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DER ERFINDUNG
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Die
Offenbarung ist auf mechanische Beatmungsgeräte gerichtet,
um einem Patienten eine die Zuführung von Anästhesiemitteln
sowie Atmungsunterstützung umfassende Atmungsunterstützung
zu geben. Insbesondere ist die Offenbarung auf ein mechanisches
Beatmungsgerät mit erhöhter Mobilität gerichtet.
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HINTERGRUND DER OFFENBARUNG
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Patienten,
welche Atmungsschwierigkeiten haben, müssen oft an ein
mechanisches Beatmungsgerät angeschlossen werden. Diese
Atmungsschwierigkeiten können pathologischer Art sein,
oder auf dem Umstand beruhen, dass der Patient zu schwach oder zu
sediert ist, um selbständig die Atmungsfunktionen auszuführen.
Oft kann der Patient versuchen, spontan zu atmen, ist aber nicht
in der Lage, einen vollen Atmungszyklus durchzuführen.
In diesen Fällen wird eine mechanisch unterstützte
Beatmung bereitgestellt. In einigen mechanisch unterstützten
Beatmungsplattformen detektiert eine Kombination von Druck- und/oder
Durchflusssensoren den Atemzugversuch eines Patienten. Die Detektion
des Atemzugversuches löst die mechanische Zuführung
eines Atemzugs aus. Der Atemzug wird durch die Zuführung
von medizinischen Gasen unter einem Druck erzeugt, der ausreicht,
um den Systemwiderstand und den Luftwegwiderstand des Patienten
zu überwinden, um die Lunge in einer Einatmungsphase zu
füllen. Wenn der Druck des medizini schen Gases reduziert
wird, drückt die natürliche Elastizität
der Brustwand des Patienten den zugeführten Atemzug aus dem
Patienten in einer Ausatmungsphase heraus.
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Die
dem Patienten zugeführten medizinischen Gase können
Luft, Sauerstoff, Helium, Stickoxid, Anästhesiemittel,
Medikamentenaerosol oder irgendein anderes von dem Patienten eingeatmetes Gas
aufweisen. Luft wird als das Antriebsgas für das Beatmungssystem
bezeichnet und alle anderen medizinischen Gase werden als Zusatzgase
für die Luft bezeichnet.
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Die
Gesundheitsbranche steht der Herausforderung gegenüber,
eine Versorgung höherer Qualität zu liefern, während
gleichzeitig die Kosten für die Bereitstellung dieser Versorgung
reduziert werden. Ein Aspekt der Herausforderung der Kostenreduzierung
besteht in der Reduzierung der Grundkosten, in Verbindung mit der
Bereitstellung von Gesundheitsversorgung. Grundkosten sind die Kosten
in Verbindung mit der Infrastruktur, die erforderlich ist, um Patienten
medizinisch zu versorgen, wie beispielsweise die Kosten von medizinischem
Gas, das zur Erzeugung einer Atmungsunterstützung verwendet
wird. Zusätzlich besteht ein Bedarf nach verbesserter Versorgungsqualität
an abgelegenen Orten, wie z. B. in militärischen Feldhospitalen,
Ländern der dritten Welt und in Rettungs- oder Notsituationen.
Ein üblicher Aspekt, um diesen Herausforderungen Rechnung
zu tragen, besteht in der Bereitstellung eines Gerätes, das
mobil ist. Die Mobilität eines Teils einer Apparatur beinhaltet
die Verringerung des Bedarfs der Apparatur an externen Komponenten,
wie z. B. Behältern für medizinisches Gas oder
einer externen Zufuhr von medizinischem Gas. Die erhöhte
Mobilität eines Teils einer Apparatur ermöglicht
es, dieses in einem Krankenhaus in den Bereich zu verbringen, wo
es derzeitig benötigt wird, und ermöglicht es,
dass ein Teil der Apparatur an eine abgelegene Stelle transportiert wird,
wo andere weniger tragbare Apparatur nicht zur Verfügung
steht.
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Es
steht derzeit eine breite Vielfalt von Systemen zur Verfügung,
um eine Beatmungsunterstützung für einen Patienten
bereitzustellen, oder einer Anästhesiemittelzuführung
zu einem Patienten bereitzustellen. Es gibt Systeme, welche diese
beiden Funktionalitäten kombinieren, wie es in dem
U.S. Patent No. 5 315 989 offenbart
ist, welches hierin in seiner Gesamtheit beinhaltet ist; diese Systeme
erfordern jedoch einen Vorrat von unter Druck stehendem medizinischem
Gas, um die Atmungsunterstützung für den Patienten
bereitzustellen. Medizinisches Gas wird oft aus unter Druck stehenden
Vorratsbehältern zugeführt, oder medizinisches
Gas kann dem Beatmungsgerät über Gasanschlüsse
in der Wand eines Raums in dem Krankenhaus zugeführt werden.
Die Abhängigkeit von fest installierten Gasanschlüssen schränkt
die Beweglichkeit eines Beatmungssystems erheblich ein, da das System
nur in den Räumen verwendet werden kann, die mit medizinischen
Gasversorgungsleitungen ausgestattet sind, die an einen zentralisierten
Vorrat von medizinischem Gas angeschlossen sind. Ferner erhöht
die Abhängigkeit von medizinischen Gaszuführungsleitungen
die Kosten für die Hinzufügung weiterer Räume
zu einer Krankenhauseinrichtung, da jeder dieser neuen Räume mit
dem zentralen Vorrat des medizinischen Gases verbunden und mit den
medizinischen Gaszuführungsleitungen ausgestattet werden
muss. Alternativ können kleinere und somit beweglichere
medizinische Gasvorratsbehälter durch ein individuelles
Beatmungssystem verwendet werden. Jedoch sind diese Behälter
teuerer und sind, obwohl sie mobil sind, mühsam zu transportieren.
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Eine
dritte Art von Beatmungssystem, das derzeit verfügbar ist,
reduziert die Notwendigkeit eines Vorrats an medizinischem Gas,
wenn das verwendete medizinische Gas Luft ist, indem eine Pumpe
in das Beatmungssystem so integriert ist, dass die Pumpe die Umgebungsluft
auf den von das Beatmungssystem erforderlichen Druck anhebt. Beatmungssysteme
mit eingebauter Hochdruckpumpe, um Umgebungsluft unter Druck zu
setzen, unterliegen den Hochdruckpumpen inhärenten Einschränkungen.
Im Allgemeinen leiden Hochdruckpumpen unter dem Umstand, dass sie
relativ groß und schwer sind, was somit die Beweglichkeit
von Systemen reduziert, welche diese Pumpen verwenden. Das Gewicht
der Pumpe ist kontraproduktiv, da die Implementation eines Beatmungssystems
mit einer Pumpe im Wesentlichen für den Zweck erfolgt,
das Beatmungssystem mobil zu machen. Andererseits weisen Systeme
ohne Hochdruckpumpen (wie z. B. Gebläse- oder Turbinensysteme)
im Wesentlichen eine langsame Reaktionszeit für die Zuführung
der korrekten Menge an medizinischem Gas zu dem Patienten zum korrekten
Zeitpunkt auf. Um dieses zu kompensieren, sind Systeme ohne Hochdruckpumpen
mit komplizierten Ventilen und Kreisläufen verwendet, und
erhöhen somit den Energiebedarf für den Betrieb des
Beatmungssystems. Dieses ist ebenfalls in einem mobilen Beatmungsunterstützungssystem
nicht erwünscht.
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Daher
ist ein Patientenatmungsunterstützungssystem, das einen
ausreichenden Druck des medizinischen Gases liefern kann, um eine
korrekte Patientenbeatmung sicherzustellen, eine schnelle Reaktionszeit
bereitzustellen, um kontinuierlich den in Verbindung mit dem Atmungszyklus
des Patienten gelieferten Druck anzupassen, einen niedrige Energieverbrauch
und reduzierte Systemgröße und Gewicht bereitstellen
kann, erwünscht. Ein Patientenatmungsunterstützungssystem,
das eine Pumpe verwendet, welche diese Qualitäten kombiniert,
würde erheblich die Mobilität eines Patientenatmungsunterstützungssystems
erhöhen, und somit eine größere Flexibilität
an Stellen ermöglichen, an welchen der Patient eine Atmungsunterstützung
erhalten kann.
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ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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Ausführungsformen
stellen ein Patientenatmungsunterstützungssystem bereit,
das mobil ist, eine schnelle Reaktionszeit besitzt und elektrische Energie
im Vergleich zu Hochdruckkompressor-Pumpensystemen einspart. Das
Patientenatmungsunterstützungssystem der vorliegenden Erfindung
verwendet eine Antriebspumpe, um die Zuführung des medizinischen
Gases zu dem Patienten zu steuern. Die Antriebspumpe stellt eine
zuverlässige Quelle für eine hohe Durchflussmenge
und energieeffiziente Antriebsgaszuführung für
das Beatmungssystem der vorliegenden Erfindung bereit. Somit stellt
ein Beatmungssystem, welches eine Antriebspumpe aufweist, eine Lösung
für Krankenhäuser mit eingeschränktem
Budget aufgrund des Umstandes bereit, dass die Antriebspumpe das
benötigte unter Druck stehende medizinische Gas an ein
Beatmungssystem liefern kann, das in der Lage ist, entweder eine Atmungsunterstützung
oder Anästhesiezuführungsunterstützung
für einen Patienten bereitzustellen. Aufgrund der mobilen
Natur der vorliegenden Erfindung kann die vorliegende Erfindung
in der medizinischen Einrichtung transportiert werden, um eine Atmungsunterstützung
für einen Patienten der sie benötigt, bereitzustellen,
und somit die Erweiterbarkeit einer einfachsten medizinischen Behandlungseinrichtung
zu erhöhen.
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Eine
weitere Ausführungsform verwendet eine Schwingungspumpe
als Antriebspumpe zum Erzeugen eines Umgebungsluftstroms.
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In
einer weiteren Ausführungsform ist die Antriebspumpe in
der Lage, das Beatmungssystem unter Druck zu setzen, um eine positive
endexpiratorische Druck-(PEEP)-Unterstützung zu erzeugen.
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In
noch einer weiteren Ausführungsform weist das Beatmungssystem
eine Schalldämpfungsvorrichtung auf, um das Geräusch
außerhalb der Antriebspumpe zu reduzieren.
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KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
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Die
Zeichnungen stellen die derzeit für die am besten gehaltene
Ausführungsart der Erfindung dar. In den Zeichnungen ist.
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1 eine
schematische Darstellung des pneumatischen Systems eines Beatmungssystems des
Stands der Technik;
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2 eine
schematische Darstellung des pneumatischen Systems einer Ausführungsform;
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3 eine Übersichtsansicht
des allgemeinen physischen Aufbaus der Linearschwingungspumpe;
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4 eine
Seitenansicht des entlang der Linie 4-4 aufgeschnittenen Motorkerns
und der Windungen;
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5 eine
schematische Darstellung der zum Antrieb der Linearschwingungspumpe
verwendeten elektrischen Signale;
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6A eine
graphische Darstellung, die den Ausgangsdruck der Linearschwingungspumpe
vor dem Erhalt einer Druckdämpfung darstellt; und
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6B eine
grafische Darstellung des Ausgangsdrucks der Linearschwingungspumpe
nach dem Erhalt einer Druckdämpfung.
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DETAILLIERTE BESCHREIBUNG
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1 zeigt
eine schematische Darstellung eines im Fachgebiet bekannten Beatmungssystems
10.
Ein Beatmungsgerät dieses Systems ist in dem
U.S. Patent No. 5 315 989 an Tobia
beschrieben, welches hierin in seiner Gesamtheit durch Bezugnahme beinhaltet
ist. In dem Beatmungssystem
10 ist eine unter Druck stehende
Quelle von medizinischem Gas
12 mit einem Regler
14 und
einem Gaseinlasssystem
16 verbunden. Das unter Druck stehende
medizinische Gas dient als das Antriebsgas für den Betrieb des
Beatmungssystems
10. Das unter Druck stehende Gas strömt
von dem Einlassventil
16 zu einem Einatmungsdurchfluss-Steuerventil
18.
Typischerweise ist das Einatmungsdurchfluss-Steuerventil
18 ein
Proportionaldurchfluss-Magnetventil, wobei jedoch viele andere geeignete
Typen von Ventilen existieren, einschließlich einfacher
oder mehrfach pulsweitenmodulierter (PWM) Ein/AUS-Ventile. Das Einatmungsdurchfluss-Steuerventil
18 wird
durch die CPU
20 über die Leitung
22 gesteuert.
Die CPU
20 steuert das Einatmungsdurchfluss-Steuerventil
18 so,
dass es abhängig von dem Druck öffnet und schließt,
der in der ersten Einatmungsleitung
24 erwünscht
ist. Der Druck in der Einatmungsleitung
24 wird durch einen
Ladedrucksensor
26 gemessen, welcher ein Drucksignal über
eine Leitung
28 zurück an die CPU
20 sendet.
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Das
Einatmungsdurchfluss-Steuerventil 18 öffnet und
schließt unter der Steuerung durch die CPU 20 so,
dass die konstante Zufuhr von unter Druck stehendem medizinischen
Gas aus der Gasquelle 12 gesteuert wird, um variierende
Drücke innerhalb der ersten Einatmungsleitung 24 zu
erzeugen. Das medizinische Gas in der ersten Einatmungsleitung 24 strömt
durch ein Rückschlagventil 30 in die Leitung 32.
Das Rückschlagventil 30 erfordert typischerweise
einen Schwellenwertdruck in der Einatmungsleitung 24 zum Öffnen,
um das Einströmen von medizinischem Gas in die zweite Einatmungsleitung 32 zu
ermöglichen. In einer Ausführungsform kann das
Rückschlagventil 30 einen größeren
Druck als 3,5 cm H2O in der ersten Einatmungsleitung 24 erfordern.
Die zweite Einatmungsleitung 32 weist ferner ein mechanisches Überdruckventil 34 auf.
Das mechanische Überdruckventil 34 stellt die
Sicherheit des eine mechanische Beatmung erhaltenden Patienten sicher,
indem jeder Überdruck bei und über einem Schwellenwertbetrag,
typischerweise etwa 110 cm H2O in der zweiten
Einatmungsleitung 32, abgelassen und dieser an Umgebungsluft abgelassen
wird. Somit wird der Druck in der zweiten Einatmungsleitung 32 auf
einem für den Patienten sicheren Druck gehalten.
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Das
Antriebsgas in der zweiten Einatmungsleitung 32 wird einer
Balgenkammer 42 der Balgenanordnung 36 zugeführt.
Das Antriebsgas setzt die Balgenkammer 42 unter Druck und
komprimiert den Balgen 40. Ein Freiatmungs-Rückschlagventil 38 ist ebenfalls
innerhalb der zweiten Einatmungsleitung 32 angeordnet.
Wenn der eine mechanische Beatmung erhaltende Patient mit spontaner
Atmung beginnt, muss die Balgenanordnung 36 eine Gasquelle besitzen,
um den Balgen 40 unabhängig von dem Antriebsgas
zu entleeren. Daher führt das Vorliegen eines Unterdrucks
in dem Balgen 40 in Bezug auf den Druck in der Balgenkammer 42 zu
der Öffnung der Freiatmungs-Rückschlagventils 38 so,
dass Umgebungsluft in die zweite Einatmungsleitung 32 gezogen
und der Balgenkammer 42 so zugeführt wird, dass
der Balgen 40 komprimiert werden kann und der Patient einen
spontanen Atemzug nehmen kann. Die Kompression des Balgens 40 leitet
das Gas in dem Balgen 40 zu einer Leitung 44.
Die Leitung 44 ist für eine Verbindung mit einer
(nicht dargestellten) Patientenschnittstelle angeordnet, welche
das medizinische Gas dem Patienten zuführt. Das Antriebsgas
in der Balgenkammer 42 über eine Ausatmungsleitung 46 an
ein Exhalationsventil 48 abgegeben. Das Exhalationsventil 48 steuert
jeden positiven endexpiratorischen Druck (PEEP), der an den Patienten
zu liefern an.
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PEEP
ist eine Art einer Beatmungstherapie, in welcher nach der Ausatmung
des Patienten der Luftweg des Patienten nicht auf einen Umgebungsdruck
zurückgeführt wird, sondern stattdessen auf einem
Druck über dem Umgebungsdruck gehalten wird, der durch
den Arzt bestimmt wird. Der PEEP-Druck dient dazu, die Lunge des
Patienten teilweise befüllt und offen zu halten, um dadurch
den Luftwegwiderstand des Patienten zu reduzieren, die Lungencompliance
zu erhöhen und einen Alveolarkollaps oder eine Atelektase
zu verhindern. Der Effekt ist ähnlich wie bei einem Luftballon,
welcher leichter aufzublasen ist, wenn man bei einem kleinen Aufblasdruck
beginnt. Die Beibehaltung einer teilweisen Füllung der
Lunge des Patienten am Ende der Ausatmung führt auch zu
einer besseren Aussetzung des zugeführten medizinischen
Gases an die Alveolen, die den Gasaustausch mit der Lunge des Patienten
ausführen, und macht somit den Gasaustausch effizienter
und die Beatmung des Patienten effektiver.
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Ein
System für die Erzeugung einer PEEP-Steuerung für
ein Beatmungssystem ist in dem
U.S.
Patent No. 5 651 360 an Tobia beschrieben, welches hierin
in seiner Gesamtheit durch Bezugnahme beinhaltet ist. Während
der Ausatmung steuert das Exhalationsventil
48 den Druck
der Luft in dem Balgen und dementsprechend den Druck der Luft in
der Lunge des Patienten. Der Druck in der Drucksteuerleitung
50 steuert
die durch das pneumatische Exhalationsventil
48 erzeugte
Druckbeschränkung. Die Drucksteuerleitung
50 ist
auf denselben Druck wie die erste Einatmungsleitung
24 eingestellt, da
die Drucksteuerleitung
50 und die erste Einatmungsleitung
24 fluidmäßig
verbunden sind. Während der Ausatmung ist das Rückschlagventil
30 verschlossen,
da der Druck in der Balgenkammer
42 plus dem zum Öffnen
des Rückschlagventils
30 erforderlichen Vordruck
größer als der Druck in der Einatmungsleitung
24 ist.
Der Durchfluss fließt daher über den Abflusswiderstand
56 ab.
Ein erhöhter Druck in der Einatmungsleitung
24 und
dementsprechend in der Drucksteuerleitung
50 führt
zu einem größeren PEEP-Druck in dem Balgen
40 und
in der Lunge des Patienten. Dieses hat die Auswirkung, eine PEEP-Steuerung über
die Steuerung des Einatmungsdurchfluss-Steuerventils
18 zu
ermöglichen. Typischerweise verändert die CPU
20 das
Einatmungsdurchfluss-Steuerventil
18 zwischen einem ersten
Einatmungsdurchfluss und einem zweiten Ausatmungs-PEEP-Durchfluss.
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Ein
Entlastungsventil 52 ist mit dem Balgen 40 so
verbunden, dass, wenn der während der Ausatmung des Patienten
erzeugte Druck den der Kombination des Entlastungsventils 52 und
der Druckleitung 46 übersteigt, das Ventil so öffnet,
dass ein Teil des Gases aus dem Balgen 40 in das Exhalationsventil 48 umgeleitet
wird. Das Exhalationsventil 48 leitet das gesamte Gas aus
dem Entlastungsventil 52 und das Antriebsgas in der Ausatmungsleitung 46 zu einer
Reinigungseinheit. Die Reinigungseinheit entfernt alle medizinischen
Gase, die für die Ärzte oder andere in dem Raum
mit dem Patienten schädlich sein könnten, wenn
man diese Gase in den Raum austreten lässt. Wenn man den
Aufbau von Konzentrationen bestimmter medizinischer Gase in dem Raum
zulässt, können Ärzte in der Form von
Lebersklerose oder anderen Gesundheitsbeeinträchtigungen
geschädigt werden. Die Reinigungseinheit führt normalerweise
die medizinischen Gase aus dem Krankenhaus oder der Behandlungseinrichtung
ab und gibt sie nach außen ab, wo sie zu nicht schädlichen
Konzentrationen in der Umgebung verdünnt werden.
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2 ist
eine schematische Darstellung einer Ausführungsform eines
Beatmungssystems 110, in welchem ein großer Anteil
der schematischen Darstellung ähnliche Funktionen wie der
in 1 dargestellte Stand der Technik ausführt.
Gemeinsame oder nicht veränderte Elemente gegenüber 1 werden in 2 mit
einem ähnlichen um 100 erhöhten Bezugszeichen
dargestellt.
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Eine
Antriebspumpe 160 nimmt Umgebungsluft auf, und treibt einen
Umgebungsluftdurchfluss in eine erste Einatmungsleitung 124 an,
was eine Zunahme des Druckes in der ersten Einatmungsleitung 124 in
der Weise bewirkt, dass die Umgebungsluft als ein Antriebsgas für
das Beatmungssystem 110 verwendet werden kann. Die CPU 120 misst
den Druck in der ersten Einatmungsleitung 124 über
einen Drucksensor 126 und steuert die Antriebspumpe 160,
um einen spezifizierten Druck in der ersten Einatmungsleitung 124 zu
erzielen. Es dürfte sich verstehen, dass die CPU 120 eine
Vielzahl von Elementen umfasst, welche Steueroperationen des Beatmungssystems 110 durchführen
können. In Ausführungsformen kann die CPU 120 aus
einem oder mehreren Mikroprozessoren oder Mikrocontroller, die in
der Lage sind, eine parallele Verarbeitung durchzuführen,
oder einem Desktop- oder einen Laptop-Personalcomputer bestehen.
Die CPU 120 erhält ein Eingangssignal aus einem
Drucksensor 126 über eine Leitung 128 sowie
anderen Quellen eines (nicht dargestellten) Patientenbeatmungseingangssignals. Die
anderen durch die CPU 120 verarbeiteten Beatmungseingangssignale
können gemessene Drücke innerhalb den Leitungen
des Beatmungssystems 110, Patientenluftwegdrücke
und Gasdurchflüsse, Arzteingabedaten, wie z. B. Atmungsgeschwindigkeiten,
I/E-Verhältnis, die Hinzufügung von Hilfsgasen zu
dem an den Patienten gelieferten Gas beinhalten, sollen jedoch nicht
darauf beschränkt sein. Beatmungseingangssignale, wie die
vorstehend beschriebenen sowie weitere, können durch die
CPU 120 bei der Einstellung der Steuerung des Beatmungssystems 110 verwendet
werden.
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Die
CPU 120 steuert die Antriebspumpe 160, um einen
Soll-Durchfluss in die Einatmungsleitung 124 zu liefern,
welcher einen Anstieg des Druckes der Luft in der Einatmungsleitung 124 auf
einen gewünschten Druck bewirkt. Somit wird die Notwendigkeit
für eine getrennte Gasdruckquelle 112, einen Gasregler 14,
ein Gaseinlassventil 16 sowie das Einatmungsdurchfluss-Steuerventil 18 gemäß Darstellung
in 1 durch die Verwendung der Antriebspumpe 160 erübrigt.
Durch die Beseitigung der Notwendigkeit dieser Elemente nach dem
Stand der Technik, erhöht die Antriebspumpe 160 die
Mobilität des Beatmungssystems 110.
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Sobald
die Umgebungsluft in die Antriebspumpe 160 durch ein Einlassfilter 162 eintritt,
wird sie einer Schwingungspumpe 164 zugeführt.
Die Schwingungspumpe 164 erhält aus der CPU 120 ein den
Pumpendurchfluss anzeigendes Energiesignal, um den Druck in dem
Einatmungskanal 124 auf den gewünschten Pegel
zu erhöhen. Eine geeignete Schwingungspumpe 164,
die verwendet werden kann, ist die in der anhängigen Patentanmel dung
No. 11/461,792 offenbarte, deren vollständige Offenbarung
hierin durch Bezugnahme beinhaltet ist. Die Schwingungspumpe 164 ist
für die Implementation dieser Ausführungsform
vorteilhaft, da die Schwingungspumpe die Vorteile zeigt, dass sie
eine schnelle Reaktionszeit dergestalt besitzt, dass eine genaue Steuerung
des Druckes des Antriebsgases erzielt werden kann. Es dürfte
sich jedoch verstehen, dass jede geeignete Antriebspumpe, welche
eine schnelle Reaktionszeit zeigt, anstelle der Schwingungspumpe 164 verwendet
werden könnte. In einer weiteren Ausführungsform
ist die Schwingungspumpe 164 eine Linearschwingungspumpe,
die zwei Membranen dergestalt aufweist, dass eine Gasmenge bei jedem
Hub der Linearschwingungspumpe unter Druck gesetzt wird. Eine Linearschwingungspumpe
kann einen kontinuierlichen Gasdurchfluss liefern. Ferner kann die
Linearschwingungspumpe einen komprimierten Gasdurchfluss ohne sich
reibungsmechanisch bewegende Teile erzeugen, was den Verschleiß verringert. Es
dürfte sich ferner verstehen, dass andere Schwingungs-,
Kolben- oder Rotationspumpen anstelle der hierin beschriebenen Schwingungspumpe 164 verwendet
werden könnten.
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Ein
Schallisolationsgehäuse 166 umgibt die Schwingungspumpe 164,
um das Geräusch und die Schwingung abzuschwächen,
welche durch den Betrieb der Schwingungspumpe 164 in dem
Belüftungssystem 110 erzeugt werden. In einer
klinischen Umgebung ist übermäßiges Geräusch
unerwünscht, da eine deutliche Kommunikation zwischen Arzt,
Patienten und Patientenüberwachungssystemen für
die Bereitstellung einer Qualitätsgesundheitsversorgung
erwünscht sind. Obwohl das Schallisolationsgehäuse 166 notwendigerweise
nur die Antriebspumpe 164 umgeben müsste, können
Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung ein Schallisolationsgehäuse 166 aufweisen,
das das Einlassfilter 162 und/oder das Dämpfungssystem 168 gemäß Dar stellung
umgibt. Jedoch muss in einer Umgebung mit einer Antriebspumpe 160,
die kein übermäßiges Geräusch erzeugt,
das Schallisolationsgehäuse 166 nicht erforderlich
sein. Zum Schluss wird der Luftdurchfluss aus der Schwingungspumpe 164 einem
Dämpfungssystem 168 zugeführt. Das Dämpfungssystem 168 führt den
Luftdurchfluss durch eine Reihe von (nicht dargestellten) Ablenkeinrichtungen,
um die Schwingungskomponente des Antriebsgasdurchflusses, der als
eine inhärente Eigenschaft der Schwingungspumpe 164 erzeugt
wird, zu reduzieren oder zu eliminieren. Das Dämpfungssystem 168 reduziert
ferner das Geräusch des unter Druck stehenden Antriebsgases,
bevor es der Einatmungsleitung 124 zugeführt wird.
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Der
Betrieb des Belüftungssystems 110 gemäß Darstellung
in 2 wird nun hierin beschrieben. Ein Patient erhält
eine mechanische Beatmung über ein Beatmungssystem 110.
Die CPU 120 steuert die Schwingungspumpe 164,
um Umgebungsluft über das Einlassfilter 162 aufzunehmen.
Diese Luft wird in dem System unter Druck gesetzt, um das Antriebsgas
für das System zu werden. Die Schwingungspumpe 164 erzeugt
einen Luftdurchfluss in den ersten Einatmungskanal 124.
Der Luftdurchfluss wandert durch das Dämpfungssystem 168,
in welcher ein erheblicher Anteil des Schwingungsfrequenzanteils
des Antriebsgases beseitigt wird, zu dem ersten Einatmungskanal 124.
Anschließend wird das Antriebsgas der ersten Einatmungsleitung 124 zugeführt,
um einen ersten Solldruck zu erzeugen. Nach Erreichen einer minimalen
Druckdifferenz zwischen der Einatmungsleitung 124 und der
Balgenkammer 142 zum Öffnen des Rückschlagventils 130 wird
der Antriebsgasdurchfluss durch das Rückschlagventil 130 in
die Leitung 132 geführt. Das Rückschlagventil 130 kann
typischerweise etwa 3,5 cm H2O benötigen, um
sich überhaupt zu öffnen, und verhindert auch den
Rückfluss des Antriebsgases aus der zweiten Einatmungsleitung 132 zurück
in die erste Einatmungsleitung 124. Die zweite Einatmungsleitung 132 leitet
das Antriebsgas in die Balgenkammer 142 der Balgenanordnung 136.
Der Druck in der ersten Einatmungsleitung 124 wird durch
einen Druckmesswandler 126 überwacht.
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Ein
Druckaufbau in der Balgenkammer 142 komprimiert den Balgen 140,
welcher das medizinische Gas in dem Balgen 140 in die Leitung 144 drückt.
Die Patientenverbindungsleitung 144 leitet das medizinische
Gas über eine (nicht dargestellte) Patientenschnittstelle
zu dem Patienten, um die Patientenatmungsunterstützung
zu erzeugen. Es ist auch erkennbar, dass die Durchflussmenge des
an den Patienten gelieferten medizinischen Gases gleich dem des
durch die Pumpe 164 gelieferten Antriebsgases reduziert
durch die Verluste im Gasvolumen aufgrund von Gasleckage und die
Compliance des Beatmungssystems ist. Die Atmungsunterstützung
kann in der Form von Druck oder Gasvolumen vorliegen, welche durch
Steuerung des Antriebsgasdurchflusses aus der Antriebspumpe 160 gemäß Steuerung
durch die CPU 120 erzeugt wird. Eine Reihe von (nicht dargestellten)
Beatmungskomponenten kann entlang der Patientenverbindungsleitung 144 angeordnet
sein, um eine weitere Atmungsunterstützung für
den Patienten bereitzustellen. Die Beatmungskomponenten können
ein ergänzendes medizinisches Gas, ein Verneblungsgerät,
einen Kohlenstoffdioxid-Absorberbehälter oder einen Befeuchter beinhalten,
sind jedoch nicht darauf beschränkt.
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Nach
Abschluss der Einatmungsphase der mechanischen Beatmung geht das
Beatmungsgerät zu der Ausatmungsphase über. Der
ausgeatmete Atem aus dem Patienten wird durch die Patientenverbindungsleitung 144 zurück
in den Balgen 140 geleitet. Wenn das Beatmungsgerät
in die Ausatmungsphase übergeht, steuert die CPU 120 die
Schwingungspumpe 164, dass sie einen geringeren Antriebsgasdurchfluss
erzeugt, und somit einen zweiten niedrigeren Solldruck in der ersten
Ausatmungsleitung 124, der Leitung 132 und der
Balgenkammer 142 erzielt. Da der ausgeatmete Atem aus dem
Patienten dem Balgen 140 zugeführt wird, beginnt
sich der Balgen 140 in der Balgenanordnung auszudehnen.
Das verdrängte Antriebsgas aus der Balgenkammer 142 wird
durch eine Ausatmungsleitung 146 einem Exhalationsventil 148 zugeführt.
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Während
der Ausatmung ist das Rückschlagventil 130 nominell
geschlossen und das Exhalationsventil 148, eine Drucksteuerleitung 150 und ein
Entlastungsventil 152 steuern den Druck des medizinischen
Gases in der Balgenkammer 142 und in dem Balgen 140.
Das Auslassventil 148 ist mit einer Drucksteuerleitung 150 verbunden,
die mit der ersten Einatmungsleitung 124 in Fluidverbindung
steht. Daher wird der durch den in der Schwingungspumpe 164 erzeugten
Durchfluss erzeugte Druck in der Einatmungsleitung 124 zum
Steuern des Druckes in der Balgenkammer 142 verwendet.
Somit wird, wenn sich der Patient in der Ausatmungsphase befindet, der
Druck in dem Balgen 140 durch den Druck für die Überwindung
des Entlastungsventils 152, den Druck in der ersten Einatmungsleitung 124 und
den Druck, der erforderlich ist, um die minimale Druckdifferenz über
dem Rückschlagventil 130, um das Rückschlagventil 130 geschlossen
zu halten, gesteuert. Der Druck in dem Balgen 140 ist der
dem Patienten zugeführte PEEP-Druck. Somit erreicht die
Ausatmung des Patienten ein Druckgleichgewicht innerhalb des Balgens 140 bei
dem PEEP-Druck, und hält somit diesen Luftwegdruck in der
Lunge des Patienten aufrecht.
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Der
Druckmesswandler 126 ist in Fluidverbindung mit der ersten
Einatmungsleitung 124 so angeordnet, dass er ein den Druck
in der ersten Einatmungsleitung 124 anzeigendes Signal
an die CPU 120 liefert. Die CPU 120 verwendet
den durch den Drucksensor 126 detektierten Druck in einer
Rückkopplungsschleife, um genau das für den Betrieb
der Schwingungspumpe erforderliche Energiesignal zu bestimmen, um
den gewünschten Antriebsgasdurchfluss zum Erzeugen des
erwünschten Druckes in der ersten Einatmungsleitung 124 zu
erzeugen. Um den Aufbau eines Überdruckes in der ersten
Einatmungsleitung 124 zu verhindern, wird ein konstanter
Gasabfluss über ein Abflussventil 156 an Umgebungsluft ausgegeben.
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In
einer weiteren Ausführungsform können einer oder
mehrere (nicht dargestellte) Durchflusssensoren in dem Gaskanal
zwischen dem Balgen 140 und dem Patienten, wie z. B. in
der Leitung 144, angeordnet sein, um den medizinischen
Gasdurchfluss oder das durch den Patienten geatmete Volumen zu messen.
Der Durchflusssensor kann ein Signal an die CPU in einer Rückkopplungsschleife
liefern, um genau das zum Steuern der Schwingungspumpe 164 benötigte
Energiesignal zum Antrieb des Balgens zu liefern, und um das gewünschte
Volumen medizinischer Gase an den Patienten zu liefern.
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Die
Schwingungspumpe 164 ist für die Implementation
dieser Ausführungsform vorteilhaft, da die Schwingungspumpe
die Vorteile einer schnellen Reaktionszeit in der Weise besitzt,
dass eine genaue Steuerung des Druckes des Antriebsgases erzielt werden
kann. Es dürfte sich jedoch verstehen, dass jede geeignete
Antriebspumpe, die eine schnelle Reaktionszeit zeigt, anstelle der
Schwingungspumpe 164 verwendet werden könnte.
In einer weiteren Ausführungsform ist die Schwingungspumpe 164 eine
Linearschwingungspumpe, die zwei Membranen dergestalt aufweist,
dass eine Gasmenge bei jedem Hub der Linearschwingungspumpe unter
Druck gesetzt wird.
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3 ist
eine Übersichtsansicht des allgemeinen physischen Aufbaus
einer Ausführungsform der Linearschwingungspumpe 164 gemäß Darstellung
in 2. Gemäß Darstellung in 4,
welche eine Schnittansicht der Pumpe entlang der Linie 4-4 ist,
weist die Linearschwingungspumpe 164 einen Stator auf,
der aus zwei ringförmigen ferromagnetischen laminierten
Motorkernen 250 und mehreren Motorwicklungen 253 besteht.
Gemäß 3 enthält die Pumpe 164 auch
einen Anker 251. In einer Ausführungsform ist
der Anker 251 ein sich geradlinig bewegender Anker 251,
wobei sich jedoch verstehen dürfte, dass es innerhalb des
Schutzumfangs der Schwingungspumpenvorrichtungen liegt, dass sie
alternative Richtungen der Ankerbewegung erzeugen können.
Der Anker 251 weist zwei Magnete 252 auf, wobei
einer an jedem Ende des Ankers 251 angeordnet ist.
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Wenn
ein elektrischer Strom an die Motorwicklungen 253 über
Leitungen 271 angelegt wird, wird ein Magnetfeld in den
Motorkernen in der exemplarischen Richtung der Magnetfeldlinien 254 erzeugt.
Diese Felder drücken beide Magnete 252 in dem
Anker 251 in dieselbe Richtung, und bewegen dadurch ein
Ende des Ankers 251 zur Außenseite der Linearschwingungspumpe 164 und
den anderen Magnet zu der Mittellinie 255 der Linearschwingungspumpe 164.
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Eine
Pumpenanordnung 256 ist auf jeder Seite der Linearschwingungspumpe 164 in
koaxialer Beziehung sowohl zu den Motorkernen 250 als auch zu
den Magneten 252 angeordnet. Jede Pumpenanordnung 256 weist
eine eine Pumpenkammer 257 definierende Gummimembrane 258,
ein "Einlass"-Einwegventil 260 und ein "Auslass"-Einwegventil 262 auf.
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Da
das Magnetfeld 254 durch die Motorkerne 250 den
Anker 251 zur Außenseite der Linearschwingungspumpe 164 drückt,
drückt diese elektrische Kraft 264 die Gummimembrane 258 auswärts,
und drückt daher die Luft in der Pumpenkammer 257 durch
das "Auslass"-Einwegventil 262 in die Einatmungsleitung 124.
Auf der anderen Seite der Linearschwingungspumpe 164 erzeugt
die zu der Mittellinie 255 der Pumpe 164 naheliegende
Position des Ankers 251 eine mechanische Kraft 266,
welche die Gummimembrane 258 zu dem Mittelpunkt der Pumpe
zieht, was Umgebungsluft durch das "Einlass"-Einwegventil 260 zur
Speicherung in der Pumpenkammer 257 zieht.
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Wenn
die Richtung des durch die Wicklungen 252 fließenden
Stroms umgekehrt wird, kehren sich die durch die Magnetfeldlinien 254 dargestellten Magnetfelder
um, was die Magnete 252 in die entgegengesetzte Richtung
drückt. Somit wird die Luft in der vollen Pumpenanordnung 256 durch
das "Auslass"-Einwegventil 262 nach außen und
in die Einatmungsleitung 124 gedrückt, während
die andere Pumpenanordnung 256, welche zuvor entleert worden
ist, sich nun mit Umgebungsluft durch das "Einlass"-Einwegventil 260 zu
füllen beginnt. Dieser Ladungszyklus auf den Motorkernen 250 erzeugt
die gewünschte Ausgabe von unter Druck stehendem Gas in
die Einatmungsleitung 124.
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5 zeigt
eine schematische Darstellung der elektrischen Signale, welche über
Leitungen 271 zu den Motorwicklungen 253 der Linearschwingungspumpe 164 geführt
werden. Ein Teil oder aller dieser Signale können durch
die CPU 120 über eine Leitung 122 an
die Linearschwingungspumpe 164 geliefert werden. In einer
Ausführungsform werden die Motorwicklungen 253 unter
Verwendung eines H-Brücken-Umrichters 268 gesteuert.
Es dürfte sich verstehen, dass es eine Vielzahl weiterer
Gleichstrom/Wechselstrom-Umrichtverfahren für Motorsteuerun gen
gibt, welche verwendet werden könnten. Der H-Brücken-Wechselrichter 268 weist
vier MOSFETs 270 auf. Diese MOSFETs 270 empfangen Signale
sowohl aus einem ersten UND-Gatter 272 als auch aus einem
zweiten UND-Gatter 274 und aus einem Rechteckwellensignal 282 oder 284.
Sowohl das erste 272 als auch zweite 274 UND-Gatter
empfangen ein Signal aus einem Komparator 276, welches
eine Dreieckswelle 278 mit dem Durchflusssteuersignal 244 vergleicht,
welches aus der CPU 120 erhalten werden kann. Das Produkt
aus der Dreieckswelle 278 und dem an den Komparator 276 gesendeten
Steuersignal 244 erzeugt ein Komparatorsignal 280,
das das gewünschte Tastverhältnis für den
Betrieb der Linearschwingungspumpe 164 anzeigt. Ein erstes
Rechteckwellensignal 282 wird als das zweite Eingangssignal
an das erste UND-Gatter 272 geliefert und ein zweites Rechteckwellensignal 264,
das dieselbe Frequenz hat, aber um 180 Grad zu dem ersten Rechteckwellensignal 282 phasenverschoben
ist, wird an das zweite UND-Gatter 274 geliefert.
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In
einer Ausführungsform ist das Tastverhältnis dieser
zwei Rechteckwellen etwas weniger als 50 Prozent, um eine Totzeit
zwischen dem Umschalten der Spannungspolarität der Pumpe
zu erzeugen. Die Erzeugung einer Totzeit verhindert ein Durchbrennen,
den Fall, wenn zwei MOSFETs auf derselben Seite der H-Brücke
aktiv sind und die positive Spannung daher nach Masse kurzgeschlossen
wird. Die erste Rechteckwelle 282 und die zweite Rechteckwelle 284 arbeiten
bei einer Frequenz, die gleich der Motorwechselstrom-Betriebsfrequenz
ist. Die Dreieckswelle 278 arbeitet bei einer wesentlich
höheren Frequenz als die Motorbetriebsfrequenz, um eine PWM-Spannungsgrößensteuerung
zu implementieren. In einer Ausführungsform ist das Motortreibersignal
eine pulsbreitenmodifizierte Rechteckwelle von 24 V 60 Hz, wobei
die effektive Spannungsamplitude der Welle durch das Ausgangssignal 280 des
Komparators 276 defi niert ist. Es dürfte sich
jedoch verstehen, dass jedes Steuersignal, das in der Lage ist, eine
Schwingungsbewegung in der Schwingungspumpe zu erzeugen, alternativ
verwendet werden kann.
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Die
durch den Linearmotor angetriebene Membrane 258 verdrängt
Luft mit einer von der Ankerposition abhängigen Menge,
und bewirkt somit eine Schwingung der Durchflussabgabe über
jedem einzelnen Hub des Ankers. Diese Durchflussschwingung nimmt
eine Sinuswelle mit einer Frequenz an, die das Doppelte der elektrischen
Frequenz des Motors ist. Eine derartige Durchflussmengenschwingung
ist in 6A dargestellt. Daher wird,
bevor der Einatmungsdurchfluss an den Patienten geliefert wird,
eine mechanische Dämpfung auf das unter Druck gesetzte
Gas angewendet, um einen Großteil der Schwingungseigenschaft
zu entfernen, wie es in 6B dargestellt
ist, was den zugeführten Gasdurchfluss für die
Zuführung an den Patienten geeigneter macht.
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In
einer Ausführungsform ist die Schwingungspumpe nicht auf
die vorstehend beschriebene Pumpe beschränkt. Ausführungsformen
können eine Schwingungspumpe zum Erzeugen einer nicht-linearen
Bewegung durch einen Anker verwenden. Dieser Typ einer Schwingungspumpe
kann eine Rotationsankerbewegung erzeugen oder eine alternative
Kraft auf einen alternativen Anker, wie z. B. eine Feder, ausüben.
Weitere Ausführungsformen der Schwingungspumpe können
nur eine Membrane aufweisen.
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Die
vorliegende Erfindung zeigt den Vorteil, dass sie nur einen sehr
geringen durchschnittlichen Leistungsverbrauch hat. Die Linearschwingungspumpe
ist bei der Erzeugung niedriger Durchflussmengen effizient, aber
der Leistungswirkungsgrad der Pumpe nimmt mit zunehmenden Durchflussmengen
ab. Je doch liegt der Großteil der zur Unterstützung
eines durchschnittlichen Atmungszyklus erforderlichen Durchflussmengen
in dem Bereich von 0 bis 40 Liter pro Minute. Diese Durchflussmengen
liegen gut in dem Bereich, in welchem der Pumpenwirkungsgrad sehr
hoch ist. Als ein Beispiel für den Wirkungsgrad einer Ausführungsform
einer Linearschwingungspumpe fand man in einem Labortest heraus,
dass für ein durch eine Durchflussumschaltungs-Rotationspumpe
angetriebenes Atmungsunterstützungssystem die Rotationspumpe
durchschnittlich 84 W verbrauchte, während für
ein Atmungsunterstützungssystem mit ähnlicher
Leistung unter Verwendung einer Linearschwingungspumpe die Linearschwingungspumpe
nur 2,9 W durchschnittlichen Leistungsverbrauch über derselben Zeitdauer
hatte.
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Die
elektrischen Eigenschaften einer Ausführungsform der Linearschwingungspumpe,
die in einer Ausführungsform verwendet werden kann, zeigen
den Vorteil einer raschen Reaktionszeit, um einen angegebenen Sollabgabedruck
zu erreichen. Während der Beschleunigung der Linearschwingungspumpe
gibt es keine großen Startströme, Probleme mit
geringem Startdrehmoment, noch irgendwelche andere komplexe Kombinationen
von Eingangsspannung und elektrischer Frequenz, die zum Starten
des Motors erforderlich sind, wie es oft bei Rotationsvorrichtungen
erforderlich ist. Die Linearschwingungspumpe benötigt angenähert
einen vollen Betriebszyklus zur Beschleunigung auf die Spitzenabgabeleistung
und erfordert keine speziellen Steuerungen. Beispielsweise benötigt
bei einer elektrischen Frequenz von 60 Hz die lineare Pumpe angenähert
20 ms, um auf volle Durchflussabgabe zu beschleunigen. Diese schnelle
Durchflussbeschleunigung erzeugt erwünschte Reaktionszeiten
zum Erzielen von Solldrücken. Dieses ermöglicht
die Zuführung von medizinischem Gas zu dem Patienten in Verbin dung
mit dem in die Einatmungsphase des Atmungszyklus eintretenden Patienten.
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Ausführungsformen
zeigen auch den zusätzlichen Vorteil eines zusätzlichen
Wartungswirkungsgrades. Lagervorrätige Linearschwingungspumpen besitzen
eine lange MTBF (mittlere fehlerfreie Betriebszeit) und arbeiten
dadurch für eine lange Zeit ohne die Notwendigkeit eines
Austausches. Dieses steht in direkter Beziehung zu der einfachen
Konstruktion der Linearschwingungspumpe und dem Fehlen von sich
unter Reibung bewegenden Teilen. Daher haben Ausführungsformen
den zusätzlichen Vorteil, eine relativ geringe Wartung
im Vergleich zu derzeitigen Konstruktionen zu erfordern.
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Ausführungsformen
bieten den Vorteil der Mobilität, da die Ausführungsformen
die Abhängigkeit von unter Druck stehenden Antriebsgasbehältern als
eine Antriebsgasquelle beseitigen. Die Notwendigkeit wird unabhängig
davon beseitigt, ob die Behälter kleinere tragbare Behälter
sind, die direkt mit dem Beatmungsgerät verbunden sind,
oder größere Behälter, die mit einem
Raum einer medizinischen Einrichtung verbunden sind. Diese Mobilität
macht die Ausführungsformen für die Bereitstellung
medizinischer Behandlung an abgelegenen Orten, wie z. B. in Ländern
der dritten Welt, militärischen Feldhospitalen oder in
Rettungssituationen nützlich. Moderne medizinische Behandlungseinrichtungen,
die an diesen Orten eingesetzt werden sollen, erfordern Geräte,
die tragbar sind, sowie im Vergleich zu existierenden auf Kompressoren
basierenden Antriebsgasversorgungssystemen effizient sind, da typischerweise die
Elektrizität vor Ort erzeugt werden muss.
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Weitere
Ausführungsformen zeigen den Vorteil, sehr energieeffizient
zu sein, da die Antriebspumpe 160 das Einat mungsdurchfluss-Steuerventil, das
Gaseinlassventil und eine Kompressor-Hochdruckantriebsgasquelle
nach dem Stand der Technik ersetzt. Die Kompressor-Hochdruckantriebsgasquelle
zeigt sehr hohe Energieanforderungen, da sie konstant unter Druck
stehendes Gas erzeugen muss, um die von dem Beatmungssystem benötigte
höchste Durchflussmenge bereitzustellen. Das Einatmungsdurchfluss-Steuerventil
muss dann ständig arbeiten, um den Durchfluss des Antriebsgases
aus der Antriebsgasquelle zu steuern. Daher wird durch die Elimination
dieser Komponenten des Beatmungssystems des Stands der Technik ein
energieeffizienteres System erzeugt.
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Als
einen weiteren Vorteil von Ausführungsformen stellt die
Schwingungspumpe den Vorteil bereit, dass sie eine Pumpe mit geringem
Wartungsaufwand mit langer fehlerfreier Betriebszeit (MTBF) ist. Die
Schwingungspumpe weist im Wesentlichen wenige sich bewegende Teile
auf, welche zu einer leichteren Wartung und weniger Teilen führen,
welche ausfallen oder versagen können, was einen Austausch erfordert.
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Ferner
weisen Ausführungsformen Antriebspumpen auf, die eine schnelle
Reaktionszeit zeigen, und somit die Antriebspumpen zu geeigneten
Wahlmöglichkeiten für die Ersetzung sowohl der
Druckgasquelle als auch des Einatmungsdurchfluss-Steuerventils des
Stands der Technik machen. Ein Beispiel einer derartigen Antriebspumpe
ist eine Schwingungsantriebspumpe; es dürfte sich jedoch
verstehen, dass jede andere Pumpenkonfiguration, die eine schnelle
Reaktionszeit dergestalt zeigt, dass sie in der Lage ist, den Übertragungseigenschaften
des Einatmungsdurchfluss-Steuerventils zu entsprechen, eine geeignete
Antriebspumpe zur Verwendung mit der vorliegenden Erfindung wäre.
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Diese
Beschreibung verwendet Beispiele zum Offenbaren der Erfindung, welche
die beste Ausführungsart enthalten, und um auch jedem Fachmann
auf diesem Gebiet zu ermöglichen, die Erfindung auszuführen
und zu nutzen. Der patentierbare Schutzumfang der Erfindung wird
durch die Ansprüche definiert und kann weitere Beispiele
enthalten, die für den Fachmann auf diesem Gebiet ersichtlich sind.
Derartige weitere Beispiele sollen innerhalb des Schutzumfangs der
Ansprüche beinhaltet sein, wenn sie Strukturelemente aufweisen,
die nicht von der buchstäblichen Sprache der Ansprüche
abweichen, oder wenn sie äquivalente Strukturelemente mit
unwesentlichen Unterschieden von der buchstäblichen Sprache
der Ansprüche enthalten.
-
Verschiedene
alternative Ausführungsformen werden als innerhalb des
Schutzumfangs der nachstehenden Ansprüche liegend betrachtet,
welche insbesondere auf den als die Erfindung betrachteten Gegenstand
hinweisen und ihn eindeutig beanspruchen.
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- 10
- Beatmungssystem
- 12
- Druckgasquelle
- 14
- Regler
- 16
- Einlassventil
- 18
- Einatmungsdurchfluss-Steuerventil
- 20
- CPU
- 22
- Leitung
- 24
- Einatmungsleitung
- 26
- Sammeldrucksensor
- 28
- Leitung
- 30
- Rückschlagventil
- 32
- Leitung
- 34
- Überdruckventil
- 36
- Balgenanordnung
- 38
- Freiatmungs-Rückschlagventil
- 40
- Balgen
- 42
- Balgenkammer
- 44
- Patientenverbindungsleitung
- 46
- Leitung
- 48
- Exhalationsventil
- 50
- Leitung
- 52
- Entlastungsventil
- 54
- Leitung
- 56
- Abflussventil
- 160
- Antriebspumpe
- 162
- Regler
- 164
- Schwingungspumpe
- 166
- Schalleinschlussgehäuse
- 168
- Dämpfungssystem
- 244
- Durchflusssteuersignal
- 250
- Motorkerne
- 251
- Anker
- 252
- Magnet
- 253
- Motorwicklungen
- 254
- Magnetische
Feldlinien
- 255
- Mittellinie
- 256
- Pumpenanordnung
- 257
- Pumpenkammer
- 258
- Gummimembrane
- 260
- Einlassventil
- 262
- Auslassventil
- 264
- Elektrische
Kraft
- 266
- Mechanische
Kraft
- 268
- H-Brücken-Wechselrichter
- 270
- MOSFET
- 271
- Leitungen
- 272
- Und-Gatter
- 274
- Und-Gatter
- 276
- Komparator
- 278
- Dreieckswelle
- 280
- Komparatorsignal
- 282
- Rechteckwellensignal
- 284
- Rechteckwellensignal
-
ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
-
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Zitierte Patentliteratur
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- - US 5315989 [0005, 0020]
- - US 5651360 [0024]