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HINTERGRUND
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Die
Erfindung bezieht sich allgemein auf Antriebssysteme und insbesondere
auf einen Schubgenerator zur Verbesserung eines Antriebssystems.
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Es
sind verschiedene Antriebssysteme bekannt und in Gebrauch. Zum Beispiel
bei einem durch ein Strahltriebwerk angetriebenen Düsenflugzeug
tritt Luft durch einen Einlass ein, um dann durch einen rotierenden
Verdichter auf einen höheren Druck
verdichtet zu werden. Die verdichtete Luft wird zu einer Brennkammer
weitergeleitet, wo sie mit einem Brennstoff gemischt und entzündet wird.
Die heißen
Verbrennungsgase strömen
dann in eine Turbine, wo ihnen Energie zum Antreiben des Verdichters
entzogen wird. Bei einem Strahltriebwerk werden die Abgase aus der
Turbine durch eine Düse
beschleunigt, um Schub zu erzeugen.
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Überdies
wird der Abgasstrom durch die Schubdüse, die Nettoschub zum Antreiben
des Düsenflugzeugs
erzeugt, auf Atmosphärendruck
ausgedehnt. Üblicherweise
ist bei einem Strahltriebwerk die Schubdüse nahe am Choke-Zustand. Die
Antriebseffizienz derartiger Triebwerke ist daher beschränkt, da
der einzige Weg, den Schub zu vergrößern, darin besteht, die thermodynamische
Verfügbarkeit
des Abgasstroms zu verbessern.
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Bei
bestimmten anderen Antriebssystemen wird ein Turbobläser-Triebwerk
eingesetzt. Turbobläser-Trieb werke
enthalten typischerweise das Strahl-Kerntriebwerks in Verbindung
mit zusätzlichen Turbinenstufen,
die eingesetzt werden, um den Abgasen Energie zum Antreiben eines
großen
Bläsers zu
entziehen, der Umgebungsluft beschleunigt, unter Druck setzt und
durch eine eigene Düse
beschleunigt. Der in einem Turbobläser-Triebwerk eingesetzte Verdichter,
wie auch die Brennkammer und die Hochdruckturbine sind mit denen
eines Strahltriebwerks identisch und werden üblicherweise als Kerntriebwerk
oder Gasgenerator bezeichnet. Derartige Systeme erfordern jedoch
bewegliche Teile, wie beispielsweise einen Bläser und eine zweite, von der Niederdruckturbine
angetriebene Welle. Aufgrund gewisser praktischer Einschränkungen
bei Parametern wie der Maschinenhaus- und Bläsergröße verfügen diese Vorrichtungen über eine
beschränkte
Antriebseffizienz und sind anfällig
für Triebwerksschäden durch
Fremdobjekte auf den Flugbetriebsflächen (FOD, foreign object debris).
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Folglich
existiert ein Bedarf an einem Antriebssystem mit hoher Antriebseffizienz
und geringem spezifischen Brennstoffverbrauch. Ferner wäre es wünschenswert,
eine Vorrichtung zur Verfügung zu
stellen, die zur Verbesserung der Antriebseffizienz in vorhandene
Antriebssysteme integriert werden kann.
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KURZE BESCHREIBUNG
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Kurz
gesagt, wird gemäß einer
Ausführungsform
ein Schubgenerator zur Verfügung
gestellt. Der Schubgenerator umfasst einen Lufteinlass, der dafür ausgelegt
ist, Luft in den Schubgenerator einzuführen, und ein Plenum, das dafür ausgelegt
ist, Abgas von einem Gasgenerator aufzunehmen und dieses über ein
Coanda-Profil zur Verfügung zu
stellen, wobei das Coanda-Profil dafür ausgelegt ist, die Haftung des
Abgases an dem Profil zu ermöglichen,
um eine Grenzschicht auszubilden und aus dem Einlass eintretende
Luft mitzuziehen, um Schub zu erzeugen.
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Bei
einer anderen Ausführungsform
wird ein Flugzeug zur Verfügung
gestellt. Das Flugzeug umfasst eine Flugzeugzelle und einen mit
der Flugzeugzelle verbundenen Gasgenerator, der für die Erzeugung
von Abgas ausgelegt ist. Das Flugzeug umfasst außerdem eine Vielzahl von mit
der Flugzeugzelle verbundenen Schubgeneratoren, die dafür ausgelegt sind,
das Abgas von dem Gasgenerator aufzunehmen und Schub zum Antrieb
des Flugzeugs zu erzeugen, wobei jeder aus der Vielzahl der Schubgeneratoren
zumindest eine Oberfläche
mit einem Coanda-Profil umfasst, das dafür ausgelegt ist, die Haftung
des Abgases an dem Profil zu ermöglichen,
um eine Grenzschicht auszubilden und aus einem Einlass eintretende
Luft mitzuziehen, um einen Luftstrom mit großer Durchflussmenge und hoher
Geschwindigkeit zu erzeugen.
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Bei
einer anderen Ausführungsform
wird ein Verfahren zur Erzeugung von Schub zur Verfügung gestellt.
Das Verfahren umfasst das Einleiten von Abgas eines Gasgenerators über ein
Coanda-Profil eines Schubgenerators, um eine Grenzschicht auszubilden
und durch die Grenzschicht Luft mitzuziehen, um aus einer Impulsdifferenz
zwischen den Einlass- und Ablassflüssen des Luftstroms Schub zu
erzeugen.
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Bei
einer anderen Ausführungsform
wird ein Verfahren zur Verbesserung der Antriebseffizienz eines
Flugzeugs zur Verfügung
gestellt. Das Verfahren umfasst die Verbindung zumindest eines Schubgenerators
mit einem Gasgenerator des Flugzeugs, wobei der zumindest eine Schubgenerator
dafür ausgelegt
ist, Schub zu erzeugen, indem Abgas aus dem Gasgenerator über ein
Coanda-Profil umgeleitet wird, um eine Grenzschicht auszubilden
und anschließend
eintretende Luft durch die Grenzschicht mitzuziehen.
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ZEICHNUNGEN
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Diese
und andere Merkmale, Gesichtspunkte und Vorteile der vorliegenden
Erfindung sind besser zu verstehen, wenn die folgende detaillierte
Beschreibung mit Bezug auf die begleitenden Zeichnungen gelesen
wird, in denen durchweg gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen
bezeichnet sind.
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1 ist
ein Diagramm eines Flugzeugs mit einer Vielzahl von Schubgeneratoren
nach Gesichtspunkten des vorliegenden Verfahrens.
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2 ist
ein Diagramm einer beispielhaften Konfiguration eines Gasgenerators
des Flugzeugs aus 1 nach Gesichtspunkten des vorliegenden Verfahrens.
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3 ist
ein Diagramm einer Teilung des Abgasstroms aus dem Gasgenerator
aus 2 nach Gesichtspunkten des vorliegenden Verfahrens.
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4 ist
ein Diagramm eines Befestigungsmechanismus des Gasgenerators an
dem Flugzeug aus 1 nach Gesichtspunkten des vorliegenden Verfahrens.
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5 ist
ein Diagramm einer beispielhaften Konfiguration des Schubgenerators
aus 1 nach Gesichtspunkten des vorliegenden Verfahrens.
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6 ist
ein Blockdiagramm, das den Betrieb des Schubgenerators aus 5 nach
Gesichtspunkten des vorliegenden Verfahrens darstellt.
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7 ist
ein Diagramm einer Coanda-Profil-Oberfläche des Schubgenerators aus 5 nach Gesichtspunkten
des vorliegenden Verfahrens.
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8 ist
ein Diagramm von Strömungsprofilen
von Luft und Abgasen in dem Schubgenerator aus 5 nach
Gesichtspunkten des vorliegenden Verfahrens.
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9 ist
ein Diagramm der Bildung einer an ein Coanda-Profil angrenzenden
Grenzschicht in dem Schubgenerator aus 5 nach Gesichtspunkten
des vorliegenden Verfahrens.
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10 ist
eine grafische Darstellung beispielhafter Untersuchungsergebnisse
zur Antriebseffizienz existierender Antriebssysteme und eines Antriebssystems
mit dem Schubgenerator aus 5 nach Gesichtspunkten
des vorliegenden Verfahrens.
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11 ist
eine grafische Darstellung beispielhafter Untersuchungsergebnisse
zu dem durch existierende Antriebssysteme und ein Antriebssystem
mit dem Schubgenerator aus 5 nach Gesichtspunkten
des vorliegenden Verfahrens erzeugten Schub.
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12 stellt
ein beispielhaftes Flugzeug mit an den Flügelenden angeordneten Schubgeneratoren
nach Gesichtspunkten des vorliegenden Verfahrens dar.
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DETAILLIERTE BESCHREIBUNG
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Wie
unten detailliert beschrieben wird, dienen Ausführungsformen des vorliegenden
Verfahrens dazu, die Effizienz von Antriebssystemen, wie beispielsweise
ein durch ein Strahltriebwerk angetriebenes Düsenflugzeug, zu verbessern.
Bei dem vorliegenden Verfahren wird insbesondere die Verbindung
eines Arbeitsfluids mit Umgebungsluft eingesetzt, um Schub zum Antreiben
des Antriebssystems zu erzeugen und dadurch die Effizienz eines derartigen
Systems zu erhöhen
und seinen spezifischen Treibstoffverbrauch zu reduzieren. Wir wenden
uns nun den Zeichnungen zu und beziehen uns zuerst auf 1,
wo ein Flugzeug 10 mit einer Vielzahl von Schubgeneratoren
dargestellt ist, die durch das Bezugszeichen 12 gekennzeichnet
sind. Das Flugzeug 10 umfasst eine Flugzeugzelle 14 und
einen mit der Flugzeugzelle 14 verbundenen Gasgenerator 16.
Bei dieser beispielhaften Ausführungsform umfasst
der Gasgenerator 16 ein Strahltriebwerk, das für die Erzeugung
eines Abgases ausgelegt ist. Wie dargestellt, umfasst das Flugzeug 10 zwei
auf den Flügeln 18 des
Flugzeugs angeordnete Strahltriebwerke 16. Jedoch kann
auch eine größere oder kleinere
Anzahl von Gasgeneratoren oder Strahltriebwerken 16 eingesetzt
werden, um das Flugzeug 10 anzutreiben und das Abgas zu
erzeugen.
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Die
Schubgeneratoren 12 sind mit den Flügeln 18 verbunden
oder in diese integriert und dafür ausgelegt,
Abgas aus dem Gasgenerator 16 aufzunehmen, um Schub zum
Antreiben des Flugzeugs 10 zu erzeugen. Bei dieser beispiel haften
Ausführungsform
umfasst das Flugzeug 10 vier Schubgeneratoren 12,
wobei je zwei Schubgeneratoren 12 auf jedem der Flügel 18 angeordnet
sind. Es kann jedoch auch eine größere oder kleinere Anzahl Schubgeneratoren
eingesetzt werden. Es ist zu beachten, dass die Vielzahl der Schubgeneratoren 12 des
Flugzeugs 10, die durch den einzigen Gasgenerator 16 Abgase erhalten,
Generatoren unterschiedlicher Größe enthalten
kann. Ferner kann bei bestimmten Ausführungsformen die Vielzahl von
Schubgeneratoren 12 auf dem Rumpf des Flugzeugs 10 angeordnet
sein. Jeder der Schubgeneratoren 12 ist dafür ausgelegt, das
Abgas des Gasgenerators 16 zum Mitziehen eintretender Luft zu nutzen,
um unter Verwendung eines unten detaillierter beschriebenen Coanda-Profils einen Hochgeschwindigkeitsstrom
zu erzeugen. Der Begriff „Coanda-Profil" wird hier für ein Profil
gebraucht, das dafür
ausgelegt ist, das Anliegen eines Fluidstroms an einer nahe gelegenen
Oberfläche
sowie das Aufrechterhalten dieser Haftung zu ermöglichen, selbst wenn sich die
Oberfläche
von der ursprünglichen
Richtung der Fluidbewegung weg krümmt.
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2 ist
ein Diagramm einer beispielhaften Konfiguration 30 des
Gasgenerators 16 des Flugzeugs 10 in 1.
Die Gasturbine 30 umfasst einen Verdichter 32,
der für
die Verdichtung von Umgebungsluft ausgelegt ist. Eine Brennkammer 34 ist strömungstechnisch
mit dem Verdichter 32 verbunden und dafür ausgelegt, verdichtete Luft
aus dem Verdichter aufzunehmen und einen Brennstoffstrom zu verbrennen,
um einen Brennkammer-Abgasstrom zu erzeugen. Zusätzlich umfasst die Gasturbine 32 eine
stromab der Brennkammer 34 liegende Turbine 36.
Die Turbine 36 ist dafür
ausgelegt, den Abgasstrom der Brennkammer auszudehnen, um eine externe
Last anzutreiben. Bei der dargestellten Ausführungsform wird der Verdichter 32 über eine
Welle 38 durch die von der Turbine 36 erzeugte
Energie angetrieben. Ferner wird bei regulären Gasturbinen, wie beispielsweise
Turbobläsers,
ein Hochgeschwindigkeits-Abgasstrahl aus der Turbine 36 durch
eine Schubdüse 40,
die einen Nettoschub erzeugt, dessen Richtung der Richtung des Strahls
entgegengesetzt ist, auf Atmosphärendruck
ausgedehnt.
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Bei
dieser beispielhaften Ausführungsform erzeugen
der Brennstoffstrom und Luft nach der Verbrennung in der Brennkammer 34 bei
einer gewünschten
Temperatur und einem gewünschten Druck
Abgase. Nach dem Entzug von Energie zum Antreiben des Verdichters 32 des
Gasgenerators 30 werden die erzeugten Abgase zu den Schubgeneratoren 12 (s. 1)
geleitet. Die Schubgeneratoren 12 sind dafür ausgelegt,
eine wachsende Grenzschicht zu bilden und einen zusätzlichen
Luftstrom mitzuziehen. Bei dieser beispielhaften Ausführungsform
wird ein geringer Teil der mitgezogenen Frischluft schnell mit den
Abgasen gemischt, was an der Wand in einem konvergenten Bereich
des Schubgenerators 12 über
eine kurze Entfernung durch schnelles Mitziehen und Mischung mit
dem Abgas stattfindet und zu einer wachsenden, verdünnten Abgas-Frischluft-Grenzschicht
hoher Energie führt.
Dies beruht auf der Einführung
von Abgas durch mehrere einzelne, um den Umfang angeordnete Schlitze,
was das Mitziehen von Frischluft ermöglicht, die sich zwischen den
Schlitzen befindet. Ein weiterer Teil der mitgezogenen Luft bildet
ferner eine Scherschicht mit der aus Luft und Abgas gemischten wachsenden Grenzschicht,
um die Luft in dem konvergenten Bereich des Schubgenerators 12 weiter
zu beschleunigen und die weitere Vermischung von Grenzschicht und
einströmender
Luft zu ermöglichen,
um den Hochgeschwindigkeits-Luftstrom in einem stromab liegenden
Bereich des Schubgenerators 12 zu erzeugen. Der stromab
liegende Bereich des Schubgenerators 12 erzeugt ferner
den Schub aus der Geschwindigkeitsdifferenz zwischen der mitgezogenen Luft
aus dem Einlass und dem Hochgeschwindigkeits-Gasgemisch. Zusätzlich wird
das Mitziehen durch den Einfluss radialer statischer Druckgradienten
verstärkt,
die durch das Strömen
der antreibenden Abgase um das Coanda-Profil erzeugt werden. Bei
einer beispielhaften Ausführungsform
umfasst der stromab liegende Bereich einen divergenten Bereich.
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Die
im Kern des Schubgenerators 12 mitgezogene Luft hat daher
beim Startzustand des Flugzeugs 10 eine geringere Geschwindigkeit,
aber viel höhere
Geschwindigkeiten während
des Fluges, was das Mitziehen der Luft und den Impulstransfer von den
antreibenden Abgasen sehr effizient macht und den Unterschied zwischen
der Flugzeuggeschwindigkeit und der Geschwindigkeit des austretenden Strahls
relativ verkleinert. Dies bedeutet eine größere Antriebseffizienz des
Schubgenerators 12. Der oben beschriebene Schubgenerator 12 ermöglicht das
Mitziehen von Luft durch die Abgase. Bei bestimmten Ausführungsformen
beträgt
das Verhältnis
zwischen der von dem Schubgenerator 12 mitgezogenen Masse
und der Masse der Abgase circa 5 bis circa 15. Der Betrieb des Schubgenerators 12 wird
unten detailliert beschrieben.
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Bei
bestimmten Ausführungsformen
wird ein Teil des Abgases durch die Schubdüse 40 ausgedehnt (s. 2),
um Schub zu erzeugen, und der verbleibende Anteil der Abgase wird
zu den Schubgeneratoren 12 geleitet, um zusätzlichen
Schub zu liefern. Alternativ ist die Vielzahl der Schubgeneratoren 12 dafür ausgelegt,
den Gesamtschub zu er zeugen, der erforderlich ist, um das Flugzeug 10 durch die
Abgase des Gasgenerators 30 anzutreiben.
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3 ist
ein Diagramm einer Strömungsteilung 50 des
Abgasstroms aus dem Gasgenerator 30 aus 2 nach
Gesichtspunkten des vorliegenden Verfahrens. Bei dieser beispielhaften
Ausführungsform
wird der Abgasstrom 52 der Turbine 36 (s. 2)
in zwei Ströme 56 und 58 geteilt,
die zu der Vielzahl von Schubgeneratoren 12 (s. 1)
geleitet werden. Die unter Druck stehenden Abgasströme 56 und 58 werden
ferner über
ein Coanda-Profil eingeführt,
um die Grenzschicht zu bilden und einströmende Luft durch die Grenzschicht
mitzuziehen, um Schub zu erzeugen.
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Aus
dem Einführen
der Abgasströme 56 und 58 über das
Coanda-Profil durch einzelne Positionen oder Schlitze resultiert
eine starke Beschleunigung und Richtungsänderung der Ströme 56 und 58,
die das Mitziehen einströmender
Luft zwischen diesen einzelnen Strahlen ermöglicht. Die einströmende Luft wird
ferner beschleunigt und bei einem Ausgang des Coanda-Profils mit
einem Druck abgelassen, der sich dem Umgebungsdruck annähert. Vorteilhafterweise resultieren
das Mitziehen von Luft, der schnelle Energie- und Momenttransfer
durch den Schubgenerator 12 und ein geringer Druckabfall
im Schubgenerator 12 in einer verbesserten Schuberzeugung.
Bei bestimmten Ausführungsformen
ist der Abgasstrom 52 aus dem Gasgenerator 30 gedrosselt
und hat eine Temperatur von circa 648,9°C (1200°F). Daher bewegt sich der Abgasstrom 56 oder 58 an
der Peripherie des Schubgenerators 12, an einem Einlass
des Schubgenerators 12, mit Schallgeschwindigkeit oder Überschallgeschwindigkeit
und verlangsamt sich danach, während
er sich ausdehnt und mit Umgebungsluft vermischt.
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Bei
bestimmten Ausführungsformen
können die
Abgasströme 56 und 58 aus
dem Gasgenerator aus 2 zu einem Plenum geleitet werden,
um die Abgasströme 56 und 58 in
die Schubgeneratoren 12 einzuführen. 4 ist ein
Diagramm eines Befestigungsmechanismus 60 zur Befestigung
des Gasgenerators 30 aus 2 an dem
Flugzeug 10 aus 1 nach Gesichtspunkten des vorliegenden
Verfahrens. Wie dargestellt, ist der Gasgenerator 30 durch
eine Flügelstrebe 62 mit
jedem der Flügel 18 (s. 1)
verbunden bzw. in diesen integriert. Der Gasgenerator 30 ist
dafür ausgelegt,
das Abgas 52 zu erzeugen, das in ein Plenum geleitet wird,
wie es das Bezugszeichen 64 zeigt. Das Plenum ist ferner dafür ausgelegt,
das Abgas 52 radial in den Schubgenerator 12 und
das Coanda-Profil entlang zu leiten, wie es unten mit Bezug auf
die 5–9 beschrieben
wird.
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5 ist
ein Diagramm einer beispielhaften Konfiguration 70 des
Schubgenerators 12 des Flugzeugs 10 aus 1 nach
Gesichtspunkten des vorliegenden Verfahrens. Wie dargestellt, umfasst
der Schubgenerator 70 ein Plenum 72, das dafür ausgelegt
ist, das Abgas 64 (s. 4) aus dem
Gasgenerator 30 (s. 4) aufzunehmen
und das Abgas über ein
Coanda-Profil 74 bereitzustellen, das dafür ausgelegt
ist, die Haftung des Abgases 64 an dem Profil 74 zu
ermöglichen.
Bei bestimmten Ausführungsformen
erhöht
das Einführen
von Wärme
in das Plenum 72 – unter
Verwendung eines Brennstoffs – die
Energie und bewirkt, dass das Abgas 64 mehr Luft mitzieht
oder die Luft auf größere Geschwindigkeiten beschleunigt.
Bei dieser beispielhaften Ausführungsform
ist das Plenum 72 ringförmig
um eine Luftleiteinrichtung (cowl) des Schubgenerators 70 angeordnet. Bei
bestimmten Ausführungsformen
kann das Plenum 72 in eine Viel zahl von Plenen aufgeteilt
sein, die Abschnitte von Abgasschlitzen versorgen. Bei einer beispielhaften
Ausführungsform
umfasst das Coanda-Profil ein logarithmisches Profil. Beim Betrieb wird
ein unter Druck stehender Strom des Abgases 64 aus dem
Plenum 62 entlang dem Coanda-Profil 74 eingeführt, wie
unter dem Bezugszeichen 76 dargestellt. Der Schubgenerator 70 umfasst
ferner einen Lufteinlass 78 zum Einführen des Luftstroms 80 in den
Schubgenerator 70.
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Beim
Betrieb zieht das unter Druck stehende Gas 76 den Luftstrom 80 mit,
um einen Hochgeschwindigkeitsluftstrom 82 zu erzeugen.
Das Coanda-Profil 74 ermöglicht insbesondere das relativ schnelle
Mischen des unter Druck stehenden Abgases 76 mit dem mitgezogenen
Luftstrom 80 und erzeugt den Hochgeschwindigkeits-Luftstrom 82 durch einen
Energie- und des Impulstransfer von dem unter Druck stehenden Abgas 76 zu
dem Luftstrom 80. Bei dieser beispielhaften Ausführungsform
ermöglicht das
Coanda-Profil 74 die Haftung des unter Druck stehenden
Abgases 76 an dem Profil 74 bis an einen Punkt,
wo die Geschwindigkeit auf einen Bruchteil der ursprünglichen
Geschwindigkeit abfällt,
während Impuls
und Energie auf den Luftstrom 80 übertragen werden. Es ist zu
beachten, dass die Konstruktion des Schubgenerators 70 so
gewählt
ist, dass sie die Beschleunigung des eintretenden Luftstroms 80 verstärkt, der,
ausgehend von einem Umgebungszustand, zum Auslass des Schubgenerators 70 strömt und dadurch
den durch den Schubgenerator 70 erzeugten Schub maximiert.
Der Hochgeschwindigkeits-Luftstrom 80 kann überdies
eingesetzt werden, um Schub zum Antreiben des Flugzeugs 10 zu
erzeugen.
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6 ist
ein Blockdiagramm, das den Betrieb des Schubgenerators 70 aus 5 darstellt. Wie
dar gestellt, ist das Plenum 72 dafür ausgelegt, das Abgas 64 aus
dem Gasgenerator 30 aufzunehmen. Das Abgas 64 aus
dem Plenum 72 wird in einen Mitziehbereich 84 des
Schubgenerators 70 eingeführt. Wie oben beschrieben,
umfasst der Mitziehbereich 84 das Coanda-Profil 74 zum
Mitziehen von Luft 80, um ein Gasgemisch (Luft und Abgase) 82 mit
hohen Mischverhältnissen
und hohen Geschwindigkeiten zu erzeugen. Ein derartiger Hochgeschwindigkeitsstrom 82 wird
dann zu einem Schuberzeugungsbereich 86 des Schubgenerators 70 geleitet,
um aus dem Hochgeschwindigkeitsstrom 82 Schub 88 zu
erzeugen.
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Vorteilhafterweise
kann bei Verwendung des Schubgenerators 70 die Mitnahmerate
der Luft 80 über
die gegenwärtigen
Kapazitäten
von Bläsern
hinaus verbessert werden, ohne dass Bläser und andere bewegliche Teile,
deren Vergrößerung schwierig
ist und in einer hohen Komplexität
und großen
Masse resultiert, in dem Flugzeug 10 (s. 1)
zur Anwendung kommen. Es ist zu beachten, dass der von dem Schubgenerator 70 erzeugte
Schub 88 von der Masse und Energie des Strahls 82 abhängt. Bei
der dargestellten Ausführungsform
ermöglichen
die große Mitnahmerate
und der schnelle Impulstransfer durch den Schubgenerator 70 die
Erzeugung des gewünschten
Schubs 88 aus dem Hochgeschwindigkeitsstrahl 82.
Darüber
hinaus ist der oben beschriebene Schubgenerator 70 nicht
mit einem Kern mit hohem Luftwiderstand verbunden, so dass das einströmende Frischluftvolumen 80,
das sich auf den Kern des Schubtriebwerks 70 zu bewegt,
mit Flugzeuggeschwindigkeit hindurchströmt und nur wenig beschleunigt
wird. Die hohe Mitnahmerate in Verbindung mit dem Geschwindigkeitswert
beim Verlassen des Schubgenerators 70, der der Geschwindigkeit des
Flugzeugs 10 nahe kommt, hat eine sehr große Antriebseffizienz
zur Folge. Günstiger weise
wird auf dem Weg durch den Schubgenerator 70 der Schub 88 groß gehalten,
aber die Schubtriebwerks-Ausgangsgeschwindigkeit wird zum Erreichen
eines geringeren Schubes als bei vergleichbaren Turbobläser-Triebwerken
eingesetzt, was eine größere Antriebseffizienz
bewirkt. Außerdem
ist das effektive Nebenstromverhältnis
der vorgeschlagenen Gasgenerator- und Schubtriebwerkanordnungen
höher als beim
Einsatz konventioneller Turbobläser-Technologie
erreichbar.
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7 ist
ein Diagramm einer Coanda-Profil-Oberfläche des
Schubgenerators 70 aus 5 nach Gesichtspunkten
des vorliegenden Verfahrens. Wie dargestellt, werden die Abgase 76 aus
dem Plenum 72 in den Schubgenerator 70 und das
Coanda-Profil 74 entlang geleitet. Bei einer beispielhaften Ausführungsform
ist eine Druckerhöhungsvorrichtung
(nicht gezeigt) mit dem Plenum 72 verbunden und dafür ausgelegt,
den Druck der Abgase 76 in dem Plenum 72 zu erhöhen. Bei
einer Ausführungsform
umfasst die Druckerhöhungsvorrichtung
eine Pumpe. Bei bestimmten Ausführungsformen
kann der Schubgenerator 70 in einem gedrosselten Zustand
betrieben werden, um die Effizienz des Schubgenerators 70 zu
verbessern. Der Schubgenerator 70 ist ferner dafür ausgelegt,
bei bestimmten Betriebszuständen
des Flugzeugs 10, beispielsweise während eines Startzustands,
den Schub durch eine Vergrößerung des
Drucks der Abgase in dem Plenum 72 – entweder durch den Gasgenerator 30 oder durch
Anwendung der Druckerhöhungsvorrichtung
in dem Plenum 72 – zu
vergrößern. Das
Coanda-Profil 74 ermöglicht
die Haftung der Abgase 76 an dem Profil durch Einführen der
Abgase an verschiedenen Positionen in Umfangsrichtung und zieht
zwischen diesen Positionen einen einströmenden Luftstrom 80 mit,
um den Hochgeschwindigkeits-Luftstrom 82 zu erzeugen. Die
durch den Lufteinlass 78 (siehe 5) zugeführte Luft 80 bildet
eine Scherschicht mit der Grenzschicht, um den Luftstrom 80 in
einem konvergenten Bereich des Schubgenerators 70 zu beschleunigen
und die Vermischung von Grenzschicht und eintretendem Luftstrom 80 zu
ermöglichen,
um den Hochgeschwindigkeits-Luftstrom 82 in einem Ausgangsbereich
des Schubgenerators 70 zu erzeugen. Die Bildung der Grenz-
und Scherschicht zwecks Erzeugung des Hochgeschwindigkeits-Luftstroms 82 wird
mit Bezug auf die 8–9 unten detailliert
beschrieben.
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Die
Abgase 76 werden radial in die Achse des Schubgenerators 70 geleitet,
und zwar durch eine Vielzahl von einzeln verteilten Schlitzen 92 und entlang
dem Coanda-Profil 74,
das eine Kurvatur 94 aufweist, um das Mitziehen durch die
Kombination des Scher- und Radialdruckgradienten zu maximieren,
während
gleichzeitig sichergestellt wird, dass die Grenzschicht an der Wand
des Schubgenerators haften bleibt. Als Ergebnis haftet in einem
Kehlbereich 96 des Coanda-Profils 74 der Strom
noch und die Grenzschicht weist einen relativ großen Impuls
auf, mit einer Maximalgeschwindigkeit, die circa das 0,8fache der
anfänglichen
Einspritzgeschwindigkeit beträgt.
Zu beachten ist, dass die Reduzierung der Anfangsgeschwindigkeit
der Abgase 76 auf dem Mitziehen des langsameren Luftstroms
80 und dem Impuls- und Energietransfer zu dem mitgezogenen Luftstrom 80,
wie auch auf gewissen Reibungsverlusten an den Wänden beruht. Das Hochgeschwindigkeits-Abgas 76 aus
dem Plenum 72 erzeugt ferner einen Niederdruckbereich aufgrund
der Kurvatur des antreibenden Stroms entlang dem Coanda-Profil,
die zum Mitziehen von Luft beiträgt.
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8 ist
ein Diagramm von Strömungsprofilen 100 von
Luft und Abgasen in dem Schubgenerator 70 aus
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5 nach
Gesichtspunkten des vorliegenden Verfahrens. Wie dargestellt, werden
Abgase 102 in den Schubgenerator 70 (siehe 5)
und über
ein Coanda-Profil 104 geleitet. Bei der dargestellten Ausführungsform
werden die Abgase 102 mit einer im Wesentlichen hohen Geschwindigkeit
und mit hohem Druck durch einzelne Schlitze 92 (siehe 7)
in den Schubgenerator 70 eingeführt. Beim Betrieb ermöglicht das
Coanda-Profil 104 die Haftung der Abgase 102 an
dem Profil 104, um eine wachsende Grenzschicht 106 zu
bilden, die Abgase 102 und einen Anteil Luft 108 mitzieht
und deren Vermischung ermöglicht.
Bei dieser Ausführungsform
sind die Geometrie und die Abmessungen des Profils 104 optimiert,
um den gewünschten
Schub zu erzielen. Ein Teil des Stroms eintretender Luft 108 wird
ferner von der wachsenden gemischten Grenzschicht 106 mitgezogen
und bildet mit der Grenzschicht 106 eine Scherschicht 110.
Es ist zu beachten, dass das Mitziehen von Umgebungsluft 108 durch
einen statischen Radialdruckgradienten verstärkt wird, der durch die Kurvatur
der Strömungslinien
um das Coanda-Profil 104 entsteht. Der dem Strom aufgeprägte Radialdruckgradient
wirkt überdies
mit der Scherung an der Grenzschicht 106 zusammen, um den
Mitzieheffekt zu verstärken.
Dadurch ermöglicht
die Scherschicht 110, die durch das Wachsen der energiereichen Grenzschicht 106 und
deren Vermischung mit dem mitgezogenen Luftstrom 108 gebildet
wird, die schnelle Ausbildung eines einheitlichen Gemisches in dem
Schubgenerator 70. Die Haftung der Abgase 102 an
dem Coanda-Profil 104 aufgrund des Coanda-Effekts in dem
Schubgenerator 70 wird mit Bezug auf 9 unten
detailliert beschrieben.
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9 ist
ein Diagramm der auf dem Coanda-Effekt
beruhenden Bildung der Grenzschicht 106, angrenzend an
das Profil 104 in dem Schubgenerator 70 aus 5.
Bei der dargestellten Ausführungsform haften
die Abgase 102 an dem Profil 104, wobei diese
Haftung erhalten bleibt, auch wenn sich die Oberfläche des
Profils 104 von der ursprünglichen Richtung des Brennstoffstroms
wegkrümmt.
Genauer gesagt, entsteht bei der Verlangsamung der Abgase 102 eine
Druckdifferenz in der Strömung,
durch die die Abgase 102 abgelenkt und näher an die
Oberfläche
des Profils 104 geleitet werden. Fachleute werden erkennen,
dass bei der Bewegung der Abgase über das Profil 104 ein
gewisses Maß an
Reibung zwischen den Abgasen 102 und dem Profil 104 auftritt.
Dieser Widerstand gegenüber
der Strömung 102 lenkt
die Abgase 102 in Richtung auf das Profil 104 ab
und bewirkt so ihre Haftung an dem Profil 104. Die durch
diesen Mechanismus gebildete Grenzschicht 106 zieht einen
eintretenden Luftstrom 108 mit, der dann mit der Grenzschicht 106 eine
Scherschicht 110 bildet, um das Mitziehen des Luftstroms
und die Vermischung des Luftstroms 108 und der Abgase 102 zu fördern. Die
Scherschicht 110, die durch die Ablösung der Grenzschicht 106 und
deren Vermischung mit der mitgezogenen Luft 108 gebildet
wird, erzeugt ferner einen Hochgeschwindigkeits-Luftstrom 112, der
zur Verbesserung der Effizienz eines Antriebssystems durch die Erzeugung
von Schub eingesetzt wird. Es ist anzumerken, dass beim Start des
Flugzeugs 10 (siehe 1) die Geschwindigkeit
des Stroms 108 reduziert und die Mitnahmerate hoch ist. Während das
Flugzeug 10 sich im Flug befindet, nimmt die Geschwindigkeit
des Luftstroms 108 bei weiterhin hoher Mitnahmerate zu.
So wird der Impuls- und Energietransfer von dem Abgas 102 durch
den eintretenden Luftstrom 108 ermöglicht, und als Folge ergibt
sich eine größere Antriebseffizienz
aufgrund einer geringeren Differenz zwischen der Geschwindigkeit
des Strahls aus dem Schubgenerator 70 und der Flugzeuggeschwindigkeit.
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10 ist
eine grafische Darstellung beispielhafter Untersuchungsergebnisse 120 zur
Antriebseffizienz existierender Antriebssysteme und eines Antriebssystems
mit dem Schubgenerator 70 aus 5 nach Gesichtspunkten
des vorliegenden Verfahrens. Die Abszissenachse 122 steht
für die
in Knoten gemessene Flugzeuggeschwindigkeit, und die Ordinatenachse 124 steht
für die
Antriebseffizienz. Bei dieser Ausführungsform stellen die Profile 126 und 128 die
Antriebseffizienz existierender, auf Turbobläser- und Turboprop-Systemen
basierender Antriebssysteme dar. Die Profile 130 und 132 stellen die
Antriebseffizienz von Antriebssystemen mit Schubgeneratoren 70 mit
Druckverhältnissen
von circa 20 psig (2,39 bar) und 35 psig (3,42 bar) dar. Wie man
sieht, ist die Antriebseffizienz von Antriebssystemen mit Schubgeneratoren 70 wesentlich
größer als die
Antriebseffizienz existierender Antriebssysteme auf der Basis von
Turbobläser-
und Turboprop-Systemen. Außerdem
ist die Antriebseffizienz des Antriebssystems mit dem Schubgenerator 70 mit
einem Druckverhältnis
von 20 psig relativ größer als
die des Antriebssystems mit dem Schubgenerator 70 mit einem
Druckverhältnis
von 35 psig. Wie Fachleute erkennen werden, kann eine Vielzahl von
Parametern, wie beispielsweise die Geometrie des Coanda-Profils,
Druckverhältnisse,
Abgasdruck und so weiter angepasst werden, um eine gewünschte Antriebseffizienz
zu erzielen. Die gewählten
Parameter würden ferner
auch die Architektur und Konfiguration (Layout) des Gasgenerators
bestimmen, der als Turbobläser-Triebwerk
mit einem niedrigen Nebenstromverhältnis und hohen Druckverhältnis ausgelegt
werden kann, um zu ermöglichen,
dass der Abgasstromdruckparameter von den Austrittsbedingungen des
Kern-Gasturbinenkreisprozesses freigemacht wird.
-
11 ist
eine grafische Darstellung beispielhafter Untersuchungsergebnisse 140 zum Schub,
der durch existierende Antriebssysteme auf der Basis von Turbobläser-Systemen
und einem Antriebssystem mit dem Schubgenerator 70 aus 5 nach
Gesichtspunkten des vorliegenden Verfahrens erzeugt wird. Die Abszissenachse 142 steht
für die Durchflussmenge
in Pfund/Sek. (lbm/sec), und die Ordinatenachse 144 steht
für den
Gesamtschub in Pfund (lbs). Bei dieser Ausführungsform stellen die Profile 146 und 148 Schübe existierender
Antriebssysteme auf der Basis von Turbobläser-Systemen mit Nebenstromverhältnissen
von circa 9 bei einem Bläserdruckverhältnis von
1,5 und einem Nebenstromverhältnis
von circa 5 bei einem Bläserdruckverhältnis von
1,8 dar. Die Profile 150 und 152 stellen Schub
dar, der von Antriebssystemen erzeugt wurde, deren Schubgeneratoren 70 mit
Mitnahmeraten von circa 6 und circa 9 arbeiten. Wie man sieht, sind
die Antriebssysteme mit den Schubgeneratoren in der Lage, Schübe zum Antreiben
des Antriebssystems zu erzeugen, und in Abhängigkeit von der Konstruktion
und der Anzahl der Schubgeneratoren kann der erzeugte Schub dem
von existierenden Antriebssystemen auf der Basis von Turbobläser-Systemen
vergleichbar sein. Eine Vielzahl von Parametern, wie beispielsweise
die Mitnahmerate der Luft, können optimiert
werden, um die für
derartige Systeme gewünschte
Effizienz zu erzielen.
-
Der
oben beschriebene Schubgenerator 70 nutzt die Kombination
aus einem Arbeitsfluid und Umgebungsluft, um Schub zum Antreiben
des Antriebssystems zu erzeugen, und verbessert dadurch die Effizienz
und den spezifischen Brennstoffverbrauch eines derartigen Systems.
Bei bestimmten Ausführungsformen
ermöglicht
der Schubgenerator 70 „Short Take-Off and Landing” (STOL)
und „Vertical Take-Off
and Landung" (VTOL)
des Flugzeugs 10 (siehe 1). 12 stellt
ein beispielhaftes Flugzeug 160 mit an den Enden der Flügel 18 des
Flugzeugs 160 angeordneten Schubgeneratoren 162 dar. In
dieser beispielhaften Ausführungsform
ermöglicht der
Hochgeschwindigkeitsstrahl 82 aus den Schubgeneratoren 162 dem
Flugzeug 160 das Abheben bei einem VTOL-Betriebszustand. Bei bestimmten Ausführungsformen
kann die Ausrichtung der Schubgeneratoren 162 während des
Fluges durch Bedienelemente geändert
werden, um durch die Drehung der Schubgeneratoren 162 die
Start- oder Landeentfernungen zu verkürzen. Da der Schubgenerator 162 vorteilhafterweise über mehrere
Freiheitsgrade verfügt,
kann der Schubgenerator 162 dafür eingesetzt werden, ein Verhalten
des Flugzeugs 10 im Flug oder beim Schweben des Flugzeugs 10 anzupassen.
-
Die
verschiedenen Gesichtspunkte des oben beschriebenen Verfahrens haben
den Nutzen, dass sie die Effizienz verschiedener Antriebssysteme,
wie beispielsweise Flugzeuge, Unterwasserantriebssysteme sowie Raketen
und Raketengeschosse verbessern. Das oben beschriebene Verfahren
verwendet einen Schubgenerator, der in existierende Antriebssysteme
integriert werden kann, und nutzt ein Antriebsfluid, wie beispielsweise
Abgase eines Gasgenerators, zum Mitziehen eines sekundären Fluidstroms,
um einen Hochgeschwindigkeits-Luftstrom zu erzeugen. Der Schubgenerator
nutzt insbesondere den Coanda-Effekt, um den Hochgeschwindigkeits-Luftstrom
zu erzeugen, der dann zur Schuberzeugung genutzt werden kann, wodurch
die Effizienz derartiger Systeme verbessert wird. Vorteilhafterweise
eliminiert die Schuberzeugung durch derartige Schubgeneratoren den
Bedarf an beweglichen Teilen, wie beispielsweise Bläser bei
Antriebssystemen auf der Basis von Turbobläser-Systemen, was die Betriebskosten
solcher Systeme wesentlich reduziert. Die Schubgeneratoren ermöglichen
ferner den Betrieb im gedrosselten Zustand an mehr als einer Position
und verbessern dadurch die Effizienz solcher Systeme, insbesondere
bei Betriebszuständen wie „Short
Take-Off and Landing" (STOL)
und „Vertical
Take-Off and Landing" (VTOL).
-
Während hier
nur bestimmte Merkmale der Erfindung dargestellt und beschrieben
sind, werden Fachleuten viele Abwandlungen und Änderungen einfallen. Daher
ist zu beachten, dass beabsichtigt ist, dass die angefügten Ansprüche alle
derartigen Abwandlungen und Änderungen
abdecken, die dem wahren Geist der Erfindung entsprechen.
-
Es
wird ein Schubgenerator 12 zur Verfügung gestellt. Der Schubgenerator 12 umfasst
einen Lufteinlass 78, der dafür ausgelegt ist, Luft 80 in
den Schubgenerator 12 einzuführen, sowie ein Plenum 72,
das dafür
ausgelegt ist, Abgas 64 aus einem Gasgenerator 30 aufzunehmen
und das Abgas 64 über ein
Coanda-Profil 74 zur Verfügung zu stellen, wobei das
Coanda-Profil 74 dafür
ausgelegt ist, die Haftung des Abgases 64 an dem Profil 74 zu
ermöglichen,
um eine Grenzschicht 106 zu bilden und einströmende Luft 80 aus
dem Lufteinlass 78 mitzuziehen, um Schub zu erzeugen.
-
- 10
- Flugzeug
- 12
- Schubgenerator
- 14
- Flugzeugzelle
- 16
- Gasgenerator
- 18
- Flügel
- 30
- Gasgenerator
- 32
- Verdichter
- 34
- Brennkammer
- 36
- Turbine
- 38
- Welle
- 40
- Schubdüse
- 50
- Abgasstrom
- 52
- Abgase
aus der Brennkammer
- 54
- Abgasstrom
zum Schubgenerator
- 56
- Abgasstrom
zum Schubgenerator
- 60
- Befestigungsmechanismus
- 62
- Strebe
- 64
- Abgas
- 70
- Schubgenerator
- 72
- Plenum
- 74
- Coanda-Profil
- 76
- Gasstrom über Coanda-Profil
- 78
- Lufteinlass
- 80
- Luftstrom
- 82
- Hochgeschwindigkeitsstrom
- 84
- „Mitziehbereich" (entrainment section)
- 86
- Schuberzeugungsbereich
- 88
- Schub
- 92
- Schlitze
- 94
- Kurvatur
- 96
- Kehle
- 100
- Strömungsprofile
- 102
- Abgase
- 104
- Coanda-Profil
- 106
- Grenzschicht
- 108
- einströmende Luft
- 110
- Scherschicht
- 112
- Hochgeschwindigkeitsstrom
- 120
- Untersuchungsergebnisse
zur Antriebseffizienz
- 122
- Flugzeuggeschwindigkeit
- 124
- Antriebseffizienz
- 126–128
- Antriebseffizienz
existierender Antriebssysteme
- 130–132
- Antriebseffizienz
von Antriebssystemen mit Schubgenerator
- 140
- Untersuchungsergebnisse
zum Schub
- 142
- Kern-Strömungsgeschwindigkeit
- 144
- Schub
- 146–148
- Schub
bei existierenden Antriebssystemen
- 150–152
- Schub
bei Antriebssystemen mit Schubgenerator