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Die
Erfindung betrifft eine Schabervorrichtung, umfassend eine Schaberklinge
zum Zusammenwirken mit einer bewegbaren Oberfläche, eine Halteeinrichtung
für die Schaberklinge, eine Einrichtung zur Erzeugung eines
Anpressdruckes zur Anpressung der Schaberklinge an die bewegbare
Oberfläche und eine Einrichtung zur wenigstens mittelbaren
Erfassung einer die Anpresskraft und/oder den Anpressdruck über
zumindest einen Teilbereich der Erstreckung der Schaberklinge wenigstens
mittelbar beschreibenden Größe. Die Erfindung
betrifft ferner eine Rakelvorrichtung.
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Schabervorrichtungen
zum Reinigen bewegbarer Oberflächen oder Rakelvorrichtungen
zur Vergleichmäßigung von Auftragsmedien an bewegbaren Oberflächen
sind in einer Vielzahl von Ausführungen aus dem Stand der
Technik vorbekannt. Dabei erfolgt die Anstellung der Klingen bei
Schabervorrichtungen entgegen der Bewegungsrichtung der bewegbaren Oberfläche,
während bei Rakelvorrichtungen, insbesondere Abstreifvorrichtungen,
die Anstellung in Bewegungsrichtung und beabstandet zur Oberfläche erfolgt.
Beim Einsatz in Maschinen zur Herstellung von Faserstoffbahnen,
die in der Regel durch eine sehr große Maschinenbreite
charakterisiert sind, besteht das Problem häufig darin,
zur Gewährleistung einer sicheren Funktionsweise über
die Breite einen vordefinierten erforderlichen Anpressdruck und/oder eine
erforderliche Anpressdruckverteilung und/oder einen gleichmäßigen
Abstand zwischen Klinge und Oberfläche zu erzielen. Dabei
spielt die durch große Klingenlängen bedingte
Durchbiegung eine wesentliche Rolle. Ferner kann die Anpresskraft
und/oder der Anpressdruck während des Betriebes aufgrund
von weiteren Einflüssen variieren. Zur Messung der Anpresskraft
und/oder des Anpressdrucks und dessen Verteilungsprofils sind daher
Einrichtungen zur wenigstens mittelbaren Erfassung einer die Anpresskraft
und/oder den Anpressdruck wenigstens mittelbar charakterisierenden
Größe vorbekannt. Die Messung erfolgt dabei entweder
direkt oder indirekt.
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Aus
der Druckschrift
EP
1 259 377 B1 ist eine Ausführung vorbekannt, bei
welcher in einer Schabervorrichtung auf der Schaberklinge mindestens
ein Dehnungsmessstreifensensor angeordnet ist, mit welchem beim
Anliegen des Schabers an der Walze dessen Anpressdruck messbar ist.
Die Messung des Anpressdruckes kann dabei auch während des
normalen Betriebes erfolgen, da der Schaber nicht von der Walze
abgehoben werden muss. Die Messung des Anpressdruckes mittels Dehnungsmessstreifensensor
beruht auf dem Prinzip der Durchbiegung der Schaberklinge in Abhängigkeit vom
Anpressdruck, wobei der Dehnungsmessstreifen durch das Verbiegen
des Schabers gedehnt oder gestaucht wird und dadurch seinen Widerstand ändert.
Dieser kann gemessen und in den dazugehörigen Anpressdruck
umgerechnet werden. Dabei erfolgt die Anordnung einer Vielzahl von
Dehnungsmessstreifensensoren über die Breite der bewegbaren
Oberfläche verteilt an der Schaberklinge. Da die Dehnungsmessstreifen
auf eine geometrische Veränderung mit einer veränderten
Stromleitfähigkeit reagieren, wodurch der angelegte Anpressdruck
mittels Kalibrieren ermittelt werden kann, ist jedoch zwingend eine
Energiequelle erforderlich, die kontinuierlich Strom zu den Sensoren
leitet.
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Eine
weitere Ausführung einer in einer Maschine zur Herstellung
von Faserstoffbahnen einzusetzenden Schabervorrichtung mit einem
Tragbalken, einem daran angeordneten Klingenhalter, in welchen eine
Schaberklinge zum Abschaben der Walze oder einer entsprechend bewegten
Fläche eingesetzt ist, ist aus der
EP 1 244 850 B1 vorbekannt.
Die Schaberklinge oder der Klingenhalter weisen dabei einen oder
mehrere Sensoren auf, die innen oder außen angeordnet sind
und dazu vorgesehen sind, die Abnutzung und/oder die Spannung des Klingenhalters
und/oder der Schaberklinge zu messen, wobei einer oder mehrere als
Sensor dienende Lichtleitfasern im Inneren des Klingenhalters und/oder
der Schaberklinge angeordnet sind. Diese Ausführung ist
für die konkrete Sensorausführung konzipiert.
Die Lichtleitfasern sind in der Anordnung integriert, was bei der
konstruktiven Ausführung zu berücksichtigen ist.
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Aus
der Druckschrift
EP
1 584 745 B1 ist eine Kalibriervorrichtung vorbekannt,
mittels welcher der Anpressdruck einer am Umfang einer Walze oder eines
Zylinders in einer Papiermaschine anliegenden Klinge einer Schabervorrichtung
gesteuert werden kann. Diese Einrichtung ist dadurch charakterisiert, dass
an einer Halteklinge ein Sensorhalter vorgesehen ist, der mit einem
Drucksensor versehen ist, wobei die Halteklinge, der Sensorhalter
und der Drucksensor derart positionierbar sind, dass die Lage des Drucksensors
am Umfang der Walze oder des Zylinders dem Anlageort der Klinge
entspricht. Diese Einrichtung wird zum Kalibrieren eingesetzt, insbesondere
zur Bestimmung des Anpressdruckes, wobei die Klinge nach dem Kalibriervorgang
durch die eigentliche Schaberklinge ausgetauscht wird, mit der der
Anpressdruck an der Schaberkante reproduzierbar erzeugt werden kann.
Der einzelne Drucksensor kann verschiedenartig ausgeführt
sein. Vorzugsweise ist dieser als taktiler Drucksensor, insbesondere
als piezoelektrischer Sensor ausgebildet. Die Lösung ist
dadurch charakterisiert, dass zwar im Vorfeld eine Kalibrierung
des Anpressdruckes erfolgen kann, jedoch im Einsatzfall der Anpressdruck
nicht weiter überwacht wird und aufgrund der fehlenden Überwachung
auch keine Anpassung an sich ändernde Randbedingungen erfolgt.
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Der
Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Schabervorrichtung
der eingangs genannten Art derart weiterzuentwickeln, dass zum einen
der Anpressdruck und das Verteilungsprofil über die Breite
der bewegbaren Oberfläche nach Bedarf ermittelbar sind,
die Einrichtung zur Erfassung des Anpressdruckes autark arbeiten
kann und ferner die Einrichtung zur Erfassung für beliebige
Schaberlängen einsetzbar ist. Die erfindungsgemäße
Lösung soll sich dabei durch einen geringen konstruktiven sowie
steuerungstechnischen Aufwand auszeichnen.
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Die
erfindungsgemäße Lösung ist durch die Merkmale
des Anspruchs 1 charakterisiert. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind
in den Unteransprüchen wiedergegeben. Eine erfindungsgemäße
Rakelvorrichtung ist in Anspruch 28 beschrieben.
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Eine
Schabervorrichtung, umfassend eine Schaberklinge zum Zusammenwirken
mit einer bewegbaren Oberfläche, eine Halteeinrichtung
für die Schaberklinge, eine Einrichtung zur Erzeugung eines Anpressdruckes
zur Anpressung der Schaberklinge an die bewegbare Oberfläche
und eine Einrichtung zur wenigstens mittelbaren Erfassung einer
die Anpresskraft und/oder den Anpressdruck wenigstens mittelbar
beschreibenden Größe über zumindest einen
Teilbereich der Erstreckung der Schaberklinge, ist erfindungsgemäß dadurch
charakterisiert, dass die Einrichtung zur wenigstens mittelbaren
Erfassung einer die Anpresskraft und/oder den Anpressdruck wenigstens
mittelbar charakterisierenden Größe über
zumindest einen Teilbereich der Erstreckung der Schaberklinge zumindest
einen piezoelektrischen Sensor umfasst.
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Piezoelektrische
Sensoren sind aktive Sensoren, die vorzugsweise zur schnellen und
zeitnahen Erfassung sich dynamisch ändernder Messgrößen zum
Einsatz gelangen. Die Funktionsweise piezoelektrischer Sensoren
basiert auf der Induktion von Spannungen unter dem Einfluss elastischer
Spannungszustände im Trägerbereich der piezoelektrischen
Sensoren. Eine äußere Spannungszufuhr ist somit
nicht notwendig, was einen erheblichen konstruktiven und energetischen
Vorteil birgt. Der Anpressdruck kann direkt und zeitnah ermittelt
werden. Die Sensoren bauen sehr klein und sind kompakt, so dass
diese frei von einer Beeinträchtigung der Funktionsweise
der Schaberklinge auf beziehungsweise an dieser angeordnet werden
können. Ferner sind Piezoelektrische Sensoren sehr robust
und können auch über längere Zeiträume
reproduzierbare Werte liefern. Die Sensoren ermöglichen
eine sichere Erfassung während des Betriebs der Schabervorrichtung.
Die Anbringung kann an Klingen aus unterschiedlichen Materialien
und mit unterschiedlicher Oberflächenbeschaffenheit erfolgen.
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Bei
der Schabervorrichtung handelt es sich um eine Vorrichtung zum Reinigen
von bewegbaren Oberflächen. Die Anstellung der Klinge erfolgt
entgegengesetzt ausgerichtet zur Bewegungsrichtung der bewegbaren
Oberfläche.
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Da
der piezoelektrische Sensor die Spannungszustände in seinem
Trägerbereich detektiert, sind zur Ermittlung von Druckprofilen über
die Länge der Schaberklinge, die der Erstreckung der Schaberklinge
in Breitenrichtung der bewegbaren Oberfläche betrachtet
entspricht und/oder über die Länge von Schaberklingenteilbereichen
vorzugsweise eine Vielzahl von piezoelektrischen Sensoren vorgesehen.
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In
einer vorteilhaften Weiterentwicklung umfasst die Schaberklinge
zumindest zwei Schaberklingenteile, die über die Länge
der Schaberklinge betrachtet einander benachbart angeordnet sind,
wobei wenigstens eines der Schaberklingenteile piezoelektrische
Sensoren aufweist. Das die piezoelektrischen Sensoren aufweisende
Schaberklingenteil bildet einen Messbalken. Durch die Unterteilung
der Schaberklinge in mehrere Teilbereiche können Schaberklingen
unterschiedlicher Längen mittels einzelner standardisierter
vorgefertigter Schaberklingenteilstücke, die dann universell
einsetzbar sind, gebildet werden. Durch die Vorfertigung von Messbalken
können diese als standardisierte Funktionseinheiten vorgehalten
und an beliebiger Stelle in eine Schaberklingenstruktur über
die Länge der Schaberklinge betrachtet integriert werden.
Die Messorte können dadurch hinsichtlich ihrer Lage beliebig
angeordnet werden. Die Messbalken bilden eine Funktionseinheit zum
Reinigen der Oberfläche und zur gleichzeitigen Erfassung des
Anpresszustandes der Klinge.
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Gemäß einer
vorteilhaften Ausgestaltung sind zur Vereinfachung der Auswertung
der Messgrößen die über die Länge
der Schaberklinge und/oder des einzelnen Messbalkens angeordneten
piezoelektrischen Sensoren jeweils mit gleichem Abstand vom an der
bewegbaren Oberfläche wirksamen Klingenende an der Klinge
angeordnet.
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Vorzugsweise
sind zur Vereinfachung der Auswertung der Messgrößen
und einer beliebigen Anordenbarkeit der als Messbalken ausgebildeten Schaberklingenteile
die über die Länge der Schaberklinge und/oder
eines Schaberklingenteiles angeordneten piezoelektrischen Sensoren
jeweils mit konstantem Abstand zueinander in Längenrichtung
der Schaberklinge betrachtet angeordnet. Dadurch können
aussagekräftiger Verteilungsprofile für den Anpressdruck über
die Länge der Schaberklinge mit Stützung durch
eine hohe Anzahl an Messstellen erstellt werden.
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Zur
Vermeidung einer Beeinträchtigung ihrer Funktionsweise
können die piezoelektrischen Sensoren an der den Anlagebereich
an der Oberfläche bildenden Schaberklingenseite weggerichteten
Klingenunterseite angeordnet sein, es ist jedoch auch möglich,
die Sensoren an der Klingenoberseite oder auch an beiden Klingenseiten
anzuordnen, wenn dies durch die Einbausituation vorteilhaft oder
notwendig ist. Gemäß einer besonders vorteilhaften Ausführung
zur direkten Erfassung der Messgrößen sind die
piezoelektrischen Sensoren innerhalb der Erstreckung des Anlagebereiches
an der bewegbaren Oberfläche angeordnet. Bei Anordnung
an der Klingenunterseite sind dazu keine besonderen Modifikationen
erforderlich. Die piezoelektrischen Sensoren können in
einfacher Art und Weise auf der Klingenoberfläche angeordnet
werden, beispielsweise mittels einer adhäsiven Verbindung.
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In
einer alternativen Ausführung können die piezoelektrischen
Sensoren in an der Klingenoberfläche angeordneten Vertiefungen
angeordnet sein. Dadurch wird auch eine Anordnung im Anlagebereich der
Schaberklinge an der Schaberklingenvorderseite möglich.
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Gemäß einer
bevorzugten Ausführungsform können die piezoelektrischen
Sensoren eine runde Form aufweisen, deren Erstreckung in zwei zueinander
senkrechten in einer Ebene liegenden Richtungen im Wesentlichen
gleich groß ist. Diese Form ist leicht herstellbar.
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Gemäß einer
alternativen Ausführungsvariante können die piezoelektrischen
Sensoren auch eine längliche Form aufweisen, deren Erstreckung
in zwei zueinander senkrechten in einer Ebene liegenden Richtungen
unterschiedlich groß ist. Diese Ausführungsform
erlaubt eine gezielte Anpassung der Orientierung der Sensoren relativ
zueinander sowie relativ zu einer Erstreckungsrichtung der Schaberklinge
mit der entsprechenden Möglichkeit der Modellierung des
auswertbaren Signals.
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Besonders
bevorzugt sind die länglichen piezoelektrischen Sensoren
relativ zueinander parallel in Bezug auf ihre größere
Erstreckung angeordnet. Dadurch ist eine Vergleichmäßigung
des Sensorsignals über die gesamte Breite möglich.
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Die
länglichen piezoelektrischen Sensoren können dabei
unter einem Winkel zur Längenrichtung der Schaberklinge
geneigt angeordnet sein. Der Winkel sollte dabei größer
als 0°, bevorzugt größer als 45°,
besonders bevorzugt ungefähr 90° betragen. Je
größer der Winkel zwischen der Erstreckungsrichtung
des Sensors und der Erstreckungsrichtung der Schaberklinge ist,
desto genauer kann die auf den Sensor wirkende Kraft gemessen werden.
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In
einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung wird der einzelne, den
piezoelektrischen Sensor tragende Trägerbereich an der
Schaberklinge und/oder am einzelnen Schaberklingenteil von den übrigen
Trägerbereichen oder von piezoelektrischen Sensoren freien
Bereichen entkoppelt, um tatsächlich nur die Spannungszustände
im Anordnungsbereich piezoelektrischer Sensoren frei von einer Beeinflussung
durch Verformungszustände im jeweils benachbarten Bereich
zu erfassen. Die Schaberklinge und/oder der einzelne Schaberklingenteil
weisen dazu im einfachsten Fall beidseits eines piezoelektrischen
Sensors randoffene Ausnehmungen oder Einschnitte auf.
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Der
piezoelektrische Sensor als Geber detektiert Ist-Größen
von Messwerten, die ausgewertet werden können und/oder
als Eingangsgrößen für Steuerungen/Regelungen
einsetzbar sind. Die piezoelektrischen Sensoren einer Schaberklinge
und/oder eines Schaberklingenteils sind dazu einzeln oder gruppenweise
oder gemeinsam mit einer Datenempfangs- und/oder Auswerteeinrichtung
gekoppelt. Die Kopplung kann als eine elektrische Kopplung oder aber
drahtlos ausgeführt sein. Im ersten Fall umfasst diese
Leitungsverbindungen, wobei Einzelleitungen oder eine serielle Schnittstelle
Verwendung finden. Die Leitungsverbindungen und die mit Sensoren
versehenen Bereiche der Schaberklinge können dabei ganz
oder teilweise durch eine geeignete Abdeckung oder Einhausung geschützt
sein. Die drahtlose Verbindung kann über Infrarot oder
Funk erfolgen. Dazu sind entsprechende Sende- und/oder Empfangseinrichtungen
erforderlich, die mit dem Sensor und/oder der Datenerfassungs- und/oder
Auswerteeinrichtung gekoppelt sind oder eine bauliche Einheit bilden.
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Die
Datenerfassungs- und/oder Auswerteeinrichtung wird vorzugsweise
zur Weiterverarbeitung und Einstellung des Anpressdruckes von einer Steuer-
und/oder Regeleinrichtung und/oder einem Personal Computer gebildet.
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Die
erfindungsgemäße Lösung der Verwendung
von piezoelektrischen Sensoren ist ferner auch für Rakelvorrichtungen
anwendbar. Auch diese umfassen eine Klinge, allerdings zum Vergleichmäßigen eines
Mediums auf einer bewegbaren Oberfläche, eine Halteeinrichtung
für die Klinge, eine Einrichtung zur Erzeugung eines Druckes
zum Zweck der Positionierung der Klinge gegenüber der bewegbaren Oberfläche
und eine Einrichtung zur wenigstens mittelbaren Erfassung einer
die Anpresskraft und/oder den Anpressdruck über zumindest
einen Teilbereich der Erstreckung der Klinge wenigstens mittelbar
beschreibenden Größe. Die Einrichtung zur wenigstens mittelbaren
Erfassung einer die Anpresskraft und/oder den Anpressdruck wenigstens
mittelbar charakterisierenden Größe umfasst zumindest
einen piezoelektrischen Sensor, vorzugsweise eine Vielzahl von über
die Erstreckung der Klinge in Längenrichtung angeordneten
piezoelektrischen Sensoren. Bezüglich der Anordnung dieser über
die Länge, in Bezug auf das Klingenende und die Oberflächen
sowie der Kopplung mit Datenverarbeitungseinrichtungen gelten die
gleichen Aussagen, wie für die Schabervorrichtung bereits
ausgeführt.
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Die
erfindungsgemäße Lösung wird nachfolgend
anhand von Figuren erläutert. Darin ist im Einzelnen Folgendes
dargestellt:
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1a und 1b verdeutlichen
eine erfindungsgemäß ausgebildete Schabervorrichtung
in zwei Ansichten;
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2 verdeutlicht
eine Weiterentwicklung einer erfindungsgemäßen
Schabervorrichtung gemäß 1 mit
einer Schaberklinge aus einer Mehrzahl von Schaberklingenteilen;
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3a und 3b verdeutlichen
eine Weiterentwicklung einer Schabervorrichtung gemäß 1 mit einer Schaberklinge aus einer Mehrzahl von
Schaberklingenteilen;
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4 verdeutlicht
eine besonders vorteilhafte Ausführung eines erfindungsgemäß ausgebildeten Messbalkens;
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5 verdeutlicht
eine Ausführung mit alternativer Anordnung der piezoelektrischen
Sensoren zu 1b;
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6a und 6b verdeutlichen
zwei Ausführungen erfindungsgemäßer Vorrichtungen
mit unterschiedlichen Möglichkeiten der Datenübertragung.
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Die 1a und 1b verdeutlichen
in schematisiert stark vereinfachter Darstellung den Grundaufbau
einer erfindungsgemäß ausgebildeten Schabervorrichtung 1 in
zwei Ansichten. Die 1a verdeutlicht eine Ansicht
von Rechts, die 1b eine Ansicht A gemäß 1a.
Zur Verdeutlichung der einzelnen Richtungen wird ein Koordinatensystem
an die Schabervorrichtung 1 angelegt. Dieses entspricht beim
Einsatz in Maschinen zur Herstellung von Materialbahnen dem üblicherweise
an diese angelegten Koordinatensystem. Die X-Richtung beschreibt
die Maschinenrichtung, d. h. Durchlaufrichtung der Materialbahn,
die Y-Richtung die Breitenrichtung und die Z-Richtung die Höhenrichtung.
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Die
Schabervorrichtung 1 umfasst zumindest eine Schaberklinge 2,
welche in einem Klingenhalter 3 an einer Trageinrichtung 4 gelagert
ist. Die Schaberklinge 2 ist fliegend, d. h. einseitig
im Bereich eines Endbereiches 7 im Klingenhalter 3 gelagert.
Der übrige Teil der Schaberklinge 2 erstreckt
sich freitragend vom Klingenhalter 3 weg. Bezüglich
der Ausführung des Klingenhalters 3 bestehen eine
Vielzahl von Möglichkeiten, auf die hier, da bereits allgemein bekannt,
im Detail nicht weiter eingegangen wird. Der Klingenhalter 3 ist
jedoch vorzugsweise mehrteilig ausgebildet.
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Ferner
ist der Schaberklinge 2 zumindest eine Einrichtung 5 zur
Erzeugung eines Anpressdruckes zur Anpressung an eine bewegbare
Oberfläche 6, insbesondere in Form einer rotierbaren
gekrümmten Fläche zugeordnet. Die rotierbare Fläche
wird dabei in der Regel beim Einsatz in Maschinen zur Herstellung
von Materialbahnen, insbesondere Faserstoffbahnen in Form von Papier-,
Karton- oder Tissuebahnen von der Mantelfläche eines zylindrischen Körpers
in Form einer Walze oder eines Zylinders gebildet. Die Schaberklinge 2 dient
der Reinigung der bewegbaren Oberfläche 6 und,
insbesondere im Falle eines Materialbahnabrisses, der Vermeidung
eines Umwickelns der die bewegbare Oberfläche bildenden
Walze mit der Materialbahn. Dazu wirkt die Schaberklinge 2 mit
ihrem frei überstehenden Endbereich 13 wenigstens
mittelbar mit der bewegbaren Oberfläche 6 tribologisch
zusammen. Die Schaberklinge 2 ist entgegen der Bewegungsrichtung
der rotierbaren Oberfläche 6 angestellt. Der Anstellbereich
der Schaberklinge 2 ist mit 12 bezeichnet.
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Die
Schabervorrichtung 1 umfasst ferner zumindest eine Einrichtung 8 zum
wenigstens mittelbaren Erfassen einer die Anpresskraft und/oder
den Anpressdruck der Schaberklinge 2 an die bewegbare Fläche 6 wenigstens
mittelbar charakterisierenden Größe. „Wenigstens
mittelbar” beinhaltet dabei sowohl eine direkte Erfassung
des Druckes als auch die Erfassung von mit dem Anpressdruck über
funktionale Zusammenhänge oder in einem Verhältnis
zueinander stehenden Größen.
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Die
Einrichtung 8 umfasst erfindungsgemäß zumindest
einen, vorzugsweise eine Mehrzahl von an der Schaberklinge 2 angeordneten
oder in dieser integrierten piezoelektrischen Sensoren 9.
Dabei sind über die Erstreckung der Schaberklinge 2 in Breitenrichtung
bzw. Y-Richtung der bewegbaren Oberfläche 6 betrachtet,
die der Länge l der Schaberklinge 2 entspricht,
vorzugsweise wenigstens zwei, ganz besonders bevorzugt eine Mehrzahl
von derartigen piezoelektrischen Sensoren 9.1 bis 9.n vorgesehen,
die je nach Ausführung in unterschiedlicher Art und Weise
beabstandet zueinander angeordnet sein können. Derartige
piezoelektrische Sensoren 9.1 bis 9.n erzeugen
unter elastischen Spannungen einen Strom durch Ausbildung elektrischer
Ladungen. Dieser kann erfasst und zur Bestimmung des Anpressdruckes
bzw. der Anpresskraft genutzt werden. Ein großer Vorteil
der piezoelektrischen Sensoren 9.1 bis 9.n besteht
darin, dass diese keine Energiequelle benötigen.
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In
der in 1b dargestellten Ausführung
ist eine Ansicht A einer Schaberklinge 2 von oben gemäß 1a wiedergegeben,
wobei hier auf die Darstellung des Klingenhalters 3 im
Detail verzichtet wurde. Erkennbar ist, dass die Schaberklinge 2 piezoelektrische
Sensoren 9.1 bis 9.n aufweist. Die Anordnung erfolgt
im dargestellten Fall an einer Klingenrück- oder -oberseite 10 der
Schaberklinge, das heißt der von der bewegten Oberfläche 6 weg
weisenden Oberfläche der Schaberklinge 2. Diese
liegt einer den Anstellbereich 12 bildenden Klingenvorder-
oder -unterseite 11 gegenüber. Die Anordnung auf
der Klingenoberseite 10 in Einsatzposition betrachtet bietet
den Vorteil, dass die einzelnen piezoelektrischen Sensoren 9.1 bis 9.n möglichst
im direkten Wirkungsbereich der Schaberklinge 2 an der
bewegbaren Oberfläche 6, welcher dem Anstell-
beziehungsweise Anlagebereich 12 der Schaberklinge 2 entspricht,
angeordnet werden können. Dadurch können die Verformungen
der Schaberklinge 2 möglichst optimal im tatsächlichen
Verformungsbereich beziehungsweise Wirkungsbereich ermittelt werden
und der Anpressdruck in diesem Bereich sehr genau erfasst werden.
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Die
Anordnung an der Klingenunterseite 11, die in Einsatzposition
zur bewegbaren Oberfläche 6 gerichtet ist, ist
ebenfalls möglich, hier wäre jedoch eine Verlagerung
aus dem Wirkbereich heraus oder eine Anordnung in Vertiefungen an
der Klingenvorderseite 11 zur Vermeidung störender
Effekte erforderlich. Auch eine beidseitige Anordnung von Sensoren 9.1 bis 9.n ist
möglich, wenn die Einbausituation oder die Betriebsparameter
dies erfordern oder als vorteilhaft erscheinen lassen. Die Anordnung
kann ferner zwischen Klingenhalter 3 und dem Klingenendbereich 13 erfolgen,
so dass der Anpressdruck über die sich in der Schaberklinge 2 fortpflanzenden
Spannungen im Bereich des Klingenhalters 3 oder zwischen
diesem und dem Klingenendbereich 13 ermittelbar ist.
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Die 1b verdeutlicht
eine Ausführung einer sich im Wesentlichen über
die Breite b6 der bewegbaren Oberfläche 6 erstreckenden
Schaberklinge 2. Die Erstreckung entspricht der Länge
l der Schaberklinge. Die Anordnung der piezoelektrischen Sensoren 9.1 bis 9.n ist
dadurch charakterisiert, dass diese mit gleichmäßigen
Abstand a zueinander in Breitenrichtung der bewegbaren Oberfläche 6 betrachtet,
beziehungsweise in Längenrichtung der Schaberklinge 2 angeordnet
sind. Die Anordnung erfolgt ferner an der Klingenunterseite 10 der
Schaberklinge 2 auf einer theoretischen Achse, die parallel zur
Lagerachse der bewegbaren Oberfläche 6, insbesondere
der rotierenden Walze oder des Zylinders angeordnet ist. Diese Anordnung
entspricht ferner der Anordnung mit gleichem Abstand vom Klingenhalter 3 oder
aber jeweils gleichem Abstand c vom Klingenende 13 aus
betrachtet.
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Die 1b verdeutlicht
eine grundlegende Möglichkeit. Vorteilhafte Weiterentwicklungen
sind in den 2 bis 6 wiedergegeben.
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Gemäß 2 ist
die Schaberklinge in einzelne Schaberklingenteile 2.1 bis 2.n unterteilt.
Die Schabervorrichtung 1 setzt sich dabei über
die Breite b6 der bewegbaren Oberfläche
aus den einzelnen Schaberklingenteilen 2.1 bis 2.n,
hier 2.1 bis 2.3, zusammen. Jedes dieser einzelnen
Schaberklingenteile 2.1 bis 2.3 wird dabei im
Klingenhalter 3 an der Trageinrichtung 4 fixiert.
Dabei kann einem Schaberklingenteil 2.1 bis 2.3 jeweils
eine eigene Einrichtung 5.1 bis 5.3 zur Anpressung
zugeordnet sein, oder aber eine Einrichtung 5 ist allen
Schaberklingenteilen 2.1 bis 2.n gemeinsam zugeordnet.
Diese Ausführung ist beispielhaft in der 2 verdeutlicht.
Die einzelnen Schaberklingenteile 2.1 bis 2.3 können
gemäß der Ausführung in 2 vorzugsweise
identisch ausgeführt sein. Diese sind dabei durch die gleiche
Länge l2 charakterisiert. Die Anordnung
erfolgt vorzugsweise nebeneinander beziehungsweise einander benachbart über
die Erstreckung der Schaberklinge 2 in Breitenrichtung
der bewegbaren Oberfläche 6.
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Die
Einrichtung 8 zur wenigstens mittelbaren Erfassung einer
die Anpresskraft und/oder den Anpressdruck wenigstens mittelbar
charakterisierenden Größe umfasst hier eine Mehrzahl
von Teileinrichtungen 8.1 bis 8.3, die jeweils
an den einzelnen Schaberklingenteilen 2.1 bis 2.3 angeordnet
sind. Dies bedeutet, dass die einzelnen Schaberklingenteile 2.1 bis 2.3 jeweils
zumindest einen oder eine Mehrzahl von piezoelektrischen Sensoren 9.11 bis 9.nn,
hier 9.11 bis 9.1n, 9.21 bis 9.2n und 9.31 bis 9.3n,
aufweisen. Durch die Unterteilung in mehrere Schaberklingenteile 2.1 bis 2.n können
sogenannte Messbalken 14, hier 14.1 bis 14.3 gebildet
werden, so dass die Messorte über die Breite der bewegbaren
Oberfläche 6 beliebig verteilt anordenbar sind.
Ferner können die einzelnen Messbalken 14.1 bis 14.3 als
vorgefertigte Standardmodule für Schaberklingen 2 vorgehalten werden,
die dann bei der Ausbildung einer Schaberklinge 2 zum Einsatz
gelangen und somit für unterschiedliche Breiten der bewegbaren
Oberfläche 6 einsetzbar sind, indem die Messbalken 14.1 bis 14.n in gewünschter
und optimaler Weise miteinander oder mit von piezoelektrischen Sensoren
freien Klingenteilen kombiniert werden.
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Die 2 verdeutlicht
dabei eine Ausführung mit vorzugsweise einheitlich ausgeführten
und gleichmäßig über die Breite der bewegbaren
Oberfläche 6 verteilt angeordneten Messbalken 14.1 bis 14.n.
Demgegenüber verdeutlicht die 3a eine Ausführung
einer Schaberklinge 2 mit unterschiedlich großen
Messbalken 14.1 bis 14.5 zur Nachbildung der erforderlichen
Länge der Schaberklinge 2. Durch die Möglichkeit
der Anordnung und Unterteilung der Schaberklinge 2 in einzelne
Schaberklingenteile 2.1 bis 2.5, wobei diese unterschiedlich
groß sein können, besteht die Möglichkeit,
unterschiedlich lange Schaberklingen 2 zu simulieren. Die
einzelnen Längen der Schaberklingenteile 2.1 bis 2.5 sind
hier mit l2 . 1 bis l2 . 5 bezeichnet. Die einzelnen Messbalken 14.1 bis 14.n sind
hier beispielhaft jeweils durch eine unterschiedliche Anzahl an
piezoelektrischen Sensoren 9.11, 9.21 bis 9.22, 9.31 bis 9.3n, 9.41 bis 9.42 und 9.5 charakterisiert.
Ferner können mit dieser Ausführung unterschiedliche
Walzenbreiten vermessen werden. Im dargestellten Fall sind ferner
die einzelnen Sensoren eines Messbalkens 14.2, 14.3 und 14.4 jeweils
mit konstantem Abstand a zueinander angeordnet.
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Je
nach gewünschter Genauigkeit und Anzahl der Messstellen
entlang der Breite b6 der bewegbaren Oberfläche 6,
insbesondere des Zylinders oder der Walze, ist es auch denkbar,
eine geringere Anzahl von Schaberklingenteile 2.1, 2.3 und 2.5 bildenden
Messbalken 14.1 bis 14.3 einzusetzen, zum Beispiel
einen an der Triebseite, einen an der Führerseite und einen
in der Mitte der Walze, wobei der Rest von Schaberklingenteilen 2.2 und 2.4 frei
von derartigen Einrichtungen 8 zur wenigstens mittelbaren
Erfassung einer die Anpresskraft und/oder den Anpressdruck wenigstens
mittelbar charakterisierenden Größe sind, wie
beispielsweise in 3b dargestellt.
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Um
gerade bei derart gebildeten Messbalken 14.1 bis 14.n mit
größerer Länge die einzelnen einander
benachbart angeordneten Sensoren 9.1 bis 9.n frei
von der Verformung in den benachbarten Bereichen zu halten, werden
wie in 4 in einer Ansicht auf die Schaberklinge 2 beidseitig
neben jedem der piezoelektrischen Sensoren 9.1 bis 9.n Einschnitte, insbesondere
in Form von randoffenen Ausnehmungen 15.11 bis 15.nn im
Klingenmaterial eingearbeitet, so dass der einzelne piezoelektrische
Sensor 9.1 bis 9.n nur die an seinem Trägerbereich 16.1 bis 16.n vorhandene
Belastung misst. Die Einschnitte beziehungsweise Ausnehmungen 15.11 bis 15.nn,
die hier beispielsweise für den piezoelektrischen Sensor 9.1 mit 15.11, 15.12,
für den Sensor 9.2 mit 15.21, 15.22 und
für den dargestellten Sensor 9.3 mit 15.31 und 15.32 bezeichnet
sind, dienen der mechanischen, auf die Verformung bezogenen Entkopplung
der einzelnen piezoelektrischen Sensoren 9.1 bis 9.3 von den
jeweiligen benachbarten Schaberklingenbereichen. Die Bereiche zwischen
den einzelnen piezoelektrischen Sensoren 9.1 bis 9.3 sind
jeweils frei von derartigen Sensoren und hier mit 17.1 und 17.2 bezeichnet,
wobei die Verformung in den Bereichen 17.1 und 17.2 sich
aufgrund dieser Entkopplung, insbesondere der mechanischen Entkopplung
der Trägerbereiche 16.1 bis 16.3 von
den benachbarten, von piezoelektrischen Sensoren freien Bereichen
nicht auf die Messung auswirken.
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Die 5 verdeutlicht
zu Anschauungszwecken eine weitere Ausführung mit über
einen Messbalken 14.1 mit unterschiedlichen Abständen
a1, a2 , a3 zueinander in Längenrichtung der
Schaberklinge 2 betrachtet angeordneten piezoelektrischen
Sensoren 9.1 bis 9.n. Die einzelnen piezoelektrischen
Sensoren 9.1 bis 9.n sind ferner mit unterschiedlichem
Abstand gegenüber dem Klingenende 13 angeordnet. Dieser
Abstand ist hier mit c1 und c2 bezeichnet.
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Das
Auslesen der Daten und die Weiterverarbeitung kann auf verschiedene
Art und Weise erfolgen. Gemäß einer ersten Ausführung
in 6a ist eine elektrische Kopplung 18 vorgesehen.
Diese erfolgt in der Regel über Leitungsverbindungen, indem die
Daten aus dem einzelnen Sensor 9.1 bis 9.n zu einer
entsprechenden Ausleseeinheit 19 und/oder Datenerfassungs-
und/oder Auswerteeinrichtung 20 geleitet werden, welche
die Funktion der Datenverarbeitung übernimmt. Die Datenerfassungs-
und/oder Auswerteeinrichtung 20 kann von einer Steuer- und/oder
Regeleinrichtung 21, einer Auswerteeinrichtung 22,
beispielsweise in Form eines PCs, gebildet werden.
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Die 6b verdeutlicht
demgegenüber eine Ausführung mit drahtloser Datenübertragung.
Dadurch kann die Anzahl der herumhängenden und störenden
Leitungen vermieden werden. Zu diesem Zweck ist den einzelnen piezoelektrischen
Sensoren 9.1 bis 9.1n beziehungsweise 9.21 bis 9.2n eines Messbalkens 14.1, 14.2 zumindest
eine Sendeeinrichtung 23.1, 23.2 zugeordnet, über
die die Daten von den piezoelektrischen Sensoren 9.1 bis 9.n eines Messbalkens 14.1, 14.2 an
eine Empfangseinrichtung 24 geleitet beziehungsweise gesendet
werden. Die Empfangseinrichtung 24 kann vielgestaltig ausgeführt
sein. Bei dieser kann es sich um eine separate Empfangseinrichtung,
eine mit einer Auswerteeinrichtung, einer Steuer- und/oder Regeleinrichtung,
einem PC koppelbare Empfangseinrichtung 24 oder eine in
diese integrierbare Empfangseinrichtung, beispielsweise integrierte
Schnittstelle 25 handeln.
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Gemäß einer
besonders vorteilhaften Ausführung ist jedem der einzelnen
piezoelektrischen Sensoren 9.1 bis 9.n eine eigene
Sendeeinrichtung zugeordnet. Diese ermöglicht eine genaue
Zuordnung der Daten konkret bezogen auf die konkrete Anordnung und
Lage eines einzelnen piezoelektrischen Sensors und die in diesem
Bereich wirkende Anpresskraft und/oder Anpressdruck.
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In
den 1 bis 6 sind
die piezoelektrischen Sensoren 9.1 bis 9.n jeweils
als im Wesentlichen runde Gebilde ausgeführt, deren Dimensionierung
also in zwei in einer Ebene (X-Y-Ebene) liegenden zueinander senkrechten
Richtungen im Wesentlichen gleich dimensioniert sind. Es ist jedoch
ausdrücklich möglich, die Sensoren 9.1 bis 9.n auch
als längliche Formen auszubilden, welche somit in ihren
zwei zueinander senkrechten Erstreckungsrichtungen unterschiedlich dimensioniert
sind. Derartig ausgebildete Sensoren 9.1 bis 9.n können
als länglich abgerundete oder ovale Formen ebenso vorliegen
wie als länglich recht- oder mehreckige Formen.
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Sind
die Sensoren 9.1 bis 9.n länglich ausgebildet,
können sie unterschiedliche oder gleiche Orientierungen
relativ zueinander sowie relativ zur Erstreckungsrichtung der Schaberklinge 2 einnehmen. Da
ein maximales Signal erhalten werden kann, wenn die Erstreckungsrichtung
der Sensoren 9.1 bis 9.n im Wesentlichen parallel
zur X-Richtung bzw. Maschinenrichtung bzw. senkrecht zur Erstreckungsrichtung
der Schaberklinge 2 ist, empfiehlt sich eine Anordnung
der Sensoren 9.1 bis 9.n unter einem von Null
verschiedenen Winkel α zwischen der Längserstreckung
der Sensoren 9.1 bis 9.n und der Längserstreckung
der Schaberklinge 2. Der Winkel α sollte dabei
möglichst groß sein, bevorzugt mehr als 45°, im
günstigsten Fall ungefähr 90° betragen,
wenn die Sensoren 9.1 bis 9.n bzw. Koppelungsleitungen
oder andere technische Einschränkungen z. B. in Bezug auf
das Platzangebot dies erlauben.
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Bevorzugt
sind die Sensoren 9.1 bis 9.n dabei parallel zueinander
angeordnet, da das von einem Sensor 9 ausgegebene Signal
bedingt durch seine Ausrichtung bei nicht runder Formgebung variiert.
Eine parallele Anordnung ist somit zu bevorzugen, da jeder Sensor 9.1 bis 9.n dann
ein vergleichbares Signal liefert; es ist jedoch auch möglich,
die Sensoren 9.1 bis 9.n anders anzuordnen und
die unterschiedlichen Signale durch eine geeignete Kalibrierung
oder eine Software in der Auswerteeinrichtung 22 abzugleichen.
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Im übrigen
bleiben die oben beschriebenen Ausführungsformen, welche
Bereiche 17, Schaberklingenteile 2.1 bis 2.n oder
Ausnehmungen 15 umfassen und verschiedene Beabstandungen
der Sensoren 9.1 bis 9.n untereinander und relativ
zur Klingenerstreckung etc. aufweisen, von der Form der Sensoren 9.1 bis 9.n unberührt.
Insbesondere sind die einzelnen Merkmale der Ausführungsbeispiele beliebig
nach Maßgabe der Anforderungen an die Messung kombinierbar.
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Die
einzelnen Messbalken können bei Anordnung in einer Schabervorrichtung 1 beabstandet zueinander
angeordnet werden. In einer Rakelvorrichtung wird vorzugsweise zur
Gewährleistung eines gleichmäßigen Abstandes
zwischen der Klinge und der Oberfläche über die
Breite der bewegbaren Oberfläche eine über die
Länge einteilig ausgeführte Klinge eingesetzt.
Dies entspricht der Ausführung gemäß 1b.
Die Anordnung der piezoelektrischen Sensoren 9.1 bis 9.n erfolgt
vorzugsweise mit konstantem Abstand zueinander. Denkbar sind jedoch
auch in Längenrichtung der Klinge variable Abstände.
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Da
die Umgebung, in welcher die beschriebenen Schaberklingen und Rakelvorrichtungen
Verwendung finden, mechanisch und chemisch hoch belastet sind, können
insbesondere die zu der Datenerfassungs- und Auswerteeinrichtung 20 sowie
zu der Steuer- und Regeleinrichtung 21 führenden
Leitungsverbindungen sowie die mit Sensoren versehenen Bereiche
der Schaber- oder Rakelklinge ganz oder teilweise durch eine geeignete
Abdeckung oder Einhausung geschützt sein.
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- 1
- Schabervorrichtung
- 2
- Schaberklinge
- 2.1–2.n,
2.1–2.5
- Schaberklingenteile
- 3
- Klingenhalter
- 4
- Trägereinrichtung
- 5
- Einrichtung
zur Anpressung
- 6
- Bewegbare
Oberfläche
- 7
- Endbereich
- 8
- Einrichtung
zur wenigstens mittelbaren Erfassung einer die Anpresskraft und/oder
den Anpressdruck wenigstens mittelbar beschreibenden Größe
- 8.1–8.n
- Teileinrichtung
- 9,
9.1–9.n
- piezoelektrische
Sensoren
9.11, 9.21, 9.22,
9.31–9-3n, 9.41,
- 9.42,
9.5
- piezoelektrische
Sensoren
- 10
- Klingenoberseite
- 11
- Klingenunterseite
- 12
- Anstellbereich
- 13
- Klingenende
- 14.1–14.n
- Messbalken
- 15.11–15.32
- Ausnehmung
- 16.1–16.3
- Tragbereich
- 17.1,
17.2
- Bereich
- 18
- elektrische
Kopplung
- 19
- Ausleseeinheit
- 20
- Datenerfassungs- und/oder
Auswerteinrichtung
- 21
- Steuer-
und/oder Regeleinrichtung
- 22
- Auswerteeinrichtung
- 23.1,
23.2
- Sendeeinrichtung
- 24
- Empfangseinrichtung
- 25
- Schnittstelle
- a
- Abstand
- a1
- Abstand
- a2
- Abstand
- b6
- Breite
der bewegbaren Oberfläche
- c
- Abstand
- c1
- Abstand
- c2
- Abstand
- l,
l2
- Länge
- l2.1, l2.2, l2.3, l2.4, l2.5
- Länge
- l13.1, l13.2
- Länge
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
-
- - EP 1259377
B1 [0003]
- - EP 1244850 B1 [0004]
- - EP 1584745 B1 [0005]