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Die
Erfindung betrifft eine Sensorbefestigungsanordnung mit einer zur
Befestigung an einem Bauteil vorgesehenen Sensorhalterung, an der
wenigstens ein Sensor befestigt ist oder werden kann.
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Sensoren
wandeln üblicherweise
mechanische Größen in elektrische
Signale. Hierzu müssen sie
in geeigneter Weise zur Maßverkörperung
positioniert und fixiert werden. Dies geschieht üblicherweise dadurch, dass
der Sensor in ein Gehäuse
eingebracht wird (z. B. durch Einkleben, Klemmen, Umgießen oder
Umspritzen), das anschließend
am Gesamtsystem befestigt wird. Dies kann wiederum z. B. durch Schrauben,
Kleben, Schweißen
oder Nieten erfolgen.
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Aus
der
DE 198 31 248
C2 ist eine Sensoranordnung an einer Radaufhängung für ein Fahrzeug bekannt,
wobei ein Schwenkarm an einer Fahrzeugkarosserie schwenkbar gelagert
ist. Ein Sensor zur Detektion der Relativlage zwischen Schwenkarm
und Fahrzeugkarosserie ist ortsfest an der Fahrzeugkarosserie angebracht
und mechanisch mit dem Schwenkarm gekoppelt. Eine sensorfeste Sensorhalterung
und ein Schwenklager des Schwenkarms, durch welches der Schwenkarm
schwenkbar an der Fahrzeugkarosserie befestigt ist, sind an einer
gemeinsamen Befestigungsstelle an der Fahrzeugkarosserie befestigt.
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Nachteilig
an den bekannten Befestigungsverfahren sind z. B. aufwendige Positionier-
und Befestigungsprozesse (Schweißen, Kleben etc.) oder das
Auftreten von mechanischen Verspannungen im Sensorsystem, welche
zu Messfehlern oder Beschädigungen
führen
können.
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Ausgehend
hiervon liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, die eingangs genannte
Sensorbefestigungsanordnung derart weiterzubilden, dass die Sensorhalterung
auf einfache Weise an einer Peripherie, wie zum Beispiel an einem
Bauteil, positioniert und fixiert werden kann, ohne dass der Sensor größeren Verspannungen
ausgesetzt wird.
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Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß mit einer
Sensorbefestigungsanordnung nach Anspruch 1 gelöst. Bevorzugte Weiterbildungen
der Erfindung sind in den Unteransprüchen gegeben.
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Die
erfindungsgemäße Sensorbefestigungsanordnung,
insbesondere für
ein Kraftfahrzeug, weist eine zur Befestigung an einem Bauteil vorgesehene Sensorhalterung
auf, an der wenigstens ein Sensor befestigt ist oder werden kann,
wobei die Sensorhalterung ein fingerartiges Befestigungselement
mit einem Loch aufweist, in dem ein Spreizelement verschiebbar einliegt,
und wobei das Befestigungselement durch Verschieben des Spreizelements
zumindest bereichsweise aufgespreizt wird oder werden kann.
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Wird
das Befestigungselement in eine Öffnung
des Bauteils eingebracht und dann durch Verschieben des Spreizelements
aufgespreizt, kann das Befestigungselement kraftschlüssig und/oder
formschlüssig
an dem Bauteil festgelegt werden. Dabei kann die Sensorhalterung
vor dem Aufspreizen positioniert werden. Nach dem Aufspreizen sitzt
die Sensorhalterung fest an dem Bauteil, wobei durch das Aufspreizen
hervorgerufene Spannungen sich in dem Befestigungselement nicht
oder lediglich geringfügig
auf den Rest der Sensorhalterung übertragen, sodass die Verspannungen
keine oder lediglich vernachlässigbar
geringe Einflüsse
auf den Sensor und dessen Position haben.
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Die
Sensorbefestigungsanordnung umfasst bevorzugt ein oder das mit einer Öffnung versehene Bauteil,
in die das Befestigungselement eingesetzt ist. Das Positionieren
und das anschließende
Festlegen des Befestigungselements an dem Bauteil können dann
wie oben beschrieben erfolgen. Die Öffnung in dem Bauteil kann
einseitig begrenzt und z. B. als Sackloch ausgebildet sein. Dies
kann aber eine toleranzarme und somit teure Fertigung der Öffnung erfordern.
Bevorzugt ist die Öffnung
daher eine durchgehende Öffnung,
insbesondere ein Durchbruch, durch welche sich das Befestigungselement hindurch
erstreckt. Zum Positionieren ist das Befestigungselement vor dem
Aufspreizen bevorzugt in der Öffnung
verschiebbar und verdrehbar. Hierdurch wird die Möglichkeit
geschaffen, die Oberfläche
des Bauteils und/oder den Durchmesser der Öffnung toleranzinsensitiv herzustellen,
wodurch die Fertigungskosten für
das Bauteil reduziert werden können.
Insbesondere ist das Befestigungselement in bis zu fünf Freiheitsgraden
in der Öffnung
positionierbar und kann dann im sechsten Freiheitsgrad an dem Bauteil fixiert
werden, der in der Regel mit der Richtung des Einführens des
Befestigungselements in die Öffnung zusammenfällt. Die
bis zu fünf
Freiheitsgrade umfassen z. B. vier translatorische und einen rotatorischen Freiheitsgrad.
Der sechste Freiheitsgrad ist insbesondere ein translatorischer
Freiheitsgrad.
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Gemäß einer
Weiterbildung ist das Bauteil ein Radaufhängungsbauteil eines Kraftfahrzeugs. Insbesondere
ist das Bauteil ein Radführungslenker, wie
z. B. ein Querlenker. Ergänzend
oder alternativ weist das Bauteil ein Kugelgelenk und/oder ein Teil eines
Kugelgelenks, wie z. B. ein Verschlussdeckel eines Kugelgelenks
oder ein Kugelgelenkgehäuse, auf
oder ist dadurch gebildet. Ferner ist es möglich, dass es sich bei dem
Bauteil um einen Radführungslenker
handelt, der wenigstens ein Kugelgelenk aufweist. Der Sensor kann
z. B. dazu eingesetzt werden, die relative Lage des Kugelzapfens
des Kugelgelenks zu dem Radführungslenker,
zu dem Verschlussdeckel und/oder zu dem Kugelgelenkgehäuse zu bestimmen.
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Es
gibt mehrere Möglichkeiten,
wie die Sensorhalterung mittels des aufgespreizten Befestigungselements
an dem Bauteil befestigt ist oder werden kann. Zum einen ist es
möglich,
dass das aufgespreizte Befestigungselement gegen die die Öffnung begrenzende
Wandung des Bauteils drückt
und dadurch reibschlüssig
an diesem festgelegt ist. Ergänzend
oder alternativ ist es möglich,
dass das aufgespreizte Befestigungselement außerhalb der Öffnung und
senkrecht zu deren Längsrichtung über die
stirnseitige Berandung der Öffnung
hinausragt und dadurch formschlüssig
an dem Bauteil festgelegt ist. Der Formschluss kann das Befestigungselement
in axialer Richtung einseitig oder beidseitig an dem Bauteil festlegen.
Gemäß einer
bevorzugten Weiterbildung ragt daher das aufgespreizte Befestigungselement
außerhalb
der Öffnung
und senkrecht zu deren Längsrichtung
auf beiden Seiten der Öffnung über die
stirnseitigen Berandungen der Öffnung
hinaus und ist dadurch formschlüssig
an dem Bauteil festgelegt. Ergänzend
oder alternativ ist es möglich, dass
in der die Öffnung
begrenzenden Wandung des Bauteils wenigstens ein Rücksprung
vorgesehen ist, in den das aufgespreizte Befestigungselement eingreift.
Der Rücksprung
ist insbesondere ringförmig ausgebildet.
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Das
Befestigungselement kann zylindrisch ausgebildet sein. Alternativ
kann das Befestigungselement aber auch jede andere geometrische
Form annehmen, die mit der Öffnung
im Bauteil korrespondiert. Insbesondere ist die Öffnung an die Geometrie des
Befestigungselements angepasst. Ist das Befestigungselement im Querschnitt
kreisförmig
oder elliptisch, so ist bevorzugt auch die Öffnung im Querschnitt kreisförmig oder
elliptisch. Ist das Befestigungselement im Querschnitt dreieckig
oder mehreckig, so ist bevorzugt auch die Öffnung im Querschnitt dreieckig
oder mehreckig.
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Die
Sensorhalterung kann einen Anschlag aufweisen, der sich insbesondere
in derselben Richtung von der Sensorhalterung wegerstreckt wie das Befestigungselement.
Bevorzugt ist der Anschlag im Abstand zu dem Befestigungselement
positioniert und liegt im montierten Zustand insbesondere an der Oberfläche des
Bauteils an. Hierdurch wird das Positionieren der Sensorhalterung
erleichtert, da durch den Anschlag ein Freiheitsgrad festgelegt
wird oder werden kann.
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Gemäß einer
Weiterbildung kann die Sensorhalterung im Abstand zu dem Befestigungselement
an einem Vorsprung des Bauteils befestigt sein, der z. B. an dem
Bauteil festgelegt oder einstückig mit
diesem ausgebildet ist. Insbesondere weist die Sensorhalterung dazu
eine Ausnehmung auf, in die der Vorsprung des Bauteils eingreift
oder eingreifen kann. Der Vorsprung und die Sensorhalterung bzw. die
Ausnehmung bilden zusammen bevorzugt eine Schnappverbindung. Die
Sensorhalterung ist insbesondere drehbar an dem Vorsprung gelagert,
sodass eine Positionierung der Sensorhalterung relativ zu dem Bauteil
möglich
ist.
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Eine
Drehung der Sensorhalterung um den Vorsprung kann aber dadurch begrenzt
sein, dass das Befestigungselement an der die Öffnung begrenzenden Wandung
des Bauteils anschlägt.
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Das
Bauteil ist bevorzugt ein Radführungslenker
mit einem Kugelgelenk, das den Vorsprung aufweist. Insbesondere
umfasst das Kugelgelenk einen Verschlussdeckel, der von dem Vorsprung
gebildet ist oder diesen aufweist. Der Verschlussdeckel ist bevorzugt
an einem Gehäuse
des Kugelgelenks festgelegt, wobei das Kugelgelenkgehäuse fest
mit dem Radführungslenker
verbunden oder einstückig
mit diesem ausgebildet ist. Die Öffnung
kann in dem Verschlussdeckel, in dem Kugelgelenkgehäuse oder
in dem Radführungslenker
vorgesehen sein.
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Vor
dem Aufspreizen ragt das Spreizelement bevorzugt aus dem Befestigungselement
heraus, sodass es auf einfache Weise zum Verschieben zugänglich ist.
Ferner wird das Befestigungselement bevorzugt durch Einschieben
des Spreizelements in das Loch aufgespreizt. Nach dem Aufspreizen
kann das Spreizelement vollständig
in dem Befestigungselement angeordnet sein oder teilweise, z. B.
mit einem Kopf, aus dem Befestigungselement herausragen. Letzteres
ist vorteilhaft, um die Sensorhalterung wieder von dem Bauteil lösen zu können.
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Vor
dem Aufspreizen weist das Loch quer zu dessen Längsrichtung in zumindest einem
Bereich bevorzugt eine kleinere geometrische Abmessung auf als der
nach dem Aufspreizen in diesem Bereich sitzende Teil des Spreizelements.
Dies kann z. B. dadurch realisiert werden, dass die das Loch begrenzende
Wandung des Befestigungselements zumindest eine das Loch verengende
Einschnürung
aufweist, sodass das Spreizelement beim Einschieben in das Loch
die zumindest eine Einschnürung
aufweitet, was zum Aufspreizen des Befestigungselements führt. Bevorzugt
ist somit die lichte Weite der zumindest einen Einschnürung vor
dem Aufspreizen kleiner als die geometrische Außenabmessung, insbesondere
als der Außendurchmesser,
des nach dem Aufspreizen in der aufgeweiteten Einschnürung sitzenden
Teils des Spreizelements. Die Einschnürung ist insbesondere durch
einen oder mehrere gewölbte Bereiche
der das Loch begrenzenden Wandung des Befestigungselements gebildet.
Bevorzugt ist die Dicke der das Loch begrenzenden Wandung des Befestigungselements
im Bereich der zumindest einen Einschnürung erhöht.
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Das
Spreizelement ist im aufgespreizten Zustand des Befestigungselements
bevorzugt mit diesem verrastet. Insbesondere weist das Spreizelement
dazu an seiner Außenfläche wenigstens
einen Rücksprung
auf, in den eine an der das Loch begrenzenden Wandung des Befestigungselements vorgesehene
Rasteinschnürung
eingreift oder eingreifen kann. Die Rasteinschnürung umfasst z. B. wenigstens
einen an der das Loch begrenzenden Wandung des Befestigungselements
vorgesehenen Rastvorsprung. Der Rücksprung ist bevorzugt in dem Endbereich
des Spreizelements vorgesehen, mit dem voran das Spreizelement in
das Loch eingeschoben wird. Insbesondere ist der Rücksprung
an dem der Sensorhalterung zugewandten Endbereich des Spreizelements
vorgesehen.
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Das
Loch erstreckt sich bevorzugt in Längsrichtung des Befestigungselements.
Ferner kann sich das Loch senkrecht zu dieser Längsrichtung zumindest bereichsweise
durch das Befestigungselement hindurch erstrecken. Somit ist es
möglich,
zumindest einen Teil des Lochs mit seiner für das Aufspreizen erforderlichen
Innengeometrie auf einfache Weise, z. B. durch Stanzen, auszubilden.
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Die
Sensorhalterung bildet bevorzugt ein Gehäuse für den wenigstens einen Sensor,
sodass dieser durch die Sensorhalterung vor Umwelteinflüssen geschützt ist.
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Vorzugsweise
besteht die Sensorhalterung aus Kunststoff. Ferner bestehen das
Befestigungselement und/oder das Spreizelement bevorzugt aus Kunststoff.
Alternativ kann für
die Sensorhalterung, das Befestigungselement und/oder das Spreizelement
aber auch ein anderer Werkstoff, wie z. B. Metall, eingesetzt werden.
Das Bauteil besteht vorzugsweise aus Metall, aus Kunstsoff oder
aus einer Kombination dieser Werkstoffe.
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Die
Fixierung und Positionierung der Sensorhalterung und/oder des wenigstens
einen Sensors erfolgt somit bevorzugt durch ein fingerartiges Element
(Befestigungselement), das in eine Öffnung, die z. B. als Durchbruch
ausgebildet ist, in der Peripherie (Bauteil) eingebracht wird. Dieser
Finger (Befestigungselement) kann z. B. zylindrisch ausgeführt sein.
Er kann aber auch jede weitere beliebige geometrische Form annehmen,
die mit der Öffnung
im Peripherieteil (Bauteil) korrespondiert. Durch Verschieben des
im Finger befindlichen Spreizelements wird ein Teilbereich des Fingers
geometrisch verformt, sodass zwischen dem Finger und der Öffnung ein
Formschluss und/oder Kraftschluss hergestellt wird. Hierdurch kann
die Sensorhalterung, die insbesondere als Sensorgehäuse ausgebildet
ist, abhängig
von der Ausführungsform
in bis zu fünf
Freiheitsgraden positioniert und anschließend in sechs Freiheitsgraden
fixiert werden. Der sechste Freiheitsgrad in der Positionierung
ist dabei in der Regel die Einführungsrichtung
des Fingers in die Öffnung.
Die Positionierung in dieser Richtung kann durch einen Anschlag
erfolgen, der auch ortsfern zu der Öffnung angeordnet sein kann.
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Durch
die kraftarme oder nahezu kraftfreie Montage des Sensors an der
Peripherie mit anschließender,
durch plastische Verformung erfolgender Verspannung, ist es möglich, den
Sensor mechanisch spannungsfrei auf der Peripherie zu fixieren. Besonders
vorteilhaft bestehen der Finger und das Spreizelement aus Kunststoff,
grundsätzlich
sind hierfür
aber auch metallische Werkstoffe geeignet. Eine besonders robuste
Verbindung wird erzielt, wenn das Spreizelement am Ende des Einschubweges
zusätzlich
mechanisch verrastet wird. Es besteht auch die Möglichkeit, die Sensorbefestigungsanordnung
zur Verdrehsicherung mit zusätzlicher
Befestigungsfunktion einzusetzen. Hierbei wird die Sensorhalterung
bzw. der Sensor z. B. auf einem zylindrischen Element (Vorsprung)
der Peripherie mit einem Verdrehfreiheitsgrad, z. B. durch Verklipsen,
befestigt. Der Finger dient in diesem Fall als Verdrehsicherung,
die in einem vom zylindrischen Element entfernten Punkt in die Öffnung der
Peripherie eintaucht und dort fixiert wird.
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Die
Erfindung wird nachfolgend anhand bevorzugter Ausführungsformen
unter Bezugnahme auf die Zeichnung beschrieben. In der Zeichnung
zeigen:
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1 eine
teilweise geschnittene Ansicht einer Sensorbefestigungsanordnung
gemäß einer
ersten Ausführungsform
der Erfindung vor dem Aufspreizen,
-
2 eine
teilweise geschnittene Ansicht der ersten Ausführungsform nach dem Aufspreizen,
-
3 eine
Unteransicht der ersten Ausführungsform,
-
4 eine
teilweise geschnittene Ansicht einer Sensorbefestigungsanordnung
gemäß einer zweiten
Ausführungsform
der Erfindung nach dem Aufspreizen,
-
5 eine
Unteransicht einer Sensorbefestigungsanordnung gemäß einer
dritten Ausführungsform
der Erfindung,
-
6 eine
Schnittansicht einer Sensorbefestigungsanordnung gemäß einer
vierten Ausführungsform
der Erfindung und
-
7 eine
teilweise geschnittene Seitenansicht einer Sensorbefestigungsanordnung
gemäß einer
fünften
Ausführungsform
der Erfindung.
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Aus 1 ist
eine Seitenansicht einer Sensorbefestigungsanordnung 1 gemäß einer
ersten Ausführungsform
der Erfindung ersichtlich, wobei ein Sensor 2 an einer
Sensorhalterung 3 befestigt ist, die ein fingerartiges
Befestigungselement 4 aufweist, das sich durch einen Durchbruch 5 in
einem Bauteil 6 hindurch erstreckt, das geschnitten dargestellt
ist. In dem Befestigungselement 4 ist ein Loch 7 vorgesehen,
in welchem ein Spreizelement 8 einliegt, das im Wesentlichen
zylinderförmig
ausgebildet ist und an seinem in dem Loch 7 einliegenden
Endbereich einen ringförmigen
Rücksprung 9 aufweist,
in den eine Rasteinschnürung 10 der
das Loch 7 begrenzenden Wandung des Befestigungselements 4 eingreift,
sodass das Spreizelement 8 an dem Befestigungselement 4 gesichert
ist. Die Längsrichtung 11 des
Lochs 7 bildet auch gleichzeitig die Längsrichtung des Befestigungselements 4 und
des Durchbruchs 5. Ferner kann das Spreizelement 8 in
Längsrichtung 11 in
das Loch 7 eingeschoben werden. Die das Loch 7 begrenzende
Wandung des Befestigungselements 4 weist eine weitere Rasteinschnürung 12 auf,
die im eingeschobenen Zustand des Spreizelements 8 in den
Rücksprung 9 eingreift
(siehe 2).
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Die
beiden Rasteinschnürungen 10 und 12 umfassen
gemäß dieser
Ausführungsform
jeweils ein Paar von Vorsprüngen,
die an der das Loch 7 begrenzenden Wandung des Befestigungselements 4 vorgesehen
sind.
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Zwischen
den beiden Rasteinschnürungen 10 und 12 ist
die das Loch 7 begrenzende Wandung in das Loch 7 hineingewölbt, sodass
im Bereich dieser Einwölbung
das Loch 7 senkrecht zur Längsrichtung 11 eine
lichte Weite aufweist, die kleiner als der Außendurchmesser des zylindrischen
Bereichs 31 des Spreizelements 8 ist. Die das
Loch 7 begrenzende Wandung weist somit zwischen den beiden
Rasteinschnürungen 10 und 12 eine
durch die Einwölbung
gebildete zusätzliche
Einschnürung 13 auf,
die beim Einschieben des Spreizelements 8 aufgeweitet wird
(siehe 2).
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Das
Befestigungselement 4 ist an seinem freien Ende mit einer
stirnseitigen Abdeckung 14 versehen, durch welche sich
das Spreizelement 8 hindurcherstreckt, welches an seinem
außerhalb
des Befestigungselements 4 liegenden freien Ende einen Kopf 15 aufweist,
dessen Durchmesser größer als der
Durchmesser des zylindrischen Bereichs 31 ist. Der Kopf 15 bildet
einen Anschlag, der das Einschieben des Spreizelements 8 in
das Befestigungselement 4 hinein begrenzt, indem der Kopf 15 an
der Abdeckung 14 anschlägt.
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Aus 2 ist
eine Seitenansicht der Sensorbefestigungsanordnung 1 in
einem Zustand ersichtlich, in dem das Spreizelement 8 in
das Befestigungselement 4 eingeschoben ist und der Kopf 15 an
der Abdeckung 14 anliegt. Dadurch, dass vor dem Einschieben
des Spreizelements 8 das Befestigungselement 4 im
Bereich der Einschnürung 13 kleinere
geometrische Abmessungen quer zur Längsrichtung 11 aufwies
als der zylindrische Bereich 31 des Spreizelements 8,
ist das Befestigungselement 4 nun aufgespreizt bzw. aufgeweitet,
sodass der in dem Durchbruch 5 sitzende Teil der Außenfläche des
Befestigungselements 4 gegen die den Durchbruch 5 begrenzende
Wandung des Bauteils 6 drückt. Hierdurch wird eine reibschlüssige bzw.
kraftschlüssige Verbindung
zwischen dem Befestigungselement 4 und dem Bauteil 6 gebildet,
das geschnitten dargestellt ist. Der Druck, der von dem Befestigungselement 4 auf
das Bauteil 6 ausgeübt
wird, ist dabei mit Pfeilen 16 angedeutet. Ferner führt das
Aufweiten des Befestigungselements 4 außerhalb des Durchbruchs 5 zu Ausbeulungen 17 und 18,
die senkrecht zur Längsrichtung 11 über die
stirnseitige Berandung des Durchbruchs 5 hinausragen. Hierdurch
ist das Befestigungselement 4 zusätzlich formschlüssig in Längsrichtung 11 an
dem Bauteil 6 festgelegt, und zwar hinsichtlich beider
Orientierungen der Längsrichtung 11.
Auch greift die Rasteinschnürung 12 in den
Rücksprung 9 des
Spreizelements 8 ein, sodass dieses formschlüssig an
dem Befestigungselement 4 gesichert ist.
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Aus 3 ist
eine Unteransicht der Sensorbefestigungsanordnung 1 ersichtlich,
wobei das Bauteil 6 lediglich bereichsweise und schematisch
angedeutet ist. 3 zeigt den Zustand des Befestigungselements 4 vor
dem Einschieben des Spreizelements 8, sodass zwischen dem
Befestigungselement 4 und der den Durchbruch 5 begrenzenden
Wandung (gestrichelt dargestellt) ein Spiel zum Positionieren der Sensorhalterung 3 vorgesehen
ist. Die Sensorhalterung 3 weist einen Anschlag 19 auf,
der im montierten Zustand an dem Bauteil 6 anliegt (siehe 1) und
somit als Positionierhilfe dient. Der Anschlag 19 erstreckt
sich dabei in derselben Richtung von der Sensorhalterung 3 weg
wie das Befestigungselement 4, ist allerdings kürzer als
dieses ausgebildet. Ferner weist die Sensorhalterung 3 einen
(zweiten) Finger 20 auf, der in einen in dem Bauteil 6 vorgesehenen zweiten
Durchbruch 21 eingreift, der als Langloch ausgebildet ist.
Zwischen dem Finger 20 und dem Durchbruch 21 ist
ein Spiel vorhanden, sodass die Sensorhalterung 3 in Richtung
der Pfeile 22 und 23 verschiebbar ist. Ferner
ist die Sensorhalterung 3 in Richtung des Pfeils 24 um
die Längsachse 11 schwenkbar.
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Der
Finger 20 weist einen im Wesentlichen rechteckigen Querschnitt
auf, und weicht somit vom kreisförmigen
Querschnitt des Befestigungselements 4 (erster Finger)
ab. Abgesehen hiervon, kann der Finger 20 aber in entsprechender
Weise wie das Befestigungselement 4 ausgebildet sein. In 3 bildet der
Finger 20 aber lediglich einen Stift ohne Aufspreizmöglichkeit.
Gemäß einer
Alternative der ersten Ausführungsform
kann der Anschlag 19 entfallen.
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Aus 4 ist
eine Seitenansicht einer Sensorbefestigungsanordnung 1 gemäß einer
zweiten Ausführungsform
der Erfindung ersichtlich, wobei zu der ersten Ausführungsform ähnliche
oder identische Merkmale mit denselben Bezugszeichen wie bei der ersten
Ausführungsform
bezeichnet sind. Im Unterschied zu der ersten Ausführungsform
ist in dem Durchbruch 5 eine Ringnut 25 eingebracht,
in welche die Außenfläche des
aufgespreizten Befestigungselements 4 eingreift und dieses
somit formschlüssig
an dem Bauteil 6 sichert, das geschnitten dargestellt ist. Die
Ausbeulungen 17 und 18 gemäß der ersten Ausführungsform
können
entfallen oder kleiner ausgebildet sein, da die axiale Fixierung
des Befestigungselements 4 an dem Bauteil 6 gemäß der zweiten
Ausführungsform
bevorzugt ausschließlich
oder vornehmlich über
den Formschluss an der Ringnut 25 erfolgt. Abgesehen von
diesen Unterschieden wird zur weiteren Beschreibung der zweiten
Ausführungsform
auf die Beschreibung der ersten Ausführungsform verwiesen. Gemäß einer
Alternative der zweiten Ausführungsform
kann der Anschlag 19 entfallen.
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Aus 5 ist
eine Unteransicht einer Sensorbefestigungsanordnung 1 gemäß einer
dritten Ausführungsform
der Erfindung ersichtlich, wobei zu der ersten Ausführungsform ähnliche
oder identische Merkmale mit denselben Bezugszeichen wie bei der ersten
Ausführungsform
bezeichnet sind. Im Unterschied zur ersten Ausführungsform ist das Befestigungselement 4 gemäß der dritten
Ausführungsform im
Querschnitt dreieckig, sodass auch der Durchbruch 5 im
lediglich angedeuteten Bauteil 6 einen dreieckigen Querschnitt
aufweist. Ferner entfallen insbesondere der Finger 20 und
der Durchbruch 21. Schließlich kann auch das Spreizelement 8 einen dreieckigen
Querschnitt aufweisen, es ist aber auch möglich, ein zu der ersten Ausführungsform
identisches Spreizelement 8 zu verwenden. Abgesehen von
diesen Unterschieden wird zur weiteren Beschreibung der dritten
Ausführungsform
auf die Beschreibung der ersten Ausführungsform verwiesen. Gemäß einer
Alternative der dritten Ausführungsform kann
der Anschlag 19 entfallen.
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Aus 6 ist
eine Schnittansicht einer Sensorbefestigungsanordnung 1 gemäß einer
vierten Ausführungsform
der Erfindung ersichtlich, wobei zu der ersten Ausführungsform ähnliche
oder identische Merkmale mit denselben Bezugszeichen wie bei der ersten
Ausführungsform
bezeichnet sind. Im Unterschied zur ersten Ausführungsform ist an dem Bauteil 6 ein zylindrischer
Vorsprung 26 vorgesehen, der in eine in der Sensorhalterung 3 vorgesehene
Ausnehmung 27 eingreift und mittels einer Schnappverbindung
an der Sensorhalterung 3 festgelegt ist. Zur Ausbildung
der Schnappverbindung weist der Vorsprung 26 an seinem
dem Bauteil 6 abgewandten Ende eine radiale Außenschulter 28 auf,
die von an der Halterung 3 vorgesehenen Schnapphaken 29 hintergriffen
wird. Die Sensorhalterung 3 ist um die Längsachse 30 des
Vorsprungs 26 drehbar an diesem gelagert, wobei eine Drehung
der Sensorhalterung 3 um die Längsachse 30 durch
das Spiel begrenzt ist, welches das Befestigungselement 4 im
unaufgeweiteten Zustand zu dem Durchbruch 5 aufweist. Der
Anschlag 19 sowie der Finger 20 und der Durchbruch 21 können entfallen.
Abgesehen von diesen Unterschieden wird zur weiteren Beschreibung der
vierten Ausführungsform
auf die Beschreibung der ersten Ausführungsform verwiesen.
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Aus 7 ist
eine teilweise geschnittene Seitenansicht einer Sensorbefestigungsanordnung 1 gemäß einer
fünften
Ausführungsform
der Erfindung ersichtlich, wobei zu den vorhergehenden Ausführungsformen ähnliche
oder identische Merkmale mit denselben Bezugszeichen wie bei den
vorhergehenden Ausführungsformen
bezeichnet sind. Die fünfte Ausführungsform
ist eine Variante der vierten Ausführungsform, wobei der Vorsprung 26 als
separates Teil ausgebildet und an dem Bauteil 6 formschlüssig festgelegt
ist, welches an seinem dargestellten Ende ein Kugelgelenkgehäuse 32 eines
Kugelgelenks 33 aufweist. Der Vorsprung 26 bildet
einen Verschlussdeckel des Kugelgelenks 33, welches einen
Kugelzapfen 34 umfasst, der drehbar und schwenkbar in dem
Kugelgelenkgehäuse 32 gelagert
ist. Ferner ist ein Dichtungsbalg 35 vorgesehen, der dichtend
an dem Kugelzapfen 34 und an dem Kugelgelenkgehäuse 32 anliegt.
Der Sensor 2 dient in diesem Fall dazu, die Lage des Kugelzapfens 34 relativ
zu dem Bauteil 6 zu erfassen, welches hier insbesondere
einen Radführungslenker
für ein
Kraftfahrzeug bildet.
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Der
Vorsprung 26 ist ein zur Achse 30 rotationssymmetrischer
Körper,
an dem die Sensorhalterung 3 um die Achse 30 schwenkbar
gelagert ist. Dargestellt ist in 7 allerdings
der aufgespreizte Zustand des Befestigungselements 4, sodass
eine Schwenkbewegung der Sensorhalterung 3 von dem in der Öffnung 5 durch
das Aufspreizen festgelegten Befestigungselement 4 blockiert
ist. Die Öffnung 5 ist als
Durchbruch 5 ausgebildet und im Abstand zum Kugelgelenkgehäuse 32 vorgesehen.
Zur weiteren Beschreibung der fünften
Ausführungsform
wird auf die Beschreibungen der ersten und der vierten Ausführungsform
verwiesen.
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- 1
- Sensorbefestigungsanordnung
- 2
- Sensor
- 3
- Sensorhalterung
- 4
- Befestigungselement
- 5
- Durchbruch/Öffnung in
Bauteil
- 6
- Bauteil
- 7
- Loch
in Befestigungselement
- 8
- Spreizelement
- 9
- Rücksprung
- 10
- Rasteinschnürung
- 11
- Längsrichtung
des Lochs
- 12
- Rasteinschnürung
- 13
- Einschnürung
- 14
- Abdeckung
des Befestigungselements
- 15
- Kopf
des Spreizelements
- 16
- Druck
des Befestigungselements auf das Bauteil
- 17
- Ausbeulung/Verformung
des Befestigungselements
- 18
- Ausbeulung/Verformung
des Befestigungselements
- 19
- Anschlag
an Sensorhalterung
- 20
- Finger
an Sensorhalterung
- 21
- Durchbruch
in Bauteil
- 22
- Pfeil/Positionierung
- 23
- Pfeil/Positionierung
- 24
- Pfeil/Positionierung
- 25
- Ringnut/Rücksprung
in Durchbruch
- 26
- Vorsprung
an Bauteil
- 27
- Ausnehmung
in Sensorhalterung
- 28
- Außenschulter
an Vorsprung
- 29
- Schnapphaken
an Sensorhalterung
- 30
- Längsachse
des Vorsprungs
- 31
- zylindrischer
Bereich des Spreizelements
- 32
- Kugelgelenkgehäuse
- 33
- Kugelgelenk
- 34
- Kugelzapfen
- 35
- Dichtungsbalg