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Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein System und Verfahren
zur automatisierten Analyse der Bewegungen und Interaktionen mehrerer Sportler
und Sportgeräte
mittels mehrerer aktiver und passiver Positionsbestimmungssysteme.
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Im
Profi- wie im Breitensport wird zur Analyse eines Wettkampfes oder
Trainings zunehmend moderne, vorzugsweise bildgebende Technik eingesetzt.
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Durch
die Auswertung des Bildmaterials ist es möglich, die Leistung eines Sportlers,
wie z. B. die von ihm zurückgelegte
Lauflänge
oder seine Geschwindigkeit, zu bestimmen, wobei im Falle der Geschwindigkeitsbewertung üblicherweise
Videotracking angewandt wird. Ferner ist es möglich, aus den gewonnenen Daten
Hinweise auf zukünftige
sinnvollerweise einzusetzende Trainingsschwerpunkte zu gewinnen.
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Im
Falle von Mannschaftssportarten, wie beispielsweise Fußball oder
Basketball, werden Videoaufzeichnungen auch dafür eingesetzt, Bewegungsmuster
einer gegnerischen Mannschaft, beispielsweise bei einem Konter,
zu analysieren und die eigene Spieltaktik darauf abzustellen.
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Des
weiteren können
im Falle von Mannschaftssportarten, wie beispielsweise Eishockey,
aufgezeichnete Videosequenzen zur Bewertung strittiger Spielsituationen,
wie Fouls oder unübersichtlichen
Torsituationen, verwendet werden.
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Im
Laufsport oder Schwimmen werden die aufgezeichneten Videomitschnitte
vorzugsweise zur Analyse und Optimierung von Bewegungsabläufen eingesetzt.
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Nachteile
bei den heute verwendeten Videoaufzeichnungen bestehen in der Anfälligkeit
gegenüber
Verdeckungen sowie hinsichtlich Bildqualität bei sich schnell ändernden
Lichtverhältnissen.
Darüber hinaus
liefern viele bisher bekannte Systeme keine präzisen Geschwindigkeits- und
Beschleunigungsinformationen und weisen Probleme beim Automatisieren
des Auswerteprozesses auf.
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So
kann zum Beispiel die Frage, ob ein Tor gefallen ist, nur dann entschieden
werden, wenn die Sicht auf den Ball frei ist und aus einem bestimmten Winkel
zur Torlinie gewährleistet
ist. Ferner ist gerade in komplexen Szenarien, in denen sich mehrere
Personen einander annähern
oder in denen sehr schnelle Bewegungen auftreten, die automatisierte
Auswertung von Videosequenzen oft fehlerhaft, da es passieren kann,
dass Personen nicht mehr aufgelöst werden
können
und damit Verwechselungen auftreten können.
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Es
ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die Position eines
oder mehrerer Sportler genauer zu bestimmen.
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Eine
weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, die Bewegung
eines Sportlers genauer zu bestimmen.
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Eine
weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, die Position
eines Sportgerätes
genauer zu bestimmen.
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Eine
weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, die Interaktion
zwischen Sportler und Sportgerät
genauer zu bestimmen.
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Eine
weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, aus den Daten über die
Bewegung eines Sportlers Empfehlungen für zukünftige Trainingseinheiten zu
ermitteln.
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Eine
weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, aus den Daten über die
Interaktion zwischen Sportler und Sportgerät Empfehlungen für zukünftige Trainingseinheiten
zu ermitteln.
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Eine
weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Computerspiel
durch hochgenaue Daten über
die Bewegung eines Sportlers und die Interaktion zwischen Sportler
und Sportgerät
realistischer und interaktiv auszugestalten.
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Diese
Aufgaben werden durch die Gegenstände der unabhängigen Patentansprüche gelöst.
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Bevorzugte
Ausführungsformen
sind Gegenstand der abhängigen
Ansprüche.
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Die
vorliegende Erfindung löst
diese Probleme durch die Fusion von Daten verschiedener an Sportler,
Sportstätte
und Sportgerät
angebrachten Sensoren und Signalsendern, wodurch die automatisierte
Auswertung von Sportlerbewegungen und Spielverlauf ermöglicht wird.
Die gewonnen Daten können
dann, ähnlich
einem Computerspiel, virtuell dargestellt werden, wobei über unterschiedliche Menüpunkte zusätzliche
Leistungsangaben darstellbar sind.
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Im
Folgenden werden bevorzugte Ausführungsformen
unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen näher erläutert. Hierbei
zeigen:
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1 eine
schematische Darstellung aktiver und passiver Positionsbestimmungssysteme
und dazugehörige
mitgeführte
sowie zentrale Auswerteeinheiten gemäß einer bevorzugten Ausgestaltungsform der
vorliegenden Erfindung;
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2 eine
schematische Darstellung einer mit einem passiven Positionsbestimmungssystem ausgestatteten
Sportstätte
gemäß einer
bevorzugten Ausgestaltungsform der vorliegenden Erfindung;
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3 eine
schematische Darstellung einer mit aktivem Positionsbestimmungssystem
ausgestatteter Sportstätte
gemäß einer
bevorzugten Ausgestaltungsform der vorliegenden Erfindung;
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4 eine
schematische Darstellung zum Prinzip, wie eine Kalibrierung eines
Senders und eines Empfängers
erfolgen kann gemäß einer
bevorzugten Ausgestaltungsform der vorliegenden Erfindung;
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5 eine
schematische Darstellung eines mit Beschleunigungssensoren ausgestatteten
Sportlers gemäß einer
bevorzugten Ausgestaltungsform der vorliegenden Erfindung;
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6 eine
schematische Darstellung eines Balles mit zwei dreidimensionalen
Magnetfeldsensoren gemäß einer
bevorzugten Ausgestaltungsform der vorliegenden Erfindung; und
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7 eine
schematische Darstellung eines Sportgerätes mit Drucksensoren gemäß einer
bevorzugten Ausgestaltungsform der vorliegenden Erfindung; und
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8 eine
schematische Darstellung eines Sportgerätes mit Anzeige eines zu treffenden
Bereichs gemäß einer
bevorzugten Ausgestaltungsform der vorliegenden Erfindung; und
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9 eine
schematische Darstellung einer Anzeige auf einer zentralen Auswerteeinheit
gemäß einer
bevorzugten Ausgestaltungsform der vorliegenden Erfindung.
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1 zeigt
eine schematische Darstellung aktiver und passiver Positionsbestimmungssysteme und
dazugehörige
mitgeführte
sowie zentrale Auswerteeinheiten gemäß einer bevorzugten Ausgestaltungsform
der vorliegenden Erfindung.
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Darin
wird ein Sportler (100) mit einem oder einer Kombination
aus mehreren passiven oder aktiven Positionsbestimmungssystemen
(110) ausgestattet.
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Die
passiven Positionsbestimmungssysteme (110a) bestehen aus
einem oder mehreren Empfängern,
wobei jeder Empfänger
mit dem Sportler (100) verbunden ist. Die Empfänger empfangen
Signale von einem oder mehreren während des Messvorgangs stationären Sendern
(120). Die Empfänger
leiten die empfangenen Signale an eine zentrale Auswerteeinheit
(200) weiter, welche aus den empfangenen Signalen die Position
des Sportlers (100) berechnet. Alternativ zum Übersenden
an die zentrale Auswerteeinheit (200) können die empfangenen Signale auf
einer mitgeführten
Auswerteeinheit (210) lokal gespeichert, ausgewertet und/oder
angezeigt werden.
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Die
aktiven Positionsbestimmungssysteme (110b) bestehen aus
einem oder mehreren Sendern, wobei jeder Sender mit dem Sportler
(100) verbunden ist. Jeder Sender sendet Signale aus, die
von mehreren stationären
Empfängern
(130) empfangen und an die zentrale Auswerteeinheit (200)
weitergeleitet werden.
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Bei
der Verwendung von mehreren Positionsbestimmungssystemen werden
die Positionsdaten in der zentralen Auswerteeinheit (200)
assoziiert und fusioniert, zum Beispiel mittels eines Kalman-Filters.
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Die
Energieversorgung der nicht-stationären Systemkomponenten erfolgt
vorzugsweise mittels Batterie oder Akku. Beim Einsatz passiver Transponder
kann auf eine eigene Energiequelle verzichtet werden.
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Die
zentrale bzw. die mitgeführten
Auswerteeinheiten sind in der Lage, die empfangenen Daten auszuwerten,
anzuzeigen und abzuspeichern. Ferner können die Daten per Funk oder
per Kabelverbindung oder eine sonstige Übertragungsart an andere Einheiten
weitergeleitet werden. Vorzugsweise erfolgt die Funkübertragung über WLAN
und die kabelgebundene Übertragung
per USB. Dadurch ist es möglich,
eine Internetverbindung aufzubauen, die vorhandenen Daten per Email
zu verschicken, sie als Web-Cast-Event anderen Teilnehmern zur Verfügung zu
stellen oder per Mini-USB-Kabel an einen PDA oder ein Mobiltelefon
zu übertragen.
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2 zeigt
eine schematische Darstellung einer mit einem passiven Positionsbestimmungssystem
ausgestatteten Sportstätte
gemäß einer
bevorzugten Ausgestaltungsform der vorliegenden Erfindung.
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Darin
wird ein Sportler (100) mit einem Ultraschallsender (111)
ausgestattet. Der Ultraschallsender (111) sendet für eine vorgegebene
Zeit Ultraschallwellen einer bestimmten Schallstärke. Um zu verhindern, dass
sich mehrere Ultraschallsender fortlaufend stören, werden die Sendezeiten
zufällig
gewählt.
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Die
Ultraschallwellen werden von am Spielfeldrand installierten Ultraschallsensoren
(131) empfangen. Um die Messwerte eindeutig dem Sportler (100)
zuordnen zu können,
senden die Ultraschallsender (111) entweder auf einer bestimmten
Frequenz oder im gepulsten Betrieb, welcher die codierte Übertragung
einer Identifizierung ermöglicht.
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Schallstärke und
Identifikation werden anschließend
an eine zentrale Auswerteeinheit (200) weitergeleitet,
oder verworfen, wenn sich die Ultraschallwellen mehrerer Ultraschallsender überlagert haben.
Kann die gemessene Schallstärke
eines Ultraschallsenders (111) einem Sportler zugeordnet werden,
ist es möglich,
die Entfernung zwischen Ultraschallsender (111) und Ultraschallsensor
(131) aus dem bekannten Zusammenhang zwischen Schallwellenausbreitung
und Abnahme der Schallstärke
in radialer Richtung zu bestimmen.
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Befinden
sich die Ultraschallsensoren (131) am Spielfeldrand (140)
und der Sportler (100) im Spielfeld und sind die Positionen
der Ultraschallsensoren (131) bekannt, ist die Position
des Sportlers (100) bereits aus der von zwei Ultraschallsensoren gemessenen
Schallstärke
bestimmbar, wenn sich die Abstandskreise um die Sensoren nur einmal
innerhalb des Spielfeldes schneiden. Gelingt die Zuordnung von wenigstens
drei Messwerten, kann die Position des Sportlers (100)
spielfeldunabhängig
bestimmt werden.
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Da
Ultraschallwellen nur eine geringe Reichweite haben, kann der Sportler
zusätzlich
mit einer Infrarotlicht aussendenden Lichtquelle, beispielsweise
in Form einer Leuchtdiode (LED), ausgestattet werden. Um Überlagerungen
zu vermeiden, beginnt die LED zu zufälligen Zeitpunkten, Infrarotlicht
einer spezifischen Lichtstärke
auszusenden. Dabei werden Sendeintervall und Wiederholfrequenz in
Abhängigkeit
der Anzahl der LEDs vorzugsweise so gewählt, dass im Schnitt mindestens
zwei Messwerte pro 0,1 s ohne Störung
empfangen werden können.
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Die
Lichtstärke
wird von mehreren, zum Beispiel am Rand der Sportstätte verteilten,
Infrarotlichtsensoren detektiert. Wenn keine Überlappung der Sendezeiten
zweier oder mehrerer Infrarotlichtquellen auftritt, werden die Messwerte
an die zentrale Auswerteeinheit weitergesendet.
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Um
die übertragenen
Messwerte eindeutig einer Infrarotlichtquelle zuordnen zu können, wird entweder
gepulstes Infrarotlicht verwendet und eine codierte Identifizierung
gesendet oder Infrarotlicht einer spezifischen Wellenlänge verwendet.
Die Positionsbestimmung des Sportlers ist dann analog zum Verfahren,
das oben für
die Positionsbestimmung mit Ultraschallsensoren beschrieben wurde.
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Da
die Ortung mittels einer Lichtquelle Störungen, wie z. B. Verdeckungen
oder Überlagerungen
verschiedener Lichtfrequenzen, ausgesetzt sein kann, kann der Sportler
zusätzlich
mit einem GPS-Empfänger
ausgestattet sein. Dieser GPS-Empfänger kann die empfangenen Positionsdaten
sowie eine eindeutige Identifikationsnummer entweder an die zentrale
Auswerteeinheit oder an eine mitgeführte Auswerteeinheit senden.
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Die
mitgeführte
Auswerteeinheit sendet nach Empfangen eines Anforderungssignals
die gespeicherten Positions-Daten an die zentrale Auswerteeinheit
oder ermöglicht
es der zentralen Auswerteeinheit direkt auf die Daten zuzugreifen,
vorzugsweise über
USB oder WLAN.
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Da
die Updaterate eines GPS-Empfängers für schnelle
Bewegungen zu gering sein kann und das GPS-Signal in geschlossenen
Räumen
nicht verfügbar
ist, kann die Position aus der Messung eines bekannten Magnetfeldes
abgeleitet werden.
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3 zeigt
eine schematische Darstellung einer mit aktivem Positionsbestimmungssystem
ausgestatteter Sportstätte
gemäß einer
bevorzugten Ausgestaltungsform der vorliegenden Erfindung.
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Darin
wird ein Sportler (100) mit einem dreidimensionalen Magnetfeldsensor
(112) ausgestattet. Dieser misst ein von mehreren Spulen
(120) erzeugtes Wechselmagnetfeld.
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Dabei
wird zur Messung der magnetischen Feldlinien vorzugsweise eine Spule
verwendet. Alternativ kann aber auch ein Hall-Sensor, ein magnetoresistiver
Sensor, ein Josephson-Kontakt oder Ähnliches verwendet werden.
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Die
Messwerte werden an die zentrale Auswerteeinheit (200)
oder die mitgeführte
Auswerteeinheit (210) gesendet. Werden die Messwerte an
die zentrale Auswerteeinheit gesendet, so wird die Empfangszeit
und eine eindeutige Identifikation hinzugefügt, welche es der Auswerteeinheit
ermöglicht
die empfangenen Messwerte eindeutig einer Spule und einem Magnetfeldsensor
zuzuordnen.
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Die
Identifikation einer Spule wird bei gleichzeitigem Betrieb aller
Spulen über
die gemessene Frequenz des Wechselmagnetfeldes oder bei sequenziellem
Betrieb über
den Zeitpunkt der Messung bestimmt, wobei die Bestromungsdauer der
Spulen und die Reihenfolge, in der die Spulen bestromt werden, bekannt
ist. Beim gleichzeitigen Betrieb der Spulen werden die gemessenen
Signale entweder durch Bandfilter oder durch eine Fourier-Analyse
getrennt.
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Eine
Möglichkeit,
die Position des Sportlers zu bestimmen, besteht darin, Feldstärke, Feldrichtung
und Phasenlage des Magnetfeldes mit zuvor gespeicherten Daten zu
vergleichen. Dabei werden für eine
Vielzahl von Raumpunkten Feldstärke,
Feldrichtung und Phasenlage vorab berechnet und in einer Datenbank
auf der mitgeführten
bzw. der zentralen Auswerteeinheit abgelegt. Die Messwerte werden dann
mit den Werten in der Datenbank verglichen und anschließend wird
der am besten passende Datensatz ausgewählt. Die diesem Datensatz zugeordnete
Position wird als Position des Sportlers verwendet.
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Alternativ
kann die Positionsbestimmung aus dem bekannten Zusammenhang zwischen
Ausbreitung eines Magnetfeldes und radialer Abnahme der Magnetfeldstärke entsprechend
des Abstandes des Sportlers zu jeder Magnetfeldspule bestimmt werden.
Die Positionsbestimmung erfolgt dann analog zur Positionsbestimmung
mit Ultraschallsensoren.
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Eine
weitere Möglichkeit
besteht darin, die Position durch Aufstellen und Lösen der
magnetischen Feldgleichungen zu bestimmen.
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Für den Fall,
dass ferromagnetische Materialien oder Stromkabel die Feldgeometrie
stören,
wird die Feldgeometrie ausgemessen und die dabei ermittelten Störungen können dann
bei der Positionsbestimmung berücksichtigt
werden.
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Wenn
mehrere passive oder aktive Positionsbestimmungssysteme parallel
betrieben werden, kann es passieren, dass die Datenübertragung
eines ersten Positionsbestimmungssystems an die zentrale Auswerteeinheit
durch die Datenübertragung
eines zweiten Positionsbestimmungssystems gestört wird. Daher werden die Daten
der Positionsbestimmungssysteme zu zufälligen Zeitpunkten übertragen,
sodass keine dauerhafte Störung
der Übertragung
zu erwarten ist.
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Alternativ
dazu werden die Messwerte auf der mitgeführten Auswerteeinheit zwischengespeichert
und später
an die zentrale Auswerteeinheit übertragen.
Zur Kommunikation zwischen aktiven bzw. passiven Positionsbestimmungssystemen
und der mitgeführten
bzw. zentralen Auswerteeinheit kommen insbesondere Funksignale im 2,4-GHz-Band
in Betracht.
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Die
Funksignale können
darüber
hinaus auch dafür
benutzt werden, die Position der stationären Sender bzw. Empfänger relativ
zueinander zu bestimmen. Dabei wird analog zu den bisher beschriebenen
Verfahren die Funksignalstärke
aller, während des
Messvorgangs stationären
Sensoren von der zentralen Auswerteeinheit gemessen. Dieser Messvorgang
wird an mindestens drei verschiedenen Orten durchgeführt.
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4 zeigt
eine schematische Darstellung zum Prinzip, wie eine Kalibrierung
eines Senders und eines Empfängers
erfolgen kann, gemäß einer
bevorzugten Ausgestaltungsform der vorliegenden Erfindung.
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Darin
wird eine zentrale Auswerteeinheit (200) in einem Kalibriermodus
betrieben und misst an drei verschiedenen Positionen die Funkstärke der stationären Sender
(120) bzw. Empfänger
(130) und berechnet daraus die relativen Positionen der
Sender bzw. Empfänger
zueinander. Nach Festlegung eines Koordinatenursprungs (150)
können
alle Positionsangaben in diesem Koordinatensystem zur Anzeige gebracht
werden.
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Sind
GPS-Positionsangaben verfügbar,
kann auch ein globales Koordinatensystem, beispielsweise WGS84,
verwendet werden.
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Die
Positionsdaten können
bei Vorhandensein einer Videokamera dazu verwendet werden, diese
automatisch mittels zwischen Kamerastativ und Kamera angebrachter
Elektromotoren so zu steuern, dass ein bestimmter Bereich der Sportstätte im Kamerabild
zu sehen ist. Dazu muss die Position der Kamera zur Sportstätte bekannt
sein, was bevorzugter Weise analog zur oben beschriebenen Positionsbestimmung
der Sensoren und Empfänger
geschieht. Dann wird die Ausrichtung der Kamera bestimmt, indem
ein Fixpunkt anvisiert wird, welcher vorzugsweise die bereits bekannte
Position eines Senders oder Empfängers
ist. Aus diesem Zusammenhang kann die Kamera auf jeden beliebigen Punkt
ausgerichtet werden, indem die horizontale und vertikale Abweichung
der aktuellen Kameraausrichtung bestimmt wird und die Kamera um
diese Abweichungen durch die Elektromotoren gedreht wird. Ist zusätzlich noch
eine Bewegung der Kamera relativ zu ihrer aktuellen Position möglich, beispielsweise durch
einen auf Schienen fahrenden Schlitten, kann sie auch so gesteuert
werden, dass eine bestimmte Ansicht des Bereiches erreicht wird.
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So
ist es zum Beispiel möglich,
den Ball führenden
Spieler beim Fußball
oder den das Läuferfeld anführenden
Läufer
oder jeden anderen Sportler automatisch im Bild zu behalten.
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Ferner
können
die ermittelten Positionsdaten dazu benutzt werden, die bisher praktizierte
videobasierte Verfolgung (Videotracking) eines Sportlers oder Sportgerätes zu stabilisieren
bzw. zu verbessern.
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Dabei
werden beispielsweise die von den Positionsbestimmungssystemen ermittelten
Trajektorien mit den vom Videotracking ermittelten Trajektorien
verglichen und bei Verwechslungen wieder richtig zugewiesen. Ferner
ist es möglich,
die Bildbereiche, in denen sich ein Sportler befindet, bereits vor Auswerten
der Bilddaten zu bestimmen und an die Bildverarbeitung zu senden,
wodurch diese bereits die richtigen Bereiche nach Konturen einer
Person absuchen kann. Dadurch wird auch erreicht, dass insbesondere
die relevanten Bildbereich ausgewertet werden und diese mit erhöhter Rate
im Vergleich zur normalen Bildauswertung analysiert werden können.
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Eine
weitere Verwendungsmöglichkeit
der Positionsdaten besteht in der Erkennung von spieltypischen Aktionen.
So sind im Fußball
oder Basketball beispielsweise Elfmeter oder Freiwürfe durch
die Position des Balls bzw. des den Elfmeter oder Freiwurf Ausführenden
gut identifizierbar. Dazu werden in der Datenbank typische Merkmale
von Aktionen hinterlegt, beispielsweise zwei Spieler im 16-Meter-Raum sowie
Ball am Elfmeterpunkt für
eine Elfmetersituation. In der Auswerteeinheit werden die aktuellen
Positionsdaten mit den gespeicherten Merkmalen abgeglichen und somit
spieltypische Aktionen erkannt.
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Ferner
können
aus den Positionsdaten die Geschwindigkeit und die Beschleunigung
des Sportlers geschätzt
werden. Dies ist insbesondere deshalb interessant, da es dem Sportler
zum Beispiel Aufschluss geben kann, ob er an seiner Maximalgeschwindigkeit
oder besser an seiner Ausdauer arbeiten muss, und wie er sich einen
Wettkampf optimal einteilen sollte.
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Beim
Ski- oder Snowboardfahren kann zum Beispiel die gefahrene Trajektorie
und die Anzahl der gefahrenen Rechts- und Linkskurven ermittelt
werden. Ferner kann die Zeit zwischen einzelnen Kurven ermittelt
werden und dazu dienen, diese Daten mit den Daten anderer Sportler
zu vergleichen, oder Fahrfehler zu erkennen.
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Obwohl
in der vorliegenden Beschreibung ein Sportler mit dem Positionsbestimmungssystem ausgestattet
ist, ist es klar, dass das gleiche Verfahren auch auf Objekte anderer
Art oder Personen in anderen Zusammenhängen als Sportveranstaltungen
anwendbar ist.
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So
könnte
zum Beispiel die Positionsbestimmung mittels Magnetfeldern auch
bei der Bestimmung des Weges einer Person in einem Supermarkt verwendet
werden. Dazu würden
zum Beispiel die Einkaufswägen
mit aktiven oder passiven Positionsbestimmungssystemen, vorzugsweise
jedoch mit dem beschriebenen magnetfeldbasierten Positionsbestimmungssystem
ausgestattet werden, da dieses gegen die im Supermarkt unausweichlich
auftretenden Verdeckungen weitgehend unempfindlich ist.
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Eine
andere Anwendungsmöglichkeit
liegt in der Kameraführung
oder der Beleuchtungsführung bei
Veranstaltungen wie bei Theater oder Konzerten. Dazu würden zum
Beispiel die Schauspieler oder Musiker mit aktiven oder passiven
Positionsbestimmungssystemen, vorzugsweise jedoch mit dem beschriebenen
magnetfeldbasierten Positionsbestimmungssystem ausgestattet werden,
da dieses gegen Störeinflüsse, wie
künstliche
Beleuchtung oder Schallwellen, unempfindlich ist.
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5 zeigt
eine schematische Darstellung eines mit Beschleunigungssensoren
ausgestatteten Sportlers gemäß einer
bevorzugten Ausgestaltungsform der vorliegenden Erfindung.
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Dieser
Aspekt der vorliegenden Erfindung ist als eigenständige Erfindung
zu werten. Er kann mit den oben und weiter unten erwähnten Aspekten
kombiniert sein, jedoch auch alleine verwirklicht sein.
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Um
eine Bewegungsanalyse eines Sportlers (100) zu ermöglichen,
werden darin Beschleunigungssensoren (400) an den Extremitäten des
Sportlers (100) angebracht, welche ihre Daten an die mitgeführte oder
die zentrale Auswerteeinheit (200) weiterleiten. Aus den
Beschleunigungssensoren ist es insbesondere möglich, hochgenau relative Positions- und
Geschwindigkeitsveränderungen über kurze
Zeitintervalle mittels Aufintegrieren des Beschleunigungsvektors
nach Kompensation der Erdbeschleunigung zu ermitteln. Da zur Kompensation
der Erdbeschleunigung die Ausrichtung des Beschleunigungssensors
bekannt sein muss, werden zusätzlich
dreidimensionale Drehratensensoren oder Sensoren zur Messung des
Erdmagnetfeldes verwendet oder alternativ dazu der Sensor so dreidimensional
gelagert, dass eine Ausrichtung relativ zur Erdbeschleunigung konstant
bleibt, zum Beispiel durch den Einsatz eines Gyroskops.
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Somit
ist es zum Beispiel möglich,
beim Weitsprung oder Hochsprung oder bei Sportarten wie Turnen,
ein genaues Abbild der Bewegung zu rekonstruieren und daraus Handlungsempfehlungen
abzuleiten. Im Falle von Hochsprung könnte dies zum Beispiel die
Information sein, dass der Sportler zu früh oder zu spät die Beine
nach oben schiebt.
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Da
bei vielen Sportarten nicht nur der Sportler, sondern auch ein Sportgerät von großer Relevanz
ist, ist es nötig
auch die Bewegung des Sportgerätes
und die Interaktion mit dem Sportler zu analysieren.
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Daher
kann das Sportgerät,
beispielsweise ein Ball, mit einem RF-ID-Chip ausgestattet sein.
Dieser ermöglicht
es, in der Nähe
von elektromagnetische Wellen aussendenden und empfangenden Funkeinheiten
stattfindende Bewegung zu verfolgen. Die Funkeinheiten können beispielsweise
in beweglichen Elementen, wie Pylonen oder auch in stationären Elementen,
wie beispielsweise in Torpfosten, verbaut sein.
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Dabei
wird die Identifikation des im Ball befindlichen Transponders von
einem Funkempfänger empfangen
und an die zentrale oder mitgeführte
Auswerteeinheit weitergeleitet. Dieses Signal kann dann zum Beispiel
dazu verwendet werden, die Bewegung des Balls in der Nähe von Pylonen
zu verfolgen, und somit zum Beispiel das Überschreiten einer Torlinie, welche
mittels zweier Pylone abgegrenzt ist, zu detektieren. Die empfangenen
Daten können
dann von der zentralen Auswerteeinheit benutzt werden, um die Anzahl
der gefallenen Tore zu ermitteln.
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Wenn
die Reichweite des RF-ID-Chips nicht ausreicht, kann der Ball alternativ
zum RF-ID-Chip mit
einem dreidimensionalen Magnetfeldsensor ausgestattet werden. Dabei
wird zur Messung magnetischer Feldlinien vorzugsweise eine Spule
verwendet. Alternativ kann auch ein Hall-Sensor, ein Magnetoresistiver-Sensor,
ein Josephson-Kontakt oder ähnliches
verwendet werden.
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Vorzugsweise
wird damit das Magnetfeld im Zentrum des Balls gemessen. Um die
schwingungsfreie Platzierung des Magnetfeldsensors exakt im Zentrum
des Balls zu gewährleisten
kann der Magnetfeldsensor mittels Seilen im Ballmittelpunkt positioniert
werden.
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Alternativ
zur Platzierung der Sensoren in der Mitte des Balls sind in einer
bevorzugten Ausgestaltungsform zwei Magnetfeldsensoren vorgesehen.
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6 zeigt
dazu eine schematische Darstellung eines Balles mit zwei dreidimensionale
Magnetfeldsensoren.
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Dieser
Aspekt der vorliegenden Erfindung ist als eigenständige Erfindung
zu werten. Er kann mit den oben und weiter unten erwähnten Aspekten
kombiniert sein, jedoch auch alleine verwirklicht sein.
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Die
Magnetfeldsensoren werden gemäß 6 gegenseitig
an der Innenwand des Balls (500) befestigt. Hierbei werden
beide Magnetfeldsensoren in Modulscheiben (510) eingegossen,
wobei eine Modulscheibe (510a) am Ventil und die andere
Modulscheibe (510b) als Gegengewicht auf der gegenüberliegenden
Seite angebracht ist.
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Die
Messwerte beider Sensoren werden dazu benutzt, den zu erwartenden
Messwert im Mittelpunkt des Balles (500) zu bestimmen.
Dies kann im Falle der Magnetfeldstärke zum Beispiel durch einfache
Mittelwertbildung geschehen.
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Beide
Modulscheiben (510) werden mit Flex-Platinen verbunden.
Die Modulscheibe (510a) am Ventil trägt zusätzlich zum Magnetfeldsensor
einen Funksender mit Antenne und eine CPU. Auf der gegenüberliegenden
Modulscheibe (510b) sitzt der Akku (520), der
so angebracht ist, dass er auf der Seite liegt, die in den Ball
zeigt.
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Um
hohe Beschleunigungen zu entschärfen, sitzen
beide Modulscheiben auf Gummi-Noppen (530),
welche den größten Teil
des Impulses absorbieren.
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Diese
Konfiguration kann auch in einem American-Football verwendet werden.
Dort können die
Daten der zwei Sensoren noch zusätzlich
verwendet werden, um die Orientierung des Balls zu bestimmen.
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Der
bzw. die Magnetfeldsensoren werden dazu verwendet die Position des
Balles auf dem Spielfeld zu bestimmen, indem die von mehreren Spulen
erzeugten Magnetfelder gemessen und die Messwerte an die zentrale
Auswerteeinheit gesandt werden. Das Senden kann je nach Bedarf in
Echtzeit oder nach Zwischenspeicherung im Ball nach einem Anforderungssignal
der zentralen Auswerteeinheit erfolgen.
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Das
Magnetfeld kann entweder durch im Spielfeld oder am Spielfeldrand
fest installierte Magnetfeldspulen, oder durch einen mobilen Aufbau
bestehend aus in einer Matte oder in Pylonen eingebauten Magnetfeldspulen
erzeugt werden. Die Positionsbestimmung erfolgt dann analog zu den
oben beschriebenen Verfahren der Positionsbestimmung eines Sportlers.
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Aus
den Positionsdaten können
dann zum Beispiel die Trajektorie, Geschwindigkeit und die Beschleunigung
des Balls errechnet werden.
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Ferner
kann ein im Ball verbauter RF-ID-Chip oder eine im Ball verbaute
Spule auch dazu benutzt werden, um Ballkontakte eines Sportlers
zu detektieren.
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Dabei
wird zum Beispiel eine elektromagnetische Signalquelle, vorzugsweise
ein Fuksender, am Sportler angebracht. Die vom Funksender ausgesandten
Signale regen den im Ball verbauten Transponder an, worauf dieser
selbst Signale aussendet. Das empfangene Transpondersignal wird
entweder an die mitgeführte
Auswerteeinheit oder zusammen mit einer eindeutigen Identifikation
des Sportlers an die zentrale Auswerteeinheit weitergeleitet.
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Alternativ
dazu wird der Sportler mit einer Magnetspule ausgestattet, welche
ein Magnetfeld einer bestimmten Frequenz erzeugt. Die Magnetfeldspule
kann beispielsweise am Schienbeinschoner eines Fußballspielers
angebracht sein. Das Magnetfeld kann von dem im Ball verbauten Magnetfeldsensor
detektiert werden. Aus der gemessenen Magnetfeldstärke kann
der Abstand berechnet werden. Aus der spezifischen Frequenz des
Magnetfeldes kann eine eindeutige Identifikation der Spule bestimmt werden.
Beide Informationen werden entweder im Ball gespeichert oder an
die zentrale Auswerteeinheit weitergeleitet.
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Damit
ist es zum Beispiel möglich
zu erkennen, welcher Spieler den Ball geschossen hat.
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Eine
weitere Möglichkeit
besteht darin, den Sportler mit einem Funksender kurzer Reichweite auszustatten,
welcher eine eindeutige Kennung an den Ball überträgt. Die Kennung kann vom Ball
entweder gespeichert oder direkt an die Auswerteeinheit weitergeleitet
werden, sodass Ballkontakte einem Sportler zugeordnet werden können.
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Ferner
kann der Ball mit einem Drucksensor ausgestattet werden, welcher
die Aktivierung der im Ball befindlichen Magnetfeldsensoren, beispielsweise
durch mehrfaches Drücken
des Balles, ermöglicht.
Ferner kann der Drucksensor dazu verwendet werden, während des
Spielverlaufes den Luftdruck innerhalb des Balles zu kontrollieren
und bei Unterschreiten des idealen Luftdrucks ein akustisches oder
optisches Warnsignal abzugeben.
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Der
Einsatz von Drucksensoren ist auch in anderen Sportgeräten von
Vorteil zum Beispiel in Schlägern,
wie sie beispielsweise im Eishockey- oder Baseballschläger, verwendet
werden.
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7 zeigt
eine schematische Darstellung eines Sportgerätes mit Drucksensoren gemäß einer bevorzugten
Ausgestaltungsform der vorliegenden Erfindung.
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Dieser
Aspekt der vorliegenden Erfindung ist als eigenständige Erfindung
zu werten. Er kann mit den oben und weiter unten erwähnten Aspekten
kombiniert sein, jedoch auch alleine verwirklicht sein.
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Darin
werden in einem Eishockeyschläger (600)
verbaute Drucksensoren (610) dazu benutzt, zu bestimmen,
an welcher Stelle ein Puk (620) den Eishockeyschläger (600)
berührt
und mit welchem Druck bzw. welcher Schusskraft diese Berührung verknüpft war.
Diese Information wird dann an die mitgeführte oder zentrale Auswerteeinheit
weitergeleitet. Zur Weiterleitung ist der Eishockeyschläger (600)
mit einem Funkmodul (630) ausgestattet, wobei Funkmodul
(630) per Kabel mit den Drucksensoren verbunden ist.
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Analog
kann ein Baseballschläger
ein Schuh mit Drucksensoren ausgestattet werden. Auch hier wird
die Position, an welcher der Ball den Baseballschläger bzw.
den Schuh berührt
sowie der dabei auftretende Druck, an die mitgeführte oder zentrale Auswerteeinheit
weitergeleitet.
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Nachdem
die Trajektorie des Puks oder Balls mittels eines oben beschriebenen
Positionsbestimmungsverfahrens an die zentrale Auswerteeinheit übermittelt
worden ist, kann durch die zentrale Auswerteeinheit Feedback gegeben
werden, wo der Schläger
bzw. der Schuh den Puk oder Ball hätte berühren müssen, um eine optimale Trajektorie
zu erreichen. Dieser optimale Berührungspunkt wird dann zum Beispiel
in der Form von LEDs (640) am Schläger (600) bzw. Schuh
oder auf einem Display der mitgeführten Auswerteeinheit angezeigt.
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Dazu
wird beispielsweise die Abweichung der ermittelten Trajektorie des
Balls oder Puks von einer optimalen Trajektorie berechnet und der
Einfluss des Berührungspunktes
und des Impulsübertrages auf
die Trajektorie des Puks oder Balls bestimmt. Aus diesen Daten wird
dann ein optimaler Berührungspunkt
und ein optimaler Impulsübertrag
errechnet und als Handlungsempfehlung auf dem Sportgerät oder der
mitgeführten
Auswerteeinheit zur Anzeige gebracht.
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Ein
analoges Verfahren ist auch in einer Sportart wie Basketball von
Vorteil, wo der Ball oft unter zu Hilfenahme des Bretts in den Korb
geworfen wird. Ist die Position des Sportlers und/oder des Balls aus
einer der oben beschriebenen Positionsbestimmungsverfahren bekannt,
kann eine optimale Trajektorie des Balls berechnet werden und dem
Sportler in Form von mittels Flüssigkristallen
oder LEDs markierten Bereichen auf dem Brett angezeigt werden.
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8 zeigt
eine schematische Darstellung eines Sportgerätes mit Anzeige eines zu treffenden Bereichs
gemäß einer
bevorzugten Ausgestaltungsform der vorliegenden Erfindung.
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Dieser
Aspekt der vorliegenden Erfindung ist als eigenständige Erfindung
zu werten. Er kann mit den oben und weiter unten erwähnten Aspekten
kombiniert sein, jedoch auch alleine verwirklicht sein.
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Darin
wird ein Basketballbrett (700) mit mehreren LEDs (710)
und einer Funkempfangseinheit (720) ausgestattet. Wenn
der Spieler (100) mit dem Ball (500) in der Nähe des Basketballbretts
(700) steht, wird die Position des Balls (500)
mittels eines der oben beschriebenen Verfahren bestimmt. Aus der
Position wird von der Auswerteeinheit (200) berechnet,
welcher Bereich des Basketballbretts (700) getroffen werden
muss, um einen Korb zu werfen. Dieser Bereich wird durch LEDs (710)
angezeigt wodurch der Spieler erkennt, wo der Ball das Brett berühren muss.
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Zur Übertragung
des anzuzeigenden Bereichs kann Funk, beispielsweise im 2,4-GHz-Band, zum Einsatz
kommen.
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Um
die Sensoren und die Funkeinheit zur Übertragung der gemessenen Daten
an die mitgeführte
oder zentrale Auswerteeinheit mit Energie zu versorgen, ist das
Sportgerät
mit einer Batterie ausgestattet. Alternativ dazu kann auch ein Akku,
der über
eine Induktionsspule wieder aufgeladen werden kann, verwendet werden.
Bei der Verwendung von Piezo-Drucksensoren ist es auch möglich, die
durch den Druck entstehende elektromagnetische Spannung zur Signalübertragung
zu verwenden.
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Je
nach Bedarf kann die mitgeführte
Auswerteeinheit z. B. als tragbarer Minicomputer, als ein mit spezieller
Software ausgestattetes Mobiltelefon oder als PDA ausgestaltet sein,
während
die zentrale Auswerteeinheit typischerweise als Laptop oder PC ausgestaltet
ist.
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Die
zentrale Auswerteeinheit ist in der Lage, alle gemessenen Daten
zusammenzuführen,
und in einer Form ähnlich
eines Computerspieles darzustellen.
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9 zeigt
dazu eine schematische Darstellung einer Anzeige auf einer zentralen
Auswerteeinheit gemäß einer
bevorzugten Ausgestaltungsform der vorliegenden Erfindung.
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Darin
wird ein Abbild einer Sportveranstaltung in Form animierter Figuren
(800) dargestellt, die sich wie die entsprechenden realen
Sportler (100) über
die virtuelle Sportstätte
(900) bewegen. Dabei kann jederzeit ein Sportler ausgewählt werden
(810), worauf weitere Daten zur Verfügung gestellt werden. Dies
können
insbesondere Daten über
Bewegungsmuster sein, wie beispielsweise gelaufener Weg, Sprungweite,
Geschwindigkeit, oder auch Beschleunigung der Bewegung oder einzelner
Gliedmassen oder Interaktionsmuster wie beispielsweise Schuss, Wurf
oder Schlag eines Balls, Puks oder irgendeines anderen Sportgeräts.
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Ferner
ist es möglich
das berechnete Bewegungs- oder Interaktionsmuster mit gespeicherten Bewegungs-
oder Interaktionsmustern zu vergleichen und Abweichungen auf dem
Display der Auswerteeinheit darzustellen. Die Abweichungen der Interaktionsmuster
können
insbesondere Unterschiede in der Schuss-, Wurf,- oder Schlaghärte, sowie
unterschiedliche Berührungspunkte
zwischen beispielsweise Schuh und Ball oder Schläger und Ball oder Puk aufzeigen.
Ferner kann auch der Unterschied in der Anzahl der Berührungen
zwischen Sportler und Sportgerät
zur Anzeige kommen.
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Die
vorhandene Information kann ferner dazu genutzt werden, um ein Computerspiel
mit Leistungsdaten der Sportler zu versorgen, um dadurch die Spielfiguren
mit echten Daten auszustatten und damit realer wirken zu lassen
bzw. den Spielreiz zu erhöhen.
Dazu werden die ermittelten Daten an einen Computer gesendet, der
die Daten in einer Datenbank speichert. Die Daten in der Datenbank
können dann
von einem Computerspiel genutzt werden, um die Fähigkeiten von im Computerspiel
vorgesehenen virtuellen Sportlern festzulegen. Ferner können die Daten
dazu benutzt werden, die Interaktionsmöglichkeit zwischen Sportler
und einem oder mehreren Sportgeräten
festzulegen.