-
Die
Erfindung betrifft eine Papiermaschinenbespannung nach dem Oberbegriff
des Patentanspruchs 1 sowie ein Verfahren zur Herstellung einer solchen
Bespannung nach dem Patentanspruch 21.
-
In
Papiermaschinen eingesetzte Pressfilze haben eine lastaufnehmende
Struktur, die in der Regel durch ein textiles Flächengebilde
wie bspw. ein Gewebe oder ein Fadengelege gebildet wird, sowie eine
oftmals mehrere Lagen umfassende die Papierseite des Pressfilzes
bereitstellende papierseitige Vliesstruktur. Hierbei ist bei manchen
Pressfilzen zwischen aufeinander folgenden Lagen der papierseitigen
Vliesstruktur eine druckelastische netzartige Struktur angeordnet,
durch welche zum einen eine Rückbefeuchtung der im Pressnip
ausgepressten Papierbahn durch den Filz beim Verlassen des Pressnips
unterbunden werden soll und zum anderen Dämpfungseigenschaften
des Pressfilzes bereitgestellt werden sollen.
-
Die
heute bekannten druckelastischen netzartigen Strukturen werden in
einem nicht textilen Verfahren durch Pressen eines flüssigen
Polymermaterials in eine Matrix hergestellt. Ein solches Verfahren zur
Herstellung einer druckelastischen netzartigen Struktur ist bspw.
in der
EP 0285376 beschrieben. Dieses
Herstellungsverfahren ist aufwändig und teuer. Des Weiteren
haben die bekannten druckelastischen netzartigen Strukturen keine
ausreichende Querstabilität, da diese nur Maschinen-richtungsfaden
umfassen, die durch ein weniger stabiles polymeres Matrixmaterial
in Querrichtung miteinander verbunden sind.
-
Es
ist die Aufgabe der Erfindung eine Papiermaschinenbespannung und
ein Verfahren zu seiner Herstellung vorzuschlagen, bei der bzw.
dem die oben genannten Nachteile nicht mehr gegeben sind.
-
Die
Aufgabe wird gelöst durch eine Papiermaschinenbespannung
mit einem textilen Flächengebilde, das erste Fäden
umfasst und zweite Fäden, welche zur Bereitstellung einer
netzartigen Gestalt des textilen Flächengebildes die ersten
Fäden an Fadenkreuzungsstellen kreuzen und bei der zumindest einige
der sich kreuzenden ersten und zweiten Fäden aus einem
Kernmaterial und einem das Kernmaterial umgebenden polymeren Mantelmaterial
gebildet sind, welches einen niedrigeren Schmelzpunkt als das Kernmaterial
hat, und bei der das Mantelmaterial dieser sich kreuzenden ersten
und zweiten Fäden an den Fadenkreuzungsstellen miteinander
verschmolzen ist.
-
Dies
bedeutet, dass das Mantelmaterial der ersten und der zweiten Fäden
einen niedrigeren Schmelzpunkt als das Kernmaterial der ersten und der
zweiten Fäden hat und dass das Mantelmaterial von ersten
Fäden mit dem Mantelmaterial von zweiten Fäden
an den Fadenkreuzungsstellen verschmolzen und hierdurch fest miteinander
verbunden ist.
-
Ein
solches netzartiges textiles Flächengebilde kann durch
einen textilen Fertigungsschritt und eine dem textilen Fertigungsschritt
nachfolgende Wärmebehandlung hergestellt werden, wodurch
das Mantelmaterial von ersten und zweiten Mantel-Kern Fäden
an den Kreuzungsstellen aufschmelzen und miteinander verbunden wird.
Ein solches Herstellungsverfahren ist einfach und kostengünstig,
da es auf zwei in der Textilindustrie in großtechnischem Maßstab
etablierten Prozessschritten, nämlich der textilen Herstellung
eines Flächengebildes durch bspw. Weben, Wirken, Legen
oder Stricken und einer nachfolgenden Wärmebehandlung dieses
Flächengebildes, wie bspw. dem Heißkalandrieren,
basiert.
-
Das
erfindungsgemäß vorgeschlagene Verfahren umfasst
daher die zwei folgenden Prozessschritte:
- – Bereitstellen
eines netzartigen textilen Flächengebildes mit sich an
Fadenkreuzungsstellen kreuzenden Fäden, wobei zumindest
einige der Fäden aus einem Kernmaterial und einem das Kernmaterial
umgebenden polymeren Mantelmaterial gebildet sind, welches einen
niedrigeren Schmelzpunkt als das Kernmaterial hat,
- – Bewirken dass das Mantelmaterial der sich kreuzenden
ersten und zweiten Fäden an den Fadenkreuzungsstellen miteinander
verschmolzen wird.
-
Da
das netzartige textile Flächengebilde sich kreuzende Fäden
hat, die an den Fadenkreuzungsstellen durch das miteinander verschmolzene
Mantelmaterial miteinander verbunden sind, besitzt dieses eine hohe
Dimensionsstabilität sowie eine hohe Querstabilität.
-
In
vielen Fallen wird die Zugfestigkeit der Fäden im Wesentlichen
durch das Kernmaterial bereitgestellt. Da bei der erfindungsgemäßen
Bespannung nur das Mantelmaterial der sich kreuzenden Fäden miteinander
verschmolzen ist und das Kernmaterial von dem Schmelzprozess unberührt
bleibt, wird die Zugfestigkeit des Kernmaterials und damit der Bespannung
hierdurch im Wesentlichen nicht beeinflusst.
-
Vorteilhafte
Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
-
Das
netzartige textile Flächengebilde ist hierbei für
ein flüssiges und gasförmiges Medium permeabel.
-
Eine
bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass alle Fäden
des netzartigen textilen Flächengebildes aus dem Kernmaterial
und dem das Kernmaterial umgebenden Mantelmaterial gebildet und
an den Fadenkreuzungsstellen durch miteinander verschmolzenes Mantelmaterial
miteinander verbunden sind.
-
Vorzugsweise
ist das netzartige textile Flächengebilde durch eine sich
wiederholende Anordnung von Fadenkreuzungsstellen beschreibbar. Denkbar
ist in diesem Zusammenhang insbesondere, dass das netzartige textile
Flächengebilde allein oder in Kombination ein Gewebe, ein
Gelege, ein Gewirke oder ein Gestricke umfasst. Insbesondere ist das
netzartige textile Flächengebilde aus einem Gewebe, Gelege,
Gewirke oder Gestricke gebildet. Die oben genannten textilen Flächengebilde
sind einfach in großtechnischem Maßstab in einer
nahezu unbegrenzten Vielfalt herstellbar und damit als Flächengebilde
besonders geeignet.
-
Eine
konkrete Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass sich die ersten
Fäden in eine Richtung und die zweiten Fäden in
eine andere dazu unterschiedliche Richtung erstrecken. Dies bedeutet,
dass die ersten Fäden parallel zu einer Geraden verlaufen und
dass die zweiten Fäden parallel zu einer anderen Geraden
verlaufen.
-
Denkbar
ist aber auch, dass sich die ersten und die zweiten Fäden
gekrümmt, d. h. nicht in einer einzigen Richtung, erstrecken.
In diesem Fall verlaufen die ersten und zweiten Fäden gekrümmt
und bspw. parallel zueinander. Die ersten und der zweiten Fäden
haben bspw. bei einem Gewirke einen zueinander parallelen gekrümmten
Verlauf.
-
Weiter
ist insbesondere vorgesehen, dass die ersten Fäden in einer
Lage von Fäden und die zweiten Fäden in einer
anderen Lage von Fäden angeordnet sind.
-
Denkbar
ist in diesem Zusammenhang bspw. ein Gewebe mit einer Lage von Kettfäden,
diese bilden bspw. die ersten Fäden, und mit einer Lage
von mit den Kettfäden verwobenen Schussfäden,
diese bilden die zweiten Fäden. In diesem Fall schließt
die eine Richtung mit der anderen Richtung einen Winkel von ca.
90° ein.
-
Beispielhaft
kann es sich aber auch um ein Fadengelege handeln, bei dem eine
Lage von sich in einer Richtung erstreckenden ersten Fäden
auf einer anderen Lage von sich in einer anderen Richtung erstreckenden
zweiten Fäden abgelegt ist. In diesem Fall schließt
vorzugsweise die eine Richtung mit der anderen Richtung einen Winkel
im Bereich von 45° und 90° ein. Solche Fadengelege
können bspw. durch einen an sich bekannten helixartigen
Wickelvorgang erzeugt werden. In diesem Fall sind die Fäden
der Lagen nicht miteinander verwoben.
-
Eine
weitere besonders bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor,
dass die ersten Fäden andere mechanische Eigenschaften
als die zweiten Fäden haben. Diese Ausgestaltung ist insbesondere
dann sinnvoll, wenn sich die ersten Fäden in eine Richtung
und die zweiten Fäden in eine dazu unterschiedliche andere
Richtung erstrecken, da hierbei richtungsabhängig das mechanische
Verhalten der erfindungs-gemäßen Bespannung beeinflusst werden
kann. Unter einer mechanischen Eigenschaft soll bspw. der Elastizitätsmodul
(E-Modul) oder der Kompressionsmodul (K-Modul) verstanden werden.
-
Für
manche Anwendungszwecke kann es auch sinnvoll sein, wenn die ersten
Fäden die gleichen mechanischen Eigenschaften wie die zweiten Fäden
haben.
-
Erstrecken
sich bspw. die ersten Fäden in Maschinenrichtung (MD) der
Bespannung und die zweiten Fäden in eine dazu andere Richtung,
wie bspw. in Maschinenquerrichtung (CMD) der Bespannung oder in
eine schräg zur MD-Richtung verlaufende andere Richtung,
so kann es bspw. von Vorteil sein, wenn die ersten Fäden
bspw. einen höheren E-Modul haben als die sich in der anderen
Richtung erstreckenden zweiten Fäden. Dies kann bspw. dadurch
bewerkstelligt werden, indem das Kernmaterial der ersten Fäden
einen höheren E-Modul als das Kernmaterial der zweiten
Fäden hat.
-
Insbesondere
um eine gleichmäßige Entwässerungsleistung über
die Abmessungen des netzartigen textilen Flächengebildes
bereitzustellen, kann es sinnvoll sein, wenn das netzartige textile
Flächengebilde zueinander regelmäßig
angeordnete Öffnungen gleicher Größe
hat.
-
Die
ersten Fäden und/oder die zweiten Fäden des textilen
Flächengebildes können Monofilamentfäden
und/oder Multifilamentfäden sein.
-
Vorzugsweise
hat bei zumindest einem ersten und/oder einem zweiten Faden das
polymere Mantelmaterial einen geringeren Kompressionsmodul (K-Modul)
als das Kernmaterial. Dies kann bspw. bedeuten, dass das Kernmaterial
der ersten Fäden einen höheren K-Modul als das
Mantelmaterial der ersten Fäden hat und/oder, dass das
Kernmaterial der zweiten Fäden einen höheren K-Modul
als das Mantelmaterial der zweiten Fäden hat.
-
Hierdurch
wird bewirkt, dass das Mantelmaterial, bspw. senkrecht zur Längserstreckung
der Fäden, druckelastisacher als das Kernmaterial ist.
-
Beispielhaft
umfasst das polymere Mantelmaterial ein thermoplastisches Polymermaterial.
Denkbar ist in diesem Zusammenhang, dass das polymere Mantelmaterial
ein TPU und/oder PET und/oder PA und/oder PP umfasst oder aus einem
dieser Materialien gebildet ist.
-
Vorzugsweise
hat bei zumindest einem ersten und/oder einem zweiten Faden das
Kernmaterial einen höheren E-Modul (Elastizitätsmodul)
als das Mantelmaterial. Dies kann bspw. bedeuten, dass das Kernmaterial
der ersten Fäden einen höheren E-Modul als das
Mantelmaterial der ersten Fäden hat und/oder, dass das
Kernmaterial der zweiten Fäden einen höheren E-Modul
als das Mantelmaterial der zweiten Fäden hat. Hierdurch
wird gewährleistet, dass die Dimensionsstabilität
der ersten und/oder zweiten Fäden insbesondere durch das
Kernmaterial bereitgestellt wird. Das Kernmaterial kann allein oder in
Kombination gebildet sein aus: Kohlenstofffäden, Glasfäden,
Aramidfäden, Keramikfäden, mineralische Fäden,
wie bspw. Basalt. Diese Materialien haben einen besonders hohen
E-Modul und tragen daher besonders zur Dimensionsstabilität
der Bespannung in MD bei. Denkbar ist auch, dass das Kernmaterial
ein Polymermaterial, wie insbesondere PA, PE, PP, PES oder FEP umfasst.
Die Fäden können hierbei Monofilament oder Multifilamentfäden
sein.
-
Alternativ
oder zusätzlich ist es denkbar, dass bei zumindest einem
ersten und/oder einem zweiten Faden das Kernmaterial eine höhere
Zugfestigkeit als das Mantelmaterial hat. In diesem Fall die Zugfestigkeit
des erfindungsgemäßen textilen Flächengebildes
im Wesentlichen durch das Kernmaterial der ersten und/oder zweiten
Fäden zur Verfügung gestellt.
-
Nach
einer konkreten praktischen Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen,
dass die Bespannung eine lastaufnehmende Struktur umfasst an der an
ihrer zur Papierseite der Bespannung weisenden Seite eine insbesondere
mehrere Lagen umfassende papierseitige Vliesstruktur angeordnet
ist. In diesem Fall ist die erfindungsgemäße Papiermaschinenbespannung
insbesondere als Pressfilz ausgebildet, bei dem das netzartige textile
Flächengebilde das Rücksprungvermögen
und die Dämpfungseigenschaften des Pressfilzes wesentlich
positiv beeinflusst.
-
Unter
der lastaufnehmenden Struktur soll in diesem Zusammenhang die Struktur
der Bespannung verstanden werden, durch welche die Zugbelastung
auf die Bespannung in Maschinenrichtung bei deren Betrieb in der
Papiermaschine im Wesentlichen, d. h. zum größten
Teil, aufgenommen wird. Dies bedeutet, dass durch die lastaufnehmende Struktur
auf jeden Fall die Dimensionsstabilität der Bespannung
in MD bereitgestellt wird. Optional kann die lastaufnehmende Struktur
zusätzlich noch die Dimensionsstabilität der Bespannung
in CMD bereitstellen.
-
Hierbei
sind mehrere Ausgestaltungen denkbar:
Zum Einen ist es möglich,
dass die lastaufnehmende Struktur durch das netzartige textile Flächengebilde bereitgestellt
wird. In diesem Fall wird durch das netzartige textile Flächengebilde
sowohl das Dämpfungsverhalten der Bespannung bei Druckbelastung im
Pressnip und das Rücksprungvermögen nach Durchlauf
durch den Pressnip wesentlich beeinflusst als auch die Dimensionsstabilität
der Bespannung in MD bereitgestellt.
-
Es
ist aber auch denkbar, dass die lastaufnehmende Struktur nicht durch
das netzartige textile Flächengebilde bereitgestellt wird
und das netzartige textile Flächengebilde zwischen zwei
aufeinander folgenden Lagen der papierseitigen Vliesstruktur angeordnet
ist. In diesem Fall wird durch das netzartige textile Flächengebilde
das Dämpfungsverhalten der Bespannung bei Druckbelastung
im Pressnip und das Rücksprungvermögen nach Durchlauf
durch den Pressnip wesentlich beeinflusst. Die Dimensionsstabilität
der Bespannung in MD wird in diesem Fall im Wesentlichen von einer
andern Struktur übernommen.
-
Denkbar
ist in diesem Zusammenhang bspw., dass die lastaufnehmende Struktur
durch ein anderes textiles Flächengebilde gebildet wird.
-
Vorzugsweise
ist hierbei die die Papierseite bereitstellende Vlieslage der papierseitigen
Vliesstruktur aus feineren Fasern aufgebaut als eine Vlieslage,
die zwischen der lastaufnehmenden Struktur und der die Papierseite
bereitstellenden Vlieslage angeordnet ist.
-
Wie
bereits erläutert umfasst das erfindungsgemäße
Verfahren zur Herstellung einer Papiermaschinenbespannung die folgenden
Schritte:
- – Bereitstellen eines netzartigen
textilen Flächengebildes welches erste Fäden umfasst
und zweite Fäden, welche zur Bereitstellung einer netzartigen
Gestalt des textilen Flächengebildes die ersten Fäden
an Fadenkreuzungsstellen kreuzen, wobei zumindest einige der Fäden
aus einem Kernmaterial und einem das Kernmaterial umgebenden polymeren
Mantelmaterial gebildet sind, welches einen niedrigeren Schmelzpunkt
als das Kernmaterial hat,
- – Bewirken dass das Mantelmaterial der sich kreuzenden
Fäden an den Fadenkreuzungsstellen miteinander verschmolzen
wird.
-
Vorzugsweise
wird zum Verschmelzen des Mantelmaterials an den Fadenkreuzungsstellen
das netzartige textile Flächengebilde zumindest im Bereich
der Fadenkreuzungsstellen einer Wärmebehandlung unterzogen.
-
Von
Vorteil ist es des Weiteren, wenn das netzartige textile Flächengebilde
während das Mantelmaterial an den Fadenkreuzungsstellen
geschmolzen ist, einer Kompaktierungsbehandlung unterzogen wird.
Denkbar ist in diesem Zusammenhang bspw. das netzartige textile
Flächengebilde einer Heißkalandrierung zu unterziehen,
bei der das textile Flächengebilde durch einen Pressspalt
aus beheizten Walzen geführt wird und hierdurch das Mantelmaterial
von sich kreuzenden ersten und zweiten Fäden an den Fadenkreuzungsstellen
durch den Kontakt mit den heißen Walzen geschmolzen und
ineinander gedrückt wird.
-
Insbesondere
wird das netzartige textile Flächengebilde bei der Kompaktierungsbehandlung durch
einen Pressspalt geführt, der insbesondere ein fest vorgegebenes
Spaltmaß hat. Hierdurch kann eine Struktur mit definierter
Dicke erzeugt werden.
-
Die
Erfindung wird nachfolgend anhand von schematischen Zeichnungen
weiter erläutert. Es zeigen:
-
1 eine
erste Ausführungsform eines textiles Flächengebildes
einer erfindungsgemäßen Papiermaschinenbespannung
im Querschnitt n CMD,
-
2 eine
zweite Ausführungsform eines textiles Flächengebildes
einer erfindungsgemäßen Papiermaschinenbespannung
im Querschnitt in CMD,
-
3 eine
als Pressfilz ausgebildete erfindungsgemäße Papiermaschinenbespannung
im Querschnitt in CMD.
-
Die 1 zeigt
eine erste Ausführungsform eines textiles Flächengebildes 1,
wie es in einer erfindungsgemäßen Papiermaschinenbespannung
zum Einsatz kommt im Querschnitt in CMD.
-
Das
textile Flächengebilde 1 hat erste Fäden 2 und
zweite Fäden 3, welche zur Bereitstellung einer netzartigen
Gestalt des textilen Flächengebildes 1 die ersten
Fäden 2 an Fadenkreuzungsstellen 4 kreuzen.
-
Vorliegend
erstrecken sich die ersten Fäden 2 in eine Richtung
und die zweiten Fäden 3 in eine andere Richtung.
Vorliegend handelt es sich bei der einen Richtung um die Maschinenrichtung
MD und bei der anderen Richtung um die Maschinenquerrichtung CMD.
-
Ferner
sind die ersten Fäden 2 und die zweiten Fäden 3 Monofilamentfäden.
-
Vorliegend
sind die ersten Fäden 2 mit den zweiten Fäden 3 verwoben,
d. h. das textile Flächengebilde 1 ist ein Gewebe.
-
Erfindungsgemäß sind
zumindest einige der sich kreuzenden ersten und zweiten Fäden 2, 3 aus einem
Kernmaterial 5 und einem das Kernmaterial 5 umgebenden
polymeren Mantelmaterial 6 gebildet, welches einen niedrigeren
Schmelzpunkt als das Kernmaterial 5 hat. Des weiteren ist
das Mantelmaterial 6 von sich kreuzenden ersten und zweiten
Fäden 2, 3 an den Fadenkreuzungsstellen 4 miteinander verschmolzen,
wodurch eine feste Verbindung des Mantelmaterials 6 an
den Fadenkreuzungsstellen 4 bewirkt wird.
-
Vorliegend
handelt es sich bei dem Kernmaterial 5 der ersten Fäden 2 um
dasselbe Kernmaterial 5 wie bei den zweiten Fäden 3.
Ferner handelt es sich bei dem Mantelmaterial 6 der ersten
Fäden um dasselbe Mantelmaterial 6 wie bei den
zweiten Fäden 3. Daher haben die ersten Fäden 2 die
gleichen mechanischen Eigenschaften wie die zweiten Fäden 3.
Denkbar wäre auch, dass die ersten Fäden 2 andere
mechanische Eigenschaften als die zweiten Fäden 3 haben.
-
In
der vorliegenden Ausführungsform hat das polymere Mantelmaterial 6 der
ersten und der zweiten Fäden 2, 3 einen
geringeren Kompressionsmodul als das Kernmaterial 5 der
ersten und der zweiten Fäden 2, 3.
-
Des
Weiteren hat das Kernmaterial 5 der ersten und der zweiten
Fäden 2, 3 einen höheren Elastizitätsmodul
als das Mantelmaterial 6 der ersten und der zweiten Fäden 2, 3.
-
Das
Kernmaterial 5 wird vorliegend aus PA gebildet, wohingegen
das polymere Mantelmaterial aus einem thermoplastischen Polymermaterial,
wie bspw. TPU gebildet ist.
-
Denkbar
wäre auch, dass das Kernmaterial 5 Fäden
aus: Kohlenstoff, Glas, Aramid oder Keramik bildet.
-
Die 2 zeigt
eine zweite Ausführungsform eines textilen Flächengebildes 1,
wie es in einer erfindungsgemäßen Papiermaschinenbespannung
zum Einsatz kommt im Querschnitt in CMD.
-
Das
textile Flächengebilde 1 der 2 unterscheidet
sich dem in der 1 dargestellten im Wesentlichen
dadurch, dass die ersten Fäden 2 und die zweiten
Fäden 3 nicht miteinander verwoben sind, sondern
ein Fadengelege bilden.
-
Hierzu
sind die in einer Lage von Fäden angeordneten ersten Fäden 2 auf
den in einer anderen Lage von Fäden angeordneten zweiten
Fäden 3 abgelegt.
-
Vorliegend
erstrecken sich die ersten Fäden 2 in eine Richtung
und die zweiten Fäden 3 in eine andere Richtung.
Vorliegend handelt es sich bei der einen Richtung um die Maschinenrichtung
MD und bei der anderen Richtung um eine sich zur Maschinenrichtung
MD im Winkel von bspw. 50° erstreckende andere Richtung.
-
Vorliegend
handelt es sich bei dem Kernmaterial 5a der ersten Fäden 2 nicht
um dasselbe Kernmaterial 5b wie bei den zweiten Fäden 3.
Ferner handelt es sich bei dem Mantelmaterial 6 der ersten
Fäden um dasselbe Mantelmaterial 6 wie bei den
zweiten Fäden 3. Denkbar wäre auch, dass
das Mantelmaterial der ersten Fäden ein anderes als bei
den zweiten Fäden ist. Die hier genannten Ausgestaltungen sind
bei jeder Art von aus Fäden gebildetem textilem Flächengewirke
denkbar, d. h. bei bspw. einem Gewebe, Gestricke oder Gelege.
-
Vorliegend
hat das Kernmaterial 5a der ersten Fäden 2 einen
höheren Elastizitätsmodul als das Kernmaterial 5b der
zweiten Fäden 3.
-
In
beiden Fällen, d. h. in den Fällen der 2 und 3,
ist das textile Flächengebilde durch eine sich wiederholende
Anordnung von Fadenkreuzungsstellen 4 beschreibbar.
-
Beispielhaft
ist das als Gewebe ausgebildete textile Flächengebilde 1 durch
ein sich in Wiederholeinheiten wiederholendes Muster der Fadenkreuzungsstellen 4 beschreibbar.
-
Die 3 zeigt
eine erfindungsgemäße Papiermaschinenbespannung 10,
die eine papierseitige Vliesstruktur 11 und eine maschinenseitige
Vliesstruktur 12 hat, zwischen denen das erfindungsgemäße
textile Flächengebilde 1 angeordnet ist.
-
Vorliegend übernimmt
das textile Flächengebilde 1 nicht nur die Aufgabe
die Dämpfungseigenschaften und das Rücksprungvermögen
der als Pressfilz ausgebildeten Bespannung 10 zu verbessern,
sondern hat zusätzlich die Funktion einer lastaufnehmenden
Struktur. Die papierseitige Vliesstruktur 11 hat mehrere
Vlieslagen 13, 14, wobei die die Papierseite 15 des
Pressfilzes 10 bereitstellende obere Vlieslage 13 aus
feineren Fasern aufgebaut ist als die zwischen der lastaufnehmenden
Struktur 1 und der oberen Vlieslage 13 angeordnete
mittlere Vlieslage 14.
-
ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
-
Diese Liste
der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert
erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information
des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen
Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt
keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
-
Zitierte Patentliteratur
-