[go: up one dir, main page]

DE102008019688A1 - Fahrzeug zum Überwinden von Stufen - Google Patents

Fahrzeug zum Überwinden von Stufen Download PDF

Info

Publication number
DE102008019688A1
DE102008019688A1 DE200810019688 DE102008019688A DE102008019688A1 DE 102008019688 A1 DE102008019688 A1 DE 102008019688A1 DE 200810019688 DE200810019688 DE 200810019688 DE 102008019688 A DE102008019688 A DE 102008019688A DE 102008019688 A1 DE102008019688 A1 DE 102008019688A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
bearing elements
wheels
vehicle according
wheelchair
legs
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE200810019688
Other languages
English (en)
Inventor
Markus Dobler
Günther Valyko
Andreas Roland Zieschang
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Dobler Markus De
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DE200810019688 priority Critical patent/DE102008019688A1/de
Publication of DE102008019688A1 publication Critical patent/DE102008019688A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61GTRANSPORT, PERSONAL CONVEYANCES, OR ACCOMMODATION SPECIALLY ADAPTED FOR PATIENTS OR DISABLED PERSONS; OPERATING TABLES OR CHAIRS; CHAIRS FOR DENTISTRY; FUNERAL DEVICES
    • A61G5/00Chairs or personal conveyances specially adapted for patients or disabled persons, e.g. wheelchairs
    • A61G5/06Chairs or personal conveyances specially adapted for patients or disabled persons, e.g. wheelchairs with obstacle mounting facilities, e.g. for climbing stairs, kerbs or steps
    • A61G5/063Chairs or personal conveyances specially adapted for patients or disabled persons, e.g. wheelchairs with obstacle mounting facilities, e.g. for climbing stairs, kerbs or steps with eccentrically mounted wheels
    • A61G5/065Chairs or personal conveyances specially adapted for patients or disabled persons, e.g. wheelchairs with obstacle mounting facilities, e.g. for climbing stairs, kerbs or steps with eccentrically mounted wheels with three or more wheels mounted on a rotary cross member, e.g. spiders or spoked wheels with small wheels at the end of the spokes

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Handcart (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft ein Fahrzeug, insbesondere einen Rollstuhl, zum autarken Überwinden von Stufen mit auf mindestens einer Achse (2, 3) angebrachten, drehbaren Lagerelementen (4, 5), wobei die Lagerelemente (4, 5) jeweils mindestens zwei Schenkel (10) aufweisen, an denen jeweils ein Rad (11) angeordnet ist, wobei die Schenkel (10) ferner eine variable Länge aufweisen.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Fahrzeug zum autarken Überwinden von Stufen nach dem Oberbegriff des Hauptanspruchs.
  • Zur Überwindung von Treppen sind diverse technische Vorrichtungen bekannt, die es ermöglichen sollen, Stufenhindernisse wie beispielsweise Treppen oder Bordsteinkanten selbständig oder mit Hilfe von Drittpersonen zu überwinden. So offenbart zum Beispiel die Druckschrift GB 2126540 A ein Fahrzeug zum autarken Überwinden von Stufen mit auf zwei Achsen angebrachten drehbaren Lagerelementen, wobei die Lagerelemente drei Schenkel aufweisen, an denen jeweils ein Rad angeordnet ist. Nachteil des derart beschriebenen Rollstuhls ist, dass damit nur Stufen bis zu einer bestimmten, verhältnismäßig niedrigen Höhe überwunden werden können.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein gattungsgemäßes Fahrzeug zu schaffen, mit dem eine autarke Überwindung von Stufen von in möglichst weiten Grenzen beliebiger Höhe möglich ist, insbesondere auch die Überwindung ausgesprochen großer Stufen.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Fahrzeug mit dem kennzeichnenden Merkmal des Hauptanspruchs in Verbindung mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Hauptanspruchs gelöst. Durch die in den Unteransprüchen angegebenen Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen möglich.
  • Erfindungsgemäß weisen die mindestens zwei Schenkel der jeweiligen Lagerelemente eine variable Länge auf. Dies hat den Vorteil, dass Stufen sehr unterschiedlicher Größe überwunden werden können. So können hohe Stufen genommen werden, indem die Schenkel auf eine große Länge ausgefahren werden, während andererseits durch ein Reduzieren der Länge der Schenkel verhindert werden kann, dass beim Passieren kurzer Stufen Schwierigkeiten auftreten.
  • Bei dem Fahrzeug kann es sich beispielsweise um einen Rollstuhl handeln, bei dem das Prinzip der variierbaren Schenkellänge zur autarken Überwindung von Stufen unterschiedlicher Größe besonders vorteilhaft ausgenutzt werden kann.
  • Das benannte Fahrzeug kann vorteilhafterweise einen vorzugsweise motorischen Antrieb sowohl zum Drehen der Lagerelemente als auch zum Drehen der Räder haben. Für einen ebenerdigen Betrieb des Fahrzeugs können die Räder gedreht werden, während die Lagerelemente selbst ruhen. Zum Überwinden von Stufen hingegen werden Räder und Lagerelemente gedreht. Hierbei wird zunächst ein Schenkel eines Lagerelements durch Drehen des Lagerelements auf die nächsthöhere Stufe gedreht. Während eines solchen Hebens eines Schenkels auf eine nächste Stufe ist es zweckmäßig, wenn die Räder, die sich nun an der Stufenkante zur ersten Stufe befinden, kontrolliert gebremst oder synchronisiert mit der Drehung der Lagerelemente entgegen der Drehrichtung der Lagerelemente drehen, um sowohl ein Wegrutschen oder ein Wegrollen als auch einen Schlupf der Räder zu verhindern.
  • Bei einer bevorzugen Ausführung können die Räder dazu sowohl durch den Antrieb unabhängig von den Lagerelementen als auch synchronisiert mit einer gegenläufigen Drehung der Lagerelemente angetrieben werden.
  • In vorteilhafter Weise können die Schenkel teleskopartig ausgeführt sein, sodass eine Längenverstellbarkeit der Schenkel möglich ist. Weiterhin können bei einer bevorzugten Ausführung zum Antreiben der Räder längs der Schenkel verlaufende teleskopartige Königswellen vorgesehen sein. Diese wiederum können zum Verstellen der Längen der Schenkel jeweils einen Hydraulikzylinder umfassen. Durch die Hydraulikzylinder wird hier ein einfacher Antrieb für die Verstellung der Schenkellänge vorgeschlagen. Die Hydraulikzylinder können dabei als Teleskopzylinder ausgeführt sein. Der Vorteil eines Antriebs der Räder durch teleskopartige Königswellen besteht darin, dass durch die Ausfahrbarkeit der Königswellen eine angetriebene Steuerung der Räder in konstruktiv einfacher Weise bei verschiedenen Längen der Schenkel möglich ist. Eine hydraulische Verstellbarkeit der Schenkel kann alternativ auch unabhängig von den Königswellen realisiert sein. In gleicher Weise kann der Antrieb der Räder an den Schenkeln der Lagerelemente auch als Schneckenantrieb mit entsprechenden längs der Schenkel verlaufenden und vorzugsweise teleskopartig ausgeführten Wellen realisiert sein.
  • Das Fahrzeug kann vorteilhafter Weise eine Vorder- sowie eine Hinterachse aufweisen. Auf jeder dieser Achsen können je zwei Lagerelemente angebracht sein. Die Achsen müssen jedoch nicht durchgehend sein. Zum Beispiel ist es ebenfalls möglich, dass zwei Stummelachsen mit je einem Lagerelement an jeder Seite des Fahrzeugs eine Achse im Sinne der vorliegenden Schrift bilden. Der Abstand zwischen Vorder- und Hinterachse kann verstellbar sein. Ein vergrößerter Abstand bietet den Vorteil der Stabilität des Fahrzeugs beim Treppensteigen oder beim Überwinden von Neigungen. Ein verkleinerter Abstand zwischen den Achsen wirkt sich positiv platzsparend aus.
  • In einer bevorzugten Ausführung kann das Fahrzeug mindestens einen Sitz aufweisen, der parallel zu der zumindest einen Achse schwenkbar sein kann. Dies kann hilfreich sein, um eine aufrechte Haltung einer im Rollstuhl befindlichen Person während einer Überwindung einer Steigung oder während eines Abstiegs zu gewährleisten. Vorteilhafterweise kann ein solcher Sitz auch gegenüber mindestens einer der Achsen in Längsrichtung, also in Fahrtrichtung, verschiebbar sein. Dadurch kann in vorteilhafter Weise eine Schwerpunktlage des Fahrzeugs beim Überwinden von Steigungen oder Stufen optimal eingestellt werden, um insbesondere ein Überschlagen des Rollstuhls zu verhindern.
  • Ausführungsbeispiele der Erfindung werden in der nachfolgenden Beschreibung anhand der 1 bis 9 näher erläutert. Es zeigen
  • 1 eine Seitenansicht eines Rollstuhls in einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung;
  • 2 eine Seitenansicht des Rollstuhls aus 1 mit vergrößertem Abstand zwischen Vorder- und Hinterachse;
  • 3 eine Seitenansicht des Rollstuhls aus 1 beim Überwinden einer Steigung;
  • 4 eine Seitenansicht desselben Rollstuhls auf einer Steigung mit gegenüber der Hinterachse in Längsrichtung verschobenen Sitz
  • 5 eine schematische Seitenansicht des Rollstuhls beim Überwinden von Stufen;
  • 6 in einem Ausschnitt eine Seitenansicht einige Komponenten eines Lagerelements des Rollstuhls;
  • 7 eine Frontansicht des Ausschnitts aus 6;
  • 8 eine Seitenansicht eines Lagerelements mit drei Rädern für einen Rollstuhl in einem anderen Ausführungsbeispiel;
  • 9 eine Frontansicht des Lagerelements mit den Rädern aus 8 mit zusätzlichen Komponenten eines Antriebs.
  • 1 zeigt einen Rollstuhl 1 mit einer Vorderachse 2 und einer Hinterachse 3, auf denen jeweils drehbare Lagerelemente 4, 5 angebracht sind. Der Rollstuhl weist zusätzlich zu einem die Vorderachse 2 mit der Hinterachse 3 verbindenden Rahmen 7 ein lenkbares Innenfahrwerk 6 auf. Das Innenfahrwerk 6 hat vorn bewegliche Stützräder 8 und ermöglicht die Steuerbarkeit des Rollstuhls bei einem ebenerdigen Betrieb, bei dem die Vorderachse 2 angehoben ist. Die Vorderachse 2 ist hier nur zum gradlinigen Fortbewegen über Hindernisse und Treppen oder zum Passieren anderer Steigungen vorgesehen. Der Rahmen 7 weist in Längsrichtung ausfahrbare Teleskopelemente 9 auf. Der Abstand zwischen Vorder- und Hinterachse 2, 3 ist somit variierbar. Dies ist gezeigt in 2.
  • Die Lagerelemente 4, 5 weisen jeweils drei Schenkel 10 auf, an denen jeweils ein Rad 11 gelagert ist. Während des in 1 und 2 gezeigten ebenerdigen Betriebs werden lediglich die Stützräder 8 zur Fortbewegung benötigt, die Lagerelemente 4, 5 befinden sich in Ruhe. Zum Überwinden von Stufen dagegen sind auch die Lagerelemente 4, 5 drehbar. Dazu weist der Rollstuhl einen motorischen Antrieb sowohl zum Drehen der Lagerelemente 4, 5 als auch zum Drehen der Räder 11 auf. Der Antrieb ist so konzipiert, dass die Räder 11 durch den Antrieb insbesondere sowohl unabhängig von den Lagerelementen 4, 5 als auch synchron mit einer typischerweise gleichschnellen gegenläufigen Drehung der Lagerelemente antreibbar sind. Dies ist vorteilhaft beim Erklimmen von Stufen, was weiter unten anhand 5 erläutert wird. Die Räder 11 sind außerdem einzeln bremsbar ausgeführt. Schließlich sind auch die Lagerelemente 4 und 5 bezüglich einer Drehung um die Vorder- bzw. Hinterachse 2, 3 bremsbar, so dass die Lagerelemente 4, 5 insbesondere für einen ebenerdigen Betrieb arretiert werden können.
  • Ein Betrieb des beschriebenen Rollstuhls 1 auf einer Steigung ist in den 3 und 4 dargestellt. Befindet sich der Rollstuhl 1 auf einer Steigung, so kann der Sitz 12 um eine Schwenkachse 13, die parallel zur Hinterachse 3 verläuft, geschwenkt werden, so dass eine Sitzposition einer im Rollstuhl befindlichen Person beibehalten werden kann. In diesem Betriebsmodus rollt der Rollstuhl 1 auf den Rädern 11 aller Lagerelemente 4, 5. Zur Stabilisierung des Schwerpunkts ist der Sitz 12 zusätzlich gegenüber der Hinterachse 3 in Längsrichtung verschiebbar. Dies geschieht hier durch Verschieben der Hinterachse 3 gegenüber dem Rahmen 7 bzw. gegenüber dessen Teleskopelementen 9 und ist in 4 gezeigt.
  • Ein Betrieb des Rollstuhls aus den 1 bis 4 beim Überwinden von Stufen ist schematisch in 5 dargestellt. Die 5 zeigt in verschiedenen Etappen sowohl das Heranrollen des Rollstuhls 1 an eine unterste Treppenstufe als auch spätere Phasen eines autarken Treppenaufstiegs. Ein zuvor nach oben weisender Schenkel 10 des Lagerelements 4, dessen Räder 11 an einer Stufe angelagert sind, wird auf die jeweils nächste Stufe gedreht, der Sitz 12 schwenkt dabei um eine nach wie vor aufrechte Sitzposition zu gewährleisten. Das Rad 11 jedes Lagerelements 4 oder 5, welches sich unten an einer Treppenstufe befindet, dreht sich gegenüber dem jeweiligen Lagerelement 4 oder 5 gleich schnell entgegengesetzt der Drehrichtung dieses Lagerelements 4 oder 5, um ein Wegrollen, sowie ein Verrutschen zu verhindern. So können die Stufen nach und nach erklommen werden, wobei bei Bedarf ja nach Länge der Stufen zwischen zwei Stufen auch jeweils durch Drehen nur der Räder 11 weitergefahren werden kann, bis die nächste Stufe erreicht ist. Dabei ist der variable Abstand zwischen Vorder-2 und Hinterachse 3 sehr vorteilhaft, um einen zu jeder Zeit stabilen Stand des Rollstuhls 1 zu gewährleisten.
  • Die Schenkel 10 der Lagerelemente 4 und 5 sind teleskopartig ausgeführt, umfassen also jeweils zwei ineinander schiebbare Teile. Dadurch wird eine Längenverstellbarkeit der Schenkel erreicht, so dass die Lagerelemente 4 und 5 bezüglich ihrer Größe variiert werden können. Für eine Ausführung einer Längenverstellung der Schenkel 10 sind dabei Hydraulikantriebe vorgesehen. Dadurch kann während eines Betriebs des Rollstuhls – entsprechend können natürlich auch andere Fahrzeuge mit vergleichbaren drehbaren Lagerelementen zum Lagern von Rädern gestaltet werden – eine Länge der Schenkel 10 verstellt und insbesondere an eine Größe – also Höhe und/oder Tiefe – von zu passierenden Stufen angepasst werden.
  • Bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel ist ein Antrieb der an den Schenkeln 10 gelagerten Räder 11 mit Hilfe von ihrerseits teleskopartig ausgeführten und damit ebenfalls längenverstellbaren Königswellen 14 vorgesehen. Eine Seitenansicht eines Ausschnitts eines der – gleichartig ausgeführten – Lagerelemente 4 oder 5, bei der Teile weggelassen und nur einige Komponenten des Lagerelements 4 bzw. 5 abgebildet sind, ist in 6 dargestellt. Die in 6 gezeigten Komponenten sind in 7 noch einmal als Frontansicht dargestellt. Wiederkehrende Merkmale sind dabei wieder mit denselben Bezugszeichen versehen. In den 6 und 7 sind insbesondere die entsprechenden Königswellen 14 zu erkennen, die mit Zahnrädern 15 zusammenwirken, um die Räder 11 anzutreiben, von denen hier nur ein Nabenbereich eines der Räder 11 abgebildet ist. Die Königswellen 15 umfassen bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel jeweils einen mittig in den Königswellen 15 angeordneten Hydraulikzylinder 16 zum hydraulischen Verstellen der Länge der Schenkel 10. Solche Hydraulikzylinder 16 könnten bei anderen Ausführungen auch unabhängig von einem Königsantrieb zum Verstellen der Schenkellängen vorgesehen sein und beispielsweise parallel zu vergleichbaren Königswellen angeordnet oder mit einer anderen Antriebsart kombiniert werden. Schließlich können anstelle der in den 6 und 7 erkennbaren Königswellen 14 auch entsprechende mit Schnecken versehene Wellen vorgesehen sein, um einen Schneckenantrieb der Räder 11 realisieren.
  • Ein Lagerelement, das in einem anderen Ausführungsbeispiel bei einem ansonsten gleichartig gestalteten Rollstuhl an die Stelle der Lagerelemente 4 oder 5 tritt, ist in 8 gezeigt. Auch dieses Lagerelement weist drei teleskopartig ausgeführte und damit längenverstellbare Schenkel 10 auf, an denen jeweils ein Rad 11 drehbar gelagert ist. Die Schenkel 10 umfassen insbesondere jeweils ein inneres Teil 17 und ein diesem gegenüber verschiebbares äußeres Teil 18.
  • Ein Antrieb der Räder 11 ist hier als Kettenantrieb ausgeführt und umfasst eine Kette 19, die dazu über auf Radachsen der Räder 11 sitzende Zahnräder 20 sowie über Planetenräder 21 eines zentral angeordneten Planetengetriebes geführt ist. Um die Kette 19, anstelle derer auch ein Riemen verwendet werden könnte, auch bei einem Ändern der Länge der Schenkel 10 gespannt zu halten, sind unter Federdruck stehende Spannelemente 22 vorgesehen, die drehbar gelagert sind und jeweils mit einem freilaufenden Rad an die Kette 19 drücken.
  • Das in 8 als Seitenansicht gezeigte Lagerelement ist in 9 noch einmal mit weiteren Komponenten als Frontansicht dargestellt. Wiederkehrende Merkmale sind dort wieder mit denselben Bezugszeichen versehen. Zusätzlich erkennbar sind dort ein Schwenkarm 23, mit dem das Lagerelement gegenüber dem Rest des Rollstuhls höhenverstellbar wird, sowie weitere Teile des Antriebs dieses Rollstuhls. Eine erste Antriebs welle 24 treibt über zwei weitere Ketten 25 und 26 das schon erwähnte Planetengetriebe und damit über die Kette 19 die Räder 11 an. Mit einer zweiten Antriebswelle 27 wird über eine einzige, den Schwenkarm 23 überbrückende Kette 28 eine Drehung des Lagerelements selbst angetrieben. Eine dritte Antriebswelle 29 schließlich dient zum Schwenken des Schwenkarms 23 um eine Achse, die koaxial zur zweiten Antriebswelle 27 verläuft. Gelagert sind die Antriebswellen 24, 27 und 29 in einem Teil des Rahmens 7. Die Antriebswellen 24, 27 und 29 können je nach Ausführung z. B. mit einem einzigen Motor angetrieben sein, wozu dann ein Getriebe zum unabhängigen Ansteuern der drei Antriebswellen 24, 27 und 29 vorgesehen ist, oder auch durch einen drei unabhängige Motoren – jeweils einen für jede der drei Antriebswellen 24, 27 und 29 – umfassenden Antrieb des Rollstuhls.
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - GB 2126540 A [0002]

Claims (11)

  1. Fahrzeug zum autarken Überwinden von Stufen mit auf mindestens einer Achse (2, 3) angebrachten, drehbaren Lagerelementen (4, 5), wobei die Lagerelemente (4, 5) jeweils mindestens zwei Schenkel (10) aufweisen, an denen jeweils ein Rad (11) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Schenkel (10) eine variable Länge aufweisen.
  2. Fahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es ein Rollstuhl (1) ist.
  3. Fahrzeug nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass es einen Antrieb sowohl zum Drehen der Lagerelemente (4, 5) als auch zum Drehen der Räder (11) aufweist.
  4. Fahrzeug nach den Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Räder (11) durch den Antrieb sowohl unabhängig von den Lagerelementen (4, 5) als auch synchronisiert mit einer gegenläufigen Drehung der Lagerelemente (4, 5) antreibbar sind.
  5. Fahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Schenkel (10) teleskopartig ausgeführt sind.
  6. Fahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass zum Antreiben der Räder (11) längs der Schenkel (10) verlaufende, teleskopartige Königswellen (14) vorgesehen sind.
  7. Fahrzeug nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Königswellen (14) zum Verstellen der Längen der Schenkel (10) jeweils einen Hydraulikzylinder (16) umfassen.
  8. Fahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Achsen zum Lagern der Lagerelemente (10) zumindest eine Vorderachse (2) und eine Hinterachse (3) aufweisen.
  9. Fahrzeug nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass ein Abstand zwischen der Vorderachse (2) und der Hinterachse (3) verstellbar ist.
  10. Fahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass es mindestens einen Sitz (12) aufweist, wobei der mindestens eine Sitz (12) um eine zu der mindestens einen Achse (2, 3) parallelen Schwenkachse (13) schwenkbar ist.
  11. Fahrzeug nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Sitz (12) relativ zu mindestens einer der Achsen (2, 3) in Längsrichtung verschiebbar ist.
DE200810019688 2008-04-14 2008-04-14 Fahrzeug zum Überwinden von Stufen Withdrawn DE102008019688A1 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE200810019688 DE102008019688A1 (de) 2008-04-14 2008-04-14 Fahrzeug zum Überwinden von Stufen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE200810019688 DE102008019688A1 (de) 2008-04-14 2008-04-14 Fahrzeug zum Überwinden von Stufen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE102008019688A1 true DE102008019688A1 (de) 2009-10-15

Family

ID=41060683

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE200810019688 Withdrawn DE102008019688A1 (de) 2008-04-14 2008-04-14 Fahrzeug zum Überwinden von Stufen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE102008019688A1 (de)

Cited By (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
ITTO20100863A1 (it) * 2010-10-27 2012-04-28 Torino Politecnico Carrozzina ad assetto variabile per disabili
CN103462750A (zh) * 2013-09-30 2013-12-25 河北联合大学 救护用载人机器人机构
EP2870953A4 (de) * 2011-09-13 2016-03-30 Osipov Sergey Surenovich Transportvorrichtung zum transport von gütern und menschen auf treppen und flachen oberflächen
WO2017215267A1 (zh) * 2016-06-17 2017-12-21 中国矿业大学(北京) 车轮及具有该车轮的车辆
DE102020107085A1 (de) 2020-03-16 2021-09-16 Surgitaix Ag Treppensteigvorrichtung

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB2126540A (en) 1982-09-10 1984-03-28 Robert Hester Stair climbing vehicles

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB2126540A (en) 1982-09-10 1984-03-28 Robert Hester Stair climbing vehicles

Cited By (7)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
ITTO20100863A1 (it) * 2010-10-27 2012-04-28 Torino Politecnico Carrozzina ad assetto variabile per disabili
EP2870953A4 (de) * 2011-09-13 2016-03-30 Osipov Sergey Surenovich Transportvorrichtung zum transport von gütern und menschen auf treppen und flachen oberflächen
CN103462750A (zh) * 2013-09-30 2013-12-25 河北联合大学 救护用载人机器人机构
CN103462750B (zh) * 2013-09-30 2015-12-23 河北联合大学 救护用载人机器人机构
WO2017215267A1 (zh) * 2016-06-17 2017-12-21 中国矿业大学(北京) 车轮及具有该车轮的车辆
DE102020107085A1 (de) 2020-03-16 2021-09-16 Surgitaix Ag Treppensteigvorrichtung
DE102020107085B4 (de) 2020-03-16 2024-09-26 Surgitaix Ag Treppensteigvorrichtung

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3322586C1 (de) Behindertenrollstuhl
DE69119237T2 (de) Kraftfahrzeug
DE1505774A1 (de) Treppensteigender Invalidenstuhl
DE102009052253A1 (de) Rollstuhl zum Treppensteigen
DE202008004190U1 (de) Roll- oder Gelenkanordnung
DE102008019688A1 (de) Fahrzeug zum Überwinden von Stufen
DE2321964A1 (de) Motorfahrzeug mit waehrend der fahrt veraenderlicher spurweite
DE10309621A1 (de) Motorgetriebenes, handgeführtes Transportfahrzeug mit intuitiver Haltegriffsteuerung
WO2016110317A1 (de) Fahreinheit
DE102017100007A1 (de) Kipphilfe für Rollatoren
EP2660130A1 (de) Zweispuriges Fahrzeug mit Raupenketten
DE102014202724B4 (de) Breitenverstellbares Schwerlastfahrzeug
EP1131237A1 (de) Transportwagen für kleinlasten, insbesondere golfwagen
EP2239188B9 (de) Schwanenhals für ein Fahrzeug, insbesondere für ein Schwerlastfahrzeug
DE102008013453B4 (de) Rollstuhl-Radstandsverstellung durch Rollstuhlnutzer ohne abzunehmen der Räder
DE3230179A1 (de) Rollstuhl
DE102004019040A1 (de) Treppensteiger zum Selbststeigen, adaptierbar an Handrollstühlen
EP3806802B1 (de) Transportsystem
DE19538223B4 (de) Flurförderzeug
DE102014003488A1 (de) Lenkabnahme und Schwerlast-Transportfahrzeug
DE202014002231U1 (de) Lenkabnahme und Schwerlast-Transportfahrzeug
EP2318301B1 (de) Hebebühne
DE3153007C2 (de)
DE20116026U1 (de) Treppensteigende Vorrichtung
DE102008060060A1 (de) Transportvorrichtung für einen Patienten

Legal Events

Date Code Title Description
R012 Request for examination validly filed
R012 Request for examination validly filed

Effective date: 20150223

R082 Change of representative

Representative=s name: PFENNING MEINIG & PARTNER GBR, DE

R081 Change of applicant/patentee

Owner name: DOBLER, MARKUS, DE

Free format text: FORMER OWNER: DOBLER, MARKUS, 14199 BERLIN, DE

Effective date: 20150518

R082 Change of representative

Representative=s name: PFENNING MEINIG & PARTNER GBR, DE

Effective date: 20150518

Representative=s name: PFENNING, MEINIG & PARTNER MBB PATENTANWAELTE, DE

Effective date: 20150518

R119 Application deemed withdrawn, or ip right lapsed, due to non-payment of renewal fee