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Hintergrund der Erfindung
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Die
Erfindung betrifft eine elektronische Steuereinheit zur Verwendung
z. B. in einem Fahrzeugbremsenhydraulikdrucksteuersystem, und ein
Verfahren, diese herzustellen.
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Üblicherweise
weisen Fahrzeugbremshydraulikdrucksteuersysteme mit elektronischen
Steuerfunktionen eine Hydraulikeinheit mit einer Pumpe, einem Motor
zum Antreiben der Pumpe, Magnetventile zum Steuern von Hydraulikdruck
und eine elektronische Steuereinheit auf. Die elektronische Steuereinheit
umfasst eine Schaltungsplatine mit Steuerschaltungen, die in einem
Gehäuse angebracht und von diesem in Position gehalten
wird. Ein solches typisches Bremshydraulikdrucksteuersystem ist
in der
JP Patentoffenlegungsschrift
2006-27528A offenbart.
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Die
Schaltungsplatine solch einer elektronischen Steuereinheit umfasst
verschiedene funktionale Elemente (elektronische Bauteile), die
Steuerschaltungen bilden. Eine große Anzahl von Stromanschlussschienen
ist ebenso mit der Schaltplatine verbunden, um deren elektrische
Schaltungen mit dem Motor, den Magnetventilen zum Steuern von Hydraulikdruck
und anderen Teilen der Hydraulikeinheit zu verbinden. Die Stromanschlussschienen
sind durch Einlegeformen an dem Gehäuse fixiert, das aus
Harz besteht. Bei dem herkömmlichen Aufbau, wie in der
vorstehenden Patentoffenlegung
2006-27528A offenbart, wobei Anschlussabschnitte der
Stromanschlussschienen in einer Reihe angeordnet sind, werden die
Anschlussabschnitte durch die Schaltungsplatine durchgeleitet, und
an Anschlussverbindungsabschnitten der elektrischen Schaltungen
auf der Schaltungsplatine angelötet.
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Bei
diesem herkömmlichen Aufbau, wie in der vorstehenden Patentoffenlegung
2006-27528A offenbart,
müssen die benachbarten Anschlussabschnitte mit einem ausreichend
großen Abstand angeordnet sein, um einen Kurzschluss dazwischen
zu verhindern, weil die Anschlussabschnitte der Stromanschlussschienen
in einer einzelnen Reihe angeordnet sind und mit den elektrischen
Schaltungen auf der Schaltungsplatine verbunden sind. Daher ist
ein großer Lötabstand notwendig, um die Stromanschlussschienen
zu verbinden, was demzufolge den Raum auf der Schaltungsplatine
reduziert, um funktionale Elemente anzubringen.
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Je
kleiner der Lötraum für die Stromanschlussschienen
ist, desto größer ist der Raum zum Anbringen der
funktionalen Elemente auf der Schaltungsplatine. Dies ermöglicht,
eine größere Anzahl von funktionalen Elementen
anzubringen, wodurch eine verfeinerte Steuerung durchgeführt
wird, oder wenn keine solche verfeinerte Steuerung notwendig ist,
es ermöglicht wird, die Größe der Schaltungsplatine
zu reduzieren, und daher die Größe der elektronischen
Steuereinheit, die solch eine Schaltungsplatine umfasst, sowie die
Größe der gesamten Vorrichtung zu verringern,
die solch eine elektronische Steuereinheit verwendet.
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Zusammenfassung der Erfindung
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Daher
ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, den Lötraum
auf der Schaltungsplatine für die Stromanschlussschienen
durch Verbessern der Weise, in der die Stromschiene mit der Schaltungsplatine
verbunden ist, zu reduzieren.
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Um
diese Aufgabe zu erreichen, stellt die vorliegende Erfindung eine
elektronische Steuereinheit bereit, die eine Schaltungsplatine mit
elektronischen Bauteilen, ein die Schaltungsplatine haltendes Gehäuse,
und eine Gruppe einer Vielzahl von durch Gussformgebung an dem Gehäuse
fixierten Stromanschlussschienen aufweist, und die folgenden kennzeichnenden
Merkmale (a) bis (e) umfasst:
- (a) Die Stromanschlussschienen
weisen jeweils einen Anschlussabschnitt mit einem distalen Ende
und einem proximalen Ende, das einen Abschnitt einer konstanten
Breite besitzt, und einen Basisabschnitt auf, der mit dem proximalen
Ende zusammenhängt, und eine größere
Breite aufweist als die vorstehende konstante Breite.
- (b) Die Basisabschnitte der Stromanschlussschienen sind parallel
zueinander in einer Breiterichtung davon angeordnet.
- (c) Jede der Stromanschlussschienen ist an einem gebogenen Abschnitt
dessen Basisabschnitts gebogen, so dass das distale Ende dessen
Anschlussabschnitts in Richtung der Schaltungsplatine ausgerichtet
ist.
- (d) Der Anschlussabschnitt von jeder der Stromanschlussschienen
erstreckt sich durch die Schaltungsplatine, und ist an einem Anschlussverbindungsabschnitt
einer elektrischen Schaltung auf der Schaltungsplatine an einen
Lötabschnitt gelötet und elektrisch verbunden.
- (e) Die gebogenen Abschnitte von Benachbarten der Stromanschlussschienen
sind von den gebogenen Abschnitten der anderen Stromanschlussschienen
in einer Längsrichtung der Stromanschlussschienen versetzt,
wodurch die Lötabschnitte der entsprechenden Anschlussabschnitte
auf eine gestaffelte Weise angeordnet sind.
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Bevorzugte
zusätzliche Merkmale dieser elektronischen Steuereinheit
sind nachstehend aufgelistet:
- (1) Die Anschlussabschnitte
der entsprechenden Stromanschlussschienen erstrecken sich parallel zueinander.
- (2) Die Stromanschlussschienen sind an den entsprechenden gebogenen
Abschnitten in einem rechten Winkel gebogen.
- (3) Die Distanzen von den proximalen Enden der entsprechenden
Anschlussabschnitte zu den entsprechenden Lötabschnitten
sind gleich.
- (4) Die Anschlussabschnitte der entsprechenden Stromanschlussschienen
weisen gleiche Längen auf.
- (5) Die Distanzen von den gebogenen Abschnitten der entsprechenden
Stromanschlussschienen zu den entsprechenden Lötabschnitten
sind gleich.
- (6) Die Distanzen von den gebogenen Abschnitten der entsprechenden
Stromanschlussschienen zu den distalen Enden der entsprechenden
Anschlussabschnitte sind gleich.
- (7) In einem Zustand, in dem sich die entsprechenden Stromanschlussschienen
entlang einer geraden Linie erstrecken, wobei die Basisabschnitte
der entsprechenden Stromanschlussschienen, die miteinander an Verbindungsabschnitten
verbunden sind, und die Breite der distalen Enden von benachbarten
der entsprechenden Anschlussabschnitte, die von den distalen Enden
der anderen Anschlussabschnitte in der Längsrichtung der
Stromanschlussschienen versetzt sind, sind die entsprechenden Stromanschlussschienen
an deren Abschnitte, die von den distalen Enden der entsprechenden
Anschlussabschnitte über eine vorbestimmte Distanz versetzt
sind, gebogen und an dem Gehäuse durch Einlegeformen bzw.
Insert-Molding fixiert, und anschließend werden die Verbindungsabschnitte
der entsprechenden Basisabschnitte abgetrennt.
- (8) Die Anschlussabschnitte von jeglichen der Benachbarten der
Stromanschlussschienen weisen Längen auf, die sich voneinander über
einen vorbestimmten Umfang unterscheiden, wobei die Distanzen von
den gebogenen Abschnitten der entsprechenden Stromanschlussschienen
zu den distalen Enden der entsprechenden Anschlussabschnitte gleich
sind, wobei bei den Stromanschlussschienen, die sich entlang einer
geraden Linie erstrecken, die distalen Enden von jeglichen der Benachbarten
der Stromanschlussschienen, sowie die gebogenen Abschnitte von jeglichen
der benachbarten Stromanschlussschienen voneinander über
eine Distanz versetzt sind, die gleich dem vorstehenden vorbestimmten Umfang
in der Längsrichtung der Stromanschlussschienen ist, und
der Anschlussabschnitt von jedem der Stromanschlussschienen einen
Absatz auf weist, der das proximale Ende umfasst, wobei die Absätze
miteinander in einer Richtung quer zu der Längsrichtung
der Stromanschlussschienen ausgerichtet sind.
- (9) Die Anschlussabschnitte der entsprechenden Stromanschlussschienen
weisen die gleiche Länge auf, wobei der Anschlussabschnitt
von jeder der Stromanschlussschienen einen Absatz aufweist, der
das proximale Ende umfasst, und wobei wenn sich die Stromanschlussschienen
in einer geraden Linie erstrecken, die gebogenen Abschnitte von
jeglichen der Benachbarten der Stromanschlussschienen voneinander
in der Längsrichtung der Stromanschlussschienen versetzt sind,
und die Absätze sowie die distalen Enden der Anschlussabschnitte
der entsprechenden Stromanschlussschienen miteinander in einer Richtung
quer zu der Längsrichtung der Stromanschlussschienen ausgerichtet
sind.
- (10) Der Anschlussabschnitt von jeder der Stromanschlussschienen
weist einen Absatz auf, der das proximale Ende umfasst, und wenn
sich die Stromanschlussschienen entlang einer geraden Linie erstrecken,
die Absätze der Anschlussabschnitte von jeglichen der Benachbarten
der Stromanschlussschienen voneinander in der Längsrichtung
der Stromanschlussschienen versetzt sind.
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Jede
der vorstehend beschriebenen elektronischen Steuereinheiten, ausgenommen
der, die das Merkmal (9) umfasst, kann durch ein Verfahren hergestellt
werden, wobei bei den Stromanschlussschienen, die sich entlang einer
geraden Linie erstrecken, die Stromanschlussschienen so angeordnet
werden, dass die distalen Enden von Benachbarten der Anschlussabschnitten
von den distalen Enden der anderen Anschlussabschnitte in der Längsrichtung
der Stromanschlussschienen versetzt sind, und die Stromanschlussschienen
an Abschnitten davon geneigt werden, die durch eine gleiche Distanz
von den distalen Enden der entsprechenden Anschlussabschnitte versetzt
sind.
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Jede
der elektronischen Steuereinheiten, die alle der kennzeichnenden
Merkmale (a) bis (e) umfasst, und mit einem der zusätzlichen
Merkmale (1), (2) und (9) ausgestattet ist, kann durch ein Verfahren hergestellt
werden, wobei sich bei den Stromanschlussschienen, die sich in einer
geraden Linie erstrecken, die Stromanschlussschienen so angeordnet
werden, dass die distalen Enden der entsprechenden Anschlussabschnitte
miteinander in einer Richtung quer zu der Längsrichtung
der Stromanschlussschienen ausgerichtet ist, und jegliche Benachbarte
der Stromanschlussschienen an Abschnitten davon gebogen werden,
die von den distalen Enden der entsprechenden Anschlussabschnitte durch
unterschiedliche Distanzen voneinander versetzt sind.
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Weiterhin
kann jede der vorstehend beschriebenen elektronischen Steuereinheiten über
ein Verfahren hergestellt werden, wobei bei den Stromanschlussschienen,
die sich entlang einer geraden Linie erstrecken, die Basisabschnitte
der entsprechenden Stromanschlussschienen miteinander über eine
Brücke verbunden werden, die Basisabschnitte bei vorbestimmten
Abschnitten davon in der Längsrichtung der Stromanschlussschienen
gebogen werden, die Stromanschlussschienen an dem Gehäuse durch
Einlegeformen fixiert werden, und die Brücke abgetrennt
wird, wodurch die Basisabschnitte voneinander getrennt werden.
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Die
Gruppe von hier verwendeten Stromanschlussschienen bezieht sich
auf Stromanschlussschienen, die in der Nähe zueinander
in einer Gruppe angeordnet sind, und einen flachen rechteckigen
Querschnitt in deren Längsrichtung aufweisen, der sich
senkrecht zu deren Breitenrichtung erstreckt.
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Weil
die Lötabschnitte, bei denen die entsprechenden Stromanschlussschienen
an die Schaltungsplatine gelötet sind, auf eine versetzte
Weise angeordnet sind, als im Vergleich zu solchen herkömmlichen
elektronischen Steuereinheiten, ist es möglich, den Abstand
zwischen den benachbarten Anschlussabschnitten zu reduzieren, wodurch
die Lötabschnitte zusammengeballt werden, und daher der
Lötraum reduziert wird.
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Durch
Reduzieren des Abstandes zwischen den benachbarten Anschlussabschnitten
kann das Verhältnis der Länge des Lötraums
zu dessen Breite reduziert werden, so dass es ermöglicht
wird, den Lotspeicher zum Löten von Stromanschlussschienen zu
reduzieren. Daher ist es möglich, die Größe
der Herstellungsanlagen ebenso zu reduzieren.
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Durch
Anordnen der Anschlussabschnitte der Gruppe von Stromanschlussschienen
parallel zueinander wird es ermöglicht, die Abstände
zwischen den benachbarten Anschlussabschnitten zu reduzieren, wodurch
die Lötabschnitte weiterhin im Vergleich zu einer Anordnung, bei
der die Anschlussabschnitte nicht parallel zueinander angeordnet
sind, weiterhin zusammengeballt werden.
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Durch
Biegen der entsprechenden Stromanschlussschienen in einem rechten
Winkel an entsprechenden Biegeabschnitten können die Anschlussabschnitte
leichter durch die Schaltungsplatine eingeführt werden,
wobei die Anschlussabschnitte in die gleiche Richtung ausgerichtet
sind.
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Bei
dem Aufbau, bei dem die Distanzen von den entsprechenden gebogenen
Abschnitten zu den entsprechenden Lötabschnitten gleich
sind, werden an die Lötabschnitte der Anschlussabschnitte
angelegte Spannungen aufgrund einer Differenz der thermischen Ausdehnung
zwischen den Stromanschlussschienen und der Schaltungsplatine im Wesentlichen
einheitlich. Dies vermeidet eine Spannungsanhäufung an
bestimmten Lötabschnitten oder Bereichen, wodurch die Qualität
und Zuverlässigkeit der Lötabschnitte verbessert
wird.
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Bei
einer Anordnung, in der sich die Stromanschlussschienen entlang
einer geraden Linie erstrecken, in der die Absätze der
Anschlussabschnitte von irgendeiner der benachbarten Stromanschlussschienen
voneinander in der Längsrichtung der Stromanschlussschienen
versetzt sind, da die Absätze, auf denen Spannungen dazu
neigen, sich zu sammeln, wenn die Stromanschlussschienen von dem Rohling
eingepresst werden, sind in einer größeren Distanz
voneinander versetzt, wobei es weniger wahrscheinlich ist, dass
die Stromanschlussschienen sowie das Umformwerkzeug beschädigt
werden.
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Bei
dem Aufbau, in dem die Absätze der entsprechenden Anschlussabschnitte
miteinander in einer Richtung quer zu der Längsrichtung
der Stromanschlussschienen ausgerichtet sind können die Stromanschlussschienen
von der Abwicklung über ein herkömmlich bekanntes
Verfahren ausgeformt werden, d. h. schrittweises Prägedrucken.
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Mit
den Stromanschlussschienen, die sich entlang einer geraden Linie
erstrecken, indem die Stromanschlussschienen so angeordnet werden, dass
die distalen Enden von Benachbarten der Anschlussabschnitte versetzt
von den distalen Enden der anderen Anschlussabschnitte in der Längsrichtung
der Stromanschlussschienen sind, und durch Biegen jeder Stromanschlussschiene
an deren Abschnitt, der durch eine vorbestimmte Distanz von dem
distalen Ende von deren Anschlussabschnitt beabstandet ist, können
die Lötabschnitte der Gruppen von Stromanschlussschienen
in einer wie vorstehend beschriebenen gestaffelten bzw. mit Versatz
angeordneten Weise angeordnet werden. Daher wird es ermöglicht,
den Abstand zwischen den benachbarten Anschlussabschnitten zu reduzieren,
und daher den Lötraum. Dies wiederum ermöglicht,
die Größe des Lotbehälters zum Löten
von Stromanschlussschienen zu reduzieren.
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Bei
dem Aufbau, bei dem die Distanzen von den gebogenen Positionen der
entsprechenden Stromanschlussschienen zu den distalen Enden der
entsprechenden Anschlussabschnitte gleich sind, weil die distalen
Enden der Anschlussabschnitte von den entsprechenden Stromanschlussschienen
in einer einzelnen Ebene angeordnet sind, ist es möglich,
die Längen der Abschnitte der entsprechenden Anschlussabschnitte,
die von der Schaltungsplatine herausragen, und notwendig zum Löten
sind, zu minimieren und anzugleichen. Dies wiederum ermöglicht, den
Montageraum zu minimieren, und daher weiterhin die Größe
der elektronischen Steuereinheit zu reduzieren.
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Bei
dem Aufbau, in dem sich die Stromanschlussschienen entlang einer
geraden Linie erstrecken, sind die distalen Enden der Anschlussabschnitte
der entsprechenden Stromanschlussschienen transversal miteinander
ausgerichtet, und jegliche Benachbarte der Stromanschlussschienen
sind an Abschnitten davon gebogen, die von den distalen Enden der
entsprechenden Anschlussabschnitte durch unterschiedliche Distanzen
voneinander gebogen sind, und es wird ermöglicht, zunächst
die Anschlussabschnitte, deren distale Enden höher in den entsprechenden
Löchern in der Schaltungsplatine platziert sind, einzuführen,
und anschließend die anderen Anschlussabschnitte, deren
distale Enden niedriger platziert sind, in die entsprechenden Löcher in
der Schaltungsplatine einzuführen. Mit diesem Aufbau können
die distalen Enden der Anschlussabschnitte der entsprechenden Stromanschlussschienen
leicht in die entsprechenden Löcher in der Schaltungsplatine
eingeführt werden.
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Kurze Beschreibung der Zeichnungen
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Weitere
Merkmale und Aufgaben der vorliegenden Erfindung werden anhand der
folgenden Beschreibung mit Bezugnahme auf die anhängenden Zeichnungen
ersichtlich, in denen gilt:
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1 ist
eine Draufsicht einer elektronischen Steuereinheit, die die Erfindung
verkörpert, wobei deren Gehäuse entfernt wurde;
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2 ist
eine Seitenansicht der elektronischen Steuereinheit von 1;
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3 ist
eine Schnittansicht entlang der Linie A-A von 1;
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4 ist
eine Draufsicht der elektronischen Steuereinheit von 1,
wobei die Abdeckung des Gehäuses und die Schaltungsplatine
entfernt wurden;
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5 ist
eine Schnittansicht entlang der Linie B-B von 4;
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6 ist
eine Draufsicht von Stromanschlussschienen, wobei jede einen Anschlussabschnitt
aufweist;
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7 ist
eine perspektivische Ansicht der Stromanschlussschienen von 6,
nachdem diese gebogen wurden;
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8 ist
eine Draufsicht von Stromanschlussschienen mit unterschiedlichen
Anschlussabschnitten;
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9 ist
eine Draufsicht von Stromanschlussschienen mit weiteren unterschiedlichen Anschlussabschnitten;
und
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10 ist
eine vergrößerte Ansicht eines Abschnittes von 4,
in dem sich die Stromanschlussschienengruppe III befindet.
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Detaillierte Beschreibung der bevorzugten
Ausführungsbeispiele
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Nun
wird unter Bezugnahme auf die
1 bis
10 die
elektronische Steuereinheit, die die vorliegende Erfindung verkörpert,
beschrieben. Diese elektronische Steuereinheit bildet ein Bremshydraulikdrucksteuersystem
in Kooperation mit der in der vorstehenden
JP-Patentoffenlegung 2006-27528A offenbarten
Hydraulikeinheit. Wie in den
1 und
2 gezeigt,
weist die elektronische Steuereinheit ein Gehäuse
1,
das eine Seite einer Hausung einer (nicht gezeigten) Hydraulikeinheit
bedeckt, eine in dem Gehäuse
1 angebrachte und
gestützte Schaltungsplatine
2 und Stromanschlussschienen
3,
die in dem Gehäuse
1 durch Einfüge-Ausformen
bzw. Formpressen eingebettet sind.
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Das
Gehäuse 1 umfasst eine Abdeckung 1a (siehe 3),
die die Schaltungsplatine 2 abdeckt. Die 1 und 2 zeigen
den Zustand, in dem die Abdeckung 1a noch nicht angebracht
ist. Die 4 und 5 zeigen
den Zustand, in dem die Schaltungsplatine 2 noch nicht
angebracht ist.
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Das
Gehäuse 1 weist einen Anschlusseinführabschnitt 4 auf,
in den ein (nicht gezeigter) externer Anschluss eingeführt
wird, durch den die elektronische Steuereinheit elektrisch mit einer
Energiequelle, dem Motor der Hydraulikeinheit, etc. verbunden wird.
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Die
Schaltungsplatine 2 ist an dem Gehäuse 1 bereitgestellten
Stützen 5 durch Einführen der Stützen 5 in
in der Schaltungsplatine ausgebildeten Montagelöchern angebracht.
Die Stützen 5 sind eingerichtet, um ein Abtrennen
der Schaltungsplatine 2 zu verhindern, sobald die Schaltungsplatine
auf die Stützen angebracht ist.
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Funktionale
Elemente (inklusive nicht gezeigter elektronischer Bauteile), die
die Steuerschaltung bilden, sind auf der Schaltungsplatine 2 angebracht,
und notwendige (nicht gezeigte) elektrische Schaltungen sind darauf
ausgebildet.
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Die
Stromanschlussschienen 3 sind in einer Vielzahl von Gruppen
ausgebildet, inklusive den in den 1 und 4 gezeigten
Gruppen I bis III. Die Stromanschlussschienen in den Gruppen I bis
III umfassen Merkmale, die die vorliegende Erfindung kennzeichnen.
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Obwohl
die Anschlussschienengruppen I bis III unterschiedliche Anzahlen
von Stromanschlussschienen aufweisen, weisen diese im Wesentlichen den
gleichen Aufbau auf. Daher wird nun nur die Stromanschlussgruppe
I beschrieben. Wie in den 6 bis 8 gezeigt,
weist die Stromanschlussgruppe I eine Vielzahl (in den 6 bis 8 drei) Stromanschlussschienen 3 auf.
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Jede
Stromanschlussschiene 3 der Stromanschlussschienengruppe
I weist einen Basisabschnitt 3c und einen Anschlussabschnitt 3b auf.
Wie in den 6 bis 9 gezeigt,
sind die Basisabschnitte 3a der Stromanschlussschienen 3 parallel zueinander
mit Abständen P angeordnet, die einander gleichen (aber
nicht gleich sein müssen). Der Anschlussabschnitt 3b weist
ein distales Ende und ein proximales Ende auf, das mit dem Basisabschnitt 3a verbunden
ist bzw. daran angrenzt, und weist einen Abschnitt auf, der das
distale Ende umfasst und eine konstante Breite aufweist, die schmäler
ist, als die Breite des Basisabschnitts, und weist einen Absatz 3b' auf,
der das proximale Ende umfasst.
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Die
in den 6 bis 9 gezeigten Stromanschlussschienen 3 sind
aus einem Blech mit einem (nicht gezeigten) Stempel geprägt.
Die Stromanschlussschienen aus 6 sind so
ausgebildet, dass bei den entsprechenden Stromanschlussschienen,
die sich wie gezeigt entlang einer geraden Linie erstrecken, das
distale Ende der mittigen Stromanschlussschiene 3 in Längsrichtung
von den distalen Enden der Stromanschlussschienen 3 an
beiden Seiten um eine Distanz S versetzt sind, und die Anschlussabschnitte 3b der
entsprechenden Stromanschlussschienen 3 eine gleiche Länge L
aufweisen. Daher sind in diesem Zustand die Absätze 3b' der
benachbarten Stromanschlussschienen 3 ebenso in Längsrichtung
voneinander um die Distanz S versetzt. Solche Stromanschlussschienen
werden gleichzeitig durch Prägen ausgebildet. Andererseits werden
alternative Stromanschlussschienen 3, deren Absatz 3b' transversal
miteinander ausgerichtet ist, durch schrittweises Stempelprägen
ausgebildet, wobei das Blech in der Breiterichtung der Stromanschlussschienen
zugeführt wird, und anschließend die anderen Stromanschlussschienen
durch zweites schrittweises Stempelprägen ausgebildet werden.
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Der
Basisabschnitt 3a von jedem der so ausgebildeten Stromanschlussschienen 3 ist
an dessen Abschnitt 6, der sich nahe dem Anschlussabschnitt befindet,
bevorzugt in einem rechten Winkel gebogen. Der gebogene Abschnitt 6 der
mittigen Stromanschlussschiene 3 ist in Längsrichtung
von den gebogenen Abschnitten der Stromanschlussschienen 3 an
beiden Seiten um die Distanz S versetzt, d. h. die gleiche Distanz
wie die Distanz, um die das distale Ende des Anschlussabschnitts 3b davon
von den distalen Enden der Anschlussabschnitte der Stromanschlussschienen
an beiden Seiten versetzt ist. Daher sind die Distanzen L1 zwischen
den gebogenen Abschnitten 6 und den distalen Enden der
Anschlussabschnitte 3 der entsprechenden Stromanschlussschienen 3 gleich.
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Bei
den Stromanschlussschienen 3, die wie in 7 gebogen
sind, sind die Stromanschlussschienen 3 durch Einlegeformen
an dem Gehäuse 1 fixiert. Die Schaltungsplatine 2 wird
anschließend so an das Gehäuse 2 angebracht,
dass die Anschlussabschnitte 3b der entsprechenden Stromanschlussschienen 3 an
deren distalen Endabschnitten durch in der Schaltungsplatine 2 gebildete
Löcher eingeführt wird. In diesem Zustand werden
die Abschnitte 7 der Anschlussabschnitte 3a, die
sich in oder nahe der entsprechenden Löcher der Schaltungsplatine 2 befinden,
an die elektrische Schaltung auf der Schaltungsplatine 2 gelötet,
um die Stromanschlussschienen mit den elektrischen Schaltungen auf
der Schaltungsplatine 2 zu verbinden. Die Lötabschnitte 7 sind in 1 gezeigt.
Weil die Stromanschlussschienen 3 in den Stromanschlussschienengruppen
I bis III die gebogenen Abschnitte 6 der benachbarten Stromanschlussschienen,
die voneinander in Längsrichtung versetzt sind (siehe 6 und 7),
aufweisen, sind die Lötabschnitte 7 in einer versetzten
Weise aus der Draufsicht der Schaltungsplatine, wie in 1 gezeigt,
angeordnet. Bei diesem Aufbau ist es möglich, den Abstand
P zwischen den benachbarten Anschlussabschnitten zu reduzieren (siehe 4, 6 und 7),
und daher die Distanz zwischen den benachbarten Lötabschnitten 7 in
der Breiterichtung der Stromanschlussschienen im Vergleich zu herkömmlichen
Anordnungen.
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Weil
sich die Lötabschnitte 7 der entsprechenden Stromanschlussschienen 3 in
derselben Distanz L2 von den entsprechenden gebogenen Abschnitten 6 befinden,
werden, wenn die Stromanschlussschienen 3 und die Schaltungsplatine 2 thermisch
deformiert werden, an die entsprechenden Lötabschnitte 7 auf
Grund einer Differenz eines thermischen Ausdehnungskoeffizienten
zwischen den Stromanschlussschienen 3 und der Schaltungsplatine 2 angelegte
Spannungen im Wesentlichen gleich. Dies vermeidet die Spannungskonzentration
an einem bestimmten Lötabschnitt oder -abschnitten, wodurch
die Qualität und Zuverlässigkeit der Lötabschnitte
verbessert wird. In dem Ausführungsbeispiel von den 6 und 7 sind
die Distanzen L3 von den proximalen Enden der entsprechenden Anschlussabschnitte 3b zu
deren Lötabschnitten 7 zueinander gleich.
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Weil
die gebogenen Abschnitte 6 der benachbarten Stromanschlussschienen
in Längsrichtung voneinander versetzt sind, und sich jede
Stromanschlussschiene in einer wie in 6 gezeigten geraden
Linie erstreckt, sind die Absätze 3b' der entsprechenden
Stromanschlussschienen ebenso voneinander in Längsrichtung
versetzt. Daher gilt, dass wenn die Stromanschlussschienen aus einem
Blech geprägt werden, die Absätze 3b',
auf denen Spannungen dazu tendieren, zu konzentrieren, ausreichend
voneinander auseinander entfernt. Dies verhindert eine Beschädigung
an den Stromanschlussschienen, sowie an dem Prägestempel.
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Die
Anschlussabschnitte 3b der in 6 gezeigten
Stromanschlussschienen 3 weisen alle die gleiche Länge
auf. Wie aber in 8 gezeigt, kann der Anschlussabschnitt 3b jeder
anderen Stromanschlussschiene eine unterschiedliche Länge
von den Anschlussabschnitten der anderen Stromanschlussschienen
aufweisen. In der Anordnung von 6, wie zuvor
beschrieben, sind, weil die gebogenen Abschnitte 6 in Längsrichtung
voneinander um die Distanz S versetzt sind, die Absätze 3b' der Stromanschlussschienen 3 ebenso
in Längsrichtung voneinander um die Distanz S verschoben.
In der Anordnung von 8 sind die gebogenen Abschnitte 6 in
Längsrichtung voneinander um die Distanz S versetzt, und
der Anschlussabschnitt 3b der mittigen Stromanschlussschiene 3 weist
eine Länge auf, die um S kürzer ist als die Anschlussabschnitte
der zwei Stromanschlussschienen 3 an beiden Seiten, sodass die
Absätze 3b' transversal miteinander ausgerichtet sind.
Solche Stromanschlussschienen können durch separates Prägen
der Absätze 3b' und der Anschlussabschnitte 3b ausgebildet
werden. Alternativ können solche Stromanschlussschienen durch
Prägen von Stromanschlussschienen der gleichen Form in
einem ersten schrittweisen Stempelprägen, und anschließend
Kürzen der Anschlussabschnitte von benachbarten Stromanschlussschienen
in einem zweiten schrittweisen Stempelprägen ausgebildet werden.
Schrittweises Stempelprägen ist ein herkömmliches
Prägeverfahren, in dem ein Blech intermittierend bei einem
konstanten Abstand zugeführt wird. Durch Verwenden dieses
Verfahrens wird es ermöglicht, jederzeit eine Arbeitseffizienz
zu verbessern.
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Bei
dem Aufbau von 9 sind die distalen Enden der
Absätze 3b' der entsprechenden Stromanschlussschienen
transversal miteinander ausgerichtet, wobei nur deren gebogene Abschnitte
S voneinander um die Distanz S in der Längsrichtung der Stromanschlussschienen
versetzt sind. Bei diesem Aufbau, ungleich den Aufbauten von den 6, 7 und 8,
ist der Abschnitt der mittigen Stromanschlussschiene 3 von
deren gebogenen Abschnitt 6 zu dem distalen Ende des Anschlussabschnitts 3b um
die Länge S kürzer als die entsprechenden Abschnitte
der Stromanschlussschienen 3 an beiden Seiten. Da aber
der Anschlussabschnitt der mittigen Stromanschlussschiene von der
Schaltungsplatine 2 um eine Länge herausragt,
die um S länger ist als die vorstehenden Abschnitte der
anderen Anschlussabschnitte, sind die Distanzen zwischen den gebogenen
Abschnitten der entsprechenden Stromanschlussschienen zu der Schaltungsplatine
die gleichen. Ein Vorteil dieses Aufbaus ist, dass die Abschnitte
der Stromanschlussschiene inklusive deren distalen Enden in einem
einzelnen schrittweisen Prägeschritt fertig gestellt werden
können.
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Die
Distanz S wird so bestimmt, dass ein Kurzschließen nicht
zwischen den Lötabschnitten der benachbarten Stromanschlussschienen
auftritt.
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Die
Gruppe von Stromanschlussschienen 3 weist Basisabschnitte 3a auf,
die miteinander über eine in 10 gezeigte
Brücke 8 verbunden sind, sodass vor dem Biegen
die distalen Enden deren Anschlussabschnitte 3b voneinander
in Längsrichtung verschoben werden. In diesem Zustand werden
die Stromanschlussschienen 3 an deren Abschnitte gebogen,
die um eine vorbestimmte Distanz von den distalen Enden, deren entsprechenden
Anschlussabschnitten 3b beabstandet sind, und durch Formgießen
an dem Gehäuse 1 fixiert. Anschließend
wird die Brücke 8 abgeschnitten. 4 zeigt
diesen Zustand, d. h., den Zustand, nachdem die Brücke 8 abgeschnitten
wurde. Die gezeigte elektronische Steuereinheit wird auf diese Weise
ausgebildet. In dem Aufbau von 6, da wie
in 6 gezeigt, die Absätze 3b' in
Längsrichtung voneinander versetzt sind, bevor die Stromanschlussschienen
gebogen werden, sind die Absätze, an denen Spannungen dazu
tendieren, zu konzentrieren, wenn die Stromanschlussschienen geprägt
werden, ausreichend voneinander beabstandet. Daher wird es ermöglicht,
eine Beschädigung sowohl der Stromanschlussschienen als
auch der Prägestempel zu verringern. Bei den Anordnungen
der 8 und 9, in denen die Absätze 3b' der
entsprechenden Stromanschlussschienen transversal von den Stromanschlussschienen
ausgerichtet sind, können die Stromanschlussschienen durch schrittweises
Stempelprägen ausgebildet werden.
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Die
elektronische Steuereinheit gemäß der vorliegenden
Erfindung kann speziell vorteilhafterweise in einem Fahrzeugbremshydraulikdrucksteuersystem
verwendet werden. Aber dessen Gebrauch ist nicht auf ein solches
System beschränkt. Die vorliegende Erfindung ist bei jeder
Art einer elektronischen Steuereinheit, die an einer elektronisch
gesteuerten Vorrichtung bereitgestellt ist, und ein Gehäuse
umfasst, anwendbar.
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Eine
elektronische Steuereinheit umfasst eine Schaltungsplatine, ein
Gehäuse und eine Gruppe einer Vielzahl von zu dem Gehäuse
durch Einlegeformen fixierten Stromanschlussschienen. Die Stromanschlussschienen
umfassen jeweils einen Anschlussabschnitt mit einem Abschnitt konstanter Breite
und einen Basisabschnitt, der breiter ist, als der Abschnitt konstanter
Breite. Die Basisabschnitte der entsprechenden Stromanschlussschienen
sind zueinander parallel in der Breiterichtung davon angeordnet.
Jede Stromanschlussschiene ist an einem gebogenen Abschnitt ihres
Basisabschnitts gebogen. Der Anschlussabschnitt jeder Stromanschlussschiene
erstreckt sich durch die Schaltungsplatine, und ist auf einem Anschlussverbindungsabschnitt
einer elektrischen Schaltung auf der Schaltungsplatine an einem
Lötabschnitt gelötet und elektrisch verbunden. Die
gebogenen Abschnitte von abwechselnden Stromanschlussschienen sind
von den gebogenen Abschnitten der anderen Stromanschlussschienen
in der Längsrichtung der Stromanschlussschienen versetzt,
wodurch die Lötabschnitte der entsprechenden Anschlussabschnitte
in einer gestaffelten Weise angeordnet sind.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- - JP 2006-27528
A [0002, 0003, 0004, 0034]