-
Die
Erfindung betrifft eine Kraftstoffversorgfurungsanlage, nämlich
eine Common-Rail Kraftstoffversorgungsanlage, einer Brennkraftmaschine
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
-
Die
DE 101 57 135 B4 offenbart
eine Brennkraftmaschine, nämlich eine mit Schweröl
betriebene Schiffsdieselbrennkraftmaschine, mit mehreren Zylindern,
wobei jedem Zylinder ein Injektor einer Common-Rail Kraftstoffversorgungsanlage
zugeordnet ist. Über die Injektoren ist in jeden der Zylinder
der Brennkraftmaschine Kraftstoff einspritzbar. Die Common-Rail
Kraftstoffversorgungsanlage gemäß
DE 101 57 135 B4 umfasst
eine mehrere Hochdruckpumpen aufweisende Pumpeinrichtung, um Kraftstoff von
einem Niederdruckbereich der Common-Rail Kraftstoffversorgungsanlage
in einen Hochdruckbereich derselben zu fördern, wobei im
Hochdruckbereich zwischen der Pumpeinrichtung und den Injektoren
ein permanent unter Hochdruck stehendes Druckspeichersystem vorgesehen
ist. Das permanent unter Hochdruck stehende Druckspeichersystem,
welches auch als Common-Rail bezeichnet wird, weist nach der
DE 101 57 135 B4 mehrere
Speichereinheiten auf und ist über ebenfalls permanent unter
Hochdruck stehende Hochdruckkraftstoffleitungen mit der Pumpeinrichtung
verbunden. Das Druckspeichersystem ist weiterhin über abhängig
vom Einspritztakt zeitweise unter Hochdruck stehende Hochdruckkraftstoffleitungen
mit den Injektoren verbunden. Die Baugruppen des Hochdruckbereichs
einer solchen Common-Rail Kraftstoffversorgungsanlage sind im Betrieb
einem hohen Arbeitsdruck ausgesetzt, der bis zu 2000 bar betragen
kann. Hieraus folgt, dass an die Abdichtung insbesondere der permanent
unter Hochdruck stehenden Bauteile einer Common-Rail Kraftstoffversorgungsanlage
hohe Anforderungen gestellt werden.
-
Dies
gilt um so mehr bei Schiffsdieselbrennkraftmaschinen, da die Baugruppen
einer Common-Rail Kraftstoffversorgungsanlage einer Schiffsdieselbrennkraftmaschinen
neben dem hohen Arbeitsdruck weiteren Belastungen ausgesetzt sind,
so z. B. großen Vibrationsbeanspruchungen sowie großen
thermischen Beanspruchungen. Dies kann insbesondere im Bereich der
permanent unter Hochdruck stehenden Hochdruckkraftstoffleitungen,
welche die Pumpeinrichtung mit dem Druckspeichersystem einer Common-Rail
Kraftstoffversorgungsanlage verbinden, zu einem Leitungsbruch und
damit zu massiven Leckagen führen. Das Auftreten massiver Leckagen
an den permanent unter Hochdruck stehenden Bauteilen einer Common-Rail
Kraftstoffversorgungsanlage kann dazu führen, dass der
Druck im Hochdruckbereich der Kraftstoffversorgungsanlage unterhalb
eines zum Öffnen der Injektoren benötigten Öffnungsdrucks
absinkt, wodurch dann keine Einspritzungen mehr in die Zylinder
der Brennkraftmaschine möglich sind. Dies führt
zum sofortigen Stillstand der Brennkraftmaschine, wodurch z. B.
bei Schiffen, die lediglich eine Brennkraftmaschine mit einer solchen
Kraftstoffversorgungsanlage aufweisen, eine Manövrierunfähigkeit
verursacht werden kann.
-
Aus
dem Stand der Technik gemäß
EP 1 150 006 B1 sowie
WO 2005/038232 A1 ist
es weiterhin bekannt, eine Leckage, die an den Hochdruckkraftstoffleitungen
einer Common-Rail-Kraftstoffversorgungsanlage und/oder an einem
Verbindungsbereich der Hochdruckkraftstoffleitungen mit der Pumpeinrichtung
und/oder mit dem Druckspeichersystem und/oder mit den Injektoren
entsteht, über ein Leckagesystem in mindestens einen Leckagesammelbehälter
abzuleiten, wobei das Auftreten einer Leckage mit Hilfe eines Sensors
detektiert werden kann. Damit ist es zwar prinzipiell möglich,
auf das Vorhandensein einer Leckage an der Kraftstoffversorgungsanlage
zu schließen, die exakte Lokalisierung der Leckage bzw.
die Detektion des Leckageursprungs ist jedoch gar nicht oder nur
mit großem Aufwand möglich. Es besteht daher Bedarf
an einer Kraftstoffversorgungsanlage, an welcher bei Auftreten einer
Leckage dieselbe mit einfachen Mitteln lokalisiert und damit der
Leckageursprung detektiert werden kann.
-
Hiervon
ausgehend liegt der vorliegenden Erfindung das Problem zugrunde,
eine neuartige Kraftstoffversorgungsanlage, nämlich eine
neuartige Common-Rail Kraftstoffversorgungsanlage, einer Brennkraftmaschine
zu schaffen. Dieses Problem wird durch eine Kraftstoffversorgungsanlage
gemäß Anspruch 1 gelöst. Erfindungsgemäß wirkt
vorzugsweise mit jeder permanent unter Hochdruck stehenden Hochdruckkraftstoffleitung
und vorzugsweise mit jeder zeitweise unter Hochdruck stehenden Hochdruckkraftstoffleitung
jeweils mindestens eine Leckagedetektionsschraube derart zusammen,
dass eine an einer Hochdruckkraftstoffleitung und/oder im Verbindungsbereich
derselben auftretende Leckage durch die mit der jeweiligen Hochdruckkraftstoffleitung
zusammenwirkende Leckagedetektionsschraube leitbar ist, um ohne
Demontage von Hochdruckkraftstoffleitungen auftretende Leckagen
drucklos bzw. ohne Druckaufbau innerhalb der Leckagedetektionsschraube
zu lokalisieren.
-
Die
erfindungsgemäße Kraftstoffversorgungsanlage verfügt über
den Vorteil, dass bei Auftreten einer Leckage an derselben die Leckage
mit einfachen Mitteln lokalisiert und demnach der Leckageursprung
einfach detektiert werden kann. Dies erfolgt drucklos und demnach
ohne Druckaufbau innerhalb des Leckagesystems. Der Ursprung einer
Leckage kann mit einfachen Mitteln mit Hilfe der Leckagedetektionsschrauben
rasch eingegrenzt werden, wodurch eine Undichtheit im Hochdruckbereich
der Kraftstoffversorgungsanlage schnell behoben werden kann. Die
bei der erfindungsgemäßen Kraftstoffversorgungsanlage
verwendeten Leckagedetektionsschrauben sind robust, kostengünstig
und mehrfach einsetzbar.
-
Nach
einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist jede Leckagedetektionsschraube
einem Verbindungsbereich einer Hochdruckkraftstoffleitung mit der
Pumpeinrichtung und/oder mit dem Druckspeichersystem und/oder den
Injektoren derart zugeordnet, dass jede Leckagedetektionsschraube
in einer Bohrung, die benachbart zum Verbindungsbereich in die Pumpeinrichtung
und/oder das Druckspeichersystem und/oder den Injektor eingebracht
ist und die in mindestens eine Leckageleitung des Leckagesystems
mündet, positioniert ist.
-
Jede
Leckagedetektionsschraube weist eine Wandung, die einen Innenraum
der Leckagedetektionsschraube definiert, mit mindestens einer radialen Öffnung
auf, durch die Leckage in den Innenraum der Leckagedetektionsschraube
einströmen und/oder aus dem Innenraum der Leckagedetektionsschraube ausströmen
kann. Die Wandung jeder Leckagedetektionsschraube definiert mit
der Bohrung, in der dieselbe positioniert ist, einen Ringraum, wobei
Leckage zuerst in den Ringraum und bei oder nach Überschreiten
einer definierten Leckagemenge vom Ringraum in den Innenraum der
jeweiligen Leckagedetektionsschraube gelangt, sodass sich bei oder
nach Überschreiten der definierten Leckagemenge Leckage
in einem Teilraum des Innenraums sammelt, und wobei nach vollständigem
Befüllen des Teilraums weitere Leckage drucklos ableitbar
ist. Zur Lokalisierung einer Leckage ist jede Leckagedetektionsschraube
aus der jeweiligen Bohrung heraus schraubbar, wobei dann, wenn sich
in dem Teilraum des Innenraums einer Leckagedetektionsschraube Leckage
befindet bzw. sammelt, auf eine Leckage an der jeweiligen Hochdruckkraftstoffleitung
und/oder am jeweiligen Verbindungsbereich geschlossen wird.
-
Bevorzugte
Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen
und der nachfolgenden Beschreibung. Ausführungsbeispiele der
Erfindung werden, ohne hierauf beschränkt zu sein, an Hand
der Zeichnung näher erläutert.
-
Dabei
zeigt:
-
1:
ein Blockschaltbild einer erfindungsgemäßen Kraftstoffversorgungsanlage
einer Brennkraftmaschine;
-
2:
ein alternatives Blockschaltbild einer erfindungsgemäßen
Kraftstoffversorgungsanlage einer Brennkraftmaschine; und
-
3:
ein weiteres alternatives Blockschaltbild einer erfindungsgemäßen
Kraftstoffversorgungsanlage einer Brennkraftmaschine;
-
4:
einen Ausschnitt aus einer erfindungsgemäßen Kraftstoffversorgungsanlage
gemäß 1 oder 2 oder 3 nach
einer ersten Variante der Erfindung; und
-
5:
einen Ausschnitt aus einer erfindungsgemäßen Kraftstoffversorgungsanlage
einer Brennkraftmaschine nach einer zweiten Variante der Erfindung.
-
Die
hier vorliegende Erfindung betrifft eine Common-Rail Kraftstoffversorgungsanlage
einer Brennkraftmaschine, insbesondere einer mit Schweröl
betriebenen Schiffsdieselbrennkraftmaschine. Common-Rail Kraftstoffversorgungsanlagen
verfügen über einen Niederdruckbereich sowie einen Hochdruckbereich.
Der Hochdruckbereich einer Common-Rail Kraftstoffversorgungsanlage
umfasst eine zumindest eine Hochdruckpumpe aufweisende Pumpeinrichtung
und ein zumindest eine Speichereinheit aufweisendes Druckspeichersystem,
wobei die Pumpeinrichtung mit dem Druckspeichersystem über
mindestens eine Hochdruckkraftstoffleitung verbunden ist. Das Druckspeichersystem
sowie die oder jede das Druckspeichersystem mit der Pumpeinrichtung
verbindende Hochdruckkraftstoffleitung stehen permanent unter einem
hohen Arbeitsdruck, der bis zu 2000 bar betragen kann. Ausgehend
vom Druckspeichersystem ist der Kraftstoff über Injektoren
in Zylinder einspritzbar, wobei jeder Injektor mit dem Druckspeichersystem über
mindestens eine Hochdruckkraftstoffleitung verbunden ist, die abhängig vom
Einspritztakt der Brennkraftmaschine zeitweise unter Hochdruck steht.
-
Die
permanent unter Hochdruck stehenden Hochdruckkraftstoffleitungen
sind mit einem ersten Ende mit dem Druckspeichersystem und mit einem zweiten
Ende mit der Pumpeinrichtung verbunden. Im Bereich des ersten Endes
ist ein Verbindungsbereich zwischen den Hochdruckkraftstoffleitungen
und dem Druckspeichersystem ausgebildet. Im Bereich der zweiten
Enden ist ein Verbindungsbereich zwischen den Hochdruckkraftstoffleitungen
und der Pumpeinrichtung ausgebildet. Die abhängig vom Einspritztakt
zeitweise unter Hochdruck stehenden Kraftstoffleitungen sind mit
einem ersten Ende mit dem Druckspeichersystem und mit einem zweiten Ende
mit den Injektoren verbunden, wobei im Bereich beider Enden wiederum
Verbindungsbereiche zwischen den Hochdruckkraftstoffleitungen und
dem Druckspeichersystem bzw. den Injektoren ausgebildet sind.
-
Dann,
wenn das Druckspeichersystem mehrere Speichereinheiten umfasst,
sind die Speichereinheiten über permanent unter Hochdruck
stehende Hochdruckkraftstoffleitungen miteinander gekoppelt, wobei
auch im Bereich beider Enden dieser Hochdruckkraftstoffleitungen
wiederum Verbindungsbereiche ausgebildet sind, nämlich
Verbindungsbereiche zwischen den Hochdruckkraftstoffleitungen und
den Speichereinheiten des Druckspeichersystems.
-
Im
Bereich sämtlicher Hochdruckkraftstoffleitungen sowie im
Bereich sämtlicher Verbindungsbereiche der Hochdruckkraftstoffleitungen
mit der Pumpeinrichtung und/oder mit dem Druckspeichersystem und/oder
den Injektoren kann sich eine Leckage ausbilden, wobei eine solche
Leckage über ein Leckagesystem in mindestens einen Leckagesammelbehälter desselben
abgeleitet werden kann.
-
1 zeigt
stark schematisiert ein Blockschaltbild einer erfindungsgemäßen
Common-Rail-Kraftstoffversorgungsanlage, wobei mit den Blöcken 1 bis 12 mögliche
Leckageorte der Kraftstoffversorgungsanlage visualisiert sind, wobei
es sich bei den Leckageorten 1 bis 12 um Hochdruckkraftstoffleitungen
sowie um Verbindungsbereiche der Hochdruckkraftstoffleitungen mit
der Pumpeinrichtung bzw. mit dem Druckspeichersystem bzw. mit den
Injektoren handeln kann. Im Bereich der Leckageorte 1 bis 12 auftretende
Leckagen können in einen Leckagesammelbehälter 13 abgeleitet
werden, wobei im gezeigten Ausführungsbeispiel der 1 jeweils
vier mögliche Leckageorte über eine gemeinsame
Leckageleitung 14 bzw. 15 bzw. 16 mit
dem Leckagesammelbehälter 13 verbunden sind.
-
Gemäß 1 wirkt
mit jedem möglichen Leckageort 1 bis 12,
also mit jeder permanent unter Hochdruck stehenden Hochdruckkraftstoffleitung und
jeder zeitweise abhängig vom Einspritztakt unter Hochdruck
stehenden Hochdruckkraftstoffleitung bzw. mit jedem Verbindungsbereich
der Hochdruckkraftstoffleitungen mit der Pumpeinrichtung bzw. dem Druckspeichersystem
bzw. den Injektoren jeweils eine Leckagedetektionsschraube 17 bzw. 17' zusammen,
nämlich derart, dass eine an einem möglichen Leckageort 1 bis 12 und
demnach an einer Hochdruckkraftstoff leitung und/oder an einem Verbindungsbereich
derselben auftretende Leckage durch die mit den jeweiligen Leckageort 1 bis 12 zusammenwirkende
Leckagedetektionsschraube 17 bzw. 17' leitbar
ist, um ohne Demontage von Hochdruckkraftstoffleitungen Leckagen
drucklos bzw. ohne Druckaufbau im Leckagesystem zu lokalisieren
und demnach den Leckageursprung zu detektieren.
-
Wird
demnach im Ausführungsbeispiel der 1 im Leckagesammelbehälter 13 das
Auftreten einer Leckage erkannt, so kann über die Leckagedetektionsschrauben 17 bzw. 17' die
Leckage zweifelsfrei sowie einfach und innerhalb kurzer Zeit jedem möglichen
Leckageort 1 bis 12 zugeordnet werden, nämlich
drucklos bzw. ohne Druckaufbau im Leckagesystem.
-
2 zeigt
ein Blockschaltbild einer Kraftstoffversorgungsanlage, in welcher
nicht nur den möglichen Leckageorten 1 bis 12 jeweils
eine Leckagedetektionsschraube 17 bzw. 17' zugeordnet
ist, sondern vielmehr darüber hinaus auch den Leckageleitungen 14, 15 und 16.
Dies hat den Vorteil, dass dann, wenn im Leckagesammelbehälter 13 eine
Leckage detektiert wird, zuerst über die den Leckageleitungen 14, 15 und 16 zugeordneten
Leckagedetektionsschrauben 17 bzw. 17' eine Leckage
einer Gruppe von möglichen Leckageorten zugeordnet werden kann.
Wird z. B. durch Auswertung der Leckagedetektionsschraube 17 bzw. 17',
die der Leckageleitung 14 zugeordnet ist, festgestellt,
dass die Leckageleitung 14 leckagefrei ist, so müssen
nachfolgend die mögliche Leckageorten 1 bis 4,
die über die Leckageleitung 14 mit dem Leckagesammelbehälter 13 verbunden
sind, nicht überprüft werden. Hierdurch kann eine
schnellere Lokalisierung einer festgestellten Leckage erfolgen.
Im Ausführungsbeispiel der 3 sind die
den Leckageleitungen 14, 15 und 16 zugeordneten
Leckagedetektionsschrauben 17 bzw. 17' durch Sensoren 18 ersetzt,
die vorzugsweise auf einem kapazitiven Messprinzip beruhen. Mit
Hilfe der Sensoren 18 kann, wie im Ausführungsbeispiel
der 2 mit den Leckagedetektionsschrauben 17 bzw. 17',
im Bereich der Leckageleitung 14, 15 und 16 ein möglicher
Leckageursprung vorab eingegrenzt werden.
-
Nachfolgend
werden Details der Leckagedetektionsschrauben 17 bzw. 17',
die eine drucklose Lokalisierung von Leckagen ohne Druckaufbau im Leckagesystem
ermöglichen, unter Bezugnahme auf 4 und 5 im
Detail beschrieben, wobei 4 und 5 zwei
Varianten von Leckagedetektionsschrauben 17 bzw. 17' zeigen.
-
So
zeigt 4 einen Ausschnitt aus einer erfindungsgemäßen
Common-Rail Kraftstoffversorgungsanlage im Bereich eines Endes einer
permanent unter Hochdruck stehenden Hochdruckkraftstoffleitung 19,
wobei das in 4 dargestellte Ende der Hochdruckkraftstoffleitung 19 über
ein Anschlussstück 20 und ein Druckstück 21 mit
einem Druckspeichersystem 22 der Common-Rail Kraftstoffversorgungsanlage
verbunden ist. Die Hochdruckkraftstoffleitung 19 weist
ein Druckrohr 23 und eine Ummantelung 24 auf,
wobei zwischen der Ummantelung 24 und dem Druckrohr 23 ein
Strömungskanal gebildet ist, der im regulären
Betrieb der Kraftstoffversorgungsanlage bei ungebrochenem Druckrohr 23 der
Führung geringer Kraftstoffleckagen dient.
-
Gemäß 4 ist
das Druckrohr 23 der Hochdruckkraftstoffleitung 19 mit
einem Ende gegen einen Kegelsitz 25 des Druckspeichersystems 22 gedrückt. Die
Hochdruckkraftstoffleitung 19 ist über ein Dichtelement 26 gegenüber
dem Anschlussstück 20 abgedichtet, wobei das Dichtelement 26 zwischen
dem Anschlussstück 20 und der Ummantelung 24 der Hochdruckkraftstoffleitung 19 positioniert
ist. Ein weiteres Dichtelement 27 ist zwischen dem Anschlussstück 20 und
einer Ausnehmung des Druckspeichersystems 22 positioniert,
in die das Anschlussstück 20 hineinragt.
-
4 zeigt
demnach einen Verbindungsbereich einer Hochdruckkraftstoffleitung 19 mit
dem Druckspeichersystem 22. Auf analoge Art und Weise können
Verbindungsbereiche zwischen Hochdruckkraftstoffleitungen und einer
Pumpeinrichtung sowie Injektoren der Kraftstoffversorgungsanlage
ausgebildet sein.
-
Leckagen
treten typischerweise an einer Hochdruckkraftstoffleitung 19 im
Bereich des Kegelsitzes 25 auf, wobei sich im Bereich des
Kegelsitzes 25 auftretende Leckagen in einem die Hochdruckkraftstoffleitung 19 im
Bereich des Kegelsitzes 25 umschließenden Hohlraum 28 ansammeln
und über Leckageleitungen 29, 30 und 31 abgeführt
werden können. Über die Leckageleitung 29 ist
eine Leckage einer mit der Hochdruckkraftstoffleitung 19 zusammenwirkenden
Leckagedetektionsschraube 17 zuführbar. Die Leckagedetektionsschraube 17 ist
gemäß 4 in einer Bohrung 32 positioniert,
die benachbart zum Verbindungsbereich der Hochdruckkraftstoffleitung 19 mit
dem Druckspeichersystem 22 in das Druckspeichersystem 22 eingebracht
ist, wobei sowohl die Leckageleitung 29 als auch die Leckageleitung 30 mit
der Bohrung 32 verbunden sind bzw. in die Bohrung 32 münden.
-
Die
Leckagedetektionsschraube 17 verfügt gemäß 4 über
eine Wandung 33, die einerseits einen Innenraum 34 der
Leckagedetektionsschraube 17 begrenzt und die andererseits
dann, wenn die Leckagedetektionsschraube 17 in die Bohrung 32 eingeführt
ist, mit der Bohrung 32 einen Ringraum 35 definiert,
der gemäß 4 den Innenraum 34 umschließt.
In die Wandung 33 sind gemäß 4 mehrere
radiale Öffnungen 36 und 37 eingebracht, über die
der Innenraum 34 der Detektionsschraube 17 mit dem
Ringraum 35 verbunden ist. Im Ausführungsbeispiel
der 4 ist der Wandung 33 der Leckagedetektionsschraube 17 ein
radial umlaufender Bund 38 zugeordnet, der zwischen den
radialen Öffnungen 36 und 37 positioniert
ist und dann, wenn die Leckagedetektionsschraube 17 in
die Bohrung 32 vollständig eingeführt
ist, den Ringraum 35 in eine obere Ringraumhälfte
und eine untere Ringraumhälfte unterteilt. Die Leckageleitung 29 mündet
im Bereich der oberen Ringraumhälfte in die Bohrung 32,
die Leckageleitung 30 hingegen mündet im Bereich
der unteren Ringraumhälfte in die Bohrung 32.
Die radialen Öffnungen 36 der Wandung 33 verbinden
die obere Ringraumhälfte mit dem Innenraum 34 der
Leckagedetektionsschraube 17, die radialen Öffnungen 37 der
Wandung 33 verbinden die untere Ringraumhälfte
mit dem Innenraum 34 der Leckagedetektionsschraube 17.
-
Dann,
wenn an der Hochdruckkraftstoffleitung 19 bzw. am Verbindungsbereich
der Hochdruckkraftstoffleitung 19 mit dem Druckspeichersystem 22 eine
Leckage auftritt, wird diese über die Leckageleitung 29 in
den Ringraum 35, nämlich in die obere Ringraumhälfte
geleitet, wobei dann, wenn die sich im Bereich der oberen Ringraumhälfte
ansammelnde Leckage eine definierte Leckagemenge überschreitet,
die Leckage ausgehend von der oberen Ringraumhälfte über
die radialen Bohrungen 36 in den Innenraum 34 der
Leckagedetektionsschraube 17 gelangt. Auf diese Weise in
den Innenraum 34 gelangende Leckage sammelt sich im Teilraum 39 des
Innenraums 34, wobei dann, wenn der Teilraum 39 des Innenraums 34 vollständig
mit Leckage gefüllt ist, weitere Leckage über
die radialen Öffnungen 37 den Innenraum 34 verlässt
und in die untere Ringraumhälfte des Ringraums 35 gelangt
und letztendlich über die Leckageleitung 30 abgeführt
wird.
-
Zur Überprüfung,
ob an der mit der Leckagedetektionsschraube 17 zusammenwirkenden
Kraftstoffleitung 19 eine Leckage aufgetreten ist, wird
lediglich die Leckagedetektionsschraube 17 aus der Bohrung 32 herausgeschraubt,
und über die radialen Bohrungen 36 bzw. 37 in
den Innenraum 34 der Leckagedetektionsschraube 17 geschaut.
Ist hierbei erkennbar, dass sich im Innenraum 34, nämlich
im Teilraum 39 desselben, Leckage sammelt, so kann auf eine
Undichtheit an der Hochdruckkraftstoffleitung 19 bzw. dem
Verbindungsbereich derselben mit dem Druckspeichersystem 22 geschlossen
werden. Befindet sich hingegen im Innenraum 34 keine Leckage, so
kann auf die Dichtheit der Hochdruckkraftstoffleitung 19 bzw.
des entsprechenden Verbindungsbereichs geschlossen werden. Vor dem
erneuten Einschrauben der Leckagedetektionsschraube 17 in
die Bohrung 32 wird dieselbe gereinigt.
-
Wie 4 entnommen
werden kann, ist der Hohlraum 28 über die Leckageleitung 31 unmittelbar mit
der Leckageleitung 30 verbunden, wobei die Leckageleitung 31 einen
kleineren Durchmesser aufweist als die Leckageleitung 29,
die den Hohlraum 28 mit der die Leckagedetektionsschraube 17 aufnehmenden
Bohrung 32 verbindet.
-
Über
die Leckageleitung 31 können Leckagen mit geringen
Volumenströmen abfließen, ohne dass dieselben
durch die Leckagedetektionsschraube 17 geleitet werden.
Hierdurch können Fehlinterpretationen verhindert werden,
die dadurch entstehen könnten, wenn Leckagedetektionsschrauben 17 durch
vernachlässigbare kleine Leckagemengen gefüllt
würden.
-
Gemäß 4 ist
der Innenraum 34 der Leckagedetektionsschraube 17 am
oberen Ende mit Hilfe eines Expanders 40 verschlossen.
Ebenso ist die Leckageleitung 29 an einem nicht benötigten Ende
mit Hilfe eines Expanders 41 verschlossen.
-
5 zeigt
eine alternative Ausführungsform einer Leckagedetektionsschraube 17' einer
erfindungsgemäßen Kraftstoffversorgungsanlage,
wobei die Leckagedetektionsschraube 17' wiederum in eine
Bohrung 32' hineinragt, die gemäß 5 wiederum
in das Druckspeichersystem 22 eingebracht ist. Die Bohrung 32' steht
mit den Leckageleitungen 29' und 30' in Verbindung,
wobei die Leckageleitungen 29' und 30' in die
Bohrung 32' münden.
-
Die
Leckagedetektionsschraube 17' der 5 verfügt
wiederum über eine Wandung 33', die einerseits
einen Innenraum 34' der Leckagedetektionsschraube 17' definiert,
und die andererseits zusammen mit der Bohrung 32' einen
Ringraum 35' definiert, der den Innenraum 34' der
Leckagedetektionsschraube 17' umschließt. Über
in die Wandung 33' der Leckagedetektionsschraube 17' eingebrachte radiale Öffnungen 36' steht
der Innenraum 34' mit dem Ringraum 35' in Verbindung.
-
Im
Bereich einer in 5 nicht dargestellten Hochdruckkraftstoffleitung 19 bzw.
eines Verbindungsbereichs derselben mit dem Druckspeichersystem 22 auftretende
Leckage kann der Leckagedetektionsschraube 17' über
die Leckageleitung 29' zugeführt werden, wobei
sich diese Leckage zuerst im Ringraum 35' sammelt.
-
Dann,
wenn die sich im Ringraum 35' sammelnde Leckage eine definierte
Leckagemenge überschreitet, tritt die Leckage über
die Bohrungen 36' in den Innenraum 34' der Leckagedetektionsschraube 17' ein
und sammelt sich im unteren Teilraum 39' des Innenraums 34'.
Dann, wenn der Teilraum 39' des Innenraums 34' vollständig
mit Leckage gefüllt ist, tritt weitere Leckage nicht in
den Innenraum 34' der Leckagedetektionsschraube 17' ein, vielmehr
steigt die weitere Leckage im Ringraum 35' an, bis dieselbe über
die Leckageleitung 30' abgeführt wird.
-
Im
Ausführungsbeispiel der 5 verfügt
die Leckagedetektionsschraube 17' am unteren Ende über
einen Zapfen 42', der dann, wenn die Leckagedetektionsschraube 17' in
die Bohrung 32' vollständig eingeführt
ist, eine Leckageleitung 43' verschließt. Alternativ
ist es auch möglich, dass zwischen dem Zapfen 42' und
der Leckageleitung 43' ein kleiner Freiraum bestehen bleibt,
sodass kleine Leckagemengen abfließen können,
ohne in den Innenraum 34' der Leckagedetektionsschraube 17' zu
gelangen. Nach dem Herausschrauben der Leckagedetektionsschraube 17' aus
der Bohrung 32' gibt der Zapfen 42' die Verbindung
zur Leckageleitung 43' vollständig frei, sodass
sich in der Bohrung 32' bzw. im Ringraum 35' ansammelnde
Leckage vollständig abfließen kann.
-
Beiden
Ausführungsbeispielen der 4 und 5 ist
gemeinsam, dass Leckage einer Leckagedetektionsschraube 17 bzw. 17' zugeführt
wird, wobei dann, wenn die Leckage eine definierte Menge überschreitet,
dieselbe in einen Innenraum 34 bzw. 34' der Leckagedetektionsschraube 17 bzw. 17' eindringt
und sich in einem Teilraum 39 bzw. 39' des Innenraums 34 bzw. 34' der
Leckagedetektionsschraube 17 bzw. 17' sammelt,
und zwar so lange bis dieser Teilraum 39 bzw. 39' vollständig
befüllt ist. Darüber hinausgehende Leckage sammelt
sich nicht im Innenraum 34 bzw. 34' der Leckagedetektionsschraube 17 bzw. 17',
vielmehr wird die weitere Leckage drucklos über Leckageleitungen 30 bzw. 30' abgeleitet.
Die Leckagedetektion erfolgt demnach drucklos ohne Druckaufbau in
der jeweiligen Leckagedetektionsschraube 17 bzw. 17'.
-
- 1
- Leckageort
- 2
- Leckageort
- 3
- Leckageort
- 4
- Leckageort
- 5
- Leckageort
- 6
- Leckageort
- 7
- Leckageort
- 8
- Leckageort
- 9
- Leckageort
- 10
- Leckageort
- 12
- Leckageort
- 13
- Leckagesammelbehälter
- 14
- Leckageleitung
- 15
- Leckageleitung
- 16
- Leckageleitung
- 17,
17'
- Leckagedetektionsschraube
- 18
- Sensor
- 19
- Hochdruckkraftstoffleitung
- 20
- Anschlussstück
- 21
- Druckstück
- 22
- Druckspeichersystem
- 23
- Druckrohr
- 24
- Ummantelung
- 25
- Kegelsitz
- 26
- Dichtelement
- 27
- Dichtelement
- 28
- Hohlraum
- 29,
29'
- Leckageleitung
- 30,
30'
- Leckageleitung
- 31
- Leckageleitung
- 32,
32'
- Bohrung
- 33,
33'
- Wandung
- 34,
34'
- Inneraum
- 35,
35'
- Ringraum
- 36,
36'
- Öffnung
- 37
- Öffnung
- 38
- Bund
- 39,
39'
- Teilraum
- 40,
40'
- Expander
- 41
- Expander
- 42'
- Zapfen
- 43'
- Leckageleitung
-
ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
-
Diese Liste
der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert
erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information
des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen
Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt
keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
-
Zitierte Patentliteratur
-
- - DE 10157135
B4 [0002, 0002, 0002]
- - EP 1150006 B1 [0004]
- - WO 2005/038232 A1 [0004]