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DE102008015810A1 - Installationsschaltgerät - Google Patents

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DE102008015810A1
DE102008015810A1 DE102008015810A DE102008015810A DE102008015810A1 DE 102008015810 A1 DE102008015810 A1 DE 102008015810A1 DE 102008015810 A DE102008015810 A DE 102008015810A DE 102008015810 A DE102008015810 A DE 102008015810A DE 102008015810 A1 DE102008015810 A1 DE 102008015810A1
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DE
Germany
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limiting resistor
current limiting
switching device
busbar
main
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DE102008015810A
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Inventor
Roland Ritz
Joachim Majewski
Ralf Dipl.-Ing. Wieland
Manfred Hofmann
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ABB AG Germany
Original Assignee
ABB AG Germany
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    • HELECTRICITY
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Installationsschaltgerät, insbesondere einen Selektivschutzschalter (10), mit einem eine Befestigungsseite (12), eine vordere und hintere Frontseite (14, 15) und die Befestigungs- und die Frontseite verbindende Breit- und vordere und hintere Schmalseiten (16, 17) umfassenden Gehäuse (18). Das Gerät umfasst weiter einen zwischen einer Eingangs- und einer Ausgangsklemme (20, 21) verlaufenden Hauptstrompfad, der eine mit einer Lichtbogenlöschkammer (27) versehene Hauptkontaktstelle (22), ein Schlagankersystem (23), das die Hauptkontaktstelle (22) in Offenstellung bringen kann, und ein Haupt-Thermobimetall (7) enthält. Das Haupt-Thermobimetall kann auf ein Schaltschloss (24) mit Verklinkungsstelle öffnend einwirken. Das Gerät hat einen Nebenstrompfad, in dem ein Strombegrenzungswiderstand (1) und ein ebenfalls auf das Schaltschloss (24) wirkendes Selektiv-Thermobimetall (3) sowie eine vom Schaltschloss (24) öffenbare Trennkontaktstelle (21) angeordnet sind. Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass der Strombegrenzungswiderstand (1) an einer ersten Kontaktierungsseite (32) flächig mit einer ersten Stromschiene (2) verbunden ist.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Installationsschaltgerät mit einem eine Befestigungsseite, eine vordere und hintere Frontseiten und die Befestigungs- und die Frontseite verbindende Breit- und vordere und hintere Schmalseiten umfassenden Gehäuse, mit einem zwischen einer Eingangs- und einer Ausgangsklemme verlaufenden Hauptstrompfad, der eine mit einer Lichtbogenlöschkammer versehene Hauptkontaktstelle, ein Schlagankersystem, das die Hauptkontaktstelle in Offenstellung bringen kann, und ein Haupt-Thermobimetall enthält, das auf ein Schaltschloss mit Verklinkungsstelle öffnend einwirken kann, mit einem Nebenstrompfad, in dem ein Strombegrenzungswiderstand und ein ebenfalls auf das Schaltschloss wirkendes Selektiv-Thermobimetall sowie eine vom Schaltschloss öffenbare Trennkontaktstelle angeordnet sind, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
  • Gattungsgemäße Installationsschaltgeräte sind beispielsweise als selektive Hauptleitungsschutzschalter oder SH-Schalter bekannt. Solche Geräte werden beispielsweise in einem Stromzählersystem vor dem Zähler im Zählerkasten einer elektrischen Hausinstallationsanlage eingesetzt, und damit auch vor dem Installationsverteiler einer Hausinstallationsanlage. Ihr Zweck ist das selektive Schalten bei Auftreten eines Kurzschlusses.
  • Selektives Schalten bedeutet dabei zeitverzögertes Abschalten. Ein SH-Schalter ist dazu mit einer Zeitverzögerung versehen, wodurch er bei einem Kurzschlussstrom in einem der nachgeordneten Stromkreise nicht sofort ausschaltet, sondern erst nach einer gewissen Verzögerungszeit ausschalten würde. Innerhalb dieser Verzögerungszeit hat der Schutzschalter desjenigen nachgeordneten Stromkreises, in dem der Kurzschluss aufgetreten ist, die Chance, den Kurzschluß selbsttätig abzuschalten und den Stromkreis zu unterbrechen. In diesem Fall schaltet der SH-Schalter nicht, und die Versorgung der übrigen, nicht gestörten Stromkreise bleibt unbeeinflusst. Nur wenn der Kurzschlussstrom nach Ende der Verzögerungszeit immer noch anliegt, unterbricht der SH-Schalter die Stromzufuhr zum Zähler und damit zu allen nachgeordneten Stromkreisen.
  • Man unterscheidet spannungsunabhängige und spannungsabhängige SH-Schalter.
  • Bei einem spannungsunabhängigen SH-Schalter wird die Selektivität dadurch erreicht, dass der Strom bei Auftreten eines Kurzschlusses zunächst durch die Öffnung einer sogenannten Hauptkontaktstelle vom Hauptstrompfad auf einen parallelen Nebenstrompfad umgeleitet und dabei durch einen sogenannten Selektivwiderstand, welcher ein Strombegrenzungswiderstand ist, begrenzt wird. Zwischen den Ein- und Ausgangsklemmen fließt jetzt ein begrenzter Kurzschlussstrom. In dem Nebenstrompfad befindet sich ein zeitverzögertes Unterbrechungselement, meistens ein Thermobimetall, oft auch Selektiv-Bimetall genannt. Nach Ablauf der Verzögerungszeit biegt dieses sich so weit aus, dass eine Kopplung mit einem Auslöseelement eines Schaltschlosses bewirkt wird, wodurch in dem Schaltschloss eine Verklinkung gelöst und dadurch eine sog. Nebenkontaktstelle zusammen mit der Hauptkontaktstelle dauerhaft geöffnet wird, wodurch dann der Strompfad zwischen den Ein- und Ausgangsklemmen vollständig unterbrochen ist.
  • Daneben befindet sich im Hauptstrompfad noch das Haupt-Bimetall. Dieses ist ein Auslöser mit langer Verzögerung, der in bekannter Weise bei Auftreten eines über längere Zeit anliegenden Überlaststromes im Hauptstrompfad sich so weit ausbiegt, dass ebenfalls eine Kopplung mit dem Auslöseelement des Schaltschlosses bewirkt wird, wodurch in dem Schaltschloss die Verklinkung gelöst und dadurch ebenfalls die Nebenkontaktstelle zusammen mit der Hauptkontaktstelle dauerhaft geöffnet wird, wodurch dann der Strompfad zwischen den Ein- und Ausgangsklemmen vollständig unterbrochen ist.
  • Gattungsgemäße Installationsschaltgeräte sind beispielsweise aus der DE 195 26 592 C2 oder der DE 10 2004 019 175 A1 bekannt.
  • Wenn der Strombegrenzungswiderstand nach der Kommutierung des Kurzschlussstromes von diesem durchflossen wird, entsteht in ihm eine erhebliche Wärme, die zur Vermeidung einer Bauelementestörung wirksam von dem Strombegrenzungswiderstand abgeführt werden muss. Bei bisher bekannten gattungsgemäßen Installationsschaltgeräten erfolgt die Wärmeabfuhr von dem Strombegrenzungswiderstand durch Strahlung und Konvention in das Gehäuseinneren hinein. Wenn gattungsgemäße Installationsschaltgeräte bei ansonsten wenigstens gleicher Funktionalität kleiner und kompakter aufgebaut werden sollen, so könnte die im Stand der Technik bisher bekannte und einzig verwendete Art der Wärmeabfuhr von dem Strombegrenzungswiderstand nicht mehr ausreichen.
  • Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein gattungsgemäßes Installationsschaltgerät zu schaffen, das auch bei kleinen und kompakten Außenabmessungen eine wirksame Wärmeabfuhr von dem Strombegrenzungswiderstand gewährleistet.
  • Die Aufgabe wird gelöst durch ein gattungsgemäßes Installationsschaltgerät mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1.
  • Erfindungsgemäß also ist der Strombegrenzungswiderstand an einer ersten Kontaktierungsseite flächig mit einer ersten Stromschiene verbunden. Insbesondere wenn die erste Stromschiene als massives Bauteil, welches eine gute Wärme – und Stromleitfähigkeit aufweist, ausgebildet ist, ist durch die flächige Verbindung zwischen dem Strombegrenzungswiderstand und dieser Stromschiene eine sehr gute Wärmeabfuhr durch Wärmeleitung von dem Strombegrenzungswiderstand über die erste Stromschiene ermöglicht. Beispielsweise könnte die erste Stromschiene in Vorteilhafterweise in Form eines massiven Kupferleiters ausgebildet sein.
  • Die Wärmeabfuhr durch Wärmeleitung kann vorteilhafterweise gerichtet erfolgen, so dass gezielt wärmeempfindliche Bereiche in dem Geräteinneren nicht durch die Abwärme des Strombegrenzungswiderstandes über Gebühr zusätzlich belastet werden. Darüber hinaus ist die Wärmeabfuhr durch Wärmeleitung effektiver als eine Wärmeabfuhr, die nur auf Konvektion und Strahlung beruht, wie im Stande Technik bekannt.
  • Gemäß einer besonders vorteilhaften Ausführungsform ist der Strombegrenzungswiderstand in einem eine erste Teilungswand umfassenden ersten Gehäuseteilbereich zwischen einer Anschlussklemme und der Lichtbogenlöschkammer angeordnet. Diese erfindungsgemäße Anordnung bietet mehrere Vorteile. Der Strombegrenzungswiderstand ist durch den Einbau in dem ersten Gehäuseteilbereich, welcher durch eine erste Teilungswand von der Lichtbogenlöschkammer getrennt ist, vor Einwirkungen des Lichtbogens geschützt, so dass eine zusätzliche Erwärmung des Strombegrenzungswiderstandes aufgrund eines Lichtbogens, der bei einer Kurzschluss Schalthandlung entsteht, verhindert ist. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass eine räumliche Potenzialtrennung gegenüber dem restlichen Geräteinneren auf diese Art erreicht werden kann.
  • Durch die erfindungsgemäße Anordnung des Strombegrenzungswiderstandes zwischen einer Anschlussklemme und der Lichtbogenlöschkammer kann der Strombegrenzungswiderstand in einer weiteren besonders vorteilhaften Ausführungsform in der Nähe einer Schmalseite des Gehäuses, also in der Nähe des Randes des Gehäuses, angeordnet sein. Dadurch kann besonders vorteilhaft die Wärme des Strombegrenzungswiderstandes durch Strahlung nach außen abgegeben werden.
  • In einer weiteren sehr vorteilhaften Ausführungsform ist die erste Stromschiene an ihrem freien Ende mit dem Selektiv-Thermobimetall verbunden. Dies hat die vorteilhafte Wirkung, dass die durch Wärmeleitung von dem Strombegrenzungswiderstand über die erste Stromschiene abgeleitete Wärme direkt dem Selektiv-Thermobimetall zugeführt wird.
  • Für die weitere Kontaktierung des Strombegrenzungswiderstandes sieht eine weitere sehr vorteilhafte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Schaltgerätes vor, dass der Strombegrenzungswiderstand an einer zweiten Kontaktierungsseite durch eine Kontaktdruckfeder von einer zweiten Stromschiene her druckbeaufschlagt ist. diese Druckbeaufschlagung kann in einer vorteilhaften Ausführungsform durch die Kraft einer Kontaktdruckfeder bewirkt werden. Die Kraft der Kontaktdruckfeder kann dann in einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform über eine Kontaktplatte auf eine zweite Kontaktierungsseite des Strombegrenzungswiderstandes geleitet werden.
  • Die Wärmeabfuhr über die Kontaktdruckfeder an der zweiten Kontaktierungsseite ist dabei weniger effektiv als die Wärmeabfuhr über den flächigen Kontakt an der ersten Kontaktierungsseite. Auf diese Art kann eine Vorzugsrichtung der wärmeleitungsbedingten Wärmeabfuhr aus dem Strombegrenzungswiderstand heraus erreicht werden. Es kann günstig sein, dass die Wärme bevorzugt über die erste Stromschiene abgeleitet wird, damit sie direkt dem Selektiv-Thermobimetall zugeführt wird.
  • In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Installationsschaltgerätes ist die zweite Stromschiene mit der Ausgangsklemme und dem Haupt-Thermobimetall verbunden.
  • Insbesondere vorteilhaft ist eine Ausführungsform der Erfindung, bei der der Strombegrenzungswiderstand als keramischer Widerstandsblock ausgeführt ist. Bei einem solchen keramischen Widerstandsblock können die Kontaktflächen günstiger Weise so präpariert werden, dass ein sehr guter Wärmeübergang über den flächigen Kontakt mit der ersten Stromschiene ermöglicht wird. Keramische Widerstandsblöcke erlauben es auch, des Strombegrenzungswiderstand sehr klein und kompakt aufzubauen der Insgesamt ist der Strombegrenzungswiderstand gemäß der vorliegenden Erfindung zwischen zwei Stromschienen kraftschlüssig gehalten. Durch den Kraftschluss erfolgt sowohl die mechanische Fixierung als auch die elektrische Kontaktierung mit den Stromschienen.
  • Wie bereits erwähnt, erfolgt zusätzlich zu der Wärmeabfuhr durch gerichtete Wärmeleitung die Wärmeabfuhr aus dem Strombegrenzungswiderstand heraus auch durch Konvektion im Inneren des Gerätes und durch Strahlung. Ein erfindungsgemäßes Installationsschaltgerät ermöglicht also eine effektive Wärmeabfuhr aus dem Strombegrenzungswiderstand durch eine gezielte Kombination von Wärmeleitung, Wärmestrahlung und Konvektion, die sich aufgrund der erfindungsgemäßen Einbauweise des Strombegrenzungswiderstandes in ihrer Wirkung kumulativ ergänzen.
  • Anhand der Zeichnungen, in denen ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt ist, wird die Erfindung sowie weitere vorteilhafte Ausgestaltungen und Verbesserungen der Erfindung näher erläutert und beschrieben.
  • Es zeigen:
  • 1 die erfindungsgemäße Halterung des Strombegrenzungswiderstandes zwischen zwei Stromschienen, und
  • 2 schematisch eine Gesamt-Einsicht in ein erfindungsgemäßes Installationsschaltgerät.
  • In den Figuren sind gleiche oder gleichwirkende Bauelemente oder Baugruppen mit denselben Bezugsziffern bezeichnet.
  • Es werde zunächst die 2 betrachtet. Diese zeigt in schematischer Darstellung eine Einsicht in ein erfindungsgemäßes Installationsschaltgerät 10, bei dem eine Gehäusehalbschale entfernt worden ist. Das Installationsschaltgerät 10 umfasst ein Isolierstoffgehäuse 18, welches eine vordere Frontseite 14, hintere Frontseiten 15, eine Befestigungsseite 12, sowie vordere und hintere Schmalseiten 16,17 aufweist. Zwischen einer Eingangsklemme 21 und einer Ausgangsklemme 20 wird durch das Gerät ein Hauptstrompfad geführt. Dieser verläuft, ausgehend von der Klemme 20, über eine hier als zweite Stromschiene bezeichnete Stromschiene 6, ein am freien Ende der Stromschiene 6 angebrachtes Hauptthermobimetall 7, weiter vom freien Ende des Hauptthermobimetalls 7 über eine Litze 40 zu dem das bewegliche Kontaktstück 44 der Hauptkontaktstelle 22 tragenden Kontakthebel, vom festen Kontaktstück 46 der Hauptkontaktstelle 22 über eine Stromschiene 47 zu dem Schlagankersystem 23 und weiter zur Klemme 21.
  • Wenn aufgrund eines Kurzschlussstromes das Schlagankersystem 23 die Hauptkontaktstelle 22 aufschlägt und damit den Hauptstrompfad unterbricht, kommutiert der Stromfluss auf einen Nebenstrompfad, der, ausgehend von der Klemme 20 und der Klemmfeder 8, über eine Kontaktdruckfeder 5, den Strombegrenzungswiderstand 1 und eine als erste Stromschiene 2 bezeichnete Stromschiene zu einem Selektiv-Thermobimetall 3 verläuft, vom freien Ende des Selektiv-Thermobimetalls 3 über eine Litze 48 zu dem festen Kontaktstück der Trennkontaktstelle 25, weiter von dem beweglichen Kontaktstück der Trennkontaktstelle 25 über eine Litze 49 zu dem festen Kontaktstück 46 der Hauptkontaktstelle 22. Dort trifft der Nebenstrompfad auf den Hauptstrompfad.
  • Das freie Ende des Selektiv-Thermobimetalls 3 ist mit einem Schieber 50 gekoppelt, der, wenn das Selektiv-Thermobimetall 3 sich weit genug in seine thermische Auslöserichtung, in der Darstellung der 2 also im Uhrzeigersinn nach oben, verbogen hat, den Auslösehebel 51 des Schaltschlosses 24 betätigt, worauf hin die Verklinkungsstelle in dem Schaltschloss 24 entklinkt wird und das Schaltschloss 24 über den Nebenkontakt-Schalthebel 52 die Trennkontaktstelle 25 öffnet. Jetzt ist der Stromfluss durch das Gerät zwischen den beiden Anschlussklemmen 20, 21 vollständig unterbrochen. Die hier beschriebene generelle Funktionsweise des Schaltgerätes ist bereits in der Patentanmeldung DE 10 2007 020 114 beschrieben, auf die diesbezüglich ausdrücklich verwiesen wird.
  • Es werde nun die 1 betrachtet. Die 1 zeigt als Detailansicht den Strombegrenzungswiderstand 1 und dessen Montage zwischen der ersten Stromschiene 2 und der zweiten Stromschiene 6. Der Strombegrenzungswiderstand 1 ist dabei als thermischer Widerstandblock mit parallelen Seitenflächen ausgebildet. An seiner ersten Kontaktierungsseite 32 steht er in engem flächigen Kontakt mit der ersten Stromschiene 2. Dieser Kontakt kann durch Verwendung einer Wärmeleitpaste weiter im Hinblick auf einen besonders guten Wärmeübergang von dem Strombegrenzungswiderstand 1 hin auf die erste Stromschiene 2 optimiert ausgeführt sein. An der zweiten Kontaktierungsseite 34 drückt eine Kontaktdruckfeder 5 eine Kontaktplatte 4 gegen den Strombegrenzungswiderstand 1. Die Kontaktdruckfeder 5 stützt sich mit ihrem anderen Ende dabei an einem Vorsprung der zweiten Stromschiene 6 ab. Somit ist der Strombegrenzungswiderstand 1 durch die Klemmkraftwirkung der Kontaktdruckfeder 5 zwischen der ersten und der zweiten Stromschiene 2, 6 elektrisch leitend fest geklemmt.
  • Der Wärmeübergang zwischen der ersten Kontaktierungsseite 32 und der ersten Stromschiene 2 ist sehr gut, welches einerseits durch die große Kontaktfläche und andererseits durch eine mögliche Unterstützung durch Verwendung einer Wärmeleitpaste bewirkt ist. der Wärmeübergang zwischen der zweiten Kontaktierungsseite 34 und der zweiten Stromschiene 6 hingegen ist schlechter. Dies liegt daran, dass er über die Kontaktdruckfeder 5 bewirkt wird. Diese hat einen die geringeren Querschnitt und stellt damit für die Wärmeleitung einen höheren Widerstand dar. Insgesamt ist also durch die erfindungsgemäße Anbringung des Strombegrenzungswiderstandes ein bevorzugter und damit gerichteter Wärmetransport aus dem Strombegrenzungswiderstand 1 heraus über die erste Kontaktierungsseite 32 in die erste Stromschiene 2 hinein gegeben.
  • Dies ist deshalb vorteilhaft, weil damit das Selektiv-Thermobimetall 3 sehr intensiv an die aus dem Strombegrenzungswiderstand 1 abgeführte Wärme angekoppelt ist. Die in dem Strombegrenzungswiderstand 1 auftretende Wärme wird schnell auf das Selektiv-Thermobimetall 3 übertragen, welches dann schnell abschalten kann.
  • Es werde nun wieder die 2 betrachtet. Der Raum 27 zwischen der Hauptkontaktstelle 22 und dem Strombegrenzungswiderstand 1 ist für die Aufnahme einer Lichtbogenlöschblecheinrichtung vorgesehen. Diese ist hier nicht dargestellt, in einem fertig montierten Gerät wäre sie aber vorhanden. Üblicherweise verwendet man als Lichtbogenlöschblecheinrichtung ein Lichtbogenlöschblechpaket, in das der beim Öffnen der Hauptkontaktstelle 22 dort entstehende Schaltlichtbogen über Lichtbogenleitschienen, von denen in der Darstellung gemäß der 2 nur die dem beweglichen Kontaktstück 44 zugeordnete Lichtbogenleitschiene 42 dargestellt ist, hineingeleitet und darin zum verlöschen gebracht wird.
  • Der Strombegrenzungswiderstand 1 ist in einem eigenen Gehäuseteilbereich 30 untergebracht, der von dem Einbauraum 27 der Lichtbogenlöschblecheinrichtung durch wenigstens eine Teilungswand 28 abgetrennt ist. Damit ist der Strombegrenzungswiderstand 1 von dem bei einer Schalthandlung an der Hauptkontaktstelle 22 entstehenden Lichtbogen wirksam abgeschirmt. Eine zusätzliche Erwärmung des Strombegrenzungswiderstandes 1, etwa aufgrund von Wärmestrahlung, die von dem Schaltlichtbogen ausgehen würde, kann damit vermieden werden.
  • 1
    Strombegrenzungs-Widerstand
    2
    erste Stromschiene
    3
    Selektiv-Thermobimetall
    4
    Kontaktplatte
    5
    Kontaktdruckfeder
    6
    zweite Stromschiene
    7
    Haupt-Thermobimetall
    8
    Druckfeder der Anschlussklemme
    9
    Gehäuse-Zwischenstück
    10
    Selektivschutzschalter
    12
    Befestigungsseite
    14
    vordere Frontseite
    15
    hintere Frontseite
    16
    vordere Schmalseite
    17
    hintere Schmalseite
    18
    Gehäuse
    20
    Ausgangsklemme
    21
    Eingangsklemme
    22
    Hauptkontaktstelle
    23
    Schlagankersystem
    24
    Schaltschloss
    25
    Trennkontaktstelle
    26
    Handgriff
    27
    Lichtbogenlöschkammer
    28
    erste Teilungswand
    30
    erster Gehäuseteilbereich
    32
    erste Kontaktierungsseite
    34
    zweite Kontaktierungsseite
    40
    Litze
    42
    Lichtbogenleitschiene
    44
    bewegliches Kontaktstück
    46
    festes Kontaktstück
    47
    Stromschiene
    48
    Litze
    49
    Litze
    50
    Schieber
    51
    Auslösehebel
    52
    Nebenkontakt-Schalthebel
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - DE 19526592 C2 [0007]
    • - DE 102004019175 A1 [0007]
    • - DE 102007020114 [0028]

Claims (8)

  1. Installationsschaltgerät, insbesondere Selektivschutzschalter (10), mit einem eine Befestigungsseite (12), eine vordere und hintere Frontseiten (14, 15) und die Befestigungs- und die Frontseite verbindende Breit- und vordere und hintere Schmalseiten (16, 17) umfassenden Gehäuse (18), mit einem zwischen einer Eingangs- und einer Ausgangsklemme (20, 21) verlaufenden Hauptstrompfad, der eine mit einer Lichtbogenlöschkammer (27) versehene Hauptkontaktstelle (22), ein Schlagankersystem (23), das die Hauptkontaktstelle (22) in Offenstellung bringen kann, und ein Haupt-Thermobimetall (7) enthält, das auf ein Schaltschloss (24) mit Verklinkungsstelle öffnend einwirken kann, mit einem Nebenstrompfad, in dem ein Strombegrenzungswiderstand (1) und ein ebenfalls auf das Schaltschloss (24) wirkendes Selektiv-Thermobimetall (3) sowie eine vom Schaltschloss (24) öffenbare Trennkontaktstelle (21) angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass der Strombegrenzungswiderstand (1) an einer ersten Kontaktierungsseite (32) flächig mit einer ersten Stromschiene (2) verbunden ist.
  2. Installationsschaltgerät nach Anspruch 1, wobei der Strombegrenzungswiderstand (1) in einem eine erste Teilungswand (28) umfassenden ersten Gehäuseteilbereich (30) zwischen einer Anschlussklemme (20, 21) und der Lichtbogenlöschkammer (27) angeordnet ist.
  3. Installationsschaltgerät nach Anspruch 2, wobei der Strombegrenzungswiderstand (1) in der Nähe einer Gehäuseschmalseite (17) angeordnet ist.
  4. Installationsschaltgerät nach Anspruch 1, wobei die erste Stromschiene (2) an ihrem freien Ende mit dem Selektiv-Thermobimetall (3) verbunden ist.
  5. Installationsschaltgerät nach Anspruch 4, wobei der Strombegrenzungswiderstand (1) an einer zweiten Kontaktierungsseite (34) durch eine Kontaktdruckfeder (5) von einer zweiten Stromschiene (6) her druckbeaufschlagt ist.
  6. Installationsschaltgerät nach Anspruch 5, wobei die Kraft der Kontaktdruckfeder (5) über eine Kontaktplatte (4) auf eine zweite Kontaktierungsseite (34) des Strombegrenzungswiderstandes (1) geleitet ist.
  7. Installationsschaltgerät nach Anspruch 5, wobei die zweite Stromschiene (6) mit der Ausgangsklemme (20) und dem Haupt-Thermobimetall (7) verbunden ist.
  8. Installationsschaltgerät nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Strombegrenzungswiderstand (1) als keramischer Widerstandsblock ausgeführt ist.
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