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DE102008000573A1 - Verfahren und Vorrichtung zum spulengebundenen Laden und Entladen eines piezoelektrischen Elements - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum spulengebundenen Laden und Entladen eines piezoelektrischen Elements Download PDF

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DE102008000573A1
DE102008000573A1 DE200810000573 DE102008000573A DE102008000573A1 DE 102008000573 A1 DE102008000573 A1 DE 102008000573A1 DE 200810000573 DE200810000573 DE 200810000573 DE 102008000573 A DE102008000573 A DE 102008000573A DE 102008000573 A1 DE102008000573 A1 DE 102008000573A1
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Germany
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charging
coil
voltage
discharging
piezoelectric element
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Withdrawn
Application number
DE200810000573
Other languages
English (en)
Inventor
Harald Wuest
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Robert Bosch GmbH
Original Assignee
Robert Bosch GmbH
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Publication date
Application filed by Robert Bosch GmbH filed Critical Robert Bosch GmbH
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Withdrawn legal-status Critical Current

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    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02NELECTRIC MACHINES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H02N2/00Electric machines in general using piezoelectric effect, electrostriction or magnetostriction
    • H02N2/02Electric machines in general using piezoelectric effect, electrostriction or magnetostriction producing linear motion, e.g. actuators; Linear positioners ; Linear motors
    • H02N2/06Drive circuits; Control arrangements or methods
    • H02N2/065Large signal circuits, e.g. final stages
    • H02N2/067Large signal circuits, e.g. final stages generating drive pulses
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02DCONTROLLING COMBUSTION ENGINES
    • F02D41/00Electrical control of supply of combustible mixture or its constituents
    • F02D41/20Output circuits, e.g. for controlling currents in command coils
    • F02D2041/202Output circuits, e.g. for controlling currents in command coils characterised by the control of the circuit
    • F02D2041/2051Output circuits, e.g. for controlling currents in command coils characterised by the control of the circuit using voltage control
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02DCONTROLLING COMBUSTION ENGINES
    • F02D41/00Electrical control of supply of combustible mixture or its constituents
    • F02D41/20Output circuits, e.g. for controlling currents in command coils
    • F02D41/2096Output circuits, e.g. for controlling currents in command coils for controlling piezoelectric injectors

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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum spulengebundenen Laden und Entladen eines piezoelektrischen Elements (P1), wobei eine Ladespannung (UL) zur Bestimmung der Dauer (to, tc) des Lade- oder Entladevorgangs überwacht wird. Um den Zeitpunkt des Ladens oder Entladens präziser bestimmen zu können, wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, die Ladespannung zu überwachen. Um den Energiegehalt der Ladespule (L1) zu berücksichtigen, der nach Abschalten des getakteten Ladeschalters (S1) noch in der Spule (L1) vorhanden ist und den Ladevorgang verlängert, wird erfindungsgemäß eine Spannung (UC) abgegriffen, die proportional zum Ladezustand des Piezoelementes (P1) nach Abschalten des getakteten Ladeschalters (S1) und danach in das Piezoelement (P1) entladener Spule (L1) ist.

Description

  • TECHNISCHES GEBIET
  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum spulengebundenen Laden und Entladen eines piezoelektrischen Elements, sowie eine korrespondierende Vorrichtung zum Laden und Entladen eines piezoelektrischen Elements.
  • STAND DER TECHNIK
  • Zur kontrollierten Einspritzung von Kraftstoff in den Brennraum eines einen Verbrennungsmotors werden Ventile verwendet, die mit Hilfe eines Piezoaktors betrieben werden, denn Piezoaktoren können mit hoher Geschwindigkeit ihre Geometrie in Abhängigkeit von einem elektrischen Ladungszustand ändern und dadurch die eingesetzten Ventile bedienen. Für die kontrollierte Einspritzung ist es daher notwendig, dass der Lade- und der Entladevorgang des Piezoaktors präzise gesteuert wird, damit in dem sehr kurzen Zeitraum des Verbrennungsvorgangs der Kraftstoff zu einem bestimmten Zeitpunkt innerhalb des Motortakts eingespritzt wird. Da Piezoaktoren wie ein kapazitives Schaltglied wirken, können die Lade- und Entladeströme in den kurzen Zeiten sehr hoch werden, weil zur vollständigen Ladung eine Spannung von ca. 180 V notwendig ist. Um die Ladeströme zu begrenzen, ist es möglich, diesen mit einem ohmschen Widerstand zu begrenzen, wobei in diesem Fall die Verlustleistung vergleichsweise hoch ist und als Wärme abgeführt werden muss. Eine andere Möglichkeit ist, den Strom nicht durch einen ohmschen Widerstand zu begrenzen, sondern den Strom in Pulsen getaktet dem Piezoaktor zuzuführen, um so die Verlustleistung zu reduzieren. Hierzu verwendet man Spulen, die als induktives Schaltglied dienen und dadurch einer seits den maximalen Stromfluss induktiv begrenzen und andererseits elektrische Energie für einen kurzen Strompuls zwischenspeichern. Die Verwendung der über Spulen getakteten Ladung der Piezoaktoren erlaubt eine Verlustarme Betriebsweise der Aktoren, weil keine elektrische Leistung vernichtet werden muss und die elektrische Energie zwischen dem Piezoaktor und einem Pufferkondensator hin- und her transportiert werden kann.
  • Nachteilig an diesem Verfahren ist allerdings die getaktete Ladung des Piezoaktors, weil die Frequenz des Piezoaktors, die von der aktuellen Motordrehzahl abhängig ist, nicht synchron mit der Taktfrequenz zur Ladung der des Piezoaktors ist. Hierdurch entsteht eine zeitliche Unsicherheit bei der Auslösung des Piezoaktors, im Folgenden als ”Jitter” bezeichnet.
  • Zur Ladung des Piezoaktors wird Ladung aus einem Pufferkondensator über eine Spule in den Piezoaktor mit Hilfe eines schnellen Ladeschalters transferiert. Der Ladeschalter öffnet und schließt sich dabei mit hoher Frequenz und dabei wird wechselweise in einem ersten Takt Ladung aus dem Pufferkondensator als Strom in die Spule befördert und die in der Spule zwischengespeicherte Energie wird im zweiten Takt wiederum als Ladung in den Piezoaktor befördert. Der genaue Zeitpunkt bis eine definierte Sollspannung am Piezoaktor anliegt, ist durch dieses Verfahren variabel, da er einerseits von Toleranzen und Bauteiltemperaturen sowie von Zwischenkreisspannungen abhängt. Andererseits wird die Abschaltung durch eine externe Steuerung zu unterschiedlichen Zeiten der Ladetaktung vorgenommen, wodurch aber die Ladung des Piezoaktors nicht schlagartig aufhört. Vielmehr wird die noch in der Spule befindliche Restenergie in den Piezoaktor überführt, so dass der Piezoaktor eine je nach Zeitpunkt der Unterbrechung des Ladevorgangs unterschiedliche Restenergie aus der Spule erhält. Diese Restenergie wird in einem späteren Entladevorgang möglicherweise nicht mehr vollständig entladen und führt so zu einer Akkumulation von Ladung, wodurch sich der Öffnungszeitpunkt zeitlich nach vorne verschiebt. Aber auch der gegenteilige Effekt kann eintreten, nämlich dass der Piezoaktor beim Entladevorgang durch den gleichen Effekt negativ geladen wird und somit wird der Piezoaktor in einem folgenden Ladevorgang nur unzureichend geladen, was zu einer zeitlichen Verschiebung des Schließzeitpunktes nach hinten führt. Zwar gleichen sich die beiden Effekte im statistischen Mittel aus, aber der hierdurch in Kauf genommene Jitter führt zu einer unzureichenden Präzision der Steuerung des Einspritzvorganges.
  • DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
  • Die Erfindung stellt gemäß Anspruch 1 ein Verfahren zur präzisen Ladung- und Entladung eines piezoelektrischen Elements zur Verfügung und eine dazu korrespondierende Vorrich tung gemäß Anspruch 12 zur Ladung und Entladung eines piezoelektrischen Elements. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
  • Erfindungsgemäß wird vorgeschlagen, die Ladespannung beim Lade- und Entladevorgang zur Bestimmung der Ladedauer zu überwachen, wobei die aktuell in der Spule gespeicherte Energie bei der Überwachung des Lade- und Entladevorgangs mit einbezogen wird.
  • Die Überwachung wird vorzugsweise mit Hilfe eines Komparators durchgeführt und die Ladespannung wird am Piezoelement abgegriffen. Zum Abgreifen der Spannung wird ein Spannungsteiler eingesetzt, dessen Bezugspotential durch einen Shunt-Widerstand vor der Ladespule gegenüber Masse verändert wird. Durch die Auslegung des Spannungsteilers und durch den Widerstandswert des Shunt-Widerstands kann so eine Spannung erhalten werden, die zur aktuellen Ladespannung des piezoelektrischen Elements nach Übertragung der Restladung proportional ist. Die erfindungsgemäß abgegriffene Spannung läuft also der Spannung am jeweiligen Ende des Ladevorganges nach Unterbrechung des Ladetaktes voraus. Diese Spannung wird sodann von einem Komparator dazu verwendet, den Ladetakt zu dem Zeitpunkt zu unterbrechen, der zur gewünschten Sollspannung am geladen oder entladenen piezoelektrischen Element führt.
  • KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
  • Die Erfindung wird anhand der beiliegenden Figuren näher erläutert.
  • Es zeigt:
  • 1 einen Auszug aus einer Schaltskizze einer erfindungsgemäßen Schaltung zur Ladung und Entladung eines piezoelektrischen Elements, wobei die Schaltungslegung der Spannungsüberwachung ausgeblendet ist,
  • 2 ein Diagramm mit ausgewählten Strom- und Spannungsverläufen in der Schaltung nach 1,
  • 3 ein Detail des Diagramms in 2
  • 4 einen Auszug aus einer Schaltskizze einer alternativen erfindungsgemäßen Schaltung zur Ladung und Entladung eines piezoelektrischen Elements, wobei die Schaltungslegung der Spannungsüberwachung und der Schaltung zur Entladung ausgeblendet ist.
  • In 1 ist eine Schaltskizze einer erfindungsgemäßen Schaltung zur Ladung und Entladung eines piezoelektrischen Elements P1 dargestellt, wobei Schaltelemente zur Spannungsüberwachung ausgeblendet sind. In der Schaltung wird das piezoelektrische Element P1 über die Spule L1 sowohl geladen wie auch entladen. Zum Ladevorgang wird der Ladeschalter S1 periodisch geschlossen und wieder geöffnet. Solange der Lade- und Entladeschalter S1 und S2 dauerhaft geöffnet sind, fließt kein Strom, die Schaltung befindet sich in einem stabilen Zustand, während dessen der Piezoaktor P1 seinen Ladezustand behält, ohne seine Ladung im Wesentlichen, abgesehen von internen Verlusten, zu verändern. Zum Laden des Piezoaktors P1 wird der Ladeschalter S1 periodisch geschlossen und wieder geöffnet, der Entladeschalter hingegen bleibt geöffnet. Während der Ladeschalter S1 geschlossen ist, sind der Shunt-Widerstand R3, der Pufferkondensator C1, die Spule L1 und der Piezoaktor P1 in Reihe geschaltet und bilden einen Stromkreis, dabei fließt der Strom vom geladenen Pufferkondensator C1 über die Spule L1 als Strom IL zum entladenen Piezoaktor P1. Durch den Stromfluss bildet sich ein Feld in der Spule L1, das die elektrische Energie des Stromflusses speichert. Würde der Schalter nicht wieder unterbrochen werden, so würden sich die Spannungen des Pufferkondensators C1 und des Piezoaktors P1 angeleichen und es würde kein Strom IL mehr durch die Spule L1 fließen. Wird jedoch der Ladeschalter S1 kurz nach dem Schließen wieder geöffnet, so bilden die Diode D2, die Spule L1 und der Piezoaktor P1 einen Stromkreis. Das Feld in der Spule L1 bricht zusammen und Strom IL fließt dabei in den Piezoaktor P1. Die Diode D2 verhindert, dass sich ein LC-Schwingkreis ausbildet, in welchem die Energie zwischen der Spule L1 und dem Piezoaktor P1 schwingt und dabei durch interne Dämpfung und Leitungswiderstände verloren geht. Die in der Spule L1 gespeicherte Energie fließt somit als elektrischer Strom IL vollständig in den Piezoaktor P1, der um den Energiebetrag der Spule L1 geladen wird und entsprechend steigt die Spannung UL an dem kapazitiven Piezoaktor P1. Würde die Ladung des Piezoaktors P1 durch das Beenden des periodischen Schließens und wieder Öffnens des Ladeschalters S1 beendet werden, so ist es genau dieser nach dem Öffnen in den Piezoaktor P1 fließende und nicht mehr kontrollierbare Strom IL, der ursächlich für die eingangs erwähnte Unsicherheit des Ladezustandes nach Beenden des Ladevorgangs ist. Der Ladeschalter S1 wird zur weiteren Ladung des Piezoaktors P1 erneut periodisch geschlossen und kurze Zeit später wieder geöffnet, bis der gewünschte Ladungszustand, messbar an der Ladespannung UL, erreicht ist.
  • Nach Beenden des Ladevorgangs durch die dauerhafte Unterbrechung des Ladeschalter S1 stellt sich wieder der oben erwähnte stabile Zustand ein.
  • Zum Entladen des Piezoaktors P1 wird der Entladeschalter S2 periodisch geöffnet und wieder geschlossen. Während der Entladung bleibt aber der Ladeschalter S1 geöffnet. Nach Schließen des Entladeschalters S2 bilden die Spule L1 und der Piezoaktor P1 einen ge schlossenen Stromkreis. Der geladene Piezoaktor P1 entlädt sich über die Spule L1, der dabei durch die Spule fließende Strom IL erzeugt ein Feld, das dem Feld beim Ladevorgang entgegengerichtet ist. Dieses Feld speichert Energie des Stromflusses IL beim Entladen des Piezoaktors P1. Würde der Entladeschalter S2 nicht kurzzeitig später unterbrochen werden, so würde der Piezoaktor P1 und die Spule L1 einen freien LC-Schwingkreis bilden und die elektrische Energie im Stromkreis würde durch interne Dämpfung und durch Leitungswiderstände verbraucht werden und größtenteils als Wärme verloren gehen. Nach dem der Entladeschalter S2 kurzzeitig geschlossen wurde, wird der selbe Schalter S2 wieder geöffnet. In diesem Zustand bilden der Shunt-Widerstand R3, der Pufferkondensator C1, Diode D1, Spule L1 und Piezoaktor P1 einen geschlossenen Stromkreis, wobei Diode D1 verhindert, das sich ein LC-Schwingkreis bildet. Das in der Spule L1 gebildete Feld bricht zusammen und dabei entlädt sich die in der Spule gespeicherte Energie als elektrischer Strom IL in den Pufferkondensator C1. Dieser Vorgang wird so oft wiederholt, bis die Ladung in dem Piezoaktor P1 vollständig in den Pufferkondensator C1 übertragen worden ist. Durch das periodische Öffnen und Schließen des Entladeschalters wird auch dann noch Ladung von Piezoaktor P1 in den Pufferkondensator C1 übertragen, wenn die Ladespannung UL geringer ist als die Ladespannung an Pufferkondensator C1.
  • Der Spannungsteiler aus R1 und R2 mit Bezugspotential zwischen Shunt-Widerstand R3 und C1 wird weiter unten näher erläutert.
  • In 2 ist ein Diagramm mit den ungefähren Strom- und Spannungsverläufen von der Ladespannung UL und dem Spulenstrom IL dargestellt. Beginnend bei Startzeitpunkt t0, wenn der Ladeschalter S1 kurzzeitig geschlossen wird, fließt ein Strom IL durch die Spule L1. Dabei baut sich ein Feld in der Spule L1 auf. Das sich aufbauende Feld in der Spule L1 wirkt dem Stromfluss IL entgegen. Die hierbei gespeicherte Energie entlädt sich als abfallender Strom IL in den Piezoaktor P1, bis der Strom IL auf ein Minimum reduziert ist. In der gleichen Zeit steigt die Spannung UL am Piezoaktor P1. Dieser Prozess wird solange wiederholt, bis eine Sollspannung am Piezoaktor erreicht ist. Entsprechend etwa dem integrierten Stromverlauf IL bildet sich ein wellenförmiger Spannungsanstieg UL am Piezoaktor P1 über ein Ladezeitintervall to. Je nach dem, wann der Ladeschalter S1 innerhalb eines Ladezyklus geöffnet wird, befindet sich noch eine nicht zu vernachlässigende Restenergie in der Spule L1, die sich noch in den Piezoaktor P1 entlädt und somit die Ladespannung UL und die Ladung des Piezoaktors erhöht. Die Zeit zwischen dem Ende des Ladeintervalls und dem Erreichen eines stabilen Ladespannungsintervalls ist in 2 mit Δto bezeichnet. Die Zeit Δto überträgt sich auf das Ende des Entladevorgangs im rechten Teil des Diagramms, in der die eingänglich unerwünscht entladene Restenergie aus der Spule L1 in den Piezoaktor P1 entladen wurde und verschiebt das Ende des Entladeintervalls verschiebt sich um die Zeit Δtc. Diese Restenergie muss nun in einem weiteren Entladevorgang dem Piezoaktor P1 wieder entnommen werden, damit der Piezoaktor P1 vollständig bis zum gewünschten Ladungszustand entladen ist. Das Detail A wird in 3 in Verbindung mit dem Spannungsteiler R1, R2 und dem Shunt-Widerstand R3 näher erläutert.
  • In 3 ist das Detail A aus 1 dargestellt, wobei der ungefähre Verlauf der in der Schaltung aus 1 abgegriffenen Spannung UC als gepunktete Linie und der Ladungsspannungsverlauf UL als durchgezogenen Linie gemäß Detail A dargestellt ist. Würde der Spannungsteiler R1, R2 sein Bezugspotential auf Masse haben, so würde die Spannung UC proportional zur Ladespannung UL verlaufen. Das Bezugspotential liegt aber an Shunt-Widerstand R3. Die an R3 abfallende Spannung US gegenüber Masse ist aber Proportional zum Strom IL, der über diesen Widerstand in die Spule L1 fließt. Somit ist die an R3 abfallende Spannung US auch Proportional zur Energie, die in der Spule L1 gespeichert ist. Anders ausgedrückt ist der Ladungsspannungsanstieg von UL nach dem Abschalten des letzten Pulses durch S1 abhängig vom unmittelbar vor dem Abschalten fließenden Strom IL. Die abgreifbare Spannung UC ist also proportional zur Ladespannung UL plus einer Spannung, die proportional zum Spulenstrom IL ist. Somit ist UL = a·(UL + k·US). Die Faktoren a und k sind durch die Auslegung der Widerstände R1, R2 und R3, sowie durch die Induktivität von L1 und die Kapazität von C1 bestimmt.
  • Dem Spannungsverlauf von UC ist also zu jedem Zeitpunkt entnehmbar, wie hoch die Ladespannung UL nach Abschalten des Ladeschalters S1 sein wird. Die Widerstände R1, R2 und R3 wirken wie eine beliebig ausführbare Analogrechenschaltung, die es einem Komparator, der in 1 nicht eingezeichnet ist, ermöglicht den Ladestromimpuls vorzeitig abzubrechen, um die gewünschte Endspannung am Piezoaktor P1 zu erreichen. Somit wird zumindest der letzte Ladungspuls in seiner zeitlichen Länge von einem Piezoöffnungszustand zum nächsten Piezoöffnungszustand variiert, womit zumindest der letzte Ladeimpuls durch S1 Pulsbreitenmoduliert ist. Diese Pulsbreitenmodulation des letzten Ladeimpulses stellt eine hochpräzise Ladung des Piezoaktors P1 zur Verfügung, wobei auf das Verfahren zur Ladung des Piezoaktors P1 mit Hilfe einer Spule L1 zurückgegriffen werden kann.
  • In dieser Beschreibung wird das erfindungsgemäße Verfahren an einer Schaltung demonstriert, die mit Hilfe einer einzigen Spule den Piezoaktor P1 sowohl lädt wie auch entlädt. Alternativ dazu ist es auch möglich, eine Vorrichtung zur Ladung und Entladung eines Piezoaktors P21 zu verwenden, in welchem für die Ladung und für die Entladung je eine eigene Anordnung aus Schalter, Diode und Spule verwendet wird.
  • In 4 ist eine Schaltskizze einer alternativen, erfindungsgemäßen Schaltung zur Ladung und Entladung eines Piezoaktors P21 abgebildet, wobei die Schaltelemente zur Ladespannungsüberwachung und zur Entladung ausgeblendet sind. Zum Laden wird der Ladeschalter S21 periodisch geöffnet und wieder geschlossen. Solange der Ladeschalter S21 dauerhaft geöffnet bleibt, befindet sich der Piezoaktor P21 im stationären Zustand und verändert seine Ladung nicht, abgesehen von internen geringfügigen Verlusten. Wird der Ladeschalter S21 geschlossen, so bilden der in Serie geschaltete Pufferkondensator C21, Ladespule L21 und Shunt-Widerstand R23 einen Stromkreis. Der durch die Spule L21 fließende Strom IL bildet ein Feld in der Spule L21, das die Energie des Stromflusses speichert. Kurze Zeit nach Schließen des Ladeschalters S21 wird der Ladeschalter S21 wider geöffnet. Darauf folgend bilden die Ladespule L21, Diode D21, Piezoaktor P21, Shunt-Widerstand R23 und Pufferkondensator C21 einen Stromkreis und die in der Ladespule L21 gespeicherte Energie fließt als Strom in den Piezoaktor P21, wobei Diode D21 die Ausbildung eines LC-Schwingkreises verhindert. Wie in der Schaltskizze nach 1 ist auch hier die nach Öffnen des Ladeschalters S21 in der Ladespule L21 vorhandene Energie dafür verantwortlich, wie hoch der Spannungsanstieg UL2 am Piezoaktor P21 sein wird. Zur Spannungsüberwachung wird auch hier die Ladespannung UL2 und die in der Ladespule L21 vorhandene Energie durch den Spannungsteiler R21, R22 und den Shunt-Widerstand R23 abgegriffen, wobei das Bezugspotential des Spannungsteilers R21, R22 durch den Shunt-Widerstand R23 verändert wird. Die hierdurch abgegriffene Spannung UC2 verläuft wie der in 3 Detail A dargestellte Spannungsverlauf UC, der proportional zur Ladespannung nach Entladung der Spulenenergie in Ladespule L2 ist und somit der Ladespannung vorausläuft.

Claims (13)

  1. Verfahren zum spulengebundenen Laden und Entladen eines piezoelektrischen Elements (P1), aufweisend: Überwachen einer Ladespannung (UL) zur Bestimmung der Dauer (to, tc) des Lade- oder Entladevorgangs und Einbeziehen der aktuell in der Spule (11) gebundenen Energie beim Bestimmen der Dauer (to, tc) des Lade- oder Entladevorgangs.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Ladespannung (UL) und die in der Spule (11) gebundene Energie über eine Analogrechenschaltung (R1, R2, R3) miteinander verknüpft werden.
  3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Ladespannung (UL) über einen Spannungsteiler (R1, R2) abgenommen wird.
  4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die in der Spule (11) gebundene Energie über den Spannungsabfall über einen Shunt-Widerstand (R3) bestimmt wird, der in den Stromfluss (IL) der Spule (L1) geschaltet ist.
  5. Verfahren nach Anspruch 3 und 4, wobei die Bezugsspannung des Spannungsteilers (R1, R2) durch den Spannungsabfall über den Shunt-Widerstand (R3) gegenüber Massepotential verändert wird.
  6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei ein Komparator beim Ladevorgang die mit der Energie der Spule (L1) kombinierte Ladespannung (UC) mit einem vorgegebenen Schwellwert vergleicht und beim Erreichen oder Überschreiten des Schwellwerts der Ladevorgang abgebrochen wird.
  7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei ein Komparator beim Entladevorgang die mit der Energie der Spule (L1) kombinierte Ladespannung (UC) mit einem vorgegebenen Schwellwert vergleicht und beim Erreichen oder Unterschreiten des Schwellwerts der Entladevorgang abgebrochen wird.
  8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei der Ladevorgang durch mindestens ein einmaliges Schließen eines Ladeschalters (S1) beginnt, durch welchen eine Spule (L1) mit elektrischem Strom (IL) durchflossen wird und die Spule (L1) ein magnetisches Feld aufbaut und durch mindestens ein darauf folgendes Öffnen des selben Ladeschalters (S1), durch welches die in der Spule (L1) gespeicherte Energie als elektrische Ladung in das piezoelektrische Element (P1) fließt.
  9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei der Entladevorgang durch mindestens ein einmaliges Schließen eines Entladeschalters (S2) beginnt, durch welchen die Ladung in dem piezoelektrischen Element (P1) als elektrischer Strom die Spule (L1) durchfließt und die Spule (L1) ein magnetisches Feld aufbaut und durch mindestens ein darauf folgendes Öffnen des selben Entladeschalters (S2), durch welches die in der Spule (S2) gespeicherte Energie als elektrische Ladung abfließt, bevorzugt in einen Pufferkondensator (C1) für einen zukünftigen Ladevorgang des piezoelektrischen Elements (P1) fließt.
  10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei die elektrische Ladung zur Ladung des piezoelektrischen Elements (P1) in einem ständig durch eine Gleichspannung (U0) geladenen Pufferkondensator (C1) vorgehalten wird und zur Ladung in das piezoelektrische Element (P1) übertragen und zur Entladung vom piezoelektrischen Element (P1) zurück in den Pufferkondensator (C1) übertragen wird, wobei Energieverluste durch die ständige Ladung des Pufferkondensators (C1) kompensiert werden.
  11. Verfahren nach einem der Ansprüche nach 8 bis 10, wobei die Zeit zwischen Schließen und erneutem Öffnen des Ladeschalters (S1) oder des Entladeschalters (S2) so eingestellt wird, dass die nach dem letzten Öffnen des Ladeschalters (S1) oder des Entladeschalters (S2) in oder aus dem piezoelektrischen Element (P1) transportierte Ladung zu einer vorbestimmten Sollspannung am piezoelektrischen Element (P1) führt.
  12. Vorrichtung zur Ladung und Entladung eines piezoelektrischen Elements (P1), aufweisend mindestens einen Lade- (S1) und mindestens einen Entladeschalter (S2) und mindestens eine Spule (L1), wobei der Ladeschalter (S1) zum Laden mehrfach öffnet und schließt und dabei mit Hilfe einer Spule (L1) elektrische Ladung von einer Spannungsquelle in vorgegebener Menge pro Schließvorgang auf das piezoelektrische Element (P1) überträgt und wobei der Entladeschalter (S2) zum Entladen mehrfach öffnet und schließt und dabei mit Hilfe einer Spule (L1) elektrische Ladung in vorgegebener Menge pro Schließvorgang vom piezoelektrischen Element (P1) abführt, wobei je ein Komparator zur Überwachung des Lade- und Entladevorgangs die über einen Spannungsteiler (R1, R2) abgegriffene Ladespannung (UI) am piezoelektrischen Element (P1) überwacht und bei Erreichen oder Überschreiten der Ladeschwelle den Ladevorgang abbricht und bei Erreichen oder unterschreiten der Entladeschwelle den Entladevorgang abbricht und zur Überwachung des Lade- und Entladevorgangs die aktuell in der Spule enthaltene Energie über eine an einem Shunt-Widerstand (RS) abfallende Spannung (US) berücksichtigt.
  13. Vorrichtung nach Anspruch 12, wobei ein Spannungsabfall (US) über einen Shunt-Widerstand (RS), der in den Stromfluss (IL) durch die Spule (L1) geschaltet ist, das Bezugspotential des Spannungsteilers (R1, R2) anhebt, wobei die aktuell in der Spule enthaltene Energie proportional zum Spannungsabfall (R3) über den Shunt-Widerstand (R3) ist.
DE200810000573 2008-03-07 2008-03-07 Verfahren und Vorrichtung zum spulengebundenen Laden und Entladen eines piezoelektrischen Elements Withdrawn DE102008000573A1 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102018210006A1 (de) 2018-06-20 2019-12-24 Robert Bosch Gmbh Pumpenanordnung

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DE102018210006A1 (de) 2018-06-20 2019-12-24 Robert Bosch Gmbh Pumpenanordnung

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