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Aus
der Druckschrift
EP
0 513 721 B1 ist ein Verfahren zur Steuerung eines Back-
bzw. Bratvorgangs bekannt, bei welchem eine Steuerschaltung in Verbindung
mit einer Programmsteuerung einen Abschaltzeitpunkt einer Heizenergie
in Abhängigkeit von Größe und Art wenigstens
eines eingestellten Endwerts zur Nutzung einer Restwärme
berechnet.
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Aus
der Druckschrift
DE
601 13 355 T2 ist ein Verfahren zum Beheizen einer Backofenmuffel durch
ein Heizelement bekannt, bei welchem bei einer Phase des Vorheizen
der Backofenmuffel bis zu einer Solltemperatur mehrere Haltezeiten
des Heizelements aufweist, wobei der Temperaturanstieg der Backofenmuffel
während der Haltezeiten zeitlich im Wesentlichen konstant
ist. Ferner wird bei einem Betrieb des Backofens durch ein Einstellen
einer Sparfunktion eine Verminderung einer Geschwindigkeit eines
Gebläses bezüglich einer für eine herkömmliche
Funktionsweise vorprogrammierten Geschwindigkeit erreicht. Hierdurch
wird durch eine Verminderung einer aus der Backofenmuffel abgeführten
Luftmenge auch der Wärmeverlust in der Backofenmuffel und
damit ein Energieverlust vermindert.
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Aus
der Druckschrift
US
2002/0175162 A1 ist eine Hausgerätvorrichtung
bekannt, welche einen Betrieb einer Heizeinheit kontrolliert und
gegebenenfalls eine Betriebszeit der Heizeinheit verändert,
um ein Garergebnis qualitativ zu verbessern.
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Aus
der Druckschrift
DE
39 32 170 A1 ist eine Anzeigevorrichtung für elektrische
Haushaltsgeräte mit einer elektronischen Programmsteuervorrichtung,
bestehend aus einem im Gerät integrierten Anzeigefeld,
bekannt, wobei im Anzeigefeld vor Programmbeginn der auf das jeweils
gewählte Programm abgestimmte, in einem Speicher der Programmsteuervorrichtung
abgespeicherte voraussichtliche Energieverbrauch zur Anzeige gebracht wird.
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Die
Aufgabe der Erfindung besteht insbesondere darin, eine gattungsgemäße
Vorrichtung mit verbesserten Eigenschaften hinsichtlich einer wirtschaftlichen
und effektiven Energie verwendung bereitzustellen. Die Aufgabe wird
erfindungsgemäß durch die Merkmale des Patentanspruchs
1 gelöst, während vorteilhafte Ausgestaltungen
und Weiterbildungen der Erfindung den Unteransprüchen und
den Nebenansprüchen entnommen werden können.
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Vorgeschlagen
wird eine Hausgerätvorrichtung mit einer ersten Einheit,
welche als Energiespareinheit ausgebildet ist. Unter einer „Energiespareinheit” soll
insbesondere eine Einheit verstanden werden, welche einen Bediener
auf Energiesparmöglichkeiten hinweist und/oder bei einem
Betriebsvorgang zumindest einen Kennwert zur Senkung eines Energieverbrauchs
modifiziert, und/oder eine Einheit verstanden werden, deren Aktivierung
eine Verringerung eines Energieverbrauchs erlaubt und/oder als Energieeffizienzsteigerungseinheit
und/oder Energieverbrauchsanpassungseinheit ausgebildet ist. Unter
einer „Energieeffizienzsteigerungseinheit” soll
insbesondere eine Einheit verstanden werden, welche zumindest eine Änderung
und/oder Feinabstimmung einer Betriebsart bzw. eines Betriebsmodus
zu einem auf ein bestimmtes Ergebnis ausgerichteten Verbrauch von
Energie erlaubt und/oder selbsttätig vornimmt und/oder
einem Bediener diesem zur Verfügung stehende Handlungsoptionen
zur Erhöhung einer Effizienz einer zu verbrauchenden Energie
mitteilt. Unter einer „Energieverbrauchsanpassungseinheit” soll
insbesondere eine Einheit verstanden werden, welche bei zumindest
einem Betriebsvorgang einen Energieverbrauch an eine vorherrschende
Bediensituation und/oder an ein Gargutqualitätsziel und/oder
an ein Energieeffizienzoptimum anpasst und/oder eine derartige Anpassung
erlaubt. Mit einer erfindungsgemäßen Ausgestaltung
kann eine wirtschaftliche und effektive Energieverwendung erreicht werden.
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Vorzugsweise
weist die erste Einheit eine Eingreifeinheit auf, welche zu einer
Einsparung von Energie bei wenigstens einem Betriebsablauf eingreift.
Unter einer „Eingreifeinheit” soll insbesondere eine
Einheit verstanden werden, welche eine Betriebsart bzw. einen Betriebsmodus
selbsttätig ändert und/oder welche bei wenigstens
einem Betriebsablauf zumindest einen Bedien- bzw. Benutzungsvorschlag
unterbreitet. Hierdurch kann eine vorteilhafte Änderung
eines Betriebsablaufs erreicht werden, welche insbesondere Energie
spart. Insbesondere ist die Eingreifeinheit von einer Steuer- und/oder
Regeleinheit gebildet.
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Mit
Vorteil weist die erste Einheit eine Verbrauchsregulierungseinheit
auf. Unter einer „Verbrauchsregulierungseinheit” soll
insbesondere eine Einheit verstanden werden, wel che selbsttätig
einen Energieverbrauch einstellt und/oder mittels welcher ein Bediener
einen Energieverbrauch einstellen kann und welche sich von einem
Temperatureinstellmittel unterscheidet. Auf diese Weise kann ein
bedarfsgerechter Verbrauch von Energie erreicht werden.
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Ferner
wird vorgeschlagen, dass die Hausgerätvorrichtung zumindest
eine Nutzeinheit und die erste Einheit wenigstens eine Überwachungseinheit aufweist,
welche bei wenigstens einem Betriebsvorgang zumindest einen Betriebsparameter
der Nutzeinheit überwacht. Unter einer „Nutzeinheit” soll
insbesondere eine Einheit verstanden werden, welche bei zumindest
einem Betriebsvorgang einen physikalischen Einfluss auf zumindest
ein bearbeitbares Objekt ausübt. Darunter, dass die Überwachungseinheit einen
Betriebsparameter der Nutzeinheit „überwacht”,
soll insbesondere verstanden werden, dass die Überwachungseinheit
zumindest einen Wert des Betriebsparameters registriert und mit
zumindest einem Wert eines Vergleichsparameters vergleicht. Hierdurch
kann eine Änderung einer Betriebsbedingung erkannt und
insbesondere eine Reaktion hierauf vorgenommen werden. Insbesondere
kann bei einer unsachgemäßen Benutzung durch einen
Benutzer ein geringer Energieverbrauch erreicht werden.
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Vorzugsweise
ist die Überwachungseinheit dazu vorgesehen, wenigstens
einen Betriebsmodus zu ändern. Unter einem „Betriebsmodus” soll
insbesondere eine Art und Weise eines Betriebs verstanden werden.
Hiermit kann ein energiesparender Betrieb erreicht werden. Insbesondere
ist der Betriebsmodus als Stand-by Betrieb ausgebildet.
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Mit
Vorteil weist die Hausgerätvorrichtung wenigstens einen
Stand-by Betriebsmodus auf. Unter einem Stand-by Betriebsmodus soll
insbesondere ein Betriebsmodus verstanden werden, bei welchem ein
Garvorgang in einem Vergleich zu einem Zustand, in welchem die Hausgerätvorrichtung
vollständig ausgeschaltet ist, mit weniger Bedienschritten und/oder
schneller gestartet werden kann. Auf diese Weise kann ein bedarfsgerechter
und insbesondere energiesparender Betrieb erreicht werden. Im Besonderen
steht im Fall einer Fehlbedienung ein energiesparender Betriebsmodus
zur Verfügung, in welchen gegebenenfalls gewechselt werden
kann. Vorzugsweise weist die Hausgerätvorrichtung zumindest
eine Überwachungseinheit auf, welche in wenigstens einem
Betriebsvorgang den Stand-by Betriebsmodus selbsttätig
einstellt. Hiermit kann ein schnelles Einstellen eines energiesparenden
Betriebsmodus erreicht werden. Im Besonderen kann auch die Möglichkeit
bestehen, dass der Stand-by Betriebsmodus durch einen Bediener insbesondere
manuell einstellbar ist.
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Außerdem
wird vorgeschlagen, dass die Hausgerätvorrichtung wenigstens
eine Steuereinheit aufweist, die dazu vorgesehen ist, wenigstens
eine zweite Einheit in zumindest zwei verschiedenen Qualitätsbetriebsmodi
und/oder Energieverbrauchsbetriebsmodi zu betreiben. Unter einer „Steuereinheit” soll
insbesondere eine Einheit verstanden werden, die eine Recheneinheit
bzw. Prozessoreinheit und/oder eine Speichereinheit und/oder ein
in einer Speichereinheit gespeichertes Betriebsprogramm umfasst.
Unter „vorgesehen” soll insbesondere speziell
ausgestattet und/oder ausgelegt und/oder programmiert verstanden
werden. Unter einem „Qualitätsbetriebsmodus” soll
insbesondere ein Betriebsmodus verstanden werden, welcher für
einen Garvorgang zusätzlich zu einer Auswahl einer Garzeit und/oder
einer Auswahl einer Dauer eines Garvorgangs und/oder einer Auswahl
einer Vorheizzeit einstellbar ist und welcher eine Qualität
eines bei dem Garvorgang erzielten Garergebnisses beeinflusst. Unter
einem „Energieverbrauchsbetriebsmodus” soll insbesondere
ein Betriebsmodus verstanden werden, welcher für einen
Garvorgang zusätzlich zu einer Auswahl einer Garzeit und/oder
einer Auswahl einer Dauer eines Garvorgangs und/oder einer Auswahl
einer Vorheizzeit einstellbar ist und welcher einen durch den Garvorgang
anfallenden Energieverbrauch beeinflusst. Auf diese Weise kann ein
Garvorgang auf differenzierte Weise betrieben werden. Insbesondere
kann ein Bediener Einfluss auf eine Qualität und/oder einen
Energieverbrauch eines Garvorgangs, für welchen er bereits
eine Gardauer und/oder eine Gartemperatur eingestellt hat, nehmen.
Vorzugsweise unterscheiden sich zumindest zwei der Qualitätsbetriebsmodi
und/oder Energieverbrauchsbetriebsmodi durch zumindest einen Wert
wenigstens einer Leistungskenngröße und/oder Temperaturkenngröße.
Hiermit kann auf einfache Weise eine differenzierte Beeinflussbarkeit
eines Energieverbrauch und/oder einer Qualität eines Garergebnisses realisiert
werden.
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Mit
Vorteil legt zumindest einer der Qualitätsbetriebsmodi
und/oder Energieverbrauchsbetriebsmodi wenigstens einen Garraumtemperaturbereich fest.
Unter einem „Garraumtemperaturberreich” soll insbesondere
ein Temperaturintervall verstanden werden, welches Temperaturwerte
beinhaltet, die bei einem Garvorgang und/oder Vorheizvorgang in
einem Garraum insbesondere durchschnittlich in Bezug auf eine räumliche
Ausdehnung des Garraums vorherrschen sollen. Hierdurch kann ein
zuverlässiges Garen von Gargut er reicht werden. Insbesondere
kann in einem Vergleich zu einem Betrieb eines Garvorgangs mit einer
konstanten Gartemperatur bei einer sich gering unterscheidenden
Garergebnisqualität eine Energieeinsparung erreicht werden.
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Vorzugsweise
legt zumindest einer der Qualitätsbetriebsmodi und/oder
Energieverbrauchsbetriebsmodi wenigstens eine Vorheiztemperatur
fest. Unter einer „Vorheiztemperatur” soll insbesondere eine
Temperatur verstanden werden, welche nach einem Aufheizen eines
Garraums unmittelbar vor einem Einbringen eines Garguts in den Garraum
in dem Garraum vorherrscht. Damit kann eine adäquate und
energiesparende Vorheiztemperatur erreicht werden.
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Weiterhin
wird vorgeschlagen, dass die Steuereinheit bei einem Betreiben der
zweiten Einheit in wenigstens einem der Qualitätsbetriebsmodi und/oder
Energieverbrauchsbetriebsmodi selbsttätig eine Betriebszeit
modifiziert. Unter einer „Betriebszeit” soll insbesondere
eine Vorheizzeit oder eine Betriebszeit einer Heizeinheit bei einem
Garvorgang verstanden werden. Auf diese Weise kann ein benutzerfreundliches
Energiesparen erreicht werden.
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In
einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist in zumindest einem
der Qualitätsbetriebsmodi und/oder Energieverbrauchsbetriebsmodi
eine Restwärmenutzphase vorgesehen. Unter einer „Restwärmenutzphase” soll
insbesondere eine Phase eines Garvorgangs verstanden werden, welche
innerhalb einer von einer Steuereinheit und/oder einem Bediener
eingestellten Dauer des Garvorgangs stattfindet und welche eine
bereits vorhandene Wärmemenge nutzt. Auf diese Weise kann
eine besonders effiziente Verwendung von Energie erreicht werden.
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Vorzugsweise
weist die erste Einheit wenigstens eine Anzeigeeinheit auf, welche
in wenigstens einem Betriebszustand zumindest einen Energiespar-Hinweis
anzeigt. Unter einem „Energiespar-Hinweis” soll
insbesondere ein Hinweis verstanden werden, welcher einem Bediener
zumindest eine Möglichkeit einer Bedienhandlung mitteilt,
deren Durchführung eine Energieeinsparung in einem Vergleich zu
einem Unterlassen der Bedienhandlung zur Folge hat. Auf diese Weise
kann ein energiesparendes Bedienen durch einen Benutzer erfolgen.
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Mit
Vorteil weist die erste Einheit wenigstens eine Anzeigeeinheit auf,
welche bei zumindest einem Betriebsablauf einen Gargutqualitätshinweis
anzeigt. Unter einem „Gargutqualitätshinweis” soll
insbesondere eine Mitteilung bezüglich einer Qualität und/oder
eines Zustands eines Garguts verstanden werden. Auf diese Weise
kann ein Bediener seine Bedienung anpassen und insbesondere eine
auf die Qualität bzw. den Zustand des Garguts abgestimmte, energiesparende
Bedienung vornehmen.
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Vorzugsweise
weist ein Hausgerät die Hausgerätvorrichtung auf,
wodurch ein besonders energiesparender Betrieb des Hausgeräts
möglich ist.
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Außerdem
wird ein Hausgerätverfahren, insbesondere mit einer Hausgerätvorrichtung,
vorgeschlagen, wobei zumindest ein Betriebsparameter einer Nutzeinheit überwacht
und zumindest ein Betriebsmodus geändert wird. Hierdurch
kann eine Änderung einer Betriebsbedingung erkannt und
insbesondere ein energiesparender Betrieb eingeleitet werden.
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Weitere
Vorteile ergeben sich aus der folgenden Zeichnungsbeschreibung.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung
dargestellt. Die Zeichnung, die Beschreibung und die Ansprüche enthalten
zahlreiche Merkmale in Kombination. Der Fachmann wird die Merkmale
zweckmäßigerweise auch einzeln betrachten und
zu sinnvollen weiteren Kombinationen zusammenfassen.
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Es
zeigen:
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1 eine
Frontansicht eines als Backofen ausgebildeten Hausgeräts
mit einer erfindungsgemäßen Hausgerätvorrichtung,
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2 eine
schematische Darstellung eines Änderns eines Betriebsmodus
durch eine Überwachungseinheit der Hausgerätvorrichtung,
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3 eine
schematische Darstellung eines Betriebs einer Einheit durch eine
Steuereinheit in drei verschiedenen Energieverbrauchsbetriebsmodi,
-
4 eine
schematische Darstellung einer durchschnittlichen Leistung einer
Heizeinheit in den drei verschiedenen Energieverbrauchsbetriebsmodi,
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5 eine
schematische Darstellung einer durchschnittlichen in einem Garraum
vorherrschenden Temperatur in den drei verschiedenen Energieverbrauchsbetriebsmodi,
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6 eine
schematische Darstellung von Vorheiztemperaturen in den drei verschiedenen
Energieverbrauchsbetriebsmodi,
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7 eine
schematische Darstellung verschiedener Garraumtemperaturbereiche
in verschiedenen Qualitätsbetriebsmodi,
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8 eine
schematische Darstellung einer Modifikation einer Betriebszeit und
-
9 eine
schematische Darstellung einer Heizphase und einer Restwärmenutzphase.
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1 zeigt
ein als Backofen ausgebildetes Hausgerät mit einer erfindungsgemäßen
Hausgerätvorrichtung. Die Hausgerätvorrichtung
weist eine erste Einheit 10 auf, welche mit einer Energiespareinheit,
einer Energieeffizienzsteigerungseinheit und einer Energieverbrauchsanpassungseinheit
identisch ist und eine Überwachungseinheit 14 aufweist.
Außerdem umfasst die Hausgerätvorrichtung eine
Nutzeinheit 12, welche eine Garmuffel 44, einen
Garraum 50, eine Heizeinheit 46 und eine Hausgerätetür 48 aufweist.
Die Garmurffel 44 bildet den Garraum 50, welcher
mittels der Hausgerätetür 48 verschließbar
ist.
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Die Überwachungseinheit 14 überwacht
bei einem Heizvorgang einen Betriebsparameter der Nutzeinheit 12.
Hierzu ist ein Sensor 52 elektrisch mit der Überwachungseinheit 14 verbunden,
welcher registriert, ob die Hausgerätetür 48 geschlossen
oder in einem zumindest teilweise geöffneten Zustand ist. Wird
bei einem Betrieb der Heizeinheit 46, bei welchem die Heizeinheit 46 den
Garraum 50 aufheizt, die Hausgerätetür 48 von
einem geschlossenen Zustand in einen offenen Zustand überführt,
so wird dies von dem Sensor 52 registriert und an die Überwachungseinheit 14 mittels
eines Signals gemeldet. Ein Öffnungszustand der Hausgerätetür 48 bildet hierbei
einen Betriebsparameter. Die Überwachungseinheit 14 übermittelt
das Signal an eine Eingreifeinheit 88 der Einheit 10,
welche daraufhin eingreift und eine Verbrauchsregulierungseinheit 90 der
Einheit 10 aktiviert, welche die Heizeinheit 46 unverzüglich
ausschaltet. Bleibt die Hausgerätetür 48 eine
bestimmte Zeit lang wenigstens teilweise geöffnet, so schalten die Überwachungseinheit 14,
die Eingreifeinheit 88 und die Verbrauchsregulierungseinheit 90 das
Haugerät von einem Betriebsmodus 16, in welchem durch
ein Schließen der Hausgerätetür 48 ein
Betrieb der Heizeinheit 46 fortgesetzt werden kann, selbsttätig
in einen Stand-by Betriebsmodus 18 um (2). Ausgehend
von dem Stand-by Betriebsmodus 18 muss zu einem Starten
eines Heizvorgangs mittels der Heizeinheit 46 wenigstens
eine Temperatureingabe oder eine Eingabe eines gewünschten
Garvorgangs erfolgen. Befindet sich das Hausgerät für
eine bestimmte Zeitdauer in dem Stand-by Betriebsmodus 18,
so schaltet die Überwachungseinheit 14 das Hausgerät
nach dieser Zeitdauer in einen Zustand, in welchem das Hausgerät
vollständig ausgeschaltet ist. Ist das Hausgerät
für eine bestimmte Zeitdauer eingeschaltet und unbeeinflusst
von einem Benutzer und die Heizeinheit 46 für
diese Zeitdauer inaktiv, so schaltet die Überwachungseinheit 14 das
Hausgerät generell zuerst in den Stand-by Betriebsmodus 18 und
nach einer weiteren bestimmten Zeitdauer vollständig aus.
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Die
erste Einheit 10 weist des Weiteren eine Steuereinheit 20 auf,
welche dazu vorgesehen ist, eine Einheit 22, nämlich
die Nutzeinheit 12, in drei verschiedenen Qualitätsbetriebsmodi 24 bis 26,
welche mit drei verschiedenen Energieverbrauchsbetriebsmodi 28 bis 30 identisch
sind, zu betreiben (3). Werden für einen
Garvorgang, welchen ein Benutzer mittels des Hausgeräts
durchführen will, von dem Benutzer eine Garzeit, während
der ein Gargut gegart wird, eine Gartemperatur, welche in dem Garraum 50 während
des Garvorgangs vorherrschen soll, und optional eine Vorheizzeit,
während welcher der Garraum 50 und die Garmuffel 44 vor
einem Einbringen eines Garguts aufgeheizt wird und welche eine Vorheiztemperatur
bestimmt, ausgewählt, so kann der Benutzer den auf diese
Weise eingestellten Garvorgang in den drei verschiedenen Energieverbrauchsbetriebsmodi 28 bis 30 betreiben.
Hierzu stellt der Benutzer mittels eines Betätigungsmittels 54 der
Verbrauchsregulierungseinheit 90 einen der drei Energieverbrauchsbetriebsmodi 28 bis 30 ein, wodurch
die Steuereinheit 20 bei einem Start des Garvorgangs diesen
in dem eingestellten Energieverbrauchsbetriebsmodus 28, 29, 30 betreibt.
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Die
drei Energieverbrauchsbetriebsmodi 28, 29, 30 unterscheiden
sich durch wenigstens einen Wert einer Leistungskenngröße
und einer Temperaturkenngröße. In 4 ist
eine durchschnittliche Leistung der Heizeinheit 46 während
der durch den Benutzer eingegebenen Garzeit an einer Achse aufgetragen.
Ein Wert 58 der durchschnittlichen Leistung für
den Energieverbrauchsbetriebsmodus 29 ist größer
als der entsprechende Wert 56 für den Energieverbrauchsbetriebsmodus 28 aber
kleiner als der entsprechende Wert 60 für den
entsprechenden Energieverbrauchsbetriebsmodus 30. Analog
hierzu ist in 5 eine durchschnittlich in dem
Garraum 50 vorherrschende Temperatur während des
Garvorgangs auf einer Achse aufgetragen. Ein Wert 64 der durchschnittlichen
Temperatur für den Energieverbrauchsbetriebsmodus 29 ist
größer als der entsprechende Wert 62 für
den Energieverbrauchsbetriebsmodus 28 aber kleiner als
der entsprechende Wert 66 für den entsprechenden
Energieverbrauchsbetriebsmodus 30.
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Aufgrund
der von dem Benutzer eingegebenen Vorheiztemperatur werden in den
Energieverbrauchsbetriebsmodi 28, 29, 30 verschiedene,
tatsächlich in den jeweiligen Energieverbrauchsbetriebsmodi 28, 29, 30 in
dem Garraum 50 vorherrschende Vorheiztemperaturen 68, 70, 72 eingestellt (6).
Der erste Energieverbrauchsbetriebsmodus 30 heizt den Garraum 50 auf
die Vorheiztemperatur 72 auf, welche fünf Grad über
der Vorheiztemperatur, welche durch den Benutzer eingegeben wurde,
liegt, um einen Wärmeverlust, welcher bei einem Einführen
eines Garguts in den Garraum 50 stattfindet, zu kompensieren.
Bei dem Energieverbrauchsbetriebsmodus 29 wird die tatsächliche
Vorheiztemperatur 70 auf zehn Grad und bei dem Energieverbrauchsbetriebsmodus 28 wird
die Vorheiztemperatur 68 auf fünfzehn Grad unter
die durch den Benutzer eingegebene Vorheiztemperatur eingestellt.
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Die
Qualitätsbetriebsmodi 24 bis 26 legen
jeweils einen Garraumtemperaturbereich 74 bis 78 fest (7).
Während des gesamten Garvorgangs wird die Heizeinheit 46 derart
von der Steuereinheit 20 betrieben, dass die Temperatur
im Garraum 50 bei einem Betrieb in einem bestimmten Qualitätsbetriebsmodus 24, 25, 26 in
dem diesem Qualitätsbetriebsmodus 24, 25, 26 zugeordneten
Garraumtemperaturbereich 74 bis 78 ist. In dem
Qualitätsbetriebsmodus 26 ist der Garraumtemperaturbereich 78 ein
fünf Grad großes Temperaturintervall unter der
Gartemperatur, welche durch den Benutzer eingegeben wurde, wobei
diese Gartemperatur einen oberen Grenzwert des Temperaturintervalls
bildet. Bei einer von dem Benutzer eingegebenen Gartemperatur von
200 Grad Celsius ist der Garraumtemperaturbereich 76 das
Intervall zwischen 190 und 195 Grad Celsius und der Garraumtemperaturbereich 74 das
Intervall zwischen 188 und 192 Grad Celsius.
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Die
Steuereinheit 20 modifiziert bei einem Betreiben der Nutzeinheit 12 in
den Qualitätsbetriebsmodi 24 und 25 selbsttätig
eine Betriebszeit 38, welches die von dem Benutzer eingegebene
Vorheizzeit ist, auf eine geringere Betriebszeit 82 (8), welches
eine tatsächlich verwendete Vorheizzeit ist. In der geringeren
Betriebszeit können die Vorheiztemperaturen 68 bzw. 70 eingestellt
werden (6).
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Ferner
ist in den Qualitätsbetriebsmodi 24 und 25 jeweils
eine Restwärmenutzphase 40 vorgesehen (9).
Die Restwärmenutzphase 40 setzt in beiden Qualitätsbetriebsmodi 24 und 25 nach
einer Heizphase 80 ein. Während der Heizphase 80 wird die
Heizeinheit 46 so betrieben, dass die Temperatur im Garraum 50 in
dem Garraumtemperaturbereich 74 bzw. 76 liegt
(siehe 7). Nach einem endgültigen Abschalten
der Heizeinheit 46 beginnt die Restwärmenutzphase 40,
in welcher eine bereits von der Heizeinheit 46 abgegebene
Wärmemenge zu einem Garen des Garguts genutzt wird. Addiert
ergeben eine zeitliche Dauer der Heizphase 80 und der Restwärmenutzphase 40 die
von dem Benutzer eingegebene Garzeit. In den Qualitätsbetriebsmodi 24 bzw. 25 beträgt
eine zeitliche Dauer der Restwärmenutzphase 40 fünfzehn
bzw. zehn bis zwölf Prozent der von dem Benutzer eingegebenen
Garzeit.
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Die
erste Einheit 10 weist eine Anzeigeeinheit 42 auf,
welche in wenigstens einem Betriebszustand einen Energiespar-Hinweis
anzeigt. Ein Bediener kann diese Funktion mittels eines Betätigungsmittels 84 ein-
bzw. ausschalten. Wählt ein Benutzer „Heißluftbetrieb” und „170°C”,
so zeigt die Anzeigeeinheit 42 „Backzeit eingeben” graphisch
an. Bei einer Backzeit von zwanzig Minuten zeigt das Display ferner
an: „Unnötiges Zubehör aus dem Garraum
entnehmen”, „Gerät heizt vor”, „bitte
dunkle Backformen aus Metall verwenden”, „falls
sie mehrere Gargutteile garen wollen, erfolgt dies am besten nebeneinander”, „nach
acht Minuten ertönt ein Signal, dann Speise in den Garraum
geben, dann Tür schließen”. Sobald die Hausgerätetür 48 geschlossen
ist, startet ein Vorheizvorgang. Ist der Vorheizvorgang beendet,
gibt die Anzeigeeinheit 42 ein akustisches Signal von sich und
zeigt aufgrund eines Eingreifens der Eingreifeinheit 88 graphisch
an: „Speise in den Garraum geben, Tür rasch schließen”.
Bleibt die Hausgerätetür 48 zu lange
geöffnet, gibt die Anzeigeeinheit 42 ein akustisches
Signal ab und zeigt graphisch an: „Tür schließen
oder weiter vorheizen?”. Bleibt die Hausgerätetür 48 weiter
geöffnet, gibt die Anzeigeeinheit 42 ein lauter
werdendes akustisches Signal ab und zeigt ferner graphisch an: „Das
Gerät schaltet in einer Minute aus.” Die Anzeigeeinheit 42 stellt
ein Ablaufen der Minute graphisch mittels eines Balkens dar.
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Wird
im Gegensatz hierzu eine Speise in den Garraum eingebracht und die
Hausgerätetür 48 geschlossen, so zeigt
die Anzeigeeinheit 42 danach an: „Backen mit Heißluft,
170°C” und „Fertig in 19 min”, wobei
die neunzehn Minuten von der Anzeigeeinheit 42 mittels
einer Darstellung eines Balkens veranschaulicht werden. Nach einem
Ablauf der Garzeit lässt die Anzeigeeinheit 42 ein
akustisches Signal ertönen und die Anzeigeeinheit 42 zeigt ferner
an: „Backzeit beendet, Tür öffnen”.
Wird die Hausgerätetür 48 nicht geöffnet,
dauert das akustische Signal an und wird lauter. Bleibt die Hausgerätetür 48 mehr
als eine Minute geschlossen, zeigt die Anzeigeeinheit 42 an: „Backzeitende
vor 2 min”. Das Hausgerät wird in den Stand-by
Betriebsmodus geschaltet. Die Anzeigeeinheit 42 zeigt danach
Informationen bei einem Öffnen der Hausgerätetür 48 an.
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Bei
einem Einstellen einer langen Backzeit, z. B. sechzig Minuten, zeigt
die Anzeigeeinheit 42 aufgrund eines Eingreifens der Eingreifeinheit 88 folgendes
an: „unnötiges Zubehör entnehmen”, „Gerät heizt
nicht vor”, „die Backzeit wird automatisch korrigiert”, „bitte
dunkle Backformen aus Metall verwenden”, „falls
sie mehrere Gargutteile garen wollen, erfolgt dies am besten nebeneinander”, „Speise
in den Garraum geben, dann Tür schließen”,
und optional „bei längeren Backzeiten können
sie den Backofen 5–10 Minuten vor Ende der Backzeit ausschalten
und die Nachwärme zum Fertigbacken nutzen”. Ein
nun folgender Ablauf ist wie der bereits für zwanzig Minuten
Garzeit beschriebene. Bei einem Benutzen der langen Backzeit korrigiert
bzw. verkürzt die Steureinheit 20 selbsttätig
die eingegebene Backzeit, falls eine Vorheizzeit vorgegeben wurde.
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Wird
die Hausgerätetür 48 während
der Durchführung eines Garvorgangs geöffnet und
länger als eine bestimmte Zeitdauer zumindest teilweise in
wenigstens einem geöffneten Zustand gehalten, so zeigt
die Anzeigeeinheit 42 nach der Zeitdauer an, dass das Gargut,
welches insbesondere ein Kuchen sein kann, verdorben und unbrauchbar
ist (1). Ein Bediener kann daraufhin von einem weiteren
Garen des Garguts absehen. Ein Öffnen der Hausgerätetür 48 während
eines Garvorgangs kann optional durch ein Verriegeln der Hausgerätetür 48 verhindert werden.
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Die
erste Einheit 10 schaltet ferner jeden Garvorgang nach
zwölf Stunden ab, wenn in dieser Zeit keine Eingabe eines
Benutzers erfolgt. Ferner weist die erste Einheit 10 eine
Kindersicherungsfunktion auf, welche ein wirkungsvolles Betätigen
einer Betätigungseinheit 86 durch Kinder unterbindet.
Mittels der Betätigungseinheit 86 kann ferner
eine momentane Temperatur des Garraums 50 durch die Anzeigeeinheit 42 angezeigt
werden.
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Mittels
der Betätigungseinheit 86 ist außerdem
ein Energiesparbetrieb einstellbar. Bei dem Energiesparbetrieb wird
eine Beleuchtung des Garraums 50 während eines
Garvorgangs abgeschaltet. Außerdem ist in diesem Betrieb
ein Nutzen der Restwärmenutzphase 40 vorgesehen
(siehe 9). Während des Energiesparbetriebs kann
durch drücken einer beliebigen Taste die Beleuchtung des
Garraums 50 eingeschaltet werden.
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- 10
- Einheit
- 12
- Nutzeinheit
- 14
- Überwachungseinheit
- 16
- Betriebsmodus
- 18
- Betriebsmodus
(Stand-by)
- 20
- Steuereinheit
- 22
- Einheit
- 24
- Qualitätsbetriebsmodus
- 25
- Qualitätsbetriebsmodus
- 26
- Qualitätsbetriebsmodus
- 28
- Energieverbrauchsbetriebsmodus
- 29
- Energieverbrauchsbetriebsmodus
- 30
- Energieverbrauchsbetriebsmodus
- 38
- Betriebszeit
- 40
- Restwärmenutzphase
- 42
- Anzeigeeinheit
- 44
- Garmuffel
- 46
- Heizeinheit
- 48
- Hausgerätetür
- 50
- Garraum
- 52
- Sensor
- 54
- Betätigungsmittel
- 56
- Wert
- 58
- Wert
- 60
- Wert
- 62
- Wert
- 64
- Wert
- 66
- Wert
- 68
- Vorheiztemperatur
- 70
- Vorheiztemperatur
- 72
- Vorheiztemperatur
- 74
- Garraumtemperaturbereich
- 76
- Garraumtemperaturbereich
- 78
- Garraumtemperaturbereich
- 80
- Heizphase
- 82
- Betriebszeit
- 84
- Betätigungsmittel
- 86
- Betätigungseinheit
- 88
- Eingreifeinheit
- 90
- Verbrauchsregulierungseinheit
-
ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
-
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-
Zitierte Patentliteratur
-
- - EP 0513721
B1 [0001]
- - DE 60113355 T2 [0002]
- - US 2002/0175162 A1 [0003]
- - DE 3932170 A1 [0004]