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DE102008016431B4 - Metalldeckschicht mit erhöhtem Elektrodenpotential für kupferbasierte Metallgebiete in Halbleiterbauelementen sowie Verfahren zu ihrer Herstellung - Google Patents

Metalldeckschicht mit erhöhtem Elektrodenpotential für kupferbasierte Metallgebiete in Halbleiterbauelementen sowie Verfahren zu ihrer Herstellung Download PDF

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DE102008016431B4
DE102008016431B4 DE102008016431A DE102008016431A DE102008016431B4 DE 102008016431 B4 DE102008016431 B4 DE 102008016431B4 DE 102008016431 A DE102008016431 A DE 102008016431A DE 102008016431 A DE102008016431 A DE 102008016431A DE 102008016431 B4 DE102008016431 B4 DE 102008016431B4
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metal
semiconductor device
copper
electrode potential
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DE102008016431A
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Markus Nopper
Axel Preusse
Robert Seidel
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Advanced Micro Devices Inc
Original Assignee
AMD Fab 36 LLC and Co KG
Advanced Micro Devices Inc
AMD Fab 36 LLC
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Priority to US12/355,840 priority patent/US8314494B2/en
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    • H10W20/425
    • H10W20/037
    • H10W20/052
    • H10W20/081
    • H10W20/47

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  • Internal Circuitry In Semiconductor Integrated Circuit Devices (AREA)

Abstract

Halbleiterbauelement mit:
einem Substrat;
einem Metallisierungssystem, das über dem Substrat ausgebildet ist, wobei das Metallisierungssystem umfasst
eine Metalleitung, die in einer dielektrischen Schicht ausgebildet ist und eine obere Oberfläche aufweist,
eine leitende Deckschicht, die auf der oberen Oberfläche ausgebildet ist, wobei die leitende Deckschicht aus einer ternären Legierung mit Wolfram und mindestens einem Metall aufgebaut ist, das durch ein Standardelektrodenpotential definiert ist, das weniger negativ ist im Vergleich zu einem Standardelektrodenpotential von Kobalt (Co), wobei das mindestens eine Metall Aluminium, Titan, Gold, Silber oder Platin umfasst.

Description

  • Gebiet der vorliegenden Offenbarung
  • Im Allgemeinen betrifft die vorliegende Offenbarung die Herstellung von Mikrostrukturen, etwa von modernen integrierten Schaltungen, und betrifft insbesondere die Herstellung von leitenden Strukturen, etwa von Metallisierungsschichten auf Kupferbasis und Techniken zur Reduzierung der Elektromigration während des Betriebs.
  • Beschreibung des Stands der Technik
  • US 2005/0001325 A1 offenbart, auf einer kupferhaltigen, elektrisch leitfähigen Leitung in einem integrierten Schaltkreis eine Deckschicht auszubilden und auf der Deckschicht eine Barrierenschicht auszubilden. Die Deckschicht kann eine Legierung aus Nickel, Wolfram und Phosphor oder eine Legierung aus Nickel, Wolfram und Bor umfassen.
  • Bei der Herstellung moderner Mikrostrukturen, etwa von integrierten Schaltungen, gibt es ein ständiges Bestreben, die Strukturgrößen der Mikrostrukturelemente zu verringern, um damit die Funktionsweise dieser Strukturen zu verbessern. Beispielsweise haben in modernen integrierten Schaltungen die minimalen Strukturgrößen, etwa die Kanallänge von Feldeffekttransistoren, den Bereich deutlich unter 1 μm erreicht, wodurch das Leistungsverhalten dieser Schaltungen im Hinblick auf die Geschwindigkeit und/oder Leistungsaufnahme verbessert wird. Wenn die Größe der einzelnen Schaltungselemente bei jeder neuen Schaltungsgeneration verringert wird, wodurch beispielsweise die Schaltgeschwindigkeit der Transistorelemente verbessert wird, wird auch der verfügbare Platz für Verbindungsleitungen, die die einzelnen Schaltungselemente elektrisch miteinander verbinden, ebenfalls verringert. Folglich müssen die Abmessungen dieser Verbindungsleitungen ebenfalls reduziert werden, um den kleineren Anteil an verfügbaren Platz und der größeren Anzahl an Schaltungselementen, die pro Einheitschipfläche vorgesehen sind, Rechnung zu tragen, da typischerweise die Anzahl der erforderlichen Verbindungen stärker ansteigt als die Anzahl der Schaltungselemente. Somit wird für gewöhnlich eine Vielzahl gestapelter „Verdrahtungsschichten”, die auch als Metallisierungsschichten bezeichnet werden, vorgesehen, wobei einzelne Metallleitungen einer einzelnen Metallisierungsschicht zu einzelnen Metallleitungen einer darüber liegenden oder darunter liegenden Metallisierungsschicht durch sogenannte Kontaktdurchführungen verbunden sind. Trotz des Vorsehens einer Vielzahl von Metallisierungsschichten sind geringere Abmessungen der Verbindungsleitungen notwendig, um der enormen Komplexität beispielsweise moderner CPU's, Speicherchips, ASICS (anwendungsspezifische IC's) und dergleichen Rechnung zu tragen. Die reduzierte Quer schnittsfläche der Verbindungsstrukturen möglicherweise in Verbindung mit einer Zunahme der statischen Leistungsaufnahme stark größenreduzierter Transistorelemente führt zu beträchtlichen Stromdichten in den Metallleitungen, die bei jeder neuen Bauteilgeneration noch zunehmen können.
  • Moderne integrierte Schaltungen mit Transistorelementen mit kritischer Abmessung von 0,05 μm und weniger werden daher typischerweise bei deutlich höheren Stromdichten bis zu mehreren Kiloampere pro cm2 in den einzelnen Verbindungsstrukturen betrieben trotz des Vorsehens einer relativ großen Anzahl an Metallisierungsschichten auf Grund der enormen Anzahl an Schaltungselementen pro Einheitsfläche. Das Betreiben der Verbindungsstrukturen bei erhöhten Stromdichten zieht jedoch eine Reihe von Problemen nach sich, die mit einer belastungsabhängigen Beeinträchtigung dieser Leitungen verknüpft sind, die schließlich zu einem vorzeitigen Ausfall der integrierten Schaltung führen. Ein wichtiges Phänomen in dieser Hinsicht ist der stromhervorgerufene Materialtransport der Metallleitungen und Kontaktdurchführungen, was auch als „Elektromigration” bezeichnet wird. Die Elektromigration wird durch den Pulsübertrag von Elektronen auf die Kernionen hervorgerufen, woraus sich ein Nettoimpuls in der Richtung der fließenden Elektronen ergibt. Insbesondere bei hohen Stromdichten tritt eine merkliche kollektive Bewegung oder die Diffusion von Atomen in dem Verbindungsmetall auf, wobei das Vorhandensein entsprechender Diffusionspfade einen wesentlichen Einfluss auf die verschobene Menge an Material, die sich aus dem Impulsübertrag ergibt, ausübt. Somit führt Elektromigration zur Erzeugung von Hohlräumen innerhalb und von Materialanhäufungen neben der Metallverbindungsstruktur, woraus sich eine geringere Leistungsfähigkeit und eine reduzierte Zuverlässigkeit oder ein vollständiger Ausfall des Bauelements ergibt. Beispielsweise werden Aluminiumleitungen, die in Siliziumdioxid und/oder Siliziumnitrid eingebettet sind, häufig als Metall für Metallisierungsschichten verwendet, wobei, wie zuvor erläutert ist, moderne integrierte Schaltungen mit kritischen Abmessungen von 0,1 μm oder weniger deutlich kleinere Querschnittsflächen der Metallleitungen erfordern und damit erhöhte Stromdichten benötigen, wodurch Aluminium zu einem weniger attraktiven Metall für die Herstellung von Metallisierungsschichten wird.
  • Folglich wird Aluminium zusehens durch Kupfer und Kupferlegierungen ersetzt, d. h. ein Material mit deutlich geringerem elektrischen Widerstand und verbesserter Widerstandsfähigkeit im Hinblick auf Elektromigration selbst bei deutlich höheren Stromdichten im Ver gleich zu Aluminium. Das Einführen von Kupfer bei der Herstellung von Mikrostrukturen und integrierten Schaltungen ist jedoch mit einigen ernsten Problemen verknüpft, die in der Eigenschaft des Kupfers begründet liegen, gut im Siliziumdioxid und einer Vielzahl dielektrischer Materialien mit kleinem zu diffundieren, die typischerweise in Verbindung mit Kupfer eingesetzt werden, um die parasitäre Kapazität in komplexen Metallisierungsschichten zu verringern. Um die notwendige Haftung bereitzustellen und um eine unerwünschte Diffusion von Kupferatomen in empfindliche Bauteilgebiete zu unterdrücken, ist es daher für gewöhnlich erforderlich, eine Barrierenschicht zwischen dem Kupfer und dem dielektrischen Material vorzusehen, in welchem die Verbindungsstrukturen auf Kupferbasis eingebettet sind. Obwohl Siliziumnitrid ein dielektrisches Material ist, das effizient die Diffusion von Kupferatomen unterdrückt, die Verwendung von Siliziumnitrid als ein dielektrisches Zwischenschichtmaterial wenig wünschenswert, da Siliziumnitrid eine moderat hohe Permittivität aufweist, wodurch die parasitäre Kapazität zwischen benachbarten Kupferleitungen anwächst, was zu einer nicht-akzeptablen Signalausbreitungsverzögerung führt. Daher wird für gewöhnlich eine dünne leitende Barrierenschicht gebildet, die auch dem Kupfer die erforderliche mechanische Stabilität verleiht, um damit dem Hauptanteil des Kupfers von dem umgebenden dielektrischen Material zu trennen, wodurch die Kupferdiffusion in das dielektrische Material verringert wird und auch die Diffusion von unerwünschten Atomsorten, etwa Sauerstoff, Fluor, und dergleichen in das Kupfermaterial reduziert wird. Ferner können die leitenden Barrierenschichten auch eine sehr stabile Grenzfläche mit dem Kupfer bilden, wodurch sich die Wahrscheinlichkeit verringert, dass ein merklicher Materialtransport an der Grenzfläche auftritt, das typischerweise ein kritisches Gebiet im Hinblick auf verstärkte Diffusionspfade ist. Aktuell werden Tantal, Titan, Wolfram und ihre Verbindungen mit Stickstoff und Silizium und dergleichen als bevorzugte Materialien für eine leitende Barrierenschicht eingesetzt, wobei die Barrierenschicht zwei oder mehr Teilschichten unterschiedlicher Zusammensetzung aufweisen kann, um die Erfordernisse im Hinblick auf die Diffusionsunterdrückung und die Hafteigenschaften zu erfüllen. Eine weitere Eigenschaft des Kupfers unterscheidet es deutlich von Aluminium und ist in der Tatsache begründet, das Kupfer nicht in größeren Mengen durch chemische und physikalische Dampfabscheideverfahren aufgebracht werden kann, wozu sich die Tatsache gesellt, dass Kupfer nicht effizient durch anisotrope Trockenätzprozesse strukturiert werden kann, wodurch eine Prozessstrategie erforderlich wird, die üblicherweise als Damaszener- oder Einlegetechnik bezeichnet wird. In Damaszener-Prozess wird zunächst eine dielektrische Schicht gebildet, die anschließend strukturiert wird, um Gräben und/oder Kontaktlöcher zu erhalten, die nachfolgend mit Kup fer gefüllt werden, wobei, wie zuvor erläutert ist, vor dem Einfüllen des Kupfers eine leitende Barrierenschicht an Seitenwänden der Gräben und Kontaktdurchführungen gebildet wird. Das Abscheiden des Kupferhauptmaterials in die Gräben und Kontaktlöcher wird üblicherweise durch nasschemische Prozesse bewerkstelligt, etwa Elektroplattieren oder stromloses Plattieren, wobei das zuverlässige Auffüllen von Kontaktlöchern mit einem Aspektverhältnis von 5 oder höher bei einem Durchmesser von 0,3 mm und kleiner in Verbindung mit Gräben mit einer Breite im Bereich von 0,1 μm bis mehrerer Mikrometer erforderlich ist. Elektrochemische Abscheideprozesse für Kupfer sind auf dem Gebiet der elektronischen Leiterplattenherstellung gut bekannt. Jedoch ist die hohlraumfreie Auffüllung von Kontaktlöchern mit hohem Aspektverhältnis eine äußerst komplexe und herausfordernde Aufgabe, wobei die Eigenschaften der schließlich erhaltenen Verbindungsstruktur auf Kupferbasis stark von den Prozessparametern, den Materialien und der Geometrie der interessierenden Struktur abhängen. Da Geometrie der Verbindungsstrukturen im Wesentlichen durch Entwurfserfordernisse festgelegt ist und nicht wesentlich für eine gegebene Mikrostruktur geändert werden kann, ist es von großer Bedeutung, den Einfluss von Materialien, etwa von leitenden und nicht leitenden Barrierenschichten, der Kupfermikrostruktur und ihre wechselseitige Beeinflussung auf die Eigenschaften der Verbindungsstruktur abzuschätzen und zu steuern, um sowohl eine hohe Ausbeute als auch die erforderliche Produktzuverlässigkeit sicherzustellen. Insbesondere ist es wichtig, Mechanismen für die Beeinträchtigung und den Ausfall von Verbindungsstrukturen für diverse Konfigurationen zu erkennen, zu überwachen und zu reduzieren, um damit die Bauteilzuverlässigkeit für jede neue Schaltungsgeneration oder Technologiestandard beizubehalten.
  • Daher werden große Anstrengungen unternommen, um die Beeinträchtigung von Kupferverbindungsstrukturen insbesondere mit dielektrischen Materialien mit kleinem ε, die eine relative Permittivität von 3,1 oder weniger aufweisen, zu untersuchen, um neue Materialien und Prozessstrategien zur Herstellung von kupferbasierten Leitungen und Kontaktdurchführungen mit einer insgesamt geringen Permittivität zu finden. Obwohl der exakte Mechanismus der Elektromigration in Kupferleitungen noch nicht vollständig verstanden ist, stellt sich dennoch heraus, dass Hohlräume, die in und an Seitenwänden und insbesondere an Grenzflächen zu benachbarten Materialien angeordnet sind, einen wesentlichen Einfluss auf das schließlich erreichte Leistungsverhalten und die Zuverlässigkeit der Verbindungsstrukturen ausüben.
  • Ein Auswahlmechanismus, von dem angenommen wird, dass er deutlich zu einem vorzeitigen Bauteilausfall beiträgt, ist der durch Elektromigration hervorgerufenen Materialtransport insbesondere entlang einer Grenzfläche, die zwischen dem Kupfer und einer dielektrischen Deckschicht gebildet wird, die nach dem Einfüllen des Kupfermaterials in die Gräben und Kontaktlochöffnungen vorgesehen wird, während die Seitenwände durch das leitende Barrierenmaterial beschichtet sind. Zusätzlich zur Beibehaltung der Kupferintegrität kann die dielektrische Deckschicht auch als eine Ätzstoppschicht während der Herstellung der Kontaktlochöffnungen in dem Zwischenschichtdielektrikum dienen. Häufig eingesetzt Materialien sind beispielsweise Siliziumnitrid und stickstoffenthaltendes Siliziumkarbid, die eine moderat hohe Ätzselektivität für typischerweise angewendete Zwischenschichtdielektrika, etwa eine Vielzahl von dielektrischen Materialien mit kleinem ε, zeigen und auch die Diffusion von Kupfer in das Zwischenschichtdielektrikum unterdrücken. Jüngste Forschungsergebnisse scheinen anzuzeigen, dass jedoch die Grenzfläche, die zwischen dem Kupfer und der dielektrischen Deckschicht gebildet ist, ein wesentlicher Diffusionspfad für den Materialtransport während des Betriebs der Metallverbindungsstruktur ist.
  • Folglich wurden eine Vielzahl von Alternativen in dem Versuch entwickelt, die Grenzflächeneigenschaften zwischen dem Kupfer und der Deckschicht, die die Eigenschaft besitzt, das Kupfer zuverlässig einzuschließen und dessen Integrität beizubehalten, zu verbessern. Beispielsweise wurde vorgeschlagen, selektiv leitende Materialien auf der Oberseite des kupferenthaltenden Gebiets abzuscheiden, die ein verbessertes Elektromigrationsverhalten aufweisen, ohne den Gesamtwiderstand der entsprechenden Metallleitung unnötig zu erhöhen. Beispielsweise hat sich eine Verjüngung aus Kobalt/Wolfram/Phosphor (CoWP) als aussichtsreicher Kandidat für leitende Deckschichten erwiesen, die deutlich Elektromigrationswirkungen innerhalb einer entsprechenden Metallleitung verringern können.
  • Obwohl die Verbindung aus Kobalt/Wolfram/Phosphor für verbesserte Elektromigrationseigenschaften sorgt und effizient in den Gesamtprozessablauf zur Herstellung komplexer Metallisierungssysteme integriert werden kann, da diese Verbindung effizient auf der Grundlage selektiver elektrochemischer Abscheiderezepte aufgebracht werden kann, zeigt sich dennoch, dass ausgeprägte Defekte während der Strukturierung von Kontaktlochöffnungen beobachtet werden können, die eine Verbindung zum Metallgebiet herstellen, die darauf ausgebildet die Kobalt/Wolfram/Phosphor-Deckschicht aufweisen, wie dies nachfolgend detaillierter mit Bezug zu den 1a und 1b erläutert ist.
  • 1a zeigt schematisch eine Querschnittsansicht eines Halbleiterbauelements 100 in einer fortgeschrittenen Fertigungsphase, d. h. während einer Fertigungssequenz zur Herstellung eines Metallisierungssystems. Das Halbleiterbauelement 100 umfasst ein Substrat 101, das Schaltungselemente (nicht gezeigt) gemäß der spezifizierten Schaltungskonfiguration des Bauelements 100 aufweist.
  • Das Halbleiterbauelement 100 umfasst ferner eine erste Metallisierungsebene 110 und eine zweite Metallisierungsebene 120. Wie zuvor dargelegt ist, enthält die Metallisierungsschicht 110 ein dielektrisches Material 111, beispielsweise in Form eines dielektrischen Materials mit kleinem ε, in welchem eine Metallleitung 112 aus Kupfer in Verbindung mit einer Barrierenschicht 112a, beispielsweise von Tantalnitrid, Tantal und dergleichen vorgesehen ist. Des weiteren ist eine obere Oberfläche 112s des Metallgebiets 112 mit einer leitenden Deckschicht 113 versehen, die aus der ternären Legierung Kobalt/Wolfram/Phosphor (CoWP) aufgebaut ist. Des weiteren ist eine dielektrische Ätzstoppschicht 114, beispielsweise in Form von Siliziumdioxid, Siliziumkarbid, stickstoffenthaltendem Siliziumkarbid und dergleichen über dem dielektrischen Material 111 und teilweise über der Metallleitung 112 in Kontakt mit der leitenden Deckschicht 113 ausgebildet. Die weitere Metallisierungsschicht 120 umfasst in der gezeigten Fertigungsphase ein dielektrisches Material 121 mit einer geeigneten Zusammensetzung, in der eine Kontaktlochöffnung 121a ausgebildet ist, wobei das dielektrische Material 121 einen unteren Teil eines dielektrischen Schichtstapels für die Schicht 120 repräsentiert, wenn eine Einzel-Damaszener-Technik betrachtet wird, oder es ist ein Graben (nicht gezeigt) in dem oberen Bereich der dielektrischen Schicht 121 ausgebildet.
  • Das in 1a gezeigte Halbleiterbauelement 100 kann auf der Grundlage gut etablierter Prozesstechniken hergestellt werden, wozu die Ausbildung von Schaltungselementen (nicht gezeigt) gehört, woran sich das Herstellen einer geeigneten Kontaktstruktur anschließt, über der Metallisierungsschichten, etwa die Schichten 110, 120 gebildet werden. Zu diesem Zweck wird das dielektrische Material 111 beispielsweise durch CVD (chemische Dampfabscheidung) und dergleichen abgeschieden, woraufhin eine Strukturierungssequenz zur Herstellung eines geeigneten Grabens in der Schicht 110 folgt, möglicherweise in Verbindung mit entsprechenden Kontaktöffnungen (nicht gezeigt), wobei dies von der Gesamtprozessstrategie abhängt. Ein entsprechender Ätzprozess zur Herstellung einer Kontaktöff nung wird mit Bezug zu der Kontaktöffnung 121a beschrieben. Anschließend wird die Barrierenschicht 112a gebildet und nachfolgend wird das Kupfermaterial eingefüllt, beispielsweise durch Elektroplattieren, wobei möglicherweise das Abscheiden einer geeigneten Saatschicht erforderlich ist. Danach wird überschüssiges Material des Kupfers und der Barrierenschicht 112a entfernt, etwa durch elektrochemische Ätztechniken, CMP (chemisch-mechanisches Polieren) und dergleichen. Nachfolgend wird die freigelegte Oberfläche 112s „passiviert”, indem die leitende Deckschicht 113 abgeschieden wird, wodurch ebenfalls für die gewünschte „starke” Grenzfläche an der Oberfläche 121s im Hinblick auf ein verbessertes Elektromigrationsverhalten gesorgt wird, wie dies zuvor erläutert ist. Das Abscheiden der CoWP-Legierung wird bewerkstelligt durch stromloses Plattieren, während welchem die freigelegte Oberfläche 112s als ein Katalysatormaterial dient, um die elektrochemische Reaktion in Gang zu setzen, wenn eine geeignete Elektrolytlösung einwirkt. Somit kann ein selbstjustierter Abscheidemechanismus erreicht werden, da das Abscheiden im Wesentlichen auch die freigelegte Kupferoberfläche 112s beschränkt ist. Nach dem Abscheiden einer gewünschten Dicke, beispielsweise von ungefähr 10 bis 50 nm, wird die dielektrische Ätzstoppschicht 114 abgeschieden, etwa durch CVD, woran sich die Abscheidung des dielektrischen Materials 121 anschließt. Als nächstes wird eine komplexe Strukturierungssequenz ausgeführt, die schließlich zu der Kontaktöffnung 121a führt, die sich dann bis hinab und in die dielektrische Ätzstoppschicht 114 erstreckt, die schließlich auf Grundlage gut etablierter Ätzrezepte geöffnet wird.
  • Bekanntlich werden während komplexer plasmaunterstützter Ätzprozesse eine Vielzahl von Ätznebenprodukten erzeugt, wovon zumindest einige sich auch auf freigelegten Oberflächenbereichen abscheiden und die somit vor der nachfolgenden Abscheidung eines Materials zu entfernen sind, etwa eines leitenden Barrierenmaterials in der Öffnung 121a. Folglich werden entsprechende nasschemische Ätzrezepte 115 angewendet, etwa mit verdünnter Flusssäure, einer Ammoniakwasserstoffperoxidmischung und dergleichen, die sich als effiziente Rezepte zum Aufbereiten von freigelegten Oberflächenbereichen vor der weiteren Bearbeitung des Bauelements 100 erwiesen haben. Folglich gerät während des Prozesses 115 auch ein freigelegter Bereich der leitenden Deckschicht 113 mit dem nasschemischen Ätzmittel in Kontakt, was jedoch zu einem unerwünschten Materialabtrag führt, wodurch der freigelegte Bereich der Deckschicht 113 im Wesentlichen vollständig entfernt wird und auch ein merklicher unterätzter Bereich benachbart zu der Kontaktöffnung 121a hervorgerufen wird.
  • 1b zeigt schematisch das Halbleiterbauelement 100 nach dem nasschemischen Reinigungsprozess 115. Wie gezeigt, kann eine merkliche Unterätzung 113a auftreten, wodurch entsprechende Hohlräume in dem Schichtstapel des Metallisierungssystems 120 hervorgerufen werden, die zu Prozessungleichmäßigkeiten während der weiteren Bearbeitung führen können, wodurch auch das Gesamtverhalten der Kontaktöffnung nach dem Füllen mit einem Barrierenmaterial und Kupfer beeinträchtigt wird. Folglich werden Anstrengungen unternommen, um das Erzeugen der unterätzten Bereiche 113a im Wesentlichen zu vermeiden, indem beispielsweise nach nasschemischen Ätzchemien gesucht wird, um die Struktur effizient nach einem plasmaunterstützten Ätzprozess zu reinigen, ohne dass im Wesentlichen die Kobalt/Wolfram/Phosphor-Legierung angegriffen wird. Jedoch besitzen entsprechende nasschemische Ätzchemien eine geringere Effektivität. In anderen Lösungsvorschlägen wird ein weiterer Abscheideprozess zur Herstellung der CoWP-Legierung in den unterätzten Bereichen 113a eingesetzt, wodurch jedoch deutlich zu einer längeren Durchlaufzeit auf Grund eines weiteren nasschemischen Abscheideprozesses beigetragen wird.
  • Angesichts der zuvor beschriebenen Situation betrifft die vorliegende Offenbarung Halbleiterbauelemente und Verfahren zur Herstellung eines Metallisierungssystems moderner Halbleiterbauelement, wobei die Auswirkungen eines oder mehrerer der oben erkannten Probleme vermieden oder zumindest reduziert werden.
  • Überblick über die Erfindung
  • Im Allgemeinen betrifft der hierin offenbarte Gegenstand Techniken und entsprechende Halbleiterbauelemente, in denen gewünschte Eigenschaften einer Legierung, etwa einer ternären Legierung, im Hinblick auf Elektromigration und Kupfereinschluss beibehalten werden, während dennoch die Legierung mit einer erhöhten Ätzwiderstandsfähigkeit im Hinblick auf gut etablierte nasschemische Ätzrezepte versehen wird. Dazu wird der Einfluss der standardmäßigen Elektrodenpotentiale einer oder mehrerer der Sorten der Legierung berücksichtigt, um das Gesamtwiderstandsverhalten zu erhöhen, wobei dennoch für die gewünschten Deckschichteigenschaften gesorgt wird. Somit kann durch Auswahl geeigneter Legierungen, etwa ternärer Legierungen, beispielsweise einer CoWP-Legierung und Ersetzen mindestens einer Sorte davon durch ein nobleres Material, d. h. durch ein Material mit einem weniger negativen Standardelektrodenpotential, die Widerstandsfähigkeit gegenüber Ätzangriffen gut etablierter ätzchemischer Rezepte deutlich erhöht werden, wobei dennoch für das gewünschte Elektromigrationsverhalten gesorgt wird.
  • Ein erfindungsgemäßes Halbleiterbauelement umfasst die in Anspruch 1 definierten Merkmale.
  • Ein erfindungsgemäßes Verfahren umfasst die in Anspruch 9 definierten Merkmale.
  • Ein weiteres erfindungsgemäßes Verfahren umfasst die in Anspruch 17 definierten Merkmale.
  • Ausführungsformen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen definiert.
  • KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
  • Weitere Ausführungsformen des hierin offenbarten Gegenstands sind in den Ansprüchen definiert und gehen deutlich aus der folgenden detaillierten Beschreibung hervor, wenn diese mit Bezug zu den begleitenden Zeichnungen studiert wird, in denen:
  • 1a und 1b schematisch Querschnittansichten eines Halbleiterbauelements während der Strukturierung eines dielektrischen Materials zur Herstellung einer Kontaktöffnung zeigen, die eine Verbindung zu einem Kupfer enthaltenden Metallgebiet herstellt, das darauf ausgebildet eine CoWP-Deckschicht gemäß konventionellen Prozessstrategien ausweist;
  • 2a und 2b schematisch Querschnittsansichten von Testsubstraten zur Bestimmung einer Ätzrate mehrerer ternärer Legierungen während gut retardierter naßchemischer Reinigungsprozesse zeigen, um die Abhängigkeit der Ätzrate im Hinblick auf Standardelektrodenpotentiale spezieller Sorten gemäß anschaulicher Ausführungsformen zu studieren;
  • 2c bis 2e schematische Querschnittsansichten eines Halbleiterbauelements während diverser Fertigungsphasen bei der Herstellung einer leitenden Deckschicht als eine ternäre Legierung zeigen, die Wolfram und mindestens ein Metall mit einem nobleren Verhalten im Vergleich zu Kobalt gemäß anschaulicher Ausführungsformen enthält; und
  • 2f bis 2h schematische Querschnittsansichten eines Halbleiterbauelements während der weiteren Bearbeitung zum Strukturieren einer nachfolgenden Metallisierungsebene auf der Grundlage plasmaunterstützter Ätzprozesse in Verbindung mit einem naßchemischen Reinigungsprozess unter Anwendung gut etablierter Rezepte gemäß noch weiterer anschaulicher Ausführungsformen zeigen.
  • DETAILLIERTE BESCHREIBUNG
  • Obwohl der hierin offenbarte Gegenstand mit Bezug zu den Ausführungsformen beschrieben wird, wie sie in der nachfolgenden detaillierten Beschreibung sowie den Zeichnungen dargestellt sind, sollte beachtet werden, dass die folgende detaillierte Beschreibung sowie die Zeichnungen nicht beabsichtigen, die vorliegende Offenbarung auf die speziellen anschaulichen offenbarten Ausführungsformen einzuschränken, sondern die beschriebenen anschaulichen Ausführungsformen stellen lediglich beispielsweise die diversen Aspekte der vorliegenden Offenbarung dar, deren Schutzbereich durch die angefügten Patentansprüche definiert.
  • Im allgemeinen betrifft der hierin offenbarte Gegenstand Techniken, in denen gut etablierte naßchemische Ätzrezepte während der Strukturierung modernster Metallisierungssysteme eingesetzt werden, in dem der Effekt des mehr oder weniger noblen Verhaltens entsprechenden Metallsorten in leitenden Deckschichtmaterialien, die aus Legierungen aufgebaut sind, etwa ternären Legierungen, berücksichtigt wird, die für ein verbessertes Elektromigrationsverhalten sorgen kann. Gemäß den hierin offenbarten Prinzipien kann somit ein deutlicher Anstieg des Ätzwiderstands im Hinblick auf standardmäßige naßchemische Reinigungslösungen erreicht werden, indem eine oder mehrere der Sorten einer entsprechenden Legierung ersetzt werden, wobei in anschaulichen Ausführungsformen eine ternäre Legierung auf der Grundlage von Wolfram und Phosphor in geeigneter Weise repariert wird, beispielsweise indem eine weitere Metallsorte mit einem weniger negativen Standardelektrodenpotential im Vergleich zu dem gewöhnlicherweise verwendeten Kobalt hinzugefügt wird. Bekanntlich ist ein Standardelektrodenpotential einer speziellen Sorte als die Spannung zu verstehen, die über eine Elektrode auftritt, die in einer Lösung mit Ionen des entsprechenden Elektrodenmaterials bei einer Konzentration von 1 Mol/l eingetaucht wird, wobei die Messung unter Standardbedingungen ausgeführt wird. Dieses Standardelektrodenpotential ist ein Indikator des Redox-Potentials, was wiederum ein Maß für die Fähigkeit von Ionen einer entsprechenden Sorte ist, um Elektronen aufzunehmen, oder wodurch diese Fähigkeit quantitativ beschrieben wird. Beispielsweise nehmen die Ionen von noblen Metallen Elektronen leichter auf im Vergleich zum weniger noblen Metallen, was quantitativ durch einen positiveren Wert des entsprechenden Standardelektrodenpotentials angegeben wird. D. h. wenn ein spezifiziertes Metall, etwa Kobalt, ein negatives Standardelektrodenpotential besitzt, beispielsweise hat Kobalt ein Standardelektrodenpotential von –2,13 V, kann ein Metall, das einen weniger negativen Wert als sein Standardelektrodenpotential besitzt, als ein nobleres Metall betrachtet werden, das in Kombination mit anderen Metallen zu einem deutlich unterschiedlichen Ätzverhalten im Hinblick auf naßchemische Ätzrezepte führt.
  • Beispielsweise können eine Vielzahl von ternären Legierungen als leitende Deckschichten für Kupfer gestützte Metallgebiete eingesetzt werden, wodurch ein verbessertes Elektromigrationsverhalten erreicht wird, wobei gemäß der vorliegenden Offenbarung der Ätzwiderstand verbessert werden kann, wobei jedoch die gewünschten Elektromigrationseigenschaften im wesentlichen beibehalten werden können oder das Gesamtverhalten verbessert werden kann, wenn eine der Sorten durch ein Metall mit einer nobleren Eigenschaft ersetzt wird. In einer anschaulichen hierin offenbarten Ausführungsform wird die gut etablierte ternäre Legierung CoWP als eine Basis zum Ersetzen einer oder mehrerer der Sorten, die daran enthalten sind, durch eine Metallsorte verwendet, die deutlich nobler ist im Vergleich zu Kobalt. Beispielsweise wird die Kobaltsorte durch Nickel ersetzt, das ein Standardelektrodenpotential von –0,257 V aufweist, wodurch die Gesamteigenschaften der resultierenden Nickel-/Wolfram-/Phosphorlegierung im Hinblick auf den Ätzwiderstand deutlich verbessert wird, wobei dennoch gute elektrische Eigenschaften beibehalten werden. Folglich kann ein hohes Maß an Kompatibilität mit konventionellen Strategien beibehalten werden, da gut etablierte naßchemische Ätzchemien verwendet werden können, während auch die gesamte Prozesskomplexität auf einem geringeren Niveau im Vergleich zu konventionellen Lösungen gehalten wird, in denen ein zusätzlicher Abscheideschritt zum erneuten Auffüllen unterätzten Bereichen angewendet wird.
  • Mit Bezug zu den 2a bis 2h werden nunmehr weitere anschauliche Ausführungsformen detaillierter beschrieben.
  • 2a zeigt schematisch eine Querschnittsansicht eines Substrats 201, das ein beliebiges geeignetes Trägermaterial repräsentiert, um darauf eine oder mehrere Materialschichten 213a, 213b, 213c zu Bilden, die geeignete Materialien repräsentieren, um als eine leitende Deckschicht für ein kupferbasiertes Metallgebiet zu dienen, dies zuvor erläutert ist. Beispielsweise repräsentieren die eine oder die mehreren leitenden Deckschichtmaterialien 213a ... 213c Legierungen, und in einer speziellen Ausführungsform ternäre Legierungen, deren Eigenschaften im Hinblick auf den Ätzwiderstand gegenüber gut etablierten naßchemischen Ätzrezepten während eines entsprechenden Ätzprozesses 215 untersucht wird. Beispielsweise werden für einen spezifizierten standardmäßigen naßchemischen Ätzpro zess 215 mehrere unterschiedliche Materialzusammensetzungen in Form von beispielsweise ternären Legierungen 213b, 213c über dem Substrat 201 vorgesehen oder werden auf einzelnen Substraten angeordnet, um damit den Materialabtrag unter spezifizierten Prozessbedingungen zu bestimmen. Beispielsweise wird die Abtragsrate bestimmt, indem eine spezifizierte Schichtdicke für jedes des Materialien 213b ... 213c vorgesehen wird und indem eine entsprechende Schichtdicke nach einer spezifizierten Ätzzeit bestimmt wird. Im Hinblick auf die Bearbeitung von tatsächliche Produkten, d. h. im Hinblick auf das Ausführen eines naßchemischen Reinigungsprozesses auf Grundlage des Prozessrezepts 215 werden der Strukturierung einer dielektrischen Schicht eines Metallisierungssystems, wird eine maximal zulässige Materialabtragsrate festgelegt, die als Schwellwert betrachtet wird, um zu entscheiden, ob eines oder mehrere ätzenden Deckschichtmaterialien 213b ... 213c geeignete Kandidaten für tatsächliche Produkte repräsentieren. In 2a ist ein entsprechender Schwellwert der Abtragsrate in Bezug auf die verbleibende Schichtdicke durch die gestrichelte Linie 215t angegeben. Folglich werden nach dem naßchemischen Prozess 215 entsprechende Dickenwerte auf der Grundlage gut etablierter Techniken bestimmt und somit werden entsprechende Materialien 213b, 213c erkannt, die die gewünschte geringe Ätzrate während des Prozesses 215 besitzen. Wenn beispielsweise eines oder mehrere der Materialien bestimmt werden, dass diese eine zu hohe Ätzrate aufweisen, etwa CoWP, d. h., wenn die Abtragsrate zu hoch ist, werden eine oder mehrere der darin enthaltenen Sorten durch ein mit einem nobleren Charakter ersetzt, um damit das Gesamtätzverhalten zu ändern. Beispielsweise repräsentiert für das spezifizierte Rezept 215 das Material 213b die gut etablierte CoWP-Legierung, die wiederum eine nicht akzeptabel hohe Ätzrate aufweist, wie dies auch mit Bezug zu dem Bauelement 100 erläutert ist, wenn auf tatsächliche Produktsubstrate verwiesen wird. In diesem Falle wird in einer anschaulichen Ausführungsform eine ternäre Legierung verwendet, in der Wolfram und Phosphor beibehalten werden, während eine noblere Metallsorte anstelle von Kobalt verwendet wird. In einer anschaulichen Ausführungsform wird eine Nickel-/Wolfram-/Phosphorlegierung eingesetzt, während in anderen Fällen andere noblere Metalle verwendet werden können, um Kobalt oder eine oder mehrere der anderen Sorten zu ersetzen, etwa durch Aluminium, Titan, Gold, Silber, Platin und dergleichen.
  • 2b zeigt schematisch das Substrat 201, in welchem ein Material 213a nunmehr in Form einer ternären Legierung vorgesehen ist, die mindestens eine Metallsorte aufweist, die ein weniger negatives Standardelektrodenpotential als Kobalt aufweist, wobei in eine anschau lichen Ausführungsform die anderen Komponenten, d. h. Wolfram und Phosphor, beibehalten werden. Wie gezeigt, besitzen nach dem Ausführen des Prozessen 215 die Materialien 213b, 213c, die ungeeignete leitende Deckschichtmaterialien repräsentieren, eine deutlich reduzierte verbleibende Schichtdicke, wodurch angezeigt wird, dass die entsprechende Abtragsrate über dem Schwellwert liegt, der durch die Schichtdicke 215t angezeigt ist. Andererseits besitzt die Legierung 213a mit der Metallsorte mit verbessertem noblen Verhalten eine verbleibende Schichtdicke, die über der Schichtdicke 215t liegt, wodurch angezeigt wird, dass die Abtragsrate unter dem vorbestimmten erforderlichen Schwellwert liegt und somit das Material 213a als ein geeignetes leitendes Deckschichtmaterial gewählt werden kann.
  • Es sollte beachtet werden, dass andere Eigenschaften, etwa die Gesamtleitfähigkeit, die Kristallstruktur, die Kupferdiffusionsblockierung und dergleichen untersucht werden können, bevor das Material 213a als ein geeigneter Kandidat ausgewählt wird. Beispielsweise zeigt eine Nickel-/Wolfram-/Phosphorlegierung verbesserte Eigenschaften, etwa ein hohes Maß an Grenzflächenstabilität in Verbindung mit Kupfer und eine Vielzahl leitender Barrierenmaterialien, etwa Tantalnitrid, Tantal und dergleichen. D. h. bei einem direkten Kontakt der NiWP-Legierung mit Kupfer oder einem leitenden Barrierenmaterial wird eine gegenseitige Diffusion ausreichend unterdrückt, selbst bei moderat hohen Temperaturen bis zu einigen Hundert Grad, wodurch eine starke Grenzfläche beibehalten wird, die zu einem verbesserten Elektromigrationsverhalten führt, wie dies zuvor erläutert ist. Somit kann die NiWP-Legierung als ein effizientes Barrierenmaterial dienen, wobei die im Wesentlichen amorphe Struktur nach dem Abscheiden in eine nano-kristalline Oberflächenstruktur beim Ausheizen von Temperaturen bis zu 400°C übergeht, was zu einer erhöhten Leitfähigkeit der NiWP-Legierung führt.
  • Es sollte beachtet werden, dass entsprechende Prüfungen ebenfalls mit anderen möglichen leitenden Deckschichtmaterialien durchgeführt werden können, nachdem ein Ätzwiderstand für eines oder mehrere der gewünschten naßchemischen Ätzrezepte erkannt wurde.
  • Mit Bezug zu den 2c bis 2h werden nunmehr weitere anschauliche Ausführungsform beschrieben, in denen ein leitendes Deckschichtmaterial mit einem verbesserten Ätzwiderstand verwendet wird, das beispielsweise auf der Grundlage der Techniken ermittelt wird, wie sie zuvor beschrieben sind, um damit das erforderliche Elektromigrationsverhalten und ein hohes Maß an Kompatibilität mit gut etablierten naßchemischen Reinigungsrezepten zu erreichen.
  • 2c zeigt schematisch eine Querschnittsansicht eines Halbleiterbauelements 200 mit einem Substrat 201, über welche eine Bauteilebene 203 ausgebildet ist. Das Substrat 201 kann ein beliebiges geeignetes Trägermaterial repräsentieren, um darauf und darüber die Bauteilschicht 203 zu bilden, die ein Halbleitermaterial repräsentiert, etwa eine siliziumbasiertes Material und dergleichen, in und über welchem mehrer Schaltungselemente, etwa Transistoren 202, in Übereinstimmung mit den Entwurfsregeln gebildet werden. Beispielsweise besitzen, wie zuvor erläutert ist, in modernsten Anwendungen die Transistorelemente 202 kritische Abmessungen von ungefähr 50 nm oder weniger. Es sollte beachtet werden, dass eine kritische Abmessung als eine minimale Abmessung zu verstehen ist, die zuverlässig in der betrachtete Bauteilebene hergestellt werden kann, um damit ein spezielles Leistungsverhalten zu erreichen. Beispielsweise repräsentiert die Länge einer Gateelektrodenstruktur eine kritische Abmessung der Transistoren 202. Über der Bauteilebene 203 können weitere geeignete Ebenen vorgesehen sein, beispielsweise eine Kontaktstruktur (nicht gezeigt), die gestaltet ist, um entsprechende Kontaktbereiche der Schaltungselemente 202 mit einer oder mehreren Metallisierungsschichten 210 gemäß dem spezifizierten Schaltungsaufbau zu verbinden. Die Metallisierungsschicht 210 umfasst ein dielektrisches Material 211, möglicherweise in Verbindung mit geeignete Deckschichten oder Ätzstoppmaterialien 211a. Eine geeignete Materialzusammensetzung für das dielektrische Material 211 und die Deckschicht 211a kann gemäß ähnlicher Kriterien ausgewählt werden, wie sie auch zuvor mit Bezug zu dem Bauelement 100 erläutert sind. Ferner ist ein Metallgebiet 212 mit Kupfer in dem dielektrischen Material 211 eingebettet, möglicherweise in Verbindung mit einem geeigneten Barrierenmaterial 212a, wie dies auch zuvor erläutert ist.
  • Das in 2c gezeigte Halbleiterbauelement 200 kann auf der Grundlage gut etablierter Prozesstechniken gemäß den spezifizierten Entwurfsregeln hergestellt werden. Des weiteren wird die Metallisierungsschicht 210 durch Prozesstechniken hergestellt, wie sie auch zuvor beschrieben wurden, als auch die Metallisierungsschicht 110 des Bauelements 100 Bezug genommen wurde. Nach dem Herstellen des Kupfer enthaltenden Metallgebiets 212 wird eine freigelegte Oberfläche davon 212s sowie andere freigelegte Oberflächenbereiche des dielektrischen Materials 211 einem Reinigungsprozess 230 im Hinblick auf Kontaminationsstoffe unterzogen, die während der vorhergehenden Bearbeitung erzeugt werden, ins besondere während eines CMP-Prozesses, der für gewöhnlich zum Entfernen von überschüssigem Material und zum Einebenen der resultierenden Oberflächentopographie angewendet wird. Beispielsweise wurde entsprechende Kontaminationsstoffe 231 gebildet. Der Reinigungsprozess kann auf der Grundlage gut etablierter Rezepte ausgeführt werden, wodurch auch die Oberfläche 212s für eine nachfolgende elektrochemische Abscheidung vorbereitet wird.
  • 2d zeigt schematisch das Halbleiterbauelement 200 nach dem Reinigungsprozess 230 und während eines elektrochemischen Abscheideprozesses 232, der auf der Grundlage einer geeigneten Elektrolytlösung mit Ionen der gewünschten Sorte ausgeführt wird, wobei in einer anschaulichen Ausführungsform eine ternäre Legierung in Form von Nickel/Wolfram/Phosphor abgeschieden wird. Es sollte beachtet werden, dass elektrochemische Abscheideprozesse gut etabliert sind und für den Prozess 232 eingesetzt werden können, insbesondere, da Wolfram, Phosphor und Nickel häufig eingesetzte Materialien sind, wovon einige auch durch stromloses Plattieren aufgebracht werden, so dass entsprechende Abscheidereaktoren und dergleichen verfügbar sind, ohne dass zusätzliche Ressourcen erforderlich sind. Während des Prozesses 232 wird eine selektive Abscheidung der Materialschicht 213a in einer gewünschten Dicke erreicht, um damit den gesamten Bauteilerfordernissen Rechnung zu tragen. Wie gezeigt, können während des Prozesses 232 Kontaminationsstoffe 233 an freigelegten Oberflächenbereichen auftreten, beispielsweise auf dem dielektrischen Material 211, die während eines nachfolgenden Reinigungsprozesses entfernt werden.
  • 2e zeigt schematische das Halbleiterbauelement 200 während eines entsprechenden Reinigungsprozesses 234, der als ein geeigneter naßchemischer Reinigungsprozess ausgeführt und das Spülen mit reinem Wasser und dergleichen beinhaltet. Es sollte auch beachtet werden, dass aufgrund des erhöhten Ätzwiderstands der Reinigungsprozess 234 auch standardmäßige Reinigungschemien enthalten kann, ohne dass die Deckschicht 213a deutlich geschädigt wird.
  • 2f zeigt schematisch das Halbleiterbauelement 200 in einem weiter fortgeschrittenen Herstellungsstadium. Wie gezeigt, ist ein dielektrisches Material 221 in einer weiteren Metallisierungsschicht 220 über der Metallisierungsschicht 210 gebildet. Ferner ist eine Kontaktöffnung 221a in dem Material 211 ausgebildet, die abhängig von der gesamten Pro zessstrategie sich bis zu einer Ätzstoppschicht 214 erstreckt, die aus einem geeigneten Material aufgebaut sein kann, wie dies auch zuvor mit Bezug zu der Ätzstoppschicht 114 erläutert ist.
  • Das in 2f gezeigte Halbleiterbauelement 200 kann auf der Grundlage von im Wesentlichen den gleichen Prozesstechniken hergestellt werden, wie sie zuvor mit Bezug zu dem Bauelement 100 erläutert sind. D. h. die Ätzstoppschicht 214 wird auf der Grundlage einer geeigneten Technik hergestellt, woran sich das Abscheiden des Materials 221 und ein entsprechendes Strukturierungsschema anschließt, wozu plasmaunterstützte Ätzprozesse gehören.
  • Es sollte beachtet werden, dass eine Vielzahl unterschiedlicher Strukturierungsschemata eingesetzt werden können, um Metalleitungen und Kontaktdurchführungen in dem dielektrischen Material 221 zu bilden. Wenn beispielsweise das dielektrische Material 221 einen unteren Bereich der Metallisierungsschicht 220 repräsentiert, kann die Kontaktöffnung 221a so gebildet werden, dass dieses durch die Schicht 214 erstreckt, wodurch die Deckschicht 213a freigelegt wird, wie dies gezeigt ist. In anderen Fällen ist in der gezeigten Fertigungsphase bereits ein Graben in einem obere Bereich des dielektrischen Materials 221 gebildet, und die Kontaktöffnung 221a, d. h. ein unterer Bereich davon, wird gemeinsam mit einem Graben gebildet. In einem Beispiel sei angenommen, dass ein Graben nach dem Bilden der Kontaktöffnung 221a herzustellen ist, wie dies in 2f gezeigt ist, ohne jedoch zu beabsichtigen, den Schutzbereich der vorliegenden Offenbarung auf ein spezielles Strukturierungsschema einzuschränken.
  • 2g zeigt schematisch das Halbleiterbauelement 200 nach einem weiteren plasmaunterstützten Ätzprozess, um eine Graben 221t zu bilden, was erreicht werden kann durch beispielsweise Vorsehen eines Einebnungsmaterials und Bilden einer geraden Ätzmaske durch gut etablierte Lithographietechniken. Wie zuvor erläutert ist, werde in anderen Fällen der Graben 221t und die Kontaktöffnung 221a zumindest ein unterer Bereich davon in einem gemeinsamen plasmaunterstütztem Ätzprozess hergestellt. Nach dem Bilden des Grabens 221 wird die Ätzstoppschicht 214 innerhalb der Kontaktöffnung 221a auf Grundlage gut etablierter Ätztechniken geöffnet. Somit wird in der gezeigten Fertigungsphase ein naßchemischer Reinigungsprozess, etwa der Prozess 215, ausgeführt, um mit der Ätzung in Verbindung stehende Kontaminationsstoffe zu entfernen, wie dies auch zuvor erläutert ist. Aufgrund des verbesserten Ätzwiderstands der leitenden Deckschicht 213a, die in einer anschaulichen Ausführungsform aus Nickel, Wolfram, Phosphor aufgebaut ist, wird ein deutlicher Materialabtrag vermieden und es wird auch eine merkliche Unterätzung der Ätzstoppschicht 214 in der Nähe der Kontaktöffnung 221 unterdrückt.
  • 2h zeigt schematisch das Halbleiterbauelement 200 in einer fortgeschrittenen Fertigungsphase, in der eine leitende Barrierenschicht 223, beispielsweise aus Tantal, Tantalnitrid, Titan, Titannitrid, oder Kombination zwei oder mehrerer dieser Materialien, in dem Graben 221t und in der Kontaktöffnung 221 gebildet ist. Somit bildet das Barrierenmaterial 223 eine Grenzfläche mit der Deckschicht 213a, wie sie durch 213s bezeichnet ist, wobei, wie zuvor erläutert ist, ein hohes Maß an Stabilität erreicht wird, wenn beispielsweise Nickel, Wolfram, Phosphor zur Herstellung der Deckschicht 213a verwendet werden.
  • Danach wird die Weiterbearbeitung fortgesetzt, indem beispielsweise Kupfer eingeführt wird auf der Grundlage gut etablierter Prozesstechniken und überschüssiges Material davon entfernt wird. Danach wird bei Bedarf eine weitere leitende Deckschicht gebildet, die beispielsweise aus dem gleichen Material wie die Schicht 213a aufgebaut ist.
  • Es gilt also: Die vorliegende Offenbarung stellt Halbleiterbauelemente und entsprechende Verfahren bereit, um den Ätzwiderstand von leitenden Deckschichtmaterialien in Form von Legierungen im Hinblick auf gut etablierte naßchemische Ätzrezepte zu erhöhen, indem das Standardelektrodenpotential eines oder mehrerer der entsprechenden Sorten berücksichtigt wird. Durch Ermitteln eines geeigneten Kandidaten für ein leitendes Deckmaterial können beispielsweise die Ätzeigenschaften davon abgeschätzt werden und können verbessert werden, indem mindestens eine Sorte durch ein Metall ersetzt wird, das nobler ist. Beispielsweise wird in einer anschaulichen Ausführungsform in einer ternären Legierung mit Wolfram und Phosphor die dritte Komponente in Form eines Metalls vorgesehen, das ein weniger negatives Standardelektrodenpotential im Vergleich zu Kobalt aufweist, wodurch die Ätzeigenschaften deutlich verbessert werden. Andererseits kann das Elektromigrationsverhalten auf einem gewünschten hohen Niveau gehalten werden, wodurch das gesamte Bauteilleistungsverhalten verbessert wird, ohne dass im Wesentlichen zur Prozesskomplexität beigetragen wird, oder wodurch die gesamte Prozesskomplexität im Vergleich zu konventionellen Lösungen sogar verringert wird. In einigen anschaulichen Ausführungsformen wird der Reinigungsprozess 215 unter weniger anspruchsvollen Bedingungen auf Grund der erhöhten Ätzwiderstands des Materials 213a ausgeführt. D. h. in einigen anschaulichen Ausführungsformen wird der Prozess 215 in einer Standardreinraumatmosphäre ausgeführt, ohne dass das Einrichten einer im Wesentlichen sauerstoffreien Prozessumgebung erforderlich ist. Somit können entsprechende Prozesskammern einen insgesamt einfacheren Aufbau besitzen, wodurch ebenfalls zu einer geringeren Prozesskomplexität beigetragen wird. In anderen Fällen können weniger kritische Prozessbedingungen während des Bearbeitens und der Handhabung des Bauelements 200 vor dem Reinigungsprozess 215 angewendet werden, da selbst eine erhöhte Defektrate während dieser Prozessschritt effizient kompensiert werden kann, indem angepasste Prozessbedingungen während des Prozesses 215 angewendet werden, beispielsweise indem die Gesamtprozesszeit erhöht wird, indem die Konzentration reaktiver Komponenten erhöht, und dergleichen. Somit kann die Gesamtkomplexität weiter verringert werden. Das gleiche gilt für das Vorbereiten, das Beibehalten und das Zuführen der Reinigungslösung für den Prozess 215, was in einigen konventionellen Lösungen eine im Wesentlichen sauerstoffreie Umgebung während der gesamten Sequenz zur Handhabung der entsprechenden naßchemischen Ätzchemie erfordert.
  • Weitere Modifizierungen und Variationen der vorliegenden Offenbarung werden für den Fachmann angesichts dieser Beschreibung offenkundig. Daher ist diese Beschreibung lediglich anschaulich und für die Zwecke gedacht, dem Fachmann die allgemeine Art und Weise des Ausführens der hierin offenbarten Prinzipen zu vermitteln. Selbstverständlich sind die hierin gezeigten und beschriebene Formen der Erfindung als die gegenwärtig bevorzugten Ausführungsformen zu betrachten.

Claims (18)

  1. Halbleiterbauelement mit: einem Substrat; einem Metallisierungssystem, das über dem Substrat ausgebildet ist, wobei das Metallisierungssystem umfasst eine Metalleitung, die in einer dielektrischen Schicht ausgebildet ist und eine obere Oberfläche aufweist, eine leitende Deckschicht, die auf der oberen Oberfläche ausgebildet ist, wobei die leitende Deckschicht aus einer ternären Legierung mit Wolfram und mindestens einem Metall aufgebaut ist, das durch ein Standardelektrodenpotential definiert ist, das weniger negativ ist im Vergleich zu einem Standardelektrodenpotential von Kobalt (Co), wobei das mindestens eine Metall Aluminium, Titan, Gold, Silber oder Platin umfasst.
  2. Halbleiterbauelement nach Anspruch 1, das ferner eine dielektrische Ätzstoppschicht aufweist, die auf der leitenden Deckschicht gebildet ist.
  3. Halbleiterbauelement nach Anspruch 1, das ferner eine Kontaktdurchführung aufweist, die in einer zweiten dielektrischen Schicht gebildet ist, die über der dielektrischen Schicht und dem Metalleiter gebildet ist, wobei die Kontaktdurchführung eine Verbindung zu der leitenden Deckschicht herstellt.
  4. Halbleiterbauelement nach Anspruch 1, wobei die ternäre Legierung Phosphor aufweist.
  5. Halbleiterbauelement nach Anspruch 1, wobei die Metalleitung Kupfer aufweist.
  6. Halbleiterbauelement nach Anspruch 1, das ferner Transistorelemente mit einer kritischen Abmessung von 50 nm oder weniger aufweist.
  7. Halbleiterbauelement nach Anspruch 6, wobei das dielektrische Material ein dielektrisches Material mit kleinem ε aufweist.
  8. Halbleiterbauelement nach Anspruch 3, wobei die Kontaktdurchführung ein leitendes Barrierenmaterial aufweist, das eine Grenzfläche mit der leitenden Deckschicht bildet.
  9. Verfahren mit: Bilden einer Öffnung in einer dielektrischen Schicht, die über einem Substrat eines Halbleiterbauelements ausgebildet ist; Füllen der Öffnung mit einem kupferenthaltenden Metall, um ein Metallgebiet zu Bilden; und Bilden einer Deckschicht, die aus einer ternären Legierung zumindest an einer oberen Oberfläche des Metallgebiets aufgebaut ist, wobei die ternäre Legierung Wolfram und mindestens ein Metal mit einem Standardelektrodenpotential aufweist, das weniger negativ als ein Standardelektrodenpotential von Kobalt ist, wobei das mindestens eine Metall Aluminium, Titan, Gold, Silber oder Platin umfasst.
  10. Verfahren nach Anspruch 9, wobei die Deckschicht durch Ausführen eines elektrochemischen Abscheideprozesses gebildet wird.
  11. Verfahren nach Anspruch 10, wobei der elektrochemische Abscheideprozess einen stromlosen Abscheideprozess umfasst.
  12. Verfahren nach Anspruch 9, das ferner umfasst: Reinigen der oberen Oberfläche mittels eines naßchemischen Reinigungsprozesses vor dem Bilden der Deckschicht.
  13. Verfahren nach Anspruch 12, das ferner Reinigen der Deckschicht mittels eines Naßreinigungsprozesses umfasst.
  14. Verfahren nach Anspruch 9, das ferner umfasst: Bilden einer zweiten dielektrischen Schicht über der dielektrischen Schicht und der Deckschicht, Bilden einer Kontaktöffnung in der zweiten dielektrischen Schicht, die sich zumindest zu der Deckschicht erstreckt, und Ausführen eines naßchemischen Reinigungsprozesses.
  15. Verfahren nach Anspruch 14, das ferner umfasst: Abscheiden einer leitenden Barrierenschicht in der Kontaktöffnung, um eine Grenzfläche mit der ternären Legierung der Deckschicht zu bilden.
  16. Verfahren nach Anspruch 14, wobei der naßchemischer Reinigungsprozess in einer standardmäßigen Reinraumatmosphäre ausgeführt wird.
  17. Verfahren mit: Ermitteln eines naßchemischen Reinigungsrezepts, das zum Entfernen von Kontaminationsstoffen nach einem Plasmaätzprozess zur Strukturierung einer Kontaktöffnung ausgelegt ist, die eine Verbindung zu einem kupferenthaltenden Metallgebiet in einem Metallisierungssystem eines Halbleiterbauelements herstellt; Bestimmen einer Ätzrate, wenn das naßchemische Reinigungsrezept auf ein oder mehrere ternäre Legierungen angewendet wird, wobei das Bestimmen der Ätzrate umfasst: Bereitstellen einer spezifizierten Schichtdicke von jeder der ein oder mehreren ternären Legierungen über einem Substrat; Anwenden des naßchemischen Reinigungsrezepts auf das Substrat; und Bestimmen einer Schichtdicke der einen oder mehreren ternären Legierungen nach einer spezifizierten Ätzzeit; und wobei das Verfahren ferner umfasst: Ersetzen einer speziellen Sorte einer der Sorten in der einen oder den mehreren ternären Legierungen durch eine Ersatzsorte mit einem weniger negativen Standardelektrodenpotential im Vergleich zu dem Standardelektrodenpotential der spezifizierten einen Sorte, wenn die Ätzrate über einem vordefinierten Schwellwert liegt.
  18. Verfahren nach Anspruch 17, wobei die ternäre Legierung eines der folgenden Materialien aufweist: eine Verbindung aus Kobalt, Wolfram und Phosphor (CoWP); eine Verbindung aus Kobalt, Wolfram und Bor (CoWB); eine Verbindung aus Nickel, Molybdän und Bor (Ni MoB); und eine Verbindung aus Nickel, Molybdän und Phosphor (NiMoP).
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