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Die
Erfindung betrifft einen Verbund einer horizontalen Arbeitsplatte
mit einer vertikalen wandseitigen Verblendplatte. Die Verblendplatte
ist mit einer Längskante
auf dem wandseitigen Rand der Arbeitsplatte angeordnet. Die Arbeitsplatte
weist zur sichtbaren Oberseite hin eine schichtfreie Werkstoffplatte auf.
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In
diesem Zusammenhang wird unter Arbeitsplatte eine nahezu waagerecht
ausgerichtet Platte verstanden, wie sie für Verkaufstheken, Gastronomietheken,
Messetheken; Küchen-
oder Badezimmermöbel üblich sind.
Als Verblendplatte werden Platten bezeichnet, die zum Verblenden
eines Wandbereichs, als Sichtblende oder Schutzblende eingesetzt
werden und eine dekorative Frontansicht aufweisen. Üblicherweise
ist die Arbeitsplatte auf Unterschränken oder Untergestellen fixiert,
während
die vertikale Verblendplatte mit ihrer unteren geradlinigen Längskante
einen Verbund mit dem wandseitigen Rand der Arbeitsplatte durch
ihr Eigengewicht bildet und mindestens punktweise an dem mit der Verblendplatte
zu verblendenden Rand fixiert ist.
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Ein
derartiger stumpfer Verbund zwischen Längskante und Arbeitsplatte
bildet einen Längsspalt,
sobald sich der randseitige Rand der Arbeitsplatte verzieht oder
verwölbt. Über diesen
Längsspalt können Arbeitsflüssigkeiten
wie Wasser, Fette und andere Stoffe sowie Mikroben und Staubpartikel
eindringen und eine die Hygiene nachteilig belastende Verunreinigungsquelle
bilden. Ein weiterer Nachteil eines herkömmlichen Aufsetzens einer Verblendplatte
auf den wandseitigen Rand der Arbeitsplatte besteht darin, dass
sich die Längskante
gegenüber
der sichtbaren Oberseite der Arbeitsplatte verschieben kann. Dieses
kann dadurch vermieden werden, dass in die Längskante der Verblendplatte
Führungs-
oder Passstifte eingelassen werden, die passgenau in Bohrungen auf
dem wandseitigen Rand der Arbeitsplatte eingreifen. Diese Lösung verhindert
ein Verschieben der Längskante
der Verblendplatte gegenüber
dem Rand der Arbeitsplatte, jedoch kann diese Lösung nicht verhindern, dass
sich bei entsprechenden Verwölbungen
der Arbeitsplatte ein Spalt zwischen Längskante und Arbeitsplatte
ausbildet, der wiederum kontaminationsgefährdet ist. Eine weitere Möglichkeit
besteht darin, in den wandseitigen Rand der Arbeitsplatte einen
Absatz oder Falz einzuarbeiten, auf dem sich die Verblendplatte
abstützen
kann. Diese Lösung
hat den Nachteil, dass einerseits der Rand der schichtfreien Werkstoffplatte,
aus dem die Arbeitsplatte besteht, geschwächt wird, so dass die schichtfreie
Werkstoffplatte eine Mindestdicke aufweisen muss, um am wandseitigen
Rand der Arbeitsplatte einen derartigen lang gestreckten Absatz
vorzusehen. Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass eine Verwölbung der
Verblendplatte zu einer Spaltbildung zwischen dem wandseitigen Rand
der Arbeitsplatte und der Verblendplatte führt, was wiederum den Nachteil
des Eindringens von Wasser und anderen Flüssigkeiten sowie von Mikroben
und Staubpartikeln ermöglicht
und damit nachteilig die Hygiene eines derartigen Verbundes beeinträchtigt.
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Wird
als schichtfreie Werkstoffplatte eine Mineralstoffplatte eingesetzt,
die beispielsweise aus einem mit Partikeln gefüllten Acryl besteht und aufgrund
der eingelagerten Partikel gegenüber
Zug- und Scherspannungen empfindlich ist, sind die aus dem Stand
der Technik bekannten Möglichkeiten,
einen Verbund zwischen einer derartigen Arbeitsplatte und einer
Verblendplatte bereitzustellen, nicht geeignet, um die Ausbildung
von kontaminationsgefährdeten Lücken zwischen
Arbeitsplatte und Verblendplatte zu vermeiden. Bei der Lösung mit
Passstiften besteht darüber
hinaus die Gefahr, dass von der Mineralstoffplatte bei einer Montage
vor Ort Bruchstücke
absplittern. Schließlich
besteht die Gefahr bei einer Schraubfixierung des Verbundes auf
Unterschränken oder
Gestellen, dass eine Arbeitsplatte aus Mineralstoff aufgrund ihrer
hohen Kerbempfindlichkeit bei der Montage vor Ort beschädigt wird.
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Aufgabe
der Erfindung ist es, einen Verbund zwischen einer horizontalen
Arbeitsplatte und einer vertikalen wandseitigen Verblendplatte zu
schaffen, der die Nachteile im Stand der Technik überwindet und
eine präzise
Fügung
zwischen Arbeitsplatte und Verblendplatte am wandseitigen Rand der
Arbeitsplatte ermöglicht.
Dabei sollen durch den Verbund Verbiegungen, Verwölbungen
oder Verwerfungen der Arbeitsplatte und/oder der Verblendplatte
weitgehend eingeschränkt
werden.
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Gelöst wird
diese Aufgabe mit dem Gegenstand des unabhängigen Anspruchs 1. Vorteilhafte Weiterbildungen
der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.
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Erfindungsgemäß wird ein
Verbund zwischen einer horizontalen Arbeitsplatte und einer vertikalen
wandseitigen Verblendplatte geschaffen. Die Verblendplatte ist mit
einer Längskante
auf dem wandseitigen Rand der Arbeitsplatte angeordnet. Die Arbeitsplatte
weist zur sichtbaren Oberseite hin eine schichtfreie Werkstoffplatte
auf. Der wandseitige Rand der Arbeitsplatte weist für den Verbund
eine Nut auf, die im Nutquerschnitt einen Nutgrund, eine arbeitsplattenseitige
Nutvorderflanke und eine wandseitige Nuthinterflanke aufweist. In
der Nut ist die zu einer Feder mit Federvorder- und Federhinterflanke profilierte
Längskante
der Verblendplatte zumindest teilweise angeordnet. Der Querschnitt
der Nut oder der Feder ist in Bezug auf Vorder- und Hinterflanke asymmetrisch.
Dabei weisen Nut oder Feder steile Flanken und mindestens eine geneigte
Flanke auf.
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Dieser
Verbund hat den Vorteil, dass mit der erfindungsgemäßen Asymmetrie
von Nut oder Feder am Rand der Arbeitsplatte sichergestellt wird,
dass leichte Verbiegungen, Verwölbungen
oder Verwertungen in der Arbeitsplatte oder der Verblendplatte nicht
zu einem sichtbaren Spalt im Übergang
von der Verblendplatte zur Arbeitsplatte führen, zumal die Nut eine begrenzte
Toleranz in Bezug auf Verbiegungen, Verwölbungen oder Verwertungen in
der Arbeitsplatte zulässt.
Darüber
hinaus hat die Nut den Vorteil, dass für die Längskante der Verblendplatte eine
Führung
zwischen den Nutflanken besteht, in welche die als Feder ausgebildete
Längskante
der Verblendplatte auf voller Länge
hineingleiten kann, ohne dass Passstifte erforderlich werden. Dennoch ist
eine sichere Längsführung der
Längskante
durch die Nut gewährleistet.
Darüber
hinaus hat der asymmetrische Querschnitt von Nut oder Feder mit
einer geneigten Flanke den Vorteil, dass beim Zusammenbau des Verbundes
das Gewicht der Verblendplatte in Zusammenwirken mit der geneigten
Flanke eine spaltfreie Endposition der Verblendplatte in der arbeitsplattenseitigen
Nut automatisch ermöglicht.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung weist der Nutquerschnitt im Übergang von dem Nutgrund zu
den Nutflanken Rundungskehlen mit einem Rundungsradius rk ≤ 0,5
n mit n der Nutgrundbreite auf. Diese Rundungskehlen im Übergang
von den Nutflanken zum Nutgrund vermindern die Gefahr von Spannungsspitzen
im Übergang
von den Nutflanken zum Nutgrund, insbesondere beim Einlassen der
in die Nut für
den Verbund einzusetzenden Längskante
der Verblendplatte. Dabei kann die Verblendplatte das gleiche Material
wie die Arbeitsplatte aufweisen und aus einer schichtfreie Werkstoffplatte
vorzugsweise aus Mineralwerkstoff bestehen. Dabei kann die Verblendplatte
in ihrer Breite der Nutgrundbreite n entsprechen und eine preiswerte
Verblendplatte mit geringerer Plattenstärke aufweisen, deren Längskante
durch die Nut beim Einführen
geführt
wird und durch eine geneigte Nuthinterflanke zu einer steilen Nutvorderflanke
hin spaltfrei eingepasst sein kann.
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Dabei
wird beim Einführen
der Verblendplatte in die Nut der Arbeitsplatte zur Ausbildung eines Verbundes
die Verblendplatte durch die geneigte Nuthinterflanke in Richtung
auf die steile Nutvorderflanke gedrückt, so dass ein präziser Sitz
der Verblendplattenoberfläche
mit der Nutvorderflanke ausgebildet wird und selbst eine dünne Verblendplatte sich
weder verziehen noch verwölben
kann, da sie von der geneigten Nuthinterflanke auf die steile Nutvorderflanke
gepresst wird. Dazu weist die geneigte Nuthinterflanke ein Neigungsverhältnis gegenüber der
steilen vertikalen Flanke der Nut der Arbeitsplatte zwischen 1:20
bis 1:1, vorzugsweise zwischen 1:10 bis 1:3 auf. Die steile Nutvorderflanke
ist hingegen vertikal zur horizontalen Arbeitsplatte in den wandseitigen
Arbeitsplattenrand eingearbeitet.
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Die
Arbeitsplatte weist dazu vorzugsweise einen verstärkten wandseitigen
Hinterrand auf, in dem die Nut angeordnet ist. Dazu kann die Arbeitsplatte
einen thermoplastischen Werkstoff aufweisen und als verstärkten Hinterrand
und/oder als verblendenden Vorderrand eine abgebogene Kante aus
Arbeitsplattenmaterial aufweist. Dieses hat den Vorteil, dass ein
fugenfreier Verbund zur Verblendplatte am Übergang von der Arbeitsplattenebene
in vertikaler Richtung in Form einer Hohlkehle geschaffen wird. Zum
Anordnen der Verblendplatte zu einem Verbund mit der Arbeitsplatte
weist vorzugsweise der hochgezogene Rand die Nut auf, welche teilweise
in einen Wulst eingearbeitet sein kann.
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Außerdem kann
auf dem wandseitigen Rand der Arbeitsplatte zur Verstärkung ein
Wulst ausbildet sein, der einerseits die Nut trägt und andererseits zur Oberseite
der Arbeitsplatte hin eine Hohlkehle aufweist, wobei die Hohlkehle
bündig
an die Oberseite der Arbeitsplatte oder mit einem Absatz anschließt. Diese
Hohlkehle sorgt dafür,
dass Feuchtigkeiten auf der Arbeitsplattenoberfläche verbleiben und nicht die wandseitige
Hinterflanke der Arbeitsplatte erreichen. Das Aufbringen des Wulstes
kann dadurch erfolgen, dass ein Streifen einer gleichen schichtfreien
Werkstoffplatte, jedoch mit größerer Wandstärke als
die Arbeitsplatte mit dem wandseitigen Rand der Arbeitsplatte stoffschlüssig verbunden
wird.
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Diese
stoffschlüssige
Verbindung kann vorzugsweise mit einem Zweikomponenten Klebstoff
erreicht werden, der genauso transparent wie das Basismaterial Acryl
ist. Vor einem Durchführen
der stoffschlüssigen
Verbindung kann in die Arbeitsplatte am wandseitigen Rand ein Falz
eingearbeitet sein, der den Wulst mit Nut aufnimmt. Auch ist es
möglich
den Streifen aus Wulstmaterial stumpf auf den wandseitigen Rand
zu kleben. Schließlich
kann der Wulst im Überfang
von der Hohlkehle zu der Oberseite der Arbeitsplatte auch einen
Absatz aufweisen. Das Einbringen einer Hohlkehle als Übergang
von dem wandseitigen Rand der Arbeitsplatte mit Nut zur Frontansicht
der Verblendplatte kann nach dem stoffschlüssigen Verbinden des Streifens
für den
Wulst mit der Arbeitsplatte am wandseitigen Rand der Arbeitsplatte
erfolgen oder ein vollständig
vorbereiteter und profilierter Wulst mit Hohlkehle wird an dem wandseitigen
Rand der Arbeitsplatte angeordnet.
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Während die
Nut eine steile Flanke und eine geneigte Flanke aufweist, kann die
Feder parallele steile Flanken besitzen. Umgekehrt ist es aber auch möglich, dass
die Feder eine geneigte Flanke und eine steile Flanke aufweist,
während
die Nut der Arbeitsplatte zwei parallele steile Flanken besitzt.
Ferner können
anstelle der oben beschriebenen Nut der Arbeitsplatte mit einer
steilen Nutvorderflanke und einer geneigten Nuthinterflanke auch
Nuten in dem Wulst der Arbeitsplatte vorgesehen werden, die eine geneigte
Nutvorderflanke und eine steile Nuthinterflanke aufweisen. In diesem
Falle würde
ein sichtbarer Spalt zwischen der Oberseite der Verblendplatte und
der geneigten Wulstflanke beim Einsetzen der Verblendplatte mit
ihrer profilierten Längskante
in die Nut entstehen. Die Lösung
dieses Problems sieht vor, eine Federstruktur für die profilierte Längskante der
Verblendplatte in der Weise vorzusehen, dass ein Absatz am Übergang
von der Vorderseite der Verblendplatte zu der Feder vorhanden ist.
Dieser Absatz kann dann beim Einpassen der Verblendplatte in die
Nut der Arbeitsplatte durch Aufliegen auf einen vorderen Ansatz
des Wulstes den Längsspalt
abdecken.
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Die
Neigung der Flanke kann in einer bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung auch durch einen Neigungswinkel α definiert werden. Der größte Neigungswinkel α kann gemäß den o.
a. Neigungsverhältnissen
45° betragen.
Je größer der
Neigungswinkel α ist,
umso leichter ist die Montage der Verblendplatte direkt vor Ort,
da sie ohne großen
Aufwand in die Nut der Arbeitsplatte durch anfängliche Schrägstellung
und anschließende
Verbringung in die vertikale Endposition eingebracht werden kann, ohne
die Nut und die Feder zu überlasten.
Nach dem Einschwenken der Längskante
der Verblendplatte bzw. der Feder der Verblendplatte in die Nut
werden, wegen des Eigengewichts der senkrechten Verblendplatte in
der Nut der Arbeitsplatte, Arbeits- und Verblendplatte zu einem
kraftschlüssigen
Verbund vereinigt. Dabei gleitet die Verblendplatte mit ihrer profilierten
Längskante
in der asymmetrischen Nut entlang der geneigten Nutflanke und presst
kraftschlüssig
gegen die steile Nutflanke der Arbeitsplatte.
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In
einer weiteren Ausführungsform
der Erfindung kann die Verblendplatte an ihrer in der Nut sitzenden
profilierten Längskante
einen frontseitigen Absatz aufweisen, der sich auf einen frontseitigen Ansatz
der Arbeitsplatte derart abstützt,
dass der Verbund eine absatzfreie Frontansicht aufweist. Eine derartige
glatte Frontansicht ohne Absatz zwischen der Verblendplattenoberfläche und
dem Wulst mit seiner Hohlkehle wird angestrebt, so dass keine staubsammelnde
horizontale Fläche
zwischen Wulst und vertikaler Verblendplatte entsteht. Dieses hat den
Vorteil, dass ein pflegeleichter Verbund entsteht.
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Darüber hinaus
weist eine weitere Ausführungsform
des Verbundes eine Verblendplatte auf, die an ihrer in der Nut sitzenden
profilierten Längskante
einen frontseitigen Absatz aufweist, der über einen frontseitigen Ansatz
der Arbeitsplatte hinausragt und im Querschnitt eine Abtropfnase
bilden kann. Diese Ausführungsform
des Verbundes hat den Vorteil, dass Kondenswasser und Spritzwasser, wie
es in Duschen, Badezimmern oder Feuchtraumzellen auftritt, an dem
frontseitig angeordneten Absatz im Bereich der Abtropfnase abtropft
und nicht über
Kapillarkräfte
in den Auflagebereich zwischen der Verblendplatte und der Arbeitsplatte
eindringen kann.
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Während zum
wandseitigen Rand ein Wulst die Nut für den Verbund aufnimmt, kann
der Vorderrand eine Verblendung aufweisen. Diese Verblendung ist
von Vorteil, wenn die Arbeitsplatte durch eine entsprechende Unterstruktur
in ihrer Formstabilität gestützt werden
soll. Die Funktion der Verblendung soll einerseits ein Sichtschutz
einer Unterstruktur zur Stützung
der Arbeitsplatte bilden und andererseits die Formstabilität des Vorderrandes
der Arbeitsplatte sichern.
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Um
auch die Formstabilität
des wandseitigen Randes der Arbeitsplatte zu gewährleisten, weist der Verbund
eine Arbeitsplatte auf, die eine stützende Unterstruktur besitzt,
die mindestens einen umlaufenden Rahmen unter der Arbeitsplatte
bildet und den Hinterrand der Arbeitsplatte mit der Nut zur Aufnahme
der Last der vertikalen Verblendplatte verzugsfrei und verwindungsfrei
stützt.
Besonders bei Arbeitsplatten einer geringen Stärke, beispielsweise von unter
5 mm, sorgt die Unterstruktur für
eine Formstabilität,
die gewährleistet,
dass sich die Arbeitsplatte am wandseitigen Rand nicht verzieht
oder verwölbt
und damit den Sitz der Verblendplatte in dem Verbund aus Verblendplatte
und Arbeitsplatte gefährdet.
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Die
Unterstruktur soll nicht nur eine hohe Formstabilität aufweisen,
sondern soll zusätzlich
ein leichteres Anbringen der Arbeitsplatte auf Unterschränken oder
Untergestellen ermöglichen,
was besonders bei Arbeitsplatten aus Mineralwerkstoff ein Problem
darstellt, da Mineralwerkstoffplatten nicht einfach durch Holzschrauben
mit Unterschränken oder
Untergestellen verbindbar sind. Der Mineralwerkstoff ist kerbempfindlich
und kann beim Einbringen von Holz schrauben selbst in vorgebohrte
Blindlöcher
ausbrechen oder beschädigt
werden. Darüber hinaus
muss sichergestellt werden, dass sich die stützende Unterstruktur nicht
durch Aufnahme von Feuchtigkeit unverhältnismäßig stark ausdehnt und eine
Verwölbung
der Arbeitsplatte verursacht.
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Zur
Formstabilisierung des Verbundes weist die Arbeitsplatte vorzugsweise
als stützende
Unterstruktur eine Schichtstoffverbundplatte auf, die eine wasserfeste
Schichtstoffseite und einen wasserfesten postforming-beschichteten
Vorderrand aus Schichtstoff aufweist. Die Schichtstoffverbundplatte ist
als Unterstruktur derart angeordnet, dass die wasserfeste Schichtstoffseite
der Schichtstoffverbundplatte die Unterseite der Unterstruktur bildet
und der postforming-beschichtete
Vorderrand der Schichtstoffverbundplatte zu dem Vorderrand der Arbeitsplatte
ausgerichtet ist. Durch die am Vorderrand angeordnete Verblendung
ist die Unterstruktur nicht ohne weiteres sichtbar.
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Der
Vorteil einer derartigen Schichtstoffverbundplatte ist, dass sie
selbsttragend und formstabil bleibt, solange sie keine Feuchtigkeit
aufnimmt. Aufgrund der hohen Formstabilität einer derartigen Schichtstoffverbundplatte
kann auf eine Verklebung oder Fixierung mit dem Verbund aus Verblendplatte und
Arbeitsplatte weitgehend verzichtet werden, so dass keinerlei Verspannungen
bei Temperaturunterschieden zwischen den Materialien des Verbundes und
der Schichtstoffverbundplatte auftreten. Während der thermische Ausdehnungskoeffizient
einer Arbeitsplatte aus Mineralwerkstoff bei etwa 3·10–5°C–1 bis
6·10–5°C–1 liegt,
ist der thermische Ausdehnungskoeffizient einer Schichtstoffverbundplatte
aus Spanplattenwerkstoff mit einer Schichtstoffoberseite mit etwa
1·10–5°C–1 bis
2·10–5°C–1 deutlich
geringer.
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Von
Vorteil ist es hingegen, wenn die Arbeitsplatte mit der Unterstruktur
eine thermostabilisierte Verbundplatte bildet wie in den weiteren
Ausführungsformen
der Erfindung. Dazu weist die Unterstruktur an die Arbeitsplatte
angepasste thermische Eigenschaften auf. In diesem Fall kann es
bereits von Vorteil sein, dass die Unterstruktur lediglich in Form eines
Rahmens den wandseitigen Rand und den Vorderrand der Arbeitsplatte
stützt.
Vorzugsweise weist dazu die Unterstruktur ein Hohlprofil auf.
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Dieses
Hohlprofil kann aus einer Aluminiumlegierung hergestellt sein. Weitere
Materialien für
die Unterstruktur, die einen nahezu übereinstimmenden thermischen
Ausdehnungskoeffizienten mit der Arbeitsplatte aus einem Mineralstoff
aufweisen, sind Unterstrukturen aus einem Hart-PVC (Polyvenylchlorid)
mit etwa 5·10–5°C–1,
aus einem mit Holzmehl verfüllten
Bakelit mit etwa 5·10–5 pro°C oder aus
einer geschäumten
Kunststoffmasse. Eine derartige Unterstruktur hat den Vorteil, dass
sie unmittelbar auf die Unterseite der Arbeitsplatte geklebt werden
kann und damit die Formstabilität
des Verbundes aus Arbeitsplatte und Verblendplatte im Bereich des
wandseitigen Randes der Arbeitsplatte sichern kann, weil thermische
Verspannungen vermindert sind.
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Wenn
sich der thermische Ausdehnungskoeffizient nur geringfügig vom
thermischen Ausdehnungskoeffizienten der Unterstruktur unterscheidet, wie
beispielsweise bei einer Aluminiumlegierung, so kann die Unterstruktur
mit der Arbeitsplatte über
eine Schicht aus elastomerem Material stoffschlüssig verbunden sein. Dieses
elastomere Material sorgt dafür, dass
Thermospannungen zwischen Arbeitsplatte und Unterstruktur ohne die
Gefahr einer Durchbiegung der Arbeitsplatte ausgeglichen werden.
Eine derartige ausgeglichene Verbindung zwischen Arbeitsplatte und
Unterstruktur kann auch über
Klettstreifenfixierungen herbeigeführt werden. Eine derartige
Klettstreifenverbindung kann damit zum Abbau von Thermospannungen
beitragen, selbst wenn als Arbeitsplatte eine Mineralstoffplatte
und als Stützstruktur eine
Schichtstoffverbundplatte mit erheblichem Unterschied im thermischen
Ausdehnungskoeffizienten vorgesehen wird.
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Weiterhin
ist es möglich,
dass die Unterstruktur eine Anisotropie in Bezug auf ihre Formstabilität aufweist,
wobei eine größere Formstabilität orthogonal
zur Arbeitsplattenunterseite vorliegt als in der Arbeitsplattenebene.
Diese Anisotropie der Formstabilität kann auch durch Gestaltung
der Unterstruktur gestützt
werden, indem beispielsweise die Unterstruktur eine Wabenstruktur
aufweist, die eine hohe Formstabilität orthogonal zur Arbeitsplatte
ausbildet und in der Arbeitsplattenebene eine hohe Nachgiebigkeit
besitzt.
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Ohne
die Formstabilität
der Arbeitsplatte zu schwächen,
können
in die Arbeitsplatte Muster von Aussparungen eingebracht sein, wobei
in die Aussparungen hitzebeständige
Abstandshalter einlegbar sind. Die Aussparungen sind derart an die
hitzebeständigen
Abstandshalter angepasst, dass die Abstandshalter über die
Oberseite der Arbeitsplatte hinausragen und ein Muster bilden, das
beispielsweise einem erhitzten Boden eines Behälters angepasst ist, so dass
derartige Behälter
auf den Abstandshaltern abgestellt werden können, ohne die Formstabilität des Verbundes
aus Arbeitsplatte und Verblendplatte zu gefährden oder die Oberseite der
Arbeitsplatte zu beschädigen.
Dabei bilden die hitzebeständigen
Abstandshalter ein Luftpolster mit einer Dicke h zwischen der Unterseite
eines erhitzten Bodens eines Behälters
und der Oberseite der Arbeitsplatte aus. Anstelle von Kugeln an
diskreten runden Aussparungen kann auch ein Muster für hitzebeständige Stäbe in die
Arbeitsplatte eingelassen werden, ohne die Formstabilität der Arbeitsplatte
zu beeinträchtigen. Die
hitzebeständigen
Stäbe sorgen
ebenfalls dafür, dass
ein Abstand zwischen einem heißen
Boden eines Behälters
und der Oberseite der Arbeitsplatte gewährleistet bleibt, so dass keine
Verwölbung
der Arbeitsplatte und damit ein Spalt in dem Verbund von Arbeitsplatte
und Verblendplatte auftritt.
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Die
Erfindung wird nun anhand der beigefügten Figuren näher erläutert.
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1 zeigt
einen schematischen Querschnitt eines Teilbereichs einer Arbeitsplatte
mit einer Nut einer ersten Ausführungsform
für einen
Verbund mit einer Verblendplatte;
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2 zeigt
einen schematischen Querschnitt eines Teilbereichs einer Arbeitsplatte
mit einer Nut einer zweiten Ausführungsform
für einen
Verbund mit einer Verblendplatte;
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3 zeigt
einen schematischen Querschnitt eines Teilbereichs einer Verblendplatte
mit einer profilierten Längskante
einer ersten Ausführungsform
für einen
Verbund mit einer Arbeitsplatte;
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4 zeigt
einen schematischen Querschnitt eines Teilbereichs einer Verblendplatte
mit einer profilierten Längskante
einer zweiten Ausführungsform
für einen
Verbund mit einer Arbeitsplatte;
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5 zeigt
einen schematischen Querschnitt durch einen Verbund gemäß einer
Ausführungsform
der Erfindung;
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6 zeigt
einen schematischen Querschnitt durch einen Verbund gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der Erfindung;
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7 zeigt
einen schematischen Querschnitt durch einen Verbund gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der Erfindung;
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8 zeigt
einen schematischen Querschnitt durch einen Verbund gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der Erfindung;
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9 zeigt
einen schematischen Querschnitt eines Teilbereichs einer Arbeitsplatte
mit einer Nut einer dritten Ausführungsform
für einen
Verbund mit einer Verblendplatte;
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10 zeigt
einen schematischen Querschnitt eines Teilbereichs einer Verblendplatte
mit einer profilierten Längskante
einer dritten Ausführungsform
für einen
Verbund mit einer Arbeitsplatte;
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11 zeigt
einen schematischen Querschnitt eines Teilbereichs einer Verblendplatte
mit einer profilierten Längskante
einer vierten Ausführungsform
für einen
Verbund mit einer Arbeitsplatte;
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12 zeigt
einen schematischen Querschnitt durch einen Verbund gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der Erfindung;
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13 zeigt
einen schematischen Querschnitt durch einen Verbund ohne eine Unterstruktur der
Formstabilität
des Verbundes;
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14 zeigt
einen schematischen Querschnitt durch einen Verbund einer weiteren
Ausführungsform
der Erfindung;
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15 zeigt
einen schematischen Querschnitt durch einen Teilbereich der Ausführungsform gemäß 14;
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16 zeigt
einen schematischen Querschnitt durch einen Teilbereich des Vordrrandes
mit einem zusätzlichen
Dichtelement;
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17 zeigt
einen schematischen Querschnitt durch einen Verbund gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der Erfindung;
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18 zeigt
einen schematischen Querschnitt durch einen Verbund gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der Erfindung;
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19 zeigt
einen schematischen Querschnitt durch einen Verbund gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der Erfindung;
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20 zeigt
einen schematischen Querschnitt durch einen Verbund gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der Erfindung;
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21 zeigt
einen schematischen Querschnitt durch einen Verbund gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der Erfindung;
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22 zeigt
einen schematischen Querschnitt durch einen Verbund gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der Erfindung.
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1 zeigt
einen schematischen Querschnitt eines Teilbereichs einer Arbeitsplatte 2 mit
einer Nut 8 einer ersten Ausführungsform für einen Verbund 101 und 103 mit
einer Verblendplatte 3 wie er in den 5 und 7 gezeigt
wird. Für
einen derartigen Verbund ist die Arbeitsplatte 2 aus einem Werkstoff
mit schichtfreier Oberseite 6 an ihrem wandseitigen Rand 5 mit
einem Wulst 21 versehen, in den eine Nut 8 eingearbeitet
ist. Diese Nut 8 erstreckt sich mindestens auf der Länge der
für den Verbund
einzubringenden horizontalen Längs kante einer
hier nicht gezeigten vertikalen Verblendplatte, welche eine Wandseite
des Raumes abdecken und eine dekorative Oberseitenfläche zur
Arbeitsplatte hin aufweisen soll.
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Der
Verbund soll möglichst
einen abstands- und spaltfreien Übergang
von der Verblendplatte zur horizontalen Arbeitsplatte 2 bilden.
Zur Aufnahme einer profilierten Längskante der Verblendplatte
in einen derartigen präzisen
Verbund zwischen horizontaler Arbeitsplatte 2 und nicht
gezeigter Verblendplatte weist die Arbeitsplatte 2 eine
Nut 8 mit einem asymmetrischen Nutquerschnitt auf. Dieser
Nutquerschnitt weist einen Nutgrund 9 und eine steile Flanke 16 als
Nutvorderflanke 10 und eine geneigte Flanke 17 als
Nuthinterflanke 11 auf, die einander gegenüberstehen.
Diese Asymmetrie des Nutquerschnitts ermöglicht eine bisher nicht erreichte
Präzision
und Zuverlässigkeit
eines Verbundes zwischen der horizontalen Arbeitsplatte 2 und
der vertikalen Verblendplatte, die einen spritzwasserfesten, formstabilen
und kontaminationsgeschützten
Verbund aufweist.
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Die
geneigte Flanke 17 als Nuthinterflanke 11 weist
einen Neigungswinkel α mit
einem Neigungsverhältnis
1:20 bis 1:1 vorzugsweise 1:10 bis 1:3 auf, der damit kleiner gleich
45° ist.
Diese geneigte Flanke sorgt dafür,
dass beim Einbringen der profilierten Längskante der Verblendplatte
die Verblendplatte präzise
gegen die steile Flanke 16 der Nutvorderflanke 10 gepresst
wird. Dabei kann über
den Neigungswinkel α die
Anpresskraft der profilierten Längskante
der Verblendplatte eingestellt und an die Eigenschaften des Werkstoffes
der Verblendplatte angepasst sein. Je kleiner der Neigungswinkel α ist, umso
mehr verringert sich dieser Anpressdruck. In jedem Fall liegt die
profilierte Längskante
eng an der steilen Flanke 16 der Nut 8 an. Die
geneigte Flanke 17 sorgt somit dafür, dass die profilierte Längskante der
Verblendplatte und die Verblendplatte selbst sich weder wölben noch
verziehen können,
da die profilierte Längskante
der Verblendplatte formstabil in dem asymmetrischen Querschnitt
der Nut auf der gesamten Länge
der Längskante
an die steile Nutflanke eingepresst ist.
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Um
Kerbwirkungen im Nutgrund zu vermeiden, ist der Übergang von dem Nutgrund zu
den Nutflanken mit Rundungskehlen versehen, die einen Rundungs radius
rk ≤ 0,5
n mit der Nutgrundbreite n aufweisen. In dieser Ausführungsform
der Nut 8 haben die Rundungskehlen einen Rundungsradius
rk ≈ 0,2
n. Da die schichtfreie Werkstoffplatte 7 eine Dicke d aufweist,
die nicht ausreicht, um von der Oberseite 6 aus eine Nut 8 in
der hier gezeigten Größenordnung
einzubringen, ist in dieser Ausführungsform
der Erfindung auf dem wandseitigen Rand 5 der Arbeitsplatte 2 ein
Wulst 21 aufgebracht, der eine stoffschlüssige Verbindung
mit dem Material der Arbeitsplatte 2 eingeht, wobei in
diesem Fall sowohl für
den Wulst 21 als auch für
die Arbeitsplatte 2 der gleiche Werkstoff eingesetzt ist.
Um eine stoffschlüssige
Verklebung zwischen dem Wulst 21 und der Arbeitsblatte 2 zu
gewährleisten,
ist ein Falz 48 in die Arbeitsplatte 2 im wandseitigen
Rand 5 eingearbeitet, der den Wulst 21 aufnimmt.
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Dazu
kann ein Streifen mit einer größeren Plattendicke
gleichen Werkstoffs wie die Arbeitsplatte abgesägt und profiliert werden und
unter Temperatur und Druck mit dem Falz 48 der Oberseite 2 stoffschlüssige verbunden
werden. Dieser Wulst 21 ermöglicht auch den Übergang
von der horizontalen Arbeitsplatte 2 in die vertikale Frontansicht 24 mit
Hilfe einer Hohlkehle 22. Eine derartige Hohlkehle 22 verbessert
nicht nur den optischen Eindruck, sondern dient gleichzeitig als
Schutz des Verbundes zwischen vertikaler Verblendplatte und horizontaler
Arbeitsplatte vor Spritzwasser, Staubansammlungen und Kontaminationen
im Bereich des Verbundes und insbesondere im Bereich der asymmetrischen
Nut 8.
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2 zeigt
einen schematischen Querschnitt eines Teilbereichs einer Arbeitsplatte 2 mit
einer Nut 8 einer zweiten Ausführungsform für einen Verbund 102 und 104 mit
einer Verblendplatte 3, wie er in 6 bzw. in 8 gezeigt
wird. Komponenten mit gleichen Funktionen wie in 1 werden
in den nachfolgenden Figuren mit gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet
und nicht extra erörtert.
In dieser zweiten Ausführungsform
einer asymmetrischen Nut 8 weist die wandseitige Nuthinterflanke 11 eine
steile Flanke 16 und die Nutvorderseite 10 eine
geneigte Flanke 17 auf. Diese Ausbildung der Nut hat zur
Folge, dass die profilierte Längskante
der Verblendplatte gegen die Nuthinterflanke beim Einsetzen der
Verblendplatte gepresst wird und ein sichtbarer Spalt entlang der
Nut 8 sichtbar würde.
Aus diesem Grund ist es vorgesehen, dass die profilierte Längskante
der Verblendplatte, wie es nachfolgende Figuren zeigen, einen Absatz
aufweist, der mit einem Ansatz 23 des Wulstes 21 der
Arbeitsplatte 2 in der Weise zusammenwirkt, dass zum einen
dieser Spalt abgedeckt wird und zum andern das Gewicht der Verblendplatte teilweise
von dem Ansatz 23 des Wulstes 21 aufgenommen werden
kann. Dazu ist der Wulst 21 stumpf auf die Oberseite 6 der
Arbeitsplatte 2 aufgeklebt und weist im Übergang
zu der Oberseite 6 der Arbeitsplatte 2 einen Absatz 49 auf.
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Der
Vorteil der asymmetrischen Nut ist es, dass die Montage der Verblendplatte
und damit die Herstellung des Verbundes zwischen einer horizontalen
Arbeitsplatte 2 und einer hier noch nicht gezeigten vertikalen
Verblendplatte dadurch erleichtert wird, dass die Verblendplatte
zunächst
in einem angekippten Zustand auf den Wulst aufgesetzt werden kann und
anschließend
beim Kippen in die vertikale Stellung, aufgrund der geneigten Nutvorderflanke 10 bruchfrei
in die asymmetrische Nut 8 gleiten kann. Diese Endmontage
des Verbundes wird auch dadurch unterstützt, dass die Nutoberkanten 44 einen abgerundeten
Grad 45 mit dem Radius rg aufweisen, der
in seiner Größenordnung
den Rundungskehlen 15 mit ihrem Rundungsradius rk entspricht, wobei rg größer oder
gleich rk ist.
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3 zeigt
einen schematischen Querschnitt eines Teilbereichs einer Verblendplatte 3 mit einer
profilierten Längskante 4 einer
ersten Ausführungsform
für einen
Verbund 101 und 102 mit einer Arbeitsplatte 2,
wie er in den 5 bzw. 6 gezeigt
wird.
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Die
in 3 gezeigte Verblendplatte 3 weist eine
Frontansicht 24 auf, die in ihrer Struktur und ihrem Dekor
der Oberseite der Arbeitsplatte angepasst sein kann. Dabei kann
die Verblendplatte 3 aus dem gleichen Material hergestellt
sein wie die Arbeitsplatte 2. Andererseits ist es auch
möglich,
für die
Verblendplatte 3 ein leichteres Material einzusetzen, um das
Gewicht der Verblendplatte 3 gering zu halten. Die Verblendplatte 3 weist
eine profilierte Längskante 4 auf,
die hier als Feder mit parallelen steilen Flanken 16 ausgebildet
ist und mit einer Federbreite f an die Nutgrundbreite der asymmetrischen
Nut, wie es in 1 und 2 gezeigt
wird, angepasst ist.
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Dabei
weisen die Kanten 44 einen abgerundeten Grad 45 mit
einem Rundungsradius rf auf, wobei dieser
Rundungsradius rf größer oder gleich dem Rundungsradius
rk der Hohlkehlen am Nutgrund 9 der
asymmetrischen Nut 8 ist, wie es in 1 und 2 gezeigt
wird. Dieses Größenverhältnis rf/rk ≥ 1 stellt
sicher, dass der abgerundete Grad 45 der Feder 12 am
Nutgrund keine Verspannungen auslöst, solange diese Vorgabe eingehalten
wird. Vielmehr stützen
sich die Außenflächen der
Feder 12 auf den Innenflächen der Nut ab. Der Absatz 18 auf
der profilierten Längskante 4 der
Abblendplatte 3 hilft, beim Einsetzen der Verblendplatte
in die Nut 8, wie sie in den 1 und 2 gezeigt
wird, das Gewicht der Verblendplatte 3 aufzunehmen bzw.
die Verblendplatte 3 auf entsprechenden Ansätzen des
in 1 und 2 gezeigten Wulstes aufzustellen.
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4 zeigt
einen schematischen Querschnitt eines Teilbereichs einer Verblendplatte 3 mit einer
profilierten Längskante 4 einer
zweiten Ausführungsform
für einen
Verbund 103 mit einer Arbeitsplatte 2, wie er
in 7 gezeigt wird. Dazu ist die profilierte Längskante 4 der
Verblendplatte 3 zu einer Feder 12 mit steilen
Flanken 16 ausgearbeitet, wobei die Breite f der Feder 12 der
Nutbreite der Nut gemäß 1 und 2 entspricht.
Der Unterschied dieser Verblendplatte 3 der 4 gegenüber der
Verblendplatte 3 gemäß 3 besteht
darin, dass jeweils ein Absatz 18 bzw. 19 beidseitig
der Feder 12 vorgesehen ist, wobei der Absatz 19 so
gestaltet ist, dass er mindestens mit seiner Frontansicht 24 und
mit der Frontansicht 24 des Wulstes 21 der Arbeitsplatte 2, wie
in 1 oder 2 gezeigt, einen stufenlosen Übergang
der Frontansichten 24 ermöglicht oder mit der Frontansicht 24 der
Verblendplatte 3 über
die Frontansicht des Wulstes der Arbeitsplatte hinausragt, wie es
nachfolgend näher
beschrieben wird.
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5 zeigt
einen schematischen Querschnitt durch einen Verbund 101 einer
Ausführungsform
der Erfindung. Für
diesen Verbund 101 ist eine Verblendplatte 3 mit
ihrer zu einer Feder 12 ausgebildeten Längskante 4 wie in 3 gezeigt
in eine Nut 8, wie sie auch in 1 gezeigt
wird, eines Wulstes 21 am wandseitigen Rand 5 einer
Arbeitsplatte 2 eingelassen. Aufgrund der besonderen erfindungsgemäßen Merkmale
der asymmetrischen Nut 8 des Wulstes 21 liegt die
Verblendplatte 3 mit ihrer Frontseite 24 eng an
der Nutvorderflanke 10 an und wird durch die geneigte Nuthinterflanke 11 der
asymmetrischen Nut 8 an diese steile Flanke 16 gepresst.
Dabei ist die Federbreite f an die Nutbreite n angepasst, wobei
durch einen wandseitigen Absatz 18 der profilierten Längskante 4 der
Verblendplatte 3 dafür
gesorgt wird, dass das Gewicht der Verblendplatte 3 nicht
das Material des Wulstes 21 auf Zugspannungen belastet,
sondern dass sich das Gewicht der Verblendplatte 3 auf
einem wandseitigen Ansatz 23 des Wulstes 21 abstützt. Damit
wird gleichzeitig der Sprödigkeit
der hier einsetzbaren Werkstoffe Rechnung getragen, so dass ein
derartiger Verbund vorzugsweise für den Verbund zwischen Mineralstoffplatten einsetzbar
ist.
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6 zeigt
einen schematischen Querschnitt durch einen Verbund 102 gemäß einer
zweiten Ausführungsform
der Erfindung. Bei diesem Verbund weist die profilierte Längskante
der Verblendplatte 3 keinen wandseitigen Absatz, sondern
einen frontseitigen Absatz 19 auf. Außerdem ist der Wulst 21 der
Arbeitsplatte 2 wie in 2 gezeigt
derart ausgebildet, dass die Nutvorderflanke 10 als geneigte Vorderflanke 17 ausgebildet
ist. Durch den Absatz 19 wird in dieser Ausführungsform
der Erfindung nicht nur das Gewicht der Verblendplatte 3 auf
einen frontseitigen Ansatz 23 des Wulstes 21 gelegt,
sondern gleichzeitig die Verblendplatte 3 mit ihrer Rückseite 46 gegen
die steile Flanke 16 an die Nuthinterflanke 11 gepresst.
Ein Spalt 47, der zwischen der Feder 12 und der
Nut 8 bei diesem Verbund 102 einer Ausführungsform
der Erfindung entsteht, wird durch den frontseitigen Absatz 19 der
Verblendplatte 3 abgedeckt. Darüber hinaus ist die Breite des
Absatzes 19 so auf den Ansatz 23 des Wulstes 21 abgestimmt, dass
eine absatzfreie relativ glatte Frontansicht 24 durch den
Wulst 21 und die Verblendplatte 3 gebildet wird.
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7 zeigt
einen schematischen Querschnitt durch einen Verbund 103 gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der Erfindung. Bei dieser Ausführungsform
der Erfindung ist die Breite des Wulstes 21 im Übergang
zur Verblendplatte 3 an die Materialstärke der Verblendplatte 3 angepasst
und die profilierte Längskante 4 der
Verblendplatte 3 weist eine zentrale Feder 12 mit
steilen Flanken, wie es in 4 gezeigt
wurde, auf. In diesem Fall kann sich die Verblendplatte 3 über einen
hinteren wandseitigen Absatz 18 auf dem Wulst 21 abstützen und
wird durch die asymmetrische Nut 8 unter Anpressen an die
Nutvorderflanke kraftschlüssig
und formschlüssig
mit der Arbeitsplatte 2 verbunden.
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In
dieser Ausführungsform
der Erfindung weist der Hinterrand 5 der Arbeitsplatte 2 eine
hochgebogene Kante 49 auf. Diese Kante 49 wird
aus dem thermoplastisch verformbaren Arbeitsplattenmaterial durch
thermisches Abkanten unter Ausbildung einer Hohlkehle 22 gebildet.
Zum Anordnen der Verblendplatte 3 zu einem Verbund 103 mit
der Arbeitsplatte 2 weist vorzugsweise der hochgebogene Kante 49 die
Nut 8 auf, sofern die Wandstärke des Arbeitsplattenmaterial
eine ausreichende Dicke aufweist. Vorzugsweise wird eine Arbeitsplattenmaterialstärke eingesetzt,
die lediglich einen vorderen Ansatz ausbildet. Ein Wulst 21 ist
in diesem Fall wie in 7 gezeigt an der hochgebogene
Kante 49 wandseitig mittels einer Klebstoffverbindung 52 stoffschlüssig fixiert.
In diesen Wulst 21 kann dann die Nut 8 eingearbeitet
sein oder auch teilweise wie 7 zeigt
in dem Arbeitsplattenmaterial vorgesehen werden. Dieses hat den
Vorteil, dass ein fugenfreier Verbund zur Verblendplatte am Übergang
von der Arbeitsplattenebene in vertikaler Richtung in Form einer
Hohlkehle geschaffen wird.
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8 zeigt
einen schematischen Querschnitt durch einen Verbund 104 gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der Erfindung. In dieser Ausführungsform
der Erfindung ist die asymmetrische Nut 8 in dem Wulst 21 derart
ausgebildet, wie sie in 2 gezeigt wird. In diese Nut 8 greift
eine Feder 12 ein, die zu einer Verblendplatte 3 gehört. Ein
frontseitiger Absatz 19 ist so ausgebildet, dass er über einen die
Verblendplatte 3 tragenden Ansatz 23 des Wulstes 21 hinausragt
und eine Abtropfnase 25 bildet. Damit wird der Spalt 47 vor
Eindringen von Spritzwasser oder Kondenswasser, das sich an der
Frontseite 24 der Verblendplatte 3 bildet, geschützt. Die
Wirkung und Arbeitsweise der Tropfnase 25 kann dadurch verstärkt werden,
dass ein entsprechendes Querschnittsprofil für die Tropfnase an die Verblendplatte im
Bereich der profilierten Längskante
angefräst wird.
Darüber
hinaus ist es möglich,
dass der frontseitige Absatz 19 einen Neigungswinkel β, wie in 8 gezeigt,
in Richtung auf die Tropfnase 25 aufweist.
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9 zeigt
einen schematischen Querschnitt eines Teilbereichs einer Arbeitsplatte 2 mit
einer Nut 8 einer dritten Ausführungsform für einen Verbund
mit einer profilierten Längskante 4 einer
Verblendplatte 3, wie es die 10 und 11 zeigen. Die
Nut 8 in dieser Ausführungsform
zeigt keine geneigte Nutflanke, vielmehr sind die Nutvorderflanke 10 und
die Nuthinterflanke 11 nahezu parallel ausgerichtet und
bilden steile Nutflanken 16. Die Arbeitsplatte 6 ist
in dieser Ausführungsform
der Erfindung mit einer größeren Wandstärke versehen,
was sicherstellt, dass die Arbeitsplatte 2 im Bereich des Wulstes
selbsttragend ist und formstabil bleibt. Diese Nut 8 kann
einen erfindungsgemäßen Verbund
mit entsprechend profilierten Längskanten
der nachfolgenden Verblendplatten bilden.
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10 zeigt
einen schematischen Querschnitt eines Teilbereichs einer Verblendplatte 3 mit einer
profilierten Längskante 4 einer
dritten Ausführungsform
für einen
Verbund mit einer Arbeitsplatte 2. Die in 10 gezeigte
Verblendplatte 3 unterscheidet sich im Bereich der profilierten
Längskante 4 von der
Verblendplatte 3 gemäß 3 dadurch,
dass die Feder 12 im Bereich der profilierten Längskante 4 eine
Federvorderflanke 13 aufweist, die praktisch eine Verlängerung
der Frontansicht 24 der Verblendplatte 3 darstellt,
und eine Federhinterflanke 14, die eine geneigte Flanke
mit einem Neigungswinkel α bildet.
Eine derartige Feder mit einem asymmetrischen Querschnitt bildet
einen präzisen
und frontseitig spaltfreien Verbund mit einer Nut 9 mit
symmetrischem Querschnitt gemäß 9.
Dabei dient die geneigte Hinterflanke 14 der Feder 12 dazu,
die Frontansicht 24 eng gegen eine entsprechende frontseitige
Nutflanke zu pressen. Die Größenordnungen
des Neigungswinkels α liegen
in den bereits oben für
eine asymmetrische Nut aufgeführten
Werten.
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11 zeigt
einen schematischen Querschnitt eines Teilbereichs einer Verblendplatte 3 mit einer
profilierten Längskante 4 einer
vierten Ausführungsform
für einen
Verbund 105 mit einer Arbeitsplatte 2, wie ihn 12 zeigt.
Die Verblendplatte 3 unterscheidet sich von der in 4 gezeigten
Verblendplatte dadurch, dass eine zentrale Feder 12 im Bereich
der profilierten Längskante 4 nicht
symmetrisch wie in 4 ausgebildet ist, sondern eine Asymmetrie
besitzt, wobei wie in 10 die Federhinterflanke 14 als
geneigte Flanke 17 ausgebildet ist, während die Federvorderflanke 13 als
steile Federflanke 16 vorbereitet wurde. In diesem Fall
entspricht die Breite der Verblendplatte 3 dem Wulst einer
Arbeitsplatte 2, so dass ein absatzfreier Übergang
auf den Frontansichten 24 zwischen Verblendplatte 3 und
Wulst 21 der Arbeitsplatte 2 vorhanden ist. Durch
die geneigte Federhinterflanke 14, die mit einer steilen
Nuthinterflanke zusammenwirkt, wird erreicht, dass eine präzise Anordnung
der Verblendplatte 3 in dem Wulst einer Arbeitsplatte möglich wird.
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Ein
derartiger präziser
absatzfreier Übergang
der Frontansichten 24 mit einer asymmetrischen Feder der
Verblendplatte 3 an der profilierten Längskante 4 wird mit 12 gezeigt.
Dabei entspricht die Breite des frontseitigen Absatzes 19 der Verblendplatte 3 dem
Ansatz 23 des Wulstes 21, auf dem die Verblendplatte 3 sich
nach dem Einführen
in die Nut 8 abstützt.
In diesem Fall können
Verblendplatten mit einer Abtropfnase oder auch Verblendplatten,
die neben einer asymmetrischen Feder auch einen asymmetrischen Aufbau
aufweisen, indem nur einseitig entweder ein randseitiger Absatz 18 oder ein
frontseitiger Absatz 19 für die Verblendplatte 3 vorgesehen
werden, den Verbund 105 bilden.
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Trotz
der Möglichkeit,
einen präzisen
erfindungsgemäßen Verbund
im Querschnitt zu erreichen, kann dennoch eine Verwölbung oder
ein Verzug der Arbeitsplatte 2 auftreten, insbesondere
dann, wenn die Stärke
der Arbeitsplatte 2 minimiert wird. Da mit der Dicke der
Arbeitsplatte 2 die Kosten dieser Verbundlösung zunehmen,
wird versucht, die Stärke bzw.
Dicke der Arbeitsplatten 2 des teuren schichtfreien Werkstoffs
der Arbeitsplatte 2 so gering wie möglich zu halten.
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13 zeigt
einen schematischen Querschnitt durch einen Verbund 106 ohne
eine Unterstruktur zur Stützung
der Formstabilität
des Verbundes 106. Da die hier gezeigte Arbeitsplatte 2 eine
geringe Dicke aufweist, können
sich Verwölbungen
auf die Länge
der Arbeitsplatte 2 derart auswirken, dass ein Längsspalt 47 auf
der profilierten Längskante 4 der
Verblendplatte 3 auftritt, der unerwünscht ist. Dabei ist es durchaus
auch möglich,
dass selbst bei einer Stützung
der Arbeitsplatte 2 mit Hilfe einer Unterstruktur derartige
Spalte 47 auftreten, wenn sich der Ausdehnungskoeffizient
zwischen Arbeitsplatte 2 und der hier nicht gezeigten Unterstruktur
unterscheiden. Auch besteht die Gefahr einer derartigen Verwölbung, wenn
eine wasserfeste Arbeitsplatte 2 mit einer Unterstruktur
verbunden wird, die Wasser aufnehmen kann und sich aufgrund der
Wasseraufnahme verzieht. Auch in diesem Fall können unerwünschte Spalte 47 im
Verbund 106 zwischen vertikaler Verblendplatte 3 und
horizontaler Arbeitsplatte 2 entstehen.
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Ein
weiterer Nachteil bei dickeren Arbeitsplatten 2, die selbsttragend
und formstabil sind, besteht darin, dass das schichtstofffreie Material
eines Mineralwerkstoffs nicht geeignet ist, um Holzschrauben zur
Befestigung der Arbeitsplatte auf Untergestellen oder Unterschränken zu
ermöglichen,
da diese Holzschraubengewinde selbst bei einer Vorbohrung in der
Mineralstoffplatte ein Ausbrechen des kerbempfindlichen spröden Werkstoffs
durch die einschneidenden Windungen verursacht. Deshalb ist es wünschenswert,
einerseits zur Formstabilisierung des Verbundes die Arbeitsplatte
mit einer Unterstruktur zu versehen, darüber hinaus die thermischen
Eigenschaften der Unterstruktur den thermischen Anforderungen der
Arbeitsplatte anzupassen oder entsprechende Ausgleichsschichten
zwischen Arbeitsplatte und Unterstruktur vorzusehen. Schließlich soll eine
einfache preiswerte Befestigungsmöglichkeit zwischen der Unterstruktur
der Arbeitsplatte und Unterschränken
bzw. Untergestellen ermöglicht
werden.
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14 zeigt
dazu einen schematischen Querschnitt eines Verbundes 107 einer
weiteren Ausführungsform
der Erfindung. Dabei ist auf der Unterseite 36 der Arbeitsplatte 2 eine
stützende
Unterstruktur 26 mit einer Schichtstoffverbundplatte 28 angeordnet,
die eine wasserfeste Schichtstoffseite 29 und einen wasserfesten
postforming-beschichteten Vorderrand 30 aus Schichtstoff 31 aufweist.
Da derartige Schichtstoffverbundplatten 28 Feuchtigkeit aufnehmen
können
und damit die Gefahr besteht, dass sich ein hier nicht gezeigter
Spalt in dem Verbund 107 ausbildet, wird die wasserfeste
Schichtstoffseite 29 der Schichtstoffverbundplatte 28 als
Unterseite 32 der Unterstruktur 26 eingesetzt.
Der postforming-beschichtete Vorderrand 30 der Schichtstoffverbundplatte 28 ist
dabei zum Vorderrand 20 der Arbeitsplatte 2 ausgerichtet.
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Der
Vorderrand 20 der Arbeitsplatte 2 ist stoffschlüssig mit
der Arbeitsplatte 2 verbunden und kann aus einem Streifen
einer entsprechenden beschichtungsfreien Werkstoffplatte hergestellt
sein. Die im Prinzip umgekehrte Montage der Schichtstoffverbundplatte 28 mit
ihrer Schichtstoffseite 29 nach unten hat den Vorteil,
dass diese Schichtstoffverbundplatte 28 vor Aufnahme von
Feuchtigkeit geschützt
bleibt. Darüber
hinaus besteht der Vorteil, dass die Befestigung, die notwendigerweise
zur Anordnung des Verbundes 107 auf einem Untergestell oder
auf einem Unterschrank erforderlich wird, nun ohne großen Aufwand
mittels Holzschrauben durchgeführt
werden kann.
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Um
den Anblick der Arbeitsplatte 2 als Vollstoffarbeitsplatte
zu imitieren, ist der Vorderrand 20 wie 15 zeigt
soweit heruntergezogen, dass er die Unterstruktur 26 des
Verbundes vollständig
abdeckt.
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Da
montagemäßig jedoch
ein Spalt zwischen dem postforming-beschichteten Vorderrand 30 aus
Schichtstoff 31 und dem Vorderrand 20 auftreten kann,
wird dieser Spalt vorzugsweise mit einem wie in 16 gezeigten
Dichtelement 43 abgedichtet, um ein Vollsetzen dieses Spaltes
mit Staubpartikeln, Fetten oder anderen Kontaminationen zu verhindern. Dazu
zeigen die 15 und 16 entsprechende Details
der Vorderkante 20 in Zusammenwirken mit der Schichtstoffplatte 28 und
ihrer Schichtstoffseite 29 sowie der Arbeitsplatte 2 mit
der Unterseite 36. Außerdem
zeigt 16 die bevorzugte Möglichkeit, den
Vorderrand 20 als thermoplastisch abgebogene Kante 50 der
Arbeitsplatte 2 aus thermoplastischem Kunststoff oder einem
Mineralwerkstoff zu gestalten.
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Die
Unterstruktur 26, wie sie 14 zeigt, kann
auf unterschiedliche Weise mit einer Unterseite 36 der
Arbeitsplatte 2 verbunden sein. Dazu zeigt 17 einen
schematischen Querschnitt durch einen Verbund 108 gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der Erfindung. Zum Ausgleich eines unterschiedlichen Ausdehnungskoeffizienten,
der beispielsweise für
eine Unterstruktur 26 aus einer Schichtstoffplatte bei
1·10–5°C–1 bis
2·10–5°C–1 besteht,
während
eine Mineralstoffplatte in Abhängigkeit
von dem Füllgrad
des Basisacryls mit Mineralpartikeln einen Ausdehnungskoeffizienten
zwischen 3·10–5°C–1 und
6·10–5°C–1 aufweist,
würden
sich erhebliche thermische Spannungen zwi schen der Unterstruktur 26 und
der Arbeitsplatte 2 ergeben, was die Ausbildung eines Spaltes
bei dem Verbund, wie es 13 zeigt,
verursachen könnte.
Diesem wirkt eine in 17 gezeigte nachgiebige Schicht 35,
vorzugsweise aus einem Elastomer entgegen, so dass sich die unterschiedlichen
Ausdehnungseigenschaften nicht in einer Verwölbung der Arbeitsplatte 2 auswirken.
Anstelle einer derartigen elastomeren stoffschlüssigen Verbindung zwischen
Unterstruktur 26 und der Unterseite 35 der Arbeitsplatte
kann auch eine nachgiebige Verbindung vorgesehen werden.
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18 zeigt
einen schematischen Querschnitt durch einen Verbund 109 gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der Erfindung. Dieser Verbund 109 wird dadurch von einer
Unterstruktur 26 gestützt und
formstabil gehalten, indem die Unterstruktur 26 trotz unterschiedlichem
Ausdehnungskoeffizienten über
eine Klettstreifenfixierung verfügt.
Eine derartige Ausführungsform
des Verbundes 109 liefert eine hohe Formstabilität aufgrund
der Dicke der Unterstruktur in vertikaler Richtung und eine hohe
Nachgiebigkeit entlang der Koordinaten der Arbeitsplattenebene aufgrund
der Klettstreifenfixierung. Somit wirken sich Unterschiede im Ausdehnungskoeffizienten
zwischen Arbeitsplatte 2 und Unterstruktur 26 auf den
Verbund 109 nicht negativ aus. Es wird vielmehr durch die
Unterstruktur 26 die Formstabilität des Verbundes 109 gestützt.
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19 zeigt
einen schematischen Querschnitt durch einen Verbund 110 einer
weiteren Ausführungsform
der Erfindung. Bei einer ausreichenden Dicke der Arbeitsplatte 2 im
Bereich von über
5 mm kann auf eine flächige
Stützung
wie in den vorhergehenden Ausführungsformen
verzichtet werden und lediglich ein Rahmen 27 als Unterstruktur 26 ausgebildet
sein, der unterhalb des Wulstes 21 fixiert ist, um eine
Formstabilität
des Verbundes 110 zu gewährleisten. Dazu kann der Rahmen
als Hohlprofil 34 ausgebildet sein und einen an den thermischen
Ausdehnungskoeffizienten des Materials der Arbeitsplatte 2 angepassten
Ausdehnungskoeffizienten aufweisen. Da der thermische Ausdehnungskoeffizient
von Aluminiumlegierungen fast doppelt so hoch ist wie der Ausdehnungskoeffizient
einer Schichtstoffverbundplatte, wie sie in den vorhergehenden Ausführungsbeispielen
eingesetzt wird, ist die Differenz des Ausdehnungskoeffizienten
einer Aluminiumlegierung und einer Mineralstoffplatte bereits der art
gering, dass auf eine Ausgleichsschicht zwischen der Unterstruktur
aus einem Aluminiumhohlprofilrahmen 27 und der Arbeitsplatte 2 aus
Mineralstoff verzichtet werden kann.
-
Wird
die Dicke der Arbeitsplatte 2 weiter verstärkt, so
dass sie praktisch selbsttragend ist, könnte auf eine Unterstruktur
verzichtet werden, jedoch sind derart dicke Werkstoffe zum einen
mit hohen Herstellungskosten verbunden und zum andern bleibt das Problem,
dass in eine derartige Arbeitsplatte 2 aus Mineralstoffen
einfache Holzschrauben nicht einschraubbar sind, ohne die Mineralstoffplatte
zu beschädigen,
was bei Aluminium mit einer entsprechenden Vorbohrung kein Problem
darstellt.
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Anstelle
des Aluminiums kann auch als Unterstruktur ein Rahmen aus einem
Hart-PVC (Polyvenylchlorid) Profil eingesetzt werden oder ein mit
Holzmehl verfülltes
Bakelit verwendet werden. Außerdem können geschäumte Kunststoffe
für die
Unterstruktur verwendet werden, wenn ihr Ausdehnungskoeffizient wie
bei Hart-PVC und bei Bakelit dem Ausdehnungskoeffizienten des Mineralwerkstoffs
der Arbeitsplatte 2 entspricht.
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20 zeigt
einen schematischen Querschnitt durch einen Verbund 111 gemäß einer
weiteren Ausführungsform
der Erfindung. Das Problem der Stützung der Formstabilität des Verbundes 111 wird
in dieser Ausführungsform
der Erfindung dadurch gelöst,
dass als Unterstruktur ein Werkstoff in Wabenstruktur eingesetzt
wird, der eine Anisotropie in seiner Nachgiebigkeit aufweist. So
ist die Nachgiebigkeit vertikal zur Arbeitsplattenoberfläche 6 deutlich
geringer als die Nachgiebigkeit in der Ebene der Unterseite 36 der
Arbeitsplatte 2 für
eine derartige Unterstruktur 26. In einem derartigen Fall
kann die Unterstruktur 26 den Verbund 111 stabil
halten oder stützen
und dennoch eine hohe Differenz zwischen dem thermischen Ausdehnungskoeffizienten
des Materials der Unterstruktur 26 wie beispielsweise einer
auf Zellstoff basierenden Unterstruktur 26 und dem Material
der Arbeitsplatte 2 ausgleichen.
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21 zeigt
einen schematischen Querschnitt durch einen Verbund 112 einer
weiteren Ausführungsform
der Erfindung. Der Unterschied zu den vorherge henden Figuren besteht
darin, dass die Arbeitsplatte 2 ein Muster 38 von
Aussparungen 39 aufweist, in denen Abstandshalter 40 in
Form von Kugeln 41 angeordnet werden können, um dadurch die Oberseite 6 der
Arbeitsplatte 2 vor hoher thermischer Ausdehnung zu schützen, da
sich ein Luftpolster der Dicke h bildet, wenn auf der Arbeitsplatte
der heiße Boden
eines Behälters
wie eines Kochtopfes abgestellt werden soll. Da die hitzebeständigen Kugeln 41 den
heißen
Boden nur in jeweils einem Punkt berühren, ist der Wärmeübergang
zu der Oberseite 6 der Arbeitsplatte 2 äußerst gering,
so dass die Arbeitsplatte sowohl vor Verwölbungen gegenüber der
Unterstruktur 26 als auch vor einem Verwölben des Wulstes 21 geschützt ist.
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22 zeigt
einen schematischen Querschnitt durch einen Verbund 113 einer
weiteren Ausführungsform
der Erfindung, wobei in diesem Fall die Arbeitsplatte 2 vor
starker Erwärmung,
und damit vor einer möglichen
Verwölbung
gegenüber
der Unterstruktur 26 sowie dem Wulst 21 des Verbundes 113, dadurch
geschützt
ist, dass für
heiße
abzustellende Behälter
ein Muster 38 aus länglichen
Aussparungen 39 vorgesehen ist, die eine Abstandshaltung
in Höhe h
ermöglichen,
wobei die Abstandshalter 40 stabförmige Elemente 42 bilden
und die Hitze eines Bodens eines beheizten Behälters nur über Berührungslinien auf die Arbeitsplatte 2 übertragen.
Dadurch wird die Arbeitsplatte 2 vor thermischer Ausdehnung
und der eventuell damit verbundenen Verwölbung und vor Verzugs gegenüber der
Unterstruktur 26 sowie gegenüber dem Wulst 21 des
Verbundes 113 geschützt.
-
- 1...
101 bis 113
- Verbund
(Ausführungsformen)
- 2
- Arbeitsplatte
- 3
- Verblendplatte
- 4
- Längskante
der Verblendplatte
- 5
- Rand
bzw. Hinterrand der Arbeitsplatte
- 6
- Oberseite
der Arbeitsplatte
- 7
- Werkstoffplatte
(schichtfreie Mineralstoffplatte)
- 8
- Nut
- 9
- Nutgrund
- 10
- Nutvorderflanke
(arbeitsplattenseitig)
- 11
- Nuthinterflanke
(wandseitig)
- 12
- Feder
- 13
- Federvorderflanke
- 14
- Federhinterflanke
- 15
- Rundungskehle
- 16
- steile
Flanke
- 17
- geneigte
Flanke
- 18
- Absatz
der Verblendplatte (wandseitig)
- 19
- Absatz
der Verblendplatte (frontseitig)
- 20
- Vorderrand
der Arbeitsplatte
- 21
- Wulst
der Arbeitsplatte
- 22
- Hohlkehle
des Wulstes
- 23
- Ansatz
- 24
- Frontansicht
- 25
- Abtropfnase
- 26
- Unterstruktur
- 27
- Rahmen
der Unterstruktur
- 28
- Schichtstoffverbundplatte
als Unterstruktur
- 29
- Schichtstoffseite
- 30
- Vorderrand
der Schichtstoffplatte
- 31
- Schichtstoff
- 32
- Unterseite
der Unterstruktur
- 33
- Verbundplatte
(thermostabilisiert)
- 34
- Hohlprofil
- 35
- Schicht
(elastomer)
- 36
- Arbeitsplattenunterseite
- 37
- Klettstreifenfixierung
- 38
- Muster
- 39
- Aussparung
- 40
- Abstandshalter
- 41
- Kugel
(hitzebeständig)
- 42
- Stab
(hitzebeständig)
- 43
- Dichtelement
- 44
- Nutoberkanten
- 45
- abgerundeter
Grad
- 46
- Rückseite
der Verblendplatte
- 47
- Spalt
- 48
- Falz
- 48
- Absatz
- 49
- hochgebogene
Kante der Arbeitsplatte
- 50
- abgebogene
Kante der Arbeitsplatte
- 51
- Ansatz
zum Abstützen
der Verblendplatte
- 52
- Klebstoffverbindung
- rg
- Rundungsradius
eines Grads
- rk
- Rundungsradius
- n
- Nutbreite
- f
- Federbreite
- h
- Dicke
eines Luftpolsters