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Die vorliegende Erfindung bezieht sich gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1 auf eine Befestigungsvorrichtung zur Befestigung von Bauteilen, insbesondere von Tragelementen von Solarmodulen oder dergleichen, an einem mit Dachdeckungselementen eingedeckten geneigten Dach, wobei die Befestigungsvorrichtung einen Befestigungsabschnitt zum Festlegen der Befestigungsvorrichtung an einer Tragkonstruktion des Daches und einen Aufnahmeabschnitt zur Aufnahme von zumindest einem zu befestigenden Bauteil aufweist.
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Befestigungsvorrichtungen der zuvor genannten Art sind im Stand der Technik in verschiedenen Ausgestaltungen bekannt.
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Beispielsweise offenbart die
DE 10 2004 057 041 A1 eine Befestigungsvorrichtung bestehend aus einem Befestigungselement mit einem C-förmigen Mittelstück, das vorzugsweise zum Umgreifen eines Dachziegels oder dergleichen dient. Ein Ende eines ersten freien Schenkels des C-förmigen Mittelstücks ist zur Befestigung an einem Baukörper, insbesondere an einem Dachsparren, ausgebildet. Ein zweites Ende des anderen freien Schenkels des C-förmigen Mitteilstücks ist zur Befestigung eines Bauteils vorgesehen, insbesondere zur Befestigung eines Tragelementes eines Solarmoduls. Da die Befestigungsvorrichtung hohe Kräfte aufnehmen muss, die in der Regel in der Größenordnung von 240 bis 540 kg/m
2 liegen, und das Befestigungselement keiner plastischen Verformung aufgrund dieser Kräfte unterliegen darf, da sonst ein Bruch des Dachziegels aufgrund eines durch die plastische Verformung verursachten Aufliegens des ersten freien Schenkels auf dem Dachziegel und der damit verbundenen Kraftübertragung zu befürchten ist, muss die Materialstärke des Befestigungselementes ausreichend stark gewählt werden, um eben eine solche plastische Verformung zu verhindern. Dies ist insbesondere in Bezug auf den Materialverbrauch und in Bezug auf das hohe Eigengewicht der Befestigungsvorrichtung nachteilig. Ein weiterer Nachteil dieser Befestigungsvorrichtung besteht darin, dass das Ende des ersten freien Schenkels des C-förmigen Mittelstücks des Befestigungselements derart ausgebildet ist, dass es nur an Längstragkonstruktionselementen, insbesondere an Dachsparren, zu befestigen ist. Durch das feste Rastermaß der Sparren ist es jedoch nicht immer gegeben, dass sich das C-förmige Mittelstück des Befestigungselementes im Tal des Dachziegels befindet, weshalb gegebenenfalls bei an verschiedenen Positionen positionierten Befestigungsvorrichtungen verschiedene Dachziegelhöhen überbrückt werden müssen, was dazu führt, dass verschiedenartig ausgebildete Befestigungsvorrichtungen zum Einsatz kommen müssen.
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Eine weitere Ausgestaltung einer Befestigungsvorrichtung ist beispielsweise in der
DE 101 52 354 C1 und in der
DE 202 04 963 U1 beschrieben. Diese Befestigungsvorrichtungen bestehen im Wesentlichen aus einem S-förmig gebogenen Stabelement, wobei das erste hakenförmige freie Ende des Befestigungselementes zum Einhängen in eine Traglattung einer Dachkonstruktion und das zweite hakenförmige freie Ende zur Aufnahme eines Bauteils dient, insbesondere zur Aufnahme eines Tragelementes eines Solarsystems. Aber auch bei diesem S-förmig ausgestalteten Befestigungselement ist eine große Materialstärke erforderlich, um die zuvor beschriebene plastische Verformung und somit einen Bruch des entsprechenden Dachziegels zu verhindern.
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Des Weiteren ist aus
DE 20 2005 019 897 U1 ein Dachhaken zur Befestigung eines Montagerahmens für Dachaufbauten bekannt, insbesondere für mindestens einen Solarkollektor, auf einer Dachfläche, welcher in die Lattung der Dacheindeckung eingreift. Hierzu wird die nach oben gerichtete Stirnseite eines Dachziegels vom Dachhaken umgriffen. Auf der Oberseite dieses Dachziegels liegt der Dachhaken mit einer zugeordneten Fläche auf. Auf der Oberseite des Dachziegels weist der Dachhaken außerdem eine von der Dachfläche weg zeigende Abwinkelung mit Befestigungsvorrichtungen für Teile des Montagrahmens auf. Der Dachhaken besteht aus einem Oberteil und einem Unterteil, sodass Oberteil und Unterteil formschlüssig miteinander verschraubbar sind. Hierdurch lässt sich die Öffnungsweite zwischen Oberteil und Unterteil variabel einstellen, um den Dachziegel samt Dachlatte bei unterschiedlichen Bauteildicken jeweils passend zu umgreifen.
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Fernerhin ist aus
DE 201 16 814 U1 eine Halterung mit einem U-förmigen Befestigungselement, das die Oberkante eines Dachziegels und eine dahinter angeordnete Dachlatte umgreift, bekannt. Auf der Oberseite dieses Dachziegels weist das Befestigungselement einen Haltezug auf, der senkrecht von dem Dachziegel wegweist. Der Haltezug ist mit einem Langloch versehen, so dass der Abstand zwischen dem oberen Schenkel und dem Tragschenkel veränderbar ist. An diesem Haltezug ist mittels einer Schraube eine Flachstütze festgelegt, die sich traufseitig auf dem Dachziegel und firstseitig auf einem zweiten Dachziegel, der den ersten Dachziegel traufseitig überlappt, abstützt. Hierzu ist vorgesehen, dass auf das traufseitige Ende des Tragschenkels und auf das firstseitige Ende der Flachstütze jeweils ein U-förmiger Klemmpuffer aufgesetzt ist. Die Flachstütze lässt sich zur Anpassung des Abstands um die Schraube relativ zum Befestigungselement schwenken.
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Es ist dann Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Befestigungsvorrichtung der eingangs genannten Art mit einer alternativen Ausgestaltung zu schaffen, welche die zuvor genannten Nachteile bezüglich des zu hohen Eigengewichts und der problematischen Festlegung an Längstragkonstruktionselementen zumindest teilweise behebt und die Belastung der Dachdeckungselemente zu verbessern.
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Diese Aufgabe wird gemäß der vorliegenden Erfindung durch eine Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 1 gelöst. Die abhängigen Ansprüche beziehen sich auf individuelle Ausgestaltungen der vorliegenden Erfindung.
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Die vorliegende Erfindung schafft eine Befestigungsvorrichtung zum Befestigen von Bauteilen, insbesondere von Tragelementen, die beispielsweise zum Halten von Solarmodulen dienen, an einem mit Dachdeckungselementen, wie beispielsweise Dachziegel, eingedeckten geneigten Dach. Die Befestigungsvorrichtung umfasst einen im wesentlichen U-förmigen Befestigungsabschnitt zum Festlegen der Befestigungsvorrichtung an einer Traglatte einer Tragkonstruktion des Daches und einen Aufnahmeabschnitt zur Aufnahme von zumindest einem zu befestigenden Bauteil, wobei sich der Aufnahmeabschnitt bevorzugt an den Befestigungsabschnitt anschließt.
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Der Aufnahmeabschnitt weist einen ersten Kontaktbereich auf, der im bestimmungsgemäß angeordneten Zustand der Befestigungsvorrichtung mit einem ersten Dachdeckungselement kontaktierbar ist. Der Befestigungsabschnitt umfasst einen zweiten Kontaktbereich, der im bestimmungsgemäß angeordneten Zustand der Befestigungsvorrichtung mit dem ersten Dachdeckungselement kontaktierbar ist, und einen dritten Kontaktbereich, der im bestimmungsgemäß angeordneten Zustand der Befestigungsvorrichtung mit einem zweiten, auf der Traglatte aufliegenden Dachdeckungselement kontaktierbar ist. Erfindungsgemäß sind die drei Kontaktbereiche derart angeordnet, dass die im bestimmungsgemäß angeordneten Zustand der Befestigungsvorrichtung durch das zu befestigende Bauteil in den Aufnahmeabschnitt eingeleiteten Kräfte über die jeweiligen Kontaktbereiche durch das erste Dachdeckungselement, durch den Befestigungsabschnitt und durch das zweite Dachdeckungselement in die Traglatte abgeleitet und somit in die Tragkonstruktion des Daches eingeleitet werden. Eine derartige Anordnung der einzelnen Kontaktbereiche ermöglicht ein Ableiten der eingeleiteten Kräfte die Tragkonstruktion des Daches, ohne dass die Gefahr eines Bruches eines Dachdeckungselementes besteht, da die Dachdeckungselemente nicht an den bruchgefährdeten Stellen durch die Befestigungsvorrichtung belastet werden. Entsprechend ist es im Gegensatz zum eingangs genannten Stand der Technik nicht erforderlich, die Materialstärke der Befestigungsvorrichtung zur Verhinderung einer plastischen Verformung groß zu wählen, da eine solche plastische Verformung bei der erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung kaum negative Auswirkungen hat. Entsprechend kann Material eingespart und das Eigengewicht der Befestigungsvorrichtung reduziert werden.
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Erfindungsgemäß weist der Aufnahmeabschnitt zumindest eine Befestigungsmittelaufnahme auf, in die Befestigungsmittel zum Festlegen der anzuordnenden Bauteile einsetzbar sind. Vorteilhaft sind mehrere Befestigungsmittelaufnahmen vorgesehen, die ein Einsetzen von Befestigungsmitteln von verschiedenen Richtungen zulassen. Außerdem ist erfindungsgemäß wenigstens eine Befestigungsmittelaufnahme ein Langloch, so dass sich entlang der Längserstreckung des Langloches verschiedene Aufnahmepositionen für ein Befestigungsmittel ergeben.
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Der erste Kontaktbereich bzw. ein den ersten Kontaktbereich bildendes elastisches Element ist in einer sich im Wesentlichen senkrecht zur Neigung des Daches erstreckenden Richtung und optional auch in einer sich im Wesentlichen parallel zur Neigung des Daches erstreckenden Richtung verstellbar. Auf diese Weise lässt sich der Kontaktbereich bzw. das diesen bildende elastische Element optimal einstellen, und zwar auch auf verschiedene Dachelementformen -und Stärken.
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An das freie Ende des Befestigungsabschnittes schließt sich seitlich ein in einem Winkel von 90° in X-Richtung aufwärts gebogenes Haltelement des Aufnahmeabschnittes an, das sich in der XY-Ebene erstreckt und an dem ein Aufnahmeelement des Aufnahmeabschnittes gehalten ist. Das Halteelement weist einen sich in X-Richtung erstreckenden Längsschlitz auf, um das Aufnahmeelement in X-Richtung variabel einstellbar aufzunehmen.
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Die Befestigung erfolgt über eine Befestigungsschraube, die durch den als Langloch ausgebildeten Längsschlitz und eine entsprechende kreisförmige Durchgangsöffnung des Aufnahmeelementes in Z-Richtung geführt und durch eine Kombination einer Unterlegscheibe und einer Mutter gekontert ist. Ein sich in der XZ-Ebene erstreckende Anschlag, der einteilig mit dem Aufnahmeelement ausgebildet ist und das Halteelement in Z-Richtung umgreift, verhindert eine Schwenkbewegung des Aufnahmeelementes um die Achse der Befestigungsschraube.
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Bevorzugt fluchten der erste Kontaktbereich des Aufnahmeabschnittes und der zweite und der dritte Kontaktbereich des Befestigungsabschnittes in bestimmungsgemäß angeordnetem Zustand der Befestigungsvorrichtung mit der Auflagefläche des zweiten Dachdeckungselementes auf der Tragglatte in einer sich quer, insbesondere senkrecht zur Neigung des Daches erstreckenden Richtung. Auf diese Weise ergibt sich ein linienförmiger Kraftfluss in der Richtung der Krafteinleitung.
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Vorteilhaft weist der Aufnahmeabschnitt ein elastisches Element auf, das im bestimmungsgemäß angeordneten Zustand des Befestigungssystems im ersten Kontaktbereich positionierbar ist. Das elastische Element stellt sicher, dass auch dynamisch wirkende Kräfte, die beispielsweise durch Wind oder dergleichen verursacht werden, möglichst sanft von dem Aufnahmeabschnitt über den ersten Kontaktbereich in das erste Dachdeckungselement eingeleitet werden.
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Auch der Befestigungsabschnitt weist bevorzugt wenigstens eine Befestigungsmittelaufnahme auf, um ein Befestigungsmittel aufzunehmen, mit dessen Hilfe der Befestigungsabschnitt zusätzlich fixierbar ist. Bei der Befestigungsmittelaufnahme kann es sich beispielsweise um ein Durchgangsloch handeln, durch das eine Schraube in die Traglatte geschraubt oder ein Nagel in diese eingeschlagen wird.
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Nachfolgend wird die vorliegende Erfindung anhand beispielhafter Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung unter Bezugnahme auf die beiliegende Zeichnung genauer beschrieben. In dieser ist
- 1 eine perspektivische Ansicht einer ersten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung;
- 2 eine Seitenansicht der Befestigungsvorrichtung in Richtung des Pfeils A in 1;
- 3 eine Vorderansicht der Befestigungsvorrichtung in Richtung des Pfeils B in 1;
- 4 eine perspektivische Ansicht einer zweiten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung;
- 5 eine Seitenansicht der Befestigungsvorrichtung in Richtung des Pfeils C in 4 und
- 6 eine Vorderansicht der Befestigungsvorrichtung in Richtung des Pfeils D in 4.
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Gleiche Bezugsziffern bezeichnen nachfolgend gleiche oder gleichartige Bauteile. In den Figuren sind zur verständlicheren Beschreibung Koordinatensysteme mit senkrecht zueinander stehenden X-, Y- und Z-Achsen definiert, auf die entsprechend Bezug genommen wird.
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Nachfolgend wird unter Bezugnahme auf die 1 bis 3 eine erste Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung 10 beschrieben, wobei 1 eine perspektivische Ansicht, 2 eine Seitenansicht in Richtung des Pfeils A in 1 und 3 eine Vorderansicht in Richtung des Pfeils B in 1 ist.
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Die Befestigungsvorrichtung 10 umfasst einen im wesentlichen U-förmigen Befestigungsabschnitt 12, der zum Festlegen bzw. Einhängen der Befestigungsvorrichtung 10 an einer Traglatte 14 einer nicht näher dargestellten Tragkonstruktion eines Daches dient, und einen sich an den Befestigungsabschnitt 12 anschließenden Aufnahmeabschnitt 16, der zur Aufnahme von zumindest einem zu befestigen (nicht näher dargestellten) Bauteil dient, wie beispielsweise zum Befestigen eines Tragelementes eines Solarmoduls oder dergleichen.
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Der im wesentlichen U-förmige Befestigungsabschnitt 12 ist einteilig durch Biegeoperationen ausgebildet und umfasst zwei Schenkelelemente 18 und 20, die sich im Wesentlichen parallel zueinander in Y-Richtung in der YZ-Ebene erstrecken, sowie ein Querelement 22, das sich senkrecht zu den Schenkelelementen 18 und 20 in X-Richtung in der XZ-Ebene erstreckt und diese miteinander verbindet. Der durch die Schenkelelemente 18 und 20 und durch das Querelement 22 definierte Zwischenraum ist derart dimensioniert, dass der Befestigungsabschnitt 12 im bestimmungsgemäß angeordneten Zustand der Befestigungsvorrichtung 10, der in 2 dargestellt ist, eine Traglatte 14 einer Tragkonstruktion des Daches und ein an dieser gehaltenes Dachdeckungselement 24, bei dem es sich vorliegend um einen Dachziegel handelt, klemmend umgreift. Um die Anordnung des Befestigungsabschnittes 12 an der Traglatte 14 und an dem Dachdeckungselement 24 zu vereinfachen, ist das freie Ende 26 des Schenkelementes 18 von dem Schenkelelement 20 wegweisend um einen Winkel von etwa 45° zur Y-Achse abwärts gebogen, um die Zugangsöffnung des U-förmigen Befestigungsabschnittes 12 zu vergrößern. Auf diese Weise lässt sich der Befestigungsabschnitt 12 schnell und einfach auf die Traglatte 14 und das an dieser gehaltene Dachdeckungselement 24 aufschieben bzw. an diesen einhängen.
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Das Schenkelelement 20 liegt in bestimmungsgemäß angeordnetem Zustand der Befestigungsvorrichtung 10 zum Großteil in einem Kontaktbereich flächig an der Oberseite des Dachdeckungselementes 24 an. Der Kontaktbereich ist dabei derart dimensioniert, dass er die gesamte Breite W der Traglatte 14 geringfügig überspannt. Im Anschluss an den Kontaktbereich des Schenkelelementes 20 mit dem Dachdeckungselement 24 schließt sich in Richtung des freien Endes 28 des Schenkelelementes 20 ein aufwärts in Richtung von dem unteren Schenkelement 18 weg gebogener Bereich 30 an, der dazu dient, einen Kontakt des freien Endes 28 des Schenkelelementes 20 mit demjenigen Abschnitt des Dachdeckungselementes 24 im Wesentlichen zu verhindern, der nicht von der Traglatte 14 gestützt wird. Um den Befestigungsabschnitt 12 zusätzlich an der Traglatte 14 festzulegen, ist in dem Querelement 22 eine Durchgangsbohrung 32 vorgesehen, durch die ein Befestigungsmittel, beispielsweise ein Nagel, hindurchgeführt und in die Traglatte 14 eingeschlagen werden kann.
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An das freie Ende 28 des Befestigungsabschnittes 12 schließt sich seitlich ein in einem Winkel von 90° in X-Richtung aufwärts gebogenes Haltelement 34 des Aufnahmeabschnittes 16 an, das sich in der XY-Ebene erstreckt und an dem ein Aufnahmeelement 36 des Aufnahmeabschnittes 16 gehalten ist. Das Halteelement 34 weist einen sich in X-Richtung erstreckenden Längsschlitz 38 auf, um das Aufnahmeelement 36 in X-Richtung variabel einstellbar aufzunehmen.
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Die Befestigung erfolgt über eine Befestigungsschraube 40, die durch den Längsschlitz 38 und eine entsprechende kreisförmige Durchgangsöffnung (nicht dargestellt) des Aufnahmeelementes 36 in Z-Richtung geführt und durch eine Kombination einer Unterlegscheibe 42 und einer Mutter 44 gekontert ist. Ein sich in der XZ-Ebene erstreckende Anschlag 46, der einteilig mit dem Aufnahmeelement 36 ausgebildet ist und das Halteelement 34 in Z-Richtung umgreift, verhindert eine Schwenkbewegung des Aufnahmeelementes 36 um die Achse der Befestigungsschraube 40.
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Das Aufnahmeelement 36 weist einen im wesentlichen U-förmigen Aufbau mit einem oberen Schenkel 48, einem unteren Schenkel 50, die sich in Y-Richtung in der YZ-Ebene erstrecken, und einem sich in Y-Richtung in der XY-Ebene erstreckenden Querelement 52 auf, welches die beiden Schenkel 48 und 50 miteinander verbindet, wobei das Aufnahmeelement 36 einteilig aus einem Flachmaterial durch Biegeoperation hergestellt ist. Der obere Schenkel 48 weist in Y-Richtung einen Längsschlitz 54 auf, an dem mittels nicht dargestellter Befestigungsmittel, wie beispielsweise Schrauben oder dergleichen, Bauteile, insbesondere Tragelemente von beispielsweise Solarmodulen, variabel in Y-Richtung befestigt werden können.
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Das Querelement 52, das sich in der XY-Ebene erstreckt, weist im Übergangsbereich zum unteren Schenkel 50 ebenfalls einen sich in Y-Richtung erstreckenden Längsschlitz 56 auf, durch den ein Halteabschnitt 58 eines klammerartig ausgebildeten elastischen Elementes 60 geführt ist, welches den unteren Schenkel 50 des Aufnahmeelementes 36 von unten umgreift und auf diese Weise längsverschieblich entlang der Längserstreckung des Längsschlitzes 56 in y-Richtung hin- und her bewegbar ist. Das elastische Element 60 ist somit in X-Richtung entlang des Längsschlitzes 38 in dem Halteelement 34 und in Y-Richtung entlang dem Längsschlitz 56 des Aufnahmeelementes 36 variabel positionierbar.
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Diese variable Positionierbarkeit des elastischen Elementes 60 ist dahingehend vorteilhaft, dass das elastische Element 60 auf diese Weise, wie es in 2 zu erkennen ist, unabhängig von den Dimensionierungen in der Traglatte 14 und der Dachdeckungselemente 24 und 62 in berührenden Kontakt mit dem Dachdeckungselement 62 gebracht werden kann, indem das elastische Element 60 aus dem in 2 dargestellten Zustand durch Verschiebung der Befestigungsschraube 40 in dem Längsschlitz 38 des Halteelementes 34 abwärts bewegt wird. Auf diese Weise ergeben sich mehrere Kontaktbereiche, nämlich ein Kontaktbereich zwischen der Unterseite des elastischen Elementes 60 des Aufnahmeabschnittes 16 mit der Oberseite des Dachdeckungselementes 62, ein weiterer Kontaktbereich zwischen der Unterseite des Dachdeckungselementes 62 und der Oberseite des Schenkelelementes 20 des Befestigungsabschnittes 12, noch ein weiterer Kontaktbereich zwischen der Unterseite des Schenkelementes des Befestigungsabschnittes 12 mit der Oberseite des Dachdeckungselementes 24, ein Kontaktbereich zwischen der Unterseite des Dachdeckungselementes 24 und der Oberseite der Traglatte 14 und ein letzter Kontaktbereich zwischen der Unterseite der Traglatte 14 und dem unteren Schenkelement des Befestigungsabschnittes 12, wobei sämtliche der zuvor genannten Kontaktbereiche in X-Richtung, also in einer Richtung senkrecht zur Neigung der Dachdeckungselemente 24 und 62, miteinander fluchten. Auf diese Weise ergibt sich ein gradliniger Kraftfluss, der die im bestimmungsgemäß angeordneten Zustand der Befestigungsvorrichtung 10 durch das zu befestigende Bauteil in den Aufnahmeabschnitt 16 eingeleiteten Kräfte über die jeweiligen Kontaktbereiche durch das erste Dachdeckungselement 62, durch das obere Schenkelement 18 des Befestigungsabschnittes 12, durch das zweite Dachdeckungselement 24 in die Traglatte 14 abgeleitet werden. Weil kein Bereich der Dachdeckungselemente 24 und 62, der nicht durch die Traglatte 14 gestützt wird, durch die eingeleiteten Kräfte belastet wird, ist ein Bruch der Dachdeckungselemente 24 und 62 nicht zu befürchten.
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Durch die unmittelbare Ableitung der Kräfte durch die oben aufgeführten Elemente in die Traglatte 14 ist ferner ein Durchbiegen der Befestigungsvorrichtung 10 aufgrund dieser Kräfte nicht zu befürchten, weshalb die Materialstärke der Befestigungsvorrichtung 10 im Vergleich zu Befestigungsvorrichtungen, die im Stand der Technik vorgeschlagen werden, gering gewählt werden kann. Das elastische Element ist beispielsweise aus einem Gummimaterial ausgebildet und dient dazu, einen „sanften“ Kontakt mit dem Dachdeckungselement 62 zu erzeugen. Auf diese Weise können insbesondere Stoßbeanspruchungen, die beispielsweise durch Wind erzeugt werden, abgefedert werden.
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Eine weitere Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung 70 ist in den 4 bis 6 gezeigt, wobei 4 eine perspektivische Ansicht ist, 5 eine Seitenansicht aus Richtung des Pfeils C in 4 ist und 6 eine Vorderansicht in Richtung des Pfeils D in 4 ist.
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Die Konstruktion der Befestigungsvorrichtung 70 entspricht in großen Teilen der in den 1 bis 3 dargestellten Befestigungsvorrichtung 10 mit Ausnahme der Tatsache, dass zusätzlich zu dem Längsschlitz 54 in dem oberen Schenkel 48 des Aufnahmeelementes 36 ein weiterer sich diagonal in der XY-Ebene erstreckender Längsschlitz 72 in dem Querelement 52 des Aufnahmeelementes 36 vorgesehen ist. Zudem ist die U-förmige Ausbildung des in den 1 bis 3 dargestellten Aufnahmeelementes 36 um einen weiteren Schenkel 74 ergänzt, der sich an das freie Ende des Querelementes 52 in Z-Richtung anschließend in der XZ-Ebene erstreckt. Auch dieser Schenkel 74 ist mit einem Längsschlitz 76 versehen, der sich in X-Richtung erstreckt. Die zusätzlichen Längsschlitze 72 und 76 dienen dazu, Bauteile in der XY-Ebene und in der XZ-Ebene mit Hilfe von entsprechenden Befestigungsmitteln zu befestigen. Entsprechend ist es möglich, die unterschiedlichsten Bauteile an der Befestigungsvorrichtung 70 in verschiedensten Anordnungen zu befestigen.
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Man erkennt, dass eine Befestigungsvorrichtung zur Befestigung von Bauteilen an einem mit Dachdeckungselementen 24;62 eingedeckten geneigten Dach einen im wesentlichen U-förmigen Befestigungsabschnitt 12 umfasst, der zum Festlegen bzw. Einhängen der Befestigungsvorrichtung (10) an einer Traglatte 14 dient, und einen sich an den Befestigungsabschnitt 12 anschließenden Aufnahmeabschnitt 16, der zur Aufnahme von zumindest einem Bauteil dient, beispielsweise eines Tragelementes eines Solarmoduls. Der Aufnahmeabschnitt 16 weist einen ersten Kontaktbereich auf, der im bestimmungsgemäß angeordneten Zustand der Befestigungsvorrichtung 10;70 mit einem ersten Dachdeckungselement 62 kontaktierbar ist. Der Befestigungsabschnitt 12 weist einen zweiten Kontaktbereich auf, der im bestimmungsgemäß angeordneten Zustand der Befestigungsvorrichtung 10;70 mit dem ersten Dachdeckungselement 62 kontaktierbar ist. Er hat ferner einen dritten Kontaktbereich, der im bestimmungsgemäß angeordneten Zustand der Befestigungsvorrichtung 10;70 mit einem zweiten, auf der Traglatte 14 aufliegenden Dachdeckungselement 24 kontaktierbar ist, wobei die Kontaktbereiche derart angeordnet sind, dass die im bestimmungsgemäß angeordneten Zustand der Befestigungsvorrichtung 10;70 durch das zu befestigende Bauteil in den Aufnahmeabschnitt 16 eingeleiteten Kräfte über die jeweiligen Kontaktbereiche durch das erste Dachdeckungselement 62, den Befestigungsabschnitt 12 und das zweite Dachdeckungselement 24 hindurch in die Traglatte 14 abgeleitet werden.
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Bezugszeichenliste
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- 10
- Befestigungsvorrichtung
- 12
- Befestigungsabschnitt
- 14
- Traglatte
- 16
- Aufnahmeabschnitt
- 18
- Schenkelelement
- 20
- Schenkelelement
- 22
- Querelement
- 24
- Dachdeckungselement
- 26
- freies Ende
- 28
- freies Ende
- 30
- Bereich
- 32
- Durchgangsbohrung
- 34
- Halteelement
- 36
- Aufnahmeelement
- 38
- Längsschlitz
- 40
- Befestigungsschraube
- 42
- Unterlegscheibe
- 44
- Mutter
- 46
- Anschlag
- 48
- Schenkel
- 50
- Schenkel
- 52
- Querelement
- 54
- Längsschlitz
- 56
- Längsschlitz
- 58
- Halteabschnitte
- 60
- elastisches Element
- 62
- Dachdeckungselement
- 70
- Befestigungsvorrichtung
- 72
- Längsschlitz
- 74
- Schenkel
- 76
- Längsschlitz