[go: up one dir, main page]

DE102008018984A1 - Klebebahn zur Abdichtung einer Bodenfläche in einem Feuchtraum - Google Patents

Klebebahn zur Abdichtung einer Bodenfläche in einem Feuchtraum Download PDF

Info

Publication number
DE102008018984A1
DE102008018984A1 DE102008018984A DE102008018984A DE102008018984A1 DE 102008018984 A1 DE102008018984 A1 DE 102008018984A1 DE 102008018984 A DE102008018984 A DE 102008018984A DE 102008018984 A DE102008018984 A DE 102008018984A DE 102008018984 A1 DE102008018984 A1 DE 102008018984A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
adhesive
adhesive layer
film
base plate
base surface
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Ceased
Application number
DE102008018984A
Other languages
English (en)
Inventor
Markus Daniel
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Airbus Operations GmbH
Original Assignee
Airbus Operations GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Airbus Operations GmbH filed Critical Airbus Operations GmbH
Priority to DE102008018984A priority Critical patent/DE102008018984A1/de
Publication of DE102008018984A1 publication Critical patent/DE102008018984A1/de
Ceased legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09JADHESIVES; NON-MECHANICAL ASPECTS OF ADHESIVE PROCESSES IN GENERAL; ADHESIVE PROCESSES NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE; USE OF MATERIALS AS ADHESIVES
    • C09J7/00Adhesives in the form of films or foils
    • C09J7/20Adhesives in the form of films or foils characterised by their carriers
    • C09J7/22Plastics; Metallised plastics
    • C09J7/25Plastics; Metallised plastics based on macromolecular compounds obtained otherwise than by reactions involving only carbon-to-carbon unsaturated bonds
    • C09J7/255Polyesters
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09JADHESIVES; NON-MECHANICAL ASPECTS OF ADHESIVE PROCESSES IN GENERAL; ADHESIVE PROCESSES NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE; USE OF MATERIALS AS ADHESIVES
    • C09J2301/00Additional features of adhesives in the form of films or foils
    • C09J2301/10Additional features of adhesives in the form of films or foils characterized by the structural features of the adhesive tape or sheet
    • C09J2301/12Additional features of adhesives in the form of films or foils characterized by the structural features of the adhesive tape or sheet by the arrangement of layers
    • C09J2301/124Additional features of adhesives in the form of films or foils characterized by the structural features of the adhesive tape or sheet by the arrangement of layers the adhesive layer being present on both sides of the carrier, e.g. double-sided adhesive tape
    • C09J2301/1242Additional features of adhesives in the form of films or foils characterized by the structural features of the adhesive tape or sheet by the arrangement of layers the adhesive layer being present on both sides of the carrier, e.g. double-sided adhesive tape the opposite adhesive layers being different
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09JADHESIVES; NON-MECHANICAL ASPECTS OF ADHESIVE PROCESSES IN GENERAL; ADHESIVE PROCESSES NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE; USE OF MATERIALS AS ADHESIVES
    • C09J2423/00Presence of polyolefin
    • C09J2423/005Presence of polyolefin in the release coating
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09JADHESIVES; NON-MECHANICAL ASPECTS OF ADHESIVE PROCESSES IN GENERAL; ADHESIVE PROCESSES NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE; USE OF MATERIALS AS ADHESIVES
    • C09J2467/00Presence of polyester
    • C09J2467/006Presence of polyester in the substrate

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Floor Finish (AREA)
  • Adhesives Or Adhesive Processes (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft eine kombinierte Klebebahn 1, 12, 17 zur flüssigkeitsdichten Versiegelung einer mindestens eine Bodenplatte 2 umfassenden Bodenfläche in einem Feuchtraum 4 in einem Verkehrsmittel, insbesondere in einem Flugzeug. Gleichzeitig dient die Klebebahn 1, 12, 17 zur Lagefixierung eines nichttextilen Bodenbelags 3 auf der Bodenfläche des Feuchtraums 4. Erfindungsgemäß verfügt die Klebebahn 1, 12, 17 über eine wasserdichte Trägerfolie 8, 13, 18, die zumindest bereichsweise mit einer unteren Klebeschicht 10, 14, 19 und zumindest bereichsweise mit einer oberen Klebeschicht 11, 15, 20 versehen ist. Die Trägerfolie 8, 13, 18 ist bevorzugt eine Polyesterfolie mit geringer Dicke. Mittels der Klebebahn 1, 12, 17 lässt sich beispielsweise ein nichttextiler Bodenbelag 3 in einer Sanitärzelle oder einer Bordküche in nur zwei Arbeitsschritten gegenüber dem Untergrund bzw. der mindestens einen Bodenplatte 2 abdichten und verkleben. Darüber hinaus entfällt das ansonsten erforderliche, zusätzliche Aufbringen eines separaten Kantenschutzes auf die mindestens eine Bodenplatte 2, um die andernfalls auftretenden Beschädigungen der Bodenplatte 2 beim Wiederablösen des Bodenbelags 3 zu vermeiden.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Klebebahn zur Abdichtung einer mit mindestens einer Bodenplatte gebildeten Bodenfläche in einem Feuchtraum in einem Verkehrsmittel, insbesondere einem Flugzeug, und zur Lagefixierung eines nichttextilen Bodenbelags auf der Bodenfläche.
  • Innerhalb einer Passagierkabine eines Flugzeugs wird aus Komfort- und Lärmschutzgründen üblicherweise ein textiler Bodenbelag, wie zum Beispiel ein Schlingenteppich, ein Veloursteppich oder dergleichen, auf dem Fußboden verlegt. In Feuchträumen, wie zum Beispiel in Bordküchen oder sanitären Einrichtungen, werden hingegen glatte, nichttextile und wasserundurchlässige Bodenbeläge, wie beispielsweise genoppte Kunststoffbahnen mit einer rückseitigen Laminatkaschierung, auf dem Fußboden verlegt. Der Fußboden innerhalb von Passagierflugzeugen ist üblicherweise mit Sandwichplatten in Leichtbauweise gebildet, die vorzugsweise eine honigwabenförmige Kernstruktur aufweisen, die beidseitig mit Deckschichten aus einem faserverstärkten Kunststoffmaterial bedeckt ist.
  • Ein großes Problem stellt die erforderliche Wasserdichtigkeit innerhalb der Feuchträume dar, denn durch den Bodenbelag hindurch dringendes Wasser kann zu erheblichen Korrosionsproblemen in der unterhalb des Feuchtraums liegenden Rumpfzellenstruktur des Flugzeugs führen. Als Kantenschutz dient in der Regel ein schmales, schwach klebendes Klebeband (z. B. 3M® 850), das randseitig auf die Oberseite jeder Bodenplatte aufgeklebt wird. Hierdurch wird beim Abreißen des Fußbodenbelags von den Bodenplatten eine Ablösung der Deckschichten von der Kernstruktur der Sandwichplatte verhindert. Anschließend wird eine vollkommen wasserdichte, einseitig selbstklebend ausgerüstete Polyesterfolie (z. B. KB49 Mylar® bis ca. 150 μm) auf die so vorbereiteten Bodenplatten zur Schaffung der geforderten Wasserdichtigkeit vollflächig aufgeklebt. Das eigentliche Aufkleben bzw. die Lagefixierung des bahnförmigen Fußbodenbelags auf die Bodenplatten im Feuchtraum erfolgt dann mittels eines beidseitig selbstklebend ausgerüsteten, ebenfalls vollflächig auf die Bodenplatten aufgebrachten Klebefilms (z. B. 3M® 950 oder Helmitin® 35050). Zur weiteren Verbesserung der Wasserdichtigkeit werden erforderlichenfalls mehrere Bahnen des Fußbodenbelags untereinander verschweißt bzw. mit einer geeigneten Dichtmasse zusätzlich versiegelt.
  • Der Hauptnachteil bei der vorstehend geschilderten Verlegeweise liegt darin, dass zunächst ein Kantenschutz auf die Bodenplatten aufgebracht werden muss, dann eine Dichtfolie zur Herstellung der Wasserdichtigkeit vollflächig aufgeklebt wird, danach ein beidseitig selbstklebend ausgerüsteter Klebefilm zur eigentlichen Lagefixierung des Fußbodenbelages vollflächig aufgebracht wird und anschließend der nichttextile Fußbodenbelag vollflächig mit dem Klebefilm verklebt wird.
  • Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, die Kantenschutzfunktion für die Bodenplatten, die Abdichtungsfunktion gegen Flüssigkeitsdurchtritt sowie die eigentliche Klebefunktion zur Lagefixierung des Fußbodenbelages in einem einfach und schnell zu handhabenden Erzeugnis zu kombinieren, um den Verlegeaufwand für Fußbodenbeläge in Feuchträumen in Flugzeugen zu verringern.
  • Diese Aufgabe wird durch eine Klebebahn mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst.
  • Dadurch, dass die Klebebahn mit einer Trägerfolie, insbesondere mit einer flüssigkeitsdichten Polyesterfolie gebildet ist, die zumindest bereichsweise mit einer unteren Klebeschicht und einer oberen Klebeschicht versehen ist, kann ein nichttextiler Bodenbelag in einem Feuchtraum in nur noch zwei Arbeitsschritten unter gleichzeitiger Schaffung einer Flüssigkeitsbarriere verbaut werden.
  • Zunächst wird die erfindungsgemäße kombinierte Klebebahn mittels der unteren Klebeschicht bevorzugt vollflächig mit den Bodenplatten innerhalb des Feuchtraums verklebt. In Abhängigkeit von der Flächenausdehnung des Feuchtraums kann es erforderlich sein, mehrere Bahnen der Klebebahn überlappend auf die Bodenplatten aufzubringen. Nach dem Abziehen einer auf die obere Klebeschicht der Klebebahn aufgezogenen, begehbaren Schutzfolie erfolgt die vorzugsweise vollflächige Verklebung mit dem nichttextilen, ebenfalls wasserundurchlässigen (Fuß-)Bodenbelag. Infolge der in die kombinierte Klebebahn bereits integrierten flüssigkeitsdichten Trägerfolie bzw. Dichtfolie wird der Durchtritt von Wasser und/oder von Wasserdampf weitgehend verhindert. Die Trägerfolie bzw. die Dichtfolie kann mit einer Polyesterfolie (so genannte Mylar®-Folie) gebildet sein. Sowohl die untere als auch die obere Klebeschicht sind mit einem Klebemittel gebildet, das vorzugsweise erst unter Anwendung eines definierten Minimaldrucks seine volle adhäsive Wirkung entfaltet (druckaktiviertes Klebemittel), um die Verlegung durch die Möglichkeit einer anfänglich noch gegebenen Repositionierung der Klebebahn in Relation zum Untergrund zu erleichtern.
  • Für den Fall, dass mehrere Bahnen des nichttextilen Bodenbelages zur Bedeckung des Fußbodens im Feuchtraum verlegt werden müssen, ist es in der Regel erforderlich, die Bahnen untereinander zu verschweißen und/oder zwischen den Stoßkanten Fugen vorzusehen und diese mit einem geeigneten Dichtmittel zu versiegeln.
  • Eine Weiterbildung der Klebebahn sieht vor, dass die untere Klebeschicht im Vergleich zur oberen Klebeschicht nur schwach klebend ausgebildet ist.
  • Hierdurch wird eine leichte Wiederablösung des Bodenbelages gewährleistet, wobei eine Beschädigung der darunter liegenden Sandwichplatte durch eine zumindest bereichsweise Ablösung der Deckschichten ausgeschlossen ist. Durch diese Ausgestaltung wird die zusätzliche randseitige Anordnung eines Kantenschutzes auf den Bodenplatten entbehrlich.
  • Nach Maßgabe einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist vorgesehen, dass die obere Klebeschicht in Relation zu der unteren Klebeschicht stark klebend ausgebildet ist.
  • Hierdurch ergibt sich eine gute Klebewirkung der kombinierten Klebebahn.
  • Gemäß einer weiteren Ausgestaltung ist der obere Klebefilm zumindest bereichsweise mit einer hinreichend mechanisch belastbaren, insbesondere begehbaren Schutzfolie, bedeckt.
  • Hierdurch wird zunächst die Aufrollbarkeit der erfindungsgemäßen Klebebahn und damit die Verarbeitbarkeit ermöglicht. Darüber hinaus wird der Verlegeprozess erleichtert, da bereits verklebte Klebebahnen betreten werden können, was insbesondere bei kleinflächigen Verlegeräumen von Bedeutung ist.
  • Eine weitere Fortbildung der Klebebahn sieht vor, dass die Schutzfolie mit einer Polyethylenfolie (PE) oder einer Polypropylenfolie (PP) gebildet ist.
  • Durch diese Materialwahl wird eine hinreichende mechanische Belastbarkeit der Schutzfolie sichergestellt, wodurch unter anderem die Begehbarkeit möglich ist.
  • Nach Maßgabe einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist vorgesehen, dass die Schutzfolie mindestens einen Randbereich aufweist, der durch zumindest abschnittsweise Einschnitte und/oder Perforationen werkzeuglos abtrennbar und/oder abwinkelbar ist.
  • Hierdurch wird eine überlappende und zugleich wasserdichte Verklebung von zwei Klebebahnen zur Bedeckung größerer Fußbodenflächen möglich. Hierzu wird zunächst eine erste Klebebahn in den Feuchtraum eingebracht. Anschließend wird der Randstreifen der Schutzfolie dieser ersten Klebebahn abgezogen und eine weitere zu verlegende Klebebahn überlappend auf diesen Randstreifen sowie den restlichen Fußbodenbereich aufgeklebt.
  • Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Klebebahn sind in den weiteren Patentansprüchen dargelegt.
  • In der Zeichnung zeigt:
  • 1 Eine Querschnittsdarstellung durch die Klebebahn mit bereits abgezogener Schutzfolie, und
  • 2 eine Querschnittsdarstellung durch zwei einander überlappende Klebebahnen.
  • Die 1 zeigt eine schematische Querschnittsdarstellung durch die Klebebahn mit bereits abgezogener Schutzfolie unmittelbar vor der Verlegung.
  • Eine erfindungsgemäß ausgebildete Klebebahn 1 ist zwischen einer Bodenplatte 2 sowie einem vorzugsweise nichttextilen Bodenbelag 3 angeordnet. Der nichttextile Bodenbelag 3 ist vorzugsweise mit einem bahnförmigen, flexiblen und wasserundurchlässigen Kunststoffmaterial gebildet. Die Bodenplatte 2 in Leichtbauweise ist Teil einer nicht dargestellten Bodenfläche innerhalb eines Feuchtraums 4 eines Flugzeugs und verfügt über eine vorzugsweise honigwabenförmige Kernstruktur 5, die beidseitig mit einer unteren und einer oberen Deckschicht 6, 7 versehen ist. Die Klebebahn 1 umfasst unter anderem eine mittlere Trägerfolie 8, die vorzugsweise mit einer dünnschichtigen Polyesterfolie als Flüssigkeitssperre, wie zum Beispiel mit einer Mylar®-Folie mit einer Materialstärke von bis zu 150 μm gebildet ist. Durch die Trägerfolie 8 wird der Durchtritt von Flüssigkeiten, insbesondere von Wasser, aus dem Feuchtraum 4 in Richtung der drei weißen Pfeile 9 zuverlässig verhindert. Im Idealfall ist die Trägerfolie 8 zusätzlich nahezu vollständig diffusionsdicht.
  • Die Trägerfolie 8 ist mit einer unteren Klebeschicht 10 sowie einer oberen Klebeschicht 11 zumindest bereichsweise beschichtet. Die obere Klebeschicht 11 dient zur sicheren Lagefixierung des nichttextilen Bodenbelags 3 im Feuchtraum 4 und ist stark adhäsiv ausgebildet. Demgegenüber verfügt die untere Klebeschicht 10 erfindungsgemäß im Vergleich zur oberen Klebeschicht 11 nur über geringere Klebekräfte, so dass es im Fall einer erforderlichen Wiederablösung des Bodenbelags 3 von der Bodenplatte 2 zu keiner Delamination der oberen Deckschicht 7 kommt. Eine Gesamtstärke der (Dicht-)Klebebahn 1 – Trägerfolie 8 mit beiden Klebeschichten 10, 11 – beträgt vorzugsweise weniger als 500 μm, um eine ausreichende Flexibilität bei der Verlegung zu erreichen. Eine Bahnbreite der in Rollenform bereitgestellten Klebebahn 1 liegt zwischen 10 mm und 2.000 mm. Sowohl die untere als auch die obere Klebeschicht 10, 11 sind bevorzugt druckaktivierbar, das heißt die beiden Klebeschichten 10, 11 entfalten ihre volle Adhäsionswirkung erst nach dem Aufbringen eines hinreichend hohen Anpressdrucks, der zum Beispiel durch eine Andruckrolle erzeugt werden kann. Hierdurch kann die Klebebahn 1 vor der Entfaltung der vollen Adhäsionskraft der unteren Klebeschicht 10 in Bezug zum Untergrund noch geringfügig ausgerichtet und repositioniert werden.
  • Um die Handhabbarkeit der Klebebahn 1 bei der Montage weiter zu verbessern und die Auf- und Abrollbarkeit generell zu gewährleisten, ist die obere Klebeschicht 11 mit einer in 1 nicht dargestellten bzw. bereits abgezogenen Schutzfolie versehen, die zusätzlich begehbar ist.
  • Die Klebebahn 1 wird zunächst auf der Bodenplatte 2 bzw. den Fußbodenplatten im Feuchtraum 4 ausgebreitet und mittels der unteren Klebeschicht 10 vorzugweise vollflächig verklebt. Anschließend wird nach dem Entfernen der Schutzfolie der nichttextile (Fuß-)Bodenbelag 3 mit der Klebebahn 1 bzw. der oberen Klebeschicht 11 bevorzugt vollflächig verklebt. Für den Fall, dass mehrere Bahnen des Bodenbelags 2 zur vollständigen Bedeckung der Bodenfläche des Feuchtraums 4 erforderlich sind, werden diese zur Herstellung der geforderten Dichtigkeit gegenüber Flüssigkeiten aller Art an den Stoßkanten verschweißt. Alternativ können Dichtfugen zwischen den Stoßkanten vorgesehen sein, die mit einem geeigneten Dichtmittel versiegelt werden.
  • Die 2 illustriert eine Querschnittsdarstellung durch zwei einander überlappend verlegte Klebebahnen.
  • Eine erste Klebebahn 12 umfasst unter anderem eine Trägerfolie 13, eine untere Klebeschicht 14 sowie eine obere Klebeschicht 15, die zur Sicherstellung der Handhabbarkeit mit einer Schutzfolie 16 belegt ist. Eine zweite Klebebahn 17 ist gleichfalls mit einer Trägerfolie 18 sowie einer unteren Klebeschicht 19 und einer oberen Klebeschicht 20 aufgebaut. Entsprechend zur ersten Klebebahn 12 verfügt auch die zweite Klebebahn 17 über eine Schutzfolie 21. Die Schutzfolien 16, 21 sind mechanisch hinreichend stabil und begehbar, um die Verlegung zu erleichtern. Vorzugsweise werden die Schutzfolien 16, 21 mit einer Polyethylen- oder Polypropylenfolie gebildet.
  • Um ein überlappendes Aneinanderfügen beider Klebebahnen 12, 17 zu ermöglichen, verfügt jede Schutzfolie 16, 21 über mindestens einen Randbereich 22, 23, der durch eine herstellerseitig eingebrachte Perforation bzw. durch zumindest abschnittsweise vorgesehene, durchgehende Einschnitte 24, 25 von der restlichen Schutzfolie 16, 21 im Bedarfsfall separat abtrennbar ist, während der Rest der Schutzfolie 16, 21 auf den oberen Klebeschichten 15, 20 verbleibt. Alternativ kann der Randbereich 22, 23 umklappbar ausgeführt sein.
  • Zur Herstellung einer durchgehenden und vor allem flüssigkeitsundurchlässigen Abdichtung zwischen den beiden Klebebahnen 12, 17 wird zunächst der Randbereich 22 von der Schutzfolie 16 abgetrennt und die zweite Klebebahn 17 mittels der unteren Klebeschicht 19 im Bereich des Randbereichs 22 mit der ersten Klebebahn 12 verklebt. Durch die unteren Klebeschichten 14, 19 erfolgt die vollflächige Verklebung mit in der 2 nicht dargestellten Bodenplatten (vgl. 1) unter Schaffung eines flüssigkeitsdichten Überlappungsbereichs 26. Zur flüssigkeitsdichten Bedeckung einer größeren Fußbodenfläche werden drei oder mehr Klebebahnen, wie vorstehend geschildert, in einem Randbereich überlappend, parallel zueinander verlaufend mit den Bodenplatten verklebt.
  • Mittels der erfindungsgemäßen Klebebahnen 1, 12, 17 lässt sich insbesondere ein nichttextiler Bodenbelag 3 in einer Sanitärzelle oder einer Bordküche in einem Flugzeug in nur noch zwei Arbeitsschritten gegenüber dem Untergrund abdichten und gleichzeitig verkleben. Darüber hinaus entfällt das ansonsten erforderliche, zusätzliche Aufbringen eines separaten Kantenschutzes auf die mindestens eine Bodenplatte 2, um die andernfalls auftretenden Beschädigungen der Bodenplatte 2 beim Wiederablösen des Bodenbelags 3 zu verhindern. Infolge der beiden vorstehend genannten Aspekte wird der Montageaufwand eines nichttextilen Bodenbelags in einer solchen Nasszelle erheblich reduziert.
  • Darüber hinaus ergibt sich durch den Wegfall der ansonsten zusätzlich zur Dichtungsbahn zur Lagefixierung des Bodenbelags noch erforderlichen Doppelklebefolie bzw. eines Dispersionsklebers (z. B. Helmitin® 35050) und des Kantenschutzes ein erhebliches Gewichtseinsparungspotential.
  • 1
    Klebebahn
    2
    Bodenplatte
    3
    Bodenbelag (nichttextil, wasserdicht)
    4
    Feuchtraum
    5
    Kernstruktur (Bodenplatte Feuchtraum)
    6
    untere Deckschicht
    7
    obere Deckschicht
    8
    Trägerfolie
    9
    Pfeile
    10
    untere Klebeschicht
    11
    obere Klebeschicht
    12
    Klebebahn (erste)
    13
    Trägerfolie (erste Klebebahn)
    14
    untere Klebeschicht (erste Klebebahn)
    15
    obere Klebeschicht (erste Klebebahn)
    16
    Schutzfolie
    17
    Klebebahn (zweite)
    18
    Trägerfolie (zweite Klebebahn)
    19
    untere Klebeschicht (zweite Klebebahn)
    20
    obere Klebeschicht (zweite Klebebahn)
    21
    Schutzfolie
    22
    Randbereich (Schutzfolie erste Klebebahn)
    23
    Randbereich (Schutzfolie zweite Klebebahn)
    24
    Perforation (Einschnitt, erste Klebebahn)
    25
    Perforation (Einschnitt, zweite Klebebahn)
    26
    Überlappungsbereich

Claims (9)

  1. Klebebahn (1, 12, 17) zur Abdichtung einer mit mindestens einer Bodenplatte (2) gebildeten Bodenfläche in einem Feuchtraum (4) in einem Verkehrsmittel, insbesondere einem Flugzeug, sowie zur Lagefixierung eines nichttextilen Bodenbelags (3) auf der Bodenfläche, dadurch gekennzeichnet, dass die Klebebahn (1, 12, 17) mit einer Trägerfolie (8, 13, 18), insbesondere mit einer flüssigkeitsdichten Polyesterfolie gebildet ist, die zumindest bereichsweise mit einer unteren Klebeschicht (10, 14, 19) und einer oberen Klebeschicht (11, 15, 20) versehen ist.
  2. Klebebahn (1, 12, 17) nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die untere Klebeschicht (10, 14, 19) schwach klebend ausgebildet ist, um eine leichte und beschädigungsfreie Ablösung der Klebebahn (1, 12, 17) von der mindestens einen, insbesondere als Kernverbund ausgebildeten, Bodenplatte (2) zu gewährleisten.
  3. Klebebahn (1, 12, 17) nach Patentanspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die obere Klebeschicht (11, 15, 20) stark klebend ausgestaltet ist, um eine sichere Lagefixierung des Bodenbelags (3) auf der mindestens einen Bodenplatte (2) zu gewährleisten.
  4. Klebebahn (1, 12, 17) nach einem der Patentansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die obere Klebeschicht (11, 15, 20) zumindest bereichsweise mit einer hinreichend mechanisch belastbaren, insbesondere begehbaren Schutzfolie (16, 21), bedeckt ist.
  5. Klebebahn (1, 12, 17) nach einem der Patentansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzfolie (16, 21) mit einer Polyethylenfolie oder einer Polypropylenfolie gebildet ist, die von der oberen Klebeschicht (11, 15, 20) abziehbar ist.
  6. Klebebahn (1, 12, 17) nach einem der Patentansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzfolie (16, 21) mindestens einen Randbereich (22, 23) aufweist, der durch zumindest abschnittsweise Einschnitte und/oder Perforationen (24, 25) werkzeuglos abtrennbar und/oder abwinkelbar ist, um einen wasserdichten Überlappungsbereich (26) zwischen jeweils zwei Klebebahnen (1, 12, 17) zu schaffen.
  7. Klebebahn (1, 12, 17) nach einem der Patentansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Klebebahn (1, 12, 17) eine Breite von mindestens 10 mm und eine Länge von mindestens 30 m aufweist.
  8. Klebebahn (1, 12, 17) nach einem der Patentansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerfolie (8, 13, 18) eine Materialstärke von mindestens 30 μm aufweist.
  9. Klebebahn (1, 12, 17) nach einem der Patentansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die untere Klebeschicht (10, 14, 19) und die obere Klebeschicht (11, 15, 20) durch Druck aktivierbar sind.
DE102008018984A 2008-04-14 2008-04-14 Klebebahn zur Abdichtung einer Bodenfläche in einem Feuchtraum Ceased DE102008018984A1 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE102008018984A DE102008018984A1 (de) 2008-04-14 2008-04-14 Klebebahn zur Abdichtung einer Bodenfläche in einem Feuchtraum

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE102008018984A DE102008018984A1 (de) 2008-04-14 2008-04-14 Klebebahn zur Abdichtung einer Bodenfläche in einem Feuchtraum

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE102008018984A1 true DE102008018984A1 (de) 2009-10-15

Family

ID=41060679

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE102008018984A Ceased DE102008018984A1 (de) 2008-04-14 2008-04-14 Klebebahn zur Abdichtung einer Bodenfläche in einem Feuchtraum

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE102008018984A1 (de)

Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3432813A1 (de) * 1983-09-12 1985-03-28 Tajima Roofing Co., Ltd., Tokio/Tokyo Laminierte bituminoese abdeckhaut
US20020009580A1 (en) * 1998-09-25 2002-01-24 Phillips Aaron R. Waterproofing membrane and method of manufacture
DE10135799A1 (de) * 2001-07-23 2003-02-20 Silu Verwaltung Ag Meggen Montageklebeband zur verbesserten Fugenabdichtung und Montagebanddispenser
DE10247046A1 (de) * 2002-10-09 2004-04-22 Silu Verwaltung Ag Selbstklebefolie mit rutschhemmender Abdeckschicht

Patent Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3432813A1 (de) * 1983-09-12 1985-03-28 Tajima Roofing Co., Ltd., Tokio/Tokyo Laminierte bituminoese abdeckhaut
US20020009580A1 (en) * 1998-09-25 2002-01-24 Phillips Aaron R. Waterproofing membrane and method of manufacture
DE10135799A1 (de) * 2001-07-23 2003-02-20 Silu Verwaltung Ag Meggen Montageklebeband zur verbesserten Fugenabdichtung und Montagebanddispenser
DE10247046A1 (de) * 2002-10-09 2004-04-22 Silu Verwaltung Ag Selbstklebefolie mit rutschhemmender Abdeckschicht

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP2584113B1 (de) Dichtungsset für Nasszellen und dergleichen
WO2016128170A1 (de) Dichtungsbahn und klebeband für nasszellen
EP2138664A1 (de) Vorkomprimiertes Dichtband
EP3543583A1 (de) Schlauchliner für die sanierung eines kanals
EP2692959A1 (de) Folienband
DE19948058B4 (de) Dampfbremsen-Klebeband für eine Firstpfette und dessen Verwendung
EP1313819B1 (de) Verwendung einer Selbstklebefolie
EP2338679B1 (de) Schutzabdeckung
EP2101027B1 (de) Dichtungsband und Verwendung eines Dichtungsbandes
DE202013012005U1 (de) Abklebeband und Spule mit Abklebeband
DE19817829C2 (de) Selbstklebende Dichtungsbahn zum Abdichten von Dächern oder Flachdächern
DE202011107186U1 (de) Mehrlagige Verbundabdichtung
EP3372133B1 (de) Dicht- und montageband-anordnung
DE102008018984A1 (de) Klebebahn zur Abdichtung einer Bodenfläche in einem Feuchtraum
EP3583178B1 (de) Abdeckmaterial für grossflächiges abkleben mit unterschiedlich stark klebenden bereichen
DE102006009260A1 (de) System zur Dämmung, insbesondere Wärmedämmung von Gebäuden, insbesondere Dächern
DE4000560C2 (de) Abdeckfolie zur Verwendung bei der Herstellung von Estrichen und estrichartigen Bodenbelägen
EP3216943A1 (de) Unterlagsdämmbelagelemente für parkett und laminatböden mit seitlichen steckverbindungen und haftstreifen
DE102020107713A1 (de) Abdichtungsmittel
EP2031141A1 (de) Klebeband
DE102010021918A1 (de) Flugzeugbauteil und Verfahren zur Montage eines Flugzeugbauteils
DE102013101669A1 (de) Selbstklebendes Dichtungsband
DE102013018289B4 (de) Haftklebeband mit stabilisierender Release-Abdeckung
DE29717915U1 (de) Folie, insbesondere für Dachkonstruktionen
DE102018103327A1 (de) Vorrichtung zum Erstellen eines Übergangs einer Sanitäreinrichtung und einer Vertikalfläche sowie ein Verfahren zum Erstellen eines solchen Übergangs und ein Feucht- oder Nassbereich mit einem solchen Übergang

Legal Events

Date Code Title Description
OP8 Request for examination as to paragraph 44 patent law
8127 New person/name/address of the applicant

Owner name: AIRBUS OPERATIONS GMBH, 21129 HAMBURG, DE

R002 Refusal decision in examination/registration proceedings
R003 Refusal decision now final

Effective date: 20120424