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DE102008000746A1 - Vorrichtung zur Druckmessung für eine Uhr und mit einer solchen Vorrichtung ausgerüstete Uhr - Google Patents

Vorrichtung zur Druckmessung für eine Uhr und mit einer solchen Vorrichtung ausgerüstete Uhr Download PDF

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DE102008000746A1
DE102008000746A1 DE200810000746 DE102008000746A DE102008000746A1 DE 102008000746 A1 DE102008000746 A1 DE 102008000746A1 DE 200810000746 DE200810000746 DE 200810000746 DE 102008000746 A DE102008000746 A DE 102008000746A DE 102008000746 A1 DE102008000746 A1 DE 102008000746A1
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Abstract

Die Druckmessvorrichtung (25) ist auf eine Uhr mit Gehäuse (11) und Mittelteil (12) montiert. Sie weist einen Sensor (26) auf, der dafür bestimmt ist, den Umgebungsdruck zu messen, und der durch eine mechanische Übertragungsvorrichtung (60) mit einem Anzeigeorgan (28) verbunden ist. Der Sensor (26) umfasst ein Drucksensorelement, das die Gestalt eines Faltenbalges (40) aufweist. Ein erstes Ende dieses Faltenbalges wird von einem Deckel (41) verschlossen, ein zweites Ende ist dicht in eine Ausbohrung (36) einer Kapsel (33) montiert, die außen am Gehäuse (11) befestigt ist. Der Deckel (41) ist fest mit einer zentralen Welle (44) verbunden, die eine Zahnstange (45) in Eingriff mit der mechanischen Übertragungsvorrichtung (60) aufweist. Dank dieser Eigenschaften werden bei vereinfachter Bauweise die Messgenauigkeit und -zuverlässigkeit deutlich verbessert.

Description

  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Druckmessung für eine Uhr mit Gehäuse, wobei die Messvorrichtung einen Sensor, der dafür bestimmt ist, den Umgebungsdruck zu messen, sowie ein Anzeigeorgan aufweist, das dafür bestimmt ist, diesen Druck oder eine von diesem Druck abhängige Grösse anzuzeigen.
  • Mit einer Vorrichtung zur Druckmessung bzw. einem Tiefenmesser ausgerüstete Uhren sind bekannt. Diese Vorrichtungen besitzen allgemein einen Sensor mit einem beweglichen Teil, das sich relativ zu einer feststehenden Unterlage bewegt, und weisen ein Abdichtorgan wie eine Dichtung auf, die zwischen dem beweglichen Teil und der feststehenden Unterlage angeordnet ist. Daher tritt unvermeidlich zwischen den Oberflächen der Dichtung und der Unterlage eine Reibung auf. Diese Reibung ist gerade vor dem Beginn der Bewegung des beweglichen Teils am grössten und verringert sich dann bei der weiteren Bewegung. Man beobachtet also ein anfängliches Festsitzen oder Kleben des beweglichen Teils. Nach einer Zeit der Nichtbenutzung kann dieses Kleben sehr erheblich werden. Für sehr genaue Messungen ist dieses Phänomen eines anfänglichen Festsitzens nachteilig und verfälscht die Messungen in signifikanter Weise.
  • Die Sensoren bekannter mechanischer Tiefenmesser weisen ausserdem eine verhältnismässig komplizierte Bauweise auf, um die Vorrichtungen mit gleitenden Teilen abzudichten.
  • Die vorliegende Erfindung hat das Ziel, diese Nachteile abzustellen, und ist zu diesem Zweck durch die in Anspruch 1 genannten Merkmale gekennzeichnet, und zwar insbesondere dadurch, dass der Sensor ein Drucksensorelement umfasst, das die Gestalt eines Faltenbalgs aufweist, der unter der Einwirkung des Drucks einer Längsverformung in einer Längsrichtung unterworfen werden kann, wobei das Druckmass eine Funktion der Grösse dieser Längsverformung ist.
  • Dank dieser Merkmale werden die Genauigkeit und Zuverlässigkeit der Messung über den gesamten Druckmessbereich hiinweg deutlich verbessert, und zwar selbst bei sehr geringen Druckveränderungen. Bei Verwendung des Faltenbalges kann nämlich der nachteilige Einsatz von Dichtungen an den gleitenden Teilen vermieden werden. Ein anfängliches Festsitzen und ein Kleben werden dadurch vermieden. Ausserdem kann der Aufbau des Sensors vereinfacht werden, indem die Anzahl von Bauteilen verringert werden kann. Die Funktionssicherheit und die Dichtheit werden ebenfalls verbessert.
  • Günstigerweise weist der Faltenbalg eine allgemein zylindrische Gestalt auf, wobei sich die Faltenbalgrippen ziehharmonikaartig mit Rillen abwechseln.
  • Dadurch gewinnt man ein besonders funktionelles Sensorelement.
  • Bevorzugt weist der Faltenbalg eine metallische Beschaffenheit auf und besteht bevorzugt aus Nickel.
  • Die Festigkeit und Dauerhaftigkeit des Sensorelements werden dadurch stark verbessert.
  • Vorteilhafterweise besitzt der Faltenbalg einerseits eine solche radiale Starrheit, dass er durch einen Druck von 10 bar radial nicht spürbar verformt wird, andererseits hat er eine vorbestimmte Komprimierbarkeit in der Längsrichtung.
  • Diese Eigenschaften gewährleisten eine hohe Messgenauigkeit.
  • Einer bevorzugten Ausführungsform zufolge wird der Faltenbalg in ein Kapsellager montiert, das fest mit der Uhr verbunden ist, wobei ein erstes Ende des Faltenbalges dicht auf der Kapsel befestigt wird und ein zweites Ende des Faltenbalges hermetisch durch einen Deckel verschlossen wird, der frei gleitend im Lager montiert ist.
  • Dank dieser Eigenschaften ist der Aufbau des Sensors sehr rationell, gewährleistet dabei aber eine erhöhte Sicherheit, Zuverlässigkeit und Genauigkeit.
  • Günstigerweise stehen die Aussenseite des Faltenbalges und sein Deckel mit der Aussenwelt in Berührung, während das Innere des Faltenbalges einen zentralen dichten Raum bildet, in dem eine zentrale Welle angeordnet ist, die einerseits fest mit dem Deckel verbunden ist, andererseits mit einer mechanischen Übertragungsvorrichtung zusammenwirkt, die den Sensor mit dem Anzeigeorgan verbindet.
  • Man erhält so einen Sensor, der eine sichere und genaue Funktion aufweist, dabei aber eine geringe Anzahl von Bauteilen hat.
  • Vorteilhafterweise umfasst der Sensor eine Rückstellfeder, die die zentrale Welle umgibt.
  • Der Aufbau des Sensors ist somit sehr einfach und zuverlässig und ermöglicht die Messung von erhöhten Drucken, die Tiefen von 100 m und mehr entsprechen.
  • Einer interessanten Ausführungsform zufolge umfasst der Sensor eine Sicherungshülse, die im Lager befestigt ist, wobei der Faltenbalg in die Sicherungshülse montiert und mit einem vorstehenden Abschnitt versehen ist, der durch die Sicherungshülse dicht gegen das Lager gedrückt wird.
  • Dank dieser Eigenschaften sind Montage und Austausch des Sensors sehr vereinfacht und schnell, wobei er aber eine erhöhte Dichtigkeit geniesst.
  • Vorteilhafterweise weisen das Lager und die Sicherungshülse eine hintere Öffnung auf, durch die der Deckel des Faltenbalges manuell bewegt werden kann.
  • Der Benutzer kann so manuell die Funktion der beweglichen Elemente des Tiefenmessers überprüfen, was noch weiter zur Sicherheit der Tauchuhr beiträgt.
  • Einer besonders interessanten Ausführungsform zufolge weist die Kapsel ein Fenster auf, durch das man das Sensorelement beobachten kann.
  • Diese Eigenschaften gewährleisten eine einfache visuelle Kontrolle des Sensors und daher eine verbesserte Tauchsicherheit.
  • Die vorliegende Erfindung betrifft ebenfalls eine Uhr, die mit einer Druckmessvorrichtung ausgerüstet ist. Der Sensor dieser Messvorrichtung wird günstigerweise auf dem Mittelteil auf der Aussenseite des Uhrgehäuses angebracht und über eine mechanische Übertragungsvorrichtung mit dem im Inneren des Gehäuses angeordneten Anzeigeorgan verbunden.
  • Dank dieser Eigenschaften werden räumliche Beschränkungen vermieden. Der Drucksensor kann leichter montiert, repariert und ersetzt werden. Wegen seiner Aussenlage wird eine rasche und einfache Kontrolle der Funktion des Sensors ermöglicht. Die Sicherheit der Benutzung der Tauchuhr wird somit stark erhöht.
  • Weitere Vorteile gehen aus den Merkmalen hervor, die in den abhängigen Ansprüchen und in der Beschreibung ausgedrückt werden, die hierunter die Erfindung eingehender mit Hilfe von Zeichnungen darlegen, die schematisch und beispielhaft eine Ausführungsform der Erfindung darstellen.
  • 1 ist eine perspektivische Ansicht dieser Ausführungsform in Gestalt einer Tauchuhr, die mit einem Tiefenmesser bzw. einer Tiefenmessvorrichtung gemäss der Erfindung ausgerüstet ist.
  • 2, 3 und 4 sind eine Vorderansicht, eine 9-Uhr-Seitenansicht und eine 12-Uhr-Seitenansicht.
  • 5 und 6 sind Vorderansichten der Druck- bzw. Tiefenmessvorrichtung in ihrem zusammengebauten Zustand bzw. auseinandergezogen.
  • 7 ist eine Detailansicht der Druckmessvorrichtung.
  • 8, 9, 10 und 11 veranschaulichen die mechanische Übertragungsvorrichtung in vier unterschiedlichen Positionen, nämlich beim minimalen Druck, bei 0 m Atmosphärendruck (1 bar), beim maximalen Druck und bei 100 m (10 bar).
  • Die in 1 bis 4 veranschaulichte Uhr besteht aus einer Tauchuhr 10 mit Gehäuse 11 und Mittelteil 12. Ein Stundenzeiger 14 und ein Minutenzeiger 15 dienen als Zeitanzeigeorgane 16. Letztere werden durch einen springenden Sekundenzeiger 17 vervollständigt, der es erlaubt, kontinuierlich die Funktion der Uhr zu beobachten.
  • Die Uhr ist ausserdem mit einer Stundenscheibe 18 von 24 Stunden ausgerüstet, die für die Anzeige der Zeit in einer zweiten Zeitzone bestimmt ist. Eine erste Krone 21 dient in bekannter Weise dem Aufzug des Federhauses des Uhrwerks und dem Stellen der Uhr, während eine zweite Krone 20 dafür bestimmt ist, die Zeit der zweiten Zeitzone einzustellen.
  • Die Tauchuhr 10 umfasst eine Druckmessvorrichtung 25, die hier als Tiefenmesser dient. Dieser weist einen Sensor 26 auf, der dazu bestimmt ist, den hydrostatischen Umgebungsdruck zu messen, der bei der Tauchuhr einem Mass für die Tauchtiefe entspricht. Diese Tauchtiefe wird auf dem Zifferblatt 27 durch ein Anzeigeorgan 28 für die Tiefe angezeigt, das aus einem Tiefenzeiger 29 besteht, der sich vor einer Teilung 30 bewegt.
  • Auf 5 und 6 bezogen, ist der Sensor 26 des Tiefenmessers seitlich auf der Aussenseite des Uhrgehäuses 11 auf das Mittelteil 12 montiert.
  • Er umfasst eine auf der Aussenseite des Gehäuses 11 und des Mittelteils 12 durch Kleben und durch Schrauben 34 befestigte Kapsel 33. Eine Formdichtung 35 gewährleistet den dichten Abschluss zwischen dem Mittelteil 12 und dieser Kapsel 33.
  • Diese weist ein Lager in Gestalt einer zylindrischen Ausbohrung 36 auf, die bevorzugt parallel zur Hauptebene der Uhr und im Wesentlichen tangential zum Mittelteil 12 angeordnet ist. Eine Sicherungshülse 37 ist in dieser zylindrischen Ausbohrung untergebracht und wird durch Schrauben 38 darin gehalten.
  • Das eigentliche Sensorelement für den hydrostatischen Druck besteht aus einem Faltenbalg 40, der an seinem vorderen Abschnitt durch einen Deckel 41 verschlossen ist, der frei gleitend ohne Dichtung in die Hülse 37 montiert ist. Dieses Sensorelement 40 bzw. der Faltenbalg ist in dieser Hülse 37 der Kapsel 33 untergebracht, die auf dem Mittelteil 12 auf der Aussenseite des Gehäuses 11 befestigt ist. Der Faltenbalg 40 hat kreisförmige Rippen 42, die sich ziehharmonikaartig mit kreisförmigen Rillen 43 abwechseln. Vorzugsweise weist der Faltenbalg 40 eine allgemein zylindrische Gestalt auf, wobei die Rippen alle den gleichen oder im Wesentlichen gleichen Durchmesser besitzen, aber der Faltenbalg kann auch eine andere Gestalt besitzen, zum Beispiel eine eher konische Gestalt. Er ist günstigerweise von metallischer Beschaffenheit und vorzugsweise aus Nickel, aber Varianten zufolge kann der Faltenbalg auch aus anderen Werkstoffen wie Kunststoff hergestellt sein. Er besitzt eine hohe radiale Starrheit, so dass er sich selbst bei hohen Drucken von zum Beispiel 10 bar oder mehr, was einer Tauchtiefe von 100 m entspricht, radial nicht verformt.
  • Dieser Faltenbalg 40 hat aber eine vorbestimmte Komprimierbarkeit in der Längsrichtung. Es lässt sich unter der Einwirkung des Aussendrucks einer Längsverformung in einer Längsrichtung unterwerfen. Das Mass des Druckes ist dann eine Funktion der Grösse dieser Längsverformung.
  • Der Deckel 41 ist durch Verschweissen hermetisch dicht an einem der Enden des Faltenbalges 40 befestigt, das andere Ende des Faltenbalges 40 ist dicht auf der Kapsel 33 befestigt. Eine zentrale Welle 44 ist in den Deckel eingepresst, um mit ihm fest verbunden zu sein, und befindet sich in einem dichten zentralen Raum im Inneren des Faltenbalges. Sie ist an ihrem vorderen Abschnitt mit einer Zahnstange 45 versehen.
  • Der Sensor 26 umfasst eine Rückstellfeder 50, die die zentrale Welle 44 umgibt. Die Feder ruht einerseits auf einer Rippe 51 der zentralen Welle 44 und andererseits auf einem fest mit der Kapsel 33 verbundenen Auflageteil 52. Sie ist dafür bestimmt, den Faltenbalg 40, den Deckel 41 und die zentrale Welle 44 zu einer Ruhelage hin zu drängen, in der der Faltenbalg 40 entspannt und ausgestreckt ist.
  • Der vordere Abschnitt des Faltenbalges 40 ist mit einem Flansch 53 versehen, der durch die Sicherungshülse 37 fest gegen den Boden 54 der zylindrischen Ausbohrung 36 gedrückt wird, um den Faltenbalg 40 im Inneren dieser Ausbohrung 36 zu halten. Eine Dichtung in Gestalt eines O-Rings 55 ist zwischen diesen Flansch 53 und den Boden 54 gelegt, so dass die Dichtheit für das Innere des Faltenbalges 40 und des Sensors 26 gewährleistet werden kann.
  • Die Aussenseite des Faltenbalges 40 und seines Deckels 41 steht mit der Aussenwelt in Berührung, d. h. entweder dem Wasser oder der Luft, während das Innere des Faltenbalges einen dichten zentralen Raum bildet, in dem die zentrale Welle 44 angeordnet ist. Es ist möglich, den Deckel 41, der aus einer rückseitigen Öffnung 39 der Ausbohrung 36 der Sicherungshülse 37 einige Millimeter hervorsteht, manuell zu verschieben. So kann die Funktion des Tiefenmessers 25 überprüft werden, indem der Satz von beweglichen Elementen des Tiefenmessers verschoben wird. Ein Fenster 56 ist in die Kapsel 33 und die Hülse 37 eingelassen und erlaubt es, den Faltenbalg 40 zu beobachten, um sein gutes Funktionieren zu kontrollieren. Dieses Fenster kann offen oder mit einem Glas versehen sein.
  • Der Sensor 26 ist über eine mechanische Übertragungsvorrichtung 60 mit dem Tiefenanzeigeorgan 28 verbunden, das durch den Tiefenzeiger 29 gebildet wird. Diese Übertragungsvorrichtung 60 umfasst ein Zwischendrehteil 61, dessen Zwischenrad 62 sich im Eingriff mit der Zahnstange 45 befindet und fest mit einem Zwischenritzel 63 verbunden ist, das mit einem Rechenritzel 64 im Eingriff steht. Letzteres ist fest mit einem Rechen 65 verbunden, der durch einen Zapfen 66 gelenkig an der Uhr befestigt ist. Der Rechen 65 steht mit einem Drehteil 67 im Eingriff, das drehbar in der Mitte montiert ist und den Tiefenzeiger 29 trägt. Das Drehteil 67 besteht in dieser Ausführungsform aus einem Schneckenritzel 68, dessen Zahnung 69 mit der Zahnung 70 des Rechens 65 ein konjugiertes Getriebe 71 mit sich gemeinsam drehenden oder konjugierten Profilen oder Kurven des Rechens und des Schneckenritzels bildet. Diese Profile oder Kurven könnten logarithmisch, archimedisch oder von einem beliebigen anderen Typ sein. Die Profile oder Kurven bleiben jedoch ständig in Berührung, ohne aneinander zu gleiten. Das Übersetzungsverhältnis ist definitionsgemäss:
    Figure 00090001
    mit
  • ωein
    = Winkelgeschwindigkeit des Eingangsgetriebes 70 und
    ωaus
    = Winkelgeschwindigkeit des Ausgangsgetriebes 69.
  • Dieses Verhältnis i ist in der in 5 und 6 veranschaulichten Ausführungsform variabel, indem die beiden Getriebe von der in 8 veranschaulichten untersten Position zu der in 10 veranschaulichten obersten Position abrollen.
  • Dieses Übertragungsverhältnis ist ein Übersetzungsverhältnis, das im gewählten Beispiel am Anfang gegen 0 m Tiefe zu etwa 11,2 und am Ende gegen 100 m zu etwa 3,7 gewählt ist. Auf diese Weise sind die Teilung 30 und das Ablesen der Tiefe für geringe Tiefen sehr genau und für grosse Tiefen bis zu 100 m weniger detailliert. Der Rechen führt zwischen den Endpositionen der 8 und 10 eine Winkel-Gesamtverschiebung von 58° aus, während die entsprechende Winkelverschiebung des Schneckenritzels zwischen diesen Endpositionen 315° beträgt.
  • Damit die Zahnungen 69 und 70 ein konjugiertes Getriebe bilden, muss die Summe des Radius 72 des Rechens 65 und des Radius 73 des Schneckenritzels 68 für alle Winkellagen der gesamten Abwicklung dieser beiden sich drehenden Elemente konstant sein, siehe 7.
  • Ausserdem muss die abgewickelte Länge der Zahnung 70 des Rechens 65 mit der abgewickelten Länge der Zahnung 69 des Schneckenritzels 68 identisch sein.
  • Die Moduln der Zahnungen 69 und 70 sind vorteilhafterweise identisch, aber diese Eigenschaft ist wahlfrei.
  • Der Rechen 65 unterliegt der Einwirkung einer Rückstellfeder 74, die ein mögliches Getriebespiel ausgleichen kann.
  • 8 zeigt die unterste Position des Rechens 65 und des Schneckenritzels 68. Der Rechen besitzt eine Anschlagfläche 75, die in dieser Position mit einer gegenüber liegenden Fläche 76 des Schneckenritzels 68 in Berührung steht. Der Rechen und das Schneckenritzel sind somit gegenseitig so verriegelt, dass jede zusätzliche Drehung des Rechens im Gegenuhrzeigersinn unmöglich ist.
  • 9 veranschaulicht die Position bei 0 m Tiefe, in der die Flächen 75 und 76 geringfügig getrennt sind.
  • In 10 hat der Rechen 65 eine maximale Drehung im Uhrzeigersinn vollführt, und seine Spitze 76 kommt an einem Gehäusering 77 des Gehäuses zum Anschlag, der die oberste Position festlegt.
  • Schliesslich stellt 11 die Position des Rechens 65 und des Schneckenritzels 68 bei einer Tiefe von 100 m dar. Die Spitze 76 ist geringfügig vom Gehäusering 77 getrennt.
  • Es versteht sich, dass die oben beschriebenen Ausführungsformen keinerlei einschränkenden Charakter besitzen und in dem durch Anspruch 1 definierten Rahmen alle wünschenswerten Abänderungen erfahren können. Insbesondere könnte der Sensor eine andere Bauweise als einen Faltenbalg aufweisen.
  • Die allgemeine Gestalt der Uhr könnte ebenfalls ganz anders sein, nämlich quadratisch, rechteckig usw. Die Druckmessvorrichtung könnte den Luftdruck messen und als Höhenmesser oder Barometer dienen. Das Anzeigeorgan 28 könnte anders realisiert werden, zum Beispiel in Gestalt einer Scheibe oder eines Ringes, die sich drehen. Die mechanische Übertragungsvorrichtung könnte einen anderen Aufbau aufweisen, zum Beispiel ein Getriebe mit konstantem oder irgendeinem variablen Übersetzungsverhältnis. Die Rückstellfeder 50 könnte wegfallen, indem der Faltenbalg eine genügend hohe Eigenelastizität besitzt, um bei Luftdruckmessungen als Rückstellelement zu dienen.
  • Das Lager 36 des Sensors könnte anders eingerichtet sein. Es könnte zum Beispiel der äusseren Gestalt des Mittelteils der Uhr angepasst sein. Die Befestigung des Faltenbalges in der Kapsel könnte ohne Sicherungshülse anders realisiert werden, zum Beispiel mit einem Spannring. Der Faltenbalg könnte eine andere Beschaffenheit haben, zum Beispiel aus Polymer sein.

Claims (13)

  1. Druckmessvorrichtung (25) für eine Uhr mit Gehäuse (11), wobei die Messvorrichtung (25) einen Sensor (26), der dafür bestimmt ist, den Umgebungsdruck zu messen, sowie ein Anzeigeorgan (28) aufweist, das dazu bestimmt ist, diesen Druck oder eine von diesem Druck abhängende Grösse anzuzeigen, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor (26) ein Drucksensorelement umfasst, das die Gestalt eines Faltenbalges (40) aufweist, der unter der Einwirkung des Druckes in Längsrichtung einer Längsverformung unterworfen werden kann, wobei das Druckmass eine Funktion der Grösse dieser Längsverformung ist.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Faltenbalg (40) ziehharmonikaartig mit Rillen (43) abwechselnde Rippen (42) umfasst.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Faltenbalg (40) eine allgemein zylindrische Gestalt aufweist, in der die Rippen (42) alle den gleichen oder im Wesentlichen den gleichen Durchmesser besitzen.
  4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Faltenbalg (40) eine metallische Beschaffenheit aufweist und bevorzugt aus Nickel besteht.
  5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Faltenbalg (40) einerseits eine solche radiale Starrheit besitzt, dass er bei einem Druck von 10 bar im Wesentlichen radial nicht verformt wird, und dass er andererseits eine vorbestimmte Komprimierbarkeit in der Längsrichtung besitzt.
  6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Faltenbalg (40) in ein Lager (36) einer fest mit der Uhr verbundenen Kapsel (33) montiert ist, wobei ein erstes Ende des Faltenbalges (40) dicht auf der Kapsel (33) befestigt ist und ein zweites Ende des Faltenbalges (40) durch einen frei gleitend im Lager (36) montierten Deckel (41) hermetisch verschlossen wird.
  7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Aussenseite des Faltenbalges (40) und sein Deckel (41) mit der Aussenwelt in Berührung stehen, während das Innere des Faltenbalges einen zentralen dichten Raum bildet, in dem eine zentrale Welle (44) angeordnet ist, die einerseits fest mit dem Deckel (41) verbunden ist und andererseits mit einer mechanischen Übertragungsvorrichtung (60) zusammenwirkt, die den Sensor (26) mit dem Anzeigeorgan (28) verbindet.
  8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor (26) eine Rückstellfeder (50) umfasst, die die zentrale Welle (44) umgibt.
  9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor (26) eine Sicherungshülse (37) umfasst, die im Lager (36) befestigt ist, wobei der Faltenbalg (40) in die Sicherungshülse (37) montiert und mit einem vorspringenden Abschnitt (53) versehen ist, der durch die Sicherungshülse (37) dicht gegen das Lager (36) gedrückt wird.
  10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Lager (36) und die Sicherungshülse eine rückseitige Öffnung (39) aufweisen, durch die der Deckel (41) des Faltenbalges (40) manuell verschoben werden kann.
  11. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Kapsel (33) ein Fenster (56) aufweist, durch das zumindest ein Teil des Sensors (26) beobachtet werden kann.
  12. Uhr, mit einer Druckmessvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11 ausgerüstet.
  13. Uhr nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor (26) der Messvorrichtung (25) auf einem Mittelteil (12) aussen am Uhrgehäuse (11) befestigt und durch eine mechanische Übertragungsvorrichtung (60) mit dem im Inneren des Gehäuses (11) angeordneten Anzeigeorgan (28) verbunden ist.
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