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DE102008021896B4 - Vorrichtung zur Bestimmung einer Messgröße eines Gases - Google Patents

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DE102008021896B4 DE200810021896 DE102008021896A DE102008021896B4 DE 102008021896 B4 DE102008021896 B4 DE 102008021896B4 DE 200810021896 DE200810021896 DE 200810021896 DE 102008021896 A DE102008021896 A DE 102008021896A DE 102008021896 B4 DE102008021896 B4 DE 102008021896B4
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Abstract

Vorrichtung zur Bestimmung einer Messgröße eines Gases mit einem Substrat (5) und einem mit dem Substrat (5) in thermischer Verbindung stehenden thermischen Sensorelement (8), wobei eine Wärmeübertragungsfläche (13) des thermischen Sensorelements (8) zum Übertragen der Wärme des thermischen Sensorelements (8) auf das Substrat (5) geringer als eine Flächenausdehnung (14) des thermischen Sensorelements (8) entlang des Substrats (5) ist, und wobei das thermische Sensorelement (8) entlang seiner Flächenausdehnung (14) wenigstens teilweise vom Substrat (5) beabstandet angeordnet ist und das Substrat (5) mit seiner Wärmeübertragungsfläche (13) berührt, dadurch gekennzeichnet, dass das thermische Sensorelement (8) an seiner dem Substrat (5) zugewandten Seite (18) im Bereich seiner Wärmeübertragungsfläche (13) mehrere integral mit dem Sensorelement (8) ausgebildete Wärmeübertragungselemente (19) aufweist, die sich zwischen Ausnehmungen (20) erstrecken und von dem thermischen Sensorelement (8) vorspringen und das Substrat (5) berühren.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Bestimmung einer Messgröße eines Gases mit einem Substrat und einem mit dem Substrat in thermischer Verbindung stehenden thermischen Sensorelement.
  • Eine derartige Vorrichtung ist aus der DE 41 12 601 A1 bekannt. Bei der bekannten Vorrichtung handelt es sich um einen Luftmengensensor, der beispielsweise in der Automobilindustrie zur Motorsteuerung verwendet wird.
  • Der bekannte Luftmengensensor weist ein elektrisch isoliertes Substrat auf, auf dem mehrere, als thermische Sensorelemente ausgebildete thermosensitive Widerstände angeordnet sind. Zwischen dem Substrat und den Widerständen ist eine Wärmeisolierschicht aus einem eine geringere Wärmeleitfähigkeit aufweisenden Material angeordnet, die sich entlang der gesamten Widerstandsausdehnung erstreckt. Mittels einer mit den Widerständen in Verbindung stehenden Steuerschaltung kann einem der Widerstände ein Heizstrom zugeführt werden, der diesen Widerstand auf eine Temperatur heizt, die größer als die durch den anderen Widerstand ermittelte Umgebungstemperatur ist. Aus dem zugeführten Heizstrom kann dann der Gasstrom ermittelt werden.
  • Bei dem aus der US 5.321.382 A bekannten Flusssensor ist der Heizwiderstand ganzflächig auf einer oberen und unteren Isolierschicht aufgebracht. Da die Wärmeübertragungsfläche des thermischen Sensorelements als diejenige Fläche anzusehen ist, mit der das Sensorelement auf dem Untergrund aufliegt, ist bei dem aus der US 5.321.382 A bekannten Ausführungsbeispiel die Wärmeübertragungsfläche genauso groß wie die Flächenausdehnung des thermischen Sensorelements entlang dem Substrat.
  • Die US 2004/0020286 A1 zeigt in 4 ein Ausführungsbeispiel, bei dem eine Vielzahl von Sensorelementen auf einer Basis angeordnet sind. Die Sensorelemente sind jeweils mit einem freitragenden Abschnitt versehen, der sich über der Oberfläche der Basis erstreckt.
  • Zum Erfassen schneller Änderungen der Luftmenge weist der bekannte Luftmengensensor unter dem der Heizung dienenden Widerstand eine Verdünnung des Substrates aus. Ferner ist der Abschnitt des Substrates, auf dem sich der der Heizung dienende Widerstand befindet, lediglich durch einen schmalen Steg mit dem restlichen Substrat verbunden.
  • Ein Nachteil des bekannten Gasmengensensors ist, dass die Ansprechzeit des Luftmengensensors trotz der zur Verkürzung der Ansprechzeit getroffenen Maßnahmen gelegentlich zu lang ist.
  • Ein weiterer Nachteil des Gasmengensensors ist, dass die Zeit, die der als Temperaturfühler wirkende Widerstand benötigt, um seine Temperatur an die Umgebungstemperatur anzugleichen, gelegentlich zu lang ist. Erfolgt die Auswertung des Heizstroms zu einem Zeitpunkt, zu dem der als Temperaturfühler dienende Widerstand noch nicht im thermischen Gleichgewicht mit der Umgebung ist, kann es zu Fehlmessungen kommen.
  • Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung daher die Aufgabe zugrunde, eine hinsichtlich der Ansprechzeit und Messgenauigkeit verbesserte Vorrichtung bereitzustellen.
  • Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des unabhängigen Anspruchs gelöst. In davon abhängigen Ansprüchen sind vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen angegeben.
  • Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass das thermische Sensorelement an seiner dem Substrat zugewandten Seite im Bereich seiner Wärmeübertragungsfläche mehrere integral mit dem Sensorelement ausgebildete Wärmeübertragungselemente aufweist, die sich zwischen Ausnehmungen erstrecken und von dem thermischen Sensorelement vorspringen und das Substrat berühren.
  • Als Wärmeübertragungsfläche wird im Folgenden die mit dem Substrat in direktem oder indirektem thermischen Kontakt stehende Oberfläche des thermischen Sensorelements verstanden, über die eine Übertragung der Wärme vom thermischen Sensorelement auf das Substrat erfolgt. Die Flächenausdehnung des thermischen Sensorelements bezeichnet hingegen die Projektionsfläche des thermischen Sensorelements auf die Substratoberfläche bei einer im rechten Winkel zur Oberfläche des Substrats erfolgenden Projektion des Sensorelements auf die Substratoberfläche des Substrats. Hierbei werden durch Erhebungen und Vertiefungen entstehende Oberflächenvergrößerungen beziehungsweise Oberflächenverkleinerungen nicht berücksichtigt. Im Falle eines flachen, parallel zum Substrat angeordneten thermischen Sensorelements entspricht die Flächenausdehnung des thermischen Sensorelements seiner Oberfläche.
  • Durch die kleinere Ausgestaltung der Wärmeübertragungsfläche des thermischen Sensorelements im Vergleich zu seiner Flächenausdehnung wird die ungewollte Wärmeübertragung zwischen thermischem Sensorelement und Substrat verringert, so dass das thermische Sensorelement vom Substrat thermisch entkoppelt ist und in etwa seine Temperatur beibehält. Hierdurch wird die Ansprechzeit der erfindungsgemäßen Vorrichtung signifikant verringert.
  • Die Temperatur des thermischen Sensorelements korrespondiert ferner mit der zu ermittelnden Messgröße der erfindungsgemäßen Vorrichtung, wodurch die erfindungsgemäße Vorrichtung eine höhere Messgenauigkeit im Vergleich zu einem schlecht wärmeisolierten thermischen Sensorelement aufweist.
  • Bei der erfindungsgemäßem Vorrichtung ist das thermische Sensorelement entlang seiner Flächenausdehnung wenigstens teilweise vom Substrat beabstandet angeordnet und berührt das Substrat mit seiner Wärmeübertragungsfläche. Diese Anordnung des thermischen Sensorelements bezüglich des Substrats ermöglicht eine gute Wärmeisolation beziehungsweise thermische Entkopplung beider Vorrichtungskomponenten, da der direkte thermische Kontakt zwischen beiden verringert ist und eine Wärmeübertragung nur im Bereich der Kontaktfläche des thermischen Sensorelements und des Substrats stattfindet. In diesem Zusammenhang ist es besonders bevorzugt, dass zwischen dem thermischen Sensorelement und dem Substrat ein luft- oder gasgefüllter Hohlraum vorhanden ist, der die thermische Entkopplung des thermischen Sensorelements und des Substrats erheblich verbessert.
  • Bei erfindungsgemäßem Vorrichtung weist das thermische Sensorelement an seiner dem Substrat zugewandten Seite im Bereich seiner Wärmeübertragungsfläche wenigstens ein Wärmeübertragungselement auf, das von dem thermischen Sensorelement vorspringt und das Substrat berührt. Durch die Ausbildung eines zwischen dem thermischen Sensorelement und dem Substrat vorhandenen Wärmeübertragungselements entsteht die wenigstens teilweise beabstandete Anordnung des thermischen Sensorelements vom Substrat, so dass die Wärmeisolierung des thermischen Sensorelements besonders gut ist. Das Wärmeübertragungselement kann beispielsweise integral mit dem thermischen Sensorelement ausgebildet oder aus einem zu dem Material des thermischen Sensorelements verschiedenen Material gefertigt sein.
  • Vorzugsweise sind die Wärmeübertragungselemente entlang der Flächenausdehnung des thermischen Sensorelements regelmäßig verteilt angeordnet. Hierdurch wird eine besonders stabile Bauweise der erfindungsgemäßen Vorrichtung gewährleistet, da das thermische Sensorelement in regelmäßigen Abständen mit dem Substrat verbunden ist. Ferner erfolgt der Wärmeübertrag auf das Substrat an mehreren ausgewählten Substratbereichen, so dass eine temperaturbedingte Materialdegradation oder -ermüdung des Substrats durch einen erhöhten Wärmeübertrag an einem einzigen Substratbereich vermieden wird und folglich die Lebensdauer der erfindungsgemäßen Vorrichtung besonders lang ist.
  • Bei einer anderen Ausführungsform ist ein Wärmeisolierelement zum thermischen Isolieren des thermischen Sensorelements vom Substrat zwischen dem Substrat und dem thermischen Sensorelement vorhanden, und das Wärmeisolierelement berührt das thermische Sensorelement entlang wenigstens eines Teils der Wärmeübertragungsfläche des thermischen Sensorelements. Das zusätzlich zwischen dem Substrat und dem thermischen Sensorelement anordnenbare Wärmeisolierelement bewirkt eine zusätzliche thermische Isolierung beider Bauteile, so dass eine Wärmeübertragung vom thermischen Sensorelement auf das Substrat entsprechend verringert und dadurch die Ansprechzeit der erfindungsgemäßen Vorrichtung erhöht wird. Das Wärmeisolierelement kann sich beispielsweise entlang der gesamten Flächenausdehnung des thermischen Sensorelements erstrecken oder auch nur Teilbereiche zwischen dem thermischen Sensorelement und dem Substrat ausfüllen.
  • Weiterhin kann das Wärmeisolierelement das thermische Sensorelement entlang der gesamten Wärmeübertragungsfläche des thermischen Sensorelements berühren. Dadurch wird gewährleistet, dass die bereits geringe Wärmeübertragung vom thermischen Sensorelement auf das Substrat noch weiter reduziert wird, da diese beiden Vorrichtungskomponenten nur in indirektem thermischen Kontakt stehen.
  • Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist das thermische Sensorelement derart strukturiert, dass die vom Sub strat abgewandte Oberfläche des thermischen Sensorelements im Vergleich zur Flächenausdehnung des thermischen Sensorelements vergrößert ist. Dies bewirkt, dass die Kontaktfläche des thermischen Sensorelements mit der Umgebung vergrößert wird, so dass eine höhere Sensitivität des thermischen Sensorelements und damit der erfindungsgemäßen Vorrichtung mit der Umgebung erreicht wird. Im Falle der Ausgestaltung des thermischen Sensorelements als Temperaturfühler können kleine Temperaturschwankungen der Umgebung besonders schnell erfasst werden.
  • Vorzugsweise ist eine Schutzschicht zum Abdichten des Substrats, des thermischen Sensorelements und/oder des Wärmeisolierelements auf dem Substrat, dem thermischen Sensorelement und/oder dem Wärmeisolierelement ausgebildet. Die zusätzliche Schutzschicht bewirkt einen Schutz der erfindungsgemäßen Vorrichtung vor Umgebungseinflüssen, die die Stabilität und die Sensitivität der erfindungsgemäßen Vorrichtung negativ beeinträchtigen können.
  • Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sind das thermische Sensorelement, das Wärmeübertragungselement und/oder das Wärmeisolierelement durch Lithographieverfahren hergestellt. Diese Art der Herstellung der einzelnen Vorrichtungskomponenten ist besonders einfach, kostengünstig und mit aus dem Stand der Technik ausreichend bekannten Maßnahmen realisierbar.
  • Vorzugsweise sind das Substrat aus Glas, das thermische Sensorelement aus Molybdän und das Wärmeisolierelement aus Siliziumdioxid gefertigt. Die Verwendung von Glas und Siliziumdioxid als Substrat- und Wärmeisolierelementmaterial ermöglicht eine besonders kostengünstige Herstellung der erfindungsgemäßen Vorrichtung. Molybdän weist eine hohe Wärmeleitfähigkeit auf, so dass sich dieses Material besonders gut als Basismaterial für das thermische Sensorelement eignet.
  • In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die Vorrichtung ein einen Gasstrom messender Gasmengensensor, der ein als Heizelement oder Temperaturfühler ausgestaltetes thermisches Sensorelement aufweist. Diese Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung kommt beispielsweise im Bereich der Automobilindustrie zum Einsatz.
  • Weitere Vorteile und Eigenschaften der Erfindung gehen aus der nachfolgenden Beschreibung hervor, in der Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnung im Einzelnen erläutert werden. Es zeigen:
  • 1 eine Aufsicht auf einen Gasmengensensor;
  • 2 einen Querschnitt durch ein erstes Ausführungsbeispiel eines Heizarms des Gasmengensensors aus 1 entlang der Linie II-II;
  • 3 eine Aufsicht auf ein weiteres Ausführungsbeispiel des Heizarms des Gasmengensensors aus 1;
  • 4A4D vier Prozessstadien eines Verfahrens zur Herstellung des Heizarms des Gasmengensensors aus 2; und
  • 5A5D vier Prozessstadien eines Verfahrens zur Herstellung des Heizarms des Gasmengensensors aus 3.
  • In 1 ist eine Vorrichtung 1 dargestellt, die zum Erfassen einer Messgröße eingerichtet ist.
  • Bei der in 1 dargestellten Vorrichtung 1 handelt es sich um einen Gasmengensensor, der einen Gasstrom 2 in einem Strömungskanal 3 misst. Der Strömungskanal 3 wird durch die in 1 als gestrichelte Linien dargestellten Wände 4 be grenzt. Der Gasmengensensor 1 weist ein Substrat 5 auf, das in den Strömungskanal 3 hineinragt und einen mit dem Substrat 5 integral ausgebildeten Heizarm 6 und einen mit dem Substrat 5 integral ausgebildeten Temperaturmessarm 7 aufweist. Auf dem Heizarm 6 befindet sich ein Heizelement 8, und auf dem Temperaturmessarm 7 ist ein Temperaturfühler 9 angeordnet. Das Heizelement 8 und der Temperaturfühler 9 sind thermische Sensorelemente, die zur quantitativen Erfassung des Gasstroms 2 eingesetzt werden. Das Heizelement 8 und der Temperaturfühler 9 sind über Leiterbahnen 10 mit einer Steuerschaltung 11 verbunden, die dazu eingerichtet ist, den Betrieb des Gasmengensensors 1 zu gewährleisten. Der Gasmengensensor 1 verfügt ferner über Kontakte 12, über die der Gasmengensensor 1 elektrisch mit beispielsweise einer Motorsteuerung eines Kraftfahrzeugs kontaktierbar ist.
  • Bei der in 2 dargestellten Ausführungsform des Heizarms 6 des Gasmengensensors 1 ist das Heizelement 8 direkt auf dem Substrat 5 angeordnet, so dass beide Sensorkomponenten miteinander in direktem thermischen Kontakt stehen. Um eine Wärmeableitung vom Heizelement 8 auf das Substrat 5 zu verhindern, ist eine Wärmeübertragungsfläche 13 des Heizelements 8 geringer als eine Flächenausdehnung 14 des Heizelements 8 entlang des Substrats 5 ausgebildet. In dem gezeigten Ausführungsbeispiel entspricht die Wärmeübertragungsfläche 13 der Kontaktfläche 15 des Heizelements 8 und des Substrats 5. Die Flächenausdehnung 14 des Heizelements 8 entlang des Substrats 5 bezeichnet eine Querschnittsfläche des Heizelements 8 parallel zum Substrat 5.
  • Die im Vergleich zur Flächenausdehnung 14 des Heizelements 8 geringere Wärmeübertragungsfläche 13 bewirkt, dass ein Wärmeverlust über die Kontaktfläche 15 beider Sensorkomponenten 5, 8 verringert oder unterdrückt wird, so dass eine dem Heizelement 8 direkt zugeführte Heizleistung nicht durch eine ungewollte Wärmeableitung an das Substrat 5 reduziert wird. Daher weist der Luftmengensensor 1 eine schnelle Ansprechzeit auf.
  • Das Heizelement 8 weist einen rechteckförmigen Abschnitt 16 auf, der von einer Oberfläche 17 des Substrats 5 beabstandet angeordnet ist. Auf der dem Substrat 5 zugewandten Unterseite 18 des Heizelements 8 sind Wärmeübertragungselemente 19 angeordnet, die vom Heizelementabschnitt 16 zum Substrat 5 hin vorspringen. Stirnflächen der Wärmeübertragungselemente 19 bilden die Wärmeübertragungsfläche 13 des Heizelements 8 und berühren die Oberfläche 17 des Substrats 5. Die Wärmeübertragungselemente 19 sind integral mit dem Heizelement 8 ausgebildet.
  • Die Wärmeübertragungselemente 19 bilden brückenartige Strukturen, zwischen denen Ausnehmungen 20 ausgebildet sind. Die Wärmeübertragung entlang von Seitenflächen der Ausnehmungen 20 ist stark vermindert, da die mit Luft oder Gas gefüllten Ausnehmungen 20 das Heizelement 8 im Bereich ihrer Seitenflächen thermisch vom Substrat 5 isolieren.
  • Eine vom Substrat 5 abgewandte Oberfläche 21 des Heizelements 8 weist als Vertiefungen ausgebildete Strukturen 22 auf. Es ist ebenfalls möglich, dass die Strukturen 22 als Erhebungen ausgebildet sind. Durch die Strukturierung der Oberfläche 21 des Heizelements 8 wird eine Kontaktfläche des Gasmengensensors 1 mit der Umgebung vergrößert, so dass eine bessere Kopplung des Heizelements 8 an die Umgebung gewährleistet wird und die Sensitivität des Gasmengensensors 1 verbessert ist. Die Oberflächenstrukturen 22 des Heizelements 8 sind entlang der Flächenausdehnung 14 des Heizelements 8 regelmäßig verteilt angeordnet, sie können jedoch auch unregelmäßig oder abschnittsweise verschieden strukturiert ausgebildet sein.
  • Die regelmäßig verteilten Strukturen 22 der Oberfläche 21 des Heizelements 8 bieten den Vorteil, dass sie beispielsweise durch Photolithographieverfahren besonders einfach und kostengünstig hergestellt werden können.
  • Der Gasmengensensor 1 weist ebenfalls eine Schutzschicht 23 auf, die das Heizelement 8 und das Substrat 5 von der Umgebung kapselt. Hierbei sind das Heizelement 8 und das Substrat 5 in die Schutzschicht 22 eingegossen, die beide Komponenten des Gasmengensensors 1 umhüllt.
  • Das Substrat 5 des Gasmengensensors 1 besteht aus elektrisch isolierendem Glas, während das Heizelement 8 aus einem Material auf der Basis von Molybdän gefertigt ist, das eine große Wärmeleitfähigkeit ausweist. Die Schutzschicht 23 ist aus Siliziumdioxid gefertigt, das eine ausreichende elektrische Isolation gewährleistet und besonders exakt verarbeitbar ist.
  • Eine Kantenlänge der in etwa quadratischen Querschnittsfläche des Wärmeübertragungselements 19 beträgt etwa 5–10 μm, während eine Beabstandung des Heizelementabschnitts 16 von der Substratoberfläche 17 etwa 0,5 μm beträgt. Eine im rechten Winkel zur Substratoberfläche 17 gemessene Dickenausdehnung des Heizelements 8 beträgt etwa 1 μm, während eine laterale Ausdehnung des als Leiterbahn ausgebildeten Heizelements 8 etwa 5–10 μm beträgt.
  • 3 zeigt ein abgewandeltes Ausführungsbeispiel des Heizarms 6 des Gasmengensensors 1 in 1. In Übereinstimmung mit dem in 2 dargestellten Gasmengensensors 1 ist ein Heizelement 24 auf einem Wärmeisolierelement 25 angeordnet, das wiederum auf einem Substrat 26 angebracht ist. Das Wärmeisolierelement 25 bildet somit ein Zwischenelement zwischen dem Heizelement 24 und dem Substrat 26.
  • Das Heizelement 24 ist als längliche Leiterbahn ausgebildet, die sich serpentinenartig, parallel zu einer Substratoberfläche 27 erstreckt. Die Leiterbahn weist zueinander parallele erste Abschnitte 28 auf, die über zweite Abschnitte 29 miteinander verbunden sind. Die zweiten Abschnitte 29 verlaufen quer zu den ersten Abschnitten 28 und sind etwa viermal kür zer. Dies bewirkt, dass das Heizelement 24 einerseits eine ausreichend große Kontaktfläche mit der Umgebung hat, andererseits jedoch die als Wärmeabführfläche wirkende Oberfläche des Heizelements 24 entsprechend vermindert ist, so dass eine Wärmeübertragung auf das Substrat 26 im Vergleich zu einer flächigen Ausgestaltung des Heizelements 24 entsprechend kleiner ist.
  • Das zwischen dem Heizelement 24 und dem Substrat 26 angeordnete Wärmeisolierelement 25 besteht aus einer Vielzahl von länglichen, zueinander parallel verlaufenden Stegen 30. Die Stege 30 weisen einen in etwa rechteckförmigen Querschnitt auf und verlaufen quer zu den ersten Abschnitten 28 des Heizelements 24. Dadurch liegt das Heizelement 24 mit etwa rechteckigen beziehungsweise quadratischen Kontaktflächen 31 auf dem Wärmeisolierelement 25 auf. Der Umriss der Kontaktflächen 31 ist in 3 durch eine gestrichelte Linie dargestellt. Die Kontaktflächen 31 bilden Wärmeübertragungsflächen 32 des Heizelements 24, über die die Wärme des Heizelements 24 an das Substrat 26 geleitet wird. Im Bereich von zwischen den Stegen 30 vorhandenen Zwischenräumen 33 sitzt das Heizelement 24 nicht auf der Oberfläche 27 des Substrats 26 auf, sondern ist von dieser beabstandet. Durch diese Hohlräume wird eine besonders gute Wärmeisolierung des Heizelements 24 vom Substrat 26 gewährleistet.
  • Vorzugsweise ist das Substrat 26 aus Glas, das Wärmeisolierschicht 25 aus Siliziumdioxid und das Heizelement 24 aus einem Material auf der Basis von Molybdän gefertigt. Abmessungen des Heizelements 24 entsprechen etwa den Abmessungen des Heizelements 8 in 2.
  • Im Folgenden werden zwei Verfahren zum Herstellen der in 2 und 3 dargestellten Gasmengensensoren 1 beschrieben.
  • 4A zeigt ein erstes Prozessstadium des Verfahrens zur Herstellung des Heizarms 6 des Gasmengensensors 1 in 2.
  • Auf das Substrat 5 ist eine Opferschicht 34 aus einem Nickelchrom aufweisenden Material aufgebracht. Dies kann beispielsweise durch Sputtern oder durch Vakuumbedampfen erfolgen. Danach wird die Opferschicht 34 geeignet strukturiert, so dass die Opferschicht 34, wie in 4B dargestellt, durch die Opferschicht hindurchgehende Öffnungen 35 mit zu der Oberfläche 17 des Substrats 5 etwa senkrecht verlaufenden Seitenwänden 36 aufweist. Zu diesem Zweck wird die Opferschicht 34 zuerst mit Photolack beschichtet, der dann durch ein ein geeignetes Muster aufweisendes Retikel hindurch belichtet wird. Im Anschluss hieran wird die Opferschicht 34 derart selektiv geätzt, dass die Öffnungen 35 in der Opferschicht 34 entstehen. Der Ätzschritt kann beispielsweise mittels nasschemischen Ätzen durchgeführt werden. Danach wird das Heizelement 8 durch Bedampfen als eine weitere Beschichtung auf das Substrat 5 und die Opferschicht 34 aufgebracht. Dies ist in dem in 4C dargestellten dritten Prozessstadium gezeigt. Danach wird die Oberfläche 21 des Heizelements 8 geeignet mit Vertiefungen oder Erhebungen strukturiert, bevor die Opferschicht 34 durch nasschemisches Ätzen selektiv entfernt wird, so dass die Ausnehmungen 20 zwischen dem Heizelement 8 und dem Substrat 5 entstehen. Abschließend wird gemäß 4D die Schutzschicht 23 aufgebracht, die das Heizelement 8 und das Substrat 5 gegenüber einer Umgebung abdichtet.
  • Im Folgenden wird das Verfahren zur Herstellung des in 3 dargestellten Heizarms 6 des Gasmengensensors 1 erläutert. Zuerst wird das Wärmeisolierelement 25 gemäß 5A auf das Substrat 26 aufgebracht. Danach wird das Wärmeisolierelement 25 mittels nicht näher ausgeführter Photolithographieprozesse derart strukturiert, dass sich die länglichen Stege 30 bilden, zwischen denen die Zwischenräume 33 durch nasschemisches Ätzen ausgebildet werden. Danach wird gemäß 5B eine Opferschicht 37 aufgebracht, die die Zwischenräume 33 auffüllt und die Stege 30 umschließt. Dann wird die Opferschicht 37 so lange geätzt, bis die Stege 30 frei liegen. Als nächstes wird gemäß 5C das Heizelement 24 schichtartig auf die Stege 30 und die Opferschicht 37 durch Bedampfen aufgebracht und geeignet strukturiert, so dass seine in 3 gezeigte serpentinenartige Ausgestaltung entsteht. Dazu ist beispielsweise eine Beschichtung des Heizelements 24 mit Photolack sowie Belichten und selektives Ätzen des Heizelements 24 notwendig. Als nächstes wird die in den Zwischenräumen 33 befindliche Opferschicht 37 selektiv durch nasschemisches Ätzen entfernt. Die Zwischenräume 33 bleiben somit frei. Abschließend wird gemäß 5D eine Schutzschicht 38 aufgebracht, die das Substrat 26, das Wärmeisolierelement 25 und das Heizelement 24 umschließt.
  • Abschließend sei noch darauf hingewiesen, dass Merkmale und Eigenschaften, die im Zusammenhang mit einem bestimmten Ausführungsbeispiel beschrieben worden sind, auch mit einem anderen Ausführungsbeispiel kombiniert werden können, außer wenn dies aus Gründen der Kompatibilität ausgeschlossen ist.
  • 1
    Vorrichtung
    2
    Gasstrom
    3
    Strömungskanal
    4
    Wände
    5
    Substrat
    6
    Heizarm
    7
    Temperaturmessarm
    8
    Heizelement
    9
    Temperaturfühler
    10
    Leiterbahnen
    11
    Steuerschaltung
    12
    Kontakte
    13
    Wärmeübertragungsfläche
    14
    Flächenausdehnung
    15
    Kontaktfläche
    16
    Heizelementabschnitt
    17
    Substratoberfläche
    18
    Unterseite
    19
    Wärmeübertragungselement
    20
    Ausnehmung
    21
    Heizelementoberfläche
    22
    Struktur
    23
    Schutzschicht
    24
    Heizelement
    25
    Wärmeisolierelement
    26
    Substrat
    27
    Substratoberfläche
    28
    Erster Abschnitt
    29
    Zweiter Abschnitt
    30
    Steg
    31
    Kontaktfläche
    32
    Wärmeübertragungsfläche
    33
    Zwischenraum
    34
    Opferschicht
    35
    Öffnung Opferschicht
    36
    Seitenwand Opferschicht
    37
    Opferschicht
    38
    Schutzschicht

Claims (8)

  1. Vorrichtung zur Bestimmung einer Messgröße eines Gases mit einem Substrat (5) und einem mit dem Substrat (5) in thermischer Verbindung stehenden thermischen Sensorelement (8), wobei eine Wärmeübertragungsfläche (13) des thermischen Sensorelements (8) zum Übertragen der Wärme des thermischen Sensorelements (8) auf das Substrat (5) geringer als eine Flächenausdehnung (14) des thermischen Sensorelements (8) entlang des Substrats (5) ist, und wobei das thermische Sensorelement (8) entlang seiner Flächenausdehnung (14) wenigstens teilweise vom Substrat (5) beabstandet angeordnet ist und das Substrat (5) mit seiner Wärmeübertragungsfläche (13) berührt, dadurch gekennzeichnet, dass das thermische Sensorelement (8) an seiner dem Substrat (5) zugewandten Seite (18) im Bereich seiner Wärmeübertragungsfläche (13) mehrere integral mit dem Sensorelement (8) ausgebildete Wärmeübertragungselemente (19) aufweist, die sich zwischen Ausnehmungen (20) erstrecken und von dem thermischen Sensorelement (8) vorspringen und das Substrat (5) berühren.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmeübertragungselemente (19) entlang der Flächenausdehnung (14) des thermischen Sensorelements (8) regelmäßig verteilt angeordnet sind.
  3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das thermische Sensorelement (8) derart strukturiert ist, dass die vom Substrat (5) abgewandte Oberfläche des thermischen Sensorelements (8) im Vergleich zur Flächenausdehnung (14) des thermischen Sensorelements (8) vergrößert ist.
  4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine Schutzschicht (23) zum Abdichten des Substrats (5), und/oder des thermischen Sensorelements (8) auf dem Substrat (5) und/oder dem thermischen Sensorelement (8) ausgebildet ist.
  5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das thermische Sensorelement (8) eine Leiterbahn umfasst.
  6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das thermische Sensorelement (8) und/oder die Wärmeübertragungseleelemente (19) durch Lithographieverfahren hergestellt sind.
  7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Substrat (5) aus Glas und das thermische Sensorelement (8) aus Molybdän gefertigt sind.
  8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1) ein einen Gasstrom messender Gasmengensensor und das thermische Sensorelement (8) ein Heizelement oder ein Temperaturfühler des Gasmengensensors (1) ist.
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