DE102008006198B4 - Rotationskolbenverstelleinrichtung zur Drehwinkelverstellung einer Nockenwelle gegenüber einer Kurbelwelle - Google Patents
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Abstract
Description
- Gebiet der Erfindung
- Die Erfindung betrifft eine Rotationskolbenverstelleinrichtung zur Drehwinkelverstellung einer Nockenwelle gegenüber einer Kurbelwelle, mit einem von der Kurbelwelle antreibbaren Antriebsrad, einem drehfest mit der Nockenwelle verbundenen Abtriebsrad aus Leichtmetall und einer Hülse zur Befestigung des Abtriebsrades an der Nockenwelle.
- Aus der
DE 101 34 320 A1 ist eine gattungsbildende Rotationskolbenverstelleinrichtung bekannt, bei der das Abtriebsrad aus Leichtmetall und die Nockenwelle aus Stahl gebildet sind. Das Abtriebsrad ist hier mittels einer Hülse und einer Zentralschraube mit der Nockenwelle verbunden. Nachteilig bei dieser Lösung ist jedoch, dass das aus Leichtmetall ausgebildete Antriebsrad und die aus Stahl ausgebildete Nockenwelle sich aufgrund ihrer unterschiedlichen Temperaturausdehnungskoeffizienten unterschiedlich ausdehnen, so dass die Verbindung zwischen dem Abtriebsrad und der Nockenwelle bei wechselnden Temperaturen einer Wechselbeanspruchung unterliegt und sich lösen kann. - Die
-JP 2000 zeigt einen Nockenwellenversteller mit einer Nockenwelle.34 909 A - Aufgabe der Erfindung ist es, eine gattungsgemäße Rotationskolbenverstelleinrichtung zu schaffen, welche auch bei wechselnden Temperaturen auf Dauer einen sicheren Verbund zwischen Antriebsrad und Nockenwelle aufweisen soll.
- Die Lösung der Aufgabe erfolgt durch eine Rotationskolbenverstelleinrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 1. Vorteilhafte Aus- und Weiterbildungen sind den Unteransprüchen zu entnehmen.
- Erfindungsgemäß wird vorgeschlagen, dass die Hülse und die Nockenwelle einen im Wesentlichen identischen Temperaturausdehnungskoeffizienten aufweisen, so dass ihr Ausdehnungsverhalten bei Erwärmung identisch ist und keine Spannungen zwischen beiden Teilen auftreten.
- Es wird weiter vorgeschlagen, dass das Abtriebsrad aus einem Sinterwerkstoff hergestellt ist und die Hülse durch Aufschmelzen der Oberflächen der Hülse und/oder des Sinterwerkstoffes mit dem Abtriebsrad verbindbar ist.
- Erfindungsgemäß wird vorgeschlagen, dass das Abtriebsrad über die Hülse direkt mit der Nockenwelle verbunden ist, d.h. dass eine im Stand der Technik vorgesehene Zentralschraube entfällt. Damit vereinfacht sich der konstruktive Aufbau und Montage der Rotationskolbenverstelleinrichtung.
- Als einfache und kostengünstige Arten der Verbindung von Hülse und Nockenwelle wird vorgeschlagen, beide Teile zu verschweißen, zu verpressen oder zu verschrauben.
- Die Hülse kann vorzugsweise einen höheren Verformungswiderstand aufweisen als das Abtriebsrad, so dass die durch die Verbindung zwischen dem mit der Hülse versehenen Abtriebsrad und der Nockenwelle entstehenden Materialspannungen im wesentlichen von der Hülse aufgenommen werden und das aus Leichtmetall hergestellte Abtriebsrad nicht belastet wird.
- Nachfolgend wird die Erfindung anhand zweier bevorzugten Ausführungsbeispiele näher beschrieben, wobei die Zeichnungen im Einzelnen zeigen:
-
1 Rotationskolbenverstelleinrichtung mit über eine Zentralschraube an der Nockenwelle befestigtem Abtriebsrad -
2 Rotationskolbenverstelleinrichtung mit einem Abtriebsrad mit einer direkt auf der Nockenwelle befestigten Hülse - In
1 ist ein erstes Ausführungsbeispiel dargestellt, bei dem ein von einer Kurbelwelle angetriebenes Antriebsrad2 , und ein drehfest mit einer Nockenwelle1 verbundenes Abtriebsrad3 zu erkennen ist. Das Antriebsrad2 überträgt die Drehbewegung auf das Abtriebsrad3 über nicht dargestellte Druckräume. Durch die Steuerung des Druckes in den Druckräumen kann dann die Relativstellung zwischen dem Antriebsrad2 und dem Abtriebsrad3 verändert werden. Dieser Mechanismus ist hier nicht dargestellt, da er im Stand der Technik hinreichend bekannt ist und hier nicht zu der Erfindung gehört. Das Abtriebsrad3 ist mit einer Hülse6 verschweißt und über diese mit einer Zentralschraube5 an der Nockenwelle1 befestigt. Die Hülse6 und die Nockenwelle1 sind aus einem Werkstoff mit identischen Temperaturausdehnungskoeffizienten hergestellt, so dass zwischen den beiden Teilen keine Spannungen bei Erwärmung entstehen können. - In
2 ist eine alternative Ausführungsform dargestellt, bei der das Abtriebsrad3 mit der Hülse6 direkt auf der Nockenwelle1 verschweißt, verpresst oder verschraubt ist. Die Hülse6 ist radial innenseitig an der Bohrung, in die die Nockenwelle1 einführbar ist, angeordnet und nimmt dadurch die beim Verpressen, Verschrauben, Verschweißen in das Bauteil eingeleiteten Radial- und Axialspannungen auf, und verhindert damit, dass das Antriebsrad3 belastet wird. Die Hülse6 liegt flächig an der Nockenwelle1 an und besitzt erfindungsgemäß einen im Wesentlichen identischen Temperaturausdehnungskoeffizienten wie die Nockenwelle1 . Bei Temperaturschwankungen erfahren beide Teile damit eine im Wesentlichen gleiche Längung bzw. Verkürzung, so dass keine Spannungen zwischen den Teilen entstehen können. Aufgrund der Verwendung der Hülse6 kann nun in vorteilhafter Weise auf die Zentralschraube5 verzichtet werden, obwohl das Abtriebsrad3 und die Nockenwelle1 aus unterschiedlichen Werkstoffen hergestellt sind. Sofern das Abtriebsrad3 aus einem Leichtmetall, z.B. Aluminium, in einem Sinterprozess hergestellt ist, bietet es sich an, die Hülse6 bereits in dem Sinterprozess mit dem Abtriebsrad zu verbinden. Der Sinterprozess für Aluminium läuft im Wesentlichen in den folgenden Schritten ab, wobei selbstverständlich in Abweichung davon auch der ein oder andere Schritt entfallen oder zusätzliche Schritte vorgesehen sein können :- Pressen des Aluminium-Pulvers zu einem Grünling - Entwachsen - Sintern - Kalibrieren - Wärmebehandeln - Rissprüfung - Beschichten. Die Hülse6 wird bereits in den Grünling eingelegt, so dass die Hülse6 sich während des Sinterns durch lokales Aufschmelzen oder Diffusion mit dem Abtriebsrad3 verbindet.
Claims (6)
- Rotationskolbenverstelleinrichtung zur Drehwinkelverstellung einer Nockenwelle (1) gegenüber einer Kurbelwelle, mit einem von der Kurbelwelle antreibbaren Antriebsrad (2) und einem drehfest mit der Nockenwelle (1) verbundenen Abtriebsrad (3) aus Leichtmetall und einer Hülse (6) zur Befestigung des Abtriebsrades (3) an der Nockenwelle (1), dadurch gekennzeichnet, dass die Hülse (6) und die Nockenwelle (1) einen im wesentlichen identischen Temperaturausdehnungskoeffizienten aufweisen, wobei das Abtriebsrad (3) über die Hülse (6) direkt mit der Nockenwelle (1) verbunden ist.
- Rotationskolbenverstelleinrichtung nach
Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das Abtriebsrad (3) aus einem Sinterwerkstoff hergestellt ist, und die Hülse (6) durch Aufschmelzen der Oberflächen der Hülse (6) und/oder des Sinterwerkstoffes mit dem Abtriebsrad (3) verbindbar ist. - Rotationskolbenverstelleinrichtung nach
Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Hülse (6) mit der Nockenwelle (1) verschweißt, verpresst oder verschraubt ist. - Rotationskolbenverstelleinrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülse (6) einen höheren Verformungswiderstand aufweist als das Abtriebsrad (3).
- Rotationskolbenverstelleinrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Abtriebsrad (3) aus Aluminium ausgebildet ist.
- Rotationskolbenverstelleinrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülse (6) und die Nockenwelle (1) aus einem identischen Stahl ausgebildet sind.
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| JP2000034909A (ja) * | 1998-07-16 | 2000-02-02 | Mitsubishi Electric Corp | バルブタイミング可変装置及びバルブタイミング可変装置の製造方法 |
| DE10134320A1 (de) * | 2001-07-14 | 2003-01-23 | Ina Schaeffler Kg | Vorrichtung zum Verändern der Steuerzeiten von Gaswechselventilen einer Brennkraftmaschine, insbesondere Rotationskolben-Verstelleinrichtung zur Drehwinkelverstellung einer Nockenwelle gegenüber einer Kurbelwelle |
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- 2008-01-26 DE DE102008006198.0A patent/DE102008006198B4/de not_active Expired - Fee Related
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