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DE102008024348A1 - Verfahren zur Reduktion pulsförmiger Erdströme an einem elektrischen Großgerät und Kompensationsschaltung zur Erdstromverlagerung - Google Patents

Verfahren zur Reduktion pulsförmiger Erdströme an einem elektrischen Großgerät und Kompensationsschaltung zur Erdstromverlagerung Download PDF

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DE102008024348A1
DE102008024348A1 DE200810024348 DE102008024348A DE102008024348A1 DE 102008024348 A1 DE102008024348 A1 DE 102008024348A1 DE 200810024348 DE200810024348 DE 200810024348 DE 102008024348 A DE102008024348 A DE 102008024348A DE 102008024348 A1 DE102008024348 A1 DE 102008024348A1
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DE200810024348
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Martin Dr. Sack
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Karlsruher Institut fuer Technologie KIT
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Forschungszentrum Karlsruhe GmbH
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Abstract

Ein Verfahren zur Reduktion pulsförmiger Erdströme in einer Netzanschlussleitung eines einphasigen oder mehrphasigen Systems besteht aus den Schritten der Unterteilung eines Großgeräts in einzeln ansteuerbare Schaltgruppen, die in jeweils vorgebbarem zeitlichem Abstand, der Schaltzeit, und Reihenfolge, der Zuschaltfolge, nacheinander an die Netzspannung zugeschaltet werden. Eine erste Kompensationsschaltung zur Fehlerstromverlagerung von einem Schutzleiter PE auf einen Nullleiter N zur Durchführung des Verfahrens ist durch die Nachbildung der Erdkapazitäten des Großgeräts gekennzeichnet. Der Sternpunkt ist über einen hochohmigen Widerstand R2 mit dem Schutzleiter PE verbunden, der Gleichspannungspotentialgeber am Eingang des Operationsverstärkers IC1 ist. Eine zweite Kompensationsschaltung zur Fehlerstromverlagerung von einem Schutzleiter PE auf einen Nullleiter N zur Durchführung des Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass der Ausgang eines über die Leiter Li und dem Nullleiter N gespeisten Summenstromwandlers Tr1 über einen Bürdenwiderstand R1 mittelbar über einen Widerstand R2 an den Eingang eines Operationsverstärkers IC1 angeschlossen ist.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Reduktion pulsförmiger Erdströme in einer Netzanschlussleitung eines elektrischen Großgeräts an ein einphasiges oder mehrphasiges System aus Li, i = 1, 2, 3, ..., mit oder ohne Nullleiter N und einem Schutzleiter PE, bei Zwischenschaltung eines Fehlerstromschutzschalters, und eine Kompensationsschaltung zur Durchführung des Verfahrens der Fehlerstromverlagerung von einem Schutzleiter PE auf einen Nullleiter N.
  • Beim Aufbau von Anlagen werden einzelne Schaltungsgruppen üblicherweise über Funkentstörfilter vor elektromagnetischer Beeinflussung oder gegen Abstrahlung geschützt. Diese Filterelemente enthalten Kondensatoren, die von Phase zu Masse (PE) geschaltet sind, sog. Y-Kondensatoren. Darüber hinaus kommen geschirmte Leitungen zum Einsatz, bei denen Adern und geerdeter Schirm einen Kondensator von Phase zu Masse (PE) bilden. Hinzu kommen Erdstreukapazitäten von Transformatoren mit Schirmlage, Motoren usw.
  • Anlagen, die mit feuchtem Prozessgut und Wasser beschickt werden, müssen über einen Fehlerstrom-Schutzschalter (FI-Schalter) eingespeist werden. Hierbei ist der Aufstellungsort der Anlage üblicherweise als Feuchtraum definiert, und bereits die bauseitig vorhandenen Steckdosen sind über FI-Schalter abgesichert.
  • Im Falle eines einphasigen Funkentstörfilters fließt der kapazitive Strom durch die Y-Kondensatoren über Masse (PE) ab und stellt somit für den FI-Schalter einen Fehlerstrom dar. Bei einem Drehstrom-Filter kompensiert sich der Ableitstrom im symmetrischen Fall zu null. Tritt jedoch bei einem unsymmetrischen Spannungssystem eine Nullkomponente auf, schließt sich auch der Stromkreis des Nullsystems teilweise am FI-Schalter vorbei über Masse. Aus Sicherheitsgründen ist der Grundschwingungsanteil des Stroms durch die Y-Kondensatoren üblicherweise auf wenige mA begrenzt und bringt daher einen typischerweise eingebauten 30 mA-FI-Schalter nicht zur Auslösung. Beim Einschalten der Anlage oder eines Anlagenteils können die Y-Kondensatoren je nach Einschaltwinkel abrupt aufgeladen werden. Der dann erhöhte Ladestrom bzw. Stromimpuls kann zum Auslösen des FI-Schalters führen. Auch vergrößert sich der Ableitstrom bei Einsatz mehrerer Filter in unterschiedlichen Anlagen oder Anlagenteilen am gleichen FI-Schalter entsprechend.
  • Beim Betrieb eines Umrichters mit Stromzwischenkreis oder Spannungszwischenkreis mit vorgeschalteter Glättungsdrossel können die rechteckförmigen Stromimpulse an den Anschlüssen an den dem Netzfilter vorgeschalteten Zuleitungsinduktivitäten induktive Spannungsabfälle erzeugen, die lokale Spannungsschwankungen an den Y-Kondensatoren bewirken. Diese höherfrequenten Spannungsschwankungen bewirken einen Stromfluss durch die Y-Kondensatoren zu Masse. Da die Stromkommutierung immer paarweise zwischen zwei Phasen stattfindet, kompensieren sich im symmetrischen Fall auch die Nullströme der abschaltenden und zuschaltenden Phase gegeneinander. Im Fall unsymmetrischer Leitungsinduktivitäten verbleibt jedoch ein Reststrom zur Masse.
  • Das Auslösen der FI-Schalter durch den Einschaltstromimpuls durch die Erdkondensatoren könnte auch durch ein gezieltes Voraufladen der Kondensatoren verhindert werden, beispielsweise durch kurzzeitiges Vorschalten eines Ladewiderstands, wie es zum Aufladen größerer Glättungskondensatoren üblich ist. Das Auslösen durch ein unsymmetrisches Spannungssystem kann durch schaltungstechnische Maßnahmen zur Spannungssymmetrierung verhindert werden. Das Voraufladen der Erdkapazitäten erfordert den Einbau der Ladewiderstände samt Hilfsschütz und Zeitsteuerung. Dazu kommt das Leistungsschütz zum niederohmigen Zuschalten der Last.
  • Alternativ kann eine gestufte Widerstandsschaltung vorgesehen werden, die auch ein Aufladen der Erdkapazitäten bei angeschalteter Last ermöglicht, ähnlich einem Anlaufwiderstand für Elektromotoren. Beide Installationen sind aufwändiger als nur das verzögerte Zuschalten von Schaltungsteilen mittels Leistungsschützen. Bei Geräten kann ein langsames Anfahren mittels Vorwiderstand zu Funktionsstörungen führen.
  • Eine Spannungssymmetrierung im Falle hochfrequenter Stromanteile kann durch eine Filterung erfolgen. Da ein solches Filter jedoch auf den meist hohen Nennstrom ausgelegt sein muss, ist es aufwändig. Prinzipiell wäre es möglich, einen FI-Schalter zu konstruieren, der ein langsameres Auslöseverhalten besitzt und somit tolerant gegenüber Stromimpulsen ist. Auch wäre es möglich, höherfrequente Stromimpulse mittels einer Kondensatorbeschaltung am FI-Schalter vorbeizuleiten. Beide Maßnahmen beeinflussen jedoch direkt den FI-Schalter als Sicherheitsbauteil und werden deshalb als Lösung nicht in Betracht gezogen.
  • Daraus entstand die Aufgabe, die der Erfindung zugrunde liegt: es soll eine Anlage mit großen Ableitkapazitäten zur Erde/Masse bei vorgeschaltetem Fehlerstrom(FI)-Schalter ohne Fehlauslösung des FI-Schalters durch Ableitströme zur Erde, insbesondere bei Einschaltvorgängen betrieben werden. Das unnötige Auslösen des FI-Schalters aufgrund eines Ladestromimpulses der Erdkapazitäten soll verhindert werden.
  • Die Aufgabe wird durch ein Verfahren gemäß Anspruch 1 gelöst. Das Verfahren ist mit einer Kompensationsschaltung nach Anspruch 7 oder 9 durchführbar.
  • Nach Anspruch 1 besteht das Verfahren zur Reduktion pulsförmiger Erdströme in einer Netzanschlussleitung eines einphasigen oder mehrphasigen Systems Leitern Li, mit i = 1, 2, 3, ..., mit oder ohne Nullleiter N und einem Schutzleiter PE, eines elektrischen Großgeräts bei Zwischenschaltung eines Fehlerstromschutzschalters aus den Schritten, erstens das Großgerät wird in einzeln ansteuerbare Schaltgruppen unterteilt, die in jeweils vorgebbar zeitlichem Abstand, der Schaltzeit, und Reihenfolge, der Zuschaltfolge, nacheinander an die Netzspannung zugeschaltet werden, wobei die vorgebbaren Schaltzeiten und Zuschaltfolge derart festgelegt werden, dass der pulsförmige Erd strom durch die Netzanschlussleitung mit zwischengeschaltetem Fehlerstromschutzschalter diesen nicht auslöst. Zweitens wird die Nichtauslösung nach Bedarf durch eine Kompensationsschaltung entweder ergänzend unterstützt oder alternativ bewirkt, die durch Einleiten eines Kompensationsstromes zwischen dem Schutzleiter PE und dem Nullleiter N die pulsförmigen Erdströme vom Schutzleiter PE auf den Nulleiter N verlagert. Vorzugsweise findet das Verfahren bei ein- und dreiphasigen Systemen mit und ohne Nullleiter Anwendung.
  • Zweckmäßige und vorteilhafte weitere Verfahrensschritte sind in den abhängigen Unteransprüchen 2 bis 6 beschrieben. Nach Anspruch 2 wird einerseits der Kompensationsstrom zur Fehlerstromverlagerung aus der Unsymmetrie der Spannungen zwischen den netzseitigen Leitern Li und dem Schutzleiter PE, die einen Strom im Nullsystem treibt, mit einem einstellbaren Faktor gewichtet, als gegenphasiger Kompensationsstrom eingespeist. Das wird als Nachbildung der Erdkapazitäten beschrieben. Da im Allgemeinen keine vollständige Kompensation des Erdstroms benötigt wird, ist eine Nachbildung, bestehend nur aus Kapazitäten, meist ausreichend. Im Falle nicht vernachlässigbarer, ohmscher Impedanzanteile kann die Nachbildung durch ohmsche Serienwiderstände ergänzt werden.
  • Andrerseits wird nach Anspruch 3 der Summenstrom in den netzseitigen Leitern Li und dem Nullleiter N in der Art einer Vektoraddition gebildet und um einen vorgebbaren Faktor verstärkt, um gegenphasig zwischen dem Nullleiter N und dem Schutzleiter PE zur Kompensation in der Art eines Proportionalreglers eingekoppelt zu werden.
  • Nach Anspruch 4 hat das Übertragungsverhalten Hochpasscharakter, wodurch netzfrequente Signale gesperrt werden.
  • Nach Anspruch 5 hat das Übertragungsverhalten den Charakter einer Bandsperre, weshalb netzfrequente Signale gesperrt werden.
  • Schließlich wird nach Anspruch 6 das Verfahren betriebszuverlässig automatisiert und damit einerseits die Schaltzeiten, die Zuschaltfolge und die Schaltgruppen sowie andrerseits die Einstellung der Kompensationsschaltung rechnergesteuert in einem iterativen Prozess durchgeführt.
  • Die für das Verfahren geeigneten beiden Kompensationsschaltungen zeichnen sich folgendermaßen aus:
    Nach Anspruch 7 enthält die Kompensationsschaltung eine Nachbildung der Erdkapazitäten des Großgeräts derart, dass die Kapazitäten Ci auf einen gemeinsamen Sternpunkt verschaltet sind. Darunter wird die Nachbildung der Erdkapazitäten verstanden. Der Sternpunkt ist über einen hochohmigen Widerstand R2 mit dem Schutzleiter PE verbunden. Der Widerstand R2 ist Gleichspannungspotentialgeber am Eingang eines Operationsverstärkers IC1. Der Operationsverstärker mit Gegenkopplung ist über einen Widerstand R1 zum invertierenden Strom-Spannungs-Wandler verschaltet und mit seinem Ausgang an einen Leistungsverstärker IC2 angeschlossen. Der Ausgang des Leistungsverstärkers IC2 ist an den Eingang eines Transformators Tr1 angeschlossen, dessen Ausgang über einen Kondensator Cs mit dem Nulleiter N und den Schutzleiter PE verbunden ist.
  • Nach Anspruch 8 sind im Fall des einphasigen Netzes überflüssige Kapazitäten zu Null setzbar.
  • Nach Anspruch 9 ist der Ausgang eines über die Leiter Li und dem Nullleiter N gespeisten Summenstromwandlers Tr1 über einen Bürdenwiderstand R1 mittelbar über einen Widerstand R2 an den Eingang eines Operationsverstärkers IC1 angeschlossen, wobei der Operationsverstärkers über einen rückkoppelnden Widerstand R3 mit einer Gegenkopplung R2/R3 als invertierender Verstärker arbeitet. Dem Operationsverstärker IC1 ist ein Hochpass nachgeschaltet, dem ein Leistungsverstärker IC2 folgt. Der Leistungsverstärker IC2 ist mit seinem Ausgang an den Eingang eines Transformators Tr2 angeschlossen, dessen Ausgang über einen Kondensator Cs mit dem Nulleiter N und den Schutzleiter PE verbunden ist.
  • Nach Anschluss 10 erfolgt im Falle eines Netzes ohne Nullleiter die Verlagerung des Stromes statt in den N-Leiter in den Sternpunkt eines kapazitiven Sternpunktbildners.
  • Das Verfahren und die dazu tauglichen beiden Kompensationsschaltungen werden im Folgenden näher beschrieben und erläutert:
    Einerseits werden bei der verzögerten Inbetriebnahme einzelne Schaltungsteile/-gruppen mit Erdkapazitäten zeitlich gestaffelt in Betrieb genommen. Dadurch wird ein großer Ladestromimpuls in mehrere kleinere Ladestromimpulse zerlegt. Die Größe der einzelnen Schaltungsteile wird dabei so gewählt, dass kein Ladestromimpuls eines Schaltungsteils den FI-Schalter zum Auslösen bringt. Die zeitliche Staffelung erfolgt im Allgemeinen so, dass der vorangehende Ladestromimpuls abgeklungen ist, bevor der nächste Impuls folgt. Eine zeitliche Überlappung der abklingenden Pulse wird zugelassen, dadurch wird der Stromscheitel gegenüber dem Fall einer gemeinsamen Zuschaltung so reduziert, dass die Anregungsschwelle des FI-Schalters nicht überschritten wird. Die Auslösung von FI-Schaltern erfolgt üblicherweise elektromechanisch. Da aufgrund der mechanischen Trägheit für die Auslösung eine gewisse kurze Zeitspanne der Stromeinwirkung benötigt wird, erfolgt eine Auslegung so, dass die Anregungsschwelle für eine kurze Zeitspanne, die kürzer als die Ansprechzeit des FI-Schalters ist, überschritten wird. Dann ist allerdings eine genügend lange Impulspause nach dem Impuls vorzusehen, innerhalb der der FI-Schalter wieder seinen Grundzustand einnimmt.
  • Das Problem einer Fehlauslösung eines FI-Schalters an einer Weinelektroporationsanlage wurde beispielsweise auf diese Art gelöst. Der Lüftermotor des Netzteils besitzt eine vergleichsweise große Erdstreukapazität. Durch eine um ca. 0,5 s verzö gerte Einschaltung des Lüfters konnte der Ladestrom der Erdstreukapazitäten in zwei genügend kleine Ladestromimpulse aufgeteilt werden, so dass ein vorgeschalteter 30 mA-FI-Schalter nicht mehr ansprach. Die Verzögerung wurde mittels eines einschaltverzögerten Schützes vorgenommen.
  • Können bei einem vorhandenen Gerät keine Eingriffe vorgenommen werden, bleibt nur eine externe Stromkompensation. Deshalb wird andrerseits insbesondere bei fertig aufgebauten Anlagen und Geräten nicht ohne weiteres in die interne Funktion des Geräts eingegriffen. Daher ist ein verzögertes Einschalten einzelner Geräteteile nicht unbedingt möglich. In diesem Fall ist es hilfreich, den Fehlerstrom im PE-Leiter zu kompensieren. Dies geschieht durch Einbau einer gesteuerten Stromquelle zwischen PE- und N-Leiter, die einen Strom in Höhe des Stroms durch die Erdkapazitäten vom PE- auf den N-Leiter ableitet. Konstruktionsbedingt ist der Strom durch die Erdkapazitäten nicht immer direkt messbar, insbesondere bei den Y-Kondensatoren. Das Steuersignal für die gesteuerte Stromquelle kann jedoch alternativ auf zwei Methoden generiert werden:
    Einerseits kann der Stromfluss durch den PE-Leiter zwischen Einspeisung und Funkentstörfilter als erstem Bauelement der Anlage gemessen und dem Eingang eines P-Reglers zugeführt werden. Der P-Regler regelt die gesteuerte Stromquelle derart, dass der Strom durch den PE-Leiter nahezu Null wird. Bei dieser Methode muss sichergestellt werden, dass ein tatsächlicher Fehlerstrom nicht ebenfalls ausgeregelt wird. Dies kann entweder durch eine räumlich nahe Anordnung an das Funkentstörfilter und/oder andere Anlagenteile mit großen Erdkapazitäten sichergestellt werden, wobei andere, nicht überwachte PE-Anschlüsse baumartig vor der Messstelle angeschlossen sind – in diesem Fall werden Fehlerströme der nicht überwachten Zweige nicht kompensiert –, oder durch den Einbau eines Hochpassfilters, der die Ausregelung auf kurze Impulse bzw. höherfrequente Signale begrenzt. Ein grundfrequenter bzw. netzfrequenter Störstrom würde dann nicht ausgeregelt werden. Außerdem muss gewährleistet sein, dass kein Parallelstrompfad zur Strommessstelle existiert.
  • Eine andere Methode besteht in der Nachbildung der Erdkapazitäten durch ein Kondensatornetzwerk mit nachgeschaltetem Strom-Spannungswandler. Wird das Nachbildungsnetzwerk nahe der Anlagenkomponenten mit großen Erdkapazitäten angeschaltet, liegt an ihm die gleiche Spannung wie über diesen Anlagenkomponenten und es stellt sich folglich auch der gleiche Stromfluss ein. Der Strom-Spannungswandler stellt ein dem Stromfluss proportionales Spannungssignal als Eingangssignal für die gesteuerte Stromquelle zur Verfügung. Durch die Steuerung der gesteuerten Stromquelle einzig auf der Grundlage des Nachbildungsnetzwerks ist gewährleistet, dass ein tatsächlicher Fehlerstrom unabhängig von dessen Frequenzanteilen nicht ausgeregelt wird. Auch haben Parallelpfade zur Masseverbindungsleitung, beispielsweise eine zusätzliche Erdung, keinen Einfluss auf die Funktion. Um den Stromfluss durch das Nachbildungsnetzwerk an den Aussteuerungsbereich des nachgeschalteten Strom-Spannungs-Wandlers anzupassen, werden seine Kondensatorwerte um einen Skalierungsfaktor verkleinert. Der Ausgleich erfolgt durch eine nachfolgende Rückskalierung.
  • Da das kapazitive Nachbildungsnetzwerk direkt an dem zu schaltenden Schaltungsteil angeschlossen sein muss, eignet sich diese Auskopplungsmethode insbesondere beim Aufbau einer Anlage aus mehreren fertigen, unmodifizierbaren Anlagenkomponenten/gruppen.
  • Bei der Erfassung des Stromflusses in der Anlagenzuleitung kann die Kompensationsschaltung entweder am Eingang der mobilen Anlage, in einem separaten Gehäuse zum Zwischenstecken in das Anschlusskabel, oder auch stationär im bauseitigen Schaltschrank nahe des FI-Schalters eingebaut werden.
  • Beim Einbau der Strommessstelle in den PE-Leiter wird vorausgesetzt, dass sich der Stromkreis der ableitenden Erdkapazitäten über diesen Leiter zum Netz zurück schließt und keine Parallelstrompfade existieren. Insbesondere bei einem anlagenfernen Einbauort wie z. B. einem bauseitigen Schaltschrank, kann durch eine zusätzliche Erdung einer Anlage ein Parallelstrompfad entstehen. Für diesen Fall ist es vorteilhaft, den Stromfluss statt direkt im PE-Leiter als Summenstrom durch die stromversorgenden Leiter L1 bis L3 und N (bzw. nur L1 und N oder nur L1 bis L3 – je nach Anschlussart) zu messen. Dies entspricht der Fehlerstromerfassung, wie sie auch beim FI-Schalter realisiert ist.
  • Für eine korrekte Funktion des FI-Schalters dürfen PE- und N-Leiter nach dem FI-Schalter nicht verbunden sein. Durch eine solche Verbindung würde ein Teil des Laststroms durch den N-Leiter fälschlicherweise durch den PE-Leiter am FI-Schalter vorbeigeleitet werden. Dadurch kann der FI-Schalter auslösen. Auch könnte umgekehrt ein Teilstrom eines Fehlerstroms vom PE-Leiter auf den N-Leiter überwechseln und damit vom FI-Schalter nicht registriert werden. Damit durch die Schaltung zur Fehlerstromkompensation in keinem Fall eine niederohmige Verbindung zwischen N und PE hergestellt wird, kommt eine Stromquelle zum Einsatz, die definitionsgemäß einen hohen Innenwiderstand aufweist. Bei Einsatz einer definitionsgemäß niederohmigen Spannungsquelle würde bei Ausfall der Kompensationsschaltung eine niederohmige Verbindung zwischen N und PE bestehen.
  • Eine hochohmige Stromquelle für den beschriebenen Zweck kann vorteilhafterweise aus einer Spannungsquelle mit einer in Serie geschalteten Impedanz realisiert werden. Da insbesondere höherfrequente Signale übertragen, jedoch Signale mit Netzfrequenz geblockt werden sollen, bietet sich der Einsatz eines Kondensators Cs oder einer Serienschaltung aus Kondensator Cs und ohmschem Widerstand an. Als Spannungsquelle kann beispielsweise ein Audio-Leistungsverstärker ausreichender Leistung und Bandbreite dienen, dem ggf. ein Transformator zur Spannungserhöhung nachgeschaltet ist. Der Querstrom zwischen N- und PE-Leiter bei Ausfall der Kompensationsschaltung ergibt sich aus der Spannungsdifferenz dividiert durch den Widerstand. Ausge gangen im ungünstigen Fall von einer Spannungsdifferenz von 20 V und einem tolerierbaren Stromwert von 3 mA (10% des Auslösestroms von 30 mA) bei 50 Hz aus, erhält man als Obergrenze für eine kapazitive Vorimpedanz Cs = 470 nF. Im in 3 gezeigten Beispiel wird das Stromsignal von der Resonanzschwingung zwischen Erdkapazitäten und Leitungsinduktivitäten dominiert. Die Frequenz liegt in der Größenordnung von ca. 10 kHz. Der Blindwiderstand der 470 nF-Serienkapazität beträgt hierbei ca. 33 Ohm. Der Scheitelstrom im genannten Beispiel beträgt ca. 50 A. Zur vollständigen Kompensation dieses Stroms bei den gegebenen Werten würde nach der komplexen Wechselstromrechnung eine Spannung von mindestens 1,7 kV benötigt. Zum Ausgleich der kapazitätsbedingten Phasenverschiebung zwischen Strom und Spannung kann das Übersetzungsverhältnis jedoch höher gewählt werden, damit der transformierte Ausgangswiderstand des Verstärkers als ohmscher Quellenwiderstand wirkt. Damit die Kompensationsschaltung kleiner ausgelegt werden kann, ist zur Vermeidung der Auslösung des FI-Schalters auch eine Teilkompensation des Stroms ausreichend. Um mögliche Resonanzschwingungen zwischen Kondensator und Transformator- bzw. Leitungsinduktivitäten zu dämpfen, kann ein ohmscher Widerstand zusätzlich in Serie geschaltet werden. Er beeinflusst auch das Stabilitätsverhalten des Regelkreises.
  • Der Einsatz einer gesteuerten Stromquelle in einem Rückkopplungszweig erlaubt die Kompensation netzfrequenter Stromanteile. Obwohl für den beschriebenen Anwendungsfall die Kompensation des Einschaltstromimpulses ausreichend ist, können prinzipiell auch niederfrequente Stromanteile kompensiert werden. Hierfür eignen sich beide Möglichkeiten zur Erfassung des Fehlersignals, die Strommessung als auch die Nachbildung der Erdkapazitäten. Damit ein Fehlerstrom zur Auslösung führt und nicht kompensiert wird, kann der maximal von der Kompensationsschaltung eingespeiste Strom auf den zu kompensierenden Ableitstrom begrenzt werden. Ein zusätzlicher Strom würde als Fehlerstrom erkannt werden. Eine solche Strombegrenzung kann entweder manuell für eine gegebene Anlage fest vorgegeben werden, oder im Falle ständig veränderbarer Konfigurationen auf der Basis einer automatisierten Messung der Erdkapazitäten oder des kapazitiven Anteils des Erdstroms automatisch kontinuierlich angeglichen werden. Ein Ableitstrom im Falle einer Verbindung eines Außenleiters zu Masse zeichnet sich im Gegensatz zum kapazitiven Ableitstrom durch einen Wirkstrom und/oder einen induktiven Blindstrom aus. So ist aufgrund der Phasenlage des Stroms zur Spannung eine Unterscheidung zwischen Ableit- und Fehlerstrom zwecks automatischen Kompensationsabgleichs möglich. Ein Beispiel für ständig veränderbare Konfigurationen wäre der bauseitige Einbau der Kompensationsschaltung, wobei ständig wechselnde Verbraucher angeschlossen werden. Zur Kompensation netzfrequenter Ableitströme wird auf den beschriebenen Hochpass entweder ganz verzichtet, oder die beschriebene Strombegrenzungsschaltung wird für niederfrequente Anteile wirkend parallel geschaltet.
  • Im Falle einer im Betrieb wechselnden Konfiguration wird der Einschaltstromimpuls durch die Wirkung des Hochpasses kompensiert. Im Falle einer zusätzlichen Kompensation netzfrequenter Stromanteile wird hierdurch gleichzeitig die Schwelle zur Kompensation der netzfrequenten Stromanteile auf eine vorgebbare obere Grenze erhöht, um eine mögliche Erhöhung des Ableitstroms vorab auszugleichen. Innerhalb weniger Netzperioden nach Abklingen des Einschaltstromimpulses wird der Kompensationsstrom abhängig von der Impedanz- oder Strommessung wieder soweit verringert, bis ein kapazitiver Erdstrom vorgebbarer Höhe fließt. Dabei ist bei der Wahl der beiden Grenzen zu berücksichtigen, dass bei der oberen Grenze des Kompensationsstroms noch ein gewisser Restschutz für den Ableitstrom besteht, wobei die Vorgabe des Rest-Erdstroms zusammen mit der Auslöseschwelle des FI-Schalters den Toleranzbereich für die Auslösung vorgibt.
  • Wird nur eine Kompensation der pulsförmigen Einschaltableitströme benötigt und treten systembedingt aperiodisch gedämpfte oder stark gedämpfte oszillierende Pulse auf, kann die Stromquelle vorteilhaft durch einen in Amplitude und/oder Pulslänge sowie Polarität steuerbaren Pulsgenerator ersetzt werden. Dieser Pulsgenerator speist einen Kompensationspuls entgegengesetzter Polarität wie der zu kompensierende Einschaltableitstromimpuls zwischen N und PE ein. Auf eine exakte Kompensation des Einschaltstromimpulses kann insoweit verzichtet werden, wie es die Auslöseschwelle und Auslösezeit des FI-Schalters zulassen. Daher ist auch die Pulsform des Pulsgenerators von untergeordneter Bedeutung. Sie muss nicht der Kurvenform des zu kompensierenden Impulses entsprechen. Übliche Kurvenformen sind Rechteckimpuls, bzw. exponentiell abfallender oder schwingend gedämpfter Pulsverlauf, wie sie durch eine Kondensatorentladung erzeugt werden. Bei unveränderbarer Konfiguration der Erdkapazitäten kann die Einstellung des Pulsgenerators einmalig fest vorgenommen werden. Soll eine Veränderung der Erdkapazitäten infolge von Konfigurationsveränderungen automatisch mit berücksichtigt werden, bietet sich eine Steuerung der Pulsamplitude und/oder Pulslänge an. Da die Pulsamplitude im Allgemeinen durch die Ladespannung vorgegeben ist, lässt sie sich eher langsam ändern. Eine schnelle Änderung ist bei der Pulslänge möglich. Eine vorteilhafte Schaltung besteht aus einem Speicherkondensator in Serie mit einem abschaltbaren Schaltelement, z. B. einem IGBT oder Transistor, über den die Pulslänge gesteuert wird. Eine Ladeschaltung lädt dabei den Kondensator zwischen den Pulsapplikationen nach.
  • Zusammengefasst sind die Merkmale der Erfindung:
    • – die zeitgestaffelte Teilzuschaltungen zum Zweck der Stromreduktion im PE-Leiter;
    • – Kompensation eines Massestroms durch die Erdkapazitäten durch einen gesteuerte Stromquelle zwischen N- und PE-Leiter;
    • – die Ansteuerung der gesteuerten Stromquelle durch einen P-Regler, der den Stromfluss durch den PE-Leiter in einem Frequenzbereich genügend oberhalb der Grundschwingungsfrequenz nahezu zu Null regelt;
    • – die Ansteuerung der gesteuerten Stromquelle auf der Grundlage einer Netznachbildung der Erdkapazitäten, wobei die Netznachbildung ein Stromsignal proportional zum Strom über die Erdkapazitäten liefert.
  • Dadurch wird der Vorteile des einfachen Betriebs einer Anlage mit großen Ableitkapazitäten zu Erde bei vorgeschaltetem FI-Schalter ohne Fehlauslösungen des FI-Schalters durch Ableitströme zur Erde insbesondere bei Einschaltvorgängen erzielt.
  • Im Weiteren wird die Zeichnung mit ihren 1 bis 3 noch kurz erläutert. Es zeigen im Einzelnen:
  • 1 die Kompensationsschaltung mit Nachbildung der Erdkapazitäten;
  • 2 die Kompensationsschaltung mit Summenstrommessung;
  • 3 den Stromimpuls im PE-Leiter am FI-Schalter gemessen.
  • 1 zeigt das Prinzipschaltbild des Ausführungsbeispiels mit einer Nachbildung der Erdkapazitäten. Die Nachbildung wird durch die Kondensatoren C1 bis C3 vorgenommen. Der Operationsverstärker IC1 mit einer Gegenkopplung über R1 arbeitet als invertierender Strom-Spannungs-Wandler. Die Dioden D1 und D2 dienen als Überspannungsschutz. Der hochohmige Widerstand R2 definiert das Gleichspannungspotential am Eingang von IC1. Der Leistungsverstärker IC2 verstärkt und überträgt das Signal an den Transformator Tr1, der das hochgespannte Signal über den Kondensator Cs zwischen N und PE einspeist. Das skizzierte Gerät weist die großen Erdströme auf. Anschlussseitig vorgeschaltet (nicht eingezeichnet) ist der FI-Schalter sowie das Schütz zum Einschalten des Geräts. Die Phasenlage des über Cs und Tr1 zwischen den Leitern N und PE eingespeisten Stromsignals ist so gewählt, dass der Stromfluss im PE-Leiter einspeisungsseitig reduziert wird.
  • 2 zeigt das Prinzipschaltbild des Ausführungsbeispiels mit einer Summenstrommessung. Die Summenstrommessung wird mittels des Stromwandlers Tr1 und des angeschlossenen Bürdenwiderstands R1 vorgenommen. Der Operationsverstärker IC1 mit einer Gegenkopplung über R2/R3 arbeitet als invertierender Verstär ker. Über seinen Verstärkungsfaktor lässt sich zusammen mit den Verstärkungsanteilen der anderen Komponenten die Gesamtverstärkung der Schaltung festlegen. Der nachgeschaltete Hochpass verhindert die Kompensation netzfrequenter Signale, so dass nur Einschaltstromimpulse ausgeregelt werden. Der Leistungsverstärker IC2 verstärkt und überträgt das Signal an den Transformator Tr1, der das hochgespannte Signal über den Kondensator Cs zwischen N und PE einspeist. Das skizzierte Gerät weist die großen Erdströme auf. Anschlussseitig vorgeschaltet (nicht eingezeichnet) ist der FI-Schalter. Die Phasenlage des über C1 und Tr2 zwischen den Leitern N und PE eingespeisten Stromsignals ist so gewählt, dass der Stromfluss im PE-Leiter einspeisungsseitig reduziert wird. Gleichzeitig wird über die Stromeinkopplung in den N-Leiter das Ausgangssignal von Tr1 und damit das Eingangssignal des invertierenden Verstärkers um IC1 reduziert. Damit arbeitet die Schaltung als gegengekoppelter P-Regler, der den Stromfluss durch den eingangsseitigen PE-Leiter zu Null regelt. Wie für P-Regler üblich bestimmt dabei die Gesamtverstärkung die bleibende Regelabweichung.
  • 3 zeigt beispielhaft einen oszilloskopisch aufgenommenen Stromimpuls im PE-Leiter einer Anschlussleitung eines elektrischen Großgeräts im Einschaltmoment, der den vorgeschalteten FI-Schalter zur Auslösung brachte.

Claims (10)

  1. Verfahren zur Reduktion pulsförmiger Erdströme in einer Netzanschlussleitung eines elektrischen Großgeräts an ein einphasiges oder mehrphasiges System aus Li, i = 1, 2, 3, ..., mit oder ohne Nullleiter N und einem Schutzleiter PE, bei Zwischenschaltung eines Fehlerstromschutzschalters, bestehend aus den Schritten: – das Großgerät wird in einzeln ansteuerbare Schaltgruppen unterteilt, die in jeweils vorgebbarem zeitlichem Abstand, der Schaltzeit, und Reihenfolge, der Zuschaltfolge, nacheinander an die Netzspannung zugeschaltet werden, wobei die vorgebbaren Schaltzeiten und Zuschaltfolge derart festgelegt werden, dass der pulsförmige Erdstrom durch die Netzanschlussleitung mit zwischengeschaltetem Fehlerstromschutzschalter diesen nicht auslöst; – die Nichtauslösung wird nach Bedarf durch eine Kompensationsschaltung entweder ergänzend unterstützt oder alternativ bewirkt, die durch Einleiten eines Kompensationsstromes zwischen dem Schutzleiter PE und dem Nullleiter N die pulsförmigen Erdströme vom Schutzleiter PE auf den Nulleiter N verlagert.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kompensationsstrom zur Fehlerstromverlagerung aus der Unsymmetrie der Spannungen zwischen jeweils den netzseitigen Leitern Li und dem Schutzleiter PE, die einen Strom im Nullsystem treibt, dadurch ermittelt wird, dass mit einer Nachbildung der Erdkapazitäten des elektrischen Großgeräts ein künstlicher Sternpunkt gebildet wird und der Strom zwischen diesem künstlichen Sternpunkt und dem Schutzlei ter PE mit einem einstellbaren Faktor gewichtet, als gegenphasiger Kompensationsstrom eingespeist wird.
  3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Summenstrom in den netzseitigen Leitern Li und dem Nullleiter N gebildet und um einen vorgebbaren Faktor verstärkt wird, um gegenphasig zwischen dem Nullleiter N und dem Schutzleiter PE zur Kompensation in der Art eines Proportionalreglers eingekoppelt zu werden.
  4. Verfahren nach den Ansprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Übertragungsverhalten Hochpasscharakter hat und deshalb netzfrequente Signale gesperrt werden.
  5. Verfahren nach den Ansprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Übertragungsverhalten den Charakter einer Bandsperre hat und deshalb netzfrequente Signale gesperrt werden.
  6. Verfahren nach den Ansprüchen 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass einerseits die Schaltzeiten, die Zuschaltfolge und die Schaltgruppen, andrerseits die Einstellung der Kompensationsschaltung rechnergesteuert in einem iterativen Prozess durchgeführt wird.
  7. Kompensationsschaltung zur Fehlerstromverlagerung von einem Schutzleiter PE auf einen Nullleiter N zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Kompensationsschaltung eine Nachbildung der Erdkapazitäten des Großgeräts derart enthält, dass die Kapazitäten Ci auf einen gemeinsamen Sternpunkt verschaltet sind, der Sternpunkt über einen hochohmigen Widerstand R2 mit dem Schutzleiter PE verbunden ist, der Widerstand R2 Gleichspannungspotentialgeber am Eingang eines Operationsverstärkers IC1 ist, der Operationsverstärker mit Gegenkopplung über einen Widerstand R1 ein invertierenden Strom-Spannungs-Wandler ist und mit seinem Ausgang an einen Leistungsverstärker IC2 angeschlossen ist, der Ausgang des Leistungsverstärkers IC2 an den Eingang eines Transformators Tr1 angeschlossen ist, dessen Ausgang über einen Kondensator Cs mit dem Nulleiter N und den Schutzleiter PE verbunden ist.
  8. Kompensationsschaltung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass im Fall des einphasigen Netzes überflüssige Kapazitäten entfallen.
  9. Kompensationsschaltung zur Fehlerstromverlagerung von einem Schutzleiter PE auf einen Nullleiter N zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Ausgang eines über die Leiter Li und dem Nullleiter N gespeisten Summenstromwandlers Tr1 über einen Bürdenwiderstand R1 mittelbar über einen Widerstand R2 an den Eingang eines Operationsverstärkers IC1 angeschlossen ist, wobei der Operationsverstärkers über einen rückkoppelnden Widerstand R3 mit einer Gegenkopplung R2/R3 als invertierender Verstärker arbeitet, dem Operationsverstärker IC1 ein Hochpass nachgeschaltet ist, dem ein Leistungsverstärker IC2 folgt, der Leistungsverstärker IC2 ist mit seinem Ausgang an den Eingang einen Transformator Tr2 angeschlossen, dessen Ausgang über einen Kondensator Cs mit dem Nulleiter N und den Schutzleiter PE verbunden ist.
  10. Kompensationsschaltung nach den Ansprüchen 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass im Falle eines Netzes ohne Nullleiter die Verlagerung des Stromes statt in den N-Leiter in den Sternpunkt eines kapazitiven Sternpunktbildners erfolgt.
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