DE102008009063A1 - Brennstoffzellensystem - Google Patents
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Abstract
Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft ein Brennstoffzellensystem, insbesondere in einem Kraftfahrzeug, mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1.
- Aus der
DE 10 2004 033 545 A1 ist ein Restgasbrenner für ein Brennstoffzellensystem bekannt, der stromab der Brennstoffzelle angeordnet ist. Die Brennstoffzelle dient zum Generieren von elektrischem Strom aus wasserstoffhaltigem Anodengas und sauerstoffhaltigem Kathodengas. Der Restgasbrenner dient zum Verbrennen von wasserstoffhaltigem Anodenabgas und sauerstoffhaltigem Kathodenabgas. Mit Hilfe des Restgasbrenners wird somit versucht, eine Emission von Wasserstoff und Kohlenmonoxid in die Umgebung zu verhindern. Gleichzeitig soll durch die Umsetzung des im Anodenabgas enthaltenen Wasserstoffs und Kohlenmonoxids eine Verbesserung des Gesamtwirkungsgrads des Brennstoffzellensystems erreicht werden. - Aus der
DE 10 2006 046 257 vom 28.09.2006 ist ein weiteres Brennstoffzellensystem dieser Art bekannt, bei dem im Restgasbrenner ein Oxidationskatalysator angeordnet ist. Ein an deres Brennstoffzellensystem mit einem Reformer ist aus derDE 10 2006 017 616 bekannt. - Die vorliegende Erfindung beschäftigt sich mit dem Problem, für ein Brennstoffzellensystem der eingangs genannten Art eine verbesserte Ausführungsform anzugeben, die sich insbesondere durch reduzierte Schadstoffemissionen und/oder durch einen erhöhten Wirkungsgrad auszeichnet.
- Dieses Problem wird erfindungsgemäß durch den Gegenstand des unabhängigen Anspruchs gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
- Die Erfindung beruht auf dem allgemeinen Gedanken, das Brennstoffzellensystem mit einem Oxidationskatalysator auszustatten, der außerdem so ausgestaltet ist, dass er eine thermische Homogenisierung der ihn durchströmenden Gasströmung bewirkt. Erreicht wird dies insbesondere durch eine Mischung der ihn durchströmenden Gasströmung, wobei insbesondere eine Quermischung bevorzugt sein kann. Durch den Einsatz eines derartigen Oxidationskatalysators kann der Schadstoffanteil im Brennerabgas reduziert werden. Insbesondere können im Oxidationskatalysator ggf. noch in der Gasströmung enthaltene Restmengen an Kohlenwasserstoffen umgesetzt werden. Durch die Integration einer Mischerstruktur in den Oxidationskatalysator wird eine Homogenisierung der den Katalysator durchströmenden Gasströmung erreicht. Ziel ist hierbei eine Homogenisierung im Hinblick auf die Temperaturverteilung innerhalb des Strömungsquerschnitts. Hierdurch kann zum Einen die Umsetzungsrate des Katalysators verbessert werden. Zum Anderen lässt sich hierdurch die thermische Belastung des Katalysators reduzieren, was dessen Standzeit verlängert. Darüber hinaus kann eine Gasströmung mit thermisch homogenen Querschnitt in einen gegebenenfalls nachgeordneten Wärmeübertrager mit einem erhöhten Wirkungsgrad zur Übertragung der Wärme auf ein geeignetes Wärmeträgermedium genutzt werden. Dementsprechend lässt sich dem Brennerabgas stromab des Katalysators mehr Wärmeenergie entziehen, was die Wärmeverluste des Brennstoffzellensystems reduziert und somit dessen Wirkungsgrad erhöht.
- Entsprechend einer vorteilhaften Ausführungsform kann die Mischerstruktur katalytisch aktiv beschichtet sein. Auf diese Weise erhält eine für die Quermischfunktion optimierte Mischerstruktur die Funktionalität des Oxidationskatalysators. Hierdurch kann eine integrierte Bauform realisiert werden, die extrem platzsparend ist. Besonders vorteilhaft ist eine Weiterbildung, bei welcher der Oxidationskatalysator durch die katalytisch aktiv beschichtete Mischerstruktur gebildet ist. Das heißt, dass der Oxidationskatalysator bei dieser Ausführungsform ausschließlich aus der katalytisch aktiven Struktur besteht, die selbstverständlich gegebenenfalls in einem entsprechenden Gehäuse angeordnet sein kann.
- Die Mischerstruktur kann beispielsweise eine im Gaspfad der Gasströmung angeordnete, von der Gasströmung durchströmbare poröse Struktur sein, die insbesondere katalytisch aktiv beschichtet sein kann. Derartige poröse Strukturen sind bei spielsweise bei Partikelfiltern bekannt, die einen Keramikkörper aufweisen. Ebenso sind poröse Strukturen beispielsweise bei Porenbrennern bekannt, die ebenfalls einen Keramikkörper aufweisen. Eine derartige poröse Struktur erzwingt bei ihrer Durchströmung eine intensive Quermischung. Über die Porengröße oder Porendichte der porösen Struktur kann ihr Durchströmungswiderstand auf einen geeigneten Wert eingestellt werden.
- Alternativ kann es sich bei der Mischerstruktur auch um eine gerichtete oder ungerichtete Anordnung von Fasern oder Drähten sein, z. B. in Form eines Gewebes oder eines Gitters oder einer Matte, das bzw. die jeweils aus Fasern oder Drähten besteht. Die jeweils verwendeten Fasern bzw. Drähte können insbesondere katalytisch aktiv beschichtet sein. Eine aus Fasern oder Drähten gebildete Mischerstruktur lässt sich ebenfalls vergleichsweise einfach herstellen und kann ebenfalls sehr große Oberflächen besitzen, was für die Katalysatorwirkung vorteilhaft ist. Dabei können geordnete Strukturen, wie bei einem Gewebe oder bei einem Gitter, verwendet werden, ebenso wie ungeordnete oder amorphe Strukturen, wie bei einer Matte oder einer knäuelartigen Anordnung. Derartige Faser- oder Drahtstrukturen sind relativ flexibel und somit leicht montierbar. Die Drähte bzw. Fasern bestehen vorzugsweise aus einem geeigneten Metall.
- Alternativ kann die Mischerstruktur auch eine mehrlagige Blechbahnstruktur aufweisen, deren Blechbahnen durchströmbare Kanäle bilden, die über Querverbindungsöffnung miteinan der kommunizieren, wobei die Blechbahnen insbesondere katalytisch aktiv beschichtet sein können. Die Blechbahnen, die insbesondere aus Metall hergestellt sind, ermöglichen insbesondere die Realisierung einer Mischerstruktur mit einem relativ kleinen Durchströmungswiderstand. Die Querverbindungsöffnungen ermöglichen dabei die Quervermischung der Strömung jeweils über benachbarte Kanäle.
- Eine metallische Mischerstruktur zeichnet sich außerdem dadurch aus, dass über das Metall eine gewisse Wärmeleitung erreicht werden kann, die zur thermischen Homogenisierung der Gasströmung auch ohne Quermischung der Gasströmung beiträgt.
- Grundsätzlich kann der Oxidationskatalysator stromab des Restgasbrenners in einer Abgasleitung angeordnet sein, die das Brennerabgas vom Restgasbrenner abführt. Hierbei kann sich der Oxidationskatalysator vorzugsweise stromauf eines Wärmeübertragers befinden, der ebenfalls in der Abgasleitung angeordnet sein kann, um Wärme aus dem Brennerabgas zu entziehen, um diese an anderer Stelle, z. B. im Brennstoffzellensystem, zu nutzen. Die Anordnung des Oxidationskatalysators stromauf des Wärmeübertragers hat dabei den Vorteil, dass auch diejenige Wärme über den Wärmeübertrager dem Brennerabgas entzogen werden kann, die bei der Abgasnachbehandlung im Oxidationskatalysator gegebenenfalls anfällt.
- Alternativ kann der Oxidationskatalysator im Restgasbrenner angeordnet sein und zwar so, dass im Betrieb des Brennstoff zellensystems Brennerabgas stromab des Oxidationskatalysators aus dem Restgasbrenner austritt. Hierdurch ergibt sich für das Brennstoffzellensystem eine extrem kompakte Bauform, da der Oxidationskatalysator in den Restgasbrenner integriert ist und diesbezüglich kein separat anzuordnendes Bauteil bildet.
- Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform enthält der Restgasbrenner einen Brennraum, in dem die Verbrennung von Anodenabgas und Kathodenabgas stattfindet. Der Oxidationskatalysator ist dann stromab dieses Brennraums angeordnet und kann bevorzugt so ausgestaltet sein, dass im Oxidationskatalysator eine Umsetzung von im Verbrennungsabgas des Brennraums enthaltenen Kohlenmonoxid in Kohlendioxid erfolgt. Bei dieser Ausführungsform kann somit die Kohlenmonoxidemission erheblich reduziert werden. Diese Ausführungsform ist von besonderem Vorteil für Brennstoffzellen, die als Hochtemperatur-Brennstoffzellen ausgestaltet sind.
- Bei einer alternativen Ausführungsform kann der Restgasbrenner einen Mischraum enthalten, in dem sich das Anodenabgas und das Kathodenabgas vermischen. Bei dieser Ausführungsform ist der Oxidationskatalysator stromab des Mischraums angeordnet und kann zweckmäßig so ausgestaltet sein, dass im Oxidationskatalysator die Verbrennung von Anodenabgas und Kathodenabgas, also die Umsetzung von Wasserstoff und Kohlenmonoxid stattfindet. Bei dieser Ausführungsform arbeitet der Restgasbrenner katalytisch, da die eigentliche Verbrennungsreaktion, nämlich die Umsetzung des Brennstoffs, also des Wasserstoffs und des Kohlenmonoxids, im Katalysator stattfindet. Insoweit handelt es sich dann um einen katalytischen Restgasbrenner. Diese Ausführungsform ist von besonderem Vorteil für eine Brennstoffzelle, die als Niedertemperatur-Brennzelle ausgestaltet ist. Dabei ermöglicht der katalytische Restgasbrenner eine effiziente Umsetzung des Restgehalts an Wasserstoff im Anodenabgas. Gleichzeitig ist die Emission von Kohlenmonoxid vergleichsweise gering, da die Niedertemperatur-Brennstoffzelle üblicherweise eingangsseitig ohnehin nur sehr wenig Kohlenmonoxid erhält.
- Weitere wichtige Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen, aus den Zeichnungen und aus der zugehörigen Figurenbeschreibung anhand der Zeichnungen.
- Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen.
- Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert, wobei sich gleiche Bezugszeichen auf gleiche oder ähnliche oder funktional gleiche Bauteile beziehen.
- Es zeigen, jeweils schematisch,
-
1 bis6 jeweils eine stark vereinfachte, schaltplanartige Prinzipdarstellung eines Brennstoffzellensystems bei verschiedenen Ausführungsformen, -
7 bis11 jeweils eine stark vereinfachte Prinzipdarstellung einer Mischerstruktur bei verschiedenen Ausführungsformen. - Entsprechend den
1 bis6 umfasst ein Brennstoffzellensystem1 zumindest eine Brennstoffzelle2 und einen Restgasbrenner3 . Des Weiteren kann das Brennstoffzellensystem1 zumindest einen Wärmeübertrager4 aufweisen. Außerdem kann das Brennstoffzellensystem1 in üblicher Weise weitere Komponenten umfassen, wie z. B. einen Reformer zum Generieren von wasserstoffhaltigem Anodengas aus einem Kohlenwasserstoff-Brennstoff, wie z. B. Diesel, Biodiesel, Benzin und beliebige synthetische Kraftstoffe, sowie wenigstens einen weiteren Wärmeübertrager. Das Brennstoffzellensystem1 kommt vorzugsweise in einem Kraftfahrzeug, insbesondere in einem Nutzfahrzeug, zur Anwendung und kann dort als zusätzliche Stromquelle verwendet werden, die unabhängig von einer Brennkraftmaschine des Fahrzeugs arbeitet. Beispielsweise kann mit Hilfe des Brennstoffzellensystems1 bei ausgeschalteter Brennkraftmaschine eine Klimaanlage des Fahrzeugs betrieben werden. Ebenso kann die gesamte Stromversorgung des Fahrzeugs mit dem Brennstoffzellensystem1 realisiert werden. - Die Brennstoffzelle
2 dient zum Generieren von elektrischem Strom5 aus wasserstoffhaltigem Anodengas6 und sauerstoffhaltigem Kathodengas7 . Hierzu enthält die Brennstoffzelle2 eine Anodenseite8 und eine Kathodenseite9 , die in der Regel durch einen Elektrolyt10 voneinander getrennt sind. Mit Hilfe des Elektrolyts10 erfolgt eine Verstromung von Anodengas6 und Kathodengas7 , bei welcher Wasserstoff mit Sauerstoff elektrochemisch umgesetzt wird und dabei elektrische Energie freigesetzt wird. Die Brennstoffzelle2 besteht üblicherweise aus einem Stapel von Brennstoffzellenelementen oder Brennstoffzellenplatten. In den1 bis6 ist lediglich eine Abschlussplatte11 dargestellt. Die Abschlussplatte11 weist einen Anodenabgasausgang12 , aus dem wasserstoffhaltiges Anodenabgas13 aus der Brennstoffzelle2 austritt, sowie einen Kathodenabgasausgang14 auf, aus dem sauerstoffhaltiges Kathodenabgas15 aus der Brennstoffzelle2 austritt. Ferner weist die Brennstoffzelle2 einen Anodengaseingang16 , durch den das Anodengas6 in die Brennstoffzelle2 eintritt, sowie einen Kathodengaseingang17 auf, durch den das Kathodengas7 in die Brennstoffzelle2 eintritt. An wenigstens einem elektrischen Anschluss18 ist der Strom5 an der Brennstoffzelle2 abgreifbar. - Als Kathodengas wird vorzugsweise Luft verwendet. Als Anodengas kann reines Wasserstoffgas, z. B. aus einem Wasserstofftank, oder ein wasserstoffhaltiges Synthesegas verwendet werden, das z. B. aus einem sauerstoffhaltigen Oxidatorgas und einem Kohlenwasserstoff-Brennstoff generiert wird.
- Zur Versorgung der Brennstoffzelle
2 mit Kathodengas ist das Brennstoffzellensystem1 beispielsweise mit einer Kathodengaszuführung37 ausgestattet, die an eine Eingangsseite der Brennstoffzelle2 angeschlossen ist. Die Kathodengaszuführung37 weist eine Kathodengasleitung38 auf, die an den Kathodengaseingang17 angeschlossen ist und die eine Fördereinrichtung39 , z. B. ein Gebläse, enthält. - Der Restgasbrenner
3 ist bezüglich der anodenseitigen und kathodenseitigen Gasströme stromab der Brennstoffzelle2 angeordnet. Der Restgasbrenner3 dient zum Verbrennen des Anodenabgases13 und des Kathodenabgases15 . Hierzu weist der Restgasbrenner3 einen Anodenabgaseingang19 auf, durch den Anodenabgas13 in einen Anodenabgaspfad20 des Restgasbrenners3 eintreten kann. Des Weiteren weist der Restgasbrenner3 einen Kathodenabgaseingang21 auf, durch den Kathodenabgas15 in einen Kathodenabgaspfad22 des Restgasbrenners3 eintreten kann. - Im Restgasbrenner
3 ist ein Raum23 ausgebildet, in den das Kathodenabgas15 durch den Kathodenabgaspfad22 und das Anodenabgas13 durch den Anodenabgaspfad20 eintreten kann. Die Funktion des Raums23 wird weiter unten noch näher erläutert werden. - Das Brennstoffzellensystem
1 weist außerdem einen Oxidationskatalysator24 auf. Dieser kann wie in den Ausführungsformen der1 bis4 im Restgasbrenner3 angeordnet sein. Ebenso kann der Oxidationskatalysator24 entsprechend den Ausführungsformen der5 und6 bezüglich des Restgasbrenners3 als separates Bauteil ausgestaltet sein und diesem nachgeordnet sein. - Bei den Ausführungsformen der
1 bis4 ist der Oxidationskatalysator24 somit in den Restgasbrenner3 integriert. Erst stromab des Oxidationskatalysators24 tritt Brennerabgas25 aus dem Restgasbrenner3 aus. Der Katalysator24 schließt sich im Restgasbrenner3 stromab an den Raum23 an. Im Unterschied dazu ist der Oxidationskatalysator24 bei den Ausführungsformen der5 und6 stromab des Restgasbrenners3 in einer ebenfalls mit25 bezeichneten Abgasleitung angeordnet, die das Brennerabgas25 vom Restgasbrenner3 wegführt. - Der Oxidationskatalysator
24 ist mit einer Mischerstruktur45 ausgestattet, die so gestaltet ist, dass eine den Oxidationskatalysator24 durchströmende Gasströmung im Hinblick auf eine Homogenisierung der Temperatur im durchströmten Querschnitt gemischt wird. Zum Beispiel kann die Gasströmung hierzu quergemischt, also quer zu ihrer Hauptströmungsrichtung gemischt werden. Grundsätzlich kann der Oxidationskatalysator24 diese Mischerstruktur45 und zusätzlich eine hier nicht gezeigte Katalysatorstruktur aufweisen, wodurch die unterschiedlichen Funktionen in getrennten Bauteilen realisiert werden. Die Katalysatorstruktur kann dann grundsätzlich auf beliebige Weise hergestellt sein, beispielsweise mit einem Träger aus Keramik oder aus Metall, sowie einer katalytischen Beschichtung. - Bevorzugt wird die hier gezeigte Ausführungsform, bei welcher die Mischerstruktur
45 selbst katalytisch aktiv beschichtet ist, wobei dann grundsätzlich auf eine separate Katalysatorstruktur verzichtet werden kann. Demnach ist bei den hier gezeigten Ausführungsformen der Katalysator24 durch die katalytisch aktiv beschichtete Mischerstruktur45 gebildet. Die beiden Funktionalitäten, nämlich die Katalysatorwirkung und die Mischwirkung, sind somit in einem einzigen Bauteil realisiert. Der Katalysator24 baut dadurch extrem kompakt. - An den Restgasbrenner
3 kann gemäß den1 bis6 vorzugsweise eine Kühlgaszuführung26 angeschlossen sein. Die Kühlgaszuführung26 umfasst eine Kühlgasleitung27 , in der eine Fördereinrichtung28 , z. B. eine Kühlgaspumpe oder ein Kühlgasgebläse, angeordnet ist. Die Kühlgasleitung27 ist an die Eingangsseite, bevorzugt an die Kathodenseite des Restgasbrenners3 angeschlossen. Im vorliegenden Fall kommuniziert die Kühlgasleitung27 mit dem Kathodenabgaspfad22 . Bevorzugt wird als Kühlgas ein sauerstoffhaltiges Gas, insbesondere Luft, verwendet. - Ferner kann eine Steuerung
29 vorgesehen sein, die einerseits mit der Kühlgaszuführung26 und andererseits mit einer Sensorik30 verbunden ist. Vorzugsweise ist die Steuerung29 wie hier außerdem mit der Kathodengaszuführung37 verbunden. Die Sensorik30 dient zum Ermitteln einer Temperatur des Oxidationskatalysators24 . Hierzu kann die Sensorik30 zumin dest einen Temperatursensor31 aufweisen. Besagter Temperatursensor31 kann am Katalysatoreingang, im Katalysator24 , am Katalysatorausgang oder stromab des Katalysators24 angeordnet sein. Über entsprechende, nicht näher bezeichnete Signalleitungen erhält die Steuerung29 mit der Temperatur des Katalysators24 korrelierende Signalwerte. Die Sensorik30 kann außerdem mit einem Flammensensor32 ausgestattet sein, der im Raum23 angeordnet ist und mit dessen Hilfe das Vorhandensein bzw. das Fehlen einer Flamme im Raum23 feststellbar ist. Die Steuerung29 ist z. B. mit der Fördereinrichtung28 der Kühlgaszuführung26 verbunden. Darüber hinaus kann die Steuerung29 auch mit einer Zündeinrichtung33 verbunden sein. Ebenso kann die Steuerung29 mit der Fördereinrichtung39 der Kathodengaszuführung37 verbunden sein. Die Steuerung29 kann durch entsprechende Steuersignale die Fördereinrichtungen28 ,39 sowie die Zündeinrichtung33 betätigen. Entsprechende Steuerleitungen sind nicht bezeichnet. Die Steuerung29 kann zur Realisierung einer Temperaturregelung für den Katalysator24 ausgestaltet sein. - Darüber hinaus kann die Sensorik
30 zumindest eine Lambda-Sonde40 und/oder zumindest einen Drucksensor40 aufweisen. Für die jeweilige Lambda-Sonde40 bzw. für den jeweiligen Drucksensor40 bestehen grundsätzlich die gleichen Anordnungsmöglichkeiten wie für den wenigstens einen Temperatursensor31 . Dementsprechend sind in den Figuren zur vereinfachten Darstellung die Bezugszeichen31 für den Temperatursensor und40 für die Lambda-Sonde bzw. für den Drucksensor jeweils zur Kennzeichnung der gleichen Komponenten verwen det, so dass es sich bei der jeweiligen Komponente wahlweise um einen Temperatursensor31 oder um eine Lambda-Sonde40 oder um einen Drucksensor40 oder um eine Kombination daraus handeln kann. Die jeweilige Lambda-Sonde40 bzw. der jeweilige Drucksensor40 ist über entsprechende, nicht näher bezeichnete Signalleitungen ebenfalls mit der Steuerung29 verbunden. - Der Wärmeübertrager
4 ist einerseits in den Strom der Brennerabgase25 bzw. in die Abgasleitung25 und andererseits in einen Strom eines geeigneten Wärmeübertragermediums34 eingebunden. Der Wärmeübertrager4 ermöglicht dabei in üblicher Weise eine Wärmeübertragung auf das Wärmeübertragermedium34 ohne einen Fluidaustausch zwischen dem Wärmeübertragermedium34 und dem Brennerabgas25 . Beispielsweise handelt es sich beim Wärmeübertragermedium34 um ein Prozessmedium des Brennstoffzellensystems1 , z. B. um das der Brennstoffzelle2 zugeführte Kathodengas7 und/oder um das dem oben genannten Reformer zugeführte Oxidatorgas und/oder um dem Reformer bzw. dem Oxidatorgas zugeführtes Wasser. Ebenso kann es sich beim Wärmeübertragermedium34 um die Kühlflüssigkeit eines Kühlkreises des mit dem Brennstoffzellensystem1 ausgestatteten Fahrzeugs handeln. Bei den Ausführungsformen der1 ,2 ,4 und5 ist der Oxidationskatalysator24 stromauf des Wärmeübertragers4 angeordnet, während er bei den Ausführungsformen der3 und6 in den Wärmeübertrager4 integriert ist. Hierdurch kann auch diejenige Wärme, die bei der Abgasnachbehandlung im Katalysator24 gegebenenfalls frei gesetzt wird, im Wärmeübertrager4 genutzt werden, um sie auf das jeweilige Wärmeübertragermedium34 zu übertragen. - Sofern der Wärmeübertrager
4 zum Aufheizen eines Edukts des Brennstoffzellensystems1 dient, kann ein zumindest ein zusätzlicher Wärmeübertrager nachgeschaltet sein, mit dem z. B. eine Fahrzeugheizung betrieben werden kann. Die Fördereinrichtung39 der1 bis6 ist zweckmäßig strom auf des Wärmeübertragers4 in der Kathodengasleitung38 angeordnet, wenn diese durch den Wärmeübertrager4 geführt ist, um das als Wärmeübertragermedium34 dienende Kathodengas für die Brennstoffzelle2 vorzuwärmen. - Bei einer ersten Variante der in den
1 bis6 gezeigten Ausführungsformen dient der Raum23 vorwiegend als Brennraum35 , in dem während des Betriebs des Brennstoffzellensystems l die Verbrennung von Anodenabgas mit Kathodenabgas, also die Umsetzung von Wasserstoff stattfindet. Bei dieser Ausführungsform ist der Oxidationskatalysator24 so ausgelegt, dass darin jedenfalls eine Umsetzung von Kohlenmonoxid, das im Verbrennungsabgas des Brennraums35 enthalten ist, in Kohlendioxid stattfindet. Es ist klar, dass im Katalysator24 auch eine Umsetzung von restlichem Wasserstoff oder von restlichen Kohlenwasserstoffen erfolgt. Der Katalysator24 dient hierbei vorwiegend bzw. ausschließlich zur Reduzierung der Schadstoffemissionen. Diese erste Alternative eignet sich insbesondere für die Verwendung bei einer Brennstoffzelle2 , die als Hochtemperatur-Brennstoffzelle, insbesondere als Festkörper-Brennstoffzelle (sogenannte „SOFC"- Brennstoffzelle) ausgestaltet ist. Die Arbeitstemperatur einer derartigen Hochtemperatur-Brennstoffzelle liegt im Maximum bei etwa 850°C. Die Abgastemperaturen dieses Brennstoffzellentyps sind ausreichend hoch, um im Brennraum35 eine stabile Verbrennungsreaktion erzielen zu können. - Bei einer zweiten Alternativen der in den
1 bis4 gezeigten Ausführungsformen kann der Raum23 vorwiegend als Mischraum36 dienen. Im Mischraum36 erfolgt eine Durchmischung des darin eintretenden Anodenabgases13 mit dem ebenfalls darin eintretenden Kathodenabgas15 . Der Oxidationskatalysator24 ist nun dahingehend ausgelegt, dass darin während des Betriebs des Brennstoffzellensystems1 die Verbrennung von Anodenabgas13 mit Kathodenabgas15 , also die Umsetzung des Wasserstoffs und – soweit vorhanden – des Kohlenmonoxids stattfindet. Bei dieser zweiten Variante, arbeitet der Restgasbrenner3 katalytisch bzw. ist der Restgasbrenner3 als katalytischer Brenner ausgestaltet. Für den Start dieses katalytischen Brenners kann die Zündung einer Flamme vorgesehen sein, um die Katalysatorstruktur bzw. den Oxidationskatalysator24 möglichst schnell auf die Aktivierungstemperatur zu bringen. Hierzu kann wieder eine entsprechende Zündeinrichtung33 vorhanden sein. Insbesondere kann der Restgasbrenner3 bei diesen Ausführungsformen als katalytischer Strukturbrenner oder katalytischer Porenbrenner ausgestaltet sein, der sich gleichzeitig als Mischer eignet. Hierauf wird weiter unten mit Bezug auf die7 bis10 noch näher eingegangen. Diese Alternative eignet sich in besonderer Weise für die Verwendung bei einer Brennstoffzelle2 , die als Niedertemperatur-Brennstoffzelle ausgestaltet ist. Beispielsweise handelt es sich hierbei um eine Brennstoffzelle2 , die mit einer Protonenaustauschmembran bzw. mit einer polymeren Elektrolytmembran arbeitet, sogenannte „PEM"-Brennstoffzelle. Die Arbeitstemperatur einer derartigen Niedertemperatur-Brennstoffzelle liegt im Maximum bei etwa 80° bis 150°C. Ein Brennstoffzellensystem mit einer derartigen CO-Reinigungseinrichtung ist beispielsweise aus derDE 20 2006 008 898 U1 bekannt. - Bekannte Niedertemperatur-Brennstoffzellen, insbesondere PEM-Brennstoffzellen, sind gegenüber Kohlenmonoxid extrem empfindlich. Dementsprechend ist einem nicht gezeigten Reformer zur Erzeugung des Anodengases
6 üblicherweise eine CO-Reinigungseinrichtung nachgeschaltet, um das beim Reformerprozess entstehende Kohlenmonoxid dem Synthesegas zu entziehen, damit dieses als weitgehend von Kohlenmonoxid befreites Anodengas6 der Brennstoffzelle2 zugeführt werden kann. - Des Weiteren ist es üblich, bei einer Niedertemperatur-Brennstoffzelle, insbesondere bei einer PEM-Brennstoffzelle, das Kathodengas
7 mit einem relativ hohen Anteil an Wasserdampf zu versehen. Das Wasser unterstützt den Brennstoffzellenprozess am Elektrolyt10 . Dementsprechend kann gemäß den1 bis3 das Brennstoffzellensystem1 optional mit einer Einspeiseinrichtung41 ausgestattet sein, mit deren Hilfe Wasserdampf in das Kathodengas7 einbringbar ist. Die Einspeiseinrichtung41 ist hierzu beispielsweise stromauf des Kathodengaseingangs17 in der Kathodengasleitung38 angeordnet. Für den Verbrennungsprozess im Restgasbrenner3 , insbesondere für den Fall, dass der Restgasbrenner3 als katalytischer Brenner betrieben wird, ist ein hoher Wasseranteil im Gemisch unerwünscht. Dementsprechend kann optional eine Entnahmeeinrichtung42 vorgesehen sein. Mit Hilfe der Entnahmeeinrichtung42 kann dem Kathodenabgas15 Wasserdampf entzogen werden. Vorzugsweise ist die Entnahmeeinrichtung42 hierzu in einer Kathodenabgasleitung43 angeordnet, die den Kathodenabgasausgang14 der Brennstoffzelle2 mit dem Kathodenabgaseingang21 des Restgasbrenners3 verbindet. Zwischen der Entnahmeeinrichtung42 und der Einspeiseinrichtung41 kann eine Wirkverbindung44 bestehen, die hier durch eine unterbrochene Linie angedeutet ist. Durch diese Wirkverbindung44 kann der mit Hilfe der Entnahmeeinrichtung42 dem Kathodenabgas15 entnommene Wasserdampf der Einspeiseinrichtung41 zum Einspeisen in das Kathodengas7 zugeführt werden. Diese Wirkverbindung44 kann eine Fördereinrichtung für Wasser bzw. Wasserdampf enthalten. Besonders vorteilhaft ist eine Ausführungsform, bei welcher die Einspeiseinrichtung41 und die Entnahmeeinrichtung42 eine bauliche Einheit bilden, so dass die Wirkverbindung44 im Inneren einer derartigen kombinierten Einspeis- und Entnahmeeinrichtung angeordnet ist. Die Verwendung einer derartigen kombinierten Einspeis- und Entnahmeeinrichtung ist beispielsweise durch einen entsprechenden Verlauf der Kathodenabgasleitung43 und/oder der Kathodengasleitung38 realisierbar. - Zum Starten der Verbrennungsreaktion im Raum
23 , insbesondere zum Aktivieren des Katalysators24 , vorzugsweise bei der zweiten Variante, kann die Steuerung29 die Zündeinrichtung33 betätigen. Über den Flammensensor32 kann die Steuerung29 überwachen, ob die erwünschte Verbrennungsreaktion ordnungsgemäß abläuft. Bei der zweiten Variante dient der Raum23 während des Startvorgangs als Brennraum35 , wobei das Luft/Kraftstoffverhältnis Lambda zweckmäßig größer als 1 zu wählen ist. Sobald der Katalysator24 seine Starttemperatur erreicht hat, „wandert" die Verbrennungsreaktion in den Katalysator24 . Anschließend dient der Raum23 dann als Mischraum36 . Über die Sensorik30 überwacht die Steuerung29 die Temperatur des Katalysators24 . Bei beiden Alternativen ist es wünschenswert, eine Überhitzung des Katalysators24 zu vermeiden. Die Steuerung29 kann nun in Abhängigkeit der Temperatur des Oxidationskatalysators24 die Kühlgaszuführung26 betätigen. Nähert sich die Temperatur des Katalysators24 einem kritischen oberen Temperaturbereich, die z. B. bei etwa 1.000°C liegen kann, kann die Steuerung29 die Zuführung von Kühlgas in den Raum23 einschalten bzw. verstärken, wodurch sich die Wasserstoffkonzentration im Raum23 reduziert. Alternativ oder zusätzlich kann die Steuerung29 auch den Volumenstrom zur Versorgung der Brennstoffzelle2 mit Kathodengas7 erhöhen, sofern das Betriebsfenster der Brennstoffzelle2 dies zulässt. Durch die erhöhte Kathodengasmenge erhöht sich auch die dem Restgasbrenner3 zugeführte Kathodenabgasmenge, was ebenfalls eine Kühlung des Restgasbrenners3 bzw. des Katalysators24 bewirkt. In der Folge nimmt die Temperatur im Brennraum35 bzw. im Katalysator24 ab. Kühlt sich der Katalysator24 zu stark ab, kann durch Reduzieren bzw. Ausschalten der Kühlgaszumischung bzw. durch Reduzieren der Kathodengasversorgung der Brennstoffzelle2 eine entsprechende Temperaturerhöhung herbeigeführt werden. - Die Steuerung
29 kann grundsätzlich so ausgestaltet sein, dass sie die Temperaturregelung des Restgasbrenners3 bzw. des Katalysators24 zunächst nur durch eine entsprechende Betätigung der Kathodengaszuführung37 bzw. deren Fördereinrichtung39 realisiert, sofern dies das aktuelle Betriebsfenster der Brennstoffzelle2 zulässt. Erst dann, wenn über die Erhöhung des Kathodengasvolumenstroms die benötigte Kühlleistung nicht erzielbar ist, aktiviert die Steuerung29 die Kühlgaszuführung26 , um durch die Zuführung von Kühlgas die erforderliche Abkühlung zu realisieren. - Bei den in den
1 und4 bis6 gezeigten Ausführungsformen ist der Wärmeübertrager4 bezüglich der Abgasströmung stromab des Restgasbrenners3 angeordnet und bildet diesbezüglich ein separates Bauteil. Im Unterschied dazu ist der Wärmeübertrager4 bei den Ausführungsformen der2 und3 in den Restgasbrenner3 integriert. Zweckmäßig bildet dabei der Wärmeübertrager4 einen ausgangsseitigen Abschluss des Restgasbrenners3 . Das Brennstoffzellensystem1 baut somit bezüglich dieser Komponenten vergleichsweise kompakt. - Bei der in
2 gezeigten Ausführungsform ist der Wärmeübertrager4 im Restgasbrenner3 stromab des Katalysators24 angeordnet. Im Unterschied dazu ist bei der Ausführungsform gemäß3 der Oxidationskatalysator24 in den Wärmeübertrager4 integriert. Auch bei der in6 gezeigten Ausführungsform ist der Oxidationskatalysator24 in den Wärmeübertrager4 integriert, wobei diese Einheit jedoch stromab des Restgasbrenners3 angeordnet ist. Ebenso ist es möglich, diese Einheit aus Wärmeübertrager4 mit integriertem Oxidationskatalysator24 ausgangsseitig unmittelbar an den Restgasbrenner3 anzubauen. Die Integration des Oxidationskatalysators24 in den Wärmeübertrager4 kann beispielsweise dadurch realisiert werden, dass eine katalytisch aktive Beschichtung des Wärmeübertragers4 innerhalb des dem Brennerabgas25 zugeordneten Fluidpfads vorgesehen wird. Bei diesen Ausführungsformen baut der Restgasbrenner3 bzw. der Wärmeübertrager4 und somit das damit ausgestattete Brennstoffzellensystem1 besonders kompakt. - Bei den Ausführungsformen der
1 bis3 ,5 und6 ist der Restgasbrenner3 im Hinblick auf die Brennstoffzelle2 als separates Bauteil konzipiert und dementsprechend stromab der Brennstoffzelle2 angeordnet. Bei der in4 gezeigten Ausführungsform ist der Restgasbrenner3 an die Brennstoffzelle2 angebaut und zwar an deren Ausgangsseite bzw. Abströmseite. Dementsprechend ist der Restgasbrenner3 auch bei dieser Ausführungsform stromab der Brennstoffzelle2 angeordnet. Besonders vorteilhaft ist bei der Ausführungsform gemäß4 , dass der Restgasbrenner3 die Abschlussplatte11 der Brennstoffzelle2 bildet. Hierdurch lassen sich die Brennstoffzellenabgase13 ,15 intern dem Restgasbrenner3 zuführen. Das Brennstoffzellensystem1 baut dadurch extrem kompakt. Es ist klar, dass die in4 gezeigte Ausführungsform ebenso mit den Besonderheiten der Ausführungsformen der2 und3 kombinierbar ist. Dementsprechend kann auch bei der Ausführungsform gemäß4 der Wärmeübertrager4 in den Restgasbrenner3 integriert sein. Darüber hinaus kann auch der Katalysator24 in den Wärmeübertrager4 integriert sein. - Im folgenden wird anhand der
7 bis10 ohne Beschränkung der Allgemeinheit erläutert, wie die Mischerstruktur45 grundsätzlich aufgebaut sein kann. - Entsprechend
7 kann die Mischerstruktur45 beispielsweise eine poröse Struktur46 aufweisen. Diese poröse Struktur46 ist dabei in einem Gaspfad47 angeordnet, der hier durch Pfeile symbolisiert ist. Entlang dieses Gaspfads27 wird der Katalysator24 bzw. die Mischerstruktur45 von der jeweiligen Gasströmung durchströmt. Bei der Gasströmung handelt es sich bevorzugt um das Brennerabgas25 oder entsprechend einer ebenfalls erläuterten Ausführungsform um das Brennstoff-Oxidator-Gemisch. Die poröse Struktur46 kann mit Hilfe eines keramischen Bauteils realisiert werden. Derartige Keramikbauteile, insbesondere Monolithen, kommen beispielsweise bei der Herstellung von Partikelfiltern zum Einsatz. Ebenso kann beispielsweise ein Porenbrenner eine geeignete poröse Struktur aufweisen. Ebenso sind auch metallische poröse Strukturen denkbar, wie z. B. Metallschäume. Entsprechend einer besonders zweckmäßigen Ausführungsform kann die poröse Struktur46 mit einem geeigneten Katalysatormate rial beschichtet sein. Eine katalytisch aktive Beschichtung dieser Art kann beispielsweise mit Platin, Rhodium und/oder Palladium realisiert werden. - Entsprechend
8 kann die Mischerstruktur45 auch mittels Fasern oder Drähten realisiert werden, die zu einem Gewebe48 oder zu einem Gitter48 verarbeitet sind. Hierdurch kann eine strukturierte Anordnung der Fasern bzw. Drähte realisiert werden, wodurch insbesondere eine hohe Tragfähigkeit für die Mischerstruktur45 bei gleichzeitig hoher Flexibilität realisierbar ist. Auch hier ist es möglich, die Fasern bzw. Drähte katalytisch aktiv zu beschichten. -
9 zeigt eine Ausführungsform, bei welcher die Mischerstruktur45 durch eine Matte49 gebildet ist, die ebenfalls aus Fasern oder Drähten besteht, die jedoch unstrukturiert oder amorph angeordnet sind. Auch diese Fasern bzw. Drähte können katalytisch aktiv beschichtet sein. - Schließlich zeigt
10 eine Ausführungsform, bei welcher die Mischerstruktur45 eine mehrlagige Blechbahnstruktur50 aufweist. Diese ist aus mehreren Blechbahnen51 aufgebaut, die auf geeignete Weise geschichtet sind, derart, dass sich zwischen benachbarten Blechbahnen51 durchströmbare Kanäle52 ausbilden. Des weiteren besitzen die Blechbahnen51 Querverbindungsöffnungen53 , durch die hindurch benachbarte Kanäle52 miteinander kommunizieren. Dieser Queraustausch zwischen benachbarten Kanälen52 kann mit Hilfe von Strömungsleitelementen54 verstärkt werden, die im Bereich der Quer öffnungen53 an den Blechbahnen51 vorgesehen sein können. Insbesondere lassen sich derartige Strömungsleitelemente54 dadurch ausbilden, dass beim Herstellen der Queröffnungen53 Teilbereiche der jeweiligen Blechbahn51 freigestanzt und abgewinkelt werden, wobei sie mit der jeweiligen Blechbahn51 verbunden bleiben. Auch bei dieser Ausführungsform kann vorgesehen sein, die Blechbahnstruktur50 auf geeignete Weise katalytisch aktiv zu beschichten. -
11 zeigt einen stark vereinfachten Längsschnitt durch die Mischerstruktur45 bei einer besonderen Ausführungsform, wobei die Mischerstruktur45 eine der in den7 bis10 gezeigten Bauformen oder eine beliebige andere geeignete Bauform aufweisen kann. Entsprechend11 kann die katalytische Beschichtung des Oxidationskatalysators24 bzw. der Mischerstruktur45 hierbei in der Längsrichtung, also in der Durchströmungsrichtung gestuft ausgestaltet sein, derart, dass die katalytische Aktivität der Beschichtung in der Durchströmungsrichtung des Katalysators24 bzw. der Mischerstruktur45 gestuft zunimmt. Dabei können zwei oder mehr aufeinander folgende Stufen mit zunehmender Reaktivität vorgesehen sein. Hierdurch kann die Umsetzungsreaktion entlang der Strömungsrichtung homogenisiert werden, was die thermische Belastung des jeweiligen Bauteils reduziert. Zusätzlich oder alternativ kann auch eine eingansseitige erste Stufe unbeschichtet, also nicht katalytisch aktiv beschichtet sein, was die thermische Belastung der Mischerstruktur45 an deren Eingangsseite reduziert. Im Beispiel der11 sind ohne Beschränkung der Allgemeinheit drei Stufen55 ,56 und57 dargestellt, die axial hintereinander angeordnet sind. Die Durchströmungsrichtung ist hier durch Pfeile58 angedeutet, wodurch an der Mischerstruktur45 eine Eingangsseite59 und eine Ausgangsseite60 definiert werden. Im Beispiel sind somit eine eingangsseitige oder erste Stufe55 , eine mittlere oder zweite Stufe56 und eine ausgangsseitige oder dritte Stufe57 vorhanden. Insbesondere kann nun vorgesehen sein, dass die erste Stufe55 katalytisch inaktiv ist, also keine katalytisch aktive Beschichtung aufweist, während die zweite und dritte Stufe56 ,57 katalytisch aktiv beschichtet sind. Demnach weist die katalytisch aktive Beschichtung in der Durchströmungsrichtung58 einen Abstand von der Eingangsseite59 auf. Die beiden beschichteten Stufen56 und57 unterscheiden sich durch die katalytische Reaktivität ihrer Beschichtungen voneinander. Die zuerst durchströmte zweite Stufe56 besitzt eine schwächere katalytische Aktivität als die nachfolgend durchströmte dritte Stufe57 . Die einzelnen Stufen55 ,56 ,57 können in einem gemeinsamen Strukturelement integral ausgebildet sein. Ebenso ist es möglich, zumindest eine der Stufen55 ,56 ,57 in einem separaten Strukturelement auszubilden, das mit wenigstens einem anderen Strukturelement zur Mischerstruktur45 zusammengebaut wird. Beispielsweise kann es für die Herstellbarkeit der Mischerstruktur45 mit gestufter katalytischer Beschichtung vorteilhaft sein, die unbeschichtete erste Stufe55 separat von einem die beiden anderen beschichteten Stufen56 ,57 aufweisenden Strukturelement herzustellen, um so die Mischerstruktur45 zusammenzubauen. Auch können die beiden katalytisch aktiven Stufen56 ,57 mittels separater Strukturelemente hergestellt werden. - ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
- Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
- Zitierte Patentliteratur
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- - DE 102006046257 [0003]
- - DE 102006017616 [0003]
- - DE 202006008898 U1 [0038]
Claims (14)
- Brennstoffzellensystem, insbesondere in einem Kraftfahrzeug, – mit einer Brennstoffzelle (
2 ) zum Generieren von elektrischem Strom (5 ) aus wasserstoffhaltigem Anodengas (6 ) und sauerstoffhaltigem Kathodengas (7 ), – mit einem stromab der Brennstoffzelle (2 ) angeordneten Restgasbrenner (3 ) zum Verbrennen von wasserstoffhaltigem Anodenabgas (13 ) mit sauerstoffhaltigem Kathodenabgas (15 ), gekennzeichnet durch einen Oxidationskatalysator (24 ) mit einer Mischerstruktur (45 ) zum Mischen einer den Oxidationskatalysator (24 ) durchströmenden Gasströmung. - Brennstoffzellensystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Mischerstruktur (
45 ) katalytisch aktiv beschichtet ist, wobei insbesondere der Oxidationskatalysator (24 ) durch die katalytisch aktiv beschichtete Mischerstruktur (45 ) gebildet sein kann. - Brennstoffzellensystem nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die katalytisch aktive Beschichtung in der Durchströmungsrichtung der Mischerstruktur (
45 ) gestuft ausgestaltet ist, derart, dass die katalytische Aktivität in der Durchströmungsrichtung gestuft zunimmt, wobei insbesondere zusätzlich oder alternativ vorgesehen sein kann, dass die katalytisch aktive Beschichtung in der Durchströmungsrichtung (58 ) von einer Eingansseite (59 ) der Mischerstruktur (45 ) beabstandet beginnt, wobei insbesondere die Mischerstruktur (45 ) aus einem Stück integral oder aus mehren separat hergestellten Strukturelementen zusammengebaut sein kann. - Brennstoffzellensystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Mischerstruktur (
45 ) eine im Gaspfad (47 ) der Gasströmung angeordnete, von der Gasströmung durchströmbare poröse Struktur (46 ) aufweist, die insbesondere katalytisch aktiv beschichtet sein kann. - Brennstoffzellensystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Mischerstruktur (
45 ) ein Gewebe (48 ) oder ein Gitter (48 ) oder eine Matte (49 ) jeweils aus Fasern oder Drähten ist, die insbesondere katalytisch aktiv beschichtet sein können. - Brennstoffzellensystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Mischerstruktur (
45 ) eine mehrlagige Blechbahnstruktur (50 ) aufweist, deren Blechbahnen (51 ) durchströmbare Kanäle (52 ) bilden, die über Querverbindungsöffnung (53 ) miteinander kommunizieren, wobei die Blechbahnstruktur (50 ) insbesondere katalytisch aktiv beschichtet sein kann. - Brennstoffzellensystem nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Oxidationskatalysator (
24 ) im Restgasbrenner (3 ) so angeordnet ist, dass im Betrieb des Brennstoffzellensystems (1 ) Brennerabgas (25 ) stromab des Oxidationskatalysators (24 ) aus dem Restgasbrenner (3 ) austritt. - Brennstoffzellensystem nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Restgasbrenner (
3 ) einen Brennraum (35 ) enthält, in dem im Betrieb des Brennstoffzellensystems (1 ) die Verbrennung von Anodenabgas (13 ) mit Kathodenabgas (15 ) stattfindet, wobei der Oxidationskatalysator (24 ) stromab des Brennraums (35 ) angeordnet ist und so ausgestaltet ist, dass im Betrieb des Brennstoffzellensystems (1 ) im Oxidationskatalysator (24 ) eine Umsetzung von im Verbrennungsabgas des Brennraums (35 ) enthaltenen Kohlenmonoxid in Kohlendioxid erfolgt, wobei insbesondere die Brennstoffzelle (2 ) als Hochtemperatur-Brennstoffzelle ausgestaltet sein kann. - Brennstoffzellensystem nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Restgasbrenner (
3 ) einen Mischraum (36 ) enthält, in dem im Betrieb des Brennstoffzellensystems (1 ) sich das Anodenabgas (13 ) und das Kathodenabgas (15 ) vermischen, wobei der Oxidationskatalysator (24 ) stromab des Mischraums (36 ) angeordnet ist und so ausgestaltet ist, dass im Betrieb des Brennstoffzellensystems (1 ) im Oxidationskatalysator (24 ) die Verbrennung von Anodenabgas (13 ) mit Kathodenabgas (15 ) stattfindet, wobei insbesondere die Brennstoffzelle (2 ) als Niedertemperatur-Brennstoffzelle ausgestaltet sein kann. - Brennstoffzellensystem nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, – dass an den Restgasbrenner (
3 ) eingangsseitig eine Kühlgaszuführung (26 ) angeschlossen ist, – dass eine Sensorik (30 ) zum Ermitteln der Temperatur des Oxidationskatalysators (24 ) vorgesehen ist, – dass eine mit der Kühlgaszuführung (26 ) und mit der Sensorik (30 ) verbundene Steuerung (29 ) zum Betreiben der Kühlgaszuführung (26 ) in Abhängigkeit der Temperatur des Oxidationskatalysators (24 ) vorgesehen ist. - Brennstoffzellensystem nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, – dass an die Brennstoffzelle (
2 ) eingangsseitig eine Kathodengaszuführung (37 ) angeschlossen ist, – dass eine Sensorik (30 ) zum Ermitteln der Temperatur des Oxidationskatalysators (24 ) vorgesehen ist, – dass eine mit der Kathodengaszuführung (37 ) und mit der Sensorik (30 ) verbundene Steuerung (29 ) zum Betreiben der Kathodengaszuführung (37 ) in Abhängigkeit der Temperatur des Oxidationskatalysators (24 ) vorgesehen ist. - Brennstoffzellensystem nach den Ansprüchen 10 und 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerung (
29 ) so ausgestaltet ist, dass sie beim Betätigen der Kühlgaszuführung (26 ) die Betätigung der Kathodengaszuführung (37 ) berücksichtigt. - Brennstoffzellensystem nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, – dass stromab des Restgasbrenners (
3 ) ein Wärmeübertrager (4 ) zur Wärmeübertragung auf ein Wärmeübertragungsmedium (34 ) angeordnet ist, der insbesondere stromab des Oxidationskatalysators (24 ) im Restgasbrenner (3 ) angeordnet sein kann, oder – dass in den Restgasbrenner (3 ) ein Wärmeübertrager (4 ) zur Wärmeübertragung auf ein Wärmeübertragungsmedium (34 ) integriert ist, wobei insbesondere der Oxidationskatalysator (24 ) in Form einer katalytisch aktiven Beschichtung in den Wärmeübertrager (4 ) integriert sein kann. - Brennstoffzellensystem nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Restgasbrenner (
3 ) eine Abschlussplatte (11 ) der Brennstoffzelle (2 ) bildet.
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