DE102008011124A1 - Spannvorrichtung für Umschlingungstriebe in Kraftfahrzeugen - Google Patents
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Abstract
Description
- Gebiet der Erfindung
- Die Erfindung betrifft eine Spannvorrichtung für Umschlingungstriebe in Kraftfahrzeugen, mit einem einen Boden und ein Austrittsende aufweisenden Zylinder, in dessen Innerem ein hydraulisches Arbeitsmittel befindlich und ein entlang einer Erstreckungsachse des Zylinders verschiebbarer, am Austrittsende des Zylinders aus diesem austretender und von einer Spannfeder vorgespannter Spannkolben angeordnet ist, an dessen Außenumfangswand wenigstens ein umlaufender Wulst ausgebildet ist, der das Innere des Zylinders in eine bodenseitige Kammer und eine austrittsendseitige Kammer unterteilt.
- Hintergrund der Erfindung
- Spannvorrichtungen der hier in Rede stehenden Art sind bekannt und finden auf vielen technischen Gebieten Anwendung. Eines dieser Gebiete ist die Kraftfahrzeugtechnik, wo die Spannvorrichtungen der Lockerung eines üblicherweise als Kette oder Riemen ausgebildeten Umschlingungstriebes wie auch Schwin gungen desselben dadurch entgegenwirken, dass ein Spannkolben einen Druck auf das Umschlingungsmittel ausübt und diesen hierdurch unter Spannung hält.
- Der von dem Spannkolben bereitgestellte Druck kann auf verschiedene Arten erzeugt werden. Eine häufig genutzte Art bedient sich mechanischer Mittel, von denen das wichtigste Spannfedern sind, die den Spannkolben axial mit einer Kraft belasten, damit dieser einen Druck auf das Umschlingungsmittel ausüben kann und diesen dadurch spannt. Lockert sich das Umschlingungsmittel, so bewirkt eine Spannfeder ein axiales Ausfahren des Spannkolbens aus dem Zylinder, so dass der Spannkolben die Lockerung des Umschlingungsmittels beseitigt. Übt der Umschlingungstrieb Stöße auf die Spannvorrichtung aus, was beispielsweise bei einem Flattern oder Schwingen des Umschlingungsmittels der Fall ist, so bewirken die Stöße ein Ein- und Ausfahren des Spannkolbens in den Zylinder. Die Energie der Stöße wird hierbei von der Spannfeder und einer Dämpfungsvorrichtung aufgenommen.
- In der Praxis zumeist nicht erwünscht ist ein zu schnell erfolgendes Ausfahren des Spannkolbens aus dem Zylinder oder Einfahren des Spannkolbens in den Zylinder. Um dem entgegenzuwirken, werden Maßnahmen ergriffen, um die Bewegung des Spannkolbens in dem Zylinder zu dämpfen. Weit verbreitet ist zu diesem Zweck der Einsatz hydraulischer Mittel. Hierbei ist das Innere des Zylinders mit einem hydraulischen Arbeitsmittel zumeist in Form eines viskosen Motoröls gefüllt, das der Bewegung des Spannkolbens in dem Zylinder entgegenwirkt und diese dadurch dämpft. Die Dämpfung wirkt hierbei sowohl der Ausfahrbewegung des Spannkolbens aus dem Zylinder wie auch der Einfahrbewegung des Spannkolbens in den Zylinder entgegen. Sie wirkt mithin in beiden Bewegungsrichtungen des Spannkolbens, ist also bidirektional.
- Um die Wirkung der Spannvorrichtung auf das zu erwartende Verhalten des Umschlingungstriebes optimal abzustimmen, ist man in der Praxis oftmals bestrebt, das Dämpfungsverhalten der Spannvorrichtung einzustellen.
- Eine Möglichkeit zur Einstellung des Dämpfungsverhaltens ist in der deutschen Veröffentlichung
DE 32 39 705 T1 dargestellt. Das Innere des Zylinders ist bei einem dort offenbarten Ausführungsbeispiel durch einen an der Außenumfangswand des Spannkolbens ausgebildeten umlaufenden Wulst in zwei Kammern unterteilt. Beide Kammern sind mit einem hydraulischen Arbeitsmittel gefüllt und weisen jeweils eine aus dem Zylinder herausführende Öffnung auf. Die Öffnungen wiederum stehen über einen Verbindungskanal miteinander in Verbindung. Beim Aus- und Einfahren des Spannkolbens fließt das hydraulische Arbeitsmittel über den Verbindungskanal zwischen den beiden Kammern hin und her, wodurch eine Dämpfung der Bewegung des Spannkolbens in dem Zylinder erreicht wird. Zur Einstellung dieser Dämpfung ist in dem Verbindungskanal ein Regelventil vorgesehen. Der Umstand, dass das Regelventil außerhalb des Zylinders angeordnet ist, bedingt, dass die Spannvorrichtung mehr Raum in Anspruch nimmt, was bei bestimmten räumlichen Gegebenheiten von Nachteil ist. Zudem ist zur Einstellung des Dämpfungsverhaltens mit dem Regelventil ein gesondertes Regelelement vorgesehen, das die Herstellungskosten wie auch den Wartungsbedarf der bekannten Spannvorrichtung nachteilig erhöht. - Aufgabe der Erfindung
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Spannvorrichtung der hier in Rede stehenden Art bereitzustellen, deren Dämpfungsverhalten auf das zu erwartende Verhalten des Umschlingungstriebes optimal abgestimmt werden kann und die sich für diese Abstimmung keines gesonderten, außerhalb des Zylinders angeordneten Regelelementes bedient.
- Zusammenfassung der Erfindung
- Ausgangspunkt der Erfindung ist eine Spannvorrichtung für Umschlingungstriebe in Kraftfahrzeugen, mit einem einen Boden und ein Austrittsende aufweisenden Zylinder, in dessen Innerem ein hydraulisches Arbeitsmittel befindlich und ein entlang einer Erstreckungsachse des Zylinders verschiebbarer, am Austritt sende des Zylinders aus diesem austretender und von einer Spannfeder vorgespannter Spannkolben angeordnet ist, an dessen Außenumfangswand wenigstens ein umlaufender Wulst ausgebildet ist, der das Innere des Zylinders in eine bodenseitige Kammer und eine austrittsendseitige Kammer unterteilt. Die Spannvorrichtung zeichnet sich erfindungsgemäß dadurch aus, dass in der austrittsendseitigen Kammer eine Verengung zwischen der Außenumfangswand des Spannkolbens und einer Innenumfangswand des Zylinders ausgebildet ist.
- Die in der austrittsendseitigen Kammer vorhandene Verengung bewirkt eine Unterteilung dieser Kammer in eine zwischen dem Wulst des Spannkolbens und der Verengung befindliche Zwischenkammer sowie eine zwischen der Verengung und dem Austrittsende des Zylinders befindliche Austrittskammer. Das in dem Zylinder befindliche hydraulische Arbeitsmittel kann von der bodenseitigen Kammer über den von dem Wulst des Spannkolbens und der Innenumfangswand des Zylinders gebildeten Übergangsraum in die Zwischenkammer und aus der Zwischenkammer über die Verengung zwischen der Außenumfangswand des Spannkolbens in die Austrittskammer gelangen; es ist also in allen drei genannten Kammern vorhanden.
- Eine Bewegung des Spannkolbens im Inneren des Zylinders geht mit einer Verbringung des hydraulischen Arbeitsmittels zwischen den drei Kammern einher. Hierbei bewirkt ein Einfahren des Spannkolbens in den Zylinder ein Herauspressen des hydraulischen Arbeitsmittels aus der bodenseitigen Kammer in die Zwischenkammer und von dort in die Austrittskammer. Ist der in der Austrittskammer herrschende Druck zu hoch, so kann das hydraulische Arbeitsmittel über das Austrittsende des Zylinders aus diesem austreten. Bei einem Ausfahren des Zylinders wird hingegen das in der Zwischenkammer befindliche hydraulische Arbeitsmittel über den von dem Wulst des Spannkolbens und der Innenumfangswand des Zylinders gebildeten Übergangsraum zurück in die bodenseitige Kammer verbracht.
- Das in dem Zylinder befindliche hydraulische Arbeitsmittel, das der Ein- und Ausfahrbewegung des Spannkolbens entgegenwirkt, dämpft die Bewegung des Spannkolbens. Die Stärke der Dämpfung hängt vom Verhältnis der Größen der bodenseitigen Kammer und Zwischenkammer wie auch von den – im Querschnitt betrachtet – radialen und axialen Größen des Übergangsraumes und der Verengung ab. Es ergibt sich somit eine Mehrzahl von Parametern, durch deren Wahl das Dämpfungsverhalten der Spannvorrichtung beeinflusst und auf das zu erwartende Verhalten des Umschlingungstriebes abgestimmt werden kann. Da diese Parameter alle innerhalb des Zylinders befindliche Elemente betreffen, ist zur Einstellung des Dämpfungsverhaltens kein außerhalb des Zylinders befindliches gesondertes Regelelement vorzusehen, was die Herstellungskosten wie auch den Wartungsbedarf der erfindungsgemäßen Spannvorrichtung senkt.
- Die Verengung zwischen der Zwischenkammer und der Austrittskammer kann auf verschiedene Arten verwirklicht werden. Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung entsteht die Verengung durch wenigstens einen den Spannkolben umgebenden Ring, der am Austrittsende des Zylinders in das Innere des Zylinders eingelegt ist. Bei einem anderen bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung entsteht die Verengung durch wenigstens einen an der Innenumfangswand des Zylinders umlaufenden radialen Vorsprung. Beide Ausführungen der Verengung bewirken, dass der Bereich zwischen der Zwischenkammer und der Austrittskammer in – im Querschnitt betrachtet – radialer Richtung verengt wird, wodurch der Fließquerschnitt des hydraulischen Arbeitsmittels verkleinert und die Dämpfung der Bewegung des Spannkolbens vergrößert wird. Beide Ausführungen der Verengung können jeweils für sich oder in Kombination verwirklicht sein. Des Weiteren können auch eine Mehrzahl von Ringen und/oder eine Mehrzahl von Vorsprüngen zur Bildung der Verengung vorhanden sein.
- Der Wulst kann in Abhängigkeit davon, welche Größe die Zwischenkammer aufweisen soll, an einer bestimmten Stelle der Außenumfangswand des Spannkolbens angeordnet werden. Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung ist der Wulst an dem dem Boden des Zylinders zugewandten Ende des Spannkolbens angeordnet. Damit kann die Zwischenkammer möglichst groß ausgestaltet werden.
- Für die Anordnung der Spannfeder gibt es verschiedene Möglichkeiten. Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung ist die Spannfeder im Inneren des Zylinders angeordnet und stützt sich am Boden des Zylinders sowie an einer Stirnseite des Spannkolbens ab. Die Unterbringung der Spannfeder im Inneren des Zylinders ist besonders Bauraum sparend.
- Wie bereits erwähnt, kann für den Fall, dass ein zu großer Druck in der Austrittskammer vorhanden ist, das hydraulische Arbeitsmittel über das Austrittsende des Zylinders aus diesem austreten. Um die Menge des hydraulischen Arbeitsmittels in dem Zylinder annähernd konstant zu halten, ist bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung vorgesehen, dass das Innere des Zylinders mit einem Kreislauf des hydraulischen Arbeitsmittels des Kraftfahrzeuges in Wegverbindung steht. Durch diese Ausführungsform ist ein Nachbefüllen des Zylinders mit dem hydraulischen Arbeitsmittel, wann immer es notwendig ist, möglich. Bei einer Weiterentwicklung dieses Ausführungsbeispieles ist in der Wegverbindung zwischen dem Inneren des Zylinders und dem Kreislauf des hydraulischen Arbeitsmittels ein Rückschlagventil vorgesehen. Das Rückschlagventil lässt einen Fluss aus dem Kreislauf des hydraulischen Arbeitsmittels in die bodenseitige Kammer des Zylinders zu, unterbindet jedoch den Fluss des Arbeitsmittels in der Gegenrichtung. Diese Ausführungsform verhindert, dass das Arbeitsmittel aus der bodenseitigen Kammer zurück in den Kreislauf fließt, wenn der Druck in diesem Kreislauf unter denjenigen in der bodenseitigen Kammer fällt.
- Bisweilen tritt der Fall auf, dass das hydraulische Arbeitsmittel in dem Kreislauf Gasblasen mit sich führt, die in den Zylinder eindringen. Da Gas aufgrund seiner im Vergleich zu dem hydraulischen Arbeitsmittel sehr viel größeren Komprimierbarkeit das Dämpfungsverhalten der Spannvorrichtung sehr ungünstig beeinflussen kann, ist bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Spannvorrichtung vorgesehen, dass das Innere des Zylinders mit der Umgebung über ein Entlüftungsventil in Verbindung steht. Die Gasblasen können über das Ent lüftungsventil aus dem Inneren des Zylinders in die Umgebung abgegeben werden.
- Kurzbeschreibung der Zeichnung
- Die Erfindung wird im folgenden anhand eines Ausführungsbeispiels unter Verweis auf die beiliegende Zeichnung näher erläutert. Darin zeigt
-
1 eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Spannvorrichtung in einer Längsschnittsansicht. - Detaillierte Beschreibung der Zeichnung
-
1 zeigt schematisch eine erfindungsgemäße Spannvorrichtung1 , die zum Spannen eines Umschlingungsmittels eines Umschlingungstriebes in einem Kraftfahrzeug zum Einsatz kommt. Die Spannvorrichtung1 umfasst einen Zylinder3 , der an seinem einen – in der Figur unteren – Ende von einem Boden5 , an seinem anderen – in der Figur oberen – Ende von einem Austrittsende7 sowie zwischen dem Boden5 und dem Austrittsende7 von einem Mantel9 gebildet wird. Der Mantel9 weist eine Innenumfangswand10 auf, die das Innere11 des Zylinders3 umgibt. - Im Inneren
11 des Zylinders3 befindet sich ein Spannkolben13 , der entlang einer Erstreckungsachse15 des Zylinders3 axial verschiebbar ist und am Austrittsende7 des Zylinders3 aus diesem austritt. An einem außerhalb des Zylinders3 befindlichen oberen Ende19 des Spannkolbens13 befindet sich ein (in der Figur nicht dargestellter) Schuh oder eine Rolle, welche gegen ein ebenfalls nicht dargestelltes Umschlingungsmittel drückt und dieses dadurch spannt. Zur Vorspannung des Spannkolbens13 befindet sich im Inneren11 des Zylinders3 eine Spannfeder17 , die sich am Boden5 des Zylinders3 sowie am unteren Ende31 des Spannkolbens13 abstützt. - Das Innere
11 des Zylinders3 ist vollständig mit einem hydraulischen Arbeitsmittel21 gefüllt, das in Form eines viskosen Motoröls vorliegt. Das hydraulische Arbeitsmittel21 kann über eine zwischen dem Inneren11 des Zylinders3 ausgebildete Wegverbindung23 aus einem nicht dargestellten Kreislauf des hydraulischen Arbeitsmittels21 zugeführt werden. Um den Fluss des hydraulischen Arbeitsmittels21 aus dem Kreislauf des hydraulischen Arbeitsmittels21 in das Innere11 des Zylinders3 zuzulassen, den in die entgegengesetzte Richtung erfolgenden Fluss zurück in den Kreislauf jedoch zu verhindern, ist in der Wegverbindung23 ein Rückschlagventil25 angeordnet. - Der Spannkolben
13 weist eine Außenumfangswand27 auf, an der ein umlaufender Wulst29 ausgebildet ist. Der umlaufende Wulst29 ist näher an dem unteren, dem Boden5 des Zylinders3 zugewandten Ende31 des Spannkolbens13 als an dessen oberem Ende19 angeordnet. Der umlaufende Wulst29 unterteilt das Innere11 des Zylinders3 in eine bodenseitige Kammer33 und eine austrittsendseitige Kammer35 . Zwischen dem Wulst29 des Spannkolbens13 und der Innenumfangswand10 des Zylinders3 ist ein Übergangsraum37 ausgebildet. Über den Übergangsraum37 kann das hydraulische Arbeitsmittel21 zwischen dem Wulst29 und der Innenumfangswand10 des Zylinders3 hindurch von der bodenseitigen Kammer33 in die austrittsendseitige Kammer35 und von der austrittsendseitigen Kammer35 in die bodenseitige Kammer33 gelangen. - In der Nähe des Austrittsendes
7 des Zylinders3 ist ein Ring39 angeordnet, der den Spannkolben13 umgibt. Der Ring39 bildet zusammen mit der Innenumfangswand10 im Inneren11 des Zylinders3 eine Verengung41 . Die Verengung41 unterteilt die austrittsendseitige Kammer35 in eine Zwischenkammer43 und eine Austrittskammer45 . Über die Verengung41 zwischen dem Ring39 und der Innenumfangswand10 des Zylinders3 kann das hydraulische Arbeitsmittel von der Zwischenkammer43 in die Austrittskammer45 und von der Austrittskammer45 in die Zwischenkammer43 gelangen. Das Innere11 des Zylinders3 ist mithin in drei Kammern33 ,43 und45 unterteilt, zwischen denen das hydraulische Arbeitsmittel21 hin und her fließen kann. - Das Innere
11 des Zylinders3 ist mit der Umgebung (Atmosphäre) über ein in der Figur nicht dargestelltes Entlüftungsventil verbunden, durch das in dem hydraulischen Arbeitsmittel21 befindliches Gas aus dem Inneren11 des Zylinders3 hinausbefördert werden kann. - Die Spannvorrichtung
1 der1 arbeitet wie folgt:
Der Spannkolben13 kann aus dem Zylinder3 ausfahren, mithin eine Bewegung in Richtung eines Pfeils47 (in der Figur nach oben) ausführen. Durch diese Ausfahrbewegung wird auf das nicht dargestellte Umschlingungsmittel ein Druck ausgeübt, der dieses spannt und einer Lockerung desselben entgegenwirkt. Der Spannkolben13 kann zudem in den Zylinder3 einfahren, mithin eine Bewegung in Richtung eines Pfeils49 (in der Figur nach unten) ausführen. Diese Bewegung führt der Spannkolben13 dann aus, wenn das Umschlingungsmittel auf den Spannkolben13 einen Stoß ausübt, der durch ein Flattern oder Schwingen des Umschlingungsmittels durch eine Lockerung desselben entsteht. Infolge des im Inneren11 des Zylinders3 befindlichen hydraulischen Arbeitsmittels21 wird die Ausfahr- oder Einfahrbewegung des Spannkolbens gedämpft, da das hydraulische Arbeitsmittel21 der Bewegung des Spannkolbens im Inneren11 des Zylinders3 entgegenwirkt. - Führt der Spannkolben
13 eine Ausfahr- oder Einfahrbewegung aus, so geht diese Bewegung mit einer Verbringung des hydraulischen Arbeitsmittels21 zwischen den Kammern33 ,43 und45 einher. Fährt der Spannkolben13 in den Zylinder3 ein (Bewegung in Richtung des Pfeils49 ), so wird das in der bodenseitigen Kammer33 befindliche hydraulische Arbeitsmittel21 aus der bodenseitigen Kammer3 herausgepresst und gelangt von dort über den Übergangsraum37 zwischen dem umlaufenden Wulst29 und der Innenumfangswand10 des Zylinders3 in die Zwischenkammer43 und aus der Zwischenkammer43 über die Verengung41 in die Austrittskammer45 . Übersteigt der Druck in der Austrittskammer45 einen bestimmten Wert, so kann das hydraulische Arbeitsmittel21 am Austrittsende7 des Zylinders3 aus diesem austreten. Fährt der Spann kolben13 hingegen aus dem Zylinder3 aus, so gelangt das Arbeitsmittel von der Austrittskammer45 in die Zwischenkammer43 und von der Zwischenkammer43 in die bodenseitige Kammer33 . Das Rückschlagventil25 verhindert, dass das hydraulische Arbeitsmittel21 zurück in den Kreislauf des hydraulischen Arbeitsmittels21 gelangt. - Die erfindungsgemäße Ausgestaltung der Spannvorrichtung
1 bietet eine Mehrzahl von Möglichkeiten, das Dämpfungsverhalten der Spannvorrichtung1 einzustellen. So hängt die Stärke der Dämpfung unter anderem vom Verhältnis der Größen der bodenseitigen Kammer33 und der Zwischenkammer43 wie auch von den radialen und axialen Größen des Übergangsraumes37 und der Verengung41 ab. Durch Variation dieser Parameter kann eine optimale Abstimmung des Dämpfungsverhaltens der Spannvorrichtung1 auf das zu erwartende Verhalten des Umschlingungstriebes vorgenommen werden. Zur Einstellung der Dämpfung ist zudem kein außerhalb des Zylinders befindliches gesondertes Regelelement notwendig, welches die Herstellungskosten wie auch den Wartungsbedarf der erfindungsgemäßen Spannvorrichtung1 senkt. -
- 1
- Spannvorrichtung
- 3
- Zylinder
- 5
- Boden
- 7
- Austrittsende
- 9
- Mantel
- 10
- Innenumfangswand des Zylinders
- 11
- Inneres des Zylinders
- 13
- Spannkolben
- 15
- Erstreckungsachse
- 17
- Spannfeder
- 19
- Oberes Ende des Spannkolbens
- 21
- Hydraulisches Arbeitsmittel
- 23
- Wegverbindung
- 25
- Rückschlagventil
- 27
- Außenumfangswand des Spannkolbens
- 29
- Wulst
- 31
- Unteres Ende des Spannkolbens
- 33
- Bodenseitige Kammer
- 35
- Austrittsendseitige Kammer
- 37
- Übergangsraum
- 39
- Ring
- 41
- Verengung
- 43
- Zwischenkammer
- 45
- Austrittskammer
- 47
- Pfeil
- 49
- Pfeil
- ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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- Zitierte Patentliteratur
-
- - DE 3239705 T1 [0006]
Claims (9)
- Spannvorrichtung für Umschlingungstriebe in Kraftfahrzeugen, mit einem einen Boden (
5 ) und ein Austrittsende (7 ) aufweisenden Zylinder (3 ), in dessen Innerem (11 ) ein hydraulisches Arbeitsmittel (21 ) befindlich und ein entlang einer Erstreckungsachse (15 ) des Zylinders (3 ) verschiebbarer, am Austrittsende (7 ) des Zylinders (3 ) aus diesem austretender und von einer Spannfeder (17 ) vorgespannter Spannkolben (13 ) angeordnet ist, an dessen Außenumfangswand (27 ) wenigstens ein umlaufender Wulst (29 ) ausgebildet ist, der das Innere (11 ) des Zylinders (3 ) in eine bodenseitige Kammer (33 ) und eine austrittsendseitige Kammer (35 ) unterteilt, dadurch gekennzeichnet, dass in der austrittsendseitigen Kammer (35 ) eine Verengung (41 ) zwischen der Außenumfangswand (27 ) des Spannkolbens (13 ) und einer Innenumfangswand (10 ) des Zylinders (3 ) ausgebildet ist. - Spannvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verengung (
41 ) durch wenigstens einen den Spannkolben (13 ) umgebenden Ring (39 ) entsteht. - Spannvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Verengung (
41 ) durch wenigstens einen an der Innenumfangswand (10 ) des Zylinders (3 ) umlaufenden Vorsprung ausgebildet ist. - Spannvorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Wulst (
29 ) an dem dem Boden (5 ) des Zylinders (3 ) zugewandten Ende (31 ) des Spannkolbens (13 ) angeordnet ist. - Spannvorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannfeder (
17 ) im Inneren des Zylinders (3 ) angeordnet ist. - Spannvorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Spannfeder (
17 ) am Boden (5 ) des Zylinders (3 ) abstützt. - Spannvorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Innere (
11 ) des Zylinders (3 ) mit einem Kreislauf des hydraulischen Arbeitsmittels (21 ) des Kraftfahrzeuges in Wegverbindung (23 ) steht. - Spannvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass in der Wegverbindung (
23 ) zwischen dem Inneren (11 ) des Zylinders (3 ) und dem Kreislauf des hydraulischen Arbeitsmittels (21 ) ein Rückschlagventil (25 ) angeordnet ist. - Spannvorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Innere (
11 ) des Zylinders (3 ) mit der Umgebung über ein Entlüftungsventil in Verbindung steht.
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Citations (1)
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| DE3239705T1 (de) | 1981-08-27 | 1983-12-15 | Dayco Corp. (n.d.Ges.d. Staates Delaware), 45402 Dayton, Ohio | Spannvorrichtung fuer treibriemen |
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2008
- 2008-02-26 DE DE200810011124 patent/DE102008011124A1/de not_active Ceased
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| DE3239705T1 (de) | 1981-08-27 | 1983-12-15 | Dayco Corp. (n.d.Ges.d. Staates Delaware), 45402 Dayton, Ohio | Spannvorrichtung fuer treibriemen |
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