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DE102008028379B3 - Vorrichtung zum Spannungswalzen von Kreissägeblättern - Google Patents

Vorrichtung zum Spannungswalzen von Kreissägeblättern Download PDF

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DE102008028379B3
DE102008028379B3 DE102008028379A DE102008028379A DE102008028379B3 DE 102008028379 B3 DE102008028379 B3 DE 102008028379B3 DE 102008028379 A DE102008028379 A DE 102008028379A DE 102008028379 A DE102008028379 A DE 102008028379A DE 102008028379 B3 DE102008028379 B3 DE 102008028379B3
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DE
Germany
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circular saw
saw blade
electric motor
contraption
work rolls
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DE102008028379A
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Karl Lackner
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Max Rauhaus & Co KG GmbH
Original Assignee
Max Rauhaus & Co KG GmbH
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    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23DPLANING; SLOTTING; SHEARING; BROACHING; SAWING; FILING; SCRAPING; LIKE OPERATIONS FOR WORKING METAL BY REMOVING MATERIAL, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23D63/00Dressing the tools of sawing machines or sawing devices for use in cutting any kind of material, e.g. in the manufacture of sawing tools
    • B23D63/18Straightening damaged saw blades; Reconditioning the side surface of saw blades, e.g. by grinding
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21HMAKING PARTICULAR METAL OBJECTS BY ROLLING, e.g. SCREWS, WHEELS, RINGS, BARRELS, BALLS
    • B21H1/00Making articles shaped as bodies of revolution
    • B21H1/02Making articles shaped as bodies of revolution discs; disc wheels
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21HMAKING PARTICULAR METAL OBJECTS BY ROLLING, e.g. SCREWS, WHEELS, RINGS, BARRELS, BALLS
    • B21H7/00Making articles not provided for in the preceding groups, e.g. agricultural tools, dinner forks, knives, spoons

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  • Mechanical Engineering (AREA)
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Abstract

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Spannungswalzen von Kreissägeblättern, bei welcher die durch einen ersten Kraftgeber unter konstantem Arbeitsdruck stehenden Arbeitswalzen mittels eines zweiten Kraftgebers, zum Zweck einer kurzzeitigen Bildung eines Freilaufspaltes für ein durch die Druckzone der Arbeitswalzen stetig bewegtes Kreissägeblatt, schnell verstellt werden.

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Spannungswalzen von Kreissägeblättern nach Oberbegriff des Hauptanspruchs.
  • Kreissägeblätter und ähnliche Werkzeuge werden bei der Herstellung einem Spannungswalzprozess unterzogen, bei welchem mittels Walzenpaaren Innenspannungen im Kreissägeblatt erreicht werden. Hierdurch wird thermischen Spannungen und Fliehkraftspannungen während des Betriebs entgegengewirkt, so dass das Kreissägeblatt während der Arbeit nicht deformiert wird und/oder aus der Balance gerät.
  • Aus der Offenlegungsschrift DE 10 2006 026 043 A1 ist eine Vorrichtung bekannt, welche bezüglich der Kreissägeblattebene ein oberes und ein unteres Walzengestell aufweist, welches jeweils eine obere bzw. untere Arbeitswalze trägt. Die Arbeitswalzen liegen sich unter Bildung eines für das Kreissägeblatt freigehaltenen Freilaufspaltes gegenüber und sind mittels eines äußeren Kraftgebers relativ aufeinander zubewegbar. Der äußere Kraftgeber bewirkt eine Kraftübertragung auf die Arbeitswalzen, so dass die Arbeitswalzen Druck auf das dazwischen laufende Kreissägeblatt ausüben können.
  • Als Kraftgeber wird hierbei vorzugsweise eine pneumatische oder hydraulische Kolben-Zylinder-Einheit vorgesehen.
  • Die Gebrauchsmusterschrift DE 82 11 872 offenbart eine Kreissägenwalzmaschine, welche nach dem Prinzip der vorab beschriebenen Druckschrift arbeitet, wobei hier der Anpressdruck an den Arbeitswalzen durch Muskelkraft über ein Hebelsystem und eine Gewindespindel aufgebracht wird.
  • Aus der europäischen Patentschrift 0 521 824 B1 ist eine Kreissägeblatt-Richtmaschine bekannt, die neben den Richtwerkzeugen auch ein zusätzliches Walzen- bzw. Rollenpaar zum Spannungswalzen vorsieht. Die Walzenpaare arbeiten nach dem bekannten Prinzip, um gewünschte Spannungen ins Kreissägeblatt einzuwalzen.
  • Bei dieser Maschine ist das Kreissägeblatt auf einer senkrecht zur Kreissägeblattebene stehenden Achse aufspannbar. Die Achse wird mit einer elektrischen Antriebseinheit angetrieben. Weiterhin verfügt diese Maschine über eine elektrische Steuereinheit zur Aufnahme von Signalen von einer Detektions-Einheit, welche Durchbrüche im Kreissägeblatt erfasst, sowie zur Aufnahme eines zur Drehzahl der Achse proportionalen Signals und zur Verarbeitung dieser Signale zu einem Ausgangssignal.
  • Im Gegensatz zu den bereits genannten zwei Druckschriften können bei dieser Vorrichtung Durchbrüche im Kreissägeblatt automatisch erkannt werden.
  • Mit den bekannten Vorrichtungen können aber nur Kreissägeblätter ohne Durchbrüche mit einem kontinuierlichen Walzprozess, d. h. unter gleich bleibendem Vorschub und konstanter Anpresskraft bearbeitet werden.
  • Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine vollautomatische Vorrichtung zum Spannungswalzen vom Kreissägeblättern unter Verwendung eines zur Verstärkung des Walzendruckes dienenden Hebelsystems bereit zustellen, mit der insbesondere mit Durchbrüchen versehenden Kreissägeblättern unter stetigem Vorschub und einer konstant an den Arbeitswalzen wirkenden Anpresskraft konstante Innenspannungen vermittelt werden, ohne dass Deformationen an den Durchbrüchen auftreten.
  • Diese Aufgabe löst die Erfindung mit den Merkmalen des Hauptanspruchs.
  • Die Erfindung hat erkannt, dass mit den bekannten Vorrichtungen bei mit Durchbrüchen versehenen Kreissägeblättern die unter stetigem Vorschub bearbeitet werden, die Einwirkung des für den Walzendruck verantwortlichen Kraftgebers rechtzeitig zurückgenommen werden muss, so dass die Arbeitswalzen während der Durchlaufphase des Durchbruches durch deren Druckzone wenigstens mit dem Maß des Freilaufspaltes voneinander beabstandet sind. So wird nämlich sichergestellt, dass dieser Durchlauf, insbesondere an den Randbereichen der Durchbrüche, drucklos erfolgt und somit eine Deformation an den Durchbrüchen nicht stattfindet.
  • Der wesentliche Vorteil der Erfindung liegt nun darin, dass durch die wechselnde Krafteinwirkung an den Stellen der Durchbrüche keine Bereiche mit abnehmenden und wieder zunehmenden Spannungen im Material eingebracht werden. Auch im Bereich der Durchbrüche wird erfindungsgemäß mit einer konstanten Kraft gewalzt.
  • Die Erfindung lässt weiterhin erkennen, dass solche Bereiche mit wechselnden Innenspannungen bei bekannten Vorrichtungen auftreten, wenn mit konstantem Vorschub gewalzt wird.
  • Die Ausdehnung dieser Bereiche, in denen mit bekannten Vorrichtungen nicht mit einer konstanten Kraft gewalzt werden kann, wird darüber hinaus noch zusätzlich durch die Reaktionseigenschaften des Kraftgebers bestimmt. Werden bei Vorrichtungen nach dem Stand der Technik beispielsweise für den Kraftgeber hydraulische oder pneumatische Systeme verwendet, wird dieser Umstand aufgrund der Reaktionsträgheit dieser Systeme besonders deutlich.
  • Wird ergänzend hierzu eine einwirkende Kraft beispielsweise entsprechend der oben beschriebenen Druckschrift DE 82 11 872 mittels eines Hebelsystems zu einer höheren Anpresskraft verstärkt, wird dieser Bereich entsprechend des Weges, der zum Erreichen einer höheren Anpresskraft aufgrund des Hebelgesetztes zurückgelegt wird, weiter vergrößert.
  • Unabhängig von den Reaktionseigenschaften des für den Walzendruck verantwortlichen Kraftgebers treten diese mit Spannungsschwankungen behafteten Bereiche erfindungsgemäß nicht auf.
  • Die Erfindung hat weiterhin erkannt, dass mit bekannten Vorrichtungen einem mit Durchbrüchen versehenen Kreissägeblatt nur dann konstante Innenspannungen vermittelt werden können, wenn der Walzprozess aus den oben ausgeführten Gründen nicht mit gleich bleibendem Vorschub stattfindet. Hier muss rechtzeitig vor einem Durchbruch der Vorschub des Kreissägeblattes gestoppt werden. Erst dann kann die Einwirkung des Kraftgebers zur Bildung des Freilaufspaltes zurückgefahren werden, ohne dass die eingebrachten Innenspannungen nennenswert schwanken. Nachdem der Durchbruch durch die Druckzone der Arbeitswalzen bewegt wurde, muss zunächst der Kraftgeber wieder auf seinen Arbeitswert hochgefahren sein, bevor mit Vorschub weitergearbeitet werden kann. Im Gegensatz zur Bearbeitung von Kreissägeblättern ohne Durchbrüche ist hierbei der Aufwand erheblich höher.
  • Der Aufwand eines derartigen Stop-and-go Betriebs bei Kreissägeblättern mit Durchbrüchen, wird erfindungsgemäß vermieden.
  • Weiterhin ergibt sich aus der Erfindung der Vorteil, dass bei einem mit stetigem Vorschub durch die Druckzone der Arbeitswalzen bewegten Kreissägeblatt bis in die Randbereiche der Durchbrüche konstante Innenspannungen eingewalzt werden können, ohne dass die Gefahr besteht, dass die Randbereiche überwalzt und damit deformiert werden.
  • Erfindungsgemäß wird der ansonsten konstant wirkende Arbeitsdruck kurz vor den Randbereichen der Durchbrüche durch einen zweiten Kraftgeber temporär unterbrochen, indem die Arbeitswalzen schlagartig einen Abstand zueinander einnehmen, der größer oder höchstens gleich dem Maß des Freilaufspaltes ist. Sobald der Durchlauf der Durchbrüche durch die Druckzone der Arbeitswalzen erfolgt ist, wird der zweite Kraftgeber deaktiviert und die Arbeitswalzen nehmen durch den vorhandenen Arbeitsdruck schlagartig wieder den Arbeitsabstand zueinander ein. Daher kann kurz nach dem Durchlauf der Durchbrüche an deren Randbereichen wieder mit der vollen Arbeitskraft gewalzt werden.
  • Demzufolge setzt das Fließen des durch den stetigen Arbeitsdruck verdrängten Materials kurz vor den Randbereichen der Durchbrüche aus bzw. wieder ein, so dass dort keine Deformationen auftreten können.
  • Weiterhin wesentlich ist, dass durch die erfindungsgemäße Schnellverstellung der Arbeitswalzen durch einen zweiten Kraftgeber die Reaktionseigenschaften des für den Walzendrucks verantwortlichen äußeren Kraftgebers keine Auswirkungen auf den Spannungsverlauf der eingebrachten Innenspannungen aufweisen.
  • Daher kann die Einwirkung des äußeren Kraftgebers ohne weiteres erfindungsgemäß durch eine Spindel und durch ein Hebelsystem zu einer größeren Anpresskraft verstärkt werden, ohne dass hierbei die eingangs erwähnten Nachteile zum Tragen kommen.
  • Vorteilhafter Weise greift der als Elektromotor ausgeführte zweite Kraftgeber an einer Stelle am Hebelsystem an, welche einen kürzeren Hebel aufweist, als die Stelle des Hebelsystems, an der die übertragene Kraft des ersten Elektromotors einwirkt. Hierdurch wird der zurückzulegende Hub des zweiten Elektromotors zur Bildung des Freilaufspaltes möglichst kurz gehalten.
  • In einer bevorzugten Ausführungsvariante der Erfindung greift der zweite Elektromotor daher ohne eigenen Hebelarm am Drehpunkt des Hebelsystems an, so dass die Hubbewegung entlang einer durch die Drehachse des Hebelsystems verlaufenden Kraftwirkungslinie verläuft.
  • Weiterhin wesentlich ist, dass für die erfindungsgemäße Funktion der Vorrichtung keine pneumatischen oder hydraulischen Komponenten benötigt werden, um insbesondere einen hohen Arbeitsdruck aufzubringen. Da Leckagen bei hydraulischen Komponenten durch hohe Drücke nie auszuschließen sind, zeichnet sich die erfindungsgemäße Vorrichtung als besonders unweltfreundlich aus.
  • Zudem ist der Wartungsaufwand hierbei geringer.
  • Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, dass durch die elektrischen Antriebe problemlos Rückmeldungen an die Steuereinheit erfolgen können, um beispielsweise die Daten des Herstellungsprozesses für einen späteren Qualitätsnachweis aufzubereiten.
  • Ergänzend hierzu ist weiterhin vorstellbar, dass der erfindungsgemäßen Vorrichtung auch eine Auslenkeinrichtung zur Spannungsprüfung des Kreissägeblattes zugeordnet ist. Anhand von gesammelten Daten des Fertigungsprozesses und den ermittelten Werten der Spannungsprüfung können Bereiche am Kreissägeblatt erfindungsgemäß punktgenau angefahren werden, um dort eine eventuell vorzunehmende Korrektur der Spannung durchzuführen.
  • Ebenfalls vorstellbar wäre, dass Drucksensoren am Hebelsystem angebracht sind und mit der Ansteuerung des für den Arbeitsdruck verantwortlichen Kraftgebers gekoppelt sind. Hierdurch wird eine noch bessere und kontrollierbare Druckbeaufschlagung erreicht.
  • Weiterhin beschränkt sich die Erfindung nicht nur auf die Bearbeitung von Kreissägeblättern, sondern kann auch problemlos zum Spannungswalzen von Kreismessern oder ähnlichen Schneidewerkzeugen verwendet werden.
  • Um sicher zu gehen, dass die Randbereiche der Durchbrüche exakt an den erkannten Stellen drucklos überfahren werden, wird vorgeschlagen, dass die Arbeitswalzen jeweils in gleichen Abständen von der Mittelachse des Kreissägeblattes angeordnet sind und die Detektions-Einheit von der Mittelachse entsprechend diesen Abständen beabstandbar ist und um einen bestimmten Winkel (gemessen entgegen der Drehrichtung der Achse) zu den Arbeitswalzen versetzt ist. Hierdurch befindet sich die Detektions-Einheit sowie die Druckzone der Arbeitswalzen auf einer gemeinsamen Kreisbahn um die Mittelachse des Kreissägeblattes.
  • Weiterhin wird vorgeschlagen, dass die Detektions-Einheit eine Lichtschranke ist, welche z. B. aus einer oberhalb der Kreissägeblattebene angeordneten Lichtquelle und einem unterhalb der Sägeblattebene angeordneten Detektor besteht. Vorzugweise ist hierbei die Lichtquelle ein Laserstrahl.
  • Die Breite des Durchbruches kann hierdurch sehr exakt bestimmt werden, und anhand der Drehzahl der Achse und des vorbestimmten Winkels der Detektionseinheit zum Druckpunkt der Arbeitswalzen kann das Spannungswalzen auf den Millimeter genau bis in die Randzonen der Durchbrüche hinein fol gen, ohne dass Deformationen an den Randzonen zu befürchten sind.
  • Um dem Kreissägeblatt einen stetigen und gleich bleibenden Vorschub zu geben wird vorgeschlagen, dass die elektrische Antriebseinheit der Achse nur dann aktiv ist, wenn der zweite Elektromotor aktiviert ist und dass das Kreissägeblatt bei inaktivem elektrischen Antrieb der Achse nur durch den Walzendruck transportiert wird.
  • Hierdurch bleibt die Drehzahl der Achse auch dann konstant, wenn ein erfindungsgemäß druckloser Durchlauf der Durchbrüche durch die Druckzone der Arbeitswalzen erfolgt.
  • Weiterhin wird vorgeschlagen, dass die Achse zusammen mit dem aufgespannten Kreissägeblatt derart verschiebbar gelagert ist, dass das Kreissägeblatt zwischen den Arbeitswalzen zustellbar ist und die Zustellbewegung über einen elektrischen Antrieb erfolgt.
  • Durch diese Maßnahme lassen sich insbesondere innerhalb eines Arbeitsganges mehrere Walzspuren in das Kreissägeblatt einwalzen.
  • Vorzugsweise wird für den elektrischen Antrieb der Zustellung ein Servo-Linearmotor verwendet. Auch für den zweiten Elektromotor wird insbesondere ein Servo-Linearmotor vorgesehen. Sowohl die Zustellbewegung als auch die erfindungsgemäße Schnellverstellung erfolgt mit präzisen Bewegungsabläufen unter hohen erreichbaren Kräften und großen Beschleunigungen. Zudem besitzen derartige Antriebe eine hohe Wiederholgenauigkeit der Positionierungen und geringe Betriebs- und Wartungsaufwendungen.
  • Ergänzend hierzu wird vorgeschlagen, dass der erste Elektromotor ein Servolinearmotor mit Spindelantrieb ist.
  • Vorzugweise ist für die elektrische Antriebseinheit der Achse ein Servomotor vorgesehen.
  • Mit der hohen Dynamik und Genauigkeit derartiger Servoantriebe, in Verbindung mit hoch auflösenden optischen Gebern, kann der konstante Arbeitsdruck der Arbeitswalzen gezielt bis an die Randbereiche der stetig bewegten Durchbrüche einwirken, ohne dass die Gefahr von Deformationen an den Durchbrüchen besteht.
  • Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert.
  • Es zeigen:
  • 1 die erfindungsgemäße Vorrichtung in schematischer Darstellung;
  • 2 ein erfindungsgemäß bearbeitetes Kreissägeblatt in Ansicht von oben;
  • 3 die erfindungsgemäße Vorrichtung in Seitenansicht;
  • Sofern im Folgenden nichts anderes gesagt ist, gilt die folgende Beschreibung stets für alle Figuren.
  • Insbesondere 1 und 3 zeigen eine Vorrichtung 1 zum Spannungswalzen von Kreissägeblättern 2. Das Kreissägeblatt 2 ist auf einer senkrecht zu Kreissägeblattebene stehenden Achse 3 aufspannbar. Die Achse 3 wird von einer elektrischen Antriebseinheit 4 angetrieben.
  • Die Vorrichtung 1 umfasst weiterhin eine Steuereinheit 5 zur Aufnahme von Signalen. Die Signale stammen zum einen von einer Detektionseinheit 6, welche Durchbrüche 7 im Kreissägeblatt 2 erfasst, und zum anderen von der elektri schen Antriebseinheit 4 welche ein zur Drehzahl der Achse 3 proportionales Signal sendet. Die eingegangenen Signale werden von der Steuereinheit 5 zu einem Ausgangssignal verarbeitet.
  • Die Vorrichtung 1 weist bezüglich der Kreissägeblattebene ein oberes und ein unteres Walzengestell 8, 9 auf. Die Walzengestelle 8, 9 tragen eine obere bzw. untere Arbeitswalze 10, 11. Die Arbeitswalzen 10, 11 sind unter Bildung für das aufgespannte Kreissägeblatt 2 freigehaltenen Freilaufspaltes 12 gegenüberliegend angeordnet.
  • Beide Walzengestelle 8, 9 sind durch einen äußeren Kraftgeber 13 relativ aufeinander zubewegbar.
  • In diesem Beispiel ist der Kraftgeber 13 dem oberen Walzengestell 8 zugeordnet. Die Kraft des Kraftgebers 13 wird über eine Spindel 14 und ein Hebelsystem 15 auf die obere Arbeitswalze 10 übertragen, so dass die Arbeitswalzen 10, 11 Druck auf das dazwischen laufende Kreissägeblatt 2 ausüben können.
  • Wesentlich hierbei ist nun, dass der äußere Kraftgeber 13 von einem ersten Elektromotor 16 gebildet wird und ein zweiter Elektromotor 17 dann durch das Ausgangssignal der Steuereinheit 5 aktiviert wird, wenn ein erfasster Durchbruch 7 die Druckzone der Arbeitswalzen 10, 11 durchläuft.
  • Durch diese Maßnahme erfolgt die erfindungsgemäße Schnellverstellung der Arbeitswalzen, trotz noch vorhandenen Arbeitsdruckes durch den Kraftgeber 13 an den Arbeitswalzen. Der zweite Elektromotor 17 wirkt derart dem vorherrschenden Arbeitsdruck entgegen, dass die Arbeitswalzen 10, 11 schlagartig einen Abstand zueinander einnehmen, der größer oder höchstens gleich dem Maß des Freilaufspaltes (12) ist.
  • Im Bereich der Durchbrüche 7 wird der unter konstantem Anpressdruck stattfindende Einwalzvorgang schlagartig unterbrochen und setzt sich nach dem Durchlaufen der stetig bewegten Durchbrüche 7 schlagartig durch Deaktivierung des zweiten Elektromotors 17 mit voller Anpresskraft der Arbeitswalzen 10, 11 fort.
  • Ohne dass Deformationen an den Randbereichen der Durchbrüche auftreten, können so dem Kreissägeblatt 2 konstante Innenspannungen bis in die Randbereiche der Durchbrüche vermittelt werden. Die eingebrachten Spannungen im Kreissägeblatt 2 gleichen einer Rechteckfolge, deren Scheitelwert die konstant eingebrachten Innenspannungen abbildet und deren Nulllinie nahezu den Abmessungen der durchlaufenden Durchbrüchen 7 entspricht.
  • Weiterhin wesentlich ist, dass das Kreissägeblatt 2 während des gesamten Bearbeitungsvorganges mit einer stetigen und konstanten Geschwindigkeit um die Achse 3 rotiert.
  • Obwohl ein Hebelsystem 15 in Verbindung mit einer Spindel 14 zur Verstärkung einer durch den Elektromotor 16 einwirkenden Kraft zu einer größeren Arbeitskraft an den Arbeitswalzen 10, 11 verwendet wird, bleibt hierbei der Spannungsverlauf der eingewalzten Innenspannungen konstant.
  • Aufgrund der erfindungsgemäßen Schnellverstellung der Arbeitswalzen 10, 11 kann ein Kreissägeblatt 2 mit Durchbrüchen 7 nahezu genauso schnell mit konstanten Innenspannungen versehen werden wie ein Kreissägeblatt 2 ohne Durchbrüche.
  • Erfindungsgemäß greift der zweite Elektromotor 17 an einer Stelle am Hebelsystem 15 an, welche einen kürzeren Hebelarm aufweist als die Stelle des Hebelsystems 15, an der die übertragende Kraft des ersten Elektromotors 16 einwirkt.
  • Hierdurch wird Hubweg eingespart um den Freilaufspalt 12 während der Phase der Schnellverstellung durch den zweiten Elektromotor 17 zu bilden.
  • In dem gezeigten Beispiel greift der zweite Elektromotor 17 in einer bevorzugten Weise ohne eigenen Hebelarm am Drehpunkt 18 des Hebelsystems 15 an. Unabhängig von der Ausbildung des Hebelsystems 15 muss lediglich die Lagerung des Hebelsystems 5 angehoben werden um den Freilaufspalt 12 zu bilden.
  • Weiterhin ist vorgesehen, dass Drucksensoren am Hebelsystem 15 angebracht sind und mit der Ansteuerung des für den Arbeitsdruck verantwortlichen Elektromotors 16 gekoppelt sind. Hierdurch wird eine Verbesserung der Druckbeaufschlagung erreicht.
  • Insbesondere 1 und 3 zeigen, dass die Arbeitswalzen 10, 11 jeweils in gleichen Abständen von der Mittelachse des Kreissägeblattes 2 angeordnet sind. Insbesondere in 1 und 2 wird gezeigt, dass die Detektions-Einheit 6 von der Mittelachse des Kreissägeblattes 2 entsprechend diesen Abständen beabstandbar ist und um einen bestimmten Winkel α (gemessen entgegen der Drehrichtung der Mittelachse) zu den Arbeitswalzen 10, 11 versetzt ist.
  • Durch die Drehzahl der Achse 3 und den fest eingestellten Winkel α kann die Steuereinheit 5 den genauen Zeitpunkt berechnen, an dem ein erfasster Durchbruch 7 die Druckzone der Arbeitswalzen 10, 11 erreicht.
  • Insbesondere in 1 wird gezeigt, dass die Detektions-Einheit 6 eine Lichtschranke ist, welche aus einer oberhalb der Kreissägeblattebene angeordneten Lichtquelle 19 und einem unterhalb der Sägeblattebene angeordneten Detektor 20 besteht.
  • Vorzugsweise ist die Lichtquelle 19 ein Laserstrahl. Für die Detektor-Einheit 6 wird somit ein hochauflösender Geber bereitgestellt, um die auf der Walzbahn der Arbeitswalzen 10, 11 mit konstanter Geschwindigkeit bewegten Randbereiche der Durchbrüche 7 genau zu bestimmen.
  • Es kann darüber hinaus auch mehr als eine Detektor-Einheit 6 vorgesehen sein, um z. B. für beide Drehrichtungen des Kreissägeblattes 2 die Durchbrüche 7 mit beidseitig von den Arbeitswalzen 10, 11 versetzt angebrachten Detektor-Einheiten 6 zu erfassen.
  • Während des Einwalzens der Innenspannungen wird das Kreissägeblatt 2 nur durch den Walzendruck der Arbeitswalzen 10, 11 mit konstanter Drehzahl transportiert. Die elektrische Antriebseinheit 4 der Achse 3 ist nur dann aktiv, wenn der zweite Elektromotor 17 aktiviert ist. Hiermit wird sichergestellt, dass während der erfindungsgemäßen Schnellverstellung das Kreissägeblatt 2 mit konstanter Drehzahl weiterbewegt wird.
  • Die Achse 3 ist zusammen mit dem aufgespannten Kreissägeblatt 2 derart verschiebbar gelagert, dass das Kreissägeblatt 2 zwischen den Arbeitswalzen 10, 11 zustellbar ist. Die Zustellbewegung erfolgt über einen elektrischen Antrieb 21.
  • Innerhalb eines Arbeitsganges können so mehrere Walzspuren eingewalzt werden. Durch die Steuereinheit 5 kann hierbei z. B. die Anzahl der Walzspuren programmiert werden.
  • Als elektrischer Antrieb 21 der Zustellung wird insbesondere ein Servolinearmotor verwendet. Auch der zweite Elektromotor 16 ist vorzugsweise ein Servolinearmotor.
  • Hierdurch können die gradlinigen Bewegungen präzise und mit hoher Wiederholgenauigkeit ausgeführt werden.
  • Für die erfindungsgemäße Schnellverstellung bedeutet dies darüber hinaus, dass bei schnellen und dynamischen Bewegungsabläufen hohe Kräfte wirken.
  • Ergänzend hierzu wird vorzugsweise der erste Elektromotor 16 als Servolinearmotor mit Spindelantrieb vorgesehen.
  • Darüber hinaus ist die elektrische Antriebseinheit 4 der Achse 3 vorzugsweise ein Servomotor. Insgesamt bietet die hohe Dynamik und Genauigkeit derartiger Servoantriebe in Verbindung mit den hoch auflösenden optischen Gebern der Detektor-Einheit 6 eine präzise Ansteuerung des zweiten Elektromotors 17 für die erfindungsgemäße Schnellverstellung.
  • 1
    Vorrichtung zum Spannungswalzen
    2
    Kreissägeblatt
    3
    Achse
    4
    elektrische Antriebseinheit
    5
    elektrische Steuereinheit
    6
    Detektions-Einheit
    7
    Durchbrüche
    8
    oberes Walzengestell
    9
    unteres Walzengestell
    10
    obere Arbeitswalze
    11
    untere Arbeitswalze
    12
    Freilaufspalt
    13
    äußerer Kraftgeber
    14
    Spindel
    15
    Hebelsystem
    16
    erster Elektromotor
    17
    zweiter Elektromotor
    18
    Drehpunkt
    19
    Lichtquelle
    20
    Detektor
    21
    elektrischer Antrieb Winkel
    α
    Winkel

Claims (12)

  1. Vorrichtung (1) zum Spannungswalzen von Kreissägeblättern (2) oder ähnlichen Werkzeugen, mit einer senkrecht zur Blattebene stehenden Achse (3), auf der das Kreissägeblatt (2) aufspannbar ist, mit einer elektrischen Antriebseinheit (4), welche die Achse (3) antreibt, mit einer elektrischen Steuereinheit (5) zur Aufnahme von Signalen von einer Detektions-Einheit (6), welche Durchbrüche (7) im Kreissägeblatt (2) erfasst sowie zur Aufnahme eines zur Drehzahl der Achse (3) proportionalen Signals und zur Verarbeitung dieser Signale zu einem Ausgangssignal, sowie mit bezüglich der Blattebene einem oberen und eine unteren Walzengestell (8, 9), welches eine obere bzw. untere Arbeitswalze (10, 11) trägt, die sich unter Bildung eines für das aufgespannte Kreissägeblatt (2) freigehaltenen Freilaufspaltes (12) gegenüberliegen, wobei beide Walzengestelle (8, 9) durch einen äußeren Kraftgeber (13) relativ aufeinander zubewegbar sind, wobei der Kraftgeber (13) dem oberen oder unteren Walzengestell (8, 9) zugeordnet ist und eine Kraft über eine Spindel (14) und ein Hebelsystem (15) auf die obere bzw. untere Arbeitswalze (10, 11) überträgt, so dass die Arbeitswalzen (10, 11) Druck auf das dazwischen laufende Kreissägeblatt (2) ausüben, dadurch gekennzeichnet, dass der äußere Kraftgeber (13) von einem ersten Elektromotor (16) gebildet wird und ein zweiter Elektromotor (17) dann durch das Ausgangssignal der Steuereinheit (5) aktiviert wird wenn ein erfasster Durchbruch (7) die Druckzone der Arbeitswalzen (10, 11) durchläuft, wobei der zweite Elektromotor (17) an einer Stelle am Hebelsystem (15) angreift, welche einen kürzeren Hebelarm aufweist, als die Stelle des Hebelsystems (15), an der die übertragende Kraft des ersten Elektromotors (16) einwirkt und derart dem vorherrschenden Arbeitsdruck entgegenwirkt, dass die Arbeitswalzen (10, 11) schlagartig einen Abstand zueinander einnehmen, der größer oder höchstens gleich dem Maß des Freilaufspaltes (12) ist.
  2. Vorrichtung (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Elektromotor (17) ohne eigenen Hebelarm am Drehpunkt (18) des Hebelsystems (15) angreift.
  3. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Arbeitswalzen (10, 11) jeweils in gleichen Abständen von der Mittelachse des Kreissägeblattes (2) angeordnet sind und die Detektions-Einheit (6) von der Mittelachse entsprechend diesen Abständen beabstandbar ist und um einen bestimmten Winkel α, – gemessen entgegen der Drehrichtung der Achse (3) – zu den Arbeitswalzen (10, 11) versetzt ist.
  4. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Detektions-Einheit (6) eine Lichtschranke ist, welche aus einer oberhalb der Kreissägeblattebene angeordneten Lichtquelle (19) und einem unterhalb der Sägeblattebene angeordneten Detektor (20) besteht.
  5. Vorrichtung (1) nach Anspruch (4), dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtquelle (19) ein Laserstrahl ist.
  6. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die elektrische Antriebseinheit (4) der Achse (3) nur dann aktiv ist, wenn der zweite Elektromotor (17) aktiviert ist und dass das Kreissägeblatt (2) bei inaktivem elektrischen Antrieb der Achse (3) nur durch den Walzendruck transportiert wird.
  7. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Achse (3) zusammen mit dem aufgespannten Kreissägeblatt (2) derart verschiebbar gelagert ist, dass das Kreissägeblatt (2) zwischen den Arbeitswalzen (10, 11) zustellbar ist und die Zustellbewegung über einen elektrischen Antrieb (21) erfolgt.
  8. Vorrichtung (1) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der elektrische Antrieb (21) der Zustellung ein Servo-Linearmotor ist.
  9. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Elektromotor (16) ein Servo-Linearmotor mit Spindelantrieb ist.
  10. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Elektromotor (17) ein Servo-Linearmotor ist.
  11. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die elektrische Antriebseinheit (4) der Achse (3) ein Servomotor ist.
  12. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass Drucksensoren am Hebelsystem (15) angebracht sind und mit der Ansteuerung des für den Arbeitsdruck verantwortlichen Elektromotors 16 gekoppelt sind.
DE102008028379A 2008-06-13 2008-06-13 Vorrichtung zum Spannungswalzen von Kreissägeblättern Expired - Fee Related DE102008028379B3 (de)

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