-
Die
Erfindung bezieht sich auf eine Snowboard-Bindung gemäß dem Oberbegriff
des Patentanspruches 1.
-
Eine
solche Snowboard-Bindung ist aus der
FR 2720655 A1 bekannt. Diese bekannte Snowboard-Bindung
hat eine Grundplatte, einen die Oberseite eines Snowboardstiefels
teilweise übergreifenden
Ristriemen und ein an der Grundplatte schwenkbar angelenktes, die
Rückseite
des Snowboardstiefels abstützendes
Fersenelement, das so an der Grundplatte schwenkbar angelenkt ist,
daß es
nach hinten in eine im wesentlichen parallel zur Snowboardoberfläche liegende
Einstiegstellung schwenkbar ist. Eine über das Schwenkgelenk des Fersenelementes
hinausragende hebelartige Verlängerung des
Fersenelementes ist beidseitig mit dem Ristriemen schwenkbar gekoppelt,
so daß der
Ristriemen beim Öffnen
und Schließen
des Fersenelementes eine gegenläufige
Bewegung durchführt.
Wird das Fersenelement nach hinten und unten geschwenkt, so bewegt
sich das Ristelement nach oben und nach vorne.
-
Die ältere nicht
vorveröffentlichte
DE 10 2006 050 703
A1 zeigt eine Snowboard-Bindung, bei der ein schwenkbares
Fersenelement beim Verschwenken den Rist riemen erst ab einem vorbestimmten
Schwenkwinkel blockiert und anschließend, mitverschwenkt. Fersenelement
und Ristriemen sind dort an derselben Schwenkachse angeordnet.
-
Die
DE 44 35 113 C1 zeigt
eine Snowboard-Bindung mit ebenfalls nach hinten in eine im wesentlichen
parallel zur Snowboardoberfläche
liegenden Einstiegsstellung schwenkbarem Fersenelement und nur einem
einzigen Ristelement, das mit vier Befestigungspunkten an der Grundplatte
befestigbar ist. Zur Abstützung
des Fersenelementes in der hochgeklappten Schließstellung ist ein Gurt vorgesehen,
der das Fersenelement außen
umgreift und beidseitig an der Grundplatte befestigt ist. Dieser Gurt
ist mit einem zweiten Gurt verbunden, der im oberen Bereich des
Fersenelementes befestigt ist und mit dem ersten Gurt derart in
Verbindung steht, daß eine
auf den zweiten Gurt wirkende Zugkraft den ersten Gurt längs der
Außenseite
des Fersenelementes verschiebt.
-
Die
US 5 692 765 A zeigt
eine Snowboard-Bindung mit ebenfalls nach hinten in eine Öffnungsstellung
schwenkbarem Fersenelement, einem Ristriemen und einem Zehenriemen.
Der Ristriemen und der Zehenriemen sind über Seilzüge mit einem am Fersenelement
befestigten Spannhebel verbunden, mittels dessen beide Riemen beim
Schließen der
Bindung nachgespannt und zum Öffnen
der Bindung gelockert werden können.
-
Die
US 5 556 123 A zeigt
eine ähnliche
Bindung mit nur einem den Snowboardstiefel großflächig überdeckenden Ristelement, das
ebenfalls über Spannseile
und einem Ratschenmechanismus ein Spannen bzw. Lösen des Ristriemens erlaubt.
-
-
Die
FR 2840224 A1 zeigt
eine Snowboard-Bindung mit einem einstückigen Ristelement, das mittels
eines Ratschenbandes an einer Grundplatte befestigt ist. Das Ratschenband übergreift
den Ristbereich des Ristelementes. Weiter ist es mit einem Seilzug
gekoppelt, der den vorderen Zehenbereich des Ratschenbandes übergreift.
Damit kann allein durch Spannen und Lösen des Ratschenbandes das
einstückige
Ristelement insgesamt gespannt oder gelöst werden.
-
Schließlich zeigt
die nicht vorveröffentlichte deutsche
Patentanmeldung
DE
10 2007 017 575 A1 eine Snowboard-Bindung mit nach hinten
aufklappbarem Fersenelement, einem Zehenriemen und einem Ristriemen.
Der Ristriemen ist über
eine hebelartige Verlängerung
des Fersenelementes mit diesem gekoppelt. Weiter ist der Ristriemen
mit dem Zehenriemen über
ein elastisches Zugorgan verbunden, das den Zweck hat, beim Öffnen der
Bindung den Ristriemen nach vorne zum Zehenriemen hin zu ziehen.
-
Die
Bindungen mit nach hinten in eine Öffnungsstellung schwenkbarem
Fersenelement, das üblicherweise
auch Highback genannt wird, haben den Vorteil eines relativ leichten
Ein- und Aussteigens und Rist- und Fersenelemente nicht vollständig geöffnet werden
müssen,
um in die Bindung ein- oder auszusteigen.
-
Bei
einer anderen weit verbreiteten Art von Snowboard-Bindungen (
DE 91 13 766 U1 )
ist das Fersenelement in wei testgehend senkrechter Stellung fixiert
und kann allenfalls für
Transportzwecke nach vorne geschwenkt werden. Zum Ein- und Aussteigen
in die Bindung müssen
Rist- und Zehenriemen vollständig
geöffnet
werden, damit man weitestgehend senkrecht von oben in die Bindung
einsteigen kann. Anschließend
muß meist
ein Ratschenband für
die jeweiligen Riemen neu eingefädelt
und gespannt werden.
-
Bei
den Snowboard-Bindungen mit nach hinten klappbarem Fersenelement
ist das leichte und bequeme Ein- und Aussteigen nur dann gegeben, wenn
das Snowboard auf einer weitestgehend ebenen Fläche liegt. An einem Steilhang
dagegen ist Einsteigen in die Bindung schwierig, da das Snowboard mit
geöffnetem
Fersenelement dazu neigt, fortzurutschen, vor allem, wenn der Fahrer
in sitzender Position versucht, in die Bindung einzusteigen. In
dieser Situation ist die Bindung mit feststehendem Fersenelement
von Vorteil, da der Fahrer das Snowboard mit seinem Stiefel gut
halten und positionieren kann. Dabei tritt allerdings das Problem
auf, daß die
gepolsterten Bandabschnitte sich in geöffnetem Zustand häufig über die
Einstiegsöffnung
der Bindung legen. Zum Einstieg müssen diese Bandabschnitte daher
mit der Hand zur Seite geschoben werden, um die Einstiegsöffnung freizugeben.
Dieser Vorgang muß nach
jeder Liftfahrt und damit oft dutzende Male an einem Tag wiederholt
werden, was anstrengend, aber jedenfalls sehr lästig ist.
-
Die
gepolsterten Bandabschnitte sind mit einer Ratschenschnalle versehen,
die auf das Ratschenband geschoben und daran fixiert werden kann.
Insbesondere Anfänger
neigen dazu, vor allem den Ristriemen nach dem Einstieg in die Bindung nicht
fest genug anzuziehen, so daß sie
die Ratschenschnalle oft mehrmals betätigen müssen, um den Ristriemen fester
zu ziehen.
-
Aufgabe
der Erfindung ist es, den Einstieg und den Ausstieg in eine Snowboard-Bindung
bzw. aus einer Snowboard-Bindung wesentlich zu erleichtern.
-
Diese
Aufgabe wird durch die im Patentanspruch 1 angegebenen Merkmale
gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung sind
den Unteransprüchen
zu entnehmen.
-
Die
Grundidee der Erfindung liegt darin, das Fersenelement (6)
und den Ristriemen (5) so miteinander zu koppeln, daß bei einem
Zurückschwenken des
Fersenelementes (6) in eine Öffnungsstellung ab einer bestimmten
Grenzlage der Ristriemen (5) relativ zum Fersenelement
(6) nicht mehr um seine Schwenkachse schwenken kann, sondern
zusammen mit dem Fersenelement (6) um dessen Schwenkachse
verschwenkt wird. Damit wird das Ristelement (5) nicht
nur gegenüber
der Grundplatte angehoben, sondern auch senkrechter gestellt, wodurch
die Öffnungsweite
der Bindung für
Einführen oder
Herausnehmen eines Snowboardstiefels zusätzlich vergrößert wird.
-
Nach
einem konkreten Ausführungsbeispiel der
Erfindung erfolgt diese Kopplung zwischen dem Ristriemen und dem
Fersenelement durch seitliche Vorsprünge an hebelartigen Endabschnitten
des Fersenelementes, die gegenüber
der Schwenkachse des Ristriemens um einen Abstand ver setzt sind,
der der halben Breite des Teiles des Ristriemens entspricht, der
an dem Fersenelement angelenkt ist, wobei dessen Ende halbkreisförmig ausgebildet
ist, mit einem Radius, der dem Abstand zwischen dem Vorsprung und
der Schwenkachse entspricht.
-
Durch
diese Kopplung erreicht man weiterhin, daß beim Einsteigen in die Bindung
eine Berührung
zwischen einem Snowboardstiefel und dem Ristriemen mit einer nach
vorne gerichteten Kraft durch diese Kopplung ein Drehmoment auf
das Fersenelement ausgeübt
wird, das dieses um seine Schwenkachse schwenken läßt, was
die Schließbewegung
des Fersenelementes fördert.
In vorteilhafter Weise sind der Zehenriemen und der Ristriemen über eine
elastische Verbindung miteinander gekoppelt, wobei auch der Zehenriemen
um eine Schwenkachse schwenkbar ist, wobei auch hier eine Schwenkbegrenzung
in Form eines Anschlages vorgesehen ist. Durch diese Verbindung
wird verhindert, daß bei
vollständig
zurückgeklapptem
Fersenelement das Ristelement weiter nach hinten in Richtung Fersenelement
geschwenkt werden kann, was die Einstiegsöffnung wieder verkleinern würde. Durch
die Kopplung zwischen Zehenriemen und Ristriemen und die Schwenkbarkeit
des Zehenriemens wird auch erreicht, daß sich der Zehenriemen beim Öffnen der
Bindung aufrichtet und damit auch die Öffnungsweite zwischen der Grundplatte
und dem Zehenriemen vergrößert wird.
-
Zur
Fixierung des Fersenelementes in der Schließstellung der Bindung ist ein
Seil oder Kabel vorgesehen, das vorzugsweise zwei parallele Kabelabschnitte
aufweist, die um die Rückseite
des Fersenelementes herum geführt
sind. Auf einer Seite der Grundplatte ist dieses Kabel über eine
Umlenkung geführt,
die beispielsweise eine Rolle oder auch nur eine Gleitführung sein
kann. Auf der anderen Seite sind die beiden Enden des Kabels mit
einem Schließmechanismus
verbunden, der aus einem Ratschenband und einer Ratschenschnalle
besteht oder aus einem Spannhebel. Die beiden Kabelabschnitte laufen
parallel zueinander. Durch die Umlenkung wird eine gleichmäßige Kraftverteilung
erreicht.
-
Um
seitliche Bewegungen eines Snowboardstiefels in der Bindung zu unterbinden
und damit einen besseren Halt zu gewährleisten, ist nach einer Weiterbildung
der Erfindung noch vorgesehen, daß ein mittlerer, gepolsterter
Bandabschnitt des Ristriemens im mittleren Bereich dicker ist, als
in den Endbereichen und in den Endbereichen keilförmig Spitz zuläuft. Beim
Schließen
der Bindung werden diese keilförmigen
Endabschnitte gegen die Seiten des Snowboardstiefels gedrückt und
zentrieren ihn.
-
Im
folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen im Zusammenhang
mit der Zeichnung ausführlicher
erläutert.
Es zeigt:
-
1 eine
Snowboard-Bindung nach einem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung
in perspektivischer Ansicht in Fahrtposition;
-
2 die
Bindung der 1 in Einstiegsposition;
-
3 schematisch
unterschiedliche Schwenkpositionen des Fersenelementes;
-
4 eine
vergrößerte Teilansicht
eines Fersenelementes und eines Ratschenbandes nach einer Weiterbildung
der Erfindung in Seitenansicht;
-
4a eine
vergrößerte Teilansicht
einer Einzelheit der 4 in perspektivischer Darstellung;
-
5A–5C Seitenansichten
einer Snowboard-Bindung nach einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung
in Einstiegsposition (5A), einer Zwischenposition
(5B) und Fahrposition (5C);
-
6 eine
Snowboard-Bindung ähnlich 1 nach
einer Variante der Erfindung;
-
7 eine
perspektivische Ansicht sowie eine Expansionszeichnung eines Elementes
zur Einstellung der Länge
eines Kabels zur Abstützung
des Fersenelementes;
-
8 eine
schematische Seitenansicht einer Snowboard-Bindung nach einer Weiterbildung der
Erfindung zur besseren Fixierung der Ferse des Snowboardstiefels
in der Bindung.
-
Die
insbesondere für
Softboots (weiche Stiefel) bestimmte Snowboardbindung 1 weist
eine Grundplatte 2 auf, die in der Mitte mit einer kreisförmigen Aussparung
versehen ist, die von einer Scheibe 3 übergriffen wird, mit der die
Bindung 1, z. B. mit Schrauben, an dem nicht dargestellten
Snowboard befestigt ist.
-
Die
Bindung 1 weist einen Zehenriemen 4, der an der
Grundplatte befestigt ist, einen Ristriemen 5 und ein Fersenelement 6 (auch
Highback oder auch Highback-Schale
genannt) auf.
-
Der
Zehenriemen 4 weist ein Ratschenband 7, das an
der einen Seite der Grundplatte 2 an der Außenseite
des Softboots angeordnet ist, befestigt ist, und einen gepolsterten
Bandabschnitt 8 auf, der an der anderen Seite der Grundplatte,
an der die Innenseite des Softboots angeordnet ist. Der gepolsterte
Bandabschnitt 8 ist mit einer Ratschenschnalle 9 versehen,
die auf das Ratschenband 7 aufsteckbar ist. Der Ristriemen 5 besteht
ebenfalls aus einem Ratschenband 11 und einem gepolsterten Bandabschnitt 12,
der an seinem Ende mit einer Ratschenschnalle 13 versehen
ist, die auf das Ratschenband 11 steckbar ist.
-
An
seitlichen Wangen 14, 15 der Grundplatte 2 ist
jeweils ein Vorsprung 16, 17 befestigt, der sich nach
hinten und nach oben erstreckt. Die Vorsprünge 16, 17 bestehen
z. B. aus Metall und sind an der Grundplatte 2 verankert.
Im hinteren Endbereich der Vorsprünge 16, 17 ist
das Fersenelement 6 um eine quer zur Längsrichtung der Grundplatte 2 verlaufende
Schwenkachse 18 angelenkt. Die Vorsprünge 16, 17 bilden
damit einen La gerbock für
das Fersenelement 6. Damit ist das Fersenelement 6 zwischen
der in 1 dargestellten, nach oben gekippten Fahrtposition
und der in 2 dargestellten, nach hinten
gekippten Einstiegsposition verschwenkbar, wobei sie gemäß 3 in
der nach hinten gekippten Einstiegsposition gegenüber der
Grundplatte und damit der Grundplatte einen Winkel α einnehmen
kann, der z. B. 20° einnehmen
kann, jedoch auch zu 0 oder negativ werden kann.
-
Um
das Fersenelement 6 in der Fahrtposition zu fixieren, ist
ein in seiner Länge
einstellbares Zugmittel vorgesehen, das an dem Fersenelement 6 und an
der einen bzw. anderen Seite der Grundplatte 2 befestigt
ist.
-
Zur
Befestigung des Fersenelementes 6 ist das Zugmittel um
die Rückseite
des Fersenelementes 6 geführt. Das Zugmittel besteht
aus einem ersten Zugmittelabschnitt, der an der einen Seite der
Grundplatte 2 befestigt ist und einem zweiten Zugmittelabschnitt,
der an der anderen Seite der Grundplatte 2 befestigt ist.
-
Bei
der dargestellten Ausführungsform
besteht der erste Zugmittelabschnitt aus einem Ratschenband 19 und
der zweite Zugmittelabschnitt aus zwei Kabeln 20.
-
Die
zwei Kabel 20 können
auch zwei parallele Kabelabschnitten eines einzigen durchgehenden Kabels 20 sein,
das an der einen Wange 14 über ein Umlenkelement 22 geführt ist.
-
Das
Ratschenband 19 ist an der Wange 15 der Grundplatte 2 befestigt,
an der die Außenseite des
Snowboardstiefels angeordnet ist, während das Kabel 20 an
der anderen Wange 14 der Grundplatte befestigt ist. Das
Kabel 20 ist an einem Befestigungsstück 22 gehalten. Dieses
Befestigungsstück
kann auch eine drehbare Rolle oder ein Umlenkelement sein, welches
die beiden Kabelabschnitte 20 umlenkt, die ein durchgehendes
Kabel sind. Das Befestigungsstück 22 und
das Ratschenband 19 sind um eine quer zur Grundplattenlängsrichtung
verlaufende Schwenkachse 23 verschwenkbar an der Wange 14 bzw. 15 der
Grundplatte 2 befestigt. Die beiden Kabelabschnitte 20 sind
um die Rückseite
des Fersenelementes 6 herum geführt und mit ihren Enden an
der Ratschenschnalle 24 befestigt, die auf das Ratschenband 19 aufsteckbar
ist. Die Befestigung der Kabelabschnitte 20 an der Ratschenschnalle 24 erfolgt
an einem Befestigungsstück 25,
das an dem inneren, also dem Snowboardstiefel zugewandten Abschnitt der
Ratschenschnalle 24 befestigt ist.
-
Sind
die beiden Kabelabschnitte 20 durch ein an dem Befestigungsstück 22 umgelenktes
Kabel gebildet, resultiert daraus, daß Zugkräfte, die auf die Kabelabschnitte 20 wirken,
gleichmäßig auf
die beiden Kabelabschnitte 20 verteilt werden.
-
Die
Ratschenschnallen 9 und 13 sind handelsübliche Produkte
für Snowboard-Bindungen, ebenso
die Ratschenschnalle 24, außer dem Befestigungsstück 25.
-
Zur
Führung
der beiden Kabelabschnitte 20 an der Rückseite des Fersenelementes 6 ist
an der Rückseite
des Fersenelementes 6 an jeder Seite eine seitliche Führung 26, 27 sowie
eine Führung 28 im oberen
Endbereich in der Mitte des Fersenelementes 6 vorgesehen.
Die obere Führung 28 kann
höhenverstellbar
ausgebildet sein.
-
Wie
insbesondere aus 2 ersichtlich, weist das Fersenelement 6 an
seinem unteren, also der Grundplatte 2 zugewandten Ende
auf beiden Seiten sich über
die Schwenkachse 18 hinaus erstreckende Endabschnitte 30, 31 auf.
Dadurch wird ein zweiarmiger Hebel mit dem Fersenelement 6 als
dem einen und den Endabschnitten 30, 31 als dem
anderen Hebelarm gebildet.
-
An
dem einen Endabschnitt 30 des Fersenelementes 6,
der der Außenseite
des Snowboardstiefels zugewandt ist, ist das Ratschenband 11 des Ristriemens 5 verschwenkbar
befestigt und an dem anderen Endabschnitt 31 der gepolsterte Bandabschnitt 12 des
Ristriemens 5, wobei die eine Schwenkachse 32,
um die der Ristriemen 5, also das Ratschenband 11 und
der Bandabschnitt 12 an dem Endabschnitt 30 bzw. 31 verschwenkbar
befestigt sind, parallel zur Schwenkachse 18 des Fersenelementes 6 verläuft.
-
Durch
die Befestigung des Ristriemens 5 an den Endabschnitten 30, 31 des
Fersenelementes 6 ist der Ristriemen 5 in der
Einstiegposition (2) gegenüber der Fahrtposition (1)
nach oben und nach vorne geschoben, wodurch die Einstiegsöffnung zusätzlich vergrößert und
damit der Einstieg in die Bindung 1 wesentlich erleichtert
wird, desgleichen der Ausstieg.
-
Um
den Ristriemen 5 für
eine Einstiegsposition in günstiger
Lage zu halten, was detaillierter noch im Zusammenhang mit 4 und 5 erläutert wird,
ist vorgesehen, daß der
Ristriemen 5 über
eine elastische Verbindung 33, wie z. B. ein Gummiband, mit
dem Zehenriemen 4 elastisch gekoppelt ist. Hierzu kann
das Gummiband über
Haken 34 an dem Ristriemen 5 und einen Haken 34a mit
dem Zehenriemen 4 verbunden sein, wobei die elastische
Verbindung bzw. das Gummiband in diese beiden Haken 34, 34a eingehängt ist.
-
Am
hinteren Endbereich der Grundplatte 2 ist eine glatte Kunststoffplatte 35 angeordnet.
Damit kann der Snowboardstiefel beim Einsteigen leichter nach vorne
unter den Ristriemen 5 und den Zehenriemen 4 geschoben
werden. Durch das nach hinten geklappte Fersenelement 6 und
den nach vorne und nach oben verschobenen Ristriemen 5 ist
ein bequemer Einstieg in die Bindung 1 gewährleistet.
Dabei bleiben der Zehenriemen 4 und der Ristriemen 5 in ihrer
geschlossenen Fahrtposition, das heißt, sie brauchen beim Aussteigen
nicht geöffnet
zu werden. Damit behindern sie auch nicht den Einstieg. Zudem brauchen
sie nicht nachgestellt werden.
-
Andererseits
ist es aber, vor allem in schwierigen Gelände, wie z. B. einem Steilhang,
möglich, den
Zehenriemen 4 und den Ristriemen 5 vollständig zu öffnen, durch
Herausziehen der Ratschenbänder 11 und 7 aus
der zugeordneten Ratschenschnalle 13 bzw. 9, wobei
dann das Fersenelement 6 in der hochgeklappten Schließstellung
verbleibt und der Snowboardstiefel im wesentlichen senkrecht nach
oben oder auch schräg
nach vorne aus der Bindung herausgenommen bzw. in umgekehrter Richtung
in die Bindung eingesetzt werden kann. Damit vereinigt die Bindung
nach der Erfindung die Vorteile einer konventionellen Bindung mit
Einstieg von oben und die einer "Heckeinsteigebindung".
-
Wie
aus 3 ersichtlich, ist das Fersenelement 6 in
der Fahrposition über
einen weiten Winkel einstellbar. So ist ein Vorlage, also ein positiver
Winkel αp
ebenso einstellbar, wie ein negativer Winkel cm, was insbesondere
sogenannten Freeridern entgegenkommt. Zur Einstellung des Winkels
braucht lediglich die Ratschenschnalle 24, an der die Kabelabschnitte 20 befestigt
sind, entsprechend auf dem Ratschenband 19 verschoben zu
werden. Mit einem Reiter 37 am Ratschenband 19 kann
ein vorgegebener Winkel eingestellt werden. Auch am freien Ende des
Ratschenbandes 19 kann ein Reiter 39 befestigt sein,
der verhindert, daß das
Ratschenband 19 vollständig
aus der Ratschenschnalle 24 herausgezogen wird, was sonst
ein mühsames
Wiedereinfädeln
zur Folge hätte.
-
Ferner
ist die Bindung 1 ausgesprochen kurz. Damit können Backsideturns
wesentlich leichter durchgeführt
werden. Die Länge
der Bindung 1 wird weiter dadurch verkürzt, daß, wie aus 1 ersichtlich,
das untere hintere Ende des Fersenelementes 6 gewissermaßen abgeschnitten
ist, so daß, wie
aus 2 ersichtlich, das Fersenelement 6 eine sich
von ihrem unteren Ende nach oben erstreckende bogenförmige Ausnehmung 36 aufweist,
die den Fersenabschnitt des Snowboardstiefels umgreift.
-
Bei
der bisher im Zusammenhang mit den 1 und 2 beschriebenen
Snowboard-Bindung tritt noch das Problem auf, daß der Ristriemen 5 bei
geöffneter
Bindung nach unten in Richtung zu dem Zehenriemen 4 hin
verschwenkt wird, da er frei um die Schwenkachse 32 schwenken
kann und zusätzlich
noch durch die elastische Verbindung 33 nach vorne und
unten gezogen wird. Dadurch kann die Öffnungsweite zwischen der Grundplatte 2 und dem
Ristriemen 5 auch unter Berücksichtigung der Verlängerungswirkung
der Hebel 30 und 31 so klein werden, daß die Spitze
des Snowboardstiefels nur schwer oder gar nicht eingeführt werden
kann.
-
Zur
Lösung
dieses Teilproblems schlägt
eine Weiterbildung der Erfindung vor, den Ristriemen 5 so mit
dem Fersenelement zu koppeln, daß die Schwenkbarkeit des Ristriemens 5 um
die Schwenkachse 32 begrenzt ist. Dies wird im Zusammenhang mit 4 näher erläutert.
-
In 4 ist
das Fersenelement 6 mit seiner Schwenkachse 18 und
den Hebeln 30, 31 zu erkennen, an denen über die
Schwenkachse 32 das Ratschenband 11 bzw. ein Gurt 11' auf der anderen
Seite des Ristriemens 5 befestigt ist. Am freien Ende der Hebel 30, 31 ist
ein Vorsprung 40 angebracht, der von dem Hebel 30, 31 in
Richtung zum Ratschenband 11 hin absteht und gegenüber der
Schwenkachse 32 einen Abstand 41 aufweist, der
der halben Breite des Ratschenbandes 11 entspricht und
damit auch dem Radius R einer halbkreisförmigen Rundung 42 am
Ende des Ratschenbandes 11. Damit kann das Ratschenband 11 um
die Schwenkachse 32 nur begrenzt geschwenkt werden, da
ab einem vorgegebenen Winkel das Ratschenband 11 mit dem
Vorsprung 40 in Berührung kommt
und damit nicht weiter in Richtung einer Vergrößerung des Winkels α verschwenkt
werden kann.
-
Diese
Position ist in 4 dargestellt. Wird das Fersenelement 6 in
Richtung des Pfeiles 43 um die Schwenkachse 18 verschwenkt,
hat dies zur Folge, daß auch
das Ratschenband 11 durch den Vorsprung 40 mitgenommen
und ebenfalls um die Schwenkachse 18 verschwenkt wird.
Damit wird das Ratschenband und damit auch der Ristriemen 5 weiter
angehoben und der Ristriemen 5 so positioniert, daß die benötigte Öffnungsweite
für das
Einführen des
Snowboardstiefels gewährleistet
ist. Die elastische Verbindung 33 zwischen dem Zehenriemen 4 und
dem Ristriemen 5 wird dabei gespannt. Andererseits wird
durch die elastische Verbindung 33 auch verhindert, daß der Zehenriemen 5 zu
weit nach oben geschwenkt wird, wodurch die beschriebene Einstiegsöffnung wieder
verkleinert würde.
-
4A zeigt
in vergrößertem Maßstab perspektivisch
die Verbindung zwischen dem Hebel 30 des Fersenelementes 6 und
dem Ratschenband 11 mit dem als Anschlag wirkenden Vorsprung 40.
-
Die
gleiche Art von Vorsprung ist selbstverständlich auch auf der gegenüberliegenden
Seite der Snowboard-Bindung
vorgesehen, wo statt eines Ratschenbandes 11 nur ein Gurt 11' vorgesehen
ist, der ebenso wie das aus Kunststoff bestehende Ratschenband 11 eine
ausreichende Biegesteifigkeit aufweist, um den Ristriemen 5 in
der beschriebenen Weise anzuheben und zu verschwenken.
-
5 zeigt in Seitenansicht die Snowbaord-Bindung
in verschiedenen Stellungen. In 5A ist
die Einstiegsstellung gezeigt. Das Fersenelement 6 ist
vollständig
zurückgeschwenkt
und liegt im wesentlichen horizontal. Über den Hebel 30 ist
der Ristriemen 5 angehoben und durch den Vorsprung 40 am
Hebel 31 soweit mitgenommen, d. h. auch um die Schwenkachse 18 geschwenkt,
so daß sich
zwischen einer Längsachse 44 des
Fersenelementes 6 und einer Längsachse 45 des Ratschenbandes 11 ein
Winkel α einstellt.
Die elastische Verbindung 33 zwischen dem Zehenriemen 4 und
dem Ristriemen 5 ist gespannt, so daß das Ratschenband 11 an
dem Vorsprung 40 anliegt. Zwischen dem Ristriemen 5, dem
Fersenelement 6 und der Grundplatte 1 ist somit eine
maximale Öffnungsweite
vorhanden, die das Einführen
eines Snowboardstiefels 46 optimal ermöglicht.
-
Das
Ratschenband 7 des Zehenriemens 4 ist, sofern
es um eine Schwenkachse 47 geschwenkt werden kann, durch
einen Anschlag 48 an oder in der Wange 15 in seiner
Bewegung ebenfalls begrenzt, so daß auch der Zehenriemen 4 eine
maximale Öffnungsweite
für die
Spitze des Snowboardstiefels 46 einnimmt. Das Ratschenband 19 und
die Kabelabschnitte 20 sind gelockert.
-
5B zeigt
eine Zwischenposition in der der Snowboardstiefel 46 den
Ristriemen 5 berührt und
nach vorne in Richtung zur Stiefelspitze hindrückt. Der Ristriemen 5 und
das Fersenelement 6 sind noch durch den Anschlag 40 gekoppelt,
d. h. der Winkel α zwischen
den beiden Längsachsen 45 und 46 ist
noch gleich dem Winkel α der
Einstiegstellung der 5A. Durch diese nach vorne in
Richtung des Pfeiles 49 gerichtete Kraft und die Kopplung über den Vorsprung 40 wird
ein Drehmoment auf das Fersenelement 6 um die Schwenkachse 18 ausgeübt und das
Fersenelement 6 wird um die Schwenkachse 18 nach
oben geschwenkt. Sobald der Snowboardstiefel den Zehenriemen 4 kontaktiert,
kann dieser auch nach vorne schwenken und sich der Kontur des Stiefels
anpassen.
-
Für eine weitere
Schließbewegung
ergreift der Fahrer das obere freie Ende des Fersenelementes 6 und
schwenkt dieses nach oben. Das Fersenelement 6 drückt dann
gegen die Rückseite
des Stiefels und drückt
den Stiefel weiter nach vorne. Ab einer Schwenkposition des Fersenelementes 6,
bei der die Mittellinie des Ratschenbandes 19 und die der Kabelabschnitte 20 ausgehend
von der Schwenkachse 23 oberhalb und vor der Schwenkachse 18 liegt,
kann der Benutzer über
die Ratschenschnalle 13 nun das Ratschenband und damit
die Kabelabschnitte 20 spannen und dadurch den Snowboardstiefel
zwischen der Grundplatte 2, dem Ristriemen 5 und
dem Fersenelement 6 fest einspannen und gleichzeitig damit
auch den Neigungswinkel des Fersenelementes 6 gegenüber der
Grundplatte fixieren.
-
Die
Länge des
Ratschenbandes 11 und damit die Länge des Ristriemens 5 muß bei diesem
Vorgang nicht verändert
werden, wobei es selbstverständlich
dem Fahrer frei steht, diese einmal einzustellen und damit indirekt
auch die Winkellage des Fersenelementes 6.
-
Beim
Hochschwenken des Fersenelementes 6 in die in 5C dargestellte
Schließstellung
wird die Kopplung zwischen dem Fersenelement 6 und dem
Ratschenband 11 in Bezug auf die Schwenkbarkeit des Ratschenbandes
um die Schwenkachse 32 aufgrund des Vorsprunges 40 aufgehoben,
so daß sich
der Winkel α ändern, d.
h. verkleinern kann. Die elastische Verbindung 33 verkürzt sich
und bringt den Zehenriemen 4 und den Ristriemen 5 näher zueinander,
damit diese beiden Riemen die optimale Position einnehmen.
-
6 zeigt
eine Variante der Erfindung, bei der das Ratschenband 19 und
die Ratschenschnalle 24 des Ausführungsbeispieles der 1 und 2 durch
einen Spannhebel 50 ersetzt ist, an den die beiden Enden
der Kabelabschnitte 20 befestigt sind. Der Spannhebel 50 ist über einen
kurzen Gurtabschnitt 51 an der Wange 15 angebracht
und zwar vorzugsweise wiederum an der der Stiefelaußenseite benachbarten
Seite der Bindung, also für
die Bindung des linken Fußes
links und für
die Bindung des rechten Fußes
rechts. Diese Variante hat den Vorteil, daß der Winkel des Fersenelementes 6,
der die Vorlage bestimmt, nur einmal eingestellt werden muß und dann
durch Betätigen
des Spannhebels stets dieselbe Lage erreicht wird und mit einem
Handgriff die Bindung geschlossen werden kann, während beim Ausführungsbeispiel
der 1 und 2 die Ratschenschnalle 24 mehrfach
betätigt
werden muß.
Andererseits ist eine Veränderung
der Winkellage des Fersenelementes 6 bei dieser Variante
etwas mühsamer.
Die Spannkraft kann aber über
die Ratschenschnalle 9 für den Ristriemen 5 auch
bei dieser Variante individuell bei jedem Einsteigen in die Bindung einfach
verändert
werden.
-
7 zeigt
in perspektivischer Ansicht den Spannhebel 50 mit der Möglichkeit,
die wirksame Länge
der Kabelabschnitte 20 zu verändern.
-
7A zeigt
detaillierter eine Explosionsdarstellung dieses Spannhebels 50.
Die beiden Kabelabschnitte 20 sind an einem Halteblock 52 befestigt,
der an einer Seite mehrere vorspringende Zähne 53 aufweist, sowie
eine mittige Öffnung 54.
Der Halteblock 52 ist in ein Halteelement 55 einsetzbar,
das eine Vielzahl von Öffnungen 56 aufweist,
die den Zähnen 53 zugeordnet
sind. Der Halteblock 52 kann somit in verschiedene Positionen
in das Halteelement 55 eingesetzt werden und dort durch
die formschlüssige
Verbindung zwischen den Zähnen 53 und den Öffnungen 54 gehalten
werden. Das Halteelement 55 hat ein mittiges Langloch 56a,
in das ein längliches
Verriegelungselement 57 einsetzbar ist, das das Langloch 56a und
die mittige Öffnung 54 des Halteblockes 52 durchdringt.
Das Verriegelungselement 57 hat weiterhin ein Loch 58 zum
Einsetzen eines nicht dargestellten Stiftes. Weiter ist eine Abdeckkappe 59 vorgesehen,
die mit einem Ende 60 in die Öffnung 54 des Halteblockes 52 einsetzbar
ist und die eine Bohrung 61 aufweist, die mit dem Loch 58 des
Verriegelungselementes 57 fluchtet, so daß dort der
genannte Stift eingesetzt wird, der die Einzelteile zusammenhält. Das
Halteelement 55 ist in üblicher
Weise mit einem Hebel 63 verbunden, der um eine Achse 64 schwenkbar
ist. Zwei Seitenwangen 66 sind schwenkbar an dem Hebel 62 um
eine exzentrisch zur Achse 64 liegende weitere Achse 65 schwenkbar,
womit sich beim Schwenken des Hebels 63 ein Spannen oder
Lösen der
Kabelabschnitte 20 ergibt. Durch eine Übertotpunktstel lung der beiden
Achsen 64 und 65 bleibt der Hebel 63 bei
einer Zugkraft auf die Seilabschnitte 20 auch geschlossen.
-
8 zeigt
eine Weiterbildung der Erfindung, bei der der gepolsterte Ristriemen 5 an
seinen beiden zum Ratschenband 11 und zum Gurt 11' hinweisenden
Enden keilförmig
verjüngt
ist und damit beim Schließen
der Bindung diese keilförmigen
Verjüngungen 66 und 67 den
Snowboardstiefel an dessen beiden Seiten fixieren, so daß auch Stiefel,
die üblicherweise
schmaler sind als der Abstand der Wangen 14 und 15 im
Fersenbereich gegen ein seitliches Verrutschen fixiert sind. Damit
wird ein noch besserer Halt des Stiefels in der Bindung gewährleistet.
-
In 8 sind
nur die Grundplatte 2, die Wangen 14 und 15 und
die für
den Ristriemen 5 maßgeblichen
Elemente dargestellt. Alle übrigen
Elemente sind der Übersichtlichkeit
halber fortgelassen.