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DE102008029052A1 - Filtervorrichtung - Google Patents

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DE102008029052A1
DE102008029052A1 DE102008029052A DE102008029052A DE102008029052A1 DE 102008029052 A1 DE102008029052 A1 DE 102008029052A1 DE 102008029052 A DE102008029052 A DE 102008029052A DE 102008029052 A DE102008029052 A DE 102008029052A DE 102008029052 A1 DE102008029052 A1 DE 102008029052A1
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DE
Germany
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filter
filter device
filter aid
overspray
paint
Prior art date
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DE102008029052A
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English (en)
Inventor
Thomas Dürr
Matthias Hanslik
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Duerr Systems AG
Original Assignee
Duerr Systems AG
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Publication date
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Abstract

Um eine Filtervorrichtung zum Abtrennen von Nasslack-Overspray aus einem Overspray-Partikel enthaltenden Rohgasstrom, umfassend mindestens ein Oberflächenfilter und mindestens einen Filterhilfsmaterialaufnahmebehälter zum Aufnehmen von Filterhilfsmaterial, zu schaffen, welche besonders platzsparend ausgebildet ist und eine geringe Anzahl an Bauteilen aufweist, wird vorgeschlagen, dass das mindestens eine Oberflächenfilter einen Bestandteil des Filterhilfsmaterialaufnahmebehälters bildet.

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft eine Filtervorrichtung zum Abtrennen von Nasslack-Overspray aus einem Overspray-Partikel enhaltenden Rohgasstrom, umfassend mindestens ein Oberflächenfilter und mindestens einen Filterhilfsmaterialaufnahmebehälter zum Aufnehmen von Filterhilfsmaterial.
  • Solche Filtervorrichtungen sind aus dem Stand der Technik bekannt.
  • Bei den aus dem Stand der Technik bekannten Filtervorrichtungen sind Oberflächenfilter in der Regel oberhalb eines Filterhilfsmaterialaufnahmebehälters angeordnet. Auf diese Weise kann beim Abreinigen der Oberflächenfilter das abgereinigte Filterhilfsmaterial besonders einfach in dem Filterhilfsmaterialaufnahmebehälter aufgenommen werden. Durch die räumliche Trennung von Oberflächenfilter und Filterhilfsmaterialaufnahmebehälter sind die bekannten Filtervorrichtungen aus einer Vielzahl von Bauteilen gebildet und beanspruchen einen großen Bauraum.
  • Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Filtervorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, welche besonders platzsparend ausgebildet ist und eine geringe Anzahl an Bauteilen aufweist.
  • Diese Aufgabe wird bei einer Filtervorrichtung mit den Merkmalen des Oberbegriffs von Anspruch 1 erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass das mindestens eine Oberflächenfilter einen Bestandteil des Filterhilfsmaterialaufnahmebehälters bildet.
  • Dadurch, dass das mindestens eine Oberflächenfilter einen Bestandteil des Filterhilfsmaterialaufnahmebehälters bildet, kann die Filtervorrichtung besonders platzsparend ausgebildet sein. Ferner sind für den Bau der Filtervorrichtung weniger Bauteile notwendig.
  • Bei einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass das mindestens eine Oberflächenfilter zumindest teilweise in eine Seitenwand des Filterhilfsmaterialaufnahmebehälters integriert ist. Dadurch ist eine Seitenwand des Filterhilfsmaterialaufnahmebehälters auf einfache Art und Weise auch als Filter nutzbar.
  • Vorteilhaft kann es sein, wenn das mindestens eine Oberflächenfilter eine zumindest abschnittsweise im Wesentlichen ebene Filteroberfläche aufweist. Dadurch kann beim Abreinigen des Oberflächenfilters daran anhaftendes Filterhilfsmaterial besonders einfach entfernt werden.
  • Bei einer Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die zumindest abschnittsweise im Wesentlichen ebene Filteroberfläche des mindestens einen Oberflächenfilters einem Rohgasraum des Filterhilfsmaterialaufnahmebehälters zugewandt angeordnet ist. Auf diese Weise kann ein Abreinigungsvorgang des mindestens einen Oberflächenfilters im Rohgasraum des Filterhilfsmaterialaufnahmebehälters besonders einfach durchgeführt werden.
  • Unter einem Rohgasraum des Filterhilfsmaterialaufnahmebehälters ist in dieser Beschreibung und den beigefügten Patentansprüchen derjenige von Begrenzungswänden des Filterhilfsmaterialaufnahmebehälters begrenzte Raum zu verstehen, welcher im Normalbetrieb der Filtervorrichtung von dem mittels der Filtervorrichtung zu reinigenden Rohgas durchströmt wird.
  • Bei einer Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass mindestens ein Abschnitt einer Filteroberfläche des mindestens einen Oberflächenfilters gegenüber der Vertikalen geneigt ist. Auf diese Weise kann Filterhilfsmaterial einfach an einer Oberseite des Oberflächenfilters anfiltriert werden, um dort einen Filterkuchen zu bilden.
  • Bei einer bevorzugten Ausführungsform kann vorgesehen sein, dass der mindestens eine Abschnitt der Filteroberfläche des mindestens einen Oberflächenfilters gegenüber der Vertikalen um mindestens 20° geneigt ist. Eine größere Neigung erleichtert ein Anhaften von Filterhilfsmaterial auf der Oberseite des Oberflächenfilters, wobei durch eine Neigung um mindestens 20° gegenüber der Vertikalen ein einfaches Anhaften eines Filterkuchens aus Filterhilfsmaterial auf der Oberseite des Oberflächenfilters möglich ist.
  • Vorzugsweise kann vorgesehen sein, dass der mindestens eine Abschnitt der Filteroberfläche des mindestens einen Oberflächenfilters gegenüber der Vertikalen um höchstens 70° geneigt ist. Eine geringere Neigung erleichtert eine Abreinigung des Oberflächenfilters, wobei durch eine Neigung von höchstens 70° gegenüber der Vertikalen ein einfaches Abreinigen von auf der Oberseite des Oberflächenfilters anfiltriertem Filterhilfsmaterial möglich ist.
  • Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung kann vorgesehen sein, dass der Neigungswinkel des mindestens einen Abschnitts der Filteroberfläche des mindestens einen Oberflächenfilters mindestens 25°, vorteilhafterweise höchstens 50°, beträgt. Es ist dann sowohl ein ausreichend einfaches Anhaften von Filterhilfsmaterial an der Oberseite des Oberflächenfilters als auch ein ausreichend einfaches Abreinigen von der Oberseite des Oberflächenfilters möglich.
  • Bei einer Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Filtervorrichtung eine Filterhilfsmaterialzuführvorrichtung umfasst. Auf diese Weise ist dem Oberflächenfilter und/oder dem Filterhilfsmaterialaufnahmebehälter Filterhilfsmaterial einfach zuführbar.
  • Vorteilhaft kann es sein, wenn die Filtervorrichtung eine Abreinigungsvorrichtung zur Abreinigung von an dem mindestens einen Oberflächenfilter anfiltriertem Filterhilfsmaterial samt den mittels des Filterhilfsmaterials ausgefilterten Overspray-Partikeln umfasst. Mittels einer solchen Abreinigungsvorrichtung ist die Abreinigung des mindestens einen Oberflächenfilters einfach durchführbar.
  • Bei einer Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass der Filterhilfsmaterialaufnahmebehälter einen trichterförmigen Abschnitt umfasst, wobei mindestens eine Begrenzungswand des trichterförmigen Abschnitts zumindest teilweise aus zumindest einem Abschnitt des mindestens einen Oberflächenfilters gebildet ist. Mittels eines solchen trichterförmigen Abschnitts ist Filterhilfsmaterial besonders einfach in dem Filterhilfsmaterialaufnahmebehälter aufnehmbar und sammelbar. Dadurch, dass mindestens eine Begrenzungswand des trichterförmigen Abschnitts zumindest teilweise aus zumindest einem Abschnitt des mindestens einen Oberflächenfilters gebildet ist, ist die Begrenzungswand sowohl als Bestandteil des trichterförmigen Abschnitts zum Aufnehmen von Filterhilfsmaterial als auch als Oberflächenfilter zum Filtern eines Rohgasstroms verwendbar.
  • Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung kann vorgesehen sein, dass alle Begrenzungswände des trichterförmigen Abschnitts des Filterhilfsmaterialaufnahmebehälters zumindest teilweise, vorzugsweise vollständig, durch Oberflächenfilter gebildet sind. Auf diese Weise ist der trichterförmige Abschnitt des Filterhilfsmaterialaufnahmebehälters zumindest teilweise, vorzugsweise vollständig, als Filterfläche zum Filtern eines Rohgasstroms verwendbar.
  • Bei einer Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass der trichterförmige Abschnitt des Filterhilfsmaterialaufnahmebehälters zumindest teilweise durch vier im Wesentlichen in der Form eines inversen Pyramidenstumpfs angeordnete Oberflächenfilter gebildet ist. Der trichterförmige Abschnitt des Filterhilfsmaterialaufnahmebehälters ist dann einfach aus Oberflächenfiltern herstellbar und einfach in, vorzugsweise quaderförmig ausgebildeten, Gehäusen von Filtervorrichtungen anordnenbar.
  • Vorteilhaft kann es sein, wenn das mindestens eine Oberflächenfilter als ein Sinter-Filter ausgebildet ist. Beispielsweise kann dann das mindestens eine Oberflächenfilter als selbsttragendes Bauteil ausgebildet sein.
  • Als Material für ein Sinter-Filter kann beispielsweise gesintertes Polyethylen vorgesehen sein.
  • Ferner kann ein Sinter-Filter mit einer Membran aus Polytetrafluorethylen (PFTE) versehen sein, um die Filterklasse des Oberflächenfilters zu erhöhen und ferner ein permanentes Anhaften des aus dem Rohgasstrom abgetrennten Nasslack-Oversprays zu verhindern.
  • Bei einer Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass ein Absaugkanal für filtrierte Reinluft zumindest teilweise durch den Filterhilfsmaterialaufnahmebehälter begrenzt ist. Auf diese Weise kann die für den Absaugkanal benötigte Anzahl an Bauteilen verringert werden.
  • Insbesondere kann vorgesehen sein, dass ein Absaugkanal in die Filtervorrichtung integriert ist. Ein separater Absaugkanal ist dann entbehrlich.
  • Die erfindungsgemäße Filtervorrichtung eignet sich insbesondere zur Verwendung in einer Lackieranlage, die mindestens einen Applikationsbereich zum Applizieren von Nasslack auf zu lackierende Werkstücke, insbesondere Fahrzeugkarosserien, und mindestens eine erfindungsgemäße Filtervorrichtung zum Abtrennen von Nasslack-Overspray umfasst. Durch die Verwendung mindestens einer erfindungsgemäßen Filtervorrichtung in der Lackieranlage kann die Lackieranlage platzsparend ausgebildet werden. Ferner weist die Lackieranlage dadurch eine geringe Anzahl an Bauteilen auf.
  • Bei einer bevorzugten Ausgestaltung der Lackieranlage kann vorgesehen sein, dass die Lackieranlage mindestens zwei Filtervorrichtungen zum Abtrennen von Nasslack-Overspray umfasst.
  • Bei einer Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die mindestens zwei Filtervorrichtungen spiegelsymmetrisch zueinander bezüglich einer Längsmittelebene der Lackieranlage und voneinander beabstandet angeordnet sind. Dadurch ist eine symmetrische Luftführung in der Lackieranlage möglich.
  • Vorteilhaft kann es sein, wenn mindestens eine Filtervorrichtung unter einem Applikationsbereich der Lackieranlage angeordnet ist. Insbesondere ist dann eine einfache Durchströmung des Applikationsbereichs in Schwerkraftrichtung mit direkt anschließendem Eintritt der durch den Applikationsbereich strömenden Luft in die mindestens eine Filtervorrichtung möglich.
  • Günstig kann es sein, wenn oberhalb des mindestens einen Applikationsbereichs der Lackieranlage ein Plenum angeordnet ist, wobei eine Rückführleitung vorgesehen ist, um die durch den Applikationsbereich geführte, in der mindestens einen Filtervorrichtung gefilterte Luft dem Plenum zuführen zu können. Auf diese Weise ist die Luft in einem Umluftkreislauf führbar.
  • Bei einer Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Lackieranlage mindestens ein Gebläse zum Antreiben eines Luftstroms, beispielsweise in einer Rückführleitung, umfasst.
  • Der Erfindung liegt ferner die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Abtrennen von Nasslack-Overspray aus einem Overspray-Partikel enthaltenden Rohgasstrom bereitzustellen, welches mit einer geringen Anzahl von Bauteilen auf geringem Raum ausführbar ist.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren nach Anspruch 14 gelöst, bei dem zumindest ein Teil des Rohgasstroms durch mindestens ein einen Bestandteil eines Filterhilfsmaterialaufnahmebehälters bildendes Oberflächenfilter geleitet wird. Der Filterhilfsmaterialaufnahmebehälter wird so zu einem den Rohgasstrom führenden Bestandteil der Filtervorrichtung und ermöglicht die Reduktion von Verwirbelungen in dem Rohgasstrom. Die Luftführung in der Filtervorrichtung, das heißt die Führung des Rohgasstroms und des Reingasstroms, ist dadurch besonders effizient.
  • Das Verfahren weist ferner die im Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen Filtervorrichtung aufgeführten Vorteile auf.
  • Bei einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens kann vorgesehen sein, dass das mindestens eine Oberflächenfilter im Wesentlichen von einer in Schwerkraftrichtung oberen Seite zu einer in Schwerkraftrichtung unteren Seite durchströmt wird. So ist die Ausbildung eines Filterkuchens auf dem mindestens einen Oberflächenfilter auf einfache Art und Weise möglich.
  • Vorteilhaft kann es sein, wenn an das mindestens eine Oberflächenfilter anfiltriertes Filterhilfsmaterial samt den mittels des Filterhilfsmaterials ausgefilterten Overspray-Partikeln mittels einer Abreinigungsvorrichtung abgereinigt und mittels des mindestens einen Oberflächenfilters zu einem Filterhilfsmaterialsammelbereich des Filterhilfsmaterialaufnahmebehälters geleitet wird. Insbesondere kann dadurch eine Aufwirbelung des von dem mindestens einen Oberflächenfilter abgereinigten, mit Overspray-Partikeln verunreinigten Filterhilfsmaterial verringert, vorzugsweise ganz vermieden, werden.
  • Ein Filterhilfsmaterialaufnahmebehälter im Sinne dieser Beschreibung und der beigefügten Patentansprüche kann außer einem Filterhilfsmaterialsammelbereich auch weitere Bereiche, insbesondere einen Eintrittsbereich, beispielsweise mit Strömungsleitflächen für den Rohgasstrom und/oder Abscheideflächen für den Nasslack-Overspray, umfassen.
  • Die Vorteile besonderer Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Verfahrens wurden bereits vorstehend im Zusammenhang mit den besonderen Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Filtervorrichtung erläutert.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren eignet sich besonders zur Durchführung mittels einer erfindungsgemäßen Filtervorrichtung.
  • Vorteilhaft kann es sein, wenn die vorhandenen Trichterflächen als Filterflächen ausgenützt werden. Dadurch kann ein separat einzubauender Filter entbehrlich sein.
  • Bei einer Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass ein unteres Gehäuse zur Absaugung der gereinigten Luft eingehaust ist.
  • Die erfindungsgemäße Filtervorrichtung kann insbesondere die Vorteile einer Reduzierung der Bauteilanzahl, einer Reduzierung der Gesamthöhe und einer Reduzierung des Gesamtgewichts einer Filtervorrichtung und damit auch einer Lackieranlage, in welcher mindestens eine Filtervorrichtung angeordnet ist, bieten.
  • Ferner kann die Erfindung die Vorteile bieten, dass keine zusätzlichen Bauteile zur Filterabstützung nötig sind, dass lediglich ein geringer Platzbedarf für die Wartung vorhanden sein muss und dass eine schnelle Montage einer Lackieranlage möglich ist.
  • Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die schrägen Filterflächen selbstreinigend sind. Insbesondere kann durch die Wahl des Neigungswinkels der schrägen Filterfläche bestimmt werden, bis zu welcher Dicke ein Filterkuchen auf der schrägen Filterfläche anwachsen kann, bis dieser allein aufgrund der Hangabtriebskraft und damit ohne zusätzliche äußere Einwirkung von der schrägen Filterfläche abrutscht. Der hierfür geeignete Neigungswinkel hängt von dem verwendeten Filterhilfsmaterial und der Oberflächenbeschaffenheit der schrägen Filterfläche ab.
  • Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung sind Gegenstand der nachfolgenden Beschreibung und der zeichnerischen Darstellung von Ausführungsbeispielen.
  • In den Zeichnungen zeigen:
  • 1 einen schematischen vertikalen Querschnitt durch eine Lackieranlage mit einer ersten Ausführungsform von Filtervorrichtungen zum Abtrennen von Nasslack-Overspray aus einem Overspray-Partikel enthaltenden Rohgasstrom;
  • 2 eine schematische perspektivische Darstellung der ersten Ausführungsform einer Filtervorrichtung;
  • 3 eine schematische Draufsicht auf eine Seitenwand der ersten Ausführungsform einer Filtervorrichtung;
  • 4 einen schematischen vertikalen Schnitt durch einen dem Bereich I in 3 entsprechenden Bereich einer zweiten Ausführungsform einer Filtervorrichtung; und
  • 5 einen schematischen vertikalen Schnitt durch einen dem Bereich I in 3 entsprechenden Bereich einer dritten Ausführungsform einer Filtervorrichtung;
  • Gleiche oder funktional äquivalente Elemente sind in allen Figuren mit denselben Bezugszeichen bezeichnet.
  • In den 1 bis 3 ist eine als Ganzes mit 100 bezeichnete Lackieranlage dargestellt. Der grundsätzliche Aufbau einer solchen Lackieranlage 100 ist beispielsweise aus der DE 10 2005 048 579 A1 bekannt, auf welche insoweit Bezug genommen wird und deren Inhalt zum Bestandteil dieser Beschreibung gemacht wird.
  • Die in 1 in einem Querschnitt dargestellte Lackieranlage 100 umfasst eine Lackierkabine 102 mit einem Applikationsbereich 104, ein oberhalb der Lackierkabine 102 angeordnetes, von derselben mittels einer Filterdecke 106 getrenntes Plenum 108 und einen unterhalb der Lackierkabine 102 angeordneten, von derselben mittels eines (beispielsweise als Gitterrost ausgebildeten) Lackierkabinenbodens 110 getrennten Filterraum 112.
  • Im Applikationsbereich 104 der Lackierkabine 102 sind als Lackierroboter ausgebildete Lackiereinrichtungen 114 zum Lackieren von Werkstücken 116 angeordnet.
  • Als Werkstücke 116 können beispielsweise Fahrzeugkarosserien vorgesehen sein, welche mittels einer Fördervorrichtung 118 in einer Förderrichtung 120 durch den Applikationsbereich 104 förderbar sind.
  • In der Lackieranlage 100 wird ein Umluftkreislauf erzeugt, welcher einen Luftstrom umfasst, der den Applikationsbereich 104 im Wesentlichen von oben nach unten durchsetzt.
  • Der von oben in den Applikationsbereich 104 der Lackierkabine 102 einströmende, unbeladene Luftstrom wird als Reingasstrom 121 bezeichnet und ist in 1 durch die Pfeile 121 dargestellt.
  • Während des Applizierens von Nasslack auf das Werkstück 116 mittels der Lackiereinrichtungen 114 nimmt der Reingasstrom 121 den Teil des Nasslacks, welcher während des Applizierens nicht an dem Werkstück 116 anhaftet, auf. Dieser Teil des Nasslacks wird Nasslack-Overspray genannt und besteht aus einer Vielzahl von Overspray-Partikeln.
  • Der mit Overspray-Partikeln beladene Luftstrom wird als Rohgasstrom 123 bezeichnet und ist in 1 durch die Pfeile 123 dargestellt.
  • Im Filterraum 112 ist ein von einer Bedienungsperson begehbarer Steg 122 mit zwei Einlaufschrägen 124 vorgesehen. Mittels des Stegs 122 wird der in den Filterraum 112 einströmende Rohgasstrom 123 in zwei Teilströme geteilt, welche über die zwei Einlaufschrägen 124 zu zwei Reihen von Filtervorrichtungen 126 zum Abtrennen von Nasslack-Overspray aus dem Overspray-Partikel enthaltenden Rohgasstrom 123 geführt werden.
  • Bei dieser Ausführungsform der Lackieranlage 100 sind zwei Reihen zu je vier, das heißt insgesamt acht, Filtervorrichtungen 126 vorgesehen.
  • Wie insbesondere aus der in 2 dargestellten perspektivischen Darstellung einer ersten Ausführungsform einer Filtervorrichtung 126 ersichtlich ist, ist die Filtervorrichtung 126 im Wesentlichen quaderförmig ausgebildet und umfasst eine Tragekonstruktion 128, ein geschlossenes oberes Gehäuse 130, ein geschlossenes unteres Gehäuse 132 und einen Rohgasstromeinlass 134.
  • Die Tragekonstruktion 128 umfasst vier Stützen 136 und acht Querstreben 138, wobei die Stützen 136 senkrecht ausgerichtet, voneinander beabstandet angeordnet und mittels der Querstreben 138 miteinander verbunden sind.
  • Das obere Gehäuse 130 ist gebildet durch an der Tragekonstruktion 128 angeordnete Wände, nämlich eine obere hintere Filtervorrichtungswand 140, eine obere vordere Filtervorrichtungswand 142, zwei obere seitliche Filtervorrichtungswände 144 und eine Deckenwand 146.
  • Das untere Gehäuse 132 ist gebildet durch an der Tragekonstruktion 128 angeordnete untere seitliche Filtervorrichtungswände 148, eine untere hintere Filtervorrichtungswand 150 und eine untere vordere Filtervorrichtungswand 152 (siehe 1).
  • Als untere Begrenzung des unteren Gehäuses 132 kann eine (nicht dargestellte) untere Begrenzungswand vorgesehen sein.
  • Das obere Gehäuse 130 und das untere Gehäuse 132 sind durch einen Filterhilfsmaterialaufnahmebehälter 154 zur Aufnahme von Filterhilfsmaterial (auch als Precoat-Material bezeichnet) und abgeschiedenem Nasslack-Overspray voneinander getrennt.
  • Das Filterhilfsmaterial dient dazu, an Overspray-Partikeln anzuhaften, um deren Flüssigkeitsanteil aufzunehmen und mit denselben ein Gemisch zu bilden, welches nicht klebrig ist und folglich nicht zur Verstopfung eines dem Ausfiltern des Gemisches dienenden Filters führt.
  • Das Gemisch aus Filterhilfsmaterial und Overspray-Partikeln wird im Folgenden als Verbrauchtmaterial bezeichnet.
  • Als Filterhilfsmaterial kann grundsätzlich jedes Medium verwendet werden, welches dazu in der Lage ist, den Flüssigkeitsanteil des Nasslack-Oversprays aufzunehmen.
  • Insbesondere kommen als Filterhilfsmaterial Kalk, Steinmehl, Aluminiumsilikate, Aluminiumoxide, Siliziumoxide, Pulverlack oder ähnliches in Betracht.
  • Das Filterhilfsmaterial umfasst eine Vielzahl von Filterhilfsmaterialpartikeln, welche einen mittleren Durchmesser im Bereich von beispielsweise ungefähr 10 μm bis ungefähr 100 μm aufweisen.
  • Zwischen der oberen vorderen Filtervorrichtungswand 142 und der unteren vorderen Filtervorrichtungswand 152 ist ein Rohgasstromeinlass 134 angeordnet. An einem unteren Ende des Rohgasstromeinlasses 134 endet eine der Einlaufschrägen 124, welche einen in den Rohgasstromeinlass 134 einströmenden Teilrohgasstrom in den Innenraum der Filtervorrichtung 126 leitet.
  • Der Innenraum des oberen Gehäuses 130 wird im Betrieb der Filtervorrichtung 126 von Rohgas durchströmt und wird daher als Rohgasraum 155 bezeichnet.
  • Die die hinteren Filtervorrichtungswände 140, 150 tragenden Stützen 136 weisen jeweils eine parallel zu den seitlichen Filtervorrichtungswänden 144, 148 ausgerichtete Anlagefläche 156 auf, an welche eine entsprechende Anlagefläche 156 einer weiteren Filtervorrichtung 126 angelegt werden kann.
  • Auf diese Weise können mehrere Filtervorrichtungen 126 nebeneinander angeordnet werden. In einem solchen Fall dienen die seitlichen Filtervorrichtungswände 144, 148 als Quertrennwände 158 zwischen den Innenräumen der einander benachbarten Filtervorrichtungen 126.
  • Bei der in den 1 bis 3 dargestellten ersten Ausführungsform der Filtervorrichtung 126 ist ein äußerer Absaugkanalabschnitt 162 zur Absaugung des mittels der Filtervorrichtung 126 gereinigten Luftstroms vorgesehen. Der äußere Absaugkanalabschnitt 162 ist am unteren Ende der unteren hinteren Filtervorrichtungswand 150 angeordnet und weist einen im Wesentlichen rechteckigen Querschnitt auf.
  • Der Filterhilfsmaterialaufnahmebehälter 154 umfasst einen trichterförmigen Abschnitt 164, welcher als inverser Pyramidenstumpf 166 mit gegen die Vertikale geneigten Seitenwänden 168 ausgebildet ist. Die Neigung der Seitenwände 168 gegenüber der Vertikalen beträgt in dieser ersten Ausführungsform der Filtervorrichtung 126 beispielsweise ungefähr 60°. Vorzugsweise beträgt der Winkel, der von den Seitenwänden 168 und der Vertikalen eingeschlossen wird, mindestens ungefähr 20°. Ferner beträgt der Winkel, der von den Seitenwänden 168 und der Vertikalen eingeschlossen wird, vorzugsweise höchstens ungefähr 70°.
  • Die Seitenwände 168 des inversen Pyramidenstumpfs 166 sind als im Wesentlichen ebene Oberflächenfilter 170 ausgebildet, auf welchen Filterhilfsmaterial abscheidbar ist und welche somit einen Filterhilfsmaterialabscheidebereich 169 des Filterhilfsmaterialaufnahmebehälters 154 bilden.
  • Die Oberflächenfilter 170 sind bei dieser Ausführungsform als Platten aus gesintertem Polyethylen ausgebildet, welche an ihrer Außenfläche mit einer Membran aus Polytetrafluorethylen versehen sind.
  • Die Beschichtung aus Polytetrafluorethylen dient der Erhöhung der Filterklasse und der Verhinderung des permanenten Anhaftens von Nasslass-Overspray.
  • Der inverse Pyramidenstumpf 166 ist in Schwerkraftrichtung nach unten durch einen Boden 172 begrenzt.
  • Es kann vorgesehen sein, dass auch der Boden 172 als ein Oberflächenfilter 170 ausgebildet ist.
  • Die Seitenwände 168 des inversen Pyramidenstumpfs 166 und der Boden 172 bilden eine Auffangwanne 173 mit einem Filterhilfsmaterialsammelbereich 171 des Filterhilfsmaterialaufnahmebehälters 154 zum Auffangen von von den Oberflächenfiltern 170 abgereinigtem Verbrauchtmaterial.
  • Zum Abführen des sich im Betrieb der Filtervorrichtung 126 auf dem Boden 172 der Auffangwanne 173 ansammelnden Gemisches aus Filterhilfsmaterial und abgeschiedenem Nasslack-Overspray, das heißt von Verbrauchtmaterial, ist eine Verbrauchtmaterialabführvorrichtung 174 vorgesehen.
  • Die Verbrauchtmaterialabführvorrichtung 174 umfasst eine Absaugleitung 176, durch welche das Gemisch aus Filterhilfsmaterial und abgeschiedenem Nasslack-Overspray beispielsweise mittels eines (nicht dargestellten) Gebläses absaugbar ist, um es nach einer Aufarbeitung wiederzuverwenden oder zu entsorgen.
  • An den Seitenwänden 168 des inversen Pyramidenstumpfs 166 sind eine Filterhilfsmaterialzuführvorrichtung 178 und eine (nicht dargestellte) Abreinigungsvorrichtung angeordnet.
  • Die Filterhilfsmaterialzuführvorrichtung 178 umfasst mehrfach verzweigte Filterhilfsmaterialzuführleitungen 179, die an ihren Enden in den Rohgasraum 155 münden. Mittels eines (nicht dargestellten) Gebläses ist Filterhilfsmaterial durch die Filterhilfsmaterialzuführleitungen 179 in den Rohgasraum 155 förderbar.
  • Die Abreinigungsvorrichtung umfasst druckbeaufschlagte, mehrfach verzweigte Abreinigungsluftleitungen, die an ihren Enden auf Unterseiten 192 der Oberflächenfilter 170 gerichtet sind, um pulsartige Luftströmungen zu erzeugen, welche die Oberflächenfilter 170 entgegen der Durchströmrichtung im Normalbetrieb der Filtervorrichtungen 126 durchströmen. Dadurch können auf Oberseiten 190 der Oberflächenfilter 170 anfiltrierte Filterkuchen 188 gelockert und abgereinigt werden.
  • In 3 ist eine schematische Draufsicht auf die seitlichen Filtervorrichtungswände 144, 148 der ersten Ausführungsform einer Filtervorrichtung 126 dargestellt. Insbesondere ist aus 3 ersichtlich, dass eine Zuführung des Rohgasstroms 123 in einem in Schwerkraftrichtung oberen Bereich der Filtervorrichtung 126 vorgesehen ist. In einem in Schwerkraftrichtung unteren Bereich der Filtervorrichtung 126 ist zur Absaugung der mittels der Oberflächenfilter 170 gereinigten Luft der äußere Absaugkanalabschnitt 162 vorgesehen. Der Rohgasstrom 123 durchströmt die Filtervorrichtung 126 damit im Wesentlichen in Schwerkraftrichtung von oben nach unten.
  • Bei dieser Ausführungsform der Lackieranlage 100 sind auf jeder Seite des Steges 122 jeweils vier Filtervorrichtungen 126 in der Förderrichtung 120 direkt aufeinanderfolgend angeordnet. Diese vier Filtervorrichtungen 126 sind zu vier weiteren Filtervorrichtungen 126 auf der anderen Seite des Steges 122 spiegelsymmetrisch bezüglich einer sich im Wesentlichen vertikal und in Förderrichtung 120 erstreckenden Längsmittelebene 180 des Filterraums 112 angeordnet.
  • Die gesamte Lackieranlage 100 ist bezüglich der Längsmittelebene 180 des Filterraums 112 im Wesentlichen spiegelsymmetrisch ausgebildet.
  • Die einander benachbarten Filtervorrichtungen 126 liegen mit ihren jeweiligen seitlichen Filtervorrichtungswänden 144, 148 aneinander an.
  • Die hinteren Filtervorrichtungswände 140, 150 der Filtervorrichtungen 126 bilden Außenwände 182 des Filterraums 112. Somit sind die bei dieser Ausführungsform der Filtervorrichtung 126 vorgesehenen äußeren Absaugkanalabschnitte 162 auf den der Längsmittelebene 180 abgewandten Seiten der Filtervorrichtungen 126 und die Rohgasstromeinlässe 134 auf den der Längsmittelebene 180 zugewandten Seiten der Filtervorrichtungen 126 angeordnet.
  • Die äußeren Absaugkanalabschnitte 162 der jeweils vier direkt aufeinanderfolgend angeordneten Filtervorrichtungen 126 stehen in Fluidverbindung miteinander, so dass zu beiden Seiten der Lackieranlage 100 jeweils ein sich entlang der vier Filtervorrichtungen 126 erstreckender äußerer Absaugkanal 184 gebildet wird.
  • Zum Antreiben einer Luftströmung durch die Lackieranlage 100, insbesondere zum Absaugen der gereinigten Luft aus den Filtervorrichtungen 126, ist stromabwärts der äußeren Absaugkanäle 184 zu beiden Seiten der Lackieranlage 100 jeweils ein (nicht dargestelltes) Gebläse angeordnet.
  • Zur Führung der Luft aus den äußeren Absaugkanälen 184 in das oberhalb der Lackierkabine 102 angeordnete Plenum 108 ist zu beiden Seiten der Lackieranlage 100 jeweils eine sich von den äußeren Absaugkanälen 184 nach oben zu dem Plenum 108 erstreckende Rückführleitung 186 vorgesehen.
  • Im Plenum 108 sind (nicht dargestellte) Sicherheitsfilter vorgesehen, um aus dem bereits gereinigten Luftstrom eventuell noch vorhandene Restverunreinigungen zu entfernen.
  • Der Strömungsverlauf innerhalb der Lackieranlage 100 ist in 1 mit Pfeilen für den Reingasstrom 121 und für den Rohgasstrom 123 dargestellt. Wie aus dieser Darstellung ersichtlich ist, wird die Luft bei dieser Ausführungsform einer Lackieranlage 100 in einem Umluftkreislauf geführt.
  • Um die im Umluftkreislauf geführte Luft hinsichtlich ihrer Temperatur und ihrer Luftfeuchtigkeit auf einen vorgegebenen Wert einzustellen, können (nicht dargestellte) Konditioniereinrichtungen, beispielsweise eine Temperaturkonditioniereinrichtung und/oder eine Luftfeuchtigkeitskonditioniereinrichtung, vorgesehen sein.
  • Die Lackieranlage 100 kann aufgrund der Verwendung der Filtervorrichtungen 126 mit in den Filterhilfsmaterialaufnahmebehälter 154 integrierten Oberflächenfiltern 170 besonders kompakt ausgebildet werden. So reduziert sich insbesondere die Höhe des Filterraums 112 und damit auch die Gesamthöhe der Lackieranlage 100.
  • Die vorstehend beschriebene Lackieranlage 100 funktioniert wie folgt: Die Lackierkabine 102 und damit auch der Applikationsbereich 104 werden in Schwerkraftrichtung von oben nach unten von Luft durchströmt.
  • Die mittels der Lackiereinrichtungen 114 in Richtung eines Werkstücks 116 gesprühten Nasslackpartikel gelangen nicht alle auf das Werkstück 116, sondern werden von der das Werkstück 116 umströmenden Luft aufgenommen und mittransportiert.
  • Der Nasslack-Overspray gelangt mit dem in Schwerkraftrichtung nach unten geführten Rohgasstrom 123 im unteren Bereich der Lackierkabine 102 durch den Lackierkabinenboden 110 in den Filterraum 112.
  • Der in den Filterraum 112 einströmende, Overspray-Partikel enthaltende Rohgasstrom 123 wird an dem Steg 122 geteilt und gelangt über die Einlaufschrägen 124 und durch die Rohgasstromeinlässe 134 in die oberen Gehäuse 130 der Filtervorrichtungen 126.
  • Dem Rohgasstrom 123 wird in den oberen Gehäusen 130 der Filtervorrichtungen 126 in regelmäßigen Abständen oder kontinuierlich mittels der Filterhilfsmaterialzuführvorrichtungen 178 Filterhilfsmaterial zugeführt.
  • In dem Rohgasstrom 123 enthaltene Overspray-Partikel haften an den Partikeln des Filterhilfsmaterials an und bilden mit denselben ein im Wesentlichen nicht mehr klebriges Gemisch. Auf diese Weise wird ein direktes Anhaften der Overspray-Partikel an den Oberflächenfiltern 170 und damit ein Verstopfen der Oberflächenfilter 170 verhindert.
  • Das Gemisch aus Filterhilfsmaterial und Overspray-Partikeln wird mittels der Oberflächenfilter 170 aus der Luft ausgefiltert und lagert sich dadurch als nicht klebrige Schicht in Form eines Filterkuchens 188 auf den Oberseiten 190 der Oberflächenfilter 170 ab.
  • In regelmäßigen Abständen oder nach Bedarf, beispielsweise bei Erreichen eines vorgegebenen maximalen Druckabfalls an den Oberflächenfiltern 170, wird der Filterkuchen 188 von den Oberseiten 190 der Oberflächenfilter 170 einer Filtervorrichtung 126 mittels der (nicht dargestellten) Abreinigungsvorrichtung abgereinigt. Hierzu werden die Unterseiten 192 der abzureinigenden Oberflächenfilter 170 für kurze Zeit mit einem Druckluftimpuls beaufschlagt. Der entgegen der Schwerkraftrichtung von unten nach oben durch das Oberflächenfilter 170 gerichtete Druckluftimpuls führt zu einer Lockerung des Filterkuchens 188.
  • Der Filterkuchen 188 rutscht dann aufgrund der Neigung der Oberflächenfilter 170 auf deren Oberseiten 190 ab und sammelt sich aufgrund der trichterförmigen Anordnung der Oberflächenfilter 170 in der Mitte zwischen den Oberflächenfiltern 170, das heißt zentral in der Auffangwanne 173 des Filterhilfsmaterialaufnahmebehälters 154.
  • Das Gemisch aus Filterhilfsmaterial und Overspray-Partikeln kann anschließend entweder mittels einer (nicht dargestellten) Aufwirbelungsvorrichtung erneut dem Rohgasstrom zugeführt werden oder aber mittels der Verbrauchtmaterialabführvorrichtung 174 aus der Auffangwanne 173 abgeführt werden.
  • Eine solche Aufwirbelungsvorrichtung dient dem Erzeugen eines in die Auffangwanne 173 gerichteten Druckluftimpulses, um Verbrauchtmaterial aufzuwirbeln und so dem Rohgasstrom 123 erneut zuzuführen.
  • Die mittels der Oberflächenfilter 170 gereinigte Luft wird über die äußeren Absaugkanäle 184 mittels Gebläsen den Rückführleitungen 186 zugeführt.
  • Mittels der Rückführleitungen 186 wird die gereinigte Luft in das Plenum 108 geführt und gelangt von dort durch die Filterdecke 106 als Reingasstrom 121 in die Lackierkabine 102.
  • Damit ist der Umluftkreislauf durch die Lackieranlage 100 geschlossen.
  • Eine in 4 dargestellte zweite Ausführungsform einer Filtervorrichtung 126 unterscheidet sich von der in den 1 bis 3 dargestellten ersten Ausführungsform dadurch, dass ein zusätzliches, unter den Oberflächenfiltern 170 angeordnetes Trichtergehäuse 194 mit im Wesentlichen parallel zu den Oberflächenfiltern 170 ausgerichteten Seitenwänden 195 vorgesehen ist. Zwischen den Oberflächenfiltern 170 und den Seitenwänden 195 des Trichtergehäuses 194 ist ein Spalt 196 zur Absaugung der gereinigten Luft und zur Zuführung von Druckluftimpulsen zur Abreinigung der Oberflächenfilter 170 vorgesehen.
  • Die dem Rohgasraum 155 der Filtervorrichtung 126 zugewandten Oberseiten 190 der Oberflächenfilter 170 schließen mit der Vertikalen einen Winkel α ein, welcher in dieser zweiten Ausführungsform der Filtervorrichtung 126 beispielsweise ungefähr 65° beträgt. Vorzugsweise betragen die Winkel, welche die Oberseiten 190 der Oberflächenfilter 170 mit der Vertikalen einschließen, mindestens ungefähr 20°. Die Winkel, welche die Oberseiten 190 der Oberflächenfilter 170 mit der Vertikalen einschließen, betragen ferner vorzugsweise höchstens ungefähr 70°.
  • Im Übrigen stimmt die in 4 dargestellte zweite Ausführungsform einer Filtervorrichtung 126 hinsichtlich Aufbau und Funktion mit der in den 1 bis 3 dargestellten ersten Ausführungsform überein, auf deren vorstehende Beschreibung insoweit Bezug genommen wird.
  • Eine in 5 dargestellte dritte Ausführungsform einer Filtervorrichtung 126 unterscheidet sich von der in den 1 bis 3 dargestellten ersten Ausführungsform dadurch, dass die Seitenwände 168, welche Bestandteil des den trichterförmigen Abschnitt 164 bildenden inversen Pyramidenstumpfs 166 sind, in ihren in Schwerkraftrichtung unteren Bereichen nicht direkt an den als horizontal ausgerichtete Platte ausgebildeten Boden 172, sondern an den oberen Rand einer separaten Auffangwanne 173 angrenzen.
  • Der Filterhilfsmaterialaufnahmebehälter 154 umfasst somit den trichterförmigen Abschnitt 164 mit dem Filterhilfsmaterialabscheidebereich 169 und die separate Auffangwanne 173 mit dem Filterhilfsmaterialsammelbereich 171.
  • Die separate Auffangwanne 173 umfasst in dieser Ausführungsform der Filtervorrichtung 126 den Boden 172 und zusätzliche Seitenwände 198, ist im Wesentlichen quaderförmig ausgebildet und grenzt an ihrem in Schwerkraftrichtung oberen Ende an die unteren Ränder der die Seitenwände 168 des inversen Pyramidenstumpfs 166 bildenden Oberflächenfilter 170 an.
  • Unter den Oberflächenfiltern 170 ist eine Abreinigungsvorrichtung 200 vorgesehen, welche für jedes Oberflächenfilter 170 jeweils mehrere, beispielsweise fünf, auf die Unterseite 192 des jeweiligen Oberflächenfilters 170 gerichtete Abreinigungsdüsen 202 umfasst. Die Abreinigungsdüsen 202 werden durch eine Abreinigungsluftleitung 204 mit druckbeaufschlagter Abreinigungsluft versorgt.
  • Die Abreinigungsluftleitung 204 ist beispielsweise als Kreuzverrohrung ausgebildet.
  • Die dem Rohgasraum 155 der Filtervorrichtung 126 zugewandten Oberseiten 190 der Oberflächenfilter 170 schließen mit der Vertikalen einen Winkel α ein, welcher in dieser dritten Ausführungsform der Filtervorrichtung beispielsweise ungefähr 50° beträgt. Vorzugsweise betragen die Winkel, welche die Oberseiten 190 der Oberflächenfilter 170 mit der Vertikalen einschließen, mindestens ungefähr 20°. Die Winkel, welche die Oberseiten 190 der Oberflächenfilter 170 mit der Vertikalen einschließen, betragen ferner vorzugsweise höchstens ungefähr 70°.
  • Im Übrigen stimmt die in 5 dargestellte dritte Ausführungsform einer Filtervorrichtung 126 hinsichtlich Aufbau und Funktion mit der in den 1 bis 3 dargestellten ersten Ausführungsform überein, auf deren vorstehende Beschreibung insoweit Bezug genommen wird.
  • Eine (nicht dargestellte) Ausführungsform einer Lackieranlage 100 unterscheidet sich von der in den 1 bis 3 dargestellten Ausführungsform dadurch, dass zwischen einander benachbarten Filtervorrichtungen 126 keine unteren seitlichen Filtervorrichtungswände 148 vorgesehen sind, so dass zwischen den unteren Gehäusen 132 der einander benachbarten Filtervorrichtungen 126 ein Luftaustausch möglich ist. Die unteren Gehäuse 132 der Filtervorrichtungen 126 können dann als ein innerer Absaugkanal 160 dienen. Der innere Absaugkanal 160 kann den außerhalb der unteren Gehäuse 132 angeordneten äußeren Absaugkanal 184 ergänzen oder ersetzen.
  • Im Übrigen stimmt diese (nicht dargestellte) Ausführungsform einer Lackieranlage 100 hinsichtlich Aufbau und Funktion mit der in den 1 bis 3 dargestellten Ausführungsform überein, auf deren vorstehende Beschreibung insoweit Bezug genommen wird.
  • Dadurch, dass das mindestens eine Oberflächenfilter einen Bestandteil des Filterhilfsmaterialaufnahmebehälters bildet, sind alle vorstehend beschriebenen Ausführungsformen einer Filtervorrichtung und die damit versehenen Lackieranlagen platzsparend ausgebildet und weisen eine geringe Anzahl an Bauteilen auf.
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - DE 102005048579 A1 [0052]

Claims (15)

  1. Filtervorrichtung zum Abtrennen von Nasslack-Overspray aus einem Overspray-Partikel enthaltenden Rohgasstrom, umfassend mindestens ein Oberflächenfilter (170) und mindestens einen Filterhilfsmaterialaufnahmebehälter (154) zum Aufnehmen von Filterhilfsmaterial, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Oberflächenfilter (170) einen Bestandteil des Filterhilfsmaterialaufnahmebehälters (154) bildet.
  2. Filtervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Oberflächenfilter (170) zumindest teilweise in eine Seitenwand (168) des Filterhilfsmaterialaufnahmebehälters (154) integriert ist.
  3. Filtervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Oberflächenfilter (170) eine zumindest abschnittsweise im Wesentlichen ebene Filteroberfläche (190, 192) aufweist.
  4. Filtervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Abschnitt einer Filteroberfläche (190, 192) des mindestens einen Oberflächenfilters (170) gegenüber der Vertikalen geneigt ist.
  5. Filtervorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Abschnitt der Filteroberfläche (190, 192) des mindestens einen Oberflächenfilters (170) gegenüber der Vertikalen um mindestens 20° geneigt ist.
  6. Filtervorrichtung nach einem der Ansprüche 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Abschnitt der Filteroberfläche (190, 192) des mindestens einen Oberflächenfilters (170) gegenüber der Vertikalen um höchstens 70° geneigt ist.
  7. Filtervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Filtervorrichtung (126) eine Filterhilfsmaterialzuführvorrichtung (178) umfasst.
  8. Filtervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Filtervorrichtung (126) eine Abreinigungsvorrichtung (200) zur Abreinigung von an dem mindestens einen Oberflächenfilter (170) anfiltriertem Filterhilfsmaterial samt den mittels des Filterhilfsmaterials ausgefilterten Overspray-Partikeln umfasst.
  9. Filtervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Filterhilfsmaterialaufnahmebehälter (154) einen trichterförmigen Abschnitt (164) umfasst, wobei mindestens eine Begrenzungswand (168) des trichterförmigen Abschnitts (164) zumindest teilweise aus zumindest einem Abschnitt des mindestens einen Oberflächenfilters (170) gebildet ist.
  10. Filtervorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der trichterförmige Abschnitt (164) des Filterhilfsmaterialaufnahmebehälters (154) zumindest teilweise durch vier im Wesentlichen in der Form eines inversen Pyramidenstumpfs (166) angeordnete Oberflächenfilter (170) gebildet ist.
  11. Filtervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Oberflächenfilter (170) als ein Sinter-Filter ausgebildet ist.
  12. Filtervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass ein Absaugkanal (160, 162, 184) für filtrierte Reinluft (121) zumindest teilweise durch den Filterhilfsmaterialaufnahmebehälter (154) begrenzt ist.
  13. Lackieranlage, umfassend mindestens einen Applikationsbereich (104) zum Applizieren von Nasslack auf zu lackierende Werkstücke (116) und mindestens eine Filtervorrichtung (126) zum Abtrennen von Nasslack-Overspray nach einem der Ansprüche 1 bis 12.
  14. Verfahren zum Abtrennen von Nasslack-Overspray aus einem Overspray-Partikel enthaltenden Rohgasstrom, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Teil des Rohgasstroms durch mindestens ein einen Bestandteil eines Filterhilfsmaterialaufnahmebehälters (154) bildendes Oberflächenfilter (170) geleitet wird.
  15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Oberflächenfilter (170) im Wesentlichen von einer in Schwerkraftrichtung oberen Seite (190) zu einer in Schwerkraftrichtung unteren Seite (192) durchströmt wird.
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