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Die
Erfindung betrifft eine Wäschetrommel für eine
Wäschebehandlungsmaschine mit einem Trommelmantel, der
in Umfangsrichtung verteilte Strukturen aufweist, die sich aus der
Zylinderform des in der Wäschetrommel angebrachten Trommelmantels
erheben.
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Eine
derartige Wäschetrommel ist aus
DE 44 37 986 A1 bekannt.
Darin werden vor allem Strukturen im Mantelblech einer Wäschetrommel
in Form von gegeneinander versetzten viereckigen oder sechseckigen
Wölbflächen gezeigt. Solche Strukturen sind bei
Wäschetrommeln vorwiegend deshalb zur Anwendung gekommen,
weil sie einerseits dem strukturierten Mantelblech eine gewisse
Formstabilität verleihen, die sich vor allem in einer geminderten akustischen
Schwingneigung auswirkt. Andererseits hat aber eine solche Struktur
auch eine gewisse dekorative Wirkung. Ein einmal vermuteter vorteilhafter Einfluss
auf die mechanische Wäschebehandlung konnte dagegen nicht
nachgewiesen werden.
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, für eine eingangs
beschriebene Wäschetrommel eine Mantelblechstruktur zu
finden, die einerseits die vorteilhaften Eigenschaften von Strukturen
des Standes der Technik aufweist, zusätzlich aber auch
Grundlagen schafft für deren Ausbildung zur vorteilhaften
Beeinflussung der mechanischen Wäschebehandlung während
der Drehbewegung der Trommel.
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Erfindungsgemäß wird
diese Aufgabe durch das Kennzeichen des Anspruches 1 in der Weise
gelöst, dass die Strukturen aus in der Umfangslinie sich erstreckenden
linienförmigen Erhebungen gebildet sind. Solche Erhebungen
lassen sich nämlich – wie nachstehend noch erläutert
werden wird – in vielerlei Hinsicht so ausbilden, dass
sie während der Trommelrotation einen vorteilhaften Einfluss
auf die mechanische Wäschebehandlung haben. Da sie den Trommelmantel
außerdem in soweit stabilisieren, dass der Materialeinsatz
für das Trommelblech auf ein Minimum reduzier bar ist, dass
keine akustischen Schwingneigungen zu befürchten sind und
dass die Oberflächeneigenschaften einer solchermaßen
geformten Mantelfläche für die Wäschebehandlung
geradezu ideal sind, wird eine erfindungsgemäß ausgebildete
Wäschetrommel ein Optimum für den Einsatz in der
Wäschebehandlung darstellen.
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Vorteilhafte
Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Wäschetrommel
sind in den Unteransprüchen angegeben. Deren Merkmale können
einzeln oder in jeder beliebigen Kombination mit den Merkmalen des
Anspruches 1 angewendet werden, ohne die Erfindung zu verlassen.
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So
können die Erhebungen geraden Linien folgen, die wenigstens
partiell parallel oder nicht parallel zueinander und/oder zur Umfangsrichtung
der Trommel sich erstrecken. Die linienförmigen Erhebungen
können in Umfangsrichtung geschlossen oder unterbrochen
sein. Sie können zueinander gleiche oder ungleiche Abstände
haben und gleich oder wenigstens teilweise ungleich oder unterschiedlich breit
sein. Sie können Wellenlinien, z. B. Sinuswellen, Zick-Zack-Linien
oder Schraubenlinien folgen und in Bezug auf die Achsrichtung der
Trommel gesehen zueinander gleichphasig oder gegeneinander versetzt
sein. Bei einer Wäschetrommel mit Flutlöchern im
Trommelmantel kann wenigstens ein Teil der Flutlöcher in
jeweils einer oder in beiden Flanken der Erhebungen angebracht sein.
Andere Flutlöcher können in den Arealen des Trommelmantels
angebracht sein, die außerhalb der Erhebungen liegen.
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Anhand
von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen
ist die Erfindung näher erläutert. Es zeigen
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1 eine
perspektivische Ansicht der Frontseite einer Wäschebehandlungsmaschine,
mit freiem Einblick in die Wäschetrommel, deren Mantelblech
auf der Innenseite mit linienförmigen Erhebungen versehen
ist,
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2 einen
Querschnitt durch ein Mantelblech parallel zur Achsrichtung der
Wäschetrommel mit linienförmigen Erhebungen,
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3 einen
Querschnitt wie in 2 mit anderen Abständen
der linienförmigen Erhebungen,
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4 die
Ansicht von Außen auf ein Mantelblech mit phasengleichen
wellenförmigen Erhebungen und einen Querschnitt durch ein
solches Mantelblech parallel zur Achsrichtung A-A der Wäschetrommel,
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5 Außenansicht
und Querschnitt entsprechend 4 mit unparallelen
und unterschiedliche breiten wellenförmigen Erhebungen,
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6 Außenansicht
und Querschnitt entsprechend 4 mit parallelen
und gleichphasigen aber ungleich breiten wellenförmigen
Erhebungen,
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7 Außenansicht
und Querschnitt entsprechend 4 mit gekrümmten,
schraubenförmig angeordneten und unterschiedlich breiten
Erhebungen,
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8 Außenansicht
und Querschnitt entsprechend 4 mit zueinander
phasengleichen und parallel angeordneten sowie gleich breiten Erhebungen
in Zick-Zack-Linien,
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9 Außenansicht
und Querschnitt entsprechend 4 mit zueinander
gegenphasig und parallel angeordneten wellenförmigen Erhebungen,
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10 Außenansicht
und Querschnitt entsprechend 4 mit parallel
und gegenphasig zueinander angeordneten Erhebungen mit wellenförmig variierter
Breite,
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11 Außenansicht
und Querschnitt entsprechend 4 mit parallel
zueinander aber gegeneinander versetzt angeordneten wellenförmigen
Erhebungen,
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12 Außenansicht
und Querschnitt entsprechend 4 mit parallel
und phasengleich zueinander angeordneten wellenförmigen
Erhebungsabschnitten jeweils begrenzte Länge, die gegeneinander
versetzt angeordnet sind.
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In 1 ist
als eine Wäschebehandlungsmaschine eine Waschmaschine dargestellt,
deren an der Frontseite 1 angebrachte Beschickungsöffnung 2 bei
abge nommener Tür einen Einblick in das Innere der Wäschetrommel 3 gewährt.
Sie hat einen zylindrischen Trommelmantel 4, an deren Innenseite
mehrere Wäschemitnehmer 5 gleichmäßig
verteilt sind. Außerdem hat der Trommelmantel 4 nach
innen ausgewölbte linienförmige Erhebungen 6,
die anhand der nachfolgenden Figuren noch näher erläutert
werden. Diese Erhebungen sorgen einerseits dafür, dass der
Trommelmantel ein mechanisch schwingungssteifes Gebilde wird und
dadurch ansonsten zu befürchtende akustische Störungen
ausbleiben. Andererseits lässt sich durch den erheblichen
Zugewinn an Steifigkeit Material bei geringeren Wandstärken des
Trommelmantels 4 einsparen und – wie weiter unten
noch gezeigt werden wird – eine besonders Wäsche
schonende Oberflächengestaltung erzielen, die dennoch eine
gesteigerte mechanische Waschwirkung erzeugt.
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Beispielweise
können linienförmige Erhebungen 6 gemäß 1 im
Querschnitt des Blechs eines solchen Trommelmantels 4 gesehen
eine in 2 oder 3 dargestellte
Form annehmen. Dabei schwingt die Erhebung 6 allmählich
aus der Zylinderform des Bereichs 7 des Trommelmantels 4 nach innen
aus, bildet eine weiche Firstlinie 8 und schwingt ebenso
weich in die Zylinderform des Bereichs 7 zurück.
Die in der Zylinderform verbleibenden Bereiche 7 können
bei einer Wäschebehandlungsmaschine, die zum Behandlungsprozess
keinen Flüssigkeitsaustausch benötigt, – wie
dargestellt – geschlossen bleiben.
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In
einer Wäschebehandlungsmaschine, die für den Behandlungsprozess
Flüssigkeiten zwischen der Wäsche, dem Trommelinnenraum
und dem die Wäschetrommel umgebenden Raum austauscht – z. B.
in einer Waschmaschine –, können in den zylindrischen
Bereichen sogenannte Flutlöcher angebracht sein. Solche
Flutlöcher sind notorisch, in 1 bis 3 aber
aus Vereinfachungsgründen nicht dargestellt.
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Dabei
sind die Abstände B der Erhebungen 6 in 2 untereinander
gleich groß, im Gegensatz zu den Erhebungen 6 in 3,
deren Abstände C und D ungleich sind. Dies kann eine Rolle
in solchen Behandlungsprozessen spielen, bei denen sich die Wäsche
innerhalb der Trommel während deren Rotation ungleichförmig
verteilt.
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In
den folgenden Figuren sind die Fragmente von Trommelmänteln 4 als
im Wesentlichen ebene flache Körper dargestellt, die durch
eine Formung zu einem Zylin der in eine Wäschetrommel umgestaltet werden
können. Abweichend zu den Beispielen in 2 und 3 schwingen
die Erhebungen 6 auch nicht allmählich aus den
zylinderförmigen Bereichen 7 nach innen empor;
denn sie grenzen sich zu den Bereichen 7 durch eine relativ
scharfe Biegekante 9 ab. Die Erhebungen 6 bzw.
deren Anordnung zueinander unterscheiden sich einerseits von denen
der 2 und 3 andererseits aber auch von
Ausführungsbeispiel zu Ausführungsbeispiel untereinander.
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So
zeigt 4 einen Trommelmantel 4, an dessen Innenseite
sich linienförmige Erhebungen 6 aufwölben
und entlang der Umfangslinie 40 in einem geschlossenen
Kreis den Trommelmantel umschlingen. Die Firstlinien 10 der
Erhebungen folgen dabei einer der Sinusform ähnlichen Schwingung
mit einer Phasenlänge P und einer Schwingungsweite W. Phasenlänge
P und Schwingungsweite W können nach Bedarf und Versuch
unter Berücksichtigung der mechanischen Waschwirkung variiert
werden. Die Bereiche 7 des Trommelmantels enthalten jeweils
eine Reihe von Flutlöchern 11. Sofern die damit
ausgerüstete Wäschetrommel nicht für
eine Flüssigkeit führende Wäschebehandlungsmaschine
vorgesehen ist, können die Flutlöcher 11 entfallen.
Dies gilt gleichermaßen für die im Folgenden dargestellten
Trommelmäntel.
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Der
in 5 dargestellte Trommelmantel 4 hat ebenfalls
linienförmige Erhebungen 6. Benachbarte Bereiche 7 zwischen
den Erhebungen verlaufen aber nicht parallel zueinander. Ihre Hauptachsen stehen
in einem Winkel α ≈ 100° bzw. β ≈ 80° zur Trommelachse
A-A, der vom rechten Winkel abweicht. Phasenlänge P und
Schwingungsweite W ähneln in diesem Beispiel dem der 4.
Bevor sich die Bereiche 7 gegenseitig berühren,
können sie ihre Winkelstellung α bzw. β umkehren
und damit die Erhebungen 6, die an der Stelle der größten
Nähe jeweils benachbarter Bereiche 7 die größte
Breite und Höhe haben, im weiteren Verlauf wieder einengen. Stattdessen
können aber die Erhebungen 6 in ihrer Länge
einfach begrenzt sein und dadurch die Bereiche 7 zwischen
den Begrenzungen zusammenhängen. Die Winkelstellungen der
Hauptachsen der Bereiche 7 können – wie
natürlich auch die Phasenlängen und Schwingungsweiten – nach
Bedarf und Versuch variiert werden.
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Der
Trommelmantel 4 in 6 ähnelt
sehr stark demjenigen in 4. Hier sind die Phasenlängen
der Erhebungen 6, 16 und 26 größer
als in 4. Außerdem haben die parallel zueinander
stehenden Bereiche 7 unterschiedliche Abstände
B, C und D, so dass die dazwischen liegenden Erhebungen 6, 16 und 26 unterschiedlich
breit sind. Die Erhebungen 6, 16 und 26 haben
untereinander nahezu dieselben Höhen, so dass die Erhebung 6 flacher empfunden
wird als die Erhebungen 16 und 26, die Krümmung
ihre Wölbung jedoch nur geringer ist. Auch hier sind dieselben
Variationen möglich wie in den vorausgegangen und in den
folgenden Beispielen. Dazu gehören auch Variationen der
Höhen der Erhebungen 6 bzw. 16 und 26.
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Demgegenüber
folgen die Erhebungen 36, 46 und 56 in 7 einer
ganz anderen Gesetzmäßigkeit. Wie im Bereich 77 zu
erkennen ist, erhebt sich eine Erhebung 66 allmählich
von der Randlinie 17 und folgt mit ihrer Firstlinie 10 einer
Schraubenlinie. Auf diese Weise streben die Firstlinien aller Erhebungen 36, 46, 56 und 66 immer
weiter auseinander und verbreitern sich die Erhebungen 36, 46, 56 und 66,
bis sie am anderen Rand des Trommelmantels 4 steil auftreffen
und enden. Dieses Ausführungsbeispiel dürfte vor
allem in solchen Wäschebehandlungsmaschinen von Interesse
sein, bei denen durch die Steuerung der Trommeldrehrichtung Bewegungen
der Wäsche entlang der Drehachse der Wäschetrommel
gefördert werden sollen.
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Bei
einem Ausführungsbeispiel der 8 haben
die Erhebungen 18 etwa gleich lange Phasen P wie die sinuslinienförmigen
Erhebungen 6 der 4. Die Schwingungsweite
W ist etwas größer. Bei dieser Art der Erhebungen 18 handelt
es sich um durch zick-zack-förmige zylindrische Bereiche 7 des Trommelmantels 4 eingegrenzte
Erhebungen 18, deren Firstlinien 19 ebenfalls
nahezu einer Zick-Zack-Linie folgen. Allerdings sind die scharfen Ecken
einer Zick-Zack-Linie abgerundet. Die zylinderförmigen
Bereiche 20 haben hier keine Flutlöcher. Bei Anwendung
einer zwischen dem Innenraum und dem Außenraum der Trommel
wechselnder Flüssigkeit wären allerdings Flutlöcher
in diesen Bereichen 20 angebracht.
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Der
Trommelmantel gemäß 9 hat ebenfalls
sinuslinienförmige Erhebungen 6 wie diejenigen in 4.
Allerdings wechseln die Phasenlagen benachbarter Erhebungen 6,
so dass die dazwischen liegenden zylindrischen Bereiche 7 in
derselben Sinuslinienform gestaltete schmale und breite Bereiche aufweisen,
die mit mehr oder weniger Flutlöchern 11 pro Umfangslinienabschnitt
bestückt sind. Diese Konsequenz könnte bei der
Auswahl der Varianten entscheidend sein. Die Phasenverschiebung
zwischen den Erhebungen 6 muss nicht – wie hier
dargestellt – um eine halbe Phasen länge gewählt
sein. Bei einer kleineren oder größeren Phasenverschiebung
entstehen zylindrische Bereiche 7, die zwar ebenfalls entlang
der Umfangslinie schmaler und breiter werden. Sie enthalten dann
aber ebenfalls geschwungene Bereiche, die auf eine größere
Länge hin linienförmig sind und nur einer Flutlochreihe
Platz bieten. Die breiteren Bereiche sind demgegenüber schmaler
als in 9. Eine solche Variante zeigt 11.
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Beim
Ausführungsbeispiel der 10 sind die
Verhältnisse gegenüber dem Beispiel der 9 umgedreht.
Hier schwingen die zylindrischen Bereiche 7 gegenphasig,
während die Erhebungen 6 entlang der Umfangslinie
schmaler und breiter werden. Entsprechend sind die Auswölbungen 22 und 23 bei gleich
bleibender Krümmung der Erhebungen 6 entlang der
Umfangslinie mal höher und mal niedriger, so dass abwechselnd
hohe und niedrige Auswölbungen 22 und 23 entstehen,
die bei Drehung der Trommel zusätzlich zu den in der Trommel
angeordneten Mitnehmern 5 (1) eine
mechanische Wirkung auf die Wäsche ausüben.
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12 demonstriert
noch, wie ein Trommelmantel 4 aussehen kann, dessen Erhebungen 25 endlich
sind, so dass jede Erhebung 25 von einem zylindrischen
Bereich 27 umgeben ist. Dadurch wird die Anbringung von
einer größeren Zahl von Flutlöchern 11 möglich,
damit der Flüssigkeitsaustausch intensiviert werden kann.
Die häufig Abwechselnde Berührung der Wäsche
mit unterschiedlichen Auswölbungen der Erhebungen 25 verstärkt
außerdem die mechanische Waschwirkung.
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Die
regelmäßig in den zylindrischen Bereichen 7 angeordneten
Flutlöcher 11 können abweichend von den
gezeigten Ausführungsbeispielen entweder zusätzlich
oder ausschließlich in solchen Flanken von Erhebungen 6, 16, 18, 25, 26, 36, 46, 56 oder 66 angebracht
sein, die sich beim Drehen der Wäschetrommel gegen die
in ihr flutende Flüssigkeit stellen. Beispielsweise sind
dazu die Flanken der Erhebungen 36, 46, 56,
und 66 der 7 bestens geeignet, weil sie
Teilbereiche aufweisen, die nahezu quer zur bewegten Flüssigkeit
stehen. Aber auch diejenigen Teile der Erhebungen in den anderen
Figuren, die wenigstens einen nicht zu kleinen Schrägwinkel
in Bezug auf die Flüssigkeitsbewegung haben, das wird in
der Regel die Bewegung in Umfangsrichtung sein, können
in diesen Teilen ihrer Flanken Flutlöcher 11 aufweisen.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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