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QUERVERWEIS AUF VERWANDTE ANMELDUNGEN
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Diese
Anmeldung beansprucht den Nutzen der vorläufigen U.S.-Patentanmeldung
Nr. 60/863478, eingereicht am 30. Oktober 2006, und der vorläufigen U.S.-Patentanmeldung
Nr. 60/887690, eingereicht am 1. Februar 2007, welche hiermit beide
in ihrer Gesamtheit durch Bezugnahme hierin miteingeschlossen sind.
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TECHNISCHES GEBIET
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Diese
Erfindung betrifft Türsysteme
mit Federn, um eine Tür
selektiv in ihre offene oder geschlossene Stellung zu drücken.
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HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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Ein
typisches Kraftfahrzeug umfasst eine Fahrzeugkarosserie, die einen
Fahrgastraum definiert. Türen
sind selektiv zwischen einer offenen und einer geschlossenen Stellung
beweglich, um jeweils den Zugang (Einstieg und Ausstieg) zu dem
Fahrgastraum zu erlauben bzw. den Zugang zu dem Fahrgastraum zu
versperren, wie für
den Fachmann verständlich
ist. Eine Verriegelung wird typischerweise dazu verwendet, eine
Tür in
ihrer geschlossenen Stellung zu halten. Um eine Tür zu öffnen, muss
ein Benutzer an einem Türgriff
ziehen, um die Verriegelung zu lösen
und die Tür
manuell in die offene Stellung zu bewegen.
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ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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Ein
Türsystem
umfasst ein Konstruktionselement und eine Tür, die in Bezug auf das Konstruktionselement
beweglich angebracht ist, um zwischen einer offenen Stellung und
einer geschlossenen Stellung bewegt zu werden. Eine Feder ist in
Bezug auf das Konstruktionselement oder die Tür angebracht und ist ausreichend
positioniert, um die Tür
zu ihrer offenen Stellung hin vorzuspannen, wenn die Tür sich in
ihrer geschlossenen Stellung befindet. In beispielhaften Ausführungsformen
können
auf aktivem Material basierende Betätigungselemente die Feder vor
dem Schließen
der Tür
selektiv komprimieren, um den Kraftaufwand für das Schließen der
Tür zu
minimieren.
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Die
obigen Merkmale und Vorteile sowie andere Merkmale und Vorteile
der vorliegenden Erfindung erschließen sich mit größerer Deutlichkeit
aus der nachfolgenden, detaillierten Beschreibung der besten Umsetzungsarten
der Erfindung in Verbindung mit den beigefügten Zeichnungen.
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KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
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1 ist
eine schematische Querschnitt-Seitenansicht einer Tür mit einem
auf aktivem Material basierenden Betätigungselement, das so ausgelegt
ist, dass es Kraft von einem aktiven Material auf die Tür überträgt;
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2 ist
eine schematische Querschnitt-Draufsicht auf ein anderes Türsystem
mit einem anderen auf aktivem Material basierenden Betätigungselement,
das so ausgelegt ist, dass es Kraft von einem aktiven Material auf
die Tür überträgt;
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3 ist
eine schematische Querschnitt-Draufsicht auf eine weitere Tür mit einem
weiteren auf aktivem Material basierenden Betätigungselement, das so ausgelegt
ist, dass es Kraft von einem aktiven Material auf die Tür überträgt;
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4 ist
eine schematische Querschnitt-Seitenansicht einer Tür mit einer
Aufhaltverbindung und einer Feder, welche die Aufhaltverbindung
umgibt und die Tür
zu ihrer offenen Stellung hin vorspannt;
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5 ist
eine schematische Seitenansicht der Aufhaltverbindung aus 4;
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6 ist
eine schematische Seitenansicht einer alternativen Aufhaltverbindung
zur Verwendung mit der Tür
aus 4;
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7 ist
eine schematische Draufsicht einer Aufhaltverbindungsanordnung mit
einer Tür
in einer ersten Stellung;
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8 ist
eine schematische Draufsicht der Aufhaltverbindungsanordnung aus 7 mit
der Tür in
einer zweiten Stellung;
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9 ist
eine schematische Querschnitt-Draufsicht auf eine Tür mit einer
Federauslegung, welche die Tür
zu ihrer offenen Stellung hin vorspannt;
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10 ist
eine schematische Querschnitt-Draufsicht auf eine Tür mit einer
anderen Federauslegung, welche die Tür zu ihrer offenen Stellung
hin vorspannt, und mit einem auf aktivem Material basierenden Betätigungselement, das
so ausgelegt ist, dass es die Feder selektiv komprimiert;
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11 ist
eine schematische Querschnitt-Draufsicht auf eine andere Tür mit einer
alternativen Federauslegung zum Vorspannen der Tür und mit einem auf aktivem
Material basierenden Betätigungselement,
das so ausgelegt ist, dass es die Feder selektiv komprimiert;
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12 ist
eine schematische Querschnitt-Draufsicht auf noch eine weitere Tür mit einer weiteren
alternativen Federauslegung zum Vorspannen der Tür und mit einem auf aktivem
Material basierenden Betätigungselement,
das so ausgelegt ist, dass es die Feder selektiv komprimiert;
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13 ist
eine schematische Querschnitt-Draufsicht auf noch eine weitere Tür mit noch einer
weiteren Federauslegung;
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14 ist
eine schematische Querschnitt-Draufsicht auf die Tür aus 13 in
einer teilweise offenen Stellung;
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15 ist
eine schematische Querschnitt-Draufsicht auf die Tür aus 13 und 14 mit
einer Ausklinkvorrichtung;
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16 ist
eine schematische Querschnitt-Seitenansicht einer Tür in einer
offenen Stellung, die noch eine weitere Federauslegung und ein weiteres
auf aktivem Material basierendes Betätigungselement aufweist, das
so ausgelegt ist, dass es die Feder komprimiert;
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17 ist
eine schematische Querschnitt-Seitenansicht der Tür aus 16 in
einer geschlossenen Stellung;
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18 ist
eine schematische Seitenansicht eines Verriegelungssystems, das
ausgelegt ist, um eine Heckklappe selektiv zu ihrer offenen Stellung
hin zu drücken,
und das ein auf aktiven Materialien basierendes Rückstellsystem
aufweist;
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19 ist
eine schematische Perspektivansicht eines anderen Verriegelungssystems,
das ausgelegt ist, um eine Heckklappe selektiv zu ihrer offenen
Stellung hin zu drücken,
und das ein auf aktiven Materialien basierendes Rückstellsystem
aufweist;
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20A–20D sind schematische Seitenansichten eines alternativen,
auf aktiven Materialien basierenden Rückstellmechanismus zur Verwendung
mit dem Verriegelungssystem aus 19;
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21 ist
eine schematische Perspektivansicht eines Verriegelungssystems mit
einem anderen, alternativen, auf aktiven Materialien basierenden Rückstellmechanismus;
und
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22 ist
eine schematische Abbildung einer Türverriegelung, die ein auf
aktivem Material basierendes Element umfasst, um eine Tür zu ihrer
offenen Stellung hin zu drücken.
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BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN
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In 1,
auf welche nun Bezug genommen wird, umfasst eine Fahrzeugkarosserie 10,
eine Scharniersäule 14,
wie es sich für
den Fachmann versteht. Eine Fahrzeugtür 18 ist selektiv
zwischen einer offenen Stellung und einer geschlossenen Stellung
beweglich. Im Spezielleren verbindet zumindest ein Scharnier (nicht
gezeigt) die Scharniersäule 14 und
die Tür 18,
so dass die Tür 18 in
Bezug auf die Scharniersäule 14 selektiv
zwischen der offenen Stellung und der geschlossenen Stellung drehbar
ist. Die Tür 18 umfasst
ein Innenblech, von dem ein Abschnitt unter 22 gezeigt
ist. Ein Türbetätigungselement 24 umfasst
eine Aufhaltverbindungsanordnung 26, manchmal auch "Türanschlag" oder "Offenhalter" genannt. Die Aufhaltverbindungsanordnung 26 umfasst
eine Aufhaltverbindung 30. Die Aufhaltverbindung 30 ist über einen
an der Scharniersäule 14 angebrachten
Winkel 34 in Bezug auf die Scharniersäule 14 schwenkbar
montiert. Im Spezielleren ist die Aufhaltverbindung 30 an
dem Winkel 34 um eine Achse drehbar, die im Wesentlichen
parallel zu der Drehachse der Tür 18 um
das Scharnier verläuft.
Der hier verwendete Ausdruck "Scharniersäule" kann eine vordere
Scharniersäule,
eine B-Säule,
usw. umfassen.
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Die
Aufhaltverbindung 30 erstreckt sich durch eine in dem Innenblech 22 ausgebildete Öffnung 38 hindurch
in den Türhohlraum 42 hinein,
welcher durch das Innenblech 22 und ein Außenblech (nicht
gezeigt) definiert ist, wie es sich für den Fachmann versteht. Die
Aufhaltverbindung 26 umfasst auch ein Gehäuse 46,
das innerhalb des Türhohlraums 42 angeordnet
und an dem Innenblech 22 angebracht ist. Das Gehäuse 46 enthält Federn
(nicht gezeigt). Die Aufhaltverbindung 30 erstreckt sich durch
das Gehäuse 46 hindurch
und ist selektiv durch dieses hindurch beweglich. Die Aufhaltverbindung 30 definiert
Rampen, Vertiefungen, usw. (in 1 nicht
gezeigt), die mit den Federn in Wechselwirkung treten, um den Widerstand
gegenüber
einer Bewegung der Tür 18 während deren
Verschwenkung zwischen der offenen Stellung und der geschlossenen
Stellung zu variieren, wie es sich für den Fachmann versteht.
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Ein
Anschlag 50 ist an einem Ende der Aufhaltverbindung 30 angebracht,
um eine übermäßige Bewegung
der Aufhaltverbindung 30 in Bezug auf das Gehäuse 46 zu
begrenzen. Im Spezielleren ist der Anschlag 50 größer als
die Öffnung
in dem Gehäuse 46,
durch welches hindurch die Aufhaltverbindung 30 sich erstreckt,
und verhindert daher eine Bewegung der Aufhaltverbindung 30 durch
das Gehäuse 46 hindurch,
indem er physisch mit dem Gehäuse 46 in
Wechselwirkung tritt. Die Aufhaltverbindungsanordnung 26 umfasst
auch ein L-förmiges
Element 54, das angrenzend an den Anschlag 50 an
der Aufhaltverbindung 30 angebracht ist. Das Türbetätigungselement 24 umfasst
auch ein auf aktivem Material basierendes Element, bei dem es sich
in der abgebildeten Ausführungsform
um einen Draht 58 aus Formgedächtnislegierung (Shape Memory
Alloy – SMA),
im Folgenden kurz 'SMA-Draht' genannt, handeln
kann. Der SMA-Draht 58 steht über das Element 54 mit
der Aufhaltverbindung 30 in Wirkverbindung. Der SMA-Draht
steht auch mit dem Gehäuse 46 in Wirkverbindung.
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Eine
Formgedächtnislegierung
zeichnet sich durch einen kalten Zustand aus, der gegeben ist, wenn
die Temperatur der Legierung unterhalb ihrer Martensitumwandlungs-Endtemperatur
Mf liegt. Eine Formgedächtnislegierung zeichnet sich
auch durch einen heißen
Zustand aus, der gegeben ist, wenn die Temperatur der Legierung
oberhalb ihrer Austenitumwandlungs-Endtemperatur Af liegt.
Ein von der Legierung gebildeter Gegenstand kann durch eine vorbestimmte
Form gekennzeichnet sein. Wenn der Gegenstand im kalten Zustand
pseudoplastisch verformt wird, so kann die Dehnung umgekehrt werden, indem
der Gegenstand auf eine Temperatur oberhalb der Austenit-Endtemperatur
Af erwärmt
wird; d. h. eine Erwärmung
des Gegenstands auf mehr als seine Af bewirkt,
dass der Gegenstand wieder seine vorbestimmte Form annimmt. Auch
der Elastizitätsmodul
und die Formänderungsfestigkeit
einer SMA-Legierung sind im kalten Zustand beträchtlich geringer als im heißen Zustand.
Wie es sich für
den Fachmann versteht, ist die pseudoplastische Dehnung insofern ähnlich der
plastischen Dehnung, als die Dehnung auch nach Wegnahme der Spannung,
welche die Dehnung verursacht hat, weiterhin bestehen bleibt. Im
Gegensatz zur plastischen Verformung ist die pseudoplastische Verformung
jedoch umkehrbar, wenn der Gegenstand auf seinen heißen Zustand
erwärmt
wird.
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Der
SMA-Draht 58 ist durch eine vorbestimmte Länge gekennzeichnet.
Wenn die Tür 18 in ihre
geschlossene Stellung bewegt wird und der SMA-Draht 58 sich in seinem kalten
Zustand befindet, bewegt sich das Gehäuse 46 näher zu der Scharniersäule 14 und
bewirkt eine Spannung an dem SMA-Draht 58. Die Spannung
bewirkt, dass der SMA-Draht sich pseudoplastisch verformt und eine Länge, die
größer als
seine vorbestimmte Länge
ist, d. h. einen gedehnten Zustand, annimmt. Indem bewirkt wird,
dass der SMA-Draht 58 in seinen heißen Zustand eintritt, nimmt
der SMA-Draht 58 wieder
seinen vorbestimmten Zustand an und übt dadurch Kräfte auf
das Gehäuse 46 und
die Aufhaltverbindung 30 aus. Somit ändert der Draht 58 Attribute
oder Merkmale, nämlich
Form und Modul, in Ansprechen auf ein thermisches Aktivierungssignal.
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Im
Spezielleren drückt,
wenn der SMA-Draht 58 von seinem gedehnten Zustand zu seiner
vorbestimmten Länge
zurückkehrt,
der Draht 58 die Aufhaltverbindung 30 gegen die
Scharniersäule 14 und drückt das
Ge häuse 46 zu
dem Anschlag 50 hin, wodurch die Tür 18 von ihrer geschlossenen
Stellung zu ihrer offenen Stellung hin bewegt wird.
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In 2,
auf welche nun Bezug genommen wird und in welcher gleiche Bezugszahlen
sich auf gleiche Bauteile aus 1 beziehen,
ist die Fahrzeugtüranordnung 118 über ein
Scharnier 62 drehbar in Bezug auf die Scharniersäule 114 angebracht.
Ein Türöffnungs-Betätigungselement 120 umfasst
einen Formgedächtnislegierungsdraht 158,
eine Rillenscheibe 160, ein Ritzel 162 und einen
Zahnbogen 164. Der Zahnbogen 164 ist in Bezug
auf die Scharniersäule 114 starr
angebracht. Die Rillenscheibe 160 ist starr mit dem Ritzel 162 montiert
und Rillenscheibe und Ritzel sind in Bezug auf die Türanordnung 118 drehbar
angeordnet, um sich zusammen um eine gemeinsame Achse zu drehen.
Das Ritzel 162 steht mit dem Zahnbogen 164 ineinandergreifend
in Eingriff. Der SMA-Draht 158 ist an einem Ende in Bezug
auf das Innenblech 122 der Türanordnung 118 starr
angeordnet, ein Segment des SMA-Drahtes 158 durchquert
den Türhohlraum 142 und
ein anderes Segment des SMA-Drahtes 158 ist um die Rillenscheibe 160 herum
gewunden.
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Der
SMA-Draht 158 ist durch eine vorbestimmte Länge gekennzeichnet,
und das Türöffnungs-Betätigungselement 120 ist
derart ausgelegt, dass der Draht 158 die vorbestimmte Länge aufweist, wenn
die Türanordnung 118 zumindest
teilweise offen ist, wie in 2 gezeigt.
Während
die Türanordnung 118 in
ihre geschlossene Stellung bewegt wird, bewirkt die Bewegung des
Ritzels 162 relativ zu dem Zahnbogen 164 eine
Drehung des Ritzels 162 in eine erste Richtung und dementsprechend
eine Drehung der Rillenscheibe 160 in die erste Richtung.
Die Drehung der Rillenscheibe 160 während die Türanordnung geschlossen wird,
bewirkt eine Zugbelastung auf den SMA-Draht 158 und der
SMA-Draht 158 wird dadurch pseudoplastisch auf eine Länge verformt, die
länger
ist als die vor bestimmte Länge.
Wenn die Türanordnung 118 sich
in ihrer geschlossenen Stellung befindet, ist somit der SMA-Draht 158 länger als die
vorbestimmte Länge.
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Das
Erwärmen
des SMA-Drahtes 158 auf seinen heißen Zustand, wenn die Türanordnung 118 sich
in ihrer geschlossenen Stellung befindet, bewirkt, dass der SMA-Draht 158 wieder
seine vorbestimmte Länge
annimmt und seinen Modul erhöht, was
wiederum dazu führt,
dass der SMA-Draht 158 eine Kraft auf die Rillenscheibe 160 ausübt, welche die
Rillenscheibe 160 und dementsprechend das Ritzel 162 dazu
bringt, sich in eine der ersten Richtung entgegengesetzte, zweite
Richtung zu drehen. Das Ritzel 162 übt während seiner Drehung in die
zweite Richtung eine Kraft auf die Zähne des Zahnbogens 164 aus,
welche eine entsprechende Gegenkraft auf die Zähne des Ritzels 162 ausübt. Die
Gegenkraft auf die Zähne
des Ritzels 162 führt
zu einem Moment bezogen auf die Drehachse der Türanordnung 118 an dem
Scharnier 62, welches die Türanordnung 118 zu ihrer
offenen Stellung hin drückt.
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Auf
aktivem Material basierende Betätigungselemente
können
auch zum Schließen
von Türen
verwendet werden. Wenn beispielsweise der SMA-Draht 158 in der in Bezug auf
die in 2 gezeigte Richtung entgegengesetzten Richtung
um die Rillenscheibe 160 herum gewunden wird, dann bewirkt
eine Bewegung der Türanordnung 118 zu
ihrer offenen Stellung hin eine Zugbelastung auf den SMA-Draht 158 und
der SMA-Draht 158 wird pseudoplastisch auf eine Länge gedehnt,
die länger
als seine vorbestimmte Länge
ist. In einer solchen Ausführungsform
wäre somit
der SMA-Draht 158 länger
als seine vorbestimmte Länge,
wenn die Türanordnung 118 sich
in ihrer offenen Stellung befindet. Demgemäß würde ein Erwärmen des SMA-Drahtes 158 auf seinen
heißen
Zustand zu einem Schließen
der Türanordnung 118 führen.
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Es
sei erwähnt,
dass auch andere Betätigungselemente
verwendet werden können.
So kann beispielsweise ein Elektromotor mit dem Ritzel 162 in Wirkverbindung
gebracht werden, um das Ritzel 162 selektiv zu drehen;
eine Drehung des Ritzels 162 durch den Elektromotor in
eine Richtung würde
bewirken, dass die Türanordnung 118 sich
in ihre offene Stellung bewegt, und eine Drehung des Ritzels 162 durch
den Elektromotor in die andere Richtung würde bewirken, dass die Türanordnung 118 sich
in ihre geschlossene Stellung bewegt.
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In 3,
auf welche nun Bezug genommen wird, ist die Fahrzeugtüranordnung 218 über ein Scharnier 62 drehbar
in Bezug auf die Scharniersäule 214 angebracht.
Ein Türöffnungs-Betätigungselement 220 umfasst
eine Viertel-Rillenscheibe 224, eine Rillenscheibe 226 und
einen SMA-Draht 258.
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Die
Viertel-Rillenscheibe 224 ist in Bezug auf die Scharniersäule 214 starr
angebracht. Die Viertel-Rillenscheibe 224 erstreckt sich
von der Scharniersäule 214 durch
eine in dem Innenblech 222 der Türanordnung 218 ausgebildete Öffnung 230 in
den Türhohlraum 242 hinein.
Die Viertel-Rillenscheibe 224 ist
gekrümmt
und bildet in der abgebildeten Ausführungsform einen Viertelkreis.
Die Viertel-Rillenscheibe 224 definiert eine Rille 262,
die in die nach innen gerichtete Richtung, d. h. zu der Fahrzeugkarosserie
hin, offen ist.
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Die
Rillenscheibe 226 ist drehbar in Bezug auf die Türanordnung 218 angebracht,
um sich um eine vertikale Achse zu drehen. Der SMA-Draht 258 ist
in Bezug auf das Innenblech 222 der Türanordnung 218 angebracht,
erstreckt sich über
den Türhohlraum 242 hinweg,
tritt mit der Rillenscheibe 226 in Eingriff, tritt mit
der Viertel-Rillenscheibe 224 in der Rille 262 entlang
einem Abschnitt der Länge
der Viertel-Rillenscheibe in Eingriff und ist innerhalb des Türhohlraums 242 an
dem Ende 266 der Viertel-Rillenscheibe 224 angebracht.
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Der
SMA-Draht 258 ist durch eine vorbestimmte Länge gekennzeichnet,
und das Türöffnungs-Betätigungselement 220 ist
derart ausgelegt, dass der Draht 258 die vorbestimmte Länge aufweist, wenn
die Türanordnung 218 zumindest
teilweise offen ist, wie in 3 gezeigt.
Während
die Türanordnung 218 in
ihre geschlossene Stellung bewegt wird, bewirkt die Bewegung der
Türanordnung 218 relativ zu
der Viertel-Rillenscheibe 224 eine Zugbelastung auf den
SMA-Draht 258, und der SMA-Draht 258 wird pseudoplastisch
auf eine Länge
verformt, die länger als
die vorbestimmte Länge
ist. Im Spezielleren bewirkt, während
die Türanordnung 218 sich
in ihre geschlossene Stellung bewegt, die Bewegung der Türanordnung 218 relativ
zu der Viertel-Rillenscheibe 224, dass die Viertel-Rillenscheibe 224 sich
weiter in den Türhohlraum
hinein erstreckt, wodurch der SMA-Draht 258 pseudoplastisch
verformt wird. Wenn die Türanordnung 218 sich
in ihrer geschlossenen Stellung befindet, ist somit der SMA-Draht 258 länger als
seine vorbestimmte Länge.
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Das
Erwärmen
des SMA-Drahtes 258 auf seinen heißen Zustand, wenn die Türanordnung 218 sich
in ihrer geschlossenen Stellung befindet, bewirkt, dass der SMA-Draht 258 wieder
seine vorbestimmte Länge
annimmt und seinen Modul erhöht, was
wiederum dazu führt,
dass der SMA-Draht 258 Kraft auf die Viertel-Rillenscheibe 224 und
auf das Innenblech 222 ausübt, wodurch die Türanordnung 218 zu
ihrer offenen Stellung hin gedrückt
wird.
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Die
Erwärmung
eines SMA-Drahtes erfolgt vorzugsweise durch elektrische Widerstandsheizung,
d. h. durch Führen
von Strom durch den SMA-Draht, um ihn in Ansprechen auf ein Türöffnungssignal,
z. B. eine Funkübertragung
von einem Schlüsselanhänger, auf
seinen heißen
Zustand zu erwärmen.
In einer beispielhaften Ausführungsform ist
ein Funkempfänger
(nicht gezeigt) derart ausgelegt, dass er ein Signal an einen Controller
(nicht gezeigt) überträgt, wenn
der Funkempfänger
eine Signalübertragung
von einem Schlüsselanhänger empfängt. Der
Controller ist entsprechend konfiguriert, um in Ansprechen auf das
Signal für
eine vorbestimmte Zeitspanne oder bis zum Eintreten einer vorbestimmten
Veränderung
bei der Länge
(Längenänderung)
eine elektrische Widerstandsheizung des SMA-Drahtes zu bewirken, und zu bewirken,
dass eine elektrisch betätigte
Verriegelung (nicht gezeigt), die mit der Tür verbunden ist, einen Schließbügel (nicht
gezeigt) löst,
der mit der Fahrzeugkarosserie verbunden ist. Sensoren (nicht gezeigt)
wie beispielsweise Näherungssensoren
können
derart konfiguriert sein, dass sie die Nähe von Gegenständen zu
der Tür überwachen
und die Nähe
von Gegenständen
zu der Tür
an den Controller übermitteln,
so dass der Controller den Betrag der Türöffnung verändern kann, um einen Kontakt
zwischen der Tür
und dem Gegenstand zu vermeiden. Sensoren können auch derart konfiguriert
sein, dass sie den Öffnungswinkel
der Tür
und den Zustand des Türöffnungs-Betätigungselements überwachen
und den Öffnungswinkel
der Tür
und den Zustand des Türöffnungs-Betätigungselements
an den Controller übermitteln.
Der Controller kann beispielsweise auch so programmiert sein, dass
er für
den Fall, dass sich die Tür
von selbst schließen
sollte, z. B. wenn die Fahrzeugkarosserie sich in geneigtem Zustand
befindet, den Draht erneut erwärmt.
Es kann auch wünschenswert
sein, Arretierstellungen eines Türanschlags
hinzuzufügen
bzw. zu verändern,
um die Türöffnungs-Betätigungselemente
anzupassen oder eine reibungskontinuierliche Arretierung zu schaffen.
Es können
voreingestellte/programmierbare Anschläge (Türöffnungswinkel) verwendet werden.
Sensoren können
auch dazu verwen det werden, die Geschwindigkeit und Nähe von Gegenständen zu überwachen,
die auf die Tür
auftreffen können.
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In
der Klasse der in 1–3 dargestellten
Ausführungsformen
kühlt der
SMA-Draht vorzugsweise, nachdem die Tür geöffnet worden ist, rasch wieder
auf seinen kalten Zustand ab, so dass der SMA-Draht während des
Schließens
der Tür
einen geringen Dehnungswiderstand (d. h. den geringeren Modul seines
kalten Zustands) aufweist, um den zum Schließen der Tür nötigen Kraftaufwand zu minimieren.
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In 4,
auf welche nun Bezug genommen wird, umfasst eine Fahrzeugkarosserie 310 eine Scharniersäule 314,
wie es sich für
den Fachmann versteht. Eine Fahrzeugtür 318 ist selektiv
zwischen einer offenen Stellung und einer geschlossenen Stellung
beweglich. Im Spezielleren verbindet zumindest ein Scharnier (nicht
gezeigt) die Scharniersäule 314 und
die Tür 318,
so dass die Tür
in Bezug auf die Scharniersäule 314 selektiv
zwischen der offenen Stellung und der geschlossenen Stellung drehbar
ist. Die Tür 318 umfasst
ein Innenblech, von dem ein Abschnitt unter 322 gezeigt
ist. Eine Aufhaltverbindung 326, manchmal auch "Türanschlag" oder "Offenhalter" genannt, umfasst einen Stab 330.
Die Stab 330 ist über
einen an der Scharniersäule 314 angebrachten
Winkel 334 in Bezug auf die Scharniersäule 314 schwenkbar
montiert. Im Spezielleren ist der Stab 330 an dem Winkel 334 um
eine Achse drehbar, die im Wesentlichen parallel zu der Drehachse
der Tür 318 um
das Scharnier verläuft.
Der hier verwendete Ausdruck "Scharniersäule" kann eine vordere
Scharniersäule,
eine B-Säule,
usw. umfassen.
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Der
Stab 330 erstreckt sich durch eine in dem Innenblech 322 ausgebildete Öffnung 338 hindurch
in den Türhohlraum 342 hinein,
welcher durch das Innenblech 322 und ein Außenblech
(nicht gezeigt) definiert ist, wie es sich für den Fachmann versteht. Die
Aufhaltverbindung 326 umfasst auch ein Gehäuse 346,
das innerhalb des Türhohlraums 342 angeordnet
und an dem Innenblech 322 angebracht ist. Das Gehäuse 346 enthält zwei
Federn 350. Der Stab 330 erstreckt sich durch
das Gehäuse 346 hindurch
und ist durch dieses hindurch selektiv zwischen den Federn 350 beweglich.
Der Stab 330 definiert Rampen, Vertiefungen, usw. (in 4 nicht
gezeigt), die mit den Federn 350 in Wechselwirkung treten,
um den Widerstand gegenüber
einer Bewegung der Tür 318 während deren
Verschwenkung zwischen der offenen Stellung und der geschlossenen Stellung
zu variieren, wie für
den Fachmann verständlich
ist.
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Ein
Anschlag 354 ist an einem Ende des Stabs 330 angebracht,
um eine übermäßige Bewegung
des Stabs 330 in Bezug auf das Gehäuse 346 zu begrenzen.
Im Spezielleren ist der Anschlag 354 größer als die Öffnung in
dem Gehäuse 346,
durch welches hindurch der Stab 330 sich erstreckt, und verhindert
daher eine Bewegung des Stabs 330 durch das Gehäuse 346 hindurch,
indem er physisch mit dem Gehäuse 346 in
Wechselwirkung tritt.
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In 4 und 5,
auf welche nun Bezug genommen wird, definiert der Stab 330 an
einem Ende 362 ein Loch 358, durch welches ein
Stift (nicht gezeigt) einführbar
ist, um das Ende 362 schwenkbar an dem unter 334 in 4 gezeigten
Winkel anzubringen. Die Flächen 366A, 366B an
gegenüberliegenden
Seiten des Stabs 330 definieren ein Profil, das den Kraftaufwand
beeinflusst, der erforderlich ist, um die Tür 318 zwischen ihrer
offenen und ihrer geschlossenen Stellung zu verschwenken. Wenn die Tür 318 in
der geschlossenen Stellung ist, befindet sich das Segment 370 des
Stabs 330 innerhalb des Gehäuses 346 zwischen
den Federn 350. Die Segmente 374A, 374B der
Flächen 366A, 366B wirken jeweils
auf eine entsprechende Feder 350.
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Während die
Tür 318 zu
der offenen Stellung hin bewegt wird, bewegt sich der Stab 330 relativ
zu dem Gehäuse 346,
so dass das Segment 378 des Stabs 330 sich innerhalb
des Gehäuses 346 zwischen
den Federn 350 befindet und die Segmente 382A, 38213 der
Flächen 366A, 366B jeweils
auf eine entsprechende Feder 350 wirken. Das Segment 378 ist
dicker als das Segment 370, d. h. die Flächensegmente 382A, 382B sind
weiter voneinander beabstandet als die Flächensegmente 374A, 374B. Demgemäß bewirkt
der Stab 330, dass die Federn 350 sich komprimieren,
während
die Tür 318 aus
ihrer geschlossenen Stellung bewegt wird.
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Während die
Tür 318 weiter
zu der offenen Stellung hin bewegt wird, bewegt sich der Stab 330 relativ
zu dem Gehäuse,
so dass das Segment 386 sich innerhalb des Gehäuses 346 zwischen
den Federn 350 befindet. Die Segmente 390A, 390B der Flächen 366A, 366B wirken
jeweils auf eine entsprechende Feder 350. Das Segment 386 ist
dünner
als das Segment 378, welches sich auf einer Seite des Segments 386 befindet,
und auch dünner
als das Segment 394, welches sich auf der anderen Seite des
Segments 386 befindet, und somit wirkt das Segment 386 als
eine Arretierung; das bedeutet, dass das Bewegen der Tür 318 in
beide Richtungen, wenn das Gehäuse 346 mit
dem Segment 386 in Eingriff tritt, ein Komprimieren der
Federn 350 und somit einen erhöhten Kraftaufwand erfordert.
Das Segment 398 auf der dem Segment 386 entgegengesetzten Seite
des Segments 394 ist dünner
als das Segment 394 und stellt jenes Segment dar, welches
innerhalb des Gehäuses 346 zwischen
den Federn 350 zu liegen kommt, wenn die Tür sich in
der vollständig
geöffneten
Stellung befindet.
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Eine
Feder 400 ist zwischen der Türanordnung 318 und
der Scharniersäule 314 konzentrisch um
den Stab 330 herum angeordnet, und wenn die Türanordnung 318 in
ihrer geschlossenen Stellung ist, wird die Feder 400 von
der Türanordnung 318 und
der Scharniersäule 314 komprimiert.
Somit drückt
die Feder 400 die Türanordnung 318 zu
ihrer offenen Stellung hin. Wenn eine Türverriegelung (nicht gezeigt)
gelöst
wird, zwingt die Feder die Tür 318 zu
ihrer offenen Stellung hin.
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6,
in welcher gleiche Bezugszahlen sich auf gleiche Bauteile aus 4 und 5 beziehen, bildet
schematisch einen alternativen Stab 330A ab, der anstelle
des Stabs 330 verwendet werden kann. In 4 und 6,
auf welche nun Bezug genommen wird, umfasst der Stab 330A an
einem Ende einen Anschlag 354 und definiert er an dem entgegengesetzten
Ende 362 ein Loch 358. Ein Stift ist durch das
Loch 358 einführbar,
um das Ende 362 des Arms 330A schwenkbar mit dem
unter 334 gezeigten Winkel zu verbinden. Die Flächen 404A, 404B an
gegenüberliegenden
Seiten des Stabs 330A definieren ein Profil, das den Kraftaufwand
beeinflusst, der erforderlich ist, um die Türanordnung 318 zwischen
ihrer offenen und ihrer geschlossenen Stellung zu verschwenken.
Wenn die Türanordnung 318 in
der geschlossenen Stellung ist, befindet sich das Segment 408 des
Stabs 330A innerhalb des Gehäuses 346 zwischen
den Federn 350, und die Segmente 412A, 412B der
Flächen 404A, 404B wirken
jeweils auf eine entsprechende Feder 350. Das Segment 408 des
Stabs 330A ist von ausreichender Dicke, so dass die Segmente 412A, 412B derart
auf die Federn 350 einwirken, dass die Federn 350 komprimiert
werden.
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Während die
Türanordnung 318 sich
von ihrer geschlossenen Stellung zu der offenen Stellung hin bewegt,
bewegt sich der Stab 330A in Bezug auf das Gehäuse 346,
so dass das Segment 416 des Stabs 330A sich in
dem Gehäuse 346 befindet,
wobei die Segmente 420A, 420B der Flächen 404A, 404B jeweils
auf die entsprechende Feder 350 wirken. Das Segment 416 ist
ein Rampensegment, d. h. das Segment 416 wird in der von
dem Seg ment 408 wegführenden
Richtung zunehmend dünner.
Die Segmente 420A, 420B verlaufen nicht parallel;
der Abstand zwischen diesen nimmt zunehmender Entfernung von dem
Stabsegment 408 ab. Demgemäß werden die Federn 350,
während
die Türanordnung 318 von
der geschlossenen Stellung zu der offenen Stellung hin bewegt wird,
weniger komprimiert, und zwar in dem Maß, in dem das Gehäuse 346 das
Segment 416 überquert.
Die Federn 350 wirken daher bei der Bewegung der Türanordnung 318 von
der geschlossenen Stellung zu der offenen Stellung hin unterstützend, indem
sie auf die Flächen 420A, 420B des
Rampensegments 416 wirken. Das Segment 424 des
Stabs 330A an der dem Segment 408 entgegengesetzten
Seite des Rampensegments 416 ist durch parallel verlaufende
Segmente 428A, 428B der Flächen 404A, 404B gekennzeichnet.
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Das
Segment 432 an der dem Segment 416 entgegengesetzten
Seite des Segments 424 ist dicker als das Segment 424.
Demgemäß leisten,
während
die Türanordnung 318 näher zu der
offenen Stellung hin bewegt wird, so dass das Gehäuse 346 sich
von dem Segment 424 zu dem Segment 432 bewegt,
die Federn 350 einen Widerstand, da sie von den Flächen 404A, 404B komprimiert
werden. Das Segment 436 stellt eine mittlere Arretierstellung
bereit und das Segment 440 kommt innerhalb des Gehäuses zwischen
den Federn 350 zu liegen, wenn die Tür sich in der vollständig geöffneten
Stellung befindet.
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In 7 und 8,
auf welche nun Bezug genommen wird, ist eine Aufhaltverbindungsanordnung 450 schematisch
abgebildet. Die Aufhaltverbindungsanordnung 450 umfasst
einen ersten Winkel 454, der an einer Fahrzeugtüranordnung,
wie beispielsweise der unter 318 in 4 gezeigten
Türanordnung,
angebracht ist. Die Aufhaltverbindungsanordnung 450 umfasst
auch einen Winkel 458, der an einer Fahrzeugkarosserie-Scharniersäule, wie
beispielsweise der unter 314 in 4 gezeigten
Scharnier säule,
angebracht ist. Der erste Winkel 454 ist an einem Scharnier 462 schwenkbar
mit dem zweiten Winkel 458 verbunden; das bedeutet, dass
der erste Winkel 454 in Bezug auf den zweiten Winkel 458 selektiv
um das Scharnier 462 herum schwenkbar ist.
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Die
Aufhaltanordnung 450 umfasst auch eine Aufhaltverbindung 466,
die an einem Scharnier 470 schwenkbar mit einem ersten
Winkel 454 verbunden ist; das bedeutet, dass die Aufhaltverbindung 466 in
Bezug auf den ersten Winkel 454 selektiv um das Scharnier 470 herum
schwenkbar ist. Eine Rolle 474 ist durch einen Stift 478 drehbar
in Bezug auf den zweiten Winkel 458 angebracht.
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Die
Aufhaltverbindung 466 umfasst eine Fläche 482, die einen
Rand der Aufhaltverbindung 466 definiert. Eine Feder 486 verbindet
die Aufhaltverbindung 466 und den ersten Winkel 454 miteinander
und spannt die Aufhaltverbindung 466 vor, so dass die Fläche 482 sich
in ständigem
Kontakt mit der Rolle 474 befindet. Während die Türanordnung sich zwischen ihrer
geschlossenen Stellung und ihrer vollständig geöffneten Stellung bewegt, bewegt
sich die Aufhaltverbindung 466 in Bezug auf die Rolle 474,
so dass die Rolle 474 die Fläche 482 überquert.
Die Fläche 482 ist
durch Erhöhungen
und Vertiefungen gekennzeichnet, auf welche die Rolle 474 trifft,
während die
Türanordnung
sich zwischen der offenen Stellung und der geschlossenen Stellung
bewegt. Im Spezielleren definiert die Fläche eine erste Vertiefung 490, eine
zweite Vertiefung 494 und eine dritte Vertiefung 498.
Eine erste Erhöhung 502 trennt
die erste Vertiefung 490 und die zweite Vertiefung 494.
Eine zweite Erhöhung 506 trennt
die zweite Vertiefung 494 und die dritte Vertiefung 498.
Eine dritte Erhöhung 510 trennt
die dritte Vertiefung 498 von dem Segment 514 der
Fläche 482,
welches in der abgebildeten Ausführungsform
flach ist.
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Wenn
die Türanordnung
sich in der geschlossenen Stellung befindet, wie in 8 gezeigt, steht
die Rolle 474 an der ersten Vertiefung 490 mit der
Fläche 482 in
Kontakt. Wenn die Türanordnung verschwenkt
wird, so bewirkt dies, dass der erste Winkel 454 sich um
das Scharnier 462 dreht, wodurch bewirkt wird, dass die
Aufhaltverbindung 466 sich relativ zu der Rolle 474 bewegt,
so dass die Rolle 474 die Erhöhungen 502, 506 und 510 und
die Vertiefungen 490, 494 und 498 überquert.
Während
die Rolle 474 eine der Erhöhungen 502, 506, 510 überquert,
wird die Aufhaltverbindung 466 gegen die Feder 486 gezwungen,
wodurch die Feder 486 komprimiert wird und der Drehbewegung
der Türanordnung einen
Widerstand entgegenbringt, wie es sich für den Fachmann versteht.
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Die
Erhöhung 502 ist
verglichen mit den Erhöhungen 506, 510 relativ
klein und im Spezifischeren ist das Hervortreten der Erhöhung 502 von
der Vertiefung 490 geringer als das Hervortreten der anderen
Erhöhungen
relativ zu ihren angrenzenden Vertiefungen. Somit wird beim Bewegen
der Türanordnung
von einer vollständig
geschlossenen Stellung, in welcher die Rolle 474 mit der
Vertiefung 490 in Kontakt steht, in eine teilweise offene
Stellung, in welcher die Rolle 474 mit der Vertiefung 494 in
Kontakt steht, von der Feder 486 ein relativ geringer Widerstand
bereitgestellt. In einer bevorzugten Ausführungsform ist der von der
Erhöhung 502 einer
Drehung der Tür
entgegengebrachte Widerstand geringer als die durch komprimierte
Dichtungsleisten und Türabdichtungen
(nicht gezeigt) und durch die Türverriegelung
(nicht gezeigt) auf die Tür
wirkenden Kräfte,
und daher ist die Türanordnung
beim Entriegeln in der Lage, ohne Kraftaufwendung seitens des Benutzers
sich in eine erste offene Stellung zu bewegen, so dass, wie in 7 gezeigt,
die Rolle 474 mit der Vertiefung 494 in Kontakt
tritt. Die Vertiefung 498 fungiert als eine Tür-Stellungsarretierung
in mittlerer Position, und die Rolle 474 tritt mit dem
Segment 514 der Fläche 482 in
Kontakt, wenn die Türanordnung sich
in der voll ständig
geöffneten
Stellung befindet. Die Aufhaltverbindung 466 kann innerhalb
des Umfangs der beanspruchten Erfindung durch andere Erhöhungen und
Vertiefungen gekennzeichnet sein. In der abgebildeten Ausführungsform
ragt die Erhöhung 502 weiter
von der Vertiefung 494 als von der Vertiefung 490 vor,
und somit erfordert die Bewegung der Türanordnung von ihrer teilweise
geöffneten
zu ihrer geschlossenen Stellung mehr Kraftaufwand als das Bewegen
der Türanordnung
von ihrer geschlossenen Stellung in ihre teilweise geöffnete Stellung.
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Wird
die Aufhaltverbindungsanordnung 450 in Verbindung mit einer
Türöffnungsvorrichtung
wie etwa einer von jenen, die in 6 – 8 gezeigt sind,
verwendet, so kann eine von einem SMA-Draht komprimierte Feder die
Tür aus
ihrer geschlossenen Stellung bewegen, so dass die Rolle mit der
Vertiefung 494 in Kontakt steht; die Erhöhung 502 verhindert,
dass die Tür
sich in ihre geschlossene Stellung zurück bewegt.
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In 9,
auf welche nun Bezug genommen wird, ist eine Türanordnung 618 über ein
Scharnier 62 drehbar mit einer Scharniersäule 614 einer
Fahrzeugkarosserie 616 verbunden. Ein L-förmiges Element 620 ist
ebenfalls um das Scharnier 62 drehbar und ist zumindest
teilweise zwischen der Scharniersäule 614 und der Türanordnung 618 angeordnet. Wenn
die Türanordnung 618 sich,
wie in 9 gezeigt, in ihrer geschlossenen Stellung befindet,
steht ein Arm 624 des Elements 620 mit der Scharniersäule 614 in
Kontakt. Der andere Arm 628 des L-förmigen Elements 620 erstreckt
sich durch eine in der Türanordnung 618 ausgebildete Öffnung 632 hindurch
in den Türhohlraum 642 hinein.
Eine Feder 636 ist zwischen der Türanordnung 618 und
einem Arm 624 konzentrisch um den Arm 628 herum
angeordnet, und die Feder 636 wird, wenn die Türanordnung 618 sich
in ihrer geschlossenen Stellung befindet, durch die Türanordnung 618 und
den Arm 624 des L-förmigen
Elements 620 kompri miert. Somit drückt die Feder 636 die
Türanordnung 618 zu
ihrer offenen Stellung hin. Wenn die Türverriegelung 640 gelöst wird,
zwingt die Feder die Tür 618 zu
ihrer offenen Stellung hin. Der Arm 628 ist in Bezug auf
die Türanordnung 618 durch
die Öffnung 632 hindurch
beweglich, um sich an die Bewegung der Tür 618 während des Öffnens anzupassen.
Schließt
ein Benutzer die Tür,
so wird die Feder wieder komprimiert. Das Ende 644 des
Arms 628 ist erweitert, um zu verhindern, dass dieser sich
durch die Öffnung 632 hindurchbewegt.
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In 10,
auf welche nun Bezug genommen wird und in welcher gleiche Bezugszahlen
sich auf gleiche Bauteile aus 9 beziehen,
ist die Türanordnung 718 über das
Scharnier 62 drehbar in Bezug auf die Scharniersäule 714 der
Fahrzeugkarosserie 616 angebracht. Das L-förmige Element 620 ist ebenfalls
um das Scharnier 62 drehbar und ist zumindest teilweise
zwischen der Scharniersäule 714 und der
Türanordnung 718 angeordnet.
Wenn die Türanordnung 718 sich,
wie in 10 gezeigt, in ihrer geschlossenen
Stellung befindet, steht ein Arm 624 des Elements 620 mit
der Scharniersäule 714 in
Kontakt. Der andere Arm 628 des L-förmigen Elements 620 erstreckt
sich durch eine in der Türanordnung 718 ausgebildete Öffnung 732 hindurch
in den Türhohlraum 642 hinein.
Eine Feder 636 ist konzentrisch um den Arm 628 herum
angeordnet, und die Feder 636 wird, wenn die Türanordnung 718 sich
in ihrer geschlossenen Stellung befindet, durch die Türanordnung 718 und
den Arm 624 des L-förmigen
Elements 620 komprimiert. Somit drückt die Feder 636 die
Türanordnung 718 zu
ihrer offenen Stellung hin. Wenn die Türverriegelung 640 gelöst wird,
zwingt die Feder 636 die Türanordnung 718 zu
ihrer offenen Stellung hin. Der Arm 628 ist in Bezug auf
die Türanordnung 718 durch
die Öffnung 732 hindurch
beweglich, um sich an die Bewegung der Tür 718 während des Öffnens anzupassen.
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Ein
SMA-Draht 740 ist an einem Ende an dem Arm 628 angebracht
und ist an dem anderen Ende an dem Innenblech 744 der Türanordnung 718 angebracht.
Der Draht 740 ist durch eine vorbestimmte Länge gekennzeichnet,
welche der Draht 740 in seinem heißen Zustand wieder annimmt, nachdem
er pseudoplastisch verformt worden ist. Die vorbestimmte Länge ist
derart, dass der Draht 740 den Arm 628 in den
Türhohlraum 742 hinein
zieht, wodurch die Feder 636 zwischen dem Arm 624 und der
Türanordnung 718 komprimiert
wird. Wenn der Draht 740 sich in seinem kalten Zustand
befindet, ist sein Elastizitätsmodul
oder seine Formänderungsfestigkeit
ausreichend gering, dass die Feder 636, die gegen die Türanordnung 718 und
den Arm 624 wirkt, zu einer Zugbelastung in dem Draht 740 führt und
dadurch die Länge
des Drahtes 740 in Bezug auf dessen vorbestimmte Länge erhöht.
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Während des
Betriebs der Türanordnung 718 wird
der Draht 740 auf seinen heißen Zustand erwärmt, um
die Feder 636 zu komprimieren, wodurch Energie gespeichert
wird. Eine Verriegelung 748 ist mit einem Voll- oder Teil-Loch 752 in
dem Arm 628 in Eingriff bringbar, um die Feder 636,
nachdem der Draht 740 sich auf seinen kalten Zustand abgekühlt hat,
in ihrem komprimierten Zustand zu halten. Demgemäß stellt der Draht 740 die
Energie bereit, um die Feder 636 zu komprimieren, und die
Feder 636 beeinflusst somit nicht den Kraftaufwand, der
erforderlich ist, um die Türanordnung 718 zu
schließen.
Soll die Türanordnung 718 geöffnet werden,
wird die Verriegelung 748 von dem Voll- oder Teil-Loch 752 gelöst und die
gespeicherte Energie von der Feder 636 freigesetzt, um
die Türanordnung 718 zu
ihrer offenen Stellung hin zu drücken.
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In 11,
auf welche nun Bezug genommen wird, ist die Türanordnung 818 über das
Scharnier 62 drehbar an der Scharniersäule 814 angebracht.
Das Innenblech 822 der Türanordnung 818 definiert
eine Öffnung 824.
Eine Feder 828 ist in dem Türhohlraum 832 angeordnet
und die Türstruktur
definiert eine zylindrische Federführung 836 innerhalb
des Hohlraums 832. Im Spezielleren definiert die Führung 836 einen
im Allgemeinen zylindrischen Hohlraum 840, der die Feder 828 zumindest
teilweise enthält.
Der Hohlraum 840 ist an einem Ende mit der Öffnung 824 ausgerichtet,
so dass die Feder 828, wie in 11 gezeigt,
selektiv durch die Öffnung 824 hindurch
aus dem Hohlraum 840 heraus ausdehnbar ist. Die Feder steht
mit einer Wand 844 in Kontakt, die das der Öffnung 824 entgegengesetzte
Ende des Hohlraums 840 definiert.
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Ein
SMA-Draht 848 ist in dem Türhohlraum 832 angeordnet.
Ein Ende des Drahtes 848 ist an dem Innenblech 822 angebracht
und das andere Ende des Drahtes 848 ist an der Feder 828 angebracht.
Im Spezielleren erstreckt sich der Draht 848 von dem Türhohlraum 832 durch
eine Öffnung 852 in der
Wand 844 in den zylindrischen Hohlraum 840 hinein.
Das Segment des Drahtes 848 in dem zylindrischen Hohlraum 840 erstreckt
sich entlang der Mittellinie der Feder 828 und der Draht 848 ist
an dem distalen Ende der Feder 828, d. h. an dem Ende der
Feder 828, das am weitesten von der Wand 844 entfernt und
in größter Nähe zu dem
Fahrzeugkarosserieboden 856 bzw. dem Kippblech gelegen
ist. Eine Führungs-Rillenscheibe 860 führt den
Draht 848 innerhalb des Türhohlraums 832.
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Der
Draht 848 ist durch eine vorbestimmte Länge gekennzeichnet, welche
der Draht in seinem heißen
Zustand wieder annimmt, nachdem er pseudoplastisch verformt worden
ist. Die vorbestimmte Länge
ist derart, dass der Draht die Feder 828 so weit komprimiert,
dass die Feder sich zur Gänze
innerhalb des Hohlraums 840 befindet und kein Teil der
Feder aus der Öffnung 824 herausragt.
Wenn der Draht 848 sich in seinem kalten Zustand befindet,
ist sein Modul ausreichend gering, dass die Feder 828, die
gegen die Wand 844 wirkt, sich aus der in dem Innenblech 822 ausgebildeten Öffnung 824 heraus
erstreckt und dadurch in pseudoplastischer Weise die Länge des Drahtes 848 in
Bezug auf dessen vorbestimmte Länge
erhöht.
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Während des
Betriebs der Türanordnung 818 wird
der Draht 848 auf seinen heißen Zustand erwärmt, um
die Feder 828 zu komprimieren, wodurch in der Feder Energie
gespeichert wird. Eine Verriegelung (nicht gezeigt) wird dazu verwendet,
die Feder 828 in ihrem komprimierten Zustand zu halten,
nachdem der Draht 848 sich auf seinen kalten Zustand abgekühlt hat.
Soll die Türanordnung 818 geöffnet werden,
wird die Verriegelung gelöst
und die gespeicherte Energie von der Feder 824 freigesetzt,
während die
Feder 828 sich durch die Öffnung 824 hindurch erstreckt
und gegenläufige
Kräfte
auf die Wand 844 und den Karosserieboden 856 ausübt, um die
Türanordnung 844 zu
ihrer offenen Stellung hin zu drücken.
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In 12,
auf welche nun Bezug genommen wird, ist die Türanordnung 918 über das
Scharnier 62 drehbar in Bezug auf die Scharniersäule 914 angebracht.
Das Türöffnungs-Betätigungselement 916 umfasst
ein Viertel-Rillenscheibenelement 928,
eine Feder 920 und einen SMA-Draht 922. Das Viertel-Rillenscheibenelement 928 umfasst
einen Viertel-Rillenscheibenabschnitt 926 und einen Befestigungsabschnitt 930.
Der Befestigungsabschnitt 930 ist in Bezug auf die Türanordnung 918,
die Scharniersäule 914 und
das Scharnier 62 drehbar angebracht, so dass das Viertel-Rillenscheibenelement 928 um
die Drehachse der Türanordnung 918 herum
selektiv drehbar ist. Der Viertel-Rillenscheibenabschnitt 926 ist
im Allgemeinen horizontal ausgerichtet, gekrümmt, und bildet in der abgebildeten
Ausführungsform
ein Viertel eines Kreises, dessen Zentrum sich in der Drehachse
der Tür
befindet. Der Rillenscheibenabschnitt 926 definiert eine
Rille 934, die in die nach innen gerichtete Richtung, d.
h. zu der Fahrzeugkarosserie hin, offen ist. Der Rillenscheibenabschnitt 926 erstreckt
sich von dem Befestigungsabschnitt außerhalb des Türhohlraums 938 durch
die in dem Innenblech 942 ausgebildete Öffnung 939 in den
Türhohlraum 938 hinein.
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Die
Feder 920 ist zwischen dem Befestigungsabschnitt 930 und
einer Außenwand 940 des Innenblechs 942 der
Türanordnung 918 konzentrisch um
den Rillenscheibenabschnitt 926 herum angeordnet. Der SMA-Draht 922 ist
an einem Ende in Bezug auf das Innenblech 942 angebracht,
durchquert den Türhohlraum 938 und
erstreckt sich durch die Öffnung 939 aus
dem Türhohlraum 938 heraus.
Außerhalb
des Türhohlraums 938 erstreckt
sich der SMA-Draht 922 entlang dem Rillenscheibenabschnitt 926 in
der Rille 934 und ist angrenzend an den Befestigungsabschnitt 930 an
dem Rillenscheibenelement 928 angebracht.
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Der
SMA-Draht 922 ist durch eine vorbestimmte Länge gekennzeichnet.
Wenn der Draht 922 sich in seinem kalten Zustand befindet,
sind sein Elastizitätsmodul
und seine Formänderungsfestigkeit ausreichend
gering, dass die Feder, die auf die Wand 940 der Türanordnung 918 und
den Anbringungsabschnitt 926 wirkt, die Türanordnung 918 von
dem Anbringungsabschnitt 926 weg drückt und dadurch den Draht 922 in
Bezug auf dessen vorbestimmte Länge dehnt.
Wenn der Draht 922 auf seinen heißen Zustand erwärmt wird,
nimmt der Draht 922 wieder seine vorbestimmte Länge an und
sein Modul erhöht sich,
wodurch das Rillenscheibenelement 928 und die Türanordnung 918 zueinander
gezogen werden und die Feder 920 komprimiert wird.
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Somit
kann, wenn die Türanordnung 918 zumindest
teilweise offen ist, der Draht 922 auf seinen heißen Zustand
erwärmt
werden, wodurch die Feder 920 komprimiert wird. Das Rillenscheibenelement 928 dreht
sich unabhängig
von der Scharniersäule 914 zu
der Türanordnung 918 hin
und daher hat die Kompression der Feder 920 keinen Einfluss
auf den Türöffnungswinkel.
Die Türanordnung 918 kann
anschließend
manuell in ihre geschlossene Stellung verschwenkt werden, wobei
das Rillenscheibenelement 928 mit der Scharniersäule 914 in
Kontakt tritt. Wird die Türanordnung
geöffnet
(z. B. wenn ein Controller eine elektrische Verriegelung (nicht
gezeigt) ansteuert, um sie zu lösen),
wobei der Draht 922 sich in seinem kalten Zustand befindet,
so drückt
die komprimierte Feder die Türanordnung 918 zu
ihrer offenen Stellung hin und dehnt den Draht 922 in Bezug auf
seine vorbestimmte Länge.
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In 13 und 14,
auf welche nun Bezug genommen wird, ist die Türanordnung 1000 über das Scharnier 1008 drehbar
in Bezug auf eine Fahrzeugkarosserie-Scharniersäule 1004 angebracht.
Das Türöffnungs-Betätigungselement 1012 umfasst
ein Rillenscheibenelement 1016, eine Feder 1020,
und einen Draht 1024 aus Formgedächtnislegierung (SMA-Draht).
Das Rillenscheibenelement 1016 ist ein im Allgemeinen L-förmiger Winkel
und umfasst einen Rillenscheibenabschnitt 1028 und einen
Befestigungsabschnitt 1032. Der Befestigungsabschnitt 1032 ist
an dem Scharnier 1008 in Bezug auf die Türanordnung 1000 und
die Scharniersäule 1004 drehbar
angebracht, so dass das Rillenscheibenelement 1016 um die
Drehachse der Türanordnung 1000 herum
selektiv zwischen einer in 13 gezeigten
ersten Stellung und einer in 14 gezeigten
zweiten Stellung drehbar ist. Der Rillenscheibenabschnitt 1028 ist
im Allgemeinen horizontal ausgerichtet und gekrümmt. Der Rillenscheibenabschnitt 1028 definiert
eine Rille (nicht gezeigt), die in die nach innen gerichtete Richtung,
d. h. zu der Fahrzeugkarosserie hin, offen ist. Der Rillenscheibenabschnitt 1028 erstreckt
sich von dem Befestigungsabschnitt 1032 außerhalb
des Türhohlraums 1036 durch
eine in dem Innenblech 1040 der Türanordnung 1000 ausgebildete Öffnung in
den Türhohlraum 1036 hinein.
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Die
Feder 1020 ist zwischen dem Befestigungsabschnitt 1032 und
einer Außenwand 1044 des
Innenblechs 1040 konzentrisch um den Rillenscheibenabschnitt 1028 herum
angeordnet. Der SMA-Draht 1024 ist an einem Ende in Bezug
auf das Innenblech 1040 angebracht, durchquert den Türhohlraum 1036 und
erstreckt sich durch die in dem Innenblech 1040 ausgebildete Öffnung aus
dem Türhohlraum 1036 heraus.
Außerhalb
des Türhohlraums 1036 erstreckt
sich der SMA-Draht 1024 entlang dem Rillenscheibenabschnitt 1028 in
der Rille und ist angrenzend an den Befestigungsabschnitt 1032 an dem
Rillenscheibenelement 1016 angebracht. Alternativ dazu
kann ein Nicht-SMA-Kabel oder -Draht in der Rille verwendet werden
und an einem Ende an den SMA-Draht 1024 und an dem anderen
Ende an das Rillenscheibenelement 1016 angebracht werden.
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Der
SMA-Draht 1024 ist durch eine vorbestimmte Länge gekennzeichnet.
Wenn der Draht 1024 sich in seinem kalten Zustand befindet,
sind sein Elastizitätsmodul
und seine Formänderungsfestigkeit
ausreichend gering, dass die Feder 1020, die auf die Wand 1044 und
den Anbringungsabschnitt 1032 wirkt, die Türanordnung 1000 von
dem Anbringungsabschnitt 1032 weg drückt und dadurch den Draht 1024 in
Bezug auf dessen vorbestimmte Länge dehnt.
Wenn der Draht 1024 auf seinen heißen Zustand erwärmt wird,
nimmt der Draht 1024 wieder seine vorbestimmte Länge an und
sein Modul erhöht sich,
wodurch das Rillenscheibenelement 1016 zu der Türanordnung 1000 hin
gezogen wird, so dass das Rillenscheibenelement 1016 sich
in seiner ersten Stellung befindet und die Feder 1020 durch
die Wand 1044 und den Befestigungsabschnitt 1032 komprimiert
wird.
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Das
Rillenscheibenelement 1016 umfasst am Ende des Rillenscheibenabschnitts 1028 innerhalb
des Türhohlraums 1036 auch
einen Haken 1048. Eine Sperrklinke 1050 ist in
Bezug auf das Innenblech 1040 an dem Scharnier 1054 angebracht, so
dass die Sperrklinke selektiv um das Drehgelenk 1054 herum
drehbar ist. Die Sperrklinke 1050 ist innerhalb des Türhohlraums 1036 angeordnet
und umfasst einen Haken 1058. Der Haken 1058 ist,
wie in 13 gezeigt, mit dem Haken 1048 des
Rillenscheibenelements 1016 ein Eingriff bringbar, um das Rillenscheibenelement 1016 in
seiner ersten Stellung zu halten. Eine Feder 1062 drückt die
Sperrklinke 1050 unter Vorspannung in Eingriff mit dem
Haken 1048. Die Sperrklinke 1050 ist selektiv
um das Drehgelenk 1054 herum drehbar, so dass der Haken 1058 sich
außer
Eingriff mit dem Haken 1048 befindet, wodurch das Rillenscheibenelement 1016 aus
seiner ersten Stellung gelöst
wird, so dass die Feder 1020 das Rillenscheibenelement 1016 in
seine zweite Stellung in Bezug auf die Türanordnung 1000 bewegen kann.
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Somit
kann, wenn die Türanordnung 1000 zumindest
teilweise offen ist, der Draht 1024 auf seinen heißen Zustand
erwärmt
werden, wodurch die Feder 1020 komprimiert wird und das
Rillenscheibenelement 1016 in seine erste Stellung in Bezug
auf die Türanordnung 1000 bewegt
wird. Das Rillenscheibenelement 1016 dreht sich unabhängig von der
Scharniersäule 1004 zu
der Türanordnung 1000 hin
und daher hat die Kompression der Feder 1020 keinen Einfluss
auf den Türöffnungswinkel.
Während das
Rillenscheibenelement 1016 sich zu der ersten Stellung
hin bewegt, bewirkt die Feder 1062, dass der Haken 1058 der
Sperrklinke 1050 mit dem Haken 1048 des Elements 1016 in
Eingriff tritt. Somit verhindern, wenn die Feder sich auf ihren
kalten Zustand abkühlt,
die miteinander in Eingriff stehenden Haken 1048, 1058,
dass die Feder 1020 sich ausdehnt und ihre gespeicherte
Energie freisetzt.
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Die
Türanordnung 1000 kann
dann manuell in ihre geschlossene Stellung verschwenkt werden. Ein
Ausklinkelement 1066 steht mit der Sperrklinke 1050 in
Wirkverbindung, um zu bewirken, dass die Sperrklinke 1050 sich
dreht, so dass der Haken 1058 mit dem Haken 1048 außer Eingriff
tritt und die Feder 1020 das Rillenscheibenelement 1016 in
Kontakt mit der Scharniersäule 1004 drückt; die
geringfügige
Bewegung, mit welcher das Rillenscheibenelement 1016 mit
der Scharniersäule 1004 in
Kontakt gebracht wird, ist ausreichend, um die beiden Haken 1048, 1058 daran
zu hindern, miteinander in Eingriff zu treten. Wird die Türanordnung 1000 entriegelt,
so drückt
die Feder 1020 die Türanordnung 1000 von dem
Rillenscheibenelement 1016 und der Scharniersäule 1004 weg
und zu der offenen Stellung hin.
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Das
Ausklinkelement 1066, z. B. ein Hebel oder ein Kabel, kann
innerhalb des Umfangs der beanspruchten Erfindung auf verschiedene
Weise betätigt,
d. h. bewegt werden, um die Bewegung der Sperrklinke 1050 zu
veranlassen. In 15, auf welche nun Bezug genommen
wird und in welcher gleiche Bezugszahlen sich auf gleiche Bauteile
aus 13 und 14 beziehen,
wird das Element 1066 durch ein Betätigungselement 1070 betätigt. Das
Betätigungselement 1070 ist
in einer beispielhaften Ausführungsform
dazu bestimmt, das Element 1066, bei dem es sich beispielsweise
um einen Motor, einen SMA-Draht, ein Solenoid, usw. handeln kann,
zu betätigen.
In einer zweiten Ausführungsform
ist das Betätigungselement 1070 ein
Türverriegelungs-Ausklinkmechanismus,
der gleichermaßen
mit einer Türverriegelung,
welche die Türanordnung 1000 in
der geschlossenen Stellung hält,
und mit dem Ausklinkelement 1066 in Wirkverbindung steht;
der Türverriegelungs-Ausklinkmechanismus
kann so ausgelegt sein, dass er das Element 1066 entweder
gleichzeitig mit, oder geringfügig
vor dem Veranlassen der Türverriegelung,
die Türanord nung 1000 freizugeben, betätigt. Alternativ
dazu kann der Türverriegelungs-Ausklinkmechanismus
nur einen Teil seines Wegs dazu verwenden, das Element 1066 zu
betätigen,
nachdem die Tür 1000 zur
Gänze geschlossen ist,
und verwendet er einen vollständigen
Weg dazu, die Türverriegelung
erforderlichenfalls zu lösen.
Der Türverriegelungs-Ausklinker
kann sogar mehr als zwei Verriegelungen gleichzeitig oder diskret
unter Verwendung unterschiedlicher Weglängen lösen. In einer dritten Ausführungsform
wird eine mit dem vollständigen
Schließen
der Tür
verbundene Bewegung dazu verwendet, das Element 1066 zu
betätigen. Zum
Beispiel kann die Bewegung des Drehriegels (nicht gezeigt) in der
Türverriegelung
von der sekundären
in die primäre
Stellung oder die Bewegung der Tür
von der halb offenen zu der völlig
geschlossenen Stellung eine Bewegung des Elements 1066 bewirken.
Es kann wünschenswert
sein, eine Cinch-Verriegelung
zu verwenden, um einen gewissen Verfahrweg zu gewährleisten
und dadurch sicherzustellen, dass die Tür vollständig geschlossen werden kann und
die Federenergie freigesetzt werden kann. In einer vierten Ausführungsform
wird eine Ein-/Ausklinkfunktion verwendet, wobei eine erste Betätigung des SMA-Drahtes 1024 eine
Bewegung des Rillenscheibenelement 1016 in die erste Richtung
bewirkt, und eine zweite Betätigung
des SMA-Drahtes die Sperrklinke 1050 derart bewegt, dass
das Rillenscheibenelement 1016 freigegeben wird. Es können auch
andere Mechanismen zur Anwendung kommen, um das Rillenscheibenelement 1016 in
der ersten Stellung zu halten; das Rillenscheibenelement 1016 kann
beispielsweise eine Öffnung
definieren und ein mit Federspannung versehener Stift, wie zum Beispiel
der unter 748 in 10 gezeigte,
kann in die Öffnung
einsetzbar sein, um das Rillenscheibenelement 1016 in Position
zu halten.
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In 16 und 17,
auf welche nun Bezug genommen wird, ist eine Türanordnung 1100 über zumindest
ein Scharnier (nicht gezeigt) in Bezug auf eine Fahrzeugkarosserie-Scharniersäule 1104 drehbar
angebracht und kann somit um das zumindest eine Scharnier selektiv
zwischen einer offenen Stellung (gezeigt in 16) und
einer geschlossenen Stellung (gezeigt in 17) verschwenkt
werden. Die Türanordnung 1100 umfasst
ein Innenblech 1108, das mit einem Außenblech (nicht gezeigt) zusammenwirkt,
um einen Türhohlraum 1112 zu
definieren. Ein Türöffnungs-Betätigungselement 1116 umfasst
einen Stab 1120, der sich von vom Inneren des Türhohlraums 1112 durch
eine in dem Innenblech 1108 ausgebildete Öffnung in
den Raum zwischen einer Außenwand 1124 des
Innenblechs 1108 und der Scharniersäule 1104 hinein erstreckt.
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Das
Türöffnungs-Betätigungselement 1116 umfasst
weiterhin einen SMA-Draht 1128,
der einen Abschnitt des Türhohlraums 1112 durchquert
und der an einem Ende an dem Innenblech 1108 und an dem anderen
Ende an dem Stab 1120 angebracht ist. Eine Feder 1132 umgibt
zwischen der Scharniersäule 1104 und
der Wand 1124 des Innenblechs 1108 den Stab 1120 konzentrisch.
Das von der Wand 1124 entfernte Ende der Feder 1132 ist
an dem Stab 1120 angebracht.
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Der
SMA-Draht 1128 ist durch eine vorbestimmte Länge gekennzeichnet.
Wenn der Draht 1128 sich in seinem kalten Zustand befindet,
sind sein Elastizitätsmodul
und seine Formänderungsfestigkeit
ausreichend gering, dass die Feder 1132, die auf die Wand 1124 der
Türanordnung 1100 und
das Ende des Stabs 1120 wirkt, den Stab 1120 aus
dem Türhohlraum 1112 hinaus
drückt
und dadurch den Draht 1128 in Bezug auf dessen vorbestimmte
Länge dehnt.
Wenn der Draht 1128 auf seinen heißen Zustand erwärmt wird,
nimmt der Draht 1128 wieder seine vorbestimmte Länge an und
sein Modul erhöht sich,
wodurch der Stab 1120 in den Türhohlraum 1112 hineingezogen
wird, so dass die Feder 1132 gegen die Wand 1124 komprimiert
wird.
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Eine
Sperrklinke 1136 ist selektiv um ein Drehgelenk 1140 herum
drehbar. Wenn der Draht 1128 auf seine vorbestimmte Form
erwärmt
wird, wird der Stab 1120 ausreichend positioniert, so dass ein
Ende 1144 der Sperrklinke 1136 mit der Kerbe 1148 in
dem Stab 1120 in Eingriff tritt, wodurch verhindert wird,
dass die komprimierte Feder 1132 den Stab 1120 aus
der in 16 gezeigten Stellung bewegt,
und zwar selbst dann, wenn der Draht 1128 sich auf seinen
kalten Zustand abgekühlt
hat.
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Die
Sperrklinke 1136 ist von ausreichender Größe und derart
positioniert, dass wenn sie mit der Kerbe 1148 in dem Stab 1120 in
Eingriff tritt, das entgegengesetzte Ende 1150 der Sperrklinke 1136 sich näher an die
Scharniersäule 1104 heran
erstreckt als der Stab 1120. Somit tritt, wenn die Türanordnung 1100 in
ihre geschlossene Stellung bewegt wird, wobei die Sperrklinke 1136 mit
der Kerbe 1148 in Eingriff tritt, das Ende 1150 der
Sperrklinke 1136 mit der Scharniersäule 1104 in Kontakt,
bevor der Stab 1120 mit der Scharniersäule 1104 in Kontakt
tritt. Die von der Scharniersäule 1104 auf
das Ende 1150 der Sperrklinke 1136 ausgeübte Gegenkraft
bewirkt, dass die Sperrklinke 1136 sich um das Drehgelenk 1140 herum
außer
Eingriff mit der Kerbe 1148 dreht, wie in 17 gezeigt.
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In 17,
auf welche nun im Spezifischen Bezug genommen wird, drückt die
Feder 1132, wenn die Sperrklinke 1136 nicht mit
der Kerbe 1148 in Eingriff steht und der SMA-Draht 1128 auf
seinen kalten Zustand abgekühlt
ist, den Stab 1120 aus dem Hohlraum 1112 hinaus
bis der Stab 1120 mit der Scharniersäule 1104 in Kontakt
tritt. Wird die Tür
entriegelt, so wirkt die komprimierte Feder 1132 auf die
Wand 1124, um die Türanordnung 1100 zu
ihrer offenen Stellung hin zu drücken,
wie in 16 gezeigt. Wenn die Türanordnung 1100 sich
in der offenen Stellung befindet und der Draht 1128 auf
seinen heißen
Zustand erwärmt
wird, tritt die Sperrklinke 1136 mit der Kerbe 1148 in
Eingriff. Die Sperrklinke 1136 kann derart ausgelegt sein,
dass die Schwerkraft die Sperrklinke 1136 mit der Kerbe 1148 in
Eingriff drückt,
oder es kann eine Feder (nicht gezeigt) die Sperrklinke 1136 mit
der Kerbe 1148 in Eingriff bewegen.
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Wenn
eine Aufhaltverbindung mit den Türanordnungen
aus 13–17 verwendet
wird, so kann es wünschenswert
sein, die Aufhaltverbindung so zu modifizieren, dass die Tendenz
der Aufhaltverbindung, die Tür
zu schließen,
geringer ist als die Tendenz der Federn 1020, 1132,
die Tür
zu öffnen; dies
kann durch Verändern
des Profils der Aufhaltverbindung erfolgen. Die Auslegung der Sperrklinke 1136 aus 16 und 17 kann
ebenfalls dazu verwendet werden, das Rillenscheibenelement 1016 aus 13–15 in
seiner ersten Stellung zu halten, wodurch eine Sperrklinke 1050 ersetzt
wird. Obwohl das Rillenscheibenelement 1016 in 13 – 15 und
der Stab 1120 in 16 und 17 sich in
Bezug auf dieselbe Achse drehen wie die jeweils entsprechenden Türanordnungen,
können
die Rotationsachsen der Elemente 1016, 1120 innerhalb
des Umfangs der beanspruchten Erfindung in Bezug auf die Drehachse
ihrer jeweiligen Türanordnungen
versetzt sein.
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In 18,
auf welche nun Bezug genommen wird, ist eine Anordnung 1200 zum
Verriegeln eines Verschlusses (nicht gezeigt), der um eine horizontale Achse
drehbar ist, schematisch abgebildet. Als beispielhafte Verschlüsse, die
um eine horizontale Achse drehbar sind, sind unter anderem Motorhauben, hintere
Kofferraumdeckel (d. h. Kofferraumverschlüsse), Heckklappen, usw. zu
nennen. Die Anordnung 1200 umfasst ein Konstruktionselement 1204,
das zwei Flansche 1208, 1210 zur Anbringung des
Elements 1204 in Bezug auf eine Fahrzeugkarosserie umfasst.
Das Element 1204 definiert auch einen Schließbügelschlitz 1214,
der an einem Ende 1218 offen ist. Das Element 1204 ist
an einem hinteren Blech oder einer hinteren Wand eines Kofferraums oder
eines anderen, hinteren Stauraumabteils angebracht, so dass der
Schließbügelschlitz 1214 nach oben
offen ist, um einen an dem Verschluss angebrachten Schließbügel (nicht
gezeigt) aufzunehmen. Eine Verriegelung 1222 ist in Bezug
auf das Element 1204 angebracht, so dass die Verriegelung 1222 den Schließbügel aufnimmt,
wenn der Schließbügel in den
Schlitz 1214 eintritt, und umfasst einen Drehriegel (nicht
gezeigt), um mit dem Schließbügel in Eingriff
zu treten, wie es sich für
den Fachmann versteht. Somit ist der Schließbügel, wenn der Verschluss in seine
geschlossene Stellung bewegt wird, durch einen Verfahrweg durch
den Schlitz 1214 hindurch gekennzeichnet, dem er folgt,
wobei der Schließbügel durch
das offene Ende 1218 in den Schlitz 1214 eintritt
und sich durch den Schlitz hindurch bewegt, bis er mit der Verriegelung 1222 in
Eingriff tritt, die den Schließbügel in Eingriff
nimmt, wie es sich für
den Fachmann versteht.
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Die
Anordnung 1200 umfasst auch einen Arm 1226, der
an einem Drehgelenk 1230 schwenkbar mit dem Element 1204 verbunden
ist. Der Arm 1226 ist um das Drehgelenk herum zwischen
einer ersten Stellung (in 18 gezeigt)
und einer zweiten Stellung verschwenkbar. Wenn der Arm 1226 sich
in seiner ersten Stellung befindet, kreuzt ein Abschnitt 1234 des
Arms 1226 den Verfahrweg des Schließbügels durch den Schlitz 1214;
wenn der Arm 1226 sich in seiner zweiten Stellung befindet,
kreuzt der Arm 1226 entweder den Verfahrweg des Schließbügels nicht,
oder kreuzt er den Verfahrweg des Schließbügels näher am Ende des Verfahrwegs,
d. h. näher
an der Position, die der Schließbügel einnimmt,
wenn er vollständig
mit der Verriegelung 1222 in Eingriff steht, als dies der
Fall ist, wenn der Arm 1226 sich in der ersten Stellung
befindet. Ein in Bezug auf das Drehgelenk 1230 auf der
dem Abschnitt 1234 entgegengesetzten Seite befindlicher
Abschnitt 1238 des Arms 1226 ist mit einer Feder 1242 ver bunden.
Die Feder 1242 verbindet den Abschnitt 1238 und
das Element 1204 miteinander.
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Eine
Rillenscheibe 1244 ist in Bezug auf den Arm 1226 angebracht
und ist selektiv um das Drehgelenk 1230 herum drehbar.
Ein SMA-Draht 1246 ist an einem Ende um die Rillenscheibe 1244 herum
gewunden und ist an dem anderen Ende in Bezug auf die Fahrzeugkarosserie 1248 angebracht.
Der SMA-Draht 1246 ist durch eine vorbestimmte Länge gekennzeichnet.
Wenn der Draht 1246 auf seinen heißen Zustand erwärmt wird,
nimmt er wieder seine vorbestimmte Länge an, d. h. seine Länge nimmt
ab, wodurch bewirkt wird, dass die Rillenscheibe 1244 und
dementsprechend der Arm 1226 sich (im Gegenuhrzeigersinn,
wie in 10 ersichtlich) um das Drehgelenk 1230 herum
in die zweite Stellung drehen, in welcher der Abschnitt 1234 des
Arms 1226 sich im Wesentlichen nicht über den Schlitz 1214 erstreckt
und sich im Wesentlichen nicht in dem Verfahrweg eines Schließbügels befindet,
der sich während
des Eingreifens in die Verriegelung 1222 durch den Schlitz 1214 hindurch
bewegt. Wenn der Arm 1226 sich von seiner ersten Stellung
in seine zweite Stellung dreht, dehnt er die Feder 1242;
die Feder 1242 steht somit unter Spannung, wenn der Arm 1226 sich
in seiner zweiten Stellung befindet, und drückt den Arm 1226 zurück in seine
erste Stellung.
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Demgemäß wird durch
das Erwärmen
des Drahtes 1246 und somit durch das Bewegen des Arms 1226 in
seine zweite Stellung der Kraftaufwand verringert, der erforderlich
ist, um den Verschluss in seine geschlossene Stellung zu bewegen,
da der Schließbügel auf
seinem Verfahrweg zu der Verriegelung 1222 nicht auf den
Arm 1226 trifft oder auf seinem Verfahrweg zu der Verriegelung 1222 erst
später auf
den Arm 1226 trifft, und daher die Feder 1242 der Bewegung
des Schließbügels über seinen
Verfahrweg hinweg keinen Widerstand entgegenbringt bzw. der Bewegung
des Schließbügels über einen
geringeren Abschnitt seines Verfahrwegs einen Widerstand entgegenbringt,
als dies der Fall ist, wenn der Arm 1226 sich in seiner
ersten Stellung befindet. Nachdem der Schließbügel mit der Verriegelung 1222 in
Eingriff getreten ist, kühlt
der Draht 1246 auf seinen kalten Zustand ab. Wenn der Draht 1246 sich in
seinem kalten Zustand befindet, ist der Modul des Drahtes 1246 ausreichend
gering, dass die von der Feder 1242 auf den Arm 1226 ausgeübte Kraft
ausreicht, um den Draht 1246 in pseudoplastischer Weise
zu dehnen, so dass dieser länger
ist als seine vorbestimmte Länge.
Die Feder 1242 drängt
nämlich den
Arm 1226 dazu, sich von seiner zweiten Stellung in seine
erste Stellung zu drehen, was wiederum dazu führt, dass die Rillenscheibe 1244 sich
dreht, wodurch der Draht 1246 in pseudoplastischer Weise gedehnt
wird. Die von der Feder 1242 auf den Arm 1226 ausgeübte Kraft
ist ausreichend, um den Arm 1226 zu drehen, so dass der
Abschnitt 1234 mit dem Schließbügel in Kontakt steht. Die Feder 1242 ist nach
wie vor gespannt, wenn der Arm 1226 mit dem Schließbügel in Kontakt
tritt, und spannt den Abschnitt 1234 gegen den Schließbügel hin
vor, so dass wenn die Verriegelung gelöst wird, der Arm 1226 den Schließbügel, und
somit den Verschluss, in die offene Stellung des Verschlusses drückt.
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In 19,
auf welche nun Bezug genommen wird und in welcher gleiche Bezugszahlen
sich auf gleiche Bauteile aus 18 beziehen,
ist eine alternative Anordnung 1200A zum Verriegeln eines
Verschlusses, der um eine horizontale Achse drehbar ist, schematisch
abgebildet. Ein Hebel 1256 steht durch einen Verbindungsarm 1252 mit
dem Arm 1226A in Wirkverbindung. Der Verbindungsarm 1252 verbindet
den Hebel 1256 mit dem Arm 1226A, damit dieser
sich gemeinsam mit dem Arm 1226A um das Drehgelenk 1230 herum
dreht. In der abgebildeten Ausführungsform
ist der Hebel 1256 im Wesentlichen parallel zu dem Abschnitt 1238,
es können
jedoch innerhalb des Umfangs der beanspruchten Erfindung auch andere
Auslegungen verwendet werden.
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Der
Draht 1246 ist an einem Ende an dem Hebel 1256 angebracht,
und ein Erwärmen
des Drahtes 1246 auf seinen heißen Zustand bewirkt daher, dass
der Hebel 1256, und mit ihm der Arm 1226A, sich
um das Drehgelenk 1230 herum von seiner zweiten Stellung
in seine erste Stellung bewegt. Die Anordnung 1200A umfasst
auch eine Sperrklinke 1260, die an einem Drehgelenk 1264 schwenkbar
mit dem Element 1204 verbunden ist. Die Sperrklinke 1260 umfasst
einen Hakenabschnitt 1268, der derart ausgelegt ist, dass
er das Ende des Abschnitts 1234 in Eingriff nimmt, wenn
der Arm 1226A sich in der zweiten Stellung befindet. Es
sei erwähnt,
dass die Sperrklinke 1260 hier gezeigt ist, wie sie mit
dem Arm 1226A in Eingriff steht, wobei der Arm sich in 19 in
der ersten Stellung befindet, dass die Sperrklinke 1260 jedoch
vorzugsweise mit dem Arm 1226A in Eingriff tritt, wenn
der Arm sich in seiner zweiten Stellung befindet.
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Somit
tritt, nachdem der Draht 1246 erwärmt worden ist und der Arm 1226A sich
in seine zweite Stellung bewegt hat, die Sperrklinke 1260 mit
dem Arm 1226A in Eingriff, um den Arm in seiner zweiten Stellung
zu halten. Eine Feder (nicht gezeigt) drückt vorzugsweise die Sperrklinke 1260 unter
Vorspannung mit dem Arm 1226A in Eingriff. Ein SMA-Draht 1272 ist
an einem Ende an dem Element 1204 und an dem anderen Ende
an der Sperrklinke 1260 angebracht. Durch Erwärmen des
Drahtes 1272 wird bewirkt, dass der Draht 1272 eine
Kraft auf die Sperrklinke 1260 ausübt, so dass die Sperrklinke 1260 sich um
das Drehgelenk 1264 herum außer Eingriff mit dem Arm 1226A dreht,
wodurch ermöglicht
wird, dass die Feder 1242 den Arm 1226A zu der
offenen Stellung hin und in Kontakt mit dem Schließbügel in dem
Schlitz 1214 drückt.
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Demgemäß kann der
Draht 1246 vor der Bewegung des Verschlusses in die geschlossene
Stellung erwärmt
werden; die Sperrklinke 1260 hält den Arm 1226A auch
nachdem der Draht 1246 sich auf seinen kalten Zustand abgekühlt hat,
in seiner zweiten Stellung. Nachdem der Schließbügel mit der Verriegelung in
Eingriff getreten ist, kann der Draht 1272 erwärmt werden,
um den Arm 1226A aus der Sperrklinke zu lösen und
mit dem Schließbügel in Eingriff zu
bringen.
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In
einer anderen Ausführungsform
(nicht gezeigt) kann auch eine ganze oder teilweise Rillenscheibe
den teilweisen oder ganzen Hebel 1256 ersetzten und innerhalb
der Ebene der Rückwand
der Fahrzeugkarosserie gelegen sein, um einen konstanten Momentenarm
zu bieten. In einer anderen Ausführungsform
(nicht gezeigt) kann die Sperrklinke 1260 zwischen dem
Schließbügelschlitz 1214 und der
gemeinsamen Drehachse 1230 für die beiden Hebel 1226A, 1256 gelegen
sein. In noch einer anderen Ausführungsform
(nicht gezeigt) kann die Spannfeder 1242 auch außerhalb
der Ebene der Rückwand platziert
sein.
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In
noch einer weiteren, alternativen Ausführungsform kommt ein zwischen
zwei Zuständen schaltbarer
Verriegelungs-/Ausklink-Mechanismus (nicht gezeigt) ähnlich jenem,
wie er in gewissen Kugelschreibern mit einziehbarer Mine verwendet
wird, zum Einsatz, so dass bei einmaligem Betätigen des SMA-Drahtes 1246 die
Feder 1242 gedehnt wird und in den verriegelten Zustand
umgeschaltet wird; eine zweite Betätigung des SMA-Drahtes 1246 bewirkt, dass
die Feder 1242 in den entriegelten Zustand umgeschaltet
wird.
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Die
Sperrklinke 1260 kann innerhalb des Umfangs der beanspruchten
Erfindung auf verschiedene Art und Weise betätigt, d. h. bewegt werden,
um die Sperrklinke 1260 mit dem Arm 1226A außer Eingriff
zu bringen. In einer ersten Ausführungsform
wird die Sperrklinke 1260 durch ein Betätigungselement betätigt, das
dem Betätigen
der Sperrklinke 1260 fest zugeordnet ist, wie etwa einen
Motor, einen SMA-Draht, ein Solenoid, usw. In einer zweiten Ausführungsform
wird die Sperrklinke 1260 durch einen Verriegelungs-Ausklinkmechanismus
betätigt,
der gleichermaßen
mit der Verriegelung (gezeigt unter 1222 in 8)
und mit der Sperrklinke 1260 in Wirkverbindung steht; der
Verriegelungs-Ausklinkmechanismus kann so ausgelegt sein, dass er
die Sperrklinke 1260 entweder gleichzeitig mit, oder geringfügig vor
dem Veranlassen der Verriegelung 1222, den Schließbügel freizugeben,
betätigt.
Alternativ dazu kann der Verriegelungs-Ausklinkmechanismus nur einen
Teil seines Wegs dazu verwenden, die Sperrklinke 1260 zu
betätigen,
nachdem der Verschluss zur Gänze
geschlossen ist, und verwendet er einen vollständigen Weg dazu, die Verriegelung 1222 erforderlichenfalls
zu lösen.
Der Verriegelungs-Ausklinkmechanismus kann sogar mehr als zwei Verriegelungen
gleichzeitig oder diskret unter Verwendung unterschiedlicher Weglängen lösen. In
einer dritten Ausführungsform
wird eine mit dem vollständigen Schließen des
Verschlusses verbundene Bewegung dazu verwendet, die Sperrklinke 1260 zu
betätigen. Zum
Beispiel kann die Bewegung des Drehriegels (nicht gezeigt) in der
Verriegelung 1222 von der sekundären in die primäre Stellung
oder die Schließbewegung
von der halb offenen zu der völlig
geschlossenen Stellung eine Bewegung der Sperrklinke 1260 bewirken.
Es kann wünschenswert
sein, eine Cinch-Verriegelung zu verwenden, um einen gewissen Verfahrweg
zu gewährleisten
und dadurch sicherzustellen, dass der Verschluss vollständig geschlossen
werden kann und die Federenergie freigesetzt werden kann.
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In 20A–20D, auf welche nun Bezug genommen wird und in
denen gleiche Bezugszahlen sich auf gleiche Bauteile aus 18–19 beziehen, umfasst
eine Anordnung 1200B einen Arm 1226, der über das
Drehgelenk 1230, wie in 19 gezeigt,
an dem Element 1204 angebracht ist. Der Armabschnitt 1238 ist
an einem Ende der Feder 1242 angebracht. Ein Nocken 1280 ist
exzentrisch mit einem Drehgelenk 1284 zur selektiven Rotation
in Bezug auf das unter 1204 in 19 gezeigte
Element verbunden. Der Nocken 1280 umfasst einen Nasenabschnitt 1286.
Der SMA-Draht 1288 ist
an einem Ende mit dem Nocken 1280 verbunden und ist an dem
anderen Ende mit dem Element 1204 oder der Rückwand verbunden.
Der SMA-Draht 1292 ist an einem Ende mit dem Nocken 1280 verbunden
und ist an dem anderen Ende mit dem Element 1204 verbunden.
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Der
Arm 1226 ist in 20A in
seiner ersten Stellung gezeigt. Das Erwärmen des Drahtes 1288 auf
seinen heißen
Zustand bewirkt, dass der Draht 1288 sich in der Länge verkürzt, so
dass der SMA-Draht 1288 eine Kraft auf den Nocken 1280 ausübt, die
bewirkt, dass der Nocken 1280 sich (im Gegenuhrzeigersinn
in den Figuren) um das Drehgelenk 1284 herum dreht, so
dass die Nase 1286 mit dem Arm 1226 in Kontakt
tritt und bewirkt, dass der Arm sich in eine in 20B gezeigte Zwischenstellung und anschließend in
seine in 20C gezeigte, zweite Stellung
dreht. Nachdem der Draht 1288 sich auf seinen kalten Zustand
abgekühlt
hat, ist der Draht 1292 auf seinen heißen Zustand erwärmbar, wodurch
bewirkt wird, dass der Draht 1292 sich in der Länge verkürzt, so
dass der Draht 1292 eine Kraft auf den Nocken 1280 ausübt, die
bewirkt, dass der Nocken 1280 sich (im Uhrzeigersinn in
den Figuren) durch die in 20D gezeigte
Zwischenstellung in seine in 20A gezeigte
Stellung dreht. Das Ende der Nase 1286, das mit dem Arm
in Kontakt tritt, wenn der Arm 1226 sich in der zweiten
Position befindet, ist flach. Der Nocken 1280 wirkt als
eine Sperrvorrichtung, wenn der Arm 1226 sich in der zweiten Stellung
befindet, und als ein Anschlag, wenn der Arm 1226 sich
in der ersten Stellung befindet. In dieser Ausführungsform sind der Nocken 1280 und
die Drähte 1288, 1292 koplanar,
wodurch der benötigte Einbauraum
minimiert wird. In einer alternativen Ausführungsform ist der Draht 1292 durch
eine Schraubenfeder ersetzt und der Arm 1226 kreuzt nach
wie vor teilweise den Verfahrweg des Schließbügels durch den Schlitz 1214 in 20C, so dass der Endweg des Verschlusses während des
Schließens
den Arm 1226 geringfügig
an der zweiten Stellung vorbeibewegt, und daher kann der Nocken
durch die Feder in die in 20A gezeigte
Stellung bewegt werden.
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In
einer alternativen Ausführungsform
ist der Nocken 1280 derart geformt, dass ein einzelner SMA-Draht
die Vorrichtung zur Gänze
allein betätigen
könnte.
Angenommen die Vorrichtung wird wie beschrieben in die in 20C gezeigte Stellung bewegt, so kann, wenn der
Nocken in geeigneter Weise geformt ist und der Draht (1288)
in angemessener Weise angebracht und bemessen ist, so dass noch ein
Stück Weg
verbleibt, so könnte
er erneut aktiviert werden, um den Nocken 1280 ein Stück weiter
im Gegenuhrzeigersinn zu drehen. Ist der flache Abschnitt des Nockens
erst einmal überwunden,
könnte die
Form der Nase derart sein, dass die Federkraft ausreicht, um den
Nocken in die in 20A gezeigte Stellung zurückzubringen,
wodurch der Nocken 1280 im Wesentlichen in eine einzige
Richtung gedreht wird, um den Arm 1226 gleichermaßen zu komprimieren
und zu lösen.
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In 21,
auf welche nun Bezug genommen wird und in welcher gleiche Bezugszahlen
sich auf gleiche Bauteile aus 18 – 20D beziehen, umfasst die Anordnung 1200C zwei
SMA-Drähte 1296A, 1296B.
Der Draht 1296A ist an einem Ende an dem Konstruktionselement 1204 angebracht
und ist am anderen Ende an dem Arm 1226 angebracht. Der
Draht 1296B ist an einem Ende an dem Konstruktionselement 1204 angebracht
und ist am anderen Ende an dem Arm angebracht. Die Drähte 1296A und 1296B sind
im Wesentlichen an derselben Stelle auf dem Arm 1226 an
dem Arm 1226 angebracht, und sind derart an dem Konstruktionselement 1204 angebracht,
dass die Drähte 1296A, 1296B einen stumpfen
Winkel bilden.
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In 22,
auf welche nun Bezug genommen wird, ist ein Verriegelungssystem 1300 für eine Tür 1304 schematisch
abgebildet. Die Tür 1304 ist
in Bezug auf eine Fahrzeugkarosserie-Konstruktionselement 1308 selektiv
schwenkbar. Die Verriegelung 1300 umfasst ein Element 1312,
das in Bezug auf die Tür 1304 angebracht
ist und in Bezug auf die Tür 1304 selektiv
um seinen Mittelpunkt drehbar ist. Das Element 1312 trägt zwei
Sperrklinkenzähne 1316, 1320 und
einen Vorsprung 1324. Die Verriegelung umfasst ebenfalls
eine Sperrklinke 1328 mit einem Vorsprung 1332.
Die Verriegelung 1300 ist derart an der Tür 1304 angebracht,
dass wenn die Tür 1304 geschlossen
wird, der Vorsprung 1324 mit einem Schließbügel 1336,
welcher an dem Fahrzeugkarosserie-Konstruktionselement 1308 angebracht
ist, in Kontakt tritt. Der Kontakt zwischen dem Vorsprung 1324 und
dem Schließbügel 1336 bewirkt
eine Drehung des Elements 1312 in Bezug auf die Tür 1304.
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Während sich
das Element 1312 dreht, drehen sich die Zähne 1316, 1320 mit
dem Vorsprung 1332 der Sperrklinke 1328 in Eingriff.
Die Sperrklinke 1328 ist in Bezug auf die Tür 1304 drehbar,
um ein selektives Eingreifen und Lösen der Sperrklinke 1328 und
der Zähne 1316, 1320 zu
erlauben. Eine Feder 1334 spannt die Sperrklinke 1328 vor,
um den Eingriff zwischen der Sperrklinke 1328 und den Zähnen 1316, 1320 aufrecht
zu erhalten.
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Die
Verriegelung 1300 umfasst eine Feder 1340 und
eine SMA-Feder 1344, die so ausgelegt sind, dass sie gedehnt
werden, wenn der Schließbügel 1336 das
Element 1312 dreht. Wenn die Tür 1304 geschlossen
wird und die SMA-Feder 1344 sich in ihrem kalten Zustand
befindet, ist der Modul der Feder 1344 ausreichend gering,
so dass es zu keinem übermäßigen Kraftaufwand
beim Schließen
der Tür kommt.
Durch Anwendung eines thermischen Aktivierungssignals auf die Feder 1344,
um die Feder 1344 auf ihren heißen Zustand zu erwärmen, wird
die pseudoplastische Dehnung aus der Feder 1344 entfernt,
und die Feder 1344 trägt
somit dazu bei, die Tür 1304 in
ihre offene Stellung zu bewegen, wenn die Sperrklinke 1328 gelöst wird.
Die Feder 1344 bewirkt nämlich eine Drehung des Elements 1312,
so dass der Vorsprung 1324 auf den Schließbügel 1336 wirkt, was
wiederum eine Gegenkraft hervorruft, welche die Tür 1304 zu
ihrer offenen Stellung hin drückt.
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Es
kann wünschenswert
sein, dass ein SMA-Draht mit Elementen wie Tür-Innenblechen, usw. über eine
Feder in Wirkverbindung steht, so dass die Feder die Kraft des SMA-Drahtes
anpassen kann, wenn dieser wieder seine vorbestimmte Form annimmt,
für den
Fall, dass ein Gegenstand das Öffnen
der Tür
blockiert.
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Die
hier abgebildeten Ausführungsformen stehen
mit einer Fahrzeugtür,
d. h. mit einem Verschluss in Zusammenhang. Es sei jedoch angemerkt,
dass innerhalb des Umfangs der beanspruchten Erfindung jedes beliebige
Türsystem
verwendet werden kann. Beispielsweise kann es sich innerhalb des
Umfangs der beanspruchten Erfindung bei einer "Tür" um jeden beliebigen
Verschluss bzw. jede beliebige Schwenkplatte handeln, wie etwa um
eine Tür für ein Röst-Backrohr,
eine Tür
für ein
Sportfahrzeug, eine Tür
für einen
Küchenschrank,
eine Fahrzeug-Motorhaube, einen Kofferraumdeckel, eine Heckklappe,
eine hintere Bordwand, eine Abdeckung, eine Tür in einem Wohn- oder Bürogebäude, usw.
In ähnlicher
Weise kann es sich bei einem "Konstruktionselement" innerhalb des Umfangs
der Erfindung beispielsweise um eine Fahrzeugkarosserie oder ein
Bauteil davon, wie etwa eine Scharniersäule, einen Schwinghebel usw.,
einen Türrahmen
oder eine Wand eines Gebäudes,
eine Struktur, die einen Küchenkasten
definiert, das Gehäuse
eines Toast-Röstofens
usw. handeln.
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Im
Folgenden wird eine Anzahl beispielhafter Ausführungsformen von auf aktiven
Materialien basierenden Türöffnungs-Betätigungsanordnungen
beschrieben. Die hier beschriebenen auf aktivem Material basierenden
Betätigungsanordnungen
verwenden Drähte
aus Formgedächtnislegierung.
Es können
jedoch auch andere aktive Materialien innerhalb des Umfangs der
beanspruchten Erfindung verwendet werden. Es können beispielsweise auch andere Formgedächtnismaterialien
verwendet werden. Unter Formgedächtnismaterialien,
einer Klasse aktiver Materialien, die manchmal auch als intelligente
Materialien bezeichnet werden, sind Materialien oder Zusammensetzungen
zu verstehen, welche die Fähigkeit
haben, sich an ihre ursprünglichen
Form zu erinnern, die anschließend
durch Anwenden oder Aussetzen eines äußeren Reizes (d. h. eines Aktivierungssignals)
wieder aufgerufen werden kann. Die Verformung eines Formgedächtnismaterials
in Bezug auf seinen ursprünglichen
Zustand kann somit einen vorübergehenden
Zustand darstellen.
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Beispielhafte
Formgedächtnismaterialien umfassen
Formgedächtnislegierungen
(SMAs), elektrochemisch aktive Polymere (EAPs) wie beispielsweise
dielektrische Elastomere, piezoelektrische Polymere und Formgedächtnispolymere
(SMPs), magnetische Formgedächtnislegierungen
(MSMAs), Formgedächtniskeramiken
(SMCs), Baroplaste, piezoelektrische Keramiken, magnetorheologische Elastomere
(MR-Elastomere), ebenso Verbundstoffe aus den vorerwähnten Formgedächtnismaterialien mit
Nicht-Formgedächtnismaterialien,
sowie Kombinationen, die zumindest eines der vorerwähnten Formgedächtnismaterialien
umfassen. Die EAPs, Piezokeramiken, Baroplaste und dergleichen können auf ähnliche
Weise verwendet werden, wie die hier beschriebenen Formgedächtnislegierungen,
wie für den
Fachmann in Hinsicht auf diese Offenbarung leicht festzustellen
ist.
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In
der vorliegenden Erfindung umfassen die meisten Ausführungsformen
Formgedächtnisdrähte; es
können
jedoch Formgedächtnismaterialien
und andere aktive Materialien innerhalb des Umfangs der beanspruchten
Erfindung auch in einer Vielzahl anderer Formen verwendet werden,
beispielsweise als Streifen, Bahnen, Platten, Schaum-, Zellen- und
Gitterstrukturen, helixförmige
oder rohrförmige
Federn, umflochtene Kabel, Rohre, oder es können Kombinationen umfassend
zumindest eine der vorerwähnten Formen
auf ähnliche
Weise verwendet werden, wie für
den Fachmann in Hinsicht auf diese Offenbarung festzustellen ist.
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Geeignete
Formgedächtnislegierungen
können
einen Einweg-Formgedächtniseffekt,
einen materialeigenen Zweiweg-Effekt oder einen äußeren Zweiweg-Formgedächtniseffekt
aufweisen, und zwar abhängig
von der Legierungszusammensetzung und dem bisherigen Verarbeitungsverlauf
derselben. Die beiden Phasen, die bei Formgedächtnislegierungen auftreten,
werden häufig
als Martensitphase und Austenitphase bezeichnet. Die Martensitphase
ist eine relativ weiche und leicht verformbare Phase der Formgedächtnislegierungen,
die im Allgemeinen bei niedrigeren Temperaturen gegeben ist. Die
Austenitphase, die stärkere
Phase von Formgedächtnislegierungen,
tritt bei höheren
Temperaturen auf. Formgedächtnismaterialien,
die aus Formgedächtnislegierungszusammensetzungen
gebildet sind, welche Einweg-Formgedächtniseffekte aufweisen, bilden sich
nicht automatisch zurück
und bedürfen,
je nach Formgedächtnismaterialentwurf,
häufig
einer externen mechanischen Kraft, um ihre ursprüngliche Formausrichtung zurückzuerhalten.
Formgedächtnismaterialien,
die einen materialeigenen Formgedächtniseffekt aufweisen, sind
aus einer Formgedächtnislegierungszusammensetzung
gefertigt, die automatisch wieder in ihre ursprüngliche Form zurückkehren.
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Die
Temperatur, bei welcher die Formgedächtnislegierung bei der Erwärmung wieder
zu ihrer Hochtemperaturform zurückfindet,
kann durch geringfügige Änderungen
bei der Legierungszusammensetzung und durch Wärmebehandlung angepasst werden.
Bei Nickel-Titan-Formgedächtnislegierungen
kann sie beispielsweise von ungefähr 100°C auf unter ungefähr –100°C verändert werden.
Der Formrückbildungsprozess
tritt über
einen Bereich von einigen Graden auf und Beginn bzw. Ende der Umwandlung
können
je nach gewünschter
Anwendung und Legierungszusammensetzung auf wenige Grade genau gesteuert
werden. Die mechanischen Eigenschaften der Formgedächtnislegierung
können sich über den
Temperaturbereich hinweg, in dem sich ihre Umwandlung vollzieht,
stark verändern,
wodurch typischerweise dem Formgedächtnismaterial Formgedächtniseffekte
sowie eine hohe Dämpfungsfähigkeit
verliehen werden. Die materialeigene, hohe Dämpfungsfähigkeit der Formgedächtnislegierungen kann
dazu verwendet werden, deren energieabsorbierende Eigenschaften
weiter zu erhöhen.
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Als
geeignete Formgedächtnislegierungsmaterialien
sind, ohne Anspruch auf Vollständigkeit, Nickel-Titanlegierungen,
Indium-Titanlegierungen, Nickel-Aluminiumlegierungen, Nickel-Galliumlegierungen,
Kupferlegierungen (z. B. Kupfer-Zinklegierungen, Kupfer-Aluminiumlegierungen,
Kupfer-Gold- und
Kupfer-Zinnlegierungen), Gold-Cadmiumlegierungen, Silber-Cadmiumlegierungen,
Indium-Cadmiumlegierungen, Mangan-Kupferlegierungen, Eisen-Platinlegierungen,
Eisen-Palladiumlegierungen und dergleichen zu nennen. Bei den Legierungen kann
es sich um binäre,
ternäre
Legierungen oder um Legierungen höherer Ordnung handeln, solange
die Legierungszusammensetzung einen Formgedächtniseffekt, d. h. eine Ver änderung
in der Formausrichtung, der Dämpfungsfähigkeit
und dergleichen, aufweist.
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Als
weitere geeignete aktive Materialien sind Formgedächtnispolymere
zu nennen. Im Verhalten einer Formgedächtnislegierung ähnlich,
erfährt
auch das Formgedächtnispolymer
eine Veränderung
in der Formausrichtung, wenn eine Temperaturerhöhung eintritt, die sich über seinen Übergangstemperaturbereich
hinweg erstreckt. Im Unterschied zu den SMAs führt hier das Erhöhen der
Temperatur über seine Übergangstemperatur
hinweg zu einem bedeutenden Abfall des Moduls. Während SMAs sich besser für Betätigungselemente
eignen, sind SMPs besser als "Umkehr"-Betätigungselemente
geeignet. Insofern als nämlich
beim Erwärmen
des SMP über dessen Übergangstemperatur
hinaus ein bedeutender Abfall des Moduls erfolgt, kann es dabei
zu einer Freisetzung von gespeicherter Energie kommen, die von dem
SMP in dessen Form mit niedriger Temperatur und hohem Modul blockiert
ist. Um die permanente Form des Formgedächtnispolymers festzulegen,
muss das Polymer sich ungefähr
auf oder über dem
Tg oder Schmelzpunkt des harten Segments des Polymers befinden. "Segment" bezieht sich auf einen
Polymerblock bzw. eine Polymersequenz, der/die einen Bestandteil
des Formgedächtnispolymers
bildet. Die Ausbildung der Formgedächtnispolymere erfolgt bei
der Temperatur mit einer aufgewendeten Kraft, gefolgt von einem
Abkühlen,
um die permanente Form festzulegen. Die Temperatur, die erforderlich
ist, um die permanente Form festzulegen, liegt vorzugsweise bei
100°C bis
300°C. Das
Festlegen der temporären
Form des Formgedächtnispolymers
macht es erforderlich, dass das Formgedächtnispolymermaterial auf eine
Temperatur gebracht wird, die dem Tg bzw. der Übergangstemperatur des weichen
Segments entspricht oder darüber
liegt, die jedoch unterhalb des Tg bzw. des Schmelzpunktes des harten
Segments liegt. Bei der Übergangstemperatur
des weichen Segments (auch "erste Übergangstemperatur" ge nannt) wird die
temporäre
Form des Formgedächtnispolymers
festgelegt, worauf ein Abkühlen
des Formgedächtnispolymers
folgt, um die temporäre
Form einzuschließen.
Die temporäre Form
wird beibehalten, solange es unterhalb der Übergangstemperatur des weichen
Segments bleibt. Die permanente Form wird wiedererlangt, wenn die Formgedächtnispolymerfasern
erneut auf die bzw. über
die Übergangstemperatur
des weichen Segments hinaus erwärmt
werden. Durch Wiederholen der Schritte des Erwärmens, des Formens und des Abkühlens kann
erneut die temporäre
Form herbeigeführt
werden. Die Übergangstemperatur
des weichen Segments für
eine bestimmte Anwendung kann durch Modifizieren der Struktur und
der Zusammensetzung des Polymers gewählt werden. Die Übergangstemperaturen
des weichen Segments variieren in einem Bereich von ungefähr –63°C bis ungefähr 120°C.
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Formgedächtnispolymere
können
mehr als nur zwei Übergangstemperaturen
umfassen. Eine Formgedächtnispolymerzusammensetzung,
die ein hartes Segment und zwei weiche Segmente umfasst, kann drei Übergangstemperaturen
aufweisen: die höchste Übergangstemperatur
für das
harte Segment und eine Übergangstemperatur
für jedes
weiche Segment.
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Die
meisten Formgedächtnispolymere
weisen einen "Einweg"-Effekt auf, wobei
das Formgedächtnispolymer
eine einzige permanente Form aufweist. Beim Erwärmen des Formgedächtnispolymers auf
eine höhere
Temperatur als die erste Übergangstemperatur
wird die permanente Form erreicht und die Form bildet sich ohne
Aufwendung äußerer Kräfte nicht
wieder auf die temporäre
Form zurück.
Als Alternative dazu können
bestimmte Formgedächtnispolymerzusammensetzungen
so aufbereitet werden, dass sie einen "Zweiweg"-Effekt aufweisen. Diese Systeme bestehen
aus zumindest zwei Polymerbestandteilen. Ein Bestandteil könnte zum
Beispiel ein erstes vernetztes Polymer sein, während der andere Bestand teil
ein anderes vernetztes Polymer ist. Die Bestandteile werden durch
Schichttechniken kombiniert oder stellen einander wechselseitig
durchdringende Netze dar, wobei zwei Bestandteile vernetzt sind,
jedoch nicht miteinander. Durch Verändern der Temperatur verändert das
Formgedächtnispolymer seine
Form, und zwar in Richtung von der ersten permanenten Form zu der
zweiten permanenten Form. Eine jede der permanenten Formen gehört zu einem Bestandteil
des Formgedächtnispolymers.
Die beiden permanenten Formen befinden sich stets im Gleichgewicht
zwischen beiden Formen. Die Temperaturabhängigkeit der Form ist durch
die Tatsache bedingt, dass die mechanischen Eigenschaften eines Bestandteils
("Bestandteil A") nahezu unabhängig von
der Temperatur innerhalb des relevanten Temperaturintervalls sind.
Die mechanischen Eigenschaften des anderen Bestandteils ("Bestandteil B") sind temperaturabhängig. In
einer Ausführungsform
wird der Bestandteil B bei niedrigen Temperaturen im Vergleich zu
dem Bestandteil A stärker,
während
der Bestandteil A bei hohen Temperaturen stärker ist und die tatsächliche
Form bestimmt. Eine Zweiweg-Gedächtnisvorrichtung
kann aufbereitet werden, indem die permanente Form des Bestandteils
A festgelegt wird ("erste
permanente Form");
die Vorrichtung in die permanente Form des Bestandteils B (zweite
permanent Form")
gebracht wird und die permanente Form des Bestandteils B fixiert
wird, während
eine Spannung auf den Bestandteil ausgeübt wird.
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Ähnlich den
Formgedächtnislegierungen können auch
die Formgedächtnispolymere
in zahlreichen verschiedenen Formen und Gestalten ausgelegt sein.
Die für
die Wiedererlangung der permanenten Form nötige Temperatur kann auf jede
beliebige Temperatur zwischen ungefähr –63°C und ungefähr 120°C oder darüber festgelegt werden. Bereits
beim Entwurf der Zusammensetzung und Struktur des Polymers selbst
kann die Auswahl einer bestimmten Temperatur für eine gewünschte Anwendung berück sichtigt
werden. Eine bevorzugte Temperatur für die Formrückbildung liegt bei größer oder
gleich ungefähr –30°C, mehr bevorzugt
bei größer oder
gleich ungefähr
0°C, und
am meisten bevorzugt bei größer oder
gleich ungefähr
50°C. Weiterhin
liegt eine bevorzugte Temperatur für die Formrückbildung bei kleiner oder
gleich ungefähr
120°C, mehr
bevorzugt bei kleiner oder gleich 90°C, und am meisten bevorzugt
bei kleiner oder gleich ungefähr
70°C.
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Geeignete
Formgedächtnispolymere
umfassen Thermoplaste, Duroplaste, interpenetrierende Netzwerke,
semi-interpenetrierende Netzwerke, oder gemischte Netzwerke. Bei
dem Polymer kann es sich um ein einzelnes Polymer oder um eine Mischung von
Polymeren handeln. Bei den Polymeren kann es sich um lineare oder
verzweigte thermoplastische Elastomere mit Seitenketten oder dendritischen Strukturelementen
handeln. Geeignete Polymerbestandteile zur Bildung eines Formgedächtnispolymers
umfassen, sind aber nicht darauf beschränkt, Polyphosphazene, Polyvinylalkohole,
Polyamide, Polyesteramide, Poly(Aminosäure)n, Polyanhydride, Polycarbonate,
Polyacrylate, Polyalkylene, Polyacrylamide, Polyalkylenglykole,
Polyalkylenoxide, Polyalkylenterephthalate, Polyorthoester, Polyvinylether, Polyvinylester,
Polyvinylhalide, Polyester, Polylactide, Polyglykolide, Polysiloxane,
Polyurethane, Polyether, Polyetheramide, Polyetherester und deren
Copolymere. Beispiele für
geeignete Polyacrylate sind Polymethylmethacrylat, Polyethylmethacrylat,
Polybutylmethacrylat, Polyisobutylmethacrylat, Polyhexylmethacrylat,
Polyisodecylmethacrylat, Polylaurylmethacrylat, Polyphenylmethacrylat,
Polymethylacrylat, Polyisopropylacrylat, Polyisobutylacrylat und Polyoctadecylacrylat.
Beispiele für
weitere geeignete Polymere umfassen Polystyrol, Polypropylen, Polyvinylphenol,
Polyvinylpyrrolidon, chloriertes Polybutylen, Polyoctadecylvinylether,
Ethylenvinylacetat, Polyethylen, Poly(ethylenoxid)-poly(ethylenterephthalat),
Polylethylen/Nylon(Pfropfpolymer), Polycaprolactone-Polyamid(Block-Copolymer),
Poly caprolactondimethacrylat-n-butylacrylat, polyhedrales, oligomeres
Polynorbornylsilsequioxan, Polyvinylchlorid, Urethan/Butadien-Copolymere,
Polyurethan-Block-Copolymere, Styrol-Butadienstyrol-Copolymere und
dergleichen.
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Das
Formgedächtnispolymer
bzw. die Formgedächtnislegierung
kann durch jedes beliebige geeignete Mittel aktiviert werden, vorzugsweise
durch ein Mittel, durch welches das Material einer Temperaturveränderung
nach oben oder nach unten über
eine Übergangstemperatur
hinweg unterworfen wird. Zur Temperaturerhöhung kann eine Wärmezufuhr
unter Verwendung von heißem
Gas (z. B. Luft), Dampf, heißer
Flüssigkeit
oder elektrischem Strom erfolgen. Das Aktivierungsmittel kann beispielsweise
in Form einer Wärmeleitung
durch ein mit dem Formgedächtnismaterial
in Kontakt befindliches, erwärmtes
Element, durch Wärmekonvektion
aus einer erwärmten Leitung
in der Nähe
des thermisch aktiven Formgedächtnismaterials,
ein Heißluftgebläse bzw.
eine Heißluftdüse, durch
Mikrowelleninteraktion, Widerstandsheizung und dergleichen vorliegen.
Im Fall einer Temperaturverringerung kann eine Wärmeabfuhr durch den Einsatz
von kaltem Gas, oder durch Verdampfen eines Kühlmittels erfolgen. Das Aktivierungsmittel
kann beispielsweise in Form eines Kühlraums oder -gehäuses vorliegen,
wobei eine Kühlsonde
eine gekühlte
Spitze, ein Steuersignal für
eine thermoelektrische Einheit, ein Kaltluftgebläse bzw. eine Kaltluftdüse oder
ein Mittel aufweist, um Kühlmittel
(wie beispielsweise flüssigen
Stickstoff) zumindest in die Nähe
des Formgedächtnismaterials
zu führen.
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Geeignete
magnetische Materialien umfassen, ohne Anspruch auf Vollständigkeit,
Weich- oder Hartmagnete; Hämatit;
Magnetit; magnetisches Material auf der Grundlage von Eisen, Nickel
und Cobalt, Legierungen aus diesen oder Kombinationen, die zumindest
eines von diesen umfassen, und dergleichen zu nennen. Legierungen
aus Eisen, Nickel und/oder Cobalt können Aluminium, Silicon, Cobalt, Nickel,
Vanadium, Molybden, Chrom, Wolfram, Mangan und/oder Kupfer umfassen.
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Geeignete
MR-Elastomermaterialien umfassen, ohne Anspruch auf Vollständigkeit,
eine elastische, polymere Matrix zu nennen, die eine Suspension
aus ferromagnetischen oder paramagnetischen Partikeln umfasst, wobei
die Partikel weiter oben beschrieben sind. Als geeignete polymere
Matrices sind, ohne Anspruch auf Vollständigkeit, Poly-alpha-olefine,
Naturkautschuk, Silicon, Polybutadien, Polyethylen, Polyisopren
und dergleichen.
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Elektroaktive
Polymere umfassen jene Polymermaterialien, die in Ansprechen auf
elektrische oder mechanische Felder piezoelektrische, pyroelektrische
oder elektrostriktive Eigenschaften an den Tag legen. Die Materialien
verwenden im Allgemeinen nachgiebige Elektroden, die es Polymerschichten
ermöglichen,
sich in Ansprechen auf angelegte elektrische Felder oder aufgewendete
mechanische Belastungen jeweils in der gleichen Ebene auszudehnen
bzw. zusammenzuziehen. Ein Beispiel dafür ist ein elektrostriktives
Propfelastomer mit einem piezoelektrischen Polyvinylidenfluorid-Trifluoretyhlen-Copolymer.
Diese Kombination hat die Fähigkeit, eine
variable Menge von ferroelektrisch-elektrostriktiven, molekularen
Verbundsystemen zu erzeugen. Diese können als ein piezoelektrischer
Sensor oder sogar als elektrostriktives Betätigungselement betrieben werden.
Bei der Aktivierung eines EAP-basierten Dämpfungsglieds wird ein elektrisches
Signal verwendet, um eine Veränderung
in der Formausrichtung zu bewirken, die ausreichend ist, um eine
Längenänderung
herbeizuführen.
Durch die Umkehrung der Polarität
der an das EAP angelegten Spannung kann ein umkehrbarer Schließmechanismus
geschaffen werden.
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Als
zur Verwendung als elektroaktives Polymer geeignete Materialien
können
unter anderem jedes beliebige, im Wesentlichen isolierende Polymer bzw.
jeder Kautschuk (oder Kombinationen daraus) verwendet werden, das/der
sich in Ansprechen auf eine elektrostatische Kraft verformt oder
dessen Verformung sich in einer Veränderung des elektrischen Feldes
auswirkt. Als beispielhafte Materialien, die sich zur Verwendung
als vorgedehnte Polymere eignen, sind unter anderem Silicon-Elastomere,
Acrylelastomere, Polyurethane, thermoplastische Elastomere, Copolymere
umfassend PVDF, Haftklebstoffe, Fluorelastomere, Polymere umfassend
Silicon- und Akrylanteile, und dergleichen zu nennen. Polymere umfassend
Silicon- und Acrylanteile umfassen beispielsweise Copolymere umfassend
Silicon- und Acrylanteile, Polymermischungen umfassend ein Siliconelastomer
und ein Acrylelastomer.
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Materialien,
die als elektroaktive Polymere verwendet werden, können auf
der Grundlage einer oder mehrerer Eigenschaften, wie beispielsweise
einer hohen elektrischen Durchschlagfestigkeit, eines niedrigen
Elastizitätsmoduls
(für große und kleine Verformungen),
einer hohen Dielektrizitätskonstante und
dergleichen ausgewählt
werden. In einer Ausführungsform
ist das Polymer derart ausgewählt,
dass es einen Elastizitätsmodul
von höchstens
ungefähr 100
MPa aufweist. In einer anderen Ausführungsform ist das Polymer
derart ausgewählt,
dass es einen maximalen Betätigungsdruck
zwischen ungefähr 0,05
MPa und ungefähr
10 MPa, und vorzugsweise zwischen ungefähr 0,3 MPa und ungefähr 3 MPa
aufweist. In einer anderen Ausführungsform
ist das Polymer derart ausgewählt,
dass es eine Dielektrizitätskonstante
zwischen ungefähr
2 und ungefähr
20, und vorzugsweise zwischen ungefähr 2,5 und ungefähr 12 aufweist.
Die vorliegende Erfindung soll nicht auf diese Bereiche beschränkt sein.
Idealerweise wären Materialien
mit einer höheren
Dielektrizitätskonstante als
die oben angegebenen Bereiche wünschenswert, wenn
die Materialien gleichermaßen
eine hohe Dielektrizitätskonstante
und eine hohe Durchschlagfestigkeit hätten. In vielen Fällen können elektroaktive Polymere
als dünne
Filme gefertigt und realisiert sein. Für diese dünnen Filme geeignete Dicken
können
bei unter 50 Mikrometer liegen.
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Da
elektroaktive Polymere sich bei hohen Dehnungen abgelenkt werden
können,
sollten die an den Polymeren angebrachten Elektroden sich ebenfalls
ohne mechanische oder elektrische Leistungseinbußen ablenken lassen. Im Allgemeinen
können für den Gebrauch
geeignete Elektroden in Bezug auf Form und Material beliebig ausgebildet
sein, vorausgesetzt sie sind in der Lage, einem elektroaktiven Polymer
eine geeignete Spannung zuzuführen,
bzw. von diesem eine geeignete Spannung zu empfangen. Die Spannung
kann entweder konstant oder über
die Zeit hinweg variierend sein. In einer Ausführungsform haften die Elektroden
auf einer Oberfläche des
Polymers. Die auf dem Polymer haftenden Elektroden sind vorzugsweise
nachgiebig und passen sich der sich ändernden Form des Polymers
an. Dementsprechend kann die vorliegende Erfindung nachgiebige Elektroden
umfassen, die sich der Form eines elektroaktiven Polymers, an welchem
sie angebracht sind, anpassen. Die Elektroden können nur auf einem Abschnitt
eines elektroaktiven Polymers aufgebracht sein und gemäß ihrer
Geometrie einen aktiven Bereich definieren. Für die Verwendung mit der vorliegenden
Erfindung geeignet sind verschiedene Arten von Elektroden, unter
anderem strukturierte Elektroden umfassend Metallbahnen und Ladungsverteilungsschichten,
texturierte Elektroden umfassend veränderliche, nichtplanare Dimensionen,
leitfähige
Fette wie beispielsweise Kohlenstofffette oder Silberfette, Kolloidsuspensionen,
leitfähige Materialien
mit großem
Seitenverhältnis
wie beispielsweise Kohlenstofffibrillen und Kohlenstoff-Nanoröhren, sowie
Mischungen aus innenleitfähigen Materialien.
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Die
für Elektroden
gemäß der vorliegenden Offenbarung
verwendeten Materialien können
variieren. Als geeignete, in einer Elektrode verwendete Materialien
können
unter anderem Graphit, Ruß,
Kolloidsuspensionen, dünne
Metalle einschließlich
Silber und Gold, silbergefüllte
und kohlenstoffgefüllte Gele
und Polymere, sowie innenleitfähige
oder elektronisch leitfähige
Polymere genannt werden. Es versteht sich, dass gewisse Elektrodenmaterialien
gut mit bestimmten Polymeren funktionieren und unter Umständen nicht
so gut mit anderen funktionieren. So funktionieren etwa Kohlenstofffibrillen
gut mit Acrylelastomerpolymeren, jedoch nicht so gut mit Siliconpolymeren.
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Das
aktive Material kann auch ein piezoelektrisches Material umfassen.
In gewissen Ausführungsformen
kann das piezoelektrische Material auch als Betätigungselement ausgelegt sein,
das einen raschen Einsatz erlaubt. Der hier verwendete Begriff "piezoelektrisch" soll ein Material
beschreiben, das sich mechanisch verformt (die Form ändert) wenn
ein Spannungspotential daran angelegt wird, oder in umgekehrter
Weise eine elektrische Ladung erzeugt, wenn es mechanisch verformt
wird. Beim Einsatz des piezoelektrischen Materials wird ein elektrisches
Signal zur Aktivierung verwendet. Nach der Aktivierung kann das
piezoelektrische Material eine Längenänderung
in dem angeregten Zustand bewirken. Bei Aussetzen des Aktivierungssignals
bilden sich die Streifen wieder in ihre ursprüngliche Formausrichtung, z.
B. eine gerade Formausrichtung, zurück.
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Vorzugsweise
ist ein piezoelektrisches Material auf Streifen eines flexiblen
Metalls oder einer Keramikschicht angeordnet. Die Streifen können unimorph
oder bimorph sein. Vorzugsweise sind die Streifen bimorph, da Bimorphe
im Allgemeinen eine größere Längenänderung
aufweisen als Unimorphe.
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Bei
einer Art von Unimorph handelt es sich um eine Struktur, die aus
einem einzigen piezoelektrischen Element besteht, das extern an
eine flexible Metallfolie bzw. einen flexiblen Metallstreifen gebunden
ist, welche(r) von dem piezoelektrischen Element angeregt wird,
wenn dieses mit wechselnder Spannung aktiviert wird, und dies führt zu einer
axialen Verbeulung oder Ablenkung, da sie/er der Bewegung des piezoelektrischen
Elements Widerstand entgegenbringt. Bei der Bewegung des Betätigungselements
für ein
Unimorph kann es sich um eine Kontraktion oder eine Expansion handeln.
Unimorphe können
eine Dehnung von bis zu ungefähr
10% aufweisen, können
jedoch im Allgemeinen nur geringe Belastungen relativ zu den allgemeinen
Abmessungen der Unimorphstruktur vertragen.
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Im
Gegensatz zu der unimorphen piezoelektrischen Vorrichtung umfasst
eine bimorphe Vorrichtung eine flexible Metall-Zwischenfolie, die
zwischen zwei piezoelektrischen Elementen angeordnet ist. Bimorphe
weisen deswegen eine größere Längenänderung
auf, weil bei angelegter Spannung ein keramisches Element sich zusammenzieht,
während
das andere sich ausdehnt. Bimorphe können Dehnungen von bis zu ungefähr 20% aufweisen,
können
jedoch ähnlich
den Unimorphen im Allgemeinen keine hohen Belastungen relativ zu
den allgemeinen Abmessungen der Unimorphstruktur vertragen.
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Geeignete
piezoelektrische Materialien umfassen anorganische Verbindungen,
organische Verbindungen und Metalle. In Bezug auf organische Materialien
kommen alle polymeren Materialien mit nicht-zentralsymmetrischer
Struktur und großer/n
Dipolmomentgruppe(n) an der Hauptkette oder an der Seitenkette oder
an beiden Ketten innerhalb der Moleküle als für den piezoelektrischen Film
geeignete Materialien in Frage. Beispiele für geeignete Polymere umfassen,
ohne Anspruch auf Vollständig keit,
Polynatrium 4-styrolsulfonat ("PSS"), Poly S-119 (Polyvinylamin)-Hauptketten Azochromophor)
und deren Derivate; Polyfluorkohlenwasserstoffe, umfassend Polyvinylidenfluorid
(("PVDF"), dessen Copolymer Vinilydenfluorid
("VDF"), Trifluoroethylen
(TrFE) und deren Derivate; Polychlor-Kohlenwasserstoffe, umfassend
Polyvinylchlorid ("PVC"), Polyvinylidenchlorid
("PVDC") und deren Derivate;
Polyacrylnitrile ("PAN") und deren Derivate;
Polycarbonsäuren,
umfassend Polymethacrylsäure
("PMA") und deren Derivate;
Polyharnstoffe und deren Derivate; Polyurethane ("PU") und deren Derivate;
Bio-Polymermoleküle,
wie beispielsweise Poly-L-Milchsäuren, und
deren Derivate, und Membranproteine, sowie Phosphat-Biomoleküle; Polyaniline
und deren Derivate, sowie sämtliche
Derivate von Tetraminen; Polyimide, einschließlich Kapton-Moleküle und Polyetherimide ("PEI") und deren Derivate;
sämtliche
der Membranpolymere; Poly(N-vinylpyrrolidon) ("PVP")-Homopolymer,
und dessen Derivate, und Zufalls-PVP-Co-Vinylacetat ("PVAc")-Copolymere; und
sämtliche
der aromatischen Polymere mit Dipolmomentgruppen in der Hauptkette
oder den Seitenketten oder gleichermaßen in der Hauptkette und den
Seitenketten, sowie Mischungen davon.
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Weitere
mögliche
piezoelektrische Materialien können
Pt, Pd, Ni, Ti, Cr, Fe, Ag, Au, Cu und Metalllegierungen sowie Mischungen
daraus umfassen. Außerdem
können
zu diesen piezoelektrischen Materialien beispielsweise Metalloxid,
wie etwa SiO2, Al2O3, ZrO2, TiO2, SrTiO3, PbTiO3, BaTiO3, FeO3, Fe3O4,
ZnO und Mischungen daraus; sowie Verbindungen der Gruppe VIA und
IIB, wie etwa CdSe, CdS, GaAs, AgCaSe 2, ZnSe, GaP, InP, ZnS und
Mischungen daraus gezählt
werden. Geeignete aktive Materialien umfassen, ohne Anspruch auf
Vollständigkeit,
Formgedächtnislegierungen
(SMA), ferromagnetische SMAs, piezoelektrische Materialien, elektroaktive
Polymere (EAP) und magnetorheologische Elastomere (MR).
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Als
von einer Aktivierungsvorrichtung (nicht gezeigt) bereitgestelltes,
mögliches
Aktivierungssignal sind unter anderem ein Wärmesignal, ein magnetisches
Signal, ein elektrisches Signal, ein pneumatisches Signal, ein mechanisches
Signal und dergleichen, sowie Kombinationen daraus zu nennen, die zumindest
eines der zuvor erwähnten
Signale umfassen, wobei das konkrete Aktivierungssignal jeweils von
den Materialien und/oder der Auslegung des aktiven Materials abhängig ist.
So kann etwa ein magnetisches und/oder ein elektrisches Signal angewendet
werden, um die Eigenschaft des aus magnetostriktiven Materialien
gefertigten, aktiven Materials zu verändern. Ein Wärmesignal
kann angewendet werden, um die Eigenschaft des aus Formgedächtnislegierungen
und/oder Formgedächtnispolymeren
gefertigten, aktiven Materials zu verändern. Ein elektrisches Signal
kann angewendet werden, um die Eigenschaft des aus elektroaktiven
Materialien, Piezoelektrika, elektrostatischen Materialien und/oder
Innenpolymer-Metall-Verbundmaterialien gefertigten, aktiven Materials
zu verändern.
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Es
sind hier zwar die besten Umsetzungsarten der vorliegenden Erfindung
im Detail beschrieben, für
den Fachmann auf dem Gebiet, zu welchem diese Erfindung gehört, sind
jedoch verschiedene alternative Entwürfe und Ausführungsformen
für die Umsetzung
der Erfindung im Umfang der beigefügten Patentansprüche erkenntlich.