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Die
Erfindung betrifft ein Verdeck für
ein Cabrioletfahrzeug nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
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DE 100 07 575 A1 beschreibt
ein Verdeck für ein
Cabrioletfahrzeug, umfassend einen Verdeckstoff und ein in einer
Aussparung des Verdeckstoffs angeordnetes Fensterelement, das eine
Heckscheibe des Cabrioletfahrzeugs bildet. Eine Anbindung des Fensterelements
an den Verdeckstoff erfolgt durch ein den Randbereich des Fensterelements
umlaufendes Gießharzelement.
In einem ersten Ausführungsbeispiel überdeckt
das Gießharzelement
einen dem Innenbereich des Cabrioletfahrzeugs zugewandten Rand der
Aussparung des Verdeckstoffs, wodurch dieser stabilisiert wird.
Das Fensterelement ist mittels eines Klebstoffs auf einer dem Außenbereich
des Cabrioletfahrzeugs zugewandten Seite des Verdeckstoffs mit dem
Rand des Verdeckstoffs verklebt. In einem zweiten Ausführungsbeispiel
ist der Verdeckstoff in einem Randbereich der Aussparung sowohl auf
der dem Innenbereich des Cabrioletfahrzeugs zugewandten Seite als
auch auf der dem Außenbereich des
Cabrioletfahrzeugs zugewandten Seite von dem Gießharzelement umgeben. Das Fensterelement
ist mittels eines Klebstoffs mit der zum Außenbereich des Cabrioletfahrzeugs
weisenden Seite des Verdeckstoffs verklebt, so dass der auf der
Außenseite des
Verdeckstoffs angeordnete Teil des Gießharzelements von dem Rand
des Fensterelements überdeckt
wird. Diese Anbindung wird dadurch hergestellt, das zunächst der
Randbereich des Verdeckstoffs nahe der Aussparung mit dem Rand des
Fensterelements verklebt wird und anschließend der Verdeckstoff und das
Fensterelement gemeinsam mit dem Gießharz umgossen werden. In einem
weiteren Ausführungsbeispiel
ist das Fensterelement mit einer mit Löchern versehenen Metallleiste
verklebt. Eine Anbindung des Verdeckstoffs an die Metallleiste erfolgt
durch Umgießen
des Verdeckstoffs und der Metalleiste mit Gießharz, wobei insbesondere durch
die in der Metallleiste vorgesehenen Löcher eine Anbindung des Verdeckstoffs erfolgt.
Nachteilig an der beschriebenen Anbindung des Fensterelements an
den Verdeckstoff ist, dass das Fensterelement bei direkter Verklebung
mit dem Verdeckstoff von diesem nicht mehr gelöst werden kann, ohne dass der
Verdeckstoff beschädigt
wird. Ein Austausch des Fensterelements zu einem späteren Zeitpunkt,
beispielsweise zu Reparaturzwecken, ist daher nicht möglich, ohne
den Verdeckstoff insgesamt zu erneuern. Ein einfaches Austauschen
des Fensterelements in einer KFZ-Werkstatt ist somit ausgeschlossen.
Weiterhin ist nachteilig, dass die Anbindung des Fensterelements
an den Verdeckstoff mittells des Gießharzelements nur sehr aufwendig
hergestellt werden kann. Hierzu müssen der Verdeckstoff und das
Fensterelement gemeinsam in eine Gießform eingesetzt werden, wobei
insbesondere die korrekte Positionierung des Verdeckstoffs relativ
zu den Randbereichen des Fensterelements nur schwer gesteuert werden
kann. Hohe Anforderungen an die korrekte Positionierung des Fensterelements
relativ zu dem umgebenden Verdeckstoff sind so nur schwer zu erfüllen.
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DE 295 08 427 U1 beschreibt
eine Anbindung eines Fensterelements an den Verdeckstoff eines Cabrioletverdecks
in einer Aussparung des Verdeckstoffs. Ein Randbereich des Fensterelements
ist dazu mit einem eine Hinterschneidung aufweisenden Gießharzelement
umspritzt. Ein Randbereich der Aussparung des Verdeckstoffs ist
mit einem Profilteil verbunden, das ebenfalls eine Hinterschneidung
aufweist. Durch formschlüssige
Verbindung des Gießharzelements
mit dem Profilteil ist das Fensterelement mit dem Verdeckstoff verbindbar.
Zur Sicherung der formschlüssigen
Verbindung zwischen Gießharzelement
und Profilteil werden auf der dem Innenbereich des Cabrioletfahrzeugs
zugewandten Seite das Gießharzelement
und das Profilteil umgreifende Klammern aufgesetzt. Durch Lösen der
Klammern und Aufheben der formschlüssigen Verbindung zwischen
dem Gießharzelement
und dem Profilteil kann das Fensterelement zu einem späteren Zeitpunkt
aus dem Verdeckstoff gelöst
werden. Nachteilig an der beschriebenen Anordnung ist, dass die
Verbindung zwischen Fensterelement und Verdeckstoff nur sehr aufwendig
herzustellen ist. Insbesondere müssen das
Fensterelement einerseits und der Verdeckstoff andererseits zunächst getrennt
voneinander mit dem Gießharzelement
bzw. dem Profilteil verbunden werden, wodurch die Positionierung
des Fensterelements relativ zu dem Verdeckstoff beim Einsetzen des
Fensterelements in die Aussparung nicht mehr geändert werden kann. Zudem ist
die Sicherung der Anbindung zwischen Fensterelement und Verdeckstoff
mittels Klammern nur aufwendig herstellbar und platzraubend.
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DE 100 56 894 A1 beschreibt
eine Verdeckanordnung für
ein Cabriolet-Fahzeug
mit einem lösbar an
einer Heckscheibe festlegbaren Innenhimmel. Der Innenhimmel weist
im Bereich der Heckscheibe eine von einem Randbereich des Innenhimmels
umschlossene Ausnehmung auf. Zur Versteifung des Randbereichs ist
ein Profilteil aus einem Kunststoff von dem Randbereich umschlungen
und mit diesem vernäht.
An einem umlaufenden Rand der Heckschreibe sind im Querschnitt U-förmige Aufnahmeschienen
befestigt, in welchen der versteifte Randbereich des Innenhimmels
klemmend aufnehmbar ist.
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Es
ist die Aufgabe der Erfindung, ein Verdeck für ein Cabriolet-Fahrzeug anzugeben,
das eine verbesserte Anbindung an ein Fensterelement aufweist.
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Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein
Verdeck mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
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Durch
das Vorsehen eines Profilteils mit einem ersten Verbindungsbereich
und einem zweiten Verbindungsbereich, wobei eine erste Klebstoffschicht
von dem ersten Verbindungsbereich und dem Fensterelement wenigstens überwiegend
eingeschlossen ist und eine erste Klebverbindung zwischen dem Fensterelement
und dem Profilteil ausbildet, und wobei das Profilteil in dem zweiten
Verbindungsbereich mittels einer Nähverbindung mit dem Verdeckstoff
verbunden ist, wird eine überraschend einfache
und sichere Anbindung des Fensterelements an den Verdeckstoff erreicht,
wobei vorteilhaft zu einem späteren
Zeitpunkt durch ein Lösen
der ersten Klebverbindung zwischen dem Fensterelement und dem Profilteil
das Fensterelement auf einfache Weise von dem Verdeck gelöst werden
kann, ohne dass es zu einer Beschädigung des Verdeckstoffs kommt.
Weiter kann nach einem Entfernen der ersten Klebstoffschicht von
dem Profilteil und dem Fensterelement das Fensterelement problemlos
wieder mit dem Verdeck verbunden werden, indem eine neue erste Klebstoffschicht
auf den ersten Verbindungsbereich des Profilteils aufgetragen und
das Fensterelement erneut mit dem ersten Verbindungsbereich des Profilteils
verbunden wird. Insbesonders wird es somit vorteilhaft ermöglicht,
bei einem Cabrioletfahrzeug mit einer mit dem Verdeckstoff fest
verbundenen Heckscheibe ähnlich
wie bei herkömmlichen Fahrzeugen
mit festem Dach eine auf einfache Weise und ohne teure Spezialwerkzeuge
austauschbare Heckscheibe anzugeben. Dadurch, dass der zweite Verbindungsbereich
des Profilteils und der Verdeckstoff mittels einer Nähverbindung
miteinander verbunden sind, wird zudem eine einerseits besonders sichere
und andererseits besonders saubere und ästhetisch ansprechende Verbindung
zwischen dem Verdeckstoff und dem Profilteil erreicht. Besonders vorteilhaft
ist, dass die Verbindung des Verdeckstoffs mit dem Fensterelement
besonders einfach ein exaktes Positionieren sowohl des Verdeckstoffs
einerseits als auch des Fensterelements andererseits relativ zu dem
Profilteil erlaubt, da während
eines Aushärtevorgangs
der ersten Klebverbindungen noch Korrekturen vorgenommen werden
können
und die Nähverbindung
problemlos präzise
gefertigt werden kann. Die Herstellung des Verdecks erfolgt so insgesamt ohne
ein Einbringen des Fensterelements oder des Verdeckstoffes in eine
Gießform.
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Vorzugsweise
sind der erste Vebindungsbereich und der zweite Verbindungsbereich
durch einen zwischenliegenden Fugenbereich zueinder beabstandet.
Dies ermöglicht
einerseits eine ästhetisch besonders
ansprechende Ausgestaltung der Anbindung des Fensterelements an
den Verdeckstoff. Andererseits ist der Fugenbereich zweckmäßig für die Aufnahme
eines Dichtungsmittels ausgebildet. Vorzugsweise weist das Profilteil
hierzu eine Vertiefung oder Hinterschneidung auf, in welcher ein
Dichtungsmittel, beispielsweise ein Dichtungsband, klemmend festgelegt
werden kann. Dies führt
auf einfache Weise zu einer sicheren und optisch ansprechenden Abdichtung
des Anbindungsbereichs gegen ein Eindringen von Schmutz oder Regenwasser.
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Vorzugsweise
sind Verbindungsmittel zur Anbindung eines Innenhimmels vorgesehen.
Zweckmäßig sind
dabei die Verbindungsmittel auf einer einem Innenbereich des Fahrzeugs
zugewandten Seite des Profilteils angeordnet. Hierdurch ist es auf
besonders einfache Weise möglich,
einen dem Innenbereich eines Cabrioletfahrzeugs zugewandten Flächenabschnitt
des Verdeckstoffs mit einem geräuschdämmenden
und wärmeisolierenden
Innenhimmels zu verkleiden. Insbesonders können die Verbindungsmittel
dabei als Vertiefungen des Profilteils ausgebildet sein, in welche
ein Kederelement des Innenhimmels klemmend festgelegt werden kann.
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Vorzugsweise
umfasst die Nähverbindung ein
Aufnahmeelement. Durch das Vorsehen eines Aufnahmeelements, das
vorzugsweise formsteif ausgebildet ist, wird vorteilhaft eine weitere
Versteifung und Stabilisierung des Verdecks nahe des Fensterelements
erreicht. Vorzugsweise ist dabei das Aufnahmeelement auf einer dem
Profilteil abgewandten Seite des Verdeckstoffs angeordnet. In dieser
Ausgestaltung, in der der Verdeckstoff zwischen dem Profilteil und
dem Aufnahmeelement aufgenommen ist und in der vorzugsweise das
Profilteil, der Verdeckstoff und das Aufnahmeelement insgesamt miteinander
vernäht
sind, kann das Profilteil vorteilhaft relativ schmal und dünn ausgebildet
sein, wobei durch durch das Zusammenwirken des Profilteils mit dem Aufnahmelement
trotzdem eine ausreichende Aussteifung des Verdecks nahe des Fensterelements
erreicht wird. Eine ausreichende Formstabilität des Verdecks ist somit selbst
dann gewährleistet,
wenn die Klebverbindung zwischen Profilteil und Fensterelement gelöst und das
Fensterelement entfernt ist.
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Vorzugsweise
ist in jeder Ausgestaltung der erste Verbindungsbereich des Profilteils
auf einer dem Außenbereich
des Cabrioletfahrzeugs zugewandten Seite des Profilteils angeordnet.
Somit überdeckt
in einer Außenansicht
des Fahrzeugs das Fensterelement den ersten Verbindungsbereich des Profilteils,
was eine optisch Gestaltung des Anbindungsbereichs weiter verbessert.
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Vorzugsweise
ist auch der zweite Verbindungsbereich des Profilteils auf einer
einem Außenbereich
des Fahrzeugs zugewandten Seite des Profilteils angeordnet. Insbesondere
wenn auch der erste Verbindungsbereich auf einer dem Außenbereich des
Fahrzeugs zugewandten Seite angeordnet ist, kann hierdurch vorteilhaft
eine Anbindung des Verdeckstoffs an das Fensterelement erreicht
werden, bei der Außenflächen des
Verdeckstoffs und des Fensterelements nebeneinander in einer gemeinsamen
Ebene angeordnet sind.
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In
einer weiteren, ebenfalls bevorzugten Ausgestaltung ist der zweite
Verbindungsbereich auf einer dem ersten Verbindungsbereich abgewandten Seite
des Profilteils angeordnet. Dies ermöglicht vorteilhaft, das Profilteil
bei unverändert
guter Anbindung des Verdeckstoffs und des Fensterelements besonders
schmal auszubilden.
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Vorzugsweise
ist das Profilteil aus einem Metall, insbesondere aus Aluminium,
ausgebildet. Hierdurch wird eine hervorragende Aussteifung des Verdecks
im Bereich des Fensterelements erreicht. Es versteht sich, dass
das Profilteil jedoch auch aus jedem anderen, den spezifischen Anforderungen
genügenden
Material ausgebildet sein kann, insbesondere aus einem Kunststoff
oder aus einem glasfaserverstärkten
Polyamid.
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Vorzugsweise
ist das Fensterelement aus einem Glasmaterial ausgebildet. Es versteht
sich jedoch, dass das Fensterelement auch aus einem anderen Material,
beispielsweise einem Kunststoff, ausgebildet sein kann. Insbesondere
kann das Fensterelement auch aus einem nicht durchsichtigen Material
ausgebildet sein.
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Vorzugsweise
umgibt das Profilteil einen äußeren Rand
des Fensterelements vollständig.
Alternativ hierzu kann jedoch auch vorgesehen sein, dass das Profilteil
mehrteilig ausgebildet ist und jeweils äußere Abschnitte eines Fensterelements
umgibt. In beiden Ausgestaltungen wird eine sichere Anbindung des
Fensterelements an den Verdeckstoff erreicht, wobei auch jeweils
eine ausreichende Aussteifung des Verdecks im Bereich des Fensterelements
erzielt wird.
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Weitere
Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachstehenden
Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele
sowie aus den abhängigen
Ansprüchen.
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Die
Erfindung wird nachstehend unter Bezugnahme auf die anliegenden
Zeichnungen anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels näher erläutert.
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1 zeigt
den Verbindungsbereich eines Fensterelements mit einem Verdeckstoff
gemäß eines
ersten Ausführungsbeispiels
in Querschnittsansicht.
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1 zeigt
schematisch ein erstes Ausführungsbeispiel
eines Verdecks 400 in Querschnittsansicht, wobei ein Anbindungsbereich
eines Fensterelements 401 an einen Verdeckstoff 402 dargestellt
ist. Ein Profilteil 405 bildet dabei ein Verbindungsglied zwischen
dem Fensterelement 401 und dem Verdeckstoff 402 aus.
Die Schnittebene der dargestellten Querschnittsansicht erstreckt
sich normal zu der Erstreckungsebene des Verdeckstoffs 402 und
des Fensterelements 401 sowie normal zu der Längserstreckung
des Profilteils 405.
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Das
Fensterelement 401, das vorliegend eine Heckscheibe des
Cabrioletfahrzeugs bildet, weist eine dem Innenbereich 431 des
Cabrioletfahrzeugs zugewandte Innenfläche und eine dem Außenbereich 430 des
Cabrioletfahrzeugs zugewandte Außenfläche auf. Auf der Innenfläche des
Fensterelements 401 ist nahe des Randes des Fensterelements 401 eine
Klebstoffschicht 411 eines ersten Klebstoffs aufgetragen.
Die erste Klebstoffschicht 411 bildet eine erste Klebverbindung
zwischen dem Fensterelement 401 und dem Profilteil 405 aus.
Beiderseits des Randbereichs des Verdeckstoffs sind Dichtbänder 414 vorgesehen,
die einer Abdichtung des Innenbereichs 431 gegenüber dem
Außenbereich 430 dienen.
Insbesondere soll ein Eindringen von Feuchtigkeit im Bereich der
nachstehend beschriebenen Nähverbindungen 422, 423 vermieden werden.
Die Dichtbänder
sind dazu aus einem selbstdichtenden Material, beispielsweise einem
sehr feinporigen Polyurethan-Schaum, ausgebildet.
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Das
Profilteil 405 weist im Querschnitt eine in etwa rechteckige
Form auf, wobei sich das Profilteil 405 in der Darstellung
gemäß 1 in
einer Richtung senkrecht zu der Papierebene langgezogen erstreckt.
Das Profilteil 405 umgibt insgesamt einen Randbereich der
Innenfläche
des Fensterelements 401 vollständig und bildet somit einen
Fensterrahmen des Fensterelements 401 aus. Der rechteckige Querschnitt
des Profilteils 405 weist eine zum Außenbereich 430 des
Cabrioletfahrzeugs weisende lange Außenseitenfläche und einen zu dem Innenbereich 431 des
Cabrioletfahrzeugs gerichteten lange Innenseitenfläche auf,
die über
eine jeweils kurze erste Randfläche
und zweite Randfläche
miteinander verbunden sind. Die dem Innenbereich 431 des
Cabrioletfahrzeugs zugewandte Innenseitenfläche des Profilteil 405 ist
als zweite Verbindungsfläche 416 ausgebildet.
Ein Randbereich des Verdeckstoffs 402 ist mittels zweier
Nähverbindungen 422, 423 mit
dem Profilteil 405 fest verbunden. Beide Nähverbindungen 422, 423 sind
als parallel zueinander verlaufende Nähte ausgebildet, die beabstandet
zueinander und zu dem Rand des Fensterelements 401 verlaufen. Die
Nähverbindungen 422, 423 durchsetzen
(zumindest teilweise) das Profilteil 405, den Randbereich des
Verdeckstoffs 402 und die Dichtungsbänder 414. Weiter ist
ein Aufnahmeelement 420 über die Nähverbindung 422, 423 mit
dem Verdeckstoff 402 und dem Profilteil 405 fest
verbunden und wird durch die Nähverbindungen 422, 423 zumindest
teilweise durchsetzt. Das Aufnahmeelement 420 erstreckt
sich im Wesentlichen parallel zu dem Profilteil 405 und weist
einen ersten, dem Profilteil 405 zugewandten ersten Schenkel 424,
einen zweiten, in einem stumpfen Winkel zu dem ersten Schenkel 424 angeordneten
zweiten Schenkel 425 und einen dritten, in Richtung des
Innenbereichs 431 des Cabrioletfahrzeugs gerichteten dritten
Schenkel 426 auf. Durch das Aufnahmeelement 420 wird
vorteilhaft eine Versteifung des Verdecks 400 im Bereich
des Fensterelements 401 erreicht, wobei gleichzeitig ein
insgesamt schmaler und platzsparender Aufbau des Verbindungsbereichs
erhalten bleibt. Der dritte Schenkel 426 dient dabei zur
Aufnahme eines Befestigungselements 421 eines Innenhimmels
(nicht dargestellt).
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Eine
Besonderheit des beschriebenen Verdecks ist, dass die erste Klebstoffschicht 411 die Nähverbindungen 422, 423 überdeckt,
so dass das Fensterelement 401 auch auf die Nähverbindungen 422, 423 aufgeklebt
ist. Dies führt
vorteilhaft zu einer weiteren Abdichtung des Innenbereichs 431 gegenüber des
Außenbereichs 430,
insbesondere gegen eindringende Feuchtigkeit.
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Ein
besonderer Vorteil der vorstehend beschriebenen Anordnung ist, dass
die Verbindung zwischen dem Fensterelement 401 und dem
Verdeckstoff 402 jederzeit mit einfachen Mitteln und ohne
die Gefahr einer Beschädigung
des Verdeckstoffs 402 gelöst werden kann, beispielsweise
um das Fensterelement 401 zu Reparaturzwecken auszutauschen. Dazu
ist es lediglich notwendig, die erste Klebeverbindung zwischen dem
Fensterelement 401 und dem ersten Verbindungsbereich 415 des
Profilteils 405 mit einem geeigneten Werkzeug zu durchtrennen.
Dies kann bei geschlossenem Verdeck des Cabrioletfahrzeugs erfolgen,
da der Verdeckstoff 402 auch bei entnommenem Fensterelement
von dem Profilteil 405 stabilisiert wird. Nach einem Entfernen
von Klebstoffresten von dem ersten Verbindungsbereich 415 des Profilteils 405 und
von dem Randbereich des Fensterelements 401 kann dieses
erneut mit dem Profilteil 405 verbunden werden, wozu eine
neue erste Klebstoffschicht 411 auf den ersten Verbindungsbereich 415 bzw.
auf den Randbereich des Fensterelements 401 aufgetragen
wird. Es versteht sich, dass es sich bei dem aufgetragenen Klebstoff
sowohl um ein verstreichbares Material als auch um ein festes Material, beispielsweise
einen Klebestreifen oder ein Schweißband, handeln kann.