[go: up one dir, main page]

DE102008007867A1 - Verfahren zur Aufbereitung eines Thrombozyten enthaltenden Mediums - Google Patents

Verfahren zur Aufbereitung eines Thrombozyten enthaltenden Mediums Download PDF

Info

Publication number
DE102008007867A1
DE102008007867A1 DE102008007867A DE102008007867A DE102008007867A1 DE 102008007867 A1 DE102008007867 A1 DE 102008007867A1 DE 102008007867 A DE102008007867 A DE 102008007867A DE 102008007867 A DE102008007867 A DE 102008007867A DE 102008007867 A1 DE102008007867 A1 DE 102008007867A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
medium
platelet
antigens
hollow fiber
filtration
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Ceased
Application number
DE102008007867A
Other languages
English (en)
Inventor
Hendrikus Stephanus Paulus Garritsen
Gerd Heim
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Heim Gerd Prof Dr
Original Assignee
Heim Gerd Prof Dr
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Heim Gerd Prof Dr filed Critical Heim Gerd Prof Dr
Priority to DE102008007867A priority Critical patent/DE102008007867A1/de
Publication of DE102008007867A1 publication Critical patent/DE102008007867A1/de
Ceased legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61MDEVICES FOR INTRODUCING MEDIA INTO, OR ONTO, THE BODY; DEVICES FOR TRANSDUCING BODY MEDIA OR FOR TAKING MEDIA FROM THE BODY; DEVICES FOR PRODUCING OR ENDING SLEEP OR STUPOR
    • A61M1/00Suction or pumping devices for medical purposes; Devices for carrying-off, for treatment of, or for carrying-over, body-liquids; Drainage systems
    • A61M1/02Blood transfusion apparatus
    • A61M1/0281Apparatus for treatment of blood or blood constituents prior to transfusion, e.g. washing, filtering or thawing
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61MDEVICES FOR INTRODUCING MEDIA INTO, OR ONTO, THE BODY; DEVICES FOR TRANSDUCING BODY MEDIA OR FOR TAKING MEDIA FROM THE BODY; DEVICES FOR PRODUCING OR ENDING SLEEP OR STUPOR
    • A61M1/00Suction or pumping devices for medical purposes; Devices for carrying-off, for treatment of, or for carrying-over, body-liquids; Drainage systems
    • A61M1/34Filtering material out of the blood by passing it through a membrane, i.e. hemofiltration or diafiltration
    • A61M1/3403Regulation parameters
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K35/00Medicinal preparations containing materials or reaction products thereof with undetermined constitution
    • A61K35/12Materials from mammals; Compositions comprising non-specified tissues or cells; Compositions comprising non-embryonic stem cells; Genetically modified cells
    • A61K2035/124Materials from mammals; Compositions comprising non-specified tissues or cells; Compositions comprising non-embryonic stem cells; Genetically modified cells the cells being hematopoietic, bone marrow derived or blood cells
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61MDEVICES FOR INTRODUCING MEDIA INTO, OR ONTO, THE BODY; DEVICES FOR TRANSDUCING BODY MEDIA OR FOR TAKING MEDIA FROM THE BODY; DEVICES FOR PRODUCING OR ENDING SLEEP OR STUPOR
    • A61M1/00Suction or pumping devices for medical purposes; Devices for carrying-off, for treatment of, or for carrying-over, body-liquids; Drainage systems
    • A61M1/34Filtering material out of the blood by passing it through a membrane, i.e. hemofiltration or diafiltration
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61MDEVICES FOR INTRODUCING MEDIA INTO, OR ONTO, THE BODY; DEVICES FOR TRANSDUCING BODY MEDIA OR FOR TAKING MEDIA FROM THE BODY; DEVICES FOR PRODUCING OR ENDING SLEEP OR STUPOR
    • A61M2202/00Special media to be introduced, removed or treated
    • A61M2202/04Liquids
    • A61M2202/0413Blood
    • A61M2202/0427Platelets; Thrombocytes

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Heart & Thoracic Surgery (AREA)
  • Vascular Medicine (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Anesthesiology (AREA)
  • Biomedical Technology (AREA)
  • Hematology (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Separation Using Semi-Permeable Membranes (AREA)

Abstract

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Aufbereitung eines Thrombozyten enthaltenden Mediums zwecks Verringerung der diesen zugeordneten Antigene, insbesondere HLA-Antigene. Das Verfahren umfasst mindestens einen Schritt, in dem man das Medium einem schwach sauren Milieu aussetzt. Durch diese Säurebehandlung wird zunächst ein Lösen der an den Thrombozyten anhaftenden HLA-Antigene erreicht. Danach kann in einem weiteren Verfahrensschritt das Medium durch eine Anordnung von Hohlfaser-Membranen (21) filtriert werden, wobei das aufbereitete Thrombozyten haltige Medium aus dem Ablauf (14) des Innenraums der Hohlfasern gewonnen wird. Das erfindungsgemäße Verfahren benötigt keine für die Thrombozyten schädlichen Zentrifugationsschritte und es kann in vergleichsweise kurzer Zeit und mit vertretbarem Aufwand durchgeführt werden. Die Gewinnung des im Antigengehalt reduzierten Mediums erfolgt für die Thrombozyten sehr schonend.

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Aufbereitung eines Thrombozyten enthaltenden Mediums zwecks Verringerung der diesen zugeordneten HLA-Antigene, umfassend mindestens einen Schritt, in dem man das Medium einem schwach sauren Milieu aussetzt.
  • Thrombozyten (Blutplättchen) tragen verschiedene Arten von Antigenen auf ihrer Oberfläche, insbesondere Blutgruppenmerkmale (z. B. I), thrombozytenspezifische Antigene (Human Platelet Antigens HPA), die zum Teil für physiologische Funktionen benötigt werden und HLA-Klasse I Antigene (Human Leukocyte Antigens).
  • Bei polytransfundierten Patienten können Antikörper gegen diese drei Antigenklassen auftreten. Am häufigsten sind dabei HLA-Antikörper. Nach einer Thrombozytentransfusion haften sich diese Antikörper an das entsprechende Antigen und verursachen eine Beschleunigung des Abbaus der transfundierten Thrombozyten. Diese Reaktion kann so heftig sein, dass Stunden nach einer Thrombozytentransfusion die transfundierten Thrombozyten nicht mehr nachweisbar sind („fehlendes Inkrement"). Letztendlich können die Patienten verbluten, wenn keine passenden Thrombozyten transfundiert werden können. „Passend” ist dabei so definiert, dass die Thrombozyten das entsprechende Antigen, wogegen Antikörper vorliegen, nicht tragen. Es ist daher sehr mühsam, passende Spender für einen sensibilisierten Patienten zu finden.
  • Seit Anfang der 80er Jahre wurden in der Literatur Methoden publiziert, bei denen versucht wurde, HLA-Antigene durch Säurebehandlung (Säureelution) von Zellen abzusprengen. A. Brand et al. beschreiben in TRANSFUSION 1996, 36, S. 438–444 die Behandlung von 2 Patienten, denen Thrombozyten transfundiert werden, wobei zuvor die HLA-Antigene durch Säure-Elution von den Thrombozyten entfernt wurden. Einer der Patienten konnte erfolgreich behandelt werden, der andere Patient bekam eine Transfusionsreaktion. Das in diesem Artikel beschriebene Verfahren zur Aufbereitung der Thrombozyten ist jedoch sehr komplex und erfordert unter anderem mehrere hochtourige Zentrifugationsschritte, die zu einem Zellverlust und Qualitätsverlust führen. Die Thrombozyten sind sehr empfindlich gegenüber den bei der Zentrifugation auftretenden hohen Beschleunigungskräften. Dieses Verfahren konnte sich daher in der Praxis nicht durchsetzen.
  • Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, ein Verfahren zur Aufbereitung eines Thrombozyten enthaltenden Mediums der eingangs genannten Gattung zur Verfügung zu stellen, welches die rasche und effektive Reduzierung der Antigene ermöglicht und dabei gleichzeitig eine schonende Behandlung der Thrombozyten gewährleistet und in einem geschlossenen System stattfinden kann.
  • Die Lösung dieser Aufgabe liefert ein Verfahren zur Aufbereitung eines Thrombozyten enthaltenden Mediums der eingangs genannten Gattung mit den kennzeichnenden Merkmalen des Hauptanspruchs.
  • Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass das Verfahren mindestens einen Schritt umfasst, in dem das Medium durch eine Anordnung von Hohlfaser-Membranen filtriert wird, wobei das aufbereitete Thrombozyten haltige Medium aus dem Ablauf des Innenraums der Hohlfasern gewonnen wird.
  • Die erfindungsgemäße Lösung ermöglicht es, ohne die vorgenannten für die Thrombozyten schädlichen Zentrifugationsschritte auszukommen. Vorteilhaft ist, dass das aufbereitete Thrombozyten haltige Produkt vergleichsweise rasch hergestellt werden kann, in einem Verfahren, welches wesentlich weniger Aufwand erfordert, als das zuvor beschriebene bekannte Verfahren. Das Produkt kann steril hergestellt werden, indem beispielsweise sterile Beutel an einem die Filtrationsvorrichtung mit den Hohlfasern umfassenden System angeschlossen werden.
  • Vorzugsweise stellt man zunächst in einem vorgelagerten Verfahrensschritt aus dem Ausgangsmedium ein Thrombozytenkonzentrat her, wozu man sich ebenfalls einer Filtrationsvorrichtung mit einem Hohlfasersystem bedienen kann. Dieser vorgelagerte Schritt ermöglicht es, bereits einen Teil der HLA-Antigene, nämlich den löslichen Teil, zu entfernen. Dieser Teil der Antigene wandert durch die Poren in den Hohlfaser-Membranen und kann über einen mit deren Außenraum in Verbindung stehenden Ablauf entfernt werden. Aus dem Ablauf des Innenraums der Hohlfasern wird ein Thrombozytenkonzentrat gewonnen.
  • Vorzugsweise inkubiert man das Thrombozyten haltige Medium oder das Thrombozytenkonzentrat vor der Filtration durch die Anordnung von Hohlfaser-Membranen in einem schwach sauren gepufferten Medium. Diese Maßnahme dient dazu, an den Thrombozyten exprimierte Antigene von diesen abzulösen. Man verwendet dazu vorzugsweise eine schwache organische physiologisch verträgliche Säure wie zum Beispiel Zitronensäure, beispielsweise in Verbindung mit einem PBS-Puffer-System.
  • Beispielsweise kann vorgesehen sein, dass man das die Thrombozyten enthaltende Medium oder das bereits vorbehandelte Thrombozytenkonzentrat in einem Medium inkubiert, welches einen pH-Wert von zwischen 2,5 und 3,5 aufweist, vorzugsweise einen pH-Wert von etwa 3. Nach Ablösung der Antigene von den Thrombozyten gibt man dann diese Lösung gegebenenfalls nach erneuter Hinzufügung von Pufferlösung in das Filtrationssystem mit der Anordnung von Hohlfaser-Membranen, um auf diese Weise die Trennung der HLA-Antigene von den Thrombozyten vorzunehmen. Es kann ein Bündel von Hohlfasern eingesetzt werden, die aus einem geeigneten polymeren Membranmaterial bestehen und eine auf den Anwendungsfall abgestimmte Porengröße, in der Regel im sub μ-Bereich aufweisen, die so gewählt ist, dass die Antigene durch die Poren der Hohlfaser-Membran hindurch in den Außenraum treten und dann in einem mit diesem verbundenen Behältnis aufgefangen werden können. Die Thrombozyten überschreiten die Größe der Poren der Hohlfaser-Membran und verlassen daher die jeweilige Hohlfaser durch den kanalartigen Innenraum, an den in der Regel eine geeignete Ablaufleitung angeschlossen wird, welche dann zu einem vorzugsweise sterilen Auffangbehältnis (zum Beispiel einem sterilen Blutbeutel oder dergleichen) führt, wo sich das aufbereitete konzentrierte Thrombozytenmedium sammelt. Die Anzahl der verwendeten Hohlfaser-Membranen wird nach der Größe der benötigten gesamten Filteroberfläche gewählt und kann beispielsweise mehrere hundert betragen. Diese Hohlfasern können als Faserbündel vorliegen und beispielsweise eine etwa U-förmige Anordnung aufweisen. Die Filtration kann allein unter Ausnutzung der Schwerkraft erfolgen, so dass Pumpen oder dergleichen nicht erforderlich sind, um das Medium durch die Filtrationsanordnung zu fördern. Das das Thrombozyten enthaltende Ausgangsmedium kann in einem Behältnis wie zum Beispiel einem Aufnahmebeutel an einem Gestell oder dergleichen mit dem Auslass nach unten aufgehängt werden, so dass das Medium aufgrund der Schwerkraft über eine entsprechende Leitung zur Filtrationsvorrichtung und durch diese hindurch fließen kann, wo dann die Auftrennung erfolgt.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren benötigt keine für die Thrombozyten schädliche Zentrifugationsschritte und es kann in vergleichsweise kurzer Zeit und mit vertretbarem Aufwand durchgeführt werden. Die Gewinnung des im Antigengehalt reduzierten Mediums erfolgt für die Thrombozyten sehr schonend. Da die gewonnenen Thrombozytenkonzentrate in der Regel nur eine Haltbarkeit von wenigen Tagen haben, erfolgt die Aufbereitung nach dem erfindungsgemäßen Verfahren regelmäßig erst im Bedarfsfall relativ kurze Zeit vor der Verwendung.
  • Eine bevorzugte Variante der erfindungsgemäßen Aufgabenlösung sieht vor, dass die Aufbereitung des die Thrombozyten enthaltenden Mediums nach folgendem Verfahren erfolgt:
    • – Filtration eines bevorzugt mit einer Waschlösung (beispielsweise PBS) aufgefüllten Thrombozytenkonzentrats durch eine Anordnung von Hohlfaser-Membranen zwecks Auswaschung freier HLA-Antigene;
    • – Inkubieren des Thrombozytenkonzentrats in einer Zitronensäure/Pufferlösung zur Ablösung der Antigene von der Oberfläche der Thrombozyten;
    • – gegebenenfalls erneute Zugabe einer Pufferlösung und
    • – anschließend erneute Filtration der so gewonnenen Lösung durch eine Anordnung von Hohlfaser-Membranen und Gewinnung des aufbereiteten Thrombozyten haltigen Mediums aus dem Ablauf des Innenraums der Hohlfasern.
  • Vorzugsweise ist weiterhin vorgesehen, dass die Aufbereitung des Thrombozyten enthaltenden Mediums mindestens in einem der Filtrationsschritte in einem geschlossenen System erfolgt, umfassend jeweils sterile Aufnahmebeutel mit sterilen Anschlussvorrichtungen für die jeweiligen Lösungen, die über Schläuche mit dem Zulauf der Filtrationsvorrichtung bzw. mit dem Ablauf (den Abläufen) der Filtrationsvorrichtung verbunden sind.
  • Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist außerdem ein Thromobozyten enthaltendes Medium für Transfusionen, welches nach einem Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 9 aufbereitet wurde.
  • Die in den Unteransprüchen genannten Merkmale betreffen bevorzugte Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Aufgabenlösung. Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Detailbeschreibung.
  • Nachfolgend wird die vorliegende Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen näher beschrieben.
  • Dabei zeigen:
  • 1 eine schematisch vereinfachte Schnittdarstellung durch eine in dem erfindungsgemäßen Verfahren verwendbare Filteranordnung;
  • 2 eine schematische Darstellung einer Vorrichtung mit Filteranordnung zur Aufbereitung eines Thrombozyten enthaltenden Mediums nach dem erfindungsgemäßen Verfahren.
  • Es wird zunächst auf 1 Bezug genommen. Diese zeigt einen senkrechten Schnitt durch eine Filteranordnung in schematischer und teilweise durchbrochener Darstellung, die ein etwa U-förmiges Bündel 1 aus einer größeren Anzahl von Hohlfasern 21 aufweist, deren Enden in einer gemeinsamen Lochplatte 5 luft- und keimdicht fixiert sind, wobei sie dort einen Eingangsbereich 6 und einen Ausgangsbereich 7 ausbilden. Die freie Länge jeder Hohlfaser ergibt sich aus deren Länge von der Unterseite der Lochplatte 5 bis zum erneuten Erreichen der Unterseite der Lochplatte 5. Die Gesamtlänge jeder Hohlfaser ergibt sich durch doppelte Addition der Stärke der Lochplatte 5 zur freien Länge. Die Lochplatte 5 kann aus einem beliebigen geeigneten Material bestehen, beispielsweise aus Quarz, und ist im dargestellten Fall im oberen Endbereich 8 eines Gehäuses 9 luft- und keimdicht eingepasst, wobei letzteres nur an einem seiner Enden, vorzugsweise am oberen, offen ist. Auf der Lochplatte 5 und dem oberen Randbereich 8 ist eine Verschlusskappe 10 angeordnet, die zwei Durchführungen 11, 12 aufweist, die zum einen den Eingangsbereich 6 und zum anderen den Ausgangsbereich 7 mit dem Außenraum des Gehäuses 9 verbinden. Ansonsten ist die Verschlusskappe 10 ebenfalls luft- und keimdicht mit der Lochgatte 5 und dem oberen Randbereich 8, beispielsweise mittels Klebung verbunden.
  • In die Durchführung 11 führt eine Zuleitung 13 für das die Thrombozyten enthaltende Medium. Aus der Durchführung 12 führt eine Ablaufleitung 14 heraus, die mit dem Innenraum der Hohlfasern verbunden ist und aus der somit das aufbereitete Thrombozytenmedium austritt. Am unteren Ende führt aus dem Gehäuse 9 eine luft- und keimdicht mit diesem verbundene Ablaufleitung 15 aus der Auslasskammer 24 heraus, die quasi den Außenraum aller Hohlfaser-Membranen 21 bildet. In diese Auslasskammer 24 können nur die Bestandteile des Mediums gelangen, die durch die Poren der Membranen austreten können. Dieses quasi Filtrat bilden bei der Anwendung gemäß dem vorliegenden Verfahren die Antigene, die mittels der Filteranordnung abzutrennen sind. Der Transport des Mediums durch die Filteranordnung kann bei der gezeigten Anordnung allein mittels der Schwerkraft erfolgen.
  • Nachfolgend wird unter Bezugnahme auf die 2 in schematischer Darstellung eine mögliche Anordnung, bei der die zuvor beschriebene Filtervorrichtung zur Anwendung kommen kann, beschrieben. Das aufzubereitende Ausgangsmedium 45 befindet sich in einem beutelartigen Behälter 31 aus Kunststofffolie, der luft- und keimdicht einerseits mit einer Eingangsleitung 39 und andererseits mit einer Zuleitung 13 zu einer Filteranordnung 30 der zuvor unter Bezugnahme auf 1 beschriebenen Art verbunden ist. Die in der Anordnung gezeigten Verbindungsleitungen können sämtlich beispielsweise schlauchartige Verbindungselemente aus elastischem Kunststoff sein. Die Eingangsleitung 39 trägt an ihrem dem Sammelbehälter 31 abgewandten Ende ein geeignetes Anschlusselement für die Zufuhr des aufzubereitenden Mediums. Vom Behälter 31 aus führt die Zuleitung 13 gegebenenfalls über eine zwischengeschaltete Tropfkammer 42 zu der Filteranordnung 30. Die Tropfkammer dient vorteilhafterweise zur Einschaltung und Kontrolle der der Filteranordung 30 pro Zeiteinheit zugeführten Menge des aufzubereitenden Mediums.
  • Die Filteranordnung 30 enthält ein Bündel von Hohlfaser-Membranen der bereits oben beschriebenen Art. Die mit dem Innenraum der Hohlfasern in Verbindung stehende Ablaufleitung 14 transportiert das die Filteranordnung 30 verlassende aufbereitete Medium, welches die Thrombozyten enthält. Diese Ablaufleitung 14 führt zu einem beutelartigen Aufnahmebehälter 32, der das aufbereitete Medium 46 aufnimmt. In der Regel ist eine Klemme 43 oder dergleichen vorgesehen, um bei Bedarf die Ablaufleitung 14 zu verschließen.
  • An den Außenraum der Hohlfaser-Membranen der Filteranordnung 30 ist die Ablaufleitung 15 angeschlossen, so dass die die abgetrennten HLA-Antigene enthaltende Lösung über die Ablaufleitung 15 in einen entsprechenden beispielsweise ebenfalls beutelartigen Behälter 33 gelangt.
  • Auf diese Weise ist mittels der zuvor beschriebenen Vorrichtung mit Filteranordnung eine schonende Trennung der HLA-Antigene von den Thrombozyten möglich. Man kann die Vorrichtung auch dazu benutzen, zunächst aus einem Thrombozyten enthaltenden Ausgangsmedium ein Thrombozytenkonzentrat herzustellen, welches in dem Behälter 32 aufgefangen wird, und danach eine weitere Behandlung des Konzentrats mit Säure/Pufferlösung vornehmen und anschließend das Konzentrat erneut einer Aufbereitung in der Filteranordnung unterziehen.
  • Nachfolgend wird anhand eines Beispiels die Behandlung eines für eine Transfusion vorgesehenen Thrombozyten haltigen Ausgangsmediums exemplarisch erläutert.
  • Beispiel:
    • a) 225 ml eines Thrombozytenkonzentrates werden mit 100 ml PBS Pufferlösung enthaltend (10 × Konzentrat: 1,57 g NaH2PO4 × H2O, 14,82 g Na2HPO4 × 12H2O, 81,00 g NaCl, 1000 ml Aqua Dest.) versetzt und anschließend einer Filtration durch eine Filteranordnung mit einem Bündel von Hohlfaser-Membranen der zuvor beschriebenen Art unterzogen. Der gesamte Vorgang dauert ca. 2 Stunden. Dabei wird eine Lösung enthaltend abgetrennte lösliche HLA-Antigene aus dem Außenraum der Hohlfasern erhalten, die verworfen wird. Das aus dem mit dem Innenraum der Filteranordnung verbundenen Ablauf erhaltene Thrombozytenkonzentrat wird in einem sterilen Blutbeutel gewonnen und danach einer Säurebehandlung gemäß nachfolgender Beschreibung unterzogen.
    • b) ca. 100 ml eines gemäß Schritt a) gewonnenen Thrombozytenkonzentrats werden in einem Gefäß mit 30 ml Zitronensäure auf einen pH-Wert von ca. 3 eingestellt und in einem Kühlschrank bei 4°C für eine Zeitdauer von 10 min inkubiert. Bei dieser Behandlung werden nachfolgend durch Filtration ein Grossteil der abzutrennenden HLA-Antigene von der Oberfläche der Thrombozyten gelöst. Unmittelbar danach erfolgt der zweite Filtrationsvorgang mittels der auch in Schritt a) verwendeten Filteranordnung.
    • c) Es werden ca. 130 ml der gemäß Schritt b) behandelten Lösung mit 200 ml PBS Pufferlösung versetzt und in die Zuleitung einer Filtervorrichtung der oben unter Bezugnahme auf die 1 und 2 beschriebenen Art gegeben. Aus dem mit dem Ablauf der Filteranordnung verbundenen Behälterbeutel, der mit dem Innenraum der Hohlfasern verbunden ist, werden ca. 150 ml einer aufbereiteten konzentrierten Thrombozytenlösung gewonnen, die gegebenenfalls mit ca. 100 ml PBS-Pufferlösung verdünnt wird und danach als Spendermedium für eine Thrombozytentransfusion verwendet werden kann.
  • 1
    Faserbündel
    5
    Lochpatte
    6
    Eingangsbereich
    7
    Ausgangsbereich
    8
    Endbereich
    9
    Gehäuse
    10
    Verschlusskappe
    11
    Durchführung
    12
    Durchführung
    13
    Zuleitung
    14
    Ablaufleitung
    15
    Ablaufleitung
    21
    Hohlfaser-Membranen
    24
    Auslasskammer
    30
    Filteranordnung
    32
    Aufnahmebehälter
    33
    Behälter
    39
    Eingangsleitung
    42
    Tropfkammer
    43
    Klemme
    45
    Ausgangsmedium
    46
    Medium
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Nicht-Patentliteratur
    • - A. Brand et al. beschreiben in TRANSFUSION 1996, 36, S. 438–444 [0004]

Claims (10)

  1. Verfahren zur Aufbereitung eines Thrombozyten enthaltenden Mediums zwecks Verringerung der diesen zugeordneten Antigene, umfassend mindestens einen Schritt, in dem man das Medium einem schwach sauren Milieu aussetzt, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Schritt vorgesehen ist, in dem das Medium durch eine Anordnung von Hohlfaser-Membranen (21) filtriert wird, wobei das aufbereitete Thrombozyten haltige Medium aus dem Ablauf (14) des Innenraums der Hohlfasern gewonnen wird.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man zunächst in einem vorgelagerten Verfahrensschritt aus dem Ausgangsmedium ein Thrombozytenkonzentrat herstellt, wozu man ebenfalls eine Filtrationsvorrichtung (30) mit einem Hohlfasersystem (21) verwendet, wobei das Thrombozytenkonzentrat aus dem Ablauf (14) des Innenraums der Hohlfasern gewonnen wird.
  3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2 dadurch gekennzeichnet, dass man das Thrombozyten haltige Medium oder das Thrombozytenkonzentrat vor der Filtration durch die Anordnung von Hohlfaser-Membranen (21) in einem schwach sauren gepufferten Medium inkubiert.
  4. Verfahren nach einem der Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass man in einem Medium inkubiert, welches einen pH-Wert von zwischen 2,5 und 3,5 aufweist, vorzugsweise einen pH-Wert von etwa 3.
  5. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass man in einem Medium inkubiert, welches Zitronensäure und/oder PBS-Puffer enthält.
  6. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass man einige Minuten lang unter Kühlung in einem schwach sauren gepufferten Medium inkubiert.
  7. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass man dem Thrombozyten haltigen Ausgangsmedium eine PBS-Pufferlösung zugibt, bevor man durch Filtration mittels des Hohlfaser-Membransystems (21) ein Thrombozytenkonzentrat herstellt.
  8. Verfahren zur Aufbereitung eines Thrombozyten enthaltenden Mediums zwecks Verringerung der diesen zugeordneten Antigene, umfassend die nachfolgend genannten Schritte: – Filtration eines Thrombozyten haltigen Ausgangsmediums durch eine Anordnung von Hohlfaser-Membranen (21) zwecks Gewinnung eines Thrombozytenkonzentrats aus dem Ablauf (14) des Innenraums der Hohlfasern; – Inkubieren des Thrombozytenkonzentrats in einer Zitronensäure/Pufferlösung zur Ablösung der Antigene von der Oberfläche der Thrombozyten; – gegebenenfalls erneute Zugabe einer Pufferlösung und – anschließend erneute Filtration der so gewonnenen Lösung durch eine Anordnung von Hohlfaser-Membranen (21) und Gewinnung des aufbereiteten Thrombozyten haltigen Mediums aus dem Ablauf (14) des Innenraums der Hohlfasern.
  9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufbereitung des Thrombozyten enthaltenden Mediums mindestens in einem der Filtrationsschritte in einem geschlossenen System erfolgt, umfassend jeweils sterile Aufnahmebeutel (31, 32) mit sterilen Anschlussvorrichtungen für die jeweiligen Lösungen, die über Schläuche (13) mit dem Zulauf der Filtrationsvorrichtung (30) bzw. mit dem Ablauf (14) (den Abläufen) der Filtrationsvorrichtung verbunden sind.
  10. Thromobozyten enthaltendes Medium für Transfusionen, welches nach einem Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 9 aufbereitet wurde.
DE102008007867A 2008-02-06 2008-02-06 Verfahren zur Aufbereitung eines Thrombozyten enthaltenden Mediums Ceased DE102008007867A1 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE102008007867A DE102008007867A1 (de) 2008-02-06 2008-02-06 Verfahren zur Aufbereitung eines Thrombozyten enthaltenden Mediums

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE102008007867A DE102008007867A1 (de) 2008-02-06 2008-02-06 Verfahren zur Aufbereitung eines Thrombozyten enthaltenden Mediums

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE102008007867A1 true DE102008007867A1 (de) 2009-08-13

Family

ID=40847223

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE102008007867A Ceased DE102008007867A1 (de) 2008-02-06 2008-02-06 Verfahren zur Aufbereitung eines Thrombozyten enthaltenden Mediums

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE102008007867A1 (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN110325226A (zh) * 2016-12-22 2019-10-11 瑞金尼克斯有限责任公司 用于血小板裂解或激活的设备和方法

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2002013888A1 (de) * 2000-08-15 2002-02-21 Heim Medizintechnik Gmbh Filteranordnung zum auftrennen von blut in plasma und zelluläre bestandteile sowie vorrichtung für deren einsatz am spender

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2002013888A1 (de) * 2000-08-15 2002-02-21 Heim Medizintechnik Gmbh Filteranordnung zum auftrennen von blut in plasma und zelluläre bestandteile sowie vorrichtung für deren einsatz am spender

Non-Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Title
A. Brand et al. beschreiben in TRANSFUSION 1996, 36, S. 438-444
Castro, E. et al.: Acid Elution of Platelets HLA-class I Antigens in the Treatment of a Refractory Patient. British Journal of Haemetology 100(1), Jan 1998, S. 245-246, ISSN: 00071048 *

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN110325226A (zh) * 2016-12-22 2019-10-11 瑞金尼克斯有限责任公司 用于血小板裂解或激活的设备和方法
CN110325226B (zh) * 2016-12-22 2022-03-15 瑞金尼克斯有限责任公司 用于血小板裂解或激活的设备和方法

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69320342T2 (de) Verfahren zur erhaltung einer ueberstandsfraktion von aktivierten thrombozyten
DE3933315C2 (de)
DE69027306T2 (de) Vorrichtungen und verfahren zum entfernen unerwünschter bestandteile aus blutzellen
DE3688029T2 (de) Sammlungssystem fuer blutplaettchen.
DE69032500T2 (de) Verfahren und vorrichtung zur behandlung von blut für die menschliche transfusion
EP1309363B1 (de) Filteranordnung zum auftrennen von blut in plasma und zelluläre bestandteile sowie vorrichtung für deren einsatz am spender
EP2255838B1 (de) Verfahren und vorrichtung zum auftrennen von vollblut
DE102007000309A1 (de) Verfahren zur Zellgewinnung
DE69932151T2 (de) Verfahren und vorrichtung zum transformieren von plasma
WO2000062840A1 (de) Vorrichtung zum auftrennen von blut in einzelne und/oder gruppen seiner bestandteile
DE19817328B9 (de) Verfahren zur Herstellung eines Thrombozytenpräparates
DE102008007867A1 (de) Verfahren zur Aufbereitung eines Thrombozyten enthaltenden Mediums
DE202005021966U1 (de) Geschlossenes steriles System zum Filtrieren von biologischen oder medizinischen Flüssigkeiten, insbesondere von Vollblut
Johnson ON THE QUESTION OF COMMISSURAL NEURONES
DE3005605C2 (de)
EP2844313B1 (de) Vorrichtung zur durchführung eines verfahrens zur konservierung einer blutbehandlungsvorrichtung sowie verfahren zur konservierung einer blutbehandlungsvorrichtung
DE102009033071B4 (de) Verfahren zur Gravitations-effizierten Plasmapherese
DE102019118548A1 (de) Dialysegerät und Verfahren zum Betreiben eines Bilanzkammersystems eines Dialysegerätes
DE3243523A1 (de) Vorrichtung zum entfernen von giftstoffen aus dem blut
DE102017109578A1 (de) Kontinuierlich arbeitendes Hämofiltratgerät und Verfahren zu kontinuierlichen Hämofiltration
DE102012022826B4 (de) Verfahren zur Herstellung eines gepoolten Thrombozytenkonzentrats
DE2127408C3 (de) Verfahren zur Herstellung leuko cyten und thrombocytenarmer Blutkon serven
Keszler Probleme der Wortartklassifizierung in der ungarischen Gegenwartssprache
Kretschmer et al. Neue Richtlinien zur Gewinnung von Blut und Blutbestandteilen und zur Anwendung von Blutprodukten (Hämotherapie)–Änderungen, Interpretationen und Kommentar (Teil 1)
Wulf Seele (The Soul)

Legal Events

Date Code Title Description
OP8 Request for examination as to paragraph 44 patent law
8131 Rejection