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Die
Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Bevorratung und Abgabe eines
mehrkomponentigen Haarbehandlungsmittels, wie es vor allem im Bereich
von Friseursalons zum Einsatz gelangt.
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Grundsätzlich
werden im Bereich der Haarkosmetik vor allem in Friseursalons oft
Haarbehandlungsprodukte angewendet, die mehrere zum Teil hoch reaktive
Einzelkomponenten enthalten, die bis zur Anwendung separat bevorratet
werden müssen. Erst unmittelbar vor bzw. während
der Anwendung werden die Einzelkomponenten im notwendigen Dosierungsverhältnis
abgewogen und vermischt. Dies erfordert eine Vielzahl vorbereitender
Handgriffe, wodurch nicht nur der Gesamtaufwand sondern auch die
Fehleranfälligkeit erhöht wird. Hierbei kann es
sich insbesondere um die Anwendung von Haarfärbeprodukten
oder auch die Anwendung anderer Haarpflege- oder Haarstylingprodukte
handeln, die jeweils aus entsprechenden Einzelkomponenten zusammengesetzt
sind.
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Aus
einem ganz anderen technischen Bereich, nämlich dem Bau-
bzw. Heimwerkersektor, ist allgemein die Anwendung mehrkomponentiger
Produkte in unterschiedlichsten Ausprägungen bekannt. So
sind etwa Kartuschen mit zwei Kammern für zweikomponentige
Klebe- oder Dichtstoffe vorbekannt. In einer solchen Zweikammerkartusche
werden die Einzelkomponenten zunächst getrennt voneinander
bevorratet. Es erfolgt jedoch eine gleichzeitige Ausgabe der Einzelkomponenten,
wobei die Einzelkomponenten während der Produktausgabe
vermischt werden können. Für die Durchmischung
kann beispielsweise ein geeigneter, düsenförmiger
Statikmischer Verwendung finden, wie er etwa in der
DE 201 03 983 U1 beschrieben
ist. Als nachteilig bei derartigen Anordnungen erweist sich die
spezifische Anpassung der Produktspender an die jeweilige chemische
Zusammensetzung des betreffenden mehrkomponentigen Produkts. So
lässt die beschriebene An ordnung aufgrund unterschiedlicher
Anforderungen nicht ohne weiteres auf Anwendungen im haarkosmetischen
Bereich übertragen.
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Ausgehend
davon besteht die Aufgabe der Erfindung darin, eine Vorrichtung
zur Bevorratung und Abgabe eines mehrkomponentigen Haarbehandlungsmittels
anzugeben, die unter Einhaltung eines konstanten Dosierungsverhältnisses
eine zuverlässige Bevorratung sowie Abgabe eines Gemisches
der Einzelkomponenten erlaubt.
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Gelöst
wird die Aufgabe durch eine Vorrichtung gemäß Patentanspruch
1. Danach umfasst der Spender zur Bevorratung und Abgabe des mehrkomponentigen
Haarbehandlungsmittels, welches zumindest eine chemisch reaktive
Komponente aufweist, ein Gehäuse, das mehrere, voneinander
getrennte Kammern für die jeweiligen Komponenten aufweist,
wobei jede Kammer eine eigene Ausgangsöffnung aufweist,
eine Pumpvorrichtung zur Förderung der Komponenten aus
den Kammern zu den jeweiligen Ausgangsöffnungen sowie eine im
Bereich der Ausgangsöffnungen lösbar am Gehäuse
angeordnete Mischvorrichtung zur Durchmischung der Komponenten während
der Abgabe des Haarbehandlungsmittels. Die zumindest eine chemisch
reaktive Produktkomponente macht es erforderlich, die unterschiedlichen
Komponenten des Haarbehandlungsmittels bis zur eigentlichen Anwendung
innerhalb des Spenders separat zu bevorraten. Daher ist für
jede Komponente eine eigene Bevorratungskammer mit einer jeweiligen
Ausgangsöffnung vorgesehen. Zur Anwendung des Haarbehandlungsmittels
werden die einzelnen Produktkomponenten innerhalb der Mischvorrichtung
zusammen geführt und gleichmäßig vermengt,
wobei die Mischvorrichtung wenigstens eine Austrittsöffnung
für das durchmischte mehrkomponentige Haarbehandlungsmittel
aufweist. Ein derartig gestalteter Spender vereinfacht in erheblichem
Maße die Lagerung sowie Handhabung mehrkomponentiger Haarbehandlungsmittels, unter
anderem auch dadurch, dass ein aufwendiges Anmischen der Einzelkomponenten
vorteilhaft entfallen kann.
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Gemäß einer
besonders sinnvollen Ausführungsform des Spenders, weist
zumindest eine Kammer, insbesondere diejenige, welche eine chemisch
reaktive Produktkomponente enthält, eine Begrenzungswand aus
einem korrosionsbeständigen Material auf, welches zusätzlich
eine Sperrwirkung gegen Oxidation entfaltet. Demzufolge ist die
Begrenzungswand der Kammer unempfindlich gegenüber der
reaktiven Komponente und verhindert darüber hinaus die
Oxidation der Produktkomponente. Hierdurch wird die Lagerungsfähigkeit des
Haarbehandlungsmittels grundsätzlich verbessert. Außerdem
wird verhindert, dass das Haarbehandlungsmittel durch etwaige vorzeitige
Oxidation der Einzelkomponen ten unwirksam wird. Hierbei sieht eine
bevorzugte Variante des Spenders vor, die Begrenzungswand aus innenschutzlackiertem
Aluminium, Weißblech oder aluminiumkaschiertem Kunststoff
zu gestalten.
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Eine
weitere vorteilhafte Spenderausführung ergibt sich dadurch,
dass zumindest eine Kammer ein veränderbares Volumen aufweist.
Damit wird eine einfache Entnahme der einzelnen Kammerinhalte und
insbesondere eine gute Restentleerbarkeit realisiert. In diesem
Zusammenhang lässt sich das veränderbare Kammervolumen
vorzugsweise als zusammendrückbarer Beutel oder Faltenbalg
ausbilden. Dies erlaubt eine besonders platzsparende sowie insgesamt
zweckmäßige Anordnung der einzelnen Kammern, vor
allem in ineinander geschachtelter Bauweise. Gemäß einer
weiterentwickelten Ausführungsform des Beutels bzw. Faltenbalgs
besteht dieser aus kunststoffkaschiertem Aluminium. Dadurch werden
die Korrosionsbeständigkeit sowie die gewünschte
Barrierewirkung gegen Oxidation gleichermaßen gewährleistet.
Alternativ dazu ist es ebenfalls denkbar, das veränderbare
Kammervolumen mittels eines verschiebbaren Kolbens als Kammerbegrenzungswand
umzusetzen.
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Eine
andere sinnvolle Ausführungsform des Spenders wird dadurch
erreicht, dass die Mischvorrichtung als rohrförmiger Statikmischer
mit zumindest einer dem Gehäuse zugeordneten Eingangsöffnung
und wenigstens einer gegenüberliegenden Austrittsöffnung
sowie mit innen liegenden Mischkörpern zur Durchmischung
der Einzelkomponenten ausgebildet ist. Ein derartiger Statikmischer
erlaubt die vollständige Durchmischung der Einzelkomponenten
des Haarbehandlungsmittels und darüber hinaus die kontrollierte
Abgabe des Haarbehandlungsmittels über eine oder mehrere
Austrittsöffnungen.
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Zum
verbesserten Schutz des Haarbehandlungsmittels bzw. seiner Einzelkomponenten
vor unerwünschter Oxidation durch die Umgebungsluft ist
es sinnvoll, dass an der Austrittsöffnung der Mischvorrichtung
ein selbst schließendes Austrittsventil ausgebildet ist,
welches erst bei Überschreitung eines definierten Ausgabedrucks öffnet.
Damit ist das Austrittsventil üblicherweise zumindest in
Ruhestellung des Spenders geschlossen, was die Lagerfähigkeit
des Spenderinhalts erhöht. Lediglich bei Überschreiten
des definierten Ausgabedrucks, d. h. insbesondere während
der eigentlichen Ausgabe des Haarbehandlungsmittels, ist das Austrittsventil
geöffnet. Darüber hinaus erhöht es die
allgemeine Materialbeständigkeit des Austrittsventils,
wenn dieses aus einem alkali- sowie oxidationsresistenten elastischen
Material, vorzugsweise aus Viton oder Silikonkautschuk, besteht.
Ein Spender mit einem derartigen Austrittsventil kann besonders
vielseitig in Verbindung mit unterschiedlichsten Inhalten verwendet
werden. Eine gleichermaßen einfache wie auch wirksame Gestaltung
des Austrittsventils besteht in der Ausführung als Entenschnabelventil.
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Eine
weitere, in der praktischen Anwendung bevorzugte Spendervariante
beinhaltet ein mehrkomponentiges Haarbehandlungsmittel mit zumindest
einer ersten Komponente, die von einer Zusammensetzung bevorzugt
mit einer Viskosität im Bereich von 2500 bis 30000 mPas
(Temperatur 20°C, Messkörper: Haake MV II) und
einem pH-Wert zwischen 2,0 und 4,0 gebildet wird. Darüber
hinaus kommt innerhalb des Spenders vorzugsweise zumindest eine
zweite Komponente, enthaltend in einem kosmetischen Träger
mindestens eine farbgebende Verbindung, zum Einsatz, bevorzugt mit
einer Viskosität im Bereich von 2500 bis 30000 mPas (Temperatur
20°C, Messkörper: Haake MV II) und einem pH-Wert
zwischen 7,0 und 11,5. Hierbei erweist es sich insbesondere als
sinnvoll, die Viskosität der einzelnen Komponenten aufeinander
abzustimmen, um auf diesem Wege sowohl die Abgabe definierter Abgabemengen
des Haarbehandlungsmittels als auch die Abgabe definierter Mischungsverhältnisse
der Einzelkomponenten zu erreichen. Besonders bevorzugt weisen die zuvor
genannten Einzelkomponenten des mehrkomponentigen Haarbehandlungsmittels
jeweils eine ähnliche Viskosität auf, insbesondere
im Bereich größer 5000 mPas. Viskositäten
gelten im Sinne der Erfindung als ähnlich, wenn die Viskositäten
nicht mehr als 2000 mPas voneinander abweichen.
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Die
erste bzw. die zweite Komponente enthalten die Inhaltsstoffe in
einem kosmetischen Träger. Solche kosmetischen Träger
sind beispielsweise Cremes, Emulsionen, Gele oder auch tensidhaltige
schäumende Lösungen, wie beispielsweise Shampoos
oder andere Zubereitungen, die insbesondere für die Anwendung auf
dem Haar geeignet sind. Die Träger können insbesondere
wässrig oder wässrig-alkoholisch sein.
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Ein
wässriger Träger enthält mindestens 50
Gew.-% Wasser.
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Unter
wässrig-alkoholischen Trägern sind im Sinne der
vorliegenden Erfindung wässrige Lösungen enthaltend
3 bis 70 Gew.-% eines C1-C4-Alkohols,
insbesondere Ethanol bzw. Isopropanol, zu verstehen. Die erfindungsgemäßen
Mittel können zusätzlich weitere organische Lösemittel,
wie beispielsweise Glyzerin, Methoxybutanol, Benzylalkohol, Ethyldiglykol
oder 1,2-Propylenglykol, enthalten. Bevorzugt sind dabei alle wasserlöslichen
organischen Lösemittel.
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Der
kosmetische Träger der Zusammensetzung der ersten Komponente
ist bevorzugt eine Emulsion, insbesondere eine Öl-in-Wasser
oder eine Wasser-in-Öl-Emulsion.
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Eine
in der Praxis speziell im Bereich der Haarfärbung bewährte
Zusammensetzung des mehrkomponentigen Haarbehandlungsmittels ergibt
sich dadurch, dass die Zusammensetzung der ersten Komponente als so
genannte Entwicklerlösung ausgeführt ist, die
in einem kosmetischen Träger mindestens ein Oxidationsmittel
enthält. Dabei ist wiederum ein kosmetischer Träger
auf Emulsionsbasis, insbesondere aus Basis einer Öl-in-Wasser
oder einer Wasser-in-Öl-Emulsion, erfindungsgemäß bevorzugt
geeignet.
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Im
Sinne der Erfindung sind die verwendeten Oxidationsmittel von Luftsauerstoff
verschieden und besitzen ein solches Oxidationspotenzial, das es
ermöglicht, das natürliche Farbpigment Melanin
oxidativ aufzuhellen und/oder ein Oxidationsfarbstoffvorprodukt
vom Entwicklertyp zu oxidieren.
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Solche
Oxidationsmittel sind beispielsweise Wasserstoffperoxid und seine
Anlagerungsprodukte, organische Percarbonsäuren oder organische
Peroxide.
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Als
organische Percarbonsäuren eignen sich erfindungsgemäß besonders
Monoperphthalsäure, Peressigsäure oder 6-(Phthalimidoperoxy)hexansäure
(CAS-Nr.: 128275-31-0).
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Als
Oxidationsmittel kommt bevorzugt Wasserstoffperoxid und/oder mindestens
ein Anlagerungsprodukt davon, insbesondere an anorganische oder
organische Verbindungen, in Frage. Die geeigneten Anlagerungsprodukte
von Wasserstoffperoxid werden wiederum bevorzugt ausgewählt
aus mindestens einer Verbindung der Gruppe, bestehend aus Natriumperborat,
Natriumpercarbonat, Magnesiumpercarbonat, Natriumpercarbamid, Polyvinylpyrrolidon.n
H2O2 (n ist eine
positive ganze Zahl größer 0), Harnstoffperoxid
und Melaminperoxid.
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Erfindungsgemäß können
die Oxidationsmittel auch zusammen mit einem Katalysator Anwendung
finden. Der Katalysator aktiviert die Oxidation des Substrats, wie
beispielsweise die Oxidation der Oxidationsfarbstoffvorprodukte
oder des Melanins. Solche Katalysatoren sind z. B. Metallionen,
Iodide, Chinone oder bestimmte Enzyme.
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Geeignete
Metallionen sind beispielsweise Zn2+, Cu2+, Fe2+, Fe3+, Mn2+, Mn4+, Li+, Mg2+, Ca2+ und Al3 +. Besonders geeignet
sind dabei Zn2+, Cu2+ und
Mn2+. Die Metallionen können prinzipiell
in der Form eines beliebigen, physiologisch verträglichen
Salzes oder in Form einer Komplexverbindung eingesetzt werden. Bevorzugte
Salze sind die Acetate, Sulfate, Halogenide, Lactate und Tartrate.
Durch Verwendung dieser Metallsalze kann die Oxidation beschleunigt
als auch im Rahmen einer oxidativen Färbung die Farbnuance
gezielt beeinflusst werden.
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Geeignete
Enzyme sind z. B. Peroxidasen, die die Wirkung geringer Mengen an
Wasserstoffperoxid deutlich verstärken können.
Weiterhin sind solche Enzyme erfindungsgemäß geeignet,
die mit Hilfe von Luftsauerstoff in situ geringe Mengen Wasserstoffperoxid
erzeugen und auf diese Weise die Oxidation der Farbstoffvorprodukte
biokatalytisch aktivieren. Besonders geeignete Katalysatoren für
die Oxidation von Farbstoffvorprodukten sind die sogenannten 2-Elektronen-Oxidoreduktasen
in Kombination mit den dafür spezifischen Substraten, z.
B.
- – Pyranose-Oxidase und z. B. D-Glucose
oder Galactose,
- – Glucose-Oxidase und D-Glucose,
- – Glycerin-Oxidase und Glycerin,
- – Pyruvat-Oxidase und Benztraubensäure oder
deren Salze,
- – Alkohol-Oxidase und Alkohol (MeOH, EtOH),
- – Lactat-Oxidase und Milchsäure und deren
Salze,
- – Tyrosinase-Oxidase und Tyrosin,
- – Uricase und Harnsäure oder deren Salze,
- – Cholinoxidase und Cholin,
- – Aminosäure-Oxidase und Aminosäuren.
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Das
Oxidationsmittel ist bevorzugt in einer Menge von 1,0 bis 30 Gew.-%,
insbesondere von 3,0 bis 20,0 Gew.-%, jeweils bezogen auf das Gewicht
der emulsionsartigen Entwicklerlösung enthalten.
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Die
zweite Komponente des Haarbehandlungsmittels enthält in
einem kosmetischen Träger mindestens eine farbgebende Verbindung,
die bevorzugt ausgewählt wird
- (1)
aus mindestens einem Oxidationsfarbstoffvorprodukt vom Typ der Entwicklerkomponenten
und gegebenenfalls zusätzlich mindestens einer Kupplerkomponente
und/oder
- (2) aus mindestens einem direktziehenden Farbstoff und/oder
- (3) aus mindestens einer Vorstufe naturanaloger Farbstoffe.
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Es
kann erfindungsgemäß bevorzugt sein, die erfindungsgemäßen
Entwicklerkomponenten aus der Gruppe auszuwählen, die gebildet
wird, aus p-Phenylendiaminderivaten, zweikernigen Entwicklerkomponenten,
p-Aminophenol und seinen Derivaten, Pyrimidinderivaten, Pyrazolderivaten
sowie Pyrazozlopyrimidinderivaten und den physiologisch verträglichen
Salzen dieser Verbindungen. Im folgenden werden erfindungsgemäß bevorzugte
Entwicklerkomponenten genannt.
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Es
kann erfindungsgemäß bevorzugt sein, als Entwicklerkomponente
ein p-Phenylendiaminderivat oder eines seiner physiologisch verträglichen
Salze einzusetzen. Besonders bevorzugt sind p-Phenylendiaminderivate
der Formel (E1)
wobei
- – G1 steht für ein Wasserstoffatom,
einen (C1 bis C4)-Alkylrest,
einen (C1 bis C4)-Monohydroxyalkylrest,
einen (C2 bis C4)-Polyhydroxyalkylrest,
einen (C1 bis C4)-Alkoxy-(C1 bis C4)-alkylrest,
einen 4'-Aminophenylrest oder einen (C1 bis
C4)-Alkylrest, der mit einer stickstoffhaltigen
Gruppe, einem Phenyl- oder einem 4'-Aminophenylrest substituiert
ist;
- – G2 steht für ein
Wasserstoffatom, einen (C1 bis C4)-Alkylrest, einen (C1 bis
C4)-Monohydroxyalkylrest, einen (C2 bis C4)-Polyhydroxyalkylrest,
einen (C1 bis C4)- Alkoxy-(C1 bis C4)-alkylrest
oder einen (C1 bis C4)-Alkylrest,
der mit einer stickstoffhaltigen Gruppe substituiert ist;
- – G3 steht für ein
Wasserstoffatom, ein Halogenatom, wie ein Chlor-, Brom-, Iod- oder
Fluoratom, einen (C1 bis C4)-Alkylrest,
einen (C1 bis C4)-Monohydroxyalkylrest,
einen (C2 bis C4)-Polyhydroxyalkylrest,
einen (C1 bis C4)-Hydroxyalkoxyrest,
einen (C1 bis C4)-Alkoxy-(C1 bis C4)-alkylrest,
einen (C1 bis C4)-Acetylaminoalkoxyrest,
einen Mesylamino-(C1 bis C4)-alkoxyrest
oder einen (C1 bis C4)-Carbamoylaminoalkoxyrest;
- – G4 steht für ein
Wasserstoffatom, ein Halogenatom, einen (C1 bis
C4)-Alkylrest oder einen (C1 bis
C4)-Alkoxy-(C1 bis
C4)-alkylrest, oder
- – wenn G3 und G4 in
ortho-Stellung zueinander stehen, können sie gemeinsam
eine verbrückende α,ω-Alkylendioxogruppe,
wie beispielsweise eine Ethylendioxygruppe bilden.
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Besonders
bevorzugte p-Phenylendiamine der Formel (E1) werden ausgewählt
aus einer oder mehrerer Verbindungen der Gruppe, die gebildet wird,
aus p-Phenylendiamin, p-Toluylendiamin, 2-Chlor-p-phenylendiamin,
2,3-Dimethyl-p-phenylendiamin, 2,6-Dimethyl-p-phenylendiamin, 2,6-Diethyl-p-phenylendiamin, 2,5-Dimethyl-p-phenylendiamin,
N,N-Dimethyl-p-phenylendiamin, N,N-Diethyl-p-phenylendiamin, N,N-Dipropyl-p-phenylendiamin,
4-Amino-3-methyl-(N,N-diethyl)-anilin, N,N-Bis-(β-hydroxyethyl)-p-phenylendiamin, 4-N,N-Bis-(β-hydroxyethyl)-amino-2-methylanilin,
4-N,N-Bis-(β-hydroxyethyl)-amino-2-chloranilin, 2-(β-Hydroxyethyl)-p-phenylendiamin,
2-(α,β-Dihydroxyethyl)-p-phenylendiamin, 2-Fluor-p-phenylendiamin,
2-Isopropyl-p-phenylendiamin, N-(β-Hydroxypropyl)-p-phenylendiamin,
2-Hydroxymethyl-p-phenylendiamin, N,N-Dimethyl-3-methyl-p-phenylendiamin,
N,N-(Ethyl,β-hydroxyethyl)-p-phenylendiamin, N-(β,γ-Dihydroxypropyl)-p-phenylendiamin,
N-(4'-Aminophenyl)-p-phenylendiamin, N-Phenyl-p-phenylendiamin,
2-(β-Hydroxyethyloxy)-p-phenylendiamin, 2-Methoxymethyl-p-phenylendiamin,
2-(β-Acetylaminoethyloxy)-p-phenylendiamin, N-(β-Methoxyethyl)-p-phenylendiamin,
N-(4-Amino-3-methylphenyl)-N-[3-(1H-imidazol-1-yl)propyl]amin, 5,8-Diaminobenzo-1,4-dioxan
sowie ihren physiologisch verträglichen Salzen.
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Erfindungsgemäß ganz
besonders bevorzugte p-Phenylendiaminderivate der Formel (E1) sind
ausgewählt aus mindestens einer Verbindung der Gruppe p-Phenylendiamin,
p- Toluylendiamin, 2-(β-Hydroxyethyl)-p-phenylendiamin,
2-(α,β-Dihydroxyethyl)-p-phenylendiamin, N,N-Bis-(β-hydroxyethyl)-p-phenylendiamin,
2-Methoxymethyl-p-phenylendiamin, N-(4-Amino-3-methylphenyl)-N-[3-(1H-imidazol-1-yl)propyl]amin, sowie
den physiologisch verträglichen Salzen dieser Verbindungen.
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Es
kann erfindungsgemäß weiterhin bevorzugt sein,
als Entwicklerkomponente Verbindungen einzusetzen, die mindestens
zwei aromatische Kerne enthalten, die mit Amino- und/oder Hydroxylgruppen
substituiert sind.
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Unter
den zweikernigen Entwicklerkomponenten, die in den Färbezusammensetzungen
gemäß der Erfindung verwendet werden können,
kann man insbesondere die Verbindungen nennen, die der folgenden Formel
(E2) entsprechen, sowie ihre physiologisch verträglichen
Salze:
wobei:
- – Z1 und Z2 stehen unabhängig
voneinander für einen Hydroxyl- oder NH2-Rest,
der gegebenenfalls durch einen (C1 bis C4)-Alkylrest, durch einen (C1 bis
C4)-Hydroxyalkylrest und/oder durch eine
Verbrückung Y substituiert ist oder der gegebenenfalls
Teil eines verbrückenden Ringsystems ist,
- – die Verbrückung Y steht für eine
Alkylengruppe mit 1 bis 14 Kohlenstoffatomen, wie beispielsweise
eine lineare oder verzweigte Alkylenkette oder einen Alkylenring,
die von einer oder mehreren stickstoffhaltigen Gruppen und/oder
einem oder mehreren Heteroatomen wie Sauerstoff-, Schwefel- oder
Stickstoffatomen unterbrochen oder beendet sein kann und eventuell
durch einen oder mehrere Hydroxyl- oder (C1 bis C8)-Alkoxyreste substituiert sein kann, oder
eine direkte Bindung,
- – G5 und G6 stehen
unabhängig voneinander für ein Wasserstoff- oder
Halogenatom, einen (C1 bis C4)-Alkylrest,
einen (C1 bis C4)-Monohydroxyalkylrest,
einen (C2 bis C4)-Polyhydroxyalkylrest,
einen (C1 bis C4)-Aminoalkylrest
oder eine direkte Verbindung zur Verbrückung Y,
- – G7, G8,
G9, G10, G11 und G12 stehen
unabhängig voneinander für ein Wasserstoffatom,
eine direkte Bindung zur Verbrückung Y oder einen (C1 bis C4)-Alkylrest,
mit
der Maßgabe, dass die Verbindungen der Formel (E2) nur
eine Verbrückung Y pro Molekül enthalten.
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Die
in Formel (E2) verwendeten Substituenten sind erfindungsgemäß analog
zu den obigen Ausführungen definiert.
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Bevorzugte
zweikernige Entwicklerkomponenten der Formel (E2) werden insbesondere
aus mindestens einer der folgenden Verbindungen ausgewählt:
N,N'-Bis-(β-hydroxyethyl)-N,N'-bis-(4'-aminophenyl)-1,3-diamino-propan-2-ol,
N,N'-Bis-(β-hydroxyethyl)-N,N'-bis-(4'-aminophenyl)-ethylendiamin, N,N'-Bis-(4'-aminophenyl)-tetramethylendiamin,
N,N'-Bis-(β-hydroxyethyl)-N,N'-bis-(4'-aminophenyl)-tetramethylendiamin,
N,N'-Bis-(4-(methylamino)phenyl)-tetramethylendiamin, N,N'-Diethyl-N,N'-bis-(4'-amino-3'-methylphenyl)-ethylendiamin,
Bis-(2-hydroxy-5-aminophenyl)-methan, N,N'-Bis-(4'-aminophenyl)-1,4-diazacycloheptan,
N,N'-Bis-(2-hydroxy-5-aminobenzyl)-piperazin, N-(4'-Aminophenyl)-p-phenylendiamin
und 1,10-Bis-(2',5'-diaminophenyl)-1,4,7,10-tetraoxadecan sowie
ihre physiologisch verträglichen Salze.
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Ganz
besonders bevorzugte zweikernige Entwicklerkomponenten der Formel
(E2) werden ausgewählt unter N,N'-Bis-(β-hydroxyethyl)-N,N'-bis-(4-aminophenyl)-1,3-diamino-propan-2-ol,
Bis-(2-hydroxy-5-aminophenyl)-methan, 1,3-Bis-(2,5-diaminophenoxy)-propan-2-ol,
N,N'-Bis-(4-aminophenyl)-1,4-diazacycloheptan, 1,10-Bis-(2,5-diaminophenyl)-1,4,7,10-tetraoxadecan
oder eines der physiologisch verträglichen Salze dieser Verbindungen.
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Weiterhin
kann es erfindungsgemäß bevorzugt sein, als Entwicklerkomponente
ein p-Aminophenolderivat oder eines seiner physiologisch verträglichen
Salze einzusetzen. Besonders bevorzugt sind p-Aminophenolderivate
der Formel (E3)
wobei:
- – G13 steht für ein Wasserstoffatom,
ein Halogenatom, einen (C1 bis C4)-Alkylrest, einen (C1 bis
C4)-Monohydroxyalkylrest, einen (C2 bis C4)-Polyhydroxyalkylrest,
einen (C1 bis C4)-Alkoxy-(C1 bis C4)-alkylrest,
einen (C1 bis C4)-Aminoalkylrest,
einen Hydroxy-(C1 bis C4)-alkylaminorest,
einen (C1 bis C4)-Hydroxyalkoxyrest,
einen (C1 bis C4)-Hydroxyalkyl-(C1 bis C4)-aminoalkylrest
oder einen (Di-[(C1 bis C4)-alkyl]amino)-(C1 bis C4)-alkylrest,
und
- – G14 steht für ein
Wasserstoff- oder Halogenatom, einen (C1 bis
C4)-Alkylrest, einen (C1 bis
C4)-Monohydroxyalkylrest, einen (C2 bis C4)-Polyhydroxyalkylrest,
einen (C1 bis C4)-Alkoxy-(C1 bis C4)-alkylrest,
einen (C1 bis C4)-Aminoalkylrest
oder einen (C1 bis C4)-Cyanoalkylrest,
- – G15 steht für Wasserstoff,
einen (C1 bis C4)-Alkylrest,
einen (C1 bis C4)-Monohydroxyalkylrest,
einen (C2 bis C4)-Polyhydroxyalkylrest,
einen Phenylrest oder einen Benzylrest, und
- – G16 steht für Wasserstoff
oder ein Halogenatom.
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Die
in Formel (E3) verwendeten Substituenten sind erfindungsgemäß analog
zu den obigen Ausführungen definiert.
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Bevorzugte
p-Aminophenole der Formel (E3) sind insbesondere p-Aminophenol,
N-Methyl-p-aminophenol, 4-Amino-3-methyl-Phenol, 4-Amino-3-fluorphenol,
2-Hydroxymethylamino-4-aminophenol, 4-Amino-3-hydroxymethylphenol,
4-Amino-2-(β-hydroxyethoxy)-Phenol, 4-Amino-2-methylphenol,
4-Amino-2-hydroxymethylphenol, 4-Amino-2-methoxymethyl-Phenol, 4-Amino-2-aminomethylphenol,
4-Amino-2-(β-hydroxyethyl-aminomethyl)-Phenol, 4-Amino-2-(α,β-dihydroxyethyl)-Phenol,
4-Amino-2-fluorphenol, 4-Amino-2-chlorphenol, 4-Amino-2,6-dichlorphenol,
4-Amino-2-(diethylaminomethyl)-Phenol sowie ihre physiologisch verträglichen
Salze.
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Ganz
besonders bevorzugte Verbindungen der Formel (E3) sind p-Aminophenol,
4-Amino-3-methylphenol, 4-Amino-2-aminomethylphenol, 4-Amino-2-(α,β-dihydroxyethyl)-phenol
und 4-Amino-2-(diethylaminomethyl)-Phenol.
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Ferner
kann die Entwicklerkomponente ausgewählt sein aus o-Aminophenol
und seinen Derivaten, wie beispielsweise 2-Amino-4-methylphenol,
2-Amino-5-methylphenol oder 2-Amino-4-chlorphenol.
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Weiterhin
kann die Entwicklerkomponente ausgewählt sein aus heterocyclischen
Entwicklerkomponenten, wie beispielsweise aus Pyrimidinderivaten,
Pyrazolderivaten, Pyrazolopyrimidin-Derivaten bzw. ihren physiologisch
verträglichen Salzen.
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Bevorzugte
Pyrimidin-Derivate werden erfindungsgemäß ausgewählt
aus Verbindungen gemäß Formel (E4) bzw. deren
physiologisch verträglichen Salzen,
worin
- – G17, G18 und G19 unabhängig voneinander für
ein Wasserstoffatom, eine Hydroxygruppe, eine (C1 bis C4)-Alkoxygruppe oder eine Aminogruppe steht
und
- – G20 für eine Hydroxygruppe
oder eine Gruppe -NG21G22 steht,
worin G21 und G22 unabhängig
voneinander stehen für ein Wasserstoffatom, eine (C1 bis C4)-Alkylgruppe,
eine (C1 bis C4)-Monohydroxyalkylgruppe,
mit
der Maßgabe, dass maximal zwei der Gruppen aus G17, G18, G19 und G20 eine Hydroxygruppe
bedeuten und höchstens zwei der Reste G17,
G18 und G19 für
ein Wasserstoffatom stehen. Dabei ist es wiederum bevorzugt, wenn
gemäß Formel (E4) mindestens zwei Gruppen aus
G17, G18, G19 und G20 für
eine Gruppe -NG21G22 stehen
und höchstens zwei Gruppen aus G17,
G18, G19 und G20 für eine Hydroxygruppe stehen.
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Besonders
bevorzugte Pyrimidin-Derivate sind insbesondere die Verbindungen
2,4,5,6-Tetraaminopyrimidin, 4-Hydroxy-2,5,6-triaminopyrimidin,
2-Hydroxy-4,5,6-triaminopyrimidin, 2-Dimethylamino-4,5,6-triaminopyrimidin,
2,4-Dihydroxy-5,6-diaminopyrimidin und 2,5,6-Triaminopyrimidin.
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Bevorzugte
Pyrazol-Derivate werden erfindungsgemäß ausgewählt
aus Verbindungen gemäß Formel (E5),
worin
- – G23, G24, G25 stehen unabhängig voneinander
für ein Wasserstoffatom, eine (C1 bis
C4)-Alkylgruppe, eine (C1 bis
C4)-Monohydroxyalkylgruppe, eine (C2 bis C4)-Polyhydroxyalkylgruppe,
eine gegebenenfalls substituierte Arylgruppe oder eine gegebenenfalls
substituierte Aryl-(C1 bis C4)-alkylgruppe,
mit der Maßgabe dass, wenn
- – G25 für ein Wasserstoffatom
steht, G26 neben den vorgenannten Gruppen
zusätzlich für eine Gruppe -NH2 stehen
kann,
- – G26 steht für ein
Wasserstoffatom, eine (C1 bis C4)-Alkylgruppe,
eine (C1 bis C4)-Monohydroxyalkylgruppe oder
eine (C2 bis C4)-Polyhydroxyalkylgruppe
und
- – G27 steht für ein
Wasserstoffatom, eine gegebenenfalls substituierte Arylgruppe, eine
(C1 bis C4)-Alkylgruppe
oder eine (C1 bis C4)-Monohydroxyalkylgruppe,
insbesondere für ein Wasserstoffatom oder eine Methylgruppe.
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Bevorzugt
bindet in Formel (E5) der Rest -NG25G26 an die 5 Position und der Rest G27 an die 3 Position des Pyrazolzyklus.
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Besonders
bevorzugte Pyrazol-Derivate sind insbesondere die Verbindungen,
die ausgewählt werden unter 4,5-Diamino-1-methylpyrazol,
4,5-Diamino-1-(β-hydroxyethyl)-pyrazol, 3,4-Diaminopyrazol,
4,5-Diamino-1-(4'-chlorbenzyl)-pyrazol, 4,5-Diamino-1,3-dimethylpyrazol,
4,5-Diamino-3-methyl-1-phenylpyrazol, 4,5-Diamino-1-methyl-3- phenylpyrazol,
4-Amino-1,3-dimethyl-5-hydrazinopyrazol, 1-Benzyl-4,5-diamino-3-methylpyrazol,
4,5-Diamino-3-tert.-butyl-1-methylpyrazol, 4,5-Diamino-1-tert.-butyl-3-methylpyrazol, 4,5-Diamino-1-(β-hydroxyethyl)-3-methylpyrazol,
4,5-Diamino-1-ethyl-3-methylpyrazol, 4,5-Diamino-1-ethyl-3-(4'-methoxyphenyl)-pyrazol,
4,5-Diamino-1-ethyl-3-hydroxymethylpyrazol, 4,5-Diamino-3-hydroxymethyl-1-methylpyrazol,
4,5-Diamino-3-hydroxymethyl-1-isopropylpyrazol, 4,5-Diamino-3-methyl-1-isopropylpyrazol,
4-Amino-5-(β-aminoethyl)amino-1,3-dimethylpyrazol, sowie
deren physiologisch verträglichen Salze.
-
Bevorzugte
Pyrazolopyrimidin-Derivate sind insbesondere die Derivate des Pyrazolo[1,5-a]pyrimidin der
folgenden Formel (E6) und dessen tautomeren Formen, sofern ein tautomeres
Gleichgewicht besteht:
wobei:
- – G28, G29 und G30, G31 unabhängig
voneinander stehen für ein Wasserstoffatom, einen (C1 bis C4)-Alkylrest, einen
Aryl-Rest, einen (C1 bis C4)-Monohydroxyalkylrest,
einen (C2 bis C4)-Polyhydroxyalkylrest
einen (C1 bis C4)-Alkoxy-(C1 bis C4)-alkylrest,
einen (C1 bis C4)-Aminoalkylrest,
der gegebenenfalls durch ein Acetyl-Ureid- oder einen Sulfonyl-Rest
geschützt sein kann, einen (C1 bis
C4)-Alkylamino-(C1 bis
C4)-alkylrest, einen Di-[(C1 bis
C4)-alkyl]-(C1 bis
C4)-aminoalkylrest, wobei die Dialkyl-Reste
gegebenenfalls einen Kohlenstoffzyklus oder einen Heterozyklus mit
5 oder 6 Kettengliedern bilden, einen (C1 bis
C4)-Monohydroxyalkyl- oder einen Di[(C1 bis C4)-Hydroxyalkyl]-(C1 bis C4)-aminoalkylrest,
- – die X-Reste stehen unabhängig voneinander
für ein Wasserstoffatom, einen (C1 bis
C4)-Alkylrest, einen Aryl-Rest, einen (C1 bis C4)-Monohydroxyalkylrest,
einen (C2 bis C4)-Polyhydroxyalkylrest,
einen (C1 bis C4)-Aminoalkylrest,
einen (C1 bis C4)-Alkylamino-(C1 bis C4)-alkylrest,
einen Di-[(C1 bis C4)alkyl]-(C1 bis C4)-aminoalkylrest,
wobei die Dialkyl-Reste gegebenenfalls einen Kohlenstoffzyklus oder
einen Heterozyklus mit 5 oder 6 Kettengliedern bilden, einen (C1 bis C4)- Hydroxyalkyl-
oder einen Di-[(C1 bis C4)-hydroxyalkyl]amino-(C1 bis C4)-alkylrest,
einen Aminorest, einen (C1 bis C4)-Alkyl- oder Di-[(C1 bis
C4)-hydroxyalkyl]aminorest, ein Halogenatom,
eine Carboxylsäuregruppe oder eine Sulfonsäuregruppe,
- – i hat den Wert 0, 1, 2 oder 3,
- – p hat den Wert 0 oder 1,
- – q hat den Wert 0 oder 1 und
- – n hat den Wert 0 oder 1,
mit der Maßgabe,
dass - – die Summe aus p + q ungleich
0 ist,
- – wenn p + q gleich 2 ist, n den Wert 0 hat, und die
Gruppen NG28G29 und
NG30G31 belegen
die Positionen (2,3); (5,6); (6,7); (3,5) oder (3,7);
- – wenn p + q gleich 1 ist, n den Wert 1 hat, und die
Gruppen NG28G29 (oder
NG30G31) und die
Gruppe OH belegen die Positionen (2,3); (5,6); (6,7); (3,5) oder
(3,7);
-
Die
in Formel (E7) verwendeten Substituenten sind erfindungsgemäß analog
zu den obigen Ausführungen definiert.
-
Wenn
das Pyrazolo[1,5-a]pyrimidin der obenstehenden Formel (E6) eine
Hydroxygruppe an einer der Positionen 2, 5 oder 7 des Ringsystems
enthält, besteht ein tautomeres Gleichgewicht, das zum
Beispiel im folgenden Schema dargestellt wird:
Unter den Pyrazolo[1,5-a]pyrimidinen
der obenstehenden Formel (E7) kann man insbesondere nennen:
- – Pyrazoio[1,5-a]pyrimidin-3,7-diamin;
- – 2,5-Dimethyl-pyrazolo[1,5-a]pyrimidin-3,7-diamin;
- – Pyrazolo[1,5-a]pyrimidin-3,5-diamin;
- – 2,7-Dimethyl-pyrazolo[1,5-a]pyrimidin-3,5-diamin;
- – 3-Aminopyrazolo[1,5-a]pyrimidin-7-ol;
- – 3-Aminopyrazolo[1,5-a]pyrimidin-5-ol;
- – 2-(3-Aminopyrazolo[1,5-a]pyrimidin-7-ylamino)-ethanol;
- – 2-(7-Aminopyrazolo[1,5-a]pyrimidin-3-ylamino)-ethanol;
- – 2-[(3-Aminopyrazolo[1,5-a]pyrimidin-7-yl)-(2-hydroxy-ethyl)-amino]-ethanol;
- s 2-[(7-Aminopyrazolo[1,5-a]pyrimidin-3-yl)-(2-hydroxy-ethyl)-amino]-ethanol;
- – 5,6-Dimethylpyrazolo[1,5-a]pyrimidin-3,7-diamin;
- – 2,6-Dimethylpyrazolo[1,5-a]pyrimidin-3,7-diamin;
- – 3-Amino-7-dimethylamino-2,5-dimethylpyrazolo[1,5-a]pyrimidin;
sowie
ihre physiologisch verträglichen Salze und ihre tautomeren
Formen, wenn ein tautomers Gleichgewicht vorhanden ist.
-
Die
Pyrazolo[1,5-a]pyrimidine der obenstehenden Formel (E6) können
wie in der Literatur beschrieben durch Zyklisierung ausgehend von
einem Aminopyrazol oder von Hydrazin hergestellt werden.
-
Ganz
besonders bevorzugte Entwicklerkomponenten werden ausgewählt,
aus mindestens einer Verbindung aus der Gruppe, die gebildet wird
aus p-Phenylendiamin, p-Toluylendiamin, 2-(β-Hydroxyethyl)-p-phenylendiamin,
2-(α,β-Dihydroxyethyl)-p-phenylendiamin, N,N-Bis-(β-hydroxyethyl)-p-phenylendiamin, N-(4-Amino-3-methylphenyl)-N-[3-(1H-imidazol-1-yl)propyl]amin,
N,N'-Bis-(β-hydroxyethyl)-N,N'-bis-(4-aminophenyl)-1,3-diamino-propan-2-ol,
Bis-(2-hydroxy-5-aminophenyl)-methan, 1,3-Bis-(2,5-diaminophenoxy)-propan-2-ol,
N,N'-Bis-(4-aminophenyl)-1,4-diazacycloheptan, 1,10-Bis-(2,5-diaminophenyl)-1,4,7,10-tetraoxadecan,
p-Aminophenol, 4-Amino-3-methylphenol, 4-Amino-2-aminomethylphenol,
4-Amino-2-(α,β-dihydroxyethyl)-phenol und 4-Amino-2-(diethylaminomethyl)-phenol,
4,5-Diamino-1-(β-hydroxyethyl)-pyrazol, 2,4,5,6-Tetraaminopyrimidin,
4-Hydroxy-2,5,6-triaminopyrimidin, 2-Hydroxy-4,5,6-triaminopyrimidin,
sowie den physiologisch verträglichen Salzen dieser Verbindungen.
-
Im
folgenden werden Beispiele für die als Substituenten der
Verbindungen der Formeln (E1) bis (E6) genannten Reste aufgezählt:
Beispiele für (C1 bis C4)-Alkylreste sind die Gruppen -CH3, -CH2CH3, -CH2CH2CH3, -CH(CH3)2, -CH2CH2CH2CH3,
-CH2CH(CH3)2, -CH(CH3)CH2CH3, -C(CH3)3. Erfindungsgemäße Beispiele
für (C1 bis C4)-Alkoxyreste
sind -OCH3, -OCH2CH3, -OCH2CH2CH3, -OCH(CH3)2, -OCH2CH2CH2CH3, -OCH2CH(CH3)2, -OCH(CH3)CH2CH3,
-OC(CH3)3, insbesondere
eine Methoxy- oder eine Ethoxygruppe.
-
Weiterhin
können als bevorzugte Beispiele für eine (C1 bis C4)-Monohydroxyalkylgruppe
-CH2OH, -CH2CH2OH, -CH2CH2CH2OH, -CHCH(OH)CH3, -CH2CH2CH2CH2OH,
wobei die Gruppe -CH2CH2OH
bevorzugt ist.
-
Ein
besonders bevorzugtes Beispiel einer (C2 bis
C4)-Polyhydroxyalkylgruppe ist die 1,2-Dihydroxyethylgruppe.
-
Beispiele
für Halogenatome sind F-, Cl- oder Br-Atome, Cl-Atome sind
ganz besonders bevorzugte Beispiele.
-
Beispiele
für stickstoffhaltige Gruppen sind insbesondere -NH2, (C1 bis C4)-Monoalkylaminogruppen, (C1 bis
C4)-Dialkylaminogruppen, (C1 bis
C4)-Trialkylammoniumgruppen, (C1 bis
C4)-Monohydroxyalkylaminogruppen, Imidazolinium
und -NH3 +.
-
Beispiele
für (C1 bis C4)-Monoalkylaminogruppen
sind -NHCH3, -NHCH2CH3, -NHCH2CH2CH3, -NHCH(CH3)2.
-
Beispiele
für (C1 bis C4)-Dialkylaminogruppe
sind -N(CH3)2, -N(CH2CH3)2.
-
Beispiele
für (C1 bis C4)-Trialkylammoniumgruppen
sind -N+(CH3)3, -N+(CH3)2(CH2CH3), -N+(CH3)(CH2CH3)2.
-
Beispiele
für (C1 bis C4)-Hydroxyalkylaminoreste
sind -NH-CH2CH2OH,
-NH-CH2CH2OH, -NH-CH2CH2CH2OH,
-NH-CH2CH2CH2OH.
-
Beispiele
für (C1 bis C4)-Alkoxy-(C1 bis C4)-alkylgruppen
sind die Gruppen -CH2CH2-O-CH3, -CH2CH2CH2-O-CH3, -CH2CH2-O-CH2CH3, -CH2CH2CH2-O-CH2CH3, -CH2CH2-O-CH(CH3), -CH2CH2CH2-O-CH(CH3).
-
Beispiele
für Hydroxy-(C1 bis C4)-alkoxyreste
sind -O-CH2OH, -O-CH2CH2OH, -O-CH2CH2CH2OH, -O-CHCH(OH)CH3, -O-CH2CH2CH2CH2OH.
-
Beispiele
für (C1 bis C4)-Acetylaminoalkoxyreste
sind -O-CH2NHC(O)CH3,
-O-CH2CH2NHC(O)CH3, -O-CH2CH2CH2NHC(O)CH3, -O-CH2CH(NHC(O)CH3)CH3, -O-CH2CH2CH2CH2NHC(O)CH3.
-
Beispiele
für (C1 bis C4)-Carbamoylaminoalkoxyreste
sind -O-CH2CH2-NH-C(O)-NH2, -O-CH2CH2CH2-NH-C(O)-NH2, -O-CH2CH2CH2CH2-NH-C(O)-NH2.
-
Beispiele
für (C1 bis C4)-Aminoalkylreste
sind -CH2NH2, -CH2CH2NH2,
-CH2CH2CH2NH2, -CH2CH(NH2)CH3, -CH2CH2CH2CH2NH2.
-
Beispiele
für (C1 bis C4)-Cyanoalkylreste
sind -CH2CN, -CH2CH2CN, -CH2CH2CH2CN.
-
Beispiele
für (C1 bis C4)-Hydroxyalkylamino-(C1 bis C4)-alkylreste
sind -CH2CH2NH-CH2CH2OH, -CH2CH2CH2NH-CH2CH2OH, -CH2CH2NH-CH2CH2CH2OH,
-CH2CH2CH2NH-CH2CH2CH2OH.
-
Beispiele
für Di[(C1 bis C4)-Hydroxyalkyl]amino-(C1 bis C4)-alkylreste
sind -CH2CH2N(CH2CH2OH)2, -CH2CH2CH2N(CH2CH2OH)2,
-CH2CH2N(CH2CH2CH2OH)2, -CH2CH2CH2N(CH2CH2CH2OH)2.
-
Ein
Beispiel für Arylgruppen ist die Phenylgruppe.
-
Beispiele
für Aryl-(C1 bis C4)-alkylgruppen
sind die Benzylgruppe und die 2-Phenylethylgruppe.
-
Kupplerkomponenten
bilden im Rahmen der oxidativen Färbung allein keine signifikante
Färbung aus, sondern benötigen stets die Gegenwart
von Entwicklerkomponenten. Daher ist es erfindungsgemäß bevorzugt,
dass bei Verwendung mindestens einer Entwicklerkomponente zusätzlich
mindestens eine Kupplerkomponente zum Einsatz kommt.
-
Kupplerkomponenten
im Sinne der Erfindung erlauben mindestens eine Substitution eines
chemischen Restes des Kupplers durch die oxidierte Form der Entwicklerkomponente.
Dabei bildet sich eine kovalente Bindung zwischen Kuppler- und Entwicklerkomponente
aus. Kuppler sind bevorzugt zyklische Verbindungen, die am Zyklus
mindestens zwei Gruppen tragen, ausgewählt aus (i) gegebenenfalls
substituierten Aminogruppen und/oder (ii) Hydroxygruppen. Wenn die
zyklische Verbindung ein Sechsring (bevorzugt aromatisch) ist, so
befinden sich die besagten Gruppen bevorzugt in ortho-Position oder
meta-Position zueinander.
-
Erfindungsgemäße
Kupplerkomponenten werden bevorzugt als mindestens eine Verbindung
aus einer der folgenden Klassen ausgewählt:
-
- – m-Aminophenol und/oder dessen Derivate,
- – m-Diaminobenzol und/oder dessen Derivate,
- – o-Diaminobenzol und/oder dessen Derivate,
- – o-Aminophenolderivate, wie beispielsweise o-Aminophenol,
- – Naphthalinderivate mit mindestens einer Hydroxygruppe,
- – Di-beziehungsweise Trihydroxybenzol und/oder deren
Derivate,
- – Pyridinderivate,
- – Pyrimidinderivate,
- – Monohydroxyindol-Derivate und/oder Monoaminoindol-Derivate,
- – Monohydroxyindolin-Derivate und/oder Monoaminoindolin-Derivate,
- – Pyrazolonderivate, wie beispielsweise 1-Phenyl-3-methylpyrazol-5-on,
- – Morpholinderivate wie beispielsweise 6-Hydroxybenzomorpholin
oder 6-Aminobenzomorpholin,
- – Chinoxalinderivate wie beispielsweise 6-Methyl-1,2,3,4-tetrahydrochinoxalin,
-
Gemische
aus zwei oder mehrer Verbindungen aus einer oder mehrerer dieser
Klassen sind im Rahmen dieser Ausführungsform ebenso erfindungsgemäß.
-
Die
erfindungsgemäß verwendbaren m-Aminophenole bzw.
deren Derivate werden bevorzugt ausgewählt aus mindestens
einer Verbindung der Formel (K1) und/oder aus mindestens einem physiologisch
verträglichen Salz einer Verbindung gemäß Formel
(K1),
worin
G
1 und
G
2 unabhängig voneinander stehen
für ein Wasserstoffatom, eine (C
1 bis
C
4)-Alkylgruppe, eine (C
3 bis C
6)-Cycloalkylgruppe, eine (C
2 bis
C
4)-Alkenylgruppe, eine (C
1 bis
C
4)-Monohydroxyalkylgruppe, eine (C
2 bis C
4)-Polyhydroxyalkylgruppe,
eine (C
2 bis C
4)-Perfluoracylgruppe,
eine Aryl-(C
1 bis C
6)-alkylgruppe,
eine Amino-(C
1 bis C
6)-alkylgruppe,
eine (C
1 bis C
6)-Dialkylamino-(C
1 bis C
6)-alkylgruppe
oder eine (C
1 bis C
6)-Alkoxy-(C
1 bis C
6)-alkylgruppe,
wobei G
1 und G
2 gemeinsam
mit dem Stickstoffatom einen fünfgliedrigen, sechsgliedrigen
oder siebengliedrigen Ring bilden können,
G
3 und G
4 unabhängig
voneinander stehen für ein Wasserstoffatom, ein Halogenatom,
eine (C
1 bis C
4)-Alkylgruppe,
eine (C
1 bis C
4)-Alkoxygruppe,
eine Hydroxygruppe, eine (C
1 bis C
4)-Monohydroxyalkylgruppe, eine (C
2 bis C
4)-Polyhydroxyalkylgruppe,
eine Hydroxy-(C
1 bis C
4)-alkoxygruppe,
eine (C
1 bis C
6)-Alkyox-(C
2 bis C
6)-alkoxygruppe,
eine Arylgruppe oder eine Heteroarylgruppe.
-
Besonders
bevorzugte m-Aminophenol-Kupplerkomponenten werden ausgewählt
aus mindestens einer Verbindung aus der Gruppe, die gebildet wird
aus m-Aminophenol, 5-Amino-2-methylphenol, N-Cyclopentyl-3-aminophenol,
3-Amino-2-chlor-6-methylphenol, 2-Hydroxy-4-aminophenoxyethanol,
2,6-Dimethyl-3-aminophenol, 3-Trifluoroacetylamino- 2-chlor-6-methylphenol,
5-Amino-4-chlor-2-methylphenol, 5-Amino-4-methoxy-2-methylphenol,
5-(2'-Hydroxyethyl)-amino-2-methylphenol, 3-(Diethylamino)-phenol,
N-Cyclopentyl-3-aminophenol, 1,3-Dihydroxy-5-(methylamino)-benzol,
3-Ethylamino-4-methylphenol, 2,4-Dichlor-3-aminophenol und den physiologisch
verträglichen Salzen aller vorstehend genannten Verbindungen.
-
Die
erfindungsgemäß verwendbaren m-Diaminobenzole
bzw. deren Derivate werden bevorzugt ausgewählt aus mindestens
einer Verbindung der Formel (K2) und/oder aus mindestens einem physiologisch
verträglichen Salz einer Verbindung gemäß Formel
(K2),
worin
G
5,
G
6, G
7 und G
8 unabhängig voneinander stehen
für ein Wasserstoffatom, eine (C
1 bis
C
4)-Alkylgruppe, eine (C
3 bis
C
6)-Cycloalkylgruppe, eine (C
2 bis
C
4)-Alkenylgruppe, eine (C
1 bis
C
4)-Monohydroxyalkylgruppe, eine (C
2 bis C
4)-Polyhydroxyalkylgruppe,
eine (C
1 bis C
4)-Alkoxy-(C
1 bis C
4)-alkylgruppe,
eine Aryl-(C
1 bis C
4)-alkylgruppe,
eine Heteroaryl-(C
1 bis C
4)-alkylgruppe,
eine (C
2 bis C
4)-Perfluoracylgruppe,
oder gemeinsam mit dem Stickstoffatom einen fünfgliedrigen
oder sechsgliedrigen Heterozyklus bilden
G
9 und
G
10 unabhängig voneinander stehen
für ein Wasserstoffatom, ein Halogenatom, eine (C
1 bis C
4)-Alkylgruppe,
eine ω-(2,4-Diaminophenyl)-(C
1 bis
C
4)-alkylgruppe, eine ω-(2,4-Diaminophenyloxy)-(C
1 bis C
4)-alkoxygruppe,
eine (C
1 bis C
4)-Alkoxygruppe,
eine Hydroxygruppe, eine (C
1 bis C
4)-Alkoxy-(C
2 bis
C
4)-alkoxygruppe, eine Arylgruppe, eine
Heteroarylgruppe, eine (C
1 bis C
4)-Monohydroxyalkylgruppe, eine (C
2 bis C
4)-Polyhydroxyalkylgruppe,
eine Hydroxy-(C
1 bis C
4)-alkoxygruppe.
-
Besonders
bevorzugte m-Diaminobenzol-Kupplerkomponenten werden ausgewählt
aus mindestens einer Verbindung aus der Gruppe, die gebildet wird
aus m-Phenylendiamin, 2-(2,4-Diaminophenoxy)ethanol, 1,3-Bis(2,4-diaminophenoxy)propan,
1-Methoxy-2-amino-4-(2'-hydroxyethylamino)benzol, 1,3-Bis(2,4-diaminophenyl)propan,
2,6-Bis(2'-hydroxyethylamino)-1-methylbenzol, 2-({3-[(2-Hydroxyethyl)amino]-4-methoxy-5-methylphenyl}amino)ethanol,
2-({3-[(2-Hydroxyethyl)amino]-2-methoxy-5-methylphenyl}amino)ethanol, 2-({3-[(2-Hydroxyethyl)amino]-4,5-dimethylphenyl}-amino)ethanol,
2-[3-Morpholin-4-ylphenyl)amino]ethanol, 3-Amino-4-(2-methoxyethoxy)-5-methylphenylamin,
1-Amino-3-bis-(2'-hydroxyethyl)-aminobenzol und den physiologisch
verträglichen Salzen aller vorstehend genannten Verbindungen.
-
Die
erfindungsgemäß verwendbaren o-Diaminobenzole
bzw. deren Derivate werden bevorzugt ausgewählt aus mindestens
einer Verbindung der Formel (K3) und/oder aus mindestens einem physiologisch
verträglichen Salz einer Verbindung gemäß Formel
(K3),
worin
G
11,
G
12, G
13 und G
14 unabhängig voneinander stehen
für ein Wasserstoffatom, eine (C
1 bis
C
4)-Alkylgruppe, eine (C
3 bis
C
6)-Cycloalkylgruppe, eine (C
2 bis
C
4)-Alkenylgruppe, eine (C
1 bis
C
4)-Monohydroxyalkylgruppe, eine (C
2 bis C
4)-Polyhydroxyalkylgruppe,
eine (C
1 bis C
4)-Alkoxy-(C
1 bis C
4)-alkylgruppe,
eine Aryl-(C
1 bis C
4)-alkylgruppe,
eine Heteroaryl-(C
1 bis C
4)-alkylgruppe,
eine (C
2 bis C
4)-Perfluoracylgruppe,
oder gemeinsam mit dem Stickstoffatom einen fünfgliedrigen
oder sechsgliedrigen Heterozyklus bilden
G
15 und
G
16 unabhängig voneinander stehen
für ein Wasserstoffatom, ein Halogenatom, eine Carboxylgruppe, eine
(C
1 bis C
4)-Alkylgruppe,
eine (C
1 bis C
4)-Alkoxygruppe,
eine Hydroxygruppe, eine (C
1 bis C
4)- Monohydroxyalkylgruppe, eine (C
2 bis C
4)-Polyhydroxyalkylgruppe,
eine Hydroxy-(C
1 bis C
4)-alkoxygruppe.
-
Besonders
bevorzugte o-Diaminobenzol-Kupplerkomponenten werden ausgewählt
aus mindestens einer Verbindung aus der Gruppe, die gebildet wird
aus 3,4-Diaminobenzoesäure und 2,3-Diamino-1-methylbenzol
und den physiologisch verträglichen Salzen aller vorstehend
genannten Verbindungen.
-
Bevorzugte
Di-beziehungsweise Trihydroxybenzole und deren Derivate werden ausgewählt
aus mindestens einer Verbindung der Gruppe, die gebildet wird aus
Resorcin, Resorcinmonomethylether, 2-Methylresorcin, 5-Methylresorcin,
2,5-Dimethylresorcin, 2-Chlorresorcin, 4-Chlorresorcin, Pyrogallol
und 1,2,4-Trihydroxybenzol.
-
Die
erfindungsgemäß verwendbaren Pyridinderivate werden
bevorzugt ausgewählt aus mindestens einer Verbindung der
Formel (K4) und/oder aus mindestens einem physiologisch verträglichen
Salz einer Verbindung gemäß Formel (K4),
worin
G
17 und
G
18 stehen unabhängig voneinander
für eine Hydroxygruppe oder eine Gruppe -NG
21 G
22,
worin G
21 und
G
22 unabhängig voneinander stehen
für ein Wasserstoffatom, eine (C
1 bis
C
4)-Alkylgruppe, eine (C
3 bis
C
6)-Cycloalkylgruppe, eine (C
2 bis
C
4)-Alkenylgruppe, eine Arylgruppe, eine
(C
1 bis C
4)-Monohydroxyalkylgruppe,
eine (C
2 bis C
4)-Polyhydroxyalkylgruppe,
eine (C
1 bis C
4)-Alkoxy-(C
1 bis C
4)-alkylgruppe,
eine Aryl-(C
1 bis C
4)-alkylgruppe,
eine Heteroaryl-(C
1 bis C
4)-alkylgruppe,
G
19 und G
20 stehen
unabhängig voneinander für ein Wasserstoffatom,
ein Halogenatom, eine (C
1 bis C
4)-Alkylgruppe
oder eine (C
1 bis C
4)-Alkoxygruppe.
-
Es
ist bevorzugt, wenn gemäß Formel (K4) die Reste
G17 und G18 in ortho-Position
oder in meta-Position zueinander stehen.
-
Besonders
bevorzugte Pyridinderivate werden ausgewählt aus mindestens
einer Verbindung der Gruppe, die gebildet wird aus 2,6-Dihydroxypyridin,
2-Amino-3-hydroxypyridin, 2-Amino-5-chlor-3-hydroxypyridin, 3-Amino-2-methylamino-6-methoxypyridin,
2,6-Dihydroxy-3,4-dimethylpyridin, 2,6-Dihydroxy-4-methylpyridin,
2,6-Diaminopyridin, 2,3-Diamino-6-methoxypyridin, 3,5-Diamino-2,6-dimethoxypyridin,
3,4-Diaminopyridin, 2-(2-Methoxyethyl)amino-3-amino-6-methoxypyridin,
2-(4'-Methoxyphenyl)amino-3-aminopyridin, und den physiologisch
verträglichen Salzen der vorgenannten Verbindungen.
-
Bevorzugte
Naphthalinderivate mit mindestens einer Hydroxygruppe werden ausgewählt
aus mindestens einer Verbindung der Gruppe, die gebildet wird aus
1-Naphthol, 2-Methyl-1-naphthol, 2-Hydroxymethyl-1-naphthol, 2-Hydroxyethyl-1-naphthol,
1,3-Dihydroxynaphthalin, 1,5-Dihydroxynaphthalin, 1,6-Dihydroxynaphthalin,
1,7-Dihydroxynaphthalin, 1,8-Dihydroxynaphthalin, 2,7-Dihydroxynaphthalin
und 2,3-Dihydroxynaphthalin.
-
Die
erfindungsgemäß verwendbaren Indolderivate werden
bevorzugt ausgewählt aus mindestens einer Verbindung der
Formel (K5) und/oder aus mindestens einem physiologisch verträglichen
Salz einer Verbindung gemäß Formel (K5),
worin
G
23 steht
für ein Wasserstoffatom, eine (C
1 bis
C
4)-Alkylgruppe, eine (C
3 bis
C
6)-Cycloalkylgruppe, eine (C
2 bis C
4)-Alkenylgruppe, eine (C
1 bis
C
4)-Monohydroxyalkylgruppe, eine (C
2 bis C
4)-Polyhydroxyalkylgruppe,
eine Aryl-(C
1 bis C
4)-alkylgruppe,
G
24 steht für eine Hydroxygruppe
oder eine Gruppe -NG
26G
27,
worin G
26 und G
27 unabhängig
voneinander stehen für ein Wasserstoffatom, eine (C
1 bis C
4)-Alkylgruppe,
eine (C
3 bis C
6)-Cycloalkylgruppe,
eine (C
2 bis C
4)-Alkenylgruppe,
eine (C
1 bis C
4)-Monohydroxyalkylgruppe,
eine (C
2 bis C
4)-Polyhydroxyalkylgruppe,
G
25 Wasserstoffatom, ein Halogenatom oder
eine (C
1 bis C
4)-Alkylgruppe,
mit
der Maßgabe, dass G
24 in meta-Position
oder ortho-Position zum Strukturfragment NG
23 der
Formel bindet.
-
Besonders
bevorzugte Indolderivate werden ausgewählt aus mindestens
einer Verbindung der Gruppe, die gebildet wird aus 4-Hydroxyindol,
6-Hydroxyindol und 7-Hydroxyindol und den physiologisch verträglichen
Salzen der vorgenannten Verbindungen.
-
Die
erfindungsgemäß verwendbaren Indolinderivate werden
bevorzugt ausgewählt aus mindestens einer Verbindung der
Formel (K6) und/oder aus mindestens einem physiologisch verträglichen
Salz einer Verbindung gemäß Formel (K6),
worin
G
28 steht
für ein Wasserstoffatom, eine (C
1 bis
C
4)-Alkylgruppe, eine (C
3 bis
C
6)-Cycloalkylgruppe, eine (C
2 bis C
4)-Alkenylgruppe, eine (C
1 bis
C
4)-Monohydroxyalkylgruppe, eine (C
2 bis C
4)-Polyhydroxyalkylgruppe,
eine Aryl-(C
1 bis C4)-alkylgruppe,
G
29 steht für eine Hydroxygruppe
oder eine Gruppe -NG
31G
32,
worin G
31 und G
32 unabhängig
voneinander stehen für ein Wasserstoffatom, eine (C
1 bis C
4)-Alkylgruppe,
eine (C
3 bis C
6)-Cycloalkylgruppe,
eine (C
2 bis C
4)-Alkenylgruppe,
eine (C
1 bis C
4)-Monohydroxyalkylgruppe,
eine (C
2 bis C
4)-Polyhydroxyalkylgruppe,
G
30 Wasserstoffatom, ein Halogenatom oder
eine (C
1 bis C
4)-Alkylgruppe,
mit der Maßgabe, dass G
29 in meta-Position
oder ortho-Position zum Strukturfragment NG
28 der
Formel bindet.
-
Besonders
bevorzugte Indolinderivate werden ausgewählt aus mindestens
einer Verbindung der Gruppe, die gebildet wird aus 4-Hydroxyindolin,
6-Hydroxyindolin und 7-Hydroxyindolin und den physiologisch verträglichen
Salzen der vorgenannten Verbindungen.
-
Bevorzugte
Pyrimidinderivate werden ausgewählt aus mindestens einer
Verbindung der Gruppe, die gebildet wird aus 4,6-Diaminopyrimidin,
4-Amino-2,6-dihydroxypyrimidin, 2,4-Diamino-6-hydroxypyrimidin, 2,4,6-Trihydroxypyrimidin,
2-Amino-4-methylpyrimidin, 2-Amino-4-hydroxy-6-methylpyrimidin und
4,6-Dihydroxy-2-methylpyrimidin und den physiologisch verträglichen
Salzen der vorgenannten Verbindungen.
-
Erfindungsgemäß besonders
bevorzugte Kupplerkomponenten werden ausgewählt unter m-Aminophenol,
5-Amino-2-methylphenol, 3-Amino-2-chlor-6-methylphenol, 2-Hydroxy-4-aminophenoxyethanol, 5-Amino-4-chlor-2-methylphenol,
5-(2'-Hydroxyethyl)-amino-2-methylphenol, 2,4-Dichlor-3-aminophenol, o-Aminophenol,
m-Phenylendiamin, 2-(2,4-Diaminophenoxy)ethanol, 1,3-Bis(2,4-diaminophenoxy)propan, 1-Methoxy-2-amino-4-(2'-hydroxyethylamino)benzol,
1,3-Bis(2,4-diaminophenyl)propan, 2,6-Bis(2'-hydroxyethylamino)-1-methylbenzol,
2-({3-[(2-Hydroxyethyl)amino]-4-methoxy-5-methylphenyl}amino)ethanol, 2-({3-[(2-Hydroxyethy)amino]-2-methoxy-5-methylphenyl}amino)ethanol,
2-({3-[(2-Hydroxyethyl)amino]-4,5-dimethylphenyl}-amino)ethanol,
2-[3-Morpholin-4-ylphenyl)amino]ethanol, 3-Amino-4-(2-methoxyethoxy)-5-methylphenylamin,
1-Amino-3-bis-(2'-hydroxyethyl)-aminobenzol, Resorcin, 2-Methylresorcin, 4-Chlorresorcin,
1,2,4-Trihydroxybenzol, 2-Amino-3-hydroxypyridin, 3-Amino-2-methylamino-6-methoxypyridin,
2,6-Dihydroxy-3,4-dimethylpyridin, 3,5-Diamino-2,6-dimethoxypyridin,
1-Phenyl-3-methylpyrazol-5-on, 1-Naphthol, 1,5-Dihydroxynaphthalin,
2,7-Dihydroxynaphthalin, 1,7-Dihydroxynaphthalin, 1,8-Dihydroxynaphthalin,
4-Hydroxyindol, 6-Hydroxyindol, 7-Hydroxyindol, 4-Hydroxyindolin,
6-Hydroxyindolin, 7-Hydroxyindolin oder Gemischen dieser Verbindungen
oder den physiologisch verträglichen Salzen der vorgenannten
Verbindungen.
-
Die
Kupplerkomponenten werden bevorzugt in einer Menge von 0,005 bis
20 Gew.-%, vorzugsweise 0,1 bis 5 Gew.-%, jeweils bezogen auf das
anwendungsbereite Oxidationsfärbemittel, verwendet.
-
Dabei
werden Entwicklerkomponenten und Kupplerkomponenten im Allgemeinen
in etwa molaren Mengen zueinander eingesetzt. Wenn sich auch der
molare Einsatz als zweckmäßig erwiesen hat, so
ist ein gewisser Überschuss einzelner Oxidationsfarbstoffvorprodukte
nicht nachteilig, so dass Entwicklerkomponenten und Kupplerkomponenten
in einem Mol-Verhältnis von 1:0,5 bis 1:3, insbesondere
1:1 bis 1:2, stehen können.
-
Im
folgenden werden Beispiele für die als Substituenten der
Verbindungen der Formeln (K1) bis (K6) genannten Reste aufgezählt:
Beispiele für (C1 bis C4)-Alkylreste sind die Gruppen -CH3, -CH2CH3, -CH2CH2CH3, -CH(CH3)2, -CH2CH2CH2CH3,
-CH2CH(CH3)2, -CH(CH3)CH2CH3, -C(CH3)3.
-
Erfindungsgemäße
Beispiele für (C3 bis C6)-Cycloalkylgruppen sind die Cyclopropyl,
die Cyclopentyl und die Cyclohexylgruppe.
-
Erfindungsgemäße
Beispiele für (C1 bis C4)-Alkoxyreste sind -OCH3,
-OCH2CH3, -OCH2CH2CH3, -OCH(CH3)2, -OCH2CH2CH2CH3, -OCH2CH(CH3)2, -OCH(CH3)CH2CH3,
-OC(CH3)3, insbesondere
eine Methoxy- oder eine Ethoxygruppe.
-
Weiterhin
können als bevorzugte Beispiele für eine (C1 bis C4)-Monohydroxyalkylgruppe
-CH2OH, -CH2CH2OH, -CH2CH2CH2OH, -CH2CH(OH)CH3, -CH2CH2CH2CH2OH genannt werden, wobei die Gruppe -CH2CH2OH bevorzugt
ist.
-
Ein
besonders bevorzugtes Beispiel einer (C2 bis
C4)-Polyhydroxyalkylgruppe ist die 1,2-Dihydroxyethylgruppe.
-
Beispiele
für Halogenatome sind F-, Cl- oder Br-Atome, Cl-Atome sind
ganz besonders bevorzugte Beispiele.
-
Beispiele
für stickstoffhaltige Gruppen sind insbesondere -NH2, (C1 bis C4)-Monoalkylaminogruppen, (C1 bis
C4)-Dialkylaminogruppen, (C1 bis
C4)-Trialkylammoniumgruppen, (C1 bis
C4)-Monohydroxyalkylaminogruppen, Imidazolinium
und -NH3 +.
-
Beispiele
für (C1 bis C4)-Monoalkylaminogruppen
sind -NHCH3, -NHCH2CH3, -NHCH2CH2CH3, -NHCH(CH3)2.
-
Beispiele
für (C1 bis C4)-Dialkylaminogruppe
sind -N(CH3)2, -N(CH2CH3)2.
-
Beispiele
für (C1 bis C4)-Alkoxy-(C1 bis C4)-alkylgruppen
sind die Gruppen -CH2CH2-O-CH3, -CH2CH2CH2-O-CH3, -CH2CH2-O-CH2CH3, -CH2CH2CH2-O-CH2CH3, -CH2CH2-O-CH(CH3)2, -CH2CH2CH2-O-CH(CH3)2.
-
Beispiele
für (C1 bis C4)-Alkoxy-(C1 bis C4)-alkoxygruppen
sind die Gruppen -O-CH2CH2-O-CH3, -O-CH2CH2CH2-O-CH3, -O-CH2CH2-O-CH2CH3, -O-CH2CH2CH2-O-CH2CH3, -O-CH2CH2-O-CH(CH3)2, -O-CH2CH2CH2-O-CH(CH3)2.
-
Beispiele
für Hydroxy-(C1 bis C4)-alkoxyreste
sind -O-CH2OH, -O-CH2CH2OH, -O-CH2CH2CH2OH, -O-CH2CH(OH)CH3, -O-CH2CH2CH2CH2OH.
-
Beispiele
für (C1 bis C4)-Aminoalkylreste
sind -CH2NH2, -CH2CH2NH2,
-CH2CH2CH2NH2, -CH2CH(NH2)CH3, -CH2CH2CH2CH2NH2.
-
Ein
Beispiel für Arylgruppen ist die Phenylgruppe, die auch
substituiert sein kann.
-
Beispiele
für Aryl-(C1 bis C4)-alkylgruppen
sind die Benzylgruppe und die 2-Phenylethylgruppe.
-
Die
erfindungsgemäße zweite Komponenten enthalten
die Entwicklerkomponenten bevorzugt in einer Menge von 0,005 bis
10 Gew.-%, vorzugsweise von 0,1 bis 5 Gew.-%, jeweils bezogen auf
das gesamte Mittel.
-
Die
erfindungsgemäßen zweiten Komponenten des Haarbehandlungsmittels
enthalten die Kupplerkomponenten bevorzugt in einer Menge von 0,005
bis 10 Gew.-%, vorzugsweise von 0,1 bis 5 Gew.-%, jeweils bezogen
auf das gesamte Mittel.
-
Weiterhin
enthalten die erfindungsgemäßen zweiten Komponenten
des Haarbehandlungsmittels als farbgebende Verbindung bevorzugt
mindestens einen direktziehenden Farbstoff. Dabei handelt sich um
Farbstoffe, die direkt auf das Haar aufziehen und keinen oxidativen
Prozess zur Ausbildung der Farbe benötigen. Direktziehende
Farbstoffe sind üblicherweise Nitrophenylendiamine, Nitroaminophenole,
Azofarbstoffe, Anthrachinone oder Indophenole.
-
Die
direktziehenden Farbstoffe werden jeweils bevorzugt in einer Menge
von 0,001 bis 20 Gew.-%, bezogen auf die zweite Komponente des Haarbehandlungsmittels,
eingesetzt. Die Gesamtmenge an direktziehenden Farbstoffen beträgt
vorzugsweise höchstens 20 Gew.-%.
-
Direktziehende
Farbstoffe können in anionische, kationische und nichtionische
direktziehende Farbstoffe unterteilt werden.
-
Anionische direktziehende Farbstoffe:
-
Als
anionische direktziehende Farbstoffe eignen sich insbesondere 6-Hydroxy-5-[(4-sulfophenyl)azo]-2-naphthalinsulfonsäuredinatriumsalz
(C. I. 15,985; Food Yellow No. 3; FD & C Yellow No. 6), 2,4-Dinitro-1-naphthol-7-sulfonsäure-dinatriumsalz
(C. I. 10,316; Acid Yellow 1; Food Yellow No. 1), 2-(Indan-1,3-dion-2-yl)chinolin-x,x-sulfonsäure
(Gemisch aus Mono- und Disulfonsäure) (C. I. 47,005; D & C Yellow No.
10; Food Yellow No. 13; Acid Yellow 3, Yellow 10), 4-((4-Amino-3-sulfophenyl)azo)benzolsulfonsäure-dinatriumsalz
(C. I. 13,015, Acid Yellow 9), 5-Hydroxy-1-(4-sulfophenyl)-4-[(4-sulfophenyl)azo]pyrazol-3-carbonsäure-trinatriumsalz
(C. I. 19,140; Food Yellow No. 4; Acid Yellow 23), 3-[(4-Phenylamino)phenyl]azobezolsulfonsäuresäure-natriumsalz
(C. I. 13,065; Ki406; Acid Yellow 36), 9-(2-Carboxyphenyl)-6-hydroxy-3H-xanthen-3-on
(C. I. 45,350; Acid Yellow 73; D & C
Yellow No. 8), 5-[(2,4-Dinitrophenyl)amino]-2-phenylaminobenzolsulfonsäure-natriumsalz
(C. I. 10,385; Acid Orange 3), 4-[(2,4- Dihydroxyphenyl)azo]-benzolsulfonsäure-natriumsalz
(C. I. 14,270; Acid Orange 6), 4-[(2-Hydroxynaphth-1-yl)azo]-benzolsulfonsäure-natriumsalz
(C. I. 15,510; Acid Orange 7), 4-[(2,4-Dihydroxy-3-[(2,4-dimethylphenyl)azo]-phenyl)azo]-benzolsulfonsäure-natriumsalz
(C. I. 20,170; Acid Orange 24), 4-Hydroxy-3-[(2-methoxyphenyl)azo]-1-naphthalinsulfonsäure-natriumsalz
(C. I. 14,710; Acid Red 4), 4-Hydroxy-3-[(4-sulfonaphth-1-yl)azo]-1-naphthalin-sulfonsäure-dinatriumsalz (C.
I. 14,720; Acid Red No. 14), 6-Hydroxy-5-[(4-sulfonaphth-1-yl)azo]-2,4-naphthalin-disulfonsäure-trinatriumsalz
(C. I. 16,255; Ponceau 4R; Acid Red 18), 3- Hydroxy-4-[(4-sulfonaphth-1-yl)azo]-2,7-naphthalin-disulfonsäure-trinatriumsalz
(C. I. 16,185; Acid Red 27), 8-Amino-1-hydroxy-2-(phenylazo)-3,6-naphthalin-disulfonsäure-dinatriumsalz
(C. I. 17,200; Acid Red 33; Red 33), 5-(Acetylamino)-4-hydroxy-3-[(2-methylphenylazo]-2,7-naphthalin-disulfonsäure-dinatriumsalz
(C. I. 18,065; Acid Red 35), 2-(3-Hydroxy-2,4,5,7-tetraiod-dibenzopyran-6-on-9-yl)-benzoesäure-dinatriumsalz
(C. I. 45,430; Acid Red 51), N-[6-(Diethylamino)-9-(2,4-disulfophenyl)-3H-xanthen-3-yliden]-N-ethylethanammonium-hydroxid,
inneres Salz, Natriumsalz (C. I. 45,100; Acid Red 52), 8-[(4-(Phenylazo)phenyl)azo]-7-naphthol-1,3-disulfonsäure-dinatriumsalz
(C. I. 27,290; Acid Red 73), 2',4',5',7'-Tetrabrom-3',6'-dihydroxyspiro[isobenzofuran-1(3H),
9'-[9H]xanthen]-3-on-dinatriumsalz (C. I. 45,380; Acid Red 87),
2',4',5',7'-Tetrabrom-4,5,6,7-tetrachlor-3',6'-dihydroxyspiro[isobenzofuran-1(3H),9'[9H]xanthen]-3-on-dinatriumsalz
(C. I. 45,410; Acid Red 92), 3',6'-Dihydroxy-4',5'-diiodospiro[isobenzofuran-1(3H),9'(9H)-xanthen]-3-on-dinatriumsalz
(C. I. 45425; Acid Red 95), 2-Hydroxy-3-((2-hydroxynaphth-1-yl)azo)-5-nitrobenzolsulfonsäure-natriumsalz
(C. I. 15,685; Acid Red 184), 3-Hydroxy-4-(3-methyl-5-oxo-1-phenyl-4,5-dihydro-1H-pyrazol-4-ylazo)-naphthalin-1-sulfonsäure-natriumsalz,
Chrom-Komplex (Acid Red 195), 3-Hydroxy-4-[(4-methyl-2-sulfonphenyl)azo]-2-naphthalincarbonsäure-calciumsalz
(C. I. 15,850:1; Pigment Red 57:1), 3-[(2,4-Dimethyl-5-sulfophenyl)azo]-4-hydroxy-1-naphthalin-sulfonsäure-dinatriumsalz
(C. I. 14,700; Food Red No. 1; Ponceau SX; FD & C Red No. 4), 1,4- Bis[(2-sulfo-4-methylphenyl)amino]-9,10-anthrachinon-dinatriumsalz
(C. I. 61,570; Acid Green 25), Bis[4-(dimethylamino)phenyl]-(3,7-disulfo-2-hydroxynaphth-1-yl)carbenium-inneres
Salz, Natriumsalz (C. I. 44,090; Food Green No. 4; Acid Green 50),
Bis[4-(diethylamino)-phenyl](2,4-disulfophenyl)carbenium-inneres
Salz, Natriumsalz (2:1) (C. I. 42,045; Food Blue No. 3; Acid Blue
1), Bis[4-(diethylamino)phenyl](5-hydroxy-2,4-disulfophenyl)-carbenium-inneres Salz,
Calciumsalz (2:1) (C. I. 42,051; Acid Blue 3), N-[4-[(2,4-Disulfophenyl)[4-[ethyl(phenylmethyl)amino)phenyl]methylen]-2,5-cyclohexadien-1-yliden]-N-ethylbenzolmethanaminium-hydroxid,
inneres Salz, Natriumsalz (C. I. 42,080; Acid Blue 7), (2-Sulfophenyl)di[4-(ethyl((4-sulfophenynmethyl)amino)phenyl]-carbenium-dinatriumsalz
Betain (C. I. 42,090; Acid Blue 9; FD & C Blue No. 1), 1-Amino-4-(phenylamino)-9,10-anthrachinon-2-sulfonsäure
(C. I. 62,055; Acid Blue 25), 1-Amino-4-(cyclohexylamino)-9,10-anthrachinon-2-sulfonsäure-natriumsalz
(C. I. 62045; Acid Blue 62), 2-(1,3-Dihydro-3-oxo-5-sulfo-2H-indol-2-yliden)-2,3-dihydro-3-oxo-1H-indol-5-sulfonsäure-dinatriumsalz
(C. I. 73,015; Acid Blue 74), 9-(2-Carboxyphenyl)-3-[(2-methylphenyl)amino]-6-[(2-methyl-4-sulfophenyl)amino]xanthylium-inneres
Salz, Natriumsalz (C. I. 45,190; Acid Violet 9), 1-Hydroxy-4-[(4-methyl-2-sulfophenyl)amino]-9,10-anthrachinon-natriumsalz
(C. I. 60,730; D & C
Violett No. 2; Acid Violet 43), Bis[3-nitro-4-[(4-phenylamino)-3-sulfo-phenylamino]-phenyl]-sulfon
(C. I. 10,410; Acid Brown 13), 5-Amino-4-hydroxy-6-[(4-nitrophenyl)-azo]-3-(phenylazo)-2,7-naphthalin-disulfonsäure-dinatriumsalz
(C. I. 20,470; Acid Black 1), 3-Hydroxy-4-[(2-hydroxynaphth-1-yl)azo]-7-nitro-1-naphthalin-sulfonsäure-chromkomplex
(3:2) (C. I. 15,711; Acid Black 52), 4-(Acetylamino)-5-hydroxy-6-[(7-sulfo-4-[(4- sulfophenyl)azo]naphth-1-yl)azo]-1,7-naphthalindisulfonsäure-tetranatriumsalz
(C. I. 28,440; Food Black No. 1), 3', 3'', 5', 5''-Tetrabromphenolsulfonphthalein (Bromphenolblau).
-
Bevorzugte
anionische direktziehende Farbstoffe sind die unter den internationalen
Bezeichnungen bzw. Handelsnamen Acid Yellow 1, Yellow 10, Acid Yellow
23, Acid Yellow 36, Acid Orange 7, Acid Red 33, Acid Red 52, Pigment
Red 57:1, Acid Blue 7, Acid Green 50, Acid Violet 43, Acid Black
1 und Acid Black 52 bekannten Verbindungen.
-
Kationische direktziehende Farbstoffe:
-
Als
kationische direktziehende Farbstoffe eignen sich insbesondere 9-(Dimethylamino)-benzo[a]phenoxazin-7-ium-chlorid
(C. I. 51,175; Basic Blue 6), Di[4-(diethylamino)phenyl][4-(ethylamino)naphthyl]carbenium-chlorid
(C. I. 42,595; Basic Blue 7), Di-(4-(dimethylamino)phenyl)-(4-(methyl-phenylamino)-naphthalin-1-yl)carbenium-chlorid
(C. I. 42,563; Basic Blue 8), 3,7-Di(dimethylamino)phenothiazin-5-ium-chlorid
(C. I. 52,015 Basic Blue 9), Di[4-(dimethylamino)phenyl][4-(phenylamino)naphthyl]
carbenium-chlorid (C. I. 44,045; Basic Blue 26), 2-[(4-(Ethyl(2-hydroxyethyl)amino)phenyl)azo]-6-methoxy-3-methyl-benzothiazolium-methylsulfat
(C. I. 11,154; Basic Blue 41), 8-Amino-2-brom-5-hydroxy-4-imino-6-[(3-(trimethylammonio)phenyl)amino]-1(4H)-naphthalinon-chlorid
(C. I. 56,059; Basic Blue No. 99), Bis[4-(dimethylamino)phenyl]-[4-(methylamino)phenyl]carbenium-chlorid
(C. I. 42,535; Basic Violet 1), Tri(4-amino-3-methylphenyl)carbenium-chlorid
(C. I. 42,520; Basic Violet 2), Tri[4-(dimethylamino)-phenyl]carbenium-chlorid
(C. I. 42,555; Basic Violet 3), 2-[3,6-(Diethylamino)dibenzopyranium-9-yl]-benzoesäurechlorid
(C. I. 45,170; Basic Violet 10), Di(4-aminophenyl)(4-amino-3-methylphenyl)carbeniumchlorid
(C. I. 42,510 Basic Violet 14), 1,3-Bis[(2,4-diamino-5-methylphenyl)azo]-3-methylbenzol
(C. I. 21,010; Basic Brown 4), 1-[(4-Aminophenyl)azo]-7-(trimethylammonio)-2-naphthol-chlorid
(C. I. 12,250; Basic Brown 16), 1-[(4-Amino-2-nitrophenyl)azo]-7-(trimethylammonio)-2-naphtholchlorid,
1-[(4-Amino-3-nitrophenyl)azo]-7-(trimethylammonio)-2-naphthol-chlorid
(C. I. 12,251; Basic Brown 17), 3-[(4-Amino-2,5-dimethoxyphenyl)azo]-N,N,N-trimethylbenzolaminiumchlorid
(C. I. 12,605, Basic Orange 69), 3,7-Diamino-2,8-dimethyl-5-phenylphenazinium-chlorid
(C. I. 50,240; Basic Red 2), 1,4-Dimethyl-5-[(4-(dimethylamino)phenyl)azo]-1,2,4-triazolium-chlorid
(C. I. 11,055; Basic Red 22), 2-Hydroxy-1-[(2-methoxyphenyl)azo]-7-(trimethylammonio)-naphthalin-chlorid
(C. I. 12,245; Basic Red 76), Di[4-(dimethylamino)-phenyl]iminomethan-hydrochlorid
(C. I. 41,000; Basic Yellow 2), 2-[2-((2,4-Dimethoxyphenyl)amino)ethenyl]-1,3,3-trimethyl-3H-indol-1-ium-chlorid
(C. I. 48,055; Basic Yellow 11), 3- Methyl-1-phenyl-4-[(3-(trimethylammonio)phenyl)azo]-pyrazol-5-on-chlorid
(C. I. 12,719; Basic Yellow 57), Bis[4-(diethylamino)phenyl]phenylcarbenium-hydrogensulfat
(1:1) (C. I. 42,040; Basic Green 1), Di(4-(dimethylamino)phenyl)-phenylmethanol
(C. I. 42,000; Basic Green 4), 1-(2-Morpholiniumpropylamino)-4-hydroxy-9,10-anthrachinon-methylsulfat,
1-[(3-(Dimethyl-propylaminium)-propyl)amino]-4-(methylamino)-9,10-anthrachinon-chlorid und
direktziehende Farbstoffe, die einen Heterocyclus enthalten, der
mindestens ein quaternäres Stickstoffatom aufweist.
-
Bevorzugte
kationische direktziehenden Farbstoffe sind dabei
- (a)
kationische Triphenylmethanfarbstoffe, wie beispielsweise Basic
Blue 7, Basic Blue 26, Basic Violet 2 und Basic Violet
14,
- (b) aromatischen Systeme, die mit einer quaternären
Stickstoffgruppe substituiert sind, wie beispielsweise Basic Yellow
57, Basic Red 76, Basic Blue 99, Basic Brown 16 und Basic Brown
17, sowie
- (c) direktziehende Farbstoffe, die einen Heterocyclus enthalten,
der mindestens ein quaternäres Stickstoffatom aufweist,
wie sie beispielsweise in der EP-A2-998 908 , auf die an dieser Stelle explizit
Bezug genommen wird, in den Ansprüchen 6 bis 11 genannt
werden.
-
Bevorzugte
kationische direktziehende Farbstoffe der Gruppe (c) sind insbesondere
die folgenden Verbindungen:
-
Die
Verbindungen der Formeln (DZ1), (DZ3) und (DZ5), die auch unter
den Bezeichnungen Basic Yellow 87, Basic Orange 31 und Basic Red
51 bekannt sind, sind ganz besonders bevorzugte kationische direktziehende
Farbstoffe der Gruppe (c).
-
Die
kationischen direktziehenden Farbstoffe, die unter dem Warenzeichen
Arianor® vertrieben werden, sind
erfindungsgemäß ebenfalls ganz besonders bevorzugte
kationische direktziehende Farbstoffe.
-
Nichtionische direktziehende Farbstoffe:
-
Als
nichtionische direktziehende Farbstoffe eignen sich insbesondere
nichtionische Nitro- und Chinonfarbstoffe und neutrale Azofarbstoffe.
-
Geeignete
blaue Nitrofarbstoffe sind insbesondere:
1,4-Bis[(2-hydroxyethyl)amino]-2-nitrobenzol,
1-(2-Hydroxyethyl)amino-2-nitro-4-[di(2- hydroxyethyl)amino]-benzol
(HC Blue 2), 1-Methylamino-4-[methyl-(2,3-dihydroxypropyl)amino]-2-nitrobenzol
(HC Blue 6),1-[(2,3-Dihydroxypropyl)-amino]-4-[ethyl-(2-hydroxyethyl)amino]-2-nitrobenzol-hydrochlorid
(HC Blue 9), 1-[(2,3-Dihydroxypropyl)amino]-4-[methyl-(2-hydroxyethyl)amino]-2-nitrobenzol
(HC Blue 10), 4-[Di(2-hydroxyethyl)amino]-1-[(2-methoxyethyl)amino]-2-nitrobenzol
(HC Blue 11), 4-[Ethyl-(2-hydroxyethyl)-amino]-1-[(2-hydroxyethyl)amino]-2-nitrobenzol-hydrochlorid
(HC Blue 12), 2-((4-Amino-2-nitrophenyl)amino)-5-dimethylamino-benzoesäure
(HC Blue 13), 1-Amino-3-methyl-4-[(2-hydroxyethyl)amino]-6-nitrobenzol (HC
Violet 1), 1-(3-Hydroxypropylamino)-4-[di(2-hydroxyethyl)amino]-2-nitrobenzol
(HC Violet 2), 1-(2-Aminoethylamino)-4-[di(2-hydroxyethynamino]-2-nitrobenzol,
4-(Di(2-hydroxyethyl)amino)-2-nitro-1-phenylamino-benzol.
-
Geeignete
rote Nitrofarbstoffe sind insbesondere:
1-Amino-4-[(2-hydroxyethyl)amino]-2-nitrobenzol
(HC Red 7), 2-Amino-4,6-dinitrophenol (Pikraminsäure) und deren
Salze, 1,4-Diamino-2-nitrobenzol (C.I. 76,070), 4-Amino-2-nitro-diphenylamin
(HC Red 1), 1-Amino-4-[di(2-hydroxyethyl)amino]-2-nitrobenzolhydrochlorid
(HC Red 13), 1-Amino-4-[(2-hydroxyethyl)-amino]-5-chlor-2-nitrobenzol,
4-Amino-1-[(2-hydroxyethynamino]-2-nitrobenzol (HC Red 3), 4-[(2-Hydroxyethyl)methylamino]-1-(methylamino)-2-nitrobenzol,
1-Amino-4-[(2,3-dihydroxypropyl)amino]-5-methyl-2-nitrobenzol, 1-Amino-4-(methylamino)-2-nitrobenzol,
4-Amino-2-nitro-1-[(prop-2-en-1-yl)-amino]-benzol, 4-Amino-3-nitrophenol,
4-[(2-Hydroxyethyl)-amino]-3-nitrophenol, 4-[(2-Nitrophenyl)amino]phenol
(HC Orange 1), 1-[(2-Aminoethyl)amino]-4-(2-hydroxyethoxy)-2-nitrobenzol
(HC Orange 2), 4-(2,3-Dihydroxypropoxy)-1-[(2-hydroxyethyl)amino]-2-nitrobenzol
(HC Orange 3), 1-Amino-5-chlor-4-[(2,3-dihydroxypropyl)amino]-2-nitrobenzol
(HC Red 10), 5-Chlor-1,4-[di(2,3-dihydroxypropyl)amino]-2-nitrobenzol
(HC Red 11), 2-[(2-Hydroxyethyl)amino]-4,6-dinitrophenol, 4-Ethylamino-3-nitrobenzoesäure,
2-[(4-Amino-2-nitrophenyl)amino]-benzoesäure, 2-Chlor-6-ethylamino-4-nitrophenol,
2-Amino-6-chlor-4-nitrophenol, 4-[(3-Hydroxypropyl)amino]-3-nitrophenol
(HC Red BN), 2,5-Diamino-6-nitropyridin, 6-Amino-3-[(2-hydroxyethyl)amino]-2-nitropyridin,
3-Amino-6-[(2-hydroxyethynamino]-2-nitropyridin, 3-Amino-6-(ethylamino)-2-nitropyridin, 3-[(2-Hydroxyethyl)amino]-6-(methylamino)-2-nitropyridin,
3- Amino-6-(methylamino)-2-nitropyridin, 6-(Ethylamino)-3-[(2-hydroxyethyl)amino]-2-nitropyridin,
1,2,3,4-Tetrahydro-6-nitrochinoxalin, 7-Amino-3,4-dihydro-6-nitro-2H-1,4-benzoxazin
(HC Red 14).
-
Geeignete
gelbe Nitrofarbstoffe sind insbesondere:
1,2-Diamino-4-nitrobenzol
(C. I. 76,020), 1-[(2-Hydroxyethyl)amino]-2-nitrobenzol (HC Yellow
2), 1-(2-Hydroxyethoxy)-2-[(2-hydroxyethyl)amino]-5-nitrobenzol
(HC Yellow 4), 1-Amino-2-[(2-hydroxyethynamino]-5-nitrobenzol (HC
Yellow 5), 4-[(2,3-Dihydroxypropyl)-amino]-3-nitro-1-trifluormethyl-benzol
(HC Yellow 6), 2-[Di(2-hydroxyethyl)amino]-5-nitrophenol, 2-[(2-Hydroxyethyl)amino]-1-methoxy-5-nitrobenzol,
2-Amino-3-nitrophenol, 2-Amino-4-nitrophenol, 1-Amino-2-methyl-6-nitrobenzol,
1-(2-Hydroxyethoxy)-3-methylamino-4-nitrobenzol, 2,3-(Dihydroxypropoxy)-3-methylamino-4-nitrobenzol,
3-[(2-Aminoethyl)amino]-1-methoxy-4-nitrobenzol-hydrochlorid (HC
Yellow 9), 1-Chlor-2,4-bis[(2-hydroxyethynamino]-5-nitrobenzol (HC
Yellow 10), 2-[(2-Hydroxyethyl)amino]-5-nitrophenol (HC Yellow 11),
1-[(2'-Ureidoethyl)amino]-4-nitrobenzol, 1-Amino-4-[(2-aminoethyl)amino]-5-methyl-2-nitrobenzol,
4-[(2-Hydroxyethyl)amino]-3-nitro-1-methyl-benzol, 1-Chlor-4-[(2-hydroxyethyl)amino]-3-nitrobenzol
(HC Yellow 12), 4-[(2-Hydroxyethyl)amino]-3-nitro-1-trifluormethyl-benzol
(HC Yellow 13), 4-[(2-Hydroxyethyl)-amino]-3-nitro-benzonitril (HC
Yellow 14), 4-[(2-Hydroxyethyl)amino]-3-nitro-benzamid (HC Yellow
15) 3-[(2-Hydroxyethyl)amino]-4-methyl-1-nitrobenzol, 4-Chlor-3-[(2-hydroxyethyl)amino]-1-nitrobenzol.
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Geeignete
Chinonfarbstoffe sind insbesondere:
1,4-Di[(2,3-dihydroxypropyl)amino]-9,10-anthrachinon,
1,4-Di[(2-hydroxyethyl)amino]-9,10-anthrachinon (C. I. 61,545, Disperse
Blue 23), 1-[(2-Hydroxyethyl)amino]-4-methylamino-9,10-anthrachinon
(C. I. 61,505, Disperse Blue 3), 2-[(2-Aminoethyl)amino]-9,10-anthrachinon
(HC Orange 5), 1-Amino-4-hydroxy-9,10-anthrachinon (C. I. 60,710,
Disperse Red 15), 1-Hydroxy-4-[(4-methyl-2-sulfophenyl)amino]-9,10-anthrachinon,
7-Beta-D-glucopyranosyl-9,10-dihydro-1-methyl-9,10-dioxo-3,5,6,8-tetrahydroxy-2-anthracencarbonsäure
(C. I. 75,470, Natural Red 4), 1-[(3-Aminopropyl)amino]-4-methylamino-9,10-anthrachinon
(HC Blue 8), 1-[(3-Aminopropyl)-amino]-9,10-anthrachinon (HC Red
8), 1,4-Diamino-2-methoxy-9,10-anthrachinon (C. I. 62,015, Disperse
Red 11, Solvent Violet No. 26), 1,4-Dihydroxy-5,8-bis[(2-hydroxyethyl)amino]-9,10-anthrachinon
(C. I. 62,500, Disperse Blue 7, Solvent Blue No. 69), 1,4-Diamino-9,10-anthrachinon
(C. I. 61,100, Disperse Violet 1), 1-Amino-4-(methylamino)-9,10-anthrachinon
(C. I. 61,105, Disperse Violet 4, Solvent Violet No. 12), 2-Hydroxy-3-methoxy-1,4-naphthochinon,
2,5-Dihydroxy-1,4-naphthochinon, 2-Hydroxy-3-methyl-1,4-naphthochinon,
N-{6-[(3-Chlor-4-(methylamino)phenyl)imino]-4-methyl-3-oxo-1,4-cyclohexadien-1-yl}harnstoff
(HC Red 9), 2-{{4-[Di(2-hydroxyethyl)amino]phenyl}amino}-5- [(2-hydroxyethyl)amino]-2,5-cyclohexadien-1,4-dion
(HC Green 1), 5-Hydroxy-1,4-naphthochinon (C. I. 75,500, Natural
Brown 7), 2-Hydroxy-1,4-naphthochinon (C. I. 75,480, Natural Orange
6), 1,2-Dihydro-2-(1,3-dihydro-3-oxo-2H-indol-2-yliden)-3H-indol-3-on
(C. I. 73,000), 4-{{5-[(2-Hydroxyethyl)amino]-1-methyl-1H-pyrazol-4-yl}imino}-4,5-dihydro-5-[(2-hydroxyethyl)-imino]-1-methyl-1H-Pyrazol-sulfat(1:1),
Hydrat(1:1).
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Geeignete
neutrale Azofarbstoffe sind insbesondere:
1-[Di(2-hydroxyethyl)amino]-3-methyl-4-[(4-nitrophenyl)azo]-benzol
(C. I. 11,210, Disperse Red 17), 1-[Di(2-hydroxyethyl)amino]-4-[(4-nitrophenyl)azo]-benzol
(Disperse Black 9), 4-[(4-Aminophenyl)azo]-1-[di(2-hydroxyethyl)amino]-3-methylbenzol
(HC Yellow 7), 2,6-Diamino-3-[(pyridin-3-yl)azo]-pyridin, 2-{[4-(Acetylamino)phenyl]azo}-4-methylphenol
(C. I. 11855; Disperse Yellow 3), 4-[(4-Nitrophenyl)azo]-anilin (C.
I. 11,005; Disperse Orange 3).
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Bevorzugte
nichtionische direktziehende Farbstoffe sind die unter den internationalen
Bezeichnungen bzw. Handelsnamen HC Yellow 2, HC Yellow 4, HC Yellow
5, HC Yellow 6, HC Yellow 12, HC Orange 1, Disperse Orange 3, HC
Red 1, HC Red 3, Hc Red 10, HC Red 11, HC Red 13, HC Red BN, Hc
Blue 2, HC Blue 11, HC Blue 12, Disperse Blue 3, HC Violet 1, Disperse
Violet 1, Disperse Violet 4, Disperse Black 9 bekannten Verbindungen,
sowie 1,4-Diamino-2-nitrobenzol, 2-Amino-4-nitrophenol, 1,4-Bis-(2-hydroxyethyl)-amino-2-nitrobenzol,
3-Nitro-4-(2-hydroxyethyl)-aminophenol, 2-(2-Hydroxyethyl)amino-4,6-dinitrophenol,
4-[(2-Hydroxyethyl)amino]-3-nitro-1-methylbenzol, 1-Amino-4-(2-hydroxyethyl)-amino-5-chlor-2-nitrobenzol,
4-Amino-3-nitrophenol, 1-(2'-Ureidoethyl)amino-4-nitrobenzol, 2-[(4-Amino-2-nitrophenyl)amino]-benzoesäure,
6-Nitro-1,2,3,4-tetrahydrochinoxalin, 2-Hydroxy-1,4-naphthochinon,
Pikraminsäure und deren Salze, 2-Amino-6-chloro-4-nitrophenol,
4-Ethylamino-3-nitrobenzoesäure und 2-Chlor-6-ethylamino-4-nitrophenol.
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Es
ist nicht erforderlich, dass die direktziehenden Farbstoffe jeweils
einheitliche Verbindungen darstellen. Vielmehr können,
bedingt durch die Herstellungsverfahren für die einzelnen
Farbstoffe, in untergeordneten Mengen noch weitere Komponenten enthalten
sein, soweit diese nicht das Färbeergebnis nachteilig beeinflussen
oder aus anderen Gründen, z. B. toxikologischen, ausgeschlossen
werden müssen.
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Weiterhin
können als direktziehende Farbstoffe auch in der Natur
vorkommende Farbstoffe eingesetzt werden, wie sie beispielsweise
in Henna rot, Henna neutral, Henna schwarz, Kamillenblüte,
Sandelholz, schwarzem Tee, Faulbaumrinde, Salbei, Blauholz, Krappwurzel,
Catechu, Sedre und Alkannawurzel enthalten sind.
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Als
Farbstoffvorstufen naturanaloger Farbstoffe werden in der zweiten
Komponente des Haarbehandlungsmittels bevorzugt solche Indole und
Indoline eingesetzt, die mindestens zwei Gruppen ausgewählt
aus Hydroxy- und/oder oder Aminogruppen, bevorzugt als Substituent
am Sechsring, aufweisen. Diese Gruppen können weitere Substituenten
tragen, z. B. in Form einer Veretherung oder Veresterung der Hydroxygruppe oder
eine Alkylierung der Aminogruppe. In einer weiteren Ausführungsform
enthalten die Färbemittel mindestens ein Indol- und/oder
Indolinderivat. Erfindungsgemäße Zusammensetzungen,
die Vorstufen naturanaloger Farbstoffe enthalten, werden bevorzugt
als luftoxidative Färbemittel verwendet. In dieser Ausführungsform werden
die besagten Zusammensetzungen folglich nicht mit einem zusätzlichen
Oxidationsmittel versetzt.
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Besonders
gut als Vorstufen naturanaloger Haarfarbstoffe geeignet sind Derivate
des 5,6-Dihydroxyindolins der Formel (RN1),
in der unabhängig
voneinander
- – R1 steht
für Wasserstoff, eine C1-C4-Alkylgruppe oder eine C1-C4-Hydroxy-alkylgruppe,
- – R2 steht für Wasserstoff
oder eine -COOH-Gruppe, wobei die -COOH-Gruppe auch als Salz mit
einem physiologisch verträglichen Kation vorliegen kann,
- – R3 steht für Wasserstoff
oder eine C1-C4-Alkylgruppe,
- – R4 steht für Wasserstoff,
eine C1-C4-Alkylgruppe
oder eine Gruppe -CO-R6, in der R6 steht für eine C1-C4-Alkylgruppe, und
- – R5 steht für eine
der unter R4 genannten Gruppen,
sowie
physiologisch verträgliche Salze dieser Verbindungen mit
einer organischen oder anorganischen Säure.
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Besonders
bevorzugte Derivate des Indolins sind das 5,6-Dihydroxyindolin,
N-Methyl-5,6-dihydroxyindolin, N-Ethyl-5,6-dihydroxyindolin, N-Propyl-5,6-dihydroxyindolin,
N-Butyl-5,6-dihydroxyindolin sowie 5,6-Dihydroxyindolin-2-carbonsäure.
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Besonders
hervorzuheben sind innerhalb dieser Gruppe N-Methyl-5,6-dihydroxyindolin, N-Ethyl-5,6-dihydroxyindolin,
N-Propyl-5,6-dihydroxyindolin, N-Butyl-5,6-dihydroxyindolin und
insbesondere das 5,6-Dihydroxyindolin.
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Als
Vorstufen naturanaloger Haarfarbstoffe hervorragend geeignet sind
weiterhin Derivate des 5,6-Dihydroxyindols der Formel (RN2),
in der unabhängig
voneinander
- – R1 steht
für Wasserstoff, eine C1-C4-Alkylgruppe oder eine C1-C4-Hydroxyalkylgruppe,
- – R2 steht für Wasserstoff
oder eine -COOH-Gruppe, wobei die -COOH-Gruppe auch als Salz mit
einem physiologisch verträglichen Kation vorliegen kann,
- – R3 steht für Wasserstoff
oder eine C1-C4-Alkylgruppe,
- – R4 steht für Wasserstoff,
eine C1-C4-Alkylgruppe
oder eine Gruppe -CO-R6, in der R6 steht für eine C1-C4-Alkylgruppe, und
- – R5 steht für eine
der unter R4 genannten Gruppen,
- – sowie physiologisch verträgliche Salze dieser
Verbindungen mit einer organischen oder anorganischen Säure.
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Besonders
bevorzugte Derivate des Indols sind 5,6-Dihydroxyindol, N-Methyl-5,6-dihydroxyindol, N-Ethyl-5,6-dihydroxyindol,
N-Propyl-5,6-dihydroxyindol, N-Butyl-5,6-dihydroxyindol, 5,6-Dihydroxyindol-2-carbonsäure.
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Innerhalb
dieser Gruppe hervorzuheben sind N-Methyl-5,6-dihydroxyindol, N-Ethyl-5,6-dihydroxyindol,
N-Propyl-5,6-dihydroxyindol, N-Butyl-5,6-dihydroxyindol sowie insbesondere
das 5,6-Dihydroxyindol.
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Die
Indolin- beziehungsweise die Indol-Derivate können sowohl
als freie Basen als auch in Form ihrer physiologisch verträglichen
Salze mit anorganischen oder organischen Säuren, z. B.
der Hydrochloride, der Sulfate und Hydrobromide, eingesetzt werden.
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Besonders
gute Färbeergebnisse zeigen sich, wenn die zweite Komponente
des Haarbehandlungsmittels zur Alkalisierung zusätzlich
mindestens ein Alkalisierungsmittel enthält.
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Die
erfindungsgemäß verwendbaren Alkalisierungsmittel
und werden bevorzugt ausgewählt aus der Gruppe, die gebildet
wird, aus Ammoniak, basischen Aminosäuren, Alkalihydroxiden,
Alkanolaminen, Alkalimetallmetasilikaten, Harnstoff, Morpholin,
N-Methylglucamin, Imidazol, Alkaliphosphaten und Alkalihydrogenphosphaten.
Als Alkalimetallionen dienen bevorzugt Lithium, Natrium, Kalium,
insbesondere Natrium oder Kalium.
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Die
als erfindungsgemäßes Alkalisierungsmittel einsetzbaren
basischen Aminosäuren werden bevorzugt ausgewählt
aus der Gruppe, die gebildet wird aus L-Arginin, D-Arginin, D,L-Arginin,
L-Histidin, D-Histidin, D,L-Histidin, L-Lysin, D-Lysin, D,L-Lysin,
besonders bevorzugt L-Arginin, D-Arginin, D,L-Arginin als ein Alkalisierungsmittel
im Sinne der Erfindung eingesetzt.
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Die
als erfindungsgemäßes Alkalisierungsmittel einsetzbaren
Alkalihydroxide werden bevorzugt ausgewählt aus der Gruppe,
die gebildet wird aus Natriumhydroxid und Kaliumhydroxid.
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Die
als erfindungsgemäßes Alkalisierungsmittel einsetzbaren
Alkanolamine werden bevorzugt ausgewählt aus primären
Aminen mit einem C2-C6-Alkylgrundkörper,
der mindestens eine Hydroxylgruppe trägt. Besonders bevorzugte
Alkanolamine werden aus der Gruppe ausgewählt, die gebildet
wird, aus 2-Aminoethan-1-ol (Monoethanolamin), 3-Aminopropan-1-ol,
4-Aminobutan-1-ol, 5-Aminopentan-1-ol, 1-Aminopropan-2-ol, 1-Aminobutan-2-ol,
1-Aminopentan-2-ol, 1-Aminopentan-3-ol, 1-Aminopentan-4-ol, 3-Amino-2-methylpropan-1-ol,
1-Amino-2-methylpropan-2-ol, 3-Aminopropan-1,2-diol, 2-Amino-2-methylpropan-1,3-diol.
Erfindungsgemäß ganz besonders bevorzugte Alkanola mine
werden ausgewählt aus der Gruppe 2-Aminoethan-1-ol, 2-Amino-2-methylpropan-1-ol
und 2-Amino-2-methyl-propan-1,3-diol.
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Besonders
bevorzugt wird das Alkalisierungsmittel ausgewählt aus
mindestens einer Verbindung aus der Gruppe, die gebildet wird aus
Ammoniak, 2-Aminoethanol, 2-Amino-2-methylpropan-1-ol, 2-Amino-2-methyl-propan-1,3-diol,
Kaliumhydroxid, L-Arginin, D-Arginin, DL-Arginin, N-Methylglucamin,
Morpholin, Imidazol und Harnstoff.
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Darüber
hinaus können die in dem Spender konfektionierten Zusammensetzungen
der ersten und zweiten Komponente zusätzlich mindestens
einen der bekannten kosmetische Wirk- und Inhaltsstoffe enthalten,
ausgewählt aus:
- – nichtionischen
Polymeren wie beispielsweise Vinylpyrrolidon/Vinylacrylat-Copolymere,
Polyvinylpyrrolidon und Vinylpyrrolidon/Vinylacetat-Copolymere und
Polysiloxane,
- – kationischen Polymeren wie quaternisierte Celluloseether,
Polysiloxane mit quaternären Gruppen, Dimethyldiallylammoniumchlorid-Polymere,
Acrylamid-Dimethyldiallyl-ammoniumchlorid-Copolymere, mit Diethylsulfat
quaternierte Dimethylamino-ethylmethacrylat-Vinylpyrrolidon-Copolymere,
Vinylpyrrolidon-Imidazolinium-methochlorid-Copolymere und quaternierter
Polyvinylalkohol,
- – zwitterionischen und/oder amphoteren Polymere wie
beispielsweise Acrylamidopropyltrimethylam moniumchlorid/Acrylat-Copolymere
und Octylacrylamid/Methyl-methacrylat/tert-Butylaminoethylmethacrylat/2-Hydroxypropylmethacrylat-Copolymere,
- – anionischen Polymeren wie beispielsweise Polyacrylsäuren,
vernetzte Polyacrylsäuren, Vinylacetat/Crotonsäure-Copolymere,
Vinylpyrrolidon/Vinylacrylat-Copolymere, Vinylacetat/Butylmaleat/Isobornylacrylat-Copolymere,
Methylvinylether/Malein-säureanhydrid-Copolymere und Acrylsäure/Ethylacrylat/N-tert.Butylacrylamid-Terpolymere,
- – Tensiden wie beispielsweise anionischen, kationischen,
nichtionischen bzw. amphoteren Tensiden,
- – Strukturanten wie Maleinsäure und Milchsäure,
- – haarkonditionierenden Verbindungen wie Phospholipide,
beispielsweise Sojalecithin, Ei-Lecitin und Kephaline,
- – Proteinhydrolysaten, insbesondere Elastin-, Kollagen-,
Kerstin-, Milcheiweiß-, Sojaprotein- und Weizenproteinhydrolysate,
deren Kondensationsprodukte mit Fettsäuren sowie quaternisierte
Proteinhydrolysate,
- – Parfümölen, Dimethylisosorbid und
Cyclodextrine,
- – Lösungsmitteln und -vermittlern wie Ethanol,
Isopropanol, Ethylenglykol, Propylenglykol, Glycerin und Diethylenglykol,
- – faserstrukturverbessernden Wirkstoffen, insbesondere
Mono-, Di- und Oligosaccharide wie beispielsweise Glucose, Galactose,
Fructose, Fruchtzucker und Lactose,
- – quaternierten Aminen wie Methyl-1-alkylamidoethyl-2-alkylimidazolinium-methosulfat
- – Entschäumern wie Silikonen,
- – Antischuppenwirkstoffen wie Piroctone Ölamine,
Zink Omadine und Climbazol,
- – Lichtschutzmitteln, insbesondere derivatisierte Benzophenone,
Zimtsäure-Derivate und Triazine,
- – Wirkstoffen wie Allantoin, Pyrrolidoncarbonsäuren
und deren Salze sowie Bisabolol,
- – Vitaminen, Provitaminen und Vitaminvorstufen, insbesondere
solche der Gruppen A, B3, B5,
B6, C, E, F und H,
- – Pflanzenextrakten wie die Extrakte aus Grünem
Tee, Eichenrinde, Brennessel, Hamamelis, Hopfen, Kamille, Klettenwurzel,
Schachtelhalm, Weißdorn, Lindenblüten, Mandel,
Aloe Vera, Fichtennadel, Roßkastanie, Sandelholz, Wacholder,
Kokosnuß, Mango, Aprikose, Limone, Weizen, Kiwi, Melone,
Orange, Grapefruit, Salbei, Rosmarin, Birke, Malve, Wiesenschaumkraut,
Quendel, Schafgarbe, Thymian, Melisse, Hauhechel, Huflattich, Eibisch,
Meristem, Ginseng und Ingwerwurzel,.
- – Cholesterin,
- – Konsistenzgebern wie Zuckerester, Polyolester oder
Polyolalkylether,
- – Fetten und Wachsen wie Walrat, Bienenwachs, Montanwachs
und Paraffine,
- – Komplexbildnern wie EDTA, NTA, β-Alanindiessigsäure
und Phosphonsäuren,
- – Quell- und Penetrationsstoffen wie Glycerin, Propylenglykolmonoethylether,
Carbonate, Hydrogencarbonate, Guanidine, Harnstoffe sowie primäre,
sekundäre und tertiäre Phosphate,
- – Trübungsmitteln wie Latex, Styrol/PVP- und
Styrol/Acrylamid-Copolymere
- – Perlglanzmitteln wie Ethylenglykolmono- und -distearat
sowie PEG-3-distearat,
- – Pigmenten,
- – Stabilisierungsmitteln für Wasserstoffperoxid
und für andere Oxidationsmittel,
- – Antioxidantien,
enthalten.
-
Eine
sinnvoll weiterentwickelte Variante des Spenders erhält
man dadurch, dass durch Betätigung der Pumpvorrichtung
eine definierte Menge der einzelnen Komponenten des Haarbehandlungsmittels
abgegeben wird. Insbesondere bestimmt die Pumpvorrichtung auch das
Dosier- bzw. Mischungsverhältnis der Einzelkomponenten.
Hierbei kann das jeweilige Mischungsverhältnis entweder
fest durch die jeweils verwendete Pumpvorrichtung vorgegeben sein
oder aber das Mischungsverhältnis ist variabel, beispielsweise
bei Verwendung einer diesbezüglich einstellbaren Pumpvorrichtung.
Selbstverständlich lässt das anwendungsspezifisch
gewünschte Mischungsverhältnis der Einzelkomponenten
beispielsweise auch über entsprechende Gestaltung der einzelnen
Kammern mit Ausgangsöffnungen und/oder Einstellung der
jeweiligen Viskositäten der Einzelkomponenten beeinflussen.
-
Vor
allem im Bereich der Haarfärbung erweist sich eine Spenderausführung
als vorteilhaft, bei der die Einzelkomponenten des Haarbehandlungsmittels
im Dosierverhältnis zwischen 1:3–3:1, vorzugsweise
1:1 abgegeben werden. Dies gilt insbesondere für die be reits
genannte Haarfärbezusammensetzung mit emulsionsartiger
Entwicklerlösung als erster Komponente und der die farbgebende(n)
Verbindung(en) enthaltenden zweiten Komponente.
-
Weitere
Erfindungsmerkmale werden im Folgenden auch anhand der in den Figuren
gezeigten Ausführungsbeispiele erläutert.
-
Es
zeigt:
-
1 Einen
kartuschenartigen Vorratsbehälter für ein mehrkomponentiges
Haarbehandlungsmittel mit zwei separaten Kammern in Schnittansicht;.
-
2 Eine
Prinzipdarstellung einer zugehörigen Mischvorrichtung für
den Spender in Schnittansicht.
-
3 Einen
Ventilaufsatz für die Austrittsöffnung in zwei
Ansichten; Das in den Figuren gezeigte Ausführungsbeispiel
eines Spenders für ein mehrkomponentiges Haarbehandlungsmittel
umfasst grundsätzlich mehrere Einzelbauteile bzw. – baugruppen,
die jeweils für sich in den Figuren abgebildet sind.
-
So
ist in 1 ein kartuschenartiger Vorratsbehälter 1 für
das mehrkomponentige Haarbehandlungsmittel gezeigt, wie er in ähnlicher
Form auch im Heimwerkerbereich im Zusammenhang mit Kartuschenspritzpistolen
für mehrkomponentige Dicht- und Klebstoffe verwendet wird.
Ein solcher Vorratsbehälter 1 dient im wesentlichen
der Aufnahme der einzelnen Komponenten des Haarbehandlungsmittels,
so dass eine einfache Lagerhaltung ermöglicht wird. Der
Vorratsbehälter 1 weist ein vorzugsweise zylindrisches
Gehäuse 2 auf, das die innen liegenden Kammern 3, 4 umgibt.
Innerhalb der voneinander getrennten Kammern 3, 4 sind
die einzelnen, in der Regel nicht-kompatiblen Komponenten des Haarbehandlungsmittels
aufgenommen, wobei die Einzelkomponenten erst während der
Abgabe des Haarbehandlungsmittels aus dem Spender miteinander vermischt
werden. Jede der Kammern 3, 4 weist dazu ein über
die jeweilige Verwendungsdauer veränderliches Volumen auf.
Im einzelnen sind die Kammern 3,4 durch einen
innerhalb des Gehäuses 1 verschiebbar angeordneten
Kolben 5, vorzugsweise einen Ringkolben, begrenzt. Insbesondere
sind die beiden Kammern 3, 4, wie im vorliegenden
Ausführungsbeispiel, durch einen gemeinsamen Kolben 5 begrenzt.
-
Heutzutage übliche
Haarbehandlungsmittel, z. B. die bereits beschriebenen Haarfärbeprodukte,
enthalten häufig hoch reaktive Komponenten, die insbesondere
bei Kontakt der Komponenten untereinander oder jeweils mit Umgebungsluft
chemisch reagieren, d. h. oxidieren. Um eine besonders gute Abschirmung
der hoch reaktiven Kammerinhalte einerseits gegenüber der
Umgebungsluft zu gewährleisten, liegt der Kolben 5 über zwei
separate Dichtabschnitte 6 am Gehäuse an. Dies
verhindert das unerwünschte Eindringen von Umgebungsluft
in die Kammern 3, 4 und die daraus resultierende
Oxidation der Kammerinhalte. Andererseits sind die übrigen
Begrenzungswände 7, 8 der einzelnen Kammern 3, 4 aus
einem oxidationshemmenden sowie korrosionsbeständigen Material
gefertigt, so dass die Begrenzungswände eine Sperrwirkung
gegen Oxidation entfalten und nicht von den Kammerinhalten beschädigt
werden. Insbesondere bestehen die Begrenzungswände 7, 8 aus
innenschutzlackiertem Aluminium, Weißblech oder aluminiumkaschiertem
Kunststoff. Derartig gestaltete Begrenzungswände 7, 8 verhindern
wirksam die chemische Reaktion der Inhalte noch innerhalb der Kammern 3, 4.
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Die
erste Kammer 3 ist als im wesentlichen zylindrischer Raum
gestaltet, dessen Begrenzungswand 7 als zusammendrückbarer
Beutel oder Faltenbalg ausgebildet ist. Die Begrenzungswand 7 ist
insbesondere mehrfach gefaltet, so dass sie sich bei abnehmendem
Kammervolumen zieharmonikaartig zusammenfalten kann. Umgeben wird
die erste zylindrische Kammer 3 von einer lang gezogenen,
ringförmigen zweiten Kammer 4, die sich über
die gesamte Länge der ersten Kammer 3 zwischen
den konzentrisch verlaufenden Begrenzungswänden 7, 8 erstreckt.
Beide Kammern 3, 4 werden an einem Ende von dem
verschiebbar im Gehäuse 2 angeordneten Kolben 5 begrenzt.
Durch Begrenzung beider Kammern 3, 4 durch einen
gemeinsamen Kolben 5 wird insbesondere eine gute Restentleerbarkeit
des Vorratsbehälter sichergestellt. Am dem Kolben 5 gegenüberliegenden
Ende der Kammern 3, 4 weist jede der Kammern 3, 4 jeweils
eine Ausgangsöffnung 9, 10 für
den jeweiligen Kammerinhalt auf. Dabei sind die Öffnungsquerschnitte
der beiden Ausgangsöffnungen 9, 10 gezielt
aufeinander abgestimmt, so dass sich daraus das jeweilige Dosierverhältnis
zwischen den Einzelkomponenten ergibt. Insbesondere kann durch entsprechende
Gestaltung der Ausgangsöffnungen 9, 10 nahezu
beliebig das gewünschte Dosierverhältnis der Einzelkomponenten
eingestellt werden. Darüber hinaus kann das Dosierverhältnis
der Einzelkomponenten auch über die Viskositäten
der Einzelkomponenten definiert beeinflusst werden. Insgesamt lässt
sich das Dosierverhältnis der Einzelkomponenten auf diesem
Wege zwischen 3:1 und 1:3 variieren. Bevorzugt wird jedoch ein Dosierverhältnis
von 1:1, wonach die Einzelkomponenten in gleichen Mengen abgegeben werden. 1 zeigt
den Vorratsbehälter mit den beiden Kammern 3, 4 im unbenutzten
Neuzustand, in dem die Ausgangsöffnungen 9, 10 der
Kammern 3, 4 noch mit einem Originalitätsverschluss 11 verschlossen
sind. Dieser Originalitätsverschluss 11 ist vor
Verwendung aufzubrechen oder zu durchstoßen, um eine ungestörte
Abgabe der Einzelkomponenten zu ermöglichen. Selbstverständlich
ist der Vorratsbehälter 1 nicht auf eine Ausführung
mit nur zwei Kammern 3, 4 beschränkt.
Es ist ebenso denkbar, einen Vorratsbehälter 1 mit
mehr als zwei Kammern vorzusehen.
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Zur
eigentlichen Abgabe der Komponenten des Haarbehandlungsmittels kommt
der Vorratsbehälter innerhalb eines kompletten Spenders
zum Einsatz. Dieser nicht gezeigte Spender umfasst neben dem Vorratsbehälter 1 noch
eine Pumpvorrichtung zur Förderung der Einzelkomponenten
aus den Kammern 3, 4 sowie eine lösbar
am Gehäuse 2 angeordnete Mischvorrichtung für
die Einzelkomponenten. Eine zugehörige Mischvorrichtung 12,
wie sie exemplarisch in Form einer Prinzipdarstellung in 2 gezeigt
ist, ist vorzugsweise im Bereich der Ausgangsöffnungen 9, 10 am
Gehäuse 2 lösbar befestigt, beispielsweise über
ein Gewinde 13.
-
Die
ebenfalls nicht gezeigte Pumpvorrichtung funktioniert nach dem bekannten
Wirkprinzip der bereits erwähnten Kartuschenspritzpistole.
Hierbei wird mit jeder Betätigung der Pumpvorrichtung der
Kolben 5 innerhalb des Gehäuses 2 in
Richtung der Ausgangsöffnungen 9, 10 verschoben.
Durch entsprechende Einrichtung der Pumpvorrichtung kann somit gleichermaßen
auch das Abgabevolumen des Haarbehandlungsmittels festgelegt werden.
Hierbei kann die Pumpvorrichtung grundsätzlich als mobile
oder auch als ortsfest montierte Einheit ausgebildet werden. Beispielsweise
bietet sich eine Wandmontage der Pumpvorrichtung an, wie sie vergleichbar
etwa bei Flüssigseifenspendern im Sanitärbereich
bekannt ist. In eine solche Pumpvorrichtung wird der Vorratsbehälter
mit den Einzelkomponenten auswechselbar eingesetzt. Zur Betätigung
weist die Pumpvorrichtung ein geeignetes Betätigungselement
auf, z. B. einen Betätigungshebel oder -knopf, welches
eine einfache Handhabung ermöglich. Während einer
Betätigung der Pumpvorrichtung wird wie bereits erwähnt
eine bestimmte Menge des Haarbehandlungsmittels mit vorher definiertem
Dosierverhältnis der Einzelkomponenten abgegeben. Nach
Entleerung eines Vorratsbehälters kann dieser auf einfachem
Wege gegen einen neuen ausgetauscht werden.
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In 2 ist
in Prinzipdarstellung eine Mischvorrichtung 12 abgebildet,
die der Durchmischung der Einzelkomponenten während der
Abgabe des Haarbehandlungsmittels dient.
-
Eine
solche Mischvorrichtung 12 ist vorzugsweise als im wesentlichen
rohrförmiger Statikmischer 12 ausgebildet. Ein
derartiger Statikmischer 12 besitzt eine Eingangsöffnung 14,
für den Eintritt der Einzelkomponenten des Haarbehandlungsmittels
in den Statikmischer 12, sowie einen Austrittsöffnung 15 zur
Abgabe des durchmischten Haarbehandlungsmittels. Mit der Eingangsöffnung 15 ist
der Statikmischer 12 anschließend an die Kammerausgangsöffnungen 9, 10 am
Gehäuse 2 lösbar befestigt. Das bedeutet,
dass die Einzelkomponenten des Haarbehandlungsmittels erst während
der eigentlichen Produktabgabe innerhalb des Statikmischers 12 durchmischt
werden. Dazu sind im Innern des rohrförmigen Statikmischers 12 geeignete
Mischkörper 16 angeordnet. Die Mischkörper 16 wirken
im wesentlichen als Strombrecher für die vorbeiströmenden
Einzelkomponenten des Haarbehandlungsmittels und sorgen bei entsprechender
Gestaltung sowie Anordnung innerhalb des Statikmischers 12 für
eine vollständige Durchmischung des mehrkomponentigen Haarbehandlungsmittels.
Im einzelnen werden die Komponenten des Haarbehandlungsmittels während
der Durchströmung des Statikmischers infolge der Mischkörper
derart miteinander verwirbelt, dass eine nahezu vollständige Durchmischung
der Einzelkomponenten erzielt wird. Somit wird abschließend
an der Austrittsöffnung 15 des Statikmischers 12 das
gebrauchsfertig durchmischte Haarbehandlungsmittel abgegeben.
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In 3 sind
zwei Ansichten eines zum Spender zugehörigen Austrittsventils 17 in
Prinzipdarstellung abgebildet. Ein solches selbst schließendes
Austrittsventil 17 ist im wesentlichen rohr- oder düsenförmig
gestaltet und mit einem Eingangsbereich 18 an der Austrittsöffnung 15 des
Statikmischers 12 angeordnet. Das Austrittsventil 17 dient
hauptsächlich der Abschirmung des Haarbehandlungsmittels
gegenüber der Umgebungsluft, um das Haarbehandlungsmittel
vor allem bei Nicht-Gebrauch vor unerwünschter Oxidation
oder aber dem Austrocknen zu schützen. Zur feinen Dosierbarkeit
ist das Austrittsventil 17 vorzugsweise als Düse 19 gestaltet,
d. h. mit einer Querschnittsverengung zwischen Eingangsbereich 18 und
Ausgang 20. Am Ausgang 20 weist das Austrittsventil 17 eine
drucklos geschlossene Dichtung 21 auf, die insbesondere
als Lippendichtung 21 ausgebildet ist. Das Austrittsventil 17 ist
somit vorzugsweise als flexibles Entenschnabelventil ausgeführt,
das aus einem entsprechend elastischen Material besteht, beispielsweise
aus Viton oder Silikonkautschuk. Ein derartiges Austrittsventil 17 ist
im nicht betätigten Ruhezustand des Spenders geschlossen.
Während einer Betätigung wird Haarbehandlungsmittel
durch das düsenförmige Austrittsventil 17 gefördert,
worauf sich die elastische Lippendichtung 21 infolge Druckeinwirkung öffnet
und Haarbehandlungsmittel abgegeben wird. Nach erfolgter Betätigung
lässt der Ausgabedruck im Austrittsventil 17 nach
und die Lip pendichtung 21 schließt wieder aufgrund
ihrer elastischen Eigenschaften. Selbstverständlich ist
es alternativ zum Austrittsventil 17 nach 3 ebenso
denkbar, ein vergleichbar wirkendes selbst schließendes
Ventil einzusetzen.
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Beispiele
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Es
wurden folgende Zusammensetzungen der nachfolgenden Tabellen 1 und
2 nach Standardherstellverfahren bereitgestellt. Alle Mengenangaben
sind – wenn nicht anders gekennzeichnet – Gewichtsprozent. Folgende
Handelsprodukte wurden als Rohstoffe verwendet:
| Hydrenol® D | C16-C18-Fettalkohol
(INCI-Bezeichnung: Cetearyl alcohol) (Cognis Deutschland) |
| Lorol® techn. | C12-C18-Fettalkohol
(INCI-Bezeichnung: Coconut alcohol) (Cognis Deutschland) |
| Edenor® C14 | Myristinsäure
(INCI-Bezeichnung: Myristic Acid) (Cognis) |
| Dehyton® K | N,N-Dimethyl-N-(C8-18-kokosamidopropyl)ammoniumacetobetain
(ca. 30% Aktivsubstanz; INCI-Bezeichnung: Aqua (Water), Cocamidopropyl Betaine)
(Cognis) |
| Eumulgin® B1 | Cetylstearylakohol
mit 12 EO-Einheiten (EO) (INCI-Bezeichnung: Ceteareth-12) (Cognis
Deutschland) |
| Eumulgin® B2 | Cetylstearylalkohol
mit ca. 20 EO (INCI-Bezeichnung: Ceteareth-20) (Cognis Deutschland) |
| Akypo® Soft 45 NV | 2-(C12-14-Fettalkoholethoxylat (4.5 EO))-essigsäure
Natriumsalz; 21% Aktivsubstanz in Wasser; INCI-Bezeichnung: Sodium
Laureth-5 Carboxylate (KAO) |
| Texapon® K 14 S 70 C | Laurylmyristylethersulfat-Natrium-Salz
(ca. 68% bis 73% Aktivsubstanzgehalt'; INCI-Bezeichnung: Sodium
Myreth Sulfate) (Cognis) |
| Disponil® FES 77 | Kokosfettalkoholether(30
EO)sulfat-Natrium-Salz (ca. 33% Aktivsubstanzgehalt; INCI-Bezeichnung:
Sodium Coceth-30 Sulfate) (Cognis) |
| Plantacare® 1200 UP | C12-16-Fettalkohol Glykosid (ca. 50% Aktivsubstanzgehalt
in Wasser, INCI-Bezeichnung: Lauryl Glucoside) (Cognis) |
| Polymer
W 37194 | ca.
20 Gew.-% Aktivsubstanzgehalt in Wasser; INCI-Bezeichnung: Acrylamidopropyltrimonium
Chloride/Acrylates Copolymer (Stockhausen) |
| Protelan® MST 35 | Gemisch
aus Natrium N-Myristoylsarcosinate und Natrium N-Methyl-N-cocoyltaurate
(40 Gew.-% Aktivsubstanz, Zschimmer & Schwartz) |
| Abil® B 8832 | INCI-Bezeichnung:
Bis-PEG/PPG-20/20 Dimethicone (Degussa) |
| Kerstin
DEC® | INCI-Bezeichnung:
Hydrolysed Kerstin (Vincience) |
| Silcare
Silicone SEA | ®INCI-Bezeichnung: Trideceth-9 PG-Amodimethicone,
Trideceth-12 (Clariant) |
| Turpinal® SL | 1-Hydroxyethan-1,1-diphosphonsäure
(INCI-Bezeichnung: Etidronic Acid, Aqua (Water)) (Solutia) |
| Texapon® NSO UP | Natriumlaurylethersulfat
(27% Aktivsubstanz in Wasser; INCI: Sodium Laureth Sulfate) (Hersteller:
COGNIS) |
| Aculyn® 33 | 30
Gew.-% Aktivsubstanz in Wasser (INCI-Bezeichnung: Acrylates Copolymer)
(Rohm & Haas) |
| DOW
Corning® DB 110A | nichtionogene
Silikonemulsion (10 Gew.-% Aktivsubstanz) (INCI-Bezeichnung: Dimethicone)
(Dow Corning) |
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Die
Beispiele betreffen zwei zweikomponentige Haarfärbemittel
F1 und F2, die jeweils gegliedert sind in eine Färbecremerezeptur
(FC) und eine korrespondierende Entwickleremulsion (E). Bei den
Rezepturen F1-FC und F2-FC der Tabelle 1 handelt es sich um erfindungsgemäße
Färbecremes. Die Rezepturen F1-E und F2-E der Tabelle 2
sind Rezepturen der korrespondierenden Entwickleremulsionen. Tabelle 1: Färbecreme
| | F1-FC | F2-FC |
| Vorl.
Ammoniumcarbomer-Lsg. 1,0% | 17,15 | - |
| Fettalkoholsulfat-Na
C16-18 Pulver | 0,80 | - |
| Natriumlaurylethersulfat
27% | 5,00 | - |
| Vorlösung
Kaliumoleinseife 12,5% | 3,40 | - |
| Cutina
GMS SE | 2,30 | - |
| Cutina
AGS | 2,30 | - |
| Eutanol
G | 2,30 | - |
| Cetearyl
Alcohol | 13,70 | - |
| Eumulgin
B2 | 3,40 | - |
| Kronos
1171 | 0,50 | - |
| Kaliumhydroxid
50% | 1,32 | - |
| Phospholipid
EFA | 0,10 | - |
| EDTA | 0,20 | 0,20 |
| Merquat
Plus 3330 | 1,50 | - |
| Ascorbinsäure
E 300 DAB | 0,05 | - |
| Natriumsulfit
wasserfrei A 96% MIN | 0,40 | - |
| Ammoniak
25% | 6,00 | 8,00 |
| PURICARE
LS 9658 | 1,0 | - |
| Parfüm | 0,40 | 0,50 |
| 1,2
Propylenglycol | - | 9,00 |
| Ethanol
verg. | - | 14,00 |
| Lowenol
S 216 | - | 15,00 |
| Dehydol
LS 3 | - | 15,00 |
| Olein | - | 9,00 |
| Rewoteric | - | 2,50 |
| 2-Methyl-p-phenylendiamin
H2SO4 | 1,70 | 1,70 |
| 2-Amino-4-(2-hydroxyethyl)aminoanisol
H2SO4 | 0,04 | 0,04 |
| Resorcin | 0,56 | 0,56 |
| 4-Chlorresorcin- | 0,08 | 0,08 |
| m-Aminophenol | 0,20 | 0,20 |
| Wasser | ad.
100 | Ad.
100 |
Tabelle 2: Entwickleremulsionen
| | F1-E | F2-E |
| Na-benzoat | 0,04 | 0,04 |
| Dipicolinsäure | 0,10 | - |
| Dinatriumpyrophosphat | 0,10 | 0,30 |
| Kaliumhydroxid
50% | 0,19 | - |
| Propandiol-1,2 | 1,50 | - |
| HEDP
60% | 0,25 | - |
| Paraffinum
Liquidum | 0,30 | - |
| Genamin
STAC | 0,39 | - |
| Cetearyl
Alcohol | 3,40 | - |
| Eumulgin
B2 | 1,0 | - |
| Wasserstoffperoxid
50% | 12,20 | 12,20 |
| Parfum
Flower Musk 178215 B | 0,10 | - |
| EDTA
Na2 | - | 0,15 |
| Emulgade
F | - | 2,10 |
| Phosphorsäure
85% | - | 0,04 |
| Parfum
Colour Fresh DG 15474 | - | 0,10 |
| Wasser | ad.
100 | ad.
100 |
-
Ausfärbung der Haarfärbemittel
-
Jede
Färbcreme F1-FC bzw. F2-FC der Tabelle 1 wurde zusammen
mit der dazugehörigen Entwickleremulsion gemäß Tabelle
2 innerhalb des oben beschriebenen und in den Figuren gezeigten
Spendersystems verwendet. Das heißt insgesamt wurden beide
genannten Beispielrezepturen des Haarfärbemittels F1 bzw.
F2 in Verbindung mit je einem Spender verwendet. Dazu wurde jeweils
die Färbecreme F1-FC bzw. F2-FC in die erste Kammer 3 und
die zugehörige Entwickleremulsion F1-E bzw. F2-E in die
zweite Kammer 4 des Vorratsbehälters 1 gefüllt
und dieser anschließend in das Spendersystem eingesetzt.
Die Kammervolumina sowie die Kammerausgangsöffnungen 9, 10 waren
dabei derart eingerichtet, dass sich ein Dosierverhältnis zwischen
Färbecreme FC und Entwickleremulsion E von 1:1 ergab. Darüber
hinaus wurden zur gleichmäßigen Einhaltung des
genannten Dosierverhältnisses ähnliche Viskositäten
für die Färbecreme FC und die Entwickleremulsion
E eingestellt. Durch Betätigung der Pumpvorrichtung wurde
die erforderlich Menge an Haarfärbemittel aus dem Spender
ausgegeben, wobei die Färbecreme FC und die Entwickleremulsion
E während des Ausgabevorgangs innerhalb des Statikmischers 12 durchmischt
wurden. Infolge dessen konnte dem Spender gebrauchsfertig durchmischtes
Haarfärbemittel entnommen werden. Die fertigen Haarfärbemischungen
F1 bzw. F2 wurden auf standardisiertes, nicht vorbehandeltes Humanhaar
(Euronaturhaar, Fa. Kerling) gegeben und nach einer Einwirkzeit
von 30 min bei 32°C abgespült. Die Strähnen
wurden getrocknet. Es wurde eine äußerst ausdrucksstarke
Färbung erhalten.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
-
- - DE 20103983
U1 [0003]
- - EP 998908 A2 [0115]