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DE102008005761A1 - Verfahren zur Fabrikplanung - Google Patents

Verfahren zur Fabrikplanung Download PDF

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DE102008005761A1
DE102008005761A1 DE200810005761 DE102008005761A DE102008005761A1 DE 102008005761 A1 DE102008005761 A1 DE 102008005761A1 DE 200810005761 DE200810005761 DE 200810005761 DE 102008005761 A DE102008005761 A DE 102008005761A DE 102008005761 A1 DE102008005761 A1 DE 102008005761A1
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DE
Germany
Prior art keywords
human movement
real
image
planning
real human
Prior art date
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Withdrawn
Application number
DE200810005761
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English (en)
Inventor
Carsten Macke
Christian Bade
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Volkswagen AG
Original Assignee
Volkswagen AG
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Publication date
Application filed by Volkswagen AG filed Critical Volkswagen AG
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Withdrawn legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G06COMPUTING OR CALCULATING; COUNTING
    • G06QINFORMATION AND COMMUNICATION TECHNOLOGY [ICT] SPECIALLY ADAPTED FOR ADMINISTRATIVE, COMMERCIAL, FINANCIAL, MANAGERIAL OR SUPERVISORY PURPOSES; SYSTEMS OR METHODS SPECIALLY ADAPTED FOR ADMINISTRATIVE, COMMERCIAL, FINANCIAL, MANAGERIAL OR SUPERVISORY PURPOSES, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • G06Q10/00Administration; Management

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Human Resources & Organizations (AREA)
  • Marketing (AREA)
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  • General Physics & Mathematics (AREA)
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Farbikplanung mit Hilfe einer Vorrichtung (1) zum Modellieren von menschlichen Bewegungsabläufen. Um eine verbesserte Farbikplanung zu ermöglichen, weist das Verfahren folgende Schritte auf: - Durchführen eines realen menschlichen Bewegungsablaufs, - Ermitteln eines Abbilds (19) des realen menschlichen Bewegungsablaufs, - Überführen des Abbilds (19) in ein Bewegungssimulationsmodell.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Fabrikplanung mit Hilfe einer Vorrichtung zum Modellieren von menschlichen Bewegungsabläufen.
  • Es ist bekannt, ein Fabriklayout mittels auf Modellen basierenden Simulationen von Fertigungsabläufen zu planen. Die DE 102 40 338 A1 zeigt ein Verfahren und eine Anordnung zur Prozessplanung von Fertigungsschritten. Das spätere Montagelayout kann mittels der Simulationen noch vor einer tatsächlichen Verkörperung auf die späteren Produktionsabläufe abgestimmt beziehungsweise optimiert werden. Ferner ist es bekannt, zusätzlich Modelle von menschlichen Bewegungsabläufen in eine Layout- und Prozessplanung von Montageanlagen mit einzubeziehen. Die Dissertationsschrift "System zur effizienten Layout- und Prozessplanung von hybriden Montageanlagen", Ulrich Roßgoderer, Lehrstuhl für Montagesystemtechnik und Betriebswissenschaften der Technischen Universität München, beschreibt eine solche Vorgehensweise.
  • Aufgabe der Erfindung ist es, eine verbesserte Fabrikplanung zu ermöglichen.
  • Die Aufgabe ist mit einem Verfahren zur Fabrikplanung mit Hilfe einer Vorrichtung zum Modellieren von menschlichen Bewegungsabläufen mit folgenden Schritten gelöst: Durchführen eines realen menschlichen Bewegungsablaufs, Ermitteln eines Abbild des realen menschlichen Bewegungsablaufs und Überführen des Abbilds in ein Bewegungssimulationsmodell. Unter menschlichem Bewegungsablauf kann ein beliebiger Bewegungsablauf, beispielsweise ein beliebiger humanoider Bewegungsablauf verstanden werden, wie er beispielsweise von einer Person durchführbar ist. Vorteilhaft kann der menschliche Bewegungsablauf in Echtzeit aufgezeichnet werden. Für verschiedene Werkzeuge einer sogenannten digitalen Fabrik, wie sie zur Fabrikplanung verwendbar ist, können sogenannte Menschmodelle beziehungsweise das menschliche Bewegungssimulationsmodell verwendet werden. Dem menschlichen Bewegungssimulationsmodell können kinematische Informationen zu Grunde liegen. Vorteilhaft wird das ermittelte Abbild in das Bewegungssimulationsmodell überführt. Üblicherweise notwendige Schritte, die einen hohen manuellen Aufwand zum Erstellen einzelner Bewegungen für verschiedene Körperachsen und Gliedmaßen zum händischen Programmieren der Menschsimulationsmodelle erfordern, sind nicht notwendig. Vorteilhaft ist es möglich, eine exakte Modellbildung für spezifische Zielgruppen vorzunehmen. Hierfür können entsprechend geeignete Probanden den realen menschlichen Bewegungsablauf durchführen. Außerdem können aufgrund des erhaltenen menschlichen Bewegungssimulationsmodells Analysen von Arbeitsräumen sowie Reichweiten zur Arbeitsplatzgestaltung vorgenommen werden. Außerdem ist es möglich, darauf basierend Zeitanalysen auf Basis der sogenannten MTM-1-Methode durchzuführen. Ferner können Ergonomieanalysen, wie zum Beispiel Anheben, Körperhaltung sowie Energieeinsatz durchgeführt werden. Insgesamt ergibt sich eine authentischere Kinematik von mittels des Bewegungssimulationsmodells simulierbaren virtuellen Bewegungsabläufen. Schließlich ist es möglich, eine Dokumentation zu erstellen, beispielsweise Ergonomieberichte und animierte Arbeitsanweisungen.
  • Bei einer Ausführungsform des Verfahrens ist folgender Schritt vorgesehen: Durchführen des realen menschlichen Bewegungsablaufs mittels einer Person in einem Arbeitsumfeld. Vorteilhaft kann sich die Person in dem Arbeitsumfeld orientieren, in gewisser Weise mit diesem interagieren und sich mithin in typischer Art und Weise bewegen. Es ist möglich, dass es sich bei dem Bewegungsablauf um einen typischen Arbeitsschritt, beispielsweise das Anheben und Transportieren eines Gegenstandes, handelt. Vorteilhaft kann daraus beispielsweise eine Ablaufsimulation von Werktätigkeiten zur Planung einer Fertigungszelle generiert werden.
  • Bei einer weiteren Ausführungsform des Verfahrens ist folgender Schritt vorgesehen: Durchführen des realen menschlichen Bewegungsablaufs in einem mit Planungshilfsmitteln versehenen Planungsszenario des Arbeitsumfeldes. Vorteilhaft kann der reale menschliche Bewegungsablauf in einer typischen Art und Weise sowie räumlichen Orientierung erfolgen, ohne dass die zu planende Fabrik bereits tatsächlich real existiert. Zur Orientierung genügen schnell auf- und abbaubare Planungshilfsmittel.
  • Bei einer weiteren Ausführungsform des Verfahrens ist folgender Schritt vorgesehen: Ermitteln des Abbilds des realen menschlichen Bewegungsablaufs mittels eines Tracking-Systems. In Betracht kommen beispielsweise videobasierte oder auch infrarotbasierte Tracking-Systeme. Sogenannte Tracking-Systeme werden beispielsweise verwendet, um Augmented-Reality-Anwendungen durchzuführen. Die DE 10 2004 051 600 B4 sowie die DE 10 2005 058 240 A1 zeigen beispielhaft solche Systeme. Mittels des Tracking-Systems kann beispielsweise die Position der den menschlichen Bewegungsablauf durchführenden Person über einen zeitlichen Ablauf ermittelt werden. Die Position der Person kann dabei in allen sechs translatorischen und rotatorischen Freiheitsgraden ermittelbar sein.
  • Bei einer weiteren Ausführungsform des Verfahrens ist vorgesehen, dass das Tracking-System zumindest eines der folgenden Merkmale aufweist: Zumindest einen Bildgeber, an der Person und/oder den Planungshilfsmitteln anbringbare Marker und/oder eine der Person zuordenbare mechanische Körpertracking-Vorrichtung. Vorteilhaft kann so die Position der Person über die Zeit ermittelt werden. Die Marker können mittels des Tracking-Systems auswertbare Positionsinformationen liefern. Für den Fall, dass bestimmte Bereiche des menschlichen Bewegungsablaufs für den Bildgeber des Tracking-Systems verdeckt sind, kann vorteilhaft die mechanische Körpertracking-Vorrichtung zusätzliche Informationen liefern. Die Körpertracking-Vorrichtung kann beispielsweise eine Absolutposition, eine Relativposition und/oder eine Winkelstellung eines Körpergelenks der Person aufzeichnen.
  • Bei einer weiteren Ausführungsform des Verfahrens ist folgender Schritt vorgesehen: Zeitliches Auflösen des Abbilds des realen menschlichen Bewegungsablaufs mittels eines Zeittakts. Vorteilhaft können so beispielsweise verschiedene Videostreams und/oder Daten der Körpertracking-Vorrichtung, also mehrerer verschiedener Gebersysteme zeitlich miteinander synchronisiert werden.
  • Bei einer weiteren Ausführungsform des Verfahrens ist folgender Schritt vorgesehen: Räumliches Auflösen des Abbilds des realen menschlichen Bewegungsablaufs mittels Koordinaten. Die Koordinaten können beispielsweise den zeitlichen Positionsverlauf von speziellen beobachteten Punkten, beispielsweise den Markierungen, beschreiben.
  • Bei einer weiteren Ausführungsform des Verfahrens ist folgender Schritt vorgesehen: Korrelieren und/oder Parametrieren von zumindest einer Bewegungssimulationsfunktion des Bewegungssimulationsmodells auf die zeitliche und/oder räumliche Auflösung. Vorteilhaft kann durch diesen Schritt die Bewegungssimulationsfunktion so an den aufgezeichneten Bewegungsablauf angepasst werden, dass diese ein für den aufgezeichneten Bewegungsablauf und damit für die diesen ausführende Person oder dieser Person ähnliche Personen ein besonders exaktes Modell liefert. Vorteilhaft kann dieser Schritt automatisiert erfolgen, so dass eine aufwändige händische Parametrierung des Bewegungssimulationsmodells nicht notwendig ist. Vorteilhaft ist das Bewegungssimulationsmodell ohne händischen Aufwand an eine Versuchsperson anpassbar. Vorteilhaft kann also durch die Auswahl einer einen bestimmten Menschentyp besonders gut repräsentierenden Person das Bewegungssimulationsmodell auf einen solchen Personenkreis angepasst werden. Es ist also möglich, das Bewegungssimulationsmodell durch die Auswahl entsprechender Versuchspersonen, beispielsweise länderspezifisch und/oder geschlechtsspezifisch auf einfache Art und Weise anzupassen.
  • Bei einer weiteren Ausführungsform des Verfahrens ist folgender Schritt vorgesehen: Manipulieren von Gegenständen des Arbeitsumfelds während des realen menschlichen Bewegungsablaufs. Vorteilhaft können die manipulierten Gegenstände in das Bewegungssimulationsmodell eingerechnet werden, beispielsweise zum Erstellen einer Ergonomieanalyse und/oder zum Überprüfen hinterlegter Bewegungssimulationsfunktionen zur Simulierung einer gewissen Belastung einer virtuellen Person.
  • Die Aufgabe ist außerdem mit einer Vorrichtung zur Verarbeitung von EDV-Daten, softwaretechnisch eingerichtet und/oder ausgelegt zum Ausführen des vorab beschriebenen Verfahrens gelöst. Es ergeben sich die vorab beschriebenen Vorteile.
  • Bei einem Ausführungsbeispiel der Vorrichtung ist vorgesehen, dass diese ein Tracking-System aufweist. Mittels des Tracking-Systems kann das Abbild des realen menschlichen Bewegungsablaufs ermittelt werden.
  • Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung, in der unter Bezugnahme auf die Zeichnung ein Ausführungsbeispiel im Einzelnen beschrieben ist. Gleiche, ähnliche und/oder funktionsgleiche Teile sind mit gleichen Bezugszeichen versehen.
  • Es zeigen:
  • 1 eine schematische Ansicht eines Planungsszenarios einer Fabrikplanung mit einer Vorrichtung zum Modellieren von menschlichen Bewegungsabläufen;
  • 2 eine dreidimensionale Ansicht von schräg oben eines weiteren Planungsszenarios mit realen Personen; und
  • 3 eine dreidimensionale Ansicht von schräg hinten oben einer simulierten Person in Interaktion mit einem simulierten virtuellen Arbeitsumfeld.
  • 1 zeigt eine schematische Ansicht einer Vorrichtung 1 zum Modellieren von menschlichen Bewegungsabläufen als Teil eines Planungsszenarios 3 zur Fabrikplanung beziehungsweise Fabriklayoutplanung. Das Planungsszenario 3, das beispielsweise im Rahmen eines Planungsworkshops aufbaubar ist, weist Planungshilfsmittel 5 sowie eine mit diesen interagierende reale Person 7 auf. Es ist jedoch auch denkbar, anstelle der Planungshilfsmittel 5 eine bereits existierende Fertigungszelle zu verwenden. Die Planungshilfsmittel 5 sowie die reale Person 7 können mittels eines Tracking-System 9 abgebildet werden, wobei ein Abbild 19 eines realen Bewegungsablaufs der realen Person 7 ermittelbar ist. Das Tracking-System 9 kann hierzu zumindest einen Bildgeber 11 aufweisen, beispielsweise zwei Videokameras oder Infrarot-Bildgeber. Um den Bewegungsablauf der realen Person 7 besser aufzeichnen zu können, insbesondere um verdeckte Bereiche ebenfalls erfassen zu können, kann die Person 7 eine Körpertracking-Vorrichtung 13 aufweisen. Mittels der Körpertracking-Vorrichtung 13 kann beispielsweise eine relative Position, eine absolute Position und/oder eine Winkelstellung eines Körpergelenks der realen Person 7 ermittelbar sein. Zusätzlich können die Planungshilfsmittel 5 sowie die reale Person 7 Markierungen 15 aufweisen, die ebenfalls mittels der Bildgeber 11 erfassbar sind, beispielsweise um Rückschlüsse auf entsprechende Positionen der Planungshilfsmittel 5 beziehungsweise der realen Person 7 zu ermöglichen. Die Vorrichtung 1 weist eine Zentraleinheit 17, insbesondere ausgelegt zum Speichern, Verarbeiten und/oder Errechnen des Abbilds 19 des Bewegungsablaufs der Person 7 auf. Die Zentraleinheit 17 kann in weitere Untereinheiten zerfallen, beispielsweise Teile des Tracking-Systems 9 aufweisen. Die Zentraleinheit 17 weist eine Modellierungseinheit 21 auf, mittels der das Abbild 19 in ein Bewegungssimulationsmodell überführbar ist. Mittels der Zentraleinheit 17 kann das ermittelte Abbild 19 sowohl zeitlich, beispielsweise mittels eines Zeittakts, als auch räumlich, beispielsweise mittels Koordinaten, aufgelöst und/oder synchronisiert werden. Daten der unterschiedlichen Geber 11, 13 können zu dem Abbild 21 zusammengeführt werden. Zum Überführen des Abbilds 21 in das Bewegungssimulationsmodell kann die Modellierungseinheit zumindest eine Bewegungssimulationsfunktion beziehungsweise eine Vielzahl von Bewegungssimulationsfunktionen auf das zeitlich und/oder räumlich aufgelöste Abbild 19 korrelieren beziehungsweise parametrieren.
  • Vorteilhaft kann die reale Person 7 Gegenstände manipulieren, beispielsweise eines der Planungshilfsmittel 5, wobei der manipulierte Gegenstand ebenfalls mittels der Modellierungseinheit 21 in das Bewegungssimulationsmodell einrechenbar ist.
  • 2 zeigt eine dreidimensionale Ansicht eines weiteren realen Planungsszenarios 3, versehen mit Planungshilfsmitteln 5. Das Planungsszenario 3 stellt eine spätere Fertigungszelle 23 eines zu planenden Fabriklayouts dar. Hierzu sind mehrere Planungshilfsmittel 5, die jeweils eine der Markierungen 15 aufweisen, in den späteren Abmaßen der geplanten Fertigungszelle 23 innerhalb des Planungsszenarios 3 angeordnet. Zwischen den Planungshilfsmitteln 5 kann eine oder mehrere der Personen 7 sich so bewegen, wie sie dies in der späteren fertig gestellten Fertigungszelle 23 tun würde. Vorteilhaft kann dieser Bewegungsablauf mittels der Vorrichtung 1 und der Modellierungseinheit 21 in ein entsprechendes Bewegungssimulationsmodell überführt werden.
  • 3 zeigt eine virtuelle Person 25 in Interaktion mit einem virtuellen Arbeitsumfeld 27. Es ist möglich, simulierte Bewegungsabläufe der virtuellen Person 25, basierend auf dem mittels der Modellierungseinheit 21 parametrierten Bewegungssimulationsmodell zur weiteren Planung des virtuellen Arbeitsumfelds 27 zu verwenden. Es können vorteilhaft vorab simulierte Bewegungen der virtuellen Person beobachtet werden, wobei das virtuelle Arbeitsumfeld an die virtuelle Person 25 optimal anpassbar ist.
  • Es werden menschliche Bewegungsabläufe in Echtzeit aufgezeichnet. Für verschiedene Werkzeuge einer sogenannten digitalen Fabrik, zum Beispiel einer Menschsimulation beziehungsweise Ergonomieuntersuchungen in einem eM-Human genannten beziehungsweise unter diesem Namen bekannten System, können Menschmodelle mit kinematischen Informationen eingesetzt werden. Vorteilhaft können diese Modelle mittels der Vorrichtung 1 beziehungsweise mittels der Modellierungseinheit 21 der Vorrichtung 1 ohne großen manuellen Aufwand, beispielsweise eine sonst notwendige händische Programmierung für einzelne Bewegungen für verschiedene Körperachsen und Gliedmaßen, angepasst beziehungsweise parametriert werden. Im Rahmen einer Prozessplanung können reale Testabläufe beziehungsweise Bewegungsabläufe stattfinden, in denen die realen Personen reale Arbeitsschritte ausführen beziehungsweise durchlaufen. Die Aufzeichnung beziehungsweise die Ermittlung des Abbilds 19 der Bewegungen der realen Personen 7 während der realen Testabläufe ermöglicht die automatische Erstellung des menschlichen Bewegungssimulationsmodells mittels der Vorrichtung 1, wobei zu einem späteren Planungszeitpunkt vorteilhaft authentischere virtuelle Bewegungen simulierbar sind, als dies mit bisherigen manuell erstellten Modellen möglich war.
  • Die so generierten Bewegungssimulationsmodelle ermöglichen eine exakte Modellbildung für spezifische Zielgruppen, Analyse von Arbeitsräumen und Reichweite zur Arbeitsplatzgestaltung, Zeitanalysen auf Basis der MTM 1-Methode, Ergonomieanalysen, wie zum Beispiel, Anheben, Körperhaltung und Energieeinsatz, authentische Kinematik sowie Generierung von Dokumentationen, beispielsweise Ergonomieberichte und animierte Arbeitsanweisungen. Vorteilhaft werden beispielsweise Laufwege mittels des Tracking-Systems 9, beispielsweise optisch, aufgezeichnet. Hierzu können gegebenenfalls die entsprechenden Markierungen 15 an den realen Personen 7 angebracht werden. Das Tracking-System 9 kann sowohl infrarot- als auch videobasierte Bildgeber 11 aufweisen. Aufgrund von Sichtverdeckungen können Bewegungsabläufe einzelner Gliedmaßen der Personen 7 nicht optisch aufgezeichnet werden. Vorteilhaft kann dazu ein zusätzliches mechanisches Körpertracking-System, beispielsweise die Körpertracking-Vorrichtung 13, zur Aufzeichnung verwendet werden. Die aufgezeichneten Koordinaten und Orientierungen der betrachteten Punkte können über eine Taktzeit synchronisiert und in das Bewegungssimulationsmodell überführt werden.
  • 1
    Vorrichtung
    3
    Planungsszenario
    5
    Planungshilfsmittel
    7
    reale Person
    9
    Tracking-System
    11
    Bildgeber
    13
    Körpertracking-Vorrichtung
    15
    Markierungen
    17
    Zentraleinheit
    19
    Abbild
    21
    Modellierungseinheit
    23
    Fertigungszelle
    25
    virtuelle Person
    27
    virtuelles Arbeitsumfeld
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - DE 10240338 A1 [0002]
    • - DE 102004051600 B4 [0007]
    • - DE 102005058240 A1 [0007]

Claims (11)

  1. Verfahren zur Fabrikplanung mit Hilfe einer Vorrichtung (1) zum Modellieren von menschlichen Bewegungsabläufen mit folgenden Schritten: – Durchführen eines realen menschlichen Bewegungsablaufs, – Ermitteln eines Abbilds (19) des realen menschlichen Bewegungsablaufs, – Überführen des Abbilds (19) in ein Bewegungssimulationsmodell.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, mit folgendem Schritt: – Durchführen des realen menschlichen Bewegungsablaufs mittels einer realen Person (7) in einem realen Arbeitsumfeld.
  3. Verfahren nach Anspruch 2, mit folgendem Schritt: – Durchführen des realen menschlichen Bewegungsablaufs in einem mit Planungshilfsmitteln (5) versehenen Planungsszenario (3) des Arbeitsumfelds.
  4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, mit folgendem Schritt: – Ermitteln des Abbildes des realen menschlichen Bewegungsablaufs mittels eines Tracking-Systems (9).
  5. Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei das Tracking-System (9) zumindest eines der folgenden Merkmale aufweist: – zumindest einen Bildgeber (11), – an der realen Person (7) und/oder den Planungshilfsmitteln (5) anbringbare Markierungen (15), – eine der realen Person (7) zuordenbare mechanische Körpertracking-Vorrichtung (13).
  6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, mit folgendem Schritt: – Zeitliches Auflösen des Abbilds des realen menschlichen Bewegungsablaufs mittels eines Zeittakts.
  7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, mit folgendem Schritt: – Räumliches Auflösen des Abbilds (19) des realen menschlichen Bewegungsablaufs mittels Koordinaten.
  8. Verfahren nach einem der vorhergehenden zwei Ansprüche, mit folgendem Schritt: – Korrelieren und/oder Parametrieren von zumindest einer Bewegungssimulationsfunktion des Bewegungssimulationsmodells auf die zeitliche und/oder räumliche Auflösung.
  9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, mit folgendem Schritt: – Manipulieren von Gegenständen des Arbeitsumfelds während des realen menschlichen Bewegungsablaufs.
  10. Vorrichtung (1) zum Modellieren von menschlichen Bewegungsabläufe und zum Verarbeiten von EDV-Daten, softwaretechnisch eingerichtet und/oder ausgelegt zum Ausführen eines Verfahrens nach einem der vorhergehenden Ansprüche.
  11. Vorrichtung nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei die Vorrichtung (1) ein Tracking-System (9) aufweist.
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