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Die
Erfindung betrifft Verbrennungsvorrichtungen für feste Brennstoffe sowie Holzscheite,
umfassend eine Brennstoffkammer (auch: Brennstofffüllschacht)
mit einem Verbrennungsglutrost, nach den Oberbegriffen der Patentansprüche 1 und
5. Derartige Verbrennungsvorrichtungen werden auch als Spezialheizkessel
bezeichnet.
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Der
Verbrennungsglutrost ist hierbei das Element der Verbrennungsvorrichtung, über dem
sich der Brennstoff befindet. Beim Betrieb der Verbrennungsvorrichtung
befindet sich auf bzw. über
dem Verbrennungsglutrost die sogenannte Glutzone, d. h. derjenige
Bereich, in dem sich der glühende
Brennstoff befindet.
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Bei
bekannten Spezialheizkessel ist der Verbrennungsrost als waagrecht
angeordnetes Element ausgebildet. Seine dem Brennstoff zugewandte, obenliegende
Oberseite liegt in einer waagrechten Ebene.
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Als
Verbrennungsglutrost wird typischerweise ein Guss-Metallrost oder
ein Wabenrost verwendet. Der Wabenrost weist ein wabenartiges Metallgerüst aus Stahl
oder Metallguss auf. In jeder Wabe befindet sich ein in seiner Form
entsprechend angepasster, beispielsweise aus Keramik oder Feuerbeton
gefertigter Einlegestein. Einige oder alle dieser Einlegesteine
weisen ein Primärluft-Loch
auf. Über diese
Primärluft-Löcher erfolgt
im Betrieb des Heizkessels die Primärluftzufuhr zur Brennstoffglut
auf dem Verbrennungsglutrost.
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Die
Oberseite des Wabenrostes wird definiert durch die Oberseite des
wabenartigen Metallgerüsts
(auch: Rostrahmen). Sie liegt bei den bekannten Wabenrosten in einer
waagrechten Ebene. Auch die Einlegesteine weisen zum Brennstoff
hin eine waagrechte angeordnete Oberseite auf, in der Ebene der
Metallgerüst-Oberseite
oder auch hierzu versetzt.
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Die
vorstehend bereits erläuterte
Glutzone wird im Betrieb der Verbrennungsvorrichtung über Öffnungen
im Verbrennungsglutrost, beispielsweise die vorgenannten Primärluft-Löcher, von
unten mit Primärluft
versorgt.
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Vor
dem Dauerbetrieb der Verbrennungsvorrichtung, in der Anzündphase
bzw. beim Anbrennprozess, überdeckt
der feste Brennstoff ungleichmäßig die
Primärluft-Öffnungen
im Verbrennungsglutrost. Dies tritt insbesondere auch deshalb auf,
da die hier betrachteten Verbrennungsvorrichtungen manuell mit festen
Brennstoffen beschickt werden, d. h. es ergibt sich eine Abhängigkeit
vom Bediener gerade in der Anzündphase.
Dementsprechend läuft
die Anzündphase
bzw. der Anbrennprozess nicht kontrollierbar und nicht konstant
ab.
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Die
Güte der
bekannten Spezialheizkessel, beispielsweise der nach
DE 197 29 506 C2 oder
DE 35 00 974 C2 gebauten
Heizkessel, steht in direktem Zusammenhang mit dem Zündvorgang.
Als Folge der vorbeschriebenen Problematik ist der Feinstaubausstoß solcher
Heizkessel in dieser Anzündphase sehr
hoch und nicht kontrollierbar.
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Der
Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, Verbrennungsvorrichtungen
der eingangs genannten Art so auszubilden, dass die Anzündphase
und der Anbrennprozess kontrollierbar und konstant ablaufen.
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Diese
Aufgabe wird durch die Merkmale nach Patentanspruch 1 und durch
die Merkmale nach Patentanspruch 5 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen
sind in den jeweils abhängigen
Patentansprüchen
angegeben.
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Gemäß der Erfindung
nach Anspruch 1 umfasst die Verbrennungsvorrichtung der eingangs
genannten Art eine Brennstoffkammer (11) mit einem Verbrennungsglutrost,
der als Wabenrost ausgebildet ist, umfassend ein wabenförmiges Metallgerüst und hierin
eingelegte, in ihrer Form angepasste Einlegesteine, von denen zumindest
einige Primärluft-Löcher aufweisen.
Die Erfindung nach Anspruch 1 sieht vor, dass der Verbrennungsglutrost
zumindest teilweise (abschnittsweise) trichter- und/oder muldenförmig ausgebildeten
ist, so dass die festen Brennstoffe nicht mehr flächig auf
dem Glutrost aufliegen und damit die Primärluft-Löcher überdecken.
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Gemäß der Erfindung
nach Anspruch 5 ist die Verbrennungsvorrichtung der eingangs genannten
Art für
Holzscheite bestimmt. Sie umfasst eine Brennstoffkammer mit einem
Verbrennungsglutrost, einen Verbrennungsgasausbrandeinsatz zum Ausbrennen
von im Betrieb der Verbrennungsvorrichtung aus einer auf dem Verbrennungsglutrost
befindlichen Brennstoffglut ausgelösten Brenngasen, und eine Brenngas-Durchlassöffnung zur
Zuführung
der Brenngase aus der Brennstoffkammer in den Verbrennungsgasausbrandeinsatz,
wobei die Brenngas-Durchlassöffnung
oberhalb des Verbrennungsglutrostes, insbesondere im Bereich einer
Glutzone, in einer Wandung der Brennstoffkammer vorgesehen ist.
Die Erfindung nach Anspruch 5 sieht vor, dass der Verbrennungsglutrost
so zumindest teilweise (abschnittsweise) trichter- und/oder muldenförmig ausgebildet
ist, dass der tiefste Bereich des Verbrennungsglutrostes eine Achse
bzw. Linie ist, die senkrecht zu der Wandung orientiert ist, in
der die Brenngas-Durchlassöffnung
vorgesehen ist.
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Sowohl
bei der Erfindung nach Anspruch 1 als auch bei der Erfindung nach
Anspruch 5 ist der Verbrennungsrost somit entweder insgesamt oder teilweise,
d. h. in einem Teilbereich, trichter- und/oder muldenförmig ausgebildet.
Es ist auch möglich
und wird als unter diese Formulierung fallenden verstanden, dass
der Verbrennungsglutrost mehrere trichter- und/oder muldenförmige Teilbereiche
aufweist. Diese können
eine gleiche oder eine gegenläufige
Orientierung aufweisen.
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Die
gemäß den Erfindungen
vorgesehene, spezielle Ausbildung des Verbrennungsglutrostes gewährleistet
immer eine zumindest weitgehend konstante durch den Brennstoff strömende Verbrennungsluftmenge,
die zur Entzündung
des Brennstoffs und zum Starten der Brenngasbildung notwendig ist. Der
Brennstoff kann somit wie bei den eingangs beschriebenen bekannten
Heizkesseln willkürlich
in die Brennstoffkammer eingefüllt
werden, insbesondere auch manuell durch einen Bediener. Der feste
Brennstoff liegt auf dem trichter- und/oder muldenförmig ausgebildeten
Verbrennungsglutrost nicht formschlüssig auf, so dass immer eine
ausreichende Luftführung
gewährleistet
ist und somit dem Brennstoff auch in der Anzündphase bzw. bei Anbrennprozess eine
ausreichende Primärluftmenge
zugeführt
wird. Dadurch wird ein konstanter und kontrollierbarer Ablauf der
Anzündphase
bzw. des Anbrennprozess ermöglicht.
Dies führt
auch zu einem im Vergleich zu den bekannten Heizkesseln reduzierten
und kontrollierbaren Feinstaubausstoß.
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Die
eingangs beschriebenen und entsprechend auch die erfindungsgemäßen Verbrennungsvorrichtungen
weisen üblicherweise
einen Verbrennungsgasausbrandeinsatz auf, der zum Ausbrennen von
im Betrieb des Heizkessels aus einer auf dem Verbrennungsglutrost
befindlichen Brennstoffglut ausgelösten Brenngasen vorgesehen
ist. Die Brenngase werden dem Verbrennungsgasausbrandeinsatz typischerweise über eine
Brenngas-Durchlassöffnung,
die beispielsweise oberhalb des Verbrennungsglutrostes im Bereich
der Glutzone in der Wandung der Brennstoffkammer angeordnet ist,
zugeführt.
Dem Verbrennungsgasausbrandeinsatz nachgeordnet ist üblicherweise
ein Wärmetauscher.
Bei diesen Verbrennungseinrichtungen führt die erfindungsgemäße Ausbildung
des Verbrennungsglutrostes zu dem zusätzlichen Vorteil, dass aufgrund
der ausreichenden Luftführung
und Primärluftmenge
immer ausreichende Brenngase für
den nachgeschalteten Verbrennungsgasausbrandeinsatz garantiert sind.
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Die
erfindungsgemäße Ausbildung
des Verbrennungsglutrostes findet ihre Anwendung insbesondere in
allen Verbrennungsvorrichtungen bzw. Heizkesseln für feste
Brennstoffe mit einem unteren Abbrand und manueller Bedienung, insbesondere manueller
Beschickung mit Brennstoff.
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Unter
der trichter- bzw. muldenförmigen
Ausbildung des Verbrennungsglut rostes wird insbesondere verstanden,
dass der Glutrost zumindest abschnittsweise ausgehend von seinen
Glutrosträndern zu
seiner Mitte bzw. zu einem mittleren Bereich bzw. zu einer mittleren
Achse hin aus der Waagrechten geneigt ist, d. h. die dem Brenngut
zugewandte Oberseite des Glutrostes ist im Unterschied zum Stand der
Technik zumindest abschnittsweise nicht waagrecht ausgebildet, sondern
weist einen von 0° und von
90° verschiedenen
Steigungswinkel auf. Ausgehend vom Rand des Glutrostes weist die
Oberseite des Glutrostes in diesen Abschnitten somit zur Glutrostmitte
bzw. zu einem mittleren Bereich bzw. zu einer mittleren Achse des
Glutrostes hin eine Steigung auf, vorzugsweise eine negative Steigung.
Die schmale Trichterseite (auch: der Trichterhals) bzw. die tiefste
Stelle der Mulde liegt somit in der Mitte des Glutrostes bzw. in
einem mittleren Bereich des Glutrostes bzw. bildet eine mittlere
Achse des Glutrostes. Klarstellend sei darauf hingewiesen, dass
unter Trichterform nicht die tatsächliche Ausbildung eines Trichters
mit einer engen Durchlassöffnung,
beispielsweise für
den Brennstoff, am Trichterhals verstanden wird. Es geht hier lediglich
um die Beschreibung einer Form, bei der die Querschnittfläche sich zu
einer Seite hin verringert.
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In
einer Ausführungsvariante
ist der Glutrost ausgehend von allen Rändern zu seiner Mitte hin bzw.
zu einem mittleren Bereich hin geneigt, so dass eine Trichter- und/oder
Muldenform im engeren Sinne entsteht. Bevorzugt geht die Neigung
ausgehend von den Rändern
nach unten, d. h. die Mitte bzw. der mittlere Bereich des Glutrostes
bildet eine tiefste Stelle des Rostes.
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In
einer weiteren Ausführungsvariante
ist der Glutrost lediglich ausgehend von zwei einander gegenüberliegenden
Rändern
zu einer mittleren Achse hin, die sich quer über den Glutrost und quer zu
dieser Neigung erstreckt, geneigt. Bei einer Neigung ausgehend von
den Rändern
nach unten ist der tiefste Bereich des Glutrostes in diesem Fall
eine Achse bzw. Linie, die sich quer zu den beiden Neigungen erstreckt,
und zwar über
den gesamten Glutrost hinweg.
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Grundsätzlich kann
die Neigung ausgehend von den Rändern
in allen Fällen
nach oben gehen. Bevorzugt bei den erfindungsgemäßen Spezialheizkesseln ist
jedoch eine Neigung nach unten, d. h. eine negative Steigung.
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Die
Neigung bzw. die Steigung kann in allen Fällen konstant sein, so dass
die Oberseite des Glutrostes zumindest abschnittsweise durch schiefe
Ebenen definiert wird. Es ist aber auch möglich, dass die Neigung bzw.
Steigung sich verändert
bzw. variiert. Beispielsweise kann dadurch die Oberseite des Glutrosts
zumindest abschnittsweise gekrümmt
ausgebildet sein.
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In
einer bevorzugten Ausführungsvariante
ist die Oberseite des Glutrostes definiert durch zwei schiefe Ebenen,
die ausgehend von zwei einander gegenüber liegenden Glutrosträndern nach
unten geneigt sind und an einer mittleren Achse, die die tiefste Stelle
der Glutrostoberseite definiert, aneinander angrenzen. Zweckmäßig ist
hierbei, wenn die Ausgangshöhe
der gegenüberliegenden
Glutrostränder gleich
ist und auch die Neigung bzw. Steigung zur Mitte hin gleich ist.
In diesem Fall liegt die mittlere Achse nahezu exakt in der Mitte
zwischen den beiden Ausgangsrändern
des Glutrostes, bei entsprechender Ausgestaltung des Glutrostes
definiert sie hinsichtlich der Form des Glutrostes eine senkrechte Spiegelfläche.
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Auch
die vorgenannte Form des Glutrostes mit zwei schiefen Ebenen wird
als Trichterform im Sinne der Erfindung verstanden. Die Trichterform zeigt
sich hierbei beispielsweise auch im senkrechten Querschnitt durch
die Neigung des Glutrostes. Die beiden schiefen Ebenen sind hierbei
nach Art der Schenkel des Buchstabens „V” zueinander angeordnet, wenn
auch üblicherweise
mit einem deutlich größeren Winkel
zwischen den Schenkeln. Der Winkel zwischen den schiefen Ebenen
liegt insbesondere zwischen 120° und
175°, vorzugsweise
zwischen 160° und
170°, beispielsweise
bei etwa 165°.
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Für die weitere
Ausbildung des Verbrennungsglührostes
gelten die Eingangserläuterungen zum
Stand der Technik entsprechend. Auch bei der erfindungsgemäßen Lösung kann
somit ein Wabenrost vorgesehen sein, insbesondere mit einem wabenartigen
Metallgerüst,
beispielsweise aus Stahl und/oder Metallguss und/oder Gusseisen.
Die Waben sind hierbei an die Form der Oberseite des Glührostes
angepasst, bzw. sie definieren durch ihre Ausbildung die vorgesehene
Trichter- und/oder Muldenform des Grillrostes. Insbesondere in oder
nahe der Glutrostmitte bzw. im oder nahe dem mittleren Bereich bzw.
an der mittleren Achse des Glutrostes sind die Waben in ihrer Form
an die vorgesehene Glutrostform angepasst, gegebenenfalls mit entsprechend
zueinander geneigten bzw. geknickten oder gewölbten Oberseiten des Metallgerüsts. In
den Waben sind Einlegesteine, beispielsweise aus Keramik oder Feuerbeton,
angeordnet, die in ihrer Form entsprechend angepasst sind. Einige
oder alle diese Einlegesteine weisen gegebenenfalls ein Primärluft-Loch
auf.
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Alternativ
zum Wabenrost kann bei der Erfindung nach Anspruch 5 auch ein insgesamt
aus Metall, beispielsweise Stahl und/oder Metallguss und/oder Gusseisen,
hergestellter Glutrost vorgesehen sein. Dieser Glutrost kann Primärluft-Löcher (auch:
Primärluft-Öffnungen)
in beliebiger Form aufweisen. Beispielsweise können die Primärluft-Löcher längliche
Löcher
(Längsöffnungen)
sein, die sich quer zur Neigung des Glutrostes und vorzugsweise parallel
zueinander durch den Glutrost erstrecken, vorzugsweise bis nahe
an die Ränder
des Glutrostes.
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Durch
die erfindungsgemäße Formgebung des
Verbrennungsglutrostes ist sichergestellt, dass feste Brennstoff,
beispielsweise Holzscheite, nicht mehr flächig auf dem Glutrost aufliegen
und damit die Primärluft-Löcher überdecken.
Vielmehr stellt die Formgebung, insbesondere die Neigung der Oberseite
des Glutrostes sicher, dass die festen Brennstoff nur noch in eng
begrenzten Abschnitten, bei einem Holzscheit beispielsweise an dessen
Längsrändern, auf
dem Glutrost aufliegen. Die Primärluft-Löcher im
Glutrost sind damit (zumindest weitgehend) frei, so dass eine ausreichende
Luftführung
und damit eine ausreichende Primärluftmenge
zum Brennstoff hin auch in der Anzündphase bzw. beim Anbrennprozess
gewährleistet
ist.
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Die
Erfindung wird nachstehend auch hinsichtlich weiterer Merkmale und
Vorteile anhand der Beschreibung von Ausführungsbeispielen und unter Bezugnahme
auf die beiliegenden, schematischen Zeichnungen näher erläutert. Dabei
zeigen
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1 eine
schematische Schnittdarstellung eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Spezialheizkessels,
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2 eine
weitere Schnittdarstellung des Ausführungsbeispiels gemäß 1,
und zwar entlang der Linie A-A in 1,
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3 ein
Ausführungsbeispiel
eines für
erfindungsgemäße Spezialheizkessel,
beispielsweise gemäß 1 und 2,
bestimmten erfindungsgemäßen Verbrennungsglutrostes
in Draufsicht,
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4 das
Ausführungsbeispiel
des Verbrennungsglutrostes gemäß 3 in
einer Schnittdarstellung entlang der Linie B-B in 3,
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5 ein
weiteres Ausführungsbeispiel
eines für
erfindungsgemäße Spezialheizkessel,
beispielsweise gemäß 1 und 2,
bestimmten erfindungsgemäßen Verbrennungsglutrostes
in perspektivischer Darstellung.
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Einander
entsprechende Teile und Komponenten in 1 bis 5 sind
mit den gleichen Bezugszeichen bezeichnet.
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1 und 2 zeigen
ein Ausführungsbeispiel
einer erfindungsgemäßen Verbrennungsvorrichtung 10 bzw.
eines erfindungsgemäßen Spezialheizkessels 10.
Zu erkennen ist eine Brennstoffkammer 11 (auch: Brennstofffüllschacht),
die über
eine Einfüllöffnung 12,
die mit einer Abdeckung 13 ver schließbar ist, von oben mit festem
Brennstoff 14, bzw. auch Holzscheiten 14 befüllbar ist.
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Im
unteren Bereich der Brennstoffkammer 11 ist ein Verbrennungsglutrost 15 angeordnet,
auf dem der feste Brennstoff 14, hier Holzscheite 14,
aufliegen. Unterhalb des Verbrennungsglutrostes 15 ist
ein Ascheauffangbehälter 16 angeordnet.
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Neben
der Brennstoffkammer 11, konkret neben dem Verbrennungsglutrost 15,
ist ein Verbrennungsgasausbrandeinsatz 17 angeordnet, über dem ein
Wärmetauscher 18 angeordnet
ist (beide Komponenten sind in den Figuren nur schematisch angedeutet).
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Im
Betrieb bildet sich über
dem Verbrennungsglutrost 15 die sogenannte Glutzone. Hierunter wird
derjenige Bereich über
dem Verbrennungsglutrost 15 verstanden, in dem sich im
Betrieb der Verbrennungsvorrichtung 10 der glühende Brennstoff 14 befindet.
Die Glutzone wird im Betrieb der Verbrennungsvorrichtung 10 über Öffnungen 19 im
Verbrennungsglutrost 15, auch als Primärluft-Löcher 19 bezeichnet,
von unten mit Primärluft
versorgt.
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Die
Brenngase gelangen von der Glutzone über eine auf Höhe der Glutzone
angeordnete Brenngas-Durchlassöffnung 22 in
einer Wandung 23 der Brennstoffkammer 11 zum weiteren
Ausbrennen in den Verbrennungsgasausbrandeinsatz 17. Von
dort gelangen die heißen
Abgase in den Wärmetauscher 18,
die abgekühlten
Abgase gelangen von hier in einen Abgasausgang 24.
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Insbesondere
aus 2 ist ersichtlich, dass der Verbrennungsglutrost 15 trichter-
und/oder muldenförmig
ausgebildet ist. An seiner Oberseite 25 weist der Verbrennungsglutrost 15 zwei
schiefe Ebenen 26, 27 auf, die jeweils ausgehend
von einander gegenüber
liegenden Glutrosträndern 28, 29 nach unten
geneigt sind und an einer mittleren Achse 30 (die in 2 senkrecht
zur Zeichenebene steht) aneinander grenzen. Die mittlere Achse 30 ist
die tiefste Stelle der Oberseite 25 des Verbrennungsglutrostes 15.
Für die
Verbrennungsvorrichtung 10 gemäß 1 und 2 geeignete
Ausfüh rungsbeispiele dieses
Verbrennungsrostes 15 sind in 3 bis 5 dargestellt.
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Die
Wirkung der Erfindung ergibt sich am besten aus 2.
Dort ist ersichtlich, dass fester Brennstoff 14, hier Holzscheite 14,
nicht mehr flächig auf
der Oberseite 25 des Verbrennungsglutrostes 15 aufliegt.
Vielmehr liegen die Holzscheite 14 nur noch an ihren Längsrändern auf,
die Oberseite 25 des Verbrennungsglutrostes 15 bleibt
weitgehend frei. Somit werden auch die Primärluft-Löcher 19 nicht unkontrolliert
bzw. zufällig
verschlossen. Insgesamt ist somit eine ausreichende Primärluftzufuhr
an bzw. durch den festen Brennstoff (und im Betrieb der Verbrennungsvorrichtung 10 in
die Glutzone) sichergestellt, so dass ein konstanter und kontrollierbarer
Ablauf auch der Anzündphase
bzw. des Anbrennprozess erfolgt.
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3 zeigt
ein Ausführungsbeispiel
eines erfindungsgemäßen Verbrennungsglutrostes 15 in Draufsicht, 4 zeigt
diesen Verbrennungsglutrost 15 in einer Schnittdarstellung
entlang der Linie B-B in 3. Bei diesem Verbrennungsglutrost 15 handelt es
sich um einen Wabenrost umfassend ein wabenförmiges Metallgerüst 31 (auch:
Rostrahmen), beispielsweise aus Gusseisen, und hierin eingelegte,
in ihrer Form an die Waben angepasste Einlegesteine 32,
beispielsweise aus Keramik. Um den Einlegesteinen 32 einen
definierten Halt zu geben, werden die Waben im Metallgerüst 31 nach
unten hin schmaler, d. h. die Wabenwände jeder Wabe laufen nach
unten hin aufeinander zu. In den Einlegesteinen 32 ist
jeweils ein Primärluft-Loch 19 ausgebildet.
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Der
in 3 und 4 gezeigte Verbrennungsglutrost 15 weist – wie das
in 2 gezeigte Beispiel – an seiner Oberseite 25 zwei
schiefe Ebenen 26, 27 auf, die jeweils ausgehend
von einander gegenüber
liegenden Glutrosträndern 28, 29 nach unten
geneigt sind und an einer mittleren Achse 30 aneinander
grenzen. Die mittlere Achse 30 ist die tiefste Stelle der
Oberseite 25 des Verbrennungsglutrostes 15.
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5 zeigt
ein weiteres Ausführungsbeispiel eines
erfindungsgemäßen Verbrennungsglutrostes 15 in
perspektivischer Darstellung. Bei diesem Verbrennungsglutrost 15 handelt
es sich um einen vollständig
aus Gusseisen hergestellten Metallrost mit länglichen Primärluft-Löchern 19.
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Auch
dieser Verbrennungsglutrost 15 weist an seiner Oberseite 25 zwei
schiefe Ebenen 26, 27 auf, die jeweils ausgehend
von einander gegenüber liegenden
Glutrosträndern 28, 29 nach
unten geneigt sind und an einer mittleren Achse 30 aneinander grenzen.
Die mittlere Achse 30 ist auch hier die tiefste Stelle
der Oberseite 25 des Verbrennungsglutrostes 15.
Die länglichen
Primärluft-Löcher 19 sind
quer zur Neigung der jeweiligen schiefen Ebene 26, 27 und
damit quer zur Neigung des Verbrennungsglutrostes 15 ausgerichtet,
sie verlaufen parallel zueinander.
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Insgesamt
wird mit der Erfindung eine Verbrennungsvorrichtung bzw. eine Verbrennungsglutrost
angegeben, die bzw. der aufgrund der trichterförmigen bzw. muldenförmigen Ausbildung
des Verbrennungsglutrostes zur Verbesserung des Anzündprozesses
bei Verwendung fester Brennstoffe und zur Verbesserung der Brenngasentstehung
aus den festen Brennstoffen beiträgt. Erreicht wird dies insbesondere
durch eine konstante durch den festen Brennstoff führende Verbrennungsluftmenge
(Primärluftmenge),
die zur Entzündung
des Brennstoffs und zum Starten der Brenngasbildung notwendig ist und
die bei der erfindungsgemäßen Lösung durch
die spezielle Formgebung des Verbrennungsglutrostes gewährleistet
wird.
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- 10
- Verbrennungsvorrichtung,
Spezialheizkessel
- 11
- Brennstoffkammer,
Brennstofffüllschacht
- 12
- Einfüllöffnung
- 13
- Abdeckung
- 14
- fester
Brennstoff, Holzscheit
- 15
- Verbrennungsglutrost
- 16
- Ascheauffangbehälter
- 17
- Verbrennungsgasausbrandeinsatz
- 18
- Wärmetauscher
- 19
- Öffnung im
Verbrennungsglutrost 15, Primärluft-Loch
- 22
- Brenngas-Durchlassöffnung
- 23
- Wandung
- 24
- Abgasausgang
- 25
- Oberseite
des Verbrennungsglutrostes 15
- 26,
27
- schiefe
Ebenen
- 28,
29
- Glutrostränder
- 30
- mittlere
Achse
- 31
- Metallgerüst
- 32
- Einlegestein