebildet.
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Bevorzugt
wird der erste Eingang des Lenkwinkelüberlagerungsgetriebes durch
die Antriebswelle des Differentialgetriebes, der zweite Eingang
des Lenkwinkelüberlagerungsgetriebes
durch das zweite Zahnrad des Differentialgetriebes und der Ausgang des
Lenkwinkelüberlagerungsgetriebes
durch den Ausgang des Differentialgetriebes gebildet. Es ist jedoch
auch möglich,
dass der erste Eingang des Lenkwinkelüberlagerungsgetriebes durch
das zweite Zahnrad des Differentialgetriebes, der zweite Eingang
des Lenkwinkelüberlagerungsgetriebes
durch die Antriebswelle des Differentialgetriebes und der Ausgang
des Lenkwinkelüberlagerungsgetriebes durch
den Ausgang des Differentialgetriebes gebildet wird.
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Eine
weitere mögliche
Anwendung ist der Einsatz eines erfindungsgemäßen Differentialgetriebes bei
einem aktiven Wankstabilisator. Ein entsprechender Wankstabilisator
umfasst einen zwei Stabilisatorhälften
umfassenden Stabilisatorstab, wobei die beiden Stabilisatorhälften über einen
Elektromotor gegeneinander verdrehbar sind, die eine Stabilisatorhälfte mit
dem Rotor und die andere Stabilisatorhälfte mit dem Stator des Elektromotors
gekoppelt ist und die Kopplung zumindest einer der Stabilisatorhälften mit
dem Rotor bzw. dem Stator über
ein Übersetzungsgetriebe
erfolgt. Dabei ist das Übersetzungsgetriebe
als erfindungsgemäßes Differentialgetriebe ausgebildet.
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Bevorzugt
ist dabei der Rotor des Elektromotors mit der Antriebswelle des
Differentialgetriebes, eine Stabilisatorhälfte mit dem ersten Zahnrad
und die andere Stabilisatorhälfte
mit dem zweiten Zahnrad verbunden.
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Vorteilhaft
ist der Elektromotor in einem Gehäuse angeordnet und der Stator,
eine der Stabilisatorhälften
sowie das zweite Zahnrad gehäusefest
angeordnet. Beim Verdrehen der beiden Stabilisatorhälften gegeneinander über den
Elektromotor wird das zweite Zahnrad somit zusammen mit dem Gehäuse verdreht,
sodass das zweite Zahnrad zwar gehäusefest ist, jedoch relativ
zu dem ersten Zahnrad verdrehbar ist.
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Weiterhin
kann das erfindungsgemäße Differentialgetriebe
auch bei einer elektrischen Servolenkung verwendet werden. Eine
solche elektrische Servolenkung umfasst einen Elektromotor zum Antreiben
einer Motorwelle und ein Übersetzungsgetriebe, dessen
Eingang mit der Motorwelle und dessen Ausgang mit einer Lenkstange
oder einer Lenksäule
eines Kraftfahrzeugs wirkverbunden ist, so dass ein von dem Elektromotor
erzeugtes Drehmoment einem über
eine Lenkhandhabe auf die Lenksäule
aufgebrachten Drehmoment unterstützend überlagert
wird. Das Übersetzungsgetriebe
ist dabei als erfindungsgemäßes Differentialgetriebe
ausgebildet.
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Bevorzugt
sind der Elektromotor in einem Gehäuse angeordnet, der Stator
des Elektromotors sowie das zweite Zahnrad gehäusefest angeordnet und der
Rotor des Elektromotors mit der Antriebswelle des Differentialgetriebes
drehwirksam verbunden.
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Nach
einer vorteilhaften Ausführungsform der
Erfindung ist das erste Zahnrad konzentrisch innerhalb des zweiten
Zahnrades angeordnet. Dadurch wird eine besonders kompakte Bauform
erreicht.
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Bevorzugt
ist das erste Zahnrad mit dem Eingang einer Rotations-/Translations-Umsetzeinheit verbunden.
Insbesondere kann dabei die Rotations-/Translations-Umsetzeinheit
eine Kugelumlaufspindel und eine darauf drehbar gelagerte Kugelumlaufmutter
umfassen. Die Rotations-/Translations-Umsetzeinheit
kann aber auch in sonstiger geeigneter Weise ausgebildet sein, beispielsweise
als normale Gewindespindel.
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Weitere
vorteilhafte Ausführungsformen
der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
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Die
Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme
auf die Zeichnung näher
beschrieben; in dieser zeigen:
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1 eine
schematische Darstellung eines erfindungsgemäß ausgebildeten Differentialgetriebes,
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2 einen
Längsschnitt
durch eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäß ausgebildete
Bremseinheit,
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3 eine
schematische Darstellung eines erfindungsgemäß ausgebildeten Lenkwinkelüberlagerungsgetriebes,
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4 eine
schematische Darstellung eines erfindungsgemäß ausgebildeten aktiven Wankstabilisators,
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5 einen
Längsschnitt
durch eine erfindungsgemäß ausgebildete
Servolenkung und
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6 eine
Detailansicht der Servolenkung nach 5.
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1 zeigt
ein erfindungsgemäß ausgebildetes
Differentialgetriebe 1, das eine einen Eingang bildende
Antriebswelle 2 umfasst, an deren Ende ein Ausgleichszapfen 3 vorgesehen
ist. Die Antriebswelle 2 und der Ausgleichszapfen 3 sind
dabei so miteinander verbunden, dass bei einer Drehung der Antriebswelle 2 um
eine senkrecht zu einer Längsachse 4 des
Ausgleichszapfens 3 verlaufenden Querachse 5 der
Ausgleichszapfen 3 zusammen mit der Antriebswelle 2 entsprechend
einem Pfeil 6 verdreht wird.
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Da
in 1 die Antriebswelle 2 und der Ausgleichszapfen 3 senkrecht
zueinander stehen, fällt die
Querachse 5 mit der Längsachse
der Antriebswelle 2 zusammen. Grundsätzlich können der Ausgleichszapfen 3 und
die Antriebswelle 2 auch in einem sonstigen beliebigen
Winkel zueinander stehen.
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An
den beiden Enden des Ausgleichszapfens 3 ist jeweils ein
stufenförmiges
Ausgleichsrad 7 drehbar gelagert. Jedes der beiden Ausgleichsräder 7 besitzt
zwei konzentrisch zueinander angeordnete Teilräder 8, 9,
die drehfest miteinander verbunden bzw. einstückig miteinander ausgebildet
sind und unterschiedliche Durchmesser besitzen. Die Teilräder 8 und 9 sind
jeweils als Stirnräder
ausgebildet, wobei die jeweils näher
zu der Querach se hin gelegenen Teilräder 8 einen kleineren
Durchmesser als die außen
liegenden Teilräder 9 besitzen.
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Konzentrisch
zu der Querachse 5 ist eine Abtriebswelle 10 angeordnet,
an der ein erstes Zahnrad 11 drehfest angeordnet ist, welches
in 1 als Tellerrad, beispielsweise als Kronenrad
ausgebildet ist und eine erste Verzahnung 12 besitzt.
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Dem
ersten Zahnrad 11 gegenüberliegend ist
konzentrisch zu der Querachse 5 ein zweites Zahnrad 13 angeordnet,
das, wie in 1 angedeutet ist, gehäusefest
angeordnet sein kann. Grundsätzlich
ist es jedoch auch möglich,
dass das zweite Zahnrad 13 ebenfalls verdrehbar ist und
beispielsweise über
einen nicht dargestellten Elektromotor oder ein sonstiges Stellelement
gegenüber
dem ersten Zahnrad 11 verdreht werden kann.
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Das
zweite Zahnrad 13 ist ebenfalls als Tellerrad, beispielsweise
als Kronenrad, ausgebildet und umfasst eine zweite Verzahnung 14.
Weiterhin umfasst das zweite Zahnrad 13 eine Mittelbohrung 15,
durch die die Antriebswelle 2 hindurchgeführt ist.
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Jedes
der Ausgleichsräder 7 umfasst
eine Verzahnung 16, die aus zwei Verzahnungsabschnitten,
nämlich
einer dritten Verzahnung 17 des Teilrades 8 und
einer vierten Verzahnung 18 des Teilrades 9 besteht.
Die Teilräder 8, 9 sind
jeweils als Stirnräder ausgebildet,
wobei die dritte Verzahnung 17 des Teilrades 8 mit
der ersten Verzahnung 12 des ersten Zahnrades 11 und
die vierte Verzahnung 18 des Teilrades 9 jeweils
mit der zweiten Verzahnung 14 des zweiten Zahnrades 13 kämmt.
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Bei
einem Verdrehen der Antriebswelle 2 um ihre Längsachse,
das heißt
um die Querachse 5 gemäß dem Pfeil 6 wird
der mit der Antriebswelle 2 verbundene Ausgleichszapfen 3 und
die auf dem Ausgleichszapfen 3 drehbar gelagerten Ausgleichsräder 7 ebenfalls
entsprechend dem Pfeil 6 um die Querachse 5 verdreht.
Bei feststehendem zweiten Zahnrad 13 laufen die eine größere Zähnezahl
besitzenden Teilräder 9 auf
dem zweiten Zahnrad 13 ab, sodass die Ausgleichsräder 7 zusätzlich zu
ihrer Drehbewegung um die Querachse 5 eine Drehbewegung um
die Längsachse 4 des
Ausgleichszapfens 3 durchführen. Diese Drehbewegung wird über die eine
kleinere Zähnezahl
aufweisenden Teilräder 8 auf
das erste Zahnrad 11 gemäß dem Übersetzungsverhältnis zwischen
der dritten Verzahnung 17 und der ersten Verzahnung 12 übertragen,
sodass letztlich auch die Abtriebswelle 10 entsprechend
einem Pfeil 19 um die Querachse 5 verdreht wird.
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2 zeigt
eine Bremseinheit 20, die beispielsweise als Betriebsbremse
oder als Feststellbremse eines Kraftfahrzeugs verwendet werden kann.
Die Bremseinheit 20 besitzt ein Gehäuse 21, in der das
Differentialgetriebe 1 nach 1 angeordnet ist.
Das zweite Zahnrad 13 ist dabei integral mit dem Gehäuse 21 ausgebildet
und somit gehäusefest.
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In
dem in 2 links dargestellten Bereich des Gehäuses 21 ist
ein Elektromotor 22 angeordnet, der einen gehäusefesten
Stator 23 sowie einen drehbar gelagerten Rotor 24 umfasst.
Der Rotor 24 ist mit der Antriebswelle 2 des Differentialgetriebes 1 verbunden,
sodass die Antriebswelle 2 durch den Elektromotor 22 um
die Querachse 5 verdrehbar ist.
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In
dem in 2 rechts dargestellten Bereich des Gehäuses 21 ist
ein Hohlraum 25 ausgebildet, in dem eine Gewindespindel 26 drehbar
gelagert ist. Die Gewindespindel 26 ist mit dem ersten
Zahnrad 11 drehfest verbunden und ebenfalls um die Querachse 5 verdrehbar.
An der dem ersten Zahnrad 11 gegenüberliegenden Ende der Gewindespindel 26 be sitzt diese
ein Gewinde 27, das in eine entsprechende Gewindebohrung 28 eines
Kolbens 29 eingeschraubt ist. Der Kolben 29 ist
in dem Hohlraum 25 verschiebbar geführt und wird bei einem Verdrehen
der Gewindespindel 26 gemäß einem Doppelpfeil 30 entlang der
Querachse 5 verschoben, sodass die Gewindespindel 26 zusammen
mit dem Kolben 29 eine Rotations-/Translations-Umsetzeinheit 31 bildet.
Der Kolben 29 ist mit einem nicht dargestellten Bremselement
verbunden, beispielsweise einer Bremsbacke einer Scheibenbremse,
sodass durch Betätigen
des Elektromotors 22 letztlich die Bremse aktiviert oder deaktiviert
werden kann.
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Grundsätzlich kann
die Rotationsbewegung des zweiten Zahnrads 11 auch in sonstiger
Weise in eine Bewegung eines Bremselements umgesetzt werden. Beispielsweise
kann die Rotationsbewegung des ersten Zahnrads 11 auf eine
kardanisch gelagerte Nocke übertragen
werden, die beispielsweise wiederum auf zwei Verbindungselemente
einwirkt und damit die Bremsbacken einer Duo-Servo-Feststellbremse
spannt.
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3 zeigt
ein Lenkwinkelüberlagerungsgetriebe 32,
das ein Differentialgetriebe 33 umfasst, das im Wesentlichen
gleich dem Differentialgetriebe 1 aus 1 ausgebildet
ist, bei dem jedoch die Ausgleichsräder sowie das erste und das
zweite Zahnrad als Kegelräder
ausgebildet sind. Da der grundsätzliche
Aufbau des Differentialgetriebes 33, bis auf die Ausbildung
der Zahnräder
als Kegelräder,
identisch zu dem Aufbau des Differentialgetriebes aus 1 ist,
sind in 3 die sich entsprechenden Bauelemente
mit den gleichen Bezugszeichen versehen, die jeweils mit einem Hochkomma
versehen sind. Bezüglich
des Aufbaus sowie der Funktionsweise des Differentialgetriebes 33 wird
auf die Beschreibung zu 1 verwiesen, um unnötige Wiederholungen
zu vermeiden.
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Zur
Erzeugung einer Lenkwinkelüberlagerung
ist die Antriebswelle 2' mit
einer Lenkhandhabe 34 und das zweite Zahnrad 13' über eine
Hohlwelle 35 mit einem Rotor 36 eines Elektromotors 37 verbunden.
Der Elektromotor 37 umfasst weiterhin einen Stator 38,
der gehäusefest
an einem Gehäuse 39 des Lenkwinkelüberlagerungsgetriebes 32 angeordnet ist.
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Die
Abtriebswelle 10' ist
mit einem Lenkgetriebe 40 verbunden, durch das eine Verdrehung
der Abtriebswelle 10' in
bekannter Weise in eine entsprechende Lenkbewegung von Rädern eines
Kraftfahrzeugs umgesetzt wird.
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Über den
Elektromotor 37 wird das zweite Zahnrad 13 verdreht,
sodass dem über
die Handhabe 34 auf die Antriebswelle 2' und die Ausgleichsräder 7' übertragenen
Drehwinkel ein zusätzlicher Drehwinkel überlagert
wird. Der resultierende Summendrehwinkel, bzw. bei gegensinniger
Drehbewegung des Elektromotors 38 der resultierende Differenzdrehwinkel,
wird letztlich über
das erste Zahnrad 11' auf
die Abtriebwelle 10' übertragen. Über den Elektromotor 37 ist
somit die Erzeugung einer Überlagerungsbewegung
möglich,
die zur aktiven Regelung eines Lenkeingriffes verwendet werden kann. Der
Durchtrieb an der Antriebswelle 2' auf die Abtriebswelle 10' kann in einem
günstigen Übersetzungsverhältnis gewählt werden,
das bei stehendem Elektromotor 37 beispielsweise um 1:1
liegen kann.
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In 4 ist
die Anwendung des Differentialgetriebes 33 aus 3 bei
einem aktiven Wankstabilisator dargestellt.
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Im
Unterschied zu der Verwendung gemäß 3 ist bei
der Anwendung beim Wankstabilisator das zweite Zahnrad 13'' gehäusefest angeordnet und kann
beispielsweise wie in 4 dargestellt mit einem Gehäuse 41 des
Wankstabilisators einstückig ausgebildet
sein.
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Die
Antriebswelle 2 ist mit einem Rotor 42 eines Elektromotors 43 drehfest
verbunden, wobei der Elektromotor 43 einen Stator 44 umfasst,
der ebenfalls gehäusefest
angeordnet ist.
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Am
linken Ende des Gehäuses 41 ist
eine erste Stabilisatorhälfte 45 eines
Stabilisatorstabs befestigt oder einstückig mit dem Gehäuse 41 ausgebildet.
Eine zweite Stabilisatorhälfte 46 des
Stabilisatorstabs ist mit dem ersten Zahnrad 11' drehfest verbunden
und bildet die Abtriebswelle 10.
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Durch
Betätigen
des Elektromotors 43 können
die beiden Stabilisatorhälften 45, 46 gegeneinander
verdreht werden, um auf diese Weise eine Wankbewegung eines Kraftfahrzeugs
in bekannter Weise auszugleichen. Die Drehbewegung des Elektromotors 43 wird
dabei über
das Differentialgetriebe 33 auf die beiden Stabilisatorhälften 45, 46 übertragen,
wobei durch geeignete Wahl des Übersetzungsverhältnisses
des Differentialgetriebes 33 ein schnell laufender Elektromotor 43 verwendet
werden kann.
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5 zeigt
einen Längsschnitt
durch ein Zahnstangen-Lenkgetriebe 47 mit elektrischer
Servounterstützung.
Das Zahnstangen-Lenkgetriebe 47 umfasst ein Gehäuse 48,
in dem eine über
ein Lenkritzel 49 in bekannter Weise verschiebbar gelagerte Zahnstange 50 gelagert
ist. Die Zahnstange 50 bildet die Lenkstange eines Kraftfahrzeugs
und ist in bekannter Weise mit nicht dargestellten Spurstangen verbunden,
um eine über
ein Lenkrad auf das Lenkritzel 49 übertragene Lenkbewegung in
eine entsprechende Lenkbewegung von an der Spurstange befestigten
Rädern
des Kraftfahrzeugs zu übertragen.
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Weiterhin
ist in dem Gehäuse 48 ein
erfindungsgemäßes Differentialgetriebe 51 angeordnet, das
im Folgenden unter Bezugnahme auf die Detail darstellung nach 6 im
Einzelnen beschrieben wird. Da das Differentialgetriebe 51 prinzipiell
entsprechend den bereits beschriebenen Differentialgetrieben ausgebildet
ist, werden identische Bauelemente mit den bereits verwendeten Bezugszeichen und
lediglich leicht abgewandelte Bauteile mit entsprechend gestrichenen
Bezugszeichen versehen.
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Bei
dem Differentialgetriebe 51 sind das erste und das zweite
Zahnrad 11''' und 13''' nicht einander
gegenüberliegend,
sondern so angeordnet, dass die erste Verzahnung 12''' und
die zweite Verzahnung 14''' jeweils in die gleiche Richtung
zeigen. Sowohl das erste als auch das zweite Zahnrad 11''', 13''' sind
als Kegelräder
ausgebildet, wobei das zweite Zahnrad 13''' gehäusefest,
das erste Zahnrad 11''' hingegen axial unverschiebbar
aber drehbar innerhalb des Gehäuses 48 angeordnet
ist. In 6 ist diese Lagerung durch ein
Doppelrillenkugellager 52, das zwischen dem ersten und
dem zweiten Zahnrad 11''', 13''' angeordnet
ist, dargestellt.
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Das
zweite Zahnrad 13''' ist ringförmig mit einer zentralen Mittelöffnung 53 ausgebildet,
in der das erste Zahnrad 11''' angeordnet ist, so dass das erste und
das zweite Zahnrad 11''', 13''' konzentrisch
zur Drehachse des ersten Zahnrads 11''' angeordnet sind,
die wieder durch die Querachse 5 gebildet wird. Ebenfalls
konzentrisch zu der Querachse 5 ist eine Kugelumlaufmutter 54 angeordnet,
die drehfest und axial unverschiebbar mit dem ersten Zahnrad 11''' verbunden
ist. Die Kugelumlaufmutter 54 ist auf einer Kugelumlaufspindel 55 aufgeschraubt,
die als Verlängerung
der Zahnstange 50 ausgebildet ist. Zwischen der Kugelumlaufmutter 54 und
der Kugelumlaufspindel 55 sind Kugeln 56 angeordnet,
so dass beim Verdrehen der Kugelumlaufmutter 54 durch entsprechendes
Verdrehen des ersten Zahnrads 11''' in bekannter
Weise eine axiale Verschiebung der Kugelumlaufspindel 55 entlang
der Querachse 5 erfolgt, die eine entsprechende axiale
Verschiebung der Zahnstange 50 und damit eine Unterstüt zung der über das
Lenkritzel 49 auf die Zahnstange 50 übertragenen
Lenkbewegung erzeugt.
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Die
entsprechende Drehbewegung des ersten Zahnrads 11''' wird über zwei
stufenförmige
Ausgleichsräder 7''' erzeugt,
die jeweils wiederum zwei Teilräder 8''' und 9''' umfassen
und als Doppelkegelräder
ausgebildet sind. Wie bei den bereits zuvor beschriebenen Ausführungsbeispielen
stehen dabei die Zahnräder 8''' mit
dem ersten Zahnrad 11''' und die Teilräder 9''' mit dem gehäusefesten
zweiten Zahnrad 13''' in Eingriff. Da die erste Verzahnung 12''' und die
zweite Verzahnung 14''' jeweils in die gleiche Richtung
zeigen, können
das erste und das zweite Zahnrad 11''' und 13''' jeweils
auf derselben Seite der Ausgleichsräder 7''' sein, wie es
in 6 zu dargestellt ist, wodurch ein besonders kompakter
Aufbau des Differentialgetriebes 51 erreicht wird.
-
Die
Ausgleichsräder 7''' sind
wiederum an einem Ausgleichszapfen 3''' drehbar gelagert.
Der Ausgleichszapfen 3''' ist über eine die Antriebswelle 2''' bildende
Hohlwelle antreibbar, die axial unverschiebbar jedoch über Rillenkugellager 57 um
die Querachse 5 verdrehbar innerhalb des Gehäuses 48 angeordnet
ist.
-
Die
Antriebswelle 2''' ist mit einem Rotor 58 eines
Elektromotors 59 drehfest verbunden, wobei der Elektromotor 59 einen
Stator 60 aufweist, der an dem Gehäuse 48 ortsfest angeordnet
ist. Der Elektromotor 59 und das Differentialgetriebe 51 sind
konzentrisch zueinander angeordnet, um einen besonders einfachen
und kompakten Aufbau zu erreichen. Am stirnseitigen Ende des Gehäuses 48 ist
ein Gehäusedeckel 48' vorgesehen,
wodurch dass die Montage des Getriebes erleichtert wird.
-
Über die
Drehung des Rotors 58 kann die Antriebswelle 2''' und
damit der Ausgleichszapfen 3''' mit den Ausgleichsrädern 7''' um
die Querachse 5 angetrieben werden. Eine dadurch erzeugte,
entsprechende Drehbewegung des ersten Zahnrads 11''' und
der damit verbundenen Kugelumlaufmutter 54 wird in eine
Axialbewegung der Kugelumlaufspindel 55 sowie der damit
verbundenen Zahnstange 50 umgesetzt.
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Eine
gewünschte
Drehgeschwindigkeit des ersten Zahnrads 11''' wird beispielsweise
durch eine entsprechende Wahl der Übersetzungsverhältnisse zwischen
der ersten und der dritten Verzahnung 12''', 17''' bzw.
der zweiten und der vierten Verzahnung 14''', 18''' erreicht.
Ein gewünschtes
hohes Übersetzungsverhältnis ins
Langsame kann beispielsweise dadurch erreicht werden, dass die erste
und dritte Verzahnung 12''', 14''' identisch sind,
während
beispielsweise die zweiten und vierte Verzahnung 17''', 18''' nur
einen geringen Zähnezahlunterschied,
beispielsweise nur einen Zahn Unterschied besitzen. Natürlich können auch
die zweite und vierte Verzahnung 17''', 18''' eine
identische Zähnezahl
und die erste und dritte Verzahnung 12''', 14''' entsprechend unterschiedliche
Zähnezahlen
besitzen.
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Weiterhin
sind in 6 die Wälzkegel 61, 62 der
Teilräder 9''', 8''' der
Ausgleichsräder 7''' angedeutet.
Auch durch entsprechende Wahl unterschiedlicher Wälzkegel
kann erreicht werden, dass eine entsprechende Verdrehung des ersten
Zahnrads 11''' gegenüber dem fest stehenden zweiten
Zahnrad 13''' bei einem Verdrehen der Ausgleichsräder 7''' erfolgt. Die
Wälzkegel
des ersten und zweiten Zahnrads 11''', 13''' sind
dabei entsprechend den Wälzkegeln 62, 61 der
Teilräder 8''', 9''' ausgebildet.
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Grundsätzlich können auch
bei der Ausführungsform
nach 6 alle zu den vorher beschriebenen Ausführungsformen
erwähnten
Konstellationen betreffend die Zähnezahl
der einzelnen Verzahnungen angewendet werden. Außerdem kann die Drehbewegung
des ersten Zahnrades auch auf die Lenksäule anstatt auf die quer dazu
verlaufende Zahnstange wirken. In diesem Fall ist die Umsetzung
der Drehbewegung des ersten Zahnrades in eine translatorische Bewegung
nicht erforderlich. Grundsätzlich können alle
beschriebenen Ausführungsformen
des Differentialgetriebes für
die beschriebenen unterschiedlichen Anwendungen verwendet werden.
Dabei sind auch alle zu dem jeweiligen Differentialgetriebe beschriebenen
Teilaspekte zwischen den unterschiedlichen Ausführungsformen austauschbar.
-
Während in
den dargestellten Ausführungsbeispielen
die Ausgleichsräder
jeweils als Stufenräder
dargestellt sind, bei denen die dritte und die vierte Verzahnung
jeweils in radialer bzw. axialer Richtung zueinander versetzt sind,
ist es grundsätzlich
auch denkbar, dass die dritte und die vierte Verzahnung kontinuierlich
ineinander übergehen.
-
Mit
dem erfindungsgemäßen Differentialgetriebe
ist zum einen ein sehr kompakter Aufbau möglich und zum anderen können unterschiedlichste Übersetzungsverhältnisse
sowie Überlagerungsbewegungen
sehr einfach erzeugt werden. Durch den symmetrischen Aufbau bezüglich der
Querachse 5 werden dabei ein sehr guter Massenausgleich
und dadurch ein ruhiger Lauf sowie eine automatische Kompensation
von Zahnnebenkräften
erreicht. Bei Verwendung von Kegelrädern kann das Getriebe durch
axiale Verstellung beliebig spielarm oder, beispielsweise mit Vorspannung,
absolut spielfrei gemacht werden.
-
- 1
- Differentialgetriebe
- 2,
2', 2'''
- Antriebswelle
- 3,
3', 3'''
- Ausgleichszapfen
- 4
- Längsachse
- 5
- Querachse
- 6
- Pfeil
- 7,
7', 7'''
- Ausgleichsräder
- 8,
8', 8'''
- Teilräder
- 9,
9', 9'''
- Teilräder
- 10,
10'
- Abtriebswelle
- 11,
11', 11'''
- erstes
Zahnrad
- 12,
12'''
- erste
Verzahnung
- 13,
13', 13'', 13'''
- zweites
Zahnrad
- 14,
14'''
- zweite
Verzahnung
- 15
- Mittelbohrung
- 16
- Verzahnung
- 17,
17'''
- dritte
Verzahnung
- 18,
18'''
- vierte
Verzahnung
- 19
- Pfeil
- 20
- Bremseinheit
- 21
- Gehäuse
- 22
- Elektromotor
- 23
- Stator
- 24
- Rotor
- 25
- Hohlraum
- 26
- Gewindespindel
- 27
- Gewinde
- 28
- Gewindebohrung
- 29
- Kolben
- 30
- Doppelpfeil
- 31
- Rotations-/Translations-Umsetzeinheit
- 32
- Lenkwinkelüberlagerungsgetriebe
- 33
- Differentialgetriebe
- 34
- Lenkhandhabe
- 35
- Hohlwelle
- 36
- Rotor
- 37
- Elektromotor
- 38
- Stator
- 39
- Gehäuse
- 40
- Lenkgetriebe
- 41
- Gehäuse
- 42
- Rotor
- 43
- Elektromotor
- 44
- Stator
- 45
- erste
Stabilisatorhälfte
- 46
- zweite
Stabilisatorhälfte
- 47
- Zahnstangen-Lenkgetriebe
- 48
- Gehäuse
- 48
- Gehäusedeckel
- 49
- Lenkritzel
- 50
- Zahnstange
- 51
- Differentialgetriebe
- 52
- Doppelrillenkugellager
- 53
- Mittelöffnung
- 54
- Kugelumlaufmutter
- 55
- Kugelumlaufspindel
- 56
- Kugeln
- 57
- Rillenkugellager
- 58
- Rotor
- 59
- Elektromotor
- 60
- Stator
- 61
- Wälzkegel
- 62
- Wälzkegel