DE102008016603A1 - Beleuchtungssystem - Google Patents
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Abstract
Ein Beleuchtungssystem ermöglicht die Erzeugung von Licht auf eine Weise, bei der ein Entstehen elektromagnetischer Störungen (EMI) und/oder Funkfrequenzstörungen (RFI) reduziert ist. Gemäß einer Ausführungsform emittiert eine Lichtquelle (22) Licht auf den Empfang eines im Wesentlichen linearen Signals hin, das als Antwort auf ein pulsbreitenmoduliertes (PWM) Signal erzeugt wird.
Description
- Die Erfindung betrifft ein Beleuchtungssystem bzw. eine Beleuchtungsanordnung zur Bereitstellung von Licht.
- Es ist bekannt, Lichtquellen, wie z. B. Leuchtdioden (LEDs), durch Anlegen von pulsbreitenmodulierten (PWM) Signalen zu erregen. Ein Einsatz von Pulsbreitenmodulationstechniken zum Erregen von Lichtquellen bewirkt eine Verminderung der Wärmeabgabe des Beleuchtungssystems. Ein direktes Anlegen von PWM-Signalen an die Lichtquellen kann jedoch elektromagnetische Störungen (EMI) und/oder Funkfrequenzstörungen (RFI) verursachen. In vielen Fällen beeinflussen EMI und RFI in unerwünschter Weise die Leistung des Beleuchtungssystems und anderer benachbarter elektrischer Systeme.
- Die nachfolgend beschriebenen Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung wurden im Hinblick auf diese und andere Nachteile konventioneller PWM-Techniken zum Erregen von Lichtquellen konzipiert.
- Die Erfindung und ihre Weiterbildungen sind aus den unabhängigen Ansprüchen 1 und 10 bzw. den abhängigen Ansprüchen ersichtlich.
- Die Ausführungsformen der Erfindung beziehen sich auf ein eine effiziente Lichtemission ermöglichendes Beleuchtungssystem bzw. -verfahren, bei dem die Ausbildung elektromagnetischer Störungen (EMI) und/oder Funkfrequenzstörun gen (RFI) reduziert ist. Das Beleuchtungssystem weist eine Lichtquelle auf, die dahingehend ausgebildet ist, Licht zu emittieren. Gemäß einer Ausführungsform kann die Lichtquelle als Leuchtdiode (LED) ausgebildet sein. Mit der Lichtquelle kann ein Regler elektrisch verbunden und dahingehend ausgebildet sein, ein pulsbreitenmoduliertes (PWM) Signal zu empfangen. Als Antwort auf das PWM-Signal erzeugt der Regler ein Sägezahnsignal, das die Lichtquelle erregt und die Emission von Licht zur Folge hat.
- Das Verfahren zur Erzeugung von Licht beinhaltet die Erzeugung eines PWM-Signals und einen Empfang des PWM-Signals in einem Regler. Das Verfahren beinhaltet weiterhin, dass als Antwort auf das PWM-Signal infolge des Einsatzes des Reglers ein Sägezahnsignal erzeugt wird. Weiterhin kann das Verfahren beinhalten, dass als Antwort auf das Sägezahnsignal, das eine Lichtemission aus der Lichtquelle bewirkt, ein Steuersignal erzeugt wird.
- Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnungen beispielhaft näher erläutert. Es zeigen:
-
1A und1B alternative Ansichten eines Ausführungsbeispiels für ein Beleuchtungssystem; -
2 eine Systemskizze der in1A und1B gezeigten Beleuchtungssysteme; und -
3 eine Prinzipskizze eines Reglers, der mit den1A ,1B und2 gezeigten Beleuchtungssystemen betreibbar ist. - In
1A und1B , auf die nachfolgend Bezug genommen wird, ist ein Beleuchtungssystem10 dargestellt. Bei dem Beleuchtungssystem10 kann es sich um jede beliebige Art von Beleuchtungssystem handeln, so beispielsweise – aber ohne hierauf auf beschränkt zu sein – um ein Beleuchtungssystem für ein Fahrzeug (z. B. ein Deckenlicht), um ein Beleuchtungssystem für ein Gebäude, od. dgl. Nachfolgend beschriebene Ausführungsformen ermöglichen eine Außenbeleuch tung, eine konventionelle Fahrzeugbeleuchtung, eine Hörsaalhelligkeitseinstellung od. dgl.. Doch im Unterschied zu konventionellen PWM-Beleuchtungssystemen ermöglicht das Beleuchtungssystem10 eine effiziente Lichtemission, wobei gleichzeitig aber nur ein reduzierter Betrag an elektromagnetischen Störungen (EMI) und/oder Funkfrequenzstörungen (RFI) entsteht. - Wie ersichtlich weist das Beleuchtungssystem
10 eine äußere Linse12 auf, die auf dem Beleuchtungssystem10 derart optimal positioniert ist, dass ein Beleuchten benachbarter Bereiche ermöglicht wird. Gemäß einer Ausführungsform kann die äußere Linse12 aus einem durchscheinenden oder durchsichtigen Kunststoffmaterial bestehen. Das Beleuchtungssystem10 weist weiterhin eine Lichtleiteinrichtung14 auf, die das von einer Lichtquelle erzeugte Licht leitet und/oder lenkt. Die Lichtleiteinrichtung14 weist einen erhabenen Abschnitt14a und einen niedrigeren Abschnitt14b auf. Wie ersichtlich, weist die Lichtleiteinrichtung14 einschließlich ihrer Abschnitte14a und14b Öffnungen16 auf, welche es erlauben, dass von der Lichtleiteinrichtung14 gelenktes Licht aus der Lichtleiteinrichtung14 austritt. Pfeile18 zeigen, wie sich Licht innerhalb des Beleuchtungssystems10 fortpflanzt, wenn Licht aus den Öffnungen16 austritt. - Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung ist ein an die äußere Linse
12 angrenzendes Bedienfeld20 vorgesehen. Das Bedienfeld20 kann einen Knopf oder mehrere Knöpfe aufweisen, durch den bzw. durch die die Beleuchtung eines Deckenlichts, eines Leselichts od. dgl. gesteuert werden kann. Mit den Knöpfen des Bedienfeldes20 können natürlich auch andere Funktionen, wie z. B. das Öffnen eines Garagentors, das Öffnen einer Fahrzeugtür od. dgl. gesteuert werden. -
2 , auf die nachfolgend Bezug genommen wird, zeigt ein detailliertes Blockdiagramm des Beleuchtungssystems10 . Insbesondere ist dargestellt, dass die Lichtleiteinrichtung14 einen konischen Abschnitt14c und einen reflektierenden Rand14d aufweist. Wie ersichtlich, kann der konische Abschnitt14c als hyperbolische Sammellinse ausgebildet sein. Je nach der Position einer Lichtquelle22 kann alternativ der konische Abschnitt14 eine parabolische optische Gestaltung aufweisen. - Mittels Pfeilen
21 ist die Fortpflanzung des Lichtes von einer Lichtquelle22 durch die Linse12 hindurch dargestellt. Die Lichtquelle22 , die als Leuchtdiode (LED) ausgebildet sein kann, emittiert Licht auf die Lichtleiteinrichtung14 . Das emittierte Licht tritt in die Lichtleiteinrichtung14 ein und wird von dem reflektierenden Rand14d im Wesentlichen parallel zu der Lichtleiteinrichtung14 reflektiert. Das von dem reflektierenden Rand14d reflektierte Licht wird dann auf die reflektierenden Ränder14d reflektiert. Die reflektierenden Ränder14d lassen das Licht dann nach unten in Richtung auf Reflektoren26 und28 reflektieren. Die Reflektoren26 und28 haben eine stark reflektierende Oberfläche und ein gebogenes Profil, welches das Licht nach oben reflektieren lässt, um die Linse12 zu durchqueren.2 zeigt somit Licht, das auf eine spezielle Weise gelenkt wird, wenn es von der Lichtleiteinrichtung14 geleitet wird; jedoch sind auch alternative Ausführungsformen mit anders ausgebildeten Lichtleitgestaltungen im Rahmen der Erfindung möglich. - Die Lichtquelle
22 kann durch einen Regler24 erregt werden. Gemäß einer Ausführungsform kann der Regler24 mittels eines flexiblen Schaltkreises mit der Lichtquelle22 verbunden sein. Bei Verwendung eines flexiblen Schaltkreises sind die Packungsmöglichkeiten für das Beleuchtungssystem10 verbessert, insbesondere in räumlich beengten Bereichen. Der Regler24 ist weiterhin mit einer Stromquelle (B+) verbunden. Gemäß einer Ausführungsform, obgleich nicht zwingend erforderlich, weist die Stromquelle B+ eine Gleichstromquelle wie z. B. eine Batterie, einen Ultrakondensator od. dgl. in einem Fahrzeug auf. Wie nachfolgend erläutert, ist der Regler24 dahingehend ausgebildet, ein Sägezahnsignal zu erzeugen, das eine Energiezufuhr zu der Lichtquelle22 bewirkt. -
3 , auf die nachfolgend Bezug genommen wird, zeigt eine Prinzipskizze des Reglers24 gemeinsam mit zusätzlichen Einrichtungen. Es ist ersichtlich, dass alternative Ausführungsformen eine Schaltungskonfiguration haben können, die sich von der in3 gezeigten unterscheidet. Der Regler24 weist ein Operationsverstärker-Integrierglied24a , eine Diode24b , einen Fehlerverstärker24c und einen Schalter24d auf. Gemäß einer Ausführungsform kann der Schalter24d als Tran sistor ausgebildet sein. Wie dargestellt, ist ein Steuergerät32 mit der Stromquelle (B+) und einem Eingang30 verbunden. Das Steuergerät32 kann Datenverarbeitungs- und Speicherfähigkeiten haben. Die Stromquelle liefert Betriebsstrom für das Steuergerät32 . - Das Steuergerät
32 ist dahingehend ausgebildet, als Antwort auf Signale, die am Eingang30 empfangen werden, PWM-Signale zu erzeugen. Der Eingang30 kann Eingangssignale, die als Antwort auf das Öffnen einer Tür erzeugt werden, oder auch Signale von einem Fahrzeugschlüsselanhänger oder einem Deckenlampenschalter enthalten. Es ist ersichtlich, dass zusätzlich zu diesen speziell aufgezählten Eingangssignalen auch andere Eingangssignale von dem Steuergerät32 empfangen werden können, je nach der speziellen Realisierung der beschriebenen Ausführungsformen. - Sobald die Eingangssignale vom Steuergerät
32 empfangen worden sind, erzeugt das Steuergerät32 PWM-Signale mit einem gewünschten Einschaltverhältnis (duty cycle) und einer gewünschten Frequenz. Die PWM-Signale werden vom Integrierglied24a empfangen. Das Integrierglied24a integriert die vom Steuergerät32 empfangenen PWM-Signale über die Zeit. Das Ausgangsignal des Integrierglieds24a kann ein Sägezahnsignal mit einer progressiv zunehmenden Spannung sein, welches sich durch die Diode24b hindurch fortpflanzt. Die Diode24b verhindert einen Stromfluss in Richtung auf das Integrierglied24a . - Der Fehlerverstärker
24c empfängt das Sägezahnsignal und außerdem Signale von einem Knotenpunkt25 . Der Fehlerverstärker24c bewertet die Spannungen des Sägezahnsignals und eines von dem Knotenpunkt25 empfangenen Signals. Auf Basis der Spannungsdifferenzen erzeugt der Fehlerverstärker24c ein Steuersignal für den Schalter24d . Wie dargestellt, kann das Steuersignal ein Basisstrom für die Transistorausführung des Schalters24d sein, der den Stromfluss vom Anschluss B+ über den Schalter24d zur Lichtquelle22 steuert. Dementsprechend wird die Lichtquelle22 auf eine im Wesentlichen lineare Weise erregt, ohne direkt von einem PWM-Signal gespeist zu werden. - Ein Schalter
34 und eine Diode36 , die mit der Stromquelle verbunden sind, können ebenfalls mit dem Regler24 verbunden sein. Der Schalter34 kann als ein Schalter in einem Fahrzeug ausgebildet sein, so beispielsweise – ohne aber hierauf beschränkt zu sein – als Kartenlichtschalter, Leselichtschalter od. dgl.. Gemäß einer Ausführungsform kann der Schalter34 von einem Benutzer von Hand betätigt werden. Wenn der Schalter34 geschlossen ist, fließt Strom von der Stromquelle (B+) durch die Diode36 . Die Diode36 verhindert den Stromfluss in einer unerwünschten Richtung (z. B. in Richtung auf den Schalter34 ). Der Fehlerverstärker24c empfängt das Signal, das als Folge des Schließens des Schalters34 gesendet wird. Als Antwort erzeugt der Fehlerverstärker24c ein Steuersignal für den Schalter24d , um den Stromfluss quer durch den Schalter24d freizugeben, wodurch die Lichtquelle22 erregt wird.
Claims (10)
- Beleuchtungssystem, dadurch gekennzeichnet, dass das System umfasst: – eine Lichtquelle (
22 ), die dahingehend ausgebildet ist, Licht zu emittieren; und – einen Regler (24 ), der mit der Lichtquelle elektrisch verbunden ist, wobei der Regler dahingehend ausgebildet ist, ein pulsbreitenmoduliertes (PWM) Signal zu empfangen und auf Basis des PWM-Signals ein Sägezahnsignal zu erzeugen, das die Lichtquelle erregt und eine Emission von Licht bewirkt. - Beleuchtungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Regler aufweist: – einen Schalter (
24d ), der dahingehend ausgebildet ist, es zu ermöglichen, dass die Lichtquelle (22 ) erregt wird; – ein Integrierglied (24a ), das das PWM-Signal empfängt und das Sägezahnsignal erzeugt, wobei das Sägezahnsignal das über die Zeit integrierte PWM-Signal ist, und – einen Verstärker (24c ), der eine Spannung des Sägezahnsignals und eine Spannung eines dritten Signals bewertet und auf Basis von Differenzen zwischen der Spannung des Sägezahnsignals und der Spannung des dritten Signals ein Steuersignal für den Schalter erzeugt, um zu ermöglichen, dass die Lichtquelle erregt und Emission von Licht bewirkt wird. - Beleuchtungssystem nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das von dem Integrierglied (
24a ) empfangene PWM-Signal als Antwort auf ein Eingangssignal von einem Schlüsselanhänger-, Tür- und/oder Deckenlampenschalter od. dgl. erzeugt wird. - Beleuchtungssystem nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein Steuergerät (
32 ) vorgesehen ist, das das Eingangssignal empfängt und das PWM-Signal für das Integrierglied (24a ) erzeugt. - Beleuchtungssystem nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass eine Gleichstromquelle (B+) vorgesehen ist, die mit dem Steuergerät (
32 ) verbunden ist und es dem Steuergerät ermöglicht, das PWM-Signal auf einen Empfang des Eingangssignals hin zu erzeugen. - Beleuchtungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass eine Lichtleiteinrichtung (
14 ) vorgesehen ist, die nahe an der Lichtquelle (22 ) angeordnet ist, und dass die Lichtleiteinrichtung (14 ) das von der Lichtquelle emittierte Licht lenkt. - Beleuchtungssystem nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtleiteinrichtung (
14 ) eine hyperbolische Sammellinse (14c ) aufweist. - Beleuchtungssystem nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass eine äußere Linse (
12 ) vorgesehen ist, die von dem mittels der Lichtleiteinrichtung (14 ) gelenkten Licht (21 ) durchquert wird. - Beleuchtungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtquelle (
22 ) eine Leuchtdiode (LED) ist. - Beleuchtungssystem für ein Fahrzeug, dadurch gekennzeichnet, dass das System aufweist: – ein Steuergerät (
32 ), das ein Eingangssignal empfängt und ein PWM-Signal erzeugt, wobei das Eingangssignal von einem Tür-, Schlüsselanhänger- und/oder Deckenlampenschalter erzeugt wird; – einen Reflektor (26 ,28 ); – eine äußere Linse (12 ); – eine Lichtquelle (22 ), die dahingehend ausgebildet ist, Licht zu emittieren; – einen Regler (24 ), der mit dem Steuergerät kommuniziert und mit der Lichtquelle elektrisch verbunden ist, wobei der Regler aufweist: – einen Schalter (24d ), der dahingehend ausgebildet ist, eine Erregung der Lichtquelle zu ermöglichen, – ein Integrierglied (24a ), das das PWM-Signal empfängt und ein Sägezahnsignal erzeugt, wobei das Sägezahnsignal das über die Zeit integrierte PWM-Signal ist, und – einen Verstärker (24c ), der eine Spannung des Sägezahnsignals und eine Spannung eines dritten Signals bewertet und auf Basis von Differenzen zwischen der Spannung des Sägezahnsignals und der Spannung des dritten Signals ein Steuersignal für den Schalter erzeugt, um zu ermöglichen, dass die Lichtquelle erregt wird, was die Emission von Licht bewirkt; und – eine Lichtleiteinrichtung (14 ), die eine hyperbolische Sammellinse (14c ) aufweist und nahe an der Lichtquelle, dem Reflektor und der äußeren Linse angeordnet ist und das von der Lichtquelle emittierte Licht auf den Reflektor lenkt, wobei der Reflektor das Licht durch die äußere Linse hindurch reflektiert.
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Effective date: 20150318 |
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