-
Die
Erfindung betrifft eine Vorrichtung gemäß des Anspruchs 1.
-
Stand der Technik
-
Vorrichtungen
zur mechanischen Bearbeitung von insbesondere metallischen Werkstoffen nach
einem Vorgang, durch welchen das Äußere des Werkstücks einer
Nachbearbeitung unterzogen werden muss, sind bekannt. Dies gilt
insbesondere für Werkstücke nach
einer Grobbearbeitung durch Schneid-, Trenn- oder andere Verfahren, zum Beispiel
thermische Verfahren.
-
Die
Nachbearbeitung dient beispielsweise der Entfernung von unerwünschten
Materialüberständen wie
z. B. Graten, Schlackenresten bzw. fest oder lose gebundenen Anhaftungen
am Werkstück. Auch
Verschmutzungen wie z. B. Öl-
oder Fettreste oder Zunder bzw. Oxidschichten können dabei ebenfalls großteils entfernt
werden. Da zu entfernende insbesondere feste Materialbereiche, z.
B. durch ein Schweißverfahren
entstandene Verkrustungen bzw. Schlacke im Bereich von Kanten, Rändern, Nähten, Vertiefungen
bzw. Hinterschneidungen am Werkstück auftreten, ist die vollständige, zuverlässige und schnelle
Entfernung dieser Materialbereiche nur schwierig und meist sehr
zeit- bzw. kostenintensiv möglich.
-
Häufig muss
manuell nachgearbeitet werden oder es müssen teure, unpraktikable bzw.
durch Abnutzung wartungsintensive Maschinen zum Entfernen von Materialbereichen
am Werkstück
eingesetzt werden.
-
Aufgabe und Vorteile der Erfindung
-
Aufgabe
der vorliegenden Erfindung ist es, Vorrichtungen zum Nachbearbeiten
von Werkstücken
im Hinblick auf technische und wirtschaftliche Gesichtspunkte zu
verbessern.
-
Dies
wird durch den Anspruch 1 gelöst.
In den abhängigen
Ansprüchen
sind vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung aufgezeigt.
-
Die
Erfindung geht aus von einer Vorrichtung zum Bearbeiten von Werkstücken, insbesondere
von band- oder plattenförmigen
metallischen Werkstücken,
mit umlaufenden Endlosmitteln, mit denen ein am Werkstück vorbeibewegbares
Bearbeitungselement zum Abschlagen von Materialbereichen am Werkstück aufgenommen
ist.
-
Der
Kern der Erfindung liegt darin, dass das Bearbeitungselement über einen
Verbiegeabschnitt an den Endlosmitteln angeordnet ist, so dass das
Bearbeitungselement beim Anschlagen gegen das Werkstück seitlich
ausweichen kann. So kann ein vergleichsweise einfacher Aufbau bzw.
eine kostengünstige
Anordnung zum Nachbearbeiten von Werkstücken realisiert werden. Der
Verbiegeabschnitt kann auf vielfältige
Weise vergleichsweise einfach bzw. robust ausgestaltet werden. Außerdem kann das
durch den Verbiegeabschnitt realisierbare Verbiegeverhalten des
Bearbeitungselementes an gewünschte
Bearbeitungsparameter angepasst werden. Durch das anpassbare Nachgebeverhalten
bzw. das elastisch steife Verhalten des Verbiegabschnitts kann ein
Ausweich- bzw. Auslenkverhalten des Bearbeitungselements beim Anschlagen
gegen das Werkstück
und damit die aufbringbare Energie zum Abschlagen bzw. Abreißen der
Materialbereiche durch das Bearbeitungselement beeinflusst werden.
-
Außerdem kann
die Masse, das Material, die Form und/oder Größe des Bearbeitungselements bzw.
des auslenkbaren Teils des Bearbeitungselements eine entscheidende
Rolle für
die Bearbeitungswirkung durch die Bearbeitungsvorrichtung spielen.
Auch die kinetische Energie des Bearbeitungselements beim Anschlagen
gegen das Werkstück
bzw. die Relativgeschwindigkeit zwischen Werkstück und Bearbeitungselement,
also auch abhängig
von Richtung und Umlaufgeschwindigkeit der Endlosmittel, kann das
Bearbeitungsergebnis wesentlich beeinflussen.
-
Mit
dem Verbiegeabschnitt kann insbesondere auf vergleichsweise aufwändige, beschädigungs-
bzw. reparaturanfällige
Vorrichtungen zur beweglichen Lagerung des Bearbeitungselements
verzichtet werden.
-
Die
umlaufenden Endlosmittel können
insbesondere mit einer Antriebseinheit, beispielsweise einem Motorantrieb,
angetrieben umlaufen. Bevorzugt ist die Umlaufrichtung umschaltbar
bzw. die Umlaufgeschwindigkeit einstellbar. Gegebenenfalls ist eine übergeordnete
Recheneinheit zur Kontrolle der Bearbeitungsvorrichtung bzw. der
Antriebseinheit vorhanden. Insbesondere kann eine voll- oder teilautomatisierte
Bearbeitung von Werkstücken
mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung
ermöglicht
werden. Außerdem
wird insbesondere eine Vorrichtungen zur Werkstückbearbeitung vorgeschlagen,
bei welcher das zu bearbeitende Werkstück angetrieben und/oder manuell
relativ zu einer Bearbeitungszone, in welcher das Bearbeitungselement
am Werkstück anschlagen
kann, bewegbar ist.
-
Mit
dem Verbiegeabschnitt kann die Strecke, wie weit das Bearbeitungselement
seitlich ausweichen kann, eingestellt bzw. vorgegeben werden, ggf. mit
Hilfe eines Anschlages zur Begrenzung eines maximal möglichen
Ausweichens des Bearbeitungselements.
-
In
der Regel wird an einem Endlosmittel mehr als ein Bearbeitungselement
angeordnet sein, insbesondere in regelmäßigen Abständen zueinander. Die Bearbeitungselemente
können
alle gleichartig oder unterschiedlich ausgestaltet sein. Werden mehrere
Endlosmittel hintereinander vorgesehen, z. B. in Bezug zu einer
Bewegungsrichtung des Werkstücks
beim Bearbeiten, können
an einem ersten Endlosmittel erste Bearbeitungselemente vorgesehen
und an einem weiteren Endlosmittel zu den ersten Bearbeitungselementen
unterschiedliche Bearbeitungselemente vorhanden sein. So kann eine
abgestimmte bzw. mehrstufige Bearbeitung verwirklicht werden, z.
B. mit einem Grobbearbeitungsschritt mit den Bearbeitungselementen
am ersten Endlosmittel und einem Fein- bzw. Endbearbeitungsschritt mit den Bearbeitungselemente
am weiteren in Bezug zu der Bewegungsrichtung des Werkstücks dahinter
liegenden Endlosmittel.
-
Weiter
wird vorgeschlagen, dass das Bearbeitungselement einen in sich steifen
vorderen Bearbeitungsabschnitt zum Anschlagen gegen das Werkstück umfasst.
Bevorzugt ist der vordere Bearbeitungsabschnitt einfach zum Beispiel
werkzeuglos bzw. von Hand austauschbar befestigt, z. B. an einem
Außengewindeabschnitt
aufschraubbar. So kann der vordere Bearbeitungsabschnitt des Bearbeitungselements,
der zum Bearbeiten des Werkstück
mit diesem in Kontakt kommt, auf ein gewünschtes Bearbeitungsziel abgestimmt
ausgetauscht werden. Insbesondere kann der vordere Bearbeitungsabschnitt
im Hinblick auf Verschleiß,
Abnutzung bzw. Beschädigung
vorteilhafte Materialeigenschaften aufweisen. Hierfür kommen
insbesondere vergleichsweise harte bzw. zähe Werkstoffe, insbesondere
metallische, keramische und/oder mineralische Werkstoffe oder auch
Kunststoffe in Frage. Es sind auch kombinierte Materialien bzw.
Verbundstoffe für
den vorderen Bearbeitungsabschnitt denkbar. Eine Shore-Härte des
vorderen Bearbeitungsabschnitts im Bereich von ca. 50 bis 70, insbesondere
von ca. 60 hat sich als besonders vorteilhaft herausgestellt.
-
Der
vordere Bearbeitungsabschnitt kann einen Hartstoff-Anteil umfassen
oder vollständig
aus diesem aufgebaut sein. Auch eine Funktionsbeschichtung des vorderen
Bearbeitungsabschnitts mit insbesondere verschleißmindernden
Eigenschaften kann vorteilhaft eingesetzt werden. Der vordere Bearbeitungsabschnitt
kann insbesondere aus gehärtetem
Metall bzw. Stahl bestehen. Es sind auch Materialien wie zum Beispiel
Metalle auf Karbidbasis bzw. Cermet, CBN oder PKD für den vorderen
Bearbeitungsabschnitt als Ganzes oder für einen Teil davon geeignet.
-
Auch
die Form, Abmessung bzw. Masse des vorderen Bearbeitungsabschnitts
lässt sich
auf gewünschte
Bearbeitungsziele gezielt abstimmen. Die Masse eines Hartmetallbolzens,
der an einem Verbiegeabschnitt aus Gummimaterial aufgenommen ist,
kann z. B. vorteilhaft im Bereich von 10 bis 20 Gramm insbesondere
ca. 15 Gramm liegen. Für
ein Abbrechen, Abklopfen bzw. Abschlagen der Materialbereiche kann
der vordere Bearbeitungsabschnitt eine ebene, gewölbte, kantenbehaftete
und/oder profilierte Form aufweisen. Bevorzugt weist der vordere Bearbeitungsabschnitt
eine rotationssymmetrische Form auf, zum Beispiel mit zylindrischer,
konischer oder profilierter Grundform.
-
Bevorzugt
ist der Verbiegeabschnitt derart ausgestaltet, dass das Bearbeitungselement
in eine beliebige Richtung radial zur Längsachse des Bearbeitungselements
ausweichen kann. Damit kann unabhängig von der Orientierung von
Abschnitten, gegen welche das Bearbeitungselement anschlägt, das Bearbeitungselement
ausweichen, um ein ungewolltes Beschädigen des Werkstücks bzw.
des Bearbeitungselements zu vermeiden. Dabei kommt es insbesondere
auf ein seitliches bzw. laterales Ausweichen in Bezug zur Längserstreckung
des Bearbeitungselements an. Grundsätzlich kann das Bearbeitungselement
auch entlang seiner Längsachse
verschieblich hin- und herbewegbar zum Beispiel mit einem Schiebesitz
gelagert sein. Diese Längsnachgiebigkeit
des Bearbeitungselements kann auch durch den Verbiegeabschnitt bereitgestellt
werden. Das Bearbeitungselement kann aber auch z. B. in einer Hülse ggf.
gefedert beweglich aufgenommen und gegen ein Herausfallen gesichert
sein. Die Hülse
kann so aufgenommen sein, dass diese in radialer Richtung ausweichen
kann.
-
Es
wird weiter vorgeschlagen, dass der Verbiegeabschnitt zum selbsttätigen Rückstellen
des vorderen Bearbeitungsabschnitts in eine Ausgangslage elastisch
ausgestaltet ist. So kann der vordere Bearbeitungsabschnitt nach
dem Anschlagen am Werkstückabschnitt
und dem seitlichen Ausweichen schnell wieder in seine Ausgangsstellung
zurückkehren.
Damit wird es ermöglicht,
dass zur Bearbeitung eines nächsten
Abschnitts am Werkstück
der vordere Bearbeitungsabschnitt wieder in seiner Ausgangslage
bereit steht bzw. noch während
der Rückstellbewegung
erneut mit Abschnitten des Werkstücks in Anschlagkontakt gelangen
kann. Damit kann das Bearbeitungselement auch eine Vielzahl von
ggf. unterschiedlich im Raum orientierten bzw. dicht beieinander
liegenden Bereichen am Werkstück
schnell nacheinander bearbeiten. So können hohe Durchsätze bzw.
Wirkungsgrade mit der Vorrichtung realisiert werden. Insbesondere
kann bei der Verwendung von mehreren derartigen Bearbeitungselementen
an dem Endlosmittel ein kontinuierlicher Bearbeitungsprozess mit
der erfindungsgemäßen Vorrichtung
ermöglicht
werden.
-
Insbesondere
kann mit einem einzigen Durchgang des Werkstücks durch die Bearbeitungsvorrichtung
das Werkstück
vollständig
bis zum gewünschten
Endbearbeitungsergebnis nachgearbeitet werden.
-
Es
ist überdies
von Vorteil, dass der Verbiegeabschnitt ein Elastomerelement umfasst,
mittels dem der vordere Bearbeitungsabschnitt auslenkbar ist. Mit
einem z. B. als Gummielement bzw. einem gummielastischen Element
ausgestalteten Elastomerelement kann ein einfacher, robuster und
preisgünstiger
Verbiegeabschnitt bereitgestellt werden.
-
Es
ist außerdem
bevorzugt, dass der Verbiegeabschnitt eine Feder umfasst. So kann
ein standardisiert auf dem Markt in einer Vielzahl von Ausgestaltungen
verfügbares
Bauteil für
den Verbiegeabschnitt verwendet werden. Geeignete Federn können zum Beispiel
Schrauben- oder Spiralfedern, Blatt-, Teller- oder Membranfedern
aus Metall oder einem anderen Material sein.
-
Es
ist außerdem
vorteilhaft, dass das Bearbeitungselement als länglicher Schlagkörper ausgebildet
ist, der über
seine Länge
frei überstehend
zum Endlosmittel angeordnet ist. Der Schlagkörper kann vergleichsweise schlank
zum Beispiel als finger- bzw. nadelartiges Element gestaltet sein. Über die
am Endlosmittel überstehende
Länge des
Schlagkörpers kann
unter anderem darauf Einfluss genommen werden, wie weit der Schlagkörper von
einer Oberseite des Werkstücks
aus betrachtet in Randbereichen oder Vertiefungen am Werkstück anschlagen
und dort in Kontakt kommen kann. Der Schlagkörper ist in seiner Ausgangslage
an den Endlosmitteln insbesondere zumindest nahezu senkrecht zur
Auflagefläche für das Werkstück orientiert.
Es ist aber auch eine beliebige winklige Anstellung eines Bearbeitungselements
relativ zur Werkstück-Auflagefläche in der
Bearbeitungszone der Vorrichtung denkbar.
-
Weiter
wird vorgeschlagen, dass der vordere Bearbeitungsabschnitt des Bearbeitungselements als
im wesentlichen zylindrischer Körper
ausgestaltet ist, der stirnseitig abgeflacht ist. Die vorne liegende bzw.
stirnseitige Abflachung, die in der Ausgangslage zum bearbeitenden
Werkstück
am nächsten
positioniert ist, kann z. B. vollständig eben, geringfügig sphärisch gewölbt oder
nahezu halbkugelig nach außen
gewölbt
sein. Der Übergang
zwischen der Außenseite
des zylindrischen Körpers
und der stirnseitigen Abflachung kann mit oder ohne umlaufende Fase
versehen sein.
-
Besonders
bevorzugt ist es, dass die mit den Endlosmitteln realisierte Bewegungsrichtung
des Bearbeitungselements in einer Bearbeitungszone zum Bearbeiten
des Werkstücks
schräg
oder quer zu einer Bewegungsrichtung des Werkstücks beim Heranführen und/oder
Vorbeibewegen an die Vorrichtung ist. Insbesondere kann das Bearbeitungselement über die
Endlosmittel kontinuierlich umlaufend bewegt werden. Auch das Werkstück kann
kontinuierlich gefördert
werden, z. B. auf einem Förderband oder
einem Rollentisch ggf. mit angetriebenen Förderrollen, um an den Endlosmitteln
mit den Bearbeitungselementen vorbeigeführt und bearbeitet zu werden.
-
Besonders
bevorzugt ist es, wenn ein band-, seil- oder riemenartiges Element
als umlaufende Endlosmittel vorgesehen ist. So kann ein besonders einfaches
und zuverlässiges
System realisiert werden.
-
Weiter
ist es bevorzugt, dass zumindest zwei umlaufende Endlosmittel mit
jeweils mindestens einem Bearbeitungselement vorgesehen sind. So
können
insbesondere auch die Umlaufrichtungen der Endlosmittel umgekehrt
werden bzw. können
bei zwei umlaufenden Endlosmittel zwei unterschiedliche Umlaufrichtungen
in einem Bearbeitungsvorgang realisiert werden, jeweils eine Umlaufrichtung durch
ein Endlosmittel. Vorteilhaft sind in Durchlaufrichtung des Werkstücks zwei
hintereinander liegende Endlosmittel nur wenig voneinander beabstandet und
entgegengesetzt umlaufend.
-
Schließlich wird
weiter vorgeschlagen, dass von den zumindest zwei umlaufenden Endlosmittel mit
jeweils mindestens einem Bearbeitungselement ein Endlosmittel oberhalb
des Werkstückes
und ein weiteres Endlosmittel unterhalb des Werkstückes vorbeibewegbar
ist, insbesondere in zueinander entgegengesetzter Umlaufrichtung,
um auch durch nur einseitig anschlagende Bearbeitungselemente einem unerwünschten
Wegdriften des Werkstücks
bei seinem Vorwärtsbewegen
entgegenzuwirken.
-
Insbesondere
lassen sich sämtliche
oben- und untenliegende Bereiche am Werkstück von den Bearbeitungselementen
erreichen. Bevorzugt sind zwei Endlosmittel nah beieinander bzw.
hintereinander oberhalb und zwei weitere Endlosmittel nah beieinander
bzw. hintereinander unterhalb des Durchlaufbereichs bzw. einer Bearbeitungszone
für das
zu bearbeitende Werkstück
positioniert.
-
Grundsätzlich kann
die Bearbeitungsvorrichtung als ”standalone” Lösung also als Einzelmaschine
eingesetzt werden, oder auch kombiniert sein, z. B. als Vorsatzeinheit
vor einer Verrundungs-, Schleif-, Polier- oder Bürstmaschine zur vergleichsweise
feineren Bearbeitung des Werkstücks.
Auf diese Weise können
die bisherigen Maschinen weniger aufwändig ausgestaltet und/oder
längere
Laufzeiten zwischen Reparatur- bzw.
Wartungsarbeiten ermöglicht
werden bzw. bessere Bearbeitungsergebnisse liefern, da bereits insbesondere
eine grobe Vorbearbeitung des Werkstücks durch die erfindungsgemäße Vorrichtung
erfolgt. Beispielsweise ist eine Anordnung z. B. in einer Maschine
denkbar, bei welcher zuerst die vorgeschlagene Abschlagvorrichtung,
dann eine Schleifvorrichtung und abschließend eine Verrundungsvorrichtung
zur Bearbeitung des Werkstücks
zum Einsatz kommt.
-
Bei
bestehende Verrundungs-, Schleif-, Polier- oder Bürstmaschinen
können
diese dank der Erfindung auch kleiner konzipiert werden bzw. ggf.
kann mit dem so gewonnnen Bauraum eine erfindungsgemäße Vorrichtung
integriert werden, so dass eine erhöhte Bearbeitungsqualität erreicht
wird, ohne dass die Grundkonstruktion bzw. Baugröße der bisherigen Maschinen
erhöht
werden muss.
-
Figurenbeschreibung
-
Weitere
Vorteile und Einzelheiten der Erfindung sind anhand der in den Figuren
gezeigten Ausführungsbeispielen
näher erläutert.
-
Im
Einzelnen zeigt:
-
1:
Eine Teilansicht von vorne auf eine stark schematisierte erfindungsgemäße Bearbeitungsvorrichtung,
-
2:
eine geschnittene Detailansicht im Bereich eines umlaufenden Bandes
mit einem davon getrennten durch Aufschrauben anbringbaren Bearbeitungselement,
-
3a bis 3c:
ein alternatives Bearbeitungselement in perspektivischer Ansicht,
in Seitenansicht mit einem nur im Umriss gezeigten Gummipuffer und
von oben,
-
3d:
Schnittansicht durch das Bearbeitungselement gemäß Linie A-A in 3c,
-
4a bis 4c:
ein weiteres alternatives Bearbeitungselement in unterschiedlichen
Ansichten,
-
5a:
einen Ausschnitt eines Doppelkeilriemens mit Bearbeitungselementen
in perspektivischer Ansicht mit einem Bearbeitungselement in Explosionsdarstellung,
-
5b:
den Doppelkeilriemen gemäß 5a in
Seitenansicht,
-
5c:
eine Schnittansicht durch den Doppelkeilriemen gemäß Linie
B-B in 5b,
-
6a bis 6c:
zu den 5a bis 5c entsprechende
Ansichten eines alternativen Endlosriemens wobei 6c einer
Schnittansicht durch den Endlosriemen gemäß Linie C-C in 6b entspricht,
-
7a:
perspektivisch schräg
von oben eine stark schematisierte Ansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung
zum Bearbeiten eines Werkstückes unter
Weglassung von Bauteilen der Bearbeitungsvorrichtung,
-
7b:
die in 7a gezeigte Anordnung von der
Seite,
-
8a und 8b:
einen Abschnitt eines weiteren Keilriemens mit Bearbeitungselementen
in perspektivischer Ansicht und im Schnitt und
-
9:
ein alternatives erfindungsgemäßes Bearbeitungselement
teils geschnitten in perspektivischer Ansicht.
-
1 zeigt
stark schematisiert einen Schlackenentferner 1 mit einem
teilweise dargestellten Rollentisch 2, auf dessen Oberseite über drehbar
gelagerte Rollen, von denen eine Rolle 5 dargestellt ist, ein
Werkstück 3 senkrecht
zur Darstellungsebene durch eine Bearbeitungszone 4 des
Schlackenentferner 1 transportierbar ist.
-
Am
Werkstück 3 sind
zu entfernende Materialbereiche 6 angedeutet. Die Bearbeitungszone 4 wird
oberhalb durch ein in der Laufrichtung umschaltbares Umlaufband 7 begrenzt,
das um zwei drehbar gelagerte Scheiben 8 und 9 geführt ist
und von denen z. B. eine motorisch antreibbar ist. Die mit dem Rollentisch 2 realisierte
Bewegungsrichtung für
das Werkstück 3 ist
quer zur Laufrichtung des Umlaufbandes 7.
-
In 1 sind
von den Bearbeitungselementen 10 nicht sämtliche
mit einem Bezugszeichen versehen.
-
Alternativ
zum Umlaufband 7 kann z. B. eine Walze, eine Rolle, eine
Kette, ein Seil oder auch ein Planetenrad vorgesehen sein.
-
Anstelle
von umlaufenden Endlosmitteln kann auch eine andere Anordnung zur
Relativbewegung der Bearbeitungselemente vorgesehen sein, z. B.
mit einer zur Durchführrichtung
des Werkstücks quer
oder schräg
ausgerichteten hin- und herbewegbaren Aufnahme, an welcher die Bearbeitungselemente
angebracht sind. Dies kann z. B. nach dem Stichsägenprinzip realisiert werden
bzw. mit einem vor- und zurückbewegbaren
Schieber, der ggf. z. B. mittels einer exzentrischen Lagerung gleichzeitig eine
Auf- und Abbewegung bzw. einen Hub durchführen kann.
-
2 zeigt
beispielhaft das Bearbeitungselement 10, welches auf das
Umlaufband 7 aufschraubbar ist. Hierzu umfasst das Umlaufband 7 eine
im Umlaufband 7 eingebettete Platte 11 mit daran
senkrecht abstehendem Gewindestift 12. Auf dem Gewindestift 12 kann
ein Gummipuffer 13 lösbar
aufgeschraubt werden. Oben am Gummipuffer 13 kann ebenfalls über eine
einvulkanisierte Platte 14 mit Gewindestift 15 ein
Hartmetallstift 16 aufgeschraubt befestigt werden. Zum
Aufschrauben des Gummipuffers 13 auf den Gewindestift 12 ist
unterseitig am Gummipuffer 13 eine Gewindeplatte 17 einvulkanisiert.
-
Prinzipiell
können
zur Herstellung eines Bearbeitungselements z. B. gemäß 2 die
Metallteile in die Gummiabschnitte eingegossen oder eingepresst
sein.
-
Die 3a bis 3c zeigen
ein weiteres Bearbeitungselement 18, das einen konisch
geformten Hartmetallstift 19 und einen Gummipuffer 20 aufweist,
in welchem eine Gewindeplatte 21 mit einer Innengewindebohrung,
z. B. mit einem M6-Innengewinde, und der Hartmetallstift 19 einvulkanisiert
sind.
-
Am
vorderen Ende des Hartmetallstiftes 19 ist eine umlaufende
Fase 19a mit einem Fasenwinkel α1 von 30 Winkelgrade ausgebildet,
wobei der Fasenwinkel auch im Bereich zwischen 20 bis 40 Winkelgraden
liegen kann. Stirnseitig ist der Hartmetallstift 19 nach
außen
gewölbt
bzw. sphärisch
mit einem Kugelradius von 10 mm ausgestaltet, wobei auch andere
Radien insbesondere zwischen 5 mm und 15 mm vorteilhaft sein können.
-
Für einen
festeren Sitz des im Gummipuffer 20 einvulkanisierten Hartmetallstiftes 19 weist
dieser einen umlaufenden Wulstring 19b auf.
-
Typische
Abmessungen des Bearbeitungselements 19 sind mit Hilfe
von 3b dargestellt, in der die Länge bzw. die Gesamthöhe h1 40 mm beträgt und eine Länge bzw.
Höhe h2 des Gummipuffers 20 mit der Gewindeplatte 21 die
halbe Gesamthöhe h1 bzw. 20 mm ist. Der Durchmesser d1 der Gewindeplatte 21 bzw. des
Gummipuffers 20 beträgt
hier beispielsweise 20 mm.
-
Grundsätzlich sind
aber auch andere Abmessungen der gezeigten erfindungsgemäßen Bearbeitungselemente
denkbar.
-
Das
Bearbeitungselement 22 gemäß 4a bis 4c weist
einen im Durchmesser von 10 mm ausgebildeten zylindrischen Hartmetallstift 23 mit
gewölbter
Stirnseite auf, der einstückig
in einen Rundscheibenabschnitt 23a übergeht, der oben auf einem Gummipuffer 24 aufgeklebt
oder aufvulkanisiert ist. Unterseitig am Gummipuffer 24 ist
eine Gewindeplatte 25 mit Innengewindebohrung aus Stahl
entsprechend angebracht, womit das Bearbeitungselement 22 auf
einen entsprechenden Gewindestift an insbesondere einem Umlaufband
aufschraubbar ist.
-
Die 5a bis 5c zeigen
ein umlaufendes Endlosmittel in Form eines Doppelkeilriemens 26,
z. B. aus gewebeverstärktem
Elastomermaterial, mit Rundlöchern 28, über welche
mittels Befestigungsschrauben 31 Bearbeitungselemente 27 befestigt
sind. Die Bearbeitungselemente 27 stehen an einer Außenseite 26a des
Doppelkeilriemens 26 senkrecht zur Längserstreckung des Doppelkeilriemens 26 ab.
Die gleichartigen und im Schnitt (5c) vereinfacht
gezeigten Bearbeitungselemente 27 sind z. B. wie das Bearbeitungselement 10 gemäß 2 ausgestaltet.
-
In
den 6a bis 6c ist
entsprechend der 5a bis 5c eine
alternative Ausführungsform
eines Endlosmittels in Form eines Kraftbandes 32 mit Bearbeitungselementen 35 dargestellt,
deren Anbringung über
Rundlöcher 33 und
Befestigungsschrauben 34 realisiert ist. Das Bearbeitungselement 35 ist
hier aus einem in einem Gummielement eingegossenen Hartmetallstift
gebildet.
-
Das
Kraftband 32 ist für
eine vergleichsweise besonders hohe Drehmomentübertragung zwischen einem Antriebselement
und dem Kraftband 32 als Riemenband mit unterseitig drei
Keilriemenabschnitten ausgestaltet.
-
7a zeigt
stark schematisierte eine erfindungsgemäße Bearbeitungsvorrichtung
unter Weglassung von Bauteilen der Bearbeitungsvorrichtung im Moment
kurz bevor ein zu bearbeitendes Werkstück 36 eine Bearbeitungszone 38 erreicht. 7b zeigt
die Anordnung gemäß 7a von
der Seite.
-
Das
bandförmige
metallische Werkstück 36 mit
vorne und hinten randseitig überstehenden Schlackeresten 36a wird
in Durchführrichtung
des Werkstücks 36 durch
die Bearbeitungsvorrichtung gemäß Pfeil
P mittels eines Zuführförderbandes 37 zur
Bearbeitungszone 38 der Bearbeitungsvorrichtung transportiert.
In der Bearbeitungszone 38 werden durch oberhalb und unterhalb
angeordnete angetrieben umlaufende Keilriemen 41, 42, 43 und 44 über daran
befestigte Bearbeitungselemente (nicht dargestellt), die Schlackereste 36a entfernt
bzw. weggeschlagen.
-
Zum
Niederhalten des in der Bearbeitungszone 38 bearbeiteten
Werkstücks 36 können Niederhalteelemente 39 in Bewegungsrichtung
P vor, zwischen und nach den umlaufenden Keilriemen 41 bis 44 vorhanden
sein. Im Bereich hinter den Keilriemen 42, 44 ist
ein Förderband 40 zum
Weitertransport des bearbeiteten Werkstücks 36 gemäß Pfeil
P vorhanden.
-
Zur
vollständigen
Bearbeitung des Werkstücks 36 ist
jeder der Keilriemen 41 bis 44 um zwei in etwa über die
Breite des Zuführförderbandes 37 beabstandete
Rollen 45 herumgeführt
und motorisch angetrieben.
-
Für eine vollständige bzw.
gleichartige Bearbeitung der Oberseite des Werkstücks 36 bzw.
um alle Werkstückbereiche
von beiden Seiten und insbesondere sämtliche Kantenbereiche zu erreichen,
laufen die oberen Keilriemen 41 und 42 in entgegengesetzter
Umlaufrichtung. Entsprechend laufen auch die Keilriemen 43 und 44 in
entgegengesetzter Umlaufrichtung zur entsprechenden Bearbeitung
der Unterseite des Werkstücks 36 von
beiden Seiten. Zur Bearbeitung der schmalen Bereiche zwischen der Ober-
und Unterseite des Werkstücks 36 können die Bearbeitungselemente
der oberen und unteren Keilriemen 41 bis 44 gleichermaßen an den
Schmalseiten des Werkstücks 36 anschlagen.
-
Damit
bei der Bearbeitung des Werkstücks 36 durch
die von den Bearbeitungselementen auf das Werkstück 36 aufgebrachten
Kräfte
ein Verschieben oder Herausschleudern des Werkstücks 36 aus der Bearbeitungszone 38 vermieden
wird, können
nicht dargestellten Halterungen bzw. Führungen vorgesehen sein. Zusätzlich oder
alternativ werden in der Regel die Umlaufrichtungen der oben und
unten gegenüberliegenden
Keilriemen 41 und 43 bzw. 42 und 44 entgegengesetzt
eingestellt, so dass sich die von den Bearbeitungselementen auf
das Werkstück 36 aufgebrachten
Kräfte
zumindest nahezu vollständig
aufheben.
-
Für eine Einstellung
der Keilriemen 41 bis 44 in der Höhe bzw.
der Vertikalen gemäß Doppelpfeil P1
in 7a können
die Rollen 45 höhenverstellt werden.
So kann zum Beispiel die Bearbeitungsintensität beeinflusst werden bzw. eine
Anpassung an unterschiedliche Werkstückabmessungen erfolgen.
-
Der
in 8a und 8b gezeigte
einfache Keilriemen 46 ist besonders vorteilhaft einsetzbar und
weist eine Höhe
H von z. B. 15 bis 25 mm insbesondere 20 mm und oberseitig, dort
wo Bearbeitungselemente 47 überstehen, eine Breite B von
z. B. 20 bis 40 mm insbesondere 32 mm auf. Über Rundlöcher 48 und Befestigungsschrauben 49 sind
am Keilriemen 46 die Bearbeitungselemente 47 angeschraubt,
welche konkav eingeschnürte
Gummipuffer 47a mit Stahlstiften 47b umfassen,
die oben angefast sind. Die Bearbeitungselemente 47 sind
gleichmäßig beabstandet
voneinander und einreihig. Grundsätzlich sind auch über die
Breite B versetzt zueinander positionierte bzw. mehrreihige Anordnungen
der Bearbeitungselemente denkbar.
-
In 9 ist
ein alternatives vorteilhaftes Bearbeitungselement 50 mit
einem Stahlstift 51 und einem kompakten Gummifederelement 52 dargestellt. Das
im Schnitt gezeigte Gummifederelement 52 vereint Feder-,
Drehlager- und Schwingungsdämpferfunktionen
und weist ein Hohlprofil 53 mit einem darin untergebrachten
Vierkantprofil 54 auf, beide bevorzugt aus Stahl, wobei
das Vierkantprofil 54 über
vier zylindrische Gummielemente 55 berührungsfrei zum Hohlprofil 53 in
diesem eingespannt ist. Durch Verformung der Gummielemente 55 bei
Belastung eines Stahlstiftes 51 beim Schlackenentfernen
kann das Vierkantprofil 54 und damit ein daran fixierter
U-förmiger
Bügel 56 mit
dem daran angebrachten Stahlstift 51 sich relativ zum Hohlprofil 53 bewegen
bzw. der Stahlstift rückstellbar
etwas ausweichen.
-
Der
Seite mit dem Stahlstift 51 gegenüberliegend ist am Hohlprofil 53 eine
Anbringplatte 57 fest fixiert, die z. B. mit einer Innengewindebohrung 58 versehen
ist, über
welche mit einer Anbringschraube das Bearbeitungselement 50 an
einem umlaufenden Endlosmittel z. B. einem Keilriemen anbringbar
ist. Über
ein zur Innengewindebohrung 58 beabstandetes Loch 59 in
einem Laschenabschnitt 60 der Anbringplatte 57 kann
das Bearbeitungselement 50 gegen ein Verdrehen relativ
zum umlaufenden Endlosmittel gesichert werden, z. B. über eine
weitere Schraube. Der Stahlstift 51 kann oben am Bügel 56 z.
B. angeschraubt, angelötet
oder anderweitig fixiert sein.
-
- 1
- Schlackenentferner
- 2
- Rollentisch
- 3
- Werkstück
- 4
- Bearbeitungszone
- 5
- Rolle
- 6
- Materialbereich
- 7
- Umlaufband
- 8
- Scheibe
- 9
- Scheibe
- 10
- Bearbeitungselement
- 11
- Platte
- 12
- Gewindestift
- 13
- Gummipuffer
- 14
- Platte
- 15
- Gewindestift
- 16
- Hartmetallstift
- 17
- Gewindeplatte
- 18
- Bearbeitungselement
- 19
- Hartmetallstift
- 19a
- Fase
- 19b
- Wulstring
- 20
- Gummipuffer
- 21
- Gewindeplatte
- 22
- Bearbeitungselement
- 23
- Hartmetallstift
- 23a
- Rundscheibenabschnitt
- 24
- Gummipuffer
- 25
- Gewindeplatte
- 26
- Doppelkeilriemen
- 26a
- Außenseite
- 27
- Bearbeitungselement
- 28
- Rundloch
- 29
- Gummipuffer
- 30
- Hartmetallstift
- 31
- Befestigungsschraube
- 32
- Kraftband
- 33
- Rundloch
- 34
- Befestigungsschraube
- 35
- Bearbeitungselement
- 36
- Werkstück
- 36a
- Schlackereste
- 37
- Zuführförderband
- 38
- Bearbeitungszone
- 39
- Niederhalteelement
- 40
- Förderband
- 41
- Keilriemen
- 42
- Keilriemen
- 43
- Keilriemen
- 44
- Keilriemen
- 45
- Rolle
- 46
- Keilriemen
- 47
- Bearbeitungselement
- 47a
- Gummipuffer
- 47b
- Stahlstift
- 48
- Rundloch
- 49
- Befestigungsschraube
- 50
- Bearbeitungselement
- 51
- Stahlstift
- 52
- Gummifederelement
- 53
- Hohlprofil
- 54
- Vierkantprofil
- 55
- Gummielement
- 56
- Bügel
- 57
- Anbringplatte
- 58
- Innengewindebohrung
- 59
- Loch
- 60
- Laschenabschnitt