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Die
Erfindung betrifft eine Kühlungsvorrichtung
zur Klimatisierung eines Untersuchungsraumes eines medizinischen
Untersuchungsgeräts
und ein medizinisches Untersuchungsgerät mit einer solchen Kühlvorrichtung.
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Während einer
Untersuchung mit einem medizinischen Untersuchungsgerät wie z.
B. einem Computertomographiegerät
(CT-Gerät), einem Strahlentherapiegerät oder einem
Magnetresonanzgerät,
befindet sich der zu untersuchende Patient in einem Untersuchungsraum
im Inneren des medizinischen Untersuchungsgeräts. Eine Untersuchung an sich
stellt in der Regel schon eine Stresssituation für den Patienten dar. Zusätzlich erhöht sich
durch die Untersuchung und die Körperwärme des
Patienten oftmals die in dem Untersuchungsraum herrschende Temperatur
im Laufe der Untersuchung. Dies wird von Patienten in der Regel
als unangenehm empfunden und verstärkt die Stresssituation und
damit ein Unwohlsein des Patienten. Darüber hinaus ist die Luft in
dem Untersuchungsraum normalerweise unbewegt und wird daher leicht
als stickig empfunden, wozu der häufig beengend wirkende Untersuchungsraum
weiter beiträgt.
Dies führt
oftmals zu einer weiter verstärkten
Unruhe der Patienten.
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Die
JP 1303131 A beschreibt
einen Tomographen, bei welchem mit Duftstoffen und Beruhigungsmitteln
angereicherte Luft in den Untersuchungsraum transportiert wird,
um unangenehme Gerüche
zu übertönen und
einen in dem Tomographen befindlichen Patienten zu beruhigen.
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Die
Magnetresonanztechnik (im Folgenden steht die Abkürzung MR
für Magnet-Resonanz)
ist eine bekannte Technik, mit der Bilder vom Inneren eines Untersuchungsobjektes
erzeugt werden können. Vereinfacht
ausgedrückt
wird hierzu das Untersuchungsobjekt in einem MR-Gerät in einem
vergleichsweise starken statischen, homogenen Hauptmagnetfeld (Feldstärken von
0,2 Tesla bis 7 Tesla und mehr) positioniert, so dass sich dessen
Kernseins entlang des Hauptmagnetfeldes orientieren. Zum Auslösen von
Kernspinresonanzen werden hochfrequente Anregungspulse in das Untersuchungsobjekt
eingestrahlt, die ausgelösten
Kernspinresonanzen gemessen und auf deren Basis z. B. Bild- und/oder
Spektroskopiedaten des untersuchten Objekts rekonstruiert. Zur Ortskodierung
der Messdaten werden dem Hauptmagnetfeld schnell geschaltete magnetische
Gradientenfelder überlagert.
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Während einer
Untersuchung mit einem Magnetresonanzgerät (MR-Untersuchung) kann sich besonders durch
die zu applizierenden Hochfrequenz-Wechselfelder die Temperatur
in dem Magnetresonanzgerät
erhöhen.
Dabei haben verschiedene Faktoren Einfluss auf die Temperatur in
einem Untersuchungsraum, insbesondere in einer Magnetröhre, des
Magnetresonanzgeräts.
Einige dieser Faktoren sind z. B. die Hauptmagnetfeldstärke, die
Dauer der jeweiligen Untersuchung und die Dauer einer einzelnen
Messung, die verwendete Untersuchungssequenz, die das Magnetresonanzgerät umgebende Raumtemperatur
und natürlich
auch der Patient selbst.
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Die
DE 10 2004 038 237
A1 beschreibt eine Einrichtung zur aktiven Kühlung eines
MRI-Patiententunnels bei zylindrischen MRI-Systemen, bei welcher
Kühlmittel
entlang des Außendurchmessers
des Patiententunnels bzw. durch Teile des Patiententunnels geführt wird,
um diesen zu kühlen.
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Um
zu vermeiden, dass es einem Patienten im Verlauf einer MR-Untersuchung zu warm
wird, wird in der Regel mithilfe eines am Ein- oder Ausgang der
Magnetröhre
eines zylinderförmigen
Magnetresonanzgeräts
bzw. neben einem offenen Magnetresonanzgeräts angeordneten Ventilators
ein Luftstrom erzeugt, der dem Patienten Abkühlung verschaffen soll. Dabei
kann lediglich die Stärke
des von dem Ventilator erzeugten Luftstroms variiert, gegebenenfalls
der Ventilator ausgeschaltet, werden, um auf Wünsche und Bedürfnisse
des Patienten eingehen zu können.
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Diese
Methode ist aber oft unzureichend um z. B. ein für den Patienten unangenehmes
Schwitzen zu verhindern. Auch kann der Luftstrom nicht optimal gesteuert
werden, so dass dieser oftmals nicht bis in das Untersuchungszentrum
des Untersuchungsraumes eines medizinischen Untersuchungsgeräts gelangen
kann. Doch gerade dort erhöht
sich die Temperatur während
einer Untersuchung am stärksten. Daher
können
Untersuchungspausen nötig
werden, in denen der Patient aus dem medizinischen Untersuchungsgerät gefahren
wird, bis die Temperatur im Untersuchungsraum wieder abgesunken
ist.
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Es
ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine Kühlungsvorrichtung
zur Klimatisierung eines Untersuchungsraumes eines medizinischen
Untersuchungsgeräts
anzugeben, die einem Patienten während
einer Untersuchung gleichzeitig Komfort gewährleisten kann und der Untersuchung eine
hohe Effizienz verleiht.
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Die
Aufgabe wird gelöst
durch eine Kühlungsvorrichtung
zur Klimatisierung eines Untersuchungsraumes eines medizinischen
Untersuchungsgeräts
gemäß Anspruch
1, sowie durch ein medizinisches Untersuchungsgerät gemäß Anspruch
14.
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Dabei
umfasst die erfindungsgemäße Kühlungsvorrichtung
zur Klimatisierung eines Untersuchungsraumes eines medizinischen
Untersuchungsgeräts
eine Temperaturdetektionsvorrichtung zur Detektion einer in dem
Untersuchungsraum herrschenden Temperatur, eine Klimatisierungsvorrichtung zum
Erzeugen von klimatisierter Luft, eine innerhalb des Untersuchungsraums
angeordnete Luftauslassvorrichtung, die mindestens eine in den Untersuchungsraum
gerichtete Öffnung
zum Auslassen von von der Klimatisierungsvorrichtung erzeugter Luft umfasst,
sowie mindestens eine Luftleitung zum Transport von klimatisierter
Luft von der Klimatisierungsvorrichtung zu den Öffnungen der Luftauslassvorrichtung
und eine mit der Temperaturdetektionsvorrichtung und der Klimatisierungsvorrichtung
verbundene Steuereinheit zur Steuerung der Klimatisierungsvorrichtung
auf Basis von von der Temperaturdetektionsvorrichtung detektierten
Daten, wobei die Steuereinheit über
eine Datenaustauschverbindung mit einer Kontrolleinheit zur Steuerung
des medizinischen Untersuchungsgeräts verbunden ist, um von dieser
Kontrolleinheit Daten über
eine durchzuführende
Untersuchung zu erhalten, auf Basis derer die Klimatisierungsvorrichtung
durch die Steuereinheit steuerbar ist.
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Eine
derartige Kühlungsvorrichtung
ermöglicht
eine automatische Bestimmung sowie Regelung einer herrschenden Temperatur
in dem Untersuchungsraum. Dabei wird der Untersuchungsraum gleichzeitig
mit frischer, klimatisierter Luft versorgt. Beide Wirkungen beeinflussen
das Wohlbefinden eines Patienten in dem Untersuchungsraum positiv. Ein
hoher Komfort für
einen mit dem medizinischen Untersuchungsgerät zu untersuchenden Patienten wirkt
sich auch positiv auf die Qualität
der Untersuchungsergebnisse aus. Z. B. wird ein sich wohl befindender
Patient sich während
einer Untersuchung nicht in dem Maße bewegen wie ein sich unbehaglich fühlender,
unruhiger Patient. Dies erhöht
beispielsweise die Qualität
von Bildaufnahmen im Rahmen einer Untersuchung mittels eines bildgebenden
medizinischen Untersuchungsgeräts,
da Bewegungsartefakte in den Aufnahmen von vorne herein vermieden werden.
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Des
Weiteren kann sich durch eine beständige Regelung der Temperatur
in dem Untersuchungsraum während
einer Untersuchung die für
die Untersuchung nötige
Untersuchungszeit verkürzen.
Denn es müssen
keine Untersuchungspausen mehr zwischen einzelnen Messungen durchgeführt werden, um
den Patienten und auch den Untersuchungsraum und/oder das medizinische
Untersuchungsgerät
abkühlen
zu lassen. Insbesondere bei Magnetresonanzgeräten mit Grundmagnetfeldern
von heute 3 bis 7 Tesla sind derartige Untersuchungspausen bisher üblich.
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Weitere
Vorteile der erfindungsgemäßen Kühlungsvorrichtung
ergeben sich für
eine Abschätzung
der Spezifischen Absorptionsrate (SAR), die ein Maß für die Absorption
von elektromagnetischen Feldern in biologischem Gewebe ist. In bekannten SAR-Abschätzungsverfahren
fließt
auch die Temperatur des Untersuchungsraums eines medizinischen Untersuchungsgeräts mit ein.
Durch die erfindungsgemäße Kühlungsvorrichtung
sind immer aktuelle Daten über
eine herrschende Temperatur verfügbar und
die Abschätzung
kann sehr genau durchgeführt werden.
Dadurch kann die Abschätzung
weniger restriktiv erfolgen, denn der geschätzte Wert ist mit kleineren
Fehlern behaftet und kann daher näher an einen geltenden Maximalwert
heranreichen, ohne Gefahr, dass dieser tatsächlich überschritten wird.
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Darüber hinaus
senkt eine niedrigere Temperatur im Untersuchungsraum die herrschende
Absorptionsrate. Dies kann wiederum Untersuchungspausen einsparen
und insbesondere bei Magnetresonanzgeräten Untersuchungssequenzen
mit starken elektromagnetischen Wechselfeldern überhaupt erst ermöglichen.
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Vorteilhafterweise
ist die Steuereinheit der Kühlungsvorrichtung
mit einer Eingabeeinheit verbunden. Somit können z. B. Zielwerte und/oder
Toleranzen für
die in dem Untersuchungsraum herrschende Temperatur den individuellen
Wünschen
eines Patienten oder bestimmten Untersuchungssequenzen angepasst
werden. Dies kann, insbesondere auch während der Untersuchung, entweder
von die Untersuchung betreuendem Personal, oder direkt von dem Patienten
selbst geschehen. Entsprechende Eingabeeinheiten sind bekannt.
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In
einer vorteilhaften Ausgestaltung umfassen Öffnungen der Luftauslassvorrichtung
Luftmengenreguliervorrichtungen zum Regeln einer Luftdurchströmmenge.
Dies kann z. B. dadurch erfolgen, dass mittels der Luftmengenreguliervorrichtungen der
Durchmesser der Öffnungen
regelbar und/oder der Druck der klimatisierten Luft von der Kühlungsvorrichtung
an den Öffnungen
variierbar ist. Dadurch kann ein durch die einströmende klimatisierte
Luft verursachter Luftzug sowie ein Ein strömvolumen pro Zeit der klimatisierten
Luft auf einfache Weise reguliert werden.
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In
einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform umfasst die Kühlungsvorrichtung
eine mit der Steuereinheit verbundene Positionsbestimmungsvorrichtung
zur Bestimmung einer Position eines Körperteils eines in dem Untersuchungsraum
befindlichen Patienten. Auf Basis dieser Positions-Informationen
kann die Steuereinheit die Kühlungsvorrichtung auf
einfache Weise derart steuern, dass ein durch einströmende klimatisierte
Luft verursachter Luftzug nicht direkt oder nur abgeschwächt auf
z. B. das Körperteil
des Patienten trifft, dessen Position bestimmt wurde. Dies kann
beispielsweise dadurch geschehen, dass Öffnungen in der Luftauslassvorrichtung, die
auf die Position des Körperteils
gerichtet sind, verschlossen, verengt oder abgelenkt werden. Mögliche Positionsbestimmungsvorrichtungen
sind beispielsweise Kameras, Lichtvisiere oder andere bekannte Vorrichtung
zur Positionsbestimmung in medizinischen Untersuchungsgeräten. Auch
ein häufig vor
Untersuchungen mittels bildgebender medizinischer Untersuchungsgeräte, wie
z. B. Magnetresonanzgeräte,
durchgeführter
sogenannter „Justagescann” kann hierfür verwendet
werden.
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Patienten
empfinden es regelmäßig als
besonders unangenehm, wenn ein Luftzug sie direkt ins Gesicht trifft.
Daher ist es besonders vorteilhaft mittels der Positionsbestimmungsvorrichtung
eine Position des Kopfes bzw. des Gesichts eines Patienten im Untersuchungsraum
zu bestimmen und ein „anblasen” desselben
durch die Steuereinheit zu verhindern.
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Wie
bereits erwähnt
ist die Steuereinheit über
eine Datenverbindung mit einer Kontrolleinheit verbunden, die eine
mit dem medizinischen Untersuchungsgerät durchzuführende Untersuchung steuert. Dadurch
kann die Steuereinheit auf einfache Weise bereits vor Start einer
nächsten
Untersuchungssequenz Informationen über die Dauer der Untersuchung
und/oder der geplanten Untersuchungsart, insbesondere der angewendeten
MR- Sequenzen, erhalten.
Aus diesen Informationen kann bereits im Voraus ein Verlauf der
Temperatur im Untersuchungsraum ohne Temperaturregelung berechnet oder
abgeschätzt
werden, und entsprechende gegensteuernde Maßnahmen, z. B. in Form von
Regelbefehlen an die Klimatisierungsvorrichtung, eingeleitet werden.
Auf diese Weise bleibt die Temperatur ständig auf einem gewünschten
Wert. Die Kühlungsvorrichtung
reagiert nicht mehr nur auf erfolgte Temperaturänderungen, sondern kann die
Temperatur vorausschauend regeln.
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Die
bezüglich
der Kühlungsvorrichtung
beschriebenen Vorteile und Ausgestaltungen gelten für das medizinische
Untersuchungsgerät
analog.
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Weitere
Vorteile und Einzelheiten der vorliegenden Erfindung ergeben sich
aus den im Folgenden beschriebenen Ausführungsbeispielen sowie anhand
der Zeichnungen. Die aufgeführten Beispiele stellen
keine Beschränkung
der Erfindung dar. Es zeigt:
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Fig.
schematisch ein erfindungsgemäßes medizinisches
Untersuchungsgerät
mit einer erfindungsgemäßen Kühlungsvorrichtung
am Beispiel eines Magnetresonanzgeräts.
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Die
Figur zeigt in einer schematischen Darstellung ein erfindungsgemäßes medizinisches
Untersuchungsgerät
am Beispiel eines Magnetresonanzgeräts 1 mit einer erfindungsgemäßen Kühlvorrichtung 2.
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Das
Magnetresonanzgerät 1 umfasst
eine Magneteinheit 4, die wiederum in bekannter Weise mindestens
einen Hauptmagneten und Gradientenspulen zur Anregung von Magnetresonanzsignalen in
einem Untersuchungsobjekt umfasst, sowie eine Kontrolleinheit 17 zur
Steuerung des Magnetresonanzgeräts 1 und
eine Liege 8 zur Lagerung eines Untersuchungsobjekts, beispielsweise
eines Patienten P. Des Weiteren umfasst das Magnetresonanzgerät 1 einen
Untersuchungsraum U zum Aufnehmen eines Untersuchungsobjektes, der
von der Magneteinheit 4 umgeben ist und in dem die für eine Untersuchung
nötigen
Felder erzeugt werden können. Weitere
Teile des Magnetresonanzgeräts 1 wie
z. B. Hochfrequenz- und Lokalspulen sind bekannt und der Übersichtlichkeit
halber nicht dargestellt.
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Die
Kühlungsvorrichtung 2 umfasst
eine Temperaturdetektionsvorrichtung 3, eine Klimatisierungsvorrichtung 5,
eine Luftauslassvorrichtung 7, die in dem Untersuchungsraum
U angeordnet ist und mindestens eine in den Untersuchungsraum U
gerichtete Öffnung 9 umfasst,
sowie mindestens eine Luftleitung von der Klimatisierungsvorrichtung 5 zu der
Luftauslassvorrichtung 7, und weiterhin eine z. B. mit
allen aufgeführten
Teilen, insbesondere aber mit der Temperaturdetektionsvorrichtung 3,
zum Datenaustausch verbundene Steuereinheit 13. Zweckmäßig ist
die Kühlungsvorrichtung 2 des
Weiteren mit einer Eingabeeinheit 15 verbunden, von der
z. B. durch die Un tersuchung betreuendes Personal oder einen untersuchten
Patienten direkt ein Zielwert und/oder Toleranzen für die Temperatur
in dem Untersuchungsraum U an die Steuereinheit 13 gegeben
werden können.
Derartige Eingabeeinheiten sind bereits bekannt. Im Weiteren ermöglichen
sie z. B. auch eine Eingabe bezüglich
eines gewünschten
Wertes des Drucks, mit dem klimatisierte Luft die Öffnungen 9 verlassen
soll.
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Die
Temperaturdetektionsvorrichtung 3 detektiert eine in dem
Untersuchungsraum U herrschende Temperatur. Dazu umfasst die Temperaturdetektionsvorrichtung 3 beispielsweise
Temperatursensoren 33a, 33b, die im Inneren des
Untersuchungsraumes U angeordnet sind und über Datenverbindungen 21 mit
der Temperaturdetektionsvorrichtung 3 in Verbindung stehen.
Mögliche
Temperatursensoren umfassen z. B. optische Sensoren, Pyrometer oder
andere bekannte Temperaturmesssensoren. Gegebenenfalls ist auf eine
Kompatibilität
mit dem medizinischen Untersuchungsgerät zu achten. Die Temperatursensoren 33a, 33b können insbesondere
einfach in der Liege 8 des medizinischen Untersuchungsgeräts 1 oder
an der Luftauslassvorrichtung 7 oder einer nach dem Untersuchungsraum
gerichteten Verkleidung des medizinischen Untersuchungsgeräts angeordnet
sein.
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In
einem anderen Ausführungsbeispiel
umfasst die Temperaturdetektionsvorrichtung 3 das Magnetresonanzgerät 1,
das über
temperatursensitive Messsequenzen verfügt. Dann erhält die Temperaturdetektionsvorrichtung 3 über eine
Datenverbindung 21 zu dem Magnetresonanzgerät 1 und/oder der
Kontrolleinheit 17 jeweils mittels des Magnetresonanzgeräts 1 detektierte
Temperaturdaten zur weitern Verwertung.
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Die
Klimatisierungsvorrichtung 5 ist beispielsweise zumindest
ein Teil einer bereits für
den gesamten Untersuchungsraum bzw. für die gesamte medizinische
Einrichtung, in der sich das medizinische Untersuchungsgerät 1 befindet,
vorhandene Klimaanlage. Alternativ kann die Klimatisierungsvorrichtung 5 auch
eine eigenständige
Anlage zur Erzeugung und/oder Aufrechterhaltung einer einstellbaren
Temperatur, Luftfeuchte und/oder Luftqualität darstellen. Derartige Anlagen
sind aus der Klimaanlagentechnik bekannt. Vorteilhaft ist mit der
Klimatisierungsvorrichtung 5 zumindest eine Temperatur der
erzeugten klimatisierten Luft beeinflussbar. In einem einfachen
Fall kann die Klimatisierungsvorrichtung auch lediglich Frischluft,
z. B. von außerhalb
des Gebäudes,
in dem sich das medizinische Untersuchungsgerät befindet, oder von dem das
medizinische Untersuchungsgerät
umgebenden Raum als klimatisierte Luft über Luftleitungen 11 zu
der Luftauslassvorrichtung 7 transportieren.
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Die
Steuereinheit 13 steuert die Klimatisierungsvorrichtung 5 auf
Basis der von der Temperaturdetektionsvorrichtung 3 detektierten
Daten bzgl. der Temperatur in dem Untersuchungsraum U derart, dass
ein voreingestellter, z. B. durch Eingabe mittels der Eingabeeinheit 15,
Wert für
die Temperatur in dem Untersuchungsraum erreicht bzw. gehalten werden
kann. Insbesondere wenn der detektierte Wert der Temperatur in dem
Untersuchungsraum U während
der Untersuchung den gewünschten
Wert übersteigt,
veranlasst die Steuereinheit 13 die Klimatisierungsvorrichtung 5 dazu,
kältere
Luft über
die Luftauslassvorrichtung 7 in den Untersuchungsraum U zu
leiten, um die dortige Temperatur auf den gewünschten Wert abzusenken.
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Die
Luftauslassvorrichtung 7 umfasst mindestens eine in den
Untersuchungsraum U gerichtete Öffnung 9,
durch die die von der Klimatisierungsvorrichtung 5 erzeugte
klimatisierte Luft in den Untersuchungsraum U gelangen kann. Je
mehr Öffnungen 9 von
der Luftauslassvorrichtung 7 umfasst sind, desto gleichmäßiger und/oder
zielgenauer kann die klimatisierte Luft in dem Untersuchungsraum
U verteilt werden. Dementsprechend sind Zahl und Verteilung der Öffnungen 9 um
den Untersuchungsraum U nach dem gegebenen Bedarf zu wählen. Mindestens
eine Öffnung 9 ist
dabei zweckmäßig nahe
dem Zentrum des Untersuchungsraums U angeordnet, da dort in der
Regel die größte Wärmeentwicklung
während
einer Untersuchung liegt.
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In
einem einfachen Ausführungsbeispiel
ist die Luftauslassvorrichtung 7 durch eine nach dem Untersuchungsraum
U gerichtete Verkleidung des medizinischen Untersuchungsgeräts realisiert,
die zumindest teilweise hohl ausgebildet ist, sodass die klimatisierte
Luft durch so gebildete Hohlwege zu den Öffnungen 9 und in
den Untersuchungsraum U gelangen kann. Alternativ kann die Luftauslassvorrichtung 7 z.
B. durch ein im Untersuchungsraum U angeordnetes Röhrensystem
oder anderes Luftleitungssystem verwirklicht werden.
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In
einem weiteren Ausführungsbeispiel
umfassen Öffnungen 9 der
Luftauslassvorrichtung 7 Luftmengenreguliervorrichtungen 23 zum
Regeln einer Luftdurchströmmenge
durch die Öffnungen 9. Derartige
Luftmengenreguliervorrichtungen 23 können z. B. in Form von Düsen mit
variablem Durchmesser und/oder Neigungswinkel realisiert werden, die
eine Regelung der Luftdurchströmmenge
erlauben. Es ist aber auch ein einfacher Öffnungs- und Schließmechanismus
zumindest einzelner Öffnungen 9 denkbar,
der bereits eine Regelung eines durch die einströmende klimatisierte Luft verursachten
Luftzugs sowie eines Einströmvolumens
pro Zeit der klimatisierten Luft erlaubt.
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Die
Luftmengenreguliervorrichtungen 23 sind z. B. über Datenverbindungen 21 mit
der Steuereinheit 13 verbunden, die die Luftdurchströmmenge der
einzelnen Öffnungen über die
Luftmengenreguliervorrichtungen 23 steuern kann. Diese
Steuerung erfolgt z. B. auf Basis von Daten, die die Steuereinheit 13 von
einer Kontrolleinheit 17 zur Steuerung des medizinischen
Untersuchungsgeräts 1 erhält. Dazu
ist die Steuereinheit 13 über eine Datenaustauschverbindung 21 mit
einer Kontrolleinheit 17 verbunden und erhält beispielsweise
Daten über
eine durchzuführende
Untersuchung. Dabei kann die Steuereinheit 13 insbesondere
Daten über
erwartete Positionen des Patienten P in dem Untersuchungsraum U
zu verschiedenen Zeiten der Untersuchung erhalten und die Luftmengenreguliervorrichtungen 23 z.
B. derart steuern, dass jeweils nur ein bestimmter Teil des Patienten
P mit klimatisierter Luft angeblasen wird.
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Weitere
Daten, die die Steuereinheit 13 von der Kontrolleinheit 17 zur
Steuerung der Klimatisierungsvorrichtung 5 erhalten kann
sind etwa die geplante Untersuchungsdauer, die Untersuchungsart und/oder
im Falle eines Magnetresonanzgeräts
als medizinisches Untersuchungsgerät die Untersuchungssequenz.
Auf Basis dieser Daten kann die Steuereinheit 13 bereits
im Voraus zu erwartende Temperaturänderungen in dem Untersuchungsraum U
berechnen und die Klimatisierungsvorrichtung 5 zu gegensteuernden
Maßnahmen
veranlassen.
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In
einer weiteren Ausführungsform
ist die Steuereinheit 13 weiterhin mit einer Positionsbestimmungsvorrichtung 19 verbunden,
um möglichst
genaue Daten über
Positionen des Patienten P oder von Körperteilen des Patienten P
im Untersuchungsraum U während
der Untersuchung zu erhalten. Diese Daten können analog wie bereits beschrieben
von der Steuereinheit 13 zur Steuerung der Klimatisierungsvorrichtung 5 und/oder
der Luftmengenreguliervorrichtungen 23 genutzt werden.
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Insbesondere
eine Bestimmung der Position des Gesichts eines Patienten während der
Untersuchung und eine dementsprechende Steuerung der Klimatisierungsvorrichtung 5 bzw.
der Luftmengenreguliervorrichtungen 23 derart, dass das
Gesicht nicht unangenehm durch die Luftauslassvorrichtung 7 mit kalter
Luft angeblasen wird, erhöhen
den Komfort für den
Patienten P in hohem Maße.
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Als
Positionsbestimmungsvorrichtung 19 kommen z. B. Kameras
oder bei medizinischen Untersuchungsgeräten übliche Lichtvisiere in Betracht, die
schon herkömmlich
zur Bestimmung der Position des Patienten P genutzt werden. Eine
weitere Möglichkeit
Positionsdaten des Patienten zu erhalten ist die Durchführung eines
sogenannten „Justagescans” wie er
bei bildgebenden medizinischen Untersuchungsgeräten üblich ist. Zur Übermittlung
der Daten ist die Positionsbestimmungsvorrichtung 19 über Datenverbindungen 21 mit
der Steuereinheit 13 verbunden.
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Datenverbindungen 21 wie
sie in dem Beispiel genannt sind, können sowohl Kabel- oder BUS-Verbindungen
als auch kabellose Verbindungen wie z. B. Funk-, Bluetooth- oder
Infrarotverbindungen sein. Gegebenenfalls sind die Datenverbindungen 21 auch
geschirmt oder anderweitig an den Gebrauch in Verbindung mit dem
medizinischen Untersuchungsgerät 1 angepasst.
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Ein
weiterer positiver Effekt der Erfindung ist, dass gleichzeitig mit
dem Untersuchungsraum U auch die Umgebung des Untersuchungsraums
U gekühlt
wird, was sich positiv auf die Effektivität des medizinischen Untersuchungsgeräts 1 auswirken
kann. Z. B. bei einem Magnetresonanzgerät 1 betrifft dies insbesondere
auch Gradienten- und Hochfrequenzspulen, die durch die Kühlung effektiver
arbeiten können.