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DE102008000042A1 - Verfahren und Vorrichtung zum Aufwickeln einer Materialbahn - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Aufwickeln einer Materialbahn Download PDF

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DE102008000042A1
DE102008000042A1 DE102008000042A DE102008000042A DE102008000042A1 DE 102008000042 A1 DE102008000042 A1 DE 102008000042A1 DE 102008000042 A DE102008000042 A DE 102008000042A DE 102008000042 A DE102008000042 A DE 102008000042A DE 102008000042 A1 DE102008000042 A1 DE 102008000042A1
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DE
Germany
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drive
winding
drum
contraption
carriage
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Withdrawn
Application number
DE102008000042A
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English (en)
Inventor
Werner Leitenberger
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Voith Patent GmbH
Original Assignee
Voith Patent GmbH
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Publication date
Application filed by Voith Patent GmbH filed Critical Voith Patent GmbH
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Priority to EP08804294A priority patent/EP2205512B1/de
Priority to CN200880117504A priority patent/CN101873984A/zh
Priority to PCT/EP2008/062339 priority patent/WO2009040278A2/de
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Abstract

Bei einem Verfahren zum Aufwickeln einer Materialbahn (12), insbesondere Papier-, Karton- oder Tissuebahn, auf einen Tambour (14) wird die Materialbahn (12) dem Tambour (14) über eine Tragtrommel (16) zugeführt und zwischen der Tragtrommel (16) und dem Tambour (14) bzw. dem darauf zu bildenden Wickel (18) ein Wickelspalt (20) gebildet und in diesem eine Linienkraft erzeugt. Dabei wird die Wirkrichtung der im Wickelspalt (20) erzeugten Linienkraft während des gesamten Wickelaufbaus zumindest im Wesentlichen konstant gehalten.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Aufwickeln einer Materialbahn, insbesondere Papier-, Karton- oder Tissuebahn, auf einen Tambour, bei dem die Materialbahn dem Tambour über eine Tragtrommel zugeführt und zwischen der Tragtrommel und dem Tambour bzw. dem darauf zu bildenden Wickel ein Wickelspalt und in diesem eine Linienkraft erzeugt wird.
  • Ferner betrifft die Erfindung eine zur Durchführung dieses Verfahrens geeignete Wickelvorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 6 sowie ein System zum Antreiben des Tambours in einer solchen Wickelvorrichtung.
  • Die bisher bekannten Verfahren und Wickelvorrichtungen oder Roller der eingangs genannten Art weisen eine Reihe von Merkmalen auf, die sich bei druckempfindlichen Papieren, wie insbesondere Tissue, nachteilig auf den Wickelaufbau auswirken:
    • – Durch Lageveränderungen des Tambours während des Wickelverlaufs entstehen Linienkraftabweichungen quer zur Maschine (Maschinenquerrichtung; CD), das heißt quer zur Bahnlaufrichtung, und über den Wickeldurchmesser. Die Hauptursachen dafür sind eine unterschiedliche Tambourdurchbiegung, Reibeinflüsse, eine variierende Linienkraftrichtung bei konstanter Anpressrichtung und variierende Eigengewichtseinflüsse.
    • – Die Übergabe von einem Anpresssystem bzw. der Primäranpressung zu einem zweiten Anpresssystem bzw. der Sekundäranpressung verursacht Linienkraftspitzen.
    • – Die Übergabe von einem ersten Zentrumsantrieb bzw. Primär-Zentrumsantrieb zu einem zweiten Zentrumsantrieb bzw. Sekundär-Zentrumsantrieb kann sich negativ auf den Drehmomentverlauf und damit auf den Wickelaufbau auswirken.
  • So wird bei den bisher bekannten Rollerkonzepten in der Primärwicklung die im Wickelspalt erzeugte Linienkraft durch das Tambourgewicht beeinflusst, was zu einem Verdrücken der Primärlagen, einem entsprechenden Volumenverlust und einem entsprechend höheren Ausschuss führt. Zudem ergeben sich durch die Tambourdurchbiegung Linienkraftabweichungen in Querrichtung. Wird das Tambourgewicht beispielsweise durch einen Kraftangriff am Rand in der Primärwicklung kompensiert, so entsteht durch die Tambour-Biegelinie eine höhere Linienkraft in der Maschinenmitte. In der Sekundärwicklung tritt ein umgekehrter Effekt auf. Bei der Kraftübergabe von der Primär- in die Sekundärwicklung tritt ein Linienkraftpeak auf, durch den die Primärlagen verdrückt werden können, was wieder zu einem entsprechenden Volumenverlust und einem höheren Ausschuss führt. Zudem können im Bereich von Anpresszylindern und Drehpunkten sowie durch den Abrollwiderstand auf der Laufschiene Reibeinflüsse auftreten, die Linienkraftfehler mit sich bringen. Damit ergeben sich undefinierte Linienkräfte, und es besteht die Gefahr eines Verdrückens sowie des Volumenverlustes. Zudem wird häufig der Tambour durch die Tragtrommel angetrieben. Ein solcher Umfangsantrieb erfordert eine Mindestlinienkraft, so dass es auch hier wieder zu entsprechenden Volumenverlusten kommen kann.
  • Bei einer aus der EP 1 460 010 A2 bekannten Wickelvorrichtung der eingangs genannten Art sind zum Antrieb des Tambours Elektromotoren vorgesehen, die ohne Getriebe direkt mit dem Tambour bzw. einem diesem zugeordneten Drehantriebsanschluss koppelbar sind. Dabei ist der Tambour in einer Primärwickelphase mit einem ersten und in einer Sekundärwickelphase mit einem zweiten Motor koppelbar. Weiter ist eine Kraftübergabe von der Primäranpressung zu der Sekundäranpressung erforderlich, was einen Linienkraftpeak im Wickelspalt mit sich bringen kann, was wieder zu einem Verdrücken der Primärlagen, einem entsprechenden Volumenverlust und einem entsprechend höheren Ausschuss führen kann.
  • Bei einer aus der WO 03/053827 A1 bekannten Wickelvorrichtung wird dem beim Übergang von der Primärwickelphase in die Sekundärwickelphase auftretenden Linienkraftpeak unter anderem dadurch entgegengewirkt, dass die Tragtrommel axial innerhalb und unabhängig von den Primärarmen gelagert ist und anhand der gemessenen Linienkräfte eine entsprechende Fehlerdiagnose durchgeführt wird.
  • Es ist auch bereits eine Wickelvorrichtung mit zwei Zentrumsantrieben bekannt geworden, bei der ein jeweiliger Tambour während des gesamten Wickelaufbaus nur über eine der beiden Anpresseinheiten an die Tragtrommel anpressbar ist und über die jeweils andere Anpresseinheit erst wieder der nächste Tambour an die Anpresstrommel angepresst wird. Dabei wird ein jeweiliger Tambour über dessen Lager jedoch auf horizontalen Laufschienen geführt, die über der Oberkante der Tragtrommel angeordnet sind. Von Nachteil ist hierbei, dass sich die Wirkrichtung der Linienkraft mit dem Wickeldurchmesser ändert, was insbesondere in der Anwickelphase sehr ungünstig ist. Zudem verursachen der Abrollwiderstand der Tambourlager auf den Laufschienen und die Reibung in den zur Anpressung des Tambours an die Tragtrommel vorgesehenen Hydraulikzylindern relativ große und undefinierte Linienkräfte mit einer Verstärkung um einen Faktor von etwa drei. Ein jeweiliger neuer oder Leertambour kann nur eingelegt werden, wenn der Volltambour bereits einen entsprechend großen Durchmesser besitzt. Bei einem früheren Wechsel muss der gewickelte Tambour von der Tragtrommel weggeführt werden, was bedeutet, dass ein Freiwickeln erforderlich ist oder die Bahn neu aufgeführt werden muss. Der eigentliche Grund für einen Zentrumsantrieb besteht darin, die Bahn mit möglichst geringer Linienkraft zu wickeln, um das Volumen zu erhalten. Durch die ungünstige Wirkrichtung der Linienkraft wird im vorliegenden Fall der Vorteil des Zentrumsantriebs größtenteils wieder zunichte gemacht. Abgesehen von den äußerst ungünstigen Anpressverhältnissen in der Anwickelphase weicht die Linienkraftrichtung also stark von der Belastungsrichtung ab. Die als Linienkraft wirkende Komponente ist somit nur schwer zu kontrollieren.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein verbessertes Verfahren sowie eine verbesserte Vorrichtung der eingangs genannten Art zu schaffen, bei denen die zuvor erwähnten Nachteile beseitigt sind. Zudem soll ein optimiertes System zum Antreiben des Tambours in der Wickelvorrichtung angegeben werden.
  • Bezüglich des Verfahrens wird diese Aufgabe erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Wirkrichtung der im Wickelspalt erzeugten Linienkraft während des gesamten Wickelaufbaus zumindest im Wesentlichen konstant gehalten wird. Bevorzugt werden der Tambour und damit der darauf zu bildende Wickel während des gesamten Wickelaufbaus über ein und dieselbe Anpresseinheit an die Tragtrommel angepresst. Dabei ist insbesondere auch von Vorteil, wenn der Tambour während des gesamten Wickelaufbaus über ein und dasselbe Zentrumsantriebssystem angetrieben wird.
  • Ein solches Wickelverfahren, bei dem mit konstanter Linienkraftrichtung und nur einem Anpresssystem sowie nur einem Zentrumsantrieb je Wickelrolle gewickelt wird, ist insbesondere zum Aufwickeln von Tissue-Papier geeignet. Dabei ist vor allem sichergestellt, dass die Lage des Tambours, das heißt insbesondere die vertikale Lage relativ zur Tragtrommel, über den gesamten Wickelvorgang konstant bleibt und keine Umkehr der Tambour-Biegelinie auftritt und Eigengewichtseinflüsse auf die Linienkraft ausgeschlossen sind. Entsprechend wird die Linienkraft quer zur Maschine (Maschinenquerrichtung; CD) und über den Wickeldurchmesser konstant gehalten. Da der gesamte Wickelaufbau mit nur einem Anpresssystem erfolgt, ergibt sich keine Kraftübergabe. Da der gesamte Wickelaufbau mit nur einem Zentrumsantriebssystem bzw. Zentrumsantrieb erfolgt, entfällt auch die bisher übliche Momentenübergabe.
  • Bevorzugt wird der Tambour so geführt, dass die beiden zueinander parallelen Achsen des Tambours und der Tragtrommel während des gesamten Wickelauf baus in ein und derselben Ebene, vorteilhafterweise in einer Horizontalebene verbleiben.
  • Bezüglich der Wickelvorrichtung wird die Aufgabe erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass der Tambour und damit der darauf zu bildende Wickel so an die Tragtrommel anpressbar und der Tambour so geführt ist, dass die Wirkrichtung der im Wickelspalt erzeugten Linienkraft während des gesamten Wickelaufbaus zumindest im Wesentlichen konstant gehalten ist. Dabei sind der Tambour und damit der darauf zu bildende Wickel während des gesamten Wickelaufbaus bevorzugt über ein und dieselbe Anpresseinheit an die Tragtrommel anpressbar. Von Vorteil ist insbesondere auch, wenn der Tambour während des gesamten Wickelaufbaus über ein und dasselbe Zentrumsantriebssystem antreibbar ist.
  • Der Tambour ist vorteilhafterweise so geführt, dass die beiden zueinander parallelen Achsen des Tambours und der Tragtrommel während des gesamten Wickelaufbaus in ein und derselben Ebene, vorzugsweise in einer Horizontalebene verbleiben.
  • Aufgrund dieser Ausbildung ist insbesondere sichergestellt, dass die Materialbahn mit geringst möglicher und über den gesamten Wickelvorgang gleichmäßiger Anpresskraft sowie mit möglichst geringem Bahnzug gewickelt werden kann. Diese Wickelvorrichtung ist somit insbesondere für druckempfindliche Papiere wie insbesondere Tissue geeignet. Dabei ist insbesondere auch gewährleistet, dass das durch aufwendige Verfahren wie z. B. Kreppen, TAD (Through Air Drying) oder die ATMOS-Trockentechnik erzeugte Tissue-Volumen weitestgehend erhalten bleibt. Der gesamte Wickelaufbau erfolgt mit nur einem Anpresssystem. Es ist keine Kraftübergabe während des Wickelvorgangs erforderlich. Die Lage des Tambours relativ zur Tragtrommel bleibt über den gesamten Wickelvorgang konstant. Es tritt keine Umkehr der Tambour-Biegelinie und damit auch keine Veränderung der Linienkraftverteilung in Querrichtung auf. Zudem ist der gesamte Wickelaufbau zentrumsgetrieben, so dass das Linienkraftniveau nicht mehr vom Umfangsantrieb bestimmt ist. Der Tambour kann in Supporten auf Linearführun gen geführt sein, wodurch der Reibwiderstand auf ein Minimum reduziert und eine äußerst feinfühlige Linienkraftregelung ermöglicht wird.
  • Gemäß einer zweckmäßigen praktischen Ausführungsform umfasst die Wickelvorrichtung zwei verfahrbare Anpresseinheiten, über die der Tambour und damit der darauf zu bildende Wickel jeweils an die Tragtrommel anpressbar ist und denen jeweils ein Zentrumsantrieb zugeordnet ist, der einen mit einem Rotor versehenen Elektromotor umfasst, koaxial zum Tambour in Zuordnung zu einem axialen Endbereich des Tambours positionierbar ist und durch Verfahren des Zentrumsantriebs in Achsrichtung des Tambours und/oder durch eine Relativbewegung zwischen einem Drehantriebsanschluss des Zentrumsantriebs und dessen Rotor ohne Getriebe direkt mit dem Tambour oder einem diesem zugeordneten Drehantriebsanschluss koppelbar ist, wobei ein jeweiliger Tambour während des gesamten Wickelaufbaus nur über eine der beiden Anpresseinheiten an die Tragtrommel anpressbar ist und über die jeweils andere Anpresseinheit erst wieder der nächste Tambour an die Tragtrommel angepresst wird, ein jeweiliger Tambour während des gesamten Wickelaufbaus entlang einer durch die Tragtrommelachse und senkrecht zu dieser verlaufenden linearen Wegstrecke geführt ist und die betreffende Anpresseinheit während des gesamten Wickelaufbaus dazu parallel verfahrbar ist, wobei der Tambour während des gesamten Wickelaufbaus durch den der betreffenden Anpresseinheit zugeordneten Zentrumsantrieb antreibbar ist.
  • Der Tambour kann insbesondere horizontal geführt sein, wobei in diesem Fall auch die beiden Anpresseinheiten jeweils horizontal verfahrbar sind.
  • Bevorzugt umfassen die beiden Anpresseinheiten jeweils zwei Anpressschlitten, von denen einer auf der Führerseite und der andere auf der Triebseite angeordnet sind. Dabei ist der betreffende Zentrumsantrieb einem der beiden Anpressschlitten zugeordnet. Dabei können die Anpressschlitten auf vorzugsweise horizontalen Führungsschienen geführt sein. Zweckmäßigerweise sind sie mittels Linearrollenführungen auf den Führungsschienen geführt.
  • Gemäß einer zweckmäßigen praktischen Ausführungsform sind eine führerseitige und eine triebseitige Stuhlung vorgesehen, wobei einer der beiden Anpressschlitten einer jeweiligen Anpresseinheit auf der Innenseite einer der beiden Stuhlungen und der andere der beiden Anpressschlitten auf der Außenseite der anderen Stuhlung jeweils auf Führungsschienen geführt ist und der betreffende Zentrumsantrieb dem äußeren Anpressschlitten zugeordnet ist.
  • Von Vorteil ist insbesondere auch, wenn in einem jeweiligen Anpressschlitten ein senkrecht zur Verfahrrichtung des Anpressschlittens sowie senkrecht zur Tambourachse verfahrbarer Führungsschlitten zur zentrierenden Aufnahme des betreffenden Tambourlagers vorgesehen ist, wobei der Führungsschlitten insbesondere vertikal verfahrbar sein kann.
  • Dabei ist der Führungsschlitten bevorzugt über eine Linearrollenführung am Anpressschlitten gelagert.
  • Der Führungsschlitten kann über wenigstens ein Betätigungselement wie insbesondere wenigstens eine hydraulische Zylinder/Kolben-Anordnung verfahrbar sein.
  • Dem Anpressschlittenpaar einer jeweiligen Anpresseinheit kann ein Schlittenantrieb zugeordnet sein, der über Antriebselemente auf die Anpressschlitten wirkt, wobei vorzugsweise der auf der Führerseite oder Triebseite angeordnete Schlittenantrieb über ein erstes auf der selben Seite wie der Schlittenantrieb angeordnetes Antriebselement auf den auf dieser Seite vorgesehenen Anpressschlitten und über eine Querquelle sowie ein auf der anderen Seite angeordnetes Antriebselement auf den auf der anderen Seite vorgesehenen Antriebsschlitten wirkt.
  • Zweckmäßigerweise ist hierbei der Schlittenantrieb eines der beiden Anpressschlittenpaare oder Anpresseinheiten auf der Führerseite und der Schlittenantrieb des anderen Anpressschlittenpaares oder Anpresseinheit auf der Triebseite angeordnet.
  • Die Antriebselemente können beispielsweise Antriebsketten umfassen. Dabei ist bevorzugt jeder Antriebskette ein eigener Kettenspanner zugeordnet.
  • Die Antriebselemente können jedoch beispielsweise auch Zahnriemen oder dergleichen umfassen.
  • Es ist beispielsweise auch eine solche Ausführungsform denkbar, bei der die Anpressschlitten über wenigstens ein Spindelgetriebe mit Querwelle antreibbar sind.
  • Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsvariante der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist den Anpressschlitten jeweils ein Einzelantrieb zugeordnet, wobei die Anpressschlitten beispielsweise jeweils über eine Zahnstange oder dergleichen antreibbar sind.
  • Bevorzugt umfasst die Wickelvorrichtung eine insbesondere elektronische Steuerungs- und/oder Regeleinrichtung.
  • Vorteilhafterweise ist zur Steuerung und/oder Regelung der Antriebsschlittenbewegungen und/oder zur Positionierung der Antriebsschlitten in jedem Schlittenantrieb ein mit der Steuerungs- und/oder Regeleinrichtung verbundener Winkelcodierer zugeordnet. Über einen solchen Winkelcodierer können insbesondere die jeweilige Winkelposition und die jeweilige Drehzahl des Rotors des betreffenden Antriebs erfasst werden.
  • Von Vorteil ist auch, wenn ein jeweiliger Zentrumsantrieb auf dem betreffenden Anpressschlitten bzw. dem diesem zugeordneten Führungsschlitten insbesondere über eine Linearrollenführung in Querrichtung verschiebbar geführt ist.
  • Die Tragtrommel ist bevorzugt auf mit der Steuer- und/oder Regeleinrichtung verbundenen Messzellen gelagert, über die die Kraft messbar ist, mit der der Tambour bzw. der darauf zu bildende Wickel an die Tragtrommel angepresst wird. Die erhaltenen Messwerte können dann insbesondere zur Steuerung und/oder Regelung der im Wickelspalt auftretenden Linienkräfte herangezogen werden.
  • Zweckmäßigerweise ist zur Übergabe eines jeweiligen neuen Tambours aus einem über der Wickelvorrichtung angeordneten Tambourmagazin an die entsprechend positionierten Führungsschlitten eines jeweiligen Anpressschlittenpaares bzw. Anpresseinheit ein verfahrbare Liftarme umfassender Tambourlift vorgesehen.
  • Dem Tambourlift kann ein Tambourstarter zugeordnet sein, um einen jeweiligen neuen Tambour bereits vor der Übergabe an die jeweilige Anpresseinheit bzw. deren Führungsschlitten zu beschleunigen.
  • Von Vorteil ist auch, wenn die führerseitige und die triebseitige Stuhlung in einem Auslaufbereich mit bezüglich der Horizontalen geneigten Laufschienen versehen sind, auf die der fertige und insbesondere abgebremste Wickel aufsetzbar ist, um diesen einer Stoppeinrichtung zuzuführen.
  • Bevorzugt erfolgt die Steuerung und/oder Regelung des Wickelaufbaus zumindest teilweise über die Kraft, mit der der Tambour bzw. der darauf zu bildende Wickel an die Tragtrommel angepresst wird.
  • Bevorzugt kann die Steuerung und/oder Regelung des Wickelaufbaus zumindest teilweise auch über den vom Tambour bzw. von dem darauf zu bildenden Wickel zurückgelegten Weg erfolgen.
  • Gemäß einer bevorzugten praktischen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung erfolgt die Steuerung und/oder Regelung des Wickelaufbaus über den vom Tambour bzw. von dem darauf zu bildenden Wickel zurückgelegten Weg erst ab einem vorgebbaren Wickeldurchmesser. Davor kann die Steuerung bzw. Regelung z. B. über die Anpresskraft erfolgen.
  • In bestimmen Fällen kann es von Vorteil sein, wenn die Führungsschlitten nur zur Führung des Tambours vorgesehen und der Tambour während des Wickelaufbaus durch Laufschienen getragen ist.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren und die erfindungsgemäße Wickelvorrichtung sind mit besonderem Vorteil insbesondere zum Aufwickeln von Tissuebahnen verwendbar.
  • Gemäß einem weiteren Aspekt betrifft die Erfindung ein System zum Antreiben eines Tambours in einer Wickelvorrichtung, bei der eine Materialbahn, insbesondere Papier-, Karton- oder Tissuebahn, auf den Tambour aufgewickelt wird, die Materialbahn dem Tambour über eine Tragtrommel zuführbar ist und zwischen der Tragtrommel und dem Tambour bzw. dem darauf zu bildenden Wickel ein Wickelspalt gebildet wird.
  • Zentrumsantriebe im Sekundärbereich der Papiermaschinen-Aufrollung werden bisher einseitig, im Normalfall auf der Triebseite realisiert. Die Antriebseinheit wird bisher meistens auf einem separaten Untersatz auf Linearführungen geführt. Um ein Fluchten des Antriebsstrangs mit der Antriebskupplung des Tambours zu gewährleisten, ist die Antriebseinheit bei den bisher bekannten Antriebssystemen in der Regel mit dem Sekundärarm bzw. Sekundärschlitten durch einen Mitnehmer mechanisch gekoppelt.
  • Diese bekannten Antriebskonzepte weisen eine Reihe von Nachteilen auf. So muss die Masse der Antriebseinheit, die je nach Maschinenbreite und Antriebsleistung zwischen etwa 1.200–6.700 kg liegen kann, bei einer Bewegung des Sekundärarms oder -schlittens mitbewegt werden. Dies bringt insbesondere beim Beschleunigen oder Abbremsen erhebliche Kräfte mit sich, die auf die antriebsseitigen Sekundärarm bzw. -schlitten wirken und damit die Linienkraft zwischen Tambour und Tragtrommel in der Sekundärwicklung einseitig beeinflussen. Bei sehr empfindlichen Produkten wie beispielsweise Soft-Tissuepapieren werden Linienkräfte < 1 kN/m gefordert, um das Volumen nicht zu zerstören. Diese Anforderungen können aber mit den herkömmlichen Papiermaschinen-Rollerkonzepten, bei denen die Linienkraft in der Sekundärwicklung durch den Sekundärarm bzw. -schlitten erzeugt wird, mit der erwähnten bekannten Ausführung nicht realisiert werden. Es ist hier eine separate Führung der Antriebseinheit eventuell mit einem eigenen Untersatz erforderlich. Zudem ergibt sich ein relativ großer Platzbedarf.
  • Der Erfindung liegt daher auch die Aufgabe zugrunde, ein verbessertes Antriebssystem der genannten Art zu schaffen, bei dem die zuvor erwähnten Nachteile beseitigt sind. Dabei soll dieses Antriebssystem insbesondere auch für einen Einsatz bei der erfindungsgemäßen Wickelvorrichtung geeignet sein. Zudem soll die Masse der jeweiligen Antriebe möglichst gering sein. Der Platzbedarf für die Antriebe soll auf ein Minimum reduziert werden.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch die Merkmale des Anspruchs 39.
  • Es wird somit ein System zum Antreiben eines Tambours in einer Wickelvorrichtung vorgeschlagen, bei der eine Materialbahn, insbesondere Papier-, Karton- oder Tissuebahn, auf den Tambour aufgewickelt wird, die Materialbahn dem Tambour über eine Tragtrommel zuführbar ist und zwischen der Tragtrommel und dem Tambour bzw. dem darauf zu bildenden Wickel ein Wickelspalt gebildet wird, wobei dieses Antriebssystem wenigstens einen Zentrumsantrieb umfasst, der einen mit einem Rotor versehenen Elektromotor aufweist, koaxial zum Tambour in Zuordnung zu einem axialen Endbereich des Tambours positionierbar ist und durch Verfahren des Zentrumsantriebs in Achsrichtung des Tambours und/oder durch eine Relativbewegung zwischen einem Drehantriebsanschluss des Zentrumsantriebs und dessen Rotor ohne Getriebe direkt mit dem Tambour oder einem diesem zugeordneten Drehantriebsanschluss koppelbar ist. Ein solches Antriebssystem ist insbesondere auch für einen Einsatz in der erfindungsgemäßen Wickelvorrichtung geeignet.
  • Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Antriebssystems ist der Zentrumsantrieb mit einem Anpressschlitten kombiniert, über den der Tambour bzw. der darauf zu bildende Wickel an die Tragrolle anpressbar ist, wobei der Zentrumsantrieb und der Anpressschlitten gemeinsam geführt sind.
  • Der Zentrumsantrieb kann insbesondere mit einem einem Sekundärwickelbereich zugeordneten Sekundärschlitten kombiniert sein. Grundsätzlich ist auch ein Zentrumsantrieb denkbar, der mit einem einem Primärwickelbereich zugeordneten Sekundärschlitten kombiniert ist.
  • Der dem Tambour zugeordnete Drehantriebsanschluss kann beispielsweise eine Antriebskupplung oder -glocke umfassen.
  • Der Drehantriebsanschluss des Zentrumsantriebs umfasst beispielsweise einen Antriebsstern.
  • Der Rotor des Zentrumsantriebs kann beispielsweise eine Motorhohlwelle umfassen. Dabei kann der Zentrumsantrieb beispielsweise durch eine Relativbewegung zwischen dem Antriebsstern und der Motorhohlwelle mit dem Tambour bzw. dem diesem zugeordneten Drehantriebsanschluss koppelbar sein. Wie bereits erwähnt, ist es grundsätzlich jedoch auch möglich, den Antriebsstern durch entsprechendes Verfahren des gesamten Zentrumsantriebs in den dem Tambour zugeordneten Drehantriebsanschluss einzurücken bzw. wieder aus diesem auszurücken.
  • In bestimmten Fällen kann es von Vorteil sein, wenn sowohl auf der Führerseite als auch auf der Triebseite jeweils ein Zentrumsantrieb vorgesehen ist.
  • Dabei ist also beispielsweise auch eine symmetrische Krafteinleitung über die beidseitige Anordnung der Antriebe möglich. Es sind jedoch auch solche Ausführungen denkbar, bei denen die beiden auf unterschiedlichen Seiten angeordneten Zentrumsantriebe eine unterschiedliche Motorcharakteristik besitzen. Im letzten Fall ist beispielsweise eine solche Ausführung denkbar, bei der einer der beiden Zentrumsantriebe ein relativ kleineres Drehmoment bei relativ höheren Drehzahlen für einen vorgebbaren unteren Wickeldurchmesserbereich und der andere Zentrumsantrieb ein relativ größeres Drehmoment bei relativ kleineren Drehzahlen für einen vorgebbaren oberen Wickeldurchmesserbereich erzeugt.
  • Gemäß einer zweckmäßigen praktischen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Antriebssystems ist wenigstens ein Zentrumsantrieb einem Sekundärwickelbereich zugeordnet.
  • Alternativ oder zusätzlich kann auch wenigstens ein Zentrumsantrieb einem Primärwickelbereich zugeordnet sein.
  • Gemäß einer zweckmäßigen praktischen Ausführungsform ist sowohl einem Primärwickelbereich als auch einem Sekundärwickelbereich jeweils wenigstens ein Zentrumsantrieb zugeordnet.
  • Das erfindungsgemäße Antriebssystem ist mit besonderem Vorteil in einer Wickelvorrichtung zum Aufwickeln einer Tissuebahn verwendbar. Sie kann insbesondere auch für einen Einsatz in der erfindungsgemäßen Wickelvorrichtung vorgesehen sein.
  • Die Erfindung wird im Folgenden anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert.
  • Es zeigen:
  • 1 eine schematische Seitenansicht einer beispielhaften Ausführungsform der erfindungsgemäßen Wickelvorrichtung;
  • 2 eine schematische Draufsicht der Wickelvorrichtung gemäß 1;
  • 3 eine schematische Vorderansicht der Wickelvorrichtung gemäß 1; und
  • 4 eine schematische Teildarstellung einer beispielhaften Ausführungsform des erfindungsgemäßen Antriebssystems.
  • 1 zeigt in schematischer Seitenansicht eine beispielhafte Ausführungsform einer Vorrichtung 10 zum Aufwickeln einer Materialbahn 12 auf einen Tambour 14, bei der die Materialbahn 12 dem Tambour 14 über eine Tragtrommel 16 zuführbar ist und zwischen der Tragtrommel 16 und dem Tambour 14 bzw. dem darauf zu bildenden Wickel 18 ein Wickelspalt 20 gebildet wird.
  • Dabei ist der Tambour 14 und damit der darauf zu bildende Wickel 18 so an die Tragtrommel 16 anpressbar und der Tambour 14 so geführt, dass die Wirkrichtung der im Wickelspalt 20 erzeugten Linienkraft während des gesamten Wickelaufbaus zumindest im Wesentlichen konstant gehalten ist. Der Tambour 14 und damit der darauf zu bildende Wickel werden während des gesamten Wickelaufbaus zweckmäßigerweise über ein und dieselbe Anpresseinheit an die Tragtrommel 16 angepresst. Bevorzugt wird der Tambour 14 während des gesamten Wickelaufbaus über ein und dasselbe Zentrumsantriebssystem angetrieben. Dabei ist der Tambour 14 insbesondere so geführt, dass die beiden zueinander parallelen Achsen des Tambours 14 und der Tragtrommel 16 während des gesamten Wickelaufbaus in ein und derselben Ebene, vorzugsweise in einer Horizontalebene verbleiben.
  • Hierzu kann die Wickelvorrichtung 10 zwei verfahrbare Anpresseinheiten 22, 22'; 24, 24' umfassen, über die der Tambour 14 und damit der darauf zu bildende Wickel 18 jeweils an die Tragtrommel 16 anpressbar ist.
  • Den beiden Anpresseinheiten 22, 22'; 24, 24' kann jeweils ein Zentrumsantrieb 26; 28 (vgl. auch die 2 und 3) zugeordnet sein, der einen mit einem Rotor versehenen Elektromotor umfasst.
  • Wie insbesondere auch den 2 und 3 entnommen werden kann, in der die Wickelvorrichtung 10 in einer schematischen Draufsicht bzw. einer schematischen Vorderansicht gezeigt ist, können die Zentrumsantriebe 26; 28 jeweils koaxial zum Tambour 14 in Zuordnung zu einem axialen Endbereich des Tambours 14 positio nierbar und durch Verfahren des Zentrumsantriebs 26; 28 in Achsrichtung des Tambours 14 und/oder durch eine Relativbewegung zwischen einem Drehantriebsanschluss 30 des Zentrumsantriebs 26; 28 und dessen Rotor ohne Getriebe direkt mit dem Tambour 14 oder einem diesem zugeordneten Drehantriebsanschluss 32 koppelbar sein.
  • Dabei wird ein jeweiliger Tambour 14 während des gesamten Wickelaufbaus nur über eine der beiden Anpresseinheiten 22, 22'; 24, 24' an die Tragtrommel 16 angepresst. Über die jeweils andere Anpresseinheit wird dann erst wieder der nächste Tambour 14 an die Tragtrommel 16 angepresst.
  • Ein jeweiliger Tambour 14 ist während des gesamten Wickelaufbaus entlang einer durch die Tragtrommelachse und senkrecht zu dieser verlaufenden linearen Wegstrecke geführt, während die betreffende Anpresseinheit 22, 22' bzw. 24, 24' während des gesamten Wickelaufbaus dazu parallel verfahrbar ist. Der Tambour 14 ist während des gesamten Wickelaufbaus durch den der betreffenden Anpresseinheit 22, 22' bzw. 24, 24' zugeordneten Zentrumsantrieb 26 bzw. 28 antreibbar.
  • Beim vorliegenden Ausführungsbeispiel ist der Tambour 14 horizontal geführt, und die beiden Anpresseinheiten 22, 22'; 24, 24' sind jeweils horizontal verfahrbar.
  • Die beiden Anpresseinheiten können jeweils zwei Anpressschlitten 22, 22' bzw. 24, 24' umfassen, von denen einer auf der Führerseite und der andere auf der Triebseite angeordnet sind. Dabei ist der betreffende Zentrumsantrieb 26 bzw. 28 einem der beiden Anpressschlitten 22, 22'; 24, 24' zugeordnet.
  • Die Anpressschlitten 22, 22'; 24, 24' können auf vorzugsweise horizontalen Führungsschienen 34 geführt sein. Dabei sind diese Anpressschlitten beispielsweise mittels Linearrollenführungen 36 auf den Führungsschienen 34 geführt.
  • Die Wickelvorrichtung 10 umfasst eine führerseitige und eine triebseitige Stuhlung 38. Dabei ist einer der beiden Anpressschlitten 22'; 24' einer jeweiligen Anpresseinheit auf der Innenseite einer der beiden Stuhlungen 38 und der andere Anpressschlitten 22; 24 auf der Außenseite der anderen Stuhlung 38 jeweils auf Führungsschienen 34 geführt. Der betreffende Zentrumsantrieb 26 bzw. 28 ist jeweils den äußeren Anpressschlitten 22, 24 zugeordnet.
  • In einem jeweiligen Anpressschlitten 22, 22'; 24, 24' kann ein senkrecht zur Verfahrrichtung des Anpressschlittens sowie senkrecht zur Tambourachse verfahrbarer Führungsschlitten 40, 40'; 42, 42' zur zentrierenden Aufnahme des betreffenden Tambourlagers 44 vorgesehen sein. Beim vorliegenden Ausführungsbeispiel ist der Führungsschlitten vertikal verfahrbar. Dabei kann der Führungsschlitten insbesondere über eine Linearrollenführung 46 am Anpressschlitten gelagert sein.
  • Der Führungsschlitten 40, 40'; 42, 42' kann insbesondere über wenigstens ein Betätigungselement wie insbesondere wenigstens einen Hydraulikzylinder oder hydraulische Zylinder/Kolben-Anordnung 48, 48'; 50, 50' verfahrbar sein.
  • Dem Anpressschlittenpaar 22, 22'; 24, 24' einer jeweiligen Anpresseinheit kann ein Schlittenantrieb 52; 54 zugeordnet sein, der über Antriebselemente 56, 56'; 58, 58' auf die Anpressschlitten 22, 22', 24, 24' wirkt.
  • Der auf der Führerseite oder Triebseite angeordnete Schlittenantrieb 52; 54 eines jeweiligen Anpressschlittenpaares kann über ein erstes auf der selben Seite wie der Schlittenantrieb 52; 54 angeordnetes Antriebselement 56; 58 auf den auf dieser Seite vorgesehenen Anpressschlitten 22; 24 und über eine Querwelle 60; 62 und ein auf der anderen Seite angeordnetes Antriebselement 56'; 58' auf den auf der anderen Seite vorgesehenen Anpressschlitten 22'; 24' wirken.
  • Die Wickelvorrichtung 10 kann insbesondere so ausgeführt sein, dass der Schlittenantrieb 52; 54 eines der beiden Anpressschlittenpaare 22, 22'; 24, 24' oder Anpresseinheiten auf der Führerseite und der Schlittenantrieb 52; 54 des anderen Anpressschlittenpaares oder Anpresseinheit auf der Triebseite angeordnet ist.
  • Beim vorliegenden Ausführungsbeispiel umfassen die Antriebselemente Antriebsketten 56, 56'; 58, 58'. Dabei kann jeder Antriebskette ein eigener Kettenspanner 64, 64'; 66, 66' zugeordnet sein. Grundsätzlich können jedoch auch andere Antriebselemente wie beispielsweise Zahnriemen vorgesehen sein.
  • Die Anpressschlitten 22, 22'; 24, 24' können beispielsweise auch über wenigstens ein Spindelgetriebe mit Querwelle antreibbar sein.
  • Den Anpressschlitten 22, 22'; 24, 24' kann auch jeweils ein Einzelantrieb zugeordnet sein. Insbesondere in diesem Fall können die Anpressschlitten beispielsweise jeweils über eine Zahnstange antreibbar sein.
  • Die Wickelvorrichtung 10 kann eine insbesondere elektronische Steuerungs- und/oder Regeleinrichtung (nicht dargestellt) umfassen.
  • Zur Steuerung und/oder Regelung der Antriebsschlittenbewegungen und/oder zur Positionierung der Antriebsschlitten kann jedem Schlittenantrieb 52; 54 ein insbesondere mit der Steuerungs- und/oder Regeleinrichtung verbundener Winkelcodierer 68; 70 zugeordnet sein.
  • Beim vorliegenden Ausführungsbeispiel ist ein jeweiliger Zentrumsantrieb 26; 28 auf dem betreffenden Anpressschlitten 22; 24 bzw. dem diesem zugeordneten Führungsschlitten 40; 42 insbesondere über eine Linearrollenführung 72 in Querrichtung verschiebbar geführt.
  • Die Tragtrommel 16 kann auf insbesondere mit der Steuer- und/oder Regeleinrichtung verbindbaren Messzellen 74 gelagert sein, über die die Kraft messbar ist, mit der der Tambour 14 bzw. der darauf zu bildende Wickel 18 an die Tragtrommel 16 angepresst wird.
  • Zur Übergabe eines jeweiligen neuen Tambours 14 aus einem über der Wickelvorrichtung 10 angeordneten Tambourmagazin (nicht gezeigt) an die entsprechend positionierten Führungsschlitten 40, 40'; 42, 42' eines jeweiligen Anpressschlittenpaares 22, 22'; 24, 24' kann ein verfahrbare Liftarme 76 umfassender Tambourlift 78 vorgesehen sein.
  • Dem Tambourlift 78 kann ein Tambourstarter zugeordnet sein, um einen jeweiligen neuen Tambour 14 bereits vor der Übergabe an die jeweilige Anpresseinheit 22, 22'; 24, 24' bzw. deren Führungsschlitten 40, 40', 42, 42' zu beschleunigen.
  • In einem Auslaufbereich 80 der Wickelvorrichtung 10 können die führerseitige und die triebseitige Stuhlung 38 mit bezüglich der Horizontalen geneigten Laufschienen 82 versehen sein, auf die der fertige und insbesondere abgebremste Wickel 18 aufsetzbar ist, um diesen einer Stoppeinrichtung 84 zuzuführen.
  • Die Steuerung und/oder Regelung des Wickelaufbaus kann auch zumindest teilweise über die Kraft erfolgen, mit der der Tambour 14 bzw. der darauf zu bildende Wickel 18 an die Tragtrommel 16 angepresst wird. Es ist jedoch auch denkbar, dass die Steuerung und/oder Regelung des Wickelaufbaus zumindest teilweise über den vom Tambour 14 bzw. von dem darauf zu bildenden Wickel 18 zurückgelegten Weg erfolgt. Zudem ist beispielsweise eine solche Ausführung denkbar, bei der die Steuerung und/oder Regelung des Wickelaufbaus über den vom Tambour 14 bzw. von dem darauf zu bildenden Wickel zurückgelegten Weg erst ab einem vorgebbaren Wickeldurchmesser erfolgt.
  • Es ist beispielsweise auch eine solche Ausführung der Wickelvorrichtung 10 denkbar, bei der die Führungsschlitten 40, 40'; 42, 42' nur zur Führung des Tambours 14 vorgesehen sind und der Tambour 14 während des Wickelaufbaus durch Laufschienen getragen ist. In diesem Fall können beispielsweise die Laufschienen 82 horizontal zumindest im Wesentlichen bis in den Bereich der Tragtrommel 16 geführt werden.
  • Die Wickelvorrichtung 10 kann also beispielsweise wie folgt ausgeführt sein:
    Es sind eine führerseitige und eine triebseitige Stuhlung 38 vorgesehen, wobei jeweils auf der Innen- und Außenseite die Anpressschlitten 22, 22'; 24, 24' auf horizontal angeordneten Führungsschienen 34 mittels Linearrollenführungen 36 geführt sind. In den Anpressschlitten sind vertikal verschiebbare Führungsschlitten 40, 40'; 42, 42' auf Linearrollenführungen 46 gelagert. Diese Führungsschlitten werden mittels Hydraulikzylindern oder hydraulischen Zylinder/Kolben-Anordnungen 48, 48'; 50, 50' bewegt. Die Führungsschlitten sind so gestaltet, dass sie einen Tambour 14 am Tambourlager 44 zentriert aufnehmen und tragen können.
  • Es bildet jeweils ein äußerer Anpressschlitten 22; 24 mit den gegenüberliegenden inneren Anpressschlitten 22'; 24' eine Funktions- oder Anpresseinheit. Jede durch ein jeweiliges Schlittenpaar gebildete Funktionseinheit besitzt einen Schlittenantrieb 52; 54, der über Antriebsketten 56, 56'; 58, 58' auf die Antriebsschlitten wirkt, wobei jeweils eine Querwelle 60; 62 für den Gleichlauf der Schlitten eines jeweiligen Schlittenpaars sorgt. Jede Kette ist mit einem eigenen Kettenspanner 64, 64'; 66, 66' ausgerüstet.
  • Zur Steuerung und/oder Regelung der Antriebsschlittenbewegungen und zur genauen Positionierung ist jedem Schlittenantrieb ein Winkelcodierer 68; 70 zugeordnet. Jedes Schlittenpaar besitzt einen Zentrumsantrieb 26; 28, der insbesondere in der Art eines "Voith-Drive"-Zentrumsantriebs vorgesehen sein kann und auf den jeweils äußeren Antriebsschlitten in Querrichtung verschiebbar auf Linearrollenführungen 72 geführt ist.
  • Die Tragtrommel 16, über die die Materialbahn 12 dem Wickelprozess zugeführt wird, ist auf Messzellen 74 gelagert. Ein Tambourlift 78 mit verfahrbaren Liftarmen 76 übernimmt die Tamboure aus einem über der Wickelvorrichtung angeordneten Tambourmagazin (nicht dargestellt) und führt sie den entsprechend positionierten Führungsschlitten zu. In einem Auslaufbereich 80 der Wickelvorrichtung 10 ist die Stuhlung mit geneigten Laufschienen 82 versehen, auf die der fertig gewickelte Wickel 18 nach dem Abbremsen aufgesetzt und der Stoppeinrichtung 84 zugeführt wird.
  • Der Funktionsablauf einer derartigen beispielhaften Ausführungsform der Wickelvorrichtung 10 kann insbesondere wie folgt sein: Der Tambourlift 78 hebt mit den Liftarmen 76 einen neuen Tambour 14 aus dem Tambourmagazin und senkt ihn in die angehobenen Führungsschlitten 40, 40' des positionierten Anpressschlittenpaares 22, 22'. Dabei hat der Tambour noch keinen Kontakt zur Tragtrommel 16.
  • Der Zentrumsantrieb 26 wird durch Verschieben in Querrichtung in den beispielsweise in Form einer Antriebsglocke vorgesehenen Drehantriebsanschluss des Tambours eingerückt, und der Tambour wird dann auf Maschinengeschwindigkeit beschleunigt.
  • Das durch den Schlittenantrieb 52 angetriebene Anpressschlittenpaar verfährt nun den Tambour zur Tragtrommel und presst ihn mit definierter, vorzugsweise geregelter Kraft an. Der Kraft-Istwert wird durch die Messzelle oder Messzellen 74 unter der Tragtrommel 16 ermittelt und in die Regelung eingespeist.
  • Die Materialbahn 12 wird nun der Tragtrommel zugeführt, indem in der vorgelagerten Maschinensektion ein Überführstreifen am Rand der Materialbahn geschnitten und mit entsprechenden Überführeinrichtungen über die Tragtrommel durch den Press- oder Wickelspalt zwischen Tragtrommel und Tambour geführt wird. Danach wird der Streifen zur Gesamtbahn verbreitert.
  • Die an der Tragtrommel ablaufende Materialbahn wird dann mittels eines Turn-Up- oder Aufführsystems auf den Tambour überführt. Der Turn-Up bzw. das Aufführen der Materialbahn kann durch Befeuchten des Tambours oder durch Aufbringen eines Klebstreifens oder Sprühklebers auf den Tambour erfolgen. Alternativ oder zusätzlich kann die Materialbahn auch durch ein bahnbreites Trennblasrohr unter dem Tambour getrennt und aufgeführt werden.
  • Nach dem Turn-Up erfolgt der gesamte Wickelvorgang bis zum vollen Wickel 18 beispielsweise mit geregelter Anpresskraft und definiertem Zentrumsmoment (geregelte Drehzahl).
  • Nach Erreichen eines bestimmten Wickeldurchmessers kann das Anpressschlittenpaar 24, 24' mit abgesenkten Führungsschlitten 42, 42' unter dem aktiven Tambour hindurch in Richtung Tragtrommel in die Tamboureinlegeposition verfahren werden. Dort angekommen werden die Führungsschlitten mittels der Hydraulikzylinder oder hydraulischen Zylinder/Kolben-Anordnungen 50, 50' in die Arbeitsposition angehoben, in der sie zur Aufnahme des nächsten Tambours bereit sind.
  • Hat der Wickel 18 den gewünschten Durchmesser erreicht, wird er um einen vorgebbaren Betrag von der Tragtrommel weggefahren und dort zentrumsgetrieben weitergewickelt. In dieser Zeit wird ein neuer Tambour, der sich bereits in Warteposition über der Tragtrommel im Tambourlift befindet, in das bereitstehende Führungsschlittenpaar 42, 42' eingelegt, mit dem Zentrumsantrieb 28 auf Maschinengeschwindigkeit beschleunigt und an die Tragtrommel angelegt, so wie dies bereits im Zusammenhang mit dem vorhergehenden Tambour beschrieben wurde. Bei diesem Vorgang gleitet die Materialbahn kurzzeitig über den noch nicht drehenden Tambour (Streichstange).
  • Das Überführen der Materialbahn auf den neuen Tambour (Turn-Up) erfolgt wie oben beschrieben.
  • Der fertige Wickel wird nun durch den Zentrumsantrieb 26 abgebremst, durch Absenken der Führungsschlitten 40, 40' auf die Laufschienen 82 abgesenkt und freigegeben. Der Wickel läuft nun auf den Tambourlagern über die geneigten Laufschienen 82 zur Stoppeinrichtung 84.
  • Ist der Tambourlift mit einem Tambourstarter ausgerüstet, um den Tambour bereits vor dem Einlegen in die Führungsschlitten auf Maschinengeschwindigkeit zu beschleunigen, so verkürzt sich die Freiwickelzeit für die Vollrolle, und die Bahn muss nicht über den noch nicht drehenden Tambour gleiten.
  • Wie bereits erwähnt, können alternative Antriebe der Anpressschlitten beispielsweise Zahnriemen anstelle Antriebsketten, Spindelgetriebe mit Querwelle und/oder ein System mit Zahnstange und Einzelantrieb an jedem Schlitten (elektronischer Gleichlauf) umfassen.
  • In bestimmten Fällen kann es auch von Vorteil sein, den Wickelaufbau nicht kraftgesteuert, sondern weggesteuert durchzuführen, beispielsweise mit einem definierten Schlittenweg je Anzahl Wickel- bzw. Materialbahnlagen.
  • Es ist beispielsweise auch eine solche Variante denkbar, bei der die Wegsteuerung erst ab einem bestimmten Wickeldurchmesser erfolgt.
  • Die Führungsschlitten können beispielsweise nur der Führung der Tamboure dienen, wobei sie in diesem Fall nicht deren Gewicht tragen. Die Tamboure werden stattdessen durch Laufschienen getragen, die sich dann bis vor die Tragtrommel erstrecken. Dies bringt den Vorteil einer weitgehend symmetrischen Belastung der Tambourlager mit sich. Im Fall einer Linienkraftregelung kann bedingt durch die Abrollreibung auf den Laufschienen allerdings die Feinfühligkeit der Regelung beeinflusst werden. Bei einem weggesteuerten Wickelaufbau spielt dies keine Rolle.
  • Die Zentrumsantriebe können auch als konventionelle, unabhängig von den Antriebsschlitten gelagerte Antriebe realisiert werden.
  • Um die dem Fachmann bekannten Nachteile des Freiwickelns ein einem Tambourwechsel, insbesondere bei niedrigen Grammsturen, größtmöglichst zu vermeiden, ist in vorliegender Ausführungsform ein Andrückelement 90, insbesondere eine Andrückrolle, vorgesehen, welches an den Wickel 18 angelegt wird, um den Lufteintritt zwischen die Materialbahnlagen zu vermindern und um den vollen Wickel 18 zu stabilisieren.
  • 4 zeigt in schematischer Teildarstellung eine beispielhafte Ausführungsform eines Systems 86 zum Antreiben eines Tambours 14 in einer Wickelvorrichtung, bei der eine Materialbahn, insbesondere Papier-, Karton- oder Tissuebahn, auf den Tambour 14 aufgewickelt wird, die Materialbahn dem Tambour 14 über eine Tragtrommel zuführbar ist und zwischen der Tragtrommel und dem Tambour 14 bzw. dem darauf zu bildenden Wickel ein Wickelspalt gebildet wird.
  • Das Antriebssystem 26 umfasst wenigstens einen Zentrumsantrieb 26; 28, der einen mit einem Rotor versehenen Elektromotor aufweist, koaxial zum Tambour 14 in Zuordnung zu einem axialen Endbereich des Tambours 14 positionierbar ist und durch Verfahren des Zentrumsantriebs in Achsrichtung des Tambours 14 und/oder durch eine Relativbewegung zwischen einem Drehantriebsanschluss des Zentrumsantriebs 26; 28 und dessen Rotor ohne Getriebe direkt mit dem Tambour 14 oder einem diesem zugeordneten Drehantriebsanschluss 32 koppelbar ist.
  • Der Zentrumsantrieb 26; 28 kann mit einem Anpressschlitten 22, 22'; 24, 24' kombiniert sein, über den der Tambour 14 bzw. der darauf zu bildende Wickel an die Tragrolle anpressbar ist. Dabei können der Zentrumsantrieb 26; 28 und der Anpressschlitten 22, 22'; 24, 24' gemeinsam geführt sein.
  • Der Zentrumsantrieb 26; 28 kann mit einem einem Sekundärwickelbereich zugeordneten Sekundärschlitten oder mit einem einem Primärwickelbereich zugeordneten Primärschlitten kombiniert sein.
  • Der dem Tambour 14 zugeordnete Drehantriebsanschluss kann eine Antriebskupplung oder -glocke umfassen. Der Drehantriebsanschluss 30 des Zentrumsantriebs 26; 28 kann insbesondere einen Antriebsstrang umfassen.
  • Der Rotor des Zentrumsantriebs umfasst beispielsweise eine Motorhohlwelle. Dabei kann der Zentrumsantriebs 26; 28 beispielsweise durch eine Relativbewegung zwischen dem Antriebsstrang und der Motorhohlwelle mit dem Tambour 14 bzw. dem diesem zugeordneten Drehantriebsanschluss 32 koppelbar sein.
  • Es kann beispielsweise auch sowohl auf der Führerseite als auch auf der Triebseite jeweils ein Zentrumsantrieb vorgesehen sein.
  • Dabei können die beiden auf unterschiedlichen Seiten angeordneten Zentrumsantriebe eine unterschiedliche Motorcharakteristik besitzen. So kann einer der beiden Zentrumsantriebe beispielsweise ein relativ kleineres Drehmoment bei relativ höheren Drehzahlen für einen vorgebbaren unteren Wickeldurchmesserbereich und der andere Zentrumsantrieb ein relativ größeres Drehmoment bei relativ kleineren Drehzahlen für einen vorgebbaren oberen Wickeldurchmesserbereich erzeugen.
  • Bevorzugt ist wenigstens ein Zentrumsantrieb 26; 28 einem Sekundärwickelbereich zugeordnet. Es kann beispielsweise auch wenigstens ein Zentrumsantrieb einem Primärwickelbereich zugeordnet sein. Dabei ist beispielsweise auch eine solche Ausführung denkbar, bei der sowohl einem Primärwickelbereich als auch einem Sekundärwickelbereich jeweils wenigstens ein Zentrumsantrieb zugeordnet ist.
  • Die Zentrumsantriebe 26; 28 können also jeweils wieder in der Art eines "Voith-Drive"-Zentrumsantriebs vorgesehen sein.
  • In der 4 sind zudem auch wieder eine Stuhlung 38 sowie Linearrollenführungen 72 zu erkennen, über die ein jeweiliger Zentrumsantrieb 26; 28 in Querrichtung verfahrbar ist, um ein Ein- bzw. Ausrücken des beispielsweise einen Antriebsstrang umfassenden Drehantriebsanschlusses zu ermöglichen. Dabei kann dieser dem Zentrumsantrieb zugeordnete Drehantriebsanschluss 30 beispielsweise in eine eine Antriebskupplung oder -glocke umfassenden Drehantriebsanschluss 32 des Tambours 14 eingerückt werden.
  • Wie anhand der 4 zu erkennen ist, kann der Zentrumsantrieb 26; 28 auf einem Motorschlitten 88 angeordnet sein, der über die Schlitten- oder Linearrollenführung 72 entsprechend in Querrichtung verfahrbar ist.
  • Es wird somit ein Zentrumsantrieb mit geringer Masse und geringem Platzbedarf bereitgestellt. Dabei sind beispielsweise auch solche Varianten denkbar, bei denen sich durch eine beidseitige Anordnung der Antriebe eine symmetrische Krafteinleitung ergibt. Zudem sind auch Varianten mit unterschiedlicher Motorcharakteristik auf der Führseite und der Triebsseite denkbar.
  • Das Antriebssystem 36 ist mit besonderem Vorteil insbesondere auch in der erfindungsgemäßen Wickelvorrichtung 10 einsetzbar.
  • Die Zentrumsantriebe der erfindungsgemäßen Wickelvorrichtung sowie des erfindungsgemäßen Antriebssystems sind, wie bereits angeführt, vorzugsweise als "Voith-Drive"-Zentrumsantriebe ausgeführt.
  • 10
    Wickelvorrichtung
    12
    Materialbahn
    14
    Tambour
    16
    Tragtrommel
    18
    Wickel
    20
    Wickelspalt
    22
    Anpressschlitten
    22'
    Anpressschlitten
    24
    Anpressschlitten
    24'
    Anpressschlitten
    26
    Zentrumsantrieb
    28
    Zentrumsantrieb
    30
    Drehantriebsanschluss
    32
    Drehantriebsanschluss
    34
    Führungsschiene
    36
    Linearrollenführung
    38
    Stuhlung
    40
    Führungsschlitten
    40'
    Führungsschlitten
    42
    Führungsschlitten
    42'
    Führungsschlitten
    44
    Tambourlager
    46
    Linearrollenführung
    48
    Hydraulische Zylinder/Kolben-Anordnung
    48'
    Hydraulische Zylinder/Kolben-Anordnung
    50
    Hydraulische Zylinder/Kolben-Anordnung
    50'
    Hydraulische Zylinder/Kolben-Anordnung
    52
    Schlittenantrieb
    54
    Schlittenantrieb
    56
    Antriebselement, Antriebskette
    56'
    Antriebselement, Antriebskette
    58
    Antriebselement, Antriebskette
    58'
    Antriebselement, Antriebskette
    60
    Querwelle
    62
    Querwelle
    64
    Kettenspanner
    64'
    Kettenspanner
    66
    Kettenspanner
    66'
    Kettenspanner
    68
    Winkelcodierer
    70
    Winkelcodierer
    72
    Linearrollenführung
    74
    Messzelle
    76
    Liftarm
    78
    Tambourlift
    80
    Auslaufbereich
    82
    Laufschiene
    84
    Stoppeinrichtung
    86
    Antriebssystem
    88
    Motorschlitten
    90
    Andrückelement; Andrückrolle
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - EP 1460010 A2 [0005]
    • - WO 03/053827 A1 [0006]

Claims (52)

  1. Verfahren zum Aufwickeln einer Materialbahn (12), insbesondere Papier-, Karton- oder Tissuebahn, auf einen Tambour (14), bei dem die Materialbahn (12) dem Tambour (14) über eine Tragtrommel (16) zugeführt und zwischen der Tragtrommel (16) und dem Tambour (14) bzw. dem darauf zu bildenden Wickel (18) ein Wickelspalt (20) gebildet und in diesem eine Linienkraft erzeugt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Wirkrichtung der im Wickelspalt (20) erzeugten Linienkraft während des gesamten Wickelaufbaus zumindest im Wesentlichen konstant gehalten wird.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Tambour (14) und damit der darauf zu bildende Wickel (18) während des gesamten Wickelaufbaus über ein und dieselbe Anpresseinheit (22, 22'; 24, 24') an die Tragtrommel (16) angepresst wird.
  3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Tambour (14) während des gesamten Wickelaufbaus über ein und dasselbe Zentrumsantriebssystem (26; 28) angetrieben wird.
  4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Tambour (14) so geführt wird, dass die beiden zueinander parallelen Achsen des Tambours (14) und der Tragtrommel (16) während des gesamten Wickelaufbaus in ein und derselben Ebene verbleiben.
  5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Tambour (14) so geführt wird, dass die beiden zueinander parallelen Achsen des Tambours (14) und der Tragtrommel (16) während des gesamten Wickelaufbaus in einer Horizontalebene verbleiben.
  6. Vorrichtung (10) zum Aufwickeln einer Materialbahn (12), insbesondere Papier-, Karton- oder Tissuebahn, auf einen Tambour (14), bei der die Materialbahn (12) dem Tambour (14) über eine Tragtrommel (16) zuführbar ist und zwischen der Tragtrommel (16) und dem Tambour (14) bzw. dem darauf zu bildenden Wickel (18) ein Wickelspalt (20) gebildet wird, insbesondere zur Durchführung des Verfahrens nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Tambour (14) und damit der darauf zu bildende Wickel (18) so an die Tragtrommel (16) anpressbar und der Tambour (14) so geführt ist, dass die Wirkrichtung der im Wickelspalt (20) erzeugten Linienkraft während des gesamten Wickelaufbaus zumindest im Wesentlichen konstant gehalten ist.
  7. Vorrichtung (10) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Tambour (14) und damit der darauf zu bildende Wickel (18) während des gesamten Wickelaufbaus über ein und dieselbe Anpresseinheit (22, 22'; 24, 24') an die Tragtrommel (16) anpressbar ist.
  8. Vorrichtung (10) nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Tambour (14) während des gesamten Wickelaufbaus über ein und dasselbe Zentrumsantriebssystem (26; 28) antreibbar ist.
  9. Vorrichtung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Tambour (14) so geführt ist, dass die beiden zueinander parallelen Achsen des Tambours (14) und der Tragtrommel (16) während des gesamten Wickelaufbaus in ein und derselben Ebene verbleiben.
  10. Vorrichtung (10) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Tambour (14) so geführt ist, dass die beiden zueinander parallelen Achsen des Tambours (14) und der Tragtrommel (16) während des gesamten Wickelaufbaus in einer Horizontalebene verbleiben.
  11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie zwei verfahrbare Anpresseinheiten (22, 22'; 24, 24') umfasst, über die der Tambour (14) und damit der darauf zu bildende Wickel (18) jeweils an die Tragtrommel (16) anpressbar ist und denen jeweils ein Zentrumsantrieb (26; 28) zugeordnet ist, der einen mit einem Rotor versehenen Elektromotor umfasst, koaxial zum Tambour (14) in Zuordnung zu einem axialen Endbereich des Tambours (14) positionierbar ist und durch Verfahren des Zentrumsantriebs (26; 28) in Achsrichtung des Tambours (14) und/oder durch eine Relativbewegung zwischen einem Drehantriebsanschluss (30) des Zentrumsantriebs (26; 28) und dessen Rotor ohne Getriebe direkt mit dem Tambour (14) oder einem diesem zugeordneten Drehantriebsanschluss (32) koppelbar ist, wobei ein jeweiliger Tambour (14) während des gesamten Wickelaufbaus nur über eine der beiden Anpresseinheiten (22, 22'; 24, 24') an die Tragtrommel (16) anpressbar ist und über die jeweils andere Anpresseinheit erst wieder der nächste Tambour (14) an die Tragtrommel (16) angepresst wird, ein jeweiliger Tambour (14) während des gesamten Wickelaufbaus entlang einer durch die Tragtrommelachse und senkrecht zu dieser verlaufenden linearen Wegstrecke geführt ist und die betreffende Anpresseinheit (22, 22' bzw. 24, 24') während des gesamten Wickelaufbaus dazu parallel verfahrbar ist, wobei der Tambour (14) während des gesamten Wickelaufbaus durch den der betreffenden Anpresseinheit (22, 22' bzw. 24, 24') zugeordneten Zentrumsantrieb (26 bzw. 28) antreibbar ist.
  12. Vorrichtung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Tambour (14) horizontal geführt ist und beide Anpresseinheiten (22, 22'; 24, 24') jeweils horizontal verfahrbar sind.
  13. Vorrichtung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Anpresseinheiten jeweils zwei Anpressschlitten (22, 22'; 24, 24') umfassen, von denen einer auf der Führerseite und der andere auf der Triebseite angeordnet ist, und dass der betreffende Zentrumsantrieb (26 bzw. 28) einem der beiden Anpressschlitten (22; 24) zugeordnet ist.
  14. Vorrichtung (10) nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Anpressschlitten (22, 22'; 24, 24') auf vorzugsweise horizontalen Führungsschienen (34) geführt sind.
  15. Vorrichtung (10) nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Anpressschlitten (22, 22'; 24, 24') mittels Linearrollenführungen (36) auf den Führungsschienen (34) geführt sind.
  16. Vorrichtung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine führerseitige und eine triebseitige Stuhlung (38) vorgesehen sind, dass einer der beiden Anpressschlitten (22'; 24') einer jeweiligen Anpresseinheit auf der Innenseite einer der beiden Stuhlungen (38) und der andere Anpressschlitten (22; 24) auf der Außenseite der anderen Stuhlung auf einer jeweiligen Führungsschiene (34) geführt ist und dass der betreffende Zentrumsantrieb (26 bzw. 28) dem äußeren Anpressschlitten (22; 24) zugeordnet ist.
  17. Vorrichtung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in einem jeweiligen Anpressschlitten (22, 22'; 24, 24') ein senkrecht zur Verfahrrichtung des Anpressschlittens sowie senkrecht zur Tambourachse verfahrbarer Führungsschlitten (40, 40'; 42, 42') zur zentrierenden Aufnahme des betreffenden Tambourlagers (44) vorgesehen ist, wobei der Führungsschlitten vorzugsweise vertikal verfahrbar ist.
  18. Vorrichtung (10) nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass der Führungsschlitten (40, 40'; 42, 42') über eine Linearrollenführung (46) am Anpressschlitten gelagert ist.
  19. Vorrichtung (10) nach Anspruch 17 oder 18, dadurch gekennzeichnet, dass der Führungsschlitten (40, 40'; 42, 42') über wenigstens ein Betätigungselement wie insbesondere wenigstens eine hydraulische Zylinder/Kolben-Anordnung (48, 48'; 50, 50') verfahrbar ist.
  20. Vorrichtung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass dem Anpressschlittenpaar (22, 22'; 24, 24') einer jeweiligen Anpresseinheit ein Schlittenantrieb (52; 54) zugeordnet ist, der über Antriebselemente (56, 56'; 58, 58') auf die Anpressschlitten (22, 22'; 24, 24') wirkt.
  21. Vorrichtung (10) nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass der auf der Führerseite oder Triebseite angeordnete Schlittenantrieb (52; 54) über ein erstes auf derselben Seite wie der Schlittenantrieb (52; 54) angeordnetes Antriebselement (56; 58) auf den auf dieser Seite vorgesehenen Anpressschlitten (22; 24) und über eine Querwelle (60; 62) und ein auf der anderen Seite angeordnetes Antriebselement (56'; 58') auf den auf der anderen Seite vorgesehenen Anpressschlitten (22'; 24') wirkt.
  22. Vorrichtung (10) nach Anspruch 20 oder 21, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlittenantrieb (52; 54) eines der beiden Anpressschlittenpaare (22, 22'; 24, 24') oder Anpresseinheiten auf der Führerseite und der Schlittenantrieb (52; 54) des anderen Anpressschlittenpaares oder Anpresseinheit auf der Triebseite angeordnet ist.
  23. Vorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 20 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass Antriebselemente Antriebsketten (56, 56'; 58, 58') umfassen.
  24. Vorrichtung (10) nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Antriebskette (56, 56'; 58, 58') ein eigener Kettenspanner (64, 64'; 66, 66') zugeordnet ist.
  25. Vorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 20 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebselemente Zahnriemen umfassen.
  26. Vorrichtung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anpressschlitten (22, 22'; 24, 24') über wenigstens ein Spindelgetriebe mit Querwelle antreibbar sind.
  27. Vorrichtung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass den Anpressschlitten (22, 22'; 24, 24') jeweils ein Einzelantrieb zugeordnet ist und die Anpressschlitten (22, 22'; 24, 24') vorzugsweise jeweils über eine Zahnstange antreibbar sind.
  28. Vorrichtung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine insbesondere elektronische Steuer- und/oder Regeleinrichtung umfasst.
  29. Vorrichtung (10) nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, dass zur Steuerung und/oder Regelung der Antriebsschlittenbewegungen und/oder zur Positionierung der Antriebsschlitten (22, 22'; 24, 24') jedem Schlittenantrieb (52; 54) ein mit der Steuer- und/oder Regeleinrichtung verbundener Winkelcodierer (68; 70) zugeordnet ist.
  30. Vorrichtung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein jeweiliger Zentrumsantrieb (26; 28) auf dem betreffenden Anpressschlitten (22; 24) bzw. dem diesem zugeordneten Führungsschlitten (40; 42) insbesondere über eine Linearrollenführung (72) in Querrichtung verschiebbar geführt ist.
  31. Vorrichtung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Tragtrommel (16) auf mit der Steuer- und/oder Regeleinrichtung verbundenen Messzellen (74) gelagert ist, über die die Kraft messbar ist, mit der der Tambour (14) bzw. der darauf zu bildende Wickel an die Tragtrommel (16) angepresst wird.
  32. Vorrichtung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zur Übergabe eines jeweiligen neuen Tambours (14) aus einem über der Wickelvorrichtung (10) angeordneten Tambourmagazin an die entsprechend positionierten Führungsschlitten (40, 40'; 42, 42') eines jeweiligen Anpressschlittenpaares (22, 22'; 24, 24') bzw. Anpresseinheit ein verfahrbare Liftarme (76) umfassender Tambourlift (78) vorgesehen ist.
  33. Vorrichtung (10) nach Anspruch 32, dadurch gekennzeichnet, dass dem Tambourlift (78) ein Tambourstarter zugeordnet ist, um einen jeweiligen neuen Tambour (14) bereits vor der Übergabe an die jeweilige Anpresseinheit (22, 22'; 24, 24') bzw. deren Führungsschlitten (40, 40'; 42, 42') zu beschleunigen.
  34. Vorrichtung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die führerseitige und die triebseitige Stuhlung (38) in einem Auslaufbereich (80) mit bezüglich der Horizontalen geneigten Laufschienen (82) versehen sind, auf die der fertige und insbesondere abgebremste Wickel (18) aufsetzbar ist, um diesen einer Stoppeinrichtung (84) zuzuführen.
  35. Vorrichtung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerung und/oder Regelung des Wickelaufbaus zumindest teilweise über die Kraft erfolgt, mit der der Tambour (14) bzw. der darauf zu bildende Wickel (18) an die Tragtrommel (16) angepresst wird.
  36. Vorrichtung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerung und/oder Regelung des Wickelaufbaus zumindest teilweise über den vom Tambour (14) bzw. von dem darauf zu bildenden Wickel (18) zurücklegten Weg erfolgt.
  37. Vorrichtung (10) nach Anspruch 35 oder 36, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerung und/oder Regelung des Wickelaufbaus über den vom Tambour (14) bzw. von dem darauf zu bildenden Wickel (18) zurückgelegten Weg erst ab einem vorgebbaren Wickeldurchmesser erfolgt.
  38. Vorrichtung (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsschlitten (40, 40'; 42, 42') nur zur Führung des Tambours (14) vorgesehen und der Tambour (14) während des Wickelaufbaus durch Laufschienen getragen ist.
  39. System (86) zum Antreiben eines Tambours (14) in einer Wickelvorrichtung, insbesondere in einer Wickelvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei der eine Materialbahn, insbesondere Papier-, Karton- oder Tissuebahn, auf den Tambour (14) aufgewickelt wird, die Materialbahn dem Tambour (14) über eine Tragtrommel zuführbar ist und zwischen der Tragtrommel und dem Tambour (14) bzw. dem darauf zu bildenden Wickel ein Wickelspalt gebildet wird, insbesondere für die Wickelvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, mit wenigstens einem Zentrumsantrieb (26; 28), der einen mit einem Rotor versehenen Elektromotor umfasst, koaxial zum Tambour (14) in Zuordnung zu einem axialen Endbereich des Tambours (14) positionierbar ist und durch Verfahren des Zentrumsantriebs in Achsrichtung des Tambours (14) und/oder durch eine Relativbewegung zwischen einem Drehantriebsanschluss (30) des Zentrumsantriebs (26; 28) und dessen Rotor ohne Getriebe direkt mit dem Tambour (14) oder einem diesem zugeordneten Drehantriebsanschluss (32) koppelbar ist.
  40. Antriebssystem (86) nach Anspruch 39, dadurch gekennzeichnet, dass der Zentrumsantrieb (26; 28) mit einem Anpressschlitten (22, 22'; 24, 24') kombiniert ist, über den der Tambour (14) bzw. der darauf zu bildende Wickel an die Tragrolle anpressbar ist, wobei der Zentrumsantrieb und der Anpressschlitten gemeinsam geführt sind.
  41. Antriebssystem (86) nach Anspruch 40, dadurch gekennzeichnet, dass der Zentrumsantrieb (26; 28) mit einem einem Sekundärwickelbereich zugeordneten Sekundärschlitten kombiniert ist.
  42. Antriebssystem (86) nach Anspruch 40, dadurch gekennzeichnet, dass der Zentrumsantrieb (26; 28) mit einem einem Primärwickelbereich zugeordneten Primärschlitten kombiniert ist.
  43. Antriebssystem (86) nach einem der Ansprüche 39 bis 42, dadurch gekennzeichnet, dass der dem Tambour (14) zugeordnete Drehantriebsanschluss (32) eine Antriebskupplung oder -glocke umfasst.
  44. Antriebssystem (86) nach einem der Ansprüche 39 bis 43, dadurch gekennzeichnet, dass der Drehantriebsanschluss (30) des Zentrumsantriebs (26; 28) einen Antriebsstern umfasst.
  45. Antriebssystem (86) nach einem der Ansprüche 39 bis 44, dadurch gekennzeichnet, dass der Rotor eine Motorhohlwelle umfasst.
  46. Antriebssystem (86) nach Anspruch 45, dadurch gekennzeichnet, dass der Zentrumsantrieb (26; 28) durch eine Relativbewegung zwischen dem Antriebsstern und der Motorhohlwelle mit dem Tambour bzw. dem diesem zugeordneten Drehantriebsanschluss koppelbar ist.
  47. Antriebssystem (86) nach einem der Ansprüche 39 bis 46, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl auf der Führerseite als auch auf der Triebseite jeweils ein Zentrumsantrieb vorgesehen ist.
  48. Antriebssystem (86) nach Anspruch 47, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden auf unterschiedlichen Seiten angeordneten Zentrumsantriebe eine unterschiedliche Motorcharakteristik besitzen.
  49. Antriebssystem (86) nach Anspruch 48, dadurch gekennzeichnet, dass einer der beiden Zentrumsantriebe ein relativ kleineres Drehmoment bei relativ höheren Drehzahlen für einen vorgebbaren unteren Wickeldurchmesserbereich und der andere Zentrumsantrieb ein relativ größeres Drehmoment bei relativ kleineren Drehzahlen für einen vorgebbaren oberen Wickeldurchmesserbereich erzeugt.
  50. Antriebssystem (86) nach einem der Ansprüche 39 bis 49, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Zentrumsantrieb (26; 28) einem Sekundärwickelbereich zugeordnet ist.
  51. Antriebssystem (86) nach einem der Ansprüche 39 bis 50, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Zentrumsantrieb einem Primärwickelbereich zugeordnet ist.
  52. Antriebssystem (86) nach einem der Ansprüche 39 bis 51, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl einem Primärwickelbereich als auch einem Sekundärwickelbereich jeweils wenigstens ein Zentrumsantrieb zugeordnet ist.
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