DE102008011725A1 - Torsionsschwingungsdämpfer - Google Patents
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-
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Abstract
Description
- Die Erfindung betrifft einen Torsionsschwingungsdämpfer mit einem antriebsseitigen und einem abtriebsseitigen Übertragungselement, die entgegen zumindest einer zwischen diesen vorgesehenen Dämpfungseinrichtung mit wenigstens einer in Umfangsrichtung wirksamen langen Schraubenfeder zueinander verdrehbar sind, wobei die Übertragungselemente Beaufschlagungsbereiche für die Schraubenfeder aufweisen und eines der Übertragungselemente eine ringartige Aufnahme für die bogenförmig verbaute lange Schraubenfeder bildet, wobei die Aufnahme in Bezug auf die Rotationsachse des Torsionsschwingungsdämpfers radial nach außen hin durch axial und ringförmig verlaufende Bereiche dieses Übertragungselementes begrenzt ist, weiterhin die Schraubenfeder von zumindest diesen Bereichen wenigstens teilweise axial übergriffen und zumindest unter Fliehkrafteinwirkung von diesen abgestützt wird, wobei zwischen diesen Bereichen und zumindest den sich daran radial abstützenden Windungsbereichen der Schraubenfeder ein sich wenigstens über die umfangsmäßige Länge der Schraubenfeder erstreckender Verschleißschutz vorgesehen ist.
- Derartige Torsionsschwingungsdämpfer sind in Form von so genannten Zweimassenschwungrädern, beispielsweise durch die
DE 37 21 711 A1 undDE 37 21 712 A1 bekannt geworden. Grundsätzlich sind derartige Torsionsschwingungsdämpfer in Verbindung mit Drehmomentwandlern, Kupplungsscheiben oder Antriebsscheiben für Nebenaggregate von Brennkraftmaschinen, wie z. B. Riemenscheiben, bekannt. - Der vorliegenden Erfindung lag die Aufgabe zugrunde, zumindest die radiale Führung bzw. Abstützung der wenigstens einen Schraubenfeder zu verbessern, insbesondere soll gewährleistet werden, dass die zwischen den Windungen der Schraubenfeder und dem diese radial abstützenden Verschleißschutz auftretende Reibungshysterese während der Komprimierung und Entspannung der Schraubenfeder verringert wird. Auch soll die Funktion und die Lebensdauer des erfindungsgemäß ausgestalteten Torsionsschwingungsdämpfers verbessert werden.
- Gemäß der Erfindung wird dies dadurch erzielt, dass der Verschleißschutz aus einem Drahtkissenmaterial hergestellt ist. Derartiges Drahtkissenmaterial ist auch unter der Bezeichnung Drahtgestrick bekannt. Der entsprechende Verschleißschutz besteht dabei aus einem hochverdichteten Drahtgestrick. Zur Bildung des Drahtgestrickes kann dabei Edelstahldraht Ver wendung finden. Zweckmäßig kann es auch sein, wenn Drähte aus einem anderen Werkstoff bzw. einem anderen Metall Verwendung finden, wobei auch verschiedene Drahtwerkstoffe zur Bildung eines Verschleißschutzes verwendet werden können, zum Beispiel Metalldrähte und/oder Drähte aus Karbon und/oder Keramik und/oder Kunststoff.
- Obwohl der so hergestellte Verschleißschutz aus einem hochverdichteten Drahtgestrick besteht, bleiben zwischen den einzelnen Drähten Hohlräume bestehen, in denen ein Schmier- bzw. Gleitmittel aufgenommen werden kann. Dieses Mittel kann beispielsweise durch ein viskoses Medium, wie zum Beispiel Fett, gebildet sein, welches in die Aufnahme für die wenigstens eine Schraubenfeder eingebracht ist. Beim Entlanggleiten der Federwindungen am Verschleißschutz kann sich somit ein Schmiermittelfilm aufbauen.
- Bauteile wie zum Beispiel Gleitlager aus Drahtgestricken werden beispielsweise durch die Firma Buck Maschinenbau GmbH & Co. KG in 71149 Bondorf hergestellt und angeboten.
- In vorteilhafter Weise kann die ringartige Aufnahme als zumindest radial nach außen hin abgedichtete, ringförmige Kammer ausgebildet sein.
- Die Erfindung wird anhand der Figur näher erläutert.
- Die Figur zeigt die obere Hälfte eines Ausführungsbeispiels eines geteilten Schwungrads
1 mit einem ein antriebsseitiges Übertragungselement bildenden primären Schwungmassenteil als primärem Schwungscheibenteil2 und einem ein antriebsseitiges Übertragungselement bildenden sekundären Schwungmassenteil als Schwungscheibenteil3 . - Das Schwungscheibenteil
2 ist auf einem Lagerflansch4 aufgenommen und zentriert, wobei durch das Schwungscheibenteil2 und den Lagerflansch4 radial innen Schrauben5 greifen, mit denen das geteilte Schwungrad1 unter Zwischenlegung eines Verstärkungsrings8 an die Antriebswelle einer Antriebseinheit, die hier nicht gezeigt ist, angeschraubt werden kann. Auf einem axialen Vorsprung6 des Lagerflansches4 ist mittels eines Lagers7 das sekundäre Schwungscheibenteil3 relativ verdrehbar gelagert. Das sekundäre Schwungscheibenteil3 trägt eine Kupplung9 . Der am sekundären Schwungscheibenteil2 anliegende Kraftfluss wird mittels einer Kupplungsscheibe10 mit Reibbelägen11 an eine nicht gezeigte Abtriebswelle weitergeleitet. - Das primäre Schwungscheibenteil
2 ist topfförmig ausgestaltet und ist mit einem Ringscheibenteil12 verbunden, wodurch eine ringförmige Aufnahme13 entsteht, die offene Kammern14 bildet, die in Umfangsrichtung zumindest annähernd der Länge der Energiespeicher angepasst sind, die vorzugsweise aus bogenförmigen Schraubenfedern15 , die sich vorzugsweise nahezu halbkreisförmig über den Umfang erstrecken, gebildet sind, wodurch in dem gezeigten Ausführungsbeispiel zwei Kammern14 mit nahezu halbkreisförmiger Ausdehnung gebildet werden. Zur primärseitigen Beaufschlagung der Schraubenfedern15 sind in dem Schwungscheibenteil2 sowie im Ringscheibenteil12 Anformungen16 ,17 vorgesehen. Die sekundärseitige Beaufschlagung der Schraubenfedern15 erfolgt hier über ein ringscheibenförmiges, axial zwischen dem primären Schwungscheibenteil2 und dem eine Wand bildenden Ringscheibenteil12 radial in die Kammer18 hineinreichenden Flanschteil19 , das mit dem sekundären Schwungscheibenteil3 verbunden ist. Die Aufnahme13 kann zumindest teilweise mit einem Schmiermittel befüllt sein. Zwischen der Innenwand der Kammern14 bzw. der Aufnahme13 und dem Außenumfang der Schraubenfedern15 ist ein Verschleißschutz18 angeordnet. Der Verschleißschutz18 kann in vorteilhafter Weise sich in Umfangsrichtung des geteilten Schwungrades1 zumindest über die Längenerstreckung einer Schraubendruckfeder15 erstrecken. Unter Fliehkrafteinwirkung stützen sich zumindest die radial äußeren Bereiche15a der Schraubenfederwindungen21 an dem schalenförmig ausgebildeten Verschleißschutz18 ab. Bei einer Relativverdrehung zwischen den beiden Schwungscheibenteilen2 und3 werden die Schraubenfedern15 komprimiert, so dass dann die Windungen21 entlang des Verschleißschutzes18 gleiten. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist der schalenförmige Verschleißschutz15 zumindest annähernd an die Kontur der Windungen21 angeglichen, so dass bei einer optimalen Abstimmung zumindest eine partielle Linienberührung zwischen einem Verschleißschutz18 und den Windungen21 erfolgen kann. Der Verschleißschutz18 kann jedoch im Querschnitt betrachtet auch eine andere Ausgestaltung besitzen, so dass lediglich eine quasi punktförmige oder zweipunktförmige Berührung zwischen den entsprechenden Bereichen dieser Bauteile vorhanden sein kann. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Verschleißschutz18 als einstückig aus einem Blechmaterial hergestellte Schale ausgebildet. Gemäß der Erfindung kann dieser Verschleißschutz18 jedoch durch ein Drahtkissenmaterial gebildet sein. Ein derartiges Drahtkissenmaterial besteht aus ineinander verflochtenen, vorzugsweise hochverdichteten Drähten. Es kann beispielsweise Edelstahldraht verwendet werden, wobei es zweckmäßig sein kann, den verwendeten Draht zu beschichten, um bessere Gleiteigenschaften zu erzielen. Der Verschleißschutz18 kann also aus einem Drahtgestrick gebildet sein, das gegebenenfalls eine gewisse Restfederung bzw. Flexibilität aufweist. - In vorteilhafter Weise kann ein Verschleißschutz
18 jedoch auch aus einem gestrickten Kompositmaterial bestehen. Derartige Kompositmaterialien haben eine gute Tiefziehfähigkeit und Flexibilität. In vorteilhafter Weise besitzen derartige Kompositmaterialien hochfeste Fasern, wie zum Beispiel Karbonfasern und/oder Keramikfasern. In derartigen Kompositmaterialien können Werkstoffe enthalten bzw. eingebettet sein, die gute Gleiteigenschaften besitzen. Hierfür kann beispielsweise Polytetrafluoräthylen verwendet werden. - Bauteile aus Drahtgestricken oder Kompositmaterialien werden beispielsweise durch die Buck Maschinenbau GmbH & Co. KG in 71149 Bondorf hergestellt und angeboten.
- Bei Verwendung von Verschleißschutzschalen
18 aus einem derartigen Material können diese gegenüber der in1 dargestellten Dicke eines Verschleißschutzes18 eine größere Dicke aufweisen, zum Beispiel 2,5 bis 4 mm. Bei Verwendung entsprechend dünner Drähte bzw. Fasern kann der Verschleißschutz jedoch auch dünner ausgebildet werden. - Bezüglich der prinzipiellen Anordnung und Ausgestaltung von Zweimassenschwungrädern bzw. Verschleißschutzschalen wird auf die
DE 37 21 711 A1 ,DE 37 21 712 A1 und verwiesen.PCT/DE 2006/001997 -
- 1
- Schwungrad
- 2
- Schwungscheibenteil
- 3
- Sekundäres Schwungscheibenteil
- 4
- Lagerflansch
- 5
- Schrauben
- 6
- Axialer Vorsprung
- 7
- Lager
- 8
- Verstärkungsring
- 9
- Kupplung
- 10
- Kupplungsscheibe
- 11
- Reibbeläge
- 12
- Ringscheibenteil
- 13
- Ringförmige Aufnahme
- 14
- Offene Kammern
- 15
- Bogenförmige Schraubenfedern
- 15a
- äußere Bereiche
- 16
- Einformung
- 17
- Einformung
- 18
- Verschleißschutz
- 19
- Flanschteil
- 21
- Windungen
- ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
- Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
- Zitierte Patentliteratur
-
- - DE 3721711 A1 [0002, 0015]
- - DE 3721712 A1 [0002, 0015]
- - DE 2006/001997 [0015]
Claims (3)
- Torsionsschwingungsdämpfer mit einem antriebsseitigen und einem abtriebsseitigen Übertragungselement, die entgegen zumindest einer zwischen diesen vorgesehenen Dämpfungseinrichtung mit wenigstens einer in Umfangsrichtung wirksamen langen Schraubenfeder zueinander verdrehbar sind, wobei die Übertragungselemente Beaufschlagungsbereiche für die Schraubenfeder aufweisen, und eines der Übertragungselemente eine ringartige Aufnahme für die bogenförmig verbaute lange Schraubenfeder bildet, wobei die Aufnahme in Bezug auf die Rotationsachse des Torsionsschwingungsdämpfers radial nach außen hin durch axial und ringförmig verlaufende Bereiche dieses Übertragungselementes begrenzt ist, weiterhin die Schraubenfeder von diesen Bereichen zumindest teilweise axial übergriffen und zumindest unter Fliehkrafteinwirkung von diesen abgestützt wird, wobei zwischen diesen Bereichen und zumindest den sich daran radial abstützenden Windungsbereichen der Schraubenfeder ein sich wenigstens über die umfangsmäßige Länge der Schraubenfeder erstreckender Verschleißschutz vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Verschleißschutz aus einem Drahtkissenmaterial hergestellt ist.
- Torsionsschwingungsdämpfer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die durch die Bauteile eines der Übertragungselemente gebildete ringartige Aufnahme als zumindest radial nach außen hin abgedichtete, ringförmige Kammer ausgebildet ist.
- Torsionsschwingungsdämpfer nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die ringförmige Kammer zumindest teilweise mit einem viskosen Medium, wie einem Fett, zumindest teilweise gefüllt ist.
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| WO2009146783A1 (de) * | 2008-06-06 | 2009-12-10 | Bayerische Motoren Werke Aktiengesellschaft | Zweimassenschwungrad mit radial angeordnetem drahtkissenkörper |
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-
2008
- 2008-02-28 DE DE102008011725A patent/DE102008011725A1/de not_active Withdrawn
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