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DE102008020932B4 - Turbolader mit einer variablen Turbinengeometrieeinrichtung - Google Patents

Turbolader mit einer variablen Turbinengeometrieeinrichtung Download PDF

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DE102008020932B4
DE102008020932B4 DE200810020932 DE102008020932A DE102008020932B4 DE 102008020932 B4 DE102008020932 B4 DE 102008020932B4 DE 200810020932 DE200810020932 DE 200810020932 DE 102008020932 A DE102008020932 A DE 102008020932A DE 102008020932 B4 DE102008020932 B4 DE 102008020932B4
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turbocharger
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turbocharger according
turbine geometry
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Abstract

Turbolader mit einer variablen Turbinengeometrieeinrichtung (18), wobei der Turbolader aufweist:
wenigstens ein oder mehrere Befestigungselemente (20) zum Befestigen der variablen Turbinengeometrieeinrichtung (18) in dem Gehäuse des Turboladers,
dadurch gekennzeichnet, dass das jeweilige Befestigungselement (20) einen Kopfabschnitt (22) aufweist, der in einem entsprechenden Haltebereich (30) des Gehäuses des Turboladers aufnehmbar ist, wobei das Befestigungselement (20) in dem Haltebereich (30) beweglich aufgenommen ist und
dass das Ende (26) des Befestigungselements (20) mit wenigstens einem Federelement (48) versehbar ist, mit dem das Befestigungselement (20) die variable Turbinengeometrieeinrichtung (18) an dem Gehäuse des Turboladers (14) befestigt.

Description

  • Die Erfindung betrifft einen Turbolader mit einer variablen Turbinengeometrieeinrichtung VTG, nach dem Oberbegriff von Patentanspruch 1 beispielsweise für ein Kraftfahrzeug. Insbesondere betrifft die Erfindung die Befestigung der variablen Turbinengeometrie innerhalb des Turboladergehäuses.
  • Bei den allgemein aus dem Stand der Technik bekannten Turboladern wird die Turbinenleistung geregelt, indem beispielsweise ein Teil des Abgasmassenstroms über ein sog. Wastegate bzw. einen Bypass um die Turbine herum geführt wird. Hierbei wird jedoch nur ein Teil des Abgasmassenstroms genutzt.
  • Aus dem Stand der Technik sind des Weiteren Turbolader mit einer variablen Turbinengeometrie VTG bekannt, bei welchen im Wesentlichen der gesamte Abgasmassenstrom genutzt werden kann. Bei solchen Turboladern mit einer variablen bzw. verstellbaren Turbinengeometrie VTG sind bewegliche Leitschaufeln um das Turbinenrad angeordnet. Die Leitschaufeln werden hierbei über einen Verstellring entsprechend verstellt, um den Strömungsquerschnitt der Turbine geeignet zu verändern. Durch die jeweilige Anpassung des Turbinenquerschnitts an den entsprechenden Fahrzustand des Motors kann hierbei eine Verminderung des Verbrauchs und der Emissionen erzielt werden. Die drehbar gelagerten Leitschaufeln zwischen dem Spiralgehäuse und dem Turbinenrad verändern dabei das Aufstauverhalten und damit die Leistung der Turbine. Dadurch wird es ermöglicht, dass die gesamte Abgasenergie genutzt werden kann und der Strömungsquerschnitt der Turbine für jeden Betriebspunkt optimal eingestellt werden kann.
  • Im Allgemeinen wird ein Leitapparat einer variablen Turbinengeometrie mittels Schrauben, Bolzen oder Stiften befestigt.
  • Ein Turbolader mit einer variablen Turbinengeometrieeinrichtung gemäß dem Oberbegriff von Patentanspruch 1 ist bei spielsweise aus der DE 10 2004 033 884 A1 bekannt. Ein Leitschaufelträger der variablen Turbinengeometrieeinheit ist zusammen mit einem Strömungskanalbauteil mittels Schrauben an einem Lagergehäuse des Turboladers befestigt. Zwischen dem Strömungskanalbauteil und dem Leitschaufelträger sind des Weiteren Abstandshülsen angeordnet, durch die jeweils eine Schraube greift. Die Abstandshülsen bestimmen hierbei eine Breite eines Ringskanals in axialer Richtung.
  • Aus de EP 1 505 295 A1 , die eine Anordnung zum Befestigen eines nichtrotierenden Teils einer Gasturbine betrifft, ist ein Befestigungselement mit einem Kopfabschnitt bekannt, der in einem Haltebereich des Gehäuses der Gasturbine aufnehmbar ist, wobei das Befestigungselement beweglich im Haltebereich aufgenommen ist.
  • Weiter ist aus der DE 10 2004 044 703 A1 ein Turbolader mit einer variablen Turbinengeometrie bekannt. Dabei wird ein VTG-Modul, d. h. eine Kombination aus einem Leitschaufelträger und einem Verstellring, mittels drei Schrauben an einem Lagergehäuse des Turboladers befestigt. Hierbei sind entsprechende Distanzhülsen zwischen dem Leitschaufelträger und einem Strömungskanalbauteil vorgesehen, wobei die Distanzhülsen die Breite des Ringskanals des Turboladers bestimmen. Als Schrauben werden hierbei Dehnschrauben eingesetzt.
  • Das Befestigen der variablen Turbinengeometrie mittels Schrauben, Stiften oder Bolzen hat jedoch den Nachteil, dass wenn bei einem thermisch transienten Aufheizen Zwangskräfte entstehen, diese durch die Befestigung mittels Schrauben usw. nicht abgefangen werden können.
  • Demnach ist es die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Turbolader mit einer verbesserten Befestigung für eine variable Turbinengeometrie bereitzustellen.
  • Diese Aufgabe wird durch einen Turbolader mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst.
  • Demgemäß wird erfindungsgemäß ein Turbolader mit einer variablen Turbinengeometrieeinrichtung bereitgestellt, wobei der Turbolader aufweist:
    • – wenigstens ein oder mehrere Befestigungselemente zum Befestigen der variablen Turbinengeometrieeinrichtung in dem Gehäuse des Turboladers,
    wobei das jeweilige Befestigungselement einen Kopfabschnitt aufweist, der in einem entsprechenden Haltebereich des Gehäuses des Turboladers aufnehmbar ist, wobei das Befestigungselement in dem Haltebereich beweglich aufgenommen ist und
    wobei das Ende des Befestigungselements mit wenigstens einem Federelement versehbar ist, mit dem das Befestigungselement die variable Turbinengeometrieeinrichtung an dem Gehäuse des Turboladers befestigt.
  • Der Turbolader hat hierbei den Vorteil, dass durch die flexible Lagerung mittels des beweglichen Befestigungselements bzw. Befestigungspins entstehende Zwangskräfte abgefangen werden können. Solche Zwangskräfte entstehen, wie zuvor beschrieben wurde, durch ein thermisches transientes Aufheizen des Turboladers.
  • Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen sowie der Beschreibung unter Bezugnahme auf die Zeichnungen.
  • In einer erfindungsgemäßen Ausführungsform ist der Haltebereich so ausgebildet, dass er das Befestigungselement beweglich aufnimmt, ohne dass dieses aus dem Haltebereich herausfallen kann. Mit anderen Worten, der Haltebereich weist ein vorbestimmtes Spiel auf, um das Befestigungselement beweglich aufzunehmen. Dieses Spiel ist beispielsweise so gewählt, dass das Befestigungselement das Auftreten von Zwangskräften ausgleichen kann, die beispielsweise durch ein thermisches Aufheizen des Turboladers oder Teilen davon auftreten können.
  • In einer weiteren erfindungsgemäßen Ausführungsform weist der Haltebereich eine Vertiefung auf, mit einer Hinterschneidung. Die Vertiefung und die Hinterschneidung sind dabei derart ausgestaltet, so dass der Kopfabschnitt des Befestigungselements sich in dem Haltebereich hin- und herbewe gen kann, ohne nach außen aus dem Haltebereich herauszufallen. Mit anderen Worten, die Vertiefung und die Hinterschneidung weisen ein ausreichendes Spiel auf, so dass sich das Befestigungselement, wie zuvor beschrieben, in dem Haltebereich geeignet be wegen kann, ohne jedoch aus diesem ungewollt herausfallen zu können.
  • Gemäß einer weiteren erfindungsgemäßen Ausführungsform ist der Haltebereich mit einem Einführbereich derart verbunden, so dass der Kopfabschnitt in den Einführbereich eingeführt und weiter in den Haltebereich bewegbar ist. Der Einführbereich weist hierzu eine entsprechende Vertiefung auf, die in die Vertiefung des Haltebereich übergeht. Wahlweise kann der Einführungsbereich zusätzlich verschließbar sein, beispielsweise mittels eines Pfropfens oder dergleichen.
  • In einer anderen erfindungsgemäßen Ausführungsform bildet der Kopfabschnitt einen verbreiterten Abschnitt des Befestigungselements und/oder einen Abschnitt mit einer Vertiefung, die auf die Hinterschneidung aufschiebbar ist. Die Vertiefung kann hierbei beispielsweise als eine umlaufende oder teilweise umlaufende Vertiefung ausgebildet sein, wobei das Befestigungselement so ausgebildet sein kann, dass es sich bei einer teilweise umlaufenden Vertiefung nicht vollständig um die eigene Achse drehen kann, im Gegensatz zu dem Fall bei einer umlaufenden Vertiefung.
  • Gemäß einer anderen Ausführungsform weist das Befestigungselement einen Schaftabschnitt auf, der durch Teile der variablen Turbinengeometrieeinrichtung hindurchführbar ist und an seinem Ende an der variablen Turbinengeometrieeinrichtung befestigbar ist. Beispielsweise kann das Befestigungselement durch die Öffnung eines Distanzstücks, eines Wälzkörperelements, zweier Schaufellagerringe und eines dazwischen angeordneten Distanzelements hindurchführbar gestaltet sein.
  • In einer weiteren erfindungsgemäßen Ausführungsform ist das Ende des Befestigungselements mit wenigstens einem Federelement versehbar, mit dem das Befestigungselement die variable Turbinengeometrieeinrichtung an dem Gehäuse des Turboladers befestigt. Das Federelement drückt dabei die variable Turbinengeometrieeinrichtung gegen das Gehäuse des Turboladers.
  • Aufgrund der Federwirkung des Federelements kann das Federelement beispielsweise auch Axialkräfte zumindest teilweise ausgleichen bzw. aufnehmen im Gegensatz zu einer Schraube als Befestigungselement.
  • Gemäß einer anderen erfindungsgemäßen Ausführungsform weist das Ende des Befestigungselements eine Vertiefung, beispielsweise eine umlaufende Vertiefung auf, in die das Federelement einrastbar ist oder einen Abschnitt mit einem kleineren Durchmesser als der Schaftabschnitt, auf den das Federelement aufschiebbar ist und beispielsweise mittels einer Mutter drauf befestigbar ist.
  • Die Erfindung wird nachfolgend anhand der in den schematischen Figuren der Zeichnungen angegebenen Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigen:
  • 1 eine Vorderansicht eines Lagergehäuseflansches eines Turboladers mit einem Befestigungssystem für eine variable Turbinengeometrieeinheit VTG gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung,
  • 2 eine Schnittansicht des Befestigungssystems zur Befestigung einer variablen Turbinengeometrieeinheit VTG an dem Lagegehäuseflansch gemäß 1;
  • 3 eine Schnittansicht A-A eines Haltebereichs des Befestigungssystems gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung;
  • 4 eine Schnittansicht eines Haltebereichs des Befestigungssystems gemäß einer zweiten Ausführungsform der Erfindung; und
  • 5 eine weitere Schnittansicht eines Haltebereichs des Befestigungssystems gemäß einer dritten Ausführungsform der Erfindung.
  • In allen Figuren sind gleiche bzw. funktionsgleiche Elemente und Vorrichtungen – sofern nichts anderes angegeben ist – mit denselben Bezugszeichen versehen worden.
  • In 1 ist zunächst eine Vorderansicht eines Flansches 10 eines Lagergehäuses 12 eines Turboladers 14 gemäß der Erfindung gezeigt. Dabei sind drei Befestigungsabschnitte 16 dargestellt, zum Befestigen einer variablen Turbinengeometrieeinrichtung VTG 18. Grundsätzlich können auch weniger als drei Befestigungsabschnitte 16 oder mehr als drei für die Befestigung 16 einer variablen Turbinengeometrieeinrichtung 18 vorgesehen werden, je nach Funktion und Einsatzzweck.
  • Die Befestigungsabschnitte 16, wie sie in der 1 dargestellt sind, dienen dazu, jeweils ein Befestigungselement 20 aufzunehmen, das an seinem vorderen Ende einen Kopfabschnitt 22 aufweist. Der Kopfabschnitt 22 ist dabei in dem Beispiel in 1 in Form eines verbreiterten Abschnitts dargestellt. Der Kopfabschitt 22 ist hierbei in Form eines Konus ausgebildet, der gegenüber einem Stift- bzw. Schaftabschnitt 24 des Befestigungselements 20 verbreitert ausgebildet ist. Das hintere Ende des Befestigungselements 20 ist so ausgebildet, dass es das Befestigungselement 20 an dem zugeordneten Gehäuse befestigen bzw. verspannen kann.
  • Zum Aufnehmen des Befestigungselements 20 weist der jeweilige Befestigungsabschnitt 16 einen Einführbereich 28 auf, sowie einen Haltebereich 30. Der Einführbereich 28 bildet dabei eine Vertiefung in den das Befestigungselement 20 eingeführt wird, um dort gehalten zu werden. Die Vertiefung des Einführbereichs 28 ist dabei so ausgebildet, dass sie ausreichend groß ist, um das vordere Ende des Befestigungselements 20 bzw. dessen Kopfabschnitt 22, hier verbreiterten Abschnitt, aufzunehmen.
  • An den Einführbereich 28 schließt sich der Haltebereich 30 des Befestigungsabschnitts 16 an. Der Haltebereich 30 bildet dabei eine Vertiefung 32 mit einer Hinterschneidung 34 bzw.
  • eine Nut mit einer Hinterschneidung 34. Der verbreiterte Abschnitt bzw. Kopfabschnitt 22 wird hierbei nach dem Einführen in den Einführbereich 28 des Befestigungsabschnitts 16 weiter in den Haltebereich 30 geschoben. Der Kopfabschnitt 22 bzw. hier verbreiterte Abschnitt wird durch die Hinterschneidung 34 auf beiden Seiten der Vertiefung 32 gehalten und so daran gehindert, dass er sich ungewollt aus dem Befestigungsabschnitt 16 lösen kann. Der Stift- bzw. Schaftabschnitt 24 des Befestigungselements 20 ragt dagegen nach außen heraus. In 1 ist der Verlauf der Hinterschneidung 34 in Form einer gestrichelten Linie angedeutet.
  • Gemäß der Erfindung ist die Hinterschneidung 34 so ausgebildet, dass das Befestigungselement 20 ein Spiel aufweist. Mit anderen Worten, das Befestigungselement 20 bzw. dessen Kopfabschnitt 22 kann sich in dem Haltebereich 30 von einer Seite zur anderen Seite der Hinterschneidung 34 des Haltebereichs 30 bewegen. Der Kopfabschnitt 22 und der Stift- bzw. Schaftabschnitt 24 des Befestigungselements 20 werden nicht vollkommen von dem Haltebereich 30 umschlossen, sondern werden beweglich gehalten, wobei durch die Hinterschneidung 34 sichergestellt ist, dass das Befestigungselement 20 sich nicht ungewollt aus dem Haltebereich 30 lösen kann.
  • In 2 ist eine Schnittansicht durch das Befestigungssystem einer variablen Turbinengeometrieeinheit 18 gemäß der Erfindung gezeigt. Dabei ist das Befestigungselement 20 mit seinem vorderen Kopfabschnitt 22, beispielsweise in Form eines Konus, in den zugeordneten Haltebereich 30 des Turboladergehäuses, hier beispielsweise den Flansch 10 des Lagegehäuses 12, eingeführt und wird dort gehalten.
  • Die variable Turbinengeometrieeinheit VTG 18 weist beispielsweise zwei Schaufellagerringe 36 auf, die über ein Distanzelement 38, wie eine Distanzhülse 40, voneinander beabstandet sind. Zwischen den Schaufellageringen 36, sind die beweglichen bzw. drehbaren Leitschaufeln vorgesehen. Des Weiteren ist beispielsweise ein Wälzkörperelement 44 vorgesehen, das drehbar auf dem Stift- bzw. Schaftabschnitt 24 des Befestigungselements 20 angeordnet ist. Auf der Außenseite des Wälzlagerelements 44 ist ein Verstellringelement 46 der Verstelleinrichtung der variablen Turbinengeometrieeinrichtung 18 angeordnet, über das die Leitschaufeln geeignet verstellt werden können. Das Verstellringelement 46 wälzt bzw. rollt hierbei auf der Außenseite des Wälzkörperelement 44 ab. Das Wälzkörperelement 44 ist wiederum in einem Distanzstück 42 angeordnet, das an dem Turboladergehäuse vorgesehen ist, bzw. dem Lagergehäuse 12, wie in 2 gezeigt ist. Das Distanzstück 42 umschließt dabei das Wälzkörperelement 44 nur teilweise, so dass das Verstellringelement 46 auf der Außenseite des Wälzkörperelements 44 abrollen kann, wie zuvor beschrieben wurde.
  • Wie in 2 des Weiteren gezeigt ist, ist der Kopfabschnitt 22 des Befestigungselements 20 in dem Haltebereich 30 des Turboladergehäuses angeordnet. Dabei ist der Haltebereich 30 so ausgebildet, dass das Befestigungselement 20 etwas Spiel hat, in 2 nach oben und unten wie mit den Pfeilen X angedeutet ist. Dadurch entsteht eine Art flexibler Lagerung der variablen Turbinengeometrieeinrichtung 18, die es erlaubt, dass Zwangskräfte abgefangen werden können, die entstehen, wenn sich beispielsweise das Turboladergehäuse oder dessen Teile thermisch aufheizen. Des Weiteren ermöglich ein Federelement 48, das an dem hinteren Ende 26 des Befestigungselements 20 angeordnet ist, Dehnung des Befestigungselements 20 beispielsweise in Längsrichtung bzw. Axialrichtung auszugleichen.
  • Das Befestigungselement 20 besitzt an seinem hinteren Ende 26 eine Vertiefung 50, beispielsweise eine umlaufende Vertiefung, wie in 2 gezeigt ist, in welche das Federelement 48 einrasten kann. Grundsätzlich kann auch jede andere Art der Befestigung eines oder mehrere Federelemente 48 an dem Befestigungselement 20 vorgesehen werden, beispielsweise Tellerfedern.
  • Beispielsweise kann das Federelement 48 in einer anderen Ausführungsform auch an dem hinteren Ende 26 des Befestigungselements 20 aufgesteckt werden, wobei das hintere Ende 26 des Befestigungselement 20 hierzu einen kleineren Durchmesser aufweist, auf den das Federelement 48 aufgeschoben werden kann. Um das Federelement 48 zu sichern, kann es beispielsweise mit einer Mutter 52 oder einem anderen Befestigungsmittel an dem Befestigungselement 20 gesichert werden. Die Mutter 52 ist dabei gestichelt in 2 angedeutet.
  • Darüber hinaus können wenigstens ein oder mehrere Dichtungselemente 54 zwischen dem äußeren Schaufellagerring 36 und dem Turboladergehäuse, hier Turbinengehäuse 56 vorgesehen sein. Beispielsweise kann eine Schraubenfeder oder eine C- oder G-Ringdichtung vorgesehen werden, um nur einige Beispiele für Dichtungselemente 54 zu nennen.
  • Wie in 2 des Weiteren gezeigt ist, weist das Befestigungselement 20 einen Stift- bzw. Schaftabschnitt 24 auf, mit einem durchgehenden, konstanten Durchmesser. Grundsätzlich kann der Stift- bzw. Schaftabschnitt 24 aber beliebig gestaltet werden, ja nach Funktion und Einsatzzweck. So kann der Durchmesser des Stift- bzw. Schaftabschnitts 24 beliebig variiert werden.
  • Ebenso ist die Erfindung auch nicht auf die Ausführung einer variablen Turbinengeometrieeinrichtung VTG 18 beschränkt, wie sie in 2 gezeigt ist. Die Darstellung in 2 ist lediglich beispielhaft und außerdem stark vereinfacht und nicht maßstäblich. Grundsätzlich kann jede Art einer variablen Turbinengeometrieeinrichtung VTG 18 mittels eines Befestigungssystems und des dazu gehörenden Befestigungselements 20 befestigt werden, wie es z. B. in 2 gezeigt ist.
  • In 3 ist eine Schnittansicht A-A des Haltebereichs 30 des Befestigungssystems gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung gezeigt. Der Haltebereich 30 weist dabei eine Hinterschneidung 34 mit abgeschrägten Seiten 58 auf, die eine Art Konus bzw. Kegel bilden.
  • In 4 ist weiter eine zweite Ausführungsform für einen Haltebereich 30 des Befestigungssystems gemäß der Erfindung gezeigt. Der Haltebereich 30 weist dabei eine Hinterschneidung 34 auf, die statt abgeschrägter Seiten beispielsweise abgerundete Seiten 58 aufweist.
  • Des Weiteren ist in 5 eine dritte Ausführungsform für einen Haltebereich 30 des Befestigungssystem gemäß der Erfindung dargestellt. Der Haltbereich 30 bzw. dessen Hinterschneidung 34 weist hierbei statt abgeschrägter Seiten senkrechte Seiten 58 auf. Dabei kann der Kopfabschnitt 22 des Befestigungselements 20 nicht nur in Form eines verbreiterten Abschnitts ausgebildet sein, wie in 2 dargestellt ist, sondern stattdessen oder zusätzlich eine Vertiefung 60 aufweisen, wie in 5 mit einer gestrichelten Linie angedeutet ist. Die Vertiefung 60 kann dabei umlaufend oder teilweise umlaufend ausgebildet sein. Beispielsweise kann der Schaft auf zwei gegenüberliegenden Seiten jeweils eine Vertiefung (nicht dargestellt) aufweisen.
  • Grundsätzlich kann die Form des Haltebereichs 30 und seiner Seiten 58 beliebig variiert werden. Entscheidend ist, dass ein Kopfabschnitt 22 eines Befestigungselements 20 darin aufgenommen werden kann und ein ausreichendes Spiel des Befestigungselements 20 gewährleistet ist, wobei das Befestigungselement 20 gleichzeitig sicher durch die Hinterschneidung 34 des Haltebereichs 30 gehalten werden kann, ohne sich ungewollt aus dem Haltebereich 30 lösen zu können. Die Form des Kopfabschnitts 22 kann dabei in seiner Kontur an die des Haltebereichs 30 bzw. seiner Hinterschneidung 34 angepasst werden, muss es aber nicht. So kann beispielsweise, wie in 3 gezeigt ist, der Kopfabschnitt 22 des Befestigungselements 20 ebenfalls eine Konusform aufweisen, wie der Querschnitt des Haltebereichs 30 bzw. seine Hinterschneidung 34. Entspre chendes gilt für die anderen Beispiele, wie sie in den 4 und 5 gezeigt sind.
  • Des Weiteren können die Befestigungsabschnitte 16 so angeordnet sein, wie in 1 gezeigt ist, so dass der Haltebereich 30 jeweils nach außen zeigt und der Einführbereich 28 des Befestigungsabschnitts 16 nach innen. Wahlweise kann wenigstens einer, mehrere oder alle Haltebereiche 30 auch nach innen zeigen und der entsprechende Einführbereich 28 nach außen.
  • Darüber hinaus kann der Einführbereich 28 beispielsweise zusätzlich mit einem Verschlusselement (nicht dargestellt) verschlossen werden, nachdem Einführen des Befestigungselements 20, um ein ungewolltes Zurückbewegen des Befestigungselements 20 in den Einführbereich 28 zusätzlich zu verhindern. Ein solches Verschlusselement kann beispielsweise ein Pfropfen aus Gummi oder einem anderen, möglichst wärme- oder hitzebeständigen, Material sein.
  • Obwohl die vorliegende Erfindung anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele beschrieben wurde, ist sie darauf nicht beschränkt, sondern auf vielfältige Weise modifizierbar. Die vorgenannten Ausführungsformen sind miteinander kombinierbar, insbesondere einzelne Merkmal davon.

Claims (13)

  1. Turbolader mit einer variablen Turbinengeometrieeinrichtung (18), wobei der Turbolader aufweist: wenigstens ein oder mehrere Befestigungselemente (20) zum Befestigen der variablen Turbinengeometrieeinrichtung (18) in dem Gehäuse des Turboladers, dadurch gekennzeichnet, dass das jeweilige Befestigungselement (20) einen Kopfabschnitt (22) aufweist, der in einem entsprechenden Haltebereich (30) des Gehäuses des Turboladers aufnehmbar ist, wobei das Befestigungselement (20) in dem Haltebereich (30) beweglich aufgenommen ist und dass das Ende (26) des Befestigungselements (20) mit wenigstens einem Federelement (48) versehbar ist, mit dem das Befestigungselement (20) die variable Turbinengeometrieeinrichtung (18) an dem Gehäuse des Turboladers (14) befestigt.
  2. Turbolader nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Haltebereich (30) so ausgebildet ist, dass er das Befestigungselement (20) beweglich aufnimmt, ohne dass dieses aus dem Haltebereich (30) herausfallen kann.
  3. Turbolader nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Haltebereich (30) eine Vertiefung (32) mit einer Hinterschneidung (34) aufweist, wobei die Vertiefung (32) und die Hinterschneidung (34) derart ausgestaltet sind, so dass der Kopfabschnitt (22) des Befestigungselements (20) sich in dem Haltebereich (30) hin- und herbewegen kann, ohne nach außen aus dem Haltebereich (30) herauszufallen.
  4. Turbolader nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Haltebereich (30) mit einem Einführbereich (28) derart verbunden ist, dass der Kopfabschnitt (22) in den Einführbereich (28) eingeführt und weiter in den Haltebereich (30) bewegbar ist.
  5. Turbolader nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Kopfabschnitt (22) einen verbreiterten Abschnitt des Befestigungselements (20) bildet und/oder einen Abschnitt mit einer Vertiefung (60), die auf die Hinterschneidung (34) aufschiebbar ist.
  6. Turbolader nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet dass, die Vertiefung (60) eine umlaufende oder teilweise umlaufende Vertiefung ist.
  7. Turbolader nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungselement (20) einen Schaftabschnitt (24) aufweist, der durch Teile der variablen Turbinengeometrieeinrichtung (18) hindurchführbar ist und an seinem Ende (26) an der variablen Turbinengeometrieeinrichtung (18) befestigbar ist.
  8. Turbolader nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungselement (20) durch die Öffnung eines Distanzstücks (42), eines Wälzkörperelements (44), zweier Schaufellagerringe (36) und eines dazwischen angeordneten Distanzelements (38, 40) hindurchführbar ist.
  9. Turbolader nach einem der vorhergehenden Anspräche, dadurch gekennzeichnet, dass das Ende (26) des Befestigungselements (20) eine Vertiefung (60), insbesondere eine umlaufende Vertiefung oder teilweise umlaufende Vertiefung aufweist, auf die das Federelement (48) aufschiebbar oder einrastbar ist.
  10. Turbolader nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Federelement (48) insbesondere mittels einer Mutter (52) oder einer anderen Berfestigungseinrichtung an dem Befestigungselement befestigbar ist.
  11. Turbolader nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Federelement (48) eine Tellerfeder ist.
  12. Turbolader nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem äußeren Schaufellagering (36) und einer Wand des Turboladergehäuses (56) wenigstens ein Dichtelement (54) angeordnet ist, insbesondere eine Schraubenfederdichtung, eine C-Ringdichtung oder eine G-Ringdichtung.
  13. Turbolader nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Einführbereich (28) mit einem Verschlusselement verschließbar ist, insbesondere mit einem Gummi-Pfropfen.
DE200810020932 2008-04-25 2008-04-25 Turbolader mit einer variablen Turbinengeometrieeinrichtung Expired - Fee Related DE102008020932B4 (de)

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