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DE102008007393A1 - Verfahren und Vorrichtung zum Ermitteln der Temperatur von Glühstiftkerzen in einem Brennkraftmotor - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Ermitteln der Temperatur von Glühstiftkerzen in einem Brennkraftmotor Download PDF

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DE102008007393A1
DE102008007393A1 DE200810007393 DE102008007393A DE102008007393A1 DE 102008007393 A1 DE102008007393 A1 DE 102008007393A1 DE 200810007393 DE200810007393 DE 200810007393 DE 102008007393 A DE102008007393 A DE 102008007393A DE 102008007393 A1 DE102008007393 A1 DE 102008007393A1
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temperature
operating
glow plug
gpn
resistance
Prior art date
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DE200810007393
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Inventor
Rainer Moritz
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Robert Bosch GmbH
Original Assignee
Robert Bosch GmbH
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Publication date
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    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02PIGNITION, OTHER THAN COMPRESSION IGNITION, FOR INTERNAL-COMBUSTION ENGINES; TESTING OF IGNITION TIMING IN COMPRESSION-IGNITION ENGINES
    • F02P19/00Incandescent ignition, e.g. during starting of internal combustion engines; Combination of incandescent and spark ignition
    • F02P19/02Incandescent ignition, e.g. during starting of internal combustion engines; Combination of incandescent and spark ignition electric, e.g. layout of circuits of apparatus having glowing plugs
    • F02P19/025Incandescent ignition, e.g. during starting of internal combustion engines; Combination of incandescent and spark ignition electric, e.g. layout of circuits of apparatus having glowing plugs with means for determining glow plug temperature or glow plug resistance

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Combined Controls Of Internal Combustion Engines (AREA)

Abstract

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Ermitteln der Temperatur von Glühstiftkerzen (GP1 ... GPn) in einem Brennkraftmotor (M), mit einem Initialisierungsschritt, bei dem ein Kaltwiderstand und eine Kalttemperatur wenigstens einer Glühkerze (GP1 ... GPn) bestimmt werden, und mit wenigstens einem nachfolgenden Betriebsschritt, bei dem ein Betriebswiderstand der Glühkerze(n) (GP1 ... GPn) bestimmt und eine jeweilige Betriebstemperatur der Glühkerze(n) (GP1 ... GPn) aus dem nicht-linearen Zusammenhang
T = T0 + (R/R0 - 1)/αK
berechnet wird, wobei T die Betriebstemperatur, T0 die Kalttemperatur, R den Betriebswiderstand und R0 den Kaltwiderstand bezeichnet, und der Wert αK unter Berücksichtigung eines linearen Zusammenhangs zwischen der Betriebstemperatur und dem Betriebswiderstand aus dem nichtlinearen Zusammenhang abgeleitet wird.

Description

  • Stand der Technik
  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Ermitteln der Temperatur von Glühstiftkerzen in einem Brennkraftmotor nach Anspruch 1, die Verwendung dieses Verfahrens nach Anspruch 6 sowie eine entsprechende Vorrichtung nach Anspruch 7.
  • Eine Temperatursteuerung von Glühstiftkerzen in einem Brennkraftmotor kann Fertigungsabweichungen und/oder Alterungserscheinungen der Kerzen berücksichtigen. Diese werden dabei über eine widerstandsbasierte Anpassung von Glühparametern kompensiert. Eine Glühanwendung misst dafür die Temperatur jeder einzelnen Glühkerze und passt die einmal verwendeten Glühparameter auf jede individuelle Kerze an. Dabei wird eine konventionelle Zuordnung der Ansteuerspannung für einen spezifischen Motorzustand wie z. B. Drehzahl, Last, Kühlwassertemperatur usw vorgenommen. Die Temperaturregelung selbst setzt allerdings ein realitätsnahes und daher komplexes bzw. aufwändiges Kerzenmodell voraus. Die Umsetzung eines solchen Modells in eine entsprechende Anwendung erfordert erheblichen Speicherbedarf und hohe Rechenkapazität.
  • Die deutsche Patentschrift DE 103 48 391 offenbart ein solches mathematisches Modell, mit dem die Überhitzung einer Glühstiftkerze vermieden werden soll, und die Kerze dennoch in kürzester Zeit auf eine Solltemperatur gebracht wird. Das Modell berücksichtigt dazu die aktuelle thermische Situation der Glühkerze und bestimmt in Abhängigkeit eines oder mehrerer vorangegangener Glühvorgänge und der dazwischenliegenden Pausenzeiten, welche Bestromung notwendig und erlaubt ist, um die Kerze schnellstmöglich auf die Solltemperatur zu bringen, ohne eine Überhitzung zu riskieren.
  • Offenbarung der Erfindung
  • Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren bereitzustellen, das die einfache, schnelle und zuverlässige Ermittlung der Temperatur von Glühstiftkerzen in einem Brennkraftmotor ermöglicht, und das zudem leicht umsetzbar und kostengünstig ist. Es ist weiterhin Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine entsprechende Vorrichtung anzugeben.
  • Diese Aufgabe wird einerseits durch ein Verfahren zum Ermitteln der Temperatur von Glühstiftkerzen in einem Brennkraftmotor gelöst, mit einem Initialisierungsschritt, bei dem ein Kaltwiderstand und eine Kalttemperatur wenigstens einer Glühkerze bestimmt werden, und mit wenigstens einem nachfolgenden Betriebsschritt, bei dem ein Betriebswiderstand der Glühkerze(n) bestimmt und eine jeweilige Betriebstemperatur der Glühkerze(n) aus dem nicht-linearen Zusammenhang T = T0 + (R/R0 – 1)/αK berechnet wird, wobei T die Betriebstemperatur, T0 die Kalttemperatur, R den Betriebswiderstand und R0 den Kaltwiderstand bezeichnet, und der Wert αK unter Berücksichtigung eines linearen Zusammenhangs zwischen der Betriebstemperatur und dem Betriebswiderstand aus dem nichtlinearen Zusammenhang abgeleitet wird.
  • Ein wesentlicher Punkt der Erfindung besteht dabei zunächst darin, dass ihr ein einfaches lineares Kerzenmodell T/R = konstant zugrunde liegt. Dieses einfache Modell wird erst durch Messung des Kaltwiderstandes bei Glühbeginn in ein hochwertiges nicht-lineares Kerzenmodell gewandelt. Die geometrische Erklärung liegt in der Parallelverschiebung des linearen Modells. Widerstandmessungen zu späteren Zeitpunkten erlauben eine Ableitung von αK. Das Verfahren ist damit einfach aufgebaut und dennoch realitätsnah, somit schnell und gleichzeitig besonders zuverlässig.
  • Bevorzugte Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Verfahrens sind in den Ansprüchen 2 bis 6 angegeben.
  • In einer vorteilhaften Ausführungsform ist dabei vorgesehen, dass die Kalttemperatur der wenigstens einen Glühstiftkerze unter Heranziehen einer Kühlwassertemperatur, einer Leiterplattentemperatur und/oder einer Lufttemperatur geschätzt wird. Dadurch wird ein üblicherweise technisch komplizierter und teurer Messfühler überflüssig, der direkt die Kerzentemperatur zum Zeitpunkt Kaltwiderstandsmessung erfasst.
  • In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist es vorgesehen, einen Term in den nicht-linearen Zusammenhang einzurechnen, der den Einfluss des Abstands zwischen Heizquelle und Glühspitze der wenigstens einen Glühstiftkerze auf deren Betriebstemperatur berücksichtigt. Die vorstehende Gleichung wird damit um einen Term ergänzt, der den Wärmefluss von einem Hotspot der Glühkerze, z. B. von der Glühwendel hinter der Spitze einer Kerze, in Richtung Zylinderkopf modelliert. Dadurch wird das Modell noch genauer.
  • Bevorzugt wird zum Bestimmen des Terms, der in den nichtlinearen Zusammenhang eingerechnet wird, eine Zylinderkopftemperatur herangezogen. Da die Glühstiftkerze durch das typische Schraubgewinde mit dem Zylinderkopf verbunden ist, kann das Temperaturgefälle zwischen Zylinderkopf und Kerzenspitze besonders einfach bestimmt werden. Eine aufwändige Messung des Hotspots wird damit überflüssig.
  • Wird die Glühkerzentemperatur der vorstehenden Gleichung T = T0 + (R/R0 – 1)/αK zum Beispiel als Funktion f gemäß T = f(T0, R0, R, αK)ausgedrückt, so kann der Term folgendermaßen gebildet werden und in die Gleichung eingehen: T = f – (λ/A)·(T – TZ).
  • Dabei bezeichnet λ einen Wärmeübergangskoeffizienten der Glühkerze und A eine Querschnittsfläche der Glühkerze, sowie TZ eine Zylinderkopftemperatur. Der Term gibt damit das Temperaturgefälle zwischen Zylinderkopf und Kerzenspitze an.
  • Die letztgenannte Gleichung kann entsprechend nach der Temperatur T der Kerzenspitze aufgelöst werden: T = f – (λ/A)·T + (λ/A)·TZ T (1 + (λ/A)) = f + (λ/A)·TZ T = (f + (λ/A) * TZ)/(1 + (λ/A)) und T = ((A/λ)·f + TZ)/((A/λ) + 1)
  • Die Modellierung der Glühstiftkerzen lässt sich dadurch vereinfachen, wenn aus der Berechnung der Betriebstemperatur einer Glühstiftkerze auf die Betriebstemperatur aller Glühkerzen geschlossen wird. Dies erspart sowohl Speicherplatz wie auch Rechenleistung und macht in der Folge das Verfahren besonders schnell und kostengünstig.
  • Bevorzugt soll das erfindungsgemäße Verfahren zur Temperaturregelung und/oder Alterungskompensation von Glühstiftkerzen in einem Brennkraftmotor verwendet werden.
  • Die vorstehende Aufgabe wird auch durch eine Vorrichtung zum Ermitteln der Temperatur von Glühstiftkerzen in einem Brennkraftmotor gelöst, umfassend eine Messeinheit, die zum Messen des Widerstands wenigstens einer Glühstiftkerze ausgebildet ist, und eine Berechnungseinheit, die zum Bestimmen eines Kaltwiderstands und einer Kalttemperatur der Glühkerze(n) ausgebildet ist, und die zum Berechnen einer jeweiligen Betriebstemperatur der Glühkerze(n) aus dem nichtlinearen Zusammenhang T = T0 + (R/R0 – 1)/αK ausgebildet ist, wobei T die Betriebstemperatur, T0 die Kalttemperatur, R der Betriebswiderstand und R0 einen Kaltwiderstand bezeichnet, und der Wert αK unter Berücksichtigung eines linearen Zusammenhangs zwischen der Betriebstemperatur und dem Betriebswiderstand aus dem nichtlinearen Zusammenhang abgeleitet wird.
  • Ein wesentlicher Punkt der Erfindung besteht dabei darin, dass das zugrunde liegende Kerzenmodell lediglich geringe Ressourcen bezüglich Speicherplatz und Rechenleistung erfordert. Für eine erfindungsgemäße Glühanwendung werden z. B. weniger als 8 kB RAM und weniger als 20 MHz Taktfrequenz bei einem 8-Bit-Rechner benötigt. Dagegen erfordert ein konventionelles aufwändiges Kerzenmodell inklusive Regelung mehr als 16 kB RAM und ab 20 MHz Taktfrequenz aufwärts bei einem 16/32-Bit-Rechner. Die einfache Struktur des Modells lässt eine besonders einfache und kostengünstige Implementierung in Software, Firmware oder Hardware zu.
  • Gleichzeitig ist das Modell ist reaktionsschnell und realitätsnah, damit also sehr zuverlässig.
  • Bevorzugte Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind in den Unteransprüchen 8 bis 11 angegeben.
  • In einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist dabei vorgesehen, dass die Berechnungseinheit zum Einrechnen eines Terms in den nicht-linearen Zusammenhang ausgebildet ist, der den Einfluss des Abstands zwischen Heizquelle und Glühspitze der wenigstens einen Glühstiftkerze auf deren Betriebstemperatur berücksichtigt. Damit lässt sich ein Wärmefluss zwischen einem Hotspot der Kerze und dem Zylinderkopf abbilden, was die Ermittlung einer Temperatur der Kerzenspitze besonders genau macht.
  • Aus konstruktiver Sicht ist es besonders bevorzugt, wenn die Messeinheit und die Berechnungseinheit einheitlich mit einer Glühstiftkerzensteuerung ausgeführt sind. Die Integration der vorstehenden Einheiten in die Steuerung macht zusätzliche Funktionskomponenten überflüssig und spart damit Platz und Kosten.
  • Zusätzliche Messfühler werden dadurch überflüssig, wenn die Messeinheit zum Anfordern thermischer Kenngrößen mit einer Motorsteuerung verbunden ist. An letzterer Steuerung liegen üblicherweise schon eine Reihe von Kenngrößen an, die z. B. für die Einspritzsteuerung über ein Common-Rail erforderlich sind.
  • Vorzugsweise umfassen die thermischen Kenngrößen eine Kühlwassertemperatur, eine Leiterplattentemperatur, eine Lufttemperatur und/oder eine Zylinderkopftemperatur. Damit lässt sich, wie vorstehend bereits erwähnt, die Kaltstarttemperatur vor Glühbeginn annähern, ohne dass ein gesonderter und entsprechend teurer Messfühler an der Kerze selbst erforderlich wäre.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren wird im Folgenden anhand eines Beispiels unter Bezugnahme auf die beigefügten Figuren erläutert. Gleiche oder gleichwirkende Teile sind mit gleichen Bezugsziffern versehen. Es zeigen:
  • Kurze Beschreibung der Zeichnungen
  • 1 ein Diagramm mit zeitabhängig angelegten Spannungen zum Ermitteln eines Glühkerzenwiderstands gemäß der Messstrategie des erfindungsgemäßen Verfahrens, und
  • 2 ein Blockschaltbild von Motor, Motorsteuerung und Glühstiftkerzensteuerung, in dem das erfindungsgemäße Verfahren implementiert ist.
  • Ausführungsformen der Erfindung
  • Die 1 zeigt ein Diagramm mit zeitabhängig angelegten Spannungen U zum Ermitteln eines Glühkerzenwiderstands R gemäß der Messstrategie des erfindungsgemäßen Verfahrens. Zur Messung des Kerzenwiderstands R besitzt die gezeigte Regelung einen Initialisierungszustand zur Zeit t = 0 und einen nachfolgenden Betriebszustand mit Messperioden MP0 ... MPn in Zeitabständen dt.
  • Bei Initialisierung wird in dieser Ausführungsform der Kaltwiderstand jeder einzelnen Kerze GP1 ... GPn (gezeigt in 2) bestimmt. Um einen zusätzlichen Messfühler einzusparen, wird die Messtemperatur T0 des Kaltwiderstands R0 geschätzt, und zwar entweder aus einer Kühlwassertemperatur, der Temperatur auf der Leiterplatte in einer Glühkerzensteuereinheit GCU (Glow Plug Unit; gezeigt in 2) oder einer Temperatur am Lufteinlass eines Motors.
  • Im Betriebszustand wird die Temperatur der Glühkerzen dann entsprechend dem nicht-linearen Zusammenhang T = T0 + (R/R0 – 1)/αK = f(T0, R0, R, αK)berechnet, wobei T die Betriebstemperatur, T0 die Kalttemperatur, R den Betriebswiderstand und R0 den Kaltwiderstand bezeichnet, und der Wert αK unter Berücksichtigung eines linearen Zusammenhangs zwischen der Betriebstemperatur und dem Betriebswiderstand aus dem nichtlinearen Zusammenhang abgeleitet wird.
  • Ein Wärmefluss zwischen Zylinderkopf und Kerzenspitze kann durch Subtraktion des Terms (λ/A)·(T – TZ) in der Form T = f – (λ/A)·(T – TZ)berücksichtigt werden. Der Term gibt das. Temperaturgefälle zwischen Zylinderkopf und Kerzenspitze an. Dabei bezeichnet λ einen Wärmeübergangskoeffizienten und A eine Querschnittsfläche der Glühkerze, sowie TZ eine Zylinderkopftemperatur.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren lässt damit eine einfache, schnelle und zuverlässige Ermittlung der Glühkerzentemperatur zu, die der Kompensation einer Fertigungsabweichung oder von Alterungserscheinungen der Kerze(n) zugrundegelegt wird.
  • Die 2 zeigt ein Blockschaltbild von Motor M, Motorsteuerung EDC (Electronic Data Control) und Glühstiftkerzensteuerung GCU, in dem das erfindungsgemäße Verfahren implementiert ist. Die Kerzensteuerung GCU weist dafür eine Messeinheit MU (Messuring Unit) und eine Berechnungseinheit CU (Calculation Unit) auf, die einheitlich mit der Steuerung GCU ausgeführt sind. Die Messeinheit ist zum Erfassen der Zylinderkopftemperatur Tz als geschätzte Kaltstarttemperatur T0 mit der Motorsteuerung EDC verbunden, an der wiederum diese Temperatur Tz über einen Messfühler S (Sensor) anliegt. Die Glühkerzensteuerung ist andererseits mit Glühstiftkerzen GP1 ... GPn zu deren Widerstandserkennung R und Temperaturregelung T verbunden.
  • Das beschriebene Temperaturmodell ist in der Berechnungseinheit CU realisiert, in der die von der oder über die Messeinheit MU gelieferten Initialisierung- und Betriebskenngrößen T0, R0 und R verarbeitet werden. Die Messeinheit MU und die Berechnungseinheit CU erfordern weder zusätzliche Messfühler noch weiteren Platz im Motorraum eines Fahrzeugs, und erlauben dennoch die einfache, schnelle und zuverlässige Ermittlung der Glühkerzentemperatur, auf deren Basis Fertigungsabweichungen und/oder Alterungserscheinungen der Kerzen kompensiert werden können.
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - DE 10348391 [0003]

Claims (11)

  1. Verfahren zum Ermitteln der Temperatur von Glühstiftkerzen (GP1 ... GPn) in einem Brennkraftmotor (M), mit einem Initialisierungsschritt, bei dem ein Kaltwiderstand und eine Kalttemperatur wenigstens einer Glühkerze (GP1 ... GPn) bestimmt werden, und mit wenigstens einem nachfolgenden Betriebsschritt, bei dem ein Betriebswiderstand der Glühkerze(n) (GP1 ... GPn) bestimmt und eine jeweilige Betriebstemperatur der Glühkerze(n) (GP1 ... GPn) aus dem nicht-linearen Zusammenhang T = T0 + (R/R0 – 1)/αK berechnet wird, wobei T die Betriebstemperatur, T0 die Kalttemperatur, R den Betriebswiderstand und R0 den Kaltwiderstand bezeichnet, und der Wert αK unter Berücksichtigung eines linearen Zusammenhangs zwischen der Betriebstemperatur und dem Betriebswiderstand aus dem nicht-linearen Zusammenhang abgeleitet wird.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem die Kalttemperatur der wenigstens einen Glühstiftkerze (GP1 ... GPn) unter Heranziehen einer Kühlwassertemperatur, einer Leiterplattentemperatur und/oder einer Lufttemperatur geschätzt wird.
  3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, bei dem ein Term in den nicht-linearen Zusammenhang eingerechnet wird, der den Einfluss des Abstands zwischen Heizquelle und Glühspitze der wenigstens einen Glühstiftkerze (GP1 ... GPn) auf deren Betriebstemperatur berücksichtigt.
  4. Verfahren nach Anspruch 3, bei dem zum Bestimmen des Terms, der in den nicht-linearen Zusammenhang eingerechnet wird, eine Zylinderkopftemperatur herangezogen wird.
  5. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, bei dem aus der Berechnung der Betriebstemperatur einer Glühstiftkerze auf die Betriebstemperatur aller Glühkerzen (GP1 ... GPn) geschlossen wird.
  6. Verwendung eines Verfahrens nach einem der vorstehenden Ansprüche zur Temperaturregelung und/oder Alterungskompensation von Glühstiftkerzen (GP1 ... GPn) in einem Brennkraftmotor (M).
  7. Vorrichtung zum Ermitteln der Temperatur von Glühstiftkerzen (GP1 ... GPn) in einem Brennkraftmotor (M), umfassend: eine Messeinheit (MU), die zum Messen des Widerstands wenigstens einer Glühstiftkerze (GP1 ... GPn) ausgebildet ist, und eine Berechnungseinheit (CU), die zum Bestimmen eines Kaltwiderstands und einer Kalttemperatur der Glühkerze(n) ausgebildet ist, und die zum Berechnen einer jeweiligen Betriebstemperatur der Glühkerze(n) aus dem nichtlinearen Zusammenhang T = T0 + (R/R0 – 1)/αK ausgebildet ist, wobei T die Betriebstemperatur, T0 die Kalttemperatur, R der Betriebswiderstand und R0 einen Kaltwiderstand bezeichnet, und der Wert αK unter Berücksichtigung eines linearen Zusammenhangs zwischen der Betriebstemperatur und dem Betriebswiderstand aus dem nicht-linearen Zusammenhang abgeleitet wird.
  8. Vorrichtung nach Anspruch 7, bei der die Berechnungseinheit (CU) zum Einrechnen eines Terms in den nicht-linearen Zusammenhang ausgebildet ist, der den Einfluss des Abstands zwischen Heizquelle und Glühspitze der wenigstens einen Glühstiftkerze (GP1 ... GPn) auf deren Betriebstemperatur berücksichtigt.
  9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 oder 8, bei der die Messeinheit (MU) und die Berechnungseinheit (CU) einheitlich mit einer Glühstiftkerzensteuerung (GCU) ausgeführt sind.
  10. Vorrichtung nach Anspruch 8, bei der die Messeinheit (MU) zum Anfordern thermischer Kenngrößen mit einer Motorsteuerung (EDC) verbunden ist.
  11. Vorrichtung nach Anspruch 10, bei der die thermischen Kenngrößen eine Kühlwassertemperatur, eine Leiterplattentemperatur, eine Lufttemperatur und/oder eine Zylinderkopftemperatur umfassen.
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