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HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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Gebiet der Erfindung
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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Rohr für einen Wärmeaustauscher
sowie ein Verfahren zur Herstellung eines Rohres, in dem ein Fluid
für einen Wärmeaustausch strömt. Der
Wärmeaustauscher kann in geeigneter Weise als Kühler
bzw. Radiator für ein Fahrzeug beispielsweise eingesetzt
werden.
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Beschreibung der anderen Bauform
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In
einem Fahrzeug mit einer Brennkraftmaschine ist im Allgemeinen ein
Wärmeaustauscher, beispielsweise ein Kühler zum
Kühlen des Motorkühlmittels der Brennkraftmaschine
vorgesehen. In dem Wärmeaustauscher sind eine Vielzahl
von Rohren, in denen das Kühlmittel strömt, so
angeordnet, dass der Wärmeaustausch zwischen der durch
den Wärmeaustauscher gehenden Luft und dem in den Rohren
strömenden Kühlmittel vorgenommen wird, wodurch
das Kühlmittel gekühlt wird.
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Beispielsweise
schlägt die
JP-A-10-47875 ein
Rohr für den Wärmeaustauscher vor, in welchem ein
Vorsprung J20 gebildet ist, indem an einem Mittelteil einer Metallplatte
in Richtung der Breite der Metallplatte gebogen wird, wie in
5 gezeigt.
Bei dem in
5 dargestellten Rohr werden
einander gegenüberstehende beide Innenflächen
des Vorsprungs J20 verlötet, und zwei Endteile der Metallplatte
werden gegen die Außenflächen des Vorsprungs J20
in einer Richtung der Dicke des Vorsprungs J20 (hart)verlötet,
so dass ein innerer Säulenteil J200 gebildet wird.
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Bei
dem in 5 gezeigten Rohr ist der innere Säulenteil
J200 vorgesehen, um einen Innenraum des Rohres in zwei Fluidkanäle
zu unterteilen, wodurch der Druckwiderstand im Rohr verbessert wird. Wenn
jedoch das Rohr an eine Kernplatte eines Tanks oder Behälters
gebunden wird, so wird ein Heizprozess in einem Zustand durchgeführt,
in welchem das Rohr in ein Rohreinführungsloch der Kernplatte
eingeführt wird. Im Prozess des Heizens strömt ein
schmelzflüssiges Lötmaterial der Kernplatte in den
inneren Säulenteil J200 aus den in 5 gezeigten
Teilen X infolge Kapillarwirkung. Das in den inneren Säulenteil
J200 fließende Lötmaterial strömt gegen
einen Mittelteil eines Kernteils des Wärmeaustauschers
und wird dazu benutzt, das Rohr und eine Rippe des Kernteils aneinander
zu binden. In diesem Fall kann ein Lötmaterial zum Binden
von Rohr und Kernplatte des Tanks unzureichend werden, was ein unzureichendes
Lötproblem hervorruft.
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Bei
einem Rohr für einen Wärmeaustauscher, beschrieben
in der
JP-A-2003-202196 ,
gezeigt in
6, wird ein Endteil J11 eines
Metallblechs in etwa in eine U-Gestalt gebogen, um einen inneren Säulenteil
J200 zu formen. Ein erster Lötteil J2a wird so geformt,
dass der innere Säulenteil J200 gegen eine Innenfläche
des Rohres am ersten Lötteil J2a gelötet wird.
Weiterhin wird der andere Endteil J12 der Metallplatte oder des
Metallblechs gebogen, um gegen den inneren Säulenteil J200
an einem zweiten Lötteil J2b gebunden zu werden. In diesem
Fall wird, da ein Ort der Lötteile J2a, J2b des Metallblechs
einer äußeren Umgebung des Rohres ausgesetzt wird, das
in den inneren Säulenteil im Rohr eintretende Lötmaterial
reduziert werden. Somit kann das Lötmaterial zum Löten
von Rohr und Kernplatte daran gehindert werden, unzureichend zu
sein.
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Bei
dem in 6 gezeigten Rohr ist eine Länge L10 des zweiten Lötteils J2b geringer
als eine Länge L20 des inneren
Säulenteils J200. Daher hat ein Teil des inneren Säulenteils
J200 die Querschnittsfläche des einfachen Metallblechs,
wodurch der Druckwiderstand des Rohres reduziert wird. In diesem
Fall kann ein Mittelteil des Rohres während eines Heizprozesses
verformt werden.
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ZUSAMMENFASSENDE DARSTELLUNG
DER ERFINDUNG
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Im
Hinblick auf die vorstehenden Probleme ist es ein Ziel der vorliegenden
Erfindung ein Rohr für einen Wärmeaustauscher
und ein Verfahren hierfür zur Verfügung zu stellen,
durch das ein Druckwiderstand verbessert werden kann und durch das
ein genaues Löten an einen Tank des Wärmeaustauschers möglich
wird.
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Gemäß einem
Aspekt der vorliegenden Erfindung umfasst ein Rohr für
einen Wärmeaustauscher zur Durchführung eines
Wärmeaustausches eines Fluids ein einziges Blech mit einem
Endteil, wobei der andere Endteil in der Richtung der Breite senkrecht
zu einer Längsrichtung des Rohres sich erstreckt. Das einzige
Blech hat eine erste Wandfläche und definiert einen Rohrinnenraum
sowie eine zweite Wandfläche gegenüber der ersten
Wandfläche. Das einzelne Blech wird gebogen, so dass sich
ein vorstehender Teil ergibt, der bergartig an einem Ort benachbart
dem einen Endteil in Richtung der Breite vorsteht, und wobei das
einzige Blech einen Kontaktteil benachbart dem vorstehenden Teil
in Richtung der Breite aufweist.
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Weiterhin
ist der vorstehende Teil so konfiguriert, dass er sich kontinuierlich
in Längsrichtung erstreckt und eine vorstehende Spitze
oder einen vorstehenden Kopf auf einer Seite der ersten Wandfläche
hat; die vorstehende Spitze kontaktiert die erste Wandfläche
eines Wandteils entlang der Längsrichtung. Zusätzlich
kontaktiert die zweite Wandfläche des einen Endteils die
erste Wandfläche an einem Ort nahe dem anderen Endteil
in Richtung der Breite, entlang der Längsrichtung, während
eine erste Wandfläche des anderen Endteils die zweite Wandfläche
des Kontaktteils entlang der Längsrichtung kontaktiert.
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Für
den Fall, dass das Rohr an einen Tank des Wärmeaustauschers
unter Verwendung eines auf den Tank plattierten Lötmaterials
gebunden wird, kann das schmelzflüssige Lötmaterial
aus dem Tank in das Rohr durch Kapillarwirkung eintreten. Beim oben
genannten Rohr jedoch tritt das schmelzflüssige Lötmaterial
nur aus einem Kontaktort, wo der andere Endteil des einzelnen Blechs
den Kontaktteil kontaktiert. Somit kann ein unzureichendes Binden zwischen
dem Rohr und dem Tank verhindert werden, wodurch das Rohr genau
an den Tank gelötet werden kann.
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Der
vorstehende Teil kann als ein innerer Säulenteil bei diesem
Rohr Verwendung finden. Da der vorstehende Teil eine Querschnittsabmessung
in Richtung der Breite hat, die um das Zweifache größer als
die Wanddicke des einzelnen Blechs ist, kann der Druckwiderstand
des Rohres vergrößert werden.
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Beispielsweise
hat der vorspringende Teil zwei Kippflächen von etwa der
gleichen Länge. Weiterhin kann der vorspringende oder vorstehende
Teil so konfiguriert werden, dass er den Rohrinnenraum in wenigstens
drei Raumteile unterteilt, von denen ein jeder sich in der Längsrichtung
erstreckt. Zusätzlich können die beiden Kippflächen
des vorstehenden Teils so konfiguriert werden, dass sie in etwa
einen Dreiecksraum zwischen sich definieren. Im Rohr kann das einzelne
Blech so gebogen werden, dass sich eine Vielzahl vorstehender Teile,
angeordnet in Richtung der Breite, ergeben und die sich in der Längsrichtung
erstrecken.
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Im
Rohr kann die zweite Wandfläche des einen Endteils im Wesentlichen
auf der gleichen Fläche wie die zweite Wandfläche
des Kontaktteils positioniert werden. Weiterhin kann der vorstehende
Kopf des vorstehenden Teils die erste Wandfläche des Wandteils
kontaktieren, welche parallel zur zweiten Wandfläche des
ersten Wandteils und dem Kontaktteil ist.
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Die
einzelne Platte bzw. das einzelne Blech kann so konfiguriert werden,
dass es einen Außenflächenteil auf der zweiten
Wandfläche derart hat, dass eine Rippe des Wärmeaustauschers
an die äußere Wandfläche gebunden wird.
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Beispielsweise
kann ein Wärmeaustauscher eine Vielzahl der Rohre und einen
Tank einschließen, der sich in einer Richtung senkrecht
zur Stapelrichtung der Rohre erstreckt, um mit den Rohren zu kommunizieren.
Der Tank kann eine Kernplatte mit Rohreinführungslöchern
haben, in welche die einen Seitenenden der Rohre eingeführt
werden. In diesem Falle können die Rohre an die Kernplatte
unter Verwendung von Lötmaterial gebunden werden, das auf die
Kernplatte plattiert ist.
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Gemäß einem
weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung umfasst ein Verfahren
zur Herstellung eines Rohres für einen Wärmeaustauscher
eine Stufe des Biegens eines einzelnen Blechs zur Bildung eines
vorstehenden Teils, der nach Art eines Berges an einem Ort benachbart
dem einen Endteil in Richtung der Breite senkrecht zur Längsrichtung vorsteht,
und eine Stufe, um weiter die andere Endseite des einzigen Blechs
in Breitenrichtung zu biegen, um die Verbindung zu einer Außenfläche
der einen Endseite des einzelnen Blechs oder der einzelnen Platte
zu schaffen. In dem weiteren Biegeschritt kontaktiert eine Innenfläche
der anderen Endseite des einzelnen Blechs die Außenfläche
des einen Endteils und die Außenfläche eines Kontaktteils benachbart
dem vorstehenden Teil in Richtung der Breite, während ein
vorstehender Kopfteil des vorstehenden Teils eine Innenfläche
des einzelnen Blechs entlang der Längsrichtung kontaktiert.
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Für
den Fall, dass das Rohr an einen Tank des Wärmeaustauschers
unter Verwendung eines auf den Tank plattierten Lötmaterials
gebunden wird, kann das schmelzflüssige Lötmaterial
in das Rohr durch eine Kapillarwirkung eindringen. Jedoch tritt
in dem nach dem oben genannten Verfahren hergestellten Rohr das
schmelzflüssige Lötmaterial aus dem Tank nur von
einem Kontaktort ein, wo der andere Endteil des einzigen Blechs
den Kontaktteil kontaktiert. Somit kann hierdurch ein unzureichendes Binden
zwischen Rohr und Tank verhindert werden, wodurch das Rohr akkurat
an den Tank gelötet werden kann.
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KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
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Zusätzliche
Ziele und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden schneller deutlich
aus der folgenden detaillierten Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen,
und zwar anhand der beiliegenden Zeichnungen, in welchen:
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1 in
der Frontansicht einen Kühler oder Radiator (das heißt,
einen Wärmeaustauscher) gemäß einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung zeigt;
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2 im
perspektivischen Teilschnitt einen Teil des Wärmeaustauschers
gemäß dieser Ausführungsform erkennen
lässt;
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3 im
Querschnitt ein Rohr gemäß der Ausführungsform
zeigt;
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die 4A bis 4H in
Querschnittsdarstellung ein Verfahren zur Herstellung des Rohres gemäß der
Ausführungsform deutlich werden lassen;
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5 ist
ein Querschnitt, der ein Rohr gemäß einem Stand
der Technik zeigt; und
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6 ist
ein Querschnitt, der ein Rohr gemäß einem anderen
Stand der Technik zeigt.
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DETAILLIERTE BESCHREIBUNG
DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN
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Eine
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung soll nun mit
Bezug auf die 1 bis 4H beschrieben
werden. In dieser Ausführungsform wird ein Rohr 2 typischerweise
für einen Wärmeaustauscher, beispielsweise einen
Kühler 1, verwendet, in welchem ein Motorkühlmittel
(thermisches Medium, Fluid) in Wärmeaustausch mit Luft
tritt. 1 zeigt ein Beispiel des Kühlers 1,
und 2 zeigt Rohre 2, Rippen 3 und
eine Kernplatte 5a in einem Teil des Kühlers 1.
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Im
Kühler 1 der 1 strömt
Motorkühlmittel in die Rohre 2, die in einer Rohrstapelrichtung
(Stapelrichtung) gestapelt sind. Das Rohr 2 ist ein Flachrohr
von elliptischem Querschnitt und jedes Rohr 2 ist derart
angeordnet, dass eine Richtung größeren Durchmessers
des elliptischen Querschnitts des Rohres 2 der Strömungsrichtung
der durch den Radiator 1 gehenden Luft entspricht. Im Radiator 2 sind eine
Vielzahl flacher Rohre 2 in der Stapelrichtung gestapelt,
welche der Oben-Unten-Richtung der 1 entspricht.
Die Flachrohre 2 sind parallel zueinander angeordnet und
jedes der Flachrohre 2 erstreckt sich in einer horizontalen
Richtung der 1.
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Gewellte
Rippen 3 sind an Flachflächen jedes Rohres 2 außerhalb
des Rohres 2 gebunden, so dass der Wärmeübertragungsbereich
mit Luft vergrößert wird. Die Rohre 2 und
die gewellten Rippen 3 sind abwechselnd in Stapelrichtung
gestapelt, um einen Kernteil 4 von im Wesentlichen rechtwinkeliger Gestalt
zu bilden. Der Kernteil 4 wird als wärmeaustauschender
Teil im Kühler oder Radiator 1 verwendet.
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Zwei
Sammlertanks 5 sind an zwei Endseiten des Kernteils 4 in
einer Längsrichtung des Rohres 2 angeordnet und
kommunizieren mit den Rohren 2. Der Sammlertank 5 erstreckt
sich in einer Richtung senkrecht zur Längsrichtung des
Rohres 2. Der Sammlertank 5 schließt
eine Kernplatte 5a ein, in welche die einen Seitenenden
des Rohres 2 eingeführt und gebunden werden und
schließt einen Tankkörper 5b ein, der
mit der Kernplatte 5a zur Bildung eines Tankraums verbunden
ist. Bei dieser Ausführungsform beispielsweise ist die
Kernplatte 5a aus Metall, beispielsweise Aluminiummaterial
oder Aluminiumlegierung gemacht, und der Tankkörper 5b ist aus
einem Harz hergestellt.
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Wie
in 2 gezeigt, ist ein vertiefter Teil 5c von
im Wesentlichen U-förmiger Gestalt in einem vollständigen
Umfangsteil der Kernplatte 5a vorgesehen, und eine Dichtung
(Dichtungselement) aus einem Kunststoffmaterial wie Gummi ist in
dem vertieften Teil 5c angeordnet. Ein Spaltraum zwischen
dem Tankkörper 5b, gezeigt in 1,
und der Kernplatte 5a kann dicht unter Verwendung der (nicht
gezeigten) Packung oder Dichtung versiegelt werden. Ein Klauenteil
ist an einem Umfangsteil der Kern platte 5a zum Zwecke des
Stehens vorgesehen und ist an einem Flansch befestigt, der an einem
Außenumfang des Tankkörpers 5b geformt
ist, wodurch der Tankkörper 5b an der Kernplatte 5a montiert
wird.
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Einsätze
(d. h. Seitenplatten) 6, die in etwa parallel zur Längsrichtung
des Rohres 2 sich erstrecken, sind an zwei Endteilen der
Kernplatte 4 zur Verstärkung des Kernteils 4 positioniert.
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Als
Nächstes soll der Aufbau (beispielsweise die Gestalt) des
Rohres 2 beschrieben werden. 3 ist eine
Querschnittsdarstellung, die das Rohr 2 dieser Ausführungsform
zeigt. Wie aus 3 zu erkennen, sind von einer
Metallplatte ein Endteil 11 und das andere Endteil 12 in
Breitenrichtung zur Formung des Rohres 2 gebogen. Ein Teil
benachbart dem einen Endteil 11 in Breitenrichtung ist
in eine Berggestalt zur Bildung eines vorstehenden Teils 20 gebogen,
der in ein Inneres des Rohres 2 vorragt und eine erste
Wandfläche 13 (die Innenfläche) des Rohres 2 kontaktiert.
Der vorstehende Teil 20 erstreckt sich in Längsrichtung
des Rohres 2 und unterteilt ein Inneres des Rohres 2 in
drei Fluidkanäle, die in Richtung der Breite voneinander
getrennt sind. Beispielsweise besteht die Metallplatte bzw. das
Metallblech aus einer Aluminiumlegierung.
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Die
Metallplatte hat eine zweite Wandfläche 14 (Außenfläche),
die der ersten Wandfläche 13 gegenüberliegt.
Das Metallblech ist so gebogen, dass die erste Wandfläche 13 des
anderen Endteils 12 die zweite Wandfläche 14 eines
Kontaktteils 15 entlang der Längsrichtung des
Rohres 2 kontaktiert. Der Kontaktteil 15 ist an
der anderen Seite des einen Endteils 11 bezogen auf den
vorstehenden Teil 20 in Breitenrichtung positioniert.
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Wie 3 erkennen
lässt, kontaktieren die zweite Wandfläche 14 des
einen Endteils 11, die an einer Seite des vorstehenden
Teils 20 in Breitenrichtung positioniert ist, sowie die
zweite Wandfläche 14 des Kontaktteiles 15,
die an der anderen Seite des vorstehenden Teils 20 in Breitenrichtung
positioniert ist, jeweils die erste Wandfläche 13 des
Rohres 2. Bei dieser Ausführungsform wird der
vorstehende Teil 20 von umgekehrter V-Gestalt im Querschnitt
als ein innerer Säulenteil verwendet, der das Rohr 2 verstärkt und
das Innere des Rohres 2 in eine Vielzahl von Fluidkanälen
(beispielsweise drei Fluidkanäle) unterteilt.
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Der
vorstehende Teil 20 ist aus zwei Kipp- oder Schrägflächen 201 und 202 zur
Bildung der Bergform aufgebaut. Nach dieser Ausführungsform werden
die Längen der Kippflächen 201 und 202 im Wesentlichen
gleich gemacht, und der Kippwinkel θ1 der Kippfläche 201 relativ
zur zweiten Wandfläche 14 des einen Endteils 11 wird
im Wesentlichen gleich dem Kippwinkel θ2 der Kippfläche 201 relativ
zur zweiten Wandfläche 14 des Kontaktteils 15 gemacht.
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Als
Nächstes soll ein Verfahren zur Herstellung des Rohres 2 nach
dieser Ausführungsform anhand der 4A bis 4H beschrieben
werden. Das Rohr 2 wird durch eine Rohrformungsmaschine mit
einer Vielzahl von Formrollen oder -walzen geformt. Ein bandförmiges
Metallblech oder eine bandförmige Metallplatte, die sich
in Rohrlängsrichtung erstreckt, wird plastisch verformt
und wird in der in den 4A bis 4H gezeigten
Reihenfolge gebogen. Vorbestimmte Formen werden, wie in den 4A bis 4H gezeigt,
fortschreitend geformt.
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Zunächst
wird, wie in 4A gezeigt, eine flache Metallplatte,
die mit Lötmaterial auf einer Fläche (das heißt,
einer Fläche entsprechend der zweiten Wandfläche 14)
plattiert ist, hergestellt. Die Rückseite (das heißt,
eine Fläche entsprechend der ersten Wandfläche 13)
ist mit Lötmaterial nicht plattiert. Das heißt,
in 4A ist nur eine Fläche der flachen Metallplatte
mit dem Lötmaterial plattiert. Dann wird, wie in 4B gezeigt,
ein vorstehender Teil 20 von umgekehrt V-förmiger
Gestalt (d. h. von Bergform) geformt, indem ein Teil des Metallblechs
an einem Ort nahe einem Endteil 11 der Metallplatte in
Breitenrichtung der Metallplatte gebogen wird. Bei dieser Ausführungsform
entspricht die Richtung der Breite, das heißt, die Breitenrichtung
des Metallblechs oder der Metallplatte, der Breitenrichtung des
Rohres 2. Der vorstehende Teil 20 steht vor, um
eine vorstehende Spitze auf einer Seite der ersten Wandfläche 13 zu bilden.
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Als
Nächstes wird, wie in den 4C bis 4E gezeigt,
die andere Endseite des Metallblechs so gebogen, dass die zweite
Wandfläche 14 außerhalb, bezogen auf
die erste Wandfläche 13, positioniert ist. Dann
wird, wie in 4F gezeigt, die andere
Endseite des Metallblechs weiter derart gebogen, dass die vorstehende
Spitze des vorstehenden Teils 20 die erste Wandfläche 13 an
einem Wandteil kontaktiert, der dem vorstehenden Teil 20 gegenüberliegt.
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Dann
wird, wie in den 4G und 4H gezeigt,
der andere Endteil 12 des Metallblechs weiter derart gebogen,
dass die erste Wandfläche 13 des anderen Endteils 12 die
zweite Wandfläche 14 an dem einen Endteil 11 und
dem Kontaktteil 15 kontaktiert. Hierdurch wird das Rohr 2 mit
dem vorstehenden Teil 20 hierin geformt, indem ein einziges
Blech bzw. eine einzige Platte gebogen wird.
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Ein
Verfahren zur Herstellung des Radiators oder Kühlers 1 soll
nun beschrieben werden. Zunächst werden eine Vielzahl von
Rohren 2, von denen ein jedes geformt wird, indem entsprechend
den 4A bis 4H gebogen
wird; die Kernplatte 5a, mit einem Lötmaterial
auf einer Seite gegenüber dem Kernteil 4 plattiert,
sowie Rippen 3 und Einsätze 6 werden
jeweils hergestellt.
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Dann
werden die Rippen 3 zwischen benachbarten Rohren 2 angeordnet,
so dass ein Kernteil 4 geformt wird, der zeitweise montiert
wird. Im Kernteil 4 werden die Rohre 2 so angeordnet,
dass sie einen vorbestimmten Abstand zwischen benachbarten zwei
Rohren 2 in Stapelrichtung haben. Dann werden, wie in 2 gezeigt,
die Rohre 2 und die Einsätze 6 eingeführt
in Durchgangslöcher 50 der Kernplatte 5a des
Sammlertanks 5, so dass die Kernplatte 5a, die
Rohre 2, die Rippen 3 und die Einsätze 6 temporär
montiert sind.
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Der
temporär montierte Wärmeaustauscher (Radiator)
wird in einen Ofen bewegt und im Ofen erwärmt. Beim Heizen
werden die Rohre 2, die Einsätze 6 und
die Kernplatten 5a einteilig verlötet, indem sie
das Lötmaterial benutzen, das auf der Kernplatte 5a plattiert
ist, die Rippen 3 werden gegen die Außenflächen
der Rohre 2 unter Verwendung des Lötmaterials
verwendet, das auf den zweiten Wandflächen 14 der
Rohre 2 plattiert ist.
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Dann
wird der Endteil des Tankkörpers 5b in den mit
Ausnehmung versehenen Teil 5c der Kernplatte 5a eingeführt,
der Klauenteil der Kernplatte 5a wird fixiert und am Flansch
befestigt, der am Außenumfang des Tankkörpers 5b geformt
ist. Daher wird der Tankkörper 5b an der Kernplatte 5a befestigt,
wodurch der Kühler 1 geformt wird.
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Wenn
das auf die Kernplatte 5a plattierte Lötmaterial
durch Erwärmen zum Schmelzen gebracht wird, fließt
das geschmolzene Lötmaterial gegen ein Inneres des Roh res 2 aus
einem Eintrittsteil A für das Lötmaterial, welches
einem Außenteil im Kontaktteil 15, der der Außenseite
des Rohres 2 ausgesetzt ist, entspricht.
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Bei
der oben genannten Ausführungsform wird das in den Teil
A eintretende Lötmaterial an einem Ort geformt, wo der
andere Endteil 12 den Kontaktteil 15 kontaktiert.
Dadurch kann eine Beschränkung dahingehend getroffen werden,
dass das beim Erwärmen geschmolzene Lötmaterial
dicht gegen das Innere des Rohres 2 aus dem Einführungsteil
A für das Lötmaterial fließt. Daher kann
verhindert werden, dass das Lötmaterial zum Binden des
Rohres 2 an die Kernplatte 5a unzureichend vorhanden
ist.
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Weiterhin
wird der vorstehende Teil 20 mit umgekehrter V-Form gebildet,
indem das einzige Metallblech zur Formung des inneren Säulenteils
innerhalb des Rohres 2 gebogen wird. Daher wird eine Verformung
des Rohres 2 beim Erwärmen verhindert. Im Ergebnis
kann die Leistung des Druckwiderstands des Rohres 2 verbessert
werden, das Löten kann genau vorgenommen werden.
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Bei
der oben genannten Ausführungsform wird, da beide Längen
der Kippflächen 201, 202 des vorstehenden
Teils 20 im Wesentlichen gleich gemacht sind, der Innendruck
des Rohres 2 nicht an einer der Kippflächen 201, 202 gesammelt.
Das heißt, ein gleichschenkeliges Dreieck wird durch die
Kippflächen 201, 202 im Rohr 2 geformt,
wodurch der Druckwiderstand des Rohres 2 erhöht
wird.
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Gemäß einem
Aspekt der vorstehenden Ausführungsform schließt
das Rohr 2 für einen Wärmeaustauscher
zur Durchführung des Wärmeaustausches eines Fluids
ein einziges Blech ein, das über einen Endteil 11 und
den anderen Endteil 12 in einer Breitenrichtung verfügt,
die senkrecht zur Längsrichtung des Rohres 2 ist.
Das einzige Blech hat eine erste Wandfläche 13 zum
Definieren eines Rohrinnenraums und eine zweite Wandfläche 14 gegenüber
der ersten Wandfläche 13. Das einzige Blech oder
die einzige Platte wird so gebogen, dass sich der vorstehende Teil 20 ergibt,
der in Berggestalt an einem Ort benachbart dem einen Endteil 11 in
der Breitenrichtung und dem Kontaktteil 15 benachbart dem
vorstehenden Teil 20 in der Breitenrichtung vorsteht. Weiterhin
ist der vorstehende Teil 20 so konfiguriert, dass er sich
kontinuierlich in Längsrichtung erstreckt und eine vorstehende
Spitze auf einer Seite der ersten Wandfläche 13 hat;
die vorstehende Spitze kontaktiert die erste Wandfläche 13 eines
Wandteils entlang der Längsrichtung. Zusätzlich
kontaktiert die zweite Wandfläche 14 des einen
Endteils 11 die erste Wandfläche 13 an
einem Ort nahe dem anderen Endteil 12 in Richtung der Breite,
entlang der Längsrichtung, während die erste Wandfläche 13 des anderen
Endteils 12 die zweite Wandfläche 14 des Kontaktteils 15 entlang
der Längsrichtung kontaktiert.
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Für
den Fall, dass das Rohr 2 an den Tank 5 gebunden
wird, indem ein auf den Tank 5 plattiertes Lötmaterial
verwendet wird, kann das geschmolzene Lötmaterial des Tanks
in das Rohr 2 durch Kapillarwirkung aus dem Kontaktort
des einzigen Blechs eintreten. Beim oben genannten Rohr 2 jedoch,
tritt das schmelzflüssige Lötmaterial nur von
dem Kontaktort ein, wo der andere Endteil 12 des einzigen
Blechs den Kontaktteil 15 kontaktiert. Somit kann hierdurch eine
unzureichende Bindung zwischen dem Rohr 2 und dem Tank 5 verhindert
werden; das Rohr 2 kann somit genau an den Tank 5 gelötet
werden.
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Der
vorstehende Teil 20 kann als ein innerer Säulenteil
im Rohr 20 verwendet werden. Da der vorstehende Teil 20 eine
Querschnittsabmessung in Breitenrichtung hat, die größer
als das Doppelte der Wanddicke des einzigen Blechs ist, kann der
Druckwiderstand im Rohr 2 vergrößert
werden.
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Beispielsweise
hat der vorstehende Teil 20 zwei Schräg- oder
Kippflächen 201, 202 von in etwa gleichen
Längen L1, L2. Somit kann der vorstehende Teil 20 so
konfiguriert werden, dass er den Rohrinnenraum in wenigstens drei
Raumteile trennt, von denen jeder sich in der Längsrichtung
erstreckt. Zusätzlich können die zwei Kippflächen 201, 202 des
vorstehenden Teils 20 so konfiguriert sein, dass sie in etwa
einen Dreiecksraum hierzwischen definieren. Im Rohr 2 kann
das einzige Blech so gebogen werden, dass sich eine Vielzahl von
vorstehenden Teilen 20 (nicht dargestellt) ergibt, die
in Breitenrichtung der 3 angeordnet sind und sich in
der Längsrichtung erstrecken.
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Im
Rohr 2 kann die zweite Wandfläche 14 des
einen Endteils 11 im Wesentlichen auf der gleichen Fläche
wie die zweite Wandfläche 14 des Kontaktteils 15 positioniert
werden. Weiterhin kann die vorstehende Spitze des vorstehenden Teils 20 die erste
Wandfläche 13 des Wandteils, die parallel zur zweiten
Wandfläche 14 des einen Endteils 11 und dem
Kontaktteil 15 ist, kontaktieren.
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Gemäß einem
anderen Aspekt der Ausführungsform umfasst ein Verfahren
zur Herstellung eines Rohres 2 für einen Wärmeaustauscher
eine Stufe, bei der ein einziges Blech zum Formen eines vorstehenden
Teils 20 gebogen wird, welches in einer Berggestalt an
einem Ort benachbart dem einen Endteil 11 in einer Breitenrichtung
vorsteht, und eine Stufe, bei der weiter die andere Endseite des
einzigen Blechs in der Breitenrichtung gebogen wird, um die Verbindung
zu einer Außenfläche einer Endseite des einzigen
Blechs herzustellen. Beim weiteren Biegeschritt kontaktiert eine
Innenfläche der andere Endseite des einzigen Blechs die
Außenfläche des einen Endteils und die Außenfläche
eines Kontaktteils 15 benachbart dem vorstehenden Teil 20 in
der Breitenrichtung, während eine vorstehende Spitze des
vorstehenden Teils 20 eine Innenfläche des einzigen Blechs
entlang der Längsrichtung kontaktiert.
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Für
den Fall, dass das Rohr 2 an den Tank 5 des Wärmeaustauschers
unter Verwendung von auf den Tank 5 plattiertem Lötmaterial
gebunden wird, kann das schmelzflüssige Lötmaterial
in das Rohr 2 durch eine Kapillarwirkung eindringen. Im
nach dem oben genannten Verfahren hergestellten Rohr 2 jedoch
tritt das schmelzflüssige Lötmaterial nur von
einem Kontaktort ein, wo der andere Endteil 12 des einzigen
Blechs den Kontaktteil 15 kontaktiert. Somit kann eine
unzureichende Bindung zwischen dem Rohr 2 und dem Tank 5 verhindert
werden, wodurch das Rohr 2 genau an den Tank 5 gelötet
werden kann.
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(Andere Ausführungsformen)
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Obwohl
die vorliegende Erfindung voll in Verbindung mit einer bevorzugten
Ausführungsform hiervon mit Bezug auf die beiliegenden
Zeichnungen beschrieben wurde, ist darauf hinzuweisen, dass verschiedene Änderungen
und Modifikationen für den Fachmann klar werden.
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Bei
der oben beschriebenen Ausführungsform wird der einzige
vorstehende Teil 20 von der Berggestalt geformt, indem
das Metallblech innerhalb des Rohres 2 benutzt wird. Eine
Vielzahl von vorstehenden Teilen 20 kann jedoch im Rohr 2 geformt
werden, um in der Breitenrichtung angeordnet zu werden.
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Bei
der oben beschriebenen Ausführungsform werden die Längen
der beiden Kippflächen 201, 202 des vorstehenden
Teils 20 gleichgemacht. Jedoch können die bei den
Kippflächen 201, 202 des vorstehenden
Teils 20 unterschiedlich zueinander hergestellt werden.
Weiterhin kann der vorstehende Teil 20 eine Gestalt unterschiedlich
zu der des umgekehrten V haben.
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Bei
der obigen Ausführungsform handelt es sich beim Rohr 2 um
eine Flachrohr mit zwei gegenüberstehenden Flachseiten.
Jedoch kann das Rohr 2 ein Rohr sein, das über
eine in etwa runde Außenfläche verfügt,
oder kann ein Rohr mit anderer Querschnittsgestalt sein.
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Bei
der oben beschriebenen Ausführungsform wird das Rohr 2 typischerweise
für den Kühler 1 eingesetzt. Jedoch kann
das Rohr 2 auch für andere Wärmeaustauscher
benutzt werden, in welchen ein thermisches Medium (Fluid) innerhalb
des Rohres 2 in Wärmeaustausch mit einem Fluid
außerhalb des Rohres 2 tritt.
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Solche Änderungen
und Modifikationen sind als im Rahmen der Erfindung liegend anzusehen,
wie sie durch die beiliegenden Ansprüche definiert wird.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- - JP 10-47875
A [0003]
- - JP 2003-202196 A [0005]