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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Spannungswalzen
von Kreissägeblättern nach
Oberbegriff des Hauptanspruchs.
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Kreissägeblätter und ähnliche
Werkzeuge werden bei der Herstellung einem Spannungswalzprozess
unterzogen, bei welchem mittels Walzenpaaren Innenspannungen im
Kreissägeblatt
erreicht werden. Hierdurch wird thermischen Spannungen und Fliehkraftspannungen
während
des Betriebs entgegengewirkt, so dass das Kreissägeblatt während der Arbeit nicht deformiert
wird und/oder aus der Balance gerät.
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Aus
der
Offenlegungsschrift
DE 10 2006 026 043 A1 ist eine Vorrichtung bekannt, welche
bezüglich
der Kreissägeblattebene
ein oberes und ein unteres Walzengestell aufweist, welches jeweils
eine obere bzw. untere Arbeitswalze trägt. Die Arbeitswalzen liegen
sich unter Bildung eines für
das Kreissägeblatt
freigehaltenen Freilaufspaltes gegenüber und sind mittels eines äußeren Kraftgebers
relativ aufeinander zubewegbar. Der äußere Kraftgeber bewirkt eine
Kraftübertragung
auf die Arbeitswalzen, so dass die Arbeitswalzen Druck auf das dazwischen
laufende Kreissägeblatt
ausüben
können.
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Als
Kraftgeber wird hierbei vorzugsweise eine pneumatische oder hydraulische
Kolben-Zylinder-Einheit vorgesehen.
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Die
Gebrauchsmusterschrift
DE
82 11 872 offenbart eine Kreissägenwalzmaschine, welche nach
dem Prinzip der vorab beschriebenen Druckschrift arbeitet, wobei
hier der Anpressdruck an den Arbeitswalzen durch Muskelkraft über ein
Hebelsystem und eine Gewindespindel aufgebracht wird.
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Aus
der
europäischen Patentschrift
0 521 824 B1 ist eine Kreissägeblatt-Richtmaschine bekannt,
die neben den Richtwerkzeugen auch ein zusätzliches Walzen- bzw. Rollenpaar
zum Spannungswalzen vorsieht. Die Walzenpaare arbeiten nach dem bekannten
Prinzip, um gewünschte
Spannungen ins Kreissägeblatt
einzuwalzen.
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Bei
dieser Maschine ist das Kreissägeblatt auf
einer senkrecht zur Kreissägeblattebene
stehenden Achse aufspannbar. Die Achse wird mit einer elektrischen
Antriebseinheit angetrieben. Weiterhin verfügt diese Maschine über eine
elektrische Steuereinheit zur Aufnahme von Signalen von einer Detektions-Einheit,
welche Durchbrüche
im Kreissägeblatt erfasst,
sowie zur Aufnahme eines zur Drehzahl der Achse proportionalen Signals
und zur Verarbeitung dieser Signale zu einem Ausgangssignal.
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Im
Gegensatz zu den bereits genannten zwei Druckschriften können bei
dieser Vorrichtung Durchbrüche
im Kreissägeblatt
automatisch erkannt werden.
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Mit
den bekannten Vorrichtungen können aber
nur Kreissägeblätter ohne
Durchbrüche
mit einem kontinuierlichen Walzprozess, d. h. unter gleich bleibendem
Vorschub und konstanter Anpresskraft bearbeitet werden.
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Es
ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine vollautomatische
Vorrichtung zum Spannungswalzen vom Kreissägeblättern unter Verwendung eines
zur Verstärkung
des Walzendruckes dienenden Hebelsystems bereit zustellen, mit der
insbesondere mit Durchbrüchen
versehenden Kreissägeblättern unter
stetigem Vorschub und einer konstant an den Arbeitswalzen wirkenden
Anpresskraft konstante Innenspannungen vermittelt werden, ohne dass
Deformationen an den Durchbrüchen
auftreten.
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Diese
Aufgabe löst
die Erfindung mit den Merkmalen des Hauptanspruchs.
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Die
Erfindung hat erkannt, dass mit den bekannten Vorrichtungen bei
mit Durchbrüchen
versehenen Kreissägeblättern die
unter stetigem Vorschub bearbeitet werden, die Einwirkung des für den Walzendruck
verantwortlichen Kraftgebers rechtzeitig zurückgenommen werden muss, so
dass die Arbeitswalzen während
der Durchlaufphase des Durchbruches durch deren Druckzone wenigstens
mit dem Maß des
Freilaufspaltes voneinander beabstandet sind. So wird nämlich sichergestellt,
dass dieser Durchlauf, insbesondere an den Randbereichen der Durchbrüche, drucklos
erfolgt und somit eine Deformation an den Durchbrüchen nicht
stattfindet.
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Der
wesentliche Vorteil der Erfindung liegt nun darin, dass durch die
wechselnde Krafteinwirkung an den Stellen der Durchbrüche keine
Bereiche mit abnehmenden und wieder zunehmenden Spannungen im Material
eingebracht werden. Auch im Bereich der Durchbrüche wird erfindungsgemäß mit einer
konstanten Kraft gewalzt.
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Die
Erfindung lässt
weiterhin erkennen, dass solche Bereiche mit wechselnden Innenspannungen bei
bekannten Vorrichtungen auftreten, wenn mit konstantem Vorschub
gewalzt wird.
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Die
Ausdehnung dieser Bereiche, in denen mit bekannten Vorrichtungen
nicht mit einer konstanten Kraft gewalzt werden kann, wird darüber hinaus noch
zusätzlich
durch die Reaktionseigenschaften des Kraftgebers bestimmt. Werden
bei Vorrichtungen nach dem Stand der Technik beispielsweise für den Kraftgeber
hydraulische oder pneumatische Systeme verwendet, wird dieser Umstand
aufgrund der Reaktionsträgheit
dieser Systeme besonders deutlich.
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Wird
ergänzend
hierzu eine einwirkende Kraft beispielsweise entsprechend der oben
beschriebenen Druckschrift
DE
82 11 872 mittels eines Hebelsystems zu einer höheren Anpresskraft
verstärkt,
wird dieser Bereich entsprechend des Weges, der zum Erreichen einer
höheren
Anpresskraft aufgrund des Hebelgesetztes zurückgelegt wird, weiter vergrößert.
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Unabhängig von
den Reaktionseigenschaften des für
den Walzendruck verantwortlichen Kraftgebers treten diese mit Spannungsschwankungen behafteten
Bereiche erfindungsgemäß nicht
auf.
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Die
Erfindung hat weiterhin erkannt, dass mit bekannten Vorrichtungen
einem mit Durchbrüchen versehenen
Kreissägeblatt
nur dann konstante Innenspannungen vermittelt werden können, wenn
der Walzprozess aus den oben ausgeführten Gründen nicht mit gleich bleibendem
Vorschub stattfindet. Hier muss rechtzeitig vor einem Durchbruch
der Vorschub des Kreissägeblattes
gestoppt werden. Erst dann kann die Einwirkung des Kraftgebers zur
Bildung des Freilaufspaltes zurückgefahren
werden, ohne dass die eingebrachten Innenspannungen nennenswert schwanken.
Nachdem der Durchbruch durch die Druckzone der Arbeitswalzen bewegt
wurde, muss zunächst
der Kraftgeber wieder auf seinen Arbeitswert hochgefahren sein,
bevor mit Vorschub weitergearbeitet werden kann. Im Gegensatz zur
Bearbeitung von Kreissägeblättern ohne
Durchbrüche
ist hierbei der Aufwand erheblich höher.
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Der
Aufwand eines derartigen Stop-and-go Betriebs bei Kreissägeblättern mit
Durchbrüchen, wird
erfindungsgemäß vermieden.
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Weiterhin
ergibt sich aus der Erfindung der Vorteil, dass bei einem mit stetigem
Vorschub durch die Druckzone der Arbeitswalzen bewegten Kreissägeblatt
bis in die Randbereiche der Durchbrüche konstante Innenspannungen
eingewalzt werden können, ohne
dass die Gefahr besteht, dass die Randbereiche überwalzt und damit deformiert
werden.
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Erfindungsgemäß wird der
ansonsten konstant wirkende Arbeitsdruck kurz vor den Randbereichen
der Durchbrüche
durch einen zweiten Kraftgeber temporär unterbrochen, indem die Arbeitswalzen schlagartig
einen Abstand zueinander einnehmen, der größer oder höchstens gleich dem Maß des Freilaufspaltes
ist. Sobald der Durchlauf der Durchbrüche durch die Druckzone der
Arbeitswalzen erfolgt ist, wird der zweite Kraftgeber deaktiviert
und die Arbeitswalzen nehmen durch den vorhandenen Arbeitsdruck
schlagartig wieder den Arbeitsabstand zueinander ein. Daher kann
kurz nach dem Durchlauf der Durchbrüche an deren Randbereichen
wieder mit der vollen Arbeitskraft gewalzt werden.
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Demzufolge
setzt das Fließen
des durch den stetigen Arbeitsdruck verdrängten Materials kurz vor den
Randbereichen der Durchbrüche
aus bzw. wieder ein, so dass dort keine Deformationen auftreten können.
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Weiterhin
wesentlich ist, dass durch die erfindungsgemäße Schnellverstellung der Arbeitswalzen durch
einen zweiten Kraftgeber die Reaktionseigenschaften des für den Walzendrucks
verantwortlichen äußeren Kraftgebers
keine Auswirkungen auf den Spannungsverlauf der eingebrachten Innenspannungen
aufweisen.
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Daher
kann die Einwirkung des äußeren Kraftgebers
ohne weiteres erfindungsgemäß durch eine
Spindel und durch ein Hebelsystem zu einer größeren Anpresskraft verstärkt werden,
ohne dass hierbei die eingangs erwähnten Nachteile zum Tragen kommen.
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Vorteilhafter
Weise greift der als Elektromotor ausgeführte zweite Kraftgeber an einer
Stelle am Hebelsystem an, welche einen kürzeren Hebel aufweist, als
die Stelle des Hebelsystems, an der die übertragene Kraft des ersten
Elektromotors einwirkt. Hierdurch wird der zurückzulegende Hub des zweiten
Elektromotors zur Bildung des Freilaufspaltes möglichst kurz gehalten.
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In
einer bevorzugten Ausführungsvariante der
Erfindung greift der zweite Elektromotor daher ohne eigenen Hebelarm
am Drehpunkt des Hebelsystems an, so dass die Hubbewegung entlang
einer durch die Drehachse des Hebelsystems verlaufenden Kraftwirkungslinie
verläuft.
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Weiterhin
wesentlich ist, dass für
die erfindungsgemäße Funktion
der Vorrichtung keine pneumatischen oder hydraulischen Komponenten
benötigt
werden, um insbesondere einen hohen Arbeitsdruck aufzubringen. Da
Leckagen bei hydraulischen Komponenten durch hohe Drücke nie
auszuschließen
sind, zeichnet sich die erfindungsgemäße Vorrichtung als besonders
unweltfreundlich aus.
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Zudem
ist der Wartungsaufwand hierbei geringer.
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Ein
weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, dass durch die elektrischen
Antriebe problemlos Rückmeldungen
an die Steuereinheit erfolgen können,
um beispielsweise die Daten des Herstellungsprozesses für einen
späteren
Qualitätsnachweis
aufzubereiten.
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Ergänzend hierzu
ist weiterhin vorstellbar, dass der erfindungsgemäßen Vorrichtung
auch eine Auslenkeinrichtung zur Spannungsprüfung des Kreissägeblattes
zugeordnet ist. Anhand von gesammelten Daten des Fertigungsprozesses
und den ermittelten Werten der Spannungsprüfung können Bereiche am Kreissägeblatt
erfindungsgemäß punktgenau
angefahren werden, um dort eine eventuell vorzunehmende Korrektur
der Spannung durchzuführen.
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Ebenfalls
vorstellbar wäre,
dass Drucksensoren am Hebelsystem angebracht sind und mit der Ansteuerung
des für
den Arbeitsdruck verantwortlichen Kraftgebers gekoppelt sind. Hierdurch
wird eine noch bessere und kontrollierbare Druckbeaufschlagung erreicht.
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Weiterhin
beschränkt
sich die Erfindung nicht nur auf die Bearbeitung von Kreissägeblättern, sondern
kann auch problemlos zum Spannungswalzen von Kreismessern oder ähnlichen
Schneidewerkzeugen verwendet werden.
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Um
sicher zu gehen, dass die Randbereiche der Durchbrüche exakt
an den erkannten Stellen drucklos überfahren werden, wird vorgeschlagen, dass
die Arbeitswalzen jeweils in gleichen Abständen von der Mittelachse des
Kreissägeblattes
angeordnet sind und die Detektions-Einheit von der Mittelachse entsprechend
diesen Abständen
beabstandbar ist und um einen bestimmten Winkel (gemessen entgegen
der Drehrichtung der Achse) zu den Arbeitswalzen versetzt ist. Hierdurch
befindet sich die Detektions-Einheit sowie die Druckzone der Arbeitswalzen auf
einer gemeinsamen Kreisbahn um die Mittelachse des Kreissägeblattes.
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Weiterhin
wird vorgeschlagen, dass die Detektions-Einheit eine Lichtschranke ist, welche
z. B. aus einer oberhalb der Kreissägeblattebene angeordneten Lichtquelle
und einem unterhalb der Sägeblattebene
angeordneten Detektor besteht. Vorzugweise ist hierbei die Lichtquelle
ein Laserstrahl.
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Die
Breite des Durchbruches kann hierdurch sehr exakt bestimmt werden,
und anhand der Drehzahl der Achse und des vorbestimmten Winkels
der Detektionseinheit zum Druckpunkt der Arbeitswalzen kann das
Spannungswalzen auf den Millimeter genau bis in die Randzonen der
Durchbrüche
hinein fol gen, ohne dass Deformationen an den Randzonen zu befürchten sind.
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Um
dem Kreissägeblatt
einen stetigen und gleich bleibenden Vorschub zu geben wird vorgeschlagen,
dass die elektrische Antriebseinheit der Achse nur dann aktiv ist,
wenn der zweite Elektromotor aktiviert ist und dass das Kreissägeblatt
bei inaktivem elektrischen Antrieb der Achse nur durch den Walzendruck
transportiert wird.
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Hierdurch
bleibt die Drehzahl der Achse auch dann konstant, wenn ein erfindungsgemäß druckloser
Durchlauf der Durchbrüche
durch die Druckzone der Arbeitswalzen erfolgt.
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Weiterhin
wird vorgeschlagen, dass die Achse zusammen mit dem aufgespannten
Kreissägeblatt derart
verschiebbar gelagert ist, dass das Kreissägeblatt zwischen den Arbeitswalzen
zustellbar ist und die Zustellbewegung über einen elektrischen Antrieb erfolgt.
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Durch
diese Maßnahme
lassen sich insbesondere innerhalb eines Arbeitsganges mehrere Walzspuren
in das Kreissägeblatt
einwalzen.
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Vorzugsweise
wird für
den elektrischen Antrieb der Zustellung ein Servo-Linearmotor verwendet.
Auch für
den zweiten Elektromotor wird insbesondere ein Servo-Linearmotor
vorgesehen. Sowohl die Zustellbewegung als auch die erfindungsgemäße Schnellverstellung
erfolgt mit präzisen
Bewegungsabläufen
unter hohen erreichbaren Kräften
und großen
Beschleunigungen. Zudem besitzen derartige Antriebe eine hohe Wiederholgenauigkeit
der Positionierungen und geringe Betriebs- und Wartungsaufwendungen.
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Ergänzend hierzu
wird vorgeschlagen, dass der erste Elektromotor ein Servolinearmotor
mit Spindelantrieb ist.
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Vorzugweise
ist für
die elektrische Antriebseinheit der Achse ein Servomotor vorgesehen.
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Mit
der hohen Dynamik und Genauigkeit derartiger Servoantriebe, in Verbindung
mit hoch auflösenden
optischen Gebern, kann der konstante Arbeitsdruck der Arbeitswalzen
gezielt bis an die Randbereiche der stetig bewegten Durchbrüche einwirken,
ohne dass die Gefahr von Deformationen an den Durchbrüchen besteht.
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Im
Folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert.
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Es
zeigen:
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1 die
erfindungsgemäße Vorrichtung
in schematischer Darstellung;
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2 ein
erfindungsgemäß bearbeitetes Kreissägeblatt
in Ansicht von oben;
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3 die
erfindungsgemäße Vorrichtung
in Seitenansicht;
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Sofern
im Folgenden nichts anderes gesagt ist, gilt die folgende Beschreibung
stets für
alle Figuren.
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Insbesondere 1 und 3 zeigen
eine Vorrichtung 1 zum Spannungswalzen von Kreissägeblättern 2.
Das Kreissägeblatt 2 ist
auf einer senkrecht zu Kreissägeblattebene
stehenden Achse 3 aufspannbar. Die Achse 3 wird
von einer elektrischen Antriebseinheit 4 angetrieben.
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Die
Vorrichtung 1 umfasst weiterhin eine Steuereinheit 5 zur
Aufnahme von Signalen. Die Signale stammen zum einen von einer Detektionseinheit 6,
welche Durchbrüche 7 im
Kreissägeblatt 2 erfasst, und
zum anderen von der elektri schen Antriebseinheit 4 welche
ein zur Drehzahl der Achse 3 proportionales Signal sendet.
Die eingegangenen Signale werden von der Steuereinheit 5 zu
einem Ausgangssignal verarbeitet.
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Die
Vorrichtung 1 weist bezüglich
der Kreissägeblattebene
ein oberes und ein unteres Walzengestell 8, 9 auf.
Die Walzengestelle 8, 9 tragen eine obere bzw.
untere Arbeitswalze 10, 11. Die Arbeitswalzen 10, 11 sind
unter Bildung für
das aufgespannte Kreissägeblatt 2 freigehaltenen
Freilaufspaltes 12 gegenüberliegend angeordnet.
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Beide
Walzengestelle 8, 9 sind durch einen äußeren Kraftgeber 13 relativ
aufeinander zubewegbar.
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In
diesem Beispiel ist der Kraftgeber 13 dem oberen Walzengestell 8 zugeordnet.
Die Kraft des Kraftgebers 13 wird über eine Spindel 14 und
ein Hebelsystem 15 auf die obere Arbeitswalze 10 übertragen,
so dass die Arbeitswalzen 10, 11 Druck auf das dazwischen
laufende Kreissägeblatt 2 ausüben können.
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Wesentlich
hierbei ist nun, dass der äußere Kraftgeber 13 von
einem ersten Elektromotor 16 gebildet wird und ein zweiter
Elektromotor 17 dann durch das Ausgangssignal der Steuereinheit 5 aktiviert
wird, wenn ein erfasster Durchbruch 7 die Druckzone der
Arbeitswalzen 10, 11 durchläuft.
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Durch
diese Maßnahme
erfolgt die erfindungsgemäße Schnellverstellung
der Arbeitswalzen, trotz noch vorhandenen Arbeitsdruckes durch den Kraftgeber 13 an
den Arbeitswalzen. Der zweite Elektromotor 17 wirkt derart
dem vorherrschenden Arbeitsdruck entgegen, dass die Arbeitswalzen 10, 11 schlagartig
einen Abstand zueinander einnehmen, der größer oder höchstens gleich dem Maß des Freilaufspaltes
(12) ist.
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Im
Bereich der Durchbrüche 7 wird
der unter konstantem Anpressdruck stattfindende Einwalzvorgang schlagartig
unterbrochen und setzt sich nach dem Durchlaufen der stetig bewegten
Durchbrüche 7 schlagartig
durch Deaktivierung des zweiten Elektromotors 17 mit voller
Anpresskraft der Arbeitswalzen 10, 11 fort.
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Ohne
dass Deformationen an den Randbereichen der Durchbrüche auftreten,
können
so dem Kreissägeblatt 2 konstante
Innenspannungen bis in die Randbereiche der Durchbrüche vermittelt
werden. Die eingebrachten Spannungen im Kreissägeblatt 2 gleichen
einer Rechteckfolge, deren Scheitelwert die konstant eingebrachten
Innenspannungen abbildet und deren Nulllinie nahezu den Abmessungen
der durchlaufenden Durchbrüchen 7 entspricht.
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Weiterhin
wesentlich ist, dass das Kreissägeblatt 2 während des
gesamten Bearbeitungsvorganges mit einer stetigen und konstanten
Geschwindigkeit um die Achse 3 rotiert.
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Obwohl
ein Hebelsystem 15 in Verbindung mit einer Spindel 14 zur
Verstärkung
einer durch den Elektromotor 16 einwirkenden Kraft zu einer
größeren Arbeitskraft
an den Arbeitswalzen 10, 11 verwendet wird, bleibt
hierbei der Spannungsverlauf der eingewalzten Innenspannungen konstant.
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Aufgrund
der erfindungsgemäßen Schnellverstellung
der Arbeitswalzen 10, 11 kann ein Kreissägeblatt 2 mit
Durchbrüchen 7 nahezu
genauso schnell mit konstanten Innenspannungen versehen werden wie
ein Kreissägeblatt 2 ohne
Durchbrüche.
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Erfindungsgemäß greift
der zweite Elektromotor 17 an einer Stelle am Hebelsystem 15 an,
welche einen kürzeren
Hebelarm aufweist als die Stelle des Hebelsystems 15, an
der die übertragende
Kraft des ersten Elektromotors 16 einwirkt.
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Hierdurch
wird Hubweg eingespart um den Freilaufspalt 12 während der
Phase der Schnellverstellung durch den zweiten Elektromotor 17 zu
bilden.
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In
dem gezeigten Beispiel greift der zweite Elektromotor 17 in
einer bevorzugten Weise ohne eigenen Hebelarm am Drehpunkt 18 des
Hebelsystems 15 an. Unabhängig von der Ausbildung des
Hebelsystems 15 muss lediglich die Lagerung des Hebelsystems 5 angehoben
werden um den Freilaufspalt 12 zu bilden.
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Weiterhin
ist vorgesehen, dass Drucksensoren am Hebelsystem 15 angebracht
sind und mit der Ansteuerung des für den Arbeitsdruck verantwortlichen
Elektromotors 16 gekoppelt sind. Hierdurch wird eine Verbesserung
der Druckbeaufschlagung erreicht.
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Insbesondere 1 und 3 zeigen,
dass die Arbeitswalzen 10, 11 jeweils in gleichen
Abständen
von der Mittelachse des Kreissägeblattes 2 angeordnet
sind. Insbesondere in 1 und 2 wird gezeigt,
dass die Detektions-Einheit 6 von
der Mittelachse des Kreissägeblattes 2 entsprechend
diesen Abständen
beabstandbar ist und um einen bestimmten Winkel α (gemessen entgegen der Drehrichtung der
Mittelachse) zu den Arbeitswalzen 10, 11 versetzt ist.
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Durch
die Drehzahl der Achse 3 und den fest eingestellten Winkel α kann die
Steuereinheit 5 den genauen Zeitpunkt berechnen, an dem
ein erfasster Durchbruch 7 die Druckzone der Arbeitswalzen 10, 11 erreicht.
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Insbesondere
in 1 wird gezeigt, dass die Detektions-Einheit 6 eine
Lichtschranke ist, welche aus einer oberhalb der Kreissägeblattebene
angeordneten Lichtquelle 19 und einem unterhalb der Sägeblattebene
angeordneten Detektor 20 besteht.
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Vorzugsweise
ist die Lichtquelle 19 ein Laserstrahl. Für die Detektor-Einheit 6 wird
somit ein hochauflösender
Geber bereitgestellt, um die auf der Walzbahn der Arbeitswalzen 10, 11 mit
konstanter Geschwindigkeit bewegten Randbereiche der Durchbrüche 7 genau
zu bestimmen.
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Es
kann darüber
hinaus auch mehr als eine Detektor-Einheit 6 vorgesehen sein,
um z. B. für
beide Drehrichtungen des Kreissägeblattes 2 die
Durchbrüche 7 mit
beidseitig von den Arbeitswalzen 10, 11 versetzt
angebrachten Detektor-Einheiten 6 zu
erfassen.
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Während des
Einwalzens der Innenspannungen wird das Kreissägeblatt 2 nur durch
den Walzendruck der Arbeitswalzen 10, 11 mit konstanter Drehzahl
transportiert. Die elektrische Antriebseinheit 4 der Achse 3 ist
nur dann aktiv, wenn der zweite Elektromotor 17 aktiviert
ist. Hiermit wird sichergestellt, dass während der erfindungsgemäßen Schnellverstellung
das Kreissägeblatt 2 mit
konstanter Drehzahl weiterbewegt wird.
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Die
Achse 3 ist zusammen mit dem aufgespannten Kreissägeblatt 2 derart
verschiebbar gelagert, dass das Kreissägeblatt 2 zwischen
den Arbeitswalzen 10, 11 zustellbar ist. Die Zustellbewegung
erfolgt über
einen elektrischen Antrieb 21.
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Innerhalb
eines Arbeitsganges können
so mehrere Walzspuren eingewalzt werden. Durch die Steuereinheit 5 kann
hierbei z. B. die Anzahl der Walzspuren programmiert werden.
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Als
elektrischer Antrieb 21 der Zustellung wird insbesondere
ein Servolinearmotor verwendet. Auch der zweite Elektromotor 16 ist
vorzugsweise ein Servolinearmotor.
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Hierdurch
können
die gradlinigen Bewegungen präzise
und mit hoher Wiederholgenauigkeit ausgeführt werden.
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Für die erfindungsgemäße Schnellverstellung
bedeutet dies darüber
hinaus, dass bei schnellen und dynamischen Bewegungsabläufen hohe Kräfte wirken.
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Ergänzend hierzu
wird vorzugsweise der erste Elektromotor 16 als Servolinearmotor
mit Spindelantrieb vorgesehen.
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Darüber hinaus
ist die elektrische Antriebseinheit 4 der Achse 3 vorzugsweise
ein Servomotor. Insgesamt bietet die hohe Dynamik und Genauigkeit derartiger
Servoantriebe in Verbindung mit den hoch auflösenden optischen Gebern der
Detektor-Einheit 6 eine präzise Ansteuerung des zweiten
Elektromotors 17 für
die erfindungsgemäße Schnellverstellung.
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- 1
- Vorrichtung
zum Spannungswalzen
- 2
- Kreissägeblatt
- 3
- Achse
- 4
- elektrische
Antriebseinheit
- 5
- elektrische
Steuereinheit
- 6
- Detektions-Einheit
- 7
- Durchbrüche
- 8
- oberes
Walzengestell
- 9
- unteres
Walzengestell
- 10
- obere
Arbeitswalze
- 11
- untere
Arbeitswalze
- 12
- Freilaufspalt
- 13
- äußerer Kraftgeber
- 14
- Spindel
- 15
- Hebelsystem
- 16
- erster
Elektromotor
- 17
- zweiter
Elektromotor
- 18
- Drehpunkt
- 19
- Lichtquelle
- 20
- Detektor
- 21
- elektrischer
Antrieb Winkel
- α
- Winkel