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DE102008021341A1 - Anamorphotisches Abbildungsobjektiv - Google Patents

Anamorphotisches Abbildungsobjektiv Download PDF

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DE102008021341A1
DE102008021341A1 DE102008021341A DE102008021341A DE102008021341A1 DE 102008021341 A1 DE102008021341 A1 DE 102008021341A1 DE 102008021341 A DE102008021341 A DE 102008021341A DE 102008021341 A DE102008021341 A DE 102008021341A DE 102008021341 A1 DE102008021341 A1 DE 102008021341A1
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imaging lens
anamorphic
lens
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optical
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Marco Dr. Pretorius
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Carl Zeiss AG
Original Assignee
Carl Zeiss AG
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    • GPHYSICS
    • G02OPTICS
    • G02BOPTICAL ELEMENTS, SYSTEMS OR APPARATUS
    • G02B13/00Optical objectives specially designed for the purposes specified below
    • G02B13/08Anamorphotic objectives

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Optics & Photonics (AREA)
  • Lenses (AREA)

Abstract

Es wird bereitgestellt ein anamorphotisches Abbildungsobjektiv (1) mit mehreren optischen Wirkflächen (F1-F27, F31-F55, F62-F83), wobei eine der Wirkflächen anamorphotisch und eine der Wirkflächen (F2, F13; F32, F43; F65, F82) als Freiformfläche ausgebildet ist, die in zumindest einem der beiden Hauptschnitte eine asphärische Kontur aufweist und die genau zwei Spiegelsymmetrieebenen aufweist, wobei die Hauptschnitte in den Spiegelsymmetrieebenen liegen.

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein anamorphotisches Abbildungsobjektiv. Solche Objektive werden beispielsweise bei der Aufnahme von Breitformat-Kinofilmen benötigt. Hier ist es zum Zwecke der besseren Ausnutzung des 35 mm-Filmformates üblich, ein horizontal gestauchtes Bild (mittels einem anamorphotischen Abbildungsobjektiv) formatfüllend auf den 35 mm-Film aufzuzeichnen. Bei der Wiedergabe des Filmes wird wiederum ein anamorphotisches Abbildungsobjektiv benötigt, das den aufgezeichneten Film mit unterschiedlichen Vergrößerungen in den beiden Hauptschnittebenen so abbildet, daß auf der Kinoleinwand der Film entzerrt im Breitformat dargestellt wird.
  • Auch kommen anamorphotische Abbildungsobjektive bei der Nachbearbeitung von Kinofilmen zum Einsatz. Hierbei wird der Filmstreifen der Originalaufnahme, der sogenannte Master, bei gleichzeitiger Durchführung gewisser Filteroperationen auf einen anderen Film umkopiert. Bei diesem Umkopiervorgang kann beispielsweise das Seitenverhältnis der ursprünglichen Filmaufnahme mittels eines anamorphotischen Abbildungsobjektives nachträglich verändert werden.
  • Bekannt sind anamorphotische Abbildungsobjektive, bei denen zylindrische und torische Linsen in einer oder mehreren Gruppen zur Erzielung der anamorphotischen Wirkung verwendet werden. Insbesondere wird häufig ein rotationssymmetrisches Grundobjektiv mit einer oder mehreren anamorphotisch wirksamen Zusatzgliedern kombiniert. All diese Lösungen weisen jedoch Abbildungsfehler in unerwünschter Größe auf und führen nicht zu zufriedenstellenden Ergebnissen.
  • Ausgehend hiervon ist es daher Aufgabe der Erfindung, ein anamorphotisches Abbildungsobjektiv zur Verfügung zu stellen, das verbesserte Abbildungseigenschaften aufweist.
  • Erfindungsgemäß wird die Aufgabe gelöst durch ein anamorphotisches Abbildungsobjektiv gemäß Anspruch 1.
  • Durch den Einsatz der Freiformfläche ist eine deutliche Verbesserung der Korrektur der durch das anamorphotische Abbildungsobjektiv bedingten Abbildungsfehler möglich. Hierdurch sind kompaktere (insbesondere sehr kurze) und optisch besser korrigierte anamorphotische Abbildungsobjektive mit höherem Öffnungsverhältnis möglich.
  • Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
  • So können in einer Weiterbildung bei dem Abbildungsobjektiv mindestens zwei Wirkflächen (z. B. zwei, drei, vier, fünf oder mehr) als Freiformflächen im Sinne der vorliegenden Erfindung ausgebildet sein. Damit ist eine ausgezeichnete Korrektur des Abbildungsobjektives möglich.
  • Ferner kann das Abbildungsobjektiv mehrere anamorphotische Wirkflächen aufweisen.
  • Die Freiformfläche kann beliebige, also insbesondere auch gleiche, Scheitelkrümmungen aufweisen.
  • Die anamorphotische Wirkung des gesamtem Objektives kann z. B. durch konventionelle Linsen, beispielsweise Zylinderlinsen oder torische Linsen erreicht werden. Die Freiformflächen selbst müssen nicht zwingend (können aber) anamorphotisch sein. Unter anamorphotisch wird hier insbesondere verstanden, daß sich die Scheitelkrümmungen unterscheiden. Wenn die Freiformfläche nicht anamorphotisch ist, kann sie z. B. durch höhere Polynomkoeffizienten, die in beiden Hauptabschnitten unterschiedlich sind, Bildfehler korrigieren, die das anamorphotische Objektiv aufgrund seiner anderen Linsen bzw. Wirkflächen aufweist. Natürlich kann die Freiformfläche eine gewisse anamorphotische Wirkung, also unterschiedliche Scheitelkrümmungen in beiden Schnitten aufweisen.
  • Bei dem Abbildungsobjektiv können alle optischen Wirkflächen transparent sein. In diesem Fall weist das Abbildungsobjektiv bevorzugt nur refraktive Elemente auf.
  • Es ist jedoch auch möglich, das Abbildungsobjektiv reflektiv auszubilden. Insbesondere können ein Teil der Wirkflächen transmissiv und ein Teil der Wirkflächen reflektiv ausgebildet sein.
  • Bei dem Abbildungsobjektiv kann zumindest eine optische Wirkfläche, die als Freiformfläche ausgebildet ist, feldnah am Objektiv positioniert sein. Als feldnah wird hier insbesondere eine Positionierung verstanden, bei der der Betrag des Verhältnisses der Strahlhöhe eines Randstrahles eines auf der optischen Achse liegenden Feldpunktes und der Strahlhöhe eines Hauptstrahles eines radial maximal von der optischen Achse entfernten Feldpunktes größer als 0,5 ist. Insbesondere kann der Betrag größer als 1 oder auch größer als 2 sein.
  • Durch die feldnahe Positionierung der Freiformfläche kann eine unabhängige Beeinflussung des Hauptstrahlverlaufs in beiden Hauptschnitten durchgeführt werden. Somit können solche Formen von Verzeichnungen korrigiert werden, die im horizontalen und vertikalen Hauptschnitt eine unterschiedliche Abhängigkeit von der jeweils im Hauptschnitt vorliegenden Strahlhöhe besitzen.
  • Ferner kann bei dem Abbildungsobjektiv zumindest eine optische Wirkfläche, die als Freiformfläche ausgebildet ist, aperturnah positioniert sein. Unter einer aperturnahen Positionierung wird hier insbesondere verstanden, daß der Betrag des Verhältnisses der Strahlhöhe eines Randstrahles eines auf der optischen Achse liegenden Feldpunktes und der Strahlhöhe eines Hauptstrahls eines radial maximal von der optischen Achse entfernten Feldpunktes kleiner als 0,5, bevorzugt kleiner als 0,2 und insbesondere bevorzugt kleiner als 0,1 ist.
  • Die aperturnah positionierte Freiformfläche kann insbesondere zur Korrektur von Koma und Astigmatismus achsnaher Strahlbündel eingesetzt werden.
  • Das erfindungsgemäße Abbildungsobjektiv ist mittels der Freiformflächen insbesondere so hinsichtlich der unerwünschten Verzeichnung korrigiert, daß der Verzeichnungswert von kleiner als 7%, insbesondere kleiner als 5% und bevorzugt kleiner als 3% vorliegt. Als Verzeichnungswert wird hier die relative Abweichung eines Durchstoßpunktes eines von einem Feldpunkt ausgehenden Hauptstrahls durch die Bildebene zum radialen Bildort des Feldpunktes bei fehlerfreier Abbildung bezogen auf die optische Achse in der Bildebene verstanden.
  • Bei dem Abbildungsobjektiv kann zumindest eine der Freiformflächen in beiden Hauptschnitten eine asphärische Kontur aufweisen.
  • Die Freiformflächen können insbesondere so gewählt werden, daß sie an einer im Mittel bestangepaßten rotationsasphärischen oder torischen Fläche um weniger als 20 μm, bevorzugt weniger als 10 μm und noch bevorzugter um weniger als 5 μm abweichen. Damit ist die Herstellung des Abbildungsobjektivs vereinfacht, da zunächst die bestangepaßte rotationsasphärische bzw. torische Fläche hergestellt wird und die dann noch vorliegende Abweichung durch Materialabtrag mittels konventioneller Feinkorrekturverfahren, wie z. B. ein ionenstrahlinduziertes Abtragen, durchgeführt wird.
  • Bei dem Abbildungsobjektiv kann mindestens eine optische Wirkfläche als rotationssymmetrische Asphäre zur Korrektur rotationssymmetrischer (z. B aperturabhängiger oder feldabhängiger) Abbildungsfehler ausgebildet werden.
  • Ferner kann bei dem Abbildungsobjektiv eine oder mehrere der optischen Wirkflächen als Fokussiergruppe gemeinsam axial verschiebbar vorgesehen sein, um das Abbildungsobjektiv zu fokussieren, wobei jede der Brennweiten der Fokussiergruppe in beiden Hauptschnitten umgekehrt proportional ist zur jeweiligen Brennweite des Abbildungsobjektivs im entsprechenden Hauptschnitt. Bei einem solchen Abbildungsobjektiv kann mittels nur einer Bewegung die gewünschte Fokussierung durchgeführt werden, ohne daß sich die sonstigen Abbildungseigenschaften des Abbildungsobjektives nachteilig verändern. Zur Bewegung der Fokussiergruppe kann insbesondere ein Aktuator bzw. ein Stellglied vorgesehen sein.
  • Das erfindungsgemäße Abbildungsobjektiv kann so ausgebildet sein, daß es eine anamorphotische Abbildung von unendlich nach endlich, von endlich nach endlich oder von endlich nach unendlich durchführt. Als unendlich wird hier insbesondere ein Objekt- bzw. Bildabstand verstanden, der mindestens größer ist als das 100-fache der längeren der beiden Brennweiten in den beiden Hauptschnitte des Abbildungsobjektives.
  • Das Abbildungsobjektiv kann als alleiniges Abbildungsobjektiv für die gewünschte anamorphotische Abbildung eingesetzt werden. Es ist jedoch auch möglich, das Abbildungsobjektiv als Zwischenabbildungsobjektiv einzusetzen, um ein von einem herkömmlichen Objektiv abgebildetes Bild im Wege einer Zwischenabbildung auf die Bildebene anamorphotisch abzubilden.
  • Es wird ferner ein Herstellungsverfahren eines anamorphotischen Abbildungsobjektives bereitgestellt, bei dem zunächst das anamorphotische Abbildungsobjektiv entworfen, aus dem Entwurf Herstellungsdaten abgeleitet und auf der Basis der Herstellungsdaten das Abbildungsobjektiv hergestellt wird, wobei bei dem Entwerfen des Abbildungsobjektivs von einem noch nicht auskorrigierten Modellobjektiv mit mehreren optischen Wirkflächen, von denen zumindest eine anamorphotisch ausgebildet ist, ausgegangen wird, und dann eine rechnerische Optimierung derart durchgeführt wird, daß die Aufteilung der für die gewünschte anamorphotische Abbildung erforderliche Brechkraft, die in den beiden zueinander senkrechten, optischen Hauptschritten des Abbildungsobjektivs verschieden ist, auf die optischen Wirkflächen in beiden optischen Hauptschritten jeweils nach dem Kriterium durchgeführt wird, daß Bildfehler des Abbildungsobjektivs minimiert werden.
  • Durch ein solches Vorgehen wird die bisher übliche strukturelle Trennung von einem Grundobjektiv und zusätzlichen anamorphotischen Zusatzgliedern aufgegeben, wodurch die Abbildungsfehler äußerst gering gehalten werden kann und gleichzeitig eine besonders kurze Baulänge bei dem Abbildungsobjektiv erreichbar ist.
  • Bei dem Verfahren können mehrere optische Wirkflächen des Modellobjektivs jeweils anamorphotisch ausgebildet sein und kann bei der rechnerischen Optimierung nach der durchgeführten Aufteilung der Brechkraft für jede anamorphotische Wirkfläche der Unterschied der beiden Brechkräfte (und somit der entsprechenden Krümmungsradien) in den Hauptschnitten ermittelt werden, und bei Überschreiten eines Mindestwertes kann die Wirkfläche als anamorphotische Wirkfläche und bei Unterschreiten des Mindestwertes kann die Wirkfläche als rotationssymmetrische Wirkfläche festgelegt werden. Damit kann die Anzahl der anamorphotischen Wirkflächen minimiert werden, was die Herstellbarkeit des Objektivs erleichtert.
  • Ferner kann zumindest eine der anamorphotischen Wirkflächen als Freiformfläche vorgesehen sein, die in zumindest einem der beiden Hauptschnitte eine asphärische Kontur sowie in den Hauptschnitten liegenden Spiegelsymmetrieebenen aufweist. Die zumindest eine Freiformfläche kann in beiden Hauptschnitten eine unterschiedliche Scheitelkrümmung aufweisen.
  • Das erfindungsgemäße Abbildungsobjektiv kann ein effektives Öffnungsverhältnis (Quadratwurzel des Produkts der beiden Öffnungsverhältnisse im vertikalen und horizontalen Hauptschnitt der Abbildung) von bevorzugt kleiner oder gleich 2,0, insbesondere kleiner oder gleich 1,7 und insbesondere bevorzugt kleiner oder gleich 1,4 aufweisen, wobei die Baulänge bevorzugt kleiner als 250 mm und insbesondere bevorzugt kleiner als 200 mm bei einer Bildfeldgröße von 18,8 × 22,4 mm sein kann. Unter der Baulänge wird hier der Scheitelabstand vom Scheitel der ersten Linse bis zur Bildebene verstanden.
  • Es versteht sich, daß die vorstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden Merkmale nicht nur in den angegebenen Kombinationen, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung einsetzbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen.
  • Nachfolgend wird die Erfindung beispielsweise anhand der beigefügten Zeichnungen, die auch erfindungswesentliche Merkmale offenbaren, noch näher erläutert. Es zeigen:
  • 1 einen vertikalen Linsenschnitt eines anamorphotischen Abbildungsobjektivs gemäß einer ersten Ausführungsform;
  • 2 einen horizontalen Linsenschnitt des anamorphotischen Abbildungsobjektivs von 1;
  • 3 eine schematische Darstellung zur Erläuterung der Positionierung der Freiformfläche im Abbildungsobjektiv;
  • 4 Bildfehlerkurven für das Abbildungsobjektiv von 1 und 2;
  • 5 Bildfehlerkurven für das Abbildungsobjektiv von 1 und 2;
  • 6 Bildfehlerkurven für das Abbildungsobjektiv von 1 und 2;
  • 7 Bildfehlerkurven für das Abbildungsobjektiv von 1 und 2;
  • 8 Bildfehlerkurven für das Abbildungsobjektiv von 1 und 2;
  • 9 Bildfehlerkurven für das Abbildungsobjektiv von 1 und 2;
  • 10 eine schematische Darstellung zur Erläuterung der durch das Abbildungsobjektiv 1 von 1 bedingten Verzeichnung;
  • 11 eine schematische Darstellung zur Erläuterung der durch das Abbildungsobjektiv 1 von 1 bedingten Verzeichnung;
  • 12 einen vertikalen Linsenschnitt eines anamorphotischen Abbildungsobjektivs gemäß einer zweiten Ausführungsform;
  • 13 einen horizontalen Linsenschnitt des anamorphotischen Abbildungsobjektivs von 12;
  • 14 Bildfehlerkurven für das Abbildungsobjektiv gemäß 12 und 13;
  • 15 Bildfehlerkurven für das Abbildungsobjektiv gemäß 12 und 13;
  • 16 Bildfehlerkurven für das Abbildungsobjektiv gemäß 12 und 13;
  • 17 Bildfehlerkurven für das Abbildungsobjektiv gemäß 12 und 13;
  • 18 Bildfehlerkurven für das Abbildungsobjektiv gemäß 12 und 13;
  • 19 Bildfehlerkurven für das Abbildungsobjektiv gemäß 12 und 13;
  • 20 eine schematische Darstellung zur Erläuterung der durch das Abbildungsobjektiv von 12 und 13 bedingten Verzeichnung;
  • 21 eine schematische Darstellung zur Erläuterung der durch das Abbildungsobjektiv von 12 und 13 bedingten Verzeichnung;
  • 22 einen vertikalen Linsenschnitt eines anamorphotischen Abbildungsobjektives gemäß einer dritten Ausführungsform;
  • 23 einen horizontalen Linsenschnitt des Abbildungsobjektivs von 22;
  • 24 einen vertikalen Linsenschnitt des Abbildungsobjektivs von 22 und 23 zusammen mit einem Grundobjektiv 41, und
  • 25 einen horizontalen Linsenschnitt der Darstellung von 24.
  • Bei der in den 1 und 2 gezeigten Ausführungsform umfaßt das erfindungsgemäße anamorphotische Abbildungsobjektiv 1 sechzehn Linsen 217, wobei zwei optische Wirkflächen (F2, F13) der sechzehn Linsen als Freiformflächen im Sinne der vorliegenden Erfindung ausgebildet sind.
  • Unter einer Freiformfläche im Sinne der Erfindung wird eine anamorphotische optische Wirkfläche verstanden, die in zumindest einem der beiden Hauptschnitte eine asphärische Kontur aufweist und die genau zwei Spiegelsymmetrieebenen aufweist, wobei die Hauptschnitte in den Spiegelsymmetrieebenen liegen.
  • Die Freiformfläche kann, muß aber nicht, in ihren beiden Hauptschnitten (beispielsweise vertikaler Hauptschnitt (1) und horizontaler Hauptschnitt (2)) eine unterschiedliche Scheitelkrümmung aufweisen.
  • Die Freiformfläche ist insbesondere so ausgebildet, daß sich die Brechkraft mit zweifacher Symmetrie ändert, wenn man entlang eines azimutalen Kreises einmal um die optische Achse herumwandert. Der azimutale Kreis ist koaxial zur optischen Achse des Abbildungsobjektives und liegt in einer Ebene, die auf beiden Hauptabschnitten jeweils senkrecht steht.
  • Mit solchen Freiformflächen ist es möglich, in den beiden Hauptschnitten die Abbildungseigenschaften voneinander unabhängig einzustellen.
  • Die Freiformfläche F2 der Linse 2 ist hier feldnah positioniert, so daß mittels der Freiformfläche F2 besonders wirksam Bildgeometriefehler (Verzeichnungen) korrigiert werden können. Als feldnah wird hier eine Positionierung bezeichnet, bei der der Betrag von r2/r1 größer als 0,5, bevorzugt größer als 1 und besonders bevorzugt größer als 2 ist. Dabei bezeichnet r1 die Strahlhöhe eines Hauptstrahls eines radial maximal von der optischen Achse OA entfernten Feldpunktes P1, wobei der Hauptstrahl der vom Feldpunkt ausgehende Strahl ist, der durch die Mitte der Blende B des Abbildungsobjektivs 1 verläuft. r2 ist die Strahlhöhe eines Randstrahls eines auf der optischen Achse OA liegenden Feldpunktes. Die Strahlhöhen r1 und r2 sind in der schematischen Darstellung von 3 eingezeichnet, in der nur das abzubildende Feld (Objekt) O, die Feldpunkte P1, P2, die von diesen Feldpunkten P1, P2 ausgehenden Strahlenbündel S1, S2, der Hauptstrahl H1 des ersten Strahlenbündels S1, der Randstrahl R2 des Strahlenbündels S2 bis zu einer ersten Linse L, die stellvertretend für eine der Linsen 217 dargestellt ist, des Objektives eingezeichnet sind.
  • Durch die feldnahe Positionierung der Freiformfläche F2 kann der Hauptstrahlverlauf in beiden Hauptschnitten voneinander unabhängig beeinflußt werden. Dadurch können auch solche Formen von Verzeichnungen korrigiert werden, die im horizontalen und vertikalen Hauptschnitt eine unterschiedliche Abhängigkeit von der jeweils im Hauptschnitt vorliegenden Bild- bzw. Strahlhöhe besitzen.
  • Mit dem erfindungsgemäßen Abbildungsobjektiv 1 kann die Verzeichnung so korrigiert werden, daß die maximale Ablage eines Durchstoßpunktes eines von einem Feldpunkt ausgehenden Hauptstrahles durch die Empfänger- bzw. Bildebene G vom idealen Bildort des Feld- bzw. Objektpunktes um weniger als 3% der Bildhöhe abweicht, wobei als Bildhöhe der radiale Abstand des idealen Bildpunktes von der optischen Achse in der Empfängerebene verstanden wird.
  • Die zweite Freiformfläche F13 der Linse 9 ist aperturnah positioniert. Unter einer aperturnahen Positionierung wird hier verstanden, daß der Betrag von r2/r1 kleiner als 0,5, bevorzugt kleiner als 0,2 und noch bevorzugter kleiner als 0,1 ist. Durch diese aperturnahe Positionierung kann mittels der in den beiden Hauptschnitten getrennt voneinander einstellbaren Brechkraft der Freiformfläche F13 eine wirksame Korrektur von Koma und Astigmatismus achsnaher Strahlenbündel erzielt werden.
  • Mit den beiden Freiformflächen F2 und F13 können nicht nur die Bildgeometriefehler (Freiformfläche F2) und die aperturabhängigen Abbildungsfehler (Freiformfläche F13) sondern auch noch gemischte Bildfehler, die sowohl feld- als auch aperturabhängig sind, korrigiert werden.
  • Die Freiformflächen F2 und F13 können gemäß der nachfolgenden Formel 1
    Figure 00090001
    beschrieben werden. Hierbei bezeichnen x, y und z die drei kartesischen Koordinaten eines auf der Flache liegenden Punktes im lokalen flächenbezogenen Koordinatensystem. R, k sowie die Koeffizienten Cm,n sind in der nachfolgenden Tabelle 1 angegeben. Zur Vereinfachung der Darstellung sind in der Tabelle 1 die Koeffizienten Cm,n als C(m, n) bezeichnet. Tabelle 1
    Koeffizient F2 F13
    R 90.00 60.42
    k –1.0556E+01 0.00000
    C(2,0) 7.0000E-03 1.7860E-03
    C(0,2) 4.8334E-03 2.5915E-03
    C(4,4) 2.0296E-06 –4.5517E-07
    C(2,2) 3.8351E-06 –8.5440E-07
    C(0,4) 2.0052E-06 –4.3275E-07
    C(6,0) –6.7479E-10 –1.1871E-10
    C(4,2) –1.9945E-09 –2.4819E-10
    C(2,4) -2.1496E-09 –1.7240E-10
    C(0,6) -7.3872E-10 –1.0005E-10
  • In der nachfolgenden Tabelle 2 sind die Systemgrunddaten für das Abbildungsobjektiv 1 angegeben, wobei die Flächentypen mit Free für Freiformflächen, mit Sph für sphärische Flächen, Cyl für Zylinderflächen sowie mit Asp für Asphären bezeichnet sind. Rx und Ry bezeichnen die Radien im horizontalen Hauptschnitt (2) bzw. im vertikalen Hauptschnitt (1). In der Spalte Abstand ist jeweils der Abstand der Fläche der zugeordneten Zeile zur nächsten Fläche auf der optischen Achse angegeben. In der Spalte Material ist die Handelsbezeichnung des verwendeten Linsenmaterials eingetragen.
  • Die Linsen 4 und 5 sind miteinander verkittet. In der Tabelle 2 ist nur die Kittfläche F6 der Linse 4 angegeben. Die entsprechende Fläche der Linse 5 weist die dazu komplementäre Krümmung auf. Gleiches gilt für die Kittfläche F11 der Linse 7, für die Kittfläche F16 der Linse 10, für die Kittfläche F21 der Linse 13 und für die Kittfläche F22 der Linse 14. Tabelle 2
    Fläche Flächentyp Rx Ry Abstand Material
    F1 Sph 110.38 110.38 4.34783 NLASF44
    F2 Free 12.80000
    F3 Sph –148.08 –148.08 5.00000 FK51
    F4 Cyl 73.04 8.5000
    F5 Cyl 54.80 5.60000 FK51
    F6 Sph 50.41 50.41 9.60000 SF6
    F7 Cyl 93.72 19.27856
    F8 Sph –39.47 –39.47 3.80435 LLF6
    F9 Cyl –80.10 1.00000
    F10 Cyl –149.89 3.69565 LAFN7
    F11 Sph 91.42 91.42 16.62994 NPSK53
    F12 Sph –57.54 –57.54 0.05435
    F13 Free 13.98627 NPSK53
    F14 Sph –228.48 –228.48 0.05435
    F15 Sph 33.00 33.00 16.81171 NPSK53
    F16 Sph –238.23 –238.23 2.83656 SF2
    F17 Sph 18.84 18.84 8.20000
    B Blende 3.95784
    Fläche Flächentyp Rx Ry Abstand Material
    F18 Asp –125.55 –125.55 2.50000 SF5
    F19 Sph 80.02 80.02 3.31293
    F20 Cyl –89.07 5.40000 NLAF34
    F21 Cyl –34.69 2.50000 F5
    F22 Sph 24.38 24.38 5.22183 NPSK53
    F23 Sph 58.00 58.00 3.14136
    F24 Sph –186.29 –186.29 3.15694 NPSK53
    F25 Sph –57.16 –57.16 0.05000
    F26 Sph 85.82 85.82 6.55954 NLASF44
    F27 Sph –39.89 –39.89 32.00000
    G
  • Die Materialdaten sind in der weiter unten angegebenen Tabelle 10 für dieses sowie auch für die nachfolgenden Ausführungsformen angegeben.
  • Eine ausreichend gute Bildfehlerkorrektur kann in der Regel erreicht werden, wenn die Polynomentwicklung der Freiformflächen Therme bis zur maximalen Ordnung von m + n ≤ 10 enthält. Im hier beschriebenen Ausführungsbeispiel sind jedoch lediglich Therme bis zur Ordnung n + m ≤ 6 verwendet worden, da schon mit solchen Freiformflächen hervorragende Ergebnisse erzielt werden können. Aufgrund der zweifachen Spiegelsymmetrie der Freiformflächen F2 und F13 und somit auch der anamorphotischen Abbildung sind nur solche Terme ungleich Null und somit zu berücksichtigen, für die sowohl m als auch n eine gerade Zahl ist.
  • Die Asphäre (Fläche F18) ist hier als Rotationsasphäre ausgebildet und kann gemäß der nachfolgenden Formel 2 beschrieben werden.
  • Figure 00110001
  • Der Radius R der Formel 2 ist der Wert des Radius Rx bzw. Ry der Tabelle 2. Die Koeffizienten k, A, B, C und D sind in der nachfolgenden Tabelle 3 angegeben. Tabelle 3
    Koeffizient F18
    k 18.348923
    A –0.128277E-04
    B –0.112763E-07
    C 0.407191E-10
    D –0.171872E-12
  • In den 46 sind Darstellungen der Bildfehlerkurven für das anamorphotische Abbildungsobjektiv 1 gemäß 1 und 2 gezeigt, wobei in den 46 jeweils zwei Spalten von Bildfehlerkurven dargestellt sind. Die linke Spalte bezieht sich auf die vertikale Ebene (y-z-Ebene) und die rechte Spalte auf die dazu senkrechte horizontale Ebene (x-z-Ebene). Die Bildfehler sind in Millimeter jeweils für die Wellenlängen 656, 546 und 453 nm (mit den Bezugszeichen W1, W2 und W3 bezeichnet) dargestellt. Die Kurven W1 sind gestrichelt, die Kurven W2 sind als durchgehende Linien und die Kurven W3 sind als Punkt-Punkt-Strich-Strich-Strich-Linien gezeichnet. Zwischen den entsprechenden Bildfehlerkurven für die vertikale und horizontale Ebene sind jeweils die relative x- und y-Bildkoordinate angegeben, wobei sich diese relativen Bildkoordinaten auf einen rechteckförmigen Quadranten von 11,2 × 9,4 mm des erzeugten Bildformats in der Bildebene G bezieht. Wegen der Spiegelsymmetrien sämtlicher optischen Wirkflächen F1–F27 ergeben sich die Bildfehlerdarstellungen in den anderen drei Quadranten des Bildes entsprechend, so daß eine Optimierung des Abbildungssystems für nur einen Quadranten ausreicht.
  • Zwischen den beiden obersten Bildfehlerkurven in 4 sind als relative Koordinaten 0,25 für x und 0,72 für y angegeben. Das entspricht somit einem x-Wert von 2,8 mm (0,25 × 11,2 mm = 2,8 mm) und einem y-Wert von 6,8 mm (0,72 × 9,4 mm = 6,8 mm) im betrachteten Quadranten.
  • Unter den relativen x- und y-Koordinaten sind jeweils die Hauptstrahlwinkel im Objektraum angegeben. Bei den beiden obersten Bildfehlerkurven in 4 betragen die Hauptstrahlwinkel 6,41° und 7,76°.
  • Die Darstellungen von 4 bis 6 betreffen eine Objektentfernung von unendlich. Als unendliche Objektentfernung wird hier jede Objektentfernung angesehen, die größer ist als das 10-fache der größeren der beiden Brennweiten der Hauptschnitte des Abbildungsobjektives 1.
  • Bei dem Abbildungsobjektiv 1 von den 1 und 2 ist eine Fokussierung dadurch möglich, daß die Linse 6 axial verschoben wird. In den 7, 8 und 9 sind entsprechende Bildfehlerdarstellungen wie in den 4 bis 6 gezeigt, wobei durch Verschieben der Linse 6 in axialer Richtung auf eine Objektentfernung von 600 mm (Objektentfernung ist Abstand zwischen abzubildendem Objekt und Bildebene G) scharfgestellt ist. Wie den Bildfehlerkurven zu entnehmen ist, ist das Abbildungsobjektiv 1 ausgezeichnet korrigiert.
  • In 10 ist die durch das Abbildungsobjektiv 1 bedingte Verzeichnung schematisch dargestellt. Dazu ist mit durchgezogenen Linien ein regelmäßiges Raster GR1 gezeigt, das bei einer optimalen Abbildung als Bild vorliegen würde. Mit gestrichelten Linien ist die tatsächliche Abbildung GR2 eines solchen Rasters in die Bildebene eingezeichnet. Die Darstellung von 11 ist für eine unendliche Objektentfernung. Eine gleiche Darstellung ist in 11 gezeigt, wobei hier die Objektentfernung 600 mm beträgt.
  • Wie den 10 und 11 zu entnehmen ist, verlaufen die Gitterlinien quasi parallel zueinander und sind häufig auch noch deckungsgleich. Die vorliegende Restverzeichnung ist somit äußerst gering. Insbesondere ist lediglich ein Parallelversatz der Gitterlinien, wenn überhaupt, vorhanden, was optisch viel weniger störend ist, als wenn die Verzeichnung zu einer Durchbiegung der Gitterlinien führen würde.
  • Das Abbildungsobjektiv von 1 und 2 weist eine horizontale Brennweite von 25 mm, eine vertikale Brennweite von 50 mm, eine vertikale Öffnungszahl von 1,48, eine horizontale Öffnungszahl von 1,31, eine effektive Öffnungszahl von 1,39 sowie einen Entfernungs- bzw. Fokussierwirkbereich von unendlich bis 400 mm auf. Als Entfernungsbereich wird hier der Abstand des Objekts von der Bildebene G verstanden. Die Bildgröße (also das Bildformat) beträgt 22,4 mm × 18,8 mm. Die Baulänge des Abbildungsobjektives 1 vom Scheitel der ersten Linse 2 bis zur Bildebene G beträgt 200 mm.
  • Bei dem erfindungsgemäßen Abbildungsobjektiv können die Freiformflächen insbesondere derart ausgelegt werden, daß sie von einer im Mittel bestangepaßten rotationsasphärischen Fläche um weniger als 20 μm, bevorzugt weniger als 10 μm und noch bevorzugter um weniger als 5 μm abweichen. Dadurch wird der Vorteil erreicht, daß häufig eine ausreichend optische Korrektur der oben angesprochenen Bildfehler mit einer solchen Freiformfläche erreicht werden kann und gleichzeitig die Herstellung solcher Freiformflächen vereinfacht ist, da solche Freiformflächen interferometisch einfach prüfbar bleiben.
  • Es kann auch vorteilhaft sein, daß die erfindungsgemäßen Freiformflächen bevorzugt so ausgelegt werden, daß die von einer im Mittel bestangepaßten torischen Fläche um weniger als 20 μm, bevorzugt um weniger als 10 μm und noch bevorzugter um weniger als 5 μm abweichen. Auch in diesem Falle kann die optische Wirkung häufig ausreichen und es ist leichter, die Freiformflächen herzustellen. So können beispielsweise die Freiformflächen dann dadurch hergestellt werden, daß zunächst eine torische Ausgangsfläche mit konventionellen Methoden gefertigt wird, die anschließend mit Feinkorrekturverfahren, wie z. B. ionenstrahlinduziertem Abtrag, zur gewünschten Freiformfläche feinbearbeitet werden. Solche angesprochenen Feinkorrekturverfahren sind in der Regel lediglich zum Abtrag einer wenige Mikrometer dicken Glasschicht geeignet, was hier natürlich ausreichen würde.
  • In den 12 und 13 ist eine zweite Ausführungsform des erfindungsgemäßen Abbildungsobjektivs 1 gezeigt, das fünfzehn Linsen 32, 33, 34 ... 46 aufweist. Die optischen Wirkflächen F32 sowie F43 sind wiederum als Freiformflächen im Sinne der vorliegenden Erfindung ausgebildet. Die entsprechenden Parameter für die Beschreibung der Freiformflächen gemäß Formel 1 sind in der nachfolgenden Tabelle 4 angegeben. Tabelle 4
    Koeffizient F32 F43
    R 85,00 49,26
    k –8.4414E+00 0.00000
    C(2,0) 8.9967E-03 7.7570E-04
    C(0,2) 5.0000E-03 1.6857E-03
    C(4,4) 1.9429E-06 –6.9039E-07
    C(2,2) 3.5814E-06 –1.1948E-06
    C(0,4) 1.7072E-06 –5.2138E-07
    C(6,0) –4.1652E-10 –2.0882E-10
    C(4,2) –1.3611E-09 –4.6194E-10
    C(2,4) –1.5391E-09 –3.5690E-10
    C(0,6) –5.1280E-10 –1.4056E-10
  • Der Grundaufbau des Abbildungsobjektivs 1 von 12 und 13 ist der Tabelle 5 zu entnehmen, die in gleicher Weise wie Tabelle 2 aufgebaut ist. Auch hier ist von den Kittflächen zweier miteinander verkitteten Linsen nur jeweils die Kittfläche der in den 12, 13 weiter links angeordneten Linse angegeben. Dies trifft hier auf die Kittflächen F36, F41, F46, F51 und F52 der Linsen 34, 37, 40, 43 und 44 zu. Tabelle 5
    Fläche Flächentyp Rx Ry Abstand Material
    F31 190.69 190.69 4.00000 NLAF2
    F32 Free 14.00000
    F33 Cyl –349.98 5.20000 FK51
    Fläche Flächentyp Rx Ry Abstand Material
    F34 Cyl 74.81 10.80000
    F35 Cyl 58.79 5.60000 FK51
    F36 Sph 48.95 48.95 11.50000 SF6
    F37 Cyl 86.31 20.38439
    F38 Sph –40.92 –40.92 3.50000 FK5
    F39 Cyl –94.57 1.00000
    F40 Cyl –198.00 3.40000 LAFN7
    F41 Sph 64.19 64.19 16.05617 NPSK53
    F42 Sph –56.76 –56.76 0.05000
    F43 Free 12.96738 NPSK53
    F44 Sph –268.77 –268.77 0.05000
    F45 Sph 30.50 30.50 13.23245 NPSK53
    F46 Sph 297.66 297.66 4.08707 SF5
    F47 Sph 18.31 18.31 6.88309
    B Blende 4.91416
    F48 Asp –66.61 –66.61 2.50000 F2
    F49 Sph 60.20 60.20 3.61006
    F50 Cyl –124.51 6.00000 NLASF44
    F51 Cyl –39.95 2.500000 F2
    F52 Sph 35.97 35.97 10.21524 NPSK53
    F53 Sph –52.34 –52.34 0.05000
    F54 Sph 237.93 237.93 5.00000 NLASF44
    F55 Sph –44.97 –44.97 30.5000
    G
  • Die Asphärenkoeffizienten der asphärischen Fläche F48 sind in der nachfolgenden Tabelle 6 angegeben. Tabelle 6:
    Koeffizient F48
    K 6.589294
    A –0.136083E-04
    B –0.898749E-08
    C 0.444310E-10
    D –0.175215E-12
  • In den 1416 sind die Bildfehler in gleicher Weise wie in den 4 bis 6 dargestellt. Es kann daher auf die entsprechende obige Beschreibung verwiesen werden. Die Bildgröße des Abbildungsobjektives 1 gemäß 12 und 13 beträgt wiederum 22,4 mm × 18,8 mm und in den Bildfehlerkurven ist wiederum nur ein rechteckförmiger Quadrant des Bildfeldes betrachtet. Die Objektentfernung beträgt bei den Darstellungen von 14 bis 16 unendlich.
  • Das Abbildungsobjektiv 1 von 12 und 13 weist eine horizontale Brennweite von 20 mm, eine vertikale Brennweite von 40 mm, eine vertikale Öffnungszahl von 1,47, eine horizontale Öffnungszahl von 1,30, eine effektive Öffnungszahl von 1,38 auf. Der Entfernungsbereich beträgt unendlich bis 372 mm, wobei die Baulänge vom Scheitel der ersten Linse 22 bis zur Bildebene 198 mm beträgt.
  • Durch ein im wesentlichen gegenläufiges Verschieben der Linsen 33 und 36 ist eine Änderung des Entfernungsbereiches möglich. In den Bildfehlerkurven 17 bis 19 beträgt die Objektentfernung 600 mm.
  • 20 und 21 sind entsprechende Darstellungen zu 10 und 11 und zeigen die Verzeichnung für das Abbildungsobjektiv 1 von 12 und 13 für eine Objektentfernung von unendlich (20) sowie eine Objektentfernung von 600 mm (21). Aus diesen Bildfehlerkurven und Verzeichnungskurven ergibt sich, daß das Abbildungsobjektiv 1 ausgezeichnet korrigiert ist.
  • Das erfindungsgemäße anamorphotische Abbildungsobjektiv 1 kann auch als Zwischenabbildungsobjektiv ausgebildet werden, das zusammen mit einem nicht anamorphotischen Grundobjektiv dann eine gewünschte anamorphotische Abbildung erzeugt. Dazu wird das anamorphotische Abbildungsobjektiv 1 zwischen der bildseitig letzten Linse des Grundobjektivs 41 und der Empfänger- bzw. Bildebene G angeordnet. In den 22 und 23 ist der vertikale und horizontale Linsenschnitt des Zwischenabbildungsobjektives 1 gezeigt. In den 24 und 25 sind wiederum jeweils der vertikale und horizontale Linsenschnitt gezeigt, wobei zusätzlich zu dem Abbildungsobjektiv 1 noch das Grundobjektiv 41 mit dargestellt ist.
  • Das Abbildungsobjektiv 1 bildet das vom Grundobjektiv 41 erzeugte Zwischenbild (das das ursprüngliche Bild des Zwischenobjektivs sein kann, wenn das Abbildungsobjektiv für ein schon existierendes Grundobjektiv 41 entworfen sind) in der vertikalen und horizontalen Hauptschnittebene mit unterschiedlichen Abbildungsmaßstäben ab, so daß die gewünschte anamorphotische Abbildung erzeugt wird. Dies kann z. B. bei dem Umkopieren eines Kinofilms von einem Masterfilmstreifen auf ein Kopiefilmstreifen bei gleichzeitiger Änderung des anamorphotischen Verhältnisses verwendet werden. Dies ist ein Beispiel für eine Abbildung endlich auf endlich.
  • Das Abbildungsobjektiv 1 von 22 und 23 weist zwölf Linsen 6273 auf, wobei zwei optische Wirkflächen (F65 und F82) als Freiformflächen ausgebildet sind. Die Freiformflächen F65, F82 können gemäß der obigen Formel 1 beschrieben werden, wobei die Parameterwerte in der nachfolgenden Tabelle 7 angegeben sind. Tabelle 7
    F65 F82
    R –28.02 35.24
    k 0.0000E+00 0.0000E+00
    C(2,0) 8.3909E-03 2.9999E-03
    C(0,2) –8.5923E-03 –1.4638E-03
    C(4,4) 0.0000E+00 0.0000E+00
    C(2,2) 0.0000E+00 0.0000E+00
    C(0,4) 4.8760E-06 2.9922E-07
    C(6,0) 1.7837E-05 –9.5696E-07
    C(4,2) –8.6199E-07 –5.6140E-07
    C(2,4) 0.0000E+00 0.0000E+00
    C(0,6) 0.0000E+00 0.0000E+00
    C(2,0) 0.0000E+00 0.0000E+00
    C(0,2) 4.3993E-09 1.1035E-09
    C(4,4) 2.0554E-09 5.1752E-10
    C(2,2) –1.8451E-09 2.9810E-10
    C(0,4) 1.2712E-08 6.4566E-10
  • Die Flächen F71 und F73 sind als Rotationsasphären ausgebildet. Sie können gemäß der obigen Formel 2 beschrieben werden. Die Parameter sind in der nachfolgenden Tabelle 8 enthalten. Tabelle 8
    F71 F73
    K –0.405186E+00 0.0000E+00
    A –0.578146E-06 –0.147882E-04
    B –0.568605E-09 –0.528371E-08
    C 0.461823E-12 –0.773326E-10
    D –0.327497E-15 0.181664E-12
  • Der grundlegende Systemaufbau ist der nachfolgenden Tabelle 9 in Verbindung mit 2225 zu entnehmen, wobei die weiteren Flächen entweder sphärisch gekrümmt sind (wenn die Radien Rx und Ry gleich sind) oder torische Flächen sind (wenn die Radien Rx und Ry unterschiedlich sind). Die Linsen 64 und 65 sind verkittet, so daß nun die Kittfläche F67 in der Tabelle 9 angegeben sind. Gleiches gilt für die verkitteten Linsen 69 und 70, für die nur die Kittfläche F76 angegeben ist. Tabelle 9
    Fläche Rx Ry Abstand Material
    B 60.0000
    F62 32.28 64.62 6.5000 NSF4
    F63 22.52 22.55 18.7658
    F64 –22.89 –54.37 6.5670 SLAL56
    F65 10.0000
    F66 –142.46 110.50 6.5510 SF4
    F67 43.33 43.33 14.0000 NPSK53
    F68 –34.61 –82.05 0.7836
    F69 56.12 113.28 9.0000 SFPL51
    F70 –60.04 99.02 0.0100
    F71 38.09 38.09 13.5000 NPSK53
    F72 –469.92 –155.54 24.0431
    F73 44.16 44.16 17.0933 NFK51
    F74 38.17 69.98 2.2100
    F75 262.38 161.73 8.0000 NFK51
    F76 –15.47 –14.50 5.0000 LAFN7
    F77 -75.82 –95.40 4.4715
    F78 -50.75 –34.52 7.5000 NPSK53
    F79 -25.87 –22.40 0.0100
    F80 -42.02 –253.90 6.5000 NPSK53
    F81 -37.88 –54.15 0.1000
    F82 7.6000 NLAF3
    F83 210.97 180.73 32.5000
    G
  • Das erfindungsgemäße Abbildungsobjektiv 1 kann so ausgelegt werden, daß im Bildraum der für eine typische 35 mm Filmkamera benötigte Arbeitsabstand von mehr als 32 mm eingehalten ist.
  • Im einfachsten Fall kann das Zwischenabbildungsobjektiv 1 ferner so ausgebildet werden, daß sich alle Linsen des Abbildungsobjektives 1 hinter der Zwischenbildebene befinden, in die das Grundobjektiv 41 das Bild abbildet. In diesem Falle wäre es z. B. möglich, das Abbildungsobjektiv 1 auch mit solchen Grundobjektiven zu verwenden, die nahezu keine freie Schnittweite vor dem Bildempfänger aufweisen.
  • Bevorzugt kann das Abbildungsobjektiv 1 zur Minimierung der Gesamtbaulänge des kombinierten Systems aus Grundobjektiv 41 und Abbildungsobjektiv 1 aber derart ausgebildet werden, daß sich ein oder mehrere Linsen des Abbildungsobjektives 1 zwischen der bildseitig letzten Linse des Grundobjektivs 41 und der Zwischenbildebene befinden. In diesem Fall braucht das Zwischenbild für sich nicht besonders korrigiert zu sein und kann zu einer reinen Zwischenkaustik degenerieren. Mit Zwischenkaustik ist gemeint, daß die Strahlen, die von einem Feldpunkt ausgehen, in den beiden Hauptschnitten sich in unterschiedlicher axialer Position schneiden, so daß im herkömmlichen Sinne kein wahrnehmbares Zwischenbild mehr vorliegt.
  • Der Teil des Abbildungsobjektives 1, der sich zwischen der bildseitigen letzten Linse des Grundobjektivs 41 und der Zwischenbildebene befindet, kann zur Kompensation von Bildfehlern eingesetzt werden, die durch den restlichen Teil des Abbildungsobjektives 1 erzeugt werden. Auf diese Weise lassen sich gleichzeitig eine kurze Gesamtbaulänge und eine hervorragende Bildqualität in der Filmebene erreichen.
  • Ferner ist die Zwischenkaustik gegenüber einem Zwischenbild sogar vorteilhaft. So können Verschmutzungen auf optischen Flächen in der Nähe des Zwischenbildes keine zu starke lokale Abschattung im Bild bewirken. Insbesondere kann das Grundobjektiv und/oder das Abbildungsobjektiv 1, falls es optische Wirkflächen zwischen der bildseitigen letzten Linse des Grundobjektives 41 und der Zwischenbildebene aufweist, so ausgebildet werden, daß die gewünschte Zwischenkaustik vorliegt. So kann z. B. die Strahlvereinigung im Bereich der Zwischenkaustik im horizontalen und vertikalen Schnitt um mehr als 1 cm auseinanderfallen. Dadurch entsteht in keiner Schnittebene ein scharfes Zwischenbild und die Empfindlichkeit der Optik gegen Oberflächenfehler und Verschmutzungen wird wirksam herabgesetzt.
  • Das Abbildungsobjektiv 1 weist eine elliptische Aperturblende mit Radius Rx = 30 mm und Ry = 40 mm auf. Das Objektfeld ist rechteckig und hat eine Seitenlänge von 24 mm in x-Richtung und 9 mm in y-Richtung. Es liegt keine künstliche Vignettierung an Linsenberandungen vor.
  • Die beschriebenen Abbildungsobjektive 1 können beispielsweise wie folgt entworfen werden. Es wird zunächst von einem noch nicht auskorrigierten Modellobjektiv, das als Rechenmodell vorliegt, mit rotationssymmetrischen optischen Wirkflächen ausgegangen. Mehrere der optischen Wirkflächen werden dann als anamorphotische Wirkflächen (mit unterschiedlichen Brechkräften in den beiden Hauptschnitten) definiert. Dann wird eine numerische Optimierung für die gewünschte anamorphotische Abbildung durchgeführt, wobei als Kriterium bzw. Randbedingung die Minimierung eines oder mehrerer Abbildungsfehler gefordert wird. Es wird somit eine Verteilung der Brechkräfte in beiden optischen Hauptschnitten ausschließlich nach dem Kriterium vorgenommen, daß eine zur Korrektur des bzw. der Abbildungsfehler im jeweiligen Hauptschnitt optimale Anordnung der Brechkräfte erhalten wird.
  • Es wird also nicht wie bisher üblich, von einem in sich schon korrigierten Grundobjektiv, das keine anamorphotische Abbildung sondern eine rotationssymmetrische Abbildung durchführt, ausgegangen, bei dem dann eine Linse als anamorphotische Linse abgewandelt oder eine anamorphotische Linse hinzugefügt wird. Dieses übliche Vorgehen führt zu dem Nachteil, daß durch die Änderung von einer Linse in einem schon korrigierten Objektiv bzw. durch das Hinzufügen der anamorphotische Linse eine Vielzahl von unerwünschten Bildfehlern eingeführt werden.
  • Bei dem hier erfindungsgemäß vorgeschlagenen Vorgehen wird hingegen von Anfang an ein anamorphotischer Ansatz verfolgt, wodurch bessere anamorphotische Objektive entworfen werden können.
  • Aus einem so entworfenen anamorphotischen Objektiv werden die notwendigen Herstellungsdaten abgeleitet und auf der Basis dieser Herstellungsdaten wird dann das Objektiv hergestellt. Tabelle 10
    Material Brechzahl bei 587,56 nm Abbesche Zahl bei 587,56 nm
    F2 1.61295 37.0
    F5 1.62435 35.9
    FK5 1.48749 79.4
    FK51 1.48656 84.5
    LAFN7 1.74950 35.0
    LLF6 1.53172 48.8
    NFK51 1.48656 84.5
    NLAF2 1.74397 44.9
    NLAF3 1.71700 48.0
    NLAF34 1.77250 49.6
    NLASF44 1.80420 46.5
    NPSK53 1.62014 63.5
    NSF4 1.75513 27.4
    SF2 1.64769 33.8
    SF4 1.75520 27.6
    SF5 1.67270 32.2
    SF6 1.80518 25.4
    SFPL51 1.49700 81.5
    SLAL56 1.67790 50.7

Claims (16)

  1. Anamorphotisches Abbildungsobjektiv (1) mit mehreren optischen Wirkflächen (F1–F27, F31–F55, F62–F83), wobei eine der Wirkflächen anamorphotisch und eine der Wirkflächen (F2, F13; F32, F43; F65, F82) als Freiformfläche ausgebildet ist, die in zumindest einem der beiden Hauptschnitte eine asphärische Kontur aufweist und die genau zwei Spiegelsymmetrieebenen aufweist, wobei die Hauptschnitte in den Spiegelsymmetrieebenen liegen.
  2. Abbildungsobjektiv nach Anspruch 1, bei dem die anamorphotische Wirkfläche und die Freiformfläche dieselbe Wirkfläche sind.
  3. Abbildungsobjektiv (1) nach Anspruch 1 oder 2, bei dem mindestens zwei Wirkflächen (F2, F13; F32, F43; F65, F82), insbesondere drei oder vier Wirkflächen, als Freiformflächen ausgebildet sind.
  4. Abbildungsobjektiv (1) nach einem der obigen Ansprüche, bei dem alle optischen Wirkflächen (F1–F27, F31–F55, F62–F83) transparent sind.
  5. Abbildungsobjektiv (1) nach einem der obigen Ansprüche, bei dem zumindest eine optische Wirkfläche (F2, F32, F65), die als Freiformfläche ausgebildet ist, feldnah im Objektiv positioniert ist.
  6. Abbildungsobjektiv (1) nach Anspruch 5, bei dem die zumindest eine Freiformfläche (F2, F32, F65), die feldnah positioniert ist, zur unabhängigen Beeinflussung des Hauptstrahlverlaufes in beiden Hauptschnitten dient.
  7. Abbildungsobjektiv (1) nach einem der obigen Ansprüche, bei dem zumindest eine optische Wirkfläche (F13, F43, F82), die als Freiformfläche ausgebildet ist, aperturnah positioniert ist.
  8. Abbildungsobjektiv (1) nach Anspruch 7, bei dem die zumindest eine Freiformfläche (F13, F43, F82), die aperturnah positioniert ist, zur Korrektur von Koma und Astigmatismus achsnaher Strahlenbündel dient.
  9. Abbildungsobjektiv (1) nach einem der obigen Ansprüche, bei dem zumindest eine Freiformfläche (F2, F13; F32, F43; F65, F82) in beiden Hauptschnitten eine asphärische Kontur aufweist.
  10. Abbildungsobjektiv (1) nach einem der obigen Ansprüche, bei dem mindestens eine optische Wirkfläche (F18, F48) als rotationssymmetrische Asphäre zur Korrektur rotationssymmetrischer Abbildungsfehler ausgebildet ist.
  11. Abbildungsobjektiv nach Anspruch 10, bei dem die mindestens eine optische Wirkfläche (F18, F48), die als rotationssymmetrische Asphäre ausgebildet ist, zur Korrektur aperturabhängiger oder feldabhängiger Abbildungsfehler ausgebildet ist.
  12. Abbildungsobjektiv (1) nach einem der obigen Ansprüche, bei dem eine oder mehrere der optischen Wirkflächen (F8, F9) als Fokussiergruppe gemeinsam axial verschiebbar sind, um das Abbildungsobjektiv (1) zu fokussieren, wobei jede der Brennweiten der Fokussiergruppe in beiden Hauptschnitten umgekehrt proportional ist zur jeweiligen Brennweite des Abbildungsobjektivs im entsprechenden Hauptschnitt.
  13. Herstellungsverfahren eines anamorphotischen Abbildungsobjektives, bei dem zunächst das anamorphotische Abbildungsobjektiv entworfen, aus dem Entwurf Herstellungsdaten abgeleitet und auf der Basis der Herstellungsdaten das Abbildungsobjektiv hergestellt wird, wobei bei dem Entwerfen des Abbildungsobjektives von einem noch nicht auskorrigierten Modellobjektiv mit mehreren optischen Wirkflächen, von denen zumindest eine anamorphotisch ausgebildet ist, ausgegangen wird und dann eine rechnerische Optimierung derart durchgeführt wird, daß die Aufteilung der für die gewünschte anamorphotische Abbildung erforderlichen Brechkraft, die in den beiden zueinander senkrechten, optischen Hauptschnitten des Abbildungsobjektives verschieden ist, auf die optischen Wirkflächen in beiden optischen Hauptschnitten jeweils nach dem Kriterium durchgeführt wird, daß Bildfehler des Abbildungsobjektives minimiert werden.
  14. Verfahren nach Anspruch 13, bei dem mehrere optische Wirkflächen des Modellobjektives anamorphotisch ausgebildet sind und bei der rechnerischen Optimierung nach der durchgeführten Aufteilung der Brechkraft für jede anamorphotische Wirkfläche der Unterschied der beiden Brechkräfte in den Hauptschnitten ermittelt wird, und bei Überschreiten eines Mindestwertes die Wirkfläche als anamorphotische Wirkfläche und bei Unterschreiten des Mindestwertes die Wirkfläche als rotationssymmetrische Wirkfläche festgelegt wird.
  15. Verfahren nach Anspruch 13 oder 14, bei dem zumindest eine optische Wirkfläche als Freiformfläche vorgesehen ist, die in zumindest einem der beiden Hauptschnitte eine asphärische Kontur sowie zwei in den Hauptschnitten liegende Spiegelsymmetrieebenen aufweist.
  16. Verfahren nach Anspruch 15, bei dem die Freiformfläche anamorphotisch vorgesehen ist.
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