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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Anordnung aus einer Operationsleuchte
mit einer Leuchteinheit, in der eine Vielzahl von Leuchtelementen
mit mindestens einer Lichtquelle angeordnet sind, einer Kamera zur
Bilderfassung, einem Bildverarbeitungssystem, einer Steuerungseinheit
zur Ansteuerung der Leuchtelemente, einer Anzeigeeinheit und einer Bedieneinheit.
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Des
Weiteren betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Ausleuchtung vorgewählter
Ausleuchtfelder eines Operationsfeldes.
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Aus
der
DE 20 2005
021 111 U1 ist eine Kombination von Bilderfassungssystem,
Bildverarbeitungssystem und Operationsleuchte bekannt.
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Die
EP 1785665 A1 beschreibt
eine Operationsleuchte mit einer Ansteuerung von Gruppen von Leuchtmitteln,
wobei die Leuchtmittel in mehreren Zonen getrennt voneinander in
der Lichtintensität gesteuert werden können.
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Die
EP 1433998 B1 beschreibt
eine Operationsleuchte mit Steuereinheit, Bilderfassung und Verarbeitungssystem,
bei der durch eine Bilderfassung und durch eine Auswertung eine
Ermittlung von Schattenzonen oberhalb eines Operationsfeldes möglich
ist. Nach der Ermittlung der Schattenzone wird über die
Steuerungseinheit die Lichtverteilung verändert, um die
Schattenwirkung zu vermindern.
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Nachteilig
an dieser Anordnung von Kameras und Operationsleuchten ist es, dass
eine Aufteilung des beleuchteten Operationsfeld in schachbrettartige
Teilbereiche notwendig ist und dass jedem dieser Teilbereiche eine
bestimmte definierte und bekannte Gruppe einer Anzahl von Leuchtmitteln
fest zugeordnet ist.
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Die
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine Vorrichtung
mit einer Operationsleuchte und ein Verfahren zum Betrieb derselben
anzugeben, so dass eine gleichmäßige Ausleuchtung
des Operationsfeldes gegeben ist.
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Die
Lösung dieser Aufgabe erfolgt durch eine Vorrichtung mit
den Merkmalen des Anspruchs 1. Für das Verfahren erfolgt
die Lösung der Aufgabe mit den Merkmalen des Anspruchs
11.
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Zweckmäßige
Ausgestaltungen ergeben sich aus den Unteransprüchen 2
bis 10 und 12 bis 20.
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Die
erfindungsgemäße Vorrichtung besteht aus einer
Operationsleuchte als Leuchtmittel, das aus einer Vielzahl einzelner
Leuchtelemente besteht. In bevorzugter Form handelt es sich dabei
um LED-Leuchtelemente.
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Die
Vorrichtung umfasst weiterhin mindestens eine stationär
zum Operationsfeld ausgerichtete Kamera, mindestens eine zentrale
Leuchteinheit oder eine Gruppe von zentral positionierten Leuchteinheiten,
ein Bildverarbeitungssystem, eine Anzeigeeinheit, eine Bedieneinheit
und eine Steuerungseinheit zur Steuerung der Vielzahl von Leuchtelementen.
Die Kamera ist in einer festen Relation zu einem zugehörigen
Operationsfeld angeordnet, welches sich im Erfassungsbereich der
Kamera befindet. Die Leuchteinheit ist mit einer Vielzahl von Leuchtelementen
so ausgestaltet, dass das Operationsfeld in mehreren Ausleuchtzonen
beleuchtet werden kann.
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Das
Verfahren zum Betrieb eines Beleuchtungssystems zur gleichmäßigen
Ausleuchtung eines Beleuchtungsfeldes beginnt mit dem Einschalten der
Vielzahl von Leuchtelementen in einer Abfolge nacheinander und mit
der Erfassung eines Bildes durch mindestens eine erste Kamera, wobei
zu jedem einzelnen Einschaltereignis eines jeden einzelnen Leuchtelementes
ein Bild erfasst wird, aufgezeichnet wird und in einem ersten Datenfeld
gespeichert wird.
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Anschließend
wird in laufender Folge das von der mindestens ersten Kamera erfasste
Datenbild analysiert, mit dem ersten Datenfeld verglichen. Daraufhin
werden die Ansteuerungsparameter eines ersten Parameterfelds angepasst
und die Steuerungseinheit steuert die einzelnen Leuchtelemente der
Leuchteinheit gemäß dem ersten Parameterfeld fortlaufend
an.
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Eine
Abfolge von elf Schritten veranschaulicht das erfindungsgemäße
Verfahren zum Betrieb eines Beleuchtungssystems zur gleichmäßigen
Ausleuchtung eines Beleuchtungsfeldes im Einzelnen:
Das Verfahren
hat folgenden Ablauf, dass
- a) in einem ersten
Schritt gleichzeitig alle Leuchtelemente der Leuchteinheit durch
die Steuerungseinheit eingeschaltet werden,
- b) in einem zweiten Schritt von mindestens einer ersten Kamera
ein Bild des Operationsfeldes in mindestens einem ersten Erfassungsbereich
erfasst wird und auf der Anzeigeeinheit dargestellt wird,
- c) in einem dritten Schritt über die Bedieneinheit mindestens
ein erstes interessierendes Beleuchtungsfeld mit einer zugehörigen
definierten Helligkeitsverteilung festgelegt wird,
- d) in einem vierten Schritt alle Leuchtelemente der Leuchteinheit
durch die Steuerungseinheit ausgeschaltet werden und nacheinander
in einer Abfolge jedes einzelne der Vielzahl von Leuchtelementen
eingeschaltet wird und zu jedem einzelnen Einschaltereignis eines
einzelnen Leuchtelementes durch mindestens eine erste Kamera ein
Bild erfasst wird, aufgezeichnet und in einem ersten Datenfeld gespeichert
werden,
- e) in einem fünften Schritt das erste Datenfeld analysiert
wird, ob eine Verdeckung der mindestens ersten Kamera bei der Bilderfassung
gegeben war,
- f) in einem sechsten Schritt das erste Datenfeld analysiert
wird und die Parameter zur Ansteuerung der Vielzahl der Leuchtelemente
ermittelt wird und in einem ersten Parameterfeld abgespeichert wird,
- g) in einem siebten Schritt mittels der Steuerungseinheit die
einzelnen Leuchtelemente geschaltet werden und eine Kontrollansicht
der Ausleuchtung auf die Anzeigeeinheit ausgegeben wird,
- h) in einem achten Schritt die Ansteuerung der Vielzahl der
Leuchtelemente über die Bedieneinheit bestätigt,
die Initialisierung beendet und der Betrieb gestartet wird,
- i) in einem neunten Schritt eine Abfrage zur Ausführung
des ersten Betriebsmodus zur gleichmäßigen Ausleuchtung
durchgeführt und der erste Betriebsmodus fortgeführt
wird,
- j) dass in einem zehnten Schritt in laufender Folge das von
der mindestens ersten Kamera erfasste Datenbild analysiert wird
und mit dem ersten Datenfeld verglichen wird und die Ansteuerungsparameter
des ersten Parameterfelds angepasst werden,
- k) dass in einem elften Schritt die Ansteuerung der einzelnen
Leuchtelemente der Leuchteinheit gemäß dem ersten
Parameterfeld vorgenommen wird und der erste Betriebsmodus mit Rücksprung in
den neunten Schritt ununterbrochen fortgesetzt wird.
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In
einer besonderen Ausgestaltung des Verfahrens ist im neunten Schritt
eine Abfrage zur Beendigung des ersten Betriebsmodus mit gleichmäßiger Ausleuchtung
vorgesehen, sowie eine Abfrage zur Umschaltung in einen mindestens
zweiten Betriebsmodus vorgesehen, wobei der zweite Betriebsmodus als
ein Modus mit maximaler Leuchtstärke aller Leuchtelemente,
als ein Modus auf Basis einer durchschnittlichen Helligkeitsverteilung
aller Leuchtelemente nach dem ersten Parameterfeld oder als ein
Modus manueller voreingestellter Leuchtstärke aller Leuchtelemente
ausgebildet sein kann.
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In
einer weiter bevorzugten Ausführung des Verfahrens wird
im dritten Schritt über die Bedieneinheit ein interessierendes
erstes Beleuchtungsfeld und mindestens ein zweites Beleuchtungsfeld
festgelegt.
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In
einer erweiterten Ausgestaltung des Verfahrens kann im Anschluss
an den fünften Schritt, im Falle einer Verdeckung der mindestens
ersten Kamera als Ergebnis der Analyse der Daten im ersten Datenfeld,
ein Rücksprung in den ersten Schritt und damit ein Neustart
der Initialisierung erfolgen, wobei dem Anwender der Grund des Rücksprungs
in Form einer Meldung mitgeteilt wird.
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Das
erfindungsgemäße Verfahren umfasst eine Anordnung
von mindestens einer Leuchteinheit zur Ausleuchtung eines Operationsfeldes,
wobei jede Leuchteinheit aus einer Vielzahl von Leuchtelementen
besteht, und umfasst eine Bildaufnahme der Beleuchtungssituation
mit Hilfe mindestens einer stationär angebrachten ersten
Kamera. Die Beleuchtungssituation wird dem Anwender auf einer Anzeigeeinheit
dargestellt. Der Anwender definiert mit Hilfe einer Bedieneinheit
diejenigen Beleuchtungsfelder im Operationsfeld, bei denen eine
gleichmäßige Ausleuchtung gegeben sein soll. Die
geometrische Form der Beleuchtungsfelder kann dabei beliebig sein,
wobei das Beleuchtungsfeld in seiner Ausdehnung kleiner als das
Operationsfeld ist.
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Beispielhafte
Formen des Beleuchtungsfeldes sind, Kreise, Ellipsen, quadratische-,
trapez- und rechteckförmige Viereckformen, wabenförmige
Formen mit fünf, sechs oder sieben Ecken. Im folgenden Schritt
wird durch die Ansteuereinheit eine sequentielle Einschaltung aller
Leuchtelemente durchgeführt, wobei zu jedem Einschaltereignis
jedes einzelnen Leuchtelementes durch die Kamera ein Bild aufgenommen
wird.
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Die
Aufnahmen der Kamera werden in einem ersten Datensatz gespeichert.
Im nächsten Schritt wird berechnet, welchen Anteil ein
einzelnes Leuchtelement an einem Abbildungssegment des Operationsfeldes
und des definierten Beleuchtungsfeldes hat. Daraus ergibt sich ein
zweidimensionales Datenfeld aus Ausleuchtwerten des Operationsfeldes
mit der Untermenge eines Datenfeldes, das das definierte Beleuchtungsfeld
beschreibt.
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Nach
dieser Initialisierung steuert die Steuerungseinheit einzelne Leuchtelemente
gleichzeitig so an, so dass eine gleichmäßige
Ausleuchtung des vom Anwender definierten Beleuchtungsfeldes gegeben
ist.
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Die
Kamera erfasst die Beleuchtungssituation des Operationsfeldes und
des definierten Beleuchtungsfeldes. Die Bildsignale werden der Bildverarbeitungseinheit
zugeführt, welche die Gleichmäßigkeit
der Ausleuchtung analysiert. Die Gleichmäßigkeit
der Ausleuchtung kann durch einen Vergleich mit einem vorbestimmten
Grenzwert bestimmt werden. Mathematische Methoden ermöglichen
zusätzlich eine Ermittlung der Verhältnisse der
Ausleuchtintensitäten zueinander, zu einem vorbestimmten
Grenzwert oder einem Mittelwert der Ausleuchtintensitäten.
So wird bei der Analyse mit Hilfe der Methode der kleinsten Quadrate
die Abweichung der Helligkeitsverteilung einer Gruppe von Messwerten in
Bezug auf die hinterlegten oder vorgewählten Sollwerte
oder auch der Helligkeitsverteilung der Messwerte innerhalb der
Gruppe von Messwerten zueinander ermittelt.
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Die
Anwendung der Methode der kleinsten Quadrate steht hier für
ein bekanntes Verfahren der Bildauswertung, andere Verfahren der
Bildauswertung, wie eine Analyse der Frequenzanteile in Form einer
Verteilungsauswertung (Histogramm-Analyse) mit vorhergehender Frequenztransformation
(FFT), die gezielte Auswertung bestimmter Punktmarkierungen im ersten
Beleuchtungsfeld stellen alternative und zusätzlich anwendbare
Methoden zur Bildauswertung dar.
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Eine
Einbeziehung vergangener Bilddaten für eine Trendanalyse
der Helligkeitsänderung und auch einer Helligkeitsverschiebung
von einer Gruppe von Bildsegmenten zu einer anderen Gruppe von Bildsegmenten
ermöglicht in einer besonderen Ausführungsform
eine Möglichkeit, sowohl eine temporäre Abschattung
einzelner Gebiete des ersten Beleuchtungsfeldes, als auch durch
Bewegung verursachte dynamische Schattenvorgänge zu erkennen.
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Die
Ergebnisse der Analyse werden in einem ersten Parameterfeld abgespeichert
und im Regelkreis mit der Steuerungseinheit wird die Beleuchtungsstärke
einzelner Leuchtelemente so gesteuert, dass innerhalb des Beleuchtungsfeldes
eine geringste mögliche relative Abweichung der Helligkeitsverteilung
der mit der Kamera erfassten Ausleuchtung in Bezug auf hinterlegte
oder vorgewählte Sollwerte der Helligkeitsverteilung oder
auch innerhalb einer Gruppe von Bildsegmenten im Beleuchtungsfeld
verbleibt.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform sind Mittel zur pulsartigen
Umschaltung vorgesehen und die Leuchtelemente so ausgebildet, dass
eine Umschaltung der Leuchtelemente mit einer Umschaltfrequenz oberhalb
der Flimmerfusionsfrequenz von 80 Hz so schnell erfolgen kann, dass
die Umschaltvorgänge in der Helligkeit des ausgestrahlten
Lichts vom menschlichen Auge nicht störend wahrgenommen werden
können. Geeignete Leuchtelemente zu einer schnellen Umschaltung
sind Leuchtdioden.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform sind mindestens zwei
Kameras vorhanden, deren Erfassungsbereiche sich überdecken
und die in einer festen Relation zum Operationsfeld angeordnet sind.
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In
einer alternativen Variante ist die Steuereinheit ausgebildet, eine
Anzahl von mindestens zwei Leuchteinheiten auf Basis der Bildauswertung zu
steuern.
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In
einer weiterhin bevorzugten Ausführungsform ist in die
erste und/oder die zweite Kamera ein Bestandteil einer zentralen
Leuchteinheit.
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In
einer besonderen Ausführung ist die mit der Kamera verbundene
Leuchteinheit ortsfest an der Decke des Operationssaales direkt
zentral über dem Operationsfeld angeordnet, während
weitere zusätzliche Leuchteinheiten beweglich und schwenkbar
um die zentrale Leuchteinheit angeordnet sind, wobei diese zusätzlichen
Leuchteinheiten in die Beleuchtungssteuerung mit einbezogen sind.
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Eine
spezielle Ausprägung des Verfahrens ist so ausgeführt,
dass ein besonderer Betriebsmodus vorgesehen ist, bei dem zugunsten
einer größten Intensität der Ausleuchtung
des Operationsfeldes eine geringe Priorität für
die gleichmäßige Ausleuchtung des Beleuchtungsfeldes
einstellbar ist.
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Ein
Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand
der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
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1 Eine
Anordnung bestehend aus einem Operationsfeld, einer Leuchteinheit,
einer Anzeige-, einer Bedien- und einer Steuerungseinheit und einer ersten
Kamera.
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2 Die
Aufteilung der Abbildung des Operationsfeldes in Bildsegmente und
einen ersten Erfassungsbereich einer ersten Kamera
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3 Die
Aufteilung des Operationsfeldes in Verbindung mit einem definierten
Beleuchtungsfeld
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4 Eine
Anordnung bestehend aus einem Operationsfeld, einer Leuchteinheit,
einer Anzeige-, einer Bedien- und einer Steuerungseinheit und zwei Kameras
mit zwei überlappenden Erfassungsbereichen
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5 Die
Aufteilung der Abbildung des Operationsfeldes in Bildsegmente und
einen ersten und zweiten Erfassungsbereich zweier Kameras
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6 Die
Aufteilung des Operationsfeldes in Verbindung mit zwei definierten
Beleuchtungsfeldern
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7 Die
Aufteilung der Abbildung des Operationsfeldes in Bildsegmente in
Zusammenschau mit den Ausleuchtzonen einzelner Leuchtelemente
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8 Einen
Ablaufplan zur Initialisierung und zur Aktivierung eines Betriebsmodus
zur gleichmäßigen Ausleuchtung
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In 1 ist
eine erfindungsgemäße erste Leuchteinheit 3,
wie sie beispielsweise in Operationssälen von Krankenhäusern
ihren Einsatz findet, bestehend aus einem Leuchtengehäuse 1,
mit einer Vielzahl von Leuchtelementen 6 dargestellt. Das Leuchtengehäuse 1 ist über
eine Aufhängung 9 an einer nicht dargestellten
Decke des Operationssaals befestigt. Weiter dargestellt ist eine
erste Kamera 7 mit einem ersten Erfassungsbereich 10.
Dieser erste Erfassungsbereich 10 ist geeignet ausgebildet,
das Operationsfeld 2 einer Liegefläche 30 abzudecken. Die
erste Leuchteinheit 3 ist über eine erste Steuerleitung 22 mit
einer ersten Steuerungseinheit 18 verbunden.
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Die
als Feld aus Bildsegmenten 26 von Kamera 7 erfassten
Daten werden über eine erste Signal- und Schaltleitung 20 einer
Bildverarbeitungseinheit 17 zugeführt. Die Bildverarbeitungseinheit 17 ist mittels
einer zweiten Steuerleitung 23 mit einer Bedieneinheit 16 und
mittels einer dritten Steuerleitung 24 mit einer Anzeigeeinheit 19 und
ist mittels einer vierten Steuerleitung 25 mit der Steuerungseinheit 18 verbunden.
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Die
Steuerungseinheit 18 ist ausgebildet, die einzelnen Leuchtelemente 6 individuell
in ihrer Lichtstärke zu steuern.
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In 2 ist
ein Bild des Operationsfelds 2 mit von der ersten Kamera 7 erfassten
Bildsegmenten 26 eines ersten Erfassungsbereiches 10 der
ersten Kamera 7 dargestellt. Die Bildsegmente 26 sind
in einer Ausrichtung über die Variable i von 1 bis n, in
einer dazu senkrecht stehenden Ausrichtung über die Variable
j von 1 bis m in einem ersten Datenfeld 57 (siehe 8)
indiziert. Die durch die Indices des ersten Datenfeldes 57 bestimmten
Bildsegmente ergeben eine horizontale und vertikale Auflösung
eines Kamerabildes, wobei das Produkt aus horizontaler und vertikaler
Auflösung bei einer Beschreibung der technischen Merkmale
einer digital aufzeichnenden Kamera üblicherweise als Auflösung
in Pixeln angegeben wird.
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In 3 ist
ein Bild des Operationsfelds 2 mit den Bildsegmenten 26 und
einem ersten Erfassungsbereich 10 der ersten Kamera 7 dargestellt.
In dem Bild des Operationsfelds 2 ist ein erstes Beleuchtungsfeld 13 mit
der zugehörigen Untermenge einer ersten Gruppe von Bildsegmenten 26 dargestellt,
das in Position und Größe im Operationsfeld 2 mit
einem ersten Koordinatensatz 27 über die Feldindices
i = 60 bis 200 und j = 30 bis 80 beschrieben wird.
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In 4 sind
neben den Komponenten aus 1 eine zweite
Kamera 8 mit einem zweiten Erfassungsbereich 11 dargestellt.
Die zweite Kamera 8 ist mittels einer zweiten Signal- und
Schaltleitung 21 an die Bildverarbeitungseinheit 17 angeschlossen.
Gleiche Komponenten wie in 1 sind dabei
mit der gleichen Bezifferung versehen.
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In 5 ist
ein Bild des Operationsfelds 2 mit den indizierten Bildsegmenten 26 und
einem zweiten Erfassungsbereich 11 der zweiten Kamera 8,
sowie einem alternativen ersten Erfassungsbereich 10 der ersten
Kamera 7 dargestellt.
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In 6 ist
ein Bild des Operationsfelds 2 mit den Bildsegmenten 26 und
einem zweiten Erfassungsbereich 11 der zweiten Kamera 8 sowie
einem alternativen ersten Erfassungsbereich 10 der ersten Kamera 7 dargestellt.
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In
dem Operationsfeld 2 ist ein zweites Beleuchtungsfeld 14 mit
der zugehörigen Untermenge einer zweiten Gruppe von Bildsegmenten 26 dargestellt,
das in seiner Position und Größe im Operationsfeld 2 mit
einem zweiten Koordinatensatz 28 über die Feldindices
i = 60 bis 140 und j = 30 bis 80 beschrieben wird. Ein drittes Beleuchtungsfeld 15 wird mit
einem dritten Koordinatensatz 29 den Feldindices i = 200
bis 250 und j = 40 bis 70 beschrieben.
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In 7 ist
ein Bild des Operationsfelds 2 nach 2 mit den
Bildsegmenten 26 und einer beispielhaften Anzahl von dargestellten
zehn Ausleuchtzonen 31, 32, 33, 34, 35, 36, 37, 38, 39, 40 dargestellt.
Die Ausleuchtzonen ergeben sich aus einer Anzahl von zehn eingeschalteten
Leuchtelementen 6 der ersten Leuchteinheit 3 im
Leuchtengehäuse 1.
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Das
Verfahren zur gleichmäßigen Ausleuchtung eines
Beleuchtungsfeldes ist in 8 als Ablaufplan
dargestellt und beginnt nach dem Start 50 in einem ersten
Schritt 51 mit der gleichzeitigen Einschaltung aller Leuchtelemente 6 in
der ersten Leuchteinheit 3 durch die Steuerungseinheit 18,
wobei die Leuchtelemente 6 der ersten Leuchteinheit 3 das
Licht in die Ausleuchtzonen 31, 32, 33, 34, 35, 36, 37, 38, 49, 40 abstrahlen.
In einem zweiten Schritt 52 wird von der ersten Kamera
ein Bild des Operationsfeldes 2 erfasst und auf der Anzeige 19 als
erste Beleuchtungsansicht 53 dargestellt. In einem dritten
Schritt 54 legt der Anwender in einer ersten Bedienung 55 über
die Bedieneinheit 16 das interessierende erste Beleuchtungsfeld 13 mit
einer zugehörigen definierten Helligkeitsverteilung fest.
In einem vierten Schritt 56 werden zuerst alle Leuchtelemente 6 ausgeschaltet
und in einer Initialisierungsroutine wird nacheinander folgend jedes
einzelne der Vielzahl von Leuchtelementen 6 eingeschaltet
und zu jedem einzelnen Einschaltereignis 58 eines einzelnen
Leuchtelementes 6 wird durch die erste Kamera 7 ein
Bild erfasst, aufgezeichnet und in einem ersten Datenfeld 57 gespeichert.
In einem fünften Schritt 59 wird das erste Datenfeld 57 mit
Hilfe der Bildverarbeitungseinheit 17 analysiert, ob eine
Verdeckung der ersten Kamera 7 bei der Bildverarbeitung
gegeben war. Im Falle einer Verdeckung der ersten Kamera 7 wird
an den Anfang der Initialisierung in den ersten Schritt 51 zurückgesprungen
und der Anwender wird über die nicht erfolgreiche Initialisierung über
die Anzeigeeinheit 19 informiert. In einem sechsten Schritt 61 wird
das erste Datenfeld 57 mit Hilfe der Bildverarbeitungseinheit 17 analysiert
und die Ansteuerungs-Parameter zur Ansteuerung der Vielzahl der Leuchtelemente 6 zur
Erzielung einer gleichmäßigen Ausleuchtung im
ersten Beleuchtungsfeld 13 ermittelt und in einem ersten
Parameterfeld 60 abgespeichert. Mittels der Steuereinheit 18 werden
in einem siebten Schritt 64 die einzelnen Leuchtelemente 6 entsprechend
der ermittelten Ansteuerungsparameter des ersten Parameterfelds 60 geschaltet,
wobei die geschalteten Ausleuchtzonen 31, 32, 33, 34, 35, 36, 37, 38, 39, 40 eine
gleichmäßige Ausleuchtung im ersten Beleuchtungsfeld 13 bewirken.
Weiterhin wird in diesem siebten Schritt 64 eine Kontrollansicht 62 der
Ausleuchtung auf die Anzeigeeinheit 19 ausgegeben.
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Mit
einer zweiten Bedienung 63 als Bestätigung der
dargestellten Kontrollansicht 62 der Ausleuchtung durch
den Anwender in einem achten Schritt 67 ist die Initialisierung
abgeschlossen und zu Ende 65 geführt.
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Danach
wird das Verfahren zur gleichmäßigen Ausleuchtung
mit dem Start 66 fortgesetzt. In einem neunten Schritt 69 findet
eine Abfrage an den Anwender statt, ob er den ersten Betriebsmodus 71 zur
gleichmäßigen Ausleuchtung des ersten Beleuchtungsfeldes 13 aktivieren
oder einen zweiten Betriebsmodus 72 zur Ausleuchtung aktivieren möchte.
Wählt in einer dritten Bedienung 68 der Anwender
mittels der Bedieneinheit 16 den ersten Betriebsmodus zur
gleichmäßigen Ausleuchtung 71 des ersten
Beleuchtungsfeldes 13, so werden im zehnten Schritt 70 in
laufender Folge die von der ersten Kamera 7 aktuell erfassten
Bilddaten 74 analysiert und mit dem ersten Datenfeld 57 verglichen
und die Ansteuerungsparameter des ersten Parameterfelds 60 werden
angepasst.
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In
einem elften Schritt 75 erfolgt die Ansteuerung der einzelnen
Leuchtelemente 6 der ersten Leuchteinheit 3 entsprechend
der ermittelten Ansteuerungsparameter des ersten Parameterfeldes 60. Nach
dem elften Schritt 75 kehrt der Ablauf zum neunten Schritt 69 zurück
und verbleibt in einer sich wiederholenden Dauerschleife, die bei
Einsprung in den neunten Schritt 69 vom Anwender zum Ende 73 geführt
werden kann. In der dritten Bedienung 68 hat der Anwender
zum ersten Betriebsmodus 71 alternativ die Wahl, den ersten
Betriebsmodus 71 abzuschalten und in einen zweiten Betriebsmodus 72 zur Ausleuchtung
des ersten Operationsfeldes 2 umzuschalten. Der zweite
Betriebsmodus 72 kann dabei ein Modus mit maximaler Leuchtstärke
aller Leuchtelemente 6 oder ein Modus auf Basis einer durchschnittlichen
Helligkeitsverteilung aller Leuchtelemente 6 nach dem ersten
Parameterfeld 60 oder als ein Modus manuell voreingestellter
Leuchtstärken aller Leuchtelemente 6 sein.
-
- 1
- Leuchtengehäuse
- 2
- Operationsfeld
- 3
- Erste
Leuchteinheit
- 4
- Zweite
Leuchteinheit
- 5
- Dritte
Leuchteinheit
- 6
- Leuchtelemente
- 7
- Erste
Kamera
- 8
- Zweite
Kamera
- 9
- Aufhängung
- 10
- Erster
Erfassungsbereich
- 11
- Zweiter
Erfassungsbereich
- 13
- Erstes
Beleuchtungsfeld
- 14
- Zweites
Beleuchtungsfeld
- 15
- Drittes
Beleuchtungsfeld
- 16
- Bedieneinheit
- 17
- Bildverarbeitungseinheit
- 18
- Steuerungseinheit
- 19
- Anzeigeeinheit
- 20
- Erste
Signal- und Schaltleitung
- 21
- Zweite
Signal- und Schaltleitung
- 22
- Erste
Steuerleitung
- 23
- Zweite
Steuerleitung
- 24
- Dritte
Steuerleitung
- 25
- Vierte
Steuerleitung
- 26
- Bildsegmente
- 27
- Erster
Koordinatensatz
- 28
- Zweiter
Koordinatensatz
- 29
- Dritter
Koordinatensatz
- 30
- Liegefläche
- 31–40
- Ausleuchtzonen
- 50
- Start
1
- 51
- Erster
Schritt
- 52
- Zweiter
Schritt
- 53
- Erste
Beleuchtungsansicht
- 54
- Dritter
Schritt
- 55
- Erste
Bedienung
- 56
- Vierter
Schritt
- 57
- Erstes
Datenfeld
- 58
- Einschaltereignis
- 59
- Fünfter
Schritt
- 60
- Erstes
Parameterfeld
- 61
- Sechster
Schritt
- 62
- Kontrollansicht
- 63
- Zweite
Bedienung
- 64
- Siebter
Schritt
- 65
- Stop
1
- 66
- Start
2
- 67
- Achter
Schritt
- 68
- Dritte
Bedienung
- 69
- Neunter
Schritt
- 70
- Zehnter
Schritt
- 71
- Erster
Betriebsmodus
- 72
- Zweiter
Betriebsmodus
- 73
- Stop
2
- 74
- Bilddaten
- 75
- Elfter
Schritt
-
ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
-
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-
Zitierte Patentliteratur
-
- - DE 202005021111
U1 [0003]
- - EP 1785665 A1 [0004]
- - EP 1433998 B1 [0005]