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Die
Erfindung bezieht sich auf eine Fugenreinigungsmaschine für gepflasterte
Flächen
mit einer von einem Elektromotor angetriebenen Bürstenscheibe, gemäß dem Oberbegriff
der Patentansprüche
1 bis 3.
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Bei
gepflasterten Hofauffahrten, Gehwegen und Terrassen verschmutzen
die Fugen mit der Zeit und es siedelt sich in den Fugen einer Pflasterung unerwünschter
Bewuchs an. Besonders eine Vermoosung der Fugen ist unerwünscht.
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Gerätschaften
zur Reinigung der Fugen einer Pflasterung werden in unterschiedlichen
Konstruktionen und Auslegungen vorgeschlagen.
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DE 296 23 256 U1 zeigt
eine Vorrichtung zum Entfernen von Bewuchs aus den Fugen gepflasterter
Bodenflächen.
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Die
Vorrichtung besteht aus einem mit Rädern 5, 9 versehenen
Fahrgestell 1, daß an
einem Führungsholm 6 von
Hand bewegbar ist. Auf dem Fahrgestell 1 ist ein Motor 12 angeordnet,
der eine Bürste 14 antreibt.
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Aus
der Beschreibung Seite 2, Zeile 33 bis 36 und Seite 3, Zeile 1 geht
hervor, daß die
Neigung der Drehachse der Bürste
veränderbar
sei, um die Vorrichtung auch an seitlichen Begrenzungen wie Hauswände und
Mauern einsetzen zu können.
Geeignet soll eine Neigung der Rotationsebene der Bürste zwischen
45° und
90° zur
Aufstellebene des Fahrgestells sein.
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Wie
eine derartige Neigung bzw. Verstellung der Drehachse technisch
durchführbar
wäre, geht nicht
aus der Beschreibung und der Zeichnung hervor.
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Ein
Nachteil dieser Vorrichtung besteht im besonderen darin, daß die Maschine
schwer parallel zu den Fugen steuerbar ist, da die rotierende Bürste, entsprechend
der Zeichnung, zwischen den vorderen Rädern und dem hinteren Rad angeordnet
ist, und die Vorrichtung somit auf zwei hintereinander angeordneten
Achsen ruht.
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Bei
einer besonderen einfachen Ausgestaltung der Vorrichtung ist dem
Fahrgestell nur eine Radachse mit Rädern zugeordnet, wobei die
Drehachse der Bürste über der
Radachse angeordnet sein soll.
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Eine
detaillierte Beschreibung einer solchen Lösung geht nicht aus dem Dokument
hervor.
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DE 90 02 359 U1 beschreibt
ein Bodenfugenreinigungsgerät
mit einem motorbetriebenen Bürstenrad.
An einem Trägerprofil
8 ist
ein Stiel
3 mit einem Handgriff
1 und eine Achse
9 mit
einem Laufrad
6 sowie eine Welle zur Aufnahme einer Drahtbürstenscheibe
7 angeordnet.
Am Stiel
3 befindet sich ein angeflanschter Motor für den Antrieb
der Drahtbürstenscheibe.
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Ein
Nachteil für
eine solche Lösung
dürfte darin
liegen, daß ein
solches Gerät
nicht leicht zu handhaben ist.
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DE 90 00 712 U1 beschreibt
ein handgeführtes
Reinigungsgerät
für in
Ritzen oder Fugen wachsendes Unkraut mit einer Führungsstange
2 an
deren unterem Ende eine schmale Drahtbürste
5 quer gelagert
ist, die von einem an der Führungsstange
2 befestigten
Motor angetrieben wird. An der Führungsstange
kann eine Einzelachse mit wenigstens einem Rad
9 zur Abstützung des
Gerätes
1 angeordnet sein,
oder es sind beiderseits der Führungsstange
2 auf
der Achse Räder
9 angeordnet.
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Auch
bei dieser Lösung
dürfte
die Handhabung des Geräts
nicht leicht sein.
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DE 198 40 424 A1 beschreibt
ein motorisch betriebenes Gerät
für das
Entfernen von Unkraut und Moos, welches in Fugen zwischen Pflastersteinen und
Bodenplatten wachsen. Das Ge triebe des Gerätes ist drehbar gelagert und
der Neigungswinkel der Bürste
kann zur zu bearbeitenden Fläche
geändert werden.
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DE 102 46 999 B4 beschreibt
eine Fugenreinigungsmaschine für
gepflasterte Flächen
mit einem Gehäuse
mit an einer Achse befindlichen Laufrädern und mit einem Elektromotor
mit einer Welle für
den Antrieb einer Bürstenscheibe
oder eines Schleiftellers und mit einem dem Gehäuse zugeordneten Holm mit einem
Handgriff, wobei die Welle des Elektromotors in Richtung der senkrechten
Ebene quer zur Fahrtrichtung der Maschine derart schräg angeordnet
ist, daß die
an der Welle befestigte Bürstenscheibe
eine bestimmte Schräglage
zu den Fugen der Pflasterung aufweist und die Laufrichtungsspur
der Bürstenscheibe
und die der Laufräder
im wesentlichen identisch ist, wobei der Elektromotor um die Achse
der Laufräder
in Richtung der senkrechten Ebene am Gehäuse oder an der Achse mit einer
bestimmten Wegstrecke beweglich gelagert ist, und die Achse mit
den parallel zueinander angeordneten Laufrädern mittig zur Maschine ausgerichtet
ist, wobei für
den bevorzugten Fall, daß der
Elektromotor vor der Achse der Laufräder angeordnet ist, der Schwerpunkt
der Maschine während
des Betriebes vor der Achse und während des Parkens hinter der Achse
der Laufräder
liegt.
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Die
DE 102 46 999 B4 beschreibt,
daß der Elektromotor
um die Achse der Laufräder
beweglich gelagert ist. Wie eine derartige Lagerung konstruktiv erfolgen
soll, geht nicht aus der Schrift und der Zeichnung hervor.
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DE 102 47 006 B4 beschreibt
eine Maschine zum Reinigen einer Pflasterung mit einem Gehäuse mit
an einer Achse befindlichen Laufrädern und einem am Gehäuse angeordneten
motorischen Antrieb für
den Antrieb einer Bürstenscheibe
oder einem Schleifteller und mit einem dem Gehäuse zugeordneten Holm mit einem
Handgriff, wobei der motorische Antrieb, bestehend aus einem Elektromotor
mit einem angeflanschten Winkelgetriebe mit einer Antriebswelle,
mit der Bürstenscheibe
oder dem Schleifteller um eine im wesentlichen in Fahrtrichtung
verlaufende Achse in einer senkrechten Ebene leicht drehbar am Gehäuse der
Maschine angeordnet ist und die Bürstenscheibe oder der Schleifteller
mit einer Schräglage
zu den Fugen einer Pflasterung einstellbar ist und die Laufrichtungsspur
der Bürstenscheibe
und die der Laufräder
im wesentlichen identisch ist und der Schleifteller sowohl schräg als auch parallel
zu der Pflasterung ausrichtbar ist, wobei der motorische Antrieb
um die Achse der Laufräder
in Richtung der senkrechten Ebene mit einer bestimmten Wegstrecke
beweglich gelagert ist.
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Die
DE 102 47 006 B4 beschreibt
auch, daß der
motorische Antrieb um die Achse der Laufräder beweglich gelagert ist.
Wie eine derartige Lagerung konstruktiv erfolgen soll, geht auch
aus dieser Schrift nicht hervor.
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Es
werden auch Hochdruckreiniger zum Entfernen von unerwünschten
Bewuchs in den Fugen von Pflasterungen eingesetzt. Durch den Einsatz
eines Hochdruckreinigers werden Pflasterungen erheblich geschädigt, indem
die Pflasterung schnell rauh und porös wird, wodurch Moose und Flechten sehr
gute Vorraussetzungen zur Neuansiedlung vorfinden.
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Des
weiteren kommen überwiegend
sogenannte Fugenkratzer zum Reinigen der Fugen zur Anwendung. Eine
Reinigung der Fugen mit solchen Geräten ist eine mühselige
Angelegenheit.
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Ausgehend
von der
DE 102 46
999 B4 liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde eine Fugenreinigungsmaschine
zu schaffen, womit effektiv und einfach in fortlaufender Vorwärtsbewegung
Fugen von gepflasterten Flächen
mühelos
gereinigt werden können.
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Diese
Aufgabe wird jeweils durch eine Fugenreinigungsmaschine mit den
Merkmalen der Patentansprüche
1 bis 3 gelöst.
Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind den Unteransprüchen zu
entnehmen.
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Der
Vorteil der erfindungsgemäßen Fugenreinigungsmaschine
liegt darin, daß der
elektromotorische Antrieb der Bürstenscheibe
derart am Gehäuse
der Maschine beweglich gelagert ist, daß hierdurch auch bei unterschiedlicher
Höhenführung des Handgriffes
der Maschine während
der Vorwärtsbewegung
der Maschine, ein gleichbleibender kontinuierlicher Andruck der
Bürstenscheibe
auf die Fugen einer Pflasterung vorhanden ist, wobei die Drehrichtung
der Bürstenscheibe
entgegen der Vorwärtsbewebung
der Maschine erfolgt, und somit bei gleichbleibender Griffigkeit
der Bürstenscheibe
an den Fugen, die Maschine effektiv und einfach in fortlaufender
Vorwärtsbewegung
geführt
werden kann.
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Außerdem zeichnet
sich eine solche Fugenreinigungsmaschine durch eine gute Handhabung aus,
wobei im besonderen eine gute Führung
zu den Fugen der Pflasterung im Vordergrund steht, und durch eine
gute Gleichgewichtsverteilung der Maschine auf die Achse der Laufräder läßt sich
die Maschine gut parkieren.
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Des
weiteren wird durch die Schräglage
der Bürstenscheibe
zu den Fugen der Pflasterung ein unerwünschtes tiefes Auskratzen der
Fugen verhindert, und eine automatische Angleichung der Borsten
der Bürstenscheibe
bei einem wellenförmi gen
Verlauf der Fugen einer Pflasterung erzielt. Und durch die Möglichkeit
des Wendens der Bürstenscheibe
kann stets die Seite der Bürstenscheibe
mit den längsten Borsten
zu den Fugen der Pflasterung gerichtet werden.
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Weitere
Vorteile bestehen darin, daß die Bürstenscheibe
mit einer Schutzhaube versehen wurde, mit der die Bürstenscheibe
hinreichend abgedeckt ist, um eine eventuelle ausgehende Gefahr
von der Bürstenscheibe
zu minimieren, ohne daß hierbei die
freie Sicht zu der Bürstenscheibe
und der zu reinigenden Fuge einer Pflasterung während des Betriebes verhindert
ist.
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Und
es ist noch eine alternative vorteilhafte Schrägstellung der Bürstenscheibe
zur Senkrechten einer Pflasterung verwirklicht, womit effektiv auch
Fugen an Bordsteinkanten und Mauerwerk gereinigt werden können.
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Die
Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnung an Ausführungsbeispielen
näher erläutert.
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Dabei
zeigt:
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1 eine
Seitenansicht von der Fugenreinigungsmaschine,
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2 eine
Vorderansicht im Teilschnitt von der Fugenreinigungsmaschine,
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3 in
schematischer Darstellung eine konstruktive Ansicht von der Aufhängung des
Elektromotors,
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4 in
schematischer Darstellung eine Schrägstellung der Bürstenscheibe
zur senkrechten Ebene,
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5 in
schematischer Darstellung eine Schrägstellung der Bürstenscheibe
zur Laufrichtung der Fugenreinigungsmaschine,
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6 u. 7 eine
alternative Schrägstellung
der Bürstenscheibe.
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In 1 ist
in einer Seitenansicht eine Ausführungsform
der erfindungsgemäßen Fugenreinigungsmaschine
gezeigt. Sie hat im wesentlichen ein mechanisch stabiles vorzugsweise
aus Kunststoff hergestelltes Gehäuse 1,
an dem ein Holm 2 mit einem Handgriff 3 angeflanscht
ist. Am Gehäuse 1 sind zwei
parallel zueinander ausgerichtete Laufräder 4 und eine elektromotorisch
angetriebene Bürstenscheibe 5 angeordnet.
Die vorteilhafte Drehrichtung der Bürstenscheibe ist durch einen
Pfeil gekennzeichnet. Zum Elektromotor des Bürstenantriebs führt ein
Kabelanschluß 6,
wobei am Handgriff 3 ein Schalter 7 zum Ein- und
Ausschalten des Elektromotors, und eine Halterung für das Anschlußkabel vorhanden
ist.
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Bei
einer parallelen Ausrichtung der Bodenpartie 8 zur Pflasterung 9 soll
eine neue Bürste 5 die Pflasterung
leicht berühren,
und das Höhenmaß a des
Handgriffes 3, und das Abstandsmaß b von der Achse der Laufräder 4 bis
zum Ende des Handgriffes 3 in bezug zur senkrechten Ebene
sollte vorzugsweise hierbei etwa 80 bis 90 cm betragen.
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2 zeigt
eine Vorderansicht im Teilschnitt der Fugenreinigungsmaschine. Die
Welle 10 des Elektromotors 11 für den Antrieb
der Bürstenscheibe 5 ist
in Richtung der senkrechten Ebene quer zur Laufrichtung der Maschine
und vor der Achse 12 der Laufräder 4 schräg angeordnet,
so daß die
Bürstenscheibe 5 eine
bestimmte Schräglage
zu den Fugen der Pflasterung aufweist, wobei die Laufrichtungsspur
der Bürstenscheibe 5 und
die der Laufräder 4 im wesentlichen
identisch ist.
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Die
Schräglage
der Bürstenscheibe 5 zu
den Fugen der Pflasterung ist für
eine effektive Fugenreinigung vorteilhaft, denn wenn die Bürstenscheibe senkrecht
zu den Fugen der Pflasterung steht, würde die Bürstenscheibe nach kurzer Benutzung
aufplustern bzw. sich spreizen, wodurch eine ausreichende Fugenreinigung
nicht mehr gegeben ist. Durch die Schräglage der Bürstenscheibe 5 erfolgt
kein senkrechter Druck auf die Borsten, sondern der Andruck der
Borsten erfolgt schräg
zu den Fugen der Pflasterung, wodurch bei einer neuen Bürstenscheibe
die Arbeitsfläche
schräg
abgenutzt wird. Ist die seitliche Abnutzung der Bürstenscheibe
auf der gesamten Breite der Arbeitsfläche erfolgt, sollte die Bürstenscheibe
an der Welle 10 des Motors gewendet werden, hierzu wird
die Mutter 13 von der Welle 10 abgeschraubt und
die Bürstenscheibe
gewendet, so daß die
Seite der Bürstenscheibe
mit den längsten
Borsten zu den Fugen der Pflasterung weist. Sind die Borsten wiederum
auf der ganzen Arbeitsfläche
abgenutzt, so wird die Bürstenscheibe 5 erneut
gewendet. Die Wendung der Bürstenscheibe
kann so lange erfolgen, bis die Borsten verbraucht sind. Damit die Mutter 13 leicht
gelöst
werden kann, ist der Welle 10 vorzugsweise eine Arretierungseinrichtung
zugeordnet.
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Zur
Reinigung der Fugen bei einem Verbundpflaster (S-Steine) ist es besonders von Vorteil,
wenn die Bürstenscheibe
eine bestimmte Schräglage
zu den Fugen aufweist. Bei einer solchen Auslegung gleichen sich
die Borsten automatisch dem wellenförmigen Verlauf der Fugen einer
S-Steinpflasterung
an. Durch die Schräglage
der Bürstenscheibe 5 wird auch
ein unerwünschtes
tiefes Auskratzen der Fugen verhindert. Die Borsten sollten eine
entsprechende Steifigkeit aufweisen, damit bei einer niedrigen Drehzahl
der Bürstenscheibe
eine gute Reinigung der Fugen erfolgen kann. Je niedriger die Drehzahl
der Bürstenscheibe
ist, um so geringer ist dann auch die Abnutzung der Borsten und
eine schonende Reinigung der Fugen gegeben. Vorzugsweise sollte
die Drehzahl der Bürstenscheibe
1500 bis 2500 Umdrehungen pro Minute betragen.
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Damit
die Fugenreinigungsmaschine eine gute Wendigkeit bzw. Steuerbarkeit
besitzt, sollte der Abstand der Laufräder 4 zu der Bürstenscheibe 5 nicht
zu gering sein, und bei einer waagerechten Ausrichtung der Bodenpartie 8 sollte
sich die Fugenreinigungsmaschine etwa im Gleichgewicht befinden.
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Während der
Reinigung der Fugen wird die Fugenreinigungsmaschine nach vorne
geneigt, indem die Maschine mittels des Handgriffes 3 hinten angehoben,
und längs
zu den zu reinigenden Fugen geführt
wird, wobei die Maschine vorwärts
oder rückwärts bewegt
werden kann. Soll die Bürstenscheibe 5 frei
laufen, so wird die Maschine nach hinten geneigt, indem die Maschine
mittels des Handgriffes 3 hinten abgesenkt wird. Durch
die gute Gleichgewichtsverteilung der Maschine ist einerseits eine
vorteilhafte Handhabung während
des Betriebes gewährleistet,
und andererseits läßt sich
die Maschine auch gut parken, indem die Maschine auf den hinteren
Bereich 14, 1, der Maschine abgestellt wird. Bei
einer waagerechten Ausrichtung der Bodenpartie 8 befindet
sich die Maschine etwa im Gleichgewicht, und da die Maschine nur
auf eine Achse 12 mit den parallel zueinander angeordneten
Laufrädern 4 gelagert
ist, wird durch Neigung der Maschine nach hinten oder nach vorne
das Gleichgewicht der Maschine verlagert, so daß der Schwerpunkt der Maschine während des
Betriebes vor der Achse 12, und während des Parkens hinter der
Achse 12 liegt.
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Treibt
ein mit einem Getriebe versehender Universalmotor die Bürstenscheibe 5 an,
so reicht das Eigengewicht des Motors für einen ausreichenden Andruck
der Bürstenscheibe
auf die Fugen zur Reinigung der Fugen aus, wenn der Elektromotor entsprechend
am Gehäuse
der Maschine gelagert ist.
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3 zeigt
in schematischer Darstellung die Anordnung des Elektromotors am
Gehäuse 1 der
Fugenreinigungsmaschine. Der Elektromotor und das Gehäuse ist
nicht dargestellt. Die Laufräder 4 und
die Bürstenscheibe 5 sind
auf einer Pflasterung 9 abgestellt. Der Abstand c von der
Welle 10 des Elektromotors zur Achse 12 der Laufräder 4 und
der Abstand d von der Welle 10 des Elektromotors zum Aufhängungspunkt 15 des
Elektromotors und der Abstand e von der Achse 12 der Laufräder 4 zum
Aufhängungspunkt 15 des
Elektromotors in Bezug zur senkrechten Ebene ist abhängig vom
Gewicht des Elektromotors, das auf die Bürstenscheibe 5 zu
den Fugen einer Pflasterung wirken soll. Je höher das Gewicht des Elektromotors
ist, um so geringer ist der Abstand e von der Achse 12 der
Laufräder 4 zum
Aufhängungspunkt 15 des
Elektromotors zu wählen,
wobei auch der Abstand d von der Welle 10 des Elektromotors zum
Aufhängungspunkt 15 des
Elektromotors und der Abstand c von der Welle 10 des Elektromotors zur
Achse 12 der Laufräder 4 entsprechend
um so größer zu wählen ist.
Wie die Abstände
c, d, e zu wählen
sind, ist auch abhängig
von den Abständen zueinander.
Um das Gewicht des Elektromotors nicht zusätzlich mit Gewichten erhöhen zu müssen, liegt der
Aufhängungspunkt 15 des
Elektromotors vorzugsweise über
der Achse 12 der Laufräder 4,
wobei der Aufhängungspunkt 15 vor
oder hinter der Achse 12 der Laufräder 4 liegen kann.
Der Aufhängungspunkt 15 kann
auch unmittelbar im Bereich der Achse 12 der Laufräder 4 liegen.
Ausschlaggebend für
den erforderlichen Andruck der Bürstenscheibe 5 auf
die Fugen einer Pflasterung ist das Gewicht des Elektromotors 11 mit
dessen Aufhängungsvorrichtung 17 in Bezug
zur Neigung der Aufhängungsvorrichtung 17 zur
senkrechten Ebene. Je steiler diese Neigung ist, um so höher ist
der Andruck der Bürstenscheibe
auf die Fugen der Pflasterung bei der entgegengesetzten Drehrichtung
der Bürstenscheibe
zu der Fahrrichtung der Maschine. Die Achse 16 am Aufhängungspunkt 15 für die Aufhängungsvorrichtung 17 des
Elektromotors ist parallel zu der Achse 12 der Laufräder 4 angeordnet,
wobei die Aufhängungsvorrichtung 17 derart
ausgebildet ist, daß der
Elektromotor um die Achse 16 der Aufhängungsvorrichtung 17 mit
einer bestimmten Wegstrecke parallel zur Achse 12 der Laufräder 4 schwenkbar
ist, wobei die Welle bei einem Elektromotor mit einem Getriebe schräg zur senkrechten
Ebene ausgerichtet ist, so daß die
Bürstenscheibe 5 eine
entsprechende Schrägstellung
zu den Fugen einer Pflasterung einnimmt.
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Durch
die bewegliche Aufhängung
des Elektromotors und der genauen Festlegung des Aufhängungspunktes 15 für die Aufhängungsvorrichtung 17 des
Elektromotors in bezug zum Gewicht des Elektromotors und der Aufhängungsvorrichtung
ist ein gleichmäßiger Andruck
der Bürstenscheibe
auf die Fugen einer Pflasterung gewährleistet.
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4 zeigt
die spezielle Schrägstellung
der Bürstenscheibe
zur senkrechten Ebene. Die Bürstenscheibe
ist hier mit einer Schrägstellung
von 28° zur Senkrechten
g der Pflasterung 9 ausgerichtet, und die Schutzhaube f
deckt die Bürstenscheibe 5 von oben
ab, wobei die Schutzhaube f mit einer entsprechenden Einrichtung
h direkt mit dem Elektromotor oder der Aufhängungsvorrichtung 17 fest
verbunden ist. Das Gehäuse 1 und
die Schutzhaube f sind so gestaltet, daß der Benutzer der Fugenreinigungsmaschine
freie Sicht auf die Bürstenscheibe 5 im
Bereich i der Fugen einer Pflasterung hat.
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Damit
die Laufrichtungsspur der Bürstenscheibe 5 und
die der Laufräder 4 im
wesentlichen identisch ist, wird eine zweite Schräglage der
Bürstenscheibe
zur Fahrrichtung der Fugenreinigungsmaschine erforderlich.
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5 zeigt
eine solche zweite Schräglage der
Bürstenscheibe 5 zur
Fahrrichtung j der Maschine. Diese Schräglage sollte 2 bis 3° nach innen
zur Fahrrichtung betragen. Die zweite Schräglage ist durch die Schräglage der
Bürstenscheibe 5 zur
Senkrechten g einer Pflasterung erforderlich, 4,
damit die Fugenreinigungsmaschine während des Betriebes parallel
zu der Laufrichtung der Fugen geführt werden kann.
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Um
eine ausreichende Stabilität
in der Führung
der Maschine zu erreichen, sollte der Abstand k der Laufräder 4 vonein ander
ausreichend gewählt sein.
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Mit
einer Schräglage
der Bürstenscheibe
zu einer Pflasterung nach der 2 u. 4 ist
eine Fugenreinigung an Bordsteinkanten und Mauerwerk nicht gegeben.
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6 zeigt
eine Lösung,
mit der auch an Bordsteinkanten und Mauerwerk Fugen gereinigt werden
können.
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Bei
einer derartigen Lösung
ist der Elektromotor 11 vorzugsweise annähernd parallel
zur Achse 12 der Laufräder 4 an
die Aufhängungsvorrichtung 17 angeordnet.
Die Bürstenscheibe
besitzt hier in bezug zu der Bürstenscheibe
nach 2 u. 4 die entgegengesetzte Schräglage zu
einer Pflasterung, so daß die
Bürstenscheibe 5 mit
dem von der Pflasterung 9 entfernten Bereich m zum Elektromotor 11 geneigt
ist und mit dem der Pflasterung zugewandten Bereich n vom Elektromotor
abgewandt ist. Für
eine solche Anordnung der Bürstenscheibe
wird es erforderlich sein, daß an
dem Elektromotor 11 ein entsprechendes Getriebe o vorhanden
ist, damit eine erforderliche Tieflage für die Bürstenscheibe zur Pflasterung
erreicht werden kann. Für
die Befestigung der Bürstenscheibe
an der Welle des Getriebes o können unterschiedliche
technische Lösungen
zur Anwendung kommen. Die Schutzhaube f ist mit einer Einrichtung
h am Elektromotor 11 oder an die Aufhängungsvorrichtung 17 angeordnet.
Durch eine solche Lösung
hat der Anwender freie Sicht zur Bürstenscheibe im Bereich der
Fugen einer Pflasterung. Durch die technische Lösung nach 6 können somit
Fugen an Bordsteinkanten und Mauerwerk problemlos gereinigt werden.
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Damit
bei einer Schrägstellung
der Bürstenscheibe
nach 6 die Fugenreinigungsmaschine während des
Betriebes parallel zu der Laufrichtung der Fugen geführt werden
kann, ist die Schrägstellung
der Bürstenscheibe 5 zur
Fahrrichtung j der Maschine in der entgegengesetzten Richtung wie
nach der 5 vorzunehmen.
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7 zeigt
eine derartige Schrägstellung.
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Der
Elektromotor kann auch schwenkbar zur senkrechten Ebene an die Aufhängungsvorrichtung 17 angeordnet
sein, so daß die
Bürstenscheibe 5 in unterschiedlicher
Position zur Pflasterung einstellbar ist, und die Bürstenscheibe
sowohl mit der einen Seite als auch mit der anderen Seite schräg zur Pflasterung
ausgerichtet werden kann. Zur Reinigung von Fugen an Mauerwerk und
Bordsteinkanten ragt die Bürstenscheibe
vorzugsweise über
das an dieser Seite befindliche Laufrad 4 hinaus.
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Bei
den zuvor beschriebenen Ausführungsbeispielen
ist der motorische Antrieb vor der Achse 12 der Laufräder 4 angeordnet.
Der motorische Antrieb der Bürstenscheibe 5 kann
auch hinter der Achse 12 der Laufräder 4 angeordnet sein.
Während
des Reinigungsvorganges der Fugen wird bei einer solchen Auslegung
die Fugenreinigungsmaschine nach hinten geneigt und während des
Freilaufens der Bürstenscheibe 5 und
des Parkens der Maschine nach vorne geneigt. Der technische Aufbau
und die Wirkungsweise der Fugenreinigungsmaschine entspricht hierbei
den zuvor beschriebenen Ausführungsbeispielen.
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Der
mit einer Netzspannung betriebene Elektromotor 11 kann
auch aus einem Akku gespeist sein, wobei in diesem Fall der Elektromotor
ein PM-erregter Motor ist. Der Akku kann unmittelbar am Gehäuse 1 der
Fugenreinigungsmaschine angeordnet sein, oder der Akku ist der Aufhängungsvorrichtung 17 zugeordnet,
um das Gewicht für
den Andruck der Bürstenscheibe
zu erhöhen.
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Damit
keine zu hohen Spannungsverluste durch lange Zuleitungen zum Schalter 7 am
Handgriff 3 entstehen ist es vorteilhaft, wenn der Akku
unmittelbar in der Nähe
des Elektromotors angeordnet ist, und über einen elektronischen Leistungsschalter
mit dem Elektromotor verbunden ist. Dem Leistungsschalter ist vorzugsweise
eine Steuereinrichtung zugeordnet, wobei der Schalter 7 am
Handgriff 3 über eine
Signalleitung oder über
eine Signaleinrichtung mit der Steuereinrichtung verbunden ist.
Die Steuereinrichtung beinhaltet vorteilhaft eine Einrichtung zur Energieeinsparung,
wobei diese Einrichtung so ausgelegt ist, daß der Elektromotor stets mit
konstanter Drehzahl gefahren wird, hierdurch kann die Betriebszeit
einer Akkuladung entsprechend verlängert werden.
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Die
Borsten der Bürstenscheibe 5 können aus
unterschiedlichen Materialien bestehen. Vorzugsweise kämen Bürstenscheiben
aus Edelstahl zur Anwendung. Die Bürstenscheibe weist eine entsprechende
Bohrung für
die Welle 10 des Elektromotors 11 auf, wobei die
Borsten der Bürstenscheibe senkrecht
zu der Bohrung weisen.