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DE102008018244B3 - Vorrichtung und Verfahren zum Erkennen eines Fehlers in einer Leistungsbrückenschaltung - Google Patents

Vorrichtung und Verfahren zum Erkennen eines Fehlers in einer Leistungsbrückenschaltung Download PDF

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DE102008018244B3
DE102008018244B3 DE200810018244 DE102008018244A DE102008018244B3 DE 102008018244 B3 DE102008018244 B3 DE 102008018244B3 DE 200810018244 DE200810018244 DE 200810018244 DE 102008018244 A DE102008018244 A DE 102008018244A DE 102008018244 B3 DE102008018244 B3 DE 102008018244B3
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DE200810018244
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English (en)
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Eckart Garneyer
Christoph Haggenmiller
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Schaeffler Technologies AG and Co KG
Original Assignee
Continental Automotive GmbH
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    • H02H7/0838Emergency protective circuit arrangements specially adapted for specific types of electric machines or apparatus or for sectionalised protection of cable or line systems, and effecting automatic switching in the event of an undesired change from normal working conditions for dynamo-electric motors for electric motors with control arrangements with H-bridge circuit
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    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
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  • Testing Of Short-Circuits, Discontinuities, Leakage, Or Incorrect Line Connections (AREA)
  • Testing Electric Properties And Detecting Electric Faults (AREA)

Abstract

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung (10) und ein Verfahren zum Erkennen eines Fehlers in einer Leistungsbrückenschaltung (12) mit einer Last (14; 62; 76, 78; 92), einem High-Side-Zweig und einem Low-Side-Zweig. Erfindungsgemäß ist Folgendes vorhanden: eine erste geschaltete Stromquelle (36; 98, 102), die mit der Last (14; 62; 76, 78; 92) und einem Diagnoseanschluss für ein High-Potential (38) einer Diagnosespannung (VDIAG) verbunden ist, eine zweite geschaltete Stromquelle (40; 100, 104), die mit der Last (14; 62; 76, 78; 92) und einem Diagnoseanschluss für ein Low-Potential (42) der Diagnosespannung (VDIAG) verbunden ist, eine Steuereinrichtung (46) zum Ansteuern der ersten geschalteten Stromquelle (36; 98, 102) und der zweiten geschalteten Stromquelle (40; 100, 104), wobei die Steuereinrichtung (46) so ausgestaltet ist, dass sie bei geöffnetem High-Side-Leistungsschalter (20; 82, 86) und geöffnetem Low-Side-Leistungsschalter (24; 66) eine der geschalteten Stromquellen (36, 40; 98, 100, 102, 104) einschaltet, während die andere der geschalteten Stromquellen (36, 40; 98, 100, 102, 104) ausgeschaltet ist, und anschließend die eine der geschalteten Stromquellen (36, 40; 98, 100, 102, 104) ausschaltet und die andere der geschalteten Stromquellen (36, 40; 98, 100, 102, 104) einschaltet, und eine Überprüfungseinrichtung (48; 68; 106, 108) zum Überprüfen einer Spannung an der Last (14; 62; 76, 78; 92), wenn die eine der geschalteten Stromquellen eingeschaltet ...

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Erkennen eines Fehlers in einer Leistungsbrückenschaltung mit einer Last, einem High-Side-Zweig, in dem ein High-Side-Leistungsschalter zwischen einem High-Side-Anschluss der Last und einem Versorgungsanschluss für ein High-Potential einer Versorgungsspannung angeordnet ist, und einem Low-Side-Zweig, in dem ein Low-Side-Leistungsschalter zwischen einem Low-Side-Anschluss der Last und einem Versorgungsanschluss für ein Low-Potential der Versorgungsspannung angeordnet ist. Die vorliegende Erfindung betrifft ferner ein entsprechendes Verfahren zum Erkennen eines Fehlers in einer Leistungsbrückenschaltung.
  • Eine derartige Vorrichtung und ein derartiges Verfahren sind aus der DE 44 13 194 A1 bekannt.
  • Die dortige Vorrichtung weist eine Diagnosevorrichtung zum Überwachen der Steuerschaltung auf Fehler auf. Hierzu werden Signale zum abwechselnden Einschalten der ersten und der zweiten Schaltvorrichtung ausgegeben und das Ausgangspotential der jeweiligen, aufgrund der Ausgabe der Signale wirksamen Schaltvorrichtung mit einem bekannten Ausgangspotential derselben Schaltvorrichtung, die im normalen Betrieb wirksam ist, verglichen.
  • Aus der DE 10 2006 045 308 A1 ist ein Verfahren zum Detektieren des Zustandes einer an einen Schaltanschluss verbindbaren Lasteinrichtung bekannt, bei dem der Schaltanschluss an ein vorgegebenes Schaltpotenzial koppelbar und entkoppelbar ist, wobei ein Verbundensein der Lasteinrichtung an dem Schaltanschluss, ein nicht Verbundensein der Lasteinrichtung an dem Schaltanschluss oder ein Kurzschluss zwischen dem Schaltanschluss und einem ersten oder einem zweiten Schaltpotenzial in Abhängigkeit von einem Spannungsabfall an dem Schaltanschluss erkannt wird, und wobei zeitgleich mit einem Entkoppeln des Schaltanschlusses von dem vorgegebenen Schaltpotenzial eine Zusatzstromquelle mit dem Schaltanschluss verbunden wird.
  • Insbesondere in der Automobiltechnik sind die Erkennung und Unterscheidung verschiedener Fehlerfälle, wie Kurzschlüsse über einzelne Elemente, sowie der Schutz vor destruktiver Überlast besonders wichtig. Gerade aus Kostengründen muss hier die Diagnose mit möglichst geringem Aufwand gelöst werden.
  • Bei einer solchen Leistungsbrückenschaltung können Kurzschlüsse über den High-Side-Leistungsschalter (Fehlerfall SCB1), über die Reihenschaltung aus dem High-Side-Leistungsschalter und der Last (Fehlerfall SCB2), über den Low-Side-Leistungsschalter (Fehlerfall SCG1) und über die Reihenschaltung aus dem Low-Side-Leistungsschalter und der Last (Fehlerfall SCG2) auftreten. In der Folge eines solchen Kurzschlusses kann es zu übermäßig hohen Strömen kommen. Zusätzlich kann es zu einer offenen Last kommen, wobei dann die Verbindung zu der Last unterbrochen ist (Fehlerfall OL). Die Fehler können prinzipiell vor dem Einschalten der Last, aber auch während des Betriebs der Last auftreten.
  • 1 zeigt einen grundsätzlichen Aufbau einer Leistungsbrückenschaltung 1 mit einem High-Side-Zweig und einem Low-Side-Zweig. Die Leistungsbrückenschaltung 1 enthält eine Last L, die auf ihrer High-Side über einen High-Side-Leistungsschalter B an einer Versorgungsspannung VSupply anliegt. Auf ihrer Low-Side ist die Last L über einen Low-Side-Leistungsschalter G mit Masse M verbunden. Die beiden Leistungsschalter B und G sind hier in ihren geschlossenen Zuständen dargestellt.
  • Mögliche Fehler sind hier ein Kurzschluss über den High-Side-Leistungsschalter B allein, was dem Fehlerfall SCB1 entspricht, und ein Kurzschluss über die Reihenschaltung aus High-Side-Leistungsschalter B und Last L, was dem Fehlerfall SCB2 entspricht, sowie eine Unterbrechung der Verbindung zu der Last, was dem Fehlerfall OL entspricht.
  • 2 zeigt die Leistungsbrückenschaltung 1 mit korrespondierenden, möglichen Fehlern über den Low-Side-Leistungsschalter G. Diese Fehler sind Kurzschlüsse über den Low-Side-Leistungsschalter G allein, was dem Fehlerfall SCG1 entspricht, und über die Reihenschaltung aus Low-Side-Leistungsschalter G und Last L, was dem Fehlerfall SCG2 entspricht.
  • Es sind bereits Kontrollvorrichtungen bekannt, die in der Lage sind die verschiedenen Fehlerfälle zu unterscheiden. Insbesondere auf der High-Side der Leistungsbrückenschaltung entsteht dabei jedoch ein erheblicher Schaltungsaufwand, da sämtliche Schaltungsteile für hohe Spannungen ausgelegt sein müssen.
  • Die Fehler SCB1 und SCB2 können im abgeschalteten Zustand der Last diagnostiziert werden, indem eine Spannung auf den High-Side-Ausgang oder den Low-Side-Ausgang der Leistungsbrückenschaltung eingeprägt und der Strom nachgemessen wird, oder umgekehrt. Alternativ kann der Low-Side-Leistungsschalter se parat eingeschaltet und der Strom im Diagnosemodus bestimmt werden.
  • Die Fehler SCG1 und SCG2 werden durch Einprägen einer Spannung im abgeschalteten Zustand auf den High-Side-Ausgang oder den Low-Side-Ausgang und Nachmessen des Stroms bestimmt, oder umgekehrt. Alternativ kann der High-Side-Leistungsschalter einzeln eingeschaltet und die Strommessung im Diagnosemodus durchgeführt werden.
  • Der Fehler OL kann durch Einprägen einer Spannung im abgeschalteten Zustand auf den High-Side-Ausgang und Nachmessen der Spannung am Low-Side-Ausgang bestimmt werden, oder umgekehrt. Alternativ kann der Fehler OL durch Einprägen eines Stroms im abgeschalteten Zustand der Last auf den High-Side-Ausgang und Nachmessen des Stroms am Low-Side-Ausgang bestimmt werden, oder umgekehrt.
  • Ein wesentlicher Nachteil des Stands der Technik ist, dass zum Feststellen der verschiedenen Fehlerfälle aufwändige Kontrollschaltungen mit einer Vielzahl von Komponenten zum Einprägen von Strömen und Spannungen und zum Messen von Strömen und Spannungen erforderlich sind.
  • Der vorliegenden Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, diesen Nachteil zu überwinden und ein Erkennen von verschiedenen Fehlern in einer Leistungsbrückenschaltung auf technisch einfache Weise mit geringem, insbesondere schaltungstechnischem Aufwand zu ermöglichen.
  • Diese Aufgabe wird vorrichtungsseitig durch die technische Lehre des Anspruchs 1 gelöst. Die Aufgabe wird ferner verfahrensseitig durch die technische Lehre des Anspruchs 22 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung können den abhängigen Ansprüchen entnommen werden.
  • Die erfindungsgemäße Vorrichtung zum Erkennen eines Fehlers in einer Leistungsbrückenschaltung enthält eine erste ge schaltete Stromquelle, die mit der Last und einem Diagnoseanschluss für ein High-Potential einer Diagnosespannung verbunden ist, und eine zweite geschaltete Stromquelle, die mit der Last und einem Diagnoseanschluss für ein Low-Potential der Diagnosespannung verbunden ist. Ferner ist eine Steuereinrichtung zum Ansteuern der ersten geschalteten Stromquelle und der zweiten geschalteten Stromquelle vorhanden, wobei die Steuereinrichtung so ausgestaltet ist, dass sie bei geöffnetem High-Side-Leistungsschalter und geöffnetem Low-Side-Leistungsschalter eine der geschalteten Stromquellen einschaltet, während die andere der geschalteten Stromquellen ausgeschaltet ist, und anschließend die eine der geschalteten Stromquellen ausschaltet und die andere der geschalteten Stromquellen einschaltet. Eine Überprüfungseinrichtung dient zum Überprüfen einer Spannung an der Last, wenn die eine der geschalteten Stromquellen eingeschaltet und die andere der geschalteten Stromquellen ausgeschaltet ist, sowie wenn die eine der geschalteten Stromquellen ausgeschaltet und die andere der geschalteten Stromquellen eingeschaltet ist. Die Funktion einer solchen Stromquelle kann auch durch eine Spannungsquelle mit in Reihe dazu angeordnetem Widerstand realisiert werden.
  • Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zum Erkennen eines Fehlers in einer Leistungsbrückenschaltung, wobei eine erste geschaltete Stromquelle mit der Last und einem Diagnoseanschluss für ein High-Potential einer Diagnosespannung und eine zweite geschaltete Stromquelle mit der Last und einem Diagnoseanschluss für ein Low-Potential der Diagnosespannung verbunden sind, werden die erste geschaltete Stromquelle und die zweite geschaltete Stromquelle mittels einer Steuereinrichtung angesteuert. Dies erfolgt so, dass bei geöffnetem High-Side-Leistungsschalter und geöffnetem Low-Side-Leistungsschalter eine der geschalteten Stromquellen eingeschaltet wird, während die andere der geschalteten Stromquellen ausgeschaltet ist. Anschließend wird die eine der geschalteten Stromquellen ausgeschaltet und die andere der geschalteten Stromquellen eingeschaltet. Eine Spannung an der Last wird mittels einer Überprüfungseinrichtung überprüft, wenn die eine der geschalteten Stromquellen eingeschaltet und die andere der geschalteten Stromquellen ausgeschaltet ist, sowie wenn die eine der geschalteten Stromquellen ausgeschaltet und die andere der geschalteten Stromquellen eingeschaltet ist.
  • Aufgrund der vorliegenden Erfindung werden wenigstens zwei geschaltete Stromquellen, d. h. die erste und die zweite geschaltete Stromquelle, nach dem High- und dem Low-Potential der Diagnosespannung verwendet. Diese Verwendung erfolgt in Verbindung mit einer sequentiellen Abfolge von Bestromungs- und Überprüfungsphasen, wobei in den Überprüfungsphasen das Überprüfen der Spannung an der Last mittels der Überprüfungseinrichtung durchgeführt wird. Die Bestromungs- und Überprüfungsphasen können statt sequentiell auch gleichzeitig erfolgen. In jedem Fall werden zumindest zwei Bestromungsphasen verwendet, in denen auch überprüft werden kann. Durch das Ein- und Ausschalten der wenigstens zwei geschalteten Stromquellen kann die ausgeschaltete Last sowohl auf das Low- als auch auf das High-Potential der Diagnosespannung gezogen werden. Dies erfolgt vorteilhafterweise nacheinander, wobei in jedem dieser nacheinander eingenommenen Spannungszustände der Last mittels der Überprüfungseinrichtung das Überprüfen der Spannung an der Last erfolgt. Durch das Einschalten der ersten und/oder der zweiten geschalteten Stromquelle werden die Potentiale an der Last vorteilhafterweise stabilisiert, da diese in abgeschaltetem Zustand, d. h. bei geöffnetem High-Side- und Low-Side-Leistungsschalter, schwimmt. Die Potentiale an der Last sind dann unbestimmt. Ausgangssignale der Überprüfungseinrichtung dienen dabei einfachheitshalber als Fehlererkennungsergebnis. Aufgrund der vorliegenden Erfindung kann eine besonders schnelle Überprüfung der Leistungsbrückenschaltung und Diagnose der Fehlerfälle erfolgen, da vergleichsweise große Ströme zum Erkennen eines Fehlers verwendet werden können. Dies ist insbesondere deshalb möglich, da die beiden Stromquellen zur Diagnose jeweils nur kurzzeitig eingeschaltet werden müssen, so dass eine auftretende Ver lustleistung sehr gering bleibt. Die Stärke der einzelnen Stromquellen kann dabei vorteilhaft an bestimmte Anforderungen angepasst werden. Es ist auch möglich die Stärke der Stromquellen – beispielsweise nach dem Einschalten – zu erhöhen und nach einer vorgegebenen Zeit zu verringern, um im Falle eines Kurzschlusses die Verlustleistung in der Stromquelle zu begrenzen. Die erfindungsgemäße Fehlererkennung lässt sich ferner vorteilhafterweise mit einem äußerst geringen Schaltungsaufwand umsetzen. Des Weiteren fließt vorteilhafterweise außerhalb der Überprüfungsphase zum Erkennen der Fehler keine Ruhestrom. Mittels der vorliegenden Erfindung kann insbesondere ein Kurzschluss als Fehler erkannt werden. Als Fehler können insbesondere Kurzschlüsse über den High-Side-Leistungsschalter (Fehlerfall SCB1), über die Reihenschaltung aus dem High-Side-Leistungsschalter und der Last (Fehlerfall SCB2), über den Low-Side-Leistungsschalter (Fehlerfall SCG1) und über die Reihenschaltung aus dem Low-Side-Leistungsschalter und der Last (Fehlerfall SCG2) erkannt werden. Es ist aber ebenso möglich, eine Unterbrechung der elektrischen Verbindung zu der Last (Fehlerfall OL), d. h. eine offene Last, zu erkennen. Die offene Last kann durch eine Unterbrechung der Verbindung zu der Last im High-Side-Zweig und/oder im Low-Side-Zweig der Leistungsbrückenschaltung auftreten. Prinzipiell kann die Last insbesondere eine ohmsche, eine ohmsch-induktive, eine induktive oder eine kapazitive Last sein.
  • In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung weist die Überprüfungseinrichtung eine Vergleichseinrichtung zum Vergleichen der Spannung an der Last mit einer vorgegebenen Vergleichsspannung auf. Mit einer solchen Vergleichseinrichtung lässt sich das Überprüfen der Spannung an der Last besonders einfach und kostengünstig realisieren. Als Vergleichseinrichtung kann dabei insbesondere ein Komparator dienen. Es ist aufgrund der vorliegenden Erfindung einfachheitshalber möglich, zum Erkennen der Fehlerfälle einen Komparator ausschließlich auf einer der beiden Seiten, d. h. der High- oder der Low-Side, der Last einzusetzen.
  • In einer weiteren, besonders vorteilhaften Ausgestaltung ist die Überprüfungseinrichtung mit dem Low-Side-Anschluss der Last verbunden und die von der Überprüfungseinrichtung zu überprüfende Spannung an der Last ist eine an dem Low-Side-Anschluss der Last auftretende Low-Side-Spannung. Bei dieser Ausgestaltung der Erfindung ist der Schaltungsaufwand zum Erkennen der verschiedenen Fehlerfälle besonders gering.
  • Bevorzugt ist eine weitere Überprüfungseinrichtung zum Überprüfen einer weiteren Spannung an der Last vorhanden. In diesem Fall kann das Erkennen und Feststellen der Fehlerfälle noch schneller erfolgen, da insbesondere der Fehlerfall OL der offenen Last durch die weitere Überprüfungseinrichtung selbstständig erkannt werden kann. Es ist daher eine geringere Anzahl von nacheinander auszuführenden Diagnoseschritten erforderlich.
  • Besonders bevorzugt weist die weitere Überprüfungseinrichtung eine Vergleichseinrichtung zum Vergleichen der weiteren Spannung mit einer vorgegebenen weiteren Vergleichsspannung auf. Mit der Vergleichseinrichtung lässt sich das Überprüfen der weiteren Spannung an der Last besonders einfach und kostengünstig realisieren. Als Vergleichseinrichtung kann dabei insbesondere ein Komparator dienen.
  • Des Weiteren vorzugsweise ist die weitere Überprüfungseinrichtung mit dem High-Side-Anschluss der Last verbunden und die von der Überprüfungseinrichtung zu überprüfende weitere Spannung an der Last ist eine an dem High-Side-Anschluss der Last auftretende High-Side-Spannung. Bei dieser Ausgestaltung der Erfindung kann das Erkennen der verschiedenen Fehlerfälle, insbesondere des Fehlerfalles OL der offenen Last, mit begrenztem Schaltungsaufwand besonders effizient durchgeführt werden.
  • Besonders bevorzugt ist die erste geschaltete Stromquelle mit dem Low-Side-Anschluss der Last verbunden. Dies ermöglicht vorteilhafterweise das Erkennen der verschiedenen Fehlerfälle, insbesondere der Fehlerfälle SCG1, SCG2 und OL, mit besonders geringem Schaltungsaufwand.
  • In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist die erste geschaltete Stromquelle mit dem High-Side-Anschluss der Last verbunden. Dadurch kann eine ebenfalls ein besonders geringer Schaltungsaufwand zum Erkennen der Fehlerfälle gewährleistet werden. Zudem wird eine hohe Flexibilität beim Erkennen der Fehler erreicht. Dies gilt insbesondere in dem Fall, in dem mehrere Lasten in der Leistungsbrückenschaltung vorhanden sind, die einen gemeinsamen High-Side-Leistungsschalter verwenden.
  • In einer weiteren, besonders vorteilhaften Ausgestaltung ist eine dritte geschaltete Stromquelle vorhanden, die mit dem Low-Side-Anschluss der Last und dem Diagnoseanschluss für das High-Potential der Diagnosespannung verbunden ist. Die Steuereinrichtung ist ferner zum Ansteuern der dritten geschalteten Stromquelle ebenfalls mit dieser verbunden. Diese dritte Stromquelle kann besonders gut zum sicheren Erkennen des Fehlerfalls der offenen Last eingesetzt werden.
  • Bevorzugt ist die Steuereinrichtung so ausgestaltet, dass sie die dritte geschaltete Stromquelle einschaltet, wenn die erste geschaltete Stromquelle eingeschaltet ist und die Low-Side-Spannung bei eingeschalteter erster Stromquelle niedriger ist, als die vorgegebene Vergleichsspannung. Dies gewährleistet vorteilhafterweise ein besonders sicheres Erkennen des Fehlerfalls der offenen Last.
  • Besonders bevorzugt ist die zweite geschaltete Stromquelle mit dem High-Side-Anschluss der Last verbunden. Durch diese Ausgestaltung können die Fehlerfälle SCB1 und SCB2 besonders sicher erkannt oder ausgeschlossen werden.
  • Des Weiteren vorzugsweise ist der Low-Side-Anschluss der Last mit einem geschalteten Entlastungszweig für ein Abfließen von Leckströmen verbunden. Dies trägt zu einem noch sichereren Erkennen der Fehlerfälle bei. Solche Leckströme können insbesondere über den High-Side-Leistungsschalter auftreten. Alternativ ließe sich auch der High-Side-Anschluss mit einem geschalteten Entlastungszweig verbinden. Ggf. könnte man auch weitere Stromquellen geeignet verschieben, um diesen Effekt zu erzielen.
  • Besonders bevorzugt weist der Entlastungszweig eine vierte geschaltete Stromquelle auf, die mit dem Low-Side-Anschluss der Last und dem Diagnoseanschluss für das Low-Potential der Diagnosespannung verbunden ist. Auf diese Weise kann das Behandeln von Leckströmen besonders gut und sicher gewährleistet werden. Es ist hier auch möglich, die vierte geschaltete Stromquelle mittels eines Widerstands zu realisieren, dem ein Schalter in Reihe geschaltet ist. Über diesen Widerstand können die Leckströme bei geschlossenem Schalter abfließen.
  • In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sind der High-Side-Anschluss und der Low-Side-Anschluss der Last über Kondensatoren mit dem Versorgungsanschluss für das Low-Potential der Versorgungsspannung verbunden. Die Kapazitäten können parasitär oder absichtlich vorgesehen sein.
  • In einer weiteren, besonders vorteilhaften Ausgestaltung sind der High-Side-Anschluss der Last mit der Kathode einer ersten Freilaufdiode, der Versorgungsanschluss für das Low-Potential der Versorgungsspannung mit der Anode der ersten Freilaufdiode, der Low-Side-Anschluss der Last mit der Anode einer zweiten Freilaufdiode und der Versorgungsanschluss für das High-Potential der Versorgungsspannung mit der Kathode der zweiten Freilaufdiode verbunden. Diese Freilaufdioden sind insbesondere im Falle einer induktiven oder ohmsch-induktiven Last vorteilhaft, da bei Abschalten der Last durch Öffnen von High-Side- und Low-Side-Leistungsschalter über die Freilaufdioden ein Ausgleichsstrom fließen kann.
  • Bevorzugt weist die Leistungsbrückenschaltung wenigstens eine weitere Last auf, deren High-Side-Anschluss mit dem High-Side-Leistungsschalter verbunden und deren Low-Side-Anschluss über einen weiteren Low-Side-Leistungsschalter an den Versorgungsanschluss für das Low-Potential der Versorgungsspannung angeschlossen ist. Es ist des Weiteren eine zusätzliche Überprüfungseinrichtung zum Überprüfen einer Low-Side-Spannung der wenigstens einen weiteren Last vorhanden, wobei die zusätzliche Überprüfungseinrichtung mit dem Low-Side-Anschluss der wenigstens einen weiteren Last verbunden ist. Dadurch können vorteilhafterweise Fehlerfälle der mehreren in der Leistungsbrückenschaltung vorhandenen Lasten sicher und auf technisch einfache Weise erkannt werden. Der Schaltungsaufwand ist dabei sehr gering, da die erste und die zweite Stromquelle für die Fehlererkennung bei den mehreren Lasten eingesetzt werden können. Ferner sind die Lasten über einen gemeinsamen High-Side-Leistungsschalter mit dem High-Potential der Versorgungsspannung verbunden. Vorzugsweise sind dabei die Stärken der Stromquellen geeignet zu wählen.
  • Besonders bevorzugt weist die Leistungsbrückenschaltung wenigstens eine weitere Last auf, deren Low-Side-Anschluss mit dem Low-Side-Leistungsschalter verbunden und deren High-Side-Anschluss über einen weiteren High-Side-Leistungsschalter an den Versorgungsanschluss für das High-Potential der Versorgungsspannung angeschlossen ist. Es ist ferner eine weitere geschaltete Stromquelle vorhanden, die mit der wenigstens einen weiteren Last und dem Diagnoseanschluss für das Low-Potential der Diagnosespannung verbunden ist. Dadurch können hier ebenfalls vorteilhafterweise Fehlerfälle der mehreren in der Leistungsbrückenschaltung vorhandenen Lasten sicher und auf technisch einfache Weise erkannt werden. Der Schaltungsaufwand ist dabei sehr gering, insbesondere da eine einzige Überprüfungseinrichtung für die Fehlererkennung bei den mehreren Lasten eingesetzt werden kann. Ferner sind die Lasten über einen gemeinsamen Low-Side-Leistungsschalter mit dem High-Potential der Versorgungsspannung verbunden.
  • Des Weiteren vorzugsweise ist die Steuereinrichtung ferner so ausgestaltet, dass sie bei geöffneten High-Side-Leistungsschaltern und geöffnetem Low-Side-Leistungsschalter entweder die zweite geschaltete Stromquelle oder die weitere geschaltete Stromquelle einschaltet. Dieses Einschalten der Stromquellen erfolgt insbesondere nacheinander, wobei beim Einschalten der nachfolgenden der Stromquellen die zuvor eingeschaltete der Stromquellen zunächst wieder ausgeschaltet wird. Auf diese Weise kann das Erkennen eines der Fehlerfälle an den Lasten besonders effizient und einfach ohne großen Aufwand durchgeführt werden.
  • Besonders bevorzugt ist die Last eine kapazitive Last. Des Weiteren ist die erste geschaltete Stromquelle mit dem High-Side-Anschluss der Last verbunden. Ferner ist eine erste zusätzliche geschaltete Stromquelle vorhanden, die mit dem Low-Side-Anschluss der kapazitiven Last und dem Diagnoseanschluss für das High-Potential der Diagnosespannung verbunden ist. Es ist darüberhinaus eine zweite zusätzliche geschaltete Stromquelle vorhanden, die mit dem Low-Side-Anschluss der kapazitiven Last und dem Diagnoseanschluss für das Low-Potential der Diagnosespannung verbunden ist. Die Steuereinrichtung ist zum Ansteuern der ersten und der zweiten zusätzlichen geschalteten Stromquellen ebenfalls mit diesen verbunden und so ausgestaltet, dass sie bei geöffnetem High-Side-Leistungsschalter und geöffnetem Low-Side-Leistungsschalter die erste geschaltete Stromquelle und die erste zusätzliche geschaltete Stromquelle einschaltet, während die zweite geschaltete Stromquelle und die zweite zusätzliche geschaltete Stromquelle ausgeschaltet sind, und die zweite geschaltete Stromquelle und die zweite zusätzliche geschaltete Stromquelle einschaltet, während die erste geschaltete Stromquelle und die erste zusätzliche geschaltete Stromquelle ausgeschaltet sind.
  • In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sind der High-Side-Leistungsschalter und der Low-Side-Leistungsschalter so ansteuerbar und die Steuereinrichtung zum Ansteuern der ersten geschalteten Stromquelle, der zweiten geschalteten Stromquelle, der dritten geschalteten Stromquelle und der zusätzlichen geschalteten Stromquelle ist ferner so ausgestaltet, dass zunächst ein Aufladen und anschließend ein Entladen der kapazitiven Last erfolgt. Es ist zusätzlich eine Erfassungseinrichtung zum Erfassen einer Lade- und Entladezeit beim Auf- und Entladen der kapazitiven Last vorhanden. Dies ermöglicht vorteilhafterweise ein Bestimmen der vorhandenen Kapazität der kapazitiven Last. Dadurch ist ggf. ein Rückschluss auf einen bestimmten Zustand der Last möglich, beispielsweise ob die Last ordnungsgemäß arbeitet. Dadurch können weitere Fehler an der Last und in deren Betrieb erkannt werden. Prinzipiell ist die Zeitdauer zum Laden und Entladen der kapazitiven Last proportional zu deren Kapazität.
  • In einer weiteren, besonders vorteilhaften Ausgestaltung ist die Steuereinrichtung so ausgestaltet, dass sie bei geöffnetem High-Side-Leistungsschalter und geschlossenem Low-Side-Leistungsschalter zum Laden der kapazitiven Last zunächst die erste geschaltete Stromquelle einschaltet, während die zweite geschaltete Stromquelle ausgeschaltet ist, und anschließend zum Entladen der kapazitiven Last die erste geschaltete Stromquelle ausschaltet sowie die zweite geschaltete Stromquelle einschaltet. Dies ermöglicht auf einfache und sichere Weise insbesondere ein Erkennen des Fehlerfalls OL der offenen Last sowie ein Abschätzen der Kapazität der kapazitiven Last. Zusätzlich oder alternativ könnte man auch den High-Side-Leistungsschalter schließen, um das Auf- und Entladen der kapazitiven Last mit den Stromquellen auf der versorgungsspannungsniedrigeren Seite (Low-Side) vorzunehmen.
  • Nachfolgend werden die Erfindung und ihre Vorteile anhand von Beispielen und Ausführungsbeispielen und der beigefügten Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
  • 1 ein Beispiel eines bekannten, prinzipiellen Aufbaus einer Leistungsbrückenschaltung mit einer Darstellung von an einem High-Side-Leistungsschalter möglicherweise auftretenden Fehlern,
  • 2 die bekannte Leistungsbrückenschaltung nach 1 mit einer Darstellung von an einem Low-Side-Leistungsschalter möglicherweise auftretenden Fehlern,
  • 3 ein erstes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung mit einer mit dem Low-Side-Anschluss der Last verbundenen geschalteten Stromquelle, die mit einem High-Potential einer Diagnosespannung verbunden ist,
  • 4 ein zweites Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung mit einer mit dem High-Side-Anschluss der Last verbundenen geschalteten Stromquelle, die mit dem High-Potential der Diagnosespannung verbunden ist, und einer mit dem Low-Side-Anschluss der Last verbundenen weiteren geschalteten Stromquelle, die ebenfalls mit dem High-Potential der Diagnosespannung verbunden ist,
  • 5 ein drittes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung mit einer mit dem High-Side-Anschluss der Last verbundenen geschalteten Stromquelle, die mit dem High-Potential der Diagnosespannung verbunden ist, und einer mit dem High-Side-Anschluss der Last verbundenen Überprüfungseinrichtung,
  • 6 ein viertes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung mit mehreren Lasten, die an einen gemeinsamen High-Side-Leistungsschalter angeschlossen sind,
  • 7 ein fünftes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung mit mehreren Lasten, die an einen gemeinsamen Low-Side-Leistungsschalter angeschlossen sind,
  • 8 ein sechstes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung mit einer kapazitiven Last und einer Erfas sungseinrichtung zum Erfassen einer Lade- und Entladezeit beim Auf- und Entladen der kapazitiven Last und
  • 9 ein siebtes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung mit der kapazitiven Last.
  • In den Figuren sind nachfolgend gleiche oder funktionsgleiche Elemente – sofern nichts Anderes angegeben ist – mit denselben Bezugszeichen versehen.
  • 3 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung 10 zum Erkennen eines Fehlers in einer Leistungsbrückenschaltung 12. Die Leistungsbrückenschaltung 12 weist eine Last 14 auf, die einen High-Side-Anschluss 16 und einen Low-Side-Anschluss 18 hat. Die Last 14 ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel eine ohmsch-induktive Last. Es ist aber prinzipiell auch möglich, dass die Last 14 eine rein ohmsche oder rein induktive Last oder eine kapazitive Last ist. Der High-Side-Anschluss 16 der Last 14 ist über einen High-Side-Leistungsschalter 20 mit einem High-Potential 22 einer Versorgungsspannung Vsupply verbunden. Der Low-Side-Anschluss 18 der Last 14 ist über einen Low-Side-Leistungsschalter 24 mit einem Low-Potential 26 der Versorgungsspannung Vsupply verbunden. Das Low-Potential 26 der Versorgungsspannung Vsupply ist in den hier beschriebenen Ausführungsbeispielen Masse. Der High-Side-Anschluss 16 ist über eine Freilaufdiode 28 mit dem Low-Potential 26 verbunden, wobei die Anode der Freilaufdiode 28 mit dem Low-Potential 26 und Kathode der Freilaufdiode 28 mit dem High-Side-Anschluss 16 verbunden ist. Der Low-Side-Anschluss 18 der Last 14 ist über eine Freilaufdiode 30 mit dem High-Potential 22 verbunden, wobei die Kathode der Freilaufdiode 30 mit dem High-Potential 22 und die Anode der Freilaufdiode 30 mit dem Low-Side-Anschluss 18 verbunden ist. Der High-Side-Anschluss 16 ist ferner über einen Kondensator 32 und der Low-Side-Anschluss 18 über einen Kondensator 34 mit dem Low-Potential 26 verbunden. Die Kondensatoren 32 und 34 können parasitär oder absichtlich eingebaut sein.
  • Die Vorrichtung 10 weist eine mit dem Low-Side-Anschluss 18 der Last 14 verbundene geschaltete Stromquelle 36 auf. Die geschaltete Stromquelle 36 ist des Weiteren mit einem High-Potential 38 einer Diagnosespannung VDIAG verbunden. Die Vorrichtung 10 weist ferner eine mit dem High-Side-Anschluss 16 der Last 14 verbundene geschaltete Stromquelle 40 auf. Die geschaltete Stromquelle 40 ist des Weiteren mit einem Low-Potential 42 der Diagnosespannung VDIAG verbunden. Das Low-Potential 42 der Diagnosespannung VDIAG ist in den hier beschriebenen Ausführungsbeispielen Masse. Die Vorrichtung 10 weist darüberhinaus eine mit dem Low-Side-Anschluss 18 der Last 14 verbundene weitere geschaltete Stromquelle 44 auf. Die geschaltete Stromquelle 44 ist mit einem Low-Potential 42 der Diagnosespannung VDIAG verbunden. Die in diesem Ausführungsbeispiel verwendeten geschalteten Stromquellen 36, 40 und 44 sowie die in den anderen Ausführungsbeispiel eingesetzten geschalteten Stromquellen stellen jeweils einen Strom einer konstanten Stromstärke zur Verfügung, der über einen Schalter in einen geschlossenen Stromkreis eingeprägt werden kann. Eine solche geschaltete Stromquelle kann beispielsweise mittels eines Transistors realisiert werden. Es ist auch möglich, die geschalteten Stromquellen mittels geschalteter Widerstände zu realisieren. Hier stellt die geschaltete Stromquelle 36 einen Strom I1, die geschaltete Stromquelle 40 einen Strom I2 und die geschaltete Stromquelle 44 einen Strom I3 zur Verfügung. Die geschalteten Stromquellen sind mit einer Steuereinrichtung 46 verbunden, die die geschalteten Stromquellen zum Ein- und Ausschalten ansteuert. Die Steuereinrichtung 46 ist in der 3 exemplarisch dargestellt und wird in den anhand der 49 beschriebenen weiteren Ausführungsbeispielen aus Übersichtlichkeitsgründen weggelassen. Auch die in diesen weiteren Ausführungsbeispielen eingesetzten geschalteten Stromquellen werden zu ihrem Ein- und Ausschalten über die Steuereinrichtung 46 angesteuert.
  • Die Vorrichtung 10 weist des Weiteren eine mit dem Low-Side-Anschluss 18 der Last 14 verbundene Überprüfungseinrichtung 48 zum Überprüfen einer an dem Low-Side-Anschluss 18 auftretenden Low-Side-Spannung 50 auf. Die Überprüfungseinrichtung 48 weist hier eine Vergleichseinrichtung in Gestalt eines Komparators auf. Der Komparator vergleicht zwei an seinen Eingängen anliegende Spannungen miteinander und gibt, je nachdem welche der beiden Spannungen größer ist, ein entsprechendes Ausgangssignal Vout aus. Der Komparator der Überprüfungseinrichtung 48 vergleicht hier die Low-Side-Spannung 50 mit einer Vergleichsspannung VTH, die von einer an dem Komparator anliegenden Spannungsquelle 52 geliefert wird.
  • Im Folgenden wird nun beispielhaft ein Ablauf einer Fehlerdiagnose zum Erkennen oder zum Ausschließen von Fehlern in der Leistungsbrückenschaltung 12 mittels der Vorrichtung 10 gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel beschrieben. Alle geschalteten Stromquellen 36, 40, 44 der Vorrichtung 10 sind dabei zunächst ausgeschaltet. Nach einem Abschalten der Last 14, d. h. nach dem Öffnen des High-Side-Leistungsschalters 20 und des Low-Side-Leistungsschalters 24, fließt ein Strom in der Last 14 über die Freilaufdioden 28, 30 weiter, da die ohmsch-induktive Last 14 keine spontane Stromänderung zulässt. Dieser Strom verringert sich allerdings stetig bis er schließlich null ist. Der Kondensator 34 ist dann in etwa auf die Versorgungsspannung Vsupply aufgeladen. Daraufhin fließt erneut ein Strom durch die Last 14, so dass sich die an den Kondensatoren 32 und 34 anliegenden Spannungen einander annähern. Hier kann ggf. zeitweise durch das Zusammenspiel von ohmsch-induktiver Last 14 und Kondensatoren 32, 34 eine gedämpfte Schwingung entstehen. Im Falle einer rein ohmschen Last 14 würde nach dem Abschalten der Last 14 stattdessen der Kondensator 32 auf die Versorgungsspannung Vsupply aufgeladen sein.
  • In einem nachfolgenden Schritt werden die geschalteten Stromquellen 40 und 44 durch die Steuereinrichtung 46 eingeschaltet. Die geschaltete Stromquelle 44 wird für ein Abfließen von Leckströmen eingesetzt, die insbesondere an der Freilaufdiode 30 und dem High-Side-Leistungsschalter 20 auftreten können. Durch das Einschalten der geschalteten Stromquelle 40 wird der Strom I2 an dem High-Side-Anschluss 16 eingeprägt. In denjenigen Fällen, in denen keine Kurzschlüsse über dem High-Side-Leistungsschalter 20 oder der Reihenschaltung aus High-Side-Leistungsschalter 20 und Last 14 vorliegen, müssten die beiden Kondensatoren 32, 34 und die ohmsch-induktive Last 14 entladen werden. Die Low-Side-Spannung 50 müsste dann sinken und schließlich unter die vorgegebene Vergleichsspannung VTH fallen. Dies würde von der Überprüfungseinrichtung 48 festgestellt werden, da sich das Ausgangssignal VOUT des Komparators verändert. Stellt die Überprüfungseinrichtung 48 somit ein Fallen der Low-Side-Spannung 50 unter die Vergleichsspannung VTH fest, so können die Fehlerfälle SCB1 und SCB2 ausgeschlossen werden. Stellt die Überprüfungseinrichtung 48 ein solches Fallen der Low-Side-Spannung 50 unter die Vergleichsspannung VTH nicht fest, so liegt einer der Fehlerfälle SCB1 und SCB2, und somit ein Kurzschluss, vor.
  • Im nächsten Schritt wird die geschaltete Stromquelle 40 mittels der Steuereinrichtung 46 ausgeschaltet und die geschaltete Stromquelle 36 eingeschaltet. Durch das Einschalten der geschalteten Stromquelle 36 wird der Strom 11 an dem Low-Side-Anschluss 18 eingeprägt. In denjenigen Fällen, in denen keine Kurzschlüsse über dem Low-Side-Leistungsschalter 24 oder der Reihenschaltung aus Low-Side-Leistungsschalter 24 und Last 14 vorliegen, müsste die Low-Side-Spannung 50 ansteigen und schließlich die Höhe der vorgegebenen Vergleichsspannung VTH erreichen. Dies würde von der Überprüfungseinrichtung 48 festgestellt werden, da sich das Ausgangssignal VOUT des Komparators verändert. Stellt die Überprüfungseinrichtung 48 somit ein Steigen der Low-Side-Spannung 50 über die Vergleichsspannung VTH fest, so können die Fehlerfälle SCG1 und SCG2 ausgeschlossen werden. Stellt die Überprüfungseinrichtung 48 ein solches Steigen der Low-Side-Spannung 50 über die Vergleichsspannung VTH nicht fest, so liegt einer der Fehlerfälle SCG1 und SCG2, und somit ein Kurzschluss, vor.
  • Zum Erkennen einer offenen Last 14, d. h. des Fehlerfalls OL, wird anschließend bei weiter im eingeschalteten Zustand befindlicher geschalteter Stromquelle 36 auch die geschaltete Stromquelle 40 erneut eingeschaltet. Die beiden geschalteten Stromquellen 36 und 40 sind dabei so dimensioniert, dass der von der geschalteten Stromquelle 36 eingeprägte Strom I1 kleiner ist als der von der geschalteten Stromquelle 40 eingeprägte Strom I2. Dies bedeutet, dass in demjenigen Fall, in dem keine offene Last 14, d. h. keine Unterbrechung der Verbindungen der Last 14, vorliegen, die Low-Side-Spannung 50 wieder unter die vorgegebene Vergleichsspannung VTH fallen müsste. Wird somit ein solches Fallen der Low-Side-Spannung 50 von der Überprüfungseinrichtung 48 festgestellt, dann kann der Fehler OL ausgeschlossen werden. Andererseits, wird ein solches Fallen der Low-Side-Spannung 50 von der Überprüfungseinrichtung 48 nicht festgestellt, dann liegt der Fehler OL vor.
  • 4 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung 10. In diesem zweiten Ausführungsbeispiel ist die geschaltete Stromquelle 36, die den Strom I1 zur Verfügung stellt, mit dem High-Side-Anschluss 16 der Last 14 verbundenen. Die geschaltete Stromquelle 36 ist mit dem High-Potential 38 der Diagnosespannung VDIAG verbunden. Die geschalteten Stromquellen 40 und 44 sind wie im ersten Ausführungsbeispiel gemäß 3 verschaltet. Die Vorrichtung 10 weist hier eine weitere geschaltete Stromquelle 54 auf, die einerseits mit dem High-Potential 38 der Diagnosespannung VDIAG und andererseits mit dem Low-Side-Anschluss 18 der Last 14 verbunden ist. Die geschaltete Stromquelle 54 stellt einen Strom I4 zur Verfügung.
  • Im Folgenden wird nun beispielhaft ein Ablauf einer Fehlerdiagnose zum Erkennen oder zum Ausschließen von Fehlern in der Leistungsbrückenschaltung 12 mittels der Vorrichtung 10 gemäß dem zweiten Ausführungsbeispiel beschrieben. Alle geschalteten Stromquellen 36, 40, 44 und 54 der Vorrichtung 10 sind dabei zunächst ausgeschaltet. Nach einem Abschalten der Last 14 fließt ein Strom in der Last 14 über die Freilaufdioden 28, 30 weiter. Dieser Strom verringert sich stetig bis er schließlich null ist. Der Kondensator 34 ist dann in etwa auf die Versorgungsspannung Vsupply aufgeladen. Daraufhin fließt erneut ein Strom durch die Last 14, so dass sich die an den Kondensatoren 32 und 34 anliegenden Spannungen einander annähern.
  • Daraufhin werden die geschalteten Stromquellen 40 und 44 eingeschaltet. Die geschaltete Stromquelle 44 dient erneut zum Abfließen von Leckströmen. Durch das Einschalten der geschalteten Stromquelle 40 wird der Strom I2 an dem High-Side-Anschluss 16 eingeprägt. In denjenigen Fällen, in denen keine Kurzschlüsse über dem High-Side-Leistungsschalter 20 oder der Reihenschaltung aus High-Side-Leistungsschalter 20 und Last 14 vorliegen, müssten die beiden Kondensatoren 32, 34 und die ohmsch-induktive Last 14 entladen werden. Die Low-Side-Spannung 50 müsste dann sinken und schließlich unter die vorgegebene Vergleichsspannung VTH fallen. Dies würde von der Überprüfungseinrichtung 48 festgestellt werden, da sich das Ausgangssignal VOUT des Komparators verändert. Stellt die Überprüfungseinrichtung 48 somit ein Fallen der Low-Side-Spannung 50 unter die Vergleichsspannung VTH fest, so können die Fehlerfälle SCB1 und SCB2 ausgeschlossen werden. Stellt die Überprüfungseinrichtung 48 andererseits ein solches Fallen der Low-Side-Spannung 50 unter die Vergleichsspannung VTH nicht fest, so liegt einer der Fehlerfälle SCB1 und SCB2, und somit ein Kurzschluss, vor. Insoweit stimmt die Vorgehensweise mit derjenigen im ersten Ausführungsbeispiel überein.
  • Im nächsten Schritt wird die geschaltete Stromquelle 40 ausgeschaltet und die geschaltete Stromquelle 36 eingeschaltet. Durch das Einschalten der geschalteten Stromquelle 36 wird der Strom I1 an dem High-Side-Anschluss 16 eingeprägt und in die Lastseite eingespeist. In denjenigen Fällen, in denen keine Kurzschlüsse über dem Low-Side-Leistungsschalter 24 oder der Reihenschaltung aus Low-Side-Leistungsschalter 24 und Last 14 und keine Unterbrechungen der Verbindungen zur Last 14, d. h. eine offene Last 14, vorliegen, müsste die Low-Side-Spannung 50 ansteigen und schließlich die Höhe der vorgegebenen Vergleichsspannung VTH erreichen. Dies würde von der Überprüfungseinrichtung 48 festgestellt werden, da sich das Ausgangssignal VOUT des Komparators verändert. Stellt die Überprüfungseinrichtung 48 somit ein Steigen der Low-Side-Spannung 50 über die Vergleichsspannung VTH fest, so können die Fehlerfälle SCG1, SCG2 und OL ausgeschlossen werden. Stellt die Überprüfungseinrichtung 48 ein solches Steigen der Low-Side-Spannung 50 über die Vergleichsspannung VTH nicht fest, so liegt einer der Fehlerfälle SCG1, SCG2 oder OL vor.
  • Falls in dem vorhergehenden Schritt einer der Fehler SCG1, SCG2 oder OL erkannt wird, wird in einem nächsten Schritt die weitere geschaltete Stromquelle 54 durch die Steuereinrichtung 46 eingeschaltet. Die geschaltete Stromquelle 36 bleibt dabei ebenfalls eingeschaltet. Steigt nun die Low-Side-Spannung 50 an und erreicht schließlich die vorgegebene Vergleichsspannung VTH, so wird dies von der Überprüfungseinrichtung 48 festgestellt, da sich das Ausgangssignal Vout des Komparators verändert. Bei einem solchen Ansteigen der Low-Side-Spannung 50 können keine Kurzschlüsse über dem Low-Side-Leistungsschalter 24 und der Reihenschaltung aus Low-Side-Leistungsschalter 24 und Last 14 vorliegen. Die Fehler SCG1 und SCG2 können daher ausgeschlossen werden. Es wird vielmehr der Fehler OL erkannt. Bleibt die Low-Side-Spannung 50 nach dem Einschalten der geschalteten Stromquelle 54 unterhalb der Vergleichsspannung VTH, dann liegt einer der Fehler SCG1 oder SCG2 vor.
  • Die zuvor beschriebene Vorgehensweise zum Erkennen, ob einer der Fehler SCG1, SCG2 oder der Fehler OL vorliegt, kann abgeändert werden. Dies ist im Folgenden in einem dritten Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung 10 anhand der 5 beschrieben. In der Vorrichtung 10 gemäß dem dritten Ausführungsbeispiel wird auf die weitere geschaltete Stromquelle 54 verzichtet. Stattdessen ist eine weitere Überprüfungseinrichtung 56 zum Überprüfen einer weiteren Spannung an der Last 14 vorhanden. Diese weitere Überprüfungseinrichtung 56 ist mit dem High-Side-Anschluss 16 der Last 14 verbunden, so dass mittels der weiteren Überprüfungseinrichtung 56 eine High-Side-Spannung 58 überprüft werden kann. Die weitere Überprüfungseinrichtung 56 weist hier eine Vergleichseinrichtung in Gestalt eines Komparators auf, der an seinen Eingängen anliegende Spannungen miteinander vergleicht und ein entsprechendes Ausgangssignal Vout, ausgibt. Der Komparator der Überprüfungseinrichtung 56 vergleicht hier die High-Side-Spannung 58 mit einer weiteren Vergleichsspannung VTH, die von einer an dem Komparator anliegenden weiteren Spannungsquelle 60 geliefert wird.
  • Nach dem Ausschalten der geschalteten Stromquelle 40 und dem Einschalten der geschalteten Stromquelle 36 kann insofern neben dem Überprüfen der Low-Side-Spannung 50 durch die Überprüfungseinrichtung 48 auch die High-Side-Spannung 58 durch die weitere Überprüfungseinrichtung 56 überprüft werden. Wird nun nach dem Einschalten der geschalteten Stromquelle 36 durch die Überprüfungseinrichtung 48 festgestellt, dass die Low-Side-Spannung 50 die Vergleichsspannung VTH nicht erreicht, und ferner durch die weitere Überprüfungseinrichtung 56 festgestellt, dass allerdings die High-Side-Spannung 58 die vorgegebene weitere Vergleichsspannung VTH, erreicht, dann kann daraus geschlossen werden, dass eine offene Last 14, und damit der Fehler OL, vorliegt. In demjenigen Fall, in dem die High-Side-Spannung 58 die vorgegebene weitere Vergleichsspannung VTH, nicht erreicht, kann daraus geschlossen werden, dass einer der Fehler SCG1 oder SCG2 vorliegt.
  • 6 zeigt ein viertes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung 10 zum Erkennen eines Fehlers in der Leistungsbrückenschaltung 12. Die Leistungsbrückenschaltung 12 enthält hier mehrere Lasten, die gemeinsam an den High-Side-Leistungsschalter 20 angeschlossen sind. Neben der Last 14 ist das im vorliegenden Ausführungsbeispiel eine Last 62. Die Last 62 ist hier ebenfalls eine ohmsch-induktive Last. An ihrem Low-Side-Anschluss 64 ist die Last 62 über einen eige nen Low-Side-Leistungsschalter 66 mit dem Low-Potential 26 der Versorgungsspannung Vsupply verbunden. Die Vorrichtung 10 enthält eine zusätzlich Überprüfungseinrichtung 68 zum Überprüfen einer Spannung an der Last 62. Die Überprüfungseinrichtung 68 ist eingangsseitig mit dem Low-Side-Anschluss 64 verbunden, so dass mittels der Überprüfungseinrichtung 68 eine Low-Side-Spannung 70 überprüft werden kann. Die zusätzliche Überprüfungseinrichtung 68 weist ebenfalls eine Vergleichseinrichtung in Gestalt eines Komparators auf, der an seinen Eingängen anliegende Spannungen miteinander vergleicht und ein entsprechendes Ausgangssignal Vout2 ausgibt. Der Kom parator der Überprüfungseinrichtung 68 vergleicht hier die Low-Side-Spannung 70 mit der vorgegebenen Vergleichsspannung VTH, die von einer an dem Komparator anliegenden Spannungsquelle 72 geliefert wird. An den Low-Side-Anschluss 64 der Last 62 ist eine zusätzliche geschaltete Stromquelle 74 angeschlossen, die mit dem Low-Potential 42 der Diagnosespannung VDIAG verbunden ist. Die geschaltete Stromquelle 74 stellt einen Strom I5 zur Verfügung. Die geschalteten Stromquellen 36, 40 und 44 sowie die Überwachungseinrichtung 48 sind, wie bereits oben im Zusammenhang mit dem zweiten und dritten Ausführungsbeispiel beschrieben und in den 4 und 5 dargestellt, angeordnet. Auf die Darstellung und weitere Beschreibung von Freilaufdioden und Kondensatoren wird hier aus Gründen der Übersichtlichkeit verzichtet.
  • Das grundsätzlich Prinzip der Fehlererkennung bleibt gegenüber demjenigen des zweiten und dritten Ausführungsbeispiels unverändert. Allerdings ist hier zum Unterscheiden zwischen den Fehlerfällen SCG1, SCG2 einerseits und dem Fehlerfall OL andererseits vorteilhafterweise weder die geschaltete Stromquelle 54 (4) noch die Überprüfungseinrichtung 56 (5) notwendigerweise erforderlich. Zum Erkennen der Fehlerfälle SCG1, SCG2 und OL werden die geschalteten Stromquellen 36, 44 und 74 eingeschaltet. Dabei sind diese geschalteten Stromquellen so dimensioniert, dass die Ströme I3 und I5 kleiner sind als der Strom I1. Steigen die Werte der Low-Side-Spannungen 50 und 70 auf diejenigen der vorgegebenen Ver gleichsspannung VTH, dann liegen weder Kurzschlüsse noch offene Lasten vor. Steigen die Werte der Low-Side-Spannungen 50 und 70 nicht auf diejenigen der vorgegebenen Vergleichsspannung VTH, dann liegt entweder ein Kurzschluss oder eine offene Last vor. Steigt nur eine der Low-Side-Spannungen 50, 70 über die vorgegebene Vergleichsspannung und die andere nicht, so liegt an derjenigen Last 14, 62, deren Low-Side-Spannung 50, 70 die vorgegebene Vergleichsspannung nicht erreicht, der Fehler OL, d. h. eine offene Last, vor.
  • Liegt eine offene Last, d. h. Fehlerfall OL, an beiden Lasten 14, 62 vor, so kann dies festgestellt werden, indem an den High-Side-Anschluss 16 der beiden Lasten 14, 62 eine weitere Überprüfungseinrichtung mit einem Komparator eingesetzt wird. Würde nach dem Einschalten der geschalteten Stromquelle 36 durch diese weitere Überprüfungseinrichtung ein Erreichen oder Überschreiten einer vorgegebenen weiteren Vergleichsspannung der weiteren Überprüfungseinrichtung festgestellt, so würde der Fehler OL in allen Lastzweigen erkannt.
  • 7 zeigt ein fünftes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung mit mehreren Lasten, die gemeinsamen an den Low-Side-Leistungsschalter 24 angeschlossen sind. Neben der Last 14 sind das im vorliegenden Ausführungsbeispiel eine Last 76 und eine Last 78. Die Lasten 76, 78 sind hier ebenfalls ohmsch-induktive Lasten. An ihrem High-Side-Anschluss 80 ist die Last 76 über einen eigenen High-Side-Leistungsschalter 82 mit dem High-Potential 22 der Versorgungsspannung Vsupply verbunden. An ihrem High-Side-Anschluss 84 ist die Last 78 über einen eigenen High-Side-Leistungsschalter 86 ebenfalls mit dem High-Potential 22 der Versorgungsspannung Vsupply verbunden. Wie im ersten Ausführungsbeispiel gemäß 3 ist der Low-Side-Anschluss 18 der Last 14 mit der geschalteten Stromquelle 36 verbunden, die wiederum mit dem High-Potential 38 der Diagnosespannung VDIAG verbunden ist. Die Vorrichtung 10 weist hier ferner die mit dem High-Side-Anschluss 16 der Last 14 verbundene geschaltete Stromquelle 40 auf, die des Weiteren mit dem Low-Potential 42 der Diagnosespannung VDIAG verbunden ist. Zusätzlich zum ersten Ausführungsbeispiel ist hier der High-Side-Anschluss 80 der Last 76 mit einer geschalteten Stromquelle 88 verbunden, die des Weiteren mit dem Low-Potential 42 der Diagnosespannung VDIAG verbunden ist. Ferner ist hier der High-Side-Anschluss 84 der Last 78 mit einer geschalteten Stromquelle 90 verbunden, die ebenfalls mit dem Low-Potential 42 der Diagnosespannung VDIAG verbunden ist. Die geschaltete Stromquelle 88 stellt einen Strom I6 und die geschaltete Stromquelle 90 einen Strom I7 zur Verfügung. Die geschalteten Stromquellen 88, 90 sind mit der Steuereinrichtung 46 (nicht dargestellt) verbunden, die sie zum Ein- und Ausschalten ansteuert. Die von den geschalteten Stromquellen 40, 88 und 90 zur Verfügung gestellten Ströme I2, I6 und I7 sind jeweils größer als der von der geschalteten Stromquelle 36 zur Verfügung gestellte Strom I1. Die Vorrichtung 10 weist hier des Weiteren die mit den Low-Side-Anschlüssen 18 der Lasten 14, 76, 78 verbundene Überprüfungseinrichtung 48 zum Überprüfen der Low-Side-Spannung 50 auf.
  • Vorzugsweise sind die Stärken der Stromquellen geeignet zu wählen, z. B.:
    I2 > I1;
    I6 > I1;
    I7 > I1.
  • Der prinzipielle Ablauf der Fehlerdiagnose entspricht im vorliegenden fünften Ausführungsbeispiel weitgehend demjenigen des ersten Ausführungsbeispiels nach 3. Dies bedeutet, dass zum Erkennen der Fehlerfälle SCB1, SCB2 an den High-Side-Leistungsschaltern 20, 82, 86 und den Lasten 14, 76, 78 nacheinander die geschalteten Stromquellen 40, 88, 90 eingeschaltet werden, während die Stromquelle 36 jeweils ausgeschaltet ist. Zum Erkennen der Fehlerfälle SCG1, SCG2 an dem Low-Side-Leistungsschalter 24 und den Lasten 14, 76, 78 werden anschließend die geschalteten Stromquellen 40, 88, 90 ausgeschaltet und die Stromquelle 36 eingeschaltet. Zum Er kennen des Fehlerfalls OL an der jeweiligen Last 14, 76, 78 wird jeweils die der jeweiligen Last 14, 76, 78 zugeordnete geschaltete Stromquelle 40, 88, 90 eingeschaltet, während die geschaltete Stromquelle 36 ebenfalls eingeschaltet ist. D. h., zum Erkennen des Fehlers OL an der Last 14 werden die geschalteten Stromquellen 36 und 40 eingeschaltet. Zum Erkennen des Fehlers OL an der Last 76 werden die geschalteten Stromquellen 36 und 88 eingeschaltet und zum Erkennen des Fehlers OL an der Last 78 werden die geschalteten Stromquellen 36 und 90 eingeschaltet. Bei dieser Verschaltung der Vorrichtung 10 ist zum Erkennen der Fehler vorteilhafterweise nur eine einzige Überprüfungseinrichtung erforderlich. Diese Vorgehensweise und Verschaltung zum Erkennen der Fehlerfälle kann analog übertragen werden auf eine Leistungsbrückenschaltung 12, in der mehrere Lasten über einen gemeinsamen High-Side-Leistungsschalter an das High-Potential der Versorgungsspannung und jeweils über eigene Low-Side-Leistungsschalter an das Low-Potential der Versorgungsspannung angeschlossen sind.
  • 8 zeigt ein sechstes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung 10 mit einer kapazitiven Last 92. Die Last 92 ist an einem High-Side-Anschluss 94 über den High-Side-Leistungsschalter 20 mit dem High-Potential 22 der Versorgungsspannung Vsupply und an einem Low-Side-Anschluss 96 über den Low-Side-Leistungsschalter 24 mit dem Low-Potential 26 der Versorgungsspannung Vsupply verbunden. Der High-Side-Anschluss 94 ist über den Kondensator 32 und der Low-Side-Anschluss 96 über den Kondensator 34 mit dem Low-Potential 26 der Versorgungsspannung Vsupply verbunden. Sowohl an dem High-Side-Anschluss 94 als auch an dem Low-Side-Anschluss 96 sind jeweils eine geschaltete Stromquelle nach dem High-Potential 38 als auch nach dem Low-Potential 42 der Diagnosespannung VDIAG vorhanden. An dem High-Side-Anschluss 94 sind hier eine geschaltete Stromquelle 98 nach dem High-Potential 38 und eine geschaltete Stromquelle 100 nach dem Low-Potential 42 geschaltet. An dem Low-Side-Anschluss 96 sind hier eine geschaltete Stromquelle 102 nach dem High-Potential 38 und eine geschaltete Stromquelle 104 nach dem Low-Potential 42 ge schaltet. Die geschaltete Stromquelle 98 stellt einen Strom I8, die geschaltete Stromquelle 100 einen Strom I9, die geschaltete Stromquelle 102 einen Strom I10 und die geschaltete Stromquelle 104 einen Strom I11 zur Verfügung. An den High-Side-Anschluss 94 ist eine Überprüfungseinrichtung 106 zum Überprüfen der High-Side-Spannung 58 und an den Low-Side-Anschluss 96 eine Überprüfungseinrichtung 108 zum Überprüfen der Low-Side-Spannung 50 angeschlossen. Die Überprüfungseinrichtungen 106, 108 enthalten jeweils einen Komparator als Vergleichseinrichtung, mit dem zwei Spannungen an Eingängen des Komparators miteinander verglichen werden. Die Überprüfungseinrichtung 106 vergleicht die High-Side-Spannung 58 mit der vorgegebenen Vergleichsspannung VTH und die Überprüfungseinrichtung 108 die Low-Side-Spannung 50 mit der vorgegebenen Vergleichsspannung VTH. Die geschalteten Stromquellen 98, 100, 102 und 104 werden mittels der in 8 nicht dargestellten Steuereinrichtung 46 (3) zum Ein- und Ausschalten angesteuert.
  • Zum Erkennen der Fehlerfälle SCB1, SCB2, SCG1 und SCG2 sind zunächst alle geschalteten Stromquellen im abgeschalteten Zustand der Last 92 ausgeschaltet. Dann werden die geschalteten Stromquellen 98 und 102 eingeschaltet. Von den Überprüfungseinrichtungen 106, 108 wird überprüft, ob die High-Side-Spannung 58 bzw. die Low-Side-Spannung 50 jeweils die vorgegebene Vergleichsspannung VTH übersteigen. Anschließend werden die geschalteten Stromquellen 98, 102 ausgeschaltet und die geschalteten Stromquellen 100, 104 eingeschaltet. Sinken die High-Side-Spannung 58 bzw. die Low-Side-Spannung 50 dann jeweils wieder unter die vorgegebene Vergleichsspannung VTH, so kann festgestellt werden, dass keiner der Fehler vorliegt. Mit dieser Vorgehensweise ist es allerdings nicht möglich, das Vorliegen des Fehlers OL festzustellen, da kein Gleichstrom durch die kapazitive Last 92 fließt.
  • Um auch den Fehlerfall OL erkennen zu können, enthält die Vorrichtung 10 gemäß dem sechsten Ausführungsbeispiel eine Erfassungseinrichtung 110 zum Erfassen einer Lade- und Entla dezeit bei einem Auf- und Entladen der kapazitiven Last 92. Die Erfassungseinrichtung 110 ist mit dem Ausgang der Überprüfungseinrichtung 106 verbunden. Zum Erfassen der Lade- und Entladezeit wird zunächst der Low-Side-Leistungsschalter 24 geschlossen und die geschaltete Stromquelle 98 eingeschaltet. Dadurch wird die kapazitive Last 92 aufgeladen. Gleichzeitig wird die Zeitmessung mittels der Erfassungseinrichtung 110 gestartet. Der Verlauf der High-Side-Spannung 58 wird nun überprüft, wozu eine separate Spannungserfassungseinrichtung vorhanden sein kann. Es ist aber ebenso möglich, die Überwachungseinrichtung 106 geeignet auszugestalten. Wenn festgestellt wird, dass die High-Side-Spannung 58 nicht mehr signifikant steigt, wird die geschaltete Stromquelle 98 ausgeschaltet und die geschaltete Stromquelle 100 eingeschaltet. Dadurch wird die Last 92 wieder entladen. Das Messen der Zeit mittels der Erfassungseinrichtung 110 wird beendet, sobald die High-Side-Spannung 58 die vorgegebene Vergleichsspannung VTH erreicht. Die so gemessene Zeitdauer ist proportional zur Kapazität der kapazitiven Last 92. Sofern zuvor das Vorliegen der Fehlerfälle SCG1, SCG2 ausgeschlossen werden konnte, liegt der Fehler OL dann vor, wenn die gemessene Lade- und Entladezeit sehr kurz ist.
  • 9 zeigt ein siebtes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung 10. Die Vorrichtung 10 gemäß dem siebten Ausführungsbeispiel entspricht weitgehend derjenigen des sechsten Ausführungsbeispiels. Allerdings enthält die Überprüfungseinrichtung 106 hier neben der Spannungsquelle 52 eine weitere Spannungsquelle 112, die eine zusätzliche Vergleichsspannung VTH2 zur Verfügung stellt und die über einen Wechselschalter 114 mit einem der Eingänge des Komparators der Überprüfungseinrichtung 106 verbunden ist. Die Spannungsquelle 52 ist hier ebenfalls über den Wechselschalter 114 mit diesem Eingang des Komparators verbunden. Die Erfassungseinrichtung 110 ist zum Ansteuern des Wechselschalters 114 mit diesem verbunden. Durch das Betätigen des Wechselschalters 114 kann entweder die Vergleichsspannung VTH der Spannungsquelle 52 oder die Vergleichsspannung VTH2 der Spannungsquelle 112 an den einen Eingang des Komparators der Überprüfungseinrichtung 106 angelegt werden. Die Vergleichsspannung VTH2 ist dabei niedriger als die Vergleichsspannung VTH.
  • Bei dieser Ausgestaltung der Überprüfungseinrichtung 106 wird zum Messen der Lade- und Entladezeit beim Aufladen und Entladen der kapazitiven Last 92 erneut der Low-Side-Leistungsschalter 24 geschlossen und die geschaltete Stromquelle 98 eingeschaltet. Dadurch wird die kapazitive Last 92 aufgeladen. Das Messen der Lade- und Entladezeit wird bei Erreichen der niedrigeren Vergleichsspannung VTH2 durch die High-Side-Spannung 58 gestartet. Die Last 92 wird solange weiter aufgeladen, bis die High-Side-Spannung 58 die Vergleichsspannung VTH erreicht. Dann werden die geschaltete Stromquelle 98 ausgeschaltet und die geschaltete Stromquelle 100 eingeschaltet. Die Last 92 wird dadurch wieder entladen. Sobald die High-Side-Spannung 58 wieder die Vergleichsspannung VTH2 erreicht, wird die Zeitmessung gestoppt.
  • Durch diese Vorgehensweise und Beschaltung kann die Genauigkeit der Bestimmung der Kapazität der kapazitiven Last 92 stark erhöht werden. Die Kriterien zum Starten und Stoppen der Zeitmessung sind bei dieser Ausgestaltung der Vorrichtung 10 exakt definiert und ihr Eintreten genau feststellbar. Es ist auch möglich, anstelle des Wechselschalters 114 einen zusätzlichen Komparator in der Überprüfungseinrichtung 106 vorzusehen, der an seinen Eingängen die High-Side-Spannung 58 und die zusätzliche Vergleichsspannung VTH2 empfängt.

Claims (22)

  1. Vorrichtung (10) zum Erkennen eines Fehlers in einer Leistungsbrückenschaltung (12) mit einer Last (14; 62; 76, 78; 92), einem High-Side-Zweig, in dem ein High-Side-Leistungsschalter (20; 82, 86) zwischen einem High-Side-Anschluss (16; 80, 84; 94) der Last (14; 62; 76, 78; 92) und einem Versorgungsanschluss für ein High-Potential (22) einer Versorgungsspannung (Vsugpply) angeordnet ist, und einem Low-Side-Zweig, in dem ein Low-Side-Leistungsschalter (24; 66) zwischen einem Low-Side-Anschluss (18; 64; 96) der Last (14; 62; 76, 78; 92) und einem Versorgungsanschluss für ein Low-Potential (26) der Versorgungsspannung (Vsupply) angeordnet ist, wobei Folgendes vorhanden ist: – eine erste geschaltete Stromquelle (36; 98, 102), die mit der Last (14; 62; 76, 78; 92) und einem Diagnoseanschluss für ein High-Potential (38) einer Diagnosespannung (VDIAG) verbunden ist, – eine zweite geschaltete Stromquelle (40; 100, 104), die mit der Last (14; 62; 76, 78; 92) und einem Diagnoseanschluss für ein Low-Potential (42) der Diagnosespannung (VDIAG) verbunden ist, – eine Steuereinrichtung (46) zum Ansteuern der ersten geschalteten Stromquelle (36; 98, 102) und der zweiten geschalteten Stromquelle (40; 100, 104), wobei die Steuereinrichtung (46) so ausgestaltet ist, dass sie bei geöffnetem High-Side-Leistungsschalter (20; 82, 86) und geöffnetem Low-Side-Leistungsschalter (24; 66) eine der geschalteten Stromquellen (36, 40; 98, 100, 102, 104) einschaltet, während die andere der geschalteten Stromquellen (36, 40; 98, 100, 102, 104) ausgeschaltet ist, und anschließend die eine der geschalteten Stromquellen (36, 40; 98, 100, 102, 104) ausschaltet und die andere der geschalteten Stromquellen (36, 40; 98, 100, 102, 104) einschaltet, und – eine Überprüfungseinrichtung (48; 68; 106, 108) zum Überprüfen einer Spannung an der Last (14; 62; 76, 78; 92), wenn die eine der geschalteten Stromquellen eingeschaltet und die andere der geschalteten Stromquellen ausgeschaltet ist, sowie wenn die eine der geschalteten Stromquellen ausgeschaltet und die andere der geschalteten Stromquellen eingeschaltet ist.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Überprüfungseinrichtung (48; 68; 106, 108) eine Vergleichseinrichtung zum Vergleichen der Spannung an der Last (14; 62; 76, 78; 92) mit einer vorgegebenen Vergleichsspannung aufweist.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Überprüfungseinrichtung (48; 68; 108) mit dem Low-Side-Anschluss (18; 64; 96) der Last (14; 62; 76, 78; 92) verbunden ist und die von der Überprüfungseinrichtung (48; 68; 108) zu überprüfende Spannung an der Last (14; 62; 76, 78; 92) eine an dem Low-Side-Anschluss (18; 64; 96) der Last (14; 62; 76, 78; 92) auftretende Low-Side-Spannung (50) ist.
  4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass eine weitere Überprüfungseinrichtung (56; 106) zum Überprüfen einer weiteren Spannung an der Last (14; 62; 76, 78; 92) vorhanden ist.
  5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die weitere Überprüfungseinrichtung (56; 106) eine Vergleichseinrichtung zum Vergleichen der weiteren Spannung mit einer vorgegebenen weiteren Vergleichsspannung aufweist.
  6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die weitere Überprüfungseinrichtung (56; 106) mit dem High-Side-Anschluss (16; 94) der Last (14; 92) verbunden ist und die von der Überprüfungseinrichtung (56; 106) zu überprüfende weitere Spannung an der Last (14; 92) eine an dem High- Side-Anschluss (16; 94) der Last (14; 92) auftretende High-Side-Spannung (58) ist.
  7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste geschaltete Stromquelle (36; 102) mit dem Low-Side-Anschluss (18; 96) der Last (14; 92) verbunden ist.
  8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1–6, dadurch gekennzeichnet, dass die erste geschaltete Stromquelle (36; 98) mit dem High-Side-Anschluss (16; 94) der Last (14; 62; 92) verbunden ist.
  9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass eine dritte geschaltete Stromquelle (54) vorhanden ist, die mit dem Low-Side-Anschluss (18) der Last (14) und dem Diagnoseanschluss für das High-Potential (38) der Diagnosespannung (VDIAG) verbunden ist, und die Steuereinrichtung (46) zum Ansteuern der dritten geschalteten Stromquelle (54) ebenfalls mit dieser verbunden ist.
  10. Vorrichtung nach Anspruch 2, 3 und 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (46) so ausgestaltet ist, dass sie die dritte geschaltete Stromquelle (54) einschaltet, wenn die erste geschaltete Stromquelle (36) eingeschaltet ist und die Low-Side-Spannung (50) bei eingeschalteter erster Stromquelle (36) niedriger ist, als die vorgegebene Vergleichsspannung.
  11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite geschaltete Stromquelle (40; 88, 90; 100) mit dem High-Side-Anschluss (16; 80, 84; 94) der Last (14; 76, 78; 92) verbunden ist.
  12. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Low-Side-Anschluss (18; 64) der Last (14; 62) mit einem geschalteten Entlastungszweig für ein Abfließen von Leckströmen verbunden ist.
  13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Entlastungszweig eine vierte geschaltete Stromquelle (44; 74) aufweist, die mit dem Low-Side-Anschluss (18; 64) der Last (14; 62) und dem Diagnoseanschluss für das Low-Potential (42) der Diagnosespannung (VDIAG) verbunden ist.
  14. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der High-Side-Anschluss (16; 94) und der Low-Side-Anschluss (18; 96) der Last (14; 92) über Kondensatoren (32, 34) mit dem Versorgungsanschluss für das Low-Potential (26) der Versorgungsspannung (Vsupply) verbunden sind.
  15. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der High-Side-Anschluss (16; 94) der Last (14; 92) mit der Kathode einer ersten Freilaufdiode (28), der Versorgungsanschluss für das Low-Potential (26) der Versorgungsspannung (Vsupply) mit der Anode der ersten Freilaufdiode (28), der Low-Side-Anschluss (18; 96) der Last (14; 92) mit der Anode einer zweiten Freilaufdiode (30) und der Versorgungsanschluss für das High-Potential (22) der Versorgungsspannung (Vsupply) mit der Kathode der zweiten Freilaufdiode (30) verbunden sind.
  16. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Leistungsbrückenschaltung (12) wenigstens eine weitere Last (62) aufweist, deren High-Side-Anschluss (16) mit dem High-Side-Leistungsschalter (20) verbunden und deren Low-Side-Anschluss (64) über einen weiteren Low-Side-Leistungsschalter (66) an den Versorgungsanschluss für das Low-Potential (26) der Versorgungsspannung (Vsupply) ange schlossen ist, und eine zusätzliche Überprüfungseinrichtung (68) zum Überprüfen einer Low-Side-Spannung (70) der wenigstens einen weiteren Last (62) vorhanden ist, wobei die zusätzliche Überprüfungseinrichtung (68) mit dem Low-Side-Anschluss (64) der wenigstens einen weiteren Last (62) verbunden ist.
  17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1–15, dadurch gekennzeichnet, dass die Leistungsbrückenschaltung (12) wenigstens eine weitere Last (76, 78) aufweist, deren Low-Side-Anschluss (18) mit dem Low-Side-Leistungsschalter (24) verbunden und deren High-Side-Anschluss (80, 84) über einen weiteren High-Side-Leistungsschalter (82, 86) an den Versorgungsanschluss für das High-Potential (22) der Versorgungsspannung (Vsupply) angeschlossen ist, und eine weitere geschaltete Stromquelle (88, 90) vorhanden ist, die mit der wenigstens einen weiteren Last (76, 78) und dem Diagnoseanschluss für das Low-Potential (42) der Diagnosespannung (VDIAG) verbunden ist.
  18. Vorrichtung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (46) ferner so ausgestaltet ist, dass sie bei geöffneten High-Side-Leistungsschaltern (20; 82, 86) und geöffnetem Low-Side-Leistungsschalter (24; 66) entweder die zweite geschaltete Stromquelle (40) oder die weitere geschaltete Stromquelle (88, 90) einschaltet.
  19. Vorrichtung nach Anspruch 3, 6 und 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Last eine kapazitive Last (92) ist, die erste geschaltete Stromquelle (98) mit dem High-Side-Anschluss (94) der Last (92) verbunden ist, eine erste zusätzliche geschaltete Stromquelle (102) vorhanden ist, die mit dem Low-Side-Anschluss (94) der kapazitiven Last (92) und dem Diagnoseanschluss für das High-Potential (38) der Diagnosespannung (VDIAG) verbunden ist, und eine zweite zusätzliche geschaltete Stromquelle (104) vorhanden ist, die mit dem Low-Side- Anschluss (96) der kapazitiven Last (92) und dem Diagnoseanschluss für das Low-Potential (42) der Diagnosespannung (VDIAG) verbunden ist, wobei die Steuereinrichtung (46) zum Ansteuern der ersten und der zweiten zusätzlichen geschalteten Stromquellen (102, 104) ebenfalls mit diesen verbunden und so ausgestaltet ist, dass sie bei geöffnetem High-Side-Leistungsschalter (20) und geöffnetem Low-Side-Leistungsschalter (24) die erste geschaltete Stromquelle (98) und die erste zusätzliche geschaltete Stromquelle (102) einschaltet, während die zweite geschaltete Stromquelle (100) und die zweite zusätzliche geschaltete Stromquelle (104) ausgeschaltet sind, und die zweite geschaltete Stromquelle (100) und die zweite zusätzliche geschaltete Stromquelle (104) einschaltet, während die erste geschaltete Stromquelle (98) und die erste zusätzliche geschaltete Stromquelle (102) ausgeschaltet sind.
  20. Vorrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass der High-Side-Leistungsschalter (20) und der Low-Side-Leistungsschalter (24) so ansteuerbar sind und die Steuereinrichtung (46) zum Ansteuern der ersten geschalteten Stromquelle (98), der zweiten geschalteten Stromquelle (100), der ersten zusätzlichen geschalteten Stromquelle (102) und der zweiten zusätzlichen geschalteten Stromquelle (104) ferner so ausgestaltet ist, dass zunächst ein Aufladen und anschließend ein Entladen der kapazitiven Last (92) erfolgt, und eine Erfassungseinrichtung (110) zum Erfassen einer Lade- und Entladezeit beim Auf- und Entladen der kapazitiven Last (92) vorhanden ist.
  21. Vorrichtung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (46) so ausgestaltet ist, dass sie bei geöffnetem High-Side-Leistungsschalter (20) und geschlossenem Low-Side-Leistungsschalter (24) zum Laden der kapazitiven Last (92) zunächst die erste geschaltete Stromquelle (98) einschaltet, während die zweite geschaltete Stromquelle (100) ausgeschaltet ist, und anschließend zum Entladen der kapazitiven Last (92) die erste geschaltete Stromquelle (98) ausschaltet sowie die zweite geschaltete Stromquelle (100) einschaltet.
  22. Verfahren zum Erkennen eines Fehlers in einer Leistungsbrückenschaltung (12) mit einer Last (14; 62; 76, 78; 92), einem High-Side-Zweig, in dem ein High-Side-Leistungsschalter (20; 82, 86) zwischen einem High-Side-Anschluss (16; 80, 84; 94) der Last (14; 62; 76, 78; 92) und einem Versorgungsanschluss für ein High-Potential (22) einer Versorgungsspannung (Vsupply) angeordnet ist, und einem Low-Side-Zweig, in dem ein Low-Side-Leistungsschalter (24; 66) zwischen einem Low-Side-Anschluss (18; 64; 96) der Last (14; 62; 76, 78; 92) und einem Versorgungsanschluss für ein Low-Potential (26) der Versorgungsspannung (Vsupply) angeordnet ist, wobei – eine erste geschaltete Stromquelle (36; 98, 102) mit der Last (14; 62; 76, 78; 92) und einem Diagnoseanschluss für ein High-Potential (38) einer Diagnosespannung (VDIAG) und eine zweite geschaltete Stromquelle (40; 100, 104) mit der Last (14; 62; 76, 78; 92) und einem Diagnoseanschluss für ein Low-Potential (42) der Diagnosespannung (VDIAG) verbunden sind, – die erste geschaltete Stromquelle (36; 98, 102) und die zweite geschaltete Stromquelle (40; 100, 104) mittels einer Steuereinrichtung (46) so angesteuert werden, dass bei geöffnetem High-Side-Leistungsschalter (20; 82, 86) und geöffnetem Low-Side-Leistungsschalter (24; 66) eine der geschalteten Stromquellen (36, 40; 98, 100, 102, 104) eingeschaltet wird, während die andere der geschalteten Stromquellen (36, 40; 98, 100, 102, 104) ausgeschaltet ist, und anschließend die eine der geschalteten Stromquellen (36, 40; 98, 100, 102, 104) ausgeschaltet und die andere der geschalteten Stromquellen (36, 40; 98, 100, 102, 104) eingeschaltet wird, und – eine Spannung an der Last (14; 62; 76, 78; 92) mittels einer Überprüfungseinrichtung (48; 56; 68; 106, 108) überprüft wird, wenn die eine der geschalteten Stromquellen (36, 40; 98, 100, 102, 104) eingeschaltet und die andere der geschalteten Stromquellen (36, 40; 98, 100, 102, 104) ausgeschaltet ist, sowie wenn die eine der geschalteten Stromquellen (36, 40; 98, 100, 102, 104) ausgeschaltet und die andere der geschalteten Stromquellen (36, 40; 98, 100, 102, 104) eingeschaltet ist.
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