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DE102008023198A1 - Hydraulikventilsteuergerät und Verfahren zum Überprüfen eines Hydraulikventilsteuergeräts - Google Patents

Hydraulikventilsteuergerät und Verfahren zum Überprüfen eines Hydraulikventilsteuergeräts Download PDF

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DE102008023198A1
DE102008023198A1 DE102008023198A DE102008023198A DE102008023198A1 DE 102008023198 A1 DE102008023198 A1 DE 102008023198A1 DE 102008023198 A DE102008023198 A DE 102008023198A DE 102008023198 A DE102008023198 A DE 102008023198A DE 102008023198 A1 DE102008023198 A1 DE 102008023198A1
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DE
Germany
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switch
hydraulic valve
valve control
control device
power supply
Prior art date
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Withdrawn
Application number
DE102008023198A
Other languages
English (en)
Inventor
Dieter Keller
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Robert Bosch GmbH
Original Assignee
Robert Bosch GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Robert Bosch GmbH filed Critical Robert Bosch GmbH
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Priority to ITMI2009A000691A priority patent/IT1393827B1/it
Priority to US12/436,238 priority patent/US20090278066A1/en
Priority to CNA2009101388615A priority patent/CN101576106A/zh
Publication of DE102008023198A1 publication Critical patent/DE102008023198A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F15FLUID-PRESSURE ACTUATORS; HYDRAULICS OR PNEUMATICS IN GENERAL
    • F15BSYSTEMS ACTING BY MEANS OF FLUIDS IN GENERAL; FLUID-PRESSURE ACTUATORS, e.g. SERVOMOTORS; DETAILS OF FLUID-PRESSURE SYSTEMS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • F15B20/00Safety arrangements for fluid actuator systems; Applications of safety devices in fluid actuator systems; Emergency measures for fluid actuator systems
    • F15B20/002Electrical failure
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F15FLUID-PRESSURE ACTUATORS; HYDRAULICS OR PNEUMATICS IN GENERAL
    • F15BSYSTEMS ACTING BY MEANS OF FLUIDS IN GENERAL; FLUID-PRESSURE ACTUATORS, e.g. SERVOMOTORS; DETAILS OF FLUID-PRESSURE SYSTEMS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • F15B19/00Testing; Calibrating; Fault detection or monitoring; Simulation or modelling of fluid-pressure systems or apparatus not otherwise provided for
    • GPHYSICS
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Abstract

Es wird ein Hydraulikventilsteuergerät für ein Hydraulikventil (24) mit einem Aktuator bereitgestellt. Das Hydraulikventilsteuergerät hat einen ersten Spannungsversorgungseingang (5), und eine Endstufe (20) zum Ausgeben eines Ansteuerstroms für den Aktuator des Hydraulikventils (24). Dabei weist die Endstufe (20) einen ersten Spannungsversorgungseingang (2) auf. Es ist weiterhin ein erster Schalter (11) zwischen dem ersten Spannungsversorgungseingang (2) der Endstufe (20) und dem ersten Spannungsversorgungseingang (5) des Hydraulikventilsteuergeräts (1) vorgesehen. Ein Freigabeeingang (ENA) dient zum Einschalten und zum Ausschalten der Endstufe (20), und eine Abschaltvorrichtung (310) ist zum Öffnen des ersten Schalters (11) für den Fall vorgesehen, in dem die Endstufe durch den Freigabeeingang ausgeschaltet wird. Eine Überprüfungsschaltung (17, 30) ist zum wiederholten Öffnen des ersten Schalters (11) bei eingeschalteter Endstufe (20) vorgesehen und eine Messschaltung (31, 32) dient zum Detektieren, ob die erste Überprüfungsschaltung (17, 30) den ersten Schalter (11) geöffnet hat.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Hydraulikventilsteuergerät und ein Verfahren zum Ansteuern eines Hydraulikventilsteuergeräts. Bei Hydraulikventilen, besonders bei Hydraulikventilen in Arbeitsmaschinen, sind Sicherheitsvorkehrungen zu treffen, damit die Hydraulikventile nicht Bewegungen auslösen, die eine Gefahr für die Umwelt darstellten. Aus diesem Grund wird besonders bei Hydraulikventilen, die Magnetspulen zum Bewegen eines Ventilschiebers aufweisen, darauf geachtet, dass eine unbeabsichtigte Bestromung der Magnetspulen zuverlässig ausgeschlossen werden kann.
  • Die Magnetspulen werden von Endstufen getrieben, die von einer Spannungsversorgung gespeist werden. Zusätzlich zur Abschaltfunktion der Endstufen, die beim Ausschalten ihre Ausgänge hochohmig schalten, soll als Sicherheitsmaßnahme mittels eines Schalters die Endstufe von der Versorgungsspannung getrennt werden können.
  • In dem Datenblatt RD 95200 der Firma Bosch Rexroth von November 2007 ist ein Steuergerät für ein Hydraulikventil mit einer zentralen Sicherheitsabschaltung gezeigt. Allerdings stellt sich das Problem, dass auch die für die Sicherheitsabschaltung verwendeten Bauelemente Alterungsprozessen unterworfen sind und ein Ausfall der zentralen Sicherheitsabschaltung zu unerwünschten Reaktionen des von dem Hydraulikventil angesteuerten Systems führen kann.
  • Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, Hydraulikventilsteuerungen bereitzustellen, in denen eine höhere Sicherheit für die Abschaltung der Endstufen des Steuergeräts gewährleistet werden kann. Es ist auch Aufgabe der Erfindung; ein Verfahren zum Überprüfen einer solchen Hydraulikventilsteuerung bereitzustellen.
  • Diese Aufgaben werden durch die Gegenstände der unabhängigen Ansprüche gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.
  • Es wird ein Hydraulikventilsteuergerät für Hydraulikventil, das einen Aktuator enthält, bereitgestellt. Das Hydraulikventilsteuergerät weist einen ersten Spannungsversorgungseingang und eine Endstufe zum Ausgeben eines Ansteuerstromes für den Aktuator des Hydraulikventils auf. Die Endstufe weist einen ersten Spannungsversorgungseingang auf. Ein erster Schalter ist zwischen dem ersten Spannungsversorgungseingang der Endstufe und dem ersten Spannungsversorgungseingang des Hydraulikventilsteuergeräts vorgesehen.
  • Weiterhin weist das Hydrauliksteuergerät einen Freigabeeingang zum Einschalten und zum Ausschalten der Endstufe auf. Zudem ist eine Abschaltvorrichtung zum Öffnen des ersten Schalters, falls die Endstufe durch den Freigabeeingang ausgeschaltet wird, vorgesehen. Eine Überprüfungsschaltung ist zum Prüfen der Funktion des ersten Schalters bei eingeschalteter Endstufe vorgesehen. Im Betrieb ist der erste Schalter oft für lange Zeiten ununterbrochen eingeschaltet. Dadurch wird nicht oder sehr spät bemerkt, ob seine Funktion durch Alterung oder externe Störungen beeinträchtigt ist. Die Überprüfungsschaltung ermöglicht, den Fehler rechtzeitig zu erkennen, damit ein Benutzer oder ein übergeordnetes System darauf reagieren kann.
  • In einer Ausführungsform ist die Überprüfungsschaltung zum kurzzeitigen Öffnen des ersten Schalters bei eingeschalteter Endstufe vorgesehen. Kurzzeitig bedeutet, dass die Überprüfungsschaltung nicht immer bei freigegebener Endstufe den ersten Schalter öffnet, sondern nur für einen begrenzten Zeitraum. Zudem enthält das Hydraulikventilsteuergerät eine Messschaltung zum Detektieren, ob die erste Überprüfungsschaltung den ersten Schalter geöffnet hat.
  • Bei der Simulation der Schaltung hat bei einer gegebenen Ausführungsform gezeigt, dass bei die Zeit t, für die die Überprüfungsschaltung den ersten Schalter öffnet, mit t < 1 Millisekunde geeignet eingestellt ist. Beispielsweise wird t = 0,3 ms gewählt, wobei zu beachten ist, dass aufgrund der Trägheit des Schaltvorgangs der Ansteuerimpuls für den Schalter länger als t ist. Der Ansteuerpuls war bei der simulierten Ausführungsform 0,6 ms lang.
  • Mit dem bereitgestellten Hydrauliksteuergerät kann während der Freigabe der Endstufe regelmäßig geprüft werden, ob der erste Schalter auch öffnet, wenn er entsprechend angesteuert wird. So wird die Sicherheit dafür erhöht, dass das Öffnen auch dann noch funktioniert, wenn die Endstufe nicht mehr freigegeben ist und von der Spannungsversorgung getrennt werden muss. Dadurch wird gewährleistet, dass bei abgeschalteter Endstufe durch den Aktuator des Hydraulikventils kein Strom mehr fließen kann und der Akutator keine unerwünschten Bewegungen des Ventilschiebers mehr auslöst.
  • Falls der erste Schalter oder seine Ansteuerung beispielsweise durch Alterungsprozesse defekt wird, wird dies mittels der Messschaltung detektiert, bevor dieser Defekt einen Fehler in der Ansteuerung des Hydraulikventils verursacht hat. Das Steuergerät kann somit rechtzeitig repariert werden oder ein möglicher Ansteuerungsfehler kann auf andere Weise verhindert werden.
  • Vorzugsweise wird das Hydraulikventilsteuergerät zusammen mit dem Hydraulikventil, das das Hydraulikventilsteuergerät ansteuert, in einem Gehäuse integriert ist. Dadurch wird nicht nur der Platzbedarf für das Gesamtsystem verringert, auch verringert sich für einen Benutzer die Komplexität, da bereits die Verbindung zwischen Steuergerät und Ventil vorgegeben ist und die Gefahr von Verpolungen sinkt.
  • In einer Ausführungsform ist eine Entkopplungsvorrichtung zum Entkoppeln des ersten Schalters vom dem ersten Spannungsversorgungseingang der Endstufe bei geöffnetem ersten Schalter vorgesehen. Damit kann die Messschaltung unabhängig von der Last überprüfen, ob der erste Schalter tatsächlich geöffnet ist.
  • Falls beispielsweise eine hohe induktive oder kapazitive Last am Spannungsversorgungseingang der Endstufe auf den ersten Schalter wirkt, wird es für die Messschaltung schwieriger zu unterscheiden, ob beispielsweise Potentialveränderungen an den Anschlüssen des ersten Schalters auf das Öffnen des ersten Schalters oder auf Laständerungen zurückzuführen sind. Durch das Entkoppeln wird sichergestellt, dass nur das Öffnen des ersten Schalters einen Effekt auf den Messwert hat. Damit kann auch die Geschwindigkeit für den Messvorgang erhöht werden, sodass auch die Dauer des kurzzeitigen Öffnens des ersten Schalters verringert werden kann.
  • Falls die Entkopplungsvorrichtung eine Diode enthält, braucht diese nicht aktiv beschaltet zu werden, was den Schaltungsaufwand verringert und die Robustheit der Schaltung erhöht.
  • Vorzugsweise weist die Messschaltung einen Ausgabeausgang zur Ausgabe eines Fehlers auf, mit dem ein Ausgang des Hydraulikventilsteuergeräts verbunden ist. Damit wird dem System, das dem Steuergerät übergeordnet ist, ein Fehler angezeigt, damit das System entsprechend reagieren kann.
  • In einer Ausführungsform ist ein weiterer Schalter, ein sogenannter Redundanzschalter in dem Pfad zwischen dem Spannungsversorgungseingang der Endstufe und dem Spannungsversorgungseingang des Hydraulikventilsteuergeräts in Reihe mit dem ersten Schalter vorgesehen. Zudem dient eine Sicherheitsabschaltung dazu, im Fall, dass die Überprüfungsschaltung den ersten Schalter nicht geöffnet hat, dazu, den Redundanzschalter zu öffnen. Somit wird sichergestellt, dass ein Fehler innerhalb des Steuergeräts behoben wird und das Steuergerät in einen sicheren Zustand geführt wird. Der Redundanzschalter kann beim Defekt des ersten Schalters oder seiner Ansteuerung die Trennung der Endstufe von der Spannungsversorgung übernehmen.
  • Als zusätzliche Schaltung kann eine zweite Überprüfungsschaltung zum regelmäßigen Öffnen des Redundanzschalters bei eingeschalteter Endstufe vorgesehen werden. Eine zweite Messschaltung ist zum Überprüfen, ob die zweite Überprüfungsschaltung den Redundanzschalter geöffnet hat, eingerichtet. Somit wird auch der Redundanzschalter bei eingeschalter Endstufe überprüft, so dass auch Defekte im Redundanzschalter rechtzeitig erkannt werden.
  • Vorzugsweise ist eine weitere Abschaltvorrichtung vorgesehen, die im Fall, dass die zweite Überprüfungsschaltung den Redundanzschalter nicht abgeschaltet hat, den ersten Schalter öffnet. Damit wird bei defektem Redundanzschalter der erste Schalter geöffnet und somit die Spannungsversorgung für die Endstufe unterbrochen.
  • In einer bevorzugten Ausführungsform ist ein Kondensator zum Stabilisieren der Spannung am Spannungsversorgungseingang der Endstufe vorgesehen. Mit dem Kondensator wird die Versorgung der Endstufe mit Strom in den kurzen Zeiten, in denen der erste Schalter oder der Redundanzschalter überprüft wird, sichergestellt.
  • In einer Ausführungsform weist die Messschaltung einen Widerstand zwischen einem ersten Anschluss des ersten Schalters und einem Knoten mit einem festen Potential auf. Der Widerstand sorgt dafür, dass die Spannung am ersten Anschluss sinkt, wenn der erste Schalter geöffnet wird. Diese Spannungsänderung kann anschließend gemessen werden. Der Widerstand wird in einer Ausführungsform als ohmscher Widerstand realisiert. In einer anderen Ausführungsform als Laststrecke eines Transistors realisiert, wodurch die Geschwindigkeit des Entladens verringert werden kann.
  • Vorzugsweise enthält der erste Schalter einen Leistungstransistor. Leistungstransistoren können im Vergleich zu Relais platzsparend in dem Gehäuse des Steuergeräts untergebracht werden.
  • Es wird auch ein Verfahren zum Überprüfen der Abschaltfunktion eines Hydraulikventilsteuergeräts bereitgestellt, bei dem ein erfindungsgemäßes Hydraulikventilsteuergerät bereitgestellt wird. Die Aktuatoren des Ventils werden von der End stufe mit Strom versorgt und der erste Schalter wird in regelmäßigen Abständen so angesteuert, dass er kurzzeitig öffnet. Dabei wird die Spannung an dem Ausgang des ersten Schalters gemessen. Mittels dieser Spannungsmessung wird detektiert, ob das Ausschalten des ersten Schalters fehlerfrei funktioniert.
  • Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im Folgenden anhand der Figuren näher erläutert.
  • 1 zeigt den Aufbau eines erfindungsgemäßen Hydraulikventil-Steuergeräts mit angeschlossenem Hydraulikzylinder.
  • 2 zeigt die Details des Steuergeräts aus 1.
  • 3 zeigt weitere Details des Steuergeräts aus 2.
  • 4 zeigt ein Prinzipschaubild für die Überwachungsfunktionen eines weiteren Ausführungsbeispiels eines Hydraulikventilsteuergeräts.
  • 5 zeigt Schaltungen zur Realisierung der Überwachungsfunktion gemäß 4.
  • 6 zeigt Details der Schaltungen aus 5.
  • 1 zeigt schematisch den Aufbau eines erfindungsgemäßen Hydraulikventilsteuergeräts 1 mit integriertem Hydraulikventil 24. Integriert bedeutet, dass das Hydraulikventil 24 und die Ventilelektronik für die Ansteuerung des Hydraulikventils 24 zusammen in einem Gehäuse untergebracht sind.
  • Das Hydraulikventil 24 dient dazu, einen Hydraulikzylinder 25, der sich außerhalb des Gehäuses befindet, anzutreiben. Das Hydraulikventil ist als Proportionalventil ausgebildet, in dem mit Hilfe von Spulen ein Magnetfeld erzeugt wird. Das Magnetfeld bewegt in dem Ventil einen Schieber in Abhängigkeit des Stromes durch die Spulen. Es sind auch andere Ausführungen möglich, in denen andere von e lektrischem Strom angetriebene Aktuatoren an Stelle der Spulen verwendet werden.
  • Das Hydraulikventilsteuergerät 1 enthält eine erste Endstufe 20, eine zweite Endstufe 21, sowie die Endstufenansteuerung 22. Die Endstufen 20 und 21 weisen jeweils einen Eingang I, zwei Ausgänge O1 und O2, einen Rückkopplungsausgang O, einen ersten Spannungsversorgungseingang 2 und einen zweiten Spannungsversorgungseingang 3 auf.
  • Die Hydraulikventilsteuergerät 1 weist weiterhin die beiden Freigabeeingänge ENA und ENB auf. An diesen Eingängen wird von einem dem Hydraulikventilsteuergerät 1 übergeordnetem System ein Pegel angelegt, der bestimmt, ob die Endstufen 20 und 21 Strom durch die Magnete des Hydraulikventils fließen lassen oder ihre Ausgänge O1 und O2 hochohmig schalten. Wird an den Freigabeeingängen ENA oder ENB der Hydraulik-Ventilsteuerung ein High-Pegel angelegt, so gibt die Endstufenansteuerung 22 jeweils pulsweiten-modulierte Signale an die Endstufen 20 und 21 aus, damit Strom durch die Magnetspulen des Hydraulikventils 24 fließt.
  • Werden an den Freigabeeingängen ENA und ENB Low-Pegel angelegt, so werden die Ausgänge O1 und O2 der Endstufen 20 und 21 hochohmig geschaltet und zusätzlich die Endstufen 20 und 21 von ihrer Spannungsversorgung getrennt.
  • Die Endstufen 20 und 21 empfangen an ihren Eingängen I jeweils ein Signal, das bestimmt, wie viel Strom durch die Magnetspulen des Hydraulikventils 24 geleitet wird. Dieser Strom fließt vom ersten Spannungsversorgungseingang 2 durch einen Treiber in der Endstufe 20 über den Ausgang O1, eine Magnetspule des Hydraulikventils 24 zu dem Ausgang O2 durch einen weiteren Treiber in der Endstufe und von dort zu dem zweiten Spannungsversorgungseingang 3, der mit der Masse 36 verbunden ist.
  • Der Eingang I der Endstufe 20 bzw. der Endstufe 21 wird von der Endstufenansteuerung 22, die beispielsweise in einem Mikrocontroller enthalten ist, angesteuert. In einer gängigen Ausführungsform enthalten die Endstufen 20 und 21 jeweils Vollbrücken und ihre Eingänge I werden von pulsweiten-modulierten Signalen angesteuert. An dem Rückkopplungsausgang O der Endstufen 20 bzw. 21 wird jeweils ein Wert für den Strom, der durch die Endstufe fließt, ausgegeben. Zu diesem Zweck wird in einer Ausführungsform ein Messwiderstand in der jeweiligen Endstufe 20 bzw. 21 vorgesehen. Die Spannung, die über diesem Messwiderstand anliegt, wird am Rückkopplungsausgang O an die Endstufensteuerung 22 ausgegeben. Die Endstufensteuerung 22 regelt die Position des Hydraulikventils 24, indem es über einen Rückkopplungspfad von dem Hydraulikventil 24 zu der Endstufenansteuerung 22 die Position des Ventilschiebers erhält.
  • Die Ansteuerung der Endstufe 20 und die Lageregelung des Proportionalventils erfolgen somit mit Hilfe eines Mikrocontrollers in der Endstufenansteuerung 22. Dieser Mikrocontroller übernimmt in dieser Ausführungsform auch die eigentliche Stromregelung der Endstufen.
  • In der Endstufenansteuerung 22 werden auch Fehler der Regelung detektiert und im Fehlerfall wird von der Endstufenansteuerung 22 eine Null an ihrem Ausgang FA ausgegeben. Zum Überprüfen der Abschaltfunktion der Endstufen 20 und 21 kann der Mikrocontroller bei Bedarf die Endstufen 20 und 21 stromlos schalten und durch Soll-Ist-Wert-Vergleich nachprüfen, ob sich das Proportionalventil 24 in der erwarteten sicheren Stellung befindet. Üblicherweise wird bei Anwendungen, bei denen ein sicherer Halt des Antriebs gefordert ist, ein Ventil mit positiv überdeckendem Kolben verwendet. Nach Rückschalten der Versorgungsspannung der Endstufen sorgt die Ventilmechanik für ein Verharren des Kolbens in dieser Null-Stellung, was wie oben beschrieben überprüft wird.
  • Bei dem erfindungsgemäßen Hydraulikventilsteuergerät 1 ist eine zusätzliche interne Schaltung vorgesehen, die zusätzlich die Versorgungsspannung von der betreffenden Endstufe trennt und anschließend prüft, ob die dabei entstehende Spannung auch tatsächlich auf einem unkritischen Pegel liegt.
  • Dazu ist für die erste Endstufe 20 ein erster Schalter 11, eine erste Diode 13, ein erster Kondensator 15, sowie ein dritter Schalter 17 vorgesehen. Der erste Schal ter 11 ist zwischen dem Spannungsversorgungseingang 5 und der Anode der ersten Diode 13 vorgesehen. An den Spannungsversorgungseingang 5 des Hydraulikventilsteuergeräts wird eine Gleichspannung von 24 V angelegt, die auch das Netzteil des Geräts versorgt. Der Knoten, mit dem die Anode der ersten Diode 13 verbunden ist, wird als Knoten 300 bezeichnet. Die Verbindungsleitung, die zu dem Ansteuereingang des ersten Schalters 11 geführt ist, ist mit dem Bezugszeichen 310 gekennzeichnet.
  • Die Kathode der ersten Diode 13 ist mit dem ersten Spannungsversorgungseingang 2 der ersten Endstufe 20 verbunden. In geschlossenem Zustand koppelt somit der erste Schalter 11 den ersten Spannungsversorgungseingang 2 der ersten Endstufe 20 mit dem Spannungsversorgungseingang 5 des Hydraulikventilsteuergeräts 1, sodass der Strom von dem Spannungsversorgungseingang 5 zu der ersten Endstufe 20 fließen kann. Zwischen der Kathode der ersten Diode 13 ist die erste Platte eines ersten Kondensators 15 angeschlossen, dessen zweite Platte mit der Masse 36 verbunden ist.
  • Der dritte Schalter 17 ist die meiste Zeit geschlossen, sodass bei Freigabe der ersten Endstufe 20 durch Anlegen eines High-Pegels am Freigabeeingang ENA auch der erste Schalter 11 zunächst geschlossen wird. Wird nun am Freigabeeingang ENA von außen ein Low-Pegel angelegt wird, wird mittels der Endstufenansteuerung 22 die erste Endstufe 20 so angesteuert, dass kein Strom mehr in die Magnetspule des Hydraulikventils 24 fließt. Gleichzeitig wird der erste Schalter 11 so angesteuert, dass er öffnet und somit den ersten Spannungsversorgungseingang 2 der Endstufe 20 von dem Spannungsversorgungseingang 5 des Hydraulikventilsteuergeräts 1 trennt.
  • Die Anode der Diode 13 ist auch mit dem Eingang 1 des Überwachungsblocks 19 verbunden. Liegt der Freigabeeingang ENA auf Low-Pegel, so überprüft der Überwachungsblock 19, ob der Schalter 11 geöffnet ist. Innerhalb des Überwachungsblocks 19 gibt es einen Widerstand R1 zwischen dem Eingang 1 und der Masse 36. Der Widerstand R1 sorgt bei geöffnetem Schalter 11 dafür, dass das Potenzial, das an der Anode der ersten Diode 13 anliegt, auf Masse oder nahe Masse liegt. Der Überwachungsblock 19 überprüft nun, ob der Widerstand R1 das Potenzial am Eingang 1 tatsächlich gesenkt hat. Falls dies nicht der Fall ist, wird daraus gefolgert, dass der Schalter 11 nicht geöffnet ist und ein Fehler vorliegt. Dieser Fehler wird am Ausgang 9 der Überwachungsschaltung 19 durch Ausgabe eines Low-Pegels angezeigt.
  • Der Überwachungsblock 19 kann als analoge Schaltung, als digitale Schaltung oder als Mikrocontroller realisiert sein. Bei erfolgtem Öffnen des Schalters 11 gibt der Überwachungsblock 19 eine Freigabequittung an seinen Ausgang 7, der an einem Ausgang des Hydraulikventilsteuergeräts 1 als Quittungssignal AENA ausgegeben wird, aus. Die Ausgangssignale AENA und AENB melden in diesem Ausführungsbeispiel an die übergeordnete Steuerung, ob eine Freigabe vorliegt und zudem wird die betreffende Endstufe spannungslos geschaltet ist. Zudem wird die erfolgte Abschaltung über den Ausgang 10 des Überprüfungsblocks 19 auch an die Endstufenansteuerung 22 gemeldet.
  • Analog zu der Schaltung der Versorgungsspannung für die erste Endstufe 20 ist auch für die zweite Endstufe 21 eine Schaltung zum Koppeln des ersten Spannungsversorgungseingangs 2 mit dem Spannungsversorgungseingang 5 des Hydraulikventilsteuergeräts 1 vorgesehen. Ein zweiter Schalter 12 ist zwischen Spannungsversorgungseingang 5 und Anode einer zweiten Diode 14 geschaltet. Die Kathode der zweiten Diode 14 ist mit dem ersten Spannungsversorgungseingang 2 der zweiten Endstufe 21 verbunden.
  • Zudem ist ein zweiter Kondensator 16 vorgesehen, dessen erste Platte mit der Kathode der zweiten Diode 14 und dessen zweite Platte mit der Masse 36 verbunden ist. Ein vierter Schalter 18 ist zwischen dem Freigabeeingang ENB und dem Steuereingang des zweiten Schalters 12 vorgesehen. Die Unterbrechung der Spannungsversorgung für die zweite Endstufe 21 erfolgt wie die Unterbrechung der Spannungsversorgung für die erste Endstufe 20 und braucht deshalb hier nicht wiederholt zu werden.
  • Der erste Schalter 11 und der zweite Schalter 12 sind vorzugsweise als Leistungstransistoren bspw. als Leistungs-MOSFETs ausgebildet.
  • Am Ausgang FA1 des Hydraulikventilsteuergeräts 1 wird ein Fehler ausgegeben, falls ein Fehler von dem Überwachungsblock 19 oder von der Ansteuerschaltung 22 angezeigt wird. Die Fehlerausgabe wird durch einen Low-Pegels am Fehlerausgang FA1 angezeigt.
  • 2 zeigt Details des Überwachungsblocks 19 des Hydraulikventilsteuergeräts 1 aus 1. Elemente mit gleichen Funktionen wie in vorhergehenden Figuren werden mit den gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet und nicht erneut erläutert. Der Überwachungsblock 19 weist einen Oszillator 30, eine statische Auswertung 31, eine dynamische Auswertung 32, ein erstes UND-Gatter 33, einen Tiefpass 34, sowie ein zweites UND-Gatter 35 auf.
  • Der Oszillator 30 erzeugt am Ausgang 5 des Überwachungsblocks 19 ein periodisches Signal, das die überwiegende Zeit auf dem High-Pegel und jeweils für kurze Zeit, beispielsweise für eine Millisekunde, auf dem Low-Pegel ist. Während des High-Pegels ist der dritte Schalter 17 geschlossen, wogegen während des Low-Pegels der dritte Schalter 17 geöffnet wird. Ist der Schalter 17 geschlossen, wird das Freigabesignal ENA auf den Schalteingang des ersten Schalters 11 geschaltet. Ist dabei das Freigabesignal ENA auf Null, wird der Schalter 11 geöffnet, sodass die Spannungsversorgung für die erste Endstufe 20 unterbrochen ist.
  • Die statische Auswertung 31 empfängt als Eingangssignale das Signal am Eingang 1 des Überwachungsblocks 19 sowie das Signal ENA. Die dynamische Auswertung 32 empfängt lediglich das Signal am Eingang 1 des Überwachungsblocks 19. Das erste UND-Gatter 33 empfängt an seinen zwei Eingängen die Ausgangssignale der statischen Überwachung 31 und der dynamischen Überwachung 32. Der Ausgang des ersten UND-Gatters 33 wird an den Eingang des Tiefpasses 34 geführt, der seinerseits den Ausgang 9 der Überwachungsschaltung 19 treibt. Das zweite UND-Gatter 35 empfängt an seinen beiden Eingängen das Freigabesignal ENA und das Signal am Eingang 1 des Überwachungsblocks 19. Das zwei te UND-Gatter 35 gibt am Ausgang 7 des Überwachungsblocks 19 das Signal für die Freigabequittung AENA aus.
  • Wenn das Freigabesignal ENA und das Signal am Eingang 1 der Überwachungsschaltung 19 beide auf logisch Eins, dass heißt auf High-Pegel, sind, hat das Hydraulikventilsteuergerät 1 das Freigabesignal ENA erhalten und der Schalter 11 ist geschlossen. In diesem Fall wird das Freigabequittungssignal AENA an die übergeordnete Ansteuerung des Hydraulikventilsteuergeräts 1 ausgegeben.
  • 3 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer Implementierung der statischen Auswertung 31 und der dynamischen Auswertung 32. Die statische Auswertung 31 weist ein NAND-Gatter D2 mit einem invertierenden und einem nichtinvertierenden Eingang auf. Die statische Auswertung 31 überprüft den Zustand des ersten Schalters 11 im Falle, dass keine Freigabe vorliegt. Ist das Freigabesignal ENA auf Low-Pegel, sollte der Schalter 11 geöffnet sein. Dabei wird die Spannung am Knoten 300 gesenkt, weil Strom durch den Widerstand R1 der dynamischen Auswertung 32 zur Masse fließt. Zwar ist noch Ladung in dem Kondensator 15 gespeichert, sodass die Spannung an der Kathode der ersten Diode 13 nur um wenige Volt, z. B. 2 V, einbricht. Doch verhindert der pn-Übergang der ersten Diode 13, dass Ladung von der ersten Platte des ersten Kondensators 15 zur Anode der ersten Diode 13 fließt.
  • Falls der erste Schalter 11 fehlerfrei geöffnet ist, liegt das Potential am Knoten 300 nahe dem Massepotential. Im Fehlerfall wird dagegen immer noch ein High-Pegel getrieben, weil der erste Schalter 11 nicht richtig geöffnet ist. In diesem Fall wird am Ausgang des NAND-Gatters D2 ein Low-Pegel ausgegeben und somit ein Fehler angezeigt.
  • Die dynamische Auswertung 32 weist einen ersten Widerstand R1, einen zweiten Widerstand R2, einen dritten Widerstand R3, einen Kondensator C1, eine Diode V1, sowie einen Schwellwertdetektor D1 auf. Der erste Widerstand R1 ist zwischen dem Knoten 300 und der Masse 36 vorgesehen. Die Kathode der Diode V1 ist ebenfalls mit dem Knoten 300 verbunden, während ihre Anode mit einem ers ten Anschluss des dritten Widerstands R3 verbunden ist. Der zweite Anschluss des dritten Widerstands R3 ist mit einem Knoten 320 verbunden, der mit dem Eingang des Schwellwertdetektors D1 verbunden ist. Der zweite Widerstand R2 ist zwischen einer Spannungsversorgung VDD und dem Knoten 320 vorgesehen. Der Kondensator C1 ist an den Knoten 320 mit seiner ersten Platte und mit seiner zweiten Platte an die Masse 36 angeschlossen.
  • Die dynamische Auswertung 32 funktioniert im Zusammenspiel mit dem Oszillator 30. Der Oszillator 30 gibt an seinem Ausgang zyklisch, zum Beispiel einmal pro Sekunde, jeweils für einen kurzen Zeitraum einen Low-Impuls von beispielsweise einer Millisekunde aus. Im Falle, dass eine Freigabe durch das Signal ENA erfolgt ist, wird somit für diesen kurzen Impuls auch der erste Schalter 11 geöffnet.
  • Beim Öffnen des ersten Schalters 11 sinkt das Potenzial am Knoten 300 wegen des Stroms durch den Widerstand R1 in Richtung Masse. Dadurch wird auch das Potenzial am Knoten 320 gesenkt, weil ebenfalls Strom durch den Widerstand R3, die Diode V1 und den Widerstand R1 Richtung Masse fließt. Der Kondensator C1 wird dabei entladen. Dazu wird das Verhältnis von drittem Widerstand R3 zu der Summe der Widerstände R1 und R2 geeignet groß gewählt, damit das Potential des Knotens 320 nach dem Entladen des Kondensators möglichst nahe am Massepotential ist.
  • Nachdem der erste Schalter 11 wieder geschlossen wird, fließt aufgrund der Polarität der Diode V1 kein Strom mehr zwischen den Knoten 300 und 320. Vielmehr wird der Kondensator C1 über den Widerstand R2 in Richtung des Potenzials VDD, was bspw. auf 5 V liegt, gezogen.
  • Sobald das Potenzial am Knoten 320 etwa 2 V erreicht hat, gibt der Oszillator 30 seinen nächsten Low-Puls aus, sodass der Kondensator C1 wieder entladen wird. Solange die Pulse vom Oszillator 30 regelmäßig ausgelöst werden, steigt das Potenzial am Knoten 320 nicht über einen bestimmten Schwellwert.
  • Falls kein Puls mehr vom Oszillator 30 ausgeben wird oder der erste Schalter 11 während der Pulse nicht mehr öffnet, so wird der Kondensator C1 nicht mehr entladen. Falls dann der Schwellwert von bspw. 3 V am Knoten 320 überschritten wird, gibt der Schwellwertdetektor D1 einen Low-Pegel an seinem Ausgang aus und zeigt somit einen Fehler an.
  • Die erste Diode 13 dient dazu, die Endstufe 20 von dem ersten Schalter zu entkoppeln, wenn der erste Schalter 11 geöffnet ist. Damit wird der Knoten 300 schnell und unabhängig von der Last an dem Knoten, der mit dem ersten Spannungsversorgungseingang 2 der Endstufe 20 verbunden ist, entladen. Somit kann der erste Widerstand R1 unabhängig von dieser Last dimensioniert werden. Auch wird die für die Entladung benötigte Zeit verkürzt, sodass auch die Pulsdauer des Low-Pulses des Oszillators 30 verkürzt werden kann. Anstelle der ersten Diode 13 kann beispielsweise auch ein Transistor vorgesehen werden, der beim Öffnen des ersten Schalters 11 ebenfalls geöffnet wird, um die Endstufe von dem Knoten 300 zu entkoppeln.
  • Die vom Oszillator 30 ausgegebenen Low-Pulse sollen so kurz sein, dass die Funktion der Endstufe 20 nicht beeinträchtigt wird. Aufgrund der in dem ersten Kondensator 15 gespeicherten Ladung sinkt das Potential an der Kathode der ersten Diode. Der erste Kondensator 15 hat in einer Ausführungsform eine so große Kapazität, dass die Spannung nur um wenige Volt absinkt, auch wenn durch die Endstufe 20 ein Strom von 3 A fließt. Vorzugsweise wird als erste Kondensator 15 deshalb ein Elektrolytkondensator verwendet.
  • In einer anderen Ausführungsform wird ein erster Kondensator 15 mit einer kleinen Kapazität vorgesehen. Dauern die Impulse beispielsweise nur eine Millisekunde, so wird auch bei großem Spannungseinbruch aufgrund der Trägheit des Ventils der Positionsfehler so klein sein, dass er in der Anwendung kaum bemerkbar und zudem ohne Schwierigkeiten wieder ausregelbar ist.
  • Das erste UND-Gatter 33 gibt an seinem Ausgang einen Low-Pegel aus, falls eine oder beide der Auswertungen 31 und 32 einen Low-Pegel ausgibt bzw. ausgeben.
  • Der Fehlerausgang FA1 ist hier als Low-aktiver Summenfehlerausgang geschaltet. Fehler werden an dem Ausgang FA1 durch Ausgabe eines Low-Pegels an die dem Hydraulikventilsteuergeräts 1 übergeordnete Schaltung ausgegeben. Durch den Tiefpass 34 werden hochfrequente Störimpulse herausgefiltert.
  • In 3 sind die beiden Auswertungen 31 und 32 schematisch mit Bauteilen dargestellt. Nicht dargestellt sind gegebenenfalls benötigte Pegelanpassungen. Anstelle des Widerstands R1 kann auch ein aktives Bauelement, bspw. ein Transistor oder ähnliches eingesetzt werden, der für einen noch schnelleren Abbau der Spannung am Knoten 300 bei Öffnen des ersten Schalters 11 sorgt.
  • 4 zeigt ein Prinzipschaubild für die Überwachungsfunktionen eines weiteren Ausführungsbeispiels eines Hydraulikventilsteuergeräts 1. Die Endstufe 20 und das Hydraulikventil 24 sind in 4 nur als Blöcke gezeigt.
  • An den Spannungsversorgungseingang 5 des Hydraulikventilsteuergeräts 1 wird wiederum eine Gleichspannung von 24 V angelegt. Zwischen den Spannungsversorgungseingang 5 des Hydraulikventilsteuergeräts 1, sowie dem ersten Spannungsversorgungseingang 2 der ersten Endstufe 20 sind zwei Schalter in Reihe vorgesehen. Zusätzlich zu dem ersten Schalter 11 ist der Redundanzschalter 40 so in Reihe geschaltet, dass beim Öffnen mindestens einer der beiden Schalter 11 und 40 die Kopplung zwischen dem Spannungsversorgungseingang 5 des Hydraulikventilsteuergeräts und dem ersten Spannungsversorgungseingang 2 der Endstufe 20 unterbrochen wird. Um sicher zu stellen, dass das Trennen von der Versorgungsspannung auch funktioniert, wenn der erste Schalter 11 ausfällt, ist der Redundanzschalter 40 vorgesehen. Der Redundanzschalter 40 und die dazugehörige Logik dienen dazu, die Sicherheitsanforderungen entsprechend der Kategorie 3 der Norm EN954-1 bzw. EN13849-1 zu erfüllen.
  • Zur Ansteuerung des ersten Schalters 11 und des Redundanzschalters 40 enthält das Hydraulikventilsteuergerät 1 eine erste Abschaltlogik 41, eine zweite Abschaltlogik 42, den dritten Schalter 17, einen fünften Schalter 172, einen sechsten Schalter 47 und einen siebten Schalter 472. Das Freigabesignal ENA ist über die Reihenschaltung des fünften Schalters 172 und des dritten Schalters 17 mit dem Schalteingang des ersten Schalters 11 gekoppelt. Zudem ist der Freigabeeingang ENA über die Reihenschaltung aus siebtem Schalter 472 und sechstem Schalter 47 mit dem Steuereingang des Redundanzschalters 40 gekoppelt.
  • Die Steuereingänge des dritten Schalters 17, des fünften Schalters 172, des sechsten Schalters 47 und des siebten Schalters 472 werden von den Abschaltlogiken 41 und 42 angesteuert. Die Ansteuerlogiken 41 und 42 sind baugleich zu dem Überwachungsblock 19, wobei zusätzlich ein Eingang 9' vorgesehen ist, der zum Abschalten eines weiteren Schalters dient. Der Ausgang 9 dient zum Abschalten des dritten Schalters 17 bei fehlender Freigabe und zum Überprüfen des ersten Schalters 17 mittels des vom Oszillator 30 ausgegebenen Signals.
  • Falls ein Fehler in der Funktionalität des ersten Schalters 11 festgestellt wird, wird über den Ausgang 9 der Abschaltlogik 41 und den dritten Schalter 17 der erste Schalter 11 geöffnet. Zusätzlich wird der Ausgang 9' so betrieben, dass auch der siebte Schalter 472 geöffnet wird. Dadurch wird auch der Redundanzschalter 40 geöffnet, sodass durch den zusätzlichen Redundanzschalter 40 sichergestellt wird, dass kein Strom mehr in die Endstufe 20 fließt. Falls bei der Überprüfung festgestellt wird, dass der erste Schalter 11 nicht richtig geschaltet hat, ist das Risiko groß, dass auch das Abschalten mit Hilfe des dritten Schalters 17 erfolglos bleibt und die Spannungsversorgung nicht unterbrochen wird. Deshalb ist der Redundanzschalter 40 vorgesehen, der für ein sicheres Abschalten sorgt.
  • In analoger Weise arbeitet die Abschaltlogik 42, die über ihren Eingang 1 den Redundanzschalter 40 überwacht und am Ausgang 9 das vom Oszillator 30 bereitgestellte gepulste Signal ausgibt und im Falle eines Fehlers nicht nur den sechsten Schalter 47, sondern auch den fünften Schalter 172 ausschaltet. Die beiden Abschaltlogiken 41 und 42 gewährleisten durch die kreuzweise Abschaltung eine höhere Sicherheit für das Trennen der Endstufe von der Versorgungsschaltung.
  • 5 zeigt weitere Details der in 4 dargestellten Abschaltung. Wie in 1 sind auch die erste Diode 13 und der erste Kondensator 15 vorgesehen. Zudem ist noch eine weitere Diode 144 zwischen ersten Schalter 11 und Redundanzschalter 40 in Reihe zu diesen beiden Schaltern 11 und 40 geschaltet.
  • Die Endstufe 20 enthält eine Vollbrücke, die ihre Steuersignale von dem Stromregler 44 empfängt, der die Vollbrücke anhand eines Messwerts für den durch die Magnetspule fließenden Strom regelt. Der Stromregler kann analog, als eigene digitale Schaltung oder in einem Mikrocontroller realisiert sein.
  • Die Abschalteinrichtungen 41 und 42 weisen jeweils eine Fehlererkennung 411 bzw. 421 sowie ein UND-Gatter 412 bzw. 422 auf. Die Fehlererkennung 411 gibt, falls ein Fehler entdeckt wurde, einen Low-Pegel an das UND-Gatter 412 aus. Das UND-Gatter 412 empfängt als zweites Eingangssignal das Ausgangssignal des Oszillators 30 und steuert mit seinem Ausgang den dritten Schalter 17 an. Zwischen den Ausgang des Oszillators und das UND-Gatter 422 ist ein Verzögerungsglied 43 geschaltet, das dafür sorgt, dass die Schalter 11 und 40 nicht gleichzeitig ausgeschaltet werden.
  • 1
    Hydraulikventilsteuergerät
    10
    DC-DC-Spannungswandler
    11
    erster Schalter
    12
    zweiter Schalter
    13
    erste Diode
    14
    zweite Diode
    15
    erster Kondensator
    16
    zweiter Kondensator
    17
    dritter Schalter
    18
    vierter Schalter
    19
    Überwachungsblock
    20
    erste Endstufe
    21
    zweite Endstufe
    22
    Endstufenansteuerung
    23
    UND-Gatter
    24
    Hydraulikventil
    25
    Hydraulikzylinder
    30
    Oszillator
    31
    statische Auswertung
    32
    dynamische Auswertung
    33
    erstes UND-Gatter
    34
    Tiefpass
    35
    zweites UND-Gatter
    36
    Masse
    40
    Redundanzschalter
    41
    erste Abschaltlogik
    42
    zweite Abschaltlogik
    43
    Verzögerungsglied
    44
    Stromregler
    47
    sechster Schalter
    142
    fünfter Schalter
    412
    UND-Gatter
    422
    UND-Gatter
    411
    Fehlererkennung
    421
    Fehlererkennung
    472
    siebter Schalter
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Nicht-Patentliteratur
    • - Norm EN954-1 [0069]
    • - EN13849-1 [0069]

Claims (14)

  1. Hydraulikventilsteuergerät für ein Hydraulikventil (24), das mindestens einen Aktuator enthält, wobei das Hydraulikventilsteuergerät (1) folgendes beinhaltet: – einen Spannungsversorgungseingang (5), – eine Endstufe (20) zum Ausgeben eines Ansteuerstroms für den Aktuator des Hydraulikventils (24), wobei die Endstufe (20) einen Spannungsversorgungseingang (2) aufweist, – einen ersten Schalter (11) zwischen dem Spannungsversorgungseingang (2) der Endstufe (20) und dem Spannungsversorgungseingang (5) des Hydraulikventilsteuergeräts (1), – ein Freigabeeingang (ENA) zum Einschalten und zum Ausschalten der Endstufe (20), – eine Abschaltvorrichtung (310) zum Öffnen des ersten Schalters (11) bei Ausschalten der Endstufe (20) durch den Freigabeeingang (ENA), – eine Überprüfungsschaltung (17, 30) zum Prüfen der Funktion des ersten Schalters (11) bei eingeschalteter Endstufe (20).
  2. Hydraulikventilsteuergerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass – die Überprüfungsschaltung (17, 30) zum kurzzeitigen Öffnen des ersten Schalters (11) bei eingeschalteter Endstufe (20) vorgesehen ist, – eine Messschaltung (32) zum Detektieren, ob die Überprüfungsschaltung (17, 30) den ersten Schalter (11) geöffnet hat, vorgesehen ist.
  3. Hydraulikventilsteuergerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine Überprüfungsschaltung (17, 30) zum kurzzeitigen Öffnen des ersten Schalters (11) so ausgebildet ist, dass für die Zeit t, in der der erste Schalter (11) kurzzeitig geöffnet wird, gilt: t < 1 ms.
  4. Hydraulikventilsteuergerät nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Hydraulikventilsteuergerät (1) zusammen mit dem vom Hydraulikventilsteuergerät (1) angesteuerten Hydraulikventil (24) in einem Gehäuse untergebracht ist.
  5. Hydrauliksteuergerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass eine Entkopplungsvorrichtung (13) zum Entkoppeln des ersten Schalters (11) vom dem ersten Spannungsversorgungseingang (2) der Endstufe (20) vorgesehen ist.
  6. Hydrauliksteuergerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Entkopplungsvorrichtung (13) eine Diode enthält.
  7. Hydraulikventilsteuergerät nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Messschaltung (32) einen Ausgabeausgang zur Ausgabe eines Fehlers aufweist, der mit einem Ausgang (FA1) des Hydraulikventilsteuergeräts (1) gekoppelt ist.
  8. Hydraulikventilsteuergerät nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass – ein Redundanzschalter (40) im Pfad zwischen dem ersten Spannungsversorgungseingang (2) der Endstufe (20) und dem ersten Spannungsversorgungseingang (5) in Reihe mit dem ersten Schalter (11) vorgesehen ist und – eine Sicherheitsabschaltung (41) vorgesehen ist, die im Fall, dass die Überprüfungsschaltung (17, 30) den ersten Schalter (11) nicht geöffnet hat, den Redundanzschalter (40) öffnet.
  9. Hydraulikventilsteuergerät nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass weiterhin vorgesehen ist: – eine zweite Überprüfungsschaltung (42) zum regelmäßigen Öffnen des Redundanzschalters (40) bei eingeschalteter Endstufe (20), – eine zweite Messschaltung (32) zum Überprüfen, ob die zweite Überprüfungsschaltung (42) den Redundanzschalter (40) geöffnet hat, – eine weitere Abschaltvorrichtung (172) zum Öffnen des ersten Schalters (11) im Fall, dass die zweite Überprüfungsschaltung den Redundanzschalter (40) nicht abgeschaltet hat.
  10. Hydraulikventilsteuergerät nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass ein Kondensator (15) zum Stabilisieren der Spannung am ersten Spannungsversorgungseingang (2) der Endstufe (20) vorgesehen ist.
  11. Hydraulikventilsteuergerät nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Überprüfungsschaltung (17, 30) einen Oszillator (30) zum periodischen Ausschalten des ersten Schalters (11) aufweist.
  12. Hydraulikventilsteuergerät nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Messschaltung (31) einen Widerstand (R1) zwischen einem ersten Anschluss (300) des ersten Schalters (11) und einem Knoten mit einem festen Potential (36) aufweist.
  13. Hydraulikventilsteuergerät nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Schalter (11) einen Leistungstransistor enthält.
  14. Verfahren zum Überprüfen der Abschaltfunktion eines Hydraulikventilsteuergeräts mit folgenden Schritten: – Bereitstellen eines Hydraulikventilsteuergeräts nach einem der Ansprüche 1 bis 13, – kurzzeitiges Öffnen des ersten Schalters (11) und Überprüfen, ob der erste Schalter (11) geöffnet wurde.
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