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Die
Erfindung betrifft ein Luftströmungsbeeinflussungselement
für luftleitende
Einrichtungen, insbesondere für
luftleitende Einrichtungen von Kraftfahrzeugen. Die Erfindung betrifft
weiterhin eine Luftführungsvorrichtung,
insbesondere eine Luftführungsvorrichtung
für Kraftfahrzeuge.
Darüber
hinaus betrifft die Erfindung eine Vorrichtung mit einer derartigen
Luftführungsvorrichtung.
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Bei
luftleitenden Einrichtungen ist es oftmals erforderlich, die durch
die luftleitende Einrichtung strömende
Luft auf unterschiedliche Art zu beeinflussen. So erweist es sich
bei vielen Anwendungen als erforderlich, die Menge der durch die
luftleitende Einrichtung strömenden
Luft zu regulieren. Oftmals ist es auch erforderlich, die Richtung
der durch die luftleitende Einrichtung strömenden Luft zu beeinflussen. Beispielsweise
soll die in einem Teil der luftleitenden Einrichtung strömende Luft
in zwei definierte Teilströme
aufgespalten werden, die zu unterschiedlichen Luftauslässen führen.
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Ein
typisches Anwendungsgebiet für
derartige luftleitende Einrichtungen ist die Belüftung eines Kraftfahrzeugs.
Hier wird Frischluft von außen
angesaugt, gegebenenfalls mit einem Umluftanteil vermischt, und
beispielsweise durch Kühlen,
Heizen und/oder Filtern aufbereitet, bevor sie in den Innenraum
des Kraftfahrzeugs abgegeben wird. Zur Steuerung der Luftströme dienen
nach dem Stand der Technik Luftklappen, mit denen einerseits die
Luftmenge gesteuert werden kann, andererseits die Richtung der Luftströmung beeinflusst
werden kann. Derartige Luftklappen haben sich bewährt, und
erfüllen
die Ihnen übertragenen
Aufgaben.
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Mit
zunehmenden Komforterfordernissen beim Kraftfahrzeugbau treten inzwischen
jedoch auch die Nachteile derartiger Luftklappen zu Tage. Ein Nachteil
liegt insbesondere in der Geräuschentwicklung,
die durch derartige Luftklappen hervorgerufen wird, wenn diese von
Luft umströmt
werden. Mit abnehmenden Innenraumgeräuschen bei Kraftfahrzeugen
kann die durch Luftklappen verursachte Geräuschentwicklung zwischenzeitlich
nicht mehr ignoriert werden.
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Zur
Verminderung der Geräusche,
die von Luftklappen verursacht werden, wurde zwischenzeitlich vorgeschlagen,
diese mit einer aerodynamischen Formgebung zu versehen. Mit Hilfe
einer solchen aerodynamischen Formgebung der Luftklappen soll die Entstehung
von Verwirbelungen verhindert werden. Dadurch sollen in der Folge
auch weniger Geräusche entstehen.
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Jedoch
weisen die derzeit bekannten aerodynamischen Luftklappen auch Probleme
auf. So bereitet die Formgebung der Luftklappen in der Praxis erhebliche
Probleme. Je nach Betriebsmodus der luftleitenden Einrichtung (beispielsweise
einer Kraftfahrzeugklimaanlage) sind unterschiedliche Klappenformen
von Nöten,
um eine optimale Geräuschminderung
zu erzielen. In der Praxis stellt die Luftklappe daher einen Kompromiss
aus typischen Betriebsstellungen der luftleitenden Einrichtung dar.
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Ein
weiteres Problem bei aerodynamisch geformten Luftklappen liegt darin,
dass die aerodynamische Formgebung der Luftklappe in aller Regel
dazu führt,
dass deren Oberfläche
Einbuchtungen aufweist. Diese Einbuchtungen können jedoch zumindest in manchen
Stellungen der Luftklappe Ablösungen
des Luftstroms von der Klappenoberfläche bewirken. In einem solchen
Fall kann die aerodynamisch geformte Luftklappe somit ein erhebliches
Betriebsgeräusch
verursachen. Ein weiteres Problem ist, dass sich in diesen Bereichen
der Luftklappe Totwasserzonen bilden können. In derartigen Totwasserzonen
bleibt die darin befindliche Luft über längere Zeiträume gefangen. Dies kann beispielsweise
zu einem erratischen Verhalten der Klimaanlage führen.
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Der
Erfindung liegt daher die Aufgabe zu Grunde, ein Luftströmungsbeeinflussungselement vorzuschlagen,
welches über
einen besonders großen
Betriebsbereich hinweg ein niedriges Betriebsgeräusch zeigt. Weiterhin liegt
der Erfindung die Aufgabe zu Grunde, eine Luftführungsvorrichtung, sowie eine
Vorrichtung mit einer Luftführungsvorrichtung vorzuschlagen,
welche über
einen besonders großen Betriebsbereich
hinweg ein niedriges Betriebsgeräusch
zeigen.
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Dazu
wird vorgeschlagen, ein Luftströmungsbeeinflussungselement
für luftleitende
Einrichtungen, insbesondere für
luftleitende Einrichtungen von Kraftfahrzeugen, speziell für Klimaanlagen und/oder
Kraftfahrzeugklimaanlagen, mit zumindest einem formveränderbaren
Oberflächenbereich
zu versehen. Auch wenn es denkbar ist, dass die Luft, die das Luftströmungsbeeinflussungselement
umströmt,
zumindest teilweise die Formveränderung des
formveränderbaren
Oberflächenbereichs
bewirkt, so ist es bevorzugt, wenn die Formveränderung der formveränderbaren
Oberfläche
zumindest im Wesentlichen aufgrund einer externen Vorgabe erfolgt.
Insbesondere kann die externe Vorgabe durch ein mittelbar oder unmittelbar
auf das Luftströ mungsbeeinflussungselement
einwirkendes Stellelement erfolgen. Die Formveränderung des formveränderbaren
Oberflächenbereichs
kann so gewählt
werden, dass sich in einer Vielzahl von Betriebszuständen der luftleitenden
Einrichtung bzw. in einer Vielzahl von Stellungen des Luftströmungsbeeinflussungselements
eine weitgehend optimale Geräuschminderung
ergibt. Dabei können
insbesondere Stellungen des Luftströmungsbeeinflussungselements
bzw. Betriebszustände
der luftleitenden Einrichtung, die in der Praxis besonders häufig auftreten,
gewichtet in die Auslegung des Luftströmungsbeeinflussungselements
einfließen.
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Es
kann sich als vorteilhaft erweisen, wenn das Luftströmungsbeeinflussungselement
als Luftführungsklappe
und/oder als Luftdurchlassregelklappe ausgebildet ist. In diesem
Fall kann das vorgeschlagene Luftströmungsbeeinflussungselement
als „drop-in”-Lösung für derzeit
auf dem Markt befindliche luftleitende Einrichtungen verwendet werden. Eine
besonders rasche und universelle Verwendung des vorgeschlagenen
Luftströmungsbeeinflussungselements
kann dadurch gefördert
werden.
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Möglich ist
es auch, das Luftströmungsbeeinflussungselement
derart auszubilden, dass zumindest Teile des formveränderbaren
Oberflächenbereichs
aus einem elastisch verformbaren Werkstoff bestehen. Mit einer derartigen
Ausbildung ist es auf besonders einfache Weise möglich, eine weitgehend glatte
Oberfläche
des Luftströmungsbeeinflussungselements
zu realisieren, ohne dass unerwünschte Ecken
und Kanten auf der Oberfläche
des Luftströmungsbeeinflussungselements
entstehen. Dadurch kann ein weitgehend laminarer Strömungsverlauf, der
die Betriebsgeräusche
besonders niedrig halten kann, nochmals gefördert werden. Insbesondere
ist es dadurch möglich,
auch einen beispielsweise nur punktuell wirkenden Aktuator weitgehend
ohne Nachteile verwenden zu können.
Ein elastisch verformbarer Werkstoff kann darüber hinaus gleichzeitig als
Dichtungseinrichtung dienen, beispielsweise wenn der entsprechende
Bereich des Luftströmungsbeeinflussungs elements
mit dem das Luftströmungsbeeinflussungselement
umgebenden Strömungskanal
in Kontakt tritt. Als elastisch verformbarer Werkstoff kann ein
Gummimaterial, Schaumstoff oder ein Silikonmaterial verwendet werden.
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Weiterhin
ist es möglich,
das Luftströmungsbeeinflussungselement
mit zumindest einer variablen Andruckeinrichtung zu versehen, welche
auf wenigstens einen formveränderbaren
Oberflächenbereich einwirkt.
Durch ein Zusammenwirken einer Andruckeinrichtung mit den gegebenenfalls
elastischen Eigenschaften des betreffenden Oberflächenbereichs kann
eine Formveränderung
des formveränderbaren Oberflächenbereichs
besonders einfach realisiert werden. Gleichzeitig kann eine weitgehend
glatte, aerodynamisch vorteilhafte Oberflächenform auf besonders einfache
Weise erzielt werden. Die Einwirkung der Andruckeinrichtung auf
den formveränderbaren
Oberflächenbereich
kann dabei bevorzugt vom Inneren des Luftströmungsbeeinflussungselements her
erfolgen.
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Eine
vorteilhafte Weiterbildung des Luftströmungsbeeinflussungselements
kann sich ergeben, wenn wenigstens eine Andruckeinrichtung zumindest teilweise
als mechanische Andruckeinrichtung ausgebildet ist, insbesondere
als linear verstellbare Einrichtung und/oder als drehbar ausgeführte Einrichtung.
Eine beispielsweise linear ausgeführte verstellbare Einrichtung
kann beispielsweise einen elastisch verformbaren Werkstoff nach
außen
drücken.
Bei einer drehbar ausgebildeten Einrichtung sollte bei einer Drehung
der Andruckeinrichtung zumindest auch eine radial wirkende Bewegungskomponente
induziert werden. Möglich
ist es im Übrigen
auch, dass die Andruckeinrichtung als solche einen Teil der Oberfläche des
Luftströmungsbeeinflussungselements
bildet. Die mechanische Andruckeinrichtung kann im Übrigen mechanisch
(beispielsweise über
einen Verstellhebel) oder von einem elektrischen Stellmotor angetrieben
werden.
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Möglich ist
es auch, bei einem Luftströmungsbeeinflussungselement
wenigstens eine Andruckeinrichtung vorzusehen, die zumindest teilweise
als fluidisch wirkende Andruckeinrichtung ausgeführt ist. So ist es beispielsweise
denkbar, einen formveränderbaren
Oberflächenbereich
vom Inneren des Luftströmungsbeeinflussungselements
aus mit einem unter Druck stehenden Gas oder einer Flüssigkeit
zu beaufschlagen. Auch eine Befüllung
mit einem hinreichend fließfähigen Pulver
ist selbstverständlich
möglich.
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Eine
mögliche
Bauform des Luftströmungsbeeinflussungselements
ergibt sich, wenn diese mit einer Oberflächengestaltung und/oder Oberflächenbeschichtung
und/oder Formgebung versehen ist, die bei einer Umströmung mit
Luft geräuschmindernd wirkt.
Dabei kann es sich beispielsweise um eine besonders glatte, oder
aber auch um eine speziell oberflächenstrukturierte Oberfläche handeln.
Die Oberflächengestaltung
kann beispielsweise spezielle Luftleitelemente aufweisen, die z.
B. eine möglichst
laminare Luftströmung
verursachen. Die Formgebung des Luftströmungsbeeinflussungselements
kann beispielsweise tropfenartig oder tragflächenartig ausgeführt sein.
Es ist möglich,
dass sich verschiedene Ausgestaltungen in einem Oberflächenbereich
finden. Ebenso ist es möglich,
dass in unterschiedlichen Oberflächenbereichen
des Luftströmungsbeeinflussungselements
unterschiedliche Ausgestaltungen vorgesehen sind.
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Möglich ist
es auch, ein Luftströmungsbeeinflussungselement
derart auszubilden, dass zumindest in einem Totwasserbereich des
Luftströmungsbeeinflussungselements
zumindest ein formveränderbarer
Oberflächenbereich
vorgesehen ist. In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass ein
Totwasserbereich üblicherweise
nicht bei jeder Art der Anströmung
tatsächlich
zu einer Totwasseransammlung führt.
Dies ist vielmehr üblicherweise nur
bei bestimmten Anströmungsrichtungen und/oder
Anströmungsgeschwindigkeiten
des Luftströmungsbeeinflussungselements
der Fall. Wird nun – wie
vorgeschlagen – in
diesem Totwasserbereich ein formveränderba rer Oberflächenbereich
vorgesehen, so ist es möglich,
die Totwasserbildung auch für „kritische” Anströmungen durch
eine entsprechende Änderung
der Oberfläche
des Luftströmungsbeeinflussungselements
zu vermeiden, oder zumindest stark zu vermindern.
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Weiterhin
wird vorgeschlagen, bei einer Luftführungsvorrichtung, insbesondere
bei einer Luftführungsvorrichtung
für Kraftfahrzeuge
zumindest ein Luftströmungsbeeinflussungselement
mit dem oben vorgeschlagenen Aufbau vorzusehen. Die Luftführungsvorrichtung
weist dann die bereits Beschriebenen Vorzüge und Eigenschaften in analoger
Weise auf.
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Eine
vorteilhafte Weiterbildung der Luftführungsvorrichtung kann sich
ergeben, wenn bei der Luftführungsvorrichtung
bei zumindest einem Luftströmungsbeeinflussungselement
die Lageänderung und
die Formänderung
des Luftströmungsbeeinflussungselements
zumindest bereichsweise miteinander gekoppelt erfolgt. Mit einem
derartigen Aufbau kann gewährleistet
werden, dass sich die Formgebung des Luftströmungsbeeinflussungselements
jeweils automatisch an die jeweiligen Anströmungsbedingungen, die sich
durch Lageänderung
des Luftströmungsbeeinflussungselements
ergeben, anpasst. Diese automatische Anpassung kann auch nur bereichsweise,
beispielsweise in bestimmten Winkelbereichen, erfolgen. Möglich ist
es auch, auch beim grundsätzlichen
Vorhandensein einer automatischen Regelung eine zusätzliche
Korrigierbarkeit (Nachjustagemöglichkeit)
der Formänderung
vorzusehen.
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Ein
weiterer vorteilhafter Aufbau kann sich ergeben, wenn bei der Luftführungsvorrichtung
bei zumindest einem Luftströmungsbeeinflussungselement
die Lageänderung
und die Formänderung
des Luftströmungsbeeinflussungselements
zumindest bereichsweise unabhängig
voneinander erfolgt. Dies ist beispielsweise dann von Vorteil, wenn
die Luftführungsvorrichtung
starken äußeren Schwankungen unterliegt
bzw. die Stellung des Luftströ mungsbeeinflussungselements
in der Regel eine nur untergeordnete Rolle für die jeweils optimale Formgebung
des Luftströmungsbeeinflussungselements
spielt. Die äußeren Schwankungen
können
dann durch eine angepasste Formgebung des Luftströmungsbeeinflussungselements
berücksichtigt
werden.
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Schließlich wird
vorgeschlagen, eine Vorrichtung mit einer Luftführungsvorrichtung mit dem oben beschriebenen
Aufbau zu versehen. Bei der Vorrichtung kann es sich insbesondere
um eine Vorrichtung für
ein Kraftfahrzeug handeln. Bei der Vorrichtung kann es sich beispielsweise
um eine Klimaanlage, ein Cockpitmodul, eine Luftausströmerdüse, eine
Beduftungsvorrichtung, eine Lufteinlassvorrichtung und/oder eine
Kühlergrillaufnahmevorrichtung
handeln. Derartige Vorrichtungen können besonders vorteilhaft
mit dem vorgeschlagenen Luftströmungsbeeinflussungselement
versehen werden. Dabei kann es sich nicht nur um ein einzelnes Luftströmungsbeeinflussungselement
oder wenige miteinander gekoppelte Luftströmungsbeeinflussungselemente handeln.
Vielmehr ist auch eine Art Lamellenvorhang aus einer Vielzahl von
Luftströmungsbeeinflussungselementen
denkbar.
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Im
Folgenden wird die Erfindung anhand vorteilhafter Ausführungsbeispiele
und unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung näher erläutert. Es zeigt:
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1:
einen Luftkanal mit einer formveränderlichen Luftklappe in schematischer
Seitenansicht;
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2: ein erstes Ausführungsbeispiel für eine formveränderliche
Luftklappe im schematischen Querschnitt und im perspektivischem
Teilschnitt
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3:
ein erstes Ausführungsbeispiel
für die Anordnung
und Ansteuerung einer formveränderlichen
Luftklappe in einem Luftkanal in schematischer Schnittdarstellung;
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4:
ein zweites Ausführungsbeispiel
für die
Anordnung und Ansteuerung einer formveränderlichen Luftklappe in einem
Luftkanal in schematischer Schnittdarstellung;
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5:
ein zweites Ausführungsbeispiel
für eine
formveränderliche
Luftklappe im schematischen Querschnitt;
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6:
ein drittes Ausführungsbeispiel
für eine
formveränderliche
Luftklappe im schematischen Querschnitt.
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1 zeigt
einen aerodynamisch geformten Luftkanal 1. Die Wände 2 des
aerodynamisch geformten Luftkanals 1 weisen die in 1 zu
erkennende geschwungene Formgebung auf. Die Formgebung verhindert
weitgehend eine Störung
des laminaren Strömungsprofils
der durch den Luftkanal 1 hindurchtretenden Luft. Auf diese
Weise werden unnötige
Turbulenzen vermieden, die zu einer entsprechenden Geräuschentwicklung
führen
können.
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Wie
in 1 weiterhin zu erkennen ist, ist im aerodynamisch
geformten Luftkanal 1 eine ebenfalls aerodynamisch geformte
formveränderliche
Luftklappe 3 angeordnet. Die formveränderliche Luftklappe 3 kann
von einer geöffneten
Stellung 4 (in 1 mit einer durchgängigen Linie
dargestellt) um die Drehachse 7 herum in eine Verschlussstellung 5 gedreht
werden (in 1 mit einer gestrichelten Linie
dargestellt). In der Verschlussstellung 5 berühren Kontaktbereiche 6 der
Luftklappe 3 die Wände 2 des
Luftkanals 1. In dieser Verschlussstellung 5 ist
der Luftdurchtritt durch den Luftkanal 1 unterbunden. Um
die Dichtigkeit der Verschlussstellung 5 zu erhöhen, kann
in den Kontaktbereichen 6 der Luftklappe 3 und/oder
an den dazu korrespondierenden Bereichen der Wände 2 des Luftkanals 1 eine
Dichteinrichtung, wie beispielsweise eine Dichtlippe angebracht werden.
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In
der geöffneten
Stellung 4 weist die Luftklappe eine Außenkontur 8a auf,
die grob einem Tragflächenprofil
mit starker Verjüngung
im unteren Bereich entspricht. In der geöffneten Stellung 4 verursacht
die Luftklappe 3 daher sowohl aufgrund des kleinen Luftangriffsquerschnitts,
als auch aufgrund der Formgebung einen sehr kleinen Luftwiderstand. Wenn
die Luftklappe 3 jedoch um die Drehachse 7 in Richtung
zur Verschlussstellung 5 hin gedreht wird, wird diese Außenkontur 8a mit
wachsendem Drehwinkel α zunehmend
ungünstiger.
Jedoch verändert sich
bei der in 1 dargestellten Luftklappe 3 mit zunehmendem
Drehwinkel α auch
die Außenkontur 8a zu
der bauchigen Außenkontur 8b hin,
die die Luftklappe 3 in der Verschlussstellung 5 aufweist. Durch
diese sich verändernde
Formgebung 8 der Luftklappe 3 weist diese in jeder
Stellung α eine
aerodynamisch günstige
Form auf. Durch die zunehmend bauchige Form 8 wird darüber hinaus
die Entstehung von Totwasserzonen vermieden, in denen sich Wirbel
bilden, und bei denen die darin gefangene Luft nicht weitertransportiert
wird.
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In 2 ist ein mögliches Ausführungsbeispiel
für eine
derartige formveränderliche
Luftklappe 3 im Luftkanal 1 dargestellt. Dabei
zeigt 2a die formveränderliche
Luftklappe 3 mit einer schlanken Außenkontur 8a (entspricht
der geöffneten
Stellung 4 in 1) und 2b die
formveränderliche
Luftklappe 3 mit einer bauchigen Außenkontur 8b (entspricht der
geschlossenen Stellung 5 in 1). Die
unterschiedliche Drehstellung (Winkel α) ist in 2 ebenfalls
angedeutet.
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Die
formveränderliche
Luftklappe 3 weist eine Außenlage 9 aus einem
elastisch verformbaren Werkstoff auf, der eine gewisse Eigenformstabilität aufweist.
Beispielsweise kann es sich um eine elastische Gummiplatte oder
um eine Schaumstoffbahn, insbesondere aus einem festeren Schaumstoffmaterial
handeln. Die Drehachse 7 befindet sich im Inneren der zu
einer geschlossenen Hülle
gebogenen Außenlage 9.
An der Drehachse 7 ist ein Schwenkelement 10 drehfest
angeordnet. Das Schwenkelement 10 verfügt im Wesentlichen über seine
gesamte Breite hinweg über
einen stegartigen Vorsprung 11. Der Vorsprung 11 weist
eine gebogene Form auf, damit der Verschleiß der Außenlage 9 im Kontaktbereich mit
dem Vorsprung 11 mög lichst
gering bleibt. Die Drehachse 7 ist an den Seitenwänden 12 des
Luftkanals 1 gelagert (siehe 3 und 4).
Vorzugsweise kann die Lagerung der Drehachse 7 an den Seitenwänden 12 des
Luftkanals 1 drehfest erfolgen (siehe 3).
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Weiterhin
sind im Inneren der formveränderlichen
Luftklappe 3 zwei Befestigungsstege 13 vorgesehen.
Diese sind jeweils mit dem entsprechenden Bereich der Außenlage 9 verbunden.
Die Drehung der formveränderlichen
Luftklappe 3 wird durch eine entsprechende Verschwenkbewegung
A der beiden Befestigungsstege 13 bewirkt.
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Da
die Drehachse 7 bei der Verschwenkbewegung A der Befestigungsstege 13 starr
im Raum verbleibt, drückt
der stegartige Vorsprung 11 die Außenlage 9 in diesem
Bereich zunehmend in Pfeilrichtung B nach außen. In der in 2b gezeigten
Stellung weist die formveränderliche
Luftklappe 3 eine bauchige Außenkontur 8b auf.
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In
den 2c und 2d ist
die Klappe 3 in halbaufgeschnittener, perspektivischer
Ansicht aus unterschiedlichen Blickwinkeln dargestellt. Die Befestigungsstege 13 sind
an deren seitlichen Enden über
ein plattenförmiges
Koppelelement 14 verbunden. Ein weiteres Befestigungselement 23 ist
in etwa mittig der beiden außenliegenden
Befestigungselemente 13 vorgesehen. Dieses kann wie in
den 2a und 2b zu
sehen auch entfallen.
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In 3 ist
eine mögliche
Lagerungsvariante der formveränderlichen
Luftklappe 3 im Luftkanal 1 in Draufsicht von
oben skizziert. Die Drehachse 7 ist starr mit der Seitenwand 12 des
Luftkanals 1 verbunden. Da das Schwenkelement 10 mit
dem Vorsprung 11 drehfest mit der Drehachse 7 verbunden
ist, verbleibt somit das Schwenkelement 10 mit dem Vorsprung 11 bei
einer Drehung der formveränderlichen Luftklappe 3 starr
im Raum. Die Drehung der formveränderlichen
Luftklappe 3 erfolgt, wie bereits beschrieben, über eine
Verschwenkbewegung A der Befestigungsstege 13. Die Befestigungsstege 13 sind über das
Koppelelement 14 mit einem Antriebselement 15 verbunden,
das in der Zeichnung als Stellmotor dargestellt ist. Es kann sich
aber auch über
ein rein mechanisches Element handeln, wie beispielsweise um einen
Bedienhebel der Bedienkonsole einer Kraftfahrzeugklimaanlage.
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In 4 ist
eine leichte Abwandlung der in 3 gezeigten
Anordnung dargestellt. Hier sind nicht nur die Befestigungsstege 13 über das
Koppelelement 14 mit einem Antriebselement 15 verbunden.
Vielmehr kann auch die Stellung des Schwenkelements 10 mit
Hilfe eines zweiten Antriebselements 16 über die
Drehachse 7 verändert
werden. Dadurch ist es möglich,
die Formveränderung 8a, 8b der
formveränderlichen
Luftklappe 3 und die Drehstellung α der formveränderlichen Luftklappe 3 unabhängig voneinander
erfolgen zu lassen. Die Antriebselemente 15, 16 können beispielsweise
durch eine entsprechend programmierte elektronische Steuerung geeignet
angesteuert werden. In einer weiteren Variante können die beiden Antriebselemente 15, 16 auch
auf einer Seite des Luftkanals 1 angeordnet sein. Anstelle über zwei
Antriebselemente 15, 16 kann auch über eine
entsprechende Kurvenscheibesteuerung nur ein Stellmotor für die Bewegung
der Befestigungsstege 13 über das Koppelelement 14 einerseits
und das Schwenkelement 10 mit dem Vorsprung 11 andererseits
sorgen.
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In 4 und 5 sind
weitere denkbare Bauformen für
formveränderliche
Luftklappen 17, 18 dargestellt.
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Die
in 5 dargestellte formveränderliche Luftklappe 17 weist über weite
Bereiche hinweg ein starres Gehäuse 19,
beispielsweise aus einem thermoplastischen Kunststoffmaterial auf.
In einem gewissen Oberflächenbereich
wird die Oberfläche
der formveränderlichen
Luftklappe von einer elastischen Schicht 20 gebildet. Die
elastische Schicht 20 kann beispielsweise aus einem gummiartigen
Werkstoff gefertigt sein. Die Verstellvorrichtung 21 weist im
vorliegenden Ausführungsbeispiel
eine Zahnstange 22 auf, die mit der elastischen Schicht 20 verbunden
ist. Über
ein Zahnrad 23 kann die Zahnstange 22 bewegt werden,
was zu einer entsprechenden Veränderung der
Außenkontur
der formveränderlichen
Luftklappe 17 führt.
Das Zahnrad kann beispielsweise von einem kleinen Elektromotor (nicht
dargestellt) angetrieben werden.
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Die
in 6 gezeigte formveränderliche Luftklappe 18 weist
ebenso wie die in 5 dargestellte formveränderliche
Luftklappe 17 über
einen größeren Bereich
hinweg ein starres Gehäuse 19, sowie
einen kleineren Bereich aus einer elastischen Schicht 20 auf.
Die Bewegung der elastischen Schicht erfolgt mit Hilfe eines im
Inneren der formveränderlichen
Luftklappe 18 gelagerten Ballons 24. Dieser kann über eine
Fluidverbindung (nicht dargestellt) mit einem Fluiddruck (beispielsweise
mit Hilfe einer Flüssigkeit,
einem Gas oder einem fließfähigen Pulver)
beaufschlagt werden.
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Selbstverständlich ist
es auch möglich,
einzelne Bauweisen beziehungsweise Komponenten der dargestellten
formveränderlichen
Luftklappen 3, 17, 18 miteinander zu
kombinieren.