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DE102008027776B4 - Airbag mit adaptiver Ventilationsvorrichtung - Google Patents

Airbag mit adaptiver Ventilationsvorrichtung Download PDF

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DE102008027776B4 DE200810027776 DE102008027776A DE102008027776B4 DE 102008027776 B4 DE102008027776 B4 DE 102008027776B4 DE 200810027776 DE200810027776 DE 200810027776 DE 102008027776 A DE102008027776 A DE 102008027776A DE 102008027776 B4 DE102008027776 B4 DE 102008027776B4
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Abstract

Gassack (1) zum Schutz eines Fahrzeuginsassen mit zumindest zwei im Randbereich miteinander verbundenen Materiallagen (3), die zumindest eine mit einem Gas befüllbare Schutzkammer einschließen,
– wobei der Gassack (1) eine Ventilationsvorrichtung mit einem Feld (5, 15) von Ventilationsöffnungen (6, 16) aufweist,
– das mit einem elastischen Element derart zusammenwirkt, dass deren effektive Fläche in Abhängigkeit zum jeweils wirkenden Gasdruck in der zumindest einen Schutzkammer steht,
– wobei das Feld (5, 15) von Ventilationsöffnungen (6, 16) im Ruhezustand sowie bei relativ geringem Gasdruck in der Schutzkammer durch ein Abdeckelement verschlossen ist,
– wobei das Abdeckelement mit dem elastischen Element verbunden ist, so dass bei ansteigendem Gasdruck das Abdeckelement verschiebbar ist und das Feld (5, 15) von Ventilationsöffnungen (6, 16) zumindest zum Teil freilegt, und
– wobei das elastische Element als Halteband (7, 17) ausgebildet ist, welches mit seinem ersten und zweiten Ende (8, 9, 18,...

Description

  • Die Erfindung betrifft einen Gassack zum Schutz eines Fahrzeuginsassen nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie eine Gassackvorrichtung nach Anspruch 6.
  • Gassäcke sind in der Fahrzeugindustrie hinlänglich bekannt und sind für den Schutz der Fahrzeuginsassen vor einem Frontal-, einem Seitenaufprall oder einem Überschlagunfall im Fahrzeug angeordnet. Im Falle der Sensierung eines solchen Unfalls durch einen Aufprall- oder Näherungssensor werden ein oder mehrere Gasgeneratoren von einer Steuereinheit gezündet, welche den oder die jeweiligen Gassäcke mit Gas befüllen. Im Allgemeinen weisen Gassäcke Ventilationsöffnungen auf, die Sorge tragen, dass beim Aufprall des Insassen auf einen Gassack Energie absorbiert werden kann und der Insasse nicht einfach abprallt vom Gassack.
  • Aufgrund der Tatsache, dass sehr unterschiedliche Unfallabläufe vorkommen können, werden an die Gassäcke sehr unterschiedliche Anforderungen gestellt. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, ist es bekannt sogenannte adaptive Ventilationsvorrichtungen vorzusehen, die sich während des Unfallhergangs auf die Situation einstellen und die Gasabströmenge jeweils auf das richtige Maß einstellen.
  • Beispielsweise kann es bei einem Seitenaufprall zu einem Eindringen eines Pfahls in die Seitenstruktur kommen oder aber zu einem Aufprall mit einer relative breiten Fläche wie einer Fahrzeugfront. In diesen Fällen ergeben sich unterschiedliche Eindringtiefen und erfordern unterschiedliche Arbeitszeitpunkte für den Seitengassack. Beispielsweise soll bei einem relativ lange andauernden Unfallgeschehen die Ventilation erst einsetzen, wenn sie benötigt wird, um nicht zu viel Gas unnötig zu verlieren, so dass der Gassack zum Ende des Eintauchvorgangs zu wenig Druck besitzt.
  • In der DE 100 59 956 A1 ist eine Ventilationsvorrichtung offenbart. Ein Schlauchabschnitt ist mit seinem einen Ende an einer Öffnung in einem Gassack festgelegt. Das andere, freie Schlauchende weist einen elastischen Ring auf, der so vorgespannt ist, dass die effektive Ventilationsfläche des Schlauchendes in Abhängigkeit vom Innendruck im Gassack veränderbar ist. Während der Befüllung des Gassackes wird bei ansteigendem Gasdruck auch der Schlauchabschnitt so mit Druck beaufschlagt, dass eine Kraft auf den elastischen Ring wirkt und dieser das Schlauchende aufweitet. Um dieses zu gewährleisten ist der Schlauch entsprechend mit Falten versehen, die sich bei steigendem Druck glätten und den effektiven Durchmesser des Schlauches erhöhen.
  • Ein Nachteil dieser Anordnung ist die Schwierigkeit das freie Schlauchende im Ruhezustand oder bei geringem Gasdruck wirksam zu schließen.
  • Aus der gattungsbildenden EP 08 10 126 A1 ist es bekannt, auf einer Materiallage des Gassackes eine separate Gewebeschicht anzuordnen, welche über ein elastisches Element mit dem Gassack verbunden ist, so dass sich eine relative Beweglichkeit zwischen Gassack und Gewebeschicht ergibt. Es sind im Gassack Ventilationsöffnungen vorgesehen, die in Abhängigkeit der Position der Gewebeschicht mehr oder weniger stark von dieser abgedeckt sind, so dass sich abhängig vom Innendruck des Gassackes unterschiedliche effektive Ausströmquerschnitte einstellen.
  • Die DE 20 2007 005 342 U1 zeigt einen Gassack mit einer innen liegenden Abdecklage, welche eine Ausströmöffnung in einer Wandung des Gassackes abdeckt. Die Abdecklage ist mit einem Zugelement mit der gegenüberliegenden Gassackwandung verbunden, so dass bei Überschreiten des Abstandes der beiden Gassackwandungen die Abdecklage weggezogen wird, so dass die Ausströmöffnung freigegeben wird.
  • Hiervon ausgehend stellt sich die vorliegende Erfindung die Aufgabe, eine alternative Ausgestaltung des gattungsgemäßen Gassacks und der gattungsgemäßen Gassackvorrichtung zur Verfügung zu stellen, welche insbesondere auch in Wiederholvorgängen funktioniert.
  • Zur Lösung dieser Aufgabe ist deshalb ein Gassack vorgesehen, der ein Feld von Ventilationsöffnungen aufweist, welches im Ruhezustand sowie bei relativ geringem Gasdruck im Gassack durch ein Abdeckelement verschlossen ist. Dieses Abdeckelement ist mit einem elastischen Element verbunden, so dass bei ansteigendem Gasdruck das Abdeckelement verschiebbar ist und das Feld von Ventilationsöffnungen zumindest zum Teil freilegt. Durch die Abdeckung der Ventilationsöffnungen durch das Abdeckelement kann ein vollständiges Verschließen der Ventilationsvorrichtung gewährleistet werden, da bei relativ geringem Gasdruck im Gassack die das Feld der Ventilationsöffnungen aufweisende Hülle des Gassackes sich an das Abdeckelement anlegt bzw. das Abdeckelement sich an die Hülle anlegt und das Feld der Ventilationsöffnungen abdichtet.
  • Das elastische Element ist als Halteband ausgebildet, welches mit seinem ersten und zweiten Ende zumindest mittelbar mit dem Gassack verbunden ist, wobei das zweite Ende benachbart zum Abdeckelement festgelegt ist.
  • Weiterhin ist das Abdeckelement als Abschnitt des Gassackes ausgebildet. So ist ein Bereich einer ersten Materiallage des Gassackes vorgesehen, der benachbart zu dem Feld der Ventilationsöffnungen angeordnet ist. Das Halteband ist im Ruhezustand derart vorgespannt, dass der Bereich der ersten Materiallage so zu dem ersten Ende des Haltebandes hin gezogen wird, dass sich eine Falte in der ersten Materiallage bildet und der Bereich das Feld der Ventilationsöffnungen überdeckt.
  • In einer ersten Ausführungsform ist der Bereich der Materiallage ein Randbereich des Gassackes und das zweite Ende des Haltebandes ist am Randabschnitt des Gassackes auf dessen Außenseite festgelegt.
  • Gemäß einer zweiten Ausführungsform ist das Abdeckelement als ein schlauchförmiger Bereich eines Schlauchabschnittes des Gassackes ausgebildet. Der Schlauch kann dabei integral mit den Materiallagen verbunden sein oder auch als separates Materialstück mit diesem verbunden sein.
  • Das Halteband ist im Ruhezustand derart vorgespannt, dass der schlauchförmige Bereich nach innen in Richtung des ersten Endes des Haltebandes gestülpt wird, wobei der schlauchförmige Bereich das Feld der Ventilationsöffnungen aufweist und der schlauchförmige Bereich im mit geringem Druck aufgeblasenem Zustand des Gassackes so zusammengedrückt wird, dass zumindest einige der Ventilationsöffnungen geschlossen sind.
  • Die Ventilationsöffnungen sind in dem Bereich benachbart zum freien Schlauchende als Radialöffnungen ausgebildet und das Halteband ist mit seinem zweiten Ende am freien Schlauchende im Inneren des Schlauchabschnitts festgelegt ist, wobei die axiale Öffnung des freien Schlauchendes geschlossen ist.
  • Der durch das vorgespannte Halteband nach innen eingestülpte Bereich wird durch den Gasdruck in radialer Richtung zusammengedrückt, so dass sich jeweils gegenüberliegende Abschnitte des schlauchförmigen Bereichs gegenseitig abdecken. Bei ansteigendem Gasdruck wird die axial auf den Schlauchabschnitt wirkende Kraftkomponente größer als die Haltekraft des vorgespannten Haltebandes und der nach innen gestülpte Bereich mit den Ventilationsöffnungen zumindest zum Teil ausgestülpt, so dass zumindest einige der radialen Ventilationsöffnungen freigelegt werden. Bei nachlassendem Gasdruck wird der Bereich wieder weiter eingestülpt.
  • Weitere vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
  • Im Folgenden wird die Erfindung anhand der in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele des näheren erläutert. Es zeigen:
  • 1 Eine Seitenansicht auf eine Gassackvorrichtung nach einer ersten Ausführungsform mit einem Gassack im flach ausgebreiteten Ruhezustand,
  • 2 die Seitenansicht der 1, wobei der Gassack mit einem relativ hohen Gasdruck aufgeblasen ist,
  • 3 eine Detailansicht auf einen schlauchförmigen Bereich des Gassackes gemäß einer zweiten Ausführungsform, wobei sich der Gassack im flach ausgebreitetem Ruhezustand befindet,
  • 4 die Detailansicht aus 3, wobei der Gassack mit einem relativ hohen Gasdruck aufgeblasen ist.
  • 1 zeigt eine Gassackvorrichtung mit einem Gassack 1, der an einen Gasgenerator 2 angeschlossen ist, bzw. der Gasgenerator 2 im Inneren des Gassackes 1 aufgenommen ist. Der Gassack 1 in diesem Ausführungsbeispiel ist als Seitengassack ausgebildet. Die Erfindung kann jedoch an allen möglichen Gassäcken verwendet werden, die eine Ventilationsvorrichtung aufweisen.
  • Der Gassack 1 ist aus zwei Gewebelagen 3 ausgebildet, die entlang des Randes durch Nähte miteinander verbunden sind und eine Schutzkammer einschließen. Gegenüberliegend zum Gasgenerator 2 weist der Gassack 1 in der ersten Gewebelage 3 in einem Bereich 3' ein Feld 5 von Ventilationsöffnungen 6 auf. Dieser Bereich 3' erstreckt sich bei einem im Sitz eingebauten Seitengassackmodul im aufgeblasenen Zustand in Fahrtrichtung des Fahrzeuges nach vorn. Die Anzahl der Öffnungen 6 sowie deren Größe kann natürlich variieren und je nach Anwendung angepasst werden. Unter Feld 5 von Öffnungen 6 sollen zumindest drei Öffnungen 6 verstanden werden. In der zweiten Gewebelage sind keine Ventilationsöffnungen vorgesehen.
  • Ein elastisches Halteband 7 ist mit einem ersten Ende 8 in einem ungefähr zentralen Bereich des Gassackes angenäht, während das zweite Ende 9 mit dem Rand des Gassackes im Bereich der Randnaht verbunden. Die Länge des Haltebandes 7 ist wesentlich kürzer als der zwischen den Verbindungsabschnitten der ersten und zweiten Enden 8, 9 des Haltebandes 7 gelegene Bereich des Gassackes 1. Aufgrund dieser vorgespannten Lage des Haltebandes 7 wird der mit dem zweiten Ende 9 des Haltebandes 7 verbundene Rand des Gassackes 1 in Richtung auf das erste Ende 8 des Haltbandes 7 verschoben, so dass sich eine Falte F bildet. Der Bereich 3' der Materiallage 3, der sich zwischen der Falte F und der Befestigungsstelle des zweiten Endes 9 des Haltebandes 7 befindet, ist der Abdeckbereich der Ventilationsöffnungen 6. Die Ventilationsöffnungen 6 sind im Ruhezustand des Gassackes 1 gegenüberliegend zum das Abdeckelement bildenden Bereichs 3' angeordnet. Sie können alternativ oder zudem auch im Bereich 3' selbst angeordnet sein.
  • Wird der Gassack 1 im Crashfall aufgeblasen, verbleibt das Abdeckelement zunächst über dem Feld 5 der Ventilationsöffnungen 6. Sobald ein innerer Gasdruck im Gassack 1 erreicht ist, der entgegen der Vorspannkraft des Haltebandes 7 wirkt und diese Kraft übersteigt, bewegt sich der das zweite Ende 9 des Haltebandes 7 aufweisende Rand des Gassackes 1 in die vom ersten Rand 8 des Haltebandes 7 entgegengesetzte Richtung und die Falte F verlagert sich zu einer Falte F' in 2. Das Halteband 7 wird gestreckt und einige der Ventilationsöffnungen 6 werden freigelegt, so dass Gas aus dem Gassack 1 entweichen kann. Bei weiter ansteigendem Gasdruck bewegt sich der Rand weiter bis die Falte F sich vom Gassack 1 in das Halteband 7 verlagert. Dann sind sämtliche Ventilationsöffnungen 6 offen und der Gassack 1 hat die maximale Ventilationsabströmcharakteristik erreicht. Nimmt der Gasdruck aufgrund des entwichenen Gasvolumens ab, bewegt sich der Rand und somit der das Abdeckelement aufweisende Bereich 3' wieder zurück in Richtung auf das erste Ende 8 des Haltebandes 7 zu. Die Ventilationsöffnungen 6 werden wieder zumindest zum Teil abgedeckt.
  • Anstatt der Anbindung des ersten Haltebandendes 8 am Gassack 1 kann es auch am Gasgenerator 2 oder an einem mit dem Gasgenerator 2 verbundenen Bauteil befestigt sein. In diesem Fall wäre das Halteband 7 immer noch mittelbar am Gassack 1 befestigt.
  • 3 zeigt eine zweite Ausführung der Erfindung, in der ein Schlauchabschnitt 10 am Gassack 1 vorgesehen ist, der entweder im Randbereich zweier Gewebelagen eines Gassackes 1 integral aus Teilen beider Gewebelagen gebildet ist, so dass die Randnaht des Gassackes 1 bis in den Schlauchabschnitt 10 reicht. Andererseits kann der Schlauchabschnitt 10 als separater Gewebeabschnitt an eine Öffnung in einer der Gewebelagen angenäht sein. Der Schlauchabschnitt 10 hat ein freies Ende 11, welches verschlossen ausgebildet ist. In einem dem freien Schlauchende 11 benachbarten schlauchförmigen Bereich 10' ist ein Feld 15 von Ventilationsöffnungen 16 angeordnet.
  • Ein elastisches Halteband 17 ist mit einem ersten Ende 18 zumindest mittelbar an einem zum zentralen Bereich des Gassackes 1 gerichteten Bereich des Schlauchabschnitts 10 verbunden. Das zweite Ende 19 des Haltebandes 17 ist am freien Ende 11 des Schlauchabschnitts 10 befestigt, so dass das elastische Halteband 17 im Inneren des Schlauchabschnitts 10 verläuft. Die Länge des Haltebandes 17 ist auch in diesem Ausführungsbeispiel wesentlich kürzer als der Bereich des Schlauchsabschnitt 10, der zwischen den Befestigungspunkten des ersten und zweiten Endes 18, 19 des Haltebandes 17 angeordnet ist. Durch die daraus resultierende Vorspannung des Haltebandes 17 wird das freie Ende 11 des Schlauchabschnitts 10 nach innen eingestülpt und bildet eine Art Krater auf der Außenseite.
  • Im Ruhezustand des Gassackes 1 ist der die Ventilationsöffnungen 16 aufweisende schlauchförmige Bereich 10' vollständig nach innen eingestülpt, so dass sich eine Falte F bildet und sich zwischen der Falte F und dem gassackseitigen Ende des Schlauchabschnitts 10 keine Ventilationsöffnung 16 mehr befindet.
  • Nach Zündung des in dieser Ausführung nicht dargestellten Gasgenerators wird der Gassack 1 aufgeblasen, so dass auch der Schlauchabschnitt 10 mit Gas gefüllt wird. Solange die durch den Gasdruck auf den Schlauchabschnitt 10 ausgeübte Kraft nicht die Haltekraft des Haltebandes 17 übersteigt, findet keine Ventilation statt. Die radial auf den schlauchförmigen Bereich 10' wirkende Kraft des Gasdrucks führt zu einem Zusammendrücken dieses Bereichs, so dass sich gegenüberliegende Wandungsbereiche gegenseitig abdecken und kein Gas aus den Ventilationsöffnungen 16 dringen kann.
  • Sobald der Gasdruck sich erhöht – beispielsweise beim Kontakt des Insassen mit dem Gassack 1 – übersteigt die durch den Gasdruck auf den Schlauchabschnitt 10 ausgeübte Kraft die Vorspannkraft des Haltebandes 17 und die Falte F bewegt sich weiter in Richtung auf das freie Schlauchende 11 zu, so dass eine neue Falte F', wie in 4 dargestellt, entsteht. Zumindest ein Teil des schlauchförmigen Bereichs 10' ist aus dem Krater auf die Außenseite des Schlauchabschnitts 10 verschoben und Teile des Felds 15 der Ventilationsöffnungen 16 sind freigelegt.
  • Bei nachlassendem Gasdruck im Inneren der Schutzkammer des Gassacks 1 – beispielsweise in einer späten Phase des Unfallvorgangs – übersteigt die Federkraft des elastischen Haltebandes 17 die durch den Gasdruck entgegengesetzt auf das Haltband 17 wirkende Kraft. Dadurch bildet sich der Krater zurück und die Falte F' bewegt sich wieder zurück in Richtung der Ausgangsstellung der Falte F wie in 3 dargestellt.
  • 1
    Airbag
    2
    Gasgenerator
    3
    Erste Materiallage
    3'
    Bereich in erster Materiallage
    5
    Feld mit Ventilationsöffnungen
    6
    Ventilationsöffnung
    7
    Halteband
    8
    Erstes Ende des Haltebandes
    9
    Zweites Ende des Haltebandes
    10
    Schlauchabschnitt
    10'
    Schlauchförmiger Bereich des Schlauchabschnitts
    11
    Freies Ende
    15
    Feld mit Ventilationsöffnungen
    16
    Ventilationsöffnung
    17
    Halteband
    18
    Erstes Ende des Haltebandes
    19
    Zweites Ende des Haltebandes
    F
    Falte
    F'
    Falte

Claims (6)

  1. Gassack (1) zum Schutz eines Fahrzeuginsassen mit zumindest zwei im Randbereich miteinander verbundenen Materiallagen (3), die zumindest eine mit einem Gas befüllbare Schutzkammer einschließen, – wobei der Gassack (1) eine Ventilationsvorrichtung mit einem Feld (5, 15) von Ventilationsöffnungen (6, 16) aufweist, – das mit einem elastischen Element derart zusammenwirkt, dass deren effektive Fläche in Abhängigkeit zum jeweils wirkenden Gasdruck in der zumindest einen Schutzkammer steht, – wobei das Feld (5, 15) von Ventilationsöffnungen (6, 16) im Ruhezustand sowie bei relativ geringem Gasdruck in der Schutzkammer durch ein Abdeckelement verschlossen ist, – wobei das Abdeckelement mit dem elastischen Element verbunden ist, so dass bei ansteigendem Gasdruck das Abdeckelement verschiebbar ist und das Feld (5, 15) von Ventilationsöffnungen (6, 16) zumindest zum Teil freilegt, und – wobei das elastische Element als Halteband (7, 17) ausgebildet ist, welches mit seinem ersten und zweiten Ende (8, 9, 18, 19) zumindest mittelbar mit dem Gassack (1) verbunden ist, wobei das zweite Ende (9, 19) benachbart zum Abdeckelement festgelegt ist, – dadurch gekennzeichnet, dass – das Abdeckelement als ein Abschnitt des Gassackes (1) ausgebildet ist, – wobei der Abschnitt als ein Bereich (3') der ersten Materiallage (3) ausgebildet ist und – wobei das Halteband (7, 17) im Ruhezustand derart vorgespannt ist, dass der Bereich (3') der ersten Materiallage (3) so zum ersten Ende (8, 18) des Haltebandes (7, 17) hin gezogen wird, dass sich eine Falte (F) in der ersten Materiallage (3) bildet und der Bereich (3') das Feld (5, 15) der Ventilationsöffnungen (6, 16) überdeckt.
  2. Gassack nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Bereich (3') der Materiallage (3) ein Randbereich des Gassackes (1) ist und das zweite Ende (9) des Haltebandes (7) am Randabschnitt des Gassackes (1) auf dessen Außenseite festgelegt ist.
  3. Gassack nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Abdeckelement als ein schlauchförmiger Bereich (10') eines Schlauchabschnitts (10) des Gassackes (1) ausgebildet ist.
  4. Gassack nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteband (17) im Ruhezustand derart vorgespannt ist, dass der schlauchförmige Bereich (10') nach innen in Richtung des ersten Endes (18) des Haltebandes (17) gestülpt wird, wobei der schlauchförmige Bereich (10') das Feld (15) der Ventilationsöffnungen (16) aufweist und der schlauchförmige Bereich (10') im mit geringem Druck aufgeblasenem Zustand des Gassackes (1) so zusammengedrückt wird, dass zumindest einige der Ventilationsöffnungen (16) geschlossen sind.
  5. Gassack nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Ventilationsöffnungen (16) in dem Bereich (10') benachbart zum freien Schlauchende (11) als Radialöffnungen ausgebildet sind und das Halteband (17) mit seinem zweiten Ende (19) am freien Schlauchende (11) im Inneren des Schlauchabschnitts (10) festgelegt ist, wobei die axiale Öffnung des freien Schlauchendes (11) geschlossen ist.
  6. Gassackvorrichtung zum Schutz eines Fahrzeuginsassen mit einem Gassack (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche sowie einem Gasgenerator (2) zum Befüllen des Gassackes (1) im Falle eines Fahrzeugunfalls.
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